Gietzener Zeitung Bezugspreis 60 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeitung", Gießen. Expedition: $üi>anlage 21 . Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt komnu bei Ueberschreitung desZahlungL- zieles (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbindlichkeit. Druck der Gießencr Verlagödruckerei, Albiu Klein. Nr. 32. Telephon Nr. 302. Dienstag. t> n 9. April 1918. £ e l e v t) o n ’Jit. !ti2. 31. Jahrg. Jlmtlicbe deutfcbe Cagesbericbte. Die Beute eines U-Bootes. Berlin, 5 April. Eines unfeiec Unterseeboote Hot unter der bewährten Führung des Oberleutnants zur See Lohs den feindlichen Transportvelkrhc zwischen Frankreich und England durch Vernichtung von 6 Dam- pfern und 2 Scglcrn mit zusanimen 22000 Br.-Reg. To. geschädigt. Die Meh zahl der Dampfer wurde im östlichen Teil des Aermeikanols velsenkt. Es ist anzunehmen, daß ihre Ladung vorwiegend aus wertvollem Kriegsmaterial bestand. Unter den Schiff n waren 3 große Dampfer Von 4—6000 Tonnen namentlich festgestellt Worden, der englische Tankdampfer „Scanoya" (5203 To), und die französi'chen Segler „Arvoc" und „Anna Dvonne". Der Chef des Admiralstabes der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 6. April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: L rtliche Unten.rhmungen bei Bucquoy und südlich von .Yubulerne brachten Gefangene mit zahlreichen Maschinengewchren ein. Ein englischer Vorstoß auf Pusieux scheitelte. — Auf dem Westufer der Anrre erweiterten wir im Angriff unsere Blückcnkopfstellung beiderseits von Albert. — Südlich der Somme lebhafte Feuerkämpfe und kleinere erfolgreiche Jnfanierieaefechte. Eistnbahnanlagen bei Amiens wurden beschossen. — Französische Angriffe in breiten Abschnitten zwischen Moreuil und Monldidiec versuchten uns den Gewinn des 4. April zu entreißen; sie brachen unter den schwec- *5” u ^ en Zusammen. Montdidiec lag unter französischem Feuer. — Vor Verdun nahm die Kampftätigkeit der Artillerien an Stärke zu. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. BecUn, 6 April, abends Von dcm Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme nichts Neues. Französische Angriffe auf dem Westufer der Avre scheiterten. — Süd. lich der Otse sind wir in die feindliche Stellung bet Amtgny cingedrungen. Mehr an Amiens heran. Die Linie Brchancourt-Antreville erreicht. Pierremande und Folebray wurden genommen. wtb. 1918. Großes Hauptquartier, 7. April ' Westlicher Kriegsschauplatz: An der Schlachtfront entwickelten sich am Nachmittag heftige Feueikämpfe, denen starke englische und französische Angriffe an der Arcre und Avre folgten. >zn dichten Massen vorstürmende englische Neg mentex brachen nördlich von Beaumont-Hamel und vor unferec Bruckenkopfstellung beiderseits von Albert zusammen, südlich von Villcr-Bretonneux kamen bereit gestellte ^turmtruppen d.s Frindes in unserem Feuer nicht zur Entwicklung. — Von anderen Flonten neu herangeführte französische Div sionen stürmten auf dem Westufer der Avre zwischen Eastel und Mailly, östlich von Thery, bet Eantiguy und fünfmal bei Mesnil vergeblich an. Unter schwersten Verlusten sind ihre Angriffe vielfach nach erbitterten Nahkämpfen gescheitert. Truppen der Armee des Generals v. Boehn griffen gestern früh die feindlichen Stellungen auf dem Südufer der Oise bei Amigny an. Während sich Teile den Uebecgang über öen brüten, stark versumpften Oiie Abschnitt erzwangen und die Vorstädte von Chauny erstürmten, nahmen andere Truppen im Angriffe von Osten her die starken feindlichen Stellungen ber Amigny und im Nordostteile des Waldes von Concy Wir erreichten die Linie Bichancouct-Autreville am Nordrand von Barisis Durch das überwältigende Feuer unserer Artillerie und Minenwerfer erlitt der Franzose hohe blutige