(Neueste Nachrichten) Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zwc.g- ausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeitung", Gießen. _ Expedition: Südanlage 21. (GieKencr Tageblatt) Anzeigenpreis 20 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deS Zahlungr- Zieles (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Nr. 1«. Telephon Nr. 362. Samstag, den 23. Februar 1918 Telephon Nr. 362. 31. Jahrg. Deutsche Truppen in Efthland, Minsk und Rowno einmarschiert. 1 kommaud. GeneraL, mehrere Divisisnskommandeure, 425 Offiziere und 9200 Mann gefangen; 1373 Geschütze und 120 Maschinengewehre erobert. Vom 1. Februar 1917 bis 1. Februar 1918: 9590000 Br-R.-T. versenkt. Im Januar 1918: 632000 Br.-R.-T. versenkt Von den anderen Kriegsschauplätzen nicht» Neues Triedensattgebof d*r bullen 'Berlin, 20 Febr. Staatssekretär v. Kühlmann verlas im verlaufe seiner heutigen Nede im Reichs' tage nachstehenden Funkspruch der bolschewistischen Regierung in Petersburg: An die deutsche Regierung! Der Rat der Volkskommissare sieht sich veranlaßt in Anbetracht der geschaffenen Lage sein Einverständ' nis zu erklären, den Frieden unter den Bedingungen zu unterzeichnen, welche von den Delegationen des Vierbundes in Brest Litowsk gestellt worden. (Hört! Hört! aus allen Seiten des Hauses.) Der Rat der Volkskommissare erklärt, daß die Antwort auf die von der deutschen Regierung gestellten näheren Bedingungen unverzüglich gegeben wird. (Hört! ^ört! Lebhafte Bewegung im ganzen Hause.) Der Staatssekretär bemerkte hierzu, ec möchte davor warnen, zu glauben, daß wir den Frieden mit Rußland schon in der Tasche hätten. Der Friede mit Rußland sei erst da, wenn die Tinte unter dem Ler^ trag trocken sei. flmillcbe aruMe Cagesbericbk. 3m ItlMelmeer. . Berlin, 19. Febr. Im mittleren Teile des Mittelmeeres haben unsere U-Boote 5 Dampfer und 10 Segler versenkt, wodurch hauptsächlich der Tcans- portverkehr nach Italien geschädigt wurde. 4 der vernichteten Dampfer, von denen einer ita- lienischcr Nationalität war, wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschoffen. Unter den Seglern befanden sich die italienischen Fahrzeuge „Esterel". „Jda", „Caterina", „Lysi", „Lasere", „Paolo Moniga", „Elsa", „Ada", „Fanny" mit Ladung: Fässer, Kohle, bezw. Grubenholz. Eine U-Bootfalle in Gestalt eines Zweimastschoners wurde durch 2 Actillerietrcffec eines U-Bootes schwer beschädigt. Der Chef des Admttalstabes der Marine. • wtb. Großes Hauptquartier, 20. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An verschiedenen Stellen der Front Artillerie- und Minenwerfec'Kampf. Größere Erkundungsvorstöße, die der Engländer westlich von Houthen, der Franzose bei Juvincourt und nördlich von Reims unternahm, wurden abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Beiderseits der Bahn Riga—Petersburg wurden die 20 Km. vor unserer bisherigen Front liegenden russischen Stellungen überschritten. Schwacher Widerstand des Feindes bei Jnzcen nördlich der Bahn wurde schnell gebrochen. — Uebec Dünaburg hinaus stießen unsere Divisionen in nordöstlicher und östlicher Richtung vor, zwischen Dünaburg und Luck traten sie in breiten Abschnitten den Vormarsch an. — Die über Luck hinaus vorgedrungenen Divisionen marschieren aus Rowno. — 2800 Gefangene, mehrere hundert Geschütze und große Mengen an rollendem Material sielen in unsere Hand. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 20. Febr., abends. Im Osten gehen die Bewegungen vorwärts. Deutsche Truppen fiad in Efth- land eingerückt Wenden wurde in östlicher Richtung durchschritten. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. ^ Wenden liegt 80 Kilometer leicht nordöstlich von Riga. 23000 Tonnen. Berlin, 20. Febr. Im westlichen Mittelmeer erzielten unsere U-Boote neue Erfolge gegen den italienischen Tcansportveikehr. 23 000 Br.Reg.--To. feindlichen Handelsschiffsrcrurms wurden von ihnen vernichtet. Der Chef des Admiralstabes der Marine • wtb. Großes Hauptquartier, 21. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupp.recht und Deutscher Kronprinz. Vielfach Artillerie- und Minenwcrferkampf. Ein Vorstoß in den Argonnen hatte Erfolg. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An der lothringischen Front war die Kampftätigkeit in vielen Abschnitten Mischen der Seille und der Plaine gesteigert. Starke französische Abteilungen griffen am Abend unsere Stellungen b.i Moncel. Rechi- court und Mousucourt an. — An einzelnen Stellen drang der Feind ein. Unsere Infanterie warf ihn im Gegenstoß wieder hinaus und machte eine größere Anzahl Gefangener. — Südwestlich von Markirch brachten Sturmtrupps von einer Erkundung Gefangene zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Eichhorn. Von der Insel Moon aus sind^unsere Regimenter nach Ueberschreiten des zugefrorencn Sundes in Esthland eingerückt und haben Lea l besetzt. — Im Vormarsch am Rigaischen Meerbusen entlang wurde Pernigel und Lemsal erreicht. Bei Lemsal kam es zu kurzem Kampf, in dem 500 Gefangene gemacht und 20 Geschütze erbeutet wurden. Wenden wurde durchschritten, unsere Truppen stehen vor Wolmar. — Zwischen Dünaburg und Minsk sind wir im Vordringen nach Osten. Heeresgruppe Linsingen. Die Bewegungen gehen vorwärts. An der ganzen Front wurden wichtige Bahn- und Straßenknoteupunkte besetzt. — Rowno wurde vom Feinde gesäubert. — Die Beute läßt fich noch nicht annähernd übersehen. Bisher wurden gemeldet: — An Gefangenen: Ein kommandierender General, mehrere Divisionskommandeure, 425 Offiziere und 8700 Mann. — An B ute: 1353 Geschütze, 120 Maschinengewehre, 4- bis 5000 Fahrzeuge, Eisenbahnzüge mit etwa 1000 Wagen, vielfach m't Lebensmitteln beladen, Flugzeuge und sonstiges unübersehbares Kriegsgerät. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorsf. eingerückt. Neues. •’ Berlin, 21. Febr. Im Januar sind durch kriege» ische Maßnahmen der Mittelmächte insgesamt 632000 Bruttoregistertonnen des füc unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Damit beläuft sich das Ergebnis des ersten JahreS des uneingeschränkten U Bootkcteges auf 9 590060 Bcuttoregtstectonnen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. » fln Englands MsiXnsie Berlin, 21. Fcbr. Der unermüdlichen Tätigkeit unserer ll Boote fielen an der englischen Westküste letzt- hin 5 Dampfer und 2 Segler zum Opfer, darunter der bewaffnete englische Dampfer „M«p co City (5078 Br-Reg.-To.), der englische Dampfer „Sophie' und ein etwa 5000 Br.Ft.-T. großer Dampfer, anscheinend vom Einhritstyp. Die beiden Segler waren Zweimast, schöner, der eine englischer, der andere französischer Nationalität, letzterer namens „Marte Madelaine . Eines der U-Boote hat außerdem 2 bewaffnete englische Frachtdampfec durch Artillcrietrcffer beschädigt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. l»J wtb Großes Hauptquartier, 22. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: In einzelnen Abschnitten Artillerie- und Minen- weifertätigkeit. Kleinere Erkundungsgefechte. An der Bahn Apexn—Roulers wurde eine englische Feldwache überrumpelt und gefangen. In den letzten 3 Tagen wurden im Lustkampf von der Erde aus 24 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgkschoffen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Eichhorn. In Esthland wurde Hapsal genommen. Das erste Schützen-Regiment hat sich dem deutschen Kommando unterstellt. — In Livland stießen unsere Kolonnen über Ronneburg—Wolmac und Spandau hinaus vor. — Unter dem Jubel der Bevölkerung sind unsere Truppen in Riczyca eingerückt. Von dort stießen sie bis Linzin vor. Minsk wurde besetzt. Heeresgruppe Linjingen. Bei Unterstützung der Ukraine in ihrem Befreiungskampf wurden Fortschritte erzielt. In Rowogradwolynsk haben wir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen ausgenommen. — Andere Kolonnen marschieren auf Dubno. Der Erste Generalquartiermeister: Lud endorfs. * Berlin, 22. Febr., abends. Im Osten nehmen die Operationen ihren Fortgang. — Von den anderen Kriegsschaupl ätzen nichts Neues. _ ^ Ehre und Vaterlandsliebe | gebieten Ablieferung S des Soidfdimudies r , ^ m r . . , S an die Soldankaufsfellen! Berlin. 21. Febr., abends. Der Vormarsch im « Osten dauert an. Deutsche Truppen sind in Minsk ' I isözj □ □ cgr. > cay as^t Was nun im Osten? Nur militärische Beruhigungs-Expedition. Nach dem 18. Februar wird Deutschland vor allem nach Litauen und Esthland eine militärische Expedition entsenden, um die deutsche Bevölkerung zu verteidigen. Nachher wird Deutschland bestrebt sein, mit Rußland Frieden zu schließen. . Die durch die Abtrennung der Ukraine entstan Vene großrussische Front reicht von der Ostsee biA beiläufig an den Pripjet. An ihr. stehen derzeit ausschließlich deutsche Truppen. Steuern aus die Laudwirtschaft Lenin hat jetzt auch einen Plan für die Be steuerung der Landbevölkerung ausgearbeitet. Gemäß den Steuervorschlägen werden die P f e r 0 e b e s i tz e r vom dritten Pferde an 100 Rubel für das Stün bezahlen. Diejemgen, welche inr Jahre 1017 mehr als 25 Dessiatinen landwirtschaftliche Fläche besaßen, zahlen 100 Rubel vom 26. Tessiatine ab. Tie Besitzer von 'Aktien, Zinspapieren und Obligationen, die mehr als 10 000 Rubel betragen, zahlen 20 Prozent des Gesamtbetrages und von 100 000 Rudel ab 40 Prozent. 25 Prozent der Steuern auf Pferde und Grundstücke werden zugunsten der Grundbesitzausschüsse und Sowjets abgezogen. Die Erhebung der Steuer findet zwischen dem 1. Februar und dem 15. März statt.. Steuerrückständige bezahlen das Doppelte. Ein Ergänzuiigsentwurf erhebt ferner auf Rindvieh 50 Rubel vom vierten Stück ab, auf Schafe 10 Rubel vom fünften Stück ab und auf Schweine 20 Rubel vom dritten Stück ab. Nach bolschewiki-ofiiziösen Auslassungen sind in Rußland 20 Milliarden neuer Staatseinkünfte nötig. Fortschritte Der Maximalisten. Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, ist nach heftigen Kämpfen in der Hand der Maximalsten geblieben. Diese wollen auch dem General Alexejew eine schwere Niederlage beigebracht haben, wahrscheinlich handelt es sich aber nur um eine Abteilung der Truppen Alexejews. Von Nowotscherkesk geht eine starke An- griffsdewegung der Kosaken gegen die Maximalisten au». » Fu Erwartung der Deutschen. Au- Riga wird berichtet: Lre besser gestellten Letten warten mit Sehnsucht auf den Einzug der Deutschen, nicht etwa zur vorübergehenden Sicherung ihres Lebens und Besitzes, sondern zwecks vollständigen Anschlusses Esthlands und Livlands an Deutschland. Tie Mehrzahl der lettischen und e st h n i s ch e n Soldaten will im Falle eines Vormarsches der Deutschen die Waffen abgeben und im Lande bleiben. Tie überwiegende Zahl der Esthen ist deutschfreundlich gesinnt. Sowohl in Esthland wie in Livland werden eifrig Unterschriften für einen Anschluß an Deutschland gesammelt. Russische Streiflichter. - In den Petersburger Bankdepots wurden insgesamt 2424,24 Kilogramm Gold im Werte von etwas über 6 750 000 Mark vorgefunden. - Ein Erlaß der Volkskommissare führt für das Gebiet der russischen Republik beu Gregorianischen (westeuropäischen, den astronomischen Tatsachen angepaßten) Kalender ein. Verhandlungen mit Rumänien. * Beginn am Freitag in Focsaui. Wie es in Berlin heißt, werden die Verhandlungen mit Rumänien vermutlich am 22. Februar ihren Anfang nehmen. Wird an diesem Termin jest- gehalten, so würde sich Staatssekretär o. Kühl- mann zum genannten Tage nach Focsani begeben um sich an den Beratungen zu beteiligen. Dle Grundlagen des möglichen Friedensschlusses find wohl noch nicht festgelegt, aber es darf sicherlich vorausgesetzt werden, daß ebenso wie bei den Verhandlungen mit der Ukraine, wirtschaftliche Fragen eine bedeutende Rolle spielen werden. Neber sie militärische Lage mit Rumänien läßt sich sägen: Das rumänische Heer ist noch gut diszipliniert, fest in der Hand der Führer und insoweit tampsfähig, indessen sind die Gruppen infolge der verzettelten Ausstellung und des MunitionsmangelL nicht imstande, weiter gegen uns zu kämpfen. Zm ganzen