>. I, J I 9 Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gietzener Zeitung", Gießen. Expedition: Südanlage 21 Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deSZahlungS- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbtndlichkeit. Druck dcr Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. 9fr. 48. Telephon Nr. 362. Mittwoch, den 29. Mai 1918. r-i-vh°n nx. 3«2. 31. Jahrg. Die Deutschen im Borrücken über Aisne u. Aisne-Marne-Kanal. Der gazzze Dnmmrückeu und -er Winterberg gestürmt. Craonne, Bailly und mehrere andere Orte genommen. 15000 Gefangene gemacht und zahlreiche Geschütze erbeutet. 15000 u. 16200 «. 27000 n. 15000 Br-R.-T. ^ zusammen 73200 Br.-R.-T. versenkt. €in Telegramm des Haifers. Berlin, 28. Mai. Der Kaiser richtete vom Schlachtfelde südlich Laon folgendes Te le g r a mm an die Kaiserin: „Ihrer Majestät der Kaiserin. Neues Palais Wildpark. Wilhelm hat heute die Engländer und Franzosen auf dem C h e m in des DameS angegriffen. Die stark ausgebaute Höhenstellung ist nach gewaltigem Arlillertefeuer von unserer herrlichen Infanterie erstürmt worden. Wir haben die AiSne über- schritten und nähern unS der Vesle. Fritz mit der Ersten Garde-Infanterie-Division hat als einer der ersten die Aisne erreicht. Auch die 28. Division hat sich wiederum ausge" zeichnet. Engländer wie Franzosen sind vollständig überrascht worden. Unsere Verluste sind gering. Morgen geht es weiter! Gott hat uns einen s^önen Sieg beschert und wird uns weiter helfen. Grüße. Wilhelm." Zur militärifcben Lage im Msirn u. Södweficn. Dcr Kriegsberichterstatter des Pariser „Temps" meldet von der Front: Das Ende der gewaltigen Bor- bercitungen sei nahe gerückt, und die bevorstehenden Operationen würden sür beide Kriegsparteien entscheidend wirken. * Genf, 27. Mai. Die Beschießung der Pariser- Bezirke durch weittragendes Geschütz ist heute früh wieder ausgenommen worden. Genf, 28. Mai Nach Meldungen aus Fochs Hauptquarlt r Lehnte sich der deutsche Angriff von NeimS bis zum Pinonwalde nach mehreren Abschnitten aus, die von Franzosen und Amerikanern verteidigt wurden. Die deutsche Artillerie begann gegen 3 Uhr morgens ihre verheerende Tätigkeit. Die deutsche Infanterie griff m t Boctruppen um 7 Uhr morgens an. Rotterdam, 28. Mai. Der Mtlitätkut.ker der „Daily Mail" meldet, daß neue Offensive der Deutschen auch an der Ypern front beginne. Die Artillerie- tatigkkit an der ganzen flandrischen Front habe sich bis zum Trommelfeuer gesteigert. •flimiicbe deutfcbe Cagesbericlw. Berlin. 24. Mat. An der Westküste Englands wurden von einem unserer U Boote becfetift: Die rng- U'chen Dampfer „Peinech Dagmar" (913 Br.). „Dar" (1350 Brt.) und „Wplicy" (6000 Brt.). Alle 3 Schiffe waren mit Kohlen beladen. Im ganzen wurden nach ucuerngegangeucn Meldungen dcr U. Boote vernichtet: 15 080 Bruttoregistertonnen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. . *1 wtb. Großes Hauptquartier, 25. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Die Kampftätigkeit der Artillerien blieb tagsüber bei Sturm und Regen in mäßigen Grenzen. In Vcr- btndung mit nächtlichen Teilangriffen des Fe ndcs nmd- westlich vom Semmel, nördlich und westlich von f oert nahm ste vorübergehend große Stärke an. Die flindlich. n Angriffe brachen überall verlustreich zusammen. Bei Hamel warfen wir den Feind im Gegenstoß zurück; un übrigen wurden seine Sturmtruppen schon vor unseren "lnien zusammengcschosscn. Die Besatzung eines Beobachtungsflugzeugs, Leut- nant El enmengec und Vizeflldwebel Gund, haben am f'. ^ aus einer Kette von 6 englischen Kampfein- sttz^rn 4 Flugzeuge abgeschossen. Dcr Erste Generalquartiermeister: Luden dorff. Berlin, 25. Mai, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. • Berlin, 25. Mai. U Bootserfolge auf btm Nord- scekriegLschauplatz Nach neu eingegangenen Meldungen nsecec U-Boote 10 300 Brutto Reg Tonnen. — Ein tief beladener Frachldampfer von mindestens 6000 Br.- Reg. T. wurde aus starker Sicherung, ein andrer großer Dampfer aus gesichertem Geleitzug herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. m wtb. Großes Hauptquartier, 26. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Südlich vom Niruport Kanal und beiderseits von Dixmuide nahmen wir bet kleineren Unternehmungen mehr als 70 Belgier gefangen.Das tagsüber mäßige Artillericfcuer wu de am Abend in einzelnen Abschnitten der Kampffronten lebhafter. Nach Einbruch der Dunkel, heit trat im Kemmelgebiet, südlich von der Somme, zwischen Moceuil und Montdidtec zeitweilig erhebliche Feuersteigerung ein. — Bei Bucqnoy schciUrtrn mehrfach englische Vo.stöße. Auch in den übrigen Abschnitten dauerte rege Erkundungstätigkeit des Feindes an. Hierbei wurden westlich von Mondidier Amerikaner, im AUet'e Grunde Franzosen und auf dem Südufer der Aisne nordöstlich von La Neuville Engländer gefangen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendocff. Berlin, 26. Mai, abends. Von den Kriegsschau. Plätzen nichts Neues. « Berlin, 26. Mai. Neue Unterseebootserfolge im Sperrgebiet um.Jtalien: Fünf Dampfer von zusammen etwa 27000 Bruttotonnen. Hiervon versenkte das von dem Kapitänleutnaut Heinrich XXXVII. Pcinz von Reuß befehligte Unterseeboot 3 wertvolle große Dampfer von zusammen cund 19000 Br. R.-To., darunter den französischen Truppentransporter „Sant Anna", 9350 Br.- R. T. Im Anschluß an die am 8. Mat veröffentlichten Erfolge ciueS U-Kreuzers im Sperrgebiet um die Azoren ist nachträglich festzustellen, daß ein von ihm aus einem großen g.sichelten Geleltzug auf dem Wege von Gibraltar nach England du ch einen Torpedo vusenktcr Dampfer, der auf etwa 4500 Tonnen geschätzt wurde, inzwischen als der englische Trupp ntcansportdampfer „Ntrpuca" von 7640 Br. R.-To. mit einer englischen Kavallerieab. teilung an Bord ermittelt wurde. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 27. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Südwestlich von Metereu wurden bei erfolgreicher Unternehmung Engländer gefangen. — Die Artillerie- tätigkeit lebte an den Kampffronten erst in den Nach- Mittagsstunden auf. Die feindliche Artillerie war vor allem im Kemme! Gebiet, auf dem Nordufer der Lys zw schen AcraS und Albert und aus dem Westufer der Avce tätig. Die Erkundungstätigkeit blieb rege. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 27. Mat, abends. In den Kampfabschnitten in Flandern und an der LyS, auf d-.m Schlachtfelde zu beiden Seiten der Somme und an der Avre haben sich die Artilleriekämpfe verstärkt. — Südlich von Laon ist seit heute früh die Schlacht um den Chemin des Danuö im Gange. Die Truppen des deutschen Kronprinzen haben den Bergrücken in seiner ganzen Ausdehnung erstürmt und stehen im Kaulpfe an der A1 s n e. Ber Itn, 27. Mai. Neue II Bootserfolge im Sperrgebiet um Englands: 15 000 Bruttoregisterionnen. Zwei tief beladene Dampfer wurden an der Ostküsie Englands aus gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. • wlb. Großes Hauptquartier, 28. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Am Kemme! und an d c Lys, auf dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme und an der Avre haben sich die Artilleriekämpfe gestern morgen verschärft. Zwischen Boormezeele Loker stießen wir in die französischen Linim vor und brachten mehr als 300 Gefangene ein. Der Angriff des deutschen Kronprinzen südlich von Laon führte zu vollem Erfolge. Die dort stehenden französischen und englischen Divisionen wurden vollständig geschlagen. — Die Armee dcS Generals v. Böhn hat den Chemin deS Dames erstürmt. Der langgestreckte Bergrücken, an dem der große DurchbruchL- versuch der Franzosen im Frühjahr 1917 zerschellte und den wir aus strategischen Gründen im Herbst vorigen Jahres räumten, ist wieder in unserer Hand Nach gewaltiger Artillerievorbereitung erzwang unsere unvergleichliche Infanterie im Morgengrauen zwischen Bauxaillon und Craonne den Ucbergang über die Aillette und drang weiter östlich zwischen Corbeny und der Aisne in die englischen Linien ein. Völlig überrascht leistete die Besatzung der ersten feindlichen Linien meist nur geringen Widerstand. Schon in den frühen Morgenstunden waren Pinon, Chavi- g non, Fort Malm aison, Co ucteon, Cecny, der Wintecbexg undCraonne, der Bi l l e rb e r g und die ausgebauten Werke bei und nördlich von Vecry au Bac erstürmt. Gegen Mittag war unter steten Kämpfen zwischen Bailly und Beciy au Bac die Aisne erceicht. Bail ly wurde genommen. Das Trichterfeld der vorjährigen Frühjahrs und Herbftkämpfe war in unaufhaltsamen Angriffsdrang überwunden. Am Nachmittage ging der Angriff weiter. Zwischen Bavxatllon und Bailly stehen wir auf den Höhen bei Neuville, Laffaux und nördlich von Coude. Zwischen Bailly und Berry au Bac haben wir dteAtsneüber- schritten und den Kampf in das seit 1914 vom Krieg unberührt gebliebene Gebiet hineingetcagen. Bon den befestigten Waldhöhen auf dem Südujec deS Flusses wurde der Feind erneut geworfen. Wlc haben zwischen Bailly und Bearuieux die Höhen harr nördlich der Vesle erceicht. Die Armee des Generals von Below (Fritz) warf den Feind aus seinen starken Stellungen zwischen Sapigneul und Brimont über den Aisne Marne-Kanal zurück und erstürmte auf dem Westufer des Kanals die Orte Cormtcy, Cauroy und Loivre. Bisher wurden 15 000 Gefangene gemeldet. Zwischen Maas und Mosel und an der Lothringer Front lebt die Gefechtstättgkeit auf. Vorstöße in die feindlichen Linien brachten mehr als 150 Gefangene französischer und amerikanischer Regimenter ein. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendocff. 9 Berlin, 28.Mai, abends. In Fortführung unseres An- gr>ff SüberdieAtSnewurden d.eErfolge dis gestrigenTageS erweitert. Wir stehen im Kampf uin den Abschnitt der Vesle zwischen Soissons und westlich von Reims und habin zu beiden Setten von Fisnus das Südufec genommen. Die öoldankau*' R ist Ms zu» weltms geö' Mensiag nachmittag; Zsmztag vormittag' ver €luenau$Fc>' '1 Frankreich und die Elsässer. Die vorwcggenommene Annexion Elsaß-Lothringens. Tie Franzosen besitzen einige wenige Dutzend el- sässische Dörfer im Bereich des südlichsten Teils der Vogesen und nennen diese Ecke hochtrabend „ihr Elsaß". Aber ihr Gefühl sagt ihnen heimlich doch, daß dieses kleine Zipfelchen Elsaß nicht ansreicht, um damit viel Staat zu machen, und da ihnen die Waffen keine weiteren Besitzergreifungen der heißbegehrten elsässi- schen Erde gebracht haben, annektieren sie einstweilen Elsässer und Lothringer, soviel sie deren habhaft werden können. Aus allen Ecken und Enden der Welt werden diese Objekte des französischen Annextonsbedürfnisses krampfhaft zusammengesucht.- die russischen Kriegsgefangenenlager wurden planmäßig nach Elsaß- Lothringern durchforscht, ebensogut wie die Konzentrationslager der Briten. Es ist eine bezeichnende Erscheinung dieses Systems, das man zeitgemäß ein „Einhamstern" von Elsässern nennen könnte, daß sich die Franzosen fast vier Jahre lang hartnäckig geweigert haben, die Abmachungen über Austauschgefangene auf die verschleppten Elsaß- Lothringer auszudehnen. Erst vor einigen Lagen ist unter dem Druck der kräftigen deutschen Gege'urnaß- regeln auch diesen Kriegsopfern der Weg geöffnet worden, zu den Ihrigen zurückzukehren. Nicht alle mehr werden freilich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen können, da viele inzwischen die französische Nationalität angenommen haben, — um so den Gefängnissen und Lagern zu entrinnen. Alle diese Elsaß-Lothringer sind dazu ausersehen, die Rolle des wiedergewonnenen und deshalb glücklichen Bruders zu spielen und so gewissermaßen ein sichtbares Stück des erlösten Elsaß zu sein, an dem sich die nationalen Wünsche Frankreichs einstweilen befriedigen können, bis das tatsächliche Werk der Befreiung des ganzen Elsaß vollzogen ist. Viele von diesen Elsässern spielen ihre Rolle herzlich schlecht, weil sie kein Wort französisch können. Sie werden mit allem Eifer notdürftig in die Sprache des „Mutterlandes" einexerziert; am liebsten sieht man es, wenn sie eine Französin heiraten und sich noch enger mit der französischen Nation verknüpfen. Ist aber der „wiedergewonnene el- sässische Bruder" halsstarrig und will „boche" bleiben, dann kann er in einem Straflager darüber Nachdenken, wie wenig er von der gallischen Freiheit versteht. Jedenfalls zeigt dieser ganze Eifer der Franzosen, sich bereits jetzt vor der Eroberung Elsaß-Lothringens eine Paradegemeinde von „erlösten" Elsässern zu schaffen, wie sehr es ihnen darauf ankommt, sich und die ihrem Einfluß zugängliche Welt in die Einbildung zu versetzen, als sei die Wiedergewinnung des Landes eine sich täglich näher vorbereitende Gewißheit. Die Gewinnung der Elsaß-Lothringer soll gewissermaßen vorauseilend die nachfolgende tatsächliche Besitzergreifung des Bodens in Szene setzen und die französische Nation und das Ausland an die fixe Idee gewöhnen, daß der Krieg nicht anders ausgehen kann als mit der abermaligen Wegnahme Elsaß-Lothringens. Dieser nationalen Wahnidee opfert Frankreich einstweilen sein Blut und seinen Boden, und es wirft seine Divisionen und seine flandrischen Dörfer und Städte für England in die Bresche. Mögen das die Franzosen auch immerhin mit sich selbst abmachen; das können sie jedenfalls nicht verantworten, daß sie durch dre künstliche, mit allen raffinierten Mitteln der Lockung und Drohung erzeugte Schöpfung einer aus augenblicklich wurzellosen gefangenen Elementen Zusammengesuchten, fragwürdigen elsässischen Franzosenge- mernde sich an Leuten