Bezugspreis 60 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1/50 Mk. — Erscheint ErptöilioN' Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. §ÜöaNlagt 21 Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung«. Zieles (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der „Gieftener Zeitung", Gießen. Druck der Gießener Verlaasdruckerei, Albin Klein. Nr. 27. Telephon Nr.382. Donnerstag, den 28. März 1918. Telephon Nr.362. 31. Jahrg. Der Uebergrmg über die Somme erkämpft. Der Feind auf breiter Front im Rückzug nach Westen. Lihons, Roye, Noyon und Albert genommen. 20 ooo Tonnen versenkt Milicde llerttsede cMLbrricdlr. ,8 ooo Tonnen versenkt. Berlin, 25. März. Unsere Unterseeboote vernichteten auf dem nördlichen Kriegsschauplätze 21000 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelschiffsraumes. Die Erfolge wurden vorwiegend an der englischen Ostküste bei besonders starker Gegenwirkung erziehlt. Unter dm versenkten Schiffen waren zwei größere englische tief beladene Dampfer. Ein großer tief beladener zur Täuschung unserer Unterseeboote der das ganze Schiff bunt bemalter Dampfer wurde aus stark gesichertem Geleitzuge herausgeschoffen. Den Hauptteil an diesen Erfolgen hat Oberleutnant zur See Mendel. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb Großes Hauptquartier, 26. März, 1018. Westlicher Kriegsschauplatz: Im Weitergange der „Großen Schlacht" in Frankreich haben unsere Truppen gestern neue Erfolge errungen. Aus Flandern und aus Italien herangeführte englische Divisionen und Franzosen warfen sich ihnen in verzweifelten Angriffen entgegen. Sie wurden geschlagen! — Die Armem der Generale v. Below (Otto) und v. d. f)üb:n in heißem wechselvollen Kampfe Ervillers endgültig behauptet und im Vordringen aus Ach'ist Le Grand die Dörfer Binuconrt, Diesvillcrs und Grevillcrs geurmmcu. Sie e rohrten Jrles und Miraumoitt und haben dort die Ancce übeischctten. Bon Albert aus griffen neuherangeführtc englische Kräfte in breiter Front heftig an. In erbittertem Ringen wurde der Fdnd zurückgeworfen; wir haben die Straße Bopaumc—Albert bei Gourcelette und Pozieres überschritten. Südlich von Peronnc hat Genera!. Hofacker den Uebergang über die Somme erzwungen und die in der Sommeschlacht 1916 heiß umstrittene Höhe von Maisonctte, sowie die Dörfer Mach s und Barieux erstürmt. Starke feindliche Gegenangriffe verbluteten vor unseren Linien. — Die Armee des Generals v Hutter hat in harten Kämpfen den Feind bei Marchele- pot und Hattencoult über die Bahn Peronne—Rohe zurückgcworftn. Franzosen und Engländern wurde das zähe verteidigte Etalon entrissen. Bon Noyon heran- geführte französische Divisionen wurden bet Fieniches und Bethaucouct geschlagen. Bussy wurde genommen. Wir stehen auf den Höhen nördlich Noyon. An den errungenen Erfolgen haben unsere Nach- richtcntruppen hervorragenden Anteil. In unermüdlicher Arbeit ermöglichten sie das Zusammenwirken der nebeneinander fechtenden Verbände und gaben der Führung die Sicherheit, die Schlacht in die gewollten Bahnen zu lenken. — Elser,bahntruppen, die erst den gewaltigen Aufmarsch vor Beginn des Kampfes reibungslos voll- führten, und jetzt den Verkehr hinter der Fmnt bewäl- Ligen, arbeiten rastlos an der Wiederherstellung zerstör ter Bahnen. 9 Seit Beginn der Schlacht wurden 93 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselballone abgeschoffen. Rittmeister Frhr. v Richthofeu ecrrang seinen 67. und 68.. Leutnant Bongartz sein n 32., Oberleutnant Lörzec seinen 24 , Vizeseldwebel Bäumec seinen 23., Leutnant Kroll seinen 22. und Leutnant Thuy seinen 20. Luftsieg. — Die Beute an Geschützen ist auf 963 gestiegen. Mehr als hundert Pauzcrwagcu liegen in den eroberten Stellungen. — An oec übrigen Westfront dauerten Artillerie kämp' fe an, die sich an der lothringischm Front zu größerer Stärke steigerten. Wir setzten die Beschießung der Fest-mg Paris, fort. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Subenborff. Berlin, 26. März, abends. Ein neuer Abschnitt in der gewaltigen Schlacht! — Zu beiden Seiten der Somme ist der Feind aus breiter Front im Rückzug. In der Verfolgung haben wlr unsere alten Stellungen vor der Sommeschlacht von 1910 nach Westen bereits au vielen Punkten überschritten. Wir stehen vor Aivcr't — Ahaus» Aoye und Uoyou sind genommen. Berlin, 26. März. Unsere U-Boote versenkten im Aermelkanal und in der irischen See 5 Dampfer und mehrere Segler mit zusammen 29000 Brutto- registertounen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. . 9 wtb. Großes Hauptquartier, 27. März, 1918 Westlicher Kriegsschauplatz: Die am 25. Mäcz geschlagenen englischen und ftan- zösischen Divisionen suchten gestern erneut in dem unwegsamen Trichtergelände der Sommeschlacht unserem Vordringen Einhalt zu tun. Unser Angriff durchbrach die feindlichen Linien. Seit frühem Morgen begann der Feind aus breiter Front zu beiden Setten der Somme zu weichen. Zähec Widerstand feindlicher Nachhuten wurde in scharfem Nachdrängen bezwungen. Nördlich und südlich von Albert erkämpften wir uns den Iftber- gang über die Ancce. Am Abend siel Albert. — Südlich der Somme warfen wlr den Feind nach heftigem Kampf über Chaulnes und Lihons zurück, Roye wurde erstürmt, Noyon in blutigem Straßenkampf vom Feinde gesäubert. — Wir haben unsere alten Stellungen vor der Sommeschlacht von 1916 nach Westen an vielen Stellen überschritten. Die Gesangenenzahl wächst, die Vevte mehrt sich. — Arvllcrtekämpse in Flandern, vor Verdun und in Lothringen dauerten an. — Rittmeister Frhr. v. Richthofeu errang seinen 69. und 70. Luftsicg. — Bon den anderen Kriegsschauplätzen n chts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendocss. Berlin, 27. März, abends. Zu beiden Seiten der Somme sind unsere Armeen in langsam fortschreitendem Angriff. ver friede von BuRarcTt. Bukarest, 26. März. Die wichtigsten politischen, territorialen und militärischen Bestimmungen des Fcie- densvertrages mit Rumänien sind he te um 4 Uhr morgens paraphricrt worden Ebenso wurde ein umfangreicher rechtspolitischec Zusatzvertrag paraphiert und die Grundlage eines Abkommens über die Ecdölfcage unterschrieben. Die übrigen wirtschaftlichen Fragen werden in Kommissionsberatungen weiter behandelt. Einer Verabredung mit den rumänischen Delegierten entsprechend, wird das gesamte Vertragswert nach seiner Fertigstellung gleichzeitig unterzeichnet und veröffentlicht werden. KaiferlicM Airzreichnungeii an llndenburg mä Duknßortf. Berlin. 