(Nenrftr Nachrichten) Vezugrpreis 60 Psg. monatlich vierteljährUch 1,80 Äkk., uorauSzahlbar, frei ins Hau». Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint $ r p <> \ Mittwochs und SamStags — Redaktionsschlnß irüh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksen. düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantier:. Verlag der „Gtcßcner Zeitung", Ziesten. on: Lüdanlage 21 lwirke8er Tagedtatr) KnzsiZenpreSL 20 ptö. üe 44 mm breite Petitzeile, für AusivärtS 30 Pfg Die 90 m rn breite R e ' l a m e - Z e i l e 72 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt tour,nt bei Ueberichreitung desZahlungL Zieles (30 ?aae), bei gerichtlicher Beitreibung oder be Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichleit Druck der Gieffencr Vcrlagsdrnckcrei, Albin 5klein Ar. 33. Telephon Rr. 362. Donnerstag den 11. April 1918 T e 1 e 4» tj o n Rr. 3*>2. 31. Jahrg. Omncy, Laudrico^rt und Concy-le-Chaieun geuommeu. Nördlich von Armeutieres iss die euglischen Stellungen eiKgedrungekt. « 60 « Gefangene gemacht und IW Gefchütze srhentet. wtb. Großes Hauptquartier, 9 . April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An der Schlachtf-ont entwickelten sich vielfach lebhafte Artillerickämpfe. Auf dem Südufer der Oise griffen die Truppen des Generals v. Scboeler und Wtchura den Feind erneut an. Zwischen der Oise und Folcmbroy stießen sie über die Ailette bis zum Oise Atsne Kanal vor. In heftigen Kämpfen nahmen sie den zäh verteidigten Wald östlich von Gunah. Sie erklommen im öon Norden und Osten her die steilen Hänge der Höhen östlich von Couch le Chateau und erstürmlen stark ausgebaute Stellungen des Feindes Qutncy und Laudricourt wurden genommen. Nach besonders erbst, tertenr Kampf fiel heute früh das festun^Sarttge Couch le-Chateau. » „ Jm Mürz bet-ägt der Beilust der feindlichen Luft, streitkcafte auf d?m westlichen Kriegsschauplatz 23 Ftssel ballone und 340 Flugzeuge, von denen 158 hinter unseren ÜUitcn, btc übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestü.zt sind. Wir haben im Komps 8t Flugzeuge und 11 Fesselballone verloren. c ^üii den anbccen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorfs. » B e r l i n, 9. April, abends. Nördlich vom La Basses Kanal sind wir in englische und poltugicsischc Stellungen ringedrungcn. — An der Schlachtfront zu beiden Setten der öomme heftige Artilleriekämpfe. Auf dem Südufer der Oise warfen wir den Feind auch zwischen Couch le-Chateau und Braucou t über den Oiic—Aisne Kana zurück. » 20000 rönnen versenk». Berlin, 9 April. Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapiiänlcutnant Ich, hat in der Irischen BtejiOOOÜ Brutto cgisteitonne» feindlichen Handels. Ichisiraumcs vernichtet. Unter den versenkten Schaffen ® at '" 2 besonders wertvolle Dampfer von 9000 und oOUO Tonnen. Der bewaffneter Engländer, wurde aus einem einlaufenden größt«, stark gesicherten Geleitzua, vermutlich intt Tcanspoit aus Amerika kommend, her. ausgeichosscn. Namentlich fcstgestellt wurden der bewaffnet« englische Dampfer „D.stro" (852 Bri.) mit Holzladung für England und der tie,'beladene englische Dampfer,Jukosi' (3358 43a). Außerdem hat das Boot 2 englische Fischkutter versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb. («r o ß e s H a u p i g u a r t i c r, 10. April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz Armentlercs und dem La Bassce Kanal griff n wir nach starker Feuer Vorbereitung durch Arttl- strie und Mtnenwerfec englische und portagirstsche Stel- lungcn an und nahmen die ersten feindlichen Linien. f pochten etwa t>900 Mann zu Gefangenen und ^'uteten etwa 100 Geschütze. - An dex Schlachtfront f l( ® beiden Seiten der Somme heftige Artlllerlckämpfe «xd erfolgreiche Jnfantertcgefechte - fJ!r* Cm *! lbU l CC ÖfC Dife warfen wir den Feind auch zw. scheu Fobmbroy und Bra: court über den O.se Aisne- Kanal zuruck. Osten: Finnland. Unsere in Hangoe gelandeten Truppen haben nach kurzem Kampf mit bewaffneten Banden den Bahnhof Karis besitzt. ' Ukraine. Cha low wurde nach Kampf am 8. April genommen. Ter Erste Generalquartiermeistec: Ludendorfs. » Berlin, 10. Ap ck, abends. Nö.blich von Armcn- lieres sind wir in die englischen Linien beiderseits von B aasten (Warneton) eingedrungen. Zwischen 21 nun- tictf§ und EstaireS haben wir an mehreren Stellen die LhS überschrittin. Siilllgkeil der €fmwordnungen! In einigen rhelnhessischen Zütungen ist dieser Tage cin Urteil der Strafkammer des Landgerichts Koblenz veröffentlicht worden, wonach die Einführung einer Zwangsablieferung für Eier unzulässig und ungültig wäre, weil die Bekanntmachung des Bundes atS über Eier vom 12. August 1916 tu ihr.m 8 9 Absatz 2 aus. drücklich verbiete, den eigenen Verbrauch der Geflügelhalter und ihrer Familien zu regeln und zu beschränke::. D.eses U teil der St-askammer erregt allgemeine Vec- Wanderung, weil die Strafkammer vollständig übersrh-n hat, daß eine fpäterc VolwLnung dis Bundesrats vom 24. April 1917 ausdrücklich dcn 8 9 Absatz 2 aufhebt. Diese Aufhebung ist, wie der Präsident des Kriegser- nährungsamteS seinerzeit mitgeteilt hat, durch den Umstand veranlaßt, oaß einige Bundesstaaten zwecks ' besserer Erfassung der Eiererzeugung die Festsrtzung bestimmter Erermengcn auch für die Geflügelhalter für ang!-Zli^t hielten. Es ist danach völlig unrichtig, wenn im Anschluß an das ll.teil in den Zeitungen behauptet wird, die Verordnungen über eine Zwangsablieserun s von Eiern seien ungültig und Geflügelhalter könnten nicht bestraft werden, weil sie der Ablieferungspflicht nicht nachgekommen wären. Diese Veroidnungrn, also auch die hessische Verordnung, über, die Eterablieferung bestehen sonach durchaus zu Recht und sind in ihren Bestimmungen über die Pflichtablieferung auch weiter hin gültig. Die Geflügelhalter, welche unter Berufung auf daS Koblenzer Urteil glauben, ihre Ablieferungspflicht nicht erfüllen zu brauchen, befinden sich srnach in einem großen Irrtum. Vielmehr macht sich jeder Geflügelhalter, der seiner Ablieferungspflicht nicht nachkommt, strafbar und wird auch für eine solche die allgemeinen Interessen schwer schädigende Handlung un- nachsichtlich zur Verantwortung gezogen werden. ** Der volle deutsche Sieg auch im Westen Der „Vorwärts", das Hauptorgan der Sozialdemokratie, brachte einen Leitartikel, der folgenden bemerkenswerten Satz enthält: „Es ist jetzt keine an de re Lösung der Weltwirren zu sehen als der erhoffte volle de ut s ch c Sieg auch im Weste n." Jiu$ Siäöi und Lass. * Zur Landtagsstichwahl in Nauheim- Butzbach sind die Sozialdemokraten bei drr Stichwahl zwilchen Baucrnbündlern und Zentrum für das Zentrum cingetrcten. Dcn gleichen Beschluß hat die Fortschrittliche VolkSpartei gl faßt. Das Zentrum hat sich für Beseitigung des Mehcstimmenwahlcechts in Hessen und für gleiches Wahlrecht erklä't. * Aus