öezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich IMMk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung n ich t verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. 5ÜdüNlage 21. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deS Zahlung«- zieleS (30 Daae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der „Siefteuer Zeitung", Gießen. Druck der Gieftener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Rr. 21._ Telephon Nr. 362 . Mittwoch, den 13. März 1918. Telephon Nr. 362. Zl. Jühtg. Die kurländische Hrrzogskrozze dem Kaiser. Im Westen mehrere günstige Vorstöße. Große Erfolge der U-Boote und der deutschen Flieger. Kurlands Uiunfcb. Berlin, 12. Marz. Wie der „Berl. Lokal-Anz." melden kann, hat der in Mitau tagende kucländische Landesrat folgende Beschlüsse einstimmig gefaßt: 1. Den Deutschen Kaiser und König von Preußen Zu bitten, die Herzogs kröne von Kurland anzunehmen. 2. Dem Wunsche Ausdruck Zu verleihen, durch Abschluß von Abmachungen über das Militär, Zoll-, Verkehrs-, Bahn-, Münz- und Gerichtswesen und andere Verträge Kurlands möglichst eng an das Deutsche Reich anschließen. 3. Die Hoffnung auszusprechen, daß daS ganze Baltenland zu einer staatlichen Einheit im Anschluß an das Deutsche Reich zusammengefaßt werde. Der Antrag um Absendung einer Huldigungsdrahtung an den Kaiser fand ebenso einstimmig Annahme, desgleichen der Antrag, eine viergliedrige Abordnung nach Berlin senden, um dem Reichskanzler den Beschluß persönlich zu überreichen. Amtliche deuffcbe Cagesbericbte. wtb Großes Hauptquartier, 9. März. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht Rege beiderseitige Erkundungstätigkeit führte östlich von Merken?, am Houthoulster Wald und nordwest, lich von Gheluvelt und auf dem Nordufer der Lys zu heftigen Jnfanteriegefechten. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. — Vielfach ausübender Feuerkampf der stch am Abend besonders an der flandrischen Front und nördlich von der Cearpe verschärfte. An der Front der Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. lebte die Gefechtstätigkeir nur in wenigen Abschnitten auf. Zur Vergeltung für feindliche Bombenabwürfe auf die offenen L-tädte Trier, Mannheim und Pirmasens am 19 und 20. Februar haben unsere Flugzeuge in der Nacht vom 8. zum 9. März Paris erneut mit Bomben angegriffen und große Wirkung erzielt. Osten: Bandenkämpfe nördlich und südlich Birzula an der Bahn Shmcriuka—Odessa. Die Banden wurden zersprengt. * Von den anderen Kriegsschauplätzen n chts Neues. Der Erste Generalquarttermcister: Ludendorss. Berlin, 9. März, abends Ein starker englischer Vorstoß bei Monchy südlich von der Scarpe wurde ab- gewiesen. — An bcr lothringischen Front lebhafter Ar- tilleriekampf in der Gegend von Badonvillers, dem in den frühen Nachmittagsstunden ein feindlicher Infanterie- atigriff folgte. Die Kämpfe sind noÄ nicht abgeschlossen. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. * *5 000 Tonnen verfeultt. Berlin, 9. März Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kap'tanleutnant Spieß, hat unseren Geg- nern durch Vernichtung von 35 000 Bruttoregistec- tonnen Schiffsraum schweren Schaden zugefügt. In glänzend durchgeführten Angriffen wurden in der Einfahrt zur Irischen See unter erheblicher Gegenwirkung ein schwerbeladenec amerikanischer Fracht- dampfer von 10000 Bruttoregistertonnen, ein Tank- dumpfer von etwa 5000 Bcuttocegistertonnen und aus einem stark gesicherten Geleitzuge das Schlußschiff von etwa 3000 Bruttoregistcrtonnen abgeschoffen. — Am Abend deS 11. März torpedierte das Boot den von mehreren Zerstörern geleiteten englischen Hilfskreuzer „Calgarian" von 17 550 Bruttocestertonnen. Da der Hilfskreuzer nicht sofort sank und von Bewachungsschiffen ins Schlepptau genommen wurde, griff es ihn ungeachtet der von allen Seiten zur Bergung des wert- vollen Schiffes herbeieilenden Zerstörer und Bewachungs- fahrzeuge erneut an und versenkte ihn durch einen zweiten Torpedo. Der Chef des Admiralstabes der Marine. O 20500 Tonnen verfenltt. Berlin, 9. März. Auf d m nördlichen Kriegsschauplatz fügten unsere U-Boote dem Gegner einen Verlust von 20500 Bc.R.To. Handeltzschtffsraum Zu. Die Erfolge wurden größtenteils an der Westküste Frankreichs und am Westauögunze des Aermeikanals erzielt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. 9 wtb. Großes Hauptquartier, 10. März. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die englischen ErkundungSvocstöße dauerten an; stärkere Abteilungen brachen südlich von Monchy vor. Bei ihrer Abwehr wurden Gefangene gemacht. Am Abend vielfach auflebendec Feuerkampf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich von Reims drangen Sturmtcuppen in die feindlichen Gräben und brachten Gefangene zurück. Erhöhte Gestchtstätigkeit beiderseits von Ocnes. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nordwestlich und westlich von Blamont am Abend rege Feuertätifkeit der Franzosen. Nach mehrstündiger Artillerisvorbereitung griffen starke feindliche Abteilungen am Nachmittag zwischen Angervillec und Ba- donvillcr an und drangen teilweise in unsere vorderen Gräben ein. Vor unseren Gegenstößen zog sich der Feind in seine Ausgangsstellen zurück. Wücttembergische Sturmtrupps, nassauische Landwehr und Flammenwerfer nahmen bei einem Vorstoß in die französische Stellungen südwestlich von Marktrch einen Offizier und 36 Mann gefangen. » In den beiden letzten Tagen wurden 28 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballon abgeschossen. Jagdstaffel Bölcke brachte ihren zweihundertsten Gegner zum Ab- stürz. Von den anderen Kriegsschauplätzen nicht Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 10. März, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. ^ is ooo rönnen. Berlin, 10. März. Unsere U Boote haben im Sperrgebiet um England 18000 Brgt. Schiffsraum vernichtet. Unter den versenkten Schiffen waren 2 Engländer. nämlich der bewaffnete Dampfer ..Dalewood" von 2420 Brgt, mit 3000 Tonnen Kohle für die englische Flotte in Scapa Flow bestimmt, und der bewaffnete Dampfer „Largow", 1764 Brgt. mit 2400 Tonnen Kohle für Belfast. Zwei weitere Dampfer, darunter einer von 4000 Brgt., hatten als Ladung Masutöl an Bord. wtb. Großes Hauptquartier, 11. März. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Die Artillerie- und Minenwerfertättgkett lebte am Abend vielfach auf. Rege Erkundungstätigkeit hielt an. Eigene Abteilungen drangen an mehreren Stellen der flandrischen Front, in der Gegend von Armentieres und auf dem westlichen Maasufer in die feindlichen Gräben ein und brachten Gefangene und Maschinengewehre zurück. Bei einer deutschen Unternehmung nordöstlich von Reims trat wiederum eine in letzter Zeit mehrfach beobachtete, aus der Kathedrale von Reims eingerichtete Blinkstelle der Franzosen in Tätigkeit. — Hauptmann Ritter von Tutschek und Leutnant Wüsthoff errangen ihren 27., Oberleutnant Vethge seinen 20. Luftsieg. Osten. Feindliche Banden wurden bei Bachmatsch nordöstlich von Kiew und bei Rasdlelnaja an der Bahn Shme- rinka-Odcssa zerstreut. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Genecalquartiermeistec: Ludendorff. 9 Berlin, 11. März, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. 22700 tonnen! Berlin, 11. März. Eines unserer Unterseeboote. Kommandant Kapitänlcutnant von Glasenapp, hat an der Westküste Englands fünf Dampfer und einen Segler mit zusammen 22 700 Brüttoregistertonnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden stch drei besonders wertvolle Dampfer, von je etwa 6000 Brutto- registertonnen, drei von den fünf Dampfern waren Tankdampfer. Alle Dampfer waren bewaffnet und mit einer Ausnahme tief beladen. Namentlich konnte festgestellt werden der bewaffnete englische Dampfer „Btrchloof" (5847 Bruttoregistec- tonnen), der nach der Torpedierung mit Artillerie in Brand geschossen und dessen Kapitän gefangen cinge- bracht wurde, und der englische Dampfer „Haileybmy" (2888 Bcuttorgistertonnen). Der Chef des Admiralstabes der Marine. 9 ■ wtb. Großes Hauptquartier, 12. März.. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Die feindliche Artillerie entwickelte am frühen Morgen an vielen Stellen der Front, namentlich zwischen der Lys und der Scarpe. rege Tätigkeit. Im Vorfeld der. beiderseitigen Stellungen kam es zu kleineren In- fantertegefechten. — Das Feuer englischer Artillerie auf rückwärtige Ortschaften forderte zahlreiche Opfer unter der französischen Bevölkerung. Auch Eambrat eihtelt mehrere Schuß schwerster Kalibers. 9 Zur Vergeltung für feindliche Fliegerangriffe am 9. und 10. 3. auf Stuttgart, Eßlingen, Untec-Türkheim und Mainz haben unsere Flieger in letzter Nacht Paris ausgiebig mit Bomben belegt. Leutnant Frhc. v. Richthofen errang seinen 27. Luftsteg. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. 9 Berlin, 12. März, abends. Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Chef des Admiralstabs der Marine. MAI LiCht WWM NeueTypen Osnm m Mnm. I Qasqef ülite Lampen 25und oO A’att | m Ankauf dem Glasballon emgeaJzie tnhoAM bürät für dasF&bnlzaf £?r Gasgefüllt-bis 2000Watt Gegen den Schleichhandel. Wenigsten- Gefängnis — daneben bis 500000 Mk Geldstrafe. Tie Würfel sind gefallen. Der Schleichhandel entgeht seinem Schicksal jetzt nicht mehr. Das Kriegsernährungsamt schreibt: ^ Ter Bundesrat hat nunmehr die fett längerer Zeit angekündigte Verordnung gegen den Schleichhandel erlassen, die am 15. Mürz 1918 in Kraft tritt. Sie richtet sich' gegen'den Schleichhandel in der Form des gewerbsmäßigen, zur Weiterverttußerung erfolgenden Aufkaufes öffentlich bewirtschafteter Lebensoder Futtermittel, der die Erzeuger zu verbotswidriger Abgabe von Waren in größtem Umfange verleitet oder ihre Bereitwilligkeit hierzu ausnutzt, um demnächst diese Ware mit erheblichem Gewinn abzusetzen, und infolgedessen zu einer ernsten Gefahr für die Aufrechterhaltung des staatlichen Ernährungssystems geworden ist. Da von Geldstrafe aNein gegen gewerbsmäßige Schleichhändler in Anbetracht der außerordentlich hohen Gewinne, die im Schleichhandel erzielt zu werden Pflegen, eine nennenswerte Wirkung nicht zu erwarten ist, der gewerbsmäßige Schleichhandel auch schon durch die Art der Strafandrohung dem Volks- empsinden entsprechend als besonders verwerflich gekennzeichnet werden muß, sieht die Verordnung vor, daß gegen den gelverbsmäßigen Schleichhändler stets' auf Freiheitsstrafe zu erkennen ist. Daneben muß in jedem Falle auf Geldstrafe erkannt werden, die bis zur Höhe von 500 000 Mark bemessen werden kann. Auch kann aus Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt und ungeordnet werden, daß die Verurteilung auf Kosten des Täters öffentlich bekanntzumachen ist. Die gleiche Strafandrohung ist gegen denjenigen vorgesehen, der sich gewerbsmäßig zu einem verbotenen Erwerb von Lebens- oder Futtermitteln erbietet oder gewerbsmäßig Schleichhandelsgeschäfte vermittelt. Für den wiederholten Rückfall, dessen Voraussetzungen im wesentlichen in Anlehnung an die Vorschriften des Strafgesetzbuches über Rückfalldiebstahl geregelt sind, droht die Verordnung Zuchthausstrafe, bei mildernden Umständen Gefängnis nicht unter 0 Monaten an. Neben Zuchthaus ist in diesem Fall die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zwingend vvrgeschrieben Lansdowne, der englische Friedeusglockner. Die neuesten Kundgebungen des alten konservativen Führers Lansdowne erregen die Oeffentlichkeit weiter in erheblichem Grade. Besonders in Frankrich gefällt die Presse sich in kreischenden Tobsuchtsanfällen und vergißt dabei die einfachsten Formen des Anstandes. „Echo de Paris" erklärt Lansdowne für einen durch den Krieg vollkommen verwirrt gewordenen Greis, der einer sozialpolitischen Ordnung angehöre, die verschwinden müsse. Eine andere Erklärung für daS skandalöse Dazwischentreten Lansdownes gebe es nicht. „Journal" stellt fest, daß man sich leider allzu sehr in der Hoffnung gewiegt habe, das Angebot des Grafen Hertling werde keinen Widerhall finden. Lansdowne greise die Argumente des Kanzlers an, umgehe aber dabei ihm unbequeme Schwierigkeiten. Das sozialistische Blatt „Oeuvre" äußert sich wen i g e r ablehnend und sieht Lansdownes Ansichten als das Spiegelbild eines großen Teiles der Meinung der konservativen Partei Englands an, die schon verschiedentlich in der englischen Geschichte die Leitung der Geschäfte an sich gerissen habe, um große Konflitte friedlich zu lösen. Das Dokument könnte wohl Fölst en haben, die man nicht übersehen dürfe * Einstweilen kein Ueber-OptimismuS. Auch ein Wechsel der Leitung in England würde uns der Verständigung mit diesem Lande kaum näher bringen, denn selbst zwischen den Auffassungen der Engländer mildester Tonart und den unseren besteht ein schwer zu überbrückender Gegensatz. Man denke nur an die dieser Tage veröffentlichte neue Auslassung des Lord Lansdowne zur Friedensfrage. Der „Manchester Guardian" freilich meint, der Brief Lansdowne bilde eine Stufe auf dem Wege des Friedens. Dabei verlangt Lansdowne bedingungslose Herausgabe Belgiens, Nordfrankreichs, Serbiens usw. und Einstellung des U-Boot-Krieges, und dann erst soll auf einer Friedenskonferenz über die deutschen Kolonien, über Elsaß-Lothringen, über die italienischen Ansprüche, die englischen Ansprüche auf Teile kurz über das, was die andern wollen, verhandelt werden — wohlgemerkt, nachdem wir alle Trümpfe, die wir im Spiel haben, fortgeworsen haben, uns also in die Lage gebracht haben, das Spiel verlieren zu müssen. Also auch Lord Lansdowne mutet uns zu, politisch und militärisch Selbstmord zu begehen! Wenn er also Erfolg mit seiner Propaganda erzielen will, dann muß er schon seinen Leuten mit mehr Nachdruck entgegentreten. Was wird mit Rußland? Matlsiziernng des Friedens am 12. März. Am 12. März soll die „Volksvertretung" in Moskau den deutsch-russischen Friedensvertrag ratifizieren. Dann soll Friede sein, beide Reiche sollen dann in „Frieden und Freundschaft" leben", wie e» in dem Vertrag heißt. Wie stehts damit? Tie Franzosen hosftu aus Erfolg ihrer Quertreiberei. Nach Andeutungen französischer Blätter beabsichtigt die Entente, in dem russischen Hinter lande eine ihr gefügige Sonderregierung zu schaffen und ihr durch weitgehende diplomatische und militärische Unterstützung die Möglichkeit zu bieten, den Mittelmächten entgegenzutreren, vielleicht diese sogar zu bekämpfen. Liesen Weisungen lst es zuzuschreiben, daß die französische Mission Ses Generals Bert Helot in Rumä- flten die Wer surrst erhielt, von dem Angebot der freien Durchreise durch die Länder der Mittelmächte kernen Gebrauch zu machen, sondern sich weiter nach Rußland zurückzuziehen. Biel erreichen wirr man damit nicht. Das Russenheer hat keine Geschütze mehr nud ist cti. j sonst immobil und nicht leistungsfähig. Auch der erfahrenste Mitarbeiter des Generalissimus Krylenko, Miasnikow, hält die Reorganisation der Armee für eine Unmöglichkeit. Trotzki trotzt weiter. Aus dem 7. Kongreß der M a x i m a l i st e n p a r- ! tei hielt Trotzki eine Rede, worin er von seiner j Demission als Volki-kommissar des Auswärtigen Mitteilung machte. Die Absichten Trotzkis gehen 'jetzt daraus hinaus, bei Dem Moskauer Konvent des Sowjets Führer der kriegerischen Opposition zu werden. Tie Führung der auswärtigen Angelegenheiten sotten setzt Lenin und Solkonmtow gemeinsam über- neymen. Damit darf der Kampf Lenin -Trotzki als in ein neues Sradiurn eingetreten angesehen werden, aber in einem Stadium, in dem Lenin weiter schnell und sicher siegen wird. Rußland hat ja keine Gegensätze mehr. Was will es da? * . * Ueber einen Kanal Ostsee— Schwarzes Meer sagt eine offiziös ausgemachte Auslassung im „Berl Lotal-Anz.": „Die in der Anbahnung begriffene wirtschaftliche Ordnung in Rußland schließt, wie wir hören, auch den großzügigen Plan eines Kanals vom Baltischen Meer bis zum Schwarzen Meer in sich. Das Projekt lehnt sich an den Beginsttkanal an, seine Ausführung fordert die Investierung von zwei Milliarden Mark. Tie maßgebenden deutschen Stellen stehen dem Plane sympathisch gegenüber, auch das deutsche Kapital dürste nicht zurückhalten. Wir begrüßen die Aufnahme dieses wlirtschaftlich eminent wichtigen Unternehmens in das deutsch-russische Wirtschaftsprogramm. Groß- Rußland und die Rand-Völker bekamen einen be- quemenWegzudenMeeren. Im Norden dürfte der Kanal auch für große Dampfer fahrbar werden. Mit der Erklärung Rigas zum Freihafen dürfte den Interessen Rußlands weiter entgegengekommen werden. Im Süden wird die Ukraine von dem neuen, mit allen modernen Einrichtungen zu versehenden Wasserweg profitieren. Wir glauben auch, daß freundnachbarliche Empfindungen Rußlands zu uns wachgerufen werden, wenn wir den Weg zum Meere öffnen, der die russischen Bundesstaaten, die von Rußland abgelösten selbständigen Staaten und die Randvölker, die zu uns gekommen sind, sich wünschen. So sollte eS wenigstens sein. Nachdem Deutschland im Osten, erhalten hat, was es braucht, wird eS den Nachbarn gern unterstützen und dabet nicht kleinlich verfahren. Natürlich muß das politische und wirtschaftliche Wohloerhalten der russischen Republiken uns gegenüber dieses großzügige Entgegenkommen Deutschlands rechtfertigen." Abgeletznter Botschafter Der Bolscheniili. Nach norwegischen Blättern ratn Kam e njeff (der als Sekretär der Russen in Brest war und nun als Pariser Botschafter ausersehen war) gestern auf der Rückreise von England in Bergen an, da ihm das Betreten des französischen Bodens, wo er die Bolschewiki-Regierung vertreten sollte, verboten worden war. Kamenjesf hat sich inzwischen in Norwegen um seine Sache „verdient" gemacht, indem er in Christiania die Massen auszuwiegeln suchte. Japan nicht nach Europa. Nur Sibirien, natürlich für sich. Tie Entente wird das Nachsehen haben. Wie die französischen Blätter melden, sind die nächsten Ziele der japanischen Aktionen in Sibirien Tschota oder Irkutsk am Baikalsce, etwa in der Mitte Sibiriens. Japan erklärte, der Transport seiner Truppen au die russische Front sei materiell unmöglich. Eine Intervention Japans in Rußland würde ans ungeheure Schwierigkeiten stoßen. ES ist somit anzunehmen, daß sich Japan auf die notwendigen Operationen in Ostsibirien und in der Mandschurei beschränken wird. Tie Hilfe Chinas wird gering sein, da die politische und innere Lage der chinesischen Regierung dringendere Sorgen bereitet. Kabinettskrise in England. Gerüchte über Lloyd Georges Rücktritt. Der „Daily Expreß widerspricht den dauernden Gerüchten über die Abdankung Lloyd Georges und Bvnar Laws. Das Blatt hält es aber für möglich, daß Mac Pherson als erster Staatssekretär Irlands die Stelle von Hughes einnehmcn werde. Eine Entscheidung sei zwar noch nicht getroffen, dürfte aber sehr schnell erfolgen, da alles von der Montagsdebatte im Unterhause abhängt. Bei dieser Debatte dürfte die Regierung einen schweren Stand haben, wenn der Premierminister wegen seiner Beziehungen zu der Northcliffe- Presse interpelliert wird. Das Blatt erklärt, England brauche einen Mann mit dem Rückgrat Clemenceaus, der nicht nur wisse, was er wolle, sondern der auch diejenigen Mittel anwende, die er für seine Zwecke für nötig halte. Von den Fronten. Noch immer BorbereitungS-Kämpse. Im Westen stehen