Verluste. Bisher wurden mehr als 1400 Gefangene eingebracht. Zur Vergeltung für die anhaltende Beschießung unserer Unterkünfte in Laon wurde die Beschießung von Reims so tgcsitzt. Auf dem Westufer der Maas brachte ein Ec> kundungsvorstoß bei Beumont 70 Gefangene und 10 Maschinengewehre ein. Im Luflkampfe wurden gestern 18 feindliche Flug- zeuge abgeschossen. Rittmeister Freiherr v. Richt- hofen errang seinen 76., Leutnant Udet seinen 24. Luftfteg. Mazedonische Front: Im Vorfeldkampfe am Wardac- und Doiransee wurden einige Griechen, Franzosen und Engländer ge- f ngen. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalqua.ltcrmeister: Ludendorff. * Berlin. 7. April, abends. Auf dem Südufer der Offe brachte die Wirkung unseres Angriffs neue Eefolge. Pierremande und Folebray wurden genommen » iross rönnen wfenRt. 23 e r 11 n, 7. April. Neue U Bootecfolge im Sperr- gebi t um England i 8000 iBruttoregiftertonncn. Ulli ec öcn Schiffen befand sich der englische bew-ffnete, sta k gesicherte Dampfer „Boorara", 6570 Br. R,-T., der einen Pfeedetransport nach Frankreich an Boid harte, feiner ein durch 2 Zerstörer gesicherter, ebenfalls bewaffneter Tankdampfec. Leide Schiffe wurden im östlichen Teste des Aermelkanals versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 8. April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme blieb die Gefechtstätigkeit auf Altillerirkämpfe beschränkt. Teiiangriffe der Engländer im Walde von Hangacd, der Franzosen bet Grivesnes scheiterten unter schweren Verlusten. Auf dem Süduflr der Otse zwangen unsere Erfolge vom 6. April den Feind noch in der Nacht vom 6. zum 7. Teile seiner Stellungen zwischen Btcharrourt und Aacisis zu räumen Gestern führten wir unsere An- griffe fort und warfen den Feind nach Einnahme von Pürremande und Folebray auf das westliche User der Ayette zurück Von Bichancourt an der Oise entlang zurückgevende feindliche Kolonnen wurden vom Nordufer des Flusses von unserem Maschinengewehrfeuec flankierend gefaßt und unter den schwersten Verlusten zusammengeschossen. Die am Ostrande des Waldes von Ooucy und über Barisis vorstoßenden Truppen erstürm- len den Becgklotz nordöstlich von Folebray und drangen bis Verneuil vor. Die Zahl der eingebcachlen Gefangenen hat sich auf mehr als 2000 erhöht. Vor Verdun am Abend auflebendec Feuerkampf. 77. Nittmeistec Freiherr von Richthoscn errang seinen und 78, Leutnant Wenkhoff seinen 23. Luftsieg. » Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeistcr: Ludenoocff. Berlin, 8. April, abends. In Fortführung unseres Angriffes auf dem Südufer der Otse warfen wir den Feind aus seinen starken Stellungen auf den Höhen östlich von Coucy'le-Chateau. ver Mittelstand und der friede. ES will dem natürlichen Sinne des Volkes nicht einleuchten, daß es die ungeheuer schweren Opfer des Krieges allein tragen soll, ohne die Feinde, die es in dem Krieg gestürzt haben, zu deren Wiedergutmachung heranzuziehen. Die Forderung, daß wir im künftigen Frieden eine Entschädigung für den Schaden verlangen müssen, hat mit Eroberungspolitik. Gewaltpolitik und dergleichen Schlagwöctcrn ganz und gar nichts zu tun. Dos deutsche Volk will die Flucht des Sieges. Ja cs steht ihm nicht einmal die Wahl frei, ob es in einem näher zu bestimmenden Umfange d'.e Feinde zur Tragung der Kriegslasten mit hecanzuzsthen soll oder nicht. Der Abgeordnete Held, Vorsitzender der Bayrisch n Zentrums- fraklion, hat am 16. März unter anhaltendem Beifall der bayerischen Kammer mit vollem Recht folgendes angeführt: „Sollen wir nun am Schluffe als Sieger d e ungeheure Schuldenlast tragen? Kein Fianzose und kein Engländer wäre in unserer Lage so sentimental veranlagt. Wir müssen deshalb die Forderung einer Entschädigung, sei es in bar oder in