Uheinhesten. Abgesehen von einigen kleinen Frostschäden sind die grwaltigen Aprikosen- an lagen auf den Rheinhügeln unterhalb Mainz ausgezeichnet durch den Winter gekommen. Die tausend und abertausend Bäume stehen gegenwärtig im vollsten Blütenflor. Bei d m gelinden Wetter, das augenblicklich vorherrscht, ist ein guter Verlauf der L'prikosenblüte zu erwarten und damit auch die Voraussitzung für eine ergiebige Ernte. * Frankfurt a M. Dcr Kaiser hatte seinerzeit von der Stadt Frankfurt als Jubiläumssp-nde 100000 Mk. für die Pflege des Volksliedes zur Verfügung gestellt erhalten. Davon hat nunmehr das Kultusministerium einen größeren Betrag für die Ein- samwlung des Volksliedes in Frankfurt und Nassau bewilligt. Ferner hat der Landesausschuß des Regierungsbezirks Wiesbaden zu diesem Zweck als jährlichen Beitrag 1000 Mk. ausgefltzt. Es ist nun ein Volksliederauöschuß süc Frankfurt und Nassau unter dem Vorsitz des 1lnivecsttät?psosiffvr Panzer in Frankfurt gebildet worden, d^r jetzt schon sich mit der Einsammlung des Soldatenliedes bei den Truppen des Regieruno.Sbezi-ks b.fassen will. Außerdrm sollen Kinderspiele, die eine eigene Kriegsform angenommen haben, photographisch ausgenommen und dazu gehörende Zeichnungen, Bilder und Sammlungen erworben werden. 10 600 Mk. aus dem ..Sparstrumpf" gestohlen. In Dortmund wohnt feit längere Zeit eine Witwe, die „alle Toni" genannt, die mit Zwirn, Knöpfen, Wichse und dergleichen seit Jahren Handel treibt, und sich dabri, weil sic sehr sparsam l'bte, nahe, zu 10000 Mk. im Laufe dcr Zeit erspart hatte Anstatt nun aber dieses Geld zinsbringend anzulegen, verwahrte sie ihr ganzes Vermögen in lhrec Kommode, die nur durch einen gewöhnlichen Verschluß gesichert war. Die Alte fand am letzten Sonntag bei der Rück« kehr von der Kirche die Wohnung erbrochen und ihren schätz bis auf^d.'n letzten Heller geraubt. — Man w rd sich den Schrecken der alten Frau, die sich so um die Eisparnisse eines ganzen Lebens gebracht sicht, vor. stellen können. Mitleid aber verdient die'Frau nicht. Hätte sie mit ihren 10000 Mark Kriegsanleihe gezeichnet, dann hätte ihr kein Dieb etwas anbabcn können. * Auch rin Uekrutrufchmans. Die ausgemustec- tcn Rckcuten in ein?m Dorf bei Gotha hatten sich eine große Menge von Eiern zum herkömmlichen Rckcuten- schmauS eingesammelt. Als die Mahlzeit beginnen sollte, erschien der Gendarm und konftszie(te 80 Eier. Alles Magenknurren half nichts! - CUerarilcim. Forschcrfahrt in Feindesland (Kosrnosverlag: Franckh'sche Berlagshandlung, Sluttgart, Preis geh. Mk. 1.25, geb. Mk 2 .-). Floerrcke, dem wir schon manche lichtvolle Arbeit über dcn nahen Orient verdanken, entwirft hier mit kräftigen, treffenden Strichen ein fesselndes Bild von Land und Leuten der zukllnftsreichen Dobrudscha und schildert dann lebensprühend und begeisler- ungsvoll die dortige Bogelwelt, die einen ungewöhnlichen Neich- inm an groszen Naltbvögeln soivie einzigartige Massensiedlungen von seltenen Suinpf- und Wasservögeln aufzuweisen hat. Den Kernpunkt des Büchleins bildet das Bogelparadies der Donau- balta, der undurchdringlichen Rohrnvildnis an der untersten Donau, ivo Stnnpf und Wasser rwd die ihnen eigene wuchernde Pflanzenwelt wie ein schützender Wall ein unvergleichlich reiches Bogcüebcn umhegen oder doch tnnhegt haben. (Fo-tsitzan.z auf der 4 Seite.) Der Erfolg -er siebenten Kriegsanleihe hat uns zum Der Frieden im Westen Frieden im Osten verholfen. muß durch die „Achte" erzwungen werden — zeichne! Der Fall Clemeneeau. Der „Fall Clemeneeau" ist ein tragisches und doch wieder amüsantes Stück. Wir kennen es auch von der deutscheil Bühne. Schwerlich hat sich Herr Dumas der jüngere, sein Verfasser, aber jemals träumen lassen, daß ^Frankreich einen anderen Fall Clemeneeau durch- zuwsttzn haben würde, der weniger amüsant, aber unendlich tragisch für das Land sein würde. Tenn der neue Fall Clemenceaus bedeutet doch nichts weniger und nichts mehr als F r a n k r e i ch s Ausl i e f e r u n g an die englischen Ziele und den Zusammenbruch. Es sind viele, die mitgewirkt haben an dein Schauspiel, das Frankreich heute bietet, Telcassee, Millerand und andere, deren Augen verblendet in Lu: Vogesenloch stierten, bis die Rettung von dem Rnssenheere käme und vom Heer und von der Flotte der Engelländer, „deren Rücken" nach Schillers Wort tu der „Jungfrau von Orleans" „niemals ein Franzmann in der Schlacht geschaut hat". Nun scheint es aber, das; der Franzmann doch allmählich dazu kommt, des En- gelländcrs Rücken zu schauen, nicht vor dem französischen, sondern vor dev. deutschen Schwert, das nach dem Meere deutet! , Bis es aber dazu kommt, wird Frankreich noch aus rausend neuen Wunden bluten müssen, weil es sich auf englische Hilfe verließ, statt die Friedenshand anzunehmen, die ihm jüngst wieder geboten war. Und daß es dies nicht tat zu einer Zeit, wo es noch glimpflich' wegkam, dankt es zumeist seinem letzten Mohikaner der Engländerfreundschaft, Cle- menceau, dem letzten, der in rührender Treue über den Tod hinaus am letzten Willen seines königlichen Freundes Eduards VH. festhält. Sie sind alle abgetreten von der Bühne in jener Komödie der Jrrun- gen: Eduard der König, Hartwig der Narr, Sir Edward der Graue, und Theophil Delcassee, der Kammerdiener. Neben seinem „vielgeliebten" Lothringer Freunde Herrn Raimund Poinearee steht noch, an die letzte Säule in Uhlands Schloß am Meer erinnernd, le Vieux tigre, Clemeneeau, dem Frankreich in einer dunklen^ Stunde die Zügel der Regierung überlassen hat. Wollen wir ihm das Horoskop stellen? ihn mit faulen Eiern bewerfen, damit er von der Bühne ab- trete, — was aber bekanntlich Schauspieler seiner Gattung nur im standhaften Weiterspielen der Heldenrolle verharren läßt? O nein! Was sollen auch faule Eier einem Manne, dem der Panama-Geruch selbst nicht übel bekommen ist. Er hat es ohnedies sauer genug, den „Fall Cle- menceau" zu Ende zu spielen. Dumpfe Stimmung brütet in der Kammer; englische Offiziere werden in den Straßen von Paris bereits angepöbelt: mit Farbigen und Amerikanern muß der „alte Tiger" bereits die Erregung, die in der Hauptstadt gegen ihn herrscht, unterdrücken. Die Abneigung' gegen ihn und gegen England, das seinen letzten Verbündeten ebenso im Stiche läßt, wie seine ersten, die Belgier, die Serben, die Rumänen, wächst lawinenartig im französischen Heere, und die Gespenster, die Clemenceaus Zelt umlagern, brauchen keine Verbrüderung mit Menschen von Fleisch und Blut. Sie wollen und werden allein und ohne Störung ihr Werk verrichten. Der Kabelgruß Clemenceaus an Lloyd George, daß er auf die britische Stütze vertrauend, des „Uebermor- gen" gewiß sei, hat sie aber lachen gemacht. Denn sie wissen bereits, daß der Mann selbst, wenn auch vielleicht noch nicht sein „Morgen".jo doch unter dem Fluche seines Landes sein „Uebermorgen" findet, der