HKießeitev Jertrnig *S? ^ph°n 171 SH he ’ lä «»e etc, . UMet Bezugspreis 60 Pfg. monatlich vierteljährlich IMMk., vorauszahlbar, frei ins Haus. A b g e h o l t in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießeuer Zeitung", Gießen. Expedition: 5üdanlagt 21. anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 80 Pfg. Die 90 mm breite R e k l a m e * 3 c i I e 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deS Zahlung^- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Berlagsdruckerei, Albin Klein. Ar. 105. Telephon Nr. 362. Mittwoch, den 4. Dezember 1917. Telephon Nr. 362. 30. Jahrg. 6000 Engländer in Flandern gefangen genommen und 100 Geschütze erobert. Waffenstillstand am Pripet. 200 '°=i?[. 3.25 ' SSg&j** Vagett. Jlmtlicbe deutfcbe Cagesberidm. wtb. Grußes Hauptquartier, 1. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht. In Flandern blieb die Artillerietätigkeit in mäßigen Grenzen. — Südöstlich von Arras hielt das verstäikte Feuer an. — Die Schlacht bei Cambrai ist gestern er- Lft.neut mit großer Heftigkeit entbrannt! Eigene Gegen- preiswer^?^?^Ä!ang riffe zur Verbesserung unserer Stellungen hatten vol- badcn AnÄ^rkMen. Wien Erfolg. Stärkste Feuerwirkung von Artillerie und —— dir. 22 . Wnenwerfern bahnte unserer Infanterie den Weg in Hill lüstinn vu ! die feindlichen Linien. Zwischen Mocuvres und Bourlon ulv m\m MMMNund von Fontaine und La Folie heraus warfen wir Tüte für ' W Feind auf die Dörfer Grancourt, Anneux und Can- Damen lA M taing zurück. — Beiderseits von Banteux erstürmten 0-95 Mk. Tafeln 'mit Lolunsere Truppen von der. Schelde herauf die Höhen auf 'chonern 1.20 u. 1.30 Mk. dem Westufec des Flusses, durchstießen die ersten feind- Versandhaus G. 3 ich( ct lld)en Linien und nahmen die Dörfer Gonnelteu und ^heaterstraße K. 15 . Mers>Gnislatn. Der zähe sich wehrende Feind erlitt _ Landsberg (W arthcj. schwere Verluste. 4000 Engländer wurden gefangen, ä l 7 Ä ‘r"ine^cere Batterien erbeutet. — Gegenangriffe, die der AEmlWetnd am Abend gegen Gonnelieu auch unter Einsatz Panzerwagen und Kavallerie führte, brachen ver- W!t(l TäöitP -tt Ostreich zusammen. — Scharfer Feuerkamps hielt auf kaust jedes JL. Jw Schlachtfeld- die Nacht hindurch an. Heeresgruppe Teutschcr Kronprinz STZT o cv. Auf dem östlichen Maasufer war dle Kampftatig- der Artillerien reitweilia stark. Zu kaufen gesucht: * Hhthn CfliHiiifl/wjrÄ Rittmeister Freiherr v. Richthofen errang seinen Leutnant Klein seinen 22. Luftsieg. Ledenvaren, Oestlicher Kriegsschauplatz A. Baumwollspinncr. M a z e d o ni s ch e Front Ludwigshafcn a. Rh. Str!ckmaschine ldne « cü 6 cccn K°mpfhandlung°n. aller Systeme, m. M.30-50 j Jt°li°nische Front: azhloug Katalfrei.P.Kirij Angriffe der Italiener gegen den Monte Pertiea Brannschwelg. ^eiterten. Der Erste Generalguartiermeistec: Ludendorff. AZirtschast oder f * 1 s« auch mit Land. Selbst Berlin, 1. Dez., abends. Auf dem Schlachtfeld 1 AH * w,,h *ei Eambcai sind starke englische Gegenangriffe gegen ie von uns gestern genommenen Stellungen gescheitert. Von den anderen Fronten nichts Neues. me Brillantschmuckgegenstände 21000 Connen verrenkt. Berlin, 1. Dez. Eines unserer Unterseeboote, —-- . Jfommanfcant Oberleutnant z. S. Valentiner (Hans), neuerdings im östlichen Aermelkanal unter schwerster feindlicher Gegenwirkung 5 Dampfer mit rund 1000 Bruttoccgistertonnen v rsenkt. Einer der Dam- ser flog unter einer gewaltigen Detonation in die Lust, i. min ffic hatte offenbar Munition geladen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. goldenen Uhren. ^ Ph. Knöchel, vanare - — ingelheime^ vorzügliche Qual liefert in jedem Qual» p.c. Wei ngutsbesil* 1 Wtb Großes Hauptquartier,' 2. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz R u p p c e ch t. In Flandern steigerte stL das tagsüber mäßige euer am Abend beiderseits von Passchendaele zu größ- " ^er Heftigkeit und blieb auch die Nacht hindurch stark. __ Die Kümpfe bei Eambcai dauern an! — In dem ^^AWbschnitt von Jnchy bis Bourlon entwickelte sich nach -^^rnfoIflrcicBcn eigenen Unternehmungen am Nachmittag —Wjajte Artillerietätigkeit. Feindliche Jnfanterieangriffe . . t8 g 0 . « mben westlich von Moeuvces durch unser Feuer er- ickt, östlich von Moeuvres brachen sie vor unseren Lini- Iill iVt '« jufammc». Das Dorf Masnieres wurde von dem §-Winde gesäubert. 'Gefangene wurden dabei eingebracht. . nack* 0 ^/ i — Starke Gegenangriffe richtete der Feind mit neuheran- ^ 00 \ ti i Wüßten Kräften gegen die ihm auf dem Westufec der St *,.