Bodenschätzen, erheben". Ja, wir müssen. Und wenn sich auch die Zahlen über den Wideraufbau unseres Wirtschaftslebens heute noch nicht genau feststcllen lassen, das eine ist sicher und gewiß, daß sie ganz un- geheuer hoch sein werden. Unter allen Ständen hat der d eu t sch e Mi t t e l st a n d und in ihm der deutsche Handwerkerstand am allecschwersten gelitten. Es ist eine selbstverständliche Pflicht der Selbstcrhaltung, den zusammengebrochenen Handwerkerstand wieder aufzurichtcn. Es ist eine Ehrenpflicht, genau so wie die Fürsorgepfltch: für die hcimkehrenden Krieger und sür die Kriegsbeschädigten. Die letzte Stunde tes deutschen Handwerks hat noch lange nicht geschlagen, wie manche Befürwöcter der unaufhaltsamen Industrialisierung unserer Wirtschaft wähnen, sondern ganz im Gegenteil, das Bolkswohl bat in einem gesunden lebenskräftigen Handwerks-Mittelstand einen seiner zuverlässigsten und politisch wie sittlich stärksten Burgen. Wie wollen wir aber dem Handwerkerstand wirklich erfolgreich unter die Arme greifen, wenn uns die Mittel dazu fehlen? Mit halben Maßregeln ist da nichts getan, und Schemmaßregeln können nur verwirrend und verbitternd wirken. Darum muß dem Sinne des Krieges sein Recht weroen. Dieser Sinn saßt sich zusammen in die Worte: „Wir kämpfen für den Sieg." Dcr Waffensteg allein aber ist nur die Hälfte des ganzen Steges; der Fciedenschluß ift die andere Hälfte. In diesem Fciedensschluß muß sich die Sieghaftigkeit unseres Schwertes ausdrüken. Denn vom Ruhm wird ein Volk nicht satt Der deutsche Handwerkerstand, der schon vor dem Kriege nicht auf Rosen gebettet war, hat ein Recht darauf, in diesem Frieden berücksichtigt zu werden. Dergestalt, daß ihm aus den Entschädigungen, die unsere Feinde zu leisten haben, neuer Halt und neue Stärke gegeben wird. Das Zeldheer braucht dringend heu und Ztroh Landwirte helft dem Heere! Bring'Dein Geld in die Zeichne die s Achte! S6 völlig freie Rand. Köln, 6. April. Abg. Trimborn erkläite auf diM Vertrctertage der Rheinischen Zentrumspmtei: „Nach dem gütliche Fciedcnsbtmühungen zu kcin.m Ergebnis geführt haben, muß nunmehr der Sieg den Frieden bringen. Bezüglich der künftigen Fciedensveihandlungen sei fl-stgestellt, daß für sie die Zentrumöpaitei völlig freie Hand hat." Dasselbe sagte der fortschrittliche Neichstagsabge- l rdnete Dr. Ablaß in einer V-.isommlung im Wah'- freife Hirschberg Schönau. „Wir sind nicht mehr ge bunden." Damit wäe also die unpraktische Neichstags- entschließung vom 19. Julr 1917 erledigt Es war aber auch angesichts der Heldentaten unserer Truppen im Westen die höchste Zeit. „N och steht die Tat über dem Wort'" Der unerschütterliche Wille des deutschen Volkes, den Feind zum Frieden zu zwingen, ist das schönste Geburtstagsgeschenk für unseren General Ludendorff. . Zu Eudendorffs 6 eburt§lag. Der erste Generalquartiermeister, General d. Infanterie, Erich Ludendorff, vollendet heute am 9. April sein 53. Lebensjahr. Dieser Tag hat nicht mehr allein seine Bedeutung für die Familie und - den engeren Verwandtschafts- und Freundeskreis des Generals. Er ist zu einem Festtag des gesamten deutschen Volkes geworden, dessen Herzen in innigen Wünschen und tiefer Dankbarkeit dem Manne entgegenschlagen, der neben dem Generalfeldmarschall o. Hindenburg sich unbegrenztes Vertrauen und die Liebe aller Deutschen erworben hat. General Ludendorff wurde am 9. April 1865 als Sohn eines Rittergutsbesitzers in Kruszewnia bei Posen geboren, besuchte das Kadettenhaus in Ploen und wurde mit 17 Jahren Leutnant im Infanterie-Regiment 57 in Wesel. Nachdem er als Premierleutnant im 2. Seebatail- Ion auch Seereisen nach Skandinavien und England unternommen hatte, wurde er im Jahre 1890 zur Kriegsakademie kommandiert, und sodann - 30 jährig - als Hauptmann in den