Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und SamStagö. — Nedaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeitung", Gießen. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 00 m m breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deSZahlunge» zieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbtndlichkeit. Truck der Gießener Verlagsdruckerei, Albiu Klein. Expedition: 5üdanlage 21. Nr. 46. _ Donnerstag, den 23. Mai 1918. r°l°vh°» 31. Jahrg. Das Kemmelgebiet gegen größere feindliche Angriffe behauptet. 13000 u. 21000 m. 21000 Br-R.-T. — zusammen 55000 Br.-R.-T. versenkt. Im April 652000 V.-R.-T. feindlichen Schiffsraum versenkt, seit Kriegsbeginn 17116000. Zur militärlfchen Lage im Werten Dec „Daily Chronicle" meldet am 16. Mai, die Heeresleitung Fachs sei auf weitere Rückzüge gefaßt, zumal die Deutschen über so reichliche Reserven verfügten. Jetzt handele e8 sich darum, bis zum vollständigen Eintreffen dec amerikanischen Millionenheece mit w.iterer Geländeausgabe zu rechnen. Französische Blätter bestätigen, daß einzelne Stadtteile von Amiens völlig zecstö.t sind, ferner daß auch Bethune und Umgebung andauecnt dem heftigen deutschen Geschützfeuec ausgesetzt seien. Der Kriegsberichterstatter der „Daily News" meldet seinem Blatte, a l l e Vorbereitungen hinter dec deutschen Front seien beerbet. Dec gewaltige deutsche Angriff stehe bevor, er werde an mehreren Stellen dec Front mutmaßlich sofort einsctzen. Die Deutschen hätten nach allen Fliegerb-oachtungen eine geradezu riesige Menge von Geschützen und Kriegsgerät hinter dec Front zusamnlengezogen. . »i *Holländ. Grenze, 21. Mat. Nach dem „Nieuwe Notterdamschen^Courant" schreibt Oberst Repington, daß das kritischste Stadium der deutschen Offensive mit dieser Woche anbcechen werd'. flmilidK deutfcbc Cagcsberidm. Berlin, 17. Mai. Unsere Unterseeboote haben im Aermel Kanal und an der Ostküste Englands wiederum 13 000 Br. Reg.'To. feindlichen Handelschiffsraumcs versenkt. Znxi Dampfer wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgcschossen. Dcr Chef des Admiralstabes dec Marine. .•1 wtb. Großes Hauptquartier, 18. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An den Kampffronten nahm die tagsüber schwache Artillerietätigkeit vor Einbruch der Dunkelheit erheblich zu. Starkes Störungsfcuec hielt die Nacht hindurch an. Rege Erkundungstätigkeit führte namentlich in dec Gegend von La s s i g n y zu heftigen Nahkämpfen. Mehrfach wurden Gefangene eingebracht. Gtstern wurden 16 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballon abgeschossen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 18. Mat, abends. Von den Kciegsschau Plätzen nichts Rems. » Berlin, 18. Mai. Das von Kapitänleutnant Grunert befchltgte U-Boot hat an der Westküste Eng lands 5 bewaffnlte tiesbeladene Dampfer von zusammen 21000 Bruttorcglstertonnen versenkt, darunter rin mindestens 8000 Br. R.-T. großes Schiff. Der Chef des Admiralstabes der Marine. « Das österreichische Unterseeboot, Kommandant Llnienschiffsleutnant Holub, hat am 14. Mat vor Valona einen großen e n g l i s ch e n Ze r st ö c e c durch Torpedoschuß versenkt. « wtb. Großes Hauptquartier, 19. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Westlich von Hulluch griff dcr Engländer mit mehreren Kompagnien an. Unter schweren Verlusten wurde ec zurückgeschlagen. Im übrigen beschränkte sich die Jnfanterietätigkeit aus Erkundungen. — Die an den Kampffronten bis zum frühen Morgen anhaltende lcb- hafte Feuertätigk^it ließ in den Vormittagsstunden nach und lebte erst gegen Abcnd wieder auf. Zwischen Acras und Albert war der Feind besonders rege, unsere Batterien lagen hier vielfach unter heftigem Feuer. Dec Erste Generalquartiermeistec: Luden d ocff. * Berlin, 19. Mai. abends. Auf dem Südufec dec Ancre brachen englische Teilangriffe vor Morlancourt blutig zusammen. wtb. Großes Hauptquartier, 20. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Im Kemmelgebiet nahm die Feuertätigkeit am Abcnd und gegen Mitternacht erheblich an Stärke zu. Heute früh haben sich h.stige Actilleriekämpfe entwickelt. Auch an den übrigen Kampffronten lebte die Gcfechts- tätigkeit vielfach auf. — Auf dem Südufec der Ancre griff dec Engländer am frühen Morgen mit starken Kräften an. In Ville suc Ancre drang ec ein. Versuche dcs Feindes im Anccetal weiter vorzudringen, scheiterten. Mehifachrr gegen Morlancourt gerichteter Ansturm brach vor dcm Dorfe blutig zusammen. — An vielen Stellen der Front wurden englische und französische Erkundungs- Vorstöße abgewtesen. In Vorfcldkämpfen und bri erfolgreicher Unternehmung nördlich von St. M'hiel machten wir Gefangene. - * In letzter Nacht wurden London, Dover und andere englische Küsteno te erfolgreich mit Bomben angegriffen. Der Erste Generalquaittermeister: Ludendorff. 9 Berlin, 20 Mai, abends. Starke französische Angriffe gegen den Kemmel sind unter schweren Verlusten gescheitert. 9 Berlin, 20. Mai. Im Sp rrgebirt um England versenkten unsere U Boote wiederum 6 Dampfer und 2 Segler mit zusammen 21000 Bruttoregistertonnen. Die Erfolge wurden verwiege d an dec Westküste Englands und im Aermelkunal erzielt. Den Hauptanteil daran hat das unter dem Kommando das Kap tänleut- nant Hundins stehende Boot. Die Schiffe waren mit einer Ausnahme sämtlich tief belaven, vorwiegend mit Kohlen. Ein Dampfer wurde aus einem besonders stark durch Zerstö.cr und Kreuzer gesicherten Geleitzug herauS- gefchoffen. Dec Chef des Admiralstabes dec Marine. 9 wtb. Großes Hauptquartier, 21. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Der Kemmel war gestern wiederum das Ziel starker feindlicher Angriffe. Sie sind blutig gescheitert Die Verteidiger dcs Kemmclberges haben einen vollen Erfolg errungen. — An dec Front von Vo o r m ez e e l e bis westlich von Drano tec leitete stärkster Feuerkampf die Jnfantecieangriffe ein. Ihr Hauptstoß war gegen den Kemmelberg und seine westlichen Hänge gerichtet. In mehreren Wellen brachen die vorn eingesetzten fram zösischen Truppen vor Jnfanteristische und artilleristische F uerkcaft brachte ih e i Ansturm zum Scheitern und zwang sie urt rchchw rsten Verlusten zur Umkehr. Oert- liche E nbcüche des Feindes in unsere Tcichterzone wurden durch Gegenstände wit de. hcrgestellt Oestlich von Loker noch rin Franzosenncst zurückgeblieben. Englische Divisionen standcn nach Gcf^ngenen-Aussage.i in dritter Linie bereit. Da den Franzosen jeder Erfolg versagt blieb, kamen sie nicht mehr Zum Einsatz. Am Abend und während dec Nacht nahm dec Artillerickampf mehrfach größte Heftigkeit an. Erneute feindliche Angriffe am Abcnd aus Loker heraus und nächtliche Teilvorstöße nordöstlich von L kec wurden abgewiesen. — An den übrigen Kampffronten verlies der Tag verhältnismäßig ruhig. Stärkeres Feuer laa auf unseren Batteriestellungen und rückwärtigen Ortschaften beiderseits dec Lys namentlich in Verbindung mit örtlichen Jnfanteciegesechten nordwestlich von Merville. Am Abend trat auch bei Bucquc.y und Hebuterne, südlich von Ville ö Bretonneux und dec Avre vorübergehend Feuersteigerung ein. An der übrigen Front nichts von Bedeutung. In den letzten 3 Tagen wurden 50 fcindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone zum Absturz gebracht. Leut- nant Löwenhardt errang seinen 24., Vizeseldwebel Run v seinen 20. und 21. Lustsieg Dec Erste Generalquartiermeister: Luden docff. 9 Berlin, 21. Mai, abends. Von den Kciegsschau Plätzen nichts Neues. * Berlin, 21. Mai. Im Monat April sind insge' samt 652000 Bruttoregiftertonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Der ihnen zur Verfügung stehende Welthandelsschiffsraum ist somit allein durch kriegerische Maßnahmen seit Krtegsbeginn um rund 17116 000 Brutto- registertonnen verringert worden. Der Chef dcs AdmiralstabcS der Marine. 9 wtb. Großes Hauptquartier, 22. Mai 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Im kemmelgebiet hielt lebhafte Feuertätigkeit an. Nördlich vom Dorf Kcmmel und südlich von Loker scheiterten am Abend starke feindliche Teilangriffe. — Beiderseits der Lys und am La Bassee Kanal lag unser rückwärtiges Gelände wiederum unter starkem Feuer. Auch zwischen Acras und Albert war die feindliche Ar- tillerie am Abend sehr rege — Zwischen Somme und Oise lebte die Gefcchtstätigkeit nur vorübergehend auf. An dec übrigen Front nichts von Bedeutung. Eines unserer Bombengeschwader vernichtete in der Nacht vom 20. zum 21. Mat die ausgcdchnten französischen Munitionslager bei Blargies. Leutnant Menkhoff errang seinen 27., Leutnant Püttec seinen 23. und 24. Lustsieg. Dec Erste Genecalquartiermeister: Ludendorsf. 