-ld,t ich „ Etz Rotwein Qualität r '! ]edem Q^ t. haalwäehte, 1 ® ,n gtttsbesit *e* m a .R StotUrn *««Ä" £ 0 Hausdörfer Breainn Wilhelmsruh B. 7. ' «. IlSlllillllil kaufte j« Quantum zu " M, Curt, Hamburg l! ■tfeneilti-. 32. Je(. (»t. 3 75 Spez, seit 1904. atl. gepr. offiz. Heilmitte (sogenannte Dämpfigkeit) m Husten, Rohren, Pfeife.» gbrust. Hartschnaus., sei indl. heilbar. Versand ö oth. Auskunft kostenfrei. honl Klomm Berlin N. 20. üöll mumm, Hoehsfrasse1^ r einigen Nachahmungen ist warnen. Suche kleine wie grosse Laild- u. Bauernbäiiltr Aepfel, mcht. * 11 HauM ples Hiestener Jettung Bezugspreis 60 pfg. monatlich vierteljährlich 1,80Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. A b g e h o l t in unserer Expedition oder in den Zweig, ausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksen- düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag bet „ Gießener Zeit»»-",. Gießen. Expedition: 5 üdanlage 21 . Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 in na breite P e t i t z e i l e, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 wm breite Reklame.Zeile 73 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deSZahlungE- ziele» (30 Taae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albir» Klein. Nr. 112. Telephon Nr. 362. Samstag, den 29. Dezember 1917. Telephon dir. 362. 30. Jahrg. Des Kaisers Dank an Heer und Heimat. Der Col di Rosso und anschließende italienische Höhen den Italienern entrissen. Ueber 9 090 Italiener gesungen. wtb. Großes Hauptquartier, 25. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: flandrischen Front, am La Bassee-Kanal m ¥ ie- b u- 'ist ut eh- nd en Berlin, 24. Dez. unserer Feinde an der Unterstützt durch die ge. An den Kriegsminister! Die gewaltigen Angriffe Westfront sind gescheitert! __ —, — samten Industrien Englands, Frankreichs und Amerikas, trotz monatelanger Vorbereitungen umfassendster Art, trotz allergrößten Munitionsaufwandes waren alle Bemühungen unsererGegnerumsonst. Das zähe Durchhalten und die unerschütterliche Tapferkeit unserer todesmutigen Truppen an der Front konnte dies aber neben der Unterstützung durch die Marine nur leisten durch die rastlose Arbeit und reiche Unterstützung derHeimatmit Waffen, Munition und allem sonstigen Kciegsgerät. Dafür sage ich dem Kriegsministerium und seinen Nachgeordneten Behörden meinen und des Heeres Dank. Zielbewußte Leitung, strengste Pflichterfüllung jedes Einzelnen, enges Zusammenarbeiten mit den anderen Behörden, insbesondere den Kriegsministerien der Bundesstaaten und mit einer schaffensfreudigen, erfinderischen Industrie — auf dieser Grundlage haben fich die Erfolge aufgebaut. Glänzendes ist auch in der rechtzeitigen Bereitstellung eines kriegsmäßig vorgebildeten Ersatzes, der Fürsorge für unsere Verwundeten und in der Verteilung und Verwendung der heimischen Arbeitskräfte geleistet. So vertraue ich darauf, daß mein Kriegsministerium auch weiter in vorbildlicher Pflichttreue zum Nutzen von Heer und Vaterland arbeiten und so für sein Teil zum Endsiege beitragen wird. Großes Hauptquartier, 24. Dez. 1917. _ Wilhelm. JlttiflicDe aeulscde Cagesbericbte. Berlin, 23. Dez. In ^en Hoofden, im Aermel- Kanal und in der irischen See wurden durch unsere ll-Boote 4 Dampfer und das englische Fischerfahrzeug Forward" vernichtet. Einer der versenkten Dampfer wurde aus einem durch kleine Kreuzer, Zerstörer und bewaffnete Ftschdampfer stark gesicherten und daher vermutlich besonders wertvollen Geleitzug herausge- scboffen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 24. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: In Verbindung mit Erkundungsgefechten lebte die Artillerietättgkett in einzelnen Abschnitten auf. — Gesteigertes Feuer hielt tagsüber auf dem östlichen Maas- ufer an. Ocstlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front: Ein feindlicher Vorstoß gegen die bulgarischen Stel- lungen nördlich vom Doiran-See scheiterte. — In der Strumaebene rege Vorfeldtätigkeit. Italienische Front: Zwischen Asiago und der Brenta haben die Trup. den des Feldmärschalls Conrad den Col di Rosso und die westlich und östlich anschließenden Höhen erstürmt. — Bisher wurden mehr als 6000 Gefangene eingebracht. Der Erste Geucralquartiermeister: Ludendorff. i 9 Berlin, 24. Dez., abends. Von den Kriegsschau. Plätzen nichts Neuer. 23000 Tonnen versenkt. Berlin, 24. Dez. Im englischen Kanal und an fi der Ostküste Enalanls wurden durch unsere Untersee- I» boote letzthin 2300A Bruttoregistertonnen versenkt. Der Chef des Admtralstabes der Marine. An der - -- — — und südwestlich von Cambrai lebte die Gefechrstätigkeit vorübergehend auf. Zu beiden Seiten der Maas, am Hartmannsweilerkopf und im Thanner-Tal war das Feuer zu einzelnen Tagesstunden gesteigert. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienische Front: Lebhafter Feuerkampf hielt tagsüber zwischen Ast- ago und der Brenta an. Feindliche Gegenangriffe gegen die neugewonnenen Stellungen und ein Vorstoß am Monte Pectica wurden abgewiesen. — Die Gefangc- nenzahl aus den Kämpfen um den Col del Rcffo ist auf über 9000, darunter 270 Offiziere, gestiegen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorfs. Berlin, 25. Dez., Plätzen nichts Neues. abends. Von den Kciegsschau- 11,17. wtb Großes Hauptquartier, 26. Dez Westlicher Kriegsschauplatz: Die Artillerietätigkeit blieb auf Störungsfeuer beschränkt, das südöstlich von Ypern, bei Moeuvres und Marcoing vorübergehend an Stärke zunahm. — Ec- kundungsvorstöße französischer Abteilungen südlich von Juvincourt scheiterten in unserem Feuer und im Nahkampf. Das seit einigen Tagen auf dem Oftufer der Maas gesteigerte Feuer ließ gestern nach. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front : Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front: Nach starker Artilleriewirkung führte der Feind heftige Gegenangriffe gegen den Col del Rosso und die westlich und östlich benachbarten Höhen. Sie scheiterten unter schweren Verlusten. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 26. Dez, abends. Plätzen nichts Neues. Von den Kriegsschau. mit mehr als 100 Gefangenen und einigen erbeuteten' Maschinengewehren befehlsgemäß in ihre Ausgangsstellungen zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht Eine französische Abteilung, die nördlich von Ober-^ Bucnhaupt unseren vordersten Graben erreichte, wurd« im Nahkampf zurückgeschlagen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front: Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front: Die Artillerietätigkeit zwischen Asiago und der Brenta hat gestern an Heftigkeit nachgelassen. Lebhaftes ZerstöcungSfeuer hielt in den Kampfabschnitten sowie zwischen Brenta und Piave tagsüber an. Ein italienischer Vorstoß gegen den Monte Tomba wurde abge- wiesen. c Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 27. Dez., abends. Plätzen nichts Neues. Von den Kriegsschau ZS 000 Tonnen im Minelineer. Berlin, 27. Dez. Im Mittelmeer sind wieder zahlreiche Dampfer und Segler den Angriffen unserer Unterseeboote zum Opfer gefallen. Der Gesamtinhalt der versenkten Schiffe beträgt mindestens 88,000 Bruttoregistertonncn. i$ooo Tonnen. Berlin, 27. Dez. Auf dem nördlichen Kriegs- scbauplatz wurden durch unsere U-Boote neuerdings 18 000 Bc.-Reg.-To. versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. wtb. 1917. An 2i t ooo Tonnen um England. Berlin, 26. Dez. Neue U-Booterfolge im Sperrgebiet um England: 21,000 Bruttoregistextonnen. Von den versenkten Schiffen wurden 4 Dampfer in der Nordsee vernichtet. Drei davon, die tief beladen waren, wurden aus stark gesicherten, nach England gehenden Geleitzügen hecausgeschoffe». Zwei der Dampfer waren bewaffnet und englischer Nationalität. Ein anderer versenkter Dampfer fuhr unter englischer Kciegsflagge, war demnach 1 englisches Hilfskciegsschiff. Der Chef des Admiralstabes der Marine. O ‘ wtb. GroßesHauptquartier, 27. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der englischen Frost war die Gefechtstätigkeit am Houthoulster Walde, auf dem nördlichen Lys Ufer, bei Moeuvres und Marcoing zeitweilig lebhaft. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Die Regimenter einer Gardedivision führten nordwestlich von Bezonvaux nach kräftiger Artillerie- und Minenwerserwirkung erfolgreiche Unternehmungen durch. Am Vormittage drangen Erkundungsabtetlungen in die französischen Linie». Am Nachmittage stürmten mehrere Kompagnien im Verein mit Flammenwerfern und Teilen eines Sturmbataillons, oeglettet von Infanterie- und Flachfliegern, in 900 Metern Breite die beiden er- sten feindlichen Gräben. Ein Gegenangriff der Franzosen scheiterte unter schweren Verlusten. Nach Sprengung zahlreicher Unterstände kehrten die Sturmtruppen großes Hauptquartier, 28. Dez. Westlicher Kriegsschauplatz: „„ einzelnen Stellen der Front lebte am Tage die Gefechtstätigkett vorübergehend auf. Auf dem östlichen Maasuser war sie auch während der Nacht lebhaft. Oestltch von Luneville brachten Erkundungsabteilungen eine Anzahl Gefangener aus den französischen Gräben ein. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Pcespa-See, im Cernabogen und aus dem östlichen Wardac-Ufer zeitweilig erhöhte Artillerietättgkett. Italienische Front: Tagsüber war das Feuer auf der Hochfläche von Asiago und am Tombarücken gesteigert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff- Berlin, 28. Dez., abends. Plätzen nichts Neues. Bon den Kriegsschau- Die ßoldankaufflelle ist bis auf weitere* geöffnet: vienstag nachmittags von 2-4 übr Samstag vormittags von 10-ir'-Ubr Der €brenau$lcbu$$ der eoldanKaufsftelk: Dr. using er. k * - Die Teurungszulagen. Eine angenehme Wcihnachtcgabe. Wie in Preußen ist auch im Reiche die ,'ovsrlige Auszahlung einmaliger Krieg-teuerung-zulagen an die Beamten angeordner worden. Tie Beihilfen für Ber- heiratete betragen 200 M. zu de -n für jede» Lin- eine Zulage von je 20 M hinzuiritt. Nnrc.ycir ! mir einem Dlensteinkommcn von nicht mehr a!° : OO0O M. erhalten 150 M ‘ Tie Beamten im Heere.- und >. n> :c- r- den insoweit berücksichttgt al sie n.- fo: r .^rcr stehen würden wie die sonstigen cu Bc, der Gpgenlibersteilung de Ges?:,-':.:.i*o» r :.wiK ;u>i- und Militärdienst wird die Löhnung der ' -?men und Gefreiten außer echt ge!a>'s-n, ebenso von der Löhnung der Unteroffiziere und Feldwebel sowie von der KriegSbesoldung der Lffizirre ei Betrag von 288 M.. wenn sie mobil und von 198 M wenn l e immobil sind, nicht in Rechnung gestellt * " * , v Diese Regelung entspricht den Beschlüßen des preußischen Abgeordnetenhauses. da-' indes-en der über hinaus noch die bestimmte Erwartung ausge- sprachen hat. das; spätestens vom Beginn des näch- sten Rechnungsjahres ab höhere lausende Sätze gewährt werden. Spätesten- am 18. Februar soll der Ausschuß ln die Einzelberatung dieser Fragen eln- treten. ^ , Endlich soll bis Gewährung von Teuerungszulagen und Krtcgsbeihilfen an die Pensionäre das ander Beschäftigung im Vaterländischen Hilfsdienste flch ergebende Einkommen nur bei einem Betrage von mehr als 1000 M. berücksichtigt werden. Auch mit diesen Grundsätzen hat sich der Finanzminister einverstanden erklärt . Der Konflikt mit der Ukraine. Rote Garden drangen am 21. Dez. um 3 Uhr morgen- in die Geschäftsräume de- ukrainischen revolutionären Stabe- in Petersburg ein und verhafteten vier anwesende Mitglieder. Rach den anderen Mitgliedern des Stabe-, der die einzige amtliche Vertretung der Rada in Petersburg darstellt. wird gesucht. Eine Bestätigung dieser Meldung durch die ossi- zieUe Petersburger Telegraphen-Agentur liegt noch nicht vor. Der ukrainische revolutionäre Stab ist ge° wissermahen die Gesandtschaft der revolutionären Ukraine bezw. der Zentralregterung in Kiew bei der provisorischen Regierung Lenin- in Petersburg. Tiefer ukrainische Stab tauschte mit Lenin und Trotzki Roten au- Über eine srtedliche Verständigung In der letzten Note Trotzt!