*#*#! Schelde entrisMen Stellungen. Nach erbittertem bis in die DunkelM währenden Ringen warfen wir den vw _ _ Aus Epchy heraus anreitende indische Kavallerie wurde zulammengeschoffen. Gleichen Mißerfolg hatten Gegenangriffe, die der Feind nach starker Deuervorbereitung gegen unsere Linien westlich von Vend- utlle ansetzte. — Der gestrige Tag kostete dem Eng- r«"' sM.KmI»«“• länder besonders schwere Verluste. Mehrere 100 Gefangene blieben in unserer Hand. Aus dem Kampfgebiet wurden bisher 60 erbeutete englische Geschütze und mehr als 100 Maschinengewehre geborgen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz Nördlich von Pinon brachten Sturmtrupps von erfolgreicher Unternehmung Gefangene ein. — Ein französischer Vorstoß westlich von Brimont scheiterte. — Auf dem östlichen Maasufer lebte das Artilleriefeuer nur vorübergehend auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht Beiderseits von Altkirch erhöhte Artillerietätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz: Keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See sowie im Eerna- Bogen lebte das Feuer auf. Westlich vom Ochcida-See und am Wardav erfolgreiche Eckundungsgefechte. Italienische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquartiecmeistec: Ludendorff. » Berlin, 2. Dez, abends. Bei Passchendaele sind örtliche englische Angriffe gescheitert. — Von den anderen Fronten nichts Neues. . » Heber 34000 Connen. Berlin, 2. Dez. Neue U-Bootserfolge im Mittelmeer: 11 Dampfer mit über 34000 Bruttoregistec- tonnen. Die Mehrzahl der Dampfer wurde im westlichen Mittelmeer aus nach Osten bestimmten stark ge^ sicherten Geleitzügen herausgeschoffen, davon einige im Nachtangriff. — Die meisten Dampfer waren tief beladen. Große Werte sind mit ihnen untergegangen. U. a. wurden 5200 To. Kohle, nach Alexandria bestimmt, etwa 4000 To. Zinn, Kopro und Tabak für Frankreich und 1500 Tonnen Weizen für Italien versenkt. — An den erzielten Erfolgen hat Kapitänleutnant Otto Schultze hervorragenden Anteil. Der Chef des Admiralstabes der Marine. . * wtb. Großes Hauptquartier, 3. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Nach heftigem Trommelfeuer bei mondheller Nacht griff der Engländer gestern früh mit starken Kräften unsere Stellungen bei und nördlich von Passchendaele an. Thüringische und hessische Truppen warfen den Feind in schneidigem Gegenstoß zurück und machten 60 Gefangene. Nach Abwehr der Angriffe flaute das Feuer ab; es nahm am Abend vorübergehend wieder erhebliche Stärke an. — Auf dem Kampffelde bei Cambrai war tagsüber nur in wenigen Abschnitten die Feueriätigkeit lebhaft. Am Abend griff der Feind nach stacker Feuer- steigerung zwischen Jnchy und Bourlon an. In heftigen Nahkämpfen wurde er abgewiesen. Ein englischer. Teilangriff bei La Vagnerie scheiterte. Im Gegenstoß wurden 9 Geschütze und 18 Maschinengewehre erbeutet. — Die Zahl der seit dem 30. November gemachten Gefangenen hat sich auf 6000, die Beute an Geschütze auf 100 erhöht. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In den Argonnen wurden in erfolgreichen Unternehmungen Gefangene eingebcacht. Heeresgruppe Herzog Albrecht Die lebhafte feindliche Tätigkeit im Thannec-Ta! und im Sundgau hält an. » In den letzten drei Tagen verloren unsere Gegner im Luftkampfe und durch Abschuß von der Erde 27 Flugzeuge und 2 Fesselballone. Leutnant Müller errang seinen 35., Leutnant v. Bülow seinen 27. und 28., Leutnant Boagar.tz seinen 25. und 26. Luftsteg. Oestlicher Kriegsschauplatz: In zahlreichen Abschnitten der russischen Front ist von Division zu Division örtliche Waffenruhe vereinbart worden. Mit einer russischen Armee im Gebiet vom Pripet bis südlich der Lipa und mit mehreren russischen Generalkommandos wurde Waffenstillstand abgeschlossen. Weitere Verhandlungen sind im Gange. Eine russische Abordnung ist in den Befehlsbereich des Genecalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern zur Herbeiführung eines allgemeinen Waffenstillstands eingetroffen. Italienische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorsf. Berlin, 3. Dezbr., abends. Cambrai örtliche erfolgreiche Kämpfe, deren Fronten nichts Neues. Südwestlich von — Bon den an- Berlin, 3. Dez. Durch unsere Unterseeboote wurden im Aermelkanal und im Bristolkanal wiederum 3 Dampfer und 2 Segler vernichtet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. ;«- wtb. Großes Hauptquartier, 4. Dez. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. An der flandrischen Frpnt steigerte sich das Feuer vom Mittag an zwischen Poelkapelle und Gheluvelt zu großer Heftigkeit. In mehreren Wellen griff englische Infanterie nördlich von Gheluvelt an. Durch Feuer und im Gegenstoß wurde sie abgewiesen. — In den nördlichen Abschnitten des Kampffeldes von Cambrai war die Artillerietätigkeit zwischen Jnchy und Bourlon vorübergehend lebhaft. Kleinere Bocfeldkämpfe verliefen erfolgreich. — In den südlichen Abschnitten dauerten tagsüber zwischen Marcotng und der von Peronne auf Eam- brai führenden Straße örtliche sehr heftige Kämpfe an. Unermüdlich im Draufgehen mit Handgranaten und Bajonet entrissen unsere Truppen dem Engländer zähe verteidigte Grabenstücke. Vergeblich versuchte der Feind, sie wieder zu nehmen. — Badische Truppen erstürmten das Dorf La-Vacquerie und behaupteten es gegen mehrfache englische Gegenangriffe. Wir machten mehr als 500 Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Ailetle und zu beiden Seiten der Maas bei reger Erkundungstätigkeit zeitweilig auflebendes Feuer. Oestlicher Kriegsschauplatz Die Waffenstillstands-Verhandlungen füx die russische Front haben begonnen. Mazedonische Front. Nichts Besonderes. Italienische Front. Bei guter Sicht war die Artillerietätigkeit in einzel- ncn Abschnitten lebhafter als an den Vortagen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf. Aeicde «ebnbrnUfe sieben dem beurlaubten Soldaten zu? Zur Beseitigung bestehender Unklarheiten über die Gebühcniffe beurlaubter Unteroffiziere und Mannschaften während des Krieges fei im folgenden der Inhalt der einschlägigen Bestimmungen kurz zusammengefatzt. Es kommen in Betracht: gewöhnlicher Urlaub bis zur Höchstdauer eines Monats, häufig wiederkeh^endc Beurlaubungen von kürzerer Dauer bis zu 8 Tagen im einzelnen Falle und Urlaub zur Wiederherstellung der Gesundheit. Ferner kann Urlaub bis zu einem Monat erteilt werden zu Beschäftigung im eigenen landwirt- schaftlichen oder gewerblichen Betriebe, zu besoldeter Tätigkeit in ebensolchen Betrieben oder bei Behörden und schließlich auch längerer Urlaub zur Ablegung von Prüfungen und zur Vorbereitung dazu. Kciegsdienstbe- schädigte können auf angemessene Zeit zur Erlangung eines für sie geeigneten neuen Berufes beurlaubt werden, desgleichen zur Aufnahme der Arbeit im Zivilberuf bis zur Beendigung des Entlaffungsverfahxens, während Genesende, die voraussichtlich wieder dienstfähig werden, aber noch ärztlicher Behandlung bedürfen, einen kürzeren Urlaub zu privater Beschäftigung in eigenen und fremden landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben erhalten können. Alle Unteroffiziere lass LöhnungS?mv*änger) und Mannschaften haben bet gewöhnlich«-!!, Urlaub, v V. während der kirchlichen Festtage, zur Beseitigung häuL- ltcher oder privater Notstände, vom Truppenarzt beiür- woctetem Erholungsurlaub, Urlaub aus dem Felde bei Famttieneretgni'sen u dgl., Anspruch aus volle Löhnung, BeköftigungSgeld und Freifahrt Mur Löhnung erhalten Unteroffiziere und Mann- slyasten bei häufig wieder kehrendem Urlaub, z. K. Sonn- tagSuclaub und anderen Beurlaubungen, die nicht länger als je 8 Tage dauern, aber eine besondere Ve günstigung darftellen gegenüber den anderen Mannschaften Bei Urlaub zur Wiederherstellung der Gesundheit, der meist nach Rückkehr aus dem Lazarett bewilligt wird, erhalten die Urlauber volle Löhnung, Belöstigungkoeld und Frei» fahrt, sofern die Notwendigkeit des Urlaubs vom Trup penarzt bescheinigt wird. Dieselben Gebühcnl'ie erhalten Urlauver bei Beschäftigung in eigenen landwirtschaftlichen und gewerblichen Betcteben. wozu auch die Betriebe von Eltern und Geschwistern rechnen. Bei längerem Urlaub — über I Monat — tritt, abgesehen von den Kapitu- lanten des FriedenSftandeS, allgemeine Entlassung und Zurückstellung ein. Unteroffiziere und Mannschaften, die zu besoldeter Tätigkeit in frimden landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben oder bei Behörden beurlaubt werden, cchaltcn Löhnung nur bis Ende desjenigen Monatsdrit- tkls. in dem der Urlaub angetreten wird Tie Löhnung-, zahlung hört mit Ende des vorhergehenden Monats- drittel- auf, wenn der Urlaub am 1 , 11. oder 21. eine- Monats ansängt. Sie beginnt wieder mit dem ersten Tage desjenigen Monatsdrittels, in dem die Rückkehr vom Urlaub erfolgt. BeköftigungSgeld wird bei diesem Urlaub nicht gewährt, daaegen Freifahrt bis zum Ar« beitSort auf Kosten des Arbeitgebers, ;» dem der Mann beurlaubt wird. Die Rückfahrt zum Truppenteil erfolgt auf Kosten der Militärverwaltung. (MTfllfo wie die Vorigen werden gelöhnt, erhalten aber weder BeköstigungS. geld noch Freifahrt, solche Unterofflziere und Mann» schäften, die aus mehr als einen Monat zur Ablegung von Prüfungen und zur Vorbereitung auf diese beurlaubt sind. Bolle Gebühcnisse (Löhnung. BeköftigungSgeld und freie Fahrt) erhalten schließlich olle Kriegvdtenstbcschä- digten. die zur Erlangung eines neuen Berufes oder zur Aufnahme der Arbeit im ZtvUbervf bis zur