Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Expedition: Züdanlage 21. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung desZahlungt- zieles (SO Daae), bet gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbtndlichketl. Verlag der „Giefteuer Zeitung", Gießen. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Nr. 2. Telephon Nr.382. Samstag. d'M 5. Januar 1916. rei-sh°n §!r. ML 31. Jahrg. Voll Zuversicht in das neue Jahr. Seit 1. Januar 23 Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen Deutsche Erfolge im Westen. wtb. Großes Hauptq uartier, 1. Jan. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht. Am Houthoulster Walde und bet Passchmdaele war daS Artillectefeuer vorübergehend gesteigert. Ein starker englischer Eckundungsvorstoß südöstlich von Mon- chy scheiterte. — Südlich von Marcoing wurde in klei üecen Kämpfen der Geländegewinn vom 30. erweitert. Die Gefangenenzahl hat sich um einige Offiziere und 70 Mann erhöht. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. Nördlich von Fresncs und beiderseits von Ornes sowie nördlich und östlich von St. Mthiel war die Ac- tillerietätigkeit zeitweilig lebhaft. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front: Keine besonderen Ereignisse. Italienische Front: Im Tombagebiet dauerten tagsüber hfftige Feuer- kämpfe an. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 1. Jan, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. 9 45000 rönnen verlenltt. Berlin, 1. Jan. Eines unserer U-Boote, Kommandant Korvettenkapitän Kophamel, der seine letzte Fahrt bis zu den Copverdischen Inseln ausdehnte und noch j dort im Hafen von Porto Grande 2 große brasiliani- I sche (ehemals deutsche) Dampfer versenkte, ist unlängst | glücklich in die Heimat zurückgekehlt. Personal und | Material haben die lange Fahrt bestens überstanden I und hierdurch einen neuen Beweis geliefert ebenso sehr für die gute Ausbildung der B'satzung wie für die Betriebssicherheit unserer U-Boote, die nächst der Tüchtigkeit unserer Konstrukteure auch der gewissenhaften Arbeitsweise unserer Werftarbeiter zu dankin ist. So trägt auch diese ihr Teil zu den Erfolgen deö U Bootkcieges und damit zum endlichen deutschen Siege bei. Die Gesamtbeute dieses U-Bootes besteht in der Versenkung eines wahrscheinlich amerikanischen Zerstörers, von 9 Dampfern und 5 Segelschiffen mit rund 45000 Bcuttoregistertonnen. — Unter den Ladungen der meist von Amerika nach Italien oder Frankreich bestimmten Schiffe befanden sich mindestens 10000 Tonnen Kriegsmaterial, ferner Kaffee, Leder, Weizen, Kupfer, Stahl, Erdnüsse, Gummi in größeren Mengen 22 Tonnen Kupfer hat das U-Boot außerdem als wertvollen Beitrag füc die deutsche Kriegswirtschaft mitgebracht. S. M. der Kaiser hat dem Kommandanten, der schon auf eine Reihe rühmlicher Krtegsleistungcn zurück- steht, den Orden Pouc le merite verliehen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. e totfc Großes Hauptquartier, 2. Jan. 1918. Mazedonische Front: Keine besonderen Ereignisse. Jta lienische Front: Die Feuertätigke t war auf der Hochfläche von Asiago und im Tombagebiet zeitweilig gesteigert. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff. Berlin. 2. Jan., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. G ,0 Schiffe verfenkt. Berlin, 2. Jan. Durch unsere U-Boote wurden im englischen Kanal und Atlantischen Ozean neuerdings 4 Dampfer. 3 Segler und 3 Fischerfahrzeuge versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. 9 wtb. Großes Hauptquartier, 3. Jan. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: An verschiedenen Stellen der Front A'tillerickampf. Rahe der Küste wurden bei gelungener Unternehmung Gefangene eingebracht. Französische Vorstöße in der Champagne, nördlich von Presnes und nördlich von Le Mesnil scheiterten in unserem Feuer. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. An der M a z e d o n i s ch e n Front und Italienischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquactiermeister: Ludendorff. * Berlin, 3. Jan, abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. » wtb. Großes Hauptquartier, 4. Jan. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz: Fast an der ganzen Front kam es zu lebhaften Kämpfen der beiderseitigen Artillerien. Klares Frostwetter begünstigte ihre Tätigkeit. — Bei englischen Vorstößen, die östlich von Apecn und nördlich vom La Bas. see-Kanal scheitekten, sowie bei eigenen erfolgreichen Unternehmungen südöstlich von Moeuvces und in der Champagne wurden Gefangene und einige Maschinengewehre eingebracht. — Seit dem 1. Januar verloren unsere Gegner im Luftkampf und durch Abschuß von der Erde 23 Flugzeuge und 2 Fesselballone. Oberleutnant Loerzec errang seinen 20. Lultfieg. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a n p l atz: Nichts Neues. An der Mazedonischen Front < und Jta lienischeu Front keine besonderen Ereignisse. Der Erste Gencralquaitiermeister: Ludendorff. Berlin, 4. Jan., abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Ne ues. _ Gin driitflender mabnruf an alle Candwlrie. Zur Jahreswende 1917/18 richtete der KriegsauS- fchuß der deutschen Landwirtschaft, der deutsche Land- wirtschaftsrat, die Vereinigung der deutschen Bauern- vereine, der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, der Bund der Landwirte, die deutsche Landwictschaftsgesellschaft und der Generalverband der deutschen Raiffeisengenossenschaften folgenden Aufruf an die deutschen Landwirte: Noch immer währt der Krieg. Das deutsche Volk steht in seiner schicksalsschweren Stunde. Im Osten ist der Feind bezwungen. Da gilt es noch einmal, alle Kraft draußen und drinnen zusammknzufassen, um auck im Westen einen noch schlimmeren Feind völlig niederzuringen. Von dilsem eisernen Willen sind Unser Heer und unsere Marine durchdrungen. Alle Männer, die draußen für die Heimat auf der Wacht stehen, werden bis zum letzten Atemzuge alles daran setzen, um uns den endgültigen Sieg zu verschaffen. Zu dieser gewaltigen letzten Kraftonstcengung ist aber nicht nur das Durchhalten draußen notwendig, ist nicht nur die Neivenkcast unserer kämpfenden Helden erforderlich, es ist nicht nur die restlose Herstellung von Munition, Granaten und Waffen unentbehrlich, sondern ebenso auch das Durchhalten im Innern. Die fortgesetzte Hervocbringung von Lebensmitteln, ihre restlose Ablieferung an alle bedürftigen Volks- kceise draußen und drinnen sind zum endgültigen Siege, zur Gewinnung eines ehrenvollen Friedens, der unserem Volke die Zukunft sichert, die dringendsten Ausgaben der Heimat und insbesondere unserer Landwirte. Es handelt sicff- um Sein oder Nichtsein unseres Volkes! Wohl wissen wir alle, in wie mühseliger und harter Arbeit die Landwirte und vor allem ihre Frauen und Töchter und ihre noch nicht erwachsenen Söhne jetzt im Kriege der Scholle die Lebensmittel abcingen müssen. Es ist für alle Zeiten und für die kommenden Geschlechter in die Tafeln der Geschickte eingegraben, welche großen vaterländischen Verdienste sich die Landwirtschaft in diesem blutigen Weltkriege erworben hat. Ohne sie wäre das Vaterl ind verloren. Aber es gilt jetzt, das Letzte herzugeben, was der Landwirt irgend» wie entbehren kann. Um den letzten entscheidenden Schlag mit allem Nachdruck und ohne Erschöpfung durchzuführen, müssen Menschen und Tiere ungeschwächt in den Endkampf treten können. Wir richten deshalb an alle deutschen Landwirte die herzliche Bitte, das Vaterland nicht im Stich zu lassen. Jeder Zentner Hafer, jeder Zentner Brotkorn, jedes Pfund Butter, jedes Pfund Fett, jedes Liter Milch, dw der Landwirt mehr als bisher obgibt, helfen zum Siege. Darum erwäge jeder Landwirt noch einmal, was ec von seinen Vorräten abgeben könnte; nicht im Wege des Schleichhandels, der nur dem Reichen zugute kommt, während die arme Bevölkerung darben muß, sondern an die öffentlichen Verteilungsstellen. Doppelt gibt, wer schnell gibt! Jeder Landwirt möge seinen Nachbarn ausklären und ihn dazu bewegen, gleichfalls sein Scherflein zum Endsieg über unsere Feinde beizutragen. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Von Dixmude bis zur Deule war die Artillerietätigkeit vom Mittag an in einzelnen Abschnitten gesteigert. Nördlich und südlich von Lens lebte sie in Verbindung mit erfolgreichen Erkundungen vorübergehend auf. Auch zwischen Arras und St. Ouentin nahm das Feuer zeitweilig an Stärke zu. Die Zahl der in den letzten Tagen südlich von Marcoing gefangenen Engländer hat sich auf 500 erhöht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Nördlich von Presnes und beiderseits von Ornes erhöhte Gefechtötätigkeit. Erkundungsvocstöße führten an mehreren Stellen der Front zur Gefangennahme einer Anzahl Franzosen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Hu; Stadt und Land. . vom Diakonisse,»,ans GIisabetl,e«stift in varmstadt Einen bedrutungsvollcn Schritt hat der Bmswvd des Diakonissen ho uses Ellsabkthenstfft di> fr Taae attan: ec hat Die zihnklvss'ge höhere Mädchen- schule %offmannsches Jnstitut" fdUl,ich ec UDCbcn um |o auch in unserem Lande der Lehr- diakonie eine Stätte zu bereiten nachdem 6en Bauern, Sachsen und anderen Landern Ichon iett Jahrzehnten diese Arbeit besteht und gedeiht Es soll auf diese Weise der Geist der Hingabe und des Dienens im Sinne ernsten Christentums, "ie er im Diakoniffen- wesen gepflegt wird, auch in die weibliche Jugend hdhe- rec Stände getragen werden. Dies Ziel soll erreicht werden durch die Pflege dieses Geistes in der Schule und den individuellen und persönlichen Dienst an dem ein,einen Kind. Im äußeren wird der Schulbetcteb dem Betrieb der anderen höheren Mädchenschulen angc° paßt; derselbe Lehrplan wird zugrunde gelegt, nach denselben Methoden gearbeitet. Der Unterricht wird qt* mäß den gesetzlichen Bestimmungen nur durch stacitltch geprüfte Lehrkeäfte erteilt, zu denen ,m Laufe der Zeit geprüfte Diakonissen als Lehrerinnen hwzutretcn sollen. Mit der Schule soll ein größeres Inter n a t für Schülerinnen verbunden werden, um unseren Landbewohnern die Möglichkeit einer höheren Ausbildung und Erziehung ihrer Töchter-im christlichen Geiste zu m wahr- leisten. Das Internat steht nur evangelischen Mädchen osten, während in die Schule alle Kinder ausgenommen werden, deren Eltern eine Erziehung in diesem Geiste wünschen. Die „E l i s a b e t h e n s ch u l e das wird der neue Name der Schule sein wird vom 1 Juli ab in das Haus Sandstr. 12 verlegt, in dem früher das Ktrschboumsche Institut betrieben wurde. Als Leiterin der Anstalt ist die bisher^- Lehrerin an der hiesigen Eleonorenschule, Frl. Else Morell, in Aussicht genommen. Das Jnspektorat der Anstalt wird der Vorsteher des Elisabethenstisles, Pfarrer Hicke', führen. * Schotten (Vogelsbecg). Der Kreistag erklärte sich grundsätzlich mit der Errichtung einer Sammel- wasenmeisteret durch einen Unternehmer und der Leistung eines Jahresbeitrags zu den Betriebskosten einverstanden. * Friedberg. Aus dem Nachlasse des kürzlich verstorbenen Bierbrauereibesitzers Ernst Windecker ist dem Hilftvercin sür die Geisteskranken in Hessen ein Vermächtnis in Höhe von 30000 Mk. zugefallcn. Es ist geplant, die Kapitalerträgnisse dieser Stiftung in erster Linie dem Zwecke der Aufklärung über die Ursachen und d e Verhütung der Geistesk ankheiten nutz-' bar zu machen. * Darmstadl. Mit Ausnahme der Strecke Haupt- bahnhof-Schloß wird infolge Kohlenmangels der Be trieb auf allen Straßenbahnen der Stadtlinien um 8 Uhr abends eingestellt. * Darmstadt Rentner Adolf Trier, der