verfügt Rumänien noch über rund 16 Infanterie- und 2 Kavallextedtvislonen. Mit diesen Kräften t>at Rumänien die ganze Front vom Tnjestr ™ 5 um Schwarzen Meere zu besetzen und daneben die Kämpfe in Bessaradien und an seiner Nordfront gegen die BolschewMs durchzusühren In Wirklichkeit stehen 7 Infanteriedivisionen auf dem 120 Kilometer breiten Mittelstück der gegen uns gerichteten Front. Tort kommen also rund 17 Kilometer aus eine Division. Der Südflügel zeigt nur d e schwache Besetzung von 2 Infanteriedivisionen über 100 Kilometer. Hier steht nur eine schwache Posten- der Nordflügel zeigt nur eine Besetzung durch Gendarmerieposten. Stärkere rumänische Reser- ven hinter der Front sind nicht vorhanden. Tre F r t e d e n s s e h n s u ch t im rumänischen Heer rft gro^ß. Im Volke gewinnt die von dem einflußreichen "Lozialistensührer Rakomski betriebene Agitation gegen dre Regierung erheblich an Boden. Bund der Landwirte. Tie 25. FubiläumS-Bersamnrlung Wie üblich waren die Eintrittskarten schon vor vierzehn Tagen vergeben. Mit dem großen Saale der „Phrlharmonie" mußte man sich ja behelfen, und das ist für derartige Tage wirklich ein „Behelf". Ter Saal war natürlich bis auf den letzten Stehplatz vergeben und in derselben Minute, in der im Osten der Waffenstillstand ablief, wurde die Jubiläumsversamm- lung durch den Bundesvorsitzenden, Abg. Tr. Roe- Me Pver-dorff, am Montag eröffnet «u sm* Hinvstib»** bildeten, wie sonst stets das Kaisertelegramm, den Anfang: An den Kaiser u. a.: „Tie deutsche Landwirtschaft hat alles ausgeboten, um zu ihrem Teil die Durchführung des Krieges zu gewährleisten, sie wird, ihrer Pflicht bewußt, alles ein setzen, um weiter zu helfen, Kraft und Ausdauer zu stützen und zu stärken, bis der Angriff unserer Feinde gebrocken, bis der Sieg errungen ist. Aus Cure Majestät aber blicken wir mir uner Wicklung zu ermöglichen, die zur glücklichen Gestaltung der Zukunft der Gesamtheit und jedes einzelnen unseres Volkes in allen Schichten und Berufen erforderlich ist." An Hindenüurg in ..tiefer Dankbarkeit und unerschütterlichem Vertrauen", „daß die Früchte des Aus- Harrens und Kämpfens des deutschen Volkes in die- glückliche Zutunftsentwicklung für Kinder und KindeS- kinder gewährleistet". Tr. Roesickes Rede war im übrigen eine Art Rückblick auf die wirtschaftlichen Kämpfe der verflossenen 26 Jahre. Er gedachte der Caprivischen Handelsverträge. der damals verfochtenen Ansicht, daß Deutschland ein Industriestaat werden müsse, daß die Welt Getreide im Ueberflusse produziere und daher die Landwirtschaft sich anderen Zweigen zuwenden müsse. „Heute sind wir über diese merkwürdige Theorie im klaren, heute, wo wir befürchten, einer Hungersnot Der Wett entgegenzugehen. Aber auch damals wurde sie widerlegt. und wir haben die lokale Ueberproduktion. die zu uns kam, überwunden. Wer erinnert sich nicht noch an die wilde Börsenspekulation, an Ritter und Blu- menseld. an Kohn und Rosenberg'? Wie war damals der Kampf um diese Spekulationsfirmen! Wir haben auch das überwunden und Börsengesetze gemacht, die dem Reich den Vor.tei! gebracht haben, daß wir durch die Einführung des effektiven Geschäfts an der Produktenbörse mit Vorräten in den Krieg hineingegangen sind, die wir sonst nie gehabt hätten, ein Erfolg, der ganz unverkennbar ist." (Sehr richtig.) Erst die Zollpolitik habe uns da§ Turchhalten ermöglicht. Ter Redner kommt dann auf die politische» Kämpfe: „Tie Demokratie setzt sich für die innere Kolonisation ein. Sie will unseren heimkehrenden Kriegern Kriegerheimstätten schassen. Wenigsten- den Kriegsbeschädigten. Wir halten das gewiß mit ihr für richtig, gut und zweckmäßig: aber wenn man das will, wenn man, wie ich z. B„ außerordentlich die Kriegerheimstätten gefördert sehen möchte, dann muß man doch zweifellos auch das Siedlungsland haben, auf dem sie angesiedelt werden sollen. Wir brauchen Siedlungsland, und unsere Stam- meSangehörigen in Esthland und Livland brauchen unsere Hilfe." (Sehr richtig.) Zum Wirtschaftskrieg nach dem Kriege sprach Abg. Frhr. v. Wangenhcim: „Ter angedrohte Wirtschaftskrieg sei durchaus ernst zu nehmen. Japan. Amerika und England haben sich des Weltmarktes bemächtigt, und es wird nicht leicht sein, uns wieder den alten Platz zu erobern. Und da welche Utopie: Keine Annexionen! Keine Kontributionen! Unsere Feldgrauen werden nichts nach Erweiterung von Volksrechten fragen, sondern sie werden fragen: „Wovon sollen wir uns kleiden, wie sollen wir uns sättigen?" Darauf hat die Landwirtschaft die Antwort zu geben." Weiter führte Frhr. v. Wangenheini aus: „Es ist jetzt die Stunde, da der Waffenstillstand mit Rußland abgelaufen ist. und ich hoffe, daß unsere Feldgrauen aus dem Marsche sind, um unsere deutschen Brüder in Kurland und Esthland aus ihrer Bedrängnis zu befreien." (Stürmischer Beifall.) Herr v. Wangenheim kommt dann auf den Reichskanzler zu sprechen und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß er schon aus seinem religiösen Empfinden heraus die rechten Wege zu wandeln wissen würde. Er hält dann Abrechnung mit der Sozialdemokratie, deren äußere Entwicklung man ja jetzt in den Bolsche- wiki und ihren Taten wieder zu erkennen vermöge und schließt mit einem Ausblick auf das Königstum. das sich in der Sturmflut der Ereignisse zum Heile Deutschlands erweisen werde. Landrat a. D. Rötger überbringt Grüße der Industrie. Landwirtschaft und Industrie müssen zusammenstehen gegen alle Berhetzungsversuche. (Lebh. Zustimmung.) Reichstagsabgeordneter Ter Begriffs- techniker der deutschen Demokratie Naumann kann mit Engelszungen eine Versöhnung zwischen Demokratie und Kaisertum predigen. Nach unseren Erfahrungen glauben wir nicht an die Ehrlichkeit der Demokratie. Alkes Heil für die nationale Entwicklung ist von der nationalen Demokratie gekommen. Neichstagsabgeordneter Oeconomierat Wcilnböck spricht über die handelspolitischen Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn und Rußland. Er wendet sich gegen die Meistbegünstigung der Ukraine und verlangt gegenüber Oesterreich-Ungarn den lückenlosen Zolltarif. Weiter verwirft er die geplante Zollunion mit den östlichen Nachbarn. Tie politische Lage behandelt zum Schluß Kammerherr v. Olderrburg-Fairu- schau: Daß unsere Botschafter im Auslande so vieles nicht gesehen haben, lag an den falschen Bethmannschen Instruktionen. Bethmann hat dem Vaterlande und seinen Souveränen mehr Schaden zugefügt, als irgend ein anderer Staatsmann. Wenn wir in den internationalen Schwindel hineinschlittern, dann müssen wir einen Teil des Deutschtums preisgeben. Wenn Armee und Flotte uns nicht schützten, dann waren wir ver- fbven. Tann müßten sie erfunden werben als größte Erziehungsanstalt unseres Volkes. Die Armee ist von Bethmann-Hollweg behandelt worden wie eine Masse, die storben darf, auf deren Empfind»njj aber keine 1?