auf die falsche Karte gesetzt hat, die einem betrogenen Volk das Spiel verliert. Lb. Die Beschießung von Paris. „Dummheiten, über die sich ein siebenjähriges Kind schämen würde." Tie namenlose Angst, die die deutsche Riesen- kanone in Paris verbreitet hat, übt auf die gleich- giltigsten Gemüter eine wahrhaft phosphoreszierende Wirkung aus. ES ist mit ben bangemacherischen Gerüchten sogar so arg geworden, daß ein Blatt, die „Ltbre Parole", sich der Sache in humoristischer Form annahm. Sie schrieb: „Es ist unglaublich, was für dummes Zeug über die „dicke Berta" geredet wird, die Paris auf 120 Kilometer Entfernung beschieß!. Erst kam die Geschichte von den kleinen Ballons, die genau über der Hauptstadt explodieren und ihre Geschosse abwerfen sollten — als wenn cs keinen in allen Luftschichten wechselnden Wind gäbe — wie könnten diese Ballons j wohl genau in der gewollten Richtung und Zeit fliegen? j Andere dachten an Iule s V e r n e und Cyranos ! Reise nach dem Monde und fabelten von einem i teleskopartigen Geschoß, das also aus einer ganzen I Anzahl ineinander geschachtelter Geschosse bestehen ! sollte, v cm denen das h: nt e r e immer das vordere | ad feuern sollte, wenn es seine eigene Flugkraft verloren hätte. Diese Geschosse würden natürlich sukzessive immer kleiner, so daß cs erklärlich wäre, daß ein Geschütz mit einem Kaliber von 590 Millimeter ! Geschosse von nur 280 Millimeter verfeuern könnte. Niemand fragte nach der diese Geschosse treibenden Kraft, ebensowenig, wie sie die Richtung innehalten könnten — man wollte Erklärungen und bekam sie. Dann stritt man sich, ob es sicherer im Nordosten der Stadt (Paris!!) wäre, v o n wo das Geschoß käme, der im Südwesten — Dummheiten, über die ein siebenjähriges Kind sich schämen würde! Tann brachten die Zeitungen Pläne von Paris mit Pfeilen darauf, die die wahrscheinlichen Flugbahnen der Geschosse be- zeichneten, woraus man sehen sollte, wo es sicher wäre! Daß derartiges Zeug von erschreckten alten Weibern geschwatzt wird, versteht man — wenn aber e r n st e Zeitungen dergleichen bringen, so gereicht das unserer Presse nicht zur Ehre." * * * Die tägliche Beschießung von Paris nimmt ungestört ihren Fortgang. Sogar zur Spionenhetze wurde die Beschießung gebraucht, aber merkwürdigerweise in derselben „Libre Parole", die sonst in dieser Frage den Vernünftigen spielt. „Zur Bedienung des berühmten Niesengeschützes von St. Gobain mögen vielleicht 100 Alaun gehören — - hier in Paris wird es aber von mindestens 100 000 Helfershelfern bedient — gewiß zwei Drittel von den 159 000 hier weilenden von Malvy mit Aufenthaltserlaubnissen ausgestatteten Fremden! Diese haben, sobald eine Granate die Stadt erreicht hatte, jedesmal eine Schreckensnachricht verbreitet, die deren Wirkungen verhundertfachte. Und die Verbindung Zwischen den 100 Bedienungsmannschaften in St. Gobain und ihren 100 000 Helfershelfern hier funktioniert so vortrefflich, daß alle hier verbreiteten Gerüchte sich gleichzeitig in den deutschen Zeitungsartikeln wiederfinden, die wir über die Schweiz erhalten." Und daraus folgert man dann, „daß mindestens 100 000 Fremde in Konzentrationslager gesandt werden und dort dieselbe Brotration erhalten müßten wie unsere Gefangenen in Deutschland." * Wirkung der Beschießung. . Tie Direktoren der Pariser Theater und Kinos vereinbarten Maßregeln zur Einstellung der Vorstellungen, falls die Beschießung der weittragenden Geschütze fortdauere. Tie Automobildroschken ausgenommen, wird in Paris jeglicher Verkehr mit Privatkraftwagen verboten. ' „Progreß de Lyon" meldet, daß die Pariser Opera, die Komische Oper und die Comedie Francaise Paris wegen des Bombardements verlassen haben. Als Vorwand werden Gastspiele in der Provinz angegeben. In der Ukraine. j Tie De»;scheu treffen verworrene Zustände au. Tie in der Ukraine zur Bekämpfung de§ bolsche- ! wistischen Bandenunwesens unter dem General v. Eich- j Horn operierenden deutschen Truppeil treffen dort eine trübe Wirtschaftslage an. „Die wirtschaftliche Lage der Ukraine, wie sie bis zum Kriege war, — schreibt „Rabotschaja Shisn" vom 20. 3., — hat sich jetzt nach dem Frieden bedeutend verschlechtert. War die Ukraine schon vor dem Kriege die Lieferantin von Rohstoffen für Deutschland, so wird jetzt nach der Erneuerung des Handelsvertrages von 1904 und bei dem gänzlichen Verfall unserer Industrie das gesamte Rohmaterial nach Deutschland gehen, um in bearbeitetem Zustande von uns zurückgekauft zu werden. Die Demobilisierung der Industrie geht bei uns planlos und in elementarer Weise vor sich. Jeden Tag werden neue Fabriken geschlossen. Das Heer der Arbeitslosen, das an sich groß ist. wächst daher mit jedem Tage. Seine Unterbringung in der Landwirtschaft ist unmöglich, da diese selbst eine schwere Krisis durchmacht, von der sie sich nicht so rasch erholen wird. Dazu kommen die Schwierigkeiten der Regelung des Transportwesens, sowie der finanzielle Krach, der alles in seinen Strudel gezogen hat. So wird unsere Industrie, die zur Hälfte handwerklicher Art ist, ul°)t so bald wieder erstehen. Zur Zeit hindert auch der innere Kamps zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, welch letztere sich weigern, die kollektiven Ar- veitsverträge einer Prüfung zu unterziehen, jeden Be. gmn einer Genesung/' * Trotzki macht sich selbständig. Xie Komune des von Trotzki beherrschten Petersburg konstituierte sich nach Aussage von dort einge- trofsenen Reisenden ähnlich wie Odessa als Freistaat und Freistad!, ungefähr nach dem Vorbild von Hamburg. Leni- ist bekanntlich in Moskau. Die Bolschewiki und Finnland. Der Rat der Volkskommissare Lenins hat sich dahin entschieden, daß die Landung der Deutschen in Hangö Finnland angehe. Der Rat könne nicht ein greifen. Bekanntlich hat Trotzki, der in Petersburg da. Heft in Händen hat, ständig Verstärkungen nach Jinn- land gesandt. Die tschechischen Deserteure nach Frankreich, auf die Schlachtbank der Entente! So mußte es kommen. Gemäß Verfügung Trotz kis und des französischen Botschafters hat das tschechisch-slovakische Korps, das sich nach Frankreich begibt, seine Waffen den Sowjetbehörden ausgeliefert. Die Offiziere deö Korps mit Ausnahme des Generals DiterichS begleiten das Korps nach Frankreich. Trotzki will diese Elemente also wenigstens nicht mit Waffen abziehen lassen. Er mag im übrigen froh sein, daß er die in ihren Hoffnungen so schmählich enttäuschten Gesellen nuS Petersburg abschieben kann. Japan in Sibirien. Die Japaner haben Wladiwostok besetzt. Es ist geschehen! Die Japaner haben sich nach langem Zögern und Verhandeln endlich zum Eingrei fen in Ostasien entschlossen und in Ausschreitungen von 5 — sage und schreibe fünf! — betrunkenen Bolschewiki den Grund zum Einschreiten gefunden. Der sibirische Osthasen Wladiwostok ist in Japans Händen * In Rußland