9 Berlin, 22 Mai, abcnds. Von den Kriegsschauplätzen nichts N ues. für die deutsche Msimark. Wie die „Germania" aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat sich uniec dem Schirm dcs gegenwärtig als Offizicr im Felde stehenden bekannten Professors der Nationalökonomie an dcr Berliner Universität, Ludwig Bernhard, nach dem Vorbild unseres OstmarkcnvereinS ein Verein Westmark gebildet, dessen Vorsitzender Graf Schwerin Löwitz ist während die Geschäftsführung von einem Gehennrat im Finanzministerium auSgeübt wird. Dieser Verein hat sich den Zweck gesetzt, die in Elsaß- Lothringen aufgelösten französischen Güter zu erwerben und mit 15,000 Ostpreußen zu besiedeln. Bereits paraphiert. * Berlin, 15. Mai. Wie wir zuverlässig erfahren, ist dec mitteleuropäische Bündnisvertrag zwisch n Deutschland und Oesterreich bereits paraphiert. Seine Einzelfertigstellung und Unterzeichnung dürste noch vor August erfolgen. 176 500 Kilogramm Bomben. Berlin, 18. Mai. Die klaren Nächte der vergangenen Woche begünstigten in hohem Maße die Angriffe der deutschen Bombengeschwader. Nacht für Nacht explo- die t n weit hinter dec Front in englischen und fcan- zösischen Unterkunftsmten und Versammlungsräumen, Bahnanlagen und Lagern deutsche Bomben. Trotz aller starken Gegenwirkung, durch Scheinwerfer und Geschütze, wurden die Angriffe erfolgreich durchgeführt. Auf Calais. Dünkirchen, St. Omer, Camptegne und Soiffons wurden nicht weniger als 176500 Kilogramm Bomben abgeworfen. Kurnänien und die kntente. * Genf, 16. Mai. Dec „Temps" meldet den Eingang einer offiziellen E klärunq der neuen rumänischen R e g i e r u n g, die den (Sintiit Rumäniens in den Zustand der Neutralität und die Aufhebung der militärisch-politischen Verträge mit dec Entente unzeigt. * * Rotterdam, Die „Times" melden aus Jassy Die Regierung verweigerte Bratiann die nachgesuchten Pässe nach dem Ausland. Die Unterzeichnung beschlossen. * Züri ch, 21. Mai. Wie die Blätter melden, Hat dcr Schweizer Bundesrat die Unterzeichnung des Kohlenabkommens mit Deutschland beschlossen. Die deutfcben U-BooiRreuser. Anläßlich der Versenkung von Dampfern im Sp.rr- gebict um die Azoren du:ch einen Unterseekeeuzer unten Kommando des Korvettenkapitäns Eckelmann schreibt die „Neue Freie Presse" unter Hinweis darauf, daß zum ersten Male in deutschen Berichten offiziell von einem Unterseckceuzec gesprochen wird: Nicht unwahrscheinlich ist es, daß die stolze Bezeichnung in dcn deutschen Berichten von nun ab häufiger zu lesen sein wird und da wird cs auch wohl große Beuteztffecn setzen. Noch wissen wir nichts Näheres über die deutschen Kreuzer, aber sie werden wohl bald mehr von sich reden machen, dann wird man klarer sehen, vielleicht von einer neuen Aeca des Tauchbootkrieges sprechen können. Deuifcbe Stimmen aus Oesterreich. Die Blättcr melden aus Graz: In Leoben fand ein deutscher Volkstag statt, der eine Resolution annahm, die gegen die Gründung eines füd slawischen Reiches Stellung nimmt und einen freien Weg der Deutschen zum Meere fordert. Die Ec. richtung einer deutschen Schiffahrtsschule in Trist sei notwendig, damit die Hafenstadt Triest nicht zum Mittelpunkte cimv den deutschen Handel lähmenden slawischen Handelspolitik werde. Das Bündnis mit dem Deutschen Reiche müsse der Grundpfeiler der auswärtigen Politik bilden und müsse daher politisch und wirtschaftlich weiter ausgebildet werden. Den Blättern zufolge nahm der in Sterzing abgehaltene deutsche Volkstag für Tirol einhellig eine Entschließung an, worin ein vernünftiger Frieden, welcher den großen Waffenerfolgen der Mittelmächte entspricht und worin gegenüber Italien Grenzberichti- gungcn und eine Kriegsentschädigung gefordert werden. Weiter fordern