Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zwcig- auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und SamstagS. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießen-r Zeitung", Gießen. Expedition: Züdanlage 21. Knzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Geivicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrettung deSZahlungt- ziele- (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei SronkurS in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Berlagödruckerei, Albin Klei«. AI Telephon Nr. 362. Samstag, dm 6. April 1918. Telephon Nr. 362. 31. Jahrg. Born 21. —31. März 9NNNH GefKNgeRe gemacht und 139V Geschütze erobert. Hmtlicbe deutfcbe Cagesbericbse. 25,000 rönnen! Berlin, 3. Apxil. Im westlichen Mittelmeec versenkten unsere U-Boote 7 Dampfer und 13 Segler von zusammen mindestens 25,000 Bcuitocegister- tonnen. — Unter den versenkten Dampfern, die gesichert und bewaffnet waren, befanden stch der englische Dampfer „Glan Macdougaü" (4710 Bruttocegiftertonnen), der italienische Dampfer „Bengast" (1743 Bruttoregifter- tonnen), sowie der italienische Bewacher „Utrecht" (1337 Bruttocegiftertonnen). Die Segler hatten Schwefel, Phosphat, Erz und Kohle geladen. — Am 21. März beschoß ein U-Boot die befestigte und für den italienischen TcanSportverkehc wichtige^Hafenstadt Civitvecchia mit beobachteter Bcandwtrkung. Der Chef des Admiralstabes der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 4. April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An der Schlachtfront lebte die Gefechtstätigkeit füd- lich von der Somme auf. Uebecraschend und nach starker Artillerievorbereitung versuchte der Feind am frühen Morgen und am Nachmittage viermal vergeblich die ihm entrissenen Höhen südwestlich von Moreuil wieder zu gewinnen. Unter schweren Verlusten brachen seine Angriffe zusammen. — Vor Verdun und im Parroy- Walde vielfach lebhafter Feuerkampf. Osten: Im Einvernehmen mit der finnischen Regierung haben deutsche Truppen auf dem finnischen Feftlande Fuß gefaßt. W Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorfs. O Berlin, 4. April, abends. In Fortführung unserer Angriffe südlich der Somme wurden neue Erfolge errungen. — Zur Vergeltung für die seit einigen Tagen anhaltende Beschießung unserer Unterkünfte in Laon durch die Franzosen haben wir Reims unter Feuer genommen. * 20000 rönnen versenkt. Berlin, 4. April. Unsere U-Boote versenkten im Sperrgebiet um England 6 Dampfer mit zusammen 20000 Br.-R -To., darunter drei englische Dampfer an der Ostküste Englands. Der mit mehreren Geschützen bewaffnete englische Dampfer „Jkoda" (6311 Bc.-R.'T.), wahrscheinlich mit Kriegsmaterial an Bord, wqrde im östlichen Teil des Aermelkanals bei schwerster feindlicher Gegenwirkung versenkt. Der Ehef des Admiralstabs der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 5. April 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Wir griffen gestern südlich von der Somme und zu beiden Setten von Moreuil an und warfen den Feind aus seinen starken Stellungen. Englische und französische Reserven streßen unseren Truppen entgegen. Ihr Ansturm zerschellte in unserem Feuer. Nach hartem Ringen haben wir zwischen Somme und Lucebach Hamel, sowie die Waldstücke nordöstlich und südöstlich von Vtllers Breconneux, auf dem Westufec der Avre das Dorf Mailly genommen. — Der Feind leistete auf der ganzen Front verzweifelten Widerstand. Seine blutigen Verluste sind daher ungewöhnlich schwer. Wir machten einigeTausend Gefangene. Nach beendeter Feststellung beträgt die Zahl der von der Armee des General von Hutier in der Zeit vom 21. bis 31. März eingebrachten Gefangenen 51218, der eroberten Geschütze 729. Damit ist die bis- hertge Gesamtbeute auf mehr als 90000 Gefangene und über 1300 Geschütze gestiegen. « Zur Vergeltung für die seit einigen Tagen anhaltende Beschießung unserer Unterkünfte in Rayon durch die Franzosen haben wir Reims unter Feuer genommen. In der Champagne und auf dem Ostufer der Maas brachten erfolgreiche Vorstöße Gefangene ein. Vor Verdun blieb der tagsüber gesteigerte Feuerkampf auch während der Nacht lebhaft. Oste«. Zn der Ukraine «ahmen wir feindlichen Banden an der Bahnlinie Poltawa—Konftantinograd 28 mit fcanzöfischrn Gewehren und Munition beladene Eisen« bahnwagen und mehr als eine Million Artilleriege- schosse ab. Im Dnsepr-Tal vordringende Truppen haben nach Kampf JekaterinoSlaw genommen. Asiatischer Kriegsschauplatz. Deutsche Truppen haben im Verein mit oSmanischen Kräften englische nach Ueberschrettung des Jordans über Es-Salt und auf Amman vocgedrungene Jnfan- terie- und Kavallerie-Brigaden nach mehrtägigem Kampf gegen den Jordan zurückgeworfen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, 5. April, abends. Artillecirkämpfe und örtliche Jnfanteriegefechte beiderseits der Somme. — Auf dem Westufer der Avre scheiterten starke französische Gegenangriffe. Lebhafte Feuertätigkeit vor Verdun. HlaTTen zur Törderung begabter UolRsfcböter sollen in Leipzig nach einem einstimmigen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung eingerichtet werden. Mit zwei höheren Schulen, einer Reform- und einer Oberrealschule, wird je eine Untertertia für hervorragend begabte Knaben nach dem Abschluß der Volksschule verbunden. Die Aufnahme' erfolgt ohne besondere Aufnahmeprüfung nach Gehör des Schularztes auf Vorschlag der Lehrerversammlung der betr. Volksschule durch den Ausschuß für die höheren Schulen. Die Klasse, die in der Regel nicht mehr als 20 Schüler haben soll, wird als Obertertia noch ein zweites Jahr als Sonderklasse fortgesetzt, dann aber soll der Schüler in den Klassenzug seiner Anstalt übertreten. Es werden Mittel bereitgestellt, um den Schülern der Sonderklassen für den Besuch der höheren Schule Schulgeld-! und Lernmittelfreiheit und einen jährlichen Unterhaltungsbeitrag auf Antrag der Erziehungspfiichtigen gewähren zu können; für diesen Zweck und zur Unterstützung befähigter Knaben bei der Ausbildung für einen praktische Beruf wurde ein Betrag von jährlich 50000 M. als Berechnungsgeld