Beendigung des EntlassungSverfahrenS beurlaubt werden. von der Eebensmittelnot nach dem Kriege. Ein Ularnunqsruf. Der kommende Friede wird die gesamte Welt in einer erheblich anderen Lage wtederfinden, als er sie bei Eintritt des ungeheuren WeltbrandcS verlassen hat. Die Wirtschaft nicht nur der kriegführenden, sondern auch in nicht geringerem Maße der neutralen Mächte hat bereits so schwere Einbuße erlitten, daß ein Ausbau nicht von heute zu morgen möglich ist. Deutschland wird demnach damit rechnen müssen, daß iür eine ge« raume Zeit, vielleicht eine Anzahl von Zähren, eine weitere Beschränkung des Verbrauchs und eine Ratio niecung der wichtigsten Lebensmittel notwendig bleiben wird, da es auch in den kommenden Friedenszciten zu- nächst im wesentlichen aus das angewiesen sein dürfte, was in seinen und seiner Verbündeten Ländern an Lebensmitteln hcrgestellt wird. Dir Einfuhr aus allen Ländern, von denen wir früher bis zu einem gewissen Grade wirtschaftlich abhängig waren, wird noch lange unterbleiben müssen, weil diese Länder selbst unter argen Mißverhältnissen, u. a. dem fortgesetzt zu erwartenden Rückgang der Welternte, zu leiden haben, ferner die allgemeine Fcachtraumnot dahin führen wird, daß für den Import dem Getreide zunächst andere nötigere Rohstoffe vorgezogcn werden müssen Mangel an AcbeitS- frästen, geringere AusnutzungSmöglichkctt des Boden- und urhllose andere Schwierigkeiten werden die Völker zunächst an der Wtdcrherstcllung eines regelmäßigen AuStauschverkehlS hindern. Wir find daher darauf an» gewiesen, auch nach Friedensschluß dank unserer Cc* gantsation der Rationierung uns weiter selbst zu Helsen, und ev wird stch dann zeigen, daß Deutschland, welches von seinen Feinden ausgehungert werden sollte, am Ende in seiner Versorgung mit ben wichtigsten LebenS' Mitteln, insbesondere mit Getreide, das relativ am besten versorgteste Land sein w:rd. Wir werden unv daher schon heute klar machen müssen, daß es zunächst auch nach Abschluß eines ihren- vollen Friedens nötig sein wird, den Riemen eng geschnallt zu halten ES dürfte sich wobl angesichts der aus AuSlaffunaen der Vielverbandspreffe und den Reden ihrer Führer hinlänglich bekannten Plane einer wirtschaftlichen Zerschmetterung oder Ausschließung Deutsch, lands erübrigen, auch nur anzudeuien. wie es kommen könnte, wenn uns rin schlechter Friede in die Hände unserer Gegner liefern sollte. Soviel steht jedenfalls lest, daß auch der für ungünstige Friede uns nicht mit freigebiger Hand sogleich aus der einstigen Ueberfüllc Brot zu schenken vermag. Denii. wo sollte er eS auch herholen Darum wird es für uns weiterhin heißen .Gott vertrauen und der eigenen Kraft'" Heine fcrbobunq der Hartonelration. Auf eine Anfrage, die die »Lechz R. R." an den Staatssekretär des Kriegsernährungsaims gerichtet ha den, erhielten sie folgende Antwort: Eine Erhöhung deS gegenwärtigen Kartoffel-Wochenkopnatzk- von sieben Pfund ist nicht möglich. Rach dem vorliegenden §rqrb- wer Sold und Edelsteine der Soldankaufftelle bringt. stärkt dar Vaterland im schweren Daseinskampf und Hilst zu seiner unerschütterlichen Ueberlegenheit! Und wer e; etwa nicht Mt, der sieht untätig dem Ringen zu, das auch ihm dichcrheit o. Zchuy gibt. . v r-ä» "! - ZU leC , IIWK ccAmliflfl taArti nis der gegenwärtig -einer Nachprüfung unterliegenden Ernte erscheint eS zwe selhar'1, ob die in bezug auf dcn Ausfall der diesjährigen Kartonelernte gehegten Erwartungen nch tatsächlich im vollen Umfange erfüllen | werden Jedenfalls stellt ober der bereits festgesetzte Kartoffelbedarf der Volksecnähcung und der Krieg Ser- , nährung schon bei Zugrundelegung orfl Satze- von ffeb- n l Pfund unter Berückfichtigung eine- weiteren Pfund- s als Ausgleich für die entstehenden Schwundverlutzc an die Kartoffelvocräte io starke Anforderungen, daß die durch eine Erhöhung drS Verbrauchersatzes bedingte neue Lieserungsauflage von den Lieferbezirken tatsächlich nicht mehr aufgebracht werden kann. Die Durchführung einer Heraufsetzung der Wochenkopsmcnge würde aber auch an den bestehenden Verkehrs- und Bctriebsschwiecigkeiten. vor ollem an dem Mangel verfügbarer Eisenbahnwagen und an der Unmöglichkeit, während der Froftper^ode die Abbeförderung von Speijekaetoffeln vorzunehmen, scheitern. Da im übrigen mit der Möglichkeit gerechnet werden muß daß im Laufe deS Wirtschaftsjahres die Knappheit des Brotgetreides zu einer Erhöhung dcs derzeitigen Prozentsatzes des Streckungsmatertals zwingt und daß an anderen Lebensmitteln Ausfälle eintreten, so muß auS den noch vorhandenen Kartoffelüberschüssen eine Reserve gebildet werden, um mit deren Hilfe kom- menden Bcdacf dcckcn