vergehen, die zurzeit nur eine beschränkte freie Willensentschließung haben. Wieviele elsässische Familien dadurch in bösen Zwiespalt und bittere Konflikte geraten, ist noch gar nicht abzusehen. Aber das kann man schon bestimmt jagen, daß den Franzosen aus dem Elsaß Flüche nachgesandt werden, wenn es einmal klar ist, daß der Bruder, der Gatte, der Sohn den Heimweg nicht mehr ftnden darf, oder daß er gar von den' Franzosen aufs j? Schlachtfeld geschleppt worden ist. Diese Behandlung * der gefangenen Elsässer und die Ausbeutung ihrer mißlichen Lage zu reinen nationalfran- zöjischen Zwecken widerspricht ebensosehr dem Völkerrecht wie den Interessen der bedauernswerten Opfer der französischen Staatsraison. Im Lager der Entente sind zwar solche Gepflogenheiten durchaus nichts Vereinzeltes; auch die Italiener haben bekanntlich sich wenigstens zunächst einen Minister der „unerlösten Erde" angeschafft, wenn sie auch mit der Gewinnung von Trient und Triest immer noch im Rückstand sind. Kann man eben in der Praris nicht annektieren, so annektiert man mindestens im Reiche der Phantasie. } Tie Verseuchung der schwedischen Käste durch englische Minen. Wie Stockholmer Blätter melden, werden an der schwedischen Westküste weiterhin englische Minen in wachsender Zahl aufgesischt. So ist eine verankerte » Mine- innerhalb der schwedischen Hohettsgewässer an- Zetrofsen worden. Hierzu bemerkt „Stockholms Tag- bürd . „Die letzte amtliche Mitteilung beweist, daß eine cYv[^ em k e Macht innerhalb schwedischen Gebiets ein Minenfeld ge.egt hat, und noch dazu in einer Tiefe »on nur drei Metern, also auf eine für die Schiffahrt a u e r st g e f ä h r l i ch e Weise. Eine gröbere Verach- timg von Rechten der Neutralen, um eine von der britischen Admiralität kürzlich gebrauchte Wendung zu wiederholen, kann schwerlich gedacht werden, und es schciv.r uns unbedingte Pflicht der Regierung zu sein, mit gehöriger Eile Schwedens Interessen zu wahren." 0 Was Die Us&ootc beschävigen. j Tie Londoner Daily Mail vom 21. Mai berichtet daß in den letzten neun Monaten 5397 Schiffe von zu- lanuuei' über 10 Millionen Tonnen auf englischen ^ersten ausgebessert seien. Das läßt aus die' Größe Schadens schließen, welchen die Tauchboote der seuldllchen Schiffahrt über die Zahl der versenkten Schiffe hinaus zufügen. Wie im Unterhause mehrfach verone in. liegen von Tanchboown an? ul,offene Schiffe oft Monate lang still, c()e sie wieder verwen- dungsfahig werden. Tie englische Mission unter Führung des Prinzen Arthur von Connaught ist auf der Reise nach Washington in Atlantic City angekommen. Berlnst eines deutschen U-Bootes. Tie britische Admiralität teilt mit: „Eines unserer atlantischen Geleitunterseeboote berichtet nach der Rückkehr in feinen Stützpunkt: Am 11. Mai sichtete es auf der Höhe von Kap St. Vincent, während es aus einen Geleilzug wartete, ein deutsches Unterseeboot vom sogenannten Kreuzertyp und versenkte es. Ta zurzelt schwerer Seegang war, gab es keine Ueber- ledenoen. Kurz darauf wurde ein anderes feindliches Unterseeboot gesichtet, aber da es eiligst tauchte, ent- ging es dem Schicksal seines Gefährten. Angesichts der Tat,ache, daß es der erste Unterseeireuzer ijt. der zerstört worden ist, wurde beschlossen, von der üblichen Regel, die Zerstörung feindlicher Unterseeboote nicht zu melden, abzugehen." Ta über eines unserer westlich Gibraltar operierenden U-Boote seit längerer Zeit keine Nachrichten vornegen, muß mit seinem Verlust auf die enqlischer- serts gemeldete Weise gerechnet werden. Allerlei vom Seekrieg. ,_" Seit Beginn des U-Bootkrieges sind 79 spanische Schiffe zu 160,000 Tonnen torpediert worden. 52 Spanier seien dabei umgekommen. § .Vl5 Oe Pec/erzjn, A'OärrraQ V fotäcedo r nM 'P&tyneo C) &rar{cp/r/7o q ' (jUü r C > 3 "V sU 0 ? /£fkW PoFreU) o Ssrmcfa j #- hett hange mehr davon ab, als von irgendeine.' Schlacht in der Vergangenheit. Tie Deutschen svan- nen jeden Nerv an, um zuerst das Ziel zu erreichen bevor die amerikanische .Hilfe den Alliierten zur Verfügung stände. Seine Stellung zum Frieden. Weiter sagte Lloyd George: Hätte ich geglaubt, daß wir durch ein sicheres oder ehrenvolles Mittel dieses Ringen von Anfang an hätten abwenden oder Ichneller zu Ende bringen können, so würde ich mich nicht nur vor Angst krümmen, sondern auch sckuld- vedrückt fühlen. Ehrlich darf ich sagen, daß die bri- tijcyc Negierung kein Mittel vernachlässigt hat. um gu ^fahren, ob ein ehrenvoller Ausgang aus diesem Kriege, aus seinen Schrecken und Greueln vorhanden set. Im vorigen Jahre waren hier zulande und bei den Alliierten eine große Anzahl Personen der Ansicht, daß es möglich sei, ohne Sieg einen ehrenvol- len Frieden zu schließen. Ich glaube, baß es jetzt wenige solche Leute gibt, denn aus jeden Menschen mit gesundem Verstand hat das S ch i ck s a l R u ß l a n d s Eindruck gemacht. Nicht etwa, weil die deutschen Staatsmänner uns absichtlich zu täuschen versuchtett, sondern weil sie mißbraucht werden von den militaristischen Führern. Wenn es diesen für ihre Pläne nötig ist, sind die Staatsmänner nur Puppen. Wenn es den militaristischen Führern patzt, erhalten die Staatsmänner Erlaubnis, Friedensballons aufsteigen zu lassen, nämlich dann, wenn der Wind für die Alliierten günstig weht, um dort die Atmosphäre zu vergiften. Wir stehen dem rücksichtslosen preußischen Despotismus gegenüber, der nur plündern und rauben will. Verträge binden ihn heute ebensowenig, wie am Tage der belgischen Neberwältigung. Die Deutschen beabsichtigen nicht, den Krieg zu Ende zu bringen, bevor ihr Korb so voll wie möglich ist. So sprach Lloyd George. Daß der kleine Advokat, der sich da vom Waliser Schusters-Pflegesohn zum Herrn des Britenreichs aufgeschwungen hat, eine eiserne Stirn hat, war längst bekannt. Solange er das Ruder des so schwer getroffenen englischen Staatsschiffes nicht preisgibt, so lange darf man auf keinen Frieden hoffen. Also kann es nicht überraschen, daß er auch hier wieder in der ntaßlosesten Weise mit der Gerissenheit eines ausgekochten Unrechts-Advokaten ein durchaus täuschett- des Bild der Lage entwirft. Er lügt nicht direkt. ES ist wahr, daß der bebaute Grund und Boden in England erheblich vermehrt worden ist. Aber . . . daß diese Vermehrung so gut wie e'n Tropfen auf einen heißet: Stein ist, sollte ihm das verborgen geblieben sein? Er, der sich früher gern für einen Kenner des Wirtschaftslebens nusgab? - Und daß die Hochleistung des Schiffsbaues, mit der er die Gemüter gegenüber der U-Boot-Bedrängnis zu beruhigen glaubte, ein Zufallserfolg ist, der für die Dauer nicht erreicht werden kann, sollte der kluge Mann sich darüber einer Täuschung hingeben? Kaum! Er behauptet es ja auch nicht, aber er folgert kühn, aber ganz unverbindlich: U-Boote heute keine Gefahr mehr, nur noch Unbequentlichkeit. Er weiß ja: die Masse leistet sich in ihrem primitiven Denkvermögen, sobald sie scharf vott einem energischen Willen durch eine Rede geleitet tvird, die tollsten Logik-Sprünge und glaubt es gerne, was der Redner gar nicht auszusprechen wagt. Lloyd George will den Krieg weiterführen. Hätte es dafür noch eines Beweises bedurft, dann hätte den der haßerfüllte Schluß seiner Rede erbracht. Sollte, so rechnete er wohl, in den Massen noch ein Stück Mißtrauen stecken gegeniiber der so rosigen Darstellung der Lage, so muß die Angst ihr Uebriges tun. Also zieht er das oft erprobte Gespenst des preußischen Militarismus auf und malt mit grellfarbenem Stift noch ein paar abschreckende Züge hinein, teuflisch verzerrt. für gepeinigte Gemüter von unfehlbarer Wirkung. So etwas wirkt in England. Dafür hat die mißbrauchte, entwürdigte Presse gesorgt. Lloyd George hat England auch fernerhin hinter sich, die Friedensfreunde dürfen sich nicht hervorwagen, und der Krieg wird weiter gehen. Wie das errglischc Volk angelogen wird, dafür lag gerade heute ein schlagender Beleg vor. Ein amtlicher englischer Bericht verkündet: „In der Zeit vom 20. bis 22. Mai führten Teile unserer Luftstreitkräfte Bomben-Unternehmungen gegen Zeebrügge, die Mole, den Stützpunkt der Wasserflugzeuge und die in der Nähe liegenden feindlichen Schiffe, ferner gegen Thouront und den feindlichen Flugplatz von Dt. Denis-Westrem aus. Es wurden g. zwei Volltreffer auf feindlichen Torpedvbootszerstörern gemeldet, mit dem durch photographische Aufnahmen fo"trieftenteu Ergebnis, daß ein Zerstörer gefunken ist. Außerdem wurden drei feindliche Flugzeuge struerios Heruntergetrieben. Alle unsere Flugzeuge sind unbeschädigt zurü.igekchrt." Das ist ein ganz toller Schwindel. Bon zuständiger Seite wird dazu bekannt, daß in der Zeit vom 20. bis 22. Mai zwar mehrfach Fliegerangriffe auf Zeebrügge und Umgebung vom Gegner ausgeführt worden sind. Irgendwelche Erfolge blieben dem Gegner jedoch versagt. Bei einem Fliegerangriff zwei Tage vorher, am 18. Mai, auf die Werst Brügge erhielt eines unserer Torpedoboote durch eine Fliegerbombe leichte Beschädigungen. Es ist keines unserer Torpedoboote gesunken. Die Engländer verloren bei ihren vergeblichen Bemühungen, unseren flandrischen Stützpunkten durch Fliegerangriffe Schaden zuzufügen, allein in der Zeit vom 18. bis 22. Mai fünf Flugzeuge, ein weiteres wurde zur Notlandung gezwungen, die Besatzung gefangen genommen. Frankreichs Weißbluten. „Eine gewisse Erregung." Die Erregung der französischen Arbeiterschaft über die Durchführung des Gesetzes Mourrier, das die Arbeiterschaft stärker als bisher zum Heeresdienst heran- zreht, scheint sich noch keineswegs gelegt zu haben. Die sozialistische Kammergrnppe empfing eine Abordnung der Meta llarb eiterverbände Frankreichs, wobei die Lage eingehend besprochen wurde. Die Arbeitervertreter führten vor allem bittere Klage über di-.' Maßnahmen, die von der Regierung in gewissen Prooinzzentren, so im Loiregebiet, getrost sen und von bcu Regierungsagenten mit äußerster Brutalität durchgeführt wurden. Besonders bedenklich scheint die Lage nach ivie vor in den Militär werk statten von Lyon zu sein, wo nach sehr vorsichtigen Genfer Meldungen unter der Arbeiterschaft eine „gewisse Bewegung" herrscht, weil die dort beschäftigten Arbeiter der Jahresklassen 1910 bis 1912, d. h. die 1890 bis 1892 geborenen Militärpflichtigen, ein gezogen werden sollen. Andere Meldungen fügen hinzu, daß sehr strenge Maßregeln getroffen seien, um die „Freiheit der Arbeit" zu sichern. Was solch. Wendungen unter dem Regime Clemenceauö bedeuten, läßt sich unschwer erraten. Die allgemeine Erregung weiter französischer Volkskreise bekundet sich auch in der immer lauter werdenden Forderung nach Klarstellung und neuer Revision der Entente k r i e g s z i e l e. Der sozialistische sriedensfrenndliche Abgeordnete R e n a u d e l macht sich in der „Humanitee" abermals zum Wortführer dieser Bewegung. Er führt aus, die Affäre des Kaiserbrieses sei durch die Besprechung im Kammerausschuß durchaus nicht geregelt, sondern nur erstickt worden. „Wir werden," so fährt er fort, ,,alles an den Tag bringen. Eine Frage der Zweckmäßigkeit kann und darf nicht bestehen. Wenn das Volk anderer Meinung wäre, jo würden nicht von überallher Klagen geäußert. Die Verhandlungen über den sogenannten „verfrühten Frieden" müssen zu einem Ergebnis geführt haben, und wir wollen wissen, worin dieses Ergebnis besteht." Politische Rundschau. — Ter Reichskanzler ist ermächtigt worden, zum Ersatz einzuziehender Zehnpfennigstücke aus Nickel wertere Zehnpfennigstücke aus Zinn in .Höhe von 10 Millionen Mark Herstellen zu lassen. — Die Ausfuhrgesellschaft veranstaltete in Kiew eine Besichtigung der ersten dort eingetroffenen beut- scheu landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte. ^ — Graf Forgach wurde zum ständigen österreichisch-ungarischen Gesandten in der Ukraine ernannt und ist am 22. Mai in Kiew eingetrosfen. - Reichstagsabgeordneter Dr. Z i m m e i wurde auf der Fahrt nach seinem Gute Hönrgsdorf an einen Baum geschleudert und erlitt einen doppelten Schädelbruch. ^ — Bei der unmittelbaren Wahl eines unbesoldeten Stadtrates in Kiel durch die Bevölkerung wurde der sozialdemokratische Redakteur Brecour gewählt. — Ter Hetman Skoropadski machte dem Gene- ralseldmarschall v. Eichhorn seinen Besuch, den dieser alsbald erwiderte. * :: Ter Präsident des Reichstages, Tr. Kaempf, ist Sonnabend nachmittags 5 Uhr sanft entschlafen. Joh. Kaempf wurde 1842 in Ncu-Ruppin als Sohn des dortigen Professors Kaempf, Mitglied der Nationalversammlung von 1848, geboren. Vom Gymnasium kam er nach Brandenburg in eine kaufmännische Lehre, wandte sich später dem Bankfach zu und wurde Direktor der Darmstädter Bank. Erst 1903 ließ er sich in den Reichstag wählen, und zwar für Berlin 1. :: Teutschland und Rußland. Der deutsche Gesandte Graf Mirbach machte Lenin seinen ersten offiziellen Besuch. Die Zeitungen schreiben diesem Besuch grop,e Bedeutung zu und sehen darin einen Beweis für die Stärkung der Macht der Sowjets. Nach Moskauer Zeitungen betragen die Halbjahrs- tmsgaben der Sowjet-Regierung vierzig Millionen Nudel. „„ A.", Moskauer Großindustrielle Uiorow wurde am Mat ln fernem Bureau ernwrdet. :: Güterverkehr nach der Türkei. Nachdem die Verhandlungen mit den zuständigen Stellen, die'einen be- ichleuntgten Umschlag der Güter in Braila zur Weiter- verschtnung über See nach Kvnstantinopel gewährleisten, nunmehr zum Abschluß gelangt sind, nimmt die Expreß G. m b H., Berlin W. 8, Behrenstr. 