Mitinhaber der Firma Geb. Trier, überwies dem Hess. Landesverein vom Roten Kreuz eine Spende von 100000 Mark. * Don der Bergstraße Aus den norddeutschen Großstädten haben sich zahlreiche reiche Familien an der Bergstraße angesiedelt, so in Jugenheim, Auerbach und Seeheim, die hier die Lebensmittelknoppheit der Küegszeit besser zu überstehen hoffen. Der Zuzug die sec kräftigen Steuerzahler hat sür die betreffenden Gemeinden den Vorteil daß sie trotz der Kriegslasten ihre Gemeindesteuern beträchtlich herabsetzen konnten, Seehetm z. B. von 115 aus 93 Prozent. * Mainz Planmäßige Haussuchungen bei Landwirten in Gonsenheim förderten bedeutende Mengen Zwiebeln ans Tageslicht. Die gesamten Vorräte verfielen dem Kommunalverbande Mainz. * Flörsheim Ter hiesige erst „vorläufig ange- stellte" Lehrer bezog bisher ein Einkommen von 91 Mark monatlich. Die Gemeindevertretung hatte ein Einsehen und erhöhte des Jugenderziehers Monatsgehalt auf 150 Mk. — Mit dem Frankfurter Frühzuge fuhren Freitag morgen zwei hiesige junge Mädchen, die in einem Frankfurter Rüstungsbetricbe Nachtschicht gehabt hatten, zweiter Klasse nach Hause. Zwischen Frankfurt und Höchst machten sich beide über eine Schachtel Pralines her, für die sie nach ihren eigenen Aussagen „bloß" 28 Mack ausgeaeben hatten. Die Mädchen standen im Alter von 17 Jahren. Der Lehrer mit 91 Mark Monatsgehalt wird sich wohl keine Pca lines für 28 Mark leisten können. * Frankfurt a. M. In der Bleichstra^e wurde am Samstag ein vom Frankfurter Verband für Altersfürsorge errichtetes Vecsorgungsheim sür alte allein' stehende Frauen eröffnet. Die Errichtung eines Männer- hetms ist für nahe Zukunft gleichfalls in Aussicht ge nommen. — Der Reiseverkehr auf der Eisenbahn ist unvermindert stark. Viele Reisende müssen wegen Platzmangels spätere Züge benutzen. Es mußten aus dem 0 Zuge von Berlin am Samstag abend 300Reisende im hiesigen Bahnhof Zurückbleiben. — Für das Schneiden der Haare lassen sich hiesige Barbier-Geschäfte sitzt an den Samstagen 1 Mark 50 Pfg. bezahlen. * Frankfurt a. M. Eine trübe Erfahrung haben die hiesigen Käufer von städtischen Gänse gemacht. Es stellte sich beim Broten der Vögel heraus, daß die- elben mit Lebertran oder „Fischöl" gefüttert worden waren. Die „Fr. Ztg." schreibt u. a. hierüber: Der Festtag nahte heran, ein eigentümlicher Geruch verbreitete sich in der Küche: die Laune der Köchin zeigte tiefen Barometerstand, die Hausfrau machte ein eigentümliches mehr dem Weinen ähnliches Gesicht, die städtische Gans wurde serviert, der Hausherr .zerlegt kopfschüttelnd, nach dem ersten Bissen mustern 1t® ote Tischgäste, die kleine Enkelin findet dos erlös nde Wo t: „Die Gans hot Lebertran trinken muss n!' — Gante bratin ist out, Lebertran soll nützlich se n, abcr Gänsebraten vorr Tran durwt änkt schmeckt scheußlich, und in mancher Fcankfmttc Faimlw wurde an den Festtagen von dcm unglücklich.n Fuiteceffatz g^pived n, aus d-ssen Darreichung die Frankfurter Lebersmittclgänse ttorng reagierten. * Frankfurt a. M, 30. Dez- Nachdem erst vor 14 Tagen ein Krimwalschutzmann von Einbrechern erschossen und gestern früh ein anderer Beamter im Stadtteil Sachsenhausen von zwei Dieben durch Revo'mr- schüsse verletzt wurde, fiel heute vormittag im gleichen Revier ein Schutzmann Einbrechern zum Opfer. Der verheiratete Schutzmann Georg Ertl wurde heute früh kurz nach 6 Uhc btt der Verfolgung von Einbrechern vor dem Hause Oppenheimerstraße SO durch mehrere Reuolverschllsse getötet- Die Leiche wurde- nach kurzer Zeit von Passanlkn gefunden- Die Täter sind vermut- itch in denselben Personen zu suchen, die Samstag-früh auf dem Schwcizerpiatze den Revolverangriff aus einen Polizeibeamten verübten. Auf die Ermittelung der Täter im Fall Ertl setzte der Regierungspräsident eine Belohnung von 1000 Mark aus- Die für Ermittlung der Urheber