25. März. Die Handschreiben, in denen S. M. der Kaiser dem Generalfcldmarschall v. Hindenburg und dem General Ludendorff die ihnen aus Anlaß der großen Schlacht in Frankreich überreichten Auszeichnungen verleiht, haben folgenden Wortlaut: Lieber Feldmarschall! In wohl der größten Schlacht der Welt- g eschichte ist in diesen drei Tagen ein großer Teil des englischen Heeres aus seinen Stellungen geworfen und von unseren heldenmütigen Truppen geschlagen worden. Ihre hohe F e l d h e r r n k u n st hat sich hierbei wieder auf das glänzendste b e > währt. Für den Sieg von Belle-Allianee erhielt der Feldmarschall Fürst Blücher das besondere für ihn gestiftete Eiserne Kreuz mit goldenen Stcah- l e n. Dieses nur einmal verliehene höchste Ocdcnszeichen Ihnen heute zu verleihen, ist mir eine ganz besondere Herzensfreude. Mit dem gesamten Vater lande toeiß ich mich eins, daß diese hohe Auszeichnung niemanden mehr gebührt als Ihnen, dem auch heute wieder alle deutschen Herzen in Dankbarkeit, Verehrung und Vertrauen entgegenschlagen. Ihr danbarec König Wilhelm R. . 9 Das Handschreiben an General Ludendorff lautet: Mein lieber General Ludendoxff! Die unvergleichlichen herrlichen Erfolge, welche unsere heldenmütigen Truppen in diesen Tagen gegen das englische Heer errungen haben, sind ein glänzendes Zeugnis für Ihre unübertroffene klare Voraussicht und nie versagende Tatkraft, mit der Sie in zielbewußter Arbeit die Grundlagen für diese Siege geschaffen haben. In dankbarer Anerkennung Ihrer hohen, dem Vaterlande erneut in treuester, selbstloser Hingabe geleisteten Dienste verleihe ich Ihnen mit besonderer Freude das Großkreuz des Eisernen Kreuzes. Ihr dankbarer König Wilhelm R. Großes Hauptquartier, 24. März 1918. Berlin, 25. März. Seine Majestät haben dem Generalobersten von Plessen, dem ersten Kommandanten des Großen Hauptquartiers, und dem Admiral von Müller, dem Chef des Marinekabinetls, am 24. März 1918 den Orden Pour le mente verliehen. 9 Der Kaifer an die Kaiferin. __ Berlin, 25. März S. M. der Kaiser sandte von dem Schlachtfelde der großen Schlacht in Frankreich das folgende Telegramm an I. M. die Kaiserin: Großes Hauptquartier, 25. März 1918. 11 Uhr vormittags. Ihrer Majestät der Kaiserin, Berlin, Bellevue! Heute nacht fiel Bapaume nach schwerem Ringen. Meine siegreichen Truppen sind im Vordringen von Bapaume nach Westen. Weiter südlich Vormarsch aus Albert. Die Somme oberhalb Peronne ist an vielen Stellen überschritten. Der Geist der Truppen ist frisch wie am ersten Tage. U°ber 45000 Gefangene, über 600 Geschütze, Tausende von Maschinengewehren, ungeheure Bestände an Munition und Verpflegung, ähnltck wie nach der Jsonzoschlacht in Italien. Gott mit uns! Wilhelm. » vir töpfere hessische vivision. Darmstadt, 27. März. Die „Darmstädter Zei- tung" veröffentlicht folgenden Telegrammwechsel zwischen S. M. dem Kaiser und dem Großherzog von Hessen: Großherzog von Hessen, König!. Hoheit Darmstadt. Auf dem Gefechtsfelde wurde mir gemeldet, daß die Truppen der 25. Division in diesen Tagen wiederum Vortreffliches geleistet und zu den schönen Erfolgen hervorragend beigetragen haben. Ich freue mich, Dir dieses mtttdlen zu können. Mit vielen Grüßen Wilhelm. Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser Großes Hauptquartier. Ich bin Dir von ganzem Herzen dankbar für Deine Worte und stolz, daß meine Division Anteil haben durfte an den g waltigen Erfolgen, die unsere unvergleichlichen Heere unter Deiner Führung soeben errungen haben. Ich weiß, mit welcher Begeisterung meine Hessen cs vernehmen werden, wenn ich ihnen diese lobende Anerkennung alsbald mittcile. Unsere allertceucstcn Wünsche sind mit Dir und unseren Waffen. Ernst Ludwig. Darmstadt, 27. Mäcz. Der Großherzog hat an die großherzogl. hessische Division folgendes Telegramm gerichtet: 25. Infanterie-Division. Soeben telegaphiert mir S. M. der Kaiser, daß die Division wiederum hervor- ragende Taten vollbracht hat in der großen Schlacht, deren Verlauf wir alle dankbar und stolz in atemloser Spannung verfolgen. Gott sei weiter mit Euch. Ernst Ludwig. Die 12V-Kilometer>Kanone. Was schon seit Wochen in vertrauten Kreisen von Mund zu Mund ging, das ist also wieder einmal Tatsache geworden: Deutschland hat ein neues Niesengeschütz herausgebracht, mit dem die Beschießung von Paris ans 120 Kilometer Entfernung möglich geworden ist. So haben die Pariser in den letzten Tagen alle Viertelstunden ein 24-Zeutimeter- tgeschoß irgendwo in das Weichbild ihrer Hauptstadt eiuschlagen und sich zunächst in Zittern und Zagen nicht zu fassen gewußt. Naturgemäß sind alle Einzelheiten der Konstruktion und Art dieser Höllenmaschine geheungehalten worden und daher unbekannt. Einige Andeutungen scheint aber eine Besprechung zn enthalten, die der „Berl. Lok.-Anz." veröffentlicht: „Zunächst einmal muß die Geschwindigkeit, mit der das Geschoß abgefeuert wurde, eine enorme gewesen sein. Nach Den ErsahrungSregelu, die Geheimrat Cranz in seiner „Ballistik" angibt, ist für den lufterfüllten Raum etwa die anderthalbfache Geschwiu- dtgkeit zu wählen, als im luftleeren Raum zur Erzielung der gleichen Schußweite gefordert wird. Danach wäre hier eine Geschwindigkeit von über anderthalb Kilometer in der Sekunde anzu- nehmen. Welche Aufgaben sich daraus für den Ge- schützkonstrukteur ergeoeu, liegt aus der Hand. Nur mit riesenhaft langen Rohren können derartige Leistungen erzwungen werden. Wenn man weiter die große mechanische Arbeit bedenkt, die zu leisten ist, um einem Geschoß, daö vielleicht Hunderte von Kilogramm wiegt, eine solche Geschwindigkeit zu verleihen, so kommt man aus dem Staunen gar nicht heraus. Auch die Höhen, bis zu denen das Geschoß emporstetgt, sind gewaltig. Die Zeit, die eine Granate braucht, um die ungeheure Entfernung von 110 Kilometer zurückzu- legen, läßt sich nach den bisherigen Unterlagen nur beiläufig auf eine recht hohe Zahl von Sekunden abschätzen. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände erscheint die Beschießung von Paris auf 110 Kilometer am 23. März 1918, der unsere Feinde kein Gegenstück an die Seite zu stellen haben, als eine glänzende Leistung der deutschen Schießtechnik, die uns von neuem im Vertrauen auf unsere Artillerie stärkt." Zwischendurch noch Fliegerbesuch. AuS Paris wird vom Sonntag gemeldet, daß es mehreren feindlichen Flugzeugen, die in großer Höhe flogen, gelungen sei, Paris anzugreifen. Französische Flieger setzten ihnen sofort nach. Auf vielen Punkten sind Bomben abgeworfen worden, wobei es mehrere Tote gab. Die Weiterentwicklung. Die Engländer haben in ihrer Selbstüberhebung und in dem Vertrauen auf die Festigkeit ihres DerteidigungSsystems nicht für rückwärtige Stellungen gesorgt und ihre alten Gräben von vor der Gvmmeschlacht verfallen lassen. Trotzdem müssen wir darauf gefaßt sein, daß die Alliierten alle verfügbaren Reserven heranziehen werden, um uns entgegenzutrelen, und daß sie es nicht bei den vier Divisionen belassen werden, die westlich Ehauny angriffen und geschlagen wurden — es waren Kvei französische, eine amerikanische und eine englische Division — , steht fest zu erwarten, denn die Bedrohung des Zentrums der feindlichen Gesamtstellung durch unseren Durchbruch verlangt Verzweifln ngSmaß- nahmen. Wenn wir demnach noch mit schweren Kämpfen rechnen müssen, so haben wir andererseits doch alle Veranlassung, diesen mit vollem Vertrauen auf Erfolg entgegenzusehen. Unser Heer ist siegesgewiß Was sie sich für Gedanken machen. Eine Kanone, die 120 Kilometer schießt? Unglaublich! Dahinter muß etwas anderes stecken! Also meinten in Paris die einen, deutsche Agenten hätten unweit Paris eine Kanone versteckt gehabt, um damit die Bevölkerung von Paris in Panik zu versetzen. Möglrch sei auch, daß die Deutschen m den drei KrtegSsahren einen unterirdischen Gang bis 30 Kilometer vor Paris gegraben hätten. Der „lange Heinrich", der vor Paris tätige Kollege der „dicken Bertha", hat das arme Paris in grauenhafte Not ve.'setzt. Sogar Zeitungen erschienen nicht oder nur teilweise: „Infolge des Alarms von Freitag abend und Sonnabend morgen konnten viele Pariser Blätter weder am Sonnabend Morgen noch am Abend rechtzeitig er scheinen. Auch der Dienst der Tetegrapheuagenturen war eine Zeitlang eingestellt. Ebenso war die telegraphische und telephonische Verbindung mit der Provinz zeitweise gestört. In den Pariser Markthallen wurde der Verkauf teilweise eingestellt. Die meisten Pariser Wirtschaften waren'bis 4 Uhr nachmittags geschlossen. In vielen Kaffeehäusern wurde der Betrieb jedoch fortgesetzt. Die großen Warenhäuser wie Louvre. PrintempS usw. liegen o:e Rolladen herunter, während das Personal sich in die Keller fluchtete." Deutsche Tanks. Zum ersten Male fechten diese übermodernen Kriegsmittel auf unserer Seite: Bet dem Kampf um UrvillerS beteiligten sich mit vorzüglichem Erfolg mehrere deutsche Tanks. Sie Übertreffen die der Engländer sowohl hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit wie ihrer Geschwindigkeit, die auf guter Straße der eines Lastautos gleichkommt. Einer der Sturmwagen hatte allein 500 Gefangene gemacht. X' X' X' 'X' x> •X« X—X—X' X—X—X' X' X' 'X- X' X X Ziel erkannt. Arm gespannt, Taschen auf Und Fäuste zn, Deutsches Bolk, So streite du. X- X- ‘X' >x> -X- —X--X--X X—X—X—X x> X X X Der erste Schlag. Ueber 30O00 gefangene Engländer, über 600 Geschütze — unsere erste Beute, das Ergebnis unseres ersten Schlages. Als in den markigen Worten „In breiten Abschnitten der Westfront ist heute früh die Artillerieschlacht mit voller Wucht entbrannt" unser Heeresbericht am 21. März 1918 die Spannung über die Westfront lüste, da wußte jeder, „wir schaffend, 'wir kommen durch!" Diese Zuversicht reckte jede deutsche Brust. Seien wir stolz, Deutsche zu sein! Wir haben einer Welt von Feinden standgehalten, wir haben einem feindlichen Massenaufgebot von Kämpfern und Krtegsgerät siegreich widerstanden, haben den Engländer niedergekämpft in der Flandernschlacht, von der er die Befreiung Belgiens, die Befreiung des Meeres von unseren U-Booten erhoffte, haben gleichzeitig un Osten die russischen Waffen nieoergerungen. den Frieden an der Ostfront erstritten. Nunmehr ist der sehnlichste Wunsch unserer braven tapferer' Westkämpser, den Stellungskampf gegen den Engländer mit dem Angriff zu vertauschen,' in Erfüllung gegangen. Jahrelang haben sie englischen Granaten standhalten müssen, heute ist die Stunde gekommen. in der sie losstürmen können, um den freventlichen Friedensverweigerer zum Frieden zu zwingen. Ten Kriegsverlängerern gilt der Angriff, gilt unsere Offerisive. Wenn deutsche Truppen angreifen, machen sie ganze Arbeit. In einer Frontbreite von 80 Kilometern zwischen Arras und La Fere holten wir zum Angriff aus. Während die Engländer, Wochen, ja Monate hindurch den flandrischen Boden abtrommeln mußten, bevor sie Scherz und Ernst. tl Schwäbischer Kaffee. Vor cg. 30 Jahren brachten einige ehedem nach Australien ausgewanderte Cgg- mannSrieder in ihre Heimat Kaffeebohnen zur Aaat als Retfegeschenk mit. Der Anbau wurde vielfach betrieben und zwar mit Erfolg. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich persönlich im Hause eines Qekono- men in Waldsee von der brauchbaren Qualität des Schwabenkasfees überzeugt. Auf sonnig gelegenen, sog. fettem, gut gedüngten Ackerboden wird die Kaffeebohnenpflanze in einem halben Meter Abstand gesetzt, einem Tannenbäumchen gleich, also strauchartig; sie Bekommt schöne blaue Blüten und dann Schoten, die beizeiten, sobald sie braune Samenfärbung bekommen, avgenommen und 7n Säckchen verbracht, den Sonnenstrahlen weiter ausgesetzt werden müssen, damit sie noch genügend dörren. In diesem Jahre sind in der Gegend größere Anpflanzungen vorbereitet. Der Er- srlg hängt von der Wärme des Sommers ab. tt. Die Leinennot trifft jetzt auch England bedenk- Uch; und wieder ist es Irland, das helfen soll. Die englische Wirtschaftspresse beschäftigt fi# damit: „fcelfaft und die große Leinenindnstrie von Ulster sehen sich vor ein gewaltiges Problem gestellt: Bisher hat Rußland vier Fünftel der rohen Faser geliefert, und ba der Bezug von dort jetzt unmöglich wird, sind bringend Maßliahmeii nötig, um Flachs zu beschaffen, MO das Gleichgewicht wieder hergestellt und eine dau- Versorgung für die Zukunft gesichevt ist. Der Be- , ff 1 blugzeug-Leinewand ist jetzt gebieterisch, und Obgleich vor November