- heißt es: „Ein Einvernehmen mit der Rada ist nur unter der Bedingung möglich, wenn die Rada ausdrücklich darauf verzichtet, weder den 2lus- stand Kaledins zu unterstützen, noch die ...-ge,nevolutionäre Verschwörung der Bour^ ic und der Kadetten " Tie hier verlangte !»»sicher» ng muß wohl ausgeblieben sein: inzwischen war die Frist de- gestellten Ultimatum- abgelaufen und ».* erster s '.noscuger Akt erfolgte die Verhaftung de- Petersburger Stabe- der Ukraine. ^ »tussischr Liebeu-V.rdig leiten für Etemeureau. Ein russische- guukent.Iegran n, nach Paris schüttelt heftig ote Lügen ad. mit denen der Pariser Funlen- dienst gegen die Regierung ocr Mazimalisten arbeitet. Dort liest man: ..Irgende'.n russische- gnlvrmation-bureau in Pari-. welche- au- einigen russischen Reptilien nieder- per Ordnung besteht, dring' »glich die alierphanta- stischcsten Nachrichten über die von den Botschewiti in Rußland verübten !_-drecken 'ober über die Genosse»» Lenin und Trotz!» anders . l- vor» v 'er.len der deutichen Regierr.ng geiprv-.l.en aird Der Radio- relegraph der fran .'.: .ü.en R.pnbstt stellt j»ch demnach ae» j'iitcrt ri'otini'VMtralur zur Verfügung Die russischen Arbeiter, urc Soldalenräte haben nur C ü i) 1 e Lcrachtung füi die frechen Aufrufe. ..die Diktatur der Bande »on Verrätern. Verbrechern und Betrügern ocn sich abznschütlcln-. Sie kennen die Ehrlichkeit der Männer, die in Rußland regieren, wissen a'er auch, daß der H rr Elemenrean in seiner Vergangenheit in skandaltdsem Zusammen mit der Panama-Asfaire gestanden hat." Das Abwehrtelearamm schließt kräfrta: „Da- einzige Gefühl, welche- die Arbeit des Herrn Clemenceau Hervorrufen könnte, wäre das Gefühl der tiefste« Verachtung für den Klngel der konfus gewordenen Panamisten. welche vorläufig noch die Möglichkeit haben, im Na,ye,» des verblutenden und verarmten französischen Volke' zu sprechen" Eine Verziveislungstat ElcnicneauS Ein in französischer Sprache in Genf erscheinende- Blatt La geutlle urteilt über den Feldzug Ele- »nenceau- gegen EaiUaur recht abfällig: ..Schon einmal hat Clemenceau seinen Sturz selbst herbeigestthrt. als er 1900 seinen erbitterten Gegner Dtlcassee ans der Zurückgezogenheit, die sich dieser seit den» gehlschlag »einer Politik 1905 auferlegt hatte, wieder in die Tesfentlichkeir trieb Jetzt sucht Ele- »nenceau unter ernsteren Umständen den anderen gro» ßen Schweiger. Caillaux. zur Strecke zu dringen. Caillnux. von schimpflichem Schicksal bedroht, wird sich wieder von der Tribüne an da- französische Volk wenden Man sieht ihn mit angstvoller Spannung an» Werke: Frankreich wie die ganze Welt »st am Scheidewege: die eine Richtung führt zur Vollendung de- Ruins und de- Morde»»- mit einer schwachen Hoffnung auf Erfolg, die andere -um gl»"tcklichen Frieden, der allerdings den Verzicht auf ehrgeizige Ansprüche bedeutet, die »»»an gestern noch als nationale Glau benssätze hegte, an d»e zu rüdren verbrecherisch erschien. EatUaux braucht nur aus seine Stunde z»» warten, um ginufveich diesen verhaßten, aber rettenden und de freienden Weg zu führen. Vielleicht beschleunigt sein unversöhnlicher 'Gegner Clemenceau diese Stunde, viel- u^ht 19 ct», c iat der Verzweiflung, daß er -zrch »ult geftnfteil K«pf — mai» nßMt ihn Higer, erber er iß mehr noch ein Stier — auf einen Mann stürzt in dem er den gegebenen Machfolocr sehen muß. wenn er selbst keinen Erfolg hat." Vom U-Dootkrieg. Ge»a 1 tigc N-Voo»-Brute. ! In »ttestneer sind 1l Dampfer u»»d 5 Seg- .er .iüöO Brutto-Regist .en durch ■.r..ic Usl ote versenkt worden. Unter ^en vernichteten Schiffen »uarcn rrvei sehr . Dampfer, die im östlichen Mittelmecr au- G»e- .bc . ' ßo-s murren ferner d«e tc.oa' - uiflhV' .» Tanpfrr Elan Mlleeorgu ovale" 5121 ») un po.lrr hatte Munition oder Erplostvstoffr als Ladung. ' > de gewaltigen Detonation, die aitf den Treffer •jin!.. gefchio lrn rserden kann », den crziet en Erfolgen hat Kaxitänleutnanr besonderen Anteil . Eine? unserer Unterseeboote bot am 10 De- r»e Bahnanlage von Paolo »italienische Süd- > c jv* * l eiche - rollende- Material mit gutem beschossen Noch nach einer Stunde konnte auf emeilcn Entfernung ein starker Brand deod- werden. A ,.mdc: Eriolg 10 Sc achtet Die 7. Kriegöarileihe. 12.625.600.290 Mark. Berlin. 21. Tez. TaS Ergebnis der 7 Kriegs an leibe stellt sich nach Ablaut der Keld-eichnungsfrift (20. November» nunmehr endgültig auf 12,625,666,200 Mark. Hiermit ist die bei der ersten Meldung auS- gesvrochcne Erwartung, daß da- Enderdebnis 12» Milliarden erreichen dürfte, noch um e»n beträchtlicheS übertroffen worden. Politische Rundschau. — Der politische Referent im Auswärtigen Amt. Geh. LegitionSrat Nadolnh. hat sich zu den Irre- densuntechandlungen von Berlin nach Brest-Litow-k begeben O Rücksicht auf die ernste Zeit. Eine Einschrän- kung des Wintersportverkehrs bezweckt eine verfüg^ing der Eisenbah»»direktion München, die bis auf weiteres die Mitnahme von Schneeschuhen. Rodelschlitten und sonstigen Wintersportgeräten in Personenwagen ttiid zur Beförderung als Reisegepäck oder Expreßgut verbietet. Auch auf allen österreichischen Staats- und der Südbahn wird das gleiche verbot in Kraft treten :: „Nnabhangiger" Partcivsrstand vrrhajtct. Eine