48. jetzt Anträge zum Abtransport der Sendungen ab Regensburg über oie ^oitau und zur Versicherung derselben entgegen. :: Ter deutschfreundliche Engländer. Auf Veran- wssnng dev brutschen Gesandten in Bern ist, wie o e „Konst. Ztg." mi-reilt, wegen angeblicher Angriffe uf vre engltjchen Behörden ein gewisser Pownall, pL^ 0l - C ‘‘ ei ‘ Engländer, der seit drei Jahren in . ^..tthausenansässsg war, aus der'Schweiz ansgewiesen f iV |ter .Pownall hat es daraufhin für an- ! L^ngl gehalten, sich unter deutschen Schutz zu begeben * und befindet sich nunmehr mit seiner Familie ln Kon- nanz, wo er bei den Behörden ans das freundlichste ausgenommen wurde. Nach seinen Erklärungen, die er der Redaktion abgab, ist Herr Pownall in Wirllich- kert wegen seiner deutschfreundlichen Gesinnung und Propaganda von dem englischen Gesandten in Bern den schweizerischen Behörden denunziert worden, und nach der Versicherung der Redaktion, welche die Dokumente der erfolgten Ausweisung geprüft hat, ist der Fall ein ganz außerordentlicher und zeigt wieder einmal, lote wenig in den sogenannten demokratischen Landern der Einzelne seiner bürgerlichen Freiheit teil- haftig wird. Ter „ftere Brite" muß nach dem „auto- krattschen Deutschland" kommen, um sich die Freiheit ^Betätigung zu sichern. Die genannte Zeitung empftehlt, Pownall und Familie nicht als feindliche Ausländer, sondern als deutschfreundliche Flüchtlinge zit betrachten und zu behandeln. sh. Allgemeine Knegsnachrichten. Tie unpopuläre „Defaitistenjagd" in Frankreich. Selbst das Regierungsblatt „Temps" fängt nachgerade an, die gerichtlichen Verfolgungen jeder Aeuße- rung des Bedauerns über den Krieg bedenklich zu smden. Er berichtet über folgenden Fall: Ter Führer eines Kraftwagens machte vor den Trümmern eines durch erne Fliegerbombe getroffenen Hauses die unwill- lürUche Bemerkung: „Das ist eine furchtbare Zerstörung". Er wurde denunziert und in zweiter Instanz vor der 10. Strafkammer des Pariser Appellgerichtes zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt, mit der Begründung, daß die erwähnte Aeußerung eine Mitteilung über militärische Operationen darstelle, die geeignet sei, das Gemüt des Volkes zu beeinflussen. — Der „Temps" findet das Urteil übertrieben. Fiebernder Zorn lpat die Iren gefaßt. Sie trauen den Engländern nicht mehr im geringsten. Tie Londoner „Daily News" meldet aus Dublin: „Kennzeichnend für die Furcht vor der Einführung der Dienstpflicht ist, daß in dem irländischen Bezirke Malo die Annahme von Formularen, die sich aus die Registrierung der Wähler unter dem neuen ltche Vereinigungen und örtliche Behörden haben Anträge angenommen, in denen gegen die Verhaftung de Valeras und der anderen protestiert und die so- sosortige Veröffentlichung der Beweise gefordert wird. Beweise hat John Bull natürlich nicht. ES kam ihnl ja auch nur darauf an, die Führer kalt zu stellen und damit den Widerstand zu brechen. Kleine Kriegsnachrichken. In Ereusot, der großen französischen Kanonen- stadt, brannte ein 60 Meter langes Fabrikgebäude, das Waren und Oel enthielt, vollständig nieder. Das Unglück wurde durch Kurzschluß verursacht, der Schaden ist sehr bedeutend. 'ch In Ausführung einer Bundesratsbestimmung bei Schweiz sind dieser Tage die erfteu Deserteure an der Schweizer Grenze zurückgewiesen worden. Aus aller Welt ** Eure geheimnisvolle Gistgeschichte. Ein eigenartiges Mittel, sich seiner Brieftasche zu versichern, hat ein Kriegsverletzter aus Tempelhof bei Berlin angewendet, indem er der Tasche neben seinem Geld und den Militärpapieren auch eine Anzahl kleiner Giftpillen einverleibte. Wenigstens geht dies aus etner Erklärung hervor, die er an die Berliner Vorortpresse versandte und in der er mitteilt, daß er die riefrasche bei einem Schwächeanfall auf dem Tempelhofer Felde verloren habe. Wenige Tage später wurden die Papiere als Paket von einem Schutzmann aufgefunden. Verschiedene Personen haben nun gesehen, daß ern unbekannter, dem Arbeiterstand angehöriger Mann das Paket sortgeworfen hat. Wie die aufgefundenen Papiere beweisen, sind die Giftpillen zu Pulver zerdrückt worden. Nach der Erklärung des Befttzers kann lchon das Berühren des Giftes für denjenigen, der nicht im Besitz eines Schutzmittels ist, die schlimmsten Folgen haben. Er ersucht daher den Finder, der sich durch das Ausräumen der Tasche unbedineLt mit dem Gift infiziert haben müsse und daher in Lebensgefahr schwebe, in seiner Wohnung vorzusprechen, um das Schutzmittel gegen das Gift in Empfang zu nehmen. — Hoffentlich sieht sich die Polizei diesen seltsamen Giftmann einmal gründlich an; nötig ist es. ** Erschossen ausgesundcn wurde in einem Würzburger Gasthof Dr. Karl Musfat, zuletzt Assistent am Pharmakologischen Institut zu Straßburg; es liegt Selbstmord aus unbekannter Ursache vor. ** Die auf Dem Fricdhoi vergrabenen Kartoffeln. Ein Totengräber in der Rhemgegend hatte aus einem Friedhofe einige Zentner Kartoffeln verborgen und ein Kreuz darausgesteckt mit der Inschrift: „Er ruhe in Frieden!" Ein bis jetzt Unbekannter kam der Sache aus die Spur, und eines Morgens stand auf dem Gradkreuz eine andere Inschrift: „Er ist auferstanden, er ist nicht mehr hier!" Der Totengräber öffnete das Grab und entdeckte: die Kartoffeln waren weg. ** Vorsicht beim Genuß von Auslandsflcisch! Das sächsische Ministerium des Innern empfiehlt der Bevölkerung dringlich, Fleisch, das aus dem Auslande aus ehemals russi,chen Gebietsteilen oder aus Belgien' stammt, entweder amtlich auf seine Geuußtauglichkeit untersuchen zu lassen oder nur in gut gekochtem oder durchgebratenem Zustande zu genießen. Das gilt auch von Zubereitungen aus solchent Fletsch, wie Schinken und Würsten. Fälle von Trichinose gehören nicht zu den Seltenheiten. ** Der Goldschatz unter Da« Bett. Gelegentlich einer bei einem „armen" polnischen .Hausier in Pjarvkte bei Posen von einem Gendarmeriewachtmeister wegen Wilddieberei vorgenommenen Haussuchung wurden unter dem Bette 8992 Mark gesunden, darunter über 6000 Mark in Gold, das übrige in Silber' Das Geld befand sich teils in alten Strümpfen, teils in schmutzigen Lappen und Papier eingewickelt. ^ ** Einschmelzuug von Bronzedenkmälern Tie Stadtverordneten von Neichenbach i. P beschlossen, die ! drei Denkmäler bütt Kaiser Wilhelm I. König Albert und Bismarck der Metaltmobilmachungsstelle zum Einschmelzen zu überweisen. Die Standbilder enthalten zusammen ein Metallgewicht von mehr als 3000 Kilogramm. — In Leipzig kommen vor allem die Denkmäler von Bismarck, Goethe, Luther uitb Bach, Leib- niz und Hahnemann (Begründer der Homöopathie), sowie das große Siegesdenkmal ans dem Markt tu Betracht. ** Drei Personen beim Baden ertrunken. In Kempten haben drei Schlosserlehrlinge in der Iller den Tod gefunden. Die jungen Leute nahmen ein Bad; einer von ihnen geriet an einer tiefen Stelle in Gefahr, die