noch etwas Flachs aus Rußland einging ist die Knappheit jetzt so groß, daß Leinen in unverfälschtem Zustande für die nächsten Monate fast zu den unmöglichen Dingen gehören wird." Man hat nun ,. e l nen Befand zur Förderung des Flachsbaues gegründet, und der hat soviel kanadische Leinsaat gekauft, daß damit wenigstens 10 000 Acres bestellt ^rben rönnen. Die Frage ist nur, ob bie Land- wkrte Neigung haben, 7ich ohne weitere- auf große Ukprittmente ernzulassen. * tf Lin Baum. an »cm — Butter wachst. Ta Butter heute auf unseren Märkten ein recht seltener Gegenstand geworden ist, mag es vielleicht zum Tröste ge- retchen, daß eS einen Baum gibt, an dem Butter wächst Dieser Butterbaum führt den wissenschaftlichen Namen Pentabes ma butyraeeum und gedeiht lewer, leider nicht in unseren Gegenden. Dagegen trifft man ihn längs der User des Niger, in Westafrika und auch in Mittelafrika recht häufig an. Tie Eingeborenen bedienen sich gerne dieser Butter zu allen möglichen Zwecken. Sie ziehen sie aus den Nüssen, die der Baum trägt und nennen sie in ihrer Sprache „Scheu- Butter". Diese Butter ist oftmals schon untersucht worden, sie sieht der tierischen, insbesondere der aus Kuhmilch gewonnenen Butter täuschend ähnlich und schmeckt wie Ziegenbutter, nur noch etwas angenehmer und viel süßer. Ihr Nährwert gleicht vollkommen der Ziegenoder Kuhbutter. Merkwürdig ist übrigens, was der alte deutsche Naturforscher Müller von diesem Baum und seiner Bedeutung noch berichtet: Für die Sklaoenmärkte war zurzeit des Sklavenhandels dieser Baum noch viel fürchterlicher als die Blockade durch die englischen Schiffe. Die Kaufleute an der Küste begannen einzusehen, daß diese Butter ein wertvoller Handelsgegenstand werden könnte und veremlaßten die Eingeborenen, fleißig Rußbutter zu sammeln. TaS taten die Eingeborenen denn auch, und so kam es tatsächlich, daß der Sklavenhandel erheblich zurückging, weil die Eingeborenen lieber ihre Kinder und Knechte Butter sammeln ließen, als daß sie sie auf die englischen Schiffe verkauften. Dies verdroß den König von Daüomeh recht sehr; denn der Sklavenhandel trug ihm erhebliche Summen ein. So ordnete er kurzerhand in seinen Provinzen die vollständige Ausrottung des Baumes an. TaS sollte auch gaschehen, aber der Baum wehrte sich. Kaum hatte man ihn abgefägt oder gefällt, da blühte der Stumpf von neuem und selbst der kahle Stamm erzeugte noch Früchte, gleichsam, als wollte die Natur den Menschen mit aller Gewalt ihr Geschenk aufdrüngen. ! ivagien. öle Instllterie zum Aii,llff v,rzuschickeA hat un,ere Führung eine «rLillerievorbere^unü von wenigen Stunden für ausreichend gehalten. Unsere Lvldaten ivlssen, daß der Angriff große Anforderungen ""„ihren Mut, an ihre Tapferkeit, an ihre Ausdauer "fUd Tie eigene Tapferkeit treidt sie gegen den Feind du Hoffnung, kampflos d;e feindlichen Stellungen ln Besitz zu nehmen. y Der erste Schlag ist gelungen. Truppen der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht und des deutschen leileil sich in den Erfolg de<> ersten großen Wassenganges. ^.ie Höhen nördlich und nordwestlich von. Croisllles find erstürmt, zwischen Fontaine les CrolNiie» und Moeuvres sind die Dörfer Vaulr, — ^rancourt — und Morchies genommen. Zwischen Gon- Olnignon-Bach wurden nach Durch- Mung der ersten beiden feindlichen Stellungen die Hohen westlich von Gouzeaucourt. Heudicourt unv Zt w*3*? ucon Robert Im Tale des Eolone-Bacher nach hartem Kampf in unsere «°nd. Die Hohen von Spehy wurden von Norden ^b Süden umfaßt, der Feind mußte sie uns überlassen, Ueber Demicourt, Flesquieres und Ribecourt folgen den.englischen Heeren, welche angesichts unserer Erfo.ge rhre Stellungen im Bogen südlich von Camdral räumen mußten. Korps der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz drangen nach Erkämpfung der Höhen von Savy und Roupy in die dritte feindliche Stellung ein, ^ägerdaraillone haben den Ueoergang über die Oise erzwungen der Feind ist über den Crozat-Kanal nach Westen zurückgeworsen. Peronnr und Ham sin» in unserer Hand. * ' Französische und amerikanische Reserven sind den Engländern zur Hilfe geeilt, sie haben die Lage nicht retten körmen; unsere tapferen Truppen sind mit Enq ländern, Franzosen und Amerikanern fertig geworden haben sie unter schwersten Verlusten in die Flucht geschlagen. w ... Stellungskampf geht in den Bewegungskampf über. Wir erinnern uns wieder der ereignisreichen Tage im August 1914, der ungestüme BorwärtSdrana unserer Truppen ist der gleiche geblieben, die langen Kriegsjahre haben ihn nicht gelähmt. Die Operationen schreiten erfolgreich vorwärts Die Engländer müssen, ob sie wollen oder nicht, ihre Niederlage eingestehen. Ter englische Heeresbericht vom 23. März meldet: „Unser Verteidigungssystem westlich ^t. Quentin ist durchbrochen, unsere Truppen hiehen sich in guter Ordnung zurück, um neue mtU lungen weiter westlich vorzubereiten." Die Riesenbeute. Die stürmende Infanterie eilte an Batterie-Stellungen vorbei, aus deren tiefen Geschützständen Kanonen, Haubitzen und Mörser nicht mehr rechtzeitig hatten zurückgeschajst werden können. Munition war kn großen Mengen liegen geblieben. Auf den Straßen ah man einzelne niedergebrochene Fahrzeuge, umge- ftürzte Munitionswagen und Bagagekarren. Da- Brld eiligen überstürzten Rückzuges verstärkte sich erheb, lich nach Ueberwindung der dritten Stellung. Hier standen die Marinekanonen und Eisenbahngeschütze, hier lagen all die zahllosen Depots und Magazine. Sv rasch gtna der englische Rückzug vor sich, daß die Engländer die hier lauernden großen Vorräte nur zum geringen Teile zurückführen, ja nicht einmal zerstören konnten. Tie großen Munitivnslager »vH mit «rtillerie^teschvsseu, mit tausenden von Kisten Jnsanteriemunition un» Handaranaten erinnerten in der Unversehrtheit, in der sce die Deutschen antrafen, an den italienischen Feldzllg. In den bei der deutschen Siegfried-Bewegung im Frühling 17 zerstörten Dörfern hatten sich die Gug- länber leidlich eingerichtet. Ein Teil der Häuser war wieder ausgebessert worden, im übrigen hatten sie Baracken und Zeltlager gebaut. Ein großer Teil v»n diesen bestand aus Wellblech und war daher bei der Eile, mit der die Engländer abzogen, nicht zerstörbar. Aber auch die Holzbaracken und Zelte waren nur ;um Teil in Brand