in Köln vorgenommene Verhaftung von vier Partei- »nltalE'dern der Unabhängigen Sozialdenwkratie ist nach Mitteilung von zuständiger Seite nicht aus politischen sondern aus militärischen Gründen erfolgt. Ten Verhafteten »oerden schwere militärische Indikte zur Last gelegt. ^ :: 92e ii oer(elfnttfl dc- sch»v«r;en Aontineaks. Staatssekretär Tr. Solf hat in einem Vortrag in Berlin die Neuverteilung Afrikas als notwendig hingestellt. Er begründete s»e mit der Feststellung, daß heute Nationen weite Gebiete ihr eigen nennen, zu deren Beherrschung und wirtschaftlichen Ausnutzung sie g a r n » ch t d t e K r a f t und Macht haben, während das industriegelvaltige und menschenreiche Deutschland auf kleinere und zerstreut liegende Bcsn'. n:ner beschränkt geblieben ist Dieses Mißverhältnis müsse ausgeglichen werden, soll der kommende Frieden wirklich e»n dauerhafter sein. Von den heute am Ruder befindlichen englischen Knockout-Poiitilern könne allerdings eine Verständigung hierüber nicht erwartet werden. und and) wir können an einen Friedcnsschluß mit Großbritannien nicht denken, solange es von solcher Gesinnung beherrscht wird. — Tie englische Forderung, den Eingeborenen ein Selbstbestimmungsrecht einzuräumen. se» lächerlich. Aber ein ..Sclbstzweclred)t" könne »hnen zugcstauden werben, d. h daß sie »»icht nur Mittel, sondern Zweck kolonialer Betätig»,ng sind. Tie Treue, die die schwarzen in diesem Kriege uns d-»vicsen haben, zeige übrigens, daß »vir eine Ab. snmmung nicht zu fürchten brauchen. :: Zurückziehung von Vätern von vcr Front. Ueber die Zurückziehung von Vätern von der Front be. stehen noch vielfach falsche Anschauungen. In einem Säirciben an den Abg. Tr. Müller-Meiningen vo»n l. Dezember sagt Vas preußische Kriegsminifteri»un darüber u. a.: ..Ein Erlaß, daß Zurückziehung erfolge, wenn zwei Söhne im Felde stehen, ist nicht ergangen. ES ist lediglich Vorsorge aerroffen. daß Vater vieler Kinder, die noch der väterlichen Erziehung und Unterlmltung bedürfen, auf Verlangen an- der vor- bersten L»n»e zurückgezogen werden können, soweit e- dte militärischen Interesse, insbesondere die Ersatz- Verhältnisse. gestatten." . : vierte Klasse iit Baden Tie zweite Kammer des badischen Landtage- beschloß heute die Einführung der vierten Wage,»Nasse auf den dadischen Staat-eise»»- bahnen, und zwar nach dem württembergischen System. 0 Allgemeine Krieasnacbrichten. Besteserurrg -er Baukuote». Tie Londoner ..Daily Mail' berichte: auS Peters bürg über eine neue Steir''rt)iiellr der le.'in»!tischen Regierung Danach müßten alle Banknoten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt den Stempel ..Regierung der Volkskommissare" crhalten. widrigenfalls l»e ver- fielen Für dic Abstempelung werde eine e- duhr von dis -Ul Prozent des Wertes der Banknote auf Grund e:ne- progressiven Tarif- er- boden Tie Nachricht von dieser bevorstcl-enden Maßnahme habe bereit- eia Agio für die kleinen Noten hervorgebracht. Tie Wechselaedühr für eine Hundertrubelnote betrage zehn Rubel und e- se» beinahe unmöglich, eine Tausendrubelnote etnzu-- wechseln War«« a«f eininat sv frieslich? Sie brauchen Geld! Man lese: Tie Staatsbank crd.äik läqkich zahlreiche Telegramme des ukrainischen Gencrallekrerar»atS. worin die Sendung von Geld^ verlangt wird Eine Milliarde se» ioh; drtr.geng nötig. Eine Vcrspätung der (Geldsendung würde v»^ völlige Stockung »n der Versorgung mi: Zucker. Ge- rreide usw zur Folge haben Dem Land drohten »nfolqe do<- Geldmangel- Aufstande. -- Vor Rege» lung des Konfliktes ziois-Hen dem Rare der Kommissare und der Rada wird d»e Staatsbank keine Mittel zur verfiDUNg stellen 3« den Friedensverha rdlnnftc« %i»bt sich in diesen Tagen — entsprechend den» im Aasfenfttllstand-vertraae getroffene»» Zukatzabkommen c'ne gemischte Kommisston von Vertretern oerschic" cn - O e u t s ch e r Behörden nach Petersburg zweck derderflelluna der kutturellen und w i r r fchafeil ch e n Beziehungen zwischen den oertragschlicßendcu Ländern. Tie Ukrainer verlangen 61eld. Ter Ausschuß der ersten Armee faßte in einer außerordentlichen gemeinsam wir Vertretern der u k r a l n t s ch e n Rada am j Dezember a Versammlung eine Entschließ»,ng dahingel-end. daß der Kamp) gegen Kalcdin für dic beiden Demokratien ros Rußland- und der Ukraine eine gemeinsame Pflicht sei - Aus aller Wett. ~ Ter 5-Nhr-Ladenschluß ist in Dresden durck» Verordnung des Rat- eingeführt »vorden. Lebensmittelgeschäfte dürfen bis 7 Uhr geöffnet halten. Sonn- abends gilt allgemein, 7-Uhr-Ladenschluß. Eine Porzetknnfabril niedrrgcdian: t. Tie arv'e Porzellansabrik in Kolmar in Posen ist vo lständig ntedergebrannt. " Weinverteilung durch die Stadt. In Dresden kommt jetzt vor Weihnachten an all: Einwohner die es wünschen. Ungarwein zur Verteilung Tie Ausgabe erfolgt in 150 Geschäften (?# gibt VJitce Rot- oder Weißwein, beides gute Sorten, zu 5 bezw 1.30 M Tie Stadt hat a»rßerde»n noch einige 1V0O Hektoliter Tokayer in Reserve. Ihn solle.: vor allem die Kranken erhalten * „Rcicheanziige . Citri» esena trag von IG 000 Reichsanzügen für Unbemittelte wird den»nächst das sächsische Cchneidergewerbe von der Zentrale in Berlin erhalten Ter Preis eine Anzn:s stellt «ich etwa auf 70 Mark Ter Stoff und' die Zutaten werden aus Berlin geliefert An der ^erstell»»na trnnen sich alle selbständigen Schneider beteiligen Rtit^lieder von Innungen haben 25 M.. nicht organisierte Schneider 50 M -»^ hinterlegen. ** 2‘1 Bergleute von der -lnh.a ' i r -» Dieser Tage brach in» Austria Schacht im Gemeinde qeknet Karbitz der Berbi»?dun g ' »- l ln zwischen dem genannten Schacht und de ' Von den dort beschäftigten Arbeitern n: sich scchr d»,rä) einen ^»lstsck-acht ret'en. während