muüyaqnws >uq m s’OC. I qaiqq ^Qionntoqc? xoi-tü'ists SSST im ^uanian^; .xaXpilijitsiQ -13? OiBo-jcaq^s xoq ui;mqxip2 o.xQ'DiV ao $3iq '.u UN iisßiuxjxagQj n« iuw i«3 11 olixoa XII 391 Gemkinc'eblarr für die evangelische Rirchengemeinde Gießen ^7lr. 42 Gießen, Sonntag, 20. nach Trinitatis,den 2 ^Oktober 1917 6 Iahrg. Erntedankfest. Psalm 106, 1. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte amfyrrt ewiglich. Als wir nach einen: harten Winter auch noch durch einen späten und kalten Frühling mußten in diesem Jahr, und als bald darauf an vielen Stellen Deutschlands eine nahezu sengende Dürre einsetzte, da war uns manch- mal angst und bange ums Herz, und wir fragten; was soll das werden? Wird die .Hoffnung der Feinde doch noch in Erfüllung gehen, Deutschland infolge einer Mißernte aufs Knie zu zwingen? Werden wir noch, ganz andere Tage als bisher durchniacheu inüssen, obwohl lvir schon genug Entbehrungen zu ertragen meinten? Und siehe da! nun ist es doch viel besser gekommen. Der da oben — wie Mackensen beim Betrachten der rumänischen Ernte sagte Uat uns nicht verlassen. Zu richtiger Zeit lut er Regen und Sonnenschein gesandt und bei prachtvollem Wetter uns eine Mittelernte beschert, die unsere Ernährung sicherst ellt. Das ist vom Herrn geschehen und ein Wunder vor unfern Augen. So sollte am diesjährigen Erntefest in allen Kirchen und Hänsern aus tiefstem Herzen der alte Erntepsalm zum Himmel emporschallen: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich." Seine ignädige Güte liegt klar vor aller Augen; ohne sie wären wir elend verkommen. Diesen Dank wollen wir in die Tat Umsetzer:. Wir ivollen das Hadern und Murren lassen. Allzusehr war das in letzter Zeit wieder ins Kraut geschossen und hat uns rm feindlichen Ausland viel geschadet. W:r wollen weiter getreulich die Pflichten des Tages erfüllen. Gott hat uns ja mit der neuen Ernte wieder einen sichtbaren Beweis seiner Güte gegeben, daß er mit uns sein will: möge seine Liebe und Freundlichkeit uns zur Buße, zur Geduld, zu wackerer Arbeit antreiben. Aber vor allen Dingen denken nur daran, daß auch wir eine Saat sind, von Gott gesät, am Tag der Garben zu reisen. Dann wird d t Herr die Spreu von dem Weizen sondern. Was werden wir sein? Die Frage muß jedem ernsten Christen auf dem Herzen brennen. Wenn wir den Sonnenschein und Regen Göttlicher Gnade nicht verschmähe», wenn wir unser Herz in ehrlicher und aufrichtiger Buße durchfurchen und so das Saatkorn seines göttlichen Wortes hineinlassen, dann werden auch wir wachsen in seiner Erkenntnis »ud unser Leben wird viel Frucht bringen. Hier zeitlich und dort ewiglich. So gestalten wir unser ganzes Lebe l. zu einen: göttlichen Erntedankfest. ver Abend. Der Abend ist der Feierstunden Tor. Wie dunkelsammtne Vorhangsalten legt sich mit wachsenden Gewalten die Dämmrung über alles Leben, erst leise, und dann immer nächtiger, erst rosenrot, dann Purpur prächtig er und endlich schwarz auf alle Welt. Du siehst nur Eins sich licht erheben: das hohe hehre Sternenzelt. Ent goldner Tempel steht vor dir. Durchs dunkle Wachttor schreiten wir mitten lstndurch durch alle Zeit ins Heiligtum der Ewigkeit. Der Abend ist der Feierstunden Tor. K. E. K n o d t + Keformationsjubümim und Union. Ein geschichtlicher Rückblick. Boi: 5) e r m a n n Steubi n g , Pfarrer zu Bromskirchen, früher Lazarett- geistlicher zu Gießen. (Schluß.) § 9. Alle nicht gemeinschaftlich zu verrichtend psarramtlichen Handlungen ohne llnter- schied werden da, wo mehrere evangelisch- christliche» Geistlichen bei einer Gemeinde angestellt sind, nach, einer wechselnden Reihenfolge verrichtet, und derjenige von ihnen, welcher durch diese Einrichtung etwas an fernen