des Verbrechen? an dem Schutzmanns Staerr ausgesetzte Belohnung von 1000 Mark wurde auf 2000 Mark erhöht. * Hattersheim (Nassau)- Bürgermeister Keßler lichtete Im Namen des Gemeindevorstandes an die Ein- wohnerschaft einen beachtenswerten Neujahrs- gruß, in dem es u- a- heißte „Wir raten dringeno zur Sparsamkeit- Legt zurück sür Notfälle! Wir ersahren täglich mit Schrecken, wie manche Ortsbewohner ihren Verdienst geradezu hinauswerfen. Wir wissen, daß manche Familien bis zu 10000 Mk- und mehr vecdrenen und daß Arbeiterfamiiien die unnötigsten und teuersten Sachen kaufen: Pelze, Kostüme, Seidenwäsche und seidene Stoffe, elegante Schuhe, treuere Spielwaren, Gold° und Silbersachen, oft für Hunderte von Mark, ja sogar Klaviere kaufen sie. Ist das nicht Wahnsinn. Selbst Kriegerfrauen machen von ihren Unterstützungen die blödsinnigsten Ausgaben für Sachen, die fte nte im Leben gekannt haben Wir gönnen allen ein anständiges Dasein; aber Pelze und Kostüme für mehrere Hundert Mark, Puppen zu 120 Mk. führen zum Leichtsinn schlimmsten Grades. Hebt das Geld auf sür schlimmere Tage. Wer jetzt kauft, erwirbt Schund, und Leute mit solchem Aufputz sind oidentltchen Menschen ein Eckel. Tragt die alten Sachen aus! Eure Tüchtigkeit wird man an der Verwendung alter Kleider eikcnnen! Wir bUten sehr, diese ernsten Worte im neuen Jahr 1918 zu beherzigen!" __ Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 6. Januar. In der Stadtkirche. Vormittags 97. Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittaas 11 Uhr: Kinderklrche für die Matthäusgemetnde. Pfarrer Mahr. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johannesktrche. Vormittags 97» Uhr: Pfarrafftstent Lic. Reuning —. Vmmittogs li Uhr: Kinderktrche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bech- toisheinur. — Abds. ö Uhr. Pfairer Ausfeld. Bekanntmachung. Die Mitnahme von Winterfportgeräten (Schneeschuhen, Rodelschlitten nsw. in die Züge als Hand- epück ist nicht mehr statthaft. Ebenso sind diese Portgeräte zur Abfertigung als Reisegepäck oder Expreßgut nicht mehr anzunehmeu- Frankfurt (-M.), den 4. Januar 1918. Kenigi. 6ifenbahndireKiion. Heu, Stroh, Häcksel zur Lieferung nach Deckung des Heeresbedarfs oder gegen behördliche Ausfuhrgenehmigung offeriert unverbindlich Daniel Tilsiter, Bromberg. Zigarren Per 100 St. von Mk. 30. -"bis Mk. 120. - Schweizer Stumpen per 100 Stück 10 Mk.. Holländer 100 Stück 55 Mk. Porto und Verpackung 1.50 Mk. Probekisten a 100 St. unter Nachnahme nur an Selstverbraucher. Versandhaus G. Ziegner, Theaterstr. 15, Landsbcrg (Warthe). Tonerde (Bauxit) graben möglichst abgerundeter Großbesitz von Metallurg. Unternehmen zu erwerben gesucht. Ausführliche Angebote an M. Lissaner «L Co. Köln. Spidplan des Staditheater giessen Sonntag, den 6. Januar, nachmittags 3'/s Uhr: Sondervorstellung für die kriegsbeschäftigte Arbeiterschaft. Kein Kartenverkauf! Das Glück im Winkel. Abends 77* Uhr: Unter der blühenden Linde. Ein fröhliches Spiel. Montag, den 7. Januar, abends 7'ft Uhr: Glaube und Heimat. Freitag, den 11. Januar, abends 7 Uhr: Opern-Gastspiel: Rigolctto. • S amsta g, den 12. Januar, abends 77a Uhr: Othello. Trauerspiel. Sonntag, den 13. Januar, nachmittags 3ft- Uhr: Meine Iran,' die Hosschauspiclerin. Lustspiel. Abends 7'/- Uhr: „Sah ein Kuab' ein Röölein stehn". Singspiel. Siegellack No. 126, schwarz, Mk. 3.50 p. Pfd. 10 Stangen pro. Pfund für Briefe u. Pakete in IT. Kartons. Bei 8 Pfd. 10 °/o bei 16Pfd. 15°,oD oKof f 48Pfd.20°/o- LtaAJ(XtL EWo und Verpackung je 8 Pfd. Mk. 1.20. Muster 50 Pfg. Postscheck. 10313. I “ paul 3acobson, Haiubnrg 36 . Spez. seit 1904. Staat!, gepr. offiz. Heilmittel. itemnot der Pierde (sogenannte Dämpfigkeit) cbron. Husten, Rohren, Pfeifen, Engbrust, Hartschuaus., schnell, gründl. heilbar. 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