bewilligt. Für die Schüler werden im Schulgebäude Arbeitsstunden eingerichtet, wo sie frei von allem Zwang unter Aufsicht eines Lehrers ihre Schularbeiten erledigen können. Bon dem Ausschuß, der die Vorschläge vorbereitet hatte, wie in der Versammlung der Stadtverordneten wurde mit Recht gewünscht, daß ähnliche Einrichtungen auch für Mädchen geschaffen werden möchten. Roch bescheidener als die hier getroffenen Einrichtungen sind die Maßnahmen, die in Chemnitz, allerdings seid einigen Jahren, durchgeführt ind. Hervorragend begabte einfach enknaben aus der Bolks chule werden mit Zustimmung der Erziehungspflichtigen der höheren Volksschule zugewiesen ; die besten von ihnen werden von Ostern d. Is. ab der Realschule zugeführt werden, die sie nur noch zwei Jahre zu besuchen brauchen. Ein von den städtischen Körperschaften in diesen Tagen berufener Ausschuß wird über weitere Maßnahmen zur Herbeiführung einer größeren Einheitlichkeit im Chemnitzer Schulwesen beraten. Als Versuche mit der Forderung: Freie Bahn für alle Tüchtigen! Ernst zu machen, wird man diese und ähnliche Einrichtungen gewiß begrüßen; die Verwirklichung der Einheitsschule verlangt aber wesentlich mehr; sie verlangt vor allem auch, daß die Masse der schulpflichtigen Jugend in der gemeinsamen Grundschule ein bessere Schule erhält. Jlu$ Stadt und Land. * Aus dem Grotzherrogturrr Aesseu. Bet den Landtagsersatzwahlen wurde tm Wahlkreise Lamperthien der Zentrumskandidat Hofmann ohne Gegenkandidat gewählt, ebenso im Wahlkreis Gernsheim der Bauernbündlec Dr. Dehlinger, in Wald« Michelbach der Nationalliberale Bickel, in Grünberg der Chrtstltchsoziale Dr. Werner. Interessant und lehrreich ist das Wahlergebnis in Butzbach und Vilbel. In Butzbach erhielten Dtehl (Bbd.) 1059 Stimmen, Rechtsanwalt Dr. Schröder (Zt) 560, Dr. Vogt (ntl.) 527, Wittich (Soz.) 925 und Dr. Strecker e cyc. Vp.) 310 Stimmen. Stichwahl zwischen nbund und Zentrum. In Vilbel siegte der sozialdemokratische Kandidat (Scheidemannscher Richtung) Neumann (Offenbach) mit 1025 Stimmen über den unabhängigen Sozialdemokraten Schaub (Büdesheim), der nur 609 Stimmen erhielt. Das Wahlresultat in Butzbach und in Vilbel beweist, daß das Volk für die allzuweit nach links gerichteten Bestrebungen kein Verständnis hat. ** Die Gewerbrbarrk Gießen e. G. nr b. A. hielt am 26. März im „Großherzog von Hessen" ihre 59. Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Gewerbecat Petri, berührte in der Begrüßungsansprache die kriegerischen Ereignisse des vergangenen Jahres und wünscht dem neuesten Hinden- biugsieg einen Hindenbucgfcieden. Das Andenken des im Berichtsjahre verstorbenen langjährigen Aussichtsratsmitgliedes Hermann Etchenauec ehrt die Versammlung in üblicher Weise. Weiter stattet der Vorsitzende dem Aufsichtsrat, dem Vorstande und den Beamten für ihre Tätigkeit im verflossenen Jahre den wohlverdienten Dank ab und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß die Gewerbebank auch ferner als Wohltätigkeitsinstitut für den gewerbetättgen Stand w.rken möge. — In dem von Herrn Direktor Arnold erstatteten Geschäftsbericht wird ebenfalls der Tätigkeit der Beamten, die trotz erhöhten Geschästsumfanges die Arbeit bewältigten, gedacht. Direktor Arnold berichtete darauf ausführlich über den letzten Genossenschaftstag, der eingehend sich u. o. mit der Frage der Gewährung von Baukredit, des Hausbesitzes und der Organisation deS Handwerks in genossenschaftlichem Sinne beschäftigte. Der Geschäftsbericht der Gcwerbebank zeigt auch im abgelaufenen Jahre ein erfreuliches Bild fortschreitender Entwicklung der Genossenschaft; der Gesamtumsatz stieg vou 52244890 Mk. auf 85817 523 Mk., die Geschäftsguthaben von 1107 652 auf 1110404 Mk., die Gesamtreserven auf 586000, die Kciegsceserven auf 35000 Mk. Am Schluffe seines ausführlichen Berichtes fordert Direktor Arnold zu reger Beteiligung an der 8. Kriegsanleihe auf und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß sich das deutsche Genossenschaftswesen nach dem Kriege weiter glänzend bewähren möge als Stütze des Mittelstandes. — D«r Kctegsfürsorge für Waisen und Halb- Waisen gefallener Kriegsteilnehmer, über die Herr Prof. Dr. KrauSmüller eingehend berichtet, wird auch die Gcwerbebank Förderung anqedethen lassen durch Unterstützung derjenigen Waisen, die dem Handwerk als Lehrlinge zugeführt werden. Die Versammlung beschließt, den Höchstbetrag der anzunehmenden fremden Gelder (849 des GenossenschaftsgesctzeS) auf 6 Millionen Mark Es eilt nicht mit der Einzahlung! Der will, kann die Zahlung bet gezeichneten Kriegsanleihe auf die Monate April, Mai, Juni, Juli verteilen. Wer WO Mark zeichnet, braucht sie erst am - 18 . Juli zu zahlen. Also: jeder kann zeichnen! Steuern und Kriegsentschädigung. Mit der Frage der Kriegsentschädigung beschäftigt sich die „Deutsche Tageszeitung" in einem längeren Aufsatze, der lehrreiches und interessantes Material zur Beurteilung der Reichslage zusammenstellt. Ter Aufsatz führt aus: „Nach der ausgezeichneten Denkschrift von Ger- . . . betrug im letzten Jahre vor dem Kriege. ) .fiflhnrf nun inilf,1,7 ',1 nugtuung fest, datz letzt Enalimd den junger am eigenen Leibe bitter zu spüren bekommt: „Hier sängt es, Gott sei Dank, an, mit der Verpflegung mulmig zu werden. Butter und Zucker gibt es schon lange nicht mehr, Marmelade, Fett immer selten. . ebenso Rauchwaren, Streichhölzer. Alles rationiert und nur zu gleich abgemessenen kleinen Teilen durch unsere Nahrungsmittelkommissionen zu beziehen f ji v ^&\ t v (y Im a * ca. ft ^ a 11 o _ _ Milliarden bewegen, was zu 5 Proz. einen Zin- >on 6,5 bis 6,75 Milliarden jährlich ergibt. senaufwand von o,^ wv v-. y ^«. Hierzu treten die Aufwendungen für die Jnvaliden- und Hinterbliebenenrenten, die -Vervrsserun- gen der B e a m t e n b e s o l d u n g und der Arbeiter- löhne und die allgemeine Erhöhung der Generalunkosten, die von Dr. Paul Franz . . . auf insgesamt 5,3 Milliarden jährlich veranschlagt werden, so daß sich als Gesamtsumme des jährlichen Mehrbedarfs rund 12 Milliarden ergeben. Hierzu den Etatsbetrag des letzten Friedensjahres mit 2 Milliarden addiert, ergibt in Zukunft eine Summe von 14 Milliarden, d. h. mehr als den sechsfachen Betrag des Bedarfs von 1913. CO. v % ■ KfA 4- V va /Itf/l»*n t w S* a fr— v Sa.» Ol •» 9 ^ a T« /» .