Großen Generalstab versetzt, dem er mit Unterbrechung bis zum Sommer 1913 angehörte. Als Ehef der Operations-Abteilung war General Ludendorff emer der führenden Offiziere im Großen Generalstab und bestand m rastloser Arbeit auf Ausbau, Organisation Bewaffnung und Ausbildung des Heeres, auf strategischen Ausbau des Eisenbahnnetzes und des Festungssystems. Unter seiner Mitarbeit entstanden, noch als Graf Sch li ef- fen Chef des Großen Generalstabes war, die operativen Pläne für die Mobilmachung und den Aufmarsch unserer Heere. Hierbei erkannte er, was unserer Rüstung fehlte und entwarf, begründete und vertrat dem Kriegsministerium gegenüber in erster Linie die großen Heeresvorlagen. ^ or ^em . Kriege war er Brigadekommandeur in Straßburg. Gleich bei Kriegsbeginn zeichnete er sich durch den vollen Einsatz seiner kraftvollen Persönlichkeit aus und erwarb sich beim Stunn auf Lüttich an der Spitze emer Brigade als Erster den Orden pour le merite. Kurz jedoch war seine Tätigkeit im Westen, denn bereits am 22. August 1914 wurde er zum Generalstabschef der an der ostpreußischen Grenze operierenden Armee des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg ernannt. Von da ab sind diese beiden großen Männer Deutschlands in gemeinsamer Arbeit vereint. Die Zustimmung und das Vertrauen des Feldmarschalls schaffen dem Wirken des fast zwanzig Jahre jüngeren Generals Ludendorff die unangreifbare Autorität. Zusammen mit unserem Hinden- burg wird der Name Ludendorff bei Tannenberg, im cm3Ug gegen Polen und im Zweijährigen Angriff auf Rußland genannt. In rascher Folge wurde General Ludendorff, der inzwischen zum Chef des Füsilierregiments 39 ernannt war zum General der Infanterie befördert und durch höchste Auszeichnungen seines Obersten Kriegsherrn und der unserer Verbündeten geehrt. * I? August 1916 Generalfeldmarschall von Hindenburg Chef des Generalstabes des Feldheeres wurde folgte ihm General Ludendorff in die neu geschaffene Stellung als Erster Generalquartiermeister. In ihr erweiterte sich seine bisherige Aufgabe auf unserem Ge- samtkriegsschauplatze und dem unserer Verbündeten. An der Durchführung des zum Sieg als notwendig erkannten Hmdenburgprogramms, das die höchste Entfaltung deutscher DEskraft fordert, ist General LudendorffTn erster Linie Die Niederzwingung Rumäniens. Italiens und Rußlands ^ n das Vertrauen gerechtfertigt, welches das deutsche Volk in General Ludendorff gesetzt hat. Nachdem oen versprengt ist. zieht sich der Krieg gegen den Hauptfeind (England - Frankreich - Amerika) zusammen Der erste Schlag hat diesen Gegner bereits ieine°?Re Dem General Ludendorff wurde in Würdigung "" >len Schlag, um die siegreiche „Große Schlacht in Frankreich" das Großkreuz des ZEN Kreuzes durch 5. M, den Kaiser oerliehen Roch aber sind die schweren Aufgaben des Ersten Gene- ralquartienneisters nicht vollendet. Die aufs höchste qe- Aufaaben^'Erengungen unserer Feinde steigern auch sekie ,^^°den ms Ungeheure. Sie verkörpern in ihm Deutsch, lands Schicksal und Zukunft. ’ ' ’ braucht um beides nicht besorgt zu sein solange ein Mann wie General Ludendorff mit an seinem Steuer steht Ein Mann, der die starken deutschen Worte geprägt hak „Uebermacht und Gefahr existieren nur für den Schwachen. Wer das Verhäng" ms sollte lieber sich selbst anklaqen/' Ein Held des Krieges, der. gestützt auf das Dertmuen des Kaisers und des Generalfeldmarschalls, für den ^Der^XtX ““J 1 U " b ! Iar 3U uns gesprochen hat: „V r Friede wIrd um so eher herbeigeführt günstiger unsere Kriegslage wird och steht die Tat über dem Wort." Hein Opfer — aber ein gutes Gefcbäft. Ist es nicht recht überflüssig, unsere Volksgenossen für die neue Kriegsanleihe begeistern zu wollen? Ich meine, wer schon eines der netten Wertpapiere der früheren Kriegsanleihen besitzt und wer schon einmal die Früchte aus den ginsabschnitten so mühelos eingeheimst hat. der brennt darauf von selbst, jeden Pfennig den er in der Zwischenzeit erspart hat oder den er sonst flüssig machen kann, wieder in gleich vorteilhafter Weise anzulegen. Er findet keine andere Gelegenheit, welche bei gleicher, Sicherheit die gleich günstigen Bedingungen gewährt, ffiet ofei niif]l begreift, daß es ein gutes Geschäft ist, 98 Mark hinzulegen und dafür eine Schuld- veifchrelbung über 100 Mark zu erhalten und noch dazu S. ,i rk f 3ms jährlich, der ist so vernagelt, daß ihn die schönsten Reden und Zeitungsartikel nicht überzeugen können, oder er ist so m i ß t r a u i s ch , daß er wahrlich zu bemitleiden ist. Mißtrauisch - auf was? Auf den endlichen öieg Deutschlands? Auch wenn wir keine unmittel baren Land-, Geld- und wirschaftlichen Erfolge erzielen würden, wäre der Sieg Deutschlands doch so groß gegenüber dem Vernichtungswillen einer ganzen Welt wie ihn noch nie ein Volk auf Erden errungen hat Aber die wirtschaftlichen Erfolge im Osten für die Zukunft sind unbestreitbar. Das ist ja der tiefste Grund weshalb unsere Feinde noch nicht nachgeben wollen. Sie sehen, daß wir auch ohne Kriegsentschädigung und Land gewinn unser Ansehen und unsere wirtschaftliche Entwicke lung für die Zukunft nach dem Osten hin bereits ae- stchert haben Mißtrauisch - aufwas?Auf dieSicherheit dieser Kriegsanleihen ? Derselbe Name, der auf den zinslosen 20) und 100 Mark-Scheinen steht, ist auch den gut verzinslichen Wertpapieren der Kriegsanleihen ausgedruckt. Hinter ihnen steht das deutsche Volk mit seiner gewaltigen wirtschaftlichen und finanziellen Kraft, schützend vor ihnen unser siegreiches Heer. Daß wir unerschüttert wirtschaftlich und militärisch aus diesem Ringen hervorgehen werden, daführ werden unsere Feldgrauen sorgen, wenn wir die notwendigen Mittel aufbrmgen für ihren Unterhalt und für ihre Bewaffnung und Ausrüstung. Damit sind aber auch unsere Wertpapiere und alle unsere früheren Kriegsanleihen gesichert. Darum - wer ein kluger Geschäftsmann ist, zeichnet -- zeichnet möglichst viel. Es ist die beste Anlage für das jetzt flüssige Geld, ist zugleich die beste Sicherung für früher gezeichnete Anleihen. Liborius Gerstenberger M. d. R. u. bayer. Landtags. fie °°rkeimen. düngen nnd be- arbe ten soll, welche Sorten als besonders ertragreich zu wählen sind. darüber ist sich mancher noch nicht völlig ' or, denn nn Frieden war der Frühkartoffelbau nur auf bestmmte Gebiete beschränkt. Um so wertvollerXrd für viele das >n neuer Bearbeitung erschienene F l u a- b I a t t der Gestllschaft zur Förderung des Baues und der wirtschaftlich zweckmäßigen Verwendung der KarMf- X Anbau von Frühkartoffeln" sein, das von dem DroX? m Deutschen Kart°ffelku,turstati°m f rr r ' ^.^ en ^ re ^ er / Berlin, zusammengestellt ’J! alles Wissenswerte über Sortenwabl Dünauna Vorkeimung. Bestellung und Ernte enthält Als Eraän' scbrllt ^binr vvd über den Nahmen der genannten Fckg- bau unT m ^ mb ’ b ^ anöe I f das Flugblatt .An- bau und Dungung der Kartoffel während des menaesiellt^^t ^erlach-Bromberg zusam- s « "Och besonders die Maßnahmen die un?d7re?Be^bö^tb ganz besondere Bedeutung sind e ? Beobachtung eure wesentlicheGewichr sür eine [e ™ te Espncht. Beide Flugblätter bringen t l?r 5e \ K vnd Lehrreiches, daß ihr Bezug jedem Kartoffelbauenden dringend empfohlen werden kann (Sie i^Ver!in°S M ® e ^ äfts * teUe ber genannten Gesellschaft in Berlin b. 20.11, Vernburger Strohe 1516 nhnpnpW per '-preis der Flugblätter beträgt zusammen h\fo ' bei größeren Bestellungen erhebliche Preisermäßigung.) Zur bevorstehenden ffanoffelbesiellung. Bereits auf dem Zweiten deutschen Kartoffeltaq während der landwirtschaftlichen Woche zu Berlin ist von berufener Seite mit beherzigenden Worten darauf hingewiesen worden, wie es für jedermann Ehrenpflicht ist, alles zu tun, um möglichst in diesem Jahre eine reichliche Kartoffelernte zu erzielen trotz aller Schwierigkeiten, die einer ordnungsgemäßen Bestellung entgegenstehen. Stickstoff und Phosphorsäure fehlen wohl überall,- Kali und Kainit treffen spät oder gar nicht ein. Der Stattdung ist bei weitem nicht so vollwertig wie in Friedensjahren, menschliche und tierische Arbeitskräfte fehlen vielerorts und sind teilweise nicht so leistungsfähig wie sonst. Aber alle diese Schwierigkeiten, so schwer eine jede für sich schon wiegen möge, müssen hinter dem einen großen Gedanken zurücktreten: wir alle, ob Großgrundbesitzer, ob Bauer, ob Schrebergärtner, wir müssen zu unserem Teil, nach unseren besten Kräften darauf hinarbeiten, daß die Kartoffelernte 1918 nicht nur befriedigend, nein, daß sie noch auf einer erweiterten Anbaufläche größer wird als im vergangenen Jahre. Was durch Mangel an Material auf der einen Seite gefehlt wird, das muß doppelte Sorgfalt, vermehrte Bedachtsam- keit auf der anderen wieder gut machen. Ebenso wichtig wie eine reichliche ist aber eine zeitige Ernte, denn wir müssen m ö g l i ch st bald neue Speise- kartoffeln auf den Markt bekommen. Wie man aber Zur MiMskung vor Erzeugerorganilaiionen bei der Erfassung landivirifcbafilicher Erreugnllse O >^.^?orschläge des Kriegsausschusses der deutschen Landwirtschaft zur besseren Erfassung ' der landwirtschaftlichen Erzeugnisse unter Mitwirkungen von Erzeuger- orgamsalion^n sind im Kriegsernährungsamt sowohl mit den Vertretern der landwirtschaftlichen Genossen- sthaften wie namhaften Vertretern des Handels, dem Vorstände des Kriegsernährungsamts und dem Ernahrungsbeirat des Reichstages eingehend besprochen worden. Hierbei ist völlige Uebereinstimmung aller Beteiligten darüber festgestellt worden, daß mit diesen Vor- schlag^n weder eine systematische Umstellung der Kriegs- wirtschaft allem auf genossenschaftliche Leistungen, noch des innerhalb der Kriegswirtschaft beschäftigten Handels durchgeführt werden soll. Die Vertreter der Genossenschaften haben nur angeregt, die unmittelbare geschäftliche Betätigung der behördlichen stellen mehr wie bisher privatrechtlichen Geschäftsstellen zu übertragen, für die sie die praktische Mitarbeit der organisierten Landwirtschaft imIUnterbau der Ernährungsorganisation angeboten haben. Dies bedeutet keine Aen- derung darin, daß Kommunalverbände und Gemeinden in ihrer behördlichen Organisation für alle Verwaltungs- aufgaben und für die volle Erfassung zuständig und verantwortlich bleiben und daß private Geschäftsstellen nur unter ihrer Aufsicht rein kaufmännische Arbeiten erledigen können. Dies bedeutet ferner, daß der Handel ebenso wie bisher in voller Parität mit den Genossenschaften zu diesen Aufgaben heranzuziehen ist. Das Kriegsernährungsamt hat demgemäß den Bundesregierungen empfohlen, unter diesen Voraussetzungen die Durchführung der kaufmännischen Geschäfte in den Kommunalverbänden und Gemeinden bei der Erfassung der landwirtschaftlichen Produkte grundsätzlich sachkundigen Geschäftsstellen zu übertragen, die in Form privatrechtlicher Gründung aus den Kreisen der Genossenschaften und des Handels, oder aus beiden Gruppen nebeneinander, gebildet werden und damit rein bureaukratischen Handel ersetzen sollen. Dies gilt vorbehaltlich aller bestehenden Bestimmungen, insbesondere der Vorschriften der Reichsgetreideordnung über selbstliefernde Kommunalverbände, und wird für die geschäftliche Abwicklung der Erfassung beschlagnahmtere Dmge durch Kommissionäre und die Sammlung ablieferungspflichtiger Waren durch selbständige kaufmännische Geschäftsstellen möglich sein, wie dies mit Erfolg schon vielfach im Reiche üblich-ist? Siadf und taud. Entlassung der 1869er Das ..Armee-Veroid- nungsblutt veröffentlicht einen knegHm'uisleri. llen Erlaß, wonach bis zum30. April spätestens! du 1869 (uborenen, auf Grund der Landsrurmaufrufe zu den Fahnen nnbe- ruftnen Landsturmleute zu entlassen sind, sofern sie nicht freiwillig im Dienste bleiben wollen. Dement' sprechend ist von der Einberufung solcher tn Zukunft abzusehen. Mitten oberhefstschen Gemeindetag veranstaltete die hessische Landesvereinigunq des „Deutschen Evangelischen Gemeindetags" Montag, den 8. April, nachmittags 2 1 / a Uhr, in der, Burgktrche zu Friedberg. Gegenstand der Verbandlungen war die Frage : „Wie gewinnen wir die Mä n n e r für das kirchliche Gemeinde leben a) in der Stadt, b) auf dem Lande?" Elftere Frage hat Pfarrer Pa bst-Worms, letztere Pfarrer Mahr-Gießen behandelt. Da zu diesem Gemeindetage aste Kirchenvorstände Oberhessens eingeladen werden, deren Vertreter hier ihre E iahrungen und Vorschläge austauschten. waren es für unsere hessische Kirche bedeutungsvolle Verhandlungen. Auch dieFragen der Neuorientierung des kirchlichen Gemeinde- lcbens wurden besprochen, da das kirchliche Leben, wenn die Männer dafür gewonnen werden sollen, so gestaltet werden muß, daß es auch den Bedürfnissen der Männer entspricht, deren Frömmigkeit, sobald sie erweckt ist, noch mehr, als dies bei den Frauen der Fall ist, auf praktische Betätigung und aktive Mitarbeit gerichtet ist. Wer es irgend ermöglichen konnte nahm auch an dem um 8 Uhr staltsinden- den Gemeindeabend teil. an dem außer mehreren Ansprachen auch ein Vortrag des Direktors unsres Predigerseminars Geh. Kirchenrat 0. Schoell dargeboten wurde über „Die Bedeutung der Kirche für die innere Einigung unsres Volks". * Gießen, 5 April. Der außerordentliche Professor Dr. Christian Rauch, zurzeit im Felde, erhielt die Rote-Krcuzmcdaille 2 Klasse und das Win lu-mb.rgische Charlottenkceuz. Fer.i«r nerl eh ihm der Kaiser sein Bildnis mit eigenhändigem Namensznge und Datum. * Groß-Gerau E n gutes Gefräst mochte d e Konservenfabrik „Helvetia" ron hier im Jahre 1917 Bet einem Aktienkapital von insgesamt fünf M.llioncn Mark wu de ein Reingewinn von 974 682 Mark, also nahezu 20 Piozent, erziehlt. Der im Jahre 19lt> erzielte Reingewinn betrug 521448 Mark. Für das Jahr 1917 sollen 14 Proz Dividende ausgeschüttct werden. Die Reserven sind bereits auf 1 060000 Mark angewachsen. Daß die Fabrik, die das größte derartige Unternehmen in Hessen darstellt, noch über riesige Vorräte verfügt, ist daraus zu erlehen, daß noch fertige und halbseitige Fabrikate im Gesamtwert von 6 130000 Mark vorhanden sind. Nicht was, - nein, wem man gibt, das ehrt die Gabe Haltet Eure Heimat in Ehren und zeichnet die 8. Kriegsanleihe! Ciferarifcbes Die politischen Grundlagen des Deutschen Reiches. > Demokratie und Freiheit bei unseren westlichen Gegnern und bei uns.) Bortrag von Professor A. Bauser, Nagold. Preis 60 Pfg- — Verlag von I. F. Steinkopf, Stuttgart. Bauser will zeigen, das; Demokratie als Staatsform bei einem modernen Grohstaat ausgeschlossen, als staatliches Prinzip dagegen neben den gleichberechtigten monarchischen und aristokratischen Prinzipien ein notwendiges Ergebnis der politischen Entwicklung ist. Historisch politische Jahresübcrsicht für 1917. Von Gottlob Egelhaaf. Geheftet Mk. 4.—, gebunden Mk. 5.