bisherigen Einkünften verliere:: sollte, wird dafür, soviel seine Person angeht, genügend entschädigt. — Das waren in: großen und ganzen d:e .Hauptbestimmnngen des wichtigen Ediktes. Unter dem Eindruck desselben wurde denn auch das Reformationsfest zu einer dankbaren, frosten Feier des ganzen Volkes. r)hne besondere Schwierigkeiten wurde die Umon durchgeführt, und unter ihren: Szepter rann die. nassauische Kirche heute aus eine hui: dertjährige, segensreiche Entwickelung zu l rückblicken. Zwar, der Staat als solcher ging Hnatistir>4uiioQi - 166 rtad) dem Kriege von 1.866 in Stücke und wurde Preußen einverleibt; der letzte nassauische L>erzog Adolf verließ sein Hei- matland und bestieg den Thron des Großherzogtums Luxemburg. Aber der Segen der Union blieb. In den 100 Jahren der Entwickelung hat die nassauische Kirche einen gewaltigen Ausschwung genommen. Reges kirchliches Leben und Interesse hat sie während dieser 100 Jahre in reichem Mgße betätigt; ein reiches Vereinswesen hat sich in ihr entwickelt. Aus ihrem Psarrerstand sind eine Reihe bedeutender Männer hervorgegangen. Dabei kommt eine besondere Bedeutung dem Seminar in Herborn zu. Dieses war ursprünglich! nichts anderes als die übrig gebliebene theologische Fakultät der tm Jahre 1584 gegründeten und 1811 eilige gangen en Universität Herborn. Bedeutende Männer haben an der Spitze des Seminars gestanden. Ich nenne August Rebe (1826—1895), Robert Kübel (1838—1894), der bekannte Tübinger Theologe, Eugen Sachse (1839 -1915), Friedrich Zimmer, der noch lebende Organisator des Diakonie-Vereins, Adolf Teißmann, jetzt Professor der Theologie an der Universität Berlin. Zurzeit leitet das Seminar Professor D. Ennl Knodt, ein geborener Rheinhesse. An gelehrten Theologen innerhalb des nassauischen Pfarrerstandes hat es nie gefehlt. Besonders liebevoll gepflegt wurde von jeher das Gebiet der Kirchengeschichte.^Zu nennen sind da vor allem Dekan I). >zoh. Hermann Steubing in Diez, Dekan D Christian Daniel Vogel und Kirchenrat Ernst Keller. Als Schriftsteller sind heute besonders bekannt 'der Pfarrer Fritz Philippe m Wiesbaden und Pfarrer Erwin Gros in Esch. So hatte denn die nassauische Kirche nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, den Gedenktag an die Gründung der Union auch im Krieg festlich zu begehen. Die Feier, am 9. August ds. Js. zu Idstein begangen, hielt sich, dem Ernst der Zeit entsprechend, m j durchaus kirchlichem Rahmen. Als Vertreter > des deutschen Kaisers war Prinz Friedrich Karl voii Hessen gekommen, außerdem waren erschienen das Großherzogspaar von Baden als Nachkommen des nassauischen Herzogs- Hauses und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. Die benachbarten Konsistorien von Frankfurt a. M., Hessen, Kassel, Rheinprovinz und Westfalen hatten Vertreter gesandt Natürlich war der Konsistorralbezirk Wiesbaden fast vollzählig anwesend. Bei der kirchlichen Feier hielt Generalsuperintendent Ohlp, selbst aus einer altnassauischen Pfarrerfamilie stammend, die Fest predigt über Epbeser 4, 3—5. Es folgte die Festrede des Präses der Bezirksspnode, Dekans Schmitt, Höchst a. M., der es verstand, die Teilnehmer vortrefflich in das Wesen der Union einzu- sÜhren Nach ihm teilte Konsistorral-Prap- dent Dr. Ernst niit, daß die Synode und,das Konsistorium beschlossen hätten, die Kirche Idsteins als Gedächtniskirche der' Union nach Friedensschluß auszubauen. Zu diesem Zweck seien aus der Bezirkssynodalkasse, dem Zen- tralkirchenfonds und der Gemeinde Idstein je 10 000 Mk. bereitgestellt worden, ebenso haben lnerfür Se. Majestät der Kaiser und König ein Gnadengeschenk bis zum Betrag von 10 000 Mk. bewilligt. Prof. D. Knodt sprach für die theologische Fakultät der Universität Marburg und überbrachte die Verleihung der theologischen Doktorwürde an den Konsistorialpräsidenten Dr. Ernst und Dekan Schmitt. Gleichzeitig teilte er mit, daß zurzeit 14 Kandidaten des Seminars im Felde stehen, daß 731 Theologen dasselbe bis heute besucht haben und 21 Dozenten an ihm tätig waren. Endlich sprachen noch Vertreter der Zivil- und Kirchen gemeinde Idstein und machten Mitteilnng von einer Reihe weiterer Stiftungen im Gesamtwert von 9830 Mk. Damit war die in ihrer Art einzig dastehende Feier beendet. 