« zu kaufen. Die F l e i s ch l i e f e r u n g hat unser Fleischer, wie ich heute Hörte, gekündigt. Im Nachbarlager sollen sie schon seit einiger: Tagen (seit 1. Januar) kein frisches Fleisch mehr erhalten haben, aber noch Büch- seusleisch haben . . . Hier ist es ziemlich kalt, meist unter Null, öfter aber ist Kohle nicht zu kaufen, dann ist der Aufenthalt in dem ohnehin sehr luftigen Sommerschlößchen sehr unbehaglich." _ Wie dieser tapfere deutsche Offizier, werden alle unsere Gefangenen in England denken, denn die Not iti England bedeutet den Weltfrieden. Dazu kommt weiterhin die Steigerung der Ausgaben in den Bundesstaaten und Gemeinden, eine Steigerung, die man angesichts der Verhältnisse im Reich und des Umstandes, daß, abgesehen von den Aufwen- dungen für Renten, auch für Bundesstaaten und Gemeinden dieselben verteuernden Momente in Frage kommen, mit 100 Proz. nicht zu hoch ansetzt. Namentlich wenn man das Tempo der Bedarfssteigerung bereits vor dem Kriege in Betracht zieht. Stiegen doch in der kurzen Zeitspanne von 1907 bis 1913 die Gesamtaufwendungen von 3,270 auf 5,078 Milliarden, d. h. auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet von 52,75 auf 75,83 Mark. An welcher Kopfquote die Besitzsteuern mit 30,02 bzw. 50,68 Mark beteiligt waren. Legt man die oben angeführten Ziffern für den staatlichen und kommunalen Steuerbedarf zugrunde, so kommt man bei einer 100prozentigen Erhöhung auf den Gesamtbetrag von 5,8 Milliarden, so daß den 5,078 Milliarden des Jahres 1913 für Reich, Bundesstaaten und Gemeinden nurtmehr 19,8 Milliarden gegenüberstehen. Diese Summen müssen im Falle eines entschädigungslosen Friedens in voller Höhe in Gestalt von Steuern von dem deutschen Volke selbst aufgebracht werden. Es ist kein Zweifel daran möglich, daß dabei ein erheblicher Betrag auf dem Wege der direkten Besteuerung von Einkommen und Vermögen eingetrieben werden müßte. Nehmen wir an, daß von den 12 Milliarden Mehrbedarf des Reiches auch nur ein Drittel auf Besitzsteuern entfiele, so ergäbe sich für Reich. Bundesstaaten und Kommunen zusammen ein Betrag von 6,9 Milliarden Mark neuer Besitzsteuern. Nun ist hinlänglich bekannt, daß die direkte Sleuer- belastung bereits vor und in dem Kriege eine Höhe erreicht hat, die zu den schwersten Bedenken Anlaß gibt. Der Syndikus der Kölner Handelskammer Wiedemann hat durch eine Umfrage festgestellt, daß die direkte Besteuerung der Einkommen aus Hände! und Industrie sich auf 15-/4 bis 24 Proz., in Gemeinden mit höheren Kommunalzuschlägen auf 30 Proz. und höher beläuft. Was angesichts dieser Situation die Deckung des Nachkriegsbedarfs aus eigener Steuerkraft bedeuten würde, erhellt ohne weiteres, ergibt sich aber auch aus der Gegenüberstellung dieses Bedarfs von 19,8 Milliarden mit dem bisherigen Gesamteinkommen der Nation, das auf 30 bis höchstens 40 Milliarden jährlich veranschlagt wird. Es ist der besondere Ehrgeiz der Bundesstaaten gewesen, im Wetteifer miteinander ihre Steuergesetzgebung tunlichst nach sozialen Gesichtspunkten zu orientieren, die untere Steuergrenze möglichst hoch zu legen, mit Steuererleichterungen, Kinderprivileg, Freilassung von einmaligen und Teuerungszulagen weitherzig zu sein: und noch unmittelbar vor dem Kriege bestanden bekanntlich Bestrebungen, die Grenze der Steuerfreiheit weiterhin zu erhöhen. Es unterliegt wohl keinem Das letzte Aufgebot. frei el daß diese Entwicklung bei einer Belastung des eigenen Volkes mit den gesamten Kosten des Krieges sür alle absehbare Zeit abgeschlossen wäre. Wie England, das bekanntlich schon während des Krieges an die Schaffung ergiebiger neuer Steuerguellen gegangen ist, sich zur scharfen Erfassung auch der unteren Einkorn- menstufen, zur Herabsetzung der Grenze der Steuer- ^elheit und zur Beseitigung der Vergünstigungen für Minderbemittelte hat verstehen müssen, so würde man in Deutschland unweigerlich ebenfalls vorzugehen haben, ^as Bestreben der Verschiebung der Belastung zugunsten der Minderbemittelten aus die Wohlhabenden, wie es in der ganzen Steuerentwicklung der letzten Jahrzehnte im Reiche und auch in den Bundesstaaten zutage trat, die Verkümmerung weiter Gebiete der indirekten Steuern, wie sie das Zollgesetz von 1902 durch die Bestimmungen hinsichtlich des Abbaus der indirekten Steuern in Staat und Kommunen zur Folge hatte, ließe sich nicht weiter aufrechterhalten. Auch die Schichten müßten unter ganz erheblichen Steuerdruck aus direkten und indirekten Steuern gestellt werden." Englands Brotkorb. Die deutschen Gefangenen und -!e fUt irr VngLand. ,Die immer kritischer werdenden ErnährungSver- haltnifie in England, die auch von der englischen Presse kaum mehr verschleiert werden können, beleuchtet in anschaulicher Weise ein der englischen Zensur entgangener Brief eines gefangenen deutschen Offi- Siers an seine Verwandten in Deutschland. Trotz r>er nicht geringen Entbehrungen, die der stetig wachsende Mangel an Nahrungsmitteln auch für die Insassen dss Gefangenenlagers mit sich zu bringen vtoyl, stellt der Brtesfchreider mit freudiger Gv- Eines der bedeutendsten Gemälde des Altmeisters Franz von Teftegger führt den Namen „Das letzte Aufgebot". Es ist geschaffen zur Jahrhundertfeier deS Heldenkampses der Tiroler im Jahre 1809 gegen die Truppen des ersten französischen Kaiserreichs. Ta sehen wir nun die Tiroler Bevölkerung jeden Alters und Geschlechts, die auf den Ruf Andreas Hofers hin zu den Waffen gegriffen hat, um in dieser Schick- salsstuiide der Tiroler Freiheit, an der Abwehr der welschen Eindringlinge mitzuwirken. Ta schreitet, gebeugt schon von der Fülle der Jahre und hartem Kampf mit den Gewalten der Natur, der weißhaarige alte Tiroler Bauer, die schwere, von den Vätern ererbte Streitaxt geschultert, einher neben dem kaum dem Knabenalter entwachsenen, noch bartlosen jungen Burschen; der Schmied ist von seinem Amboß