—. - Carl Krabbe Verlag Erich Gutzmann in Stuttgart. — Dieses kleine Jahrbuch, welches jetzt in seinem .0. Jahrgang vorliegt, hat sich als ein überaus brauchbares Hilfsmittel zur Orientierung in der ntterneuesten Geschichte bewährt. Der vorliegende Jahrgang ist besonders auch dadurch wertvoll, dich er eine zusammenhängende Schilderung des Verlaufs des Weltkrieges im Jahr 1617 bietet. Den Schluß des Buches bilden wie immer eine Anzahl für die Zeitgeschichte wichtige Dokumente. Jedem Zeitungsleser, dem die tägliche Zeitnngslektüre mehr als nur Zerstreuung ist, leistet das kleine Jahrbuch nützliche Dienste. Veiantwmlltch: Albin Klein in Gegen. B o l k s b a 5 kann ttohlenschlacke abgtfaheren werden BekanrinraMung. vom April IM an wird bei Benutzung von Schnellzügen anstelle der bisherigen Ergänzungsgebühr in Höhe vom 100 vom Hundert des tarifmäßigen Fahrpreises die Ergänziingsgebützr NI der Weise erhoben, daß a) Zn einer Schnellzngfahrkarte im Preise bis einschl. 5,30 Mk. (für Kinder 2,65 Mk.) eine besondere Ergänzungskarte zu 3,00 Mk. (für Kinder 1,50 Mk.) b) bei höheren Schnellzngfahrpreisen: an Reisende in 1. Klasse zu einer Schnellzugfahrkarte 1. Klasse noch eine solche 2 Klasse, an Reisende in 2. Klasse anstelle einer Schnellzngfahrkarte 2 Klasse eine solche 1. Klasse, an Reisende in 3. Klasse anstelle einer Schnell zugfahrkarte 3. Klasse eine solche 2. 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So sind unter vielen anderen mit Beiträgen vertreten: Busch, Irojan, Seidel, Liliencron, Rideamus, Presber, Ettlinger, Hochstetter, Moszkowski, Stettenheino, Gumppenberg Bormann, Ernst, Thoma, Bierbaum, Falke, Fulda, Blumenthal, Dehmel, A. de Nora, Wolff. Den Dichtern des Humors gesellten sich die bedeutendsten Zeichenkünstler bei die den heiteren Inhalt mit lustigen Bildern begleiten. Unter den Humoristen des Stiftes sind vertreten: Grüner, Praetorius, Scheu rieh, Krotowski, Hayduck, Haase Schraidhammer, Wilke usw. So ist dieses Buch in Wahrheit eine »Fidele Kommode«, die in keinem deutschen Hause, wo Sinn für Humor, Scherz, und Witz lebendig ist, fehlen sollte. Wer sich in dieser ernsten Zeit durch ein gesundes Lachen erholen will, der greife ip die »Fidele Kommode«, die nicht nur als erheiternde Lektüre frohe Stunde bereitet, sondern auch als Vortragsmaterial unvergängliche Bedeutung hat. * Bestellschein 50 ——— 400 Jahre deutscher jtamordichtung 528 Seiten in mehrfarbigem Druck mit über 600 ein-u. mehrfarbigen Bildern u. 16 Kunstblättern. Zu beziehen durch Akademische Buchhandlung R. jtiax fippotö, Icipzig Gegen bequeme 1 / i jährliche Teilzahlungen. ^jährlich nur Mk. 5 — Ich bestelle hiermit hei der Akadem. Buohhandl R. Max Lippold in Leipzig. Königsstrasse 37. Oie fidele Kommode JI. £0. zahlb. vierteljährl. 5 M. ab Lieferung. Erfüllungsort Leipzig. Postscheckkonto 50728. Ort u. Strasse : .. Name u. Stand: .. J Am 22. März 1918 fiel in der Angriffsschlacht der Oberarzt d. Reserve und Bataillons-Arzt fjUS?4iV Schmidt ans Ranxsdork, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, des Hessischen Militär-Sanitäts- Kreuzes, des Grossherzgl. Hessischen Kriegs-Ehrenzeichen in Eisen und des Mecklenburgischen Militär-Verdienstkreuzes 2. Klasse. Seine Aufgabe, die Wunden zu heilen, hat er stets in grösster Hingebung und mit hervorragendem Geschick erfüllt. Seine liebenswürdige Persönlichkeit hat ihn zum Freunde und guten Kameraden aller gemacht. Tief trauernd steht das Regiment an der Bahre des Gefallenen, dem ein treues Andenken für alle Zeiten in der Geschichte des Regiments gesichert ist. Im Namen des Offizierkorps des Inf.-Regts. 452 von Klüfer, Major und Regimentskommandeur. Die besten Piassavct- Ersatz- Besen liefert grosse Posten prompt f. Sommer, Köln Rh- Heumarkt 58. Fernsp. B 3707 Verlangen Sie Offerte. Vertreter gesucht. la Stahlfedern fort. i. 40 g. Schachteln zu M. 1,85 Siegellack braun, gute Qualität, Mk. 6, schwarz Mk. 3,50 p. Pfund noch abzugeb. M. Linick, Gelnhausen. Reiserbessn liefert zu 50 Pfg. d. Stück, Waggon v. ca. 5000 Stück 48 Pfg. ab Etat. Siegen Fritz Lcicnbach Siegen i. 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