zu können. Die Abschlacdtling der Schweine. Die wirkliche Deckung der Ge'amtbcdarfS ermöglich. uns abrr dos Holz und da- Popiergewcbe Zn der Holz vollwble und in der Spnrholzfohle. die aus verschiede' ncn Laubholzaitrn zusammengesetzt ist und den Witte- rungSeinftüff^n vollkommen Widerstand leistet, hat Deutschland ein ausreichendes Material für seinen Ge- samt bedarf. Selbst die Kunst bat sich des Gebietes be. mächtigt und gefällige bequeme Formen für Schuhböden gefunden Für die Brandiohlcn wird gleichfalls Holz vec- wandt, oder auch Papiergewebe das dazu besonders vorbereitet ist Ebenso werden Kappencinsätze und die Schä'ie aus Papiergcwcbe gefertigt. Nur der Schuhrand und ett Vocdcrichuh find aus Leder hergcftellt. Nur zweierlei steht der schnellen Einführung des Krieg-schuh» entgegen das Vorurteil der Bcvölke- cung und die veränderte Technik der Schuhmacherei. Dos Vorurteil wird man überwinden muffen, denn bei Bedarf wird man wohl oder übel rum Kcicgsfchuh greifen muffen und nch an den Gebrauch, der von dem anderen Schuhwcrk nicht wesentlich absticht, bald gewöhnen. Manche Kreise unseres Volkes und ganze Völker haben ja auch sonst sich deS Holzschuhes bed eut und sind mit ihm vollkommen ausgekommen Wir werden eS jetzt auch tun. Tie Eingewöhnung der Schuhmacher in die neuartige Schuhherftellung hat die Ecsatzjohlengesellichajt durch Lehrkurse schon sehr gefördert, und cS finden noch fort- gesetzt Kurse statt, damit die Versorgung der Bevölke- rung mit Schuhwerk gewährleistet ist. Das KriegSernähcungSamt hat die Landeszentralbehörden ersucht, die schleunigste Abnahme der nicht zur Hausschlachtung und zur Fortführung der Zucht nachweislich benötigten Schweine zu bewirken, indem Abnahmekommissionen überall die vorhandenen Tiere feftstellen und abnehmen oder enteignen, damit die nach Aushöcen des Weidcgangcs und der Grünfütterung un Verhältnis immer noch zu hohen Bestände dcn vorhin- denen zulässigen Futtermitteln angepaßt und beschlag, nahmte Erzeugnisse, wie Brotgetreide ebenso wie die Kartoffeln, zur Sicherstellung der Ernährung des Menschen von verbotener Versüttcrung geschütz' werden. Diese nach dem Stande der versügvar»n Vorräte drin gend gebotene Maßnahme greift insofern ins Wirtschaftsleben tief ein als die Abnahme in der Hauptsache vor Erzielung der erst gewinnbringenden Schlachtreife der Tiere erfolgt. Sie erfordert deshalb auch Ausnahmen hinsichtlich der Preisberechnung, um ohne unbillige Benachteiligung des Tirrh, ltcr- durchführbar zu fein. Der Staatssekretär des Krtegsccnähcungsamts hat deshalb angeordnet, daß die Ausnahme der Verordnung vom 15. SepUmbrr 1917, wonach für alle abgenommenen Schweine als Einheitspreis für 50 Kilogramm der Preis der Ö Klaffe der Verordnung vom 5. April 1917 (also der 100 Kilogramm-Schweine) gilt, noch bis 15. Januar 19 18 wcitergilt. Bis zu diesem Zeitpunkt dür. sen ferner ausnahmsweise S t ü ckzu sch l ä g e für jed.s abgenonimene Schwein gezahlt werden, die für Tiere von 15 bis 30 Kilogramm 18 Mark betragen und sodann bei je 15 Kilogramm höherem Gewicht sich je um 4 Mark c> mäßigen. Rur für Schweine, die schwerer als 75 Kilogramm Lebendgeivicht sind, dürfen solche Zuschläge nicht gezahlt werden, weil für diese bereits der Einheitspreis eine genügende Entschädigung bietet. Es muß erwartet werden, daß nunmehr die Heraus- nähme aller iricht für die Hausschlachtung und die Erhaltung der Zucht bestimmten Schweine in der bcz ich neten Frist ohne wirtschaftliche Härten, nötigenfalls aber zwangsweise erfolgt. Eine Verlängerung der be- zeichneten Ausnahmen über den 15. Januar 1918 hin- aus ist nicht beabsichtigt — D i e kartenireie Ab gäbe der Spanferkel bis zu 30 Pfund Lebend gewicht kann von»dcn Landeszentcalbehorden aus den. selben Gründen, die für die Ausnahmepreise maßgebend sind, ebenfalls nur bis längsterS zum 15 Januar 1918 fortgesetzt werden. Die für zum Schlachten bestimmte Ferkel von dcn Vlchhandclrvcrbändcn festgcscütrn Höchst- preise, die jetzt bis zu l,6V Mark fuc ein Pfund betragen, sollen am 15. Januar 1918 aus höchstens 1,10 Mark ermäßigt n-erden. Dir obgenommenen Schweine i werden hauptsächlich für den HcereSbedarf' benötigt. ! während mit einer starken Belieferung der Zivilbevöl> kerung leider nicht gerechnet werden kann Die Kom- munalvcnvaltunqcn werden die Schweiiic hauptsächlich zu Wurst oder Schmalz.ciatz verarbeiten, oder in den Maffcnspcisungrn verwerten, »oduß die Zuschläge als Utas man vom Bezugschein wissen musr. Es fei auf folgende Punkte aufmerksam geurachl: Der Bezugsschein ist nicht übectiagbar; er ist überall im Deutschen Reiche gültig, gibt aber kein Recht aus Lieferung der Ware