gesetzt. Hier fanden die Teutschetr Freilich ging, was Müller nicht mehr erlebte. Reichtum an Butlerbäumen wesentlich zurück, und heute da der Sklavenhandel glücklich unschädlich gemacht den ist und sogar die Engländer ,.im Namen »er Menschlichkeit" sich — ein wenig spät freilich — besonnen haben, da ist die Nußbutter schon längst Inn Handelsgegenstand mehr und reicht kaum für den einheimischen Bedarf hin. tl Das Beschenken »er Schausprejer, daö jetzt Mode geworden ist, hat nachgerade skandalöse Formen angenommen. In Gleiwitz schenkte eine „Dame" aus denr Stande der Granaten drehe ri n n en, derrrt Mutter Stadtarmen Unterstützung bezieht, einen Lorbeerkranz für 85 Mk. Eine Verkäuferin aus Hinden- burg schickte „ihrem" Künstler, der, nebenbei gesagt, kein Künstler ist, einen Strauß auf die Bühne, der mindestens 25 Mk. wert war. Sie hat ein Wtvnais- gehalt v»n 50 Mk., und ihre Eltern find ihrer wirtz- fchaftlichen Mithilfe beim Lebensunterhalt dringend bedürftig In Beuthen O.-S. schenkte ein Mädchen besserer Kreise einem Sänger — auch er ist kein Sauger, sonberil wurde nur dafür gehalten — ein goldenes Armband. 383 fein. Er gab es ihr zurück, gab ihr 50 Mark dazu und sagte: ..Schenke mir ein» zu 585 fein!" Sie brachte ihnr ein solches und schenkte ihm obendrein noch 100 Mark. ti Seltsamer Kaffee-Ersatz. „Oetrooi en Merk- blad^ (Haag) berichtet: In letzter Zeit sind in Hooge-- zand Waggonladungen Hyazinthen erngetroffen, die nach Verarbeitung in den Drogerien gemahlen toeftfeeu und als Kaffee-Ersatz Verwendung finden. Der hieraus bereitete Kaffee schmeckt, wie die Chemiker- Zeitung für Holland sagt, dem echten Kaffee sehr .ähnlich. — Schließlich war ja auLl) Dw Kaffee Uu Frieden zuweilen — Bliemchen-Kaffee. erheblich« Vorräte au Aonfer-en. au Weißbrot, an Marmeladen, an Wein und Tabak, Während die Heimat nach der übereinstimmenden Ans' sage der Gefangenen darbt, ist daS Heer reichlich mit Vorräten versehen, die sich jetzt die deutschen Soldaten als Lohn ihrer Mühen gut schmecken lassen. — An anderen Stellen wurden Depots mit Uniformen, Wäsche und Stiefel erbeutet. Auch Lederzeug und Geschirre, sehr viele Gummistiefel, wie überhaupt die Beute an Gummi in Form von Stiefeln. Decken und Umhängen einen großen Posten darstellt. Äon erheblichem Werte vor allem für die weitere Verfolgung ist das gut ausgebaute Feldbahnennetz, da- die Engländer angelegt hatten. — Am dritten Tage mehrte such die Beute noch durch die Batterie«, die durch rasch herangebrachte Maschinengewehre bewegungsunfähig gemacht oder mitsamt der Bespannung genommen wurden. Dazu kommen die Tanks, die die Engländer zum Gegenangriff ansetzten und die zahlreich zerschossen liegen blieben. * Ter Gesarnttin-ruck nach drei Tagen Schlacht ist -er, vaj die bisherigen Kämpfe -en Engländern bereits einen verartigen Ma- terial-erlust gekostet haben, daß. ihn auch vie amerikanische Hilfe nicht so leicht ausgleichen kann. Znm Totlachen. Die abgrundtiese Einfalt, mit der die englische Negierung ihre Massen „bei der Stange" zu batten sucht, wird durch nichts ärger charakterisiert als durch folgende Beruhigungs-Kapitel, die der Mttitärtritiker Reprngwn einige Tage vor unserem Vordringen an der Somme veröffentlicht hat. Der Mann war so einsaitig, für folgende Auslassungen Glauben zu beanspruchen: „Wir haben allen Grund, zuversichtlich zu sein. General Petain, der edle König Albert, der ausgezeichnete General Pershing, der siegreiche General Diaz und der begabte Heerführer Douglas Haig verbürgen den Sieg. Die Moral der Verbandstruppen ist besser als die der deutschen, sie verachten den Feind nicht, aber sie betrachten ihn als minderwertigen Kämpfer. Unsere Stellungen sind seit den letzten zwei Jahren sehr verstärkt. Die Geschütze sind zahlreicher und mächtiger. Die Verluste für den Angreifer werden enorm sein. Dringt der Feind wirklich in unsere Stellungen ein, werden unsere Pioniere, unsere Tanks, urisere Kavallerie dafür sorgen, daß ec seinen Erfolg bereut." Isis nicht gerade so, als ob unsere braven Jungen draußen auf dieses alberne Geschreibsel mit schwerer ftauft die Antwort an die „besseren Soldaten" des Gegners gegeben hätten'?! Wo find die „min-erwerLigen Truppen"'? Altgediente englische Soldaten, die in unsere Hand fielsn, bewundern Wucht und Schneid des deutschen Angriffes. Vüii Dem Schlachtfeld fragte ein verwundeter englischer Offizier, ob der Angriff nur j von Stoßtrupps ausgeführt sei. Auf die Antwort. j Dag diese in solcher Menge nicht verfügbar seien, er- ! widerte er: „Dann haben Sie prachtvolle T r u p- p e Andere englische Offiziere erklärten die Höhe ihrer Verluste an Loten damit, daß sie Befehl gehabt hatten, die Zweite Stellung bis zum letzten Mann zu hauen. Die Zähigkeit der Engländer mutz auch von uns -oll anerkannt werden. * Erlös»ng »trn Llelittttsskrieg. Mit einem Schlage find die in jahrelangem Stellungskrieg erstarrten Massen Plötzlich elektrisiert. Der »snze Vormarsch vollzieht sich in musterhafter Ruhe uns Ordnung. Jetzt kommt den Deutschen ihre lang, jährige Friedenserziehung und ihre praktische Ersah- rung zugute. Nichts überrascht Führer und Truppe, ,s'-e, die ourch den Winter Masurens, ourch ras unwea- same Nußla-iv, über die Gletscher der Alpen drangen, kennen kein Hindernis. lieber alles Lob erhaben sind die Leistungen der Verbündeten, Oesterreichs. Schnelles Fslgerr -er schweren Artillerie. Tie deutsche Infanterie weiß, daß auch die schweren Batterien ihr auf dem Fuß folgen; sie kann sich felsenfest auf die Schwcsterwaffe verlassen. Kaum war Pe- \Q\}Ut genommen, als sie in dröhnendem Galopp auf- snhc, absetzte, und ihr todbringendes Feuer auf die vollgedrängten westlichen Rückzugsstraßen des abzie-- hencen Gegners richtete. Offiziere und Mannschaften rennen das Gelände, vertraut sind ihnen die Namen der Orte und Höhen, Kanäle. Tie Engländer geben re« Durchbruch zu. Der englische Heeresbericht vom 23. März mor- ßE-'s sagt: „Das schwere Ringen hielt bis in die späten Nachtstunden an der ganzen Schlachtsront an. Im Laufe des Nachmittags wurden mächtige feindliche Angriffe wir großen Infanterie- und Artillsriemasfen geführt. durchbrachen tiefer Bertei-igungsMem westlich von St. Quentin. Unsere Truppen an diesem Teile der Schlachtsront ziehen sich in guter Ordnung