darob grimmer Zorn. Die Bolschewiki-Regierung nimmt offiziell Stellung gegen Japan. Ein Manifest der Volkskommissare beschuldigt Japan, den Sturz der Republik herbeiführen und sich Sibiriens bemächtigen zu wollen. Es erklärt Japan für den Todfeind der Republik und sagt, der Rat verlange eine Erklärung von den Alliierten und warne sie: ihre Antworten würden einen erheblichen Einfluß auf die auswärtige Politi! des Rates haben. Weiter wird gemeldet, daß der Rat der Volksbeauftragten politische Schritte unternommen und gleichzeitig allen Sowjets in Sibirien Befehl gegeben hat, dem Angriff auf russisches Gebiet Widerstand zu leisten. Das befestigte Paris und das offene Berlin. Die Franzosen haben von altersher ihre geliebte Hauptstadt mit Wällen und Gräben und einem' Kranz von Forts umgeben, zu einer großen „Festung" gemacht. Die Deutschen haben nach Errichtung des Reiches Berlin ebenso unbefestigt gelassen, wie es vor 1870 war. Tie alte Festung Spandau, die in der Nähe liegt, jättt bei den modernen Kampfverhältnissen überhaupt nicht ins Gewicht. , Ist nun das befestigte Paris gesichert? Ist das „offene" Berlin gefährdet? Gerade umgekehrt. Paris wird beschossen von Flugzeugen und weittragenden Kanonen; in Paris herrscht Panik; wer kann, sucht aus der Festung zu entfliehen, und die Negierung selbst bereitet sich vor, um aus der Festung herauszu- kommen, ehe sie zu einer Mausefalle wird. Im „ossenen" Berlin fühlt sich kein Mansch beunruhigt. Vom Reichskanzler bis zum Eckensteher wissen alle Berliner, daß sie durch etwas besseres gesichert sind, als durch brüchige Wälle und Forts, nämlich durch die lebendige Mauer der starken Heere, die eine Annäherung der Feinde an die Hauptstadt überhaupt nicht zulassen. Paris ist schon 1870 trotz all seiner Befestigungswerke gesallen. Wenn neuerdings unsere Truppen bis nach Paris Vordringen sollten, wird es noch schneller fallen. Im Herbst 1870 entstand bekanntlich im deutschen Hauptquartier und auch in der Heimat ein Streit darüber, ob man Paris beschießen oder einfach einschließen und der Hungerkur überlassen soll. Die Entscheidung siel schließlich dahin, daß man beides tun solle. Ten Ausschlag gab damals nicht die schwere Artillerie, sondern die Einschließung, die in einem Vierteljahr die Millionenstadt in Hungersnot brachte. Bei einem neuen Kampfe um Paris würden gewiß unsere Kanonen ein viel gewichtigeres Wort mitsprechen. Die Artillerie hat ja überhaupt in diesem Weltkriege eine ungeahnte Entwicklung und Bedeutung er- - langt. Glücklicherweise sind uns die Feinde an Zahl ? der Geschütze nicht mehr überlegen, und in der Tüchtig- ' keit unserer Artillerie ist die Ueberlegenheit sichtlich ! auf unserer Seite. Das zeigen nicht nur die neuen j Ferngeschütze, die ihre Granaten über 100 Kilometer \ nach Paris schicken; das hat schon zu Anfang des Krieges die „dicke Berta" gezeigt. Und die zahllosen Festungen, Oie wir im Handumdrehen sturmreif machen konnten, liefern den Beweis, daß bei dem artilleristischen Kamps um eine Festung der eingeschlossene Verteidiger schwächer ist als der umzingelnde Angreifer. Freilich ist B elfort noch nicht gesallen, und auch der Kern von den Verdun-Werken ist noch nicht erobert. Ta handelt es sich aber auch nicht um Großstädte, die mit einem künstlichen Gürtel umgeben sind, sondern um die Ausnützung von natürlichen Terrainvexhältuissen, die sich vortrefflich eignen zur militärischen Verteidigung ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Tie ganze Kunst des Festungsbaues wird nach den Erfahrungen dieses Krieges umgewandelt werden. Schon heute läßt sich erkennen, daß jedenfalls die Befestigung von Millionenstädten zu den überwundenen Dingen gehört. Die Pariser selbst haben das richtige Gefühl, daß die Einwohner einer solchen „befestigten" Stadt nur unnütze und sogar hinderliche Schlachtopser bilden. Wer kann, will heraus aus der Stadt, die nichts anderes zu werden verspricht, als eine Mausefalle und ein Hungerturm. Im Herbst 1914, beim ersten Vorstoß der Deutschen, war" auch die französische Reg.ier.uyg aus der zweifelhaften „Festung" geflüchtet. Augenblicklich halten der Präsident und die Minister noch aus, weil Clemeneeau ein Wagehals ist, der nicht das niederdrückende Beispiel der Flucht geben will. Aber man trifft offenbar auch Borsorge für den schlimmsten Fall. Im Jahre 1870 wurde bekanntlich eine republikanische Regierung in Paris eingeschlossen. Gambetta, der damalige Clemeneeau, mußte sich im Luftballon aufs Geratewohl über die deutschen Linien treiben lassen. Er hatte recht, als er diesen Fluchtversuch riskierte; denn von der umzingelten Hauptstadt aus konnte er. nicht regieren oder organisieren. Jetzt ist das anbei geworden. Auch eine eingeschlossene Regierung kann durch drahtlos; Telegraphie und durch Flugzeugver- kehr in dunklen Nächten sich in Verbindung mit Dein Lande halten. Wenn die gegenwärtige Regierung flüchten sollte, so würde das in der Tat von wenig persönlichem Mut zeugen und aus die Bevölkerung den Eindruck machen: Aha, die Herren rechnen schon ans den Fall der gepriesenen Festung und wollen sich selbst und ihre Geheimakten der drohenden Gefangenschaft entziehen. So wird die „befestigte" Hauptstadt zu einer Achillesferse: sie dient nicht zur Stärkung, sondern zur Schwächung der Widerstandsfähigkeit. Wir haben den besseren Teil erwählt, indem wir unser Heil nicht in dem toten Riauerweck suchen, sondern in der lebendigen Kampfkraft unserer Truppen. Die hat uns bisher gesichert und wird uns auch zu in Endsiege führen. Scherz und Ernst.. tf Eine ReSc-Karts sollen anscheinend dis schmelze- rischen Parlamentarier künftig haben müssen. In parlamentarischen Kreisen verlautet, Herr Nationalen! Tr. B. Bertoni werde nach dem Wieerzusammc n tritt der eidgenössischen Rate am 22. Vipiü im EinverständM mit Ratsmitgliedern aller Gruppen folgende „Motion' einreichen: „Um einen Höchstertrag der Parlamentarischen Arbeiten zu sichern-/ 'wird der Bnndesrat eingetaden, die Frage zu prüfen, ob es nicht angezeigt sei. die Parlamentarische Beredsamkeit in Dem Sinne zu rationieren, daß jeder politischen Gruppe ein ihrer Starke entsprechendes oratorisches Kontingent zngewiesen würde, va§ sie mittels Redekacten unter ihre Mitglieder zu verteilen hätte." Also: „Anstehen" um Nedekarten gibts doch nicht. Tie Redner müssen sich bei ihrem Parteibonzen „eintragen" lassen. halbamtlich wird auch noch gemeldet, daß nach den japanischen auch englische Truppen in Wladinwftok r. landet sind. Möglich, daß diese Auseinandersetzung mix Japan der Bolschewiki-Regierung die erwünschte Veranlassung zu neuer Auspeitschung der Krlegsleidenschast, dieses Rial gegen Japan, gibt Tann kannte das Ganze sich sehr gegen die Entente entwickeln. Tic Ursache des Eingreifens. Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß vier Banditen in ein japanisches Bureau ein brachen, den Eigentümer töteten und zwei Angestellte tödlich verletzten. llm dieser 4 — vier — Banditen willen landet Japan Truppen!! Elende Heuchelei! Ter japanischen Heuchelei setzt man die Krone aus durch einen Ausruf: Japanische Truppen, die in Wladiwostok landeten, stehen unter dem Befehl des Admirals Cato. In einem Aufrufe an die Bevölkerung gibt Cato besannt. das; die japanischen Truppen gekommen seien, uni die Ordnung aufrecht (?) zu erhalten. Japan tut nnschuldig. Die japanische diplomatische Mission in Rußlands jetziger Hauptstadt Moskau versicherte, daß die Landung in Wladiwostok nur ein vorübergehender Zwischenfall sei, der bald behoben sein werde. Vom U-BooLkrieg. Die tägliche U-Boot-Bente. Unsere U-Boote haben an der Ostküste Englands, im Aermelkanal und in der Irischen See neuerdings 5 Dampfer und 4 englische Fischersahrzenge mit zusammen 2O0CÖ Brnttoregistcrtonncn versenkt. Die Dampfer waren ohne Ausnahme bewaffnet und tief- beladen, darunter ein besonders wertvoller Frachtdampfer von 0000 Tonnen. Ein Dampfer wurde ans stark gesichertem Geleitzug herausgeschossen. Den Haupt- anteil an den Erfolgen hat Kapitänleutnant Hundrus. Der Chef des Admiralstabes der Marine. „Tic Speisekammern der Berbarrdögcnossen sind verzweifelt leer", heißt es in dem Weihnachts- r.wgramm, das der englische LebenSmittel-Minister Lord Rhondda au Den amerikanischen LebenSinittelkontrollenr Hoover gerichtet har. Lloyd George erklärt in einer Rede, die er am 14. ^ ezemder vorigen Jahres in Gray's Inn gehalten X)at, „wir müssen im nächsten Jahre weitere 3 Millionen Tonnen an unserer Lebensmitteleinfuhr sparen". Roch deutlicher sind die Klagen, die aus der englischen Presse herüber dringen. So schreibt der Londoner Nnwerfttätsprosessor Hearnshaw am 8. Januar un „Daily Telegraph": „Wir stehen vor einer Hungersnot, wie sie selbst im Mittelalter nicht bekannt war". Horatio Bottvmleh, der bekannte Kriegshetzer und Herausgeber des John Bull schreibt: „Das Grollen der Revolution liegt iu der Luft", neben der Hungersnot droht „der Bolschewismus im eigenen Lande". Tenn der Arbeiter „will seine Frau und Kinder nicht ih u n g r i g sehen". Immer stärker mehren sich in letzter Zeit die Stimmen, die betonen, daß die Zeit nicht mehr wie bisher für England, sondern für Deutschland und die Reit lelmächte' arbeitet. „Tie mächtige Waffe der Seeblockade hat sich gegen uns gewandt", klagt Truth VOM 2. Januar. Und ani 11. Januar klagte Churchill: „Um hunderttausende von Tonnen habe icy den Grauatstahl vermindern müs,rn, für den die Fabrikanlagen bereit stehen, für den die Zünder bereit liegen, auf den die Geschütze und das Geschützpersonal warten, alles nur aus Mangel an Schiffen". Allgemeine KrisgsnschrichLen. 8906 Gefangene beim Kampf um DammerforS. Tie Weißen Garden haben in Tammerfors 8000 Gefangene geniacht. Tie Roten Garden verloren 2000 Tote, von denen 1800 Russen waren. Sie verteidigten sich verzweifelt und sollen nach Angaben mehrerer Korrespondenten auch ein weibliches Todesbataillon eingesetzt haben. Nach einem Telegramn: an „Stockholms Dagblad" steht auch die Eroberung von Bjoerne- borg durch Weiße Garden bevor. — Nach anderen Meldungen wurde an der Karelischen Front eine aus über 1000 Manu bestehende Abteilung Truppen gefangen genommen und hierbei 11 Kanonen erbeutet. Amerikaner — hinter die Front. Was haben sie sich alles von der amerikanischen Hilfe versprochen! Und heute? Von den vielen Millionen versprochener Soldaten sind bis heute vielleicht 200 000—800 000 zur Stelle, und wieviele davon geschlossene Truppenkörper für den Kamps an der Front sind, steht dahin. Die Berichte darüber sprechen zum Teil recht drastisch. So z. B.: Für den Amerikaner als Soldaten hat der Franzose nur ein A ch s e l z u ck e n. Höchstens an ruhigen Frontstellen zwischen zuverlässigen französischen Verbünden sei er zu gebrauchen. Es sei zwar eine sehr- große Zahl von Amerikanern in Frankreich, die als Bautruppen und dergleichen hinter der Front dankenswerte Arbeit leisteten, wo es aber ans Blutvergießen gehe, da müßten die Franzosen den Kopf Hinhalten. Das vorläufige Ergebnis des amerikanischen Krieges ist jedenfalls für beinahe alle Beteiligten und Zuschauer eine Kette von trostlosen Enttäuschungen und wird es so wohl auch bleiben Neber die KriegsbrauchbaAeit der „Sammies" schreibt der Offizier-Kriegsberichterstatter Lentnant von Holländer u. a.: „Irgendwelches Interesse für den Krieg selbst zeigen die Amerikaner nicht. Sie sind militärisch ganz von den Franzosen abhängig und noch völlig unselbständig. Stumpfsinnig ordnen sie sich den Franzosen unter. Von Franzosen wird ihre mangelhafte Ausbildung verbessert, von Franzosen werden sie in Stellung geführt, unter dem Kommando von Franzosen arbeiten sie, und zwischen Franzosen gemischt kämpfen sie. Wann ihre Selbständigkeit erwachen wird, ist schwer zu sagen. Dort, wo der Soldat kein Ziel erkennt, für das zu kämpfen lohnt, dort, iuo statt des vorwärtsdrängenden Willens das Gefühl des Getriebenseins steht, dort kann schwer der Glaube und der Fanatismus entstehen, der den rechten Soldat macht." Franzosen vernichten Franzosen. Tie englische Beschießung der französischen Stadt Laon dauert au. Vom 28. März bis 6. April sind 0000 Granaten in die Stadt gefallen. Täglich wedren einige Zivilisten von den Granaten ihrer Land s- 1 e n t e getötet. Nachdem am Ostermontag 11 Personen eines Leichenbegängnisses zerrissen wurden, können die Opfer nur noch nachts eilig und ohne Geleit zum Kirchhof geschafft und begraben werden. Die Stadt zerfällt immer mehr, wähl- und sinnlos sucht der Franzose seine Ziele. In der Stacht vom 5. zum 6. April trafen mehrere Schüsse das Hospiz, in dem 80 alte Weiblein einen friedlichen Lebensabend erhoffen. Andere sielen in das Krankenhaus, in dem 200 Kranke — meist Kinder und Frauen liegen. Man ist « gezwungen, die Kranken nunmehr in feuchten Kellern j zu bergen. Tie einzige Hoffnung der Laoner ist, daß j ein deutscher Sieg die Kampflinie wieder weiter von der Stadt entfernen möge. Von der Einsicht und dem Mitleid der französischen Heeresleitung erhoffen sie nichts mehr. Eine neue Friedeuspartei in Frankreich. Elcn.enccauS Stellung erscheint durch die Gründung einer neuen Partei „Evalition Republicaine" auße» ordentlich erschwert. Das Parteiprogramm hat un nZen-ua^'n den vier, von den Mittelmächten angenommenen Punkten den ^ujonschen Programms zu- gestimnlt Besonders auffallend ist es, daß die Annexion (s 1 1 - Lothringe ns k-:ne Erwähnung findet. \ Das Programm greift die Regierungr,.^.