Der Bezugsschein ist nur inner halb zweier Monate, vom Ta^e der AuSseUtqunq ab gerechnet, gültig. Die Gültigkeitsdauer ist gewahrt, wenn wählend der zweimonatigen Frist unter Abgabe des Bezugsscheines bei dem Geivcrbetceibenden der Antrag zur Lieferung erfolgt. Eine .Verlängerung" des Bezugsscheines ist ausgeschlossen. Vor Ausstellung eines neuen Bezugsscheines anstelle eines verfallenen ist die mündliche oder schriftliche BestandSvcrfichecung wie bei Erst auSftellung eines Bezugsscheines er forderlich. Ein Bezugsschein auf einen fertigen oder Moßgegenftand ist innerhalb der Gültigkeitsdauer auf Verlangen in einen auf Stoff lausenden Bezugsschein umzutouschen und umgekehrt. Unbenutzt gebliebene Bezugsscheine können bis 3 Tage nach Ablauf der zweimonauuen Gültigkrits- daucr an die AuSfertigungsst llc zwecks V.'iichtigung bcr Personalkarte zurückgegeben werden (Weshalb nur innerhalb 3Tagen? Ein nicht verwendeter Bezugsschein müßte auch später zur Berichtigung der Perjonalkarte dienen. D. Red.) Für jede Warenart ist ein besonderer Bezugsschein auszuftellen. Zahlen beim Gegenstand dürfen nur in Buchstaben angegeben ivecden. Die Ware ist genau zu bezeichnen (z. B. ein Paar wollene Damenstrümpfe), bei Stoffmengcn auch uiitec Angab. dcS Zwecks (z. B. ein Meter sechzig Ztm wollener Kleiderstoff zu einer Damenblusc). — Wegen Urkundenfälschung wird bestraft, wer in rechtswidriger Absicht eine Vcr- änderung an dem abgestempeltcn Bezugsschein vornimmt und von diesem zum Zweck einer Täuschung Gebrauch macht Kommunale Krieqerheimltätten. Die Errichtung von Heimstätten für Kciegsvecictzte 1 und Kriegshinterbliebene, sei es auf rein gemeindlicher , Grundlage, sei es von Städten unter Mitwirkung von! anderen Vereinen und Gesellschaften, ist bisher erst in geringem Umsange erfolgt Auf eine Rundfrage de» Vorstandes des Deutschen StädtetogeS haben insgesamt! 1OO Städte geantwortet, von denen die Hälfte über be. sonder - Maßnahmrn oder Pläne betreffend Kriegerheim- j statten nicht berichten können, während die andere Hälfte iwar positive Ei: z lheilen angrbcn, aber diese Einzelheiten beziehen sich nur IN AuSnahmesällen aus wirklich auSg"'ührle oder in der Ausführung bcgr.ffencHciMltättrn- aniogen E ncn größeren Ufmang haben dir Maßnahuien nur Förteiung der Kcicgccwohnheimftätten angenommen Eine R,ih« von Stadien planen die Aufteilung von 'Gelände zur Einrichtung von Kriegesheimen mit kleinem '''utz,gärten, andere tragen sich mit dem Gedanken dem Gründung von Kirinsicdlungcru teils allgemein, teils Kleinhandel-Preiserhöhung »üc Schweinefleisch praktisch * ur 'uc Kriegsbeschädigte. Dagegen scheinen die Maßtz kauni eine gr 'ße Rolle spielen wecden Die Schiidversorgung. Wir sollen un» an die ErsotzloHle gewöhnen Leder sieht bei weitem nicht in ausreichender Menze zur Verfügung. folglich mußte man zu Ersatzstoffen greifen. Run hat die Technik Ersatzstoffe in reicher Wahl und durchgängig in sehr anerkennenswerter Haltbarkeit hergcftellt. die ober, zumal ihr.- unbegrenzte Erzeugung durch Zugriff unserer KriegSwirttchatt aus die Rohstoffe sehr de. .ngi sind, nur einen unbedeutenden Teil de- Bedarf- decken können. Immerhin sind von dem Jahkesbcdari von eiwa 500 Millionen Paar nahmen zur Förderung drr KriegrrwirtichastS'Heimstättcn als Einz lsi-dlungcn auf dem Lande mit landwirtschaftlichem Hauptbetriebe bisher hinter den Bestrebungen 'üc die K.ieneewohnstätten zurückgeblieben zu iem So erwägt Berlin d'e Errichtung kleiner Gemüsebauern- stellen von 2 bis 5 Morgen auf einem etwa 5OO Mor- q»n croßen Gelände außerhalb des Stadtbezirk- und die Einrichtung von Gärtner- und-Arbeiterstellen aus den iiodii'ch't, Gütern, sur welche d»e Stadtgemeinde "^eboii mit Wodnnnq, Stall und Scheune zum Preise von etwa 10000 Mark bc. zuftellcn hMw würde. Ein« Rc:h. von ^rärtcn sind mit Lan?M.lschastcn oder, m.r der Provinz,aiv.rwaltung und der Landwlrt'chast-- kammcr in Veibmdung g.t'etcn. um gemeinsam die- aiu H'ltm »tfapflpritn grbult dir MficaSBaicotcn öoet onjuficbctn V-»nbiIt tj sich im 2 11 ' 1 jiufic | railk^ r 3 o» re f ,f m schwul W""” c. j,; ***!&* Solle" 9 rfjcinlf t <« eine “* mV***' S»«" 4 ' 1,1 ein " Und der Und die ein n »»d rnw>'' , m Ltz Sud « l'°>d v°> reu'ich- T" KU'd d!°l ^ «ii. zu «nd«" -.Äd- S»u, - « »er Windelst-» Hl» 5 lSÜl ?'i-bÄdic°kt°rium! nirfwc w» *!!? ffl Ä“n v-n »er Dt? AtiO S SR««»?« 1 “ • :r ÄU WS«S« b«fteH«n u»\ aU J t f r Jet Satten i t NM >iMdelG°ldankaussste öS* wt»n j« i 1 . 