100 Jahre Union! Dieser Gedanke ist bewegeiid und erbebend zugleich im Hinblick ans das Reformationsjubiläum dieses Jahres. Er sagt uns, daß die Union herausgewachsen ist aus der Gemeinschaft des Geistes, des Glaubens und der Liebe, daß die Union nichts anderes sein will und nichts anderes sein kann als eine Kircheneinheit im tiefsten Sinne des Wortes. Alle äußeren, nur rein formalen Verbindungen sind nicht imstande, etwas Bleibendes zu schaffen. Es bleibt wahr, was Luther einmal in einer Predigt zu Wittenberg gesagt hat; „Das oanze christliche Leben und Wesen sei Glauben und Lieben. Der Glaube ist gerichtek gegen Gott, die Liebe aber gegen den Menschen und Nächsten: so daß wir uns gegen den Menschen erzeigen in der Liebe mit Wohltun, mit Raten, mit Helfen, wie wir Wohltat und Hilfe von,Gott empfangen haben ohne unser Verdienst und Werk, umsonst, aus lauter Gnade und Barmherzigkeit!" Toderleid in Alt-Giehen. Wiederholt haben wir in unserem Gemeindeblatte einzelnes aus alten Gießener Kirchenbüchern, namentlich aus denen, die die Verstorbenen verzeichnen, mitgeteilt. Unsere Leser werden gesunden haben, daß in diesen Aufzeichnungen viel enthalten ist, das kulturgeschichtlich interessant ist. Im nachfolgenden sollen einige Einträge aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Kriege veröffentlicht werden. Diese Einträge spiegeln die alte Zeit mit ihrer Wildheit und Unsicherheit deutlich wieder, sic berichten von Todesleid in Alt-Gießen, über das der Strom des Geschehens längst hinweggerauscht ist. — — Im Jahre 1650 starben zwei Kinder des Stadtwachtmeisters Johann Balthasar Ro daug. lieber ihr trauriges Ende berichtet das Kirchenbuch: „Alß der Flachs in der Stuben angegangen, (sind sie^ von der Flamm er- iqiö iBujiBiing ajaiaajgg ■quoVnQ' oqusjCpuai I ouj 'naylpitxaq ino.xoq uaiviß ux* jsßiiovfn pttn -uvastz 31 q anj g.xxKpiojsq quisjpuo^jji UuvU / ujjjitiu qim jjpj^ßjuu gnvauq sqjajitvlpxaiup' --KUS^SF Vf 3 © nsjjnui iiaiiqo lJQJ 3 l sehr wohl verdienter Seelsorger und Mit- prediger zu Gießen auf die 18 Jahr lang, mit Begleitung und hertzlichem Verklagen der gantzen Gemein, ehrlich und christlich zur Erden bestattet worden." Das Wort „Verklagen" bedeutet hier so viel wie „Klagen".! Interessant sind auch folgende Einträge: 17. März 1654: „Eatharina von Londorfs uf der Rabenau, so sich anhero begeben, ihr brodt und arbeit zu suchen, ihres alters 70 Jahr." Wie es damals oft der Fall war, so kannte man von der Beerdigten nur den Vornamen, sie war einfach „die Kathrin von Londorf". 10. Oktober 1654: „Philipp Guntrumb. Bürger und Bender (Weißbinder > seines alters 58 Jahr, ist des morgens bey die Löhn gangen, weiden zu schneiden und tobt ge fanden worden." 1655: „Eines Soltaten Frau, so von ihrem Eygen Mann gestochen, daß sie daran sterben mußte." 