^ heftig an und verurteilt die Verhaftung der französischen Friedens freunde. VvZH: der der Partei ist Talbier. Heimsuchung von Luxemburg. Tie Ausschreitungen gegen die Neutralen dauern an. Stadt und Bahnhof Luxemburg wurden am 5. April von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Dem Bombenabwurf fielen bisher 6 Personen zum Opfer von denen 4 tot und 2 schwer verletzt sind. Der angerichtete Sachschaden ist gering. * * * Der türkische Sieg am Jordan. Das türkische Hauptquartier teilt jetzt Einzelheiten über die Bedeutung der Kämpfe am Jordan mit: Gewisse Anzeichen ließen voraussehen, daß die Engländer den Jordan in Richtung auf Aman überschreiten würden, um die Eisenbahnlinie abzuschnei- den, die mit Rücksicht auf die Verbindung mit den Truppen im Hedschas sehr wichtig ist. Durch diese Operation wollten die Engländer wahrscheinlich endgültig die Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel droht, und die Beduinenstämme politisch beeinflussen. ; Am 83. März erzwang der Feind mit überlegenen Kraf- ! Len den Uebergang über den Jordan und rückte rasch in z breiter Front in Richtung auf die Eisenbahnlinie vor. Rur an einem einzigen Punkte konnte er jedoch die Eisenbahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Schar Truppen tagelang heldenmütig verteidigt. Währenddessen kamen infolge des ans das Fünffache der gewöhnlichen Leistung erhöhten Eisenbahnverkehrs von Nord und Süd herbeigeführte türkische und deutsche Truppen ihren Kameraden zu Hilfe, die sich in ziemlich bedrängter Lage befanden. Oberst Essad Bey griff nördlich Salt an, und infolge Gefährdung der rückwärtigen Verbindungen sahen sich die Engländer gezwungen, am 1. April den Rückzug auf steilen Ge- birgSpfaden anzutreten. Am 2. April wurde Salt wiedererobert und die Verbindung mit den aus Aman kommenden Truppen hergestellt. Am selben Tage wurde auf der Verfolgung die Straße El Salt— Jericho erreicht, obwohl der Feind Verstärkungen herangeführt hatte. Letztere wurden gezwungen, dre Flucht zu ergreifen. Der Feind zog sich in voller Auflösung gegen den Jordan zurück. Diese Niederlage der Engländer wird sicher auf die Stämme Eindruck machen. P-litische NrmdschaR. — Der Bolschewist Joffe, der Führer der letzten Delegation in Brest-Litowsk, ist zum Botschafter in Berlin, Kamenew zum Botschafter in Wien ernannt worden * :: Keine Neve des Reichskanzlers. Die Meldung einiger Blätter, daß der Reichskanzler Dr. Graf von Hertung die Reichstagsverhandlungen mit einer großen politischen Rede eröffnen werde, wird uns als unrichtig bezeichnet. In der gegenwärtigen Lage liegt für den Reichskanzler kein Anlaß vor, zu weitgreifenden Ausführungen das Wort zu nehmen. :: Ein Streit zwischen Bayern und dem Reichsschahamt ist ausgebrochen und wird von bayerischer Seite in der Presse mit einiger Erbitterung geführt. Es handelt sich um den Ersatz der von Bayern verauslagten Frühdruschprämie durch das Reich. Die beiden streitenden Parteien einigten sich jetzt dahin, das RechtSguLachten einer aus drei vollkommen unbeteiligten Herren bestehenden Kommission einzuholen. Das Gutachten wird sodann dem Reichskanzler zur Vorlage gebracht werden, der aus Grund desselben entscheiden wird. :: Zu der Verhaftung des HanpLmamrs v. Bcer- sclde meldet der „Vorwärts": „Der „Tag" meldete kürzlich, daß der Hauptmann v. Beerfelde ans dem stellvertretenden Generalstad wegen Verbreitung der Lichnowsky-Denkschrift verhaftet worden sei. Das ist nach unseren Informationen in dieser Fornr nicht zutreffend. Hauptmann v. Beerfelde war aus dem Kriege mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, aber als leidenschaftlicher Friedensfreund zurückgerehrt. Im Hause des GeheimratS Witting erhielt er im Herbst v. IS. von der Tenkschrtst Lichnowskys Kenntnis, deren Inhalt ihn tief erschütterte. In der Meinung, seinem Lande durch Verbreitung der Wahrheit dienen zu müssen, ließ er die Denkschrift ohne Vorwissen WittingS in mehreren Exemplaren vervielfältigen, die er dem Kronprinzen, Ludendorff und einer Reihe bekannter Politiker übersandte. Daraufhin wurd v verhaftet und wegen Ungehorsams gegen einen militärischen Befehl vor Gericht gestellt. Ein höherer Offizier behauptete nämlich, er habe Herrn v. Beerfelde jede politische Betätigung verboten und durch die Üebertretung dieses Verbots sollte sich der Hauptmann schuldig gemacht haben. In der Verhandlung bestritt Herr v. Beer- felde, jemals einen solchen Befehl erhalten zu haben, und sein Vorgesetzter blieb als Zeuge bei seiner ersten Aussage nicht stehen. Der Angeklagte wurde insolge- dessen in zwei Instanzen rechtskräftig freigesprochen. Er beruhigte sich jedoch nicht dabei, sondern verfaßte eine Beschwerde gegen seinen Vorgesetzten, in der er schwere Beschuldigungen gegen diesen erhob. Infolgedessen wurde er abermals verhaftet. Mit der Verbreitung der L i ch n o iv s k y - Denkschrift hat diese Verhaftung also nur mittelbar etwas zu tun." Geheimrat Witting, geb. Witkowsky, Direktor der Nationalbank, ist ein Bruder des „Zukunft"-Heraus- gebers „Maximilian Harden", gleichfalls geborenen Wit- kowsry. Wie Witting in den Besitz der Lichnowsky-Schrift kam, wird nicht angegeben. :: Tie Zwangsabgabc eines Anzugs soll nach einer Zeitungsmeldung allen s. Zt. zum Wehrbeitrag veranlagten Personen auferlegt werden, um auf diese Weise 750 000 Anzüge heranzuschaffen für die Hilfsdienst- pslichttgen in der Etappe. Eine b t n dende Entschließung will die Reichsbekieidungsstelle aber noch nicht gefaßt haben. Sie steht aber „auf dem Standpunkt, die benötigte Anzahl von Bekleidungsstücken für die Rüstungsindustrie und Landwirtschaft durch eine gleichmäßige und geregelte Umlage bei allen Kommunalverbänden im Reiche durch eine freiwillige Abgabe von der wohlhabenden Bevölkern c, gegen E nt- gelt zu erwerben. Hierbei sollen die bestehenden Richtpreise für die Altkleiderabgabe bis zu 30 Prozent erhöht werden. Ten Schlüssel für die von den einzelnen Kommunalverbänden aufzuöringende Anzahl von Bekleidungsst....en bildet eine.s.nts die Einroohner- zahl und andererseits der in den Konttn.uv.aloer-iänden aufgebrachte Weyrbeitrag." :: Die „ZEG", die Zentraleinkaufsgenossenschaft, gibt bekannt, daß sie 1915 bei einem Umsätze von 100 Millionen 330 000 Mark Gewinn erzielte, 1916 keinen Gewinn. Für das Reich seien bisher Ueberschüsse nicht erzielt worden. Oesterreich: Kaiserreise nach Istrien. % Kaiser Karl nahm kürzlich eine Vereisung Istriens vor. Er fuhr zunächst nach Albona, wo er sich über die Produktionsverhältnisse des nahen Kohlenbergwerkes Carpano und über die Lage der Arbeiterschaft berichten ließ, liebet* Fianona ging die Fahrt längs der istrischen Ostküste nach Abbazia, wobei der Monarch sich mit den Vertretern der verschiedeeun Behörden und der Aerzteschast unterhielt und Feldspitäler besuchte, wo er eine große Zahl kranker Offiziere und Mannschaften ansprach. Polen: Tic Buße der Stadt Warschau. % Da der Warschauer Magistrat die Buße von 25 000 Mark, welche der Stadt Warschau wegen der Vorfälle nach Bekanntwerden des Friedensvertrages mit der Ukraine am 14. Februar auferlegt war, bisher trotz Mahnung nicht zahlte, benachrichtigte der deutsche Polizeipräsident den Magistrat, daß die auserlegte Strafe von den der Stadt gebührenden Eingängen in Abzug gebracht werben würde, welche sich in den Händen der Okkupationsmächte befinden. Schweiz: Delegierte nach Berlin. ; Wie die „Gazette de Lausanne" mitteilt reisten Zwei schweizerische Delegierte nach Berlin, um die Frage der G e l e i t s ch e i n e der Schiffe mit schweizerischer Ladung zu erörtern. Dieser Schritt ist auf Anregung des deutschen Gesandten in Bern unternommen. Ans aller Welt. ** Dampfer-Katastrophe — 26 Passagiere tot. Infolge eines Zusammenstoßes auf der Donau in der Nähe von Tas werden nach den bisherigen Meldungen 26 Passagiere des Dampfers „Drina", der 366 Reisende an Bord hatte, vermißt. 