00 Shcengabe bargeboten metb buci daß Los ecmtltelt ; ist auf SamStag den 15. amommen. MhereS ube; nädjtl durch Anzeige in \ .'iimtgcgcbcn Die Gcavu ftnigee Geschäfte ausgestel gessischc Handwrr neh-itN mit dem Hessisch Äbt. Ui. wurde der tzrssi ;uc jofimänniitien llntciß loffmädjttQtci: der Handlr Habt: in Heeresüeserung- dec hessischen Handwerke sowie in sonstigen Wirts« das hessische Handwerk bei ß Verfügung gestellt. D Wir »värtigen öoli orten die Abhalt m solchen Orten Toldankaufstelle bejorzen wird. Caiulisli 1 Vorsitzender: Werfer, ^"«itäminifter. | ^foi* ®®® 888 > auch im allgemeinen erst um besch idcn. Anfänge, so ist doch damit zu rechnen, daß die Kcicgcrheimstätten im Laufe der Jobre unter Föcdetung der Städte einen rascken Aufschwung erfahren und doß dadurch einer großen Anzahl von Kriegsverletzten die Eristcnzmög- lichkeit gewährleistet wird. flinaerwäfcveZammeiwocke. Alle Kinder groß und klein Wollen gut gekleidet sein Und der Allerkleinsten Schar Und die bis zu einem Jahr Brauchen Hemdchen, Windeln, Nöckchen Und ins Bett ein warmes Dcckchen. Drum, ihr Frauen jung und alt, Helft und helfet uns recht bald. Sucht im Schrank nach jedem-Nest Schenkt ihr uns und auf das Best Wird er bald von flinker Hand Nützlich schön und gut verwandt. Deutsche Frau, die gern du gibst, Kleine Kinder herzlich liebst, Große Not in hcut'ger Zeit Bist zu lindern du bereit? Liebe Frau, o hilf uns doch In der Windelsammelwoch. Stadt und Land. Morr der GoidaukaufsteUe. Das Kriegsbüro des Reichsbankdtrektoriums hat als Prämie für die Auslieferer von Goldsachen von dem Gemälde des Pro« fessoc Arthur Kampf „Gold gab ich für Eisen, Volks- opfer 1813" Mezzotintogravüren in hervorragend künstlerischer Ausfertigung in der Bildgröße 35 X 25 cm Herstellen und auf feinstem Büttenkacton aufziehen lassen. Der Karton ist mit einer Widmung ausgestattet, der von der Goldankaufsstelle auf den Namen des Preisträgers ausgeferttgt werden wird. Diese Kunstblätter werden je 1 von 100 Einltefecern von Goldschmuck als Ehrengabe dargeboten werden. Die Preisträger werden durch dar Los ermittelt Die Vornahme der Verlosung ist auf Samstag den 15. Dezember l. Js. in Aussicht genommen. Näheres über Ort und Zeit wird demnächst durch Anzeige in der Tagespcesse öffentlich bekanntgegeben Die Gravüre wird in den Schaufenstern einiger Geschäfte ausgestellt werden. Hessische Handwerkskammer'. Im Einvernehmen mit dem Hessischen Ministerium des Innern Abt. III. wurde der Hessischen Gesandtschaft in Berlin zur fachmännischen Unterstützung und Beratung ein Bevollmächtigter der Handwerkskammer zu Darm- st adt: in Heereslieferungsangelegenheiten der Direktor der Hessischen Handwerkerzentrolgenossenschaft Paech, sowie in sonstigen wirtschaftlichen Fragen, soweit sie das hessische Handwerk berühren, Syndikus Schüttler zur Verfügung gestellt. * Die diesjährige Hauptvelsanunl.ing des Heilstät- tenvereins für dos Großh. Hess n findet Donnerstag, den 13. Dezember 1917. voimittags 10'/,. Uhr im Sitzungssaal der Lardesvusicheiu gsanstaltin Darmstadt. Withel mincnstraße 34, statt. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, die nicht einzeln cingeladen werden, ist erwünscht , da wichtige Gegenstände auf der Tagesordnung stehen. Daß Kriegsteilnehmer steuerpflichtig stud. hat das Sdeiverwaltungsgecicht entschieden. Es wird unS dazu folgendes geschrieben: Der Kaufmann Sch. aus Wetzlar, welcher seit Mitte des Jahres 1915 zum Heer.sdienst eingezogen ist, war für die Stcuerjahre 1915 und 1916 vom Gemeinde- Vorstand zu Wetzlar zur Gemeindeeinkommensteuer herangezogen worden. Seine Veranlagung griff Sch. mit dem Einspruch und der Klage im Verwaltungsstceit- verfahren an und beantragte seine Befreiung von der geforderten Gemeindeeinkommensteuer, indem er betonte, die Unterstützungen, welche seine Arbeitgeberin seiner Ehefrau gewähre, seien' nicht als steuerpflichtiges Ein kommen zu behandeln, da es sich um freiwillige Zuwendungen seitens der betreffenden Firma handle; er selbst besitze keinen Anspruch auf diese Unterstützungen. Der Bezirksausschuß wies aber die von Sch. erhobene Klage als unbegründet ab und nahm an, daß die der Frau Sch. gezahlten Unterstützungen als Einkommen aus gewinnbringender Beschäftigung anzusehen seien; der Umstand, daß die Staatssteuec nicht zur Hebung gelangt sei, berühre nicht Besteuerungsrccht der Gemeinde. Gegen dieses Urteil legte Sch Revision beim Oberverwaltungsgecicht/ein. welches aber die Vorentscheidung als zutreffend bestätigte und im wesentlichen geltend machte, vorliegend sei die Veranlagung zur Staatseinkommensteuec ordnungsmäßig erfolgt. Mithin sei der Magistrat im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften befugt gewesen, Gemeindeeinkommensteuer zu fordern. Set die Staatseinkommensteuer tatsächlich nicht erhoben worden, so sei dieser Umstand von