«^ genommen »tri. (Lebh. Zustimmung.) Wenn die Russen nach Berlin kämen, dann tMtten sie anck E.. den Rerchstagsabgeordneten kein Halt gemach? Der Redner weist zum Schluß die Angriffe auf Hindenburg und Ludendorsf Nach Erledigung einiger Begrüßungen l,uröe dann dre Versammlung geschlossen * * * O x X - e . 2; } Zubiläumsversammlung des Bundes der Landwlrte begrüßt mit freudiger Genugtuung den Ab- lchlun de» ersten Friedens mit der Ülraine. Sie erwartet. dag den Verschleppunas- und Re- voluttonierungsabsichten der bol chewistischeu Reaieruna -IN Ende gemacht wird, vatz die deutschen 4umi erf insbesondere auch in den Ostseeprovinzen 'mit arün-' tcr Beschleunigung und mit allen erforderlichen Bütteln sichergestellt werden. 1 ^ elt jjuu .. Fie weist die Versuche unserer Feinde, das dem .che Volk in der Lreue zu seinen angestammten Fürsten und in dem Vertrauen auf seine Heerführer wankend zu machen, mit Entrüstung zurück. Tie deutschen Land wirte stehen in fester, unverbrüchlicher Treue zu Kai- '-r .und Reich und leisten den Bestrebungen, die Monarchie in Deutschland ihrer Machtsülle zu entkleiden grundsätzlichen und entschiedenen Widerstund Sie bliaen mit unbegrenztem und freudigem Vertrauen aut unsere Heerführer Hindenburg und Ludendorf- denen das deutsche Volk und Vaterland für ihre weit-' blickende Führung und tatkräftiges Wirken unauslöschliche Dankbarkeit schuldet. Gegenüber dem in Washington und London Versailles und Rom von neuem ausgesprochenen Krieg- willen unserer Feinde erwächst allen Teilen des dem schen Volkes in erhöhtem Maste die Pflicht ftinqeberl der, unablässiger Arbeit für das Vaterland. Wer in solcher Zeit die Arbeit verlästt, dadurch mit unseren Feinden gemeinsame Sache macht und unseren tapferen Kriegern in den Rücken fällt, begeht Landesverrat. Tie deutsche Landwirtschaft erneuert das Gelübde. an ihrem Teile alles, auch die letzte Kraft, daran zu setzen, datz dem deutschen Volke da? weitere Turchhalten ermöglicht wird bis zu einem siegreichen, die Zukunft Deutschlands sichernden Frieden. • Getreu Dem bewährten Grundsatz des Bundes der Landwirte, sieht die heutige Jubiläumsversammlung in der Erhaltung und Stärkung der wirtschaftlichen Selbständigkeit unseres deutschen Vaterlandes in umfassendstem Maße auch in Zukunft die wichtigste Aufgabe desselben. Nach diesem Gesichtspunkt hat auch die Neuregelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse sowohl unseren Feinden, wie den Neutralen und unseren Verbündeten gegenüber zu erfolgen. Auch die Wirtschaftsbeziehungen zu den letzteren müssen in einer Weise ausgestaltet werden, welche jedem Teil gerecht wird. Bei der Unklarheit über die demnächstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Verhältnisse dürfen überstürzte, unseren landwirtschaftlichen Interessen zuwiderlaufende Zollbegünstigungen unter keinen Umständen eingeraumt werden. Die „Liga der Rationen". Ci» Versuch mit untauglichen Mitteln. Lord Robert Eecil hat im englischen Unterhause den Plan einer „Liga der Nationen" angeküudigt, und auf eine Anfrage hat er sich darüber dann auch weiter ausgelassen. Nach allem, was er da sagte, scheint er zu diesem Plane, die Entente auch im Frieden zur Einschnürung Deutschlands sortzusetzen, wenig Vertrauen zu chaden. obgleich er wirtschaftliche vZwangsinaßregeln, offenbar in erster Linie den Roh- st o f s - B o t) f o 1 1 , dabei vorsieht. Er führte auS: „Tie Hauptschwierigkeit sei eS. wie man die Entscheidungen und Beschlüsse einer Liga der Nationen in Kraft setze. Es könnte darauf hingewiesen werden, daß, als in England zur Zeit des Krieges zwischen der weißen und roten Rasse die Anarchie überhand nahm, die angewendete Methode eher wirtschaftlicher als militärischer Natur gewesen sei. Und er glaube, daß dasselbe Mittel höchst wirksam sich erweisen würde bei der Behandlung einer überhand nehmenden internationalen Anarchie. Aber von Anfang an müsse man klar darüber sein, welches Gesetz man erzwingen wolle, und daß dieses Gesetz so einfach als möglich sei. Ein Vorteil des Krieges werde der hejrige Wunsch sein, die Wiederkehr eines solchen Ereignisses zu verhindern, und dieser Umstand würde auch dle lnternalionale Stimmung geneigter machen, aber wiewohl er es hoffe, zweifle er daran, daß es möglich jet, sie Völler der Welt dazu zu bringen, sich völlig unter oic Herrschaft irgend einer intcruatioualcn Organisation zu stellen. Er sei geneigt, ziemlich vorsichtige Maßregeln anzustreben, denn damit dürfte man nach seinem Empfinden sicherer vorwärts kommen. als wenn man zu rasch vorwärts stürme." . Angesichts dessen aber sehr bescheiden: Er wurde eS als einen großen Schritt ansehen, wenn man zu einer Bestimmung käme, daß niemand einen Krieg beginne, bevor nicht in einer oder der anderen Weise seine Sache einer internationalen Erwägung unterworfen worden sei. Mit anderen Worten, man müßte zunächst sich eher auf internationale Konferenzen als auf internationale Gerichtshöfe verlassen, falls strittige, lebenswichtige Fragen vorliegen. Tie wünschenswerteste Maßnahme sei es, die Völker der Welt dazu zu bringen, Meinungsverschiedenheiten durch eine andere Maßregel beizulegen als durch den