sie die Ausgestaltung des Bund- nisses mit dem Deutschen Reiche zu einer wirtschaftlichen und mtlllärischen Gemeinschaft, Einführung des deutschen Staatscechtes und deutscher Staatseinrichtungen in Oesterreich, Zurückweisung der nord. und südslawischen Sonderstaallerei, Einheit und Unteilbarkeit Tirols von Kufstein bis zur Berner Klause, tchärfste Ablehnung jeder Autonomie der südlichen Landes- teile, des sogenannten Welsch Tirols Bekämpfung der strolischcn Jrredente, kerne Amnestie oder Wiedereinsetzung welscher Hochverräter und Einziehung ihres greif baren Vermögens, Besetzung des vischöslichen Stuhles Trient mit Deutschen und eine bessere Verwaltung Tirols besonders im Elnährungswesen. «out-uue ummuiaiunt maryl ooev vernttyrer, ujre Erzeugung oder den Handel mit ihnen einschrankt oder andere unlautere Machenschaften vornimmt- 6. wer vorsätzlich an einer Verabredung oder Verbindung teil- nimmt, die nach den Nummern 1 bis 5 strafbare Handlungen zum Gegenstände hat- 7. wer vorsätzlich zu einer nach den Nummern 1 bis 5 strafbaren Handlung aufsordert, anreizt oder sich erbietet. Ist die Zuwiderhandlung fahrlässig begangen, so ist auf Gefängnis bis zu einem Jahre und auf Geld, strafe bis zu sünfzigtausend Mark oder auf eine dieser Strafen zu crk nnen. Für gleichartige Gegenstände, deren Gestehungskosten verschied.n hoch sind, darf ein Durchschnittspreis gefordert werden, wenn ec nachweislich auf dcn Gestehungs kosten u. den Ringen der in ihn einbczogencn Gegenstände beruht und unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Gestehungskosten keinen übermäßigen Gewinn enthält. Wegen Höchstpreisüberschreiiung wird mit Gesängnis und mit Geldstrafe bis zu zweihunderttausend Mack oder mit einer dieser Strafen bestraft: 1. wer vorsätzlich höhere Preise als die Höchstpreise im Sinne des Gesetzes betreffend Höchstpreise fordert, oder sich oder einem anderen gewähren oder versprechen läßt- 2. wer vorsätzlich beim Erwerbe für Zwecke der Weiterver- äußerung mit Gewinn höhere Preise als die Höchstpreise (Nr. 1) gewährt oder verspricht- 3. wer vorsätzlich an einer Verabredung oder Verbindung teil- nimmt, die eine nach Nr. 1, 2 strafbare Handlung zum Gegenstände hat- 4. wer vorsätzlich zu einer nach Nr. 1, 2 strafbaren Handlung aufsordert, anreizt oder sich erbietet. Ist die Zuwiderhandlung fahrlässig begangen, so ist auf Gesängnis bis Zu einem Jahre und auf Geldstrafe bis zu fünfzigtausend Mark oder auf eine dieser Strafen zu erkennen. Der Inhaber eines Betriebs, in dem ein Angestellter oder eine sonst in dem Betriebe beschäftigte Person eine nach den §§ 1, 4, 5 strafbare Handlung'begangen hat, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe biS zu fünfzlgtaufend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft, wenn ec es unterlassen hat, den Täter von der Begehung der strafbaren Handlung abzuhalten. Dem Inhaber des Betriebs steht derfiutge gleich, welchem die Leitung oder Beaufsichtigung des Betriebs oder eines Teiles desselben übertragen ist. Das ?elrolenrnabkommen mit Rumänien. DaS PtüoleumabkommiN der Mittelmächte nut Rumänien wicd nunmehr Neiöffeuliicht. Es b la, t In seinem ersten Abschnitt im wesentlichen, daß die lumamsche Regierung sür die Dauer von 30 jagten der Oelländereien - Pachtgesellschaft m. b. fi. 6aä ouSschiießiiche Recht erteilt, die grsamten rumänisch,u Ltaotslandeieicn zur Aufsuchung, Gewinnung und Verarbeitung von Eedol, Erdgas, Erdwachs, Asphalt und allen anderen Biwmina auSzunutzein Der rumäu sche ^taat der vclpftichtct ist, Hclz zun> Friedentpreis zur Verfügung zu stellen und auch sonst j de Förderung zu leisten, erhall acht vom Hundert des rumänischen Markt wertes des gewonnenen Rohöles, auherdc», cimn An- rifw.'x 1 hinausgehendrn Gewinn, Die Ges llschaft darf keinen höheren Abgaben, Lasten oder chärieren Vorschriften unlerwoifen werden als alle sonst in Rumänien arbeltenden Erdölunternchmungen Auch iS?,# 1 3° a ! crl f) elt für die Einfuhr von Malertalien, Maschinen ulw, zugestanden weiden. Sehr cingehrnd £in,r U ?ftV' e /i ntcl l e bestimmt, ^ vorgesehen, daß der Vvitcag um weitere 0.