quer durch das verwüstete Gebiet zurück, um neue Stellungen weiter westlich vorzubereiten. Unsere Truppen im Nordteile der Schlachtsront halten ihre Stellungen. Ein sehr schwerer Kampf mit frischen Streitkräften ist im Fortschreiten. Eine Bedrohung -an Calais? Auch ein deutscher Stotz von oben, von Belgien her? Und dann die Engländer in der Zange? Die Pariser Blätter stellen folgende Befürchtung auf: „Es ist möglich, daß der gegenwärtige heftige Stotz des Feindes ein Gegenstück in einem Massenangriff gegen den linken englisch-belgischen Flügel in der Richtung Calais zwischen Iser und Arras' haben wird, der so eine direkte Bedrohung gegen England darstellen würde." Es ist das Seltsame in diesem Kriege, datz die Prophezeiungen der Gegner über den Schauplatz unserer Offensiven richtig waren: so jetzt bei St. Quentin. Sollten die Franzosen da auch mit dieser Vermutung recht haben? Die nächsten Tage werden es zeigen. Au- dem Bemen, der türkischen Kaffee-Gegend tm Süden der arabischen Halbinsel in der Nähe der englischen Seefestung Aden ' am Ausgange des Noten Meeres, haben die Türken gegenüber den von England aufgewiegelten Araber- Scheichs nach ihrem letzten Bericht schöne Erfolae errungen: u „Aus dem Asstr und Jemen eingetroffene Meldungen über Ereignisse in letzter Zeit lassen erkennen, !? lt m e c!$r ec 2:reue unsere dort befindlichen Truppen ihre Pflicht tun. Sie haben mit Energie die Rebellen niedergehalten und in zahlreichen Kämpfen mit Engländern an der Roten-Meer-Küste und bei Aden schöne Erfolge errungen. Allen Landungsversuchen der Engländer in der Gegend Hodeida war kein dauernder Erfolg beschieden, und auch bei Aden schlugen alle Angriffe der Engländer, um sich aus ihrer beengten Lage zu befreien, fehl Der Hilfe des getreuen Jman Dschaftcha muß hier mit tiefempfundener Dankbarkeit gedacht werden." Blitzlichter aus der Aieftnjchlacht: Die Marschleistungen unserer von Siegesgewißheit erfüllten Leute sind großartig. Clemeneeaus Zeitung „Homme Libre" phantasiert noch immer: „Die Deutschen werden unsere Front abhämmern, da und dort auch eine Beule hineintrei- ben. Immer aber werden wir auf der Hut sein und unsere Soldaten wach halten." Nach den letzten Berichten hatten die Franzosen bei Verdeuil und die Engländer bei Lille eine neue doppelte Offensive geplant, wobei ihnen die Deutschen nunmehr zuvorgekommen sind. Seit zwei Tagen ist auch der belgische Frontabschnitt einer starken Beschießung ausgesetzt. Der Krieg zur See. Tonnen. Berti», 24. Mürz. (Amtlich.) Neue U-BootSer- folge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 18 000 Br.- Reg.-To. Unter den versenkten Schiffen waren zwei Dampfer von ie 5000 Br.-Reg.-To. Namentlich fest- gestellt wurde der englische Dampfer „Baggitano" (3073 Br.-Reg.-To ), der im Aermelkanal versenkt wurde. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. * Ein uure-licher Buchsirhrer Reuter zufolge gab Herr Geddes am 19. «ärz im Unterhaus angeblich „tatsächlich" zutreffende Ziffern über Schiffsverluste und Neubauten bekannt. Die offensichtlich gefälschten Zahlen dieses verschmitzten englischen Ministers werden am besten erst widerlegt, wenn feine Rede im Wortlaut vorliegt. Sie gipfeln in der Behauptung, daß der Schiffsraum der ganzen Wett, abgesehen von den Mittelmächten, seit Kriegsbeginn rund nur 2 l h Millionen Tonnen zurückgegangen sei. Wohlwissend verschweigt Geddes nähere Erläuterungen Zu diesen im einzelnen wie in ihrem Gesamteindruck mit den Tatsachen im schärfsten Widerspruch stehenden Angaben. Auch lohnt die Mühe nicht, den Schlüssel zu suchen, wie dieser unredliche Äuchführer seine Bilanz unserer U-Bootserfolge vor der Wett auch nur dem äußeren Anschein nach zu rechtfertigen vermag. Doch einen gewissen Aufschluß darüber, was die englischen Rechenkünstler mit ihrer Irreführung im Grunde bezwecken, bietet ein Wort, das die „Times" nach einer Über die englische Demokratie gehaltenen Rede des Majors Sir John Smon am 18. Februar wiederaab: „Das große Ziel der englischen Politik müsse sein, hinter dem Rücken der deutschen Herrscher und Heere zu dem deutschen Volk zu gelangen und es zu überzeugen, daß unsere Ziele wesentlich fxieb lich und nicht angrisfSsüchttg seien." * * * Die „Wolf"-Mnnnschaft traf Montag auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin ein. Die Kapellen deö 2. Garderegiments und der Augusta- ner spietten das Flaggenlied. Ein tausendfaches brausendes Hurra erfüllte die weite Bahnhofshalle. Tücherwinken und jubelnde Zurufe begrüßten die aus den Fenstern herausblickende und ebenfalls lebhaft winkende Mannschaft. Politische RNRvschSL. — Der Kaiser hat dem Generalfeldmarschall Kronprinzen Rupprecht von Bayern den Stern zum Hohenzollernschen Hausorden mit Schwertern verliehen. — Die Polnische Regierung tat Schritte, um die Warschauer Stadtpost ab 1. April in eigene Verwaltung zu übernehmen. — Einer der bedeutendsten Rechtsgelehrten Deutschlands, Staatsrechtslehrer Professor L a b a n d in Stratz- durg, ist gestorben. — Der Kaiser verlieh dem Generalseldmarschall von Hindenburg das Eiserne Kreuz mit goldenen Strahlen und dem Ersten Generalquartiermeister General der Infanterie Ludendorff das Großkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Eiserne Kreuz mit goldenen Strahlen ist die höchste Auszeichnung deö Eisernen Kreuzes. Sie wurde bisher nur einmal und zwar dem Fürsten Blücher nach der Schlacht bei Belle Alliance verliehen. General Ludendorfs ist der fünfte Inhaber oe§ Großkreuzes des Eisernen Kreuzes. Diese Auszeichnung tragen außer ihm der Katter und die Gcneralseldmarschalle von Hindenburg, Prinz Leopold von Bayern und von Mackensen * :: Erleichterung für unsere Kriegsgefangenen. Im Dezember v. I. fanden in Bern Besprechungen Zwischen Vertretern der deutschen und französischen Regierung über Gefangenensragen statt. Die damals angebahnten Vereinbarungen smd jetzt abgeschlossen und von beiden Regierungen genehmigt worden. :: Sozialpolitische Anträge hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktivn zum Etat des Reichswirtschaftsamtes eingebracht. Darin fordert sie zunächst die Hin- aufsetznng der Gehaltsgrenze für die Versicherungs- Pflicht im Angestellten Versicherungsgesetz auf 8000 Mark, eine Forderung, die auch vereinzelt aus Angestelltenkreisen