herbeigeeilt, um sich dem Befreiungszuge anzuschließen, gemeinsam mit den tapferen Frauen des Landes, die durch die Stunde der Gefahr gewachsen, auch ihre Kraft in der Zeit der Not dem geliebten Vaterlande zur Verfügung stellen wollen. Alle Stände und Berufe sieht man vertreten und todesmutig, den ruhigen Ernst der Stunde in den Zügen, aber voller Gottver- trauen schreitet der Zug einher. In einer gleichen Schicksalsstunde befindet sich jetzt unser Vaterland. Auch an uns ergeht jetzt das letzte Aufgebot. Nicht mehr wir früher, als es geordnete, stehende Heere noch nicht gab, sollen wir Daheimgebliebenen dem Vaterlande unser Leben und Blut zur Verfügung stellen. So viel verlangt man von uns nicht. Wir sollen nur unser Gut darbringen und auch dies nicht, ohne daß uns das Reich dafür eine vollwertige Gegenleistung gibt, indem es unser Schuldner werden und unser Darlehen dazu noch hoch verzinsen will. Im Osten ist der Ring gesprengt, mit dem häßlicher englischer Krämergeist uns zu ersticken und unsere Lebensader abzubinden unternahm. Diese Absicht ist elend mißlungen. Aber im Westen ist der Ansturm der Feinde noch nicht gebrochen. Durch Amerikas Beitritt und Hilfe ermutigt, wollen unsere Feinde dort nochmals mit allen Mitteln das versuchen, was Rußland mißlang, Deutschland zu demütigen und seine wirtschaftliche Kraft aus Jahrzehnte lahmzulegen. Sie wollen unbelehrbar durch die bisherige Kriegsgeschichte, an dieser Front nochmals alles auf die letzte Karte setzen, um wenigstens hier den Krieg zu ihren Gunsten zu entscheiden. .Hierbei spekulieren unsere Feinde, auch dies zeigten die Ereignisse des letzten Winter» zur Genüge, darauf, daß die Einigkeit im Innern, die Deutschland drei Jahre lang befähigte, dem Ansturm von vier Fünfteln der Menschheit die Stirne zu bieten, in Trümmer gehe und unserem siegreichen tapferen Heere ein weiteres Ausharren durch inneren Zwist unmöglich gemacht werde. Sie sollen sich täuschen: Wie einst beim Tiroler letzten Aufgebot ein Jeder, ob Mann oder grau, ob arm oder reich, ob jung oder alt. zu der ihm nächsten Waffe griff und dem allgemeinen Zuge zur Rettung des Vaterlandes sich anschloß, so wollen und müssen auch wir bei dem nunmehrigen letzten Aufgebot, das durch die 8. Kriegsanleihe an unS ergeht, alle unsere Ersparnisse, was eben verfügbar ist. dem Daterlande freudig zur Ermöglichung eines weiteren siegreichen Widerstandes anvertrauen. Beteiligen wir uns alle bei diesem Aufgebot, bleibt keiner, der opsern könnte, zurück, so wird die von den verblendeten feindlichen Machthabern auch jetzt schon mühsam zurückgehaltene Friedenssehnsucht ihrer Völker sich nicht mehr unterdrücken lassen, sie werden einsehen, daß ein weiterer Kamps für sie aussichtslos ist und dieser Einsicht folgend wird dann auch bald tm Westen und aus den anderen Kriegsschauplätzen endlich das harte Ringen ein Ende nehmen und wieder Frieden einkehren in Deutschlands Gauen. Darum auf zum letzten Aufgebot, zur 8. Kriegsanleihe! ?. 6. E t nz e th a s t gehalten. Ber guter Fuhruua rückt der Gefangene nach vier Monaten in die zweite Klasse aus.. Er erhält zur AnstaltSkleiduna ein rotes Land arbeitet in gemeinschaftlicher Werkstätte, bekommt eine kleine Arbeitsbelohnung, eine Verpfle- gung.-Zillage und Bücher. Die e r st e .blasse trägt blaue AroertsNerbung, erhält erheblich höhere Arbei^beloh- nung, nimmt an jedem zweiten Sonntag an einer Vortragsstunde teil und hat wöchentlich eine Turnstunde. ^ lc ^ellenausstattung ist reicher und freundlicher. Nur Angehörige der ersten Klasse können zur bedingten Entlassung oder zur Begnadigung vorgeschlagen weroen. > ^ uptdrsz r p linär m i ttel ist die längere Z rr r u ck h a l t n n g ln einer unteren Stufe oder die Zu- ruckversetzung in eine niedere Klasse. Wer in die dritte sV äuruckver etzt werden mutz, kommt in die Straf- Claffe 3 A und verliert dadurch alle Vergünstigungen. . oeber Gefangene hat nicht nur das Recht, sich beim Wilden zu lassen., sondern es ist außerdem angebracht, in den die Gefanaen-nr fMistlicheMitteilungen sür den Direktor einwersen r$ n \-f*V.?A r 2lrbeitsbetrieb — Gartenbau. Feldwirt- tf htJ f SiV ei# Schneiderei, Schlosserei - hat das ^fangenen in einem Beruf so vollständig auszubrlden, dag fie darin später ohne weiteres ihr Unterkommen finden können. } Das erste deutsche Zugendgefäugnis. Am 1. Juli 1912 ist in Deutschland das erste Jugendgefängnis eröffnet worden: in Wittlich an der Mosel. Zum Tage des fünfjährigen Bestehens dieses neuartigen Gefängnisses hat das Preußische Ministerium des Innern einen Bericht erstattet, aus dem der Vortragende Rat im Justizministerium Geheimer Juftizrat Dr. Friedrich Preiser in der „Zeitschrift sür die gesamte Strafrechtswissenschaft" bemerkenswerte Angaben mitteilt: Das Jugendgefängnis in Wirtlich bietet Raum für 169 Gefangene. Es ist bestimmt für junge Leute im Alter von 18 bis 21 Jahren, die eine Strafe von einem Jahr und mehr zu verbüßen haben. In der Anstalt ist der progressive (stufenweise fortschreitend) Strafvollzug eingeführt. ES bestehen drei Klassen oder Slusen. Die Strasklasse 3A, die dritte Klasse, die jeder Neu aufgenommene zunächst auf vier «inÄfr 300 f rü6 L rc fassen dieses Jugendgefäng- MsseS stehen tm Heere. Soweit von ihnen Nach- nchten vorliegen, haben vierzehn das Eiserne Kreuz ?.^lten, drei sind zu Unteroffizieren, zwei zu Ge- fterten befördert, 21 sind verwundet worden mehrere darunter zwei- und dreimal, und fünf sind' gefallen. En, abschließendes Urteil über den Wert der Anstalt kann heute noch nicht gefällt werden. Dazu ist 'der Zeitraum seit ihrer Einrichtung noch zu kurz. Doch zottt ,ht. Preiser den Leistungen dieses ersten deutickeu Jugendgefängnisses in Wittlich vollste Anerkennung Er erblickt in der Gründung dieser Anstalt einen verheißungsvollen Schritt vorwärts auf der Bahn einer gesunden, zukunftsreichen Fortentwickluns des Geiäna- nlSwesenS. Vom A-BoOtkrie§. 3* 4M T.rmeir. W,. ^ m c n -, (Amtlich.! Im «Sperrgebiet de» MtttelmeereS versenkten unsere Unterseebrvte sieben. Dampfer von etwa 3 3 000 Br.-Reg.