beiden anderen wollten ihm Hilfe bringen, doch ertranken alle drei. ** Flugzeug als Brandstifter. Ein durch Fliegerabsturz verursachter Brand hat in dem Graudenz benachbarten Tusch größeren Schaden angerichtet. Das Flugzeug eines Flugschülers geriet in der Lust in Brand und stürzte aus das Dach der Scheune des Besitzers Albert Witzke. Im Nu stand die Scheune in hellen Flammen. Infolge Wassermangels konnte das Feuer von den herbeigeeilten Wehren, der Freiwilligen Feuerwehr, der Militärfeuerwehr und dem Feuerkommando der Fliegerstation nicht auf seinen Herd beschränkt werden. Es brannten noch ein Wohnhaus und ein Stallgebäude des Besitzers Witzke nieder. Ter Flieger ist mit seinem Flugzeug vollkommen verbrannt. Tie Ursache des Unglücks, dem ein hoffnungsvolles Menschenleben zum Opfer gefallen ist, muß im Heißlaufen des Motors gesucht werden. ** Essen verzichtet aus seine Domänenwirtschast. Im Mürz 1917 bat die Stadt Essen zur besseren Versorgung der städtischen Einwohner mit Gemüsen die Domänen Wendelstein zu Roßleben an der Unstrut und Pretzsch an der Elbe gepachtet. Die Domäne Wendelstein hat die Erwartungen der Stadt so wenig erfüllt, daß sie von dem Vertrage durch Weiterverpachtung zurückgetreten ist. — Die Aufsichtsbehörden sollten sich diese Sprünge der Kommunen überhaupt besser ansehen. Bei den grauenhaften Steuerlasten nach dem Kriege müssen die Gemeinden sich aller kostspieligen Experimente enthalten. ** Raubmord im Hotel. In dem Wiener Ring- strahenhotel Bristol wurde die 40 jährige Gesellschafterin der Baronin Vivante. der Gattin des Berwaltungsrcttes der Unionbank, Fräulein Julie Carl ermordet. Ter Täter hatte sie mit einem Fleischklopfer betäubt, ihr einen Strick um den Hals geschlungen und diesen mit einem Messer durchschnitten. Dann raubte er eine der Baronin gehörige Kassette mit 1 8 0 0 0 0 K r o n e n Bargeld und Schmuck für eine halbe Million. Tie Ermordete, die seit 16 Jahren im Dienst der Baronin stand, galt als sehr verläßlich, sie hatte die Kassette aus dem Hotelsase geholt. Bon dem Täter hat man bisher keine Spur. Im Laufe der polizeilichen Erhebungen ergab sich dre Notwendigkeit, zwei Personen in Verwahrungshaft zu nehmen. Es sind dies der 24jährige Versicherungsbeamte Emo D. und ein Fräulein, das kurze Zeit nach dem Morde in seiner Begleitung gesehen worden war. Emo D. ist ein Neffe der Baronin Vivante und besuchte diese täglich im Hotel. Er ist Beamter einer Versicherungsgesellschaft. Auch kurz vorder Mordtat war er auf dem Korridor des Barons gesehen worden. Zwei Stunden später, um 6 Uhr abends, hatte man ihn in Begleitung einer jungen Dame, die eine Bureaukollegin von ihm ist, vor dem Hotel Bristol auf- urd abgehen sehen. ** Tie Trockenheit schädigt die Schiffahrt. So wird von der Elbe berichtet: Ter Wasserstand wird immer niedriger. Ter Hohnstorser Pegel zeigt nur noch 40 Zentimeter über Null. Tie Schiffahrt hat infolgedessen schon mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn Sandbänke, die bereits überall aus dem Strom heraus gewachsen sind, dehnen sich weiter aus und etigen die Fahrrinne immer mehr ein. Tie Tauchtiefe der Fahrzeuge hat erheblich herabgesetzt werden müssen; sie darf i.-Jn Meter nirgends überschreiten. Mancher Schiffer, der seinen Kahn tiefer beladen har, muß dies r:i; mehr oder weniger zeitraubendem Fest- sitzen büßen. Gerichtssaal. .di Woher diese Hunderte von Zentnern? Tie Ge- des oberschlesischen Schieberjüngltngs Isidor Tichauer begannen bei seiner absoluten Vermögenslosigkeit sehr klein. Zwei Zentner Seife, bei denen er srch mrt dem wahrhaft kümmerlichen Gewinne von 30 Marl begnügte, bildeten den Grundstein für seine bald rapid wachsenden Geschäfte. 17 Zentner Gerstengraupen, die die Kantine einer Grube (!) kaufte, bildeten die Fortsetzung. Es folgten bei drei verschiedenen Geschäften 6 9 Zentner Saaterbsen. Und dann: 0 Kisten Seife, mehrere Zentner Gerstencnaupen und Saaterbsen, 8 Zentner Gerstenmehl, 10 Tonnen Heringe, dre wiederum für eine Hütte bestimmt waren. Bald wurden die Geschäfte größer: 20 0 Zentner Saaurbsen. 12 Kisten mit kondensierter Milch, 10 Z e n t n e r Graupen, 2 0 0 Tonnen Heringe, die sogar an den Kantinenwirt eines Breslauer Feldartillerie-Regiments gingen, lOZentner Weizenmehl usw. Eme Vergnügungsreise nach Berlin und Hamburg stärkte den Unternehmungsgeist des jugendlichen Schiebers. Seine Geschäfte wurden noch größer: 1 0 0 Z e n t- n e r Gerstengraupen, 10 0 Zentner Vogelwicken (für eine Stadt!), 136 Zentner Graupen, 5 8 Zentner verschiedene Getreidesorten, 3 2 Zentner Peluschken, i 5 0 Zentner Graupen, 200 Zentner Weizengrieß. AuS dem Warenlager der übrigen Angeklagten seien weiter aufgezählt: 1 0 0 0 Z e n t n e r Wicken, 2000 Stüä Bleichsoda, 5 Zentner Kerzen, wiederum an eine kommunale Gemeinde geliefert. 50 Zentner Fruchtmarmelade, 10 000 Pack Stärke, 90 000 Suppenwürfel, ganze Waggonladungen Gerstenerzeugnisse in 39 Fällen. 20 Zentner Weizenmehl. 1 l weitere Zentner Weizenmehl, sodann wiederum 30 und 40 Zentner Weizenmehl, eine Wagaonladung Graupen, Weizengrieß, Erbsen, Bohnen und Mehl, größere Mengen Weizenschrot, Suppenmehl, das die Angeklagten aus 115 Zentnern Gerste und Peluschken mahlen ließen. Angesichts dieser Mengen fragt man sich denn doch: Warum quälen wir uns mit der Ukraine ab und beziehen nicht unseren Bedarf von Isidor Tichauer? Der veestehts doch, die Waren herauszuholen. m$ Stadl uüd Caad. * Die vorgeschllebcncn Meldungen der Hilfsdienstpflichtigen werden noch häufig versäumt und müssen deshalb Geldstrafen von den EinberufungsauSschüssen verhängt werden. Zur H i l f 8 d i e n ft st a m m c o l l e meld pflichtig sind alle männlichen Deutschen, die das 17. Lebensjahr vollendet, dos 60. noch nicht erreicht haben, soweit sie nicht a) dem Heere oder der Marine angehören b) auf Reklamation von Heeresdienst zurück- gestellt sind. Meldepflichtig sind auch die Angehörigen der österreichisch ungarischen Monarchie, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Personen, welche bereits in einem kriegswichtigen Betrieb im vaterländischen Hilfsdienst tätig sind, sind nicht von der Meldepflicht befreit. Die näheren Bestimmungen über die Meldepflichten, insbesondere auch beim Wohnungs. oder Acbeitsmechsel sind bei den Polizeibehörden oder dem Einberufungsausschuß zu erfahren. Man achte auch auf die Aushänge, die von den Gemeindebehörden über die Meldepflichten erfolgen. Unterlassung der vorgeschricbenen Meldungen werden vom Einbc- rufungsausschuß bestraft. In Zweifelfällen ist daher eine überflüssige Meldung der Unterlassung voczuziehen. Wissentlich unrichtige oder unvollstände Meldung wird besonders streng bestraft. * Altmetall statt Türklinken. Ein Leser macht den Vorschlag, daß