^5^° verlängert wird, falls die Gesellschaft es bcanlragt und um nochmals 30, falls es nach 5ö Jahren verlangt wird. Für diese zwei weiteren Perioden erhält die rumänische Regierung f C J I s»"!L a * nlCiI ® üc Streitigkeiten ist unter Ausschluß des Rechtsweges ein Schiedsgericht vorgesehen, w Steren Abschnitt wird bestimmt, daß der rumänische Staat ein Handelsmonopol für Erdöle Mundet und die Ausübung dieser Rechte einer Handels ar+ uvciträzt, die von deutschen und oslrrreichisch ungoiischen Finanzg ruppen gegründet wiid, »er Kampf gegen den Wncber. 3)te neue Bundesratsverordmuig gegen Preissteigerung und Höchstpreisüberschreitung. nis Preissteigerung wird mit Gefäng- odec zweihunderttausend Ma.k ooec mit ein^r otefec Strafen bestraft: '■ “ E a l C?Ä Gegenstände des lnglichcn Bedarfs oder oes Kriegsbedarfs Preise fordert, die unter Berücksickniaunn der gesamten Verhältnisse einen übermäßigen Gewinn ä® »”ä 2 ' stir die Vermittlung von Geschäften über Ge- Sm,m nbc b . es ' d n‘ l<1 > en Bedarfs oder des Krieaöbedarfs L^r- ■!’ ,e “1 tex Berücksichtigung ^der gesamten Vnaü Ünaen "Ermäßigen Verdienst enthalten, oder solche sprechen last"; ® e,nem ‘ ,ni,eren N°währ°n oder ver- 3 - ZL*W***' des täglichen Bedarfs oder des Kriegsbe- sind in der Äbs?M ?ur Verautz-rung erzeug, oder erworben übermäsj^gen^Gcwinn^zu^crztelen,^ *** "Musterung einen "^tätzlich den Preis für Gegenstände des täglichen Be- 5 ' den Preis für Gegenstände des täglichen Bedarfs oder des Kriegsbedarfs zu steigern oder hochznhnlle »>, fierabfeizung der Medlraiion. Das Kriegsernährungsamt teilt mit: Die Entwick- ' lung der Getreidezufuhren aus der Ukraine gestaltet es leider nicht, unsere Brotoersorgung in den letzten Mona- ten des Erntejahres auf diese unsicheren, im voraus nicht genau zu übersehenden Einkünfte zu gründen. Wir sind daher, wenn wir sicher gehen wollen, für den Rest des Wirtschaftsjahres m der Hauptsache auf Deckung aus dem deutschen Inlandvorrat angewiesen. Die zur Verfügung stehenden knappen Vorräte machen eine Einschränkung des Verbrauchers notwendig. Demgemäß hat das Kuratorium der Reichsgetreidestelle in der Sitzung vom 11. 5. unter Zustimmung des Direktoriums mit Wirkung vom 16. 6. ab folgendes beschlossen: Die tägliche Meylmenge wird für Versorgungsberechtigte von 200 auf 160 Gramm herabgesetzt. Die visherigen Zulagen an Schwer- und Schwersi- arbeiter bestehen weiter. Dle vom Selbstversorger zu verbrauchende Getreidemenge, die bereits mit Wirkung vom 1. 4. herabgesetzt ist, erfährt keine weitere Aende- rung. Die Wiederherstellung der alten Ration wird erfolgen, sofort genügend Zufuhr aus derUkreine in denHänden der Retchsgeireidestelle sind, spätestens aber, wenn der Frühdrujch aus der heimischen Ernte 1918 die Bestände der ReichsgetreidesteUe aufgefüllt hat, Für den Ausfall 3 U geben, ist diesmal ausgeschlossen. ? ach der starken Verringerung unserer Schweinebestände I e Öige Fleischration bereits derart einen erheblichen Eingriff in unsere Rindviehstapel, daß eine weitere Inanspruchnahme unsere Milch- und Fettoersorgung auf das Schwerste gefährden würde. Ersatz wird jedoch durch eine reichlichere Ausgabe von Zucker gewährt werden, ebenso wird die Verteilung von Nährmitteln in den Wochen der Vrotkürzung eine Verstärkung erfahren. * Ueu-Ifenbuvg Der Besitzer einer hiesigen vielbesuchten Aepfelwein-Wirtschaft hat die Aepfelwein- Karte eingeführt, jedoch nur für auswärtige Besucher. Jeder Gast erhält beim Betreten der Gasträume fünf Marken. Hat er das ihm auf diese Marken zustehende Quantum Aepfelwein getrunken, so muß er das Lokal verlassen, da ihm der weitere Genuß des Hohenastheimers unweigerlich für diesen Tag in der Wirtschaft versagt wird. Die Melallbelchlagnalme wird durcbgefülm. Amtlich wird mitgeteilt: Die Erörterung übec Ti< Durchführung der Beschlagnahme und Enteignung vor Mctallgegcnständln (TürklinDn und Fenstergriffe) ir der Presse, im preußischen Landtage und im Reichstage hat vielfach den Ansch-in erw.ckt, a.s sollte dir Bekanntmachung vom 8. Januar 1918 und vom 26 März 1918 kn tu ff nd Enteignung der Hmiseinnchtungs