13. Februar 1656: „Der Wohlehrwürdige, Wohlachtbare und Hochgelarte £>err D. Justus Feuerbornius, weitberümbter und umb die christliche Kirch hochverdienter Theolo- gus, Professor Primarius, Senior, Mitprediger alliier und Superintendent im Ober- fürstenthumb Hessen, Marpurgischen Theils. Seines Alters in dem 69. Jahr." 1659 wird verzeichnet: „Dietrich, ein Bürger und Bot (Bote) ans Zell (Celle) des Fürstentums Lüneburg, welcher mit Akten hierher an die juristische Fakultät geschickt und hier gestorben rst. Sein Mter ist unbe- wust." Aus demselben Jahr stammen die beiden folgenden Einträge. „Johann Georg Emmichmann, $>errn Caspar Emmichmann, Burgers und Kausfmanns zu Tortmündt Sohn, seines Handwerks ein Buchbänder, welcher den zwevten Tag, nachdem er hierhergekommen, in das Wasser gegangen und ersoffen ist." — „Herr Jdst Peter Eckhard, Bürger, Fürstlicher Hof- und hiesiger Stadt Raths Benner (Weißbinder), auch im Rath der Sechzehuer, welcher den 24. Juli in der Nacht gantz unverschuldeter Weise von einem Soldaten tödlich verwundet woran er den 1. August gestorben, seines Alters 44 jahr 7 Monat 3 Wochen 4 Tage. Gott verhüte hinkünftig dergleichen." Diese beiden Einträge spiegeln uns ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte ivieder. Wenn es von dem einen Manne heißt, daß er „ersosseu" sei, so darf man das nicht als eine derbe Redewendung anselfen, es war das der landläufige Ausdruck für „ertrinken". Auch Luther schreibt in seiner Bibelübersetzung Mark. 5, 13, daß die „Säue" im Meer „ersoffen" seien. (Fortsetzung folgt.) Aus der Jugendzeit eines deutschen Mannes. (Schluß.) Zu Ostern kam ich außer Arbeit und hatte nun Zeit genug, mich mit Kupserstechen und mit der Gitarre zu beschäftigen: allein ich verdiente auch nichts, als was ich für diejenigen Graveurarbeiten erhielt, die ich für einige Handlungen ansertigte. Was ich bisher erworben hatte, war genau so viel gewesen, als ich gewölfulich brauchte. Ich lebte sehr dürftig, aß des Mittags,in der Spreegasse in einem Speisehause für zwei Groschen und des Abends zu Hause ein Butterbrot. Man konnte nicht kärglicher leben. In meinem Speisehause aßen nicht gar viele Personen, in der Regel waren nur vier mäßig große Tische besetzt. An meinem Tische fanden sich fast alle Tage zusammen: ein alter Uhrmacher, der zur französischen Kolonie gehörte, zwei Zimmergesellen, eine Mamsell, die in irgendeinem Weifpvaren- geschäste nähte, und ich. Der Uhrmacher war ein Original, eine wahre Theaterfigur. Er war ganz unmodisch geUeidet, trug eineu Frack nach altem Schnitt von pflaumenblauer Farbe mit großen besponnenen me- tallnmränderten Knöpfen, Schuhe mit Schnallen, blau und weiß gezickzacktg Strümpfe und einen kleinen dreieckigen Hut: daß der Zopf nicht fehlte, versteht sich von selbst. Die Zimmergesellen waren einfache, ehrliche, gutmütige Leute gewöhnlichen Schlages. Tie Nähmamsell war nicht mehr WVA'-V vvv\\.'V'u\>v\» uuuv> "S ' MluiJoVam 'u.n\\or.\u'Vs »'rv -wu>v.'v* UMVUUV'V V»uwxAPim ^ ay V ^ JQ 1 iuvuAV'oSA^Os ümus iW w® **£. X^J, *',«maokau - 168 jung, nicht hübsch, schien aber ein braves ^ KlcftlC Mitteilungen. Mädchen von guter Gesinnung zu sein, die c^ t unserer Artikelreihe „Giessen vor bei längerer Bekanntschaft mich auf eine cv, a ^ cen " hatten wir auch einige meriwür- seine Weise merken tiefe, daß sie eine nähere b - e Zeitungsinserate aus vergangenen Zei- Bekanntschast mit mir nicht ungern sehen veröffentlicht. Ein Leser unseres Blattes würde, wozu ich jedoch keine Steigung fulstte. ! luK , eine sehr originelle Anzeige mit, die Der Uhrmacher war ein eingeslestchter Po- ^ ungefähr 50 Jahren in einem Gießener litiker, sprach gern und viel, auch nicht ohne! gestanden hat und von der Redaktion Kenntnis, war für die Franzosen, ihren Kai- n ^, verändert worden war. Ein Unbekaun- fjw iivtIn fcvivr CSppv Tiprtptftp'rf hprdmilpfp die , V . . •_ mur,.».»» Xitt>r2 S«p ser und sein Heer begeistert, verachtete die Deutschen und Preußen, obgleich er ein geborener Berliner war, auf das tiefste, tadelte alle unsere