wir noch immer im Stadium der Erkundung-- und Vorbereitungs-Kämpfe, aus denen sich auch der blutig abgewiesene französische Angriff auf der lothringischen Front bei Badonviller nicht abhob. TaS Wetter begünstigte nicht nur die Erkundungs- gesechte, sondern auch die beiderseitige FliegerEttg- keit in hohem Maße. Unsere Erkundungsabteilungen brachten dabei m verschiedenen Stellen Gefangene Sturmtrupp bei Beccelaere. Die vor ihm aus ihrer Stellung fliehenden Engländer ließen ihm fünf Maschinengewehre. Trr französische Mißbrauch von Kirchen. Angesichts der Tatsache, daß die Franzosen, trotz- dem ite bekanntlich die eigenen Kathedralen niemals schonen, wie die Behandlung der Kathedrale von St Quentin bewiesen hat, stets klagen, wenn wir auf Kirchen schießen, muß ein neuer Mißbrauch der Kathedrale von Reims durch - den Feind festgestellt werden Es wurde nämlich unabweisbar festgestellt, daß die Fran- zolen dieses. Gebäude zu Blinknachrichten gebrauchen. Nt selbstverständlich Pflicht für unsere Artillerie, diesem Mißbrauch ein Ende zu machen. Eine Schlacht gegen Deserteure. In der Ukraine sind wir bis auf n e u n M e i l e n an Odessa herangekommen. Tie Bandenkämpfe, zu es auf unserem Wege in der Ukraine kam, waren bei Bachmatsch mit numerisch überlegenen tschechischen Truppen, neuerdings übergelaufenen Teser- teuren der österreichisch-ungarischen Armee, auSzu- fecytcn, die auch über Geschütz verfügten. Für die Naivität dieser Deserteure spricht die Tatsache, daß sie glaubten, eine Bitte um freien Abzug werde unsererseits bewilligt werden. Davon war natürlich keine Rede, und fte werden der den Deserteuren im Felde drohenden Strafe nicht entgehen. Vom A-Bootkrieg. Die N-BoOt-TaseSstrecke. Berlin, 10. März. Amtlich Unsere Unterseeboote haben im Sperrgebiet um England 18OCO Br^ Meg.-To. Schiffsraum vernichtet. Unter den versenkten Schissen waren zwei Engländer, nämlich der vervafft nete Dampfer „Dalewood" (2420 To.), mit 8000 To Kohlen für die englische Flotte in Seapa Flow bestimmt, und der bewaffnete Dampfer „Largo" (1764 Tonnen), mit 2400 Tonnen Kohlen für Belfast. Zwei wettere Dampfer, darunter einer von 4000 Tonnen, hatten als Ladung Oel an Bord. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Tie Rationierung in England. Ueber die kürzlich in Kraft getretene ZwangS- zuteilung der Lebensmittel sowie über ihre Ursache, die U-Bootswirkung, schreibt die „Sunday Times" vom 10. Februar: „Das Volk kann nicht begreifen, warum die zu lange hinausgeschobenr Rationierung plötzlich eingeführt wird. Dafür muß die Admiralität verantwortlich gemacht werden. Sie hat den Umfang unserer Schisfsoerluste geheimgehalten, und in dem Wunsche, dem Feind keine Anhaltspunkte zu geben, einen gänzlich falschen Eindruck im Lande hervorgerufen. Dem Durchschnittsengländer wurde nie die äußerst wichtige Tatsache mitgeteilt, daß nicht nur in der Welt eine LebensmitteUnappheit, sondern eine weit ernstere Knappheit an Schissen besteht, und daß wir nicht mehr auf die reichlichen überseeischen Zufuhren rechnen können, von denen wir in der Vergangenheit lebten. Die Unterseebootsdrohung hat sich zu einer richtigen Gefahr gestaltet und wir sind unleugbar in bisher nie gekannter Weise auf unsere eigene Hrzeugnng angewiesen. Frankreich unter Dem Truck de» U-Bsstkriege». Aus die wenig erfreulichen Zustände der französischen Versorgung Wersen die folgenden Ausschnitte aus verschiedenen Briefen aus verschiedenen Orten grelle, Schlaglichter: ^Unsere Stadt ist wieder 24 Stunden ohne Mehl gewesen. Tie Bevölkerung war aufgebracht und hat die Schaufenster zweier Bäckereien eingewor- fen, um gegen den Brotmangel zu protestieren/' — „Das Brot ist sehr schlecht. Es ist schwarz wie Kohle. Um etwas zu bekommen, muß man stundenlang warten." — „Es ist höchste Zeit, daß wieder normale Verhältnisse eintreten. Man findet keinen Tabak mehr. Es herrscht eine Krisis." — „Tabak kann man nicht finden. Ebenso Lebensmittel und andere Sachen. Wir sind in vollständigem Elend. Wir haben so etwas noch nicht erlebt." — „Mein Vetter aus Marseille schreibt, daß dort weder Brot noch Tabak zu finden sei." — „Tabak kann man nicht bekommen. ES stehen 200 Personen „Polonäse", und zum Schluß bekommt man nichts. Man steht Polonäse für Milch, für Tabak, Schokolade, für alles. Es gibt nur ein Pfund Zucker pro Person und Monat. Alles ist furchtbar teuer." — „Hier kann man keinen Tabak finden, nicht einmal eine Zigarre für 2 Francs. Ich habe vier Tage von 6 Uhr morgens „Polonäse" während der großen Kälte gestanden. Alles, was ich bekommen habe, ist eine Schachtel Zigaretten. Mit Zucker ist es das gleiche wie mit Tabak und Schokolade." — „ES ist schwer, Makkaroni und Nudeln zu beschaffen. Es sind keine vorhanden. Trotz hoher Preise gibt es nichts." — „Ich muß beim Scheine eines Kerzenstumpfes schreiben, da kein Petroleuni zu haben ist. Deshalb kann ich auch bei Dunkelheit nicht arbeiten." Allgemeine Kriegsnachrichten. Tie Mittelmächte und Rumänien« Getreide. Ein Wiener Mitarbeiter der „Deutschen Tageszeitung" berichtet u. a.: „Was nun die rumänischen Petroleumfelder betrisst, so werden diese territorial zwar an Ungarn abgetreten, aber von Deutschland, Lester- reich-Ungarn, Rumänien und Bulgarien — die Türkei beteiligt sich hieran nicht - gemeinsam verwaltet und ihr« Ergebnisse nach einem noch zu bestimmenden Schlüssel unter die Interessenten ausgeteilt werden Es handelt sich also um eine Art von Bewirtschaftung ähnlich wie von einem Konzern von Aktiengesellschaften." Näheres darüber bleibt abzuwarten. Tie rumänischen Getreidefelder gehen doch ziemlich wett in di« Walachei hinein. Wo wird da die neue Grenz« sein-» 3» 780 «ilogr. BcrgeltungS-Bomben. Unbrlehrt durch unseren Strafangrisf g»aen M* #w*> »Mt» tn der Recht vom 30. Aarmer «n» »mW «„{*« «titeülen ®ucn«ttä«tt, bte »*«* wAr»«» bet vergangenen Wochen wiederum f r r e d l t ch e deutsche Städte weit hinter der Kampfzone mit Bomben beim^ aesucht. Tie angedrohte Strafe ist vorgestern nacht abermals vollstreckt worden. Tie Stadt Varls war wiederum das Ziel unseres VergeltungSangriffs. Dem verbrecherischen und verblendeten Verhalten unserer Geaner entsprechend, wurde der Angriff mrt uoch arößerer Stärke und Wucht geführt als der erste. Stadt Paris wurde mit insgesamt 23 700 Kilogramm Bomben belegt. Kleine Kriegsnachrichten. .. Oberleutnant Buddecke, der bekannte hessische “■TÄÄSStÄ. ««■£». Baker ist mit seinem sieben Personen zahlenden Ge neralstab in einem französischen Hafew eingetrofsen. General Brussilow. der sich dem revolutio- ren KriegLtribunal in Moskau gestellt hatte 'st frei- gesprochen worden. Tie Bevölkerung begrüßte da« Urteil mit großem Jubel._^ Eiseribahn-Beamtenfragen. 