abac- lchlossen sind. Tie Rettungsarbeiten sind in rollen» Ga«ee werden jedoch durch einen auSge r-mbenen rin der offenbar die Ursache cer autzcc^ ordenrlia, erschwert * Während eine- Spaziergang. : r v r- lorrn Eine Fra», a» r der deren Mann in russischer Kr?e "i rs Ir ist machte einen Abendsvaziergang U sie um I Uhr nachts nach Hause kam. war in inr-r '. h urna etu Zimmerbrand entstanden, bei den, ihre beiden u.'dcr Im ?ll:er voi kommen sind. * Batertandstoje Frauen. I» .'berlch am Niederrhein wurden zwei Fra: '.er, c et. wei A sie Gefangene gegen Bezahlung über die hotten dischc Grenze befördert haben. Zwei Kr in ,ir.nld, -amren. denen einer die Rolle eines gefangenen Fron zoscn spielte, gelang es. die Frauen ZU ubcrfü rren. •* Eine Hundertjährige. Ä itwe Anno Marie Iör- gensei», gcb. Frederichseir. konnte in Ba»,rup bei Dar- nitz am l9 Dezember ihren < 'kbut tsla-i feiern. Ihr Llo»)d George „gemäßigt". Wao er sich durch seine Presse sagen laßt. Tie englische Presse ist ganz merkwürdig ein. Zeitlich auf das Urteil ..be»näßigt" gegenüber Lloyd Georges letzter Rede abgesummt. Ter parlamentarische Korrespondent des ..Daily Chronicle" spricht seine Ge. nugtuung über den gemäßigten Ton der Rede Lloyd Georges im Unterhause aus. ..Tally News" schrelbt. die Erllüruna Lloyd Georges hätte zwar das Ber- langen des Volkes nach einer ausführlichen Er- klarung über die K r t e g s z i e l e nicht ganz befriedigt, aber die Rede sei doch eine Anerkennung der Recht. n»äß»gkeit dieses Wunsche-. Im Leitartikel spricht das liberale ..Daily Ehronicle" die Besorgnis aus. daf die Rede zu gemäßigt »r»ar Das Blau glaubt, daj, Lloyd George keine vollstä»»Gige Erklärung über dic territorialen Fragen deabsühtige. da er von den irre, dentistischen Gebieten wie Elsaß-Lothringen. Trentino. Triasi Vv-nisn und Giebenbürgeu nicht ftf.Mäeu Hase. Mann war in den Jahren 1810 bi- l86ck 9>ti Vorsteher. Tie Hundertjährige verfolgt die (Geschehnisse der Weltkrieges noch mit gespannter Ansmerksam« kelt. " 300 Zentner Schwcincflc : i »V i’iiM für Die chemische Fabrik Merck in TarmstaN t cü. -..:ev Waggon mit 300 Zentnern Schm.' irres Irisch wurde de- seinem Eintreffen am dortigen Bahnbos . 7 chlagnah : tl Ter Waggon stammte aus Höchst und r al Sahck^ deklariert Angeblich hat die F'r i:r da. Fleilr^ das zun» Höchst vre ,s etwa 00 oö '»nt k würd» p '0 -nu. Mart - bezahlt ^ b ^ f:?:c ^| e if wurde nach dem Tarmstädtcr Schlach. ?s gebracht. Eiu amtlicher Austauj. r : r. In Logtna (Bayech», wurde ein (amsterer entlarvt, den fern Gewerbe ganz großzügig berr.eb. Der Karreä Hardanger benutzte seine Täriatcit als au. licher viuff käufer öcv Kommunalverbandes Altv.r, »g zu großes LebenSmurelschiebungen Er , t «t lanqeni in» Verdacht. Als er letzt »c Tvg»ng mit 6 grvßeir Kisten anfuhr und sie rn aLcc » .emüisrrrhe ablat-.'n wollte, jatzte »hu er» Gendar» ab 'Mi: er »:ch ertappe sah. y-.cd er aus das Pferd ein und entfloh, einige Ktsten zurucklasjend. Seine Perhaftung »st »nzroischeu erfolgt. Der Verband und die Maximalsten. Tie (Sutentk? ucv&tus. der Bevölkerung beherrschenden Landbewohnerschaft brauchte man 'hnen »>ne Befährguilg zur dauernden flacht nicht zuzu,pre- d'.cn: dar'n hatten die Engländer schon rlchtig kal- »ul'-ert .Aber sie hatten dabei das unüberwindliche Fr*edensbedürsnis der russischen Ala,sen übersehen -rcr dar'n bearüiidete Friedenswille der Massen giot der Bolschewtti-Regiecung Lenin-Trotzli jene Macht, die ihr jetzt sogar die Niederzwingung eitler obstruierenden Beamtenschaft ermöglicht. , , B^i der Entente beschäftigt man fick) angesichts dessen sehr bekümmert mir den Wegen zur Abhilfe. Und da man Lenin Trotzt: nicht mit Gewalt, auch nicht durch Kornilo.v und Kal.din niederwürgen kann, so kriecht man zur Abwechslung ein bißchen zu Kreuz. I-nd daa wiederum geschieht, indem man sich gegenseitig Vorwürfe macht. Ta liest nran darin in der französischeti Presse (zunächst freilich nur in der sozialistischen): . „In London und Parrö ergeht '.ich die sogenannte große Presse in Beleidigungen gegen die rus ischen Revolutionäre im allgemeinen, gegen die Maximenisten itn besonderen, und glaubt hiermit das Nichtige zu treffen. Vorerst sind die Marima: ijtcij aber Herren vx\ Perc.-.burq und Moskau, uiid kein Zeichen der geringsten *'::\ou zeigt sich, die uns mit allen ^möglichen ^endeu.siöftn Telegrammen stets für den anderen Tag angekündigt wird. . Man tröstet sirl) darüber, indem mgn Lenin und Genossen als ausgemachte Feinde, als Verräter, die von Teutschlattd gekaus;. als Agenten des Kaisers bezeichnet Nichts geschieht, um diesem schrecklichen Mißverständnisse, das heute zwischen der russischen Revo- lution und dem westlichen Europa herrscht, ein Ende zu bereiten; im Gegenteil: die von Beleidigungen strotzenden Artikel ans London und Paris vergiften die Beziehungen nur lioch mehr. Leider hatte sich übrigens dieses UebelwoUen der großen kapitalistischen Organe Frankreichs und Englands längst vor deni Leninschen Austreten geltend gemacht. Ich erinnere n. a. an Berichte wie die von Elaude Anet oder von dem nach Petersburg geschickten Lotzson, der die russischen Revolutionäre als „eine Herde Verrückter, geführt von einer Bande Kanaillen" bezeichnete. Durste die russische Nation nach ihren furchtbaren Opfern für ven Verband derartiges erwarten'? Tiefe Opfer wurden kürzlich vom „Petit Parisien«, der in reiner Weise verdächtig ist, ein Freund des jetzigen Rußlands zu fein, auf 15 Millionen Mann gefetzt: 5 Millionen Tote, 7 Millionen Verwundete, 3 Millionen Gefangene. Man gefällt sich jetzt in der Presse darin, die militärische Schwäche Rußlands, die Bedeutung seiner Mißerfolge zu vergrößern. Tie gleiche Presse, die heute die russische Republik wegen eines Verlustes von 23 000 Gefangnen verurteilt, hatte, wie unser Freund Brails- fvrd in der „New Republic" sehr richtig hervorhebt, kein Wort des Tadels, als die russische Armee auf ihrem Süicuuge 191.") 