gegenstände zurückgezogen, mindestens aber ab- geschwächt werdin D.shaib sind bet den zuständige Dienststellen Anfragen und Eingaben etngegangen, in wiclveit die bisher getroffenen Anordnungen zurück gezogen werden würden. Demgegenüber muß ausdrück lich betont werden, daß nach Loge der Sache die erlassen Bckanntmachungen ohne jede Einschränkung weite, durchgeführt werden müssen. Dcn von den Kommunal- vtrLünden ergangenen Aufforderungen zur Meldung und Avlteferung muß deshalb uneingeschränkt nachgekommen werden. Jim Stadl und Land. * Der Dank des Ueichsdattlr-Nrästdeutett an die Hetsec bu der Werbearbeit zur 6. Kriegsanleihe. Zu dem gewaltigen Erfolg dieser achten Kclegsanlethe hat neben der immer allgemeiner gewordenen Erkenntnis ihrer Bedeutung und n.ben dem Pflichtgefühl und der Opferwilligkett unseres Volkes auch diesmal wieder die immer feiner ausgestaltete Werbearbeit außerordent- lich viel bcigetragcn. Auch diesmal wieder sind ihr in allen Schichten und Kreisen Hunderttausinde freiwilliger Helfer erstanden, die die Werbearbeit von Haus zu Haus, von Person zu Person trugen, unermüdlich auf- klacend, wcckelw und werbend. Wieder haben alle Vermittlungsstellen sich hingcbend in den Dienst der Sache gestellt, hat die gesamte deutsche Presse, Schrtft- leilun^en und Verleger, haben Bühnen und Lichtspiel- lhcater, opferwillig und unermüdlich in erfolgreicher Rntarbeit gewetteisert und die Zetchnungsfcrudigkeit angeregt, wieder haben durch das ganze Reich die Vec- waitungSbehörden in Stadt und Land und im regsten Verein mit ihnen die V^rtcauensmännec die Werbe- arbüt geführt und immer frtnec durchgebildet, und die hlngebende Mitarbeit zahlloser Helfer aus allen Kreisen, insbesondere der Geistlichkeit und Lehrerschaft ul,d der auch ht^r wieder tapjec und begeistert etn- springendrn Schuljugend gefunden. Und mit und neben ihnen haben auch diesmal wieder die verschiedenen Be- Hörden, die Handels-, Landwirtschafts- und Handwerkskammern, die städtischen und landwirtschastlichen Verbände und Vereine, die Landschaften, Fideikommtß- und Stiftungs-Verwaltungen, Arbeitgeb r und Betriebsleiter Männer wie Frauen, jeder in seinem großen oder kleinen Wirkungskreise, mit der alten Hingebung sich eingesetzt und stch ihren Anteil an dem Erfolg gesichert, und wieder hat sich zu dieser, einmütigen Betätigung der Heimat die ebenso freudige und ebenso noch erhöhte Mitarbeit unseres gesamten Heeres und unserer. Flotte gestellt, und auch ln ihren Relhcn wie die bisher schon gemeldeten Feldzeichnungen — 553 Millionen gegen 424 bei dev letzten Anleihe — zeigen, gesteigerte Eesolge erzielt. — Ihnen allen, die bei dieser Werbearbeit mit' geyolsin, möchte ich auch heute wieder warmen Dank lagen. 9 * Sine Marrrnng für Hausbesttzer und Hausverwalter bildet der folgende Steaffall, der jetzt das Reichsgericht beschäftigt hat. Das Landgericht Darmsiadt hat am 28. Januar den Kaufmann Johann Adam Angers- bach wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Er ist seit 15 Jahren Prokurist der Bau- sirma Gebr. Beck» in Offenbach, welche 17 eigene Mietshäuser und 13 fremde zu verwalten hat. In einem der fraglichen Häuser, einem fünfstöckigen Hause, das von 10 bis 12 Parteien bewohnt wird, befindet sich der Eingang für die Mieter auf dem Hofe, sodaß jeder, der das Haus betreten will, durch den Durchgang und über den Hof gehen muß. Der Weg führt an der Waschküche und an dem Eingang zur Kellertreppe vorüber. Die letztere war ordnungsgemäß mit einer eisernen Gittertüre versehen, die durch ein Schnappschloß verschlossen gehalten wurden. Diese Tür war nun von irgend jemand ausgehängt und beiseite gestellt worden, sodaß der Eingang in den Keller frei lag. Am Abend des 18. Oktober v. I. stürzte eine Lehrerfrau durch den offenen Kellereingang in die Tiefe und verstarb an den erlittenen Verletzungen am nächsten Tage. Das Gericht hat angenommen, daß der 2lngeklagte den Tod der Frau durch seine Fahrlässigkeit verschuldet hat. Sein Einwand, er habe kein Petroleum zur Beleuchtung des Hofes gehabt, kam als nebensächlich nicht in Betracht. Seine Schulö wurde darin erblickt, daß er das fragliche Haus seit mindestens 4 ^Monaten nicht besichtigt hatte. Die Revision des Angeklagten rügte Ueberspan- nung des Begriffes der Fahrlässigkeit. Das Reichsgerichts verwarf vie Revision als unbegründet. 