3m Abgeordnetenhause wurde bei der Beratung Eiseubahnetats ötc Aussprache über Beamten- ilnd Arbeiterfragen fortgesetzt. Aba. Abg. Walltzaum (christl.soz., Hosp. der Kons.). Auch der Wagenmangel soll zum Terl auf den Per^ sonenmangel zurückzufuhren fern. Gron ist dle Not des Fahrpersonals. Nach dem Kriege mutz! eme durch- greifende Neugestaltung der Gehaltsverhältnisse erfolgen. Turch Vermehrung der Beamtenstctten ist. strebsamen Arbeitern und Hilfsarbeitern Gelegenheit zum BorwärtSkommen zu geben. Minister v. Dreitnrbach erklärte, daß alle Wunsche und Forderungen einer sorgfältigen Nachprüfung.unter- liegen. Sie 'würden aber vielfach rn unzulaftiger Weise vorgebracht. Tie Verbände der Arbeiter führe. einen Kampf gegeneinander, der ^ochlt "nerwumckte Formen angenommen hatte. ^er Bund der Reichs- Aftnbahner fordere in einer Eingabe an das Abgeordnetenhaus eine lveitgehende Aufbesserung der Teuerungszulagen in einer Form, die er beanstanden müsse, weil sie dem Geist des preußischen Beamtentums widerspreche. Löhne und Gehälter seien rn den letzten Jahren ganz erheblich ausgebessert worden. Der nötige ^holungSurüiub soll gewährt werden. . mg. TelinS (VP.): Die Zulagen stehen in keinem Verhältnis zu den niedrigen Löhnen. Frauen sollten nicht als Lokomotiv-Heizerinn?n venvandt werden, sie kommen auch nicht in Betracht, wenn rasche Entschlußkraft oder große Körperkräfte nötig sind. Dre Beamten sind verhältnismäßig schlechter bezahlt als die AuS- ^ Zum Schlüsse gab es noch eine lebhafte Auseinandersetzung zwischen dem Minister v. Breitenbach, ver die Sozialdemokraten Beschuldigte, daß fte Unzufriedenheit in die Reihen der Arbeiter trügen, und den Abgg Leinert, Hoffmann und Ströbel, dre ihrerseits den Standpunkt vertraten, ihre Krrtrk werde sogleich aufhören, sobald die Eisenbahner bessere Löhne Cr ^ le £cmai& wurden die Aufbesserungs-Resolutionen der Kommissionen angenommen. Wßö»rönstenhau 4 für eine LraaLSnoiweudigkeiL ulld bittet daher die Landtaasftaktion unter Zurückstellung gewichtiger Bedenken, sich auf den Boden der Regierungsvorlage zu stellen." Dieser Beschluß wurde mit 64 gegen 21 preußische, unter Hinzurechnung der nichtpreußischen mit 104 gegen 24 Stimmen gefaßt. :: Gewerkschaften gegen die Sommerzeit. Das „Korrespondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands" nimmt auf Grund einer Um- ftage über die Meinung der verschiedenen Arbeitergruppen gegen die Sommerzeit Stellung. Es sei der Befürchtung Raum zu geben, daß die Stunde Zeitgewinn zur Arbeit verwendet, bezw. diese Verwendung von vielen Arbeitgebern erzwungen werde. Taö wäre dann ein bedenklicher Rückschritt. Er könnte vermieden werden durch Schaffung eines gesetzlichen Höchstarbeitstages, wie ihn die Arbeiterschaft seit langem fordert. Von den Arbeiterberufsgruppen sprechen sich in der Umfrage die Bergarbeiter, Bildhauer, Brauerei- und Mühlenarbeiter, Fabrikarbeiter, Gastwirtsgehilfen, Landarbeiter, Metallarbeiter im aNgemeinen gegen die Sommerzeit aus. Tie größten handarbeitenden Gruppen, die Landwirte und die Arbeiter, sind also dagegen. :: Im RcichSverband der Teutschen Presse hat am Sonntag der Bezirk Brandenburg zwei Resolutionen beschlossen: ^ , 1 . Zur Zensur: „Ter Vorstand des Reichsverbandes der Deutschen Presse spricht die bestimmte Erwartung aus, daß der Reichstag Uebergriffen der militärischen Zensur auf das politische Gebiet entschieden entgegentritt, und daß er auch keine Abänderung der Zensurvorjchriften dulden wird, die der Sache nach die Einführung einer politischen Zensur durch politische Behörden bedeutet." . 2. Zur Presse-Vertretung im Herrenhaide: „Für den Fall, daß die bisher beabsichtigte Grundlage für das neue Oberhaus bestehen bleibt, fordern wir für die preußischen Redakteure und Tagesschriftsteller Mindestens drei Vertreter, die von deren Berufsorganisation zu präsentieren sind." * * * Türkei: Lin Kriegscritährnngsautt. % Tre türkische. Kammer begann die Verhandlung über die Verordnung vom August 1917, betreffend Schaffung eines K r i e g S e r nä h r u n g s a m t s. Dre Verordnung hat im Ausschuß beträchtliche Abänderungen erfahren. Griechenland: ve«izel»S gegen die Religioustzehördeu. ~ Ter adgesetztr Erzbischof von Athen und andere höhere Geistliche, die an der Exkommunikation (ver ttrchlichen Ausschließung) von Bemzelos teilgenommen haben, sind vor ein Kriegsgericht gestelli worden. Tie Lage des TiktatorS scheint sich von Stunde zu Stunde zu verschlimmern: Tie „Zürcher Morgenzeitung" meldet, daß seit einigen Tagen beun- ru'Agende Meldungen aus allen Teilen Griechen ivrrdmr. Un dem Protest wurde behauptet, daß dies den Ruin des ganzen oberschlesischen Bäckerstandes her- beisühre. ** Bon elfter Leiter erschlagen. In Thune im Kreise Lüchow ging der 16 Jahre alte Knecht des Hofbesitzers Büsch beim Tüngerfahren neben dem Wagen her. Plötzlich warf ein Windstoß eine auf dem Wagen befindliche Leiter herunter, die den Knecht so unglücklich traf, daß er einen Genickbruch davontrug. Ter Tod trat auf der Stelle ein. ** Tie Konsirmationscier. Die Landpfarrer und die ländlichen Lehrer im preußischen Hessen waren bisher in der glücklichen Lage, um die Osterzeit, wenn die Konfirmationen waren, die Speisekammern mit Eiern gefüllt zu sehen, die nach altem Brauch die Konfirmanden als Ehrengaben der Eltern ablieferten. Noch im Vorjahre wurde diese Sitte geübt, und mancher schöne Eierkuchen konnte von der Pfarrersköchin oder der Lehrerssrau gebacken werden, damit das Fest der Ostern verschönt werde. Nun werden aber durch eine Verfügung des Regie rungspräsidenten zu Kassel die Bauern angehalten, mit dem alten Braua- zu brechen und die Eier nur an die Sammeltet len abzuliefern. Wer es nicht tut, verfällt in Strafe. A Tie Post zahlt künftig in Preußen die Militärpensionen, Militärrenten und Militärhinterbliebenenbezüge, also die aufgrund der Militärversorgungsgesetze zahlbaren Pensionen usw. sowie Hinterbliebenengebührnisse, ferner die von Militärbehörden an solche Empfänger bewilligten Unterstützungen, Zuwendungen, Beihilfen usw. — nicht aber Marine- und Schutztruppengebührnisse usw. — und zwar durch