unter Hinweis auf die unsichere Lage dieser Art Angestellten erhoben worden 'st Wettere f unkte der sozialdemokratischen Anträge betreff-n die estimmungen über den Schutz der Kinder und Jugendlichen, über die Nachtarbeit weiblicher Arbeitskräfte und die Forderung von Hilfskräften aus dem Arbeiterstand im Gewerbeaufsichtsdienst. Ein detaillierter Antrag befaßt sich ferner mit der Regelung der Arbeitsvermittelung und der Rechtsverhältnisse der ausländischen Arbeiter während des Krieges und fordert u. a. die Freiheit dieser Arbeiter, einer Berufsorganisation im Jnlande beizutreten. Ein weiterer Antrag gilt den Gesundheitsschad i g u n g e n , die sich aus manchen Betrieben der Munitionsindustrie ergeben. - Schließlich werden eine Anzahl Abänderungen der Reichsversicherungsordnung gefordert, darunter die Erhöhung der bisherigen Grenze der Pflichtversicherung auf 5000 Mark und die Fortdauer der Versicherungsberechtigung auch bei einem höheren Einkommen als 4000 Mark. . >?' x } tbt l S? Zunahme der Verbrechen Jugendlicher wurde im hessischen Landtage lebhaft geklagt. Der Staatsminister Dr. Ewald sah dafür die Erklärung in der vielfach mangelnden elterlichen Aufsicht, wo der Vater im Heere steht und die Mutter dem Arbeitsverdienst nachzugehen gezwungen ist. Hierzu einige Zahlen: Im Jahre 1914 wurden in Hessen wegen Ver- brechen Jugendliche — also Personen vor vollendetem 18. Lebensajhre — rechtskräftig verurteilt: 96. Im Jahre 1915 aber bereits das Dreifache: 285, 1916: 347 und 1917 das Fünffache: 468. Wegen Vergehen: im Jahre 1914: 585, 1917 aber das Achtfache: 1915: 1145. 1916: 289- 4012. Argentinien: Wahlsieg der Kriedenepartei. L Die Wahlen für die gesetzgebenden Körperschaften des südamerikanischen Weizenlandes Argentinien find beendet. Die Radikalen, die P a r t e i des Präsidenten, haben in der ganzen Republik mit großer Mehrheit gesiegt. Aus aüer Welt. ** Feuer in einem Postwagen. In dem am Freitag abend von Rostock nach Neustrelitz abgelassenen Per- sonenzug entstand zwischen Rostock und Laage im Postwagen Feuer, das so schnell um sich griff, daß der ganze Wagen bald in Hellen Flammen stand. Der Zug wurde durch Ziehen der Notleine zum Halten gebracht, doch war an ein Retten der Postsachen nicht zu denken, sämtliche Briesschaften, Pakete und Zeitungen verbrannten. Zwei Postbeamte, die den Postwagen begleiteten, erlitten im Gesicht und an den Händen Brandwunden. Rsnbmor- im «üterwngen Ter Soldat Kraftfahrer Füll wurde in einem Güterwagen auf einem Anschlußgleise de- Bahnhof- Frankfurt a. M. ermordet und beraubt aufgesunden. Er war als Begleiter de- Wagens von der Front entsandt worden, um verschiedene Sachen in Frankfurt abzuliefern und hatte auch Pakete für Angehörige von Kameraden mitgenommen. Ter Inhalt dieser Sendungen fehlt zum größten Teil. Dem Toten, der durch den Kopf geschossen ist, wurde Uhr, Brieftasche und Portemonnaie geraubt. Von einer Krähertplage wird aus verschiedenen Teilen des Reiches berichtet. Die milde Witterung hat die frühe Einsaat des Sommergetreides, Sommerroggen, Gerste usw. erfreulich begünstigt. Leider mutz sich der Landwirt fürchten, daß das nicht von Vorteil war. Denn dieses Saatgetreide wird vielfach von vielen Hunderten von Krähen unheimlich belagert, die nicht nur die freiliegenden, sondern auch alte irgend erreichbaren Samenkörner hervorholen und wegfressen. Hierdurch wird der Ertrag, zumml das Samenquantum knapp bemessen ist, aufs höchste gefährdet und in Frage gestellt. ‘ ** Folgen -er Hamsterei: Tod Um sich der Unter suchung seines Rucksackes durch Polizeiorgane mit er- hamstertem Brot und Butter zu entziehen, sprang der 15 jährige Klein ans der Sonneberger Gegend in die Itz und erreichte schwimmend das andere Ufer. Die Ware wurde ihm trotzdem abgenommen. Die Flucht durch das kalte Wasser kostete ihm aber das Leben, er starb nach einigen Tagen an den Folgen der Erkältung. ** Ganzer Möbelwagen gestohlen. Dem Fuhrunternehmer H. Schulte in Dortmund wurde von einem ungetreuen Fuhrmann, einem Kriegsinvaliden, ein halb- offener Möbelwagen mit zwei Pferden und vollständigem Geschirr gestohlen. Ter Wagen wurde Zuletzt in Court, zwei Stunden entfernt, gesehen. /X Gegen die Güterdiebe. Um die Nach- und Abschubgüter des Heeres, sowie die Privatsendungen an die Front und von der Front gegen Beraubung, Diebstahl und Unterschlagung zu'schützen, sind besondere militärische Nach- und Abschubüberwachungs- stellen in einer Reihe wichtiger Eisenbahnstellen eingerichtet worden. Durch diese Kommandos sind in der letzten Zeit vom 1. August 1917 bis zum 28. Februar 1918 über 1000 strafbare Fälle aufgeklärt, 2941 Täter ermittelt und gestohlene bzw. unterschlagene Gegenstände im Werte von über 765 000 Mark der Heeresverwaltung wieder zugeführt worden. Dieser schon recht bedeutende Erfolg würde sich aber erheblich steigern, wenn die Allgemeinheit die Kommandos unterstützen würde. Nicht nur, wer Angehörige an der Front hat, sondern jeder von un§ hat das größte Interesse daran, daß unsere Feldgrauen das bekommen, was ihnen gebührt und zugedacht ist. Darum scheue sich niemand, die Uebel- täter, die sich an Sendungen zum und vom Feldheer vergreisen, den Kommandos anzuzeigen. Nur wenn jeder an seiner Stelle mithilft — und wer wollte dies nicht, gilt es doch, die Schlagsertigkeit unseres Heeres au erhalten und zu erhöhen — kann dem weiteren Umsichgreifen der strafbaren Eingriffe in fremdes Eigentum und damit einem wetteren Sinken der Moral Einhalt geboten werden. Mittel sind bereitgestellt, den Anzeigenden in geeigneten Fällen eine Belohnung zuteil werden zu lassen. Die Anzeigen sind zu richten: „An die Nach- und AbschubüberwächungSstelle in . * Der Hochbahngesellschaft Berlin wurde gestattet, den Tarif für alle Strecken um 5 Psg. zu erhöhen,' daraus erwartet die Gesellschaft eine Mehreinnahme von 3 Vs Millionen Wtotf, 'ei Verkaufen rurd Dersieißerungen aus Destanösn der Heeres-- und Msrineserwaliung, dis für KrLegszwsöe nicht mehr gebraucht Verdcri, kann dis Zahlung an Gelds s Statt durch Hingabe von Kriegsanleihe gslsrsist werden. Diese Vorschrift erstreckt ans alles, was bei Ser DemohUsiermng Zur Abgabe an Sie lrei wird, also insbesond re auf Pferde, Fahr- zsuge uns Geschirre- Feldbahngerät, Motorlokomotiven und Kraftfahrzeugs nebst Zubehör; Futtermittel und sonstige Dor- Me; landwirtschaftliche Maschinen und Geräts sowie Werkzeug; FübrikeinrichLungen mit den zugehörigen Maschinen MS GeMen; Eisen, Stahl und andere Metalle; Holz und synsiiges Baumaterial; Webstoffe und Rohstoffe aller Art. & m 0 je w, we^öeu ö§r> t e. i mg' j in Kriegsanleihe leisten, ist gleichen Geboten bevorz«ßt. Oie Kriegsanleihe wird zu.m vollen Äcnu^ rage augsrechnei und bis zur Höhe des Kauf- od.'L ZuschlagSprssfes -n Zahlung genommen. - Als Kriegsanleihe in diesem Gilb gelten sämtliche /z 0 / J IQ llüerr Schuldverschreibungen des Reichs ohne Unterschied somie di; seit der 5. Anleihe arrögegebenen 4 1 / 2 %lßen auslösbaren GchatzanweisUngen Also: irur die Kriegöankeihe, ni«ht der Besitz Sarm Geldes, rietet Stchecheit dafür, daß der Landwirt m sD der GewerSeireitzende nach Iriedensschluß das, was er braucht, «m di m frei werdenden Ky'egsgerA erwerben kann. Gei ftti zeichne! Cilerarifcbes. * * Die geiftigsittliche Bedeutung des Soldatcnlebens. Von Priv.-Doz. Dr. Johs. M. Verweyen, Bonn 191.8, A. Marcus L E. Webers Verlag (Dr. jur. Albert Ahn). Preis M. 1,50. Der durch zahlreiche Schriften bekannte Verfasser schildert in lebendiger Weise auf Grund eigener Erfahrungen und Beobachtungen, die er als Infanterist und später als Artillerist in Massen- quartier und Kaserne, im Barackenlager und Unterstand, im Feld-, Kriegs, und Heimatlazarett gemacht hat, die soldatische Erziehung als eine Schule zur Schärfung des Denkens, zur Läuterung des Fühlens und zur Kräftigung des Wollens. 9 Ernst Ludwig Zwingenberg: Die Episoden seiner Kindheit. Roman von Philipp Krämer. Berlin 1917, Furche- Verlag. Geheftet 2,80^Mk., gebunden 4. Mk. Dies Buch sucht nichts Geringeres als die Liebe der Deutschen, sagt der Verfasser in seinem Vorwort und fügt hinzu, das, was der Deutsche jetzt im vierten Kriegsjahr lieben solle, ihn irgendwie mit Kräften speisen müsse, die ihn stählen in seinem Lebenskampf. In das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, in jene Zeit kraftvollen Aufblühens fröhlicher Kräfte und neuen Werdens in Deutschland führt der Roman, die Kindheit der jetzigen Generation, die klaglos stirbt, ein Segenswort für die Zukunft des Geschlechtes von Morgen auf den Lippen, wird lebendig und wirkt machtvoll auf den Leser. Das Werk ist das Vorspiel einer Reihe von Bänden, die die Geschichte des deutschen Geschlechtes von l c 90 darstellen sollen. iS, Der Siegeszug durch Rumänien. Unter den welthistorischen Siegen, die unsere tapferen Truppen im gegenwärtigen Weltkriege in einem Umfange und in einer Bedeutung errungen haben, wie sie noch nie die Kriegsgeschichte gesehen hat, stehen ihre überaus grosten Erfolge in Rumänien, r>er Durchbruch am Roten-Turm-Paff, die Eroberung der Dobruds cha und der Wallachei nicht an legier Stelle. Eine lebendige Darstellung dieser Kämpfe und eine anschauliche Schilderung der Oertlichkeiten, in derben sie sich abgespielt haben, wird daher stehts aufmerksame und dankbare Leser finden, und so darf auch, ganz besonders ein Werk die Beachtung weiterer Kre.'se beansprr lchen, das der Major im Kriegspresseamt Alfred von Owerg soek.en unter dem Titel: „Der Siegeszug durch Rumänien.' Auf den Spuren unserer Armee — Hermann Hillger Verlag, Berlin, Preis 2 Mk.—herausgegeben hat. Der Verfasser hat als Führer einer Gruppe neutraler Kriegsberichterstatter im Z^luto die eroberten Gebiete Rumäniens kreuz und quer durchzöget? und so die beste Gelegenheit gehabt, die Gegenden, in denen wir unsere gewaltigen Siege erfochten haben, genau kennen zu lernem. Das vortreffliche Buch, das durch eine größere Anzahl von guten ckartographischen Skizzen erläutert wird, darf der Beachtung »rer weitesten Kreise sicher sein; ganz besonders aber ivird es von den Teilnehmern an diesen Kämpfen gern gelesen werden. m Neue Bücher in Neclams N-Bibliothek: Sir. 5^41. 5942. Gras Gobineau, Frankreichs Schicksale im Fahre 18'»0. Aus Gobineaus Nachlaß. In autorisierter Ueber- tragung von Rudolf Schlösser. Geh. 80 Pf., geb. Mk. 1,35. Nr. 5964. Blüchers Briese. Ausgewählt und erläutert von Dr. Heinrich St4imcke. Mit BlüchersMwnis. [112©.] Geh. 40 Pf., geb. 90 Pf. Nr. 5926. Walther Siegfried, Paris vor dem Weltkrieg. Eine Schilderung. [72 S.] Geh. 40 Pf. Verantwortlich: 2Üf>tn Klein in Gießen. Das Zeldheer braucht dringend heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere! ftircdiicbe -tnrelgen. K a l f c e f t a {] den 29. M ärz. In dec Stadtkirche. Vormittags 9 72 Ufjr: Pfarrer Mahr. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für Matthäus- und Markusgemeinde. AnmeL düngen werden vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Vormittags ll 1 /* Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- und Markusgcmeinde gemeinsam. Pfarrer Mahr. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 9 l / 2 Uhr: Pfarrer Lechtolsheimer. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Vormittags 11V 4 Uhr: Kinderkirche für die Johanuesgkmeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottcsdbnst. Pfarrer Aufseid. Kuverle il MW Ui Bein, Mi. Osterverlehr 1918. Alle verfügbaren Betriebsmittel müssen nach wie vor in erster Linie Heereszwecken und zur Bewältigung des Güterverkehrs dienen. Für den Personenverkehr zu Ostern können daher besondere Vorkehrungen uicht getroffen werden. Mit Unzuträglichkeiten aller Art, Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs muß gerechnet werden. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen mit der Eisenbahn müssen unterbleiben. Frankfurt (Main), im März 1918. Königliche kisenvMöirelrlion Kittlose ?iMbee?°fenlm R. G. M. aus Kiefer- und »enholz, jedes Ouantum so- lieferbar. Südd. Tachsenftcrfabrik 1 . Karl Bilz, Landau, Pfalz. Eiserne gehSUsr ä ede Form u. Ausführg. iefern als Spezialität labeUScheurerG.Di iil Dbcrursel bei Frankfurt im Main. la Stahlfedern t. i. 40 g. Schachteln zu M. 1,85 Siegellack tun, gute Qualität, Mk. 6, ivarz Mk. 3,50 p. Pfund noch ;ugeb. M. Linick, Gelnhausen. Rsiserbessn liefert zu 50 Pfg. d. Stück, im Waggon v. ca. 5000 Stück zu 48 Pfg. ab Stat. Siegen Fritz L e i c n b a ch Siegen i. Wests. Brennabor- Kinderwagen u. Klapp wagen in großer Auswahl eingetroffen. 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