vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins HauS. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint ElvtdiliONl Mittwochs und Gamstags. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. 5 üdanlage 21. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungk- zieles <30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbindlichkeii. »erlag der „Gießener Zettnng", «testen. Druck der Eichener Verlagsdruckerci, Albin Lileiu. Nr. 70. Telephon Nr. 362. Mittivoch, dm 14. August 1918. Telephon Nr.362. 31. Jahrg. Die feindliche Grostoffensive und der feindliche Dnrchbrnchsverfuch völlig gescheitert. 22V9O, ISO«« «. 17OOO Br-R.-T. — zusammen 34000 Br.-R.-T. versenkt. Ans dem amtlichen Kreisblatt. Hessische Landes - Gemüsestelle zu Mainz, 5. 8. 18: Verordnung über Herbstgemüse und Herbslobst der Ernte 1918. Reichsstelle für Gemüse und^Obst, 19. 7. 18: Ausführungsan- Weisung zur Verordnung über Herbstgemüse und Herbst- . obst der Ernte 1918. Hessische Landes - Gemüsestelle, 5. 8. 18: Bewirtschaftung der Zwiebeln. KreiSamt Gießen, 3. 8. 18: Rotzverdacht bet einem durch die Landwirtschaftskammer veräußerten Pferdetransport. Die aus diesem Pferdetransport an die Veterinärklinik Gießen und an Konrad Heinrich Walz in Lich veräußerten Pferde werden dem Reichsviehseuchengesetz unterworfen. Kreisamt Gießen, 5. 8. 18: Landespolizeiltche Abnahme der Arbeiten für die Anlage von Gleisanschlüssen an die Straßenbahn zum Transport von Gütern nach dem Kriegsgefangenenlager in Gießen. Großh. Feldbereinigungskommissär, 2. 8. 18: Versteigerung von Massegrundstücken aus der Feldbereinigung Langgöns am 26. u. 27. August 1918. Ministerum des Innern zu Darnistadt, 30. 7. 18: Bekanntmachung über den Verkehr mit Getreide, Hülsenfrüchten, Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1918 zu Saatzwecken. Kreisamt Gießen, 2. 8. 18: Bekanntmachung über die Walnußernte. Kreisamt Gießen, 7. 8. 18: Bestellung von Kunsthonig. Kreisamt Gießen, 7. 8. 18: Zuckerverbrauchsregelung. Kreisschulkommission Gießen, 3. 8. 18: Feier des Sedanfestes. Der stellv. Kommandierende General, 10. 8. 18: Höchstpreise für Seegras. — Höchstpreise für Walzenfinter. Kreisamt Gießen, 8. 8. 18: Sicherstellung von Saatkartoffeln. Kreisamt Gießen, 7. 8. 18: Saatgutvcrkchr. (1. Zulassung von Händlern zum Handel mit Saatgut. — 2. Saatkarten mit Listenführung.) Kreisamt Gießen, 9. 8. 18: Oelschlagscheine. Kreisamt Gießen, 7. 8. 18: Bekämpfung der Sperlinge. Ministerum des Jnnnern, 2. 8. 18: Jagd auf Rebhühner vom 21. August 1918 bis 31 Januar 1919, Jagd auf Fasanen vom 1. September 1918 bis 31. Januar 1919, für Fasanenhähne bis 31. Mai 1919. Statssekretär des KriegsernährungsamteS, 30. 7. 18: Drusch- Prämien für Hafer. Kreisamt Gießen, 10. 8. 18: Voranmeldung von Schweinen für die Haushaltungen 1918/1919. Kreisamt Gießen, 12. 8. 18: Bestandsaufnahme der Vorräte früherer Ernten an Früchten oder an Mehl. Polizeiamt Gießen, 8. 8. 18: Rotzverdacht bei den Pferden in der chirugischen u. medizinischen Veterinärklinik konstatiert. Gehöftspere ist angeordnet. Ministerum des Innern, 5. 8. 18: Ausfuhr von Stroh. Kreisamt Gießen, 10. 8. 18: Ausbreitung der Bartflechte. Kreisamt Gießen. 3. 8. 18: Unter dem Schweinebestande deS W. Will in Wieseck sind die Backsteinblattern festgestellt. flmtlicbe dcutfcbe Cagesbericbt*. Berlin, 9. Aug. Im Speergebiet deS Mittel- meeres versenkten unsere U-Boote aus stark gesicherten Geleitzügen 6 Dampfer von zusammen rund 22 000 Bruttocegiftertonnen, darunter den französischen Truppentransporter „Jemnah" mit 3716 Brt., auf dem sich nach Aussagen von Gefangenen 21 Passagiere und 800 Soldaten befanden. Der Dampfer sank innerhalb 5 Minuten. Der Chef des AdmiralftabeS der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 10. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Rege Tätigkeit deS Feindes zwischen Yser und Ancce. An vielen Stellen dieser Front führte der Feind Borste und Teilangriffe aus, die vor unseren Linien und im Nahkampf abgewiesen wurden. Engländer und Franzosen setzten gestern unter Einsatz stalkec Reserven ihre Angriffe auf der ganzen Schlachtfcont zwischen Ancce und Avre fort. Beider- seits der Somme und rücklings der Straße Foucaucourt —Bille-Bretonneux warfen wir den Feind durch Gegen, stöße zurück. Ec erlitt sehr schwere Verluste. In der Mitte der Schlachtfront gewann der Feind über Rocieres und Hangest Boden. Unsere Gegenangriffe brachten ihn ^0N Lihons und östlich der Linie Foucaucourt —Arvillers zum Stehen. Während der Nacht nahmen wir dle an der Avre und am Dom-Bach kämpfenden Truppen in rückwärtige Linien östlich von Montdidter zurück. südöstlich von Montdidter schlugen wir einen starken Teilangriff der Franzosen in unseren Linien ab. Ueber dem Schlachtfelde schossen wir 32 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Löwenhardt errang seinen 52. und 53., Leutnant Udet seinen 46, 47. und 48., Hauptmann Berthold seinen 41. und 42., Leutnant Freiherr von Richthofen seinen 36. und 37., Leutnant Billing seinen 30. und 31., Leutnant Bolle seinen 29., Leutnant Koennccke seinen 26., 27. und 28., Leutnant Neumann seinen 20. Luftsteg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zeitweilig auflebender Feuerkampf an der Aisne und Besle. Der Erste Generalquartiermetstec: Ludendorff. Berlin, 10. Aug, abends. Ausdehnung der Schlacht von der Ancce bis zur Oise. Angriffe deS Feindes sind vor unseren Kampfstellungen gescheitert. « Berlin, 10. Aug. Westlich deS Kanals und an der Oftküste Englands versenkten unsere Unterseeboote, zum Teil aus stark gesicherten Gelettzügen 15 000 Brutto-Registec-Tonnen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. -». wtb. Großes Hauptquartier, 11. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen Äser und Ancce ließ die erhöhte Gefechts« tätigkeil tagsüber nach, am Abend lebte sie vielfach wieder auf. Stärkere Vorstöße des Feindes beiderseits der Lys wurden abgewiefen. An der Schlachtfront hat der Feind seine Angriffe bis zur Oise ausgedehnt. Zwischen Ancce und Somme brachen sie vor unseren Linien zusammen. Dicht südlich der Somme blieb die feindliche Infanterie nach ihren Mißerfolgen am 9. August untätig. Starke Teilangriffe des Gegners bei Rainecourt und gegen Lihons scheiterten in unserem Feuer und im Gegenstoß. Die Haupt- kcaft der gestrigen Angriffe war gegen unsere Front zwischen Lihons und der Avre gerichtet. Oestlich von Rozieres und beiderseits der Straße Amiens und Roye schlugen wir mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe ab. In dem beweglichen Kampf gegen feindliche lieber- macht und gegen den Masseneinsatz von Panzerwagen kam auch hier wiederum die unerschütterliche Angriffs- kcaft unserer Infanterie voll zur Geltung. Vielfach brach der Ansturm des Feindes schon im Feuer unserer Artillerie zusammen. Vor einem DivtsionSabschnitt liegen allein mehr als 40 zerstörte Panzerwagen. Zwischen Avre und Oise setzte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung zu stacken Angriffen gegen unsere alten Stellungen von Montdidter bis Autheuil an. Ec vermochte unsere gestern gemeldeten neuen Kampflinien östlich von Montdidier nicht zu erreichen. Unsere Nach, hüten empfingen den Feind in unseren alten Stellungen mit starkem Feuer und wichen darauf kämpfend über die Linie Labofftece—Hatnvillers—Ricquebourg—Märest aus. Sehr rege Fliegertätigkeit über dem Schlachtfelde. Wir schossen wiederum 23 feindliche Flugzeuge und einen Fesselballon ab. Leutnant Kroll errang seinen 33., Leutnant Veltjens seinen 24. und 25., Leutnant Laumann seinen 21., 22. und 23-, Leutnant Auffahrth seinen 21. Luftsieg. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der VeSle wurden Angriffe deS Feindes zwischen FiSmeS und Courlanden abgewiesen. In der Champagne westlich der Straße Somme Py Sonatn TeUkämpfe, in denen wir Gefangene machten. Der Erste Generalquartiermetstec: Ludendorff. » Berlin, 11. Aug., abends. An der Schlachtfront zwischen Ancre und Oise sind heftige Angriffe des Feindes gescheitert. Ol Berlin, 11. August. Neue U-Bootsersolge im Mittelmeer: 4 bewaffnete Dampfer von zusammen etwa 17,000 Bruttoregistectonnen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 12. Aug. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Äser und Ancce scheiterten mehrfach Teil- vocstöße des Feindes. Nördlich der Lys schlugen wir einen stärkeren englischen Angriff zuruck. — An der Schlachtfcont führte der Feind am frühen Morgen heftige Angriffe nördlich der Somme und zwischen Somme und Lihous. Sie wurden meist im Feuer, teilweise im Gegenstoß abgcwiesen. Bei den Kämpfen um Lihons stieß der Feind über den Oct hinaus nach Osten vor. Unser Gegenangriff warf ihn bis an den Nord- und Ostcand des Dorfes wieder zurück. Heftige Teilkämpfe zwischen Lihons und der Avce. Südwestlich ChaulneS griffen wir den Feind an und nahmen Hallu. Beiderseits der Straße AmienS-Roye wiesen wic feindliche Angriffe ab. Zwischen Avce und Oise dauerten die starken Angriffe des Feindes bis zur Dunkelheit an. Sie sind völlig gescheitert. Besonders schwere Verluste erlitt der Franzose bet Tilloloy. Durch nahes Heranhalten seiner Artillerie, die den Panzerwagen dichtauf folgte, suchte ec den Durchbcuch hier zu erzwingen. Infanterie und Artillerie ,choffen den Feind vor unseren Linien zusammen. Gestern wurden 17 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Udet errang seinen 49., 50., 51 und 52., Leutnant Frhr. v. Rlchthofen seinen 38., Leutnant Veltjens seinen 26., 27. uno 28. Luftsieg. Im Juli wurden an den deutschen Fronten 518 feindliche Flugzeuge, davon 69 durch unsere Flugabwehc- geschütze, und 36 Fesselballone abgeschossen. Hiervon sind 239 Flugzeuge in unseren Besitz, der Rest ist jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgekürzt. Wir haben im Kamps 129 Flugzeuge und 63 Fesselballone verloren. Der Erste Generalquactiecmeister: Ludendorff. Berlin, 12. Aug., abends. An der Schlachtfront zwischen Ancce und Avre ruhiger Tag. Zwischen Avce und Oise sind feindliche Angriffe gescheitert. Zur militärifcben Lage im Aesten. Genf, 9. Aug. Die Erfahrungen haben laut „Petit Parisien" die Deutschen dahin gebracht, daß ein deutlich erkennbares System in die Beschießung der Pariser Bezirke und ihrer Umgebung zu bringen. Ein stilfegesucb der russischen Räteregierund? Berlin, 10. Aug. Die „Neue Freie Presse" schreibt: „Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß die russische Regierung, da sie von der Entente bedrängt wird, die Mittelmächte umHilfe bittet. Diese Möglichkeit ergibt sich aus den ratsächlich gegebenen Verhältnissen, daß der Krieg, den die Entente gegen Rußland führt, zugleich ein Krieg gegen die Mittelmächte haben gewiß auch in Erwägung gezogen, was zu geschehen hätte, wenn Rußland militärische Hilfe gebrauchen und sie von den Mittelmächten gegen die Entente verlangen würde. Diese Möglichkeit ist so nahe, daß die Mittelmächte sicher nichts unterlassen haben, sich darüber zu verständigen, was in diesem Falle zu geschehen hätte. Rsloniai-Rriegerspende. Die beiden Opfertage für die Kolonialkriegerspende, der 17. u. 18. August, stehen vor der Tür. Im ganzen Deutschen Reiche wird an diesen zwei Tagen die Opfer- fceudigkeit des deutschen Volkes in Anspruch genommen werden, um die Mittel aufzubrlngen, damit den Kolo- nialkciegern, ihren Angehörigen und Hinterbliebenen, sowie allen Kolonialdeutschen, die in den Schutzgebieten durch den Krieg Hab und Gut verloren haben, die Hilfe geleistet werden kann, welche die Reichsversorgungsge. getze nicht ermöglichen. Und wahrlich, unsere heldenmütigen Landsleute da draußen in den fernen Landen haben den Dank deutschen Volkes verdient. Es ist eine Ehrenpflicht für jeden Deutschen, Zu der unter amtlicher Verwaltung stehenden Kolonialkciegerspendc sein Schecf- lein beizutragen. Wic verweisen auf den im Anzeigenteil der heutigen Nummer veröffentlichen Aufruf. , » . Wozu noch Truppen im Osten? Bereinigung der Kräfte und ihre Grenzen. B°n Gen. d. Inf. Frbrn. v. Freytag-Loringhoven, Chef des Stellv, (seneralstabes der Armee. - In seinen „Generalprinzipien vom Kriege" sagt Friedrich der Große: „Wenn ihr eine Bataille lie- fern wollet, so ziehet so viele Truppen zusammen, als ihr nur immer könnt, denn man kann solche niemahlen nützlicher employieren." Die Epigonen des Könige sind vielfach nicht nach dieser Regel verfahren und haben es zu büßen gehabt. Die preußischen Feld- herrn der Befreiungskriege aber brachten diesen Grundsatz wieder zur Geltung dem Clausewitz mit den Worten Ausdruck verleiht: „Wenn einmal gehandelt werden soll, so ist das erste Bedürfnis, daß alle Teile handeln. Die Verwendung aller Kräfte muß sich innerhalb der Hauptentscheidung befinden." In die- nne H Moltke gehandelt, wie auch wir im Weltkriege, und dem danken wir zum großen Teil unsere Erfolge. ^ es begreiflich, daß gelegentlich in der Heimat die Frage laut wird, warum denn jetzt, wo der Krieg an der Ostfront beendet ist, die Oberste Heeresleitung die dort noch befindlichen Kräfte nicht auch m die Dauerschlacht im Westen wirft, da doch S, r '^r die Entscheidung des Krieges gesucht wird. Dieser Gedanke konnte namentlich bei denjenigen Boden fassen, die auf Grund der Verstärkung unserer Westfront durch Divisionen aus dem Osten, wie sie die Einstellung der Feindseligkeiten gegen Rußland und Rumänien ermöglichte, eine baldige Beendigung des Krieges auch im Westen erwarteten. Die so dachten beachteten nrcht, daß bei der sehr bedeutenden Stärke unserer westlichen Gegner, ihrer bekannten Zähigkeit dem Krastezuwachs. den ihnen Amerika lieferte vor «Uem aber bei der Fülle der technischen Kampfmit- tel, über dre die Feinde verfügten, ein reißend schneller Fortgang der Operationen nicht erwartet werden § bte Steranaie^unfl einiger Divisionen meljr aus dem Osten hatte daran nichts geändert wenn diese auch an sich wertvoll gewesen wären. Bor allem aber waren diese Divisionen im Osten nicht zu entbehren. Sie sind es auch heute noch nicht. ,, ^ C x i6 o tft eS unerwünscht, daß sie zur Zeit als fi m nn nbe $ru ?^ n tm Westen ausfallen, was sie aber ^ lfte JlJ 6aben ' 'ehrt ein Blick ans die Karte Die räumlichen Verhältnisse des Ostens in ^" Ausdehnung sind zu berücksichtigen, die Länge ^ ^ahistrecken, deren Betrieb und Schutz zahlreiche Kräfte brauchen. Wenn bis jetzt wirtschaftliche Bördle aus der Ukraine uns nicht in dem erhoben Maße zuteil geworden sind, so ist doch ganz aewib " ,polnischen und jüdischen Händler des Ostens 5/cht imstande gewesen wären, auch nur das Ge- hlv 9f lr ^^/reichen wenn die Ukraine sich selbst, d. h ^. ^luarchie überlassen geblieben wäre, ganz abge- l?/Hand°^Ä^Hätten^° Zukunftsmöglichkeiten aus w f,°Ä en etwa freiwillig darauf verzichten den Gewinn unserer Erfolge im Osten zu sichern' auch d,e Ostseestellung, die uns geworden ist ohne weiteres aufgeben, damit England sie mühelos loir den Willen unseres Tod- sckmftUwe^in^f^'u ch'r die schon gesprengte wirt- i^^ r-^ukreisung ,m Osten und Südosten wieder- echtehen ließen? Denn, daß sie Wiedererstehen würde fAr/rfLh lC «"«gW««. boc keinem Mittel zurück-' ^.r^aden Versuche der Entente, noch jetzt eine neue Gefahr für uns im Osten durch ein wieder erstarken- alaubt^ ferndliches Rußland heraufzubeschwören. Oder jemand im Ernst, daß die Russen, wenn wir 0^ nur einen unzureichenden mili- ? Schutz zurückgelassen hätten, sich solchen Ver- birdersetzt haben würden, aus lauter Liebe und Hochachtung für uns? Nur unsere sickt- bar vorhandene Macht gibt uns dort Sicherheit. ganzen Welt vermag, wie die Geschickte lehrt, eine Politik, die nicht auf Macht fußt niemals dauernde Ergebnisse zu erzielen. Daß hierbei oft der Sn fÜr wirkliche Macht gehalten wor- PfJJ. pudert an der Sache nichts. Der Kriea Dw R^?.?igentlich darüber gründlich belehrt habe? Betätigung der Macht wird bei uns fälschlicher- ^r^rr.Emwer der Aeußerung brutaler Gewalt aleich- gestellt. Deren Anbeter und die Vertreter einer ufer- wsen Eroberungspolitik stehen allerdings eb nsowenw Ldem Bode» der Wirklichkeit mit ihren gegebenen Möglichkeiten. wie lene, die immer noch glauben mit und schonen Gesten auf unsereFeinde'ein- Gewaltpolitik aber hat das Belassen deutscher Truppen im Osten nichts gemein Für^sn?^-? Festhalten des Errungenen.' Für solches sind dre Truppen dort erforderlich und S ”Ä"?Ä *“ m> * *«<*■<» «d.» *** crga„,,ation der deutschen Rückzugssjcheriing. Die Kriegsberichterstatter der.Pariser Presse die Gelegenheit hatten, die Entwicklung der Bewegungen des deutschen Rückmarsches zu beobachten sind ermg tn der Bewunderung über die beispiellos 'angelegte Organisation der deutschen Sicherungsaktion di» ^„^Srontbericht des „Petit Parisien"wird dre Rückziigsbewegung durch eine wichtige Veränderung der Schußrichtung der Artillerie einqeleitet. Die von den deutschen Geschützen bestrichene Zone erwei- tert slch. dce Beschießung mit Minenwerfern nimmt zu und die deutschen Soldaten tauchen noch öfter als SlV* r QU 1 -!^ ren ® r ö&en auf. Inzwischen werden die Telephon leitu ngen nnt der größten Vorsicht abmonttert unb 3UC or Ausrechterhaltung der Verbindung eine größere Anzahl von Funkenstationen errichtet. Auch oie dis zur Front reichenden Schmalspurbahnen werden zuruaverlegt. «r^S b ^ b "^ hat dem Feinde sehr oft gezeigt, daß er nicht nur zuruckzugehen, sondern auch vorwärts zu marschieren weiß. ° w) fr *1”?r rr en kriegführenden Parteien. Eine ^°"Z_S'br°cht werden. In der Zuspitzung an der Ostfront. In Petersburg herrscht das Militär. Ter Sicherheitsdienst in den Straßen von Veters- %}Vjp .Ppb Moskau wird seit einigen Tagen mit unqe- wöhnlrcher Strenge gehandhabt. Starke Infanterie-und Kavalleriepatrouillen durchstreifen unter Führung von n ? Aacht die beiden Städte. Jeder ber burd > Legitimationen der Sow- letbehörden auvweisen kann, wird angehalten und ver- h°ft-t. Auf diese Weise ist es der Bolschewiki-Reqie- ! Ölungen, einer ganzen Reihe verdächtiger Ele- * u meröen - Des weiteren sind uin- lassen-e Vorkehrungen gegen den Ausbruch von Putschversuchen getroffen worden. Auf den öffentlichen aufgefahren, an den Straßen- Wla tö\L\ en n e jvef)Te; die ständig in Bereitschaft gehaltene Miliz ist beträchtlich verstärkt worden. Die Näteregierung sucht neue Freundschaft. Volkskommissare sehen ein, daß die !.^6e Regiernngsform sich unmöglich auf die Dauer baß . f t e vielmehr Rußland zum völ- Mird. Es wurde deshalb beschlossen, das bisherige Programm einer gründlichen Revision zu unterziehen, viele Verordnungen aufzuheben ^S llti J^ e und wirtschaftliche Richtung ein- f rv?l en rt Un . eine ueue Grundlage für die Handels- politische Entwicklung festzulegen. Ter Feind sammelt sich am Ural. Die schecho-slowakischen Bataillone werden nicht Don den Japanern, Engländern und Chinesen, sondern auch vorwiegend durch Kosaken der verschie- denartlgften Stämme unterstützt. Wie zu de.i Zeiten §ornUows Zum Don. so strömen jetzt die aufständischen p^inde der Bolschewiki dem Ural zu. Die den Bol- schewiki gegenüberstehenden Kräfte sind sehr stark, viel iW f srprfr\. Don Ö S Sowjets zugegeben wird. Trotz Trotzkis, daß alle Feinde der Bolschewiki vom Erdboden weggefegt werden, macht sich rn den Kreisen der Regierung immer größere Beun^ Sowjetregierung weiß ganz genau, daß sie bedroht ist, und macht die verzweifelsten Anstrengungen, um sich zu halten. ' ' Alte Generäle schließen sich an. General Tscherbatschew. der frühere Oberbefehlshaber der russisch-rumänischen Front, hat sich qemeiu- ! !?S^"k-^bueral Tscherenissow den Tschecho-Slowaken zur Verfügung gestellt. Die beiden Generäle überueh- Großfürst Michael an der Spitze der sibirische» Negierung. ^^'Koel der bekanntlich aus Perm ge- fluchtet ist, hat sich, wie in Moskau verlautet, an "A^cheii Regierung gestellt und ein Man fest an die Bevölkerung erlassen. Darin kündigt er die Uebernahme der Regierung und die Einberu- oe» Sobar Ziemski. eine altertümliche historische fest!egen^ wärde^^^^ an ' bie öie Staatsoerfassung Die unzuverlässige Rcvolntionsarmce. Die revolutionäre Rote Garde nützt die schwierige Bolschewiki aus und verlangt abermals Gehaltserhöhung und Zuweisung von Lebensmitteln So- Forderungen nicht entsprochen wird, solange V eme zurückhaltende Stellung behaupten und die Gegenrevolutionare nicht bekämpfen ^ue Kredite für die sibirische Negierung. wr** ™®? tentemQd)te hoben der provisorischen sibi- Kredite in der Höhe von 100 Eltonen Rubel bewrlügt. Die Tschecho-Slowaken erhalten besondere Geldunterstützungen Die neue Schlacht bei Montdidier . c. ^,,^en Erklärungen, die Bonar Law im U„- die englisch-französische Offensive abgab geht hervor, daß sich der Angriffsraum auf eine 20 Kilometer breite Front erstreckt. Die deutschen und ena- Ilschen Truppen standen sich am Freitag zwischen Mor- E°uri und Montdidier in erbittertem Kampf gSen- deutschen Abwehrerfolgen, die dem Feind ^were Verluste beibrachten, wurden die deutschen Trmppen östlich Montdidier zurückgenommen Wir gaben den Ort auf. weil er nur unter unverhält^S Opfern hätte gehalten werden können. Der deutsche Bericht stellte am Sonnabend ausdrücklich sehr schwere feindliche Verluste fest. Zur selben Stunde e ‘"Bericht verbreitet, der von auf- TiA 6 hi. Achten Verlusten sprach. Man erkennt deut- 'tarke Färbung der feindlichen Berichte. Die deutschen Verluste werden übertrieben groß geschildert Mr dnrm f, n f Iänber schon H 000 der Franzose sur Nch 4000 Gefangene. Wir wissen aus früheren Erfahrungen, was davon zn halten ist. licki ,c? $5 nicht mehr bedroh- ^?kh». Feind ist der Durchbruch mißlungen; er gehabt habe"' ^ ” 0at fdne Durchbruchsabsichten Auch der Zarewitsch ermordet? ^ Aach einer Amsterdamer Meldung der Köln Zeitung" berichtet das Bureau Vaz Diaz, nach Mittei- lungen fmnlandischer Blätter sei auch der Sobn des Zaren Nikolaus II. ermordet worden 9 Gegen die Bolschewiki. kin> ei ". er Darstellung des „Nasch Wjok" breitet ravid^a„A""^"' b Ä"'°^"s°s'° Bewegung in Rußland Äimf' Im Gouvernement Wjatka wurde der bol- schewrk.sche Sow,et gestürzt und durch einen solchen I msosmlrevo lutionären und Menschewiki ersetzt Im Mchen^Sm^Ufa wurde die Absetzung der maximal? ' ^schlossen. Im Gouvernement Twer Olscki^sk?^ ? tl n« 3n i a J ai ? ift öer Bolschewikiführer 2 --lflylnskt auf offener Straße am Hellen Taae er- 3m Gouvernement Saratow ^haben vp^, n? ^^^often gegen die Maximalisten erklärt In d " Gouvernements Rjasan und Nowgorod wurde unter °°» Allgemeine Kriegsnachrichten. Friedensvermittlnug der Neutralen. 3? Holland besteht eine Volksbeweauna jumm« ften einer Lriedensvermittlung durch. dt§ hottän^che Schweiz und in Schweden sind ähnliche Bestrebungen im Gange. Von einer Stockholmer Seite, die als uüter^ richtet angesehen werden kann, wird mitgeteilt daß oller Stille Untersuchungen angestellt wurden, um X für eine neutrale Vermittlunqsaktiou zu finden und daß bte>e Untersuchungen nicht abgebrochen wurden. Es scheint, als würden vorbereitende 'i>er- handlunsen zwilchen den neutralen Staaten bereits hofft daß diese Verhandlungen in nicht allzu ferner Zert zum Ziele führen. Lansdawncs Beweggründe. Lord Lansdowne teilte mit. er sei zu der Lier- ausgabe seines zweiten Briefes vurch bie Verluste der fr r \ e i fl i U ^, enDen Der “ nI . a 6 t worden. Durch Angaben habe baB Dte aSerlu ' ,e etwa ÜO Millio- 7 mnr Wen betragen, von denen nicht weniger als 7 Millionen getötet wurden, während 6 Millionen gefangen genommen oder vermißt wurden. Tie Fernbeschicßung von Paris. Mp SpX ben c lranzösischen Zeitungen geht hervor, daß untp^ dp^m Fernbeschießung von Paris voUtät ^ Bevölkerung, der Hauptstadt größere Rer- vorruft 5 ben ^'"h^'en Bombardements her- Ztalien verlangt amerikanische Nnterstützung. kpin-?^ '/^orriere della Sera" brachte wieder einen wiederkehrendeu Leitartikel über eine Üblich. an ^der italienischen Front drohende neue österreichlfche Offensive. Tie Pflicht der Entente sei beer7/r^ mL^5^neu Teil des gemeinsamen Reserve! heeres^zur Ubwehr in Italien bereit zu halten. Bisher h.^^talien, da es die Propaganda in den Bereinig- vernachlässigt habe, keinen entsprechenden Amtell an der anierikanischen Hilfe acnoffcn luäli M^ufi ^ lei ? ber öeschickteu Propaganda Tar- dieus sehr erheblich aus dieser Quelle habe schöpfen können. Endlich fordert das Blatt eine Stärkung der italienischen Effektivbestände. Ein wichtiger Ministerrat. der sich mit der schlechten Finanzlage des Landes befaßte, hat stattgefunden. Frankreich in zwei Lager. die rechtsstehende Presse bemüht ist die ov^donnüi ?p 5U beschönigen, um eine drohende oppofitionelle Bewegung zu vernieiden, erklären dw ? n n §0 !f' ^ B^mrteilung als offene Kriegserklärung an die Republik. . Renaudelt teilt in der „Humanitee" mit da« wahrend über Malvy das Urteil gesprochen wurde ftintiin Bildnisse des Herzogs von Orleans als langten^ ^bmg von Frankreich zur Verteilung ge- »Oeuvre" hebt hervor, daß zwischen der Verbannung Malvys und der Zuerkennuug der Bürgerrechte an den Verurteilten ein krasser Widerspruch' bestehe £wp^S em ? n bösen Scherz deuten könne' derselbe Malvy, den der Senat verurteilte, sei also nach der Ansicht des Senates würdig, Wähler, Abgeordneter und sogar Minister zu sein “ Für das „Journal du peuple" ist die Berur-tei- ^olvhs gleichbedeutend mit dem Tode der Re- bubltt. Das Urteil sei ein Schandfleck der französischen R ä6 .e von letzt au in Frankreich über- ^upt tein e ufti 5 rne^r. Aber die Sozialisten Frank- reichv würden sich nicht widerspruchslos ermorden laffen. ^ H°rve sieht in dem Urteil einen bedeutunas- vollcn politljchen Mißbrauch. In gleicher Weise äußern sich auch Eclair" und „Rappel". Der Maloh-Pro- ^Ü'ernicht durch ein juristisches Urteil, sondern durch politische Kombinationen beendigt worden. Französischer Protest gegen China. S 1C l bet ous Peking, daß Frankreich bei der chmelischen Regierung gegen die Anknüpfung diploma- Nfcher Beziehungen zwischen China und dem Vatikan Emfpruch erhoben hat. Der Protest wird damit be- baß gemäß dem Vertrag von 1858 die katho- Schuße stehen ^^oaen in China unter französischem Keine Frontreisc Wilsons. Nach einer Washingtoner Meldung ist die Nachricht von .einer bevorstehenden Reise Wilsons nach der europäischen Front vollständig unbegründet, da kS^V^Aeise gegen die amerikanischen Präsident- schastv-Traditionen verstoßen würde. Auch die Amerikaner morden. In den letzten Kämpfen gefangene Franzosen sagen durchaus glaubwürdig aus, daß Angehörige der 42 amenkanischen Division zu Beginn der letzten deutschen Offensive bei Reims am Abend des 15. Juli etwa 1 5 0 gefangene Deutsche aus Wut über die am Morgen durch das deutsche Artilleriefeuer erlittenen Verluste umgebracht hätten. Tie deutschen Gefangenen und die Tschecho-Slowaken. In einer Mitteilung des Kriegsministeriums wird gesagt: „Leider haben die Ausbreitung der gegenrevoln- tlonaren Bewegung gegen die russische Regierung und das Vordringen der tschecho-slowakischen, zweifellos im Solde der Entente stehenden Truppen in Sibirien und im Gouvernement Perm die Aussichten aus die baldige Heimkehr unserer dort befindlichen Gefangenen nach der Heimat wesentlich verschlechtert. Den drei für Si- mnen^ bestimmten Fürsorgekommissionen war es un- nlog.,u) dorthin zu gelangen. Ob es neutralen Kommissionen möglich sein wird, den Abtransport der Ge- fangenen durchzusühren, ist bei den gegenwärtigen Verhallniffen ln Sibirien nicht zu übersehen, um so als die russische Negierung in Moskau keinerlei Einfluß auf die Verhältnisse in Sibirien hat." Tcr Ftaliencrflug nach Wien. ^chwarzau zum Landen gezwungene italie- rrp 1 !?™? 1160 ^' öer Wien mit überflogen hatte, wurde Abtaugen. Er verbrannte den Apparat, ehe er ge- !^p«da6enommen wurde, und hatte einen photographi- schen Apparat bei sich. Wie verlautet, hat Gabriele b ^ununzto das italienische Geschwader, das den Flug nach Wien unternahm, selbst geführt. ° 9 Aufruhr in Tripolis. npn ^^"^colo" bringt eine neue, offenbar der ftren* öen Kbnsur entgangene Notiz, wonach dxr Helix Auf-, rufir ln Tripolis nach wie vor fortdauere. Tie Italiener würden sich in wenigen Küstenstädten in sehr bedrängter Lage befinden. Es sei zu befürchten, datz der Etngeborenenaufstand neuerdings auf die benachbarten englischen, ägyptischen und französischen Kolonien üdergreift. Die litauische K.nigswahl betreffen mehrere Bekanntmachungen. Die deutschen Blätter bringen über die litauische Königswahl Mitteilungen, worin es heißt, zunächst der deutsch-litauischen Konventionen und die Bildung einer Regierung in Litauen notwendig, und dann erst könne die Königswahl stattfinden. Von den Konventionen wurde erklärt, ihr Abschluß werde noch in dieser Woche erfolgen können. Der deutsche Oberbefehlshaber Ost in Kowno forderte die litauische Presse auf, diese Erklärung ihren Lesern mitzuteilen. Die „Kownoer Zeitung" teilt dazu jetzt mit: „Es versteht sich wohl von selbst, daß die Presse verpflichtet war, Kundgebungen, die die deutsche Verwaltungsbehörde zur Kenntnis der Bevölkerung bringen wollte, zu veröffentlichen, denn gerade dadurch bewies sie, daß sie ihre Aufgabe, im staatlichen Leben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten zu vertreten, in vollem Maße verstanden hat. Bedauerlicherweise haben zwei der litauischen, in Wilna erscheinenden Blätter — es waren die Organe des litauischen Landesrates. die „Lietuvos AidaS" und ferner die „Tevyfes Sardas" — in völliger Verkennung ihrer Stellung fick geweigert, ihrer publizistischen Pflicht nachzukom- men. Diese Weigerung steht ersichtlich in einem direkten Zusammenhang mit dem wenig glücklichen und noch weniger loyalen Vorgehen des litauischen Landesrates in der Frage der Königswahl." Ter Oberbefehlshaber verbot hierauf das Erscheinen der beiden Blätter, bis sie die ihnen von der deutschem Verwaltung auferlegte Pflicht erfüllt haben. Die „Kownoer Zeitung" erklärt dazu: „Es handelt sich heute nicht mehr um eine innere Presse-Angelegenheit, sondern darum, daß die seit einiger Zeit anscheinend in gewissen litauischen Kreisen immer weiter um sich greifende Ansicht, daß der litauische Staat bereits a l s v ö l l i g s o u v e r ä n ins Leben getreten sei. und daher nichts mehr mit der deutschen Schutzmacht zu tun habe, einmal mit allem Nachdruck wieder aus das richtige Maß zurückgeführt wird." Eine litauische Erklärung. Die Vertretung des litauischen Staatsrates in Berlin gibt folgende Darstellung in der Königswahl: Die Wahl hat am 11. Juli in Wilna in der Plenarsitzung der Daryba unter Teilnahme aller Mitglied e r stattgefunden. Das Präsidium (Präsident Dr. Smeteng und zwei Vizepräsidenten: Dr. Saulys und Staugaitis) hat an jenem Tage die Frage der Form des von Deutschland als frei und unabhängig anerkannten Staates Litauen und des Staatsoberhauptes auf die Tagesordnung gesetzt wobei die absolute Mehrheit entscheiden sollte. Rach längeren Debatten stimmte die überwiegende Mehrheit für eine konstitutionelle, erbliche Monarchie. Hierauf wurde vom Präsidenten der Herzog von ll r a ch als Kandidat für den litauischen Thron aufgestellt. Von den 20 Mitgliedern der Taryba stimmten 1.') für diesen Kandidaten. 3 haben sich der Stimme enthalten und die 4 sozialistischen Vertreter haben den Sitzungssaal verlassen." Die Taryba ist von der Wilnaer Konferenz, auf der 220 aus allen Schichten der Bevölkerung Litauens aus Wahlen hervorZegangene Vertreter des litauischen Volkes anwesend waren, vor einem Jahre gewählt worden und betrachtet sich als die Negierung des Landes. Deutschland erkennt diesen Charakter der Taryba vorläufig nicht an. Ereignisse zur See. U-Boot-Beute. (Amtlich.) Berlin, 10. August. Westlich des Kanals und an der Ostküste Englands versenkten unsere U-Boote, zum Teil aus stark gesicherten Geleitzügen heraus. 15 000 Bruttoregistertonnen. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Politische Rundschau« r~ In dem Prozeß der „Frankfurter Zeitung" gegen Houston Stuart Chamberlain verkündete das Ge- iicht, daß weitere Beweiserhebungen abgelehnt seien 11,10 die Urteilsbegründung am 16. 'August stattfinde. * .. Ablieferungspflicht der Mitglieder regierender Hau,er. Das Kriegsamt ist in Uebereinstimmung mit dem preußischen Ministerium des Innern der An- U w!' - Ö , a 5 die im Besitz regierender Häuser ein- lchUeßUch der Landesfürsten und deren Hofstaat befind- Uchen Metallgegenstande unter die Mobilmachunqs-Be- tanmmachung fallen und. soweit sie geeignet' sind auch zur Ablieferung kommen müssen. - Die bezüg- lidjcii Gegenstände aus dem Besitz des Kaisers und der Kaiserin sind bereits abgeliefert worden. :: Eine Erhöhung des Kricgswitwcn- und Waisen- geldcs ist für die Unterklasse mit rückwirkender Kraft ab erfolgt. Die Zuschläge betragen ohne '?ucksuht ans den Dienstgrad des Verstorbenen uivnat- ö * e Witlve 8 Mark, für die Halbwaise 3 Mark, für die Vollwaise 4 Mark. Sie sind im voraus zahlbar. Diese Zuschläge können auf Antrag bei Be- ourfttgCeit auch jeneu Hinterbliebenen von Militärpersonen der Unterklasse gegeben werden, die keine Fa- mllienunterstützung beziehen. Bei der Feststellung der Bedürftigkeit sollen die Gemeindebehörden nicht klein ltch verfahren. <-> 7 . : % Diplomaten und der russische Wirrwarr. Oesterreichs Gesandter für Moskau, der Freiherr Otto der die Ausreise noch nicht angetreten hatte, wird diese anfichieben, bis feststeht, welche Beschlüsse über das Moskauer Gesandtschaftsproblem in Berlin gefaßt werden Staatssekretär Helsferich kam am Sonnabend in Berlin an. Auch Frhr. Franz begibt sich nach .Berlin, um sich dort mit Helsferich und dem Reichskanzler zu besprechen. :: Bergarbeiter-Wünsche. Vertreter der Belegschaften der vier größten Kohlengruben Niederschlesiens hatten dieser Tage gemeinschaftlich mit dem Arbeiter- sekretär Götz von der katholischen Berufsorganisation eme Besprechung im Handelsministerium, bei welcher me überaus verbesserungsbedürftige Lage der schlesischen Bergleute den NeZierungsvertretern eingehend dargelegt wurde. Die Abordnung forderte eine Lohnzulage, ferner Beschaffung von Lebensmittelzulagen und billiger Arbeitskleidung, insbesondere Hosen.' Flicken und Nähgarn und endlich mehr Waschmittel (Seife und Seisenpulver). Tie Besprechung hatte den Erfolg, daß die Negierung eine ernste Prüfung der vorgetragenen Forderungen der Bergarbeiter in Aussicht stellte. Die Notwendigkeit einer Aufbesserung der Löhne wurde anerkannt, desgleichen soll auch für Arbeitskleidung bezw. Hosen und Flicken nach Möglichkeit Sorge getragen werden. Auch in der Lebensmittelversorgung will das Handelsministerium in Verbinduna mit dem Kriegsernährungsamt die Notlage der schlesischen Bergleute möglichst berücksichtigen. Bezüglich der Waschmittel konnte infolge großen Fettmangels eine bestimmte Zusage nicht erzielt werden, doch sollen'auch hierin die Wünsche der Bergarbeiter die größtmöglichste Berücksichtigung finden. :: Eine Mahnung an die Landwirtschaft. Anläßlich des 100jährigen Bestehens der Oldenburgischen Landwirtschaft^esellschaften wurde eine Feier abge- halten, zu der and) der Großherzog erschien. In einer Ansprache führte der Großherzog ans: „Ich weiß, wie schwer und undankbar es ist, jetzt Landwirt zu sein: ich bin ja selber Landwirt. Sorgen Sie dafür, daß die Landwirte sich nicht betrügen lassen durch die großen Einnahmen in dieser Zeit. Es kommt sicher ein Rückschlag nach Beendigung des Krieges. Es kommen auch Verluste und 'Unglücksfälle. Sorgen Sie dafür, daß ein jeder sich einschränkt und den Verdienst zurücklegt. Ich hoffe, daß Frieden ist, wenn ich wieder in Ihrem Kreise weile, ein Frieden nach einem glänzenden und die Feinde niederschmetternden Abschluß, damit wir durch unsere starke Position und durch unsere vorgeschobenen Grenzen vor allem gegen England sicher dastehen." Aus aller Welr A Gefährliche Waschmittel. Allem Anschein nach sind eine ganze Reihe von ungenehmigten Ceisenersatz- nlitteln. Waschpulvern, im Handel. Tie .Hausfrauen sollten beim Einkauf darauf achten, ob auf der Verpackung die Genehmigungsnummer vermerkt ist. oder den Verkäufer fragen, ob er von seinem Lieferanten eme Abschrift der Genehmigung erhalten habe, wie es die Bestimmungen über den Verkehr mit fettlosen Waschmltteln vorschreiben. Tie genehmigten Seifener- satzmittel sind zwar auch nicht alle als harmlos zu betrachten, und Vorsicht bei der Anwendung ist. wie bei den meisten Ersatzmitteln, auch bei ihnen geboten, aber die ungenehmigten Waschmittel sind in den meisten Fällen direkt gefährlich. Die Hausfrauen handeln also in ihrem eigenen Interesse, wenn sie alle Wasch- mtttel, mögen sie noch so verlockende Namen tragen („Waschepracht", „Wäschestolz" usw.) sehr genau an- sehen, ehe sie sich zum Kauf entschließen. Das „durch Schaden klug werden" ist ja unter den heutigen Verhältnissen gerade bei der Wäsche besonders schmerzlich und der Schaden kaum wieder gut zu machen. .... ** Kartosselkrankheit in England. In verschiedenen Teilen Englands, namentlich in Wales, ist die Kartoffelkrankheit ausgebrochen. ** Ein neuer Raubmord in Obcrschlesien. In Groß-Thurse bei Loßlan drangen mehrere Unbekannte in die Wohnung der betagten Häuslersleute Krosek ein und forderten die Herausgabe des Geldes. Krosek wurde erschossen, die Frau mit einem Dolch bedroht und verletzt. Die Mörder wurden gestört und ergriffen die Flucht. Drei verdächtige Burschen wurden ans der Station Loßlan verhaftet. Zweifellos sind es die Mörder. Tic Bahnränbcr gefaßt. In Oberhausen wurde eine aus sieben Personen bestehende Bande verhaftet, die den kürzlich gemeldeten Ueberfall ans Güterzüge auf offener Strecke ausführte. Sämtliche Verhafteten waren Angestellte der Werksbahn der Gutehoffnungshütte. Städtisches Notgeld in Thüringen. In der jungten Stadtverordnetensitzung in Gotha wurde Kenntnis gegeben von einem von den thüringischen Städten gemeinsam gefaßten Beschluß über die weitere Beschaf- ung von Notgeld, da die Einziehung der Knp- ermünzen durch die Reichsbank beöorsteht. Als Metall ist Eisen in Aussicht genommen. ** Ein schweres Bade>:nglück, bei welchem drei junge Berlinerinnen ertrunken sind, hat sich beim Dorfe Koben in Niederschlesien ereignet. Am Nach- inittage badeten in der Oder sieben junge Mädchen ans Radschitz von denen drei erst tags vorher aus Berlin zu Koben eingetroffen war. Die von einem stromauf ' fahrenden Dampfer verursachten Wellen zogen die Badenden ln einen Strudel, und die drei jungen Mäd- ch^r aus Berlin ertranken, da sie anscheinend des Schwimmens nicht kundig waren. ** Ein „körperliches Leiden" schnell behoben. Am Bamberger Bahnhof mußte sich eine Dame eine Leibesvisitation gefallen lassen, weil ihr Körperumfang beim Gehen eme sonderbare Form angenommen hatte. Mit der Versicherung, daß sie mit einem körperlichen Leiden Gehaftet sei, fand sie wenig Glauben, und die Lebensmittelkontrolleure des Kriegswucheramtes muß- dw Wahrnehmung machen, daß das „körperliche Leiden der Frau ans drei Säcken bestand, die nnt Eiern, Butter und Fleisch gefüllt und an den Unterröcken angenaht waren. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt. - ** 10? Jahre alt geworden ist die Witwe Foelke Hobby, geb. Harders m Filsum, die dieser Tage qestor- ^ att L am 24 ‘ September ihren 104. ä? U j»r£ft ö l eie ?" kbunen Die Greisin, die zurzeit die älteste Person in Ostfriesland war, hat sich bis rn ihr hohes Alter hinein einer großen körperlichen }\f, geistigen Rüstigkeit erfreut und noch immer regen Anteil an den Zeitereignissen genommen. Sie ist ihr ganzes langes Leben ohne fremde Hilfe ausgekommen und führte ihren kleinen Witwenhaushalt allein. ™ ^jährige Lebemann. Ein Kapitel von der Verwahrlosung der Jugend erbrachte die Untersuchung gegen einen 1 /jährigen Lehrling in Ohlings, der seiner mrma einen größeren Geldbetrag unterschlagen hatte Das innge Bürschchen hatte in einer Wirtschaft an einem Abend nicht weniger als 900 Mark verzecht, an. sechs Abenden rund 4000 Mark. In einer anderen Wirtschaft, m der er ebenfalls mit dem Gelde um sich warf machte er mehrere 15jährige (!) Mädchen sinnlos betrunken. Dre Polizei wird gegen die Wirte mit aller Strenge Vorgehen. ** Ein Streik der Gemüsehändler ist in Bad Harzburg ausgebrochen. In diesen Tagen weilte ein Ueberwachungsbeamter aus Wolfenbüttel in Harzbura und nahm unbekannterweise in mehreren dortigen Ge- müsegeschaften Einkäufe vor. In den Fällen, in denen ® e ? lü f e Preise gefordert wurden, die den Höchstpreis uberstiegen, gab es natürlich Strafbefehle Das wollen sich eine ganze Anzahl Gemüsehändler nicht gefallen lassen; sie haben ihre Läden geschlossen und erklären, zu den festgesetzten Höchstpreisen nicht verkaufen zu können. ** Eine schiefe Turmspitze infolge der Stürme der letzten Tage hat der am Glückstädter Hafen stehende £urm bekommen. Da infolgedessen der Besitzer des Turmes die Absicht hat, die Turmspitze herunterzuneh- 5?en, .weil die Reparatur ihm zu kostspielig ist. haben die städtischen Kollegien einen Betrag bis zu 5000 Mk beiwlligt, damit der Turm, aus geschichtlichen Gründen. in der bisherigen Gestalt erhalten bleibe. ** Das versicherte Brillanten-Diadem. Ein inter- enanter^ Versicherungsstreit ist jetzt mit dem Spruch des obersten Gerichts erledigt worden. Bei einer Versicherungsgesellschaft war ein kostbares Brillanten-Dia- dem mit 100 000 Mark gegen Diebstahl versichert. Als das Schmuckstück gestohlen wurde, verweigerte die Gesellschaft jede Entschädigung mit der Erklärung, bei seiner Aufbewahrung sei nicht die nötige Sorgfalt beobachtet worden. Tatsächlich hatten die Diebe das Dienstmädchen unter einem Vorwand entfernt, eine Tür mit einem Nachschlüssel geöffnet und dann noch einen Schrank erbrochen. Das Kammergericht entschied, daß die Versicherungsbedingungen erfüllt seien und verurteilte die Gesellschaft zur Zahlung der 160 000 Mark. ** Etwas reichlich lange unterwegs war eine Postkarte. auf der der Lüchower Buchhändler Carl Sander vor 45 Jahren, am 18. Mai 1873, eine Bestellung an die Hof-Musikalienhandlnug Ad. Nagel in Hannover machte. Vor kurzem teilte dieselbe Firma Sander mit. ^daß die Karte ihr jetzt erst zugestellt worden rjt. 2 .ie noch gut erhaltene Karte wurde dem Absender wieder übermittelt. Ganz unerklärlich ist, wo die Karte wohl die lange Ruhe genossen hat. Scherz und Ernst. .. wird nicht krank. Die „Liller Kriegszta." • Jr e rlf ^ er ätzten deutschen Offensive mehrten sich die Meldungen in der Presse des Auslandes, daß Hindenburg erkrankt sei. Unser Vertrauen sagt. Hin- denburg ist nicht krank. Er ist es ebensowenig, wie da^' Heer krank ist. Wir brauchen nicht wie der ungläubige Thomas unsere Hand an seinen Leib zu legen. Für uns bedurfte es keiner Richtigstellung in der Presse. Gar zu gern möchten Bubenhände, wie sie in Kiew den Feldmarschall Eichhorn ermordet haben, auch die gut bewachten Pforten des großen Haupt- qnartiers sprengen. Einstweilen spritzt man das Gift der Druckerschwärze in furchtsame deutsche Herzen und lugt ihn krank. Unsinn ist das, jeder Deutsche erkennt es als Unsinn. Hindenburg wird nicht krank. In diesem Falle ist das Werk stärker als der Mann. Das Heer läßt seinen Vater und Führer nicht los. Aus seiner unvollendeten Tat schöpft der Tätige Gesundheit. Hat wohl je ein Richtkanonier aus dem Richtsitze nulten in der Schlacht das Fieber bekommen? Ebenso unmöglich ist es. daß Hindenburg krank wird, ehe er gekämpsr und gesiegt hat bis zum guten Ende. Volkswirtschaftliches. A Rückgang der Brcunholzpreise. Bei der staatlichen Brennholzversteigeruna in der Obersörslerei Mainz wurden wesentlich niedrigere Preise erzielt als bei früheren Versteigerungen. Für den Raummeter Mittelholz zahlte man 12 Wlavt gegen 32 Mark zu Jahresanfang, für Kiefernwellen 4 Mark gegen 20 Mk. Preise der Ersatztürklinken. Für die behördlich bereitgestellten Ersatzs^icke für Türklinken und Fenstergriffe sind folgende Preise festgesetzt worden: für 1 Paar Ersatztürklinken ohne Langschild, aber mit Dorn 2.50 Mark, für 1 Paar Ersatztürklinken mit Lanqschild und Dorn 3,50 Mark, für 1 Paar Ersatztürklinken mit Langschild, Nachtriegel und Dorn 4,50 Mark. für l Fenstergriff l Mark. Jedermann kann die Abnahme der enteigneten Türklinken und Fenstergriffe und die Anbringung der Ersatzstücke durch die behördliche Ans banstelle verlangen. Der Staat liefert somit für die von ihm abgenommeneii Türklinken n,id Fenstergriffe gebrauchsfertig angebrachten Ersatz. / -ius Stadt und Lätid. / Der Finanzausschuß sitzte seine Beratungen fort bei dem Antrag bctc. Erhöhung des Einkommens dir Untererhebcr. Die Negierung erklärt, daß die Unterer' Heber Teuerungszulagen bis zu 800 Mk. erhalten können. » Keine Zivileittgirartierirng? Auf eine Eingabe, in der der Gemein devorstand von Lankwitz darauf hin- gewiesen hatte, daß die Beseitigung der Wohnungsnot nicht möglich sei, ohne daßAnIerhcbllchem Betrage von Staats wegen Geld zur Verfügung gestellt werde, um die erhöhten Baukosten bis zur Wiederkehr normaler wirtschaftlicher Zustände auszugleichen und in der außerdem entschieden Stellung genommen war gegen die sogenannte „Zivileiuquactilrung", hat der Statskommissac für das Wohnungswesen nunmehr mitgeteilt, „daß eine Zivileinquartierung, w e sie in der Presse in letzter Zeit vielfach erörtert worden ist, von der Staatscegierung bisher nicht ins Auge gefaßt ist". » ** Zur der vom Kriegsamt nach dem Stande vom 1. Januar 1918 neubearbeiteten Zusammenstellung von Gesetzen, Bekanntmachungen und Verfügungen betreffend Kriegsrohstoffe nebst deren Nachträgen, Ausführungsbestimmungen und Erläuterungen ist das 3. GrgiLrrznrrgsblalt nach dem Stande vom 1 Juli 1918 erschienen. Dieses Ergänzungsblatt wird den Beziehern der Zusammenstellung ohne Anfordern kostenfrei nachgelieffrt. Sollte die Nachlieferung nicht erfolgen, so ist dasselbe bei der Stelle anzufordern, durch welche die Zusammenstellung bezogen worden ist. Neue Bezieher können die Zusammenstellung zum Preise von l .