die für den Wohnort des Empfängers zuständige Bestellpostanstalt. Die fortlaufend zahlbaren Gebührnisse werden von jetzt an bereits am 29., oder, wenn dieser Tag ein Sonn- oder Feiertag ist, am 28. des der Fällig- fclt der Gebührnisse vorhergehenden Monats gezahlt. Die pünktliche Abhebung der Gebührnisse an den FäNigkeitstagen ist dringend notwendig. Empfänger, die ihre Gebührnisse nicht persönlich abheben wollen, sondern im Giro- oder Postwege zu erhalten wünschen, haben dies gelegentlich der Abholung der Betrage ver Der zuständigen Postanstalt zu beantragen. Dies gilt auch für diejenigen Empfänger, die zur Zeit ihre Gebührnisse bereits im Girowege oder im Postscheckwege erhalten. Auch die Militär-Invaliden und Rentenempfänger erhalten ihre Gebührnisse von jetzt an auf Grund von Quittungen. — Dort, wo es nicht möglich ist, schon jetzt alle Zahlungen auf die f o ft überzuleiten, werden die Empfänger durch die eitungen, durch Aushang in den Kassenräumen usw. rechtzeitig daraus hingewiesen werden, daß sie ihre Bezüge solange von der bisherigen Zahlstelle werter erhalten, bis ihnen eine Benachrichtigung über dre Uebertragung auf die Post und neue Quittungsvordrucke usw. zugehen. Ein heiteres Schleichhandelsstückchen fprelte sich am Vredener Bahnhof ab. Auf die letzte Minute, vor Abgang des Frühzuges, kam noch eine biedere Frau mit drei Kindern, davon eins im Arm der Mutter. Ter Politische Rundschau. — Ein KapitalabfindungSgefetz für Offiziere ist in Vorbereitung. — Ter ftühere konservative Reichstagsabgeordnete Tomänenrat Rettich ist im Alter von "<9 Jahr^r in Mecklenburg gestorben. Meno Rettich hatte 13 ^cchre das Mandat für Doberan inne. bis ihm 1906 von Tr. Herzfeld (Unabh. Eoz.) das Mandat entrissen wurde. — Ter sozialdemokratische Reichstags- und Landtagsabgeordnete Stolle ist, «'6 Jahre alt, nach nur kurLem Krankenlager gestorben. Stolle vertrat rm Reühstag den 8 . sächsischen ReichstagswahlkreiS -jwtckau^ Kaisern Zita ist in Baden von einem Prinzen glücklich entbunden worden. Mutter und Kind befinden sich wohl. , . ^ . Tem Kaiserpaar wurde dadurch ein vierter Prinz beschert; der Ehe Kaiser Karls, die am 21. Oktober 1911 geschlossen wurde, sind bereits Erzherzog oranz Joseph Otto. geb. am 20. November 1912, Erzherzogin Adelheid, geb. am 2. Januar 1914, Erzherzog Robert, geb. au» 8 . Februar 1916, Erzherzog Felix, geb. am 31. Mai 1916, entsprossen. » ; ' [ "Vj • ( { 1 . :: Ein 12 -Millionen-Neuba« für die ReichSschu!« »eli»erw»1tn«g. In einem Nachtrag zum Reichshaushaltsplan für daS Rechnungsjahr 1917 wird eme Summe von 8,5 Millionen Mark verlangt zum Erwerb eines Grundstücks für die Reichsschuldenverwaltung. In Betracht kommt ein Grundstück, dessen Preis 12 Millionen ist. :: 1/2 Mirlisn Gerichtsverfahren in Nahrungsmittel- Sachen. Nach der amtlichen Statistik der preußischen Justtzverwaltung sind allein in Preußen in der Zeit vorn 1. Oktober 1916 bis 30. November 1917 nicht weniger als 487 726 Vergehen abgeurteilt worden. Also in 14 Monaten fast eine halbe Million gerichtliche Verfahren wegen Ueberttetung der Lebensmittelverordnung. :: Gin «euer IZ-MUliarden-Kredit. Tem Reichstag ist der Entwurf eines Gesetzes zugegangen, in dem ein neuer Kredit von 16 Milliarden Mark verlangt wird. Tie bisher bewilligten Kredite belaufen sich auf 109 Milliarden Mark, so daß also nach Annahme dieser Vorlage 124 Milliarde» Mark bewilligt ftnd. Tie letzte Bewilligung fand Ende November 1917 statt, die vorletzte im Juni 1917. Bon den Krediten sind bisher 72,8 Milliarven vnrch Kriegsanleihe flüftig gemacht. :: Für Vas gleiche Wahlrecht in Preußen hat der Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei folgende Gntschlietzung angenommen: , _ ajl , . _ ,,Ter Zentralvorstand halt dre Einführungdes Wahlrecht» für die «ahlan *um Preußischen 1^:1 eintressen, wo die Nachricht vom rumänischen Fciroen-schluß über Nacht die Gegnerschaft gegen Beni- zeloS ganz außerordentlich gestärkt hat. tzsnAlanv: Böse Entvickluug in Irland. % Tie irischen Unruhen haben einen der^t bedrohlichen Charakter angenommen, daß der ftühere Oberbefehlshaber an der Westfront, jetzt der Heimarmee, French, nach Irland S^erst ist und dort er^ llärr hat, es feien bereits schritte getan, um ganz Irland unter militärischen Zwang zu bringen. Üeber die Grafschaft Munster ist bereits der Belagerungszustand erklärt, eine Reihe von größeren Städten hat erheblich verstärkte Be,atzungen erhalten. — Mit einer schrillen Tftfonanz schtteßt so di- „irische Konvention", das gemeinsame Werk Lloyd Georges und des irischen parlamentarischen Führers John Redmond. Dieser Mann, emst der Abgott der Iren, zuletzt seinem Volke verhaßt, hat sich rm Nugen- blict des Zusammenbruchs des „Versöhnungswer^ rn. Jenseits empfohlen. Wird fein Sozius Lloyd George zwar nicht gleich ins Jenseits, aber aus dem Kabinett herauswandern?! auffichtführende Wachtmeister revidierte trotz der Etle das Gepäck der Frau und fand gleich im Handkorb 150 Eier. Auf die Frage an die Frau, was fte im Arm trage, kam die Antwort: „Ein kleines Plag." Ter Beamte wollte aber auch daß Kind sehen. Ta gab es schließlich die Frau in die Hände des Wachtmeisters, und es entpuppte sich ein prächtiger westfälischer Schinken. _ t _ . . ** W» das ganze Torf versteckte. Die Landwirte einer Gemeinde bei Bitsch in Lothringen brachten, um die Kontrollbeamten zu täuschen, nach gemeinsamer Verabredung besttmmte Vorräte in die Kirche unter das Dach. Durch Zufall kam die Sache aber ans Tageslicht. Bei der Kontrolle wurden nämlich bei einer ledigen Person nicht wesentliche Lebensmittelvorschläge beschlagnahmt. In ihrem Zorn gab nun das Mädchen das Dorftersteck an. Viel fteundliche Gesichter sieht es seitdem nicht mehr. Gerichtssaal. Aus aLer Welt. --- «riche *tringSfän«r Bor der Elbemünduwg bei Helgoland und Trischen, sowie namentlich auch in der Tichmarfcher Bucht haben sich erneut große Schwärme der kleineren Elbheringe erngestellt die in der verflossenen Woche allseitig erne reiche Ausbeute ermöglicht und damit den Frschern trotz der brlligen Preise recht guten Verdienst gebracht haben. E» stnd täalich große Fänge in Büsum und Kuxhavcn gelandet und mit 32 Psg. das Psund zum Verlaus gebracht wo^ den Ganz bedeutende Wagenladungen sind auch taglrch ans dem Eisenbahnwege ins Binnenland nach Großstädten versandt worden. Das Gesamtfangergebnts des Frühjahrs 1917 mit rund 2 Millionen Pfund ist in diesem Frühjahr bis jetzt bereits weit übertrosten worden. und dabei ist noch mit einer weiteren Andauer dieser Fänge zu rechnen. — Man tut gut, srch der die en Meldungen nicht zu früh zu freuen. Es handelt sich da um Teilergebnisse, deren Wirkung auf das groß« Ganze sich nicht ohne weiteres abschätzen laßt, so erfteulich sie an sich auch sind. Eine Großbäckerei ves Grafen Opperövorff'? In Oberschlesien protestieren die Bäckerinnungen gegen eine angeblich vom Reichsgrasen v. Oppersdorfs tn Ober-Glogau geplante Errichtung eines Großbackcret- betriebes zur Versorgung des ganzen oberschleftschen Fndustriebezirks mit Brot. Der Gras soll am Bahnhof Ober-Glogau einen Komplex von 50 Morgen auf- g-kauft haben, um dort mit dem Ban eines Riesen- bäckereibetriebes zu beginnen. Er will angeblich das ganze Brotgetreide seiner Güter zu Brot verbacken, und zwar nach einem neuen Versahren, das schon vom Reichsgesnndheitsamt genehmigt sein soll. DaS Getreide soll, so heißt es. nicht gemahlen, sondern gequetscht und aufgeweicht werden. Vermittels der Eisenbahn und mittels Lastautomobilen soll mit dem Brot der ganze oberschlesisch- Jndustriebezirk versorgt werden. Lurch die Ausschaltung der Getterdehändler, Müller, Met»!Händler, «äck-r s«ll da« «r»t billiger -t «i» weiblicher Bankräuber. In den verflosseneir Monaten erregten Raubanfälle, die von einer weiblichen Person in Essen und Köln auf junge Leute verübt wurden, die im Anfttage ihrer Firmen Geld bei Banken abgehoben hatten, Aufsehen. Als Täterin wurde die ehemalige 28jährige Modistin Helene Schäfer, -ine kleine schmächtige Person, die in Elberfeld ihren Wohnsitz hatte, ermittelt. Nach ihrer Angabe hat sie. nachdem sie durch Leichtsinn sich gute Stellen verscherzte, mit dem Revolver in der Hand ihre Rand- züge ansgeführt. Sic wußte ihre Opfer durch Vor- fpieqelungen immer in Ketterräume zu locken und durch Hinweis auf angebliche Helfershelfer emzu,chuch- tern 7000 Mark, von denen sie 2000 Mark verschenkt haben will, brachte sie in wenigen Wochen durch, ^-as Kriegsgericht in Köln verurteilte fte zu 6 V 2 Jahren ^ Wiederaufnahme eines GiftmordprozeFes. 1912 wurde die Besitzersftau Karoline Kieper aus Grotz- Sibsau im Kreise Schwetz wegen Giftmordes an ihrem Ehemann zum Tode verurteilt. Ter P^zetz, der damals großes Aussehen hervorrief, wird im Wieder- aufnahmversahren am nächsten Donnerstag vor dem Schwurgericht in Graudenz abermals zur Verhandlung kommen. Zu der Verhandlung, zu der über neunzig Zeugen und Sachverständige geladen wurden, ftnd vorläufig drei Tage in Aussicht genommen Frau Kieper wurde bekanntlich zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt und befindet sich seit Januar aus freiem r 5 uß, nachdem sie siinf Jahre im Zuchthaus verbüßt hat Kein Mord, sondern ^.oftchlag. In dem Prozeß, der in Breslau wegen der Ermordung de» Rechtsanwalts Karsten durch eine beiseite geschobene Geliebte stattfand, erklärte das Kriegsgericht, es liege nicht Mord, sondern ein in der Aufregung begangener .Totfchlag vor, so daß die Sache vom Schwurgericht entschieden werden muß. ^ . s + Wegen fahrlässiger Tötung wurde der Naturheil- kundige Heinrich Goldderg aus Neukirchen bei Moers zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Ter Naturherl- ku-ndiae hatte einer Atutter wiederholt verjichert, e» handele sich bei ihrem kranken Kinde nicht um Diphtherie, und deshalb die rechtzeitige Hinzuziehung eine» «eßte» Verhindert Der Hafen vsn Neapel bsmbarOlerr. Berlin, 12. März. Mmirnluststreitkräfte haben in der Nacht vom 10. zum 11. Mär; Hafen an lag cn und militärische Einrichtungen vo t Neapel sowie die Eisenwerke Bagnoli ausgiebig und wirkungsvoll mit Bomben belegt. Der Chef deS Admiralstabes der Marine Der Trledensoerirag mit Rußland. (Fortsetzung.) Der nunmehr der Öffentlichkeit übergebene Text deS mit Rußland geschloffenen Fried^nsvertrages enthält nur wenig, was nicht schon auS dem deutschen Ultimatum bekannt gewesen wäre. ES ist ein saurer Apfel, in den Rußland beißen mußte. Wenn die Petersburger Abordnungen bei den ersten Verhandlungen in Brest zugegnffen hätten, so würden sie viel mehr erreicht haben, als ihnen jetzt zugcfallen ist. Sie haben in ihrer „weltrcvolutionäcen" Verblendung den rechten Augenblick verpaßt. Nach der Verschmähung des angeborenen Verständtgungsfriedens ging es Stufe für Stufe abwärts mit ihrer Machtstellung, sowohl nach außen wie nach innen, und so mußten sie schließlich sich zu einem Frieden bequemen, der für fie ein Verzichtfrieden ist. Sie haben verzichten müssen auf jede Einmischung im Westen der neuen Grenzlinie, d. h. auf die Zukunft von Polen. Litauen und Kurland. Si? haben ferner verzichten müssen auf die Ukraine und Fin- land, ebenso müssen die Aalandsinseln geräumt werden und Esthland und Livland müssen sie bis auf weiteres den deutschen Polizeitruppen und den werdenden Landesregierungen überlassen. So ist das großrussische Fenster nach Westen hin schmäler geworden. ES entspricht den früheren Erklärungen der deutschen Regierung, wenn betont wird, daß für die Regelung der Verhältnisse auf den Aalandsinseln ein Ab. kommen zwischen Deutschland, Ftnland, Rußland und Schweden zu treffen sei. Als die „anderen Anlieger staaten der Ostsee", die auf Wunsch Deutschlands hin zuziehen wären, könnten nur die jetzt selbständig ge machten baltischen Länder gelten. Zur Beruhigung Finlands erhalten wir die volle Handlungsfreiheit, auch angesichts der Möglich kett, daß die roten Banden dem versprochenen Rüclbe. rufungsbefehl aus Petecburg keine Folge leisten sollten. Unser Fciedensverhältnis und die künftigen Handelsbe Ziehungen mit der Ukraine sind gegen weitere Stö rungen durch großrussische Ruhestörer geschützt. Und auf den südlichen Teil der Ostfront wirkt der Friedensschluß im Norden sichtlich günstig ein, da die R u m ä n e n nunmehr ihre volle Einschließung fühlen und daraus die Notwendigkeit der Unterwerfung erkannt haben. Nebenbei ist es sehr erfreulich, daß wir unseren Bundesgenossen wesentliche Vorteile bereits haben verschaffen können. Den Türken die o sta n a t o l i sch c n Bezirke, die Rußland letzt räumen muß. Darüber hinaus müssen auch die Bezirke Erdehan, Kars und Datum von den ruffischen Truppen geräumt werden und es bleibt ®Ä fcru 2P überlassen, die staatsrechtliche und völkerrechtliche Neuordnung nach eigenem Ermessen, namentlich aber im Einvernehmen mit der Türkei, durchzufuhren. Diese Bezirke haben bis 1878 zur Türkei gehört und sind überwiegend von Mohammedanern bewohnt. Sie mußten damals an Rußland abgetreten werden, weil die Türkei nicht in der Lage war, die ihr auferlegten hohen Kriegskosten zn begleichen. Jetzt sollen nun diese Randgebiete auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes von Rußland wieder losgetrennt und °«heimgestellt werden, ob fie Anschluß an die Türkei suchen wollen. Auch die politische und Wirtschaft- uche Unabhängigkeit und die territoriale Unversehrtheit ?^»n'n..»^Ä,.?kabauistanS wird im Friedens- vertrag ausdrücklich ausgesprochen. Rußland verpflichtet ß^^°^nso wie die Türkei, ihre Truppen aus diesen ^"Ländern zuruckzuzichen. Den Bulgaren wurde Lurch den Beitrag zunächst die Verkchrsfceiheit im 5^ere verschafft, an die sich bald die An gliedecung der Tobrudscha anschließen wird. Als im August 1914 der Zweifrontenkrieg auS. bra». versuchten wir zunächst die Lösung der Aufgabe in i. r Wnsc, d ß Frank.eich schnell niedergerunaen und daun mit voller Wucht gegen den rujsischen Massen- feind vorgegangen werde. Aber Rußland war durch seine heimtückische Mobilmachung zu früh fertig oewor. den- wir mußten auf den taktisch gcsicherten Sieg an der Marne vorläufig verzichten, um zunächst die ruffische Dampfwalze von Ostpreußen und Schlffien abzu- halten. So rückte der Schwei Punkt des Krieges vom Westen wieder nach Osten. Das Pendel hat dann noch mehrfach hin und hergeschwankt. Nun endlich scheint es zur Ruhe zu kommen. Die Strategie kann nach' dreienhalb Jahren zu ihrem Ausgangspunkt zucückkehrcn: die ganze Kraft auf den Westen werfen. Wir Heimgeblitbencn sagen uns: Wenn die westlichen Feinde bisher nicht siegen konnten, abschon wir nur eine Hand gegen sie frei hatten, wie wollen ste dann noch widerstehen, wenn wir sie mit beiden Händen packen? vrr Triedenrvertrag mir Rumänien. Dem om 5. März im Schloß Bustea bei Bukarest abgeschlossene Frtedensvertcag mlt Rumänien liegt folgende Vereinbarung zu Grundes l Rumänien tritt an die verbündeten Mächte die Dobrudscha bis zur Donau ab. 2 . Die Mächte des Vielbundes werden für die Erhol tung desHandclswegs für Rumänien über Konstanza nach dem Schwarzen Meer Sorge tragen. 3. Die von Oesterreich-Ungarn geforderten Grenz berichttgungen an der österxetchisch-ungari Seite " ® c e " * e * mbcn rumänischer grundsätzlich angenommen. , 4 - ^aifo werden der Lage entsprechende Maß. standen* CU ^^chaftlichem «rbiete grundsätzlich zuge. f rumänische Regierung verpflichtet sich, so- lort mindestens 8 D ivrNonen der rumänischen Armee M demobilisieren. Die Leitung der Demobilmachuna aruvv^M^m durch das Oberkommando der Heeres^ g-upp^ Mackensen und die rumänische Oberste Heeres. moniert Stollen Rußland und Ru- übriaen w'ederhergestellt ist, werden auch die fi!n^sow^e! fl rulnanischenArme, zu demobiltfieren sein, wwerr ste nicht zum Sicherheitsdienst an h*r russisch- rumänischen Grenze benötigt werden. 0', Die rumänischen Truppen haben sofort das van archi- ?£r £t beC üsterreichifch-ungachchen Mon- ~ rumänische Regierung perpflichtet sich den Tj^nsport von Truppen der Verbündeten Mächte durch die Mol da u und B e s s a r a b i e n nach Odessa eisen uhu technig mit allen Kräften zu unterstützen schen^Dikn^n"^?'?^ die noch in rumäni- All SÄs. «-d f ,L' s 0 Dieser Vertrag tritt sofort in Krast. ^u Urkund Anhaben die Bevollmächtigten diesen Vertrag überzeichnet und Mlt ihrem Siegel versehen. ^usglferttgt in^fünffacher Urschrift in Bustea am (Es folgten die Unterschriften.) Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer-Halbjahr 1918 ist erschienen und durck das Sekretariat, Llaudmsftr. 1, zu beziehen. (Preis 0,25 Mk.) ^ ^as Die Vorlesungen und Uebungen beginnen am 15. April. Der Studiendirektor Prof. Dr. Cbr. ecHeri, ____ Geheimer Regierungsrat. Hessische Musikschule für MiMrmusik. Gegründet 1862. Direktion: C. Hiege. Gegründet 1862 Fernsprecher Nr. 6. Gndensberg. Fernsprecher Nr. 6. Gewissenhafte Ausbildung in allen Fächern der Musik, Theorie usw. Nach beendigter Ausbildung werden die Musiker nur besseren Militärkapellen überwiesen. Schüler, Volontäre und Musiker werden zu jeder Zeit unter günstigen Bedingungen eingestellt. an der Lahn zu mieten gesucht . längere Jahre- ca 10 Räume, Heizung, elektr. Licht, Kochgas, größerer Garten, schöne ruhige Lage. Angeb. m. Preis unter 6491 a. d. Exp. d. Bl. erbeten. Landhaus mit 6 bis 12 Morgen Land, möglichst mit Garten od. kleines Bauerngut z» kaufen gesucht. Gefl. Offerten sub. F. B. 1302 an die Annoncen-Exped. Haasenstein & Bögler, A.G., Köln. „^Die Auftäumung im Osten ist noch nicht voll- hf? L ,e ^ fo weit vorgeschritten, daß ^ f b u i ^lordecltche Truppenmacht nicht mehr S (HL«? fäat bei den Vorbereitungen v^^^>^"?vEowPfe gegenüber den noch verblei, f/v^^einden Betrachtet man die Kampflinie von der konn t e ^ste bis zum Po als eine Einheit, so tnn?pIflT n: (,® aS große Ringen, das als Zwei, m-k.k . und zeitweilich sogar zu einem entwickelte, ist jetzt zum Ein. fronten krieg geworden. Eine ungeheure Errungen- Last zu unseren Gunsten. Denn die ganze Einkceilunas- kunst der Feinde sowohl politische des Königs Eduard ° -^'"tärische seiner Testomknlsvollstcecker, ist da- mit zu schänden geworden. 1 . mußten wir bisher unsere Kräfte zcrsvit tern. -Deich eine Umsicht und Arbeit erforderte cs durch die langen ^ahre hindurch, die Truppen u. ihren Kriegsbedarf jedesmal nach den wechselnden Gefahren und Zie- ^ der anderen zu werfen? Jetzt können wir die Truppen konzentrier - n Eine bedeutende Ersparnis von Zeit u. an den Transpottmit- te n. eine große Entlastung der Verkehrsmittel, die wieder oer Volksversorgung und dem Werkstätten betrieb zugute kommt: eine Vermehrung unserer Kräftp sowohl für den Kampf als für das Durchhalten?' 6r«>mü8«-8mllvo. Zuverlässig heste keimfähige Qualitäten, als: Weisstraut, Rotkraut, Wirsing, Grünkohl, Rosenkohl Kohlrabi, Kohlrübeu, Möhren, Salat, Rettige, Zwiebeln, usw. in ca. 50 Sorten vorrätig, ä Port 50 Pfg. Tabaksamen, Reismelde und Mais ä Port 1.— Mk. Blumensamen ä Port 10—30 Pfg. Busch-Rosen, 25 Stück, schöne, starke, edle Tee und Remontant, in 5—10 Sorten u. Farben sortiert, nach meiner Wahl frei dort 10.—Mark empfiehlt E. Fürste, Gartenbau-Versandgeschäft, Erfurt 7. Sohlen schütz! U Rettet, was noch zu retten ist. [1 Benutzt „Habrol“ für Euere Schuhsohlen! 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