preußischen Einrichtungen und alle Eigenschaften der Deutschen, selbst unsere Literatur, und das Ganze lies darauf hinaus:, nur die Franzosen entsprächen ter hatte einem Gießener Bürger öfters die Krautköpse ausgeschnitten und den Mann außerdem noch durch Unfug, den ex aus dem Grundstücke verübte, geärgert. Da erließ der Bestohlene folgende Kundgebung: „Es geht mir schon seit einiger Zeit ein frevelhafter ijauuuy. um uic oiuujrv^.i in meinem Garten herum, welcher vor eigentlich dem Begriffe eines Menschen, alle bem Neustadt er Tor an der Heuchel heim ei- anderen und besonders die Deutschen seren I (^^ iau yf ec itttt's an dein großen Birnbaum anderen und besonders die Deutschen seren Ch^ssee links an dem großen Birnbaum verunglückte Versuche. Ich habe es me leiden ^ t binde es darum einem jeden ans können, wenn jemand das Land ferner Ge- ^ ba | er mir diesen frevelhaften Spott - burt herabsetzte, und mein Vaterland stand ( misfindig macht, es mag zu mir ein mir zu hoch, um es geduldig verunglimpfen c^^und sein oder nicht." zu lassen. Ich entgegnete ihür daher oft recht keck, soweit die Klugheit es gestattete (denn man war überall von französischen Spionen umgeben», moderierte seine Behauptungen in bezug aus die Franzosen und verteidigte die Preußen und Deutschen oft nicht ohne Glück. Meine Zimmerleute nahmen zwar lebhaften Anteil an dem sich alle Tage erneuenden Streite und freuten sich meiner Entgegnun gen von Herzen, wußten aber selbst wenig zu kirchliche Anzeigen. Sonntag den 21. Oktober. Erntedanks est. (Kollekte für die Evangelischen in Oesterreich.) Gottesdienst. In der Ztadlkirche. Vormittags 9(2 Uhr. Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr: um ein kurzes Gehör und sagten mir: es läge ihnen schon einige Tage etwas schwer aus der Seele, worüber sie meinen Rat wünschten. Was ich dazu meine? Sie hätten gar große Lust, den infamen Franzosen, den Uhrmacher, der die Preußen so verachtete und immer recht haben wollte, einmal tüch- tig durchzuprügeln. Ich erschrak über den Einsall. Der Franzose würde wahrscheinlich dabei schlecht weggekommen sein, aber noch schlechter die Zimmergesellen, wenn der Franzose geklagt hätte, und ich redete ihnen die Sache aus, die sie sehr ungern fallen ließen So war damals die Stimmung der Zeit. Ueberall traten die beiden Parteien mehr oder weniger offen hervor, aber überall war Behutsamkeit nötig. Rur em groster Teil der Frauen schien diese Behutsamkeit tober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der MatthäuS- gemeinde. — Die Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markus- gemeinde ist mit dem Wartburg verein verbunden, siehe dessen wöchentliche Veranstaltungen. Dienstag den 23. Oktober, nachmittags 1 j 4 Uhr: Frauenmissionsverein (Vortrag: Missionsinspektor v. Frohnmeyer. Basel). In der Iohanneskirche. Vormittags 9U. Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. — Abends 1 S Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen äugend der Lukas gemeinde. — Abends 8 Uhr: IISSä trag: „Bilder aus den letzten 100 Jahren der Baseler Mission". Missionsinspektor I). Frolmmeper und Missionar Spaich. — Mittwoch den 24. Oktober, abends 8 Uhr: über welche diese selbst erstaunten. Es war leider nicht bloß der Abschaum des Geschlechts, sondern auch gar viele, denen man Besseres zu getraut batte, und das geschah nicht nur in Berlin, sonder'n verhältnismäßig sogar noch mehr aus dem Lande. Auch in Märkisch-Friedland hatte sich die Korruption in hohem Grade bemerkbar gemacht. .„7 ,.,,,,,» : P!°rrI«E.M..,»»-» °E'ch." »»-> Kriegsbetslunde. Pfarrer Bechtolsheimer — Freitag den 26. Oktober, abends ' 26 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde.