vezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verla- tzer .,«ieße«er Zeitung", Gießen. 3. Telephon Nr. 302. Lrproition: 8 üdanlage 21 gnzrigenpreis 20 psg. die 44 mm breite P e t i t z e i l e, für Auswärts 30 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung desZahlungl - zieles <30 Daae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießencr Verlagsdructerei, Albin Klein. Mittwoch, den 9. Januar 1918. 31. Jahrg. Die Friedensverhandlungen werden in Breft-Litowfk weiter geführt. Stärkere Artilleriekämpfe im Westen. Ein englischer Borstoß in ln BreTt'Citowrk Brest-Litowsk, 7. Jan. Heute vormittag sind die russischen Friedensabgeordneten ein schließlich Trotz ki wieder hier ein getroffen. Amtliche aeülscve Cagesberichte. Berlin, 4. Jan Im östlichen Aermelkanal sind Von unseren U-Booten kürzlich 21000 B. R-T. vernichtet worden. Sämtliche Schiffe waren schwer beladen und bewaffnet und fuhren bis auf eins unter starker Sicherung. Ein tief beladen r, bewaffneter großer Tdnkdampfer, der Kurs auf Cher bürg hatte, wurde aus einem stark durch Fischbampfer und schnelle U-Bootzer- stbrer gesicherten Gclettzuge herauSgcschoffen. An dem Erfolg, der unter erschwerenden Verhältnissen errungen und darum um so anerkennenswerter ist, war in erster Linie ein kleines U-Boot beteiligt, das unter der schnei- digen Führung seines Kommandanten, Oberleutnant z'ur See Steindorff, im Dezember vorigen Jahres durch schnelles Arbeiten in zwei Unternehmungen insgesamt 22 500 B.-R.-T. vernichtet hat. “ Der Chef des Admiralstabs der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 5. Jan. 19l8. Westlicher Kriegsschauplatz. An der flandrischen Front östlich von Ipern, in einzelnen Abschnitten zwischen Scarpe und Somme so- wie in Gegend von Avocourt und St Mihiel cntwickel. ten sich zeitweilig lebhafte Fcuerkämpfe. An der übrigen Front blieb die Artillerieiätigkeit aus Stöcungsfeuec beschränkt. Oestltch von Bullecourt hatte eine gewaltsame Erkundung vollen Erfolg und brachte eine größere Anzahl gefangener Engländer ein. Oestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine besonderen Ereignisse. Italienische Front. Zwischen Brenta und de Montello lebte das Artil- leriefeuec vorübergehend auf. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendocff. 9 Berlin, 5. Jan., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. * wtb. Großes Hauptquartier, 6. Jan. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Die Feuertäligkeit blieb meist gering. Sie fleigeite sich vorübergehend an verschiedenen Stellen der Front im Zusammenhang mit Elkundungsgefechten. — Französische Vorstöße in der Champagne wurden im Nah kampf abgcwiesen. Bei Juvincourt und nordöstlich von Avocourt brachten eigene nach Feuervorbereitung du ch- gefuhlte Unternkhmungln cb^iso wie ein überraschender Einbruch in die feindlichen Linien westlich von Bezouvaux zahlreiche Gefangene und einige MaschinengcwehrL.als Beute ein. Im Balde von Allly versuchten die Fran zosen zweimal vergeblich in unsere Gräben einzudringen » \ Am 4. und 5, Januar wurden im Luftkampf und von der Erde aus 15 fe ndliche Flugziüge und 4 Fesselballone abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nicht Neues. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Italienische Front: Beiderseits der Brenta, im Tombagebiete und am Montello zeitweilig Artilleriekampf. Dcx Erste Generalquartiermcistec: Luden dorff. 9 Berlin, 6. Jan., abends. Erhöhte GefechtStätig. keit an der flandrischen Fiont, südlich von der Scaipe und aus dem Westufec der Mosel. — Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Flandern und ein französischer wtb. Großes Hauptquartier, 7. Jan. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz. Im Stellungsbogen östlich von Ipern und in ein- zelncn Abschnitte« zwischen den von Arras und Peronne auf Cambcai führenden Straßen entwickelten sich am Nachmittag heftige Arlilleriekämpfe. — Auck zwischen der Malctte und der Aisne, beiderseits von Ornes und aus dem Westufec der Mosel war das Artillerie- und Minenfeuec gesteigert. — Die Kampftätigkeit der Infanterie blieb auf Erkundungen im Vorfelde der Stel- lungen beschränkt. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Jta lienische Front: Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: L u d e n d o r f f 9 Berlin, 7. Jan, abends. Die erhöhte Feuertätigkeit im Stellungtzbogen südöstlich von Ipern dauert an. — Von den andern Kriegsschauplätzen nichts Neues. ch " 36000 rönnen. Berlin, 7. Jan. 1. Am 22. Dezember 1917 hat eines unserer Unterseeboote im Mittelmeer die Hochöfen und Schmelzwerke von Piombino wirkungsvoll beschossen. 2 Schneidigen U Bootangriffen sind im west» ltchen Mittelmeec letzthin 8 D.mpfer und 3 Segler mit rund 36000 Br. Neg.-To. zum Opfer gefallen. Die Dampfer, die mit Ausnahme von einem beladen waren, fuhren sämtlich in stark gesicherten Geleitzügen. Einer der Dampfer hatte Munitionsladung für Italien. Ec ging säst augenblicklich nach dem Torpedotccffec unter. Auch die übrigen Schiffe waren überwiegend Trans- portcr. Ihr Verlust bedeutet für Italien einen empfindlichen Ausfall an Kriegsmaterial. Mit welcher Umsicht und Geschicklichkeit die Geleitzüge angegriffen werden, zeigt die Tatsache, daß in einem Falle aus einem Geleitzuge in 23 Minuten 3 Dampfer herausqeschossen, in einem ande en ein aus 2 Damp fern bestehender Geleitzug vernichtet und aus einem weiteren Geleitzug von 3 Schiffen im Doppelschuß 2 Dampfer versenkt wurden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. » wtb Großes Hauptquartier, 8. Jan. 11*18. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Einzelne Abschnitte in Flandern und südwestlich von Cambrai lagen zeitweilig unter heftigem Feuer. In der Abenddämmerung griffen englische Kompagnien östlich von Bullecourt an, sie wurden abgewtescn. Heeresgruppe Herzog Albcecht. Im Sundgau entwickelte sich am Abend lebhafter Artilleriekampf, der nach ruhiger Nacht heute früh wie« der auf lebte. Mazedonische Front: Zwischen Ochuda- und Prespa See in Cerna Bogen, sowie zwischen Wacdar und Dojcan-See war die Ar- tillecietätigkeit rege. Deutsche Jäger brachten von einem Erkundungsvorstoß in die feindlichen bisher von Russen verteidigten Gräben westlich vom Pcespa-See eine An- zahl Franzosen ein. Italienische Front: Gegen den Monte Asolone und den Piaveabschnitt nördlich von Vidor richtete der Feind tagsüber heftige Feuerübecsälle; während der Nacht blieb das Feuer lebhaft. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Beclin, 8. Jan., abends. An der Bahn Boesinghe- Staden ist ein englischer Vorstoß gescheitert. — In der Gegend von Flirt y (zwischen Maas und Mosel) sind örtliche Angriffe der Franzosen im Gange. —Im Sund- gan flaute die Gesechtstätigkeit nach Abwehr eines französischen Vorstoßes bei Ammerzweilec ab. — Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. im Sundgau adgewiesen. Aus Stadt und Land. Ein Vergleich der Geschäftsergebnisse der Spor- kaffen des hexischen Sparkaffenverbands zu Ende 1916 mit dem Stande von Ende 1915 ergibt laut „Mitteilungen der Großh H fftschen Zentralstelle für die Landesstattslik" (Beilage zur „Darmstädter Zeitung"), Nr. 984 ein Anwachsen des Betrags der Spareinlagen innerhalb eines Jahres von 427727000 auf 445519000 Mark, mithin um nahezu 17 4 /s Millionen Mark; die zinsbare Anlegung der Einlagen hat besonders bet Gemeinden und sonstigen Kommunalverbänden zugenommen (um 6905 000 Mark), aber noch erheblich größer ist die Zunahme der Anlagen in Wertpapieren jwohl Kriegsanleihe), wobei eine Steigerung dkS Be- lrags um 42409000 Ma>k auf 119460000 Mark vorliegt, während die Anlagen in Hypotheken, Kaufgeldern und gegen 'Schuldschein prozentual zurückgegangen sind. Bei den einzelnen Kassen ergeben sich hinsichlich der zinsbaren Anlegung der Bestände große Verschiedenheiten. Der Kasse in Oppenheim mit nur 24.2 Prozent Hypotheken steht Offenbach mit 84.5 gegenüber (Darmstadt: 74,4 einschl Kaufgclder), wogegen Oppenheim 47,8 Prozent des Bestands in Kaufgcldern angelegt hat gegenüber nur 0,2 Prozent in Elbach. Die Alsfeldec Kaffe hat nur 4,1 Prozent ihrer Bestände in Jnhaberpapieren angelegt, Höchst dagegen 49,8 Prozent (Darmftadt: 24.3). Hinsichtlich der Anlegung bei Gemeinden und sonstigen Kommunalverbänden steht Dacmstadt mit 1,1 an letzter und Seligenstadt mit 31,5 Prozent an erster Stelle. Der Zinsfuß beträgt bei der großen Mehrzahl der Kaffen 4 Prozent, eine kleine Anzahl gewährt 3 3 / 4 Prozent, während Dormstadt allgemein und Alzey bei Einlegung kleinerer Beträge noch den 3Vs prozentigen Zinsfuß haben. Die Anmeldung der Kett-, Haus- und Tischwäsche. Zahlreiche Besitzer von Wäsche-Verleihgeschäften, von Gast- und Schankwirtschaften, Krankenhäusern und ähnlichen Betrieben haben die ihnen nach der Bekanntmachung vom 25. August 1917 obliegende Pflicht zur Anmeldung ihrer gesamten gebrauchten u. ungebrauchten Bett , Haus und Tischwäsche trotz wiederholter Mahnung immer noch nicht erfüllt. Die Säumigen, deren Namen der Reichsbekleidungsstelle bekannt sind, werden letztmalig zur Nachholung der Meldung aufgefordert. Die Meldung ist einzureichen bei der Reichsbekleidungsstelle (Volkswirtschaftliche Abteilung) in Berlin W. 50, Nürn- bergerplatz 1. Zu melden ist der Bestand vom 1. Oktober 1917. Meldepfllchtig ist j-der Betrieb, der mehr als fünf Gasthausbetten besitzt oder mehr als drei zur Familie des Unternehmers nicht gehörende Personen dauernd beschäftigt. Wer bis zum 15. Januar 1918 dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, hat un- nachsichtlich sofortige Enteignung zu erwarten. Frrllcrkartoffeln Nach Mitteilung der Landeskartoffelstelle waren Zweisel ausgetaucht, ob ein freier Handel mit Fultelkartoffeln zuläßig sei oder nicht. Die Reichskartoffetftelle hat die Frage endgültig verneint. DieFutterkarloffeln dürfen mithin nur an dieKommunal- verbände veräußert werden. Im Kreis Gießen ist mit deren Abnahme die Firma Vereinigte Getreidehändler S. m. b. H. in Gießen betraut. Da der Speisekartoffel- pceis für ausgesprochene Futterkactoffeln nicht verlangt werden kann, so erfolgt die Bezahlung der Futterkartoffeln entsprechend niedriger. * Gin vernünftiger Kekensmitteiansfchntz. Um die Landleute geltnde zu zwingen, von ihrem Uebec- fluß an Lebensmitteln denen abzugeben, die daran Mangel leiden, hat der Lebensmittelausschuß in Ko neu- bürg in Böhmen einen regelrechten Tauschhandel einge- sührt. So hat ec der Landbevölkerung durch Plakate und Zeitungen mitgeteilt, daß für je einen Liter Pe- Iroleum, den man zu haben wünscht, drei gute Eier auf dem Poltzetamt abgegeben werden müssen. Erst nach Ablieferung bekommt man eine Anweisung und kann sich das Petrol-um ohne weitere Bezahlung bei einem Händler holen In gleicher Weise verfährt man mit vielen anderen, den Landwirten unentbehrlichen Bedarfsartikeln. Diese Tauschmethode hat sich ausgezeichnet bewährt, sie könnte deshalb auch wohl bet uns nachgemacht werden. Hausschiachttirngcrr E ne möglichst iiühzeftiac Bornahm, de, HüusschlachGmgen ist drino-nd zu empfehlen, auch wenn die HauSschlachtungöschweine die Schlachtreife noch nicht erlanpt haben, da durch die frühere Schlachtung Futtermittel für andere Tiere gestreckt, auch die für die Mästung der Schweine in Ermanglung von anderen Fulterartikeln benötigten Kartoffeln der Volfsernährung zugute kommen. Den Kommunalver bänden (Kreisämtern) ist daher die Befugnis übertragen worden Ausnahmen von der gesetzlich vorgeschriebencn dreimonatlichen Mästungsfcist zuzulassen. jedoch mit der Einschränkung, daß in Haushaltungen, in denen früher die Schlachtung eines Schweines nicht üblich gewesen ist, die Genehmigung ohne Einhaltung der Halte- fcist nicht erteilt werden darf. Ein Ankauf von Schweinen im Gewicht von über 50 Pfund ist verboten, worauf bei dieser Gelegenheit wiederholt hingewiesen sei. — Ferner sei noch besonders darauf hingewiesen, daß Selbstversorgern, welche aus den im vergangenen Wirt schaftsjahre vorgenommenen Hausschlachtungen noch in diesem Jahre für längere Zeit versorgt und aus diesem Grunde mit Stellung ihrer diesjährigen Hausschlach- tungsanträge zurückhaltend sind, Gelegenheit geboten ist, ihre Anträge jetzt schon zu stellen. Die Selbstversorgung erstreckt sich in allen Fällen jedoch nur bis zum Ende des Jahres 1918, da Fleisch zur Selbstversorgung aus Hausschlachtungen nach dem 31. Dezember 1917 höchstens für die Zeit bis zum Schluffe des Kalenderjahres 1918 belassen werden darf. * Dur Beleuchtung mit dem Kiensparr ist man aus Mangel an Petroleum und anderem Leuchtöl in den meisten kleinen Orten des Flamigs (zwischen Elbe und Havel) wieder zurückgekehct. Der „Kinpolder" ist wieder zu Ehren gekommen, jene Nische in der Wand neben dem Kamin, auf deren Boden das kleine Feuer aus schmalgeschnittenen besonders haczfetten trockenen Kienspänen brannte und sein leichtflackerndes weißgelbes Licht in den dunklen Abendstunden über den Raum verbreitet. * Höchst a M Bon mehreren g-vßen ihjj»n, die aus dem hiesigen Bahnhofe für die „Farbwerke" eintrafen und „Zimt" enthalt,n sollten, zerbrach eine. Statt der exotischen Ware ft l das schönste deutsche Fleisch aus bin Bcettettrümmern. * Wiesbaden. Hier starb im Alter von 71 Iah c^n die Freifrau von H och st ä dien, geb Anna Magdalena