Krieg." — Die Idee internationaler SchiedsgerichtS- höfe unter den Völkern ist schon alt. Nach diesen Ausführungen eines eifrigen Anhängers ist sie im Kriege nicht im geringsten geklärt und weiter auS- gebaut worden. Der Krieg zur See. Neue. U-Boot-Beule. Im westlichen Mittelmeer wurden vier bewaffnete Dampfer und zwei Segler mit rund 23 000Vrutto- Negister-Tonnen vernichtet. Hierdurch wurden hauptsächlich italienische Reedereien geschädigt, die dabei drei Ham'psor u ii$ zwei Sc|Tet verlören, und zwar: Hie K nipser „Participation" (2439 Tonnen) mit Gipfel« fiiuMi nach Liverpool, „Caprern" (7,040 Tonnen) und ein unbekannter italienischer Dampfer von etwa ^>OOO Tonnen, sowie die Segler „Emma Felive" und ,,Ag» nese Aiadre" mir Farbinrde. Ter vierte versentte Dampfer war der englische Truppentransportdampfer „Minneronka" (13528 Tonnen), von dem IO Gefangene eingebracht wurden. * . * Deutsche Geleitbriefe an neutrale Schiffe. Das deutsche Generalkonsulat in Norwegen hat die Mitteilung bekommen, daß von jetzt ab von deutscher Seite Geleitscheine an Schisse verabfolgt werden, die mit Ladungen von neutralen Häsen an neutrale Häsen unterwegs sind. Tiefe Gelettscheme werden von den deutschen Kriegsschiffen respektiert werden. Allerlei vom Seekrieg. ' Tas französische Hospitalschifs „Aste" (850O Bruttotonnen) ist aus unbekannter Ursache in Brand geraten und gilt als verloren. Ter englische Segler „Golden Light" (120 Bruttotonnen) ist gesunken. Allgemeine Kriegsnachrichten. Bitte, keine Neberschwiiilglichkeite,,! Gegenüber dem grotesken Schwindel, mit dem die amerikanische Schwindelpresse die Dankees über die Heldentaten der nordamerikanischen Armee „unterrichtet", telegraphiert der amerikanische Sonderberichter- - ftatter bei den Armeen in Frankreich, Henry Wood, derb abkühlend: „Tie erste Osfensivaktion" des amerikanischen Heeres am 12. Februar. Erwartungsvoll beginnt man zu lesen: W o wollen die amerikanischen Sturmkolonnen in die deutschen Linien eingebrochen sein? Nichts dergleichen? Die „Offen- sivaktton" bestand nach dem Bericht Woods darin, daß französische Truppen den Sturm ausführten, während ernrge amerikanische Batterien sich lediglich bei der Vorbereitung und Durchführung des Sturmes beteiligten." .Auch die Portugiese« werde» vorsichtig. Ter „Commercio do Porto" setzt seine melancholischen Betrachtungen über die aktive portugie- gliche Kriegsbeteiligung an der Westfront fort, die fiel, immer mehr zu einer Anklageschrift verdichten und ln Portugal große- Aussehen erregen. ES wäre ttnüttch, meuu da» Blatt, öctg Portugal an der Front sich hatte eure gewtchlrge Stellung verschaffen wollen, jernen „unavhangrgen" Abschnitt, um der den tünft ngen Frredeusoerhandlungen sich euren tzervorragen oeu Prag zu sichern. Las Armeekorps ja nur an Bestandteil des englischen Heeres, em Trepfen rm Ozean oer Heere. Demgemäß sei der Vorsatz Por tugals töricht, und käme gleich einem Verlust an Men schen und Geld, die jetzt den hohen Interessen rn Afrika fehlen. Tadel spielt das Blatt aus den erfolgreichen Einbruch der angeblich „geschlagenen" deutschen Schutz truppe aus Leuftch-Ostafrtta ln der portugiesischen Ko Lome Mvfamvique an, die sich gegen die Deutschen nicht schützen kann. Wie England »ie Nentralcn behRudett. Tie Fischer von drei niederländischen Fischerbooten die seit 5. November vorigen Jahres in England widerrechtlich zurüagehalten wurden, sind jetzt in ihre Heimat Scheveningen zurückgekehrt. Die drei Boote wurden seinerzeit von englischen Torpedojägern nach Harwich aufgebracht und von dort nach Ipswich überführt. Während ihres Aufenthaltes in Harwich hatten die Schiffer über nichts zu klagen. Schlimmer ging es ihnen in Ipswich, wo ihnen lediglich Brot, und auch dieses nur in ungenügender Weise zugeteilt wurde Sie wurden aus ihren Booten streng gefangen gehalten. Als einige von ihnen versuchten, am User sich ein wenig Bewegung zu verschaffen, wurden sofort Schüsse aus sie abgegeben und im Wiederholungsfälle ihnen eine sechsmonatige Gefängnisstrafe angekündigt. Reuter jammert am Sonntag: Etwa sechs feindliche Flugzeuge näherten sich gestern abend der Themsemündung und führten einen Angriff gegen London aus. Alle Flugzeuge wurden zurückgetrieden bis auf eines, welches am Flußuser entlang in die Stadt eindrang und im südwestlichen Bezirke eine einzige Bombe abwars. Diese Bombe zerstörte ein Hauö, welches einen invaliden Offizier, seine Frau und zwei Kinder begrub. Mehrere andere Bomben wurden von dem Angreifer auf seinem Heimwege in den östlichen Außenbezirken abgeworfen, doch wurden weder ernste Verluste noch Schaden gemeldet. Ein Angriff wurde um 10 Uhr 45 gegen Dover unternommen, der abgewiesen wurde. Einige Bomben wurden auf freies Feld abgeworfen. Einige unserer Flieger verwickelten den Feind in Kämpfe. Einer unse- rer Flieger hatte einen Kamps über der Küste von Kent, und kurz darauf sah man vom Strande aus, wie ein großes feindliches Flugzeug in die See stürzte. Berichte über Verluste und Schäden sind noch nicht eingelaufen, doch sind sie augenscheinlich leicht. Lord Nhorr-da wird schlank.' Lord Rhondda, der englische LebenSmrtteldiktator, sagte einem Vertreter des „Weekly DiSpatch" am 13. Januar in einer Unterredung aus Anlaß der gleisch- knappheit u. a. folgendes: .Hetzt, wo das Schiffsbauproblem uns so weit gebracht hat, daß wir uns mit weniger Fleisch begnügen müssen und wahrscheinlich nicht mehr als die Hälfte dessen essen dürfen, was wir im Ottooer an Fleisch verzehrten, müssen wir uns mit den Tatsachen adfinden. Unsere Gesundheit wird durch oen verminderten Fleischgenuß nicht leiden. Ich persönlich esse so wenig, daß ich eine ganze Woche lang zu Hause kein.Fleisch angerührt habe. Einmal hatte ich in einer Volksküche eine Fleischpastete, aber darin ma r mehr Pastete als Fleisch. Ich kann schwere Arbeit verrichten, wenn tch nur einen Hering habe. Als Knabe bekam ich die ganze Woche zweimal Fleisch. Neuerdings habe ich mich mit den freiwilligen Nationen begnugr und alle diejenigen Leben-mittel vermieden, die tnapo sind. Ho habe ich denn im Gewicht 28 Pfund verloren, und mein Arzt sa-i mir, dsg ich deshalb 10 Jahre länger leben werde." Wenn dieses erhebende Beispiel nicht wirkt, dann wirkt sicherlich überhaupt nichts niehr. Ta »nutz oock) das Hungern Zum Vergnügen werden. Die englische Fleischbarte kommt. Ter englische Nahrungsmittelkontrolleur beschloß die zwangsweise Durchführung der Fleischrationierung nach etifem Entwurf, Der für London und die umgebenden Grafschaften am 25. Februar, für ganz Groß- vrirannten allgemein am 25. März in Kraft tritt. leine Si rtegsuachrichten. " Tie Verluste der australischen Expebitionsarmee betragen bisher im ganzen 229 000 Mann, davon sind 115 uuü verwundet, 43 000 tot, 67 000 trank und 4000 gefangen oder vermißt. ' Tie überwiegende Mehrheit des englischen Me- talla.beilerverbandes har den Vorschlag, einen Proteststreit gegen die Regrerungsvorschläge zum Mannschaftsgesetz zu veranstalten, adgetehnt. " Nach Reuter hat das englische Arbeitsmini- sterium jetzt bereits seine TemobilisationS- pläne ausgearbeitet. Sobald ein dauerhafter Friede gesichert ist, wird großer Urlaub erteilt werden. " Viscount Northcltfse, der Verleger der „Times", hat den Posten eines Direktors der Propaganda in feindlichen Ländern angenommen. " „Daily Mail" berichtet, daß gegen Oberst Re- pingron, der frühere MUttärkrttiker der „Times", jetzt der „Morningpost". die Anklage wegen Hochverrats eingeteitet ist. Tie liberale Partei wird den Fall Repurgton im Parlament zur Sprache bringen. Politische Rundschau. Tic Wahlrecht-Vorlage im Ausschuß. Tie Beratung wurde am Montag erst in später NachmiltagSstunde wieder ausgenommen. § 2 (Ansicht u ß d o nt Wahlrecht) war mit allen dazu gestellten Anträgen letzthin einem Unterausschuß überwiesen worden. Infolge der praktischen Schwierigkeiten sind die Anträge betr. Einwirkung von F r e t h e r t s st r a f e n aus das Wahlrecht für die erste Lesung zurückgezogen worden. § 2 wurde schließlich dahin angenommen, daß vom Wahlrecht ausgeschlossen sind jene, die entmündigt sind oder unter vorläufiger Vormundschaft stehen, über deren Vermögen das Konkursverfahren schwebt, die der bürgerlichen Ehrenrechte entbehren, denen die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter adgeht, die unter Polizeiaufsicht stehen und endlich diejenigen, die während des letzten Jahres eine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln er- l-alten haben. Als solche Armenunterstützung gelten nicht Pflege oder Unterstützung des Wählers oder eines seiner Angehörigen in Krankheitsfällen, Anstaltspflege eines Angehörigen wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen, vereinzelte Unterstützungen zur Hebung eurer augenblicklichen Notlage und Unterstützungen, die erstattet sind. Tie Konservativen enthielten sich der Abstimmung, da ihnen Dieie Fassung nicht genüg! — Ter Kaiser wird sich am 19. Februar nach München begeben, um dem bayerischen Königspaar persönlich seine Glückwünsche zur goldenen Hochzeit auszusprechen. — Tem Vernehmen nach ist Oberbürgermeister Adenauer-Köln in das Herrenhaus berufen worden. :: König Ludn-ig» goldene Hochzeit. Tie diplomatischen Vertreter brachten am 16. Februar ihre Glückwünsche zur goldenen Hochzeit des bayerischen Königspaares dar. Ter oäpstliche Nuntius überreichte ein Handschreiben deS Papstes, der Ministerpräsident eine Urkunde und einen Plan über die Stiftung eines Steinbrunnens. :: Die kommenden Miuisterrcdeu. In der am Tienstag beginnenden Sitzungsperiode des Reichstags ist zu erwarten: Am Tienstag wird im Plenum Staatssekretär Tr. v. K ü h l m a n n bei der ersten Lesung des Fr-edensvertrages mit der Ukraine das Wort zu längeren Ausführungen ergreifen, nach denen dieser Gegenstand an die Kommission verwiesen werden dürfte, um am Freitag, den 22. Febr., in dritter Lesung vom Plenum verabschiedet zu werden. Am Montag, den 25. Febr., wird die allgemeine Aussprache beginnen, während deren nicht nur der Reichskanzler Graf v. Hertling. sondern auch der Vizekanzler Exzellenz v. Payer das Wort ergreifen werden. — Man rechnet übrigens in parlamentarischen Kreisen damit, daß eine Interpellation der Unabhängigen Sozialdemokraten über die jüngsten Streikvorgänge eingebracht werden wird; außerdem dürfte der Gegen stand natürlich bei der allgemeinen Aussprache er örtert werden. :: Uns der Sozialdemokratie. In einer Polemik mit den „Unabhängigen" wehrt sich der „Vorwärts" scharf gegen den Vorwurf, seine Hintermänner seien „Regierungssozialisten" und er sei kein Arberterblatt mehr. Er sagt da: „Tie Berliner Arbeiter freilich denken anders darüber, denn tagtäglich melden sich Tausende von ihnen beim „Vorwärts" als neue Abonnenten. In den letzten neun Monaten ist die Auflage des „Vorwärts" um eine Zahl gesttegen, die die Gesamtauflage des (unabhängigen) „Mitteilungsblattes" vielfach übersteigt, nämlich um 40 000. Hoffentlich wird die Wahl von Niederbacnim endgültig mit der Behauptung aufräumen, daß die Berliner Arbeiter hinter den „unabhängigen" Konfusi- onsräten stehen!" :: Vizekanzler v. Payer setzte Montag die Besprechungen mit den Vertretern der Reichstagsfraktionen fort. Er empfing vormittags führende Mitglieder des Zentrums, der fortschrittlichen Volkspariei und der nattonalliberalen Partei. :: künftigen Schtcichwuchergesehe, das der Bundesrat in oen nächsten Tagen verabschieden wird, wird beschwichtigend verkündet, es richte sich nicht gegen das P r i v a t p u o l i k u m, das Lebensmittel für den eigenen Gebrauch im Haushalt aufkauft, sondern lediglich gegen den Ein - und Verkauf von Lebens- und Futtermitteln unter gewerbsmäßiger Verletzung dar HewivtschastiingStzorschriften. Tie Straf- vorschriftöN der Verordnung sehen Gefängnis und Geldstrafe, tm Wiederholungsfälle Zuchthaus, vor. :: Der Reichskanzler hat den Vorsitzenden oe- BolkSbundcS für Freiheit und Vaterland, Professor Tr. E. Francke, empfangen, um einen Bericht über Entstehung, Aufgaben und Tätigkeit des Bolksbundes entgegenzunehmen. Graf von ftertling hat von diesem Bericht mit Interesse Kenntnis genommen. :: Dreitausend Mark Belohnung setzt der Kommandierende General des 9. Armeekorps in Altona, General v. Falk, für den aus. durch dessen Hilfe es zum erstenmal gelingt, einen von englischer oder amerikanischer Seite besoldeten Agenten der Aufhetzung der Arbeiterschaft zum Streik, namentlich der Verteilung von Flugblättern, zu überführen. :: Ein Zusammenschluß liberaler Stadtverordneter der Rhciuprovin',. Ein Zusammenschluß, wie er sonst in Teutschland wohl noch nirgends besteht, ist dieser Tage in der Rl-emProvLnz vollzogen worden. Torc ist in einer Sitzung liberaler Stadtverordneter aus der ganzen Rhemprcoinz eine „Rheinische Bereinigung für liberale Gemeinoepolitik" gegründet worden. In der Gründerversammlung, die rn Köln stattsand, begründete Redakteur Stadtverordneter Jung-Köln die Notwendtg- tett der Schäftung einer solchen Vereinigung. :: Amnestie in Bayern. Aus Anlaß der Goldenen Hochzett l>at der König von Bayern durch einen allgemeinen Gnadenerlaß alle Verweise und Geldstrafen bis 150 Mark einschließlich und Hast, Festungshaft und Gefängnisstrafen bis zu einem Monat einschließlich sowie die rückständigen Kosten erlassen. Taneden erfolgten noch in umfangreichem Maße Einzelbegnadigun- gen insbesondere solcher Personen, die längere Freiheitsstrafen teilweise verbüßt haben. * * * Portugal: Neue Putsche. i Eine neuerliche Revolution in Portugal bestätigt die „Times" aus Oporto. Einzelheiten fehlen noch. Tie telegraphischen Verbindungen zwischen Lissabon und Oporto sind alle unterbrochen. Man behauptet auch, baß der Generalstreik angejagt wurde. Ans aller Welt. A gahtnreisteranwärter bei vcr Marine werden am 1. April d. I. wieder eingestellt. Schriftliche Gesuche sind bis zum 1. März an das Kommando dev II. Werft Division in Wilhelmshaven zu richten. A Eine scharfe Nachprüfung der Fahrtarieu findet augenblicklich in einzelnen Bezirken in den Per- sonenzugen statt, um der immer, weiter um sich greifenden mißbräuchlichen Benutzung höherer Wagentlas- sen durch Reisende mir geringwertigeren Fahrkarten zu steuern. ** Holzwncher Wie arg die Berliner Hamsterei im weiteren Umkreise der Reichshauptftadt wirkt, zeigt das Ergebnis der Holzverfteigerungen im Norden der Provinz Brandenburg. So kam in Gransee ein Raummeter Birkenkloben auf 40 M. und darüber, Knüppel auf 32—35 M. für ein Raummeter. Tie Taxen betrugen nur 15—18 M. °* Ter Spuk. Im Stalle eines oldenburgischen Landmannes spukt es. Fas! in jeder Nacht wurden die Knechte durch ein gewaltiges Stöhnen und durch wütendes Gebühren des Rindviehes geweckt, Nacht für Nacht, und niemand wußte Rat. Eines Nachts ließ man wieder ein Licht über die Kühe schweifen und entdeckte — eine dicke Ratte, die einer Kuh auf dem Rücken saß und ihre scharfen Zähne in deren Fleisch einschlug. Zwei Kinder durch eine explodierende Granats getötet Ein folgenschwerer Unglückssall, bei dem zwei Kinder getötet, zwei andere schwer verletzt wurden, hat sich in dem märkischen Orte Säpzig zugetragen. Ter 14jährige Heinrich Brauer hatte in der Umgebung auf dem Felde eine Granate gefunden, die wahrscheinlich von einer militärischen Schießübung her- rühren dürfte. Auf dem elterlichen Grundstück spielte er dann in Gegenwart dreier anderer Kinder mir dem gefährlichen Geschoß. Tabei entfiel ihm die Granate und explodierte. Heinrich Brauer und die Tora Sünder wurden getötet, ihre Körper waren zerstückelt. Ter zehnjährige Otto Brauer und die ein Jahr ältere Mari ha Behren erlitten sehr schwere Verletzungen. GerichLssaal. i Die Ledernot ftriitgt cs an den Tag. In Zweibrücken wird augenblicklich ein Prozeß gegen die Lederfabrikanten ^ Gebhardt. Vater und Sohn verhandelt, zwei Lebemänner, die im Verdacht stehen, einen Schleichwucherer Löwenthal aus Berlin um 45 000 Mk. ge- prellt und dann ermordet zu haben. In diesem Prozeß spielen zwei Lederstücke aus der Fabrik des alten Gebhardt eine Rolle, die infolge der Ledernot auf recht absonderliche Weise in den Besitz des Gerichts gekommen. Einige Tage nach dem Verschwinden Löwenthals bekam die Waschfrau von Gebhardt sen. den Auftrag, das Feuer mit Lederstücken zu schüren, die neben dem Ofen in einem Sack standen. Ta noch Stücke dabei waren, mit denen Schuhe ganz besohlt werden konnten, nahm sich die Waschfrau einige mit, und diese wiesen Spuren von Menschenblut aus. Volkswirtschaftliches. A Berlin, 18. Febr. Tie andauernde Lustlosigkeit der geschäftlichen Faktoren äußerte sich beim Wochenbeginn der Börse etwas kräftiger in der matte ren Kursgestaltung. Tie Vorgänge im Osten sowie Diskussionen über die künftige Steuerpolitik drückten auf die Stimmung. A Berlin, 18. Febr. Warenmarkt. (Nicht- am !ch.) Saatweizen, -roggen, -Hafer bis 20.50, Saat- gersle bis 26.50, Saaterbsen 37,50—42,50, Saatbohnen 42,50—47,50, Ackerbohnen, Peluschken 32,50—37.50, Saatwicken 27,50—32,50. Richtpreise für Sämereien: Rotklee 260-276, Schwedenklee 210-228, Weißklee 160 bis 171, Inkarnatklee 118—133, Gelbklee 96—106. Ti- moty 96—106, Reygras 108—120, Knaulgras 108 bis 120, Serradella 85—92, Spörgel 140—145, Heidekraut aus Abladung bis 4,10„ Schilfrohr 4,60 für 50 Kg. ab Station, Flegelstroh 4.75—5,35. PreHstroh 4,75, Maschinenstroh 4,00—4,3$ GTTSTDTTGDTGGTTGTGGT; Schützengrabenruf au$ dem Südwesten. Mit welchen Mienen wollt Ihr Heimkehrenden Kriegern Einmal Gold und Diamanten zeigen, Die Euch mehr galten Als ihr Leben? GGGGTGGGGTGTGGGG OIOIO Au$ Stadl und Land. * Die Belastung -er Dost ist unverändert groß, der Brief- und Postkartenverkchc ist, wie bekannt, ge. gen die FriedensZeit nicht etwa zurückgegangen, sondern beträchtlich höher, und das macht sich um so mehr bemerkbar, als die Zahl der Etscnbahnzüge, die auch nicht alle der Postbesöcderung dienen, erheblich geschmälert ist. Garantie für pünktliche Abfahrt und pünktliches Eintreffen der Züge besteht nicht. Die Post, die noch dazu mit einem kleinen, sich nicht selten verändernten Beamtenapparat zu arbeiten hat, tut, was sie kann, vermag es aber doch nicht immer zu hindern, daß eilige, auf Pünktlichkeit angewiesene Briefsachen unter der Belastung leiden. Es wird darum immer wieder erörtert, ob nicht eine Beschränkung der inländischen Feldpostsachen eintceten könnte, für welche doch eine so große Häufigkeit des Schreibens nicht besteht. Wenn zwei bis drei Wochentage für die Absendung von inländischen Feldpostsachen freigegeben werden, so dürfte das wohl genügen. Leider wird auch mit der Aufschrift „Feldpost" mancher Mißbrauch getrieben, aber wie soll das genau kontrolliert werden? Jedenfalls bedeutete eine Beschränkung dieses Zuviel keine unbillige Härte. * Mur neue Viehzählung findet laut Beschluß des Buntesrats am 1. März d. I. statt. Die Zählung erstreckt sich auch mit auf Kaninchen. * Weißkohl fnv die Zivilbevölkerung. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst teilt einem Blatt zufolge mit, daß die diesmalige Bedarfsanmeldung der Armeevernaltung an Weißkohl und Sauerkraut das dreifache des Vorjahres ausgemacht habe, sodaß sür den Bedarf der Zivilbevölkerung nichts übrig geblieben sei. Infolge der Herabsetzung der Hecresansprüche seien jetzt 3 0 0000 Zentner für die Zivilbevölkerung frei geworden, die noch im Lause des Februar verteilt werden sollen. Möglicherweise erfolgt im März oder April eine nochmalige Verteilung. Eine falsche Ehrfurcht vor den Ahnen spricht aus der Behauptung man dürfe Farrrilienschmrrk nicht an die Reichsbank verkaufen. Die Ahnen, die vor hundert Jahren ihre Wertsachen an Preußen schenkten, würden den Einwand entrüstet als ein Verstoß gegen die vaterländische Familienüberlieferung abweisen. m * Grnuberg. Die drei- und viereinhalbjühcigen Söhne des hiesigen Einwohners Joseph Hilken spielten während der Abwesenheit dex Eltern mit Feuerzeug. Hierbei gerieten die Kleider des älteren Bruders in Brand. Das Kind erlitt den Flammentod. * Mainz. Der 65 Jahre alte Oberpostschaffnec Weine! ist seit 45 Jahren bei der Post in Mainz tätig. Trotz seiner langen Tätigkeit ließ er sich hinreißen, Feldpostpakete zu berauben und wegzunehmen. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefängnis. — Der Kaufmann Ludwig Metzler aus Wörrstadt hatte sich wegen Weinfälschung zu verantworten. Er hatte in der „Franks. Ztg." vier Stück Weiß-und zwei Stück Rotwein, 1915er und 1916er, zum Verkauf inseriert. Daraufhin wurde er durch ein anonymes Schreiben an die Staatsanwaltschaft denunziert, er müsse den Wein gefälscht haben, da er nur kleinen Weinbergsbesitz habe. Im Mai dieses Jahres kam der Weinkontrolleur nach Wörrstadt, untersuchte den Wein und fand, daß der schon an die Firma Treidel in Koblenz zu 3100 Mark per Stück verkaufte Wein nur eine dünne, schlechte Tresterbcühe war. Die beiden Sachverständigen sprachen sich dahin aus, daß es unbegreiflich sei, wie eine Firma solches Zeug kaufen könnte, die gehöre eigentlich bestraft. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 1020 Mark Geldstrafe und verfügte die Einziehung der beschlagnahmten „Weine". Citerarifcbes. Vom parlamentarischen Wahlrecht in den Knltnrstaaten der Welt, von Prof. Dr. Fr. Stier- Somlo. Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen) in Berlin. Preis Mk. 4.-, geb. Mk. 5.—. Bei der Neueinrichtung des deutschen Staatsgebäudes spielt das Wahlrechtsproblem — nicht nur in Preußen — eine weithin sichtbare Rolle. Die Kenntnis und Beurteilung der darin enthaltenen Einzelprobleme ist daher für jeden Gebildeten ein zeitgemäßes Bedürfnis, und so wird die vorliegende Schrift des bekannten Staats- und Völkerrechtslehrers denn um so freudiger begrüßt werden, als bisher ein übersichtliches Büchlein fehlte, das die Gcundprobleme, wie sic sich in unseren Tagen dem prüfenden Auge dacbicten, in ihrer Vielseitigkeit erfaßt, auf möglichst klarS Linien gebracht und freimütig Stellung genommen hätte. _ Verantwortlich: Albtn Kle in in Gießen. Das Feldheer braucht dringend Heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere! D O O D D D D O D D D O D D D D D D D D D D D ßeüifciie Juwelen* und Goidwoche Schirmherr Se. Kgl. fioheii der Sro&herzog. Die Soldankaulllelle im 6eb<3ude der Bezirksiparkaife (3ohannesitrasse) ist anlässlich der hellildien Juwelen- und Soldwoche Sonntag vormittag von 11-1 Uhr geöffnet. >» Der ShrenauslchuH der Soldankauf[feile Slehen. <3 a <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 ^)QQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQl- Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 24. Februar. In der Stadtkirche. Vormittags 97 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr: Mtlitäc- gottesdienst. Pfarrer Schwabe. — Nachmittags 2 Uhr: Kindeckirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Ausfelv. — Vormittags 11 Uhr: Kinder- ktrche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 6 Uhr : Pfarrer Bechtolsheimer. Mag Ernst Ludwig-Jubiläumssliiluny. Zweck der Stiftung ist, Einrichtungen zu schaffen und zu , betreiben, die der Erholung und Kräftigung hessischer Krieger in einem Erholungsheim dienen. Wenn oder solange zu dem Bau eines Erholungsheims noch nicht geschritten wird, können von den Erträgnissen der Stiftung Mittel zur Verfügung gestellt werden, um hessischen Kriegern Erholung und Kräftigung ihrer Gesundheit in anderer Weise zu ermöglichen. Anträge zur Aufnahme in die Stiftung können bei der örtlich zuständigen Kriegsbeschädigten-Fürsorge- stelle oder dem Bürgermeister mündlich gestellt werden. Nähere Auskünfte erteilen die Grossh. Kreisämter, Bürgermeistereien und die Kriegsfürsorgestellen des Landes, sowie die Geschäftsstelle der Stiftung, Kanzlei der Zweiten Kammer der Landstände in Darmstadt. Köhler, Erster Präsident der Zweiten Kammer der Landstände. Ziehung 5. März. Wormser-Dombau- Geld-Lotterie 100000 Lose 3667 Gew. Mk. IOOOOO I 50000 | lOOOO bar ohne Abzug zahlbar. Lose ä 3,- Ifl. P 35 to pfg: sendet auch unt. 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