14 sind verletzt. ** Wunderbare Wandlung. Ein Bürger einer nordschleswigschen Stabt schickte kürzlich eine Kiste mit Speo. an einen Verwandten in der Großstadt. Sicherheitshalber bezeichnte er den Inhalt der Kiste auf dem Frachtvermerk mit „Rüben". Tie Sendung ging auch glatt durch, aber als der Empfänger am Bestimmungsort sie öffnete, zeigte es sich, daß sie wirklich — Rüben enthielt, und gar nichts anderes. Unterwegs hatte der Speck, der Angabe auf dem Frachtbrief e n t i p r e che n d, eine Verwandlung durchgemacht. ** Ein Rauchverbot für Jugendliche im Kreise Riederbarnim, dem industriellsten Riesenkreise nordöstlich-nördlich von Berlin, ist vom kommissarischen Landrat v. Bcedow erlassen worden, um ans gesundheitliche.: Gründen dem ui neuerer Zeit unter der Heranwachsenden Jugend immer mehr ^ and nehmenden Tabakrauchen und seinen schädlichen Folgen zu steuern. Tas Kaufen von Tabak usw. und das Rauchen auf öffentlichen Wegen ist danach Personen unter 16 Jahren verboten. Es ist auch verboten, an solche Jugendliche 'die zum Tabakrauchen erforderlichen Gegenstände zu verkaufen oder im Gewerbebetriebe abzu- geben. ** Der Revolver im Kramkorb. In Waltersdorf (Laus.) suchte die Frau des Gutsbesitzers Stopp in einem Korbe nach einem Papier. Dabei griff sie einen unter einem Kleidungsstück liegenden geladen:.: Revolver. Dieser ging los, und der Schuß traf sie tödlich. ** Kindertod im Schützengraben. Bei Augsburg hatten Kinder dort „Schützengräben" ansgehoben, die fast Mannestiefe erreicht haben. Plötzlich gab das Erdreich nach und begrub 4 Knaben. 2 konnten sich noch herausarbeiten; der 3. wurde in bedenklichem Zustande nach dem Krankenhause gebracht und der 4. konnte nur mehr als Leiche geborgen werden. * Das Kriegsgericht zu Tilsit verurteilte den Kaufmann Georg Magus aus Mädewald wegen Pferdeschmuggels aus Rußland zu 24 000 Mark Geldstrafe. * Wegen Diebstähle im Krefelder Stahlwerk waren vor der Krefelder Strafkammer 35 Personen angeklagt, die Werte in Höhe von rund 300 000 Mark veruntreuten. Es gab bis zu drei Jahren Gefängnis. Meine Diplomatcnfahrt ins verschlossene Land. Von Legationssekretär Dr. Werner Otto von Hentig. Preis 1,25 Mk. Verlag Ullstein & Go. zu Berlin. Mitten im Krieg war der jetzt 32 Jahre alte Dr. Werner Otto von Hentig, ein Sohn des ehe. lnaugen koburgischcn Stäatsministers, im verschlossenen Asien, ein deutscher Sven Hediu. Vom Auswärtigen Antt wurde er nach Kabul gesandt, um mit dem Emir von Afghanistan in Verbindung zu treten. An der Spitze einer kleinen Expedition, zu der ein paar Deutsche und Oesterreicher, ein paar Inder, ein paar Afridis gehörten, wanderte er vierzig Tage lang durch die persische Salzwüste, durch Gegenden, in denen alles Leben erstorben ist, in wildester Sonnenglut, einmal verirrt, stehis mit phi- sischen Qualen kämpfend, bis er jenseits der von russischen Truppen gezogenen Sperrlinie war. Nach zehnmonatlichem Aufenthalt in Afghanistan erklomm er die Bergketten des Hindukusch und des Pamir, die Wälle, die nie geschautes Land umgeben. Er drang zur Eisgrenze vor, in Höhen über dem Montblanc, zu den Jurten kirgisischer Nomaden- dann ging es hinab nach Turkestan, unter neuer Todesgefahr, durch die russischen Vorposten und Spione, hart am Laaer des Feindes vorbei. Und abermals Wüstenmärsche, einhundertdreißig Tage.- Bedrohung durch einen chinesischen Vizekönig, der die Hinrichtung des Fremdlings anordnet, endlose Mühsal, die das Ziel immer weiterrückt, den Willen lähmt, die Seele verdunkelt. Ueber Hankau kam Hentig, nun ganz allein, nach Schanghai. Dort schiffte er im April 1917, mit altem Matrosenzeug angetan, sich an Bord der „Ecuador" ein. Im Kleiderschrank einer Kabine versteckt, reiste er als blinder Passagier über die japanischen Häfen bis Honolulu, er schwamm zur Küste, fand nach San Franziska den unwahrscheinlichen Weg, wurde von den Amerikanern auf Angle Island interniert, traf über Ehikago, New York und Halifax, den Ort der englischen Kontrolle, nach einer Weltfahrt voll märchenhafter Strapazen im Juni 1917 in der ersehnten deutschen Heimat ein. Zur Entwelschung. Ein neues Verdeutschungswörterbuch. Von Eduard Engel, dem Verfasser der Deutschen Stilkunst und von Sprich Deutsch!, erscheint unter dem Titel „Entwelschung, ■■1 rr. -. ^ itmu, jutiu juyuMuj oag es Hrf) nicht um ein Fremdwörterbuch handeln kann, wie es deren Dutzende gibt, sondern um eine eigenartige, von allem Bisherigen durchaus abweichende Arbeit, und die liegt in der Tat in Engels ^Entwelschung" vor uns. Dieses Buch ist insofern das vollständigste Verdeutschungswörterbuch, als es die tatsächlich in Wissenschaft- lkchen Werken, Zeitungen, Reden häufig vorkommenden Fremdwörter und fremdsvrachlichen Redensarten ohne Ausnahme ent- ^ nur öie seltenen Fachwörter der Sonderwissenschaften ausscheidet. Sodann bietet Engels „Entwelschung" die sehr will- kommene geschichtliche Belehrung über das erste Eindringen der meistgebrauchten Fremdwörter in den allgemeinen Sprachgebrauch. Was aber den Hauptwert dieses neuen Fremdwörterbuches aus- macht, ist der überwältigende Reichtum an brauchbaren Ber- deutjchungen. Für jeden, der fortan reines Deutsch sprechen und schreiben will, wird Engels Entwelschung", die etwa 10000 Fremdwörter behandelt, ein vollkommen unentbehrliches, täglich zu ^nutzendes Hilfsbuch bilden. Um inm Leser einen Begriff ü0 " i e; m Reichtum und der Brauchbarkeit der Engelschen „Ent- welschung zu geben, setzen wir als Probe des Inhaltes das Wort „Dupreren" her: Mnv &ü P ie ? en (erst Ende 18. I., nicht bei Lessing): täuschen, vor , betrugen, hmte^ehen, hineinlegen, narren, zum Narren halten, — Narren machen, — besten haben, prellen, foppen, an- na f ~« lrre— ' ai ^^^nfeU —,fjimerS Licht—, äffen, dum. machen, etwas vormachen, -gaukeln, beschwindeln, übers Ohr hauen, nn Trüben fischen, betimpeln, übern Löffel barbieren, !!s.