Appel, die Witwe des 1877 verstorbenen Großherzogs Ludwig von Hrssen Mit diesem wurde sie am 20. Juni 1868 in morganatischer Ehe vermählt, nachdem sie kurz zuvor zur Freifrau erhoben war., Nach dem Tode^ des Großherzogs sichelte sie nach hier über. * Bad Homburg Die Verhandlungen mit einem Konsornum aus Mitgliedern der Großindustrie, der Groß kaufmanschaft und des Hochadels wegen Uebernahme des gesamten Kur- und Badewesens der Stadt sind j tzl -?mt der Gründung der „Aktiengesellschaft Bad Homburg" zum Abschluß gebracht. * Dad Wildungen. Der Einfluß der Friedens- Verhandlungen macht sich auch im Rückgang der ungeheuer gestiegenen Pelzwcrkpreise bemerkbar. In unserer Geg-nd ward n Fuchsbälge noch vor kurzem mit 80 Mark bezahlt, heute erhält man kaum noch 30 Mark, da man mit der russischen Lieferung rechnet. * Aus dem Kreise Frankenberg. In einem Landorte erwaib ein fremder Mann für 60 Mk. fünf Pfund Butter, ließ sich dann an die Bahn fahren und bezahlte dann mit einem Hundertmarkschein, auf den er sich 30 Mk. hecauSgcben ließ. Später stellte sich heraus, daß der Schein unecht war. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Bekanntmachung. 3y| 0 Reu-Jsenburger Sladianleihe. Bei der heute stattgefundenen Verlosung von Mk. 10200.— Z^zloNen-Jsenburger Stadtanleihe von 1903 wurden folgende Nummern zur Rückzahlung per 1 . Juli 1917 ausgelost: Lit. A Nr. 3, 6 , ' Lit. B Nr. 197, 292, 37, 18 , 14, Lit. C Nr. 477, 272, Lit. D Nr 186. Wir suchen v e r k ä u fliehe Häuser an beliebigen Plätzen mit und ohne Geschäft behufs Unterbreitung an vorgem rkte Käufer Besuch durch uns kostenlos. Nur Angebote von Selbsteigentümern erwünscht an den Verlag der Vermiet* u. Verkaufs- Zentrale Frankfurt a. M. Hansahaus • färbermOfler Vorläufig keine Ungültigkeit der Ueisebrot- uiarken. Verschiedentlich hatte es verlautet, daß die Reichsreis,brotmarken mit dem 1. Januar 1918 ihre Gültigkeit verlieren, weil von da ob ein anderes Muster herausgegeben werden sollte. Diese Nachricht eut'pcicht nicht den Tatsachen, voraussichtlich werden erst am 15. Februar die Reisebtotmarken in ihrer bisherigen Form außer Gültigkeit treten. Die Gemeinden werden dann entsprechende Bekanntmachungen erlassen. Werden die Zigarren billiger? Die russischen Friedens-Verhandlungen haben für Schokolade, Sardinen, Mehl, Wurst, Pelzwerk, Schuhsenkel und viele andere Artikel ein Sinken der Preise hervocgerufen. Auch für Zigarren soll angeblich ein Preissturz zu erwarten sein. Wie auf Anfrage von den Inhabern großer Berliner Fabriken mitgeteilt wird, dürfte jedoch selbst für die erste Zeit nach einem völligen Friedens schlösse kein Preisrückgang eintreten. Es gibt in Deutschland keine Vorräte, da 75 v. H. aller Erzeugnisse von der Heeresverwaltung in Anspruch genommen werden. Im Gegensatz zu anderen Waren ist deshalb in Zigarren keine Spekulation möglich, um so weniger, als die Rohmaterialien äußerst knapp sind Die Mitnahme von Mintersporlgeräten in die Züge ist nicht mehr statthaft. Näheres besagt die heutige Bekanntmachung der Eisenbahndtrektion Frank, furt a. M. * Uilbel. Auf dem Hofe des Landwirts Kost fand sich Tage und Wochen hindurch die GanS eines hiesigen Einwohners ein und fraß sich satt. Jagte man sie mit Schimpf und Schande fort, so stellte sie sich trotzdem wieder ein. Als die Gans eines