— Mk. (einschl. der Ecgänzungsblätter) von der zuständigen Kriegsamtstelle, mit Ausnahme von Metz, Düsseldorf und den Kciegsamtnebenstellen, erhalten. • Mainz. Für den Befehlsbereich der Festung Mainz ist verfügt worden, daß Offiziere und Beamten sämtlicher militärischen Polzeiftcllen des Heimatsgebietes bei Vornahme von Amtshandlnngen innerhalb des Befehlsbereiches die Rechte von Polizeibcamten und Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft erhalten. Darmstadt. Parlamentarisches. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer tagte in Anwesenheit des Finanzmirnsters Dr. Becker und behandelte den Antrag des Ernst Ludwig Vereins, betr. Herstellung billiger Wohnungen, die Uebernahme zweiter Hypotheken durch den Staat und die Vorstellung des Abg. Wiegand hierzu in gleicher Angelegenheit. Die Regierung erklärt/ daß innerhalb des Ministeriums die Frage behandelt worden, aber r nicht zum Abschluß gekommen sei, da man die S -g des Reiches hierzu erwarten wolle. Darm Die Ausstellung Deutsche Kunst scheint wie in sie g- Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllen zu wollen r Besuch ist andauernd gut, die Zahl der Besucher &d x bis jetzt schon über 8000 Personen. Auch das biöh .rge Verkaufsergebnis von rund 250 000 Mk. darf als außerordentlich günstig bezeichnet werden. Höchst a M. Rach 43jährigem Aufenthalt in Ruß- land und zuletzt in den Juterniectenlagern Sibiriens kehrte der 81jährige Josef Gimbel nach hier zu seinem /9jährigen Brude): und damit rn die Heimat zurück. Die Begrüßung zwischen beiden Brüdern, die einander längst gestorben wähnten, war ergreifend. Der Heimgekehcte war 1875 nach Rußland ausgewandert, hatte es hier zu Wohlstand gebracht, mußte aber dem Kriege Hab und Gut opfern. Karin. Hier sind 20 Bauern und 20 Großgrundbesitzer aus der Ukraine eingetroffen, um von Bonn aus die landwirtschaftlichen Einrichtungen in der Umge. gend zu besichtigen. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. BekanNtmachung. Vom 13. Airgnst ab bis auf weiteres werden nachstehende beschleunigte Personenzüge (zuschlagfrei) mit 2.-3. Wagenklasse neu eingelegt: Pz. 651 Gießen ab 5.45 N., Wetzlar 6.02, Herborn 6.27, DiUenburg 6.39, Haiger 6 51, Siegen 7.34, Betzdorf 7.59, Wissen 8.14, Au 8.25, Eitorf 8.47, Hennef 9.02, Siegburg 9.13, Troisdorf 9.23, Cöln H. an 9.47, N. PZ- 652 Cöln H. ab 8.00 V., Troisdorf 8.26, Siegburg 8.35, Hennef 8.46, (Eitorf 9.02, Au 9.27, Wissen 9.38, Betzdorf 9.58, Kirchen 10.06, Siegen 10.27, Haiger 11.00, Dillenburg 11.10, Herborn 11.20, Wetzlar 11.44, Gießen an 12.00 Mitt. PZ- 651 hat in (6 i e ß e n Anschluß von dem beschleunig. ten Pz. 723 Frankfurt ab 4.13, Gießen an 5.35. Pz. 652 hat in G i e ß e n Anschluß an den beschleunigten Pz 722 Gießen ab 12.13, Frankfurt an 1.38. Es werden verlest.' T 1653 Wetzlar ab 6.08 (bish. 5.57), Haiger an 7.24 (bisher 7.13), Pz. 3177 Dillenburg ab 7.13, (bisher 7.03), Straßebersbach an 7.55, (bish. 7.45), Pz. 3182 Dillenburg ab 7.12, (bisher 7.02), Gönnern an 8.24, (bish. 8.14), Pz. 3198 (Sonnab.) Gönnern ab 8.27, (bisher 8.20) Biedenkopf an 9.08, (bish. 9.01), T 4933 (W Wellburg ab 10.42. (bish. 10.55), Gießen an 11.44, (bish. 11.53). Es fallen fort: Pz. 1640 Troisdorf ab 8.16, Hennef an 8.34, u. Pz. 1716 Hennef ab 9.51, Troisdorf an 10.09. Frankfurt (M), den 5. August 1918. Königliche kisenbaimdireimon Frankfurt Main) fff- Hessische 3 R&teKreuz Ji-kli Sofortige Gev/irn!- auszablting niHCteoinOswi n ! % 1 ? 19 Geldgewinne Mk. 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Englands weiße und farbige Hilfsvölker rissen nieder, was deutscher Fleiß in glücklichen Friedensjahren mühsam aufgebaut hatte. Gegen eine Welt von Feinden - ohne Verbindung mit der Heimat - mußte sich das Geschick unserer Kolonien erfüllen! Erinnert Luch derer, die für Deutschlands Ehre einen aussichtslosen Kamps bis zum bitteren Ende kämpften, die ungebrochen des Reiches Flagge hochhielten! ger- stört liegen blühende Pflanzungen, reiche Farmen, der Stolz unserer Landsleute, die Früchte ihrer Arbeit. Denkt daran, daß ihnen allen, die drüben als deutsche Helden zusammenstanden bis zum letzten Mann, der Dank des ganzen deutschen Volkes gebührt, - daß ihre Frauen und Kinder in den berüchtigten englischen Sammellagern schmachten! Treue um Treue - gebt ihnen, wie sie Euch gaben! Tragt Euer Scherflein bei für die amtliche Kolonial-Kriegerspende! Bebt reichlich! Auler, Landtagsabgeordneter, Bensheim. Bernhard, Generalleutnant z. D., Darmstadt. Frhr. ». Hehl, Generalleutnant ä la suite, Darmstadt. Lindcnstruth, Oberfinanzrat, Darmstadt. Minnich, Reallehrer a. D., Oppenheim. Porth, Bürgermeister, Offenbach a. M. Ritter, Bürgermeister, Laubach. Schmitz, Kaufmann, Alzey. Seyler,' Notariatsbeamter, Bingen a. Rh. Dr. Vogt, Medizinairat, Butzbach. Waldecker, Hauptmann a. D., Darmstadt. Will, Lehrer a. D., Büdesheim i. Oberheffen. Die Sammlung ist für das Großherzogtum Hessen auf 17. und 18. August festgesetzt und geschieht in giessen in form einer Bansfarnrninng. Ts wird gebeten, unsere Sammler nicht ohne Spende Weggehen zu lassen. Die Niederlassung Gießen der Bank für Handel und Industrie, die Filiale der Mitteldeutschen Treditbank, die hiesige Gewerbebank und die Bezirkssparkasse nehmen ebenfalls Spenden entgegen. Einzeichnungslisten liegen dort offen. Zer Ortsausschuß für die Stadt Gießen Behm, Generalmajor und Kommandant des Kriegsgefangenenlagers Gießen. Geh. Hofrat Prof. Dr. Gifevius, Rektor der Landesuniversität Gießen. Keller, Oberbürgermeister. Geheimerat Dr. Usinger, Provinzialdirektor. Jür die Kassia Kriegervereine Hießens Tchiffnie, Rechnungsrat. Frau Geh. Hofrat Dr. Eck, I. Vorsitzende der Abteilung Gießen des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft' Frau Geheimerat Dr. Usinqer, Vorsitzende der Ortsgruppe Gießen des Landesverbandes Hessen der Frauenvereine vom Roten Kreuz für die Kolonien. Mi. Handels-Hochschule Cöln. Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Winter-Halbjahr 1918-19 ist erschienen und durch das Sekretariat, Claudiusstrasse 1 zu beziehen. (Preis 0,25 Mk.) Die Vorlesungen und Uebungen beginnen am 1. Oktober. Der Studiendirektor: Prof. Dr. Chr. Eckert, Geh. Regierungsrat. Handleiterwagen kräftige Handarbeit Leitcrlänge 105 cm Mk. 68,— // „ „ 78, „ 125 „ „ 88,— stets vorrätig bei B. vommer, Limburg. Kittlose Trübbeet-fenfter D. R. G. M. aus Kiefer- und Eichenholz, jedes Ouantum sofort lieferbar. Südd. Dachfcuftcrfabrik Inh. Karl Bilz, Landau, Pfalz. 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