8 Eine für Hauseigentümer u. Stadtverwaltungen ungemein wichtige Gerichtsentscheidung. Am 2. Januar dieses Iahres kam vor einem Hause in Lüneburg bei Glatteis ein Mann zu Fall und brach sich dabei den rechten Arm. Da vor dem Hause nicht gestreut war, machte der Verunglückte den Hausbesitzer für den ihm erwachsenen Schaden verantwortlich, wurde aber mit seiner Klage vom Landgericht in Lüneburg abgewiesen. In den Entscheidungsgründen heißt es: „Der Kläger macht einen Schadenersatzanspruch gegen den Beklagten wegen einer Unterlassung des letzteren-des Nichtstreuens-geltend. Die Unterlassung kann aber-sowohl im Strafrecht, wie im bürgerlichen Recht-den Tatbestand einer unerlaubten Handlung nur dann bilden, wenn eine Rechtspslicht zu einem Anders-Handeln bestanden hat. 2lus den Vorschriften des bürgerlichen Rechtes läßt sich eine solche Rechtspflicht nicht herleiten. Insbesondere kann ein Rechtssatz, daß der Hauseigentümer als solcher den vor seinem Hause liegenden, aber (unstreitig) einen Teil des öffentlichen Straßenkörpers bildenden Bürgersteig als Zugang zu seinem Hause bei Glätte bestreuen muß, nicht anerkannt werden. Denn nicht der Straßenanlieger eröffnet einen Verkehr auf der Straße, sondern der Inhaber der Straße, hier also die Stadtgemeinde. Was das öffentliche Recht betrifft, so bestimmt sich die Pflicht zum Streuen bei Glatteis jetzt in erster Linie nach den Vorschriften des Gesetzes über die Reinigung öffentlicher Wege vom 1. Iuli 1912. Darnach liegt sie regelmäßig der Gemeinde ob, zu deren Bezirk der Weg gehört." Demnach besteht also weder Reinigungs noch Streupflicht der Hauseigentümer und diese können weder in strafrechtlicher, noch in zivilrechtlicher Beziehung für die Unterlassung des Reinigens und Streuens und die sich daraus ergebenden Folgen verantwortlich gemacht werden. * Brennstoffverfforgung des Landkreises Oietzcn. Wir werden um Aufnahme foUi(nber Zeilen gebeten: Nack Bekanntmachung des Kceisamts vani 23. April wird in din Sommermonaten (1 Mai bis 30. S'ptcmber) (ine Brennstoffmenge im Höchstbetrag von 15 Zentnern an die Familie ausgegebtn werden. Zur Vermeidung von mißverständlichen Auffassungen sei darauf hingewiesen, daß die im Sommer bezogenen Brennstoffmengcn auf die Gesamtbelikferung des I chrcs in Anrechnung gebracht werden müssen- Es wird daher die Winterbelieferung 1918/19 voraussichtlich geringer ausfallen, als dies im versang-nen Winter der Fall war. Deshalb wild dringend empfohlen, diegrößte Sparsamkeit im Kohlenverbrauch obwalten zu lassen. Die Kotzlenpreise. Der Ientialverband der Kohlenhändler schreibt, die Annahme, daß die Kohlen nicht mehr aufschlagen, sei falsch. Es stünden Preiserhöhungen in Aussicht. * Abzeichen für Verwundete Alle aus dem Heeresdienste entlassenen Mannschaften, die eine äußere oder innere Verletzung durch Kampfmittel erlitten haben oder sonstige Gesundheits Schädigungen durch die besonderen Gefahren d s Kriegsdienstes sich zugezogen und lediglich aus diesem Giunde entlassen wurden, müssen sich mündlich oder schriftlich unter Vorlage ihrer Militä.Papiere beim Bezi.ksfeldwebel melden, damit ihre Ansprüche auf Verleihung des Abzeichens für Verwundete festgestellt werden. Kriegsrenten ^ Empfänger sind von dieser Meldung befreit. Die Verleihung des Abzeichens wird voraussichtlich erst in einem Vierteljahre erfolgen können. * Gin eigenartiger Kriegsgewinn. Daß auch Unkraut dem Landmann zum Segen gereichen kann, das konnte man in den letzten Wochen in der Gegend von Annaburg beobachten. Das äußerst trockene Aprilwetter begünstigte das Einsammeln der Ackerqreckeff die dann fuhrenwdise auf die nächsten Bahnhöfe gebracht wurden, wo Händler 2,50 Mark für den Zentner zahlten, Die kleine Gemeinde Purzian verkaufte allein für 8000 Mark Quecken. Neben diesem erheblichen „Kriegsgewinn" hat das Einsammeln der Ackerquecken noch den großen Vorteil, daß der vom