man für den jetzigen Bedarf von oer Enteignung von Fenstergriffen und Türklinken noch Abstand nehmen soll, wenn der Betroffene e i n e g l e i ch e Menge Altmetall oder dergleichen abführt. „Fast jeder Hausbesitzer hat noch Metallgegenstände, wie alte Gasbrenner, WasserleitungShähne oder Teile von solchen, Medaillen, Nippsachen und andere Sachen, die ec lieber entbehren würde, als sich mit hohen Kosten minderwertige Ersatzdrücker zu beschaffen. Derartige Sachen kann das Reich viel billiger erwerben und sie enthalten keine eingegoffenen Eisenteile, was wilder eine Masse Arbeit erspart. * Mainz. Vom Schicksal besonders hart mitqe nommen wurde die Bauerswitwe Gobst vom Wiedenho bet Wolfersdorf. Die Frau hatte vo: wenigen Jahren ihren Mann verloren. Als der K ieg ausbrach, zogen ih e beiden ältesten Söhie in den Kampf, von dem keiner mehr zurückkehlte. Beide fielen auf dem Felde der Ehre Der dritte und letzte Sohn wurde mit Rück sicht auf diese besonderen Verhält'isse in der Familie vom Militärdienste freigegeben und eilte nach Hause Da traf ihn 300 Meter von der mütterlichen Wohnung entfernt ein Blitzstrahl und tötete ihn. dm Letzten des Hauses, auf der Stelle. * Flörsheim. Eine rechte Pfingstfceude bc. reitste d:e Polizei den Insassin des hirsigen Lazarettes; ste beschlagnahmte in allen hiesigen Bäckereien große Mengen von Obst-, Käse-, Streußelkuchen und Torten, die von Privat Haushaltungen nach dort zum Backen gebracht waren, und überwies sie restlos den Feldgrauen ui Die Frist für Anmeldung von beschlagnahmten Mnrtchtnngsgegenstanben war bekanntlich am 30' April abgelaufen. ES we April abgelaufen. Es werden aber trotzdem in Dacmstadt bis auf weiteres noch Meldungen durch den Oberbürgermeister entgegengenommen. Diese Meldungen müssen jedoch alsbald erstattet werden, da die Ü berweisung des Meideergebnisses nach Berlin und die Bestellung der Ersatzstücke für Türklinken und Fenstergriffe usw. längstens am 31. Mai zu erfolgen haben. Die Meldepflich- ttgen sind gehalten, die nötigen Formulare zur Anmeldung bei der Metallfammelstelle: in Darmstadt, Alcxander- stra^e 20, abzuholen oder abholen Zu lassen. Höchst a. M. Gelegentlich einer GkschäfSccisc durch Württemberg erwarb ein hiesiger Fabrt kant 182 Pfund Schinken, das Pfund zu 8 Mk und etwa 500 Eier für seinen Privatgebrauch. Sorgsam verpackte er das kostbare Gut in zwei Kisten und gab diese unter „Schlcmmkceide" auf dem Bahnhof Stotztn gen als Eilgut nach Höchst auf Da a^er von Stotz ingen „ein Schlemmkceideversand in solchem Umfange schon „geologisch" eine Unmöglichkeit ist, schöpfte man Verdacht und öffnete die Kiste von AmtSwegen. Dabei kam die ganze Herrlichkeit ans Tageslicht. Alles verfiel der Beschlagnahmung. Der finanziell ohnehin schon erheblich geschädigte Farbrikant und Groß-Hamster kam zudem noch zur Anzeige.—Der „Bauvecein" beschloß die baldige Errichtung von 100 Wohnungen. Da die Stadt an der Lösung der immer brennender werdenden Wohnungsfrage außerordentlich interessiert ist, genehmigte sie die Anstellung eines mit dem Wohnungswesen besonders hertcauten Bautechnikers, der dem Bauverein beratend zur Seite stehen soll. * Frankfurt a. M. Künftig bedarf cS einer Ge nchmigung des Magistrats zur Ausfuhr von Möbeln aus dem Stadtgebiet Frankfurt. Der Erwerb der Mö bel ist an einen Bezugschein gebunden. Auch führte der Magistrat die Genchmigungspflicht für den Verkauf von Möbeln, Gardinen und Teppichen ein. Die freiwilligen Versteigerungen unterliegen der städtischen Eclaubnts. Nersaudscheirrzwang im Gemnseverkehr. Hierzu erfahren wir von zuständiger Seite: Wre im vergangenen Jahre, so ist auch in diesem für alle Sen- düngen von Gemüse bei einem Gewicht von mehr als 10 kg von einem Olt zum andern ein abgestempckter Belsandschein der Hessischen Landes-Gemüsestelle erforderlich. Die Bersandschcine werden von den örtlichen Ver> trauensmännern der Landcs-Gemüsestelle, oder soweit solche nicht bestellt sind, von der LandeS-Gemüsestelle ausgestellt. Für jeden Versandschein wird eine Gebühr J®*} ?0 Pf S’ (^i Spargeln 50 Pfg. für je angefangene ^ c ^. f . PE 9°bcn. Für die Versendungen von Gcmüse auf hessische Wochen markte dient ein besonderer gelber Versandschein, den diejenigen Marktzverwaltungen bezw. Ltädte, denen die Ausstellung übertragen worben Im, lm Namen der Landes-G müsestelle) unentgeltlich ausgeben. Der Versandscheinzwang besteht für side Art der Beförderung, insbcsondere sind die Eisenbahnstionen angewiesen worden, keinerlei Gemüscsendungen ohne den erford^lichen Versandschein anzunehmen. Versendungen ohne Versandschein ziehen Strafen nach sich. * Frankfurt a M An der Deutschherrenorücke geriet ein Fuhrwerk der Güterbestcllerei Hofmann Söhne in den Main. Während sich der Furhrknecht noch recht- Zeitg retten konnte, sank der Wagen mit den beiden wertvollen Pferden in die Tiefe. Ehe Hilfe hcrbeleilen könnt', waren die Tiere ertrunken. CUerarifcbes. Eng els zwei erfolgreiche Werke__ ,Spri ch Deuts ch" und „Entwelschung * Eduard deutsche Sprache --„*.vc M u,u«u ^Leipzig, Hesse & Becker Verlag) haben wir unfern Lesern bereits angezeiat. Wir freuen uns, mitteilcn zu können, daß von Eduard Engel demnächst ein die Reihe abschließendes drittes Buck im gleichen Verlage erscheinen wird: »Gutes Deutsch", ein Führer durch Falsch und Richtig, also ein Buch, das Auskunft und Belehrung erteilt über die zahlreichen der deutschen Sprache eigentümlichen Schwankungen und Zweifelfragen, in denen selbst den gebildeten der zuverlässige Rat eines Berufenen erwünscht sein wird. Wir werden seinerzeit auf das Buch zurückkommen. ungewöhnlicher Bucherfolg'. Von Engel, „Omtwel,chung" (Fremdwörterbuch) das Mitte März ds. I. erschien, erscheint demnächst bereits das 3. Zehntausend, eine^stolze Genugtuung für den Verfasser, den unermüdlichen Vorkämpler ? n S r ri! eul,t ^ er Sprache, den unerbittlichen Widersacher der sprachlichen Verwelschung Deutschlands; es ist das zugleich ein Grfolg, der die endliche Eindämmung der bösen Fremdwörterei eryopen laßt Daß von einem ernsten wissenschaftlichen Buch m kaum ^ Monaten 20000 Slück abgesetzt werden konnten, ist ein m Deutschland sehr seltener Fall! m Qeutfdjcv Kaffee Ersatz. Ueber 50 Üer lm r ö Glitten, Kräuter, Früchte und Wurzeln. Mlt einer Sam me l- und Verwendungs-Tabelle. Fu- sammenaestellt von Dr. Fr. Losch und Dr. Gg. S t e h l i. Stutt- handwng,Swttgart.^ ^ ^ Verlags. * Das Machest von »Deutschlands Erneuerung" der ^ ^ ^ual^icyrifri^.^.^eymannsVer ag,Mün Preis für das Einzelheit 1,80 Mk.) bringt aus der F^dlr des berühmten Geschichtsforschers Geheimrat Professor Dr. Schäfer eine umfassende Arbeit über die „N e u g est a lt u n g d es O st ens" an die sich eine zum erstenmal veröffentlichte Denkschrift anschließsi welche bereits im Jahre 1915 entstanden ist. Der bekannte Gelehrte behandelt in wissenschaftlich tiefgründiger Art die unae- »ragen, welche sich angesichts des Zerfalles des russischen Jur u ^ er ^alk im Osten ergeben, und beleuchtet sie nach lolttischer, ethnographischer und geographischer Richtung in er- chöpfender Weise. Der praktische Politiker sowie der Forscher, lnsofern sie sich des Näheren mit den östlichen Problemen befassen wollen, werden an dieser Arbeit nicht vorüber gehen können, um so mehr, als die Forderungen der Denkschrift durch die tat- sachüchen Ereignisse fast restlos erfüllt sind. Aus dem weiteren Inhalte des Heftes sei noch erwähnt, daß Professor Dr. Freiherr v. ^leb r g - Gießen sehr geistreich und beherzigenswert über organisch gesmides und künstliches „Wa ch St um", schreibt, wobei er mannigfache Gebiete in Kunst und Politik streift. Schulrat Dr- Rohmeder erhebt wohlbegründete Ansprüche auf „Oester, reichtsche Grenzsicherungen gegen Italien." Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. m * M«rk Strafe für fede» nicht abgelkeferte hessischen Gerichte haben in letzte Zeit allen Geflügelzüchtern, die imJahre 1917 der Eierabliefernna öenuQenber Weise nachkamen, Strafbefehle in Höhe von 1 Mark für jedes nicht abgelieserte Ei zuge- & 3“ e n^Inen Fällen erreichen die ve.hängten ft f b J* £Q f ?n Beträge. Zn den Geflügelhalter. ^ herrscht über diese harte Bestrafung starke Er- regung. tritt M-ltrra«. Zn den Odstpflaiizungcii trttt die Hin^elspmnerraupe in überaus verheerender Di- Aepfelbäume sind streckenweise von den M«t b C sni\ iöa0!en an ben Zweigen sitzen, Geäst S t C ^"we zeigen nur noch das kühle & p r Jt u ? { Rhkinhessett. EineUngereimtheit rr. « ‘F.* e ' bic , leibcc nicht vereinzelt ist, wird aus gemeldet unter der Spitzmark,: t"It?„n - m ioü ^ Landwirt tut. tcctc ein Schwein über 10 Monale^ Vorige Woche i!!t?rn Virhhandclsverband ab .h t r? C r® U x ec 2 ^° Psnnd Lebendgewicht. Der lBl! 02 P/und 79 Pfenig, im Ganzen Pun kaufte sich der Landwirt ein F.rkel, Mk- kostete, sodaß ihm noch 13,02 Mk. übrig Slbwrln E 0 tt UC t ^ Qt tl r a[| ° Über 10 Monate ein ? 7 ®, e n Er i t '..? an ^ ubgesthen von der Arbeit. Das E sochrn Mlhwirtschaf! die Landwirte sagen, wir futtern leine Lsazweiue mehr für den Vtchhand.Isvec b°nd, ist eicht begreiflich Die Folge davon ist aber, daß die Allgrmrtuhrit darunter zu leiden hat. Marknrg. Das Schöffengericht verurteilte heute einen mit der Aufnahme der Milchergebigkeit dcr Kühe beauft-agten Herren, der die diesbezüglichen Angaben eines Landwirts in Leidenhofen im Ebsdorfcc G-unde bezweifelt und sich dabei unpassender Aeußer ungen bedient hatte, wegen Beleidigung zu fünfzig Mack Geldstrafe. Wir sind noch in der Lage, einige Aufträge auf Einkochgläser komplett mit Gummiringen, Deckel und Bügel bei Abnahme von mindestens 50 Stück zur baldigen Lieferung auch an Private zu übernehmen. Offerte auf Verlangen. Rechtzeitige Bestellung erforderlich. Lecnen St Co., keramische Erzeugnisse, Ehrenbreitstein, Tel. Amt Coblenz 2081. güverle mil WM billigst Habe mehrere Waggon HEhsrgshslz wie Wellen, Schanzenholz u. Stangenholz, abzugeben zu billigem Preis. Ad. Moritz, Daaden, (Rhld.) Telefon Nr. 5. m in 2 ordentliche Mädchen für Küche und Hausarbeit gegen hohen Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht. Stadteölnische Augufte-Viktoria-Ttiftung Rosbach (Sieg). EiNfache Stütze f. alle Hausarbeit f. 1. Juni ges. Gute Kost, Famil.-Anschl. Puh- u. Waschfrau w. geh. Frau Weißgerber, Lampertheim a. Rh. ä!er ScHsleller der sein Werk (Roman 2 c.) auf die Bühne bringen oder irgend im Manuskript druckreif richtigsteUen u. prüfen lassen will, wende sich vertrauensvoll an Schriftsteller Weuninger, Bühnenlektor und Redakteur, München, Pündterplah 8, l. TM! in a in m Garantiert feinster reiner Blättertabak, aromatisch, leicht u. wohl- !l schnreckend. 10 Pak. etwa 50 Gr. 19 Mk n! 50 100 50 „ 85 Mk „ 50 „ 163 Mk. N Mindestabgabe an Selbst Verbraucher 10, an Wieder Verkäufer 50 Pakete Versand Nachnahme, der ls Reihe nach. " LunmZnn Sf ehrlich, Berlin O, 17/31/70. U [U P. S. Die noch rückständigen |]J „Nordländers-Bestellung. II n kvinmen dieser Tage zur '^Erledigung. Infolge Sterbefalls verkf. meine beiden, in günstigster Lage Aschaffcnburgs liegende Häuser samt Bauplätzen und Gärten. Jacob Haus, K. Hofl., Würz, burgerstrahe 20, Aschaffcnburg. Fabrik mit oder ohne Wohnhaus, elektr. Kraftanschluß, Nähe Gießen, Ber- hälinisse halber äußerst billig zu verkaufen durch lulius Lilly. Stsckheim, (Overhessen). BohKermksse la. Qual., gelbe Ware. 1 Pfd.- Dose Mk. 5,50. Postpaket enth. 9 Dosen Mk. 50,— einschl. Porto gegen Nachnahme. Grüß. Posten billiger. H. Bahren, Bremen, Merast Osterfeueii^crgstraße Nr. 26. Fernsprecher 3381. Kitttose fkttdbeel'fenstrr D. R. G. M. aus Kiefer- und Eichenholz, jedes Ouantum sofort lieferbar. Südd. Dachfcusterfabrik Inh. Karl Bilz, Landau, Pfalz. Kontrollkassc» National mit und ohne Scheck: werfer zu kaufen gesucht. Nummer und Preis unter I. N. 8006 an die Exp. d. B. neu. , gegen eidesstattliche Versicherung abzugeben. Lieferbar baldigst. P. Sounenschmied, Gcra-Untermhans (Reuß) Ferdorestr. 16. feldpcltkänea EierverTattdkaftett Scheuertücher Stoffgewebe, bezugsscheinfrei. Größe50/68 gesäumt Stck. 3,50- Fensterleder ciiedl. feilender (Kriegöinvalidc bevorzugt) zum Besuch von Privat-Kund- schaft bei hoher Provision gesucht. DH. Peter Ww., Mainz, Ertalstraße 1. (Wildleder) prima Oual. Stück Mk. 7,50, ^,50, 10,-, 12,- empfiehlt bet reeller Bedienung Hans Bahren, Bremen, Osterfeuerbergstr. 26. Größere Posten billiger. Moderme UimiKr-WoliDUDg zum Alleinbewohnen per 1. Juli oder später gesucht. Vermittler erwünscht. Offerten erbeten unter Nr. 6607 an die Expedition. T eitfedern- Gclegcnheitskauf! Ia. reine Gänsefed. z. Schleißen. 9 Pfd. Mk. 20,— fr. Nachnahme mit Sack. Zeises Co., .Königsee-E. Thür. Bindegarn für Mähmaschinen und Strohpressen, sowie tianfbindfadtn hat abzugeben, solange Vorrat reicht. Schümann, Wiesbaden, Hallgartenstr. 2, Telefon 4528. für 3, 6, 12, 20, 40, 60 Eier aus Holz, Pappe, Wellpappe. Fett- und wasserdichte Pappdosen für Butter Marmelade rc. Uerfandkancn in verschiedenen Größen. Etui für Trambahn- und Tisenbahn-Monatskart. fl. Itlonsheimcr, Kartonnagefabrik, Frankfurt a. M. 10 Ludwigstraße 10. T&famk. „Führer im Tabakbau." Anleitung zum Anbau von Tabak, Beizen und Herstellen von Rauch- u. Kautabak, Zigarren mifi Qtrtrtwoftpti dei Borein- und Zigarretten. . . sendung des Betrages 1,50 Mk Nachnahme 30 Pfg. mehr. H. Frcyn, Engers (Rhein), Bendorferstraße 46 a. 106 Sericnpostkartcn 4. od. 4,50 Mk. 100 Ge- mäldckarten 6, 7 od. 0 Mk. 100 Ausverkaufskarten 1,50 Mk. I. Glas,München, Sternstr.28