900 000 Gefangene einbüßte. Tie schwe- ren Verantwortlichkeiten, die die Leiter des Verbandes während dieser unglücklichen russischen Umwälzung aus sich luden, werden aber übersehen. Tie russische Revolution hatte zwei Tinge von den Verbandsmächten verlangt, die man wohl hätte erfüllen müssen, da dadurch Ungeduldige beruhigt: uno die enge Vereinigung mit dem Verbände aufrecht erhalten werden konnte. Es war dies die Revision der K r i e g s z i e l e unh das Verlangen nach einer internattonaleil Konferenz in Stockholm. .Auch hier stieß Rußland ails das brutale Vett) der Regierenden in Frankreich. England und ItalRn. Bei uns scheinen sich die Verantwortlichen ihres großen Fehlers bewußt zu werden, denn sie verlangen von unseren Zeitungen mehr Mäßigung in den Angriffen auf Rußland, die man nur gegen die Freunde Lenins richten dürfe. TieS ist aber nicht allein die Lösung: man muß Worte an die russische Republik, an die Gesamtheit der russischen Republikaner richten, die dem Tone brüderlicher Freundschaft entsprechen. Man muß. um den großen Irrtum der Bolschewik! auszugleichen, der darin besteht, die Macht des deutschen Sozialismus und Proletariats der Regierung gegenüber zu überschätzen, alle Sozialisten der Welt auf einer internationalen Konferenz zusammenbringen, wo man wohl zu einem, klaren und loyalen Schluß kommen wird." . ^ Tie Absicht im Verbände, die Bolschewik: mit Verbeugungen einzufangen, liegt also offen zu Tage. Man wird in dieser Hinsicht die Augen offen halten müssen. Sicher' ist, daß der Verband nichts unversucht lassen wird, die Bolschewiki auf seine Seile zu ziehen. Tie Friedensbewegung in Rußland verstärkt sich. In der großen sozialrevolutionären Partei Tschernows war durch den Austritt linksstehender Mitglieder, die dem Maximalismus nicht allzufern stehen, eine Spaltung eingetreten. Zn letzter Zeit nimmt der linke Flügel auf Kosten des rechten Flügels an Bedeutung zu. Um die Lage zu retten, scheint der rechte Flügel eine Revision seiner Anschauungen vorzunehmen. Noch vor kurzem war er für Erreichung des Weltfriedens durch eine energische Fortführung des Krieges eingetreten. Im Leitartikel ihres Organs , Tjelo Naroda" vom 20. Nov. heißt es nun u. a.: „Für uns unterliegt es keinem Zweifel, daß die maximalistische Erhebung, die bereits den Zerfall dcö Reiches bewirkt und die wirtschaftlichen Zusammenhänge zerrissen hat, die den Süden und Norden Rußlands zu einem wirtschaftlichen Ganzen verbinden, als Volksprotest gegen den sich hinziehenden Krieg anzusehen ist, gewissermaßen als die Konvulsion des volkswirtschaftlichen Organismus, der die Aussaugung seiner t-öendigen Säfte durch .tzmeg nicht länAvr e* -raavn ftMN. Die Erhebung der Ma'rimaU/tcn hat augenscheiu- lich gezeigt, daß das Land"den Krieg länger nicht führen kann, daß der Friede, ein möglichst beschleunigter Friede, nichr nur eine unbedingte Notwendigkeit des Reiches, sondern eine Grundbedingung seines TaseinS selbst ist." Ein wichtiges Stück Heimatpflege. In der Korrespondenz des Bundes der Landwirte machte vor einiger Zeit der Verlag der Maternkorrespondenz Arens folgende für alle anderen Berufe ebenso wichtigen Ausführungen: „Es muß „große" Zeitungen geben, die über das ganze Inland und über möglichst viel Ausland täglich einen Strom von lesbarem Stoff verbreiten. Es muß auch mittlere Zeitungen geben, die über Provinzen oder Kleinstaaten einen tüchtigen Fluß von Tages- weisheil leiten. Und ebenso notwendig und heilsam ist die sogenannte Kleinpressc. die als anmuliger Bacy durch die Ortsflur zieht, befruchtend, spülend, er frischend, allen zu Nutz und niemand zu Trutz. Man spricht vom ..kleinen Mann" und von den „gewöhnlichen Leuten". Wenn darin Geringschätzung steckt, so muß man dem Pharisäer über den Mund fahren. Der kleine Mann, der recht und schlicht in fleißiger Arbeit sein tägliches Brot verdient und noch etwas Aufstrich dazu, bildet die Grundlage der Nation, die Wurzel der Volkskraft. Heil und Hort für Deutschland in Kriegs- Hnd Friede nszetten. (Tie brave ..kleine" Frau" gehört natürlich in dieselbe Ehrenreihe.) Wie eine Pyramide baut sich alles auf. Unten breit, nach oben hin sich zuspiyend. Was da in die Höhe ragt, sticht in die Augen; aber die Hauptsache ist doch der breite, solide, starke Unterbau, der alles trägt und hält. Tie sogenannten kleinen Leute haben eine große Rolle zu spielen im Volksleben, und die sogenannte Kleinpresse erfüllt eine hochwichtige Aufgabe als Lehrerin. Beraterin, .HauSfteundin für die breiten Schichten des Volkes. Die Kleinpresse legt in ihrer stillen und stetigen Arbeit das Fundament für die nationale Kultur. An den Hochschulen muß es berühmte Professoren geben. Aber wo bliebe die Bildung, wenn nicht der brave Volksschullchrer dem Nachwuchs beidrächtc. was jeder Mensch wissen mutz? Das kleine Blatt kann der freiwillige Volkslchrer sein, der bei den Ausgewachsenen svrtsetzt, was in der Schule begonnen - wurde. Wer ein „großes" Blatt aus der Ferne beziehen will, dem steht es frei. Ter Rentner, der beim Frühstück schon Feierabend hat, der zukünftige Politiker, der den hochpolitischen Wortwechsel an der Quelle verfolgen will, — der weitgreisende Geschäftsmann, der Industrie und Handel im ganzen Inland und möglichst auch im Ausland versolqen muß, die mögen ihr Weltoder Fachblatt halten. Aber wenn sie klug sind, so halten sie daneben für ihre Angehörigen und auch für ihre eigene Erfrischung noch das wackere Ortsblatt, das .Heimatsblatt, das sie in Fühlung hält mit ihrer näheren Umgebung, mit der Verwandtschaft und Bekanntschaft. mit dem geselligen und wtrtschaftltchen Leben und Treiben sowie mit der kommunalen Entwickelung ihres Wohnsitzes. Diese engere Fühlung mit den heimatlichen Mitbürgern ist von mannigfachem Vorteil für eine zweckmäßige und gemütliche Lebensführung und die unentbehrliche Vermittlerin i]t Die örtliche Kleinpresse. „Tie großen Blätter dringen mehr", sagt der Wellblatlschwär'.ner. Als ob eS nur aus die Masse ankäme! Gerade die richtige Sichtung des Stoffes, die Auswahl des Wesentlichen aus dem täglichen Wust der Tatsachen und der Erörterungen. - das erleichtert die Selöstbelehrung. Was jedermann wissen muß, das bringt auch bas brave Heimatsblatt. Und obendrein bietet es seinen Lesern, was die Groß- stadtblätter ihm nicht geben können: die fortlaufende Ortsgeschichte, die einerseits im lokalen Teil sich spiegelt, andererseits auch in den Anzeigen. Diese bilden eine wertvolle Zuspeise, - sowohl die geschäftlichen Inserate. die für die Hauswirtschaft manchen nützlichen Fingerzeig geben, als auch die Familicnanzetgen, die von manchen Lesern und noch mehr -Leserinnen des ersten Blickes gewürdigt werden. Wer da glaubt, daß die ..großen" Blätter ihn schneller bedienen als sein Heimarsdlatt, der verkennt die neuzeitlichen Verkehrsmittel. Das Blatt ans der Ferne muß aus der Eisenbahn kommen, und auch der beste Schnellzug geht viel langsamer, als die Botschaft aus dem Draht. Auch die Kleinpresse hat ihre telegraphische und telephonische Verbindung; sie erfährt die Neuigkeiten brühwarm von der Zentralstelle und bringt sie so schnell ihren Lesern vor die Augen, als es technisch möglich ist. Wünschest du. daß die Heimatpresse noch beffer werde, als sie ist, so gibts zu diesem Zweck ein einfaches und wirksames Mittel: Schelten und Schmollen tut eS nicht, aber die tatsächliche Unterstützung fördert den weiteren Aufschwung. Bestelle das Blatt, wenn du es noch nicht bestellt hast, und mache deine Freunde darauf aufmerksam, daß auch in Preßsachen das Hemd einem näher ist, als der Rock. Beachte die Anzeigen und gib selbst Anzeigen auf, wenn das Geschäft oder Familienereignisse dir Anlatz geben. Und wenn du es recht gut machen willst, so schicke deinem Ortsblatt gelegentlich auch einen Beitrag, — einen Bericht über eine frische Neuigkeit oder eine Anregung, die Hand und Fuß hat. e n . „Eng, Fühlung und vertrauensvolles Zusammenarbeiten"'ist jetzt die innerpolitische Parole für Regierung und Volksvertretung. Die patzt auch für die Heimatpresfe. Tie Schrisrleitung und der Leserkreis müssen so innig als möglich mit einnader in Wechselwirkung stehen. Dieser enge Zusammenhang ist gerade bei der sogenannren „Kleinpressc" zu erreichen, und wo er besteht, da gereicht er beiden Teilen zu Nutzen. Dann wirkt das „kleine Blatt" mit großem Segen in seiner Gemeinde, und der befriedigte Abonnent sagt: Ob ihr das Blatt groß nennt oder klein, es ist fein und mein, es paßt gerade für uns und so soll es sein! Wenn überall im Lande der Heimatsiinn auch :m Preßwesen sich so betätigt, dann steht es gut um die Bildung und Erziehung des Volkes tri allen seinen Schichten, und die nationale Spannkraft in Kriegsund Friedenö-eirsn! ,MAine" Urftchon - Ätzungen! Das belgische Heer. Daß in Flandern auf der Seite unserer Feinde außer Engländern und Franzosen auch noch die ganze belgische Armee steht, ist vielen gewiß kaum noch erinnerlich. Man hört auch so wenig von den Soldaten König Älberts und kann es sich kaum noch vorslellen. daß sie es waren, die Lüttich, Namur und Antwerpen verteidigten, wenn auch gerade nicht sehr erfolgreich. In den Zeitungen las man drei Jahre lang jede Woche einmal: „Bomvenkanipf bei Steenstraat und Het Sas9 von dem unsere Truppen allerdings weniger merkten als die Leser in der Heimat, und ftel einem ein, daß hinter dem breiten Gürtel überschwemmten Gebietes beiderseits des Aser-Kanals ein Teil der wehrfähigen Jugend des Landes die Wache hält, in dem der deutsche Soldat nun schon seit über drei Jahren beinahe zu Hause ist. Als der Feind sich anschickte, im Bogen um Apern die Entscheidung des Krieges zu suchen, da tauchte anstelle der schokoladenbraunen, belgischen Uniformen das Hechtgrau der Franzosen auf. Man schien also kein rechtes Vertrauen zu dem Lffensivgeist der Belgier zu haben. Wenn man englische Soldaten nach ihren belgischen Bundesgenossen fragt, pflegen sie geringschätzig zu lächeln und gebrauchen oft wenig respektierliche Ausdrücke. Wir haben noch keine Gelegenheit gehabt, den Angriffsgeist der belgischen Truppen zu prüfen, aber verstehen kann man. daß sie keine Lust haben, an der Zertrümmerung und Verwüstung ihres eigenen Vaterlandes teilzuneh- men. WaS müssen sie cnipsinden. wenn sie sehen und hören, wie die Engländer die schönsten, blühendsten Städte Belgiens in Schutt und Asche legen, wenn englische Granaten und Fliegerbomben belgische Frauen und Kinder töten, ja sogar vor der heiligen Messe im Doin von Ostende nicht haltmachen. Schrecken und Trauer malt sich auf den Gesichtern der gefangenen Belgier, wenn sie durch das Kampfgebiet zurückgeführt werden. Was hier vernichtet wird, kann in 30 Jahren nicht Wiedererstehen, das ist ihnen klar. Sie verstehen vollkommen, daß alles Elend ihnen erspart geblieben wäre, hätten sie nur damals den Vorschlag des freien Durchzuges angenommen, wie es Luxemburg auch tat. Ein großer Teil der belgischen Soldaten ist zudem vlämischer Rationalttät. Bei ihnen fällt also auch noch der nationale Gegensatz fort, der uns von den Wallonen trennt. Welches Interesse sollten sie daran haben, gegen ein verwandtes Volk zu kämpfen, das ihnen Selbständigkeit und Freiheit bringen will. Heber das ganze Gesicht strahlen die Gefangenen, wenn fast olle Deutsche, denen sie begegnen, sie in ihrer Muttersprache anreden. die der unseren so ähnlich ist und von tausenden unserer Leute spielend beherrscht wird. Nicht einmal alle belgischen Ofsiziere geben sich die Mühe, mit ihren Leuten flämisch zu sprechen, und das Französische fällt den armen Flamen so schwer! Was aber die Stimmung im belgischen Heere mehr *a !3 alles andere drückt, das ist die Trennung von den Angehörigen. Seit Jahren haben die Soldaten niemanden ihrer Angehörigen sehen dürfen, in ganz, gckrpz seltenen Fällen ist durch die Vermittlung des Roteu Kreuzes ein kurzer Gruß, ein „Es geht mir gut" zu ihnen gedrungen. Der dentsche Soldat weiß, was die Teilnahme der Heimat für ihn bedeutet. Ein kurzer Urlaub, ein Wiedersehen mit Weib und Kind oder mit den Eltern stählt seine Kräfte und gibt ihm neuen Mut zum Kamps für die Sicherheit ippd Zukunft seiner Lieben in der Heimat. Bet dem belgischen Soldaten fällt das alles fort oder verkehrt sich gar ins Gegenteil: denn seine Angehörigen sitzen auf der anderen Seite in der sicheren Obhut der deutschen Verwaltung, und jeder Schritt, den das englische oder belgische Heer vorwärts macht, muß sie gefährden. Aus allen diesen Gründen ist es kaum verwunderlich, daß man bei den belgischen Gefangenen nur den einen Gedanken findet: „Wir sind dankbar, daß wir dem Kriege auf anständige Weise entronnen sind, gern wollen wir für Deutschland arbeiten, wenn wir nur endlich unsere Angehörigen Wiedersehen dürfen. Wenn irgend möglich, wird von den deutschen Behörden ein Wiedersehen in die Wege geleitet. Nicht leicht werden wir es vergessen, daß die Belgier 1914 den gemeinen und niederträchtigen Heckenkrieg gegen uns führten, daß Belgier es waren, die unsere armen Aftikaner quälten und mißhandelten, die wehrlos in ihre Hände fielen, und daß belgische Zeitungen, die im Auälande erscheinen, an der Spitze die „Independence Belge" bewußt den Feldzug der Lüge gegen uns fortsetzen. Ter größte Teil des belgischen Volkes hat eingesehen, daß es die Abhängigkeit von England und Frankreich gewesen ist, die alles Kriegselend über das Land gebracht hat.. Wenn wir diesem Velktteil — das sind in erster Linie die Flamen — im Frieden gegen die englisch-sranzösische Flut wirksam schützen, so lieg' kein Grund zu der Befürchtung vor. daß wir und das gesamte belgische Volk nicht friedlich nebeneinander leben könnten. I). K. Humoristisches. Wahres Gefchichtchen. Bei einer Batterlebe-ichti- gung prüft der Regiments-Kommandeur die Geistesgegenwart einiger Leute durch allerhand Kreuz- und Querftagen. So auch den Vorderreitor des zweiten Geschützes. einen ettvas ängstlichen und verworrenen Mann. „Wo haben Sie Ihre Feldmütze?" „In der Packtasche. .Herr Oberst':" „In welcher Packtasche?" „In der linken. Herr Oberst!" „Wo haben Sie sie in der Packtasche?" „Zu oberst, Herr Unterst!" stammelt der Schwergeprüfte. „Lill. Kztg." . * * * Mancher lernt's nie. Ein biederer Landwehrmann meiner Gruppe kann die Parole immer nur schwer behalten, und schon öfters ist es vorgekommen, daß er sie auf Befragen nicht mehr wußte. Neulich wurde angesagt: ..Parole Hagen!" Ta meinte er: „Heute werde ich sie aber nicht wieder vergessen, denn rrnser Bäckermeister heißt auch Hagen!" Als er nun abends aus Posten steht, kommt der Offizier vom Dienst auch zu ibm und ftagt: ..Na. wissen Sie h-eute die Parole?" „Iawvll. Herr' Leutnant!" war die Antwort, „Bäckermeister Hagen!" >vr Iß. Amne-e.) Kirchliche Anreizen. Sonntag, den 30. Dezember. In der Sta-dtktrche. Vormittags 9 1 /* Uhr: Pfarrassistent Liz. Reuning. Montag den 31. Dez. (Silvester). In der Stadtkirche. Abends ft Uhr: Pfarrer Mahr. — In der IohanniSkirche. Abends 3 Uhr: Pfarrer BechtolSheimer. Dienstag den 1. Jan. (Neujahr- In der Stadtkirche. Vormittags 9V. Uhr: Pfarrer Bfitoabt. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr. — In derIohanneSkirche. Vormittags 9V’t Uhr: Pfarrer Ausfeld — Vormittags 11 Uhr Kindsrki^che für die IohanneSgemeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 5 Uhr: Pfarrer BechtolSheimer. Bekanntmachung. Dom 25. 12. ab fallen die Urlauberscbnellzüge 123 Trier ab 6" vorm. Coblenz an 9°*, Marburg ab l 0ft Nm., Berlin Friede. Str. an 11" nachts und A. 124 Berlin Friede. Sir. ab 7°* vorm., Marburg ab 5" nachm. Coblenz an 8^^ Trier an 11 48 nachts, sowie die O.Iüge 125 Metz ab 4^ Nm.. Coblenz an 8", Marburg ab 12" vorm., Berlin Friede. Str. an 9* vorm, und D 126 Berlin Friedr. Str. ab 7 00 Nm.. Marburg ab 4" vorm. Coblenz an 7". Meh an 12* Nm. vorübergehend aus. A 123/124 und D 125/126 treffen letzmalig am 25. 12. in Marburg und Coblenz ein. Frankfurt a. M.. den 24. Dez. 1917. König!. Elfeiibabndirektion» Bekanntmachung. vom 2. Januar 1918 ab wird die Triebwagen fahrt 4950 W. Wehlar - Limburg nur zwischen Albs- Hausen und Limburg u. in nachstehend geändertem Plane gefahren : Albshausen ab 6"' abends, Burgsolms 6", Braunfels 6" Slockhausen (Lahn) 6", Löhnberg 6", Weilburg an 6", ab 6", Gräveneck 6 M , Fürfurt 6", Aumenau T\ Arfurt 7", DiUmar 7", Runkel 7", Kerkerbach 7'°, Eschhofen 7", Limburg an 7". Frankfurt (Main), den 18. Dez. >917. a Königliche Eifenbabndirektion. ÖOOOOOOOOOOÜOÜÜOW OQ A Partiewaren «. Restposten A f v aller Art, auch Holz, Metall., Blech , Papierwaren etc. ^ event. mit- Druck, sowie sonstige Lagerposten jeder Art q ii. jeder Menge kaufen bei annehntbaren Preisen g Carl Philipp L S«., Berlin, miands.r, is q ^QQQQQLQQQQQQQQQQQQl? Im Berlag M. 8. Me,er (Russischer Bote) ,u Berit» TS. 68, Zimmerstraße 28. tft 'oeben erschienen: „RifFUcM über ihre Eindrücke Ia D:«t[cbland!" 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