Unkraut gereinigte Acker bessere Erträge liefert. Die aufgekauften Ackerquecken wurden zu Pferdefutter verarbeitet. Auch liefern sie einen vorzüglichen Kaffee-Ersatz. Die Quecken werden sauber gereinigt, wie Häcksel geschnitten, getrocknet und gebrannt wie Kaffee. Man erhält daraus den besten Kaffee-Ersatz von wunderbarem Geschmacke. Krennfpiritns fit Flaschen. Die Kreisämter geben bekannt: Während bisher die Marken häufig ohne Prüfung des tatsächlichen Bedürfnisses ausschließlich an Minderbemittelte verteilt wurden, dürfen die Marken in Zukunft an diese nur insoweit abgegeben werden, als sie den Brennspiritus unbedingt zu kochzwecken benötigen und dies nachzuweisen in der Lage sind. In keinem Falle dürfen in Zukunft Marken für Spiritus zu Beleuchtungszwecken verteilt werden. Gewerbetreibende dürfen Bezugsmarken, die den Gemeinden zur Verteilung überlassen sind, nicht erhalten: diese Verbraucher haben sich zur Erlangung der erforderlichen Bezugsmarken an die Ve- triebsstellen zu wenden. * Alle fi* Zuchthausstrafen verurteilen» durch Straferkenntnis aus Heer und Marine entfernten und mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf bestimmte Zeit bestraften gedienten Mannschaften (einschl. Ersatzreserve und ehemalige D. U.) sämtliche Jahrgänge, .einschließlich Jahrgang 1869, haben sich in der Zeit vom 3. bis 15. Mai zu melden. Nachdem seit dem 1. April der Dostscheckverkestr wesentlich verbeffert und namentlich im Ueberweisungs- verfahren völlige Porto- und Gebührenfreiheit eingetreten ist, liegt es in Interesse der Geschäftsleute, Gewerbetreibenden, Aerzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Gutsbesitzer, Vereine, Genossenschaften, Krankenkassen, usw., ein Postscheckkonto zu besitzen. In der nächsten Zeit wird durch die Postanstalten an die hiernach in Frage kommenden kreise, soweit sie dem Postscheckverkehr noch fernstehen, ein von der Reichsdruckerei herausgegebenes Werbeblatt „Nimm dir ein Postscheckkonto" mit einliegendem Antrag auf Eröffnung eines Postscheckkontos zugehen. Nähere Auskünfte erteilen die Postanstalten bereitwilligst. Bis letzt befinden sich in Gießen 400 Postscheckkunden. * Die Wiederzulaffung von Ginschreibpaketen» sowie vereinfachte Zulassung von Wertpaketen ist von dem Staatsstkceläc des Neichspostamts in Aussicht gestellt worden. In der Bevölkerung wird dieses Entgegenkommen dankbar begrüßt werden. Der Ent- schädigungsbctrag für verloren gegangene Sendungen von 3 Mk. für das Pfund einschließlich Verpackung reicht in den meisten Fällen nicht entfernt aus, um den Schaden zu ersetzen. Es gilt das von Lebensmitteln, die außerordentlich hoch im Preise stehen, aber auch von sonstigen Waren, z. B- Kleidungsstücken, Wäsche usw. Hoffentlich kann den berechtigten Beschwerden der Bevölkerung durch Wiederzulaffung der Einschreihpak tc und erleichterte Bestimmungen übrr die Annahme von Wert Paketen recht bald abgeholfen werden. Ml- und Frachtstnrirgntverketzr. Die bi, vIigcn Annahmebeschränkungen für Fracht- und E: stückgütcc fallen vom 21. Mai an fort Es bleibe nur noch folgende Einschränkungen bestehen. Die B grenzung des Höchstgewichts der einzelnrn Stücke b Eilgut auf 100 Kg, für beschleunigtes Eilgut auf 50 K ferner die Anordnung, daß Holzverschläge, Lattengestcl und Hacasse nur n zerlegtem Zustande angenomnu seither schon zugunsten des Wasserwegs von der Beförderung mit der Ellenbahn ausgrs^ lösten lvarm, auch weiterhin auf den Wasserweg verwiesen. Im übrigen Nihmea die Eisenbah Dienststellen nunmehr b schleunig' tes Eilstückgut, Eilsiückgut und Frachtstückgut wieder ohne weiteres zur Besö derung an. Für die Auflie ffie$ü bei reeller Bedienung Hans Bahren, Bremen, Osterfeuerbergstr. 26. Größere Posten billiger. Z6itg6M3886 Solüagör Liir Ver8ai,«lK«8vI>r»1tv, 8eI>aIi^v8ob»ttS, I»ro-xi8tSi,, Parfümerien, Händler usw. U BL, L Z „ WE ' SS macht getragene, schmutzige Plattwäsche chne Waschen and Plätten in 5 Minuten frisch, steif und blitzweisse. 1 Dose für 100 Kragen ausreichend Mk. 1.25. 2 Karton ä 16 Dosen Mk. 32. — Nachnahrpe. 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