Tages sich wieder an den Kost'schen Futtertrog drängte, warf ihr die Tochter des Hauses einen Besen nach, der dem Vogel ein Bein abschlug. Man sperrte das Tier in den Stall, und als das Bein hier nicht sofort onheilte, schlachtete man kurzerhand die Gans und aß sie. Der richtige Eigentümer, der natürlich davon erfuhr, forderte 30 Mk. Schadenersatz und strengte, als Kost nur 20 Mark bot, Klage an. Während das hiesige Schöffengericht den Angeklagten freisprach, verurteilte die Gießener Strafkammer Herrn Kost und Tochter zu je 25 Mk Geldstrafe und Tragung der Kosten beider Instanzen. Da den Angeklagten zudem ein Friedberger Rechtsanwald zur Seite stand, dürfte die Gans auf annähernd 200 Mk. kommen. — „Ein magerer Vergleich usw". * Dillenbrrrg Dem Kaufmann Heinrich Lückhoff, der wrederholt bei Entgegennahme von Kundenaufträgen Butter verlangte, wurde der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs unteisagt. * Kiedenkopf Mit einem neuen Titel wurde der Einwohner F. Thome durch seine Ernennung zum Milchwart für den Breitenbachec Grund geschmückt. c t .. Die Glocken der russischen Kap auf der Mathiltenhöhe sind dieser Tage abgenoma worden, um auch den Weg des übrigen beschlagnal ^ Metalls im Interesse des Vaterlandes zu get Auch über das vergoldete Kupserdach der russischen .< peue ist Die Enteignung bereits ausgesprochen. A an anderen zahlreichen öffentlichen Gebäuden, so an d Landesmuseum sind die Kupferdächer ersetzt oder w deren Ersatz durch anderes Metall erfolgen, sobald entsprechenden Ersatzmatecralien eingetroffen sind. t ft i Mainz Kastei. Ehedem in Friedenszei toficte dkcH.a n d k ä s e 5 Pfennig, gegenwärtig verla man in hiesigen Geschäften 80 Pfennige für eil solchen. Die Einlösung der Stücke erfolgt am 1. Juli 1918 bei der hiesigen Sladlkasse, sowie bei dem Bankhause Baruch Strauß in Marburg und Frankfurt am Main. Neu-Isenburg, den 4. Januar 1918. Großhcrzogliche Birrgemeristerei. Poms. mit reich. Erfahrungen im Präp. und Färben von Pflanzenteilen lBuchenlaub u. s. w.), welcher im Stande ist, eine neu zu errichtende Fabrik mit allen Errungenschaften der Neuzeit einzurichten, wird p. 1. April 1918 in dauernde selbst. Stellung gesucht. (Ausf. Off. über seine bisherige Tätigkeit, Alter und Gehaltsansprüche erbeten an Adolf Conradt, Ludwigsburg. Bekanntmachung. Me Mitnahme von Wintersportgeräten (Schneeschuhen, Rodelschlitten nsw. in die Züge als Handgepäck ist nicht mehr statthast. Ebenso sind diese Sportgeräte zur Abfertigung als Reisegepäck oder Expreßgut nicht mehr anzunehmen. Frankfurt (M.), den 4. Januar 1918. llönlgl. EiRnbabndireKtion. Kohleuersatz! Für Fabrikbetriebe habe große Mengen Knüppel- und Abfallholz vom Sägewerk noch abzugeben. Anfragen erbeten. > Ludwig Vetter, Sägewerk u Holzhandlung, Plettenberg-Bhf. Tonerde (jjanxit) gruben möglichst abgerundeter Großbesitz von Metallurg. Unternehmen zu eiivi'sbcii gesucht. Ausführliche Angebote an M. Lissauer & (5o. Köl». Heu, Stro H , Häcksel zur Lieferung nach Deckung des Heeresbedarfs oder gegen behördliche Ausfuhrgenehmigung offeriert unverbindlich Daniel Tilsiter, Bromberg-. Zigarreu Per 100 St. von Mk. 30. —^bis Mk. 120. — Schweizer Stumpen per IDO Stuck 10 Mk. Holländer 100 Stuck 55 Mk. , Porto und Verpackung 1.60 Mk. 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