-To. Immer wieder Ans Seleitziigen. Berlin, 1. April 1918. Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Wenninger. hot ,m westlichen Teil des AermelkanalS 6 Dampfer und 1 Segler mtt zusammen über 22 444 Arttttsre-ifter- tsrmen vernichtet. Fünf der versenkten Dampfer wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer „Lady Cory-«right" (2516 To.) mit Kohlenladung, ein englischer bewaffneter Dampfer vom Cinheitstyp von etwa 5500 To., ein mindestens 7000 To. großer bewaffneter Dampfer und ein Tankdampfer. Der Segler war der französische Raaschuner „Fileur". Der Ches des AdmirilstibeS der Marine. Auf Mine -elAttfcn. Am Sonnabend früh ist nördlich von Vlieland in Holland innerhalb der holländischen Hoheitsgewässer das holländische Torpedoboot „G. 11" aus eine Mine unbekannter Nationalität gelaufen. Die Besatzung, von der nur ein Mann vermißt wird, wurde von einem anderen holländischen Torpedoboot ausgenommen. Man versucht, das havarierte Torpedoboot zu bergen. Allgemeine KriegsnachrichLen ,n Monate etntrrtt, wird Dag und Nacht in strengster Ssgar neutrale SLäVte. Am 28. März haben feindliche Flieger die Stadt Luxemburg angegriffen. Außer starkem Häuserschaden sind bisher zehn Tote gemeldet. Unter ihnen J befindet sich ein deutscher Soldat. Offenbar hat da wieder ein englischer Flieger- ossizier den unerreichten Hochstand der englischen Bildung zu erkennen gegeben, indem er Luxemburg sür deutsch hielt. Tie West-emokraterr sür den Zarismus. In Lausanne erscheint seit kurzem ein neues Wochenblatt in französischer Sprache, „L'Ukraine", das u. a. zu melden weiß, von London und von Paris aus bemühe man sich, den Zarismus wieder herzustellen. Zu der dafür wirkenden Londoner Gruppe gehörten der bekannte englische Großindustrielle Bickers und Dakowitzki, der frühere Vertreter der Petersburger Preyagenlur, fetzt ber Reuter als Zensor für russische Berichte angestcllr. Ter Pariser Gruppe sollen der Eredit Lyonnais, Jswolskt. der frühere russische Botschafter in Paris, der russische Militärattachee Iguanen) und General Zanktewitsch angehöreu. Auch Gräfin Benckendorsf, die Witwe des früheren russischen Botschafters in London, General Gurko und Großfürst Michael spielten eine Rolle in dieser Bewegung. Schwere Niederlage der „Roten" in Finnland. Wie die Abendblätter melden, hat die finnische Rote Garde bei Tammerfors eine ernste Niederlage erlisten. Sie verlor beim Rückzuge 10 000 Gefangene, 31 Kanonen und 113 Maschinengewehre. Der Friede mit Rußland. Der Austausch der deutschen und der russischen Ratifikationsurkunden zu dem am 3. März in Brest Unterzeichneten Friedensvertrag und dem Zusatzvertrag ist am Freitag im Auswärtigen Amt zwischen dem stellvertr. Staatssekretär Freiherr von dem Bussche- tzaddenhausen und dem russischen Sondergesandten P. Petroff vollzogen worden. Herr Petrosf, den der Moskauer Kongreß als Berichterstatter über die auswärtigen Angelegenheiten mit der Uebermittlung der Ratifikationsurkunde betraut hatte, reiste gleich nach Moskau zurück. Der Austausch der Ratifikationsurkunden zwischen Rußlarid und den mit Deutschlaiid verbündeten Mächten wird Nachfolgen, sobald die beiderseitigen Urkunden im Auswärtigen Amte vorllegen. " Inzwischen stellt sich heraus, daß die Trotzkileute i:nmer schärfer gegen den Frieden arbeiten, ganz wie die c oziairevolittionäre, die Kader reu und die Zaristen. ^ ngland har eben altes durch Geld in seine Gesolgschasr gebrac Trotzti will erfahrene Instrukteure damit beauftragen, jeocu Bürger der Städte unb Mrker zu befähigen. beim ersten Aufrus sich mit den Waffen in der Hand zum Schutze des Vaterlandes zu erheben. Die tragische Lage Rußlands, das die Welträuber ans Kreuz des Imperialismus schlagen wollen, wird allen ehrlichen, militärisch ausgebildeten Personen vor Angen führen, daß sie nicht da-Z Recht haben, beiseite zu stehen. Radek, Tschernow, Hermannski und Genossen sind eifrig damit beschäftigt, einen Aufstand gegen die „deutschen Kapitalisten", gegen den „Schandsrieden", wir sie den Brester Frieden nennen, zu organisieren. Nach schwedischen Meldungen sollen die Bvlschewiki in geregelten Beziehungen zu Amerika stehen. Drei neue englische Riesengeschiitze erbeutet. Hart trifft die Engländer neben dem Verlust unschützbaren Kriegsgeräts vor allem die Einbuße an schwerer Artillerie. Drei der schwersten Kaliber <33 Zentimeter) neuester Konstruktion sowie eine vollständige Haubitzbatterie sielen im Holnouwalde den Deutschen unversehrt in die Hand. Die Engländer hatten diese wertvollen Geschütze nicht mehr sprengen können. In der Mulde von Castris nahmen die Deutschen ein Dutzend 24 Zentimeter-Geschütze mit noch vorhandenen Aufsätzen und Verschlüssen. Weitere zahlreiche schwere Geschütze wurden bei Auvillers erobert. Nördlich von Aubigny fanden die Deutschen mächtige Munitions-Depots, deren Krastzugmaschinen und mir roten Abzeichen bemalte Lastautos nun auf allen Straßen deutsche Munition auffahren. Auch die vielfach erbeuteten Feldlokomotiven und Loren laufen im Dienst des deutschen Munitionsnachschubes. Nur ein völlig geschlagener Gegner überläßt so wertvolles Material dem Feinde. Gefangcnen-Rückkehr aus Rumänien. Zwischen den Mittelmächten und der rumänischen Regierung ist am 23. März 1916 ein Vertrag über den A u a u f ch der Kriegsgefangenen abgeschlossen worden. Die deutschen Gefangenen sollen am 29. und 30. März von der rumänischen Negierung übergeben werden. Sie werden dann zunächst für 23Tage tu einem Quarantänelager in der rumänischen .Hauptstadt Bukarest untergebracht werden. Bitte, keine Heuchelei! Laut Havas soll am 29. März während des Gottesdienstes eine P a r i s e r Kirche von einer Granate getroffen sein, der Menschenleben zum Opfer fielen. So beklagenswert dieser Vorfall wäre, falls er sich bewahrheiten sollte, so ist doch jede in einer angegriffenen Festung gelegene Kirche notgedrungen Zufallstreffern ausgesetzt. Aus eine so große wie die hier vorliegende Entfernung sind Zufallstreffer unvermeidlich. Zudem haben die Franzosen und Engländer in tzie- sem Falle kein Recht, sich zu entrüsten. Haben sie doch nicht nur die Kathedralen von St. Quentin und Laon zielbewußt zerstört, sondern sogar mit Bor - j bedacht die Martinskirche in F r e i b u r g und die Ostender Kirche während des Gottesdienstes am 22. Sept. 1917 aus Schiffsgeschützen schwersten Kalibers beschossen. Hier fielen ihnen ein Priester, sieben andere Menschenleben und viele Verwundete zum Opfer. In allen vier Fällen hatte es der Feind auf die Gotteshäuser abgesehen. Sie lagen weithin erkennbar vor seinen Fliegern und Richtkanonieren. — Die Verantwortung für Leben und Sicherheit der Einwohner der im deutschen Schußbereiche gelegenen Festung Paris trifft die französische Regierung. Kleine Kriegsnachrichten. " Tie Rada in Kiew legte der französischen und englischen Militärmission nahe, das Gebiet der Ukraine zu verlassen. " Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Holland über die Erneuerung oes Wirtschaftsabkommens, das am 21. März abläuft, haben begonnen. " Oer norwegische Dampfer „Neider" wurde von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt. " Tie Pariser Kammer hat einen Gesetzentwurf betreffend die Einziehung der I a h r e s k l a s s e 19 19 angenommen. ' Die französische und die englische Regierung beschlossen, den französischen General Foch zum Generalissimus der französisch-englischen Armeen au der Westfront für die Dauer oer gegenwärtigen Overationen zu ernennen. ' Durch Dekret wurden die Besitzungen des Admirals von Tirpitz in Sardinien unter Sequester gestellt. In Nordfrankreich wurde die Bevölkerung der 'weiteren Umgegend von AmienS nach Mittel- und .Südfrankreich adtransport. " Mit der wohlhabenden Pariser Bevölkerung floh infolge oer Beschießung auch einer der wüstesten Kriegshetzer. der Deputierte Maurice Barres. Im Zeughaus von Rennes hat eine Explosion stattgesunden, durch die zwei Personen getütet und eine Anzahl schwer verletzt wurden. Tie Einzelheiten sind zensuriert. ' Die Blätter des von österreichisch-ungarischen Truppen besetzten Gebietes berichten über massenhafte Rückkehr der bei dem seinerzeitigen Rückzuge des russischen Heeres g e f l ü ch t e t e n P o l e n in das Königreich. " Teile der 9. englischen Division weigerten sich anzugreisen, worauf 150 Mann von ihren Offizieren erschossen wurden. Zwei gefangene englische Offiziere verschiedener ^wlswnen sagen übereinstimmend aus, daß nach unseren großen Erfolgen am 24. 3. der Truppe offiziell mtt- gcteilt wurde, die Engländer l)ätten Ostende und Touai genommen. " Der japanische Ministerpräsident Terautschi hat den Rücktritt des gesamten Kabinetts eingereicht. In Holland gilt die Brotkarte nicht mehr für 11, sondern für 14 Tage, damit wird die tägliche Brotration auf 200 Gramm herabgesetzt. Lenin ist krank. Er leidet an Brustgeschwür. "Nach einer Havasmeldung aus Petersburg haben sich die Truppen des englandfreundlichen Draufgängers K o c n l l o w den revolutionären Soldaten ergeben. &tc den Sowjets lrcmgvtzticLeucu Kosakentruppen tm Don-Gebiet haben den General Alexejew (den wichtigsten Vorkämpfer des alten Zarenregiments in Sudrußland) gefangen genommen. " Man erwartet in England, daß die Altersgrenze für den Heeresdienst, die jetzt 41 Jahre ist, mindestens auf 48. vielleicht auch aus das 50. Jahr, erhöht werden wird. Pslitische Rundschau. — In Weimar tagte der Bund der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer. 16 Gau- verbände und ihre etwa 300 Ortsgruppen waren durch Delegierte, deren Zahl 200 bereits übersteigt, vertreten. * UeSer -e» Mißbrauch -er „kurzen Anfragen" haben die Regierungsstellen beim Reichstage Beschwerde geführt und um dessen Abstellung ersucht. Die einzel- nen Fraktionen sind hierüber bereits in Beratungen eingetreten, die die Berechtigung der Regiernngsfor- de. ungen ergeben haben. Nach der Osterpanse wird der AeltestenauSschuß des Reichstages sich mit dieser Angelegenheit zu befassen haben. Die Regierung hat das Recht, ihr nicht Passende „kleine Anfragen" ausweichend zu beantworten. :: Die Anbau- unv Ernteflächcnerhebung im Fahre 1918 findet in der Zeit vom 6. Mai bis 1. Juni statt. Die Ausführung liegt beit Gemeindebehörden ob. Die Erhebung erstreckt sich nur auf den feldmäßigen Anbau, während der gartenmäßige Anbau außer Betracht bleibt. :: Nniversität Hamburg. Der von der' Hamburger Bürgerschaft eingesetzte Ausschuß betreffs Gründung einer Hamburger Universität schlägt nunmehr die Umwandlung deS Hamburger Kolonial-Jnftituts in eine Universität v»r. (D(DXcL)(DXcD(DX(DWXXcO(DX(D(DXcOMXcD(D gdgdXqdqdXgdgdXqdqdXXodqdXgdgdXgdgdXQDCE) Am besten für die Seinen sorgt, wer sein Geld dem Staate borgt. Zeichnet Kriegsanleihe! C3DGDXC0GDXCDGDXGDGDXXODGDXGDGDXGDGDXGDGD (DWX(D(DX(DcDXcD(DXX(DWX(D(DX(D(DX(DcD Aus alles Welt. ** Die Psst ist nicht schuld. Sie verteidigt sich wegen der großen Paketdievstähl.e: „Ein nicht geringer Teil solcher Sendungen wird bereits gestohlen oder beraubt, bevor die Pakete überhaupt bei der Post auf- geliefert worden sind, nämlich im Bereiche der Absender durch Geschästsangestellte, Hausangehörige usw. Zahlreiche andere Pakete kommen deshalb nicht an, weil sie wegen niangelhafter Verpackung unterwegs entzwei- gehen oder sonst unanbringlich werden. Haben doch im Jahre 1917 nicht weniger als 60 000 Pakete weder dem Empfänger behändigt noch dem Absender wieder zugestellt werden können, weil von ihnen unterwegs die Adresse abgefallen war. Den Löwenanteil der Paketverluste bilden schließlich die Massendiebstähle an Postgut, während die Sendungen in verschlossenen Eisenbahngüterwagen sich auf Eisenbahntransporten, also außerhalb des Bereichs der Postverwaltung, befinden." ** Erscheinungen der Zeit. Sechs jugendliche Angeklagte, deren Besonderheit der Einbruch in Ställen von Charlottenburger Fuhrhaltern mar, wo sie wertvolle Geschirre und Pferdedecken und sogar ein Pferd mitsamt einem Schlitten stahlen, um ihre Beute zu befördern, erhielten Strafen von drei Monaten bis zu einem Jahre Gefängnis. ** Der Segen der Kinder. Ein Obermonteur von F. Krupp in Essen hat mit seinem 18jührigen Sohn und seinen beiden Töchtern im Alter von 19 bis 24 Jahren nach dem amtlichen steuerlichen Ausweis an Lohn rund 80 000 Mark im Jahre 1917 erhalten. — In Spandau hat eine Fmnilie in einer Fabrik 3I6W Mark Lohn erhalten. Ein Berliner Arbeiter von 16 Jahren hat als Dreher 1917 über 6000 Mark verdient. ** Verhaftung der oberschlcsischerr Bankräuber. Wie der „Oberschlesische Kurier" meldet, sind drei der Bankräuber, Lue den Kassenboten der Deutschen Bank in Rybnik überfielen und ihm 310 000 Mark raubten, verhaftet worden. Zwei haben, ein Geständnis abgelegt. Ein vierter Räuber, ein alter Zuchthäusler, bestahl seine Genossen und flüchtete mit 306 000 Mark. An oer Stelle, wo das Geld vergraben worden war, wurde nur der Geldsack gefunden. ** Ans Fahrlässigkeit seine Ehefrau erschossen. Dev Besitzer Valentin Leon aus Kollenzdorf (Kreis Preuß- Stargard) in Westpreußen, der im Herbst vorigen Jahres aus Fahrlässigkeit seine Ehefrau erschossen hatte, wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. ** Berbrennungstod einer Greisin. Die 84jährige Rentnerin Witwe Johanna Zeike im Marienstift in Berlin wurde in ihreni Zimmer mit schweren Brandwunden am ganzen Körper tot aufgefunden. Wahrscheinlich dürfte die Greisin einen Ohnmachtsanfall erlitten und beim Fallen eine brennende Lampe vom Tisch heruntergerissen haben, wodurch die Kleider in Brand geraten sind. ** Wohnungsnot in Großstädten wird von verschiedenen Seiten gemeldet, während die Landbevölkerung immer dünner wird. So wird jetzt aus Magdeburg behauptet, daß zu den nächsten Quartalsterminen, namentlich zum 1. Oktober, „Hunderte von Familien obdachlos werden", wie es in einer Vorlage des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung heißt. Am 1 .April werden, polizeilichen Erhebungen zufolge, nicht weniger als 109 Haushaltungen mit 499 Personen ohne Unterkunft sein. Die Zahl der obdachlosen Familien wäre noch erheblich größer, wenn nicht inzwischen schon Lahlreiche Aushilfswohnungen hergerichtet worben waren, in Schulen, Baracken usw. In einer öffentlichen Bekanntmachung warnt der Magistrat nachdrücklich vor Zuzug nach Magdeburg. ** Ein weiblicher Soldat. Seit einigen Tagen beherbergt die Garnison Leutkirch, und zwar die Ge- nesungSabteilung, einen weiblichen Soldaten. Es ist die Tochter eines österreichischen Obersten, der im Kampfe gegen Italien gefallen ist. Sie hatte seinerzeit den Italienern Rache geschworen für den Tod ihres Vaters und sich am großen Vormarsch in Oberitalien als Soldat beteiligt. Im Lause dieses Feldzuges, den sie zunächst bei einer österreichischen Abteilung mitgemacht hatte, suchte und fand sie beim württembergischen Gebtrgsbataillon als Hospitantin Ausnahme. Infolge einer Gasvergiftung wurde sie zum Ersatzbataillon zurückbeordert und meldete sich, wie der „Allg. Volksfreund" berichtet, vor einigen Tagen bei der GenesungSabteilung des Bataillons in Leutkirch, wo sie ihrer Heilung entgegensieht. In Deutschland hat man derartige Mitkämpfer mit Recht adgelehnt. Ä Zählkarten als Ncbcrwersungcn. Zahlkarten, auf denen die Nummer und Bezeichnung des Postscheckkontos vorgedruckt sind, können von jetzt ab — zunächst versuchsweise — zu Uederweisungen benutzt werden. Der Höchstbetrag einer Ueberweisungskarte ist 100 Mk. Die Postscheckämter werden in den nächsten Tagen die Einzelheiten den Postscheckkunden in einem Merkblatte mitteilen, denen eine probeweise ausgefüllte Zahlkarte beiliegen wird. A Gebührensreiheiten im Feldpostverkehr genießen nur Sendungen in Privat angelegenheiten der Angehörigen des Heeres. Die Portovergünstigungen gelten nicht im Ortsverkehr. Sendungen, die rein gewerbliche Angelegenheiten der Absender oder Empfänger betreffen, haben aus Gebührenvergünstigung keinen Anspruch. Als Sendungen in rein gewerblichen Angelegenheiten gelten alle gewerblichen Sendungen von Personen, die nicht Heeresangehörige sind, wenn sie den Heeresangehörigen unaufgefordert zugehen, wie z. B. Warenanpreisungen; rein gewerblich gelten aber nicht Sendungen, die sich aus bereits angeknüpften Geschäftsverbindungen ergeben, z. B. Sendungen auf Grund von Bestellungen der Heeresangehörigen, Mahnbriefe. Dabei wird vorausgesetzt, daß die von den Geschäften an die Heeresangehörigen in deren unmittelbarem oder mittelbarem Aufträge ins Feld gesandten Waren nicht zum gewerbsmäßigen Weitervertrieb daselbst bestimmt sind, also keine rein gewerblichen Angelegenheiten der Heeresangehörigen darstellen. Der Schriftwechsel, den die zum Heeresdienst Ungezogenen Kausleute, Aerzte usw. mit ihren Angehörigen oder Geschäfts a n g e st e l l t e n in Angelegenheiten dev Geschäftsführung oder Berufsausübung zu führen haben, gilt nicht als rein gewerbliche Angelegenheit; er genießt daher die Poctovergünftigung für Heeresangehörige. Dagegen sind Sendungen, die Heeresangehörige in ihren gewerblichen Angelegenheiten mit anderen Personen, Firmen, Banken usw. insbesondere mit den Geschäftskunden wechseln, portopflichtig. Sendungen, die neben rein gewerblichen Angelegenheiten auch rein persönliche Angelegenheiten betressen, wie Rechnungen der Aerzte mit Mitteilungen rem persönlicher Art, sind voll portopflichtig. Es wird dringend davor gewarnt, Briessendungen zur Erlangung der damit verbundenen Gebührenvergünstigungen unrechtmäßigerweise mit dem Vermerk „Feldpost' zu versehen. Ter Absender macht sich wegen Portohinterziehung strafbar. Heraus mit dem Geld aus Sparstrumpf und Truhe! Dos Vaterland braucht Euer Geld? Besser, sicherer und zinstragender kann es nicht angelegt werden! X——x—X—X—X——X——X—-X X-.—X—x-°—X—X—X—X—X—X fefhuftfee» Dem Vorschlag, von dem 80019,04 Mk. betragenden Reingewinn den Mitgliedern 57 556,66 Mk. .5'/, Prozent Dividende zu gewähren, dem Hauptreserve- fondS 9784 Mk. zu überweisen, der Kciegsrucklage 7651,81 Mk. zu überweisen, für KriegSfürsorgezwccke 3500 Mk. bereitzustellen, auf neue Rechnung 1525,57 vorzutragen, wird zugestimmt. — Die satzungsgemäß auSscbeidenden AufsichtSratSmitglieder Karl Berg, Dante Heil, Fr. Kcogmann, L. Petri II. und H. Schaffftaedt wurden wieder-, Fabrikant Karl Georgi neugewahlt. "Wir machen unsere Leser aufmerksam, daß ihnen in den nächsten Tagen durch den Briefträger ein künst lerischeS Werbeblatt zur 8. Kriegsanleihe zugestellt wer. den wird. Der Entwurf der Vorderseite, darstellend ein ansprechendes Bildnis einer jungen Frau, die ihr Töch terchen auf dem Arm hält, stammt von Professor Richard Winckel in Magdeburg. * Da* deutsche Wunder. Wir schießen jetzt mit einer Kanone 120 Kilometerweit,- das ist ein Wunder, eins von den vielen technisch-militärischen Wundern, über die die Welt nicht aus dem Staunen kommt. Die Gelehrten mögen recht haben, wenn sie sagen: theoretisch ist dieses Geschütz eine Unmölichkeit! trotzdem machten sie sich aber an die praktische Lösung und siehe da- es müßten keine Deutschen sein, wenn die Sache trotz ihrer theoretischen Unmöglichkeit nicht klappen sollte. Aehnlich wie mit diesem mystischen Geschütz, das den Parisern seine batteriemäßige Realität beweist, ist es auch mit allen anderen Dingen unserer Kriegsführung. Auch mit der Kriegsanleihe. Jetzt wollen wir unseren Feinden noch einmal das deutsche Wunder der tzeimat weisen; wir wollen mit unserer wirtschaftlichen Kraft gewissermaßen 120 Kilo- Meter weit über alle feindlichen Fiele hinausschießen und der Welt zeigen, daß Deutschland eine Einheit bildet, für die es nur ekns gibt - kämpfen und siegen. Denkt an die weitgeschichllichen Großtaten der letzten Tage und zeichnet Kriegsanleihe! * Schotten (Vogelsberg). Nach Mitteilung der Forftbehörde ist die Aufarbeitung des Loshol- zeS für die biefige Stadt aus Mangel an Arbeitskräften in Frage gestellt. Die Bürgermeisterei fordert dahier alle Losholzberechtigten auf, aus jedem Hause einen Mann auf die Dauer von acht bis zehn Tagen zum Holzmachea zur Verfügung zu stelle». * WltchrlsrOnrdach Zur großen Freude der Ein. wohner, beso»ders aber der Angehörige», trafen dieser Tage unverhofft zwei i» russischer Gefangenschaft gewesene Krieger hier ein: der Gerichts- dienet Jos. Hohmann, Sohn des Bürgermeisters Hohmann, und der Landwirt Johs. Stock von hier. Elfterer war schon drei Jahre in russischer Gefangen, schast, letzterer sieben Monate. Beide entkamen durch die Flucht. * Harra«. Das Landgericht Hanau hatte sich mit einer Klage des früheren technischen Direktors der Aktiengesellschaft Dunlop Gummi-Kompanie in Hanav, Rafael Müller, gegen den Aufsichtsrat dieser Gesellschaft zu befassen. Die Dunlop Gummi-Kompanie befgnd sich vor dem Kriege in englischen Händen und Wurde dann unter Zwangsverwaltung gestellt. Später gingen die Aktien im wesentlichen über an die Fahrradwerke vorm. D'ch. Kleyer in Frankfurt und an die Opel- Werke in RüffelSheim. Zwischen dem Aufstchtsrate und dem technischen'Direktor Rafael Müller entstanden Streitigkeiten, die dazu führten, daß dem Direktor Müller das Vertragsverhältnis gekündigt wurde. Müller, mit dem ein auf längere Jahre laufender Vertrag abgc- schlossen worden war, klagte darauf gegen die Dunlop- Gummi-Kompanie. Vor dem Landgericht Hanau ist jetzt der Prozeß durch einen Vergleich beendigt worden. Die Dunlop Gummi-Kompanie bedauert, infolge von Jrrtümern den Bruch des VertcagSverhältnisses mit dem Direktor Müller herbeigeführt zu haben und zahlt ihm als Entschädigung einen Betrag von 100000 Mk. unter Tragung der Gerichtskosten. » An de« Bauersmann. Willst den Feinden du recht schaden, Kräftig, wie mit Handgranaten, Sei auch diesmal fest dabei: „Zeichne tüchtig Krigs anlei h'!" Hast noch Hof und Haus und Acker Denk' an die da draus, die wacker Jeden Feind mit Macht verhauen Du kannst ruhig weiter bauen Nichts hat dir der Feind genommen. Keiner ist in's Land gekommen. - „Zeichne heute, daß es kracht, Kriegsanleihe Nummer Acht"! Klrcbllebe -Inreigen. Sonntag, 7. April (Quafimodogeniti). Gottesdienst. In der Stadtkirche. Sonntag, 7. April, vormittags R/, Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Markus- und Militärgemeinde. Feier des heilige» Abendmahls. Pfarrer Schwabe. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. In der Jobanneskirche. Sonntag, 7. April, Vormittags 9^ Uhr: Konfirmation der Kinder aus der LukaSgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. Pfarrer LechtolSheimer. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Samstag 13. April, abends 8 Uhr: Das Missionserlebnis der Leipziger Mission in Deutsch-Ostaftika. Missionsdirektor Prof. Dr. Paul-Leipztg. Bekanntmachung. vom l April ,y»8 an wird bei venutzmg von Schnellzügen anstelle der bisherig'm (rrgänzungs gebühr in Höhe vom 100 vom Hun derl des tarif mäßigen Fahrpreises die SrgaNZUNgZgebÜhr in der Weise erhoben, daß a) zu einer Schnellzugfahrkarte im 'Preise bis einschl 5,30 Mk. (für Kinder 2,65 Ml'.) eine besondere Ergänzungskarte zu 3,00 Mk. (für Kinder 1,50 Mk.) b) bei höheren Schnellzugfahrpreise n: an Reisende in 1. Klasse zu einer Schnellzugfahrkarte 1. Klasse noch eine solche 2. Klasse, an Reisende in 2. Klasse anstelle einer Schnell zugfahrkarte 2 Klasse eine solche 1. Klasse, an Reisende in 3. Klasse anstelle eMer Schnell zugfahrkarte 3. Klasse eine solche 2. Klasse ausgegeben wird. Frankfurt (Main), den 28. März 1918. Kgl. E^nvah tdirektiork. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Minna Körnar t; s Schule f. höheres Klavier spiel und Vorsehule Westanlage 48 Lehrfächer: Gehörbildung, Musikdiktat, Analyse, Primavista-Singen, Theorie der Musik, Harmonielehre, Elementar-Klavlerspiel, Höheres-Klavlersplel, (Solo, Ensemblespiel, Uebungen im Begleiten), Anfang des Sommersemesters 1918 Montag, den 15. April. Festsetzung des Stundenplans Dienstag, den 9. April nachmittags 2 Uhr. Die besten Piassavct- Ersatz- Besen liefert grosse Posten prompt f • Sommer, Köln Rh- H8umarkt 58. Fernsp. B 3707 Verlangen Sie Offerte. Vertreter gesucht. Id Slahifedern fort. {. 40 g. Schachteln zu M. 1,85 Siegellack braun, gute Qualität, Mk. 6, chwarz Mk. 3,50 p. Pfund noch abzugeb. M. Linick, Gelnhausen. Reiserbesen liefert zu 50 Pfg. d. Stück, im Waggon v. ca. 5000 Stück zu 48 Pfg. ab Stat. Siegen Fritz L e i c n b a ch Siegen i. Wests. 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