^ospeln, —vorteilen, meiern, lackmeiern, x für u machen, über- —wickeln, leimen, aus den Leim locken lu S? X lBauernfang) treiben (spielen), falsches (dop- hfn , P § n Sp'el treiben, ausbmden, weismachen, in den April.schicken, ^ Un1t vor machen, beschupsen, zudecken, berücken, ins .Garn “ m ?? rn o f n ' anschmieren, Streich spielen, Schabernack —, streuen, etwas aufbinden, ködern, kirren, em Bein stellen, Grube graben, Schnippchen schlagen ? vormachen, Seil um die Hörner werfen, Binde um zum besten haben, beschummeln, hochnehmen, bemogeln ra ff en ' Nase drehen, verraten u. ver- o 4 >^- te c l§) ,?ühren, Fallen legen stbeidc Skathan fr l f tt,e up i e ? (,c ^' beschnellen (Bürger), bebaumölen L stnd diese paar dürftigen, nur deutschen Ausdrucke gegen das unverständliche düpieren! Verantwortlich: Albin Klein in Gasten. zu mit Schloß und Sicherheitskettchen Mk. 12.— portofrei. Voreinsendung oder Nachnahme. ..Das beliebteste Schmuckstück unserer Zeit". ä A"!. vergoldet, Eichenlaub silb.-oxid, Eis. Kr. ff. Emaille Reichhaltige Auswahl in „zeitgemäßem Schmuck"-Armreise, Broschen, Anhänger Ringe usw., seine, gediegene Ausführungen, bill. Preise. Wenn Bedarf, verlangen Sie Musterblätter. ^ ' ttarl Schönsger, ft f a f e % 4 Pforzheim. Baden. 3iir Wicdcrverkäufer und Grostverbranchcr. Kautabak = behördlich eingeführte Auslandsware. Mk. 45.— per franko. Verpack, frei. Versand nicht unter 4 Kilo gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. m. vublon $ eo., mm. Großhandlung in Tabakfabrikate» ». Rancherartikel. 1000000 Irntnrr bester Qualität können noch in diesem nahrungs,nangelnden Jahre mehr geerntet werden, wenn jeder sofort seine unfruchtbaren Obst bäume mit meiner patentamtlich gemeldeten leicht anzubringenden ^ruchtpatrone versieht. Preis 3 Mk. Nachir Falls nicht wirksam bei gesunden zu stark inS Holz treibenden Kernobsibäu- mc.l zahle den Betrag z irück. Behörden, eingetragenen Vereinen und Genossenschaften liefere auf Ziel. j I Hennes, Kräuterhaus, Köln, Blanbach 34 . 'Rechnungsformulare ä 25 Stück geheftet in Umschlag V- Bogen Kanzlei 25 Stück 75 Pfg. I* n ,, 25 GO 25 40 vorrätig in der Druckerei Klein, Tel. 362 Südanlage 21 Tel. 362 OIOlOlOTOTOIb OIOIQKT © sei es Ankauf oder Verkauf, Geschäftsreklame oder allgemeine Anzeigen, dann bedienen Sie sich der ,,Giessener Zeitung“. — Bei Wiederholungen Rabatt. — Machen Sieeinen Versuch Es ist zu Ihrem Vorteil :: ffelöskr-Zm bester Strohersatz für Sircuzwecke, erd- ii. wurzel- freie handelsübliche Ware, empf. jedes Quannun waggonweise. M. tfsrcb. Ncu-Ifcnburg, Telefon 278. Is StLstjftzÜSsN fort. i. 40 g. Schachteln zu M. 1P5 Siegsilack braun, gute Qualität, Mk. 6, schwarz Mk. 8,50 p. Pfund noch abzugeb. M. Linick, Gelnhausen. Reiscrvcsen liefert zu 50 Pfg. d. Stück, im Waggon v. ca. 5000 Stück zu 48 Pfg. ab Stnt. Siegen Fritz Lcicnbach Siegen i. Wests. Eiserne gehältsr jede Form u. Ausführg. liefern als Spezialität SabeU Scheurer G. m bJ. Obernrsel bei Frankfurt am Main. Weiizesi- Mi MastlirasclliisssF Kittlose frübbeei-fenlier D. R. G. M. aus Kiefer- und Eichenholz, jedes Ouantum sofort lieferbar. Südd. Dachfenstcrfabrik Inh. Karl Bilz, Landau, Pfalz. Für 20. April wird - tüchtige - Köchin für größeres Erholungsheim (120 Personen) gesucht. Selbständige, gilt kochende Bewerberinnen, die mit den jetzigen Kriegsverhältnissen bestens vertraut, wollen sich mit Zeugnisabschrift., Bild und Gehaltsansprüchen bald melden. Für den gleichen Betrieb werden auch einige kräftige Mädchen für Küche, Spülküche und Haus zum gleichen Termin gesucht. Erilst-Aldlvig Heim Bad Salzhauscn. Oberhessen. Ziprellen Verkaufs-Angebot nur an Selbstverbraucher 1 a O.nalitätsmarken aus reinem Tabak 1000 Stück Mk. 76.-, 80—, 100.—, 120-, 150.— Versand Nachnahmen Guttmann, Eharlottenburg P 31 . Potsdamerstr. 12 . Tüchtiges, zuverlässiges Alle in Mädchen od. eins, arbcitsfreudigc Stütze für Villenhaushalt (3 Pers.) sof. oder später gesucht. Angebote mit Zeugnissen ev. Bild an Fran Dr. Mollet, Tiegen, i. W. „Päirie ‘ Ersatisohlen liegen Nässe vollständig prägniert. für Damen Mk. 3.35 u. 3.65 für Herren Mk. 3.35 u. 4.75 n. Eeipnitz, Corgaua.e. Leichte Anleit. z. Anbau Berarb. u. Beizen der Tabalpflanze z. Rauchtabak 70 Pfg. Samen, Prise 1 Mk. Doppelpr. 1,50 Mk. „G" Verlag Rösrath (Rhld.) sowie A rbei 4 e r gesucht. Schuiik & Ebe, Fulda. SGhf*®iM©r für Flugzeugbau sofort gesucht. Ludwig ßJter, Darmstmdt, Kirschen-Allee 12. ... VI Zigarreliles 100 St. 6,2 Berk, zu 52 = 5,20 300 8,8 Verk. zu 73 = 21,90 300 „ 10 Verk. zu 90 _ egy _ 200 „ 12 Verk. zu 107 = 21,40 100 „ 15 Berk, zu 130 = 13 - 1000 zusammen 88,50 Versand Nachnahme. Guttmann Sc Ehrlich Berlin O. 17/31. Ii Durch ' grösste Raumausnutzung wird meist Brief ersetzt, daher grosse Porto Ersparnis beim Gebrauch der L(xepoka“| Schreibmaschinen- Postkarte mit anh. Durchschlagblatt Regist rat. Schutzstreifen und vorgeritzter und umlegbarer gummierter Adressklappe Ideale Einzelform Keine Streifen! Keine Bogen! D. R. G. M. u. D. R. W. Z. 1000 fach eingeführt bei Staats- u. Privatbetrieben. Bern. Werbeschrift unverb. Otto Schob, Germanie-Druckerei Berlin SW. 48. Friedrichstrasse 233. J Briefkassetten mit eingedruckten Namen billigst bei Albin Klein. nach Bad naubeim gesucht per sofort oder 1. April eine einfache Stütze oder Mädchen, das bürgerlich kochen kann und etwas Hausarbeit übernimmt. Hausmädchen vvrhanden. Fester Lohn u. Trinkgelder. Frau Sanitätsrat Tr. Hirsch, Zeppelinstraße 5, Tel. 860, Bad Nauheim. Birke zzreisigbcse« aus gutem Reisig, Probepack 12 Stck. 10 Mk. 100 Stck. 1 80 Mk. Nachnahme empfiehlt bei reeller Bedienung. Peter Wiesner, Groß-Umstadt. Parallel-SchraubslScke prompt ab Lager mit 120 und 140 mm Backenbreite, liefert Landhaus Anwesen fmit vorhandener Wasser- und Dampfkraft im Taunus geleg., 10 Zim., groß. Obst- u. Gemüsegart., Ackerland, Wiesen usw. Letzter Obstertrag: 20 Ztr. Aepfel, 10 Ztr. Pflaumen. 3 Zentner Birnen, viele Erd-. Johannis- und Stachelbeeren, Strecke Wiesbaden - Limburg, Größe ca. 6 Morgen, zu verkaufen. Gefällige Anfrage an B. Büchcl, Cöln-Bickcndorf, Takustraße 23. Wunderpakete, 2,20 Pf.-Berk. Holzfpiclwar., Sohlenschoncr off billigst Will). Winkler, Chemnitz, Amalienstr. 70. Zigsrretteu 100 Stück Id--- Mk. 5,^0 300 „ 1 e = „ 22,80 200 „ 1 f = „ 19,- 100 „ 1 f = „ 11,— 100 „ 1 f = „ 12^0 800 Stück zusam. Mk. 71,10 (kein Hohlmundstück) Versand Nachnahme. Zigarrcttcngrosthandlnng G^org Hettinge-, Tarmstadt, Louiscnstr. 11 . i ca National mit und ohne Scheckwerfer zu kaufen gestrcht. Nummer und Preis unter I. N. 8000 an die Exp. d. B. bei guter Behandlung sofort ge^ sucht. Frau Marie Ulrich, Cronbcrg i. Taunus bei Frankfurt a. M., Villa Anna. I. Suchen Sie einen lohn. jieben-VsrSien 5 t dann verlangen Sic kostenlos Prospekt von W. Oberweier, Witten- Ruhr. Hohenstein 1 a. I Die besten Psassavci» Ersatz- Besen liefert grosse Posten prompt F- Sommer, Köln Rh- Hfumgrkt 58 .F 0 rn?p 83707 Verlangen Sie Offerte. Vertreter gesucht.