keiner entscheidenden Bedeutung. * Küdinge«. Von der sehr guten Walnuß- Ernte ist von den Kreisbewohnern dem Kreisamte so gut wie gar nichts abgeliefert worden Der Kreisausschuß erhebt nun gegen die „Säumigen" Strafantrag, wenn sie nicht sofort ihren Ernte-Ertrag anmelden bezw. abgeben. Es wird kaum noch eine Nu^ abgeliefcrt werden können, da wohl der weitaus größte Ertrag der Nußernte im Wege des Schleichhandels um weit höhere Summen, als sie die Abnahmestellen be- zahlen, verkauft worden ist. * Frankfurt a. M. Im Hotel „Hansa" entdeckte Ulan nach der Abreise zweier Gäste, daß diese die gesamte Bettwäsche nebst Handtüchern, Decken usw. gestohlen und mitgenommen hatten. Bei der Anzeige dieses Diebstahls wurde festgestcllt, diß in den Nächten zuvor auch zwei andere Gasthäuser aus gleiche Weise bestohlen worden waren. Am Mittwoch nahmen die beiden Diebe im Hotel „Zum Schwan" Wohnung. Der Besitzer, der von den Diebstählen in den anderen Gasthäusern bereits Kenntnis hatte, vermutete in den „Gä- sten" sofort die Diebe unb setzte die Polizei in Kenntnis. Als die Beamten in das Zimmer drangen, fan' den sie den einen Dieb gerade damit beschäftigt, wie er sich eine Bettd cke um den Körper wickeln wollte. Beide Diebe, von denen einer das Eiserne Kreut, natürlich unberechtigt, trug, wurden Herhaftet. * Aus dem Kögelsberg. Augenblicklich kaufen die Frankfurter, Mainzer, Wiesbadener, Offenbacher Händler im Vogelsberg die W e i h n a ch t s b ü u m e aus. lim allen Preistreibereien von vornherein die Spitze zu bieten, haben die Oberföcstereien sogenannte Richtpreise festgesetzt. Es werden abgegeben Bäumchen bis zu 1 Meter Höhe mit 30 Pfennigen, von 1—3 Metern Höhe mit 60 Pfennigen und mehr als 3 Metern Höhe mit 1,60 Mark das Stück. Gegen die Vorjahre sind die Preise wohl in die Höhe gegangen und sichern den Forstbetrieben eine schöne Einnahme; aber man kann nun mit Recht gespannt sein, welche Preise die Städter in diesem Jahr für ihren Weihnachtsbaum anlcgcn müssen. * Aus dem Spessart. In den Gemarkungen der Maingcgcnd ist der Flachsbau wieder zu Ehren gekommen und lohnt die aufgewendeten Mühen reichlich. Uebecall surren die Spinnräder wieder. Infolgedessen haben die Drechsler wieder vollauf zu tun. So erhielt ein Drechsler in Lohr a. M. aus einem Spessartdocse einen Auftrag zur Anfertigung von 100S pinnräder. Literarisches. 500 Jahre Münchener Braugewerbe. Inmitten der Kriegsstürme darf, wie uns eine voll Alexander voll Gleichen« Rußwurm verfaßte Stlldie ,.500 Jahre Hackerbräu" (Nr. 1, Jahrg. 11 der von Ecksteins Biographischer Verlag Berlin hcrausgcgebcnc Zeitschrift „Deutsche Industrie — Deutsche Kultur") belehrt, eine der bekanntesten deutschen Großbrauereien, die A.-G. Hackerbräu- München aus ein 500jähriges Bestehen zurückblicken Das mit seinem trefflich mündenden Gebräu vor dem Kriege lvic in allen Kulturländern der Erde und in allen deutschen Gauen vertreten gewesene Unternehmen findet sich 1417 erstmalig erwähnt als ein kleiner Hof in dein erst 1b von Heinrich devl Löwen ge gründeten, also damals auch noch recht bescheidenelt Miinchen, mit dem es aber binnen kurzem kräftig heranwachsen sollte. Die Hackerbrauerei ist durch Jahrhunderte im Besitz der gleichen Familie verblieben, 1887 wurde sie mit einem Kapital von 3,0 Millionen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Naturge« maß als ein in allen seinen Einrichtungen im Lause der Zeit gewaltig erweitertes und mit den neuesten technischen Errungenschaften ausgestattetes Unternehmen, dem es somit auch nicht schwer fallen dürfte, mit der hoffentlich recht baldigen Wiederkehr friedlicher Zeitläufte sich samt dem ganzen deutschen Wirtschaft-.' leben auch seinen alten Platz an der Sonne wieder zu erobern. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Durchhauen! Wir halten es für unerläßlich, die Abhaltung von auswärtigen Goldankaufstagen fortzusetzen. Erweist sich an Landorten die Abhaltung eines solchen als ratsam, so werden Mitbürger an solchen Orten dringend und herzlich gebeten, an die nächstgelegene Goldankaufstelle Mitteilung zu machen, die dann alles Weitere bebesorgen wird. Wir wollen in entscheidender Zeit den Goldznflutz steigern und auch ans diese Weise den Feinden die Achtung vor unserer geldwirtschastlichen Widerstandskraft abnötigen. Landtssleile für vaterländische Zwecke: I. Vorsitzender: Der Geschäftsführer: Dr. Becker, Bastian, Finanzmimster. Geheimer Finanzrat. TGTTTTTGTGTTTTlDTT ITTTTTTTTTTTTG 8 Ohne Karte verkäuflich! Amtlich genehmigt! U © © © © © © T © © © Sorgt für den Winter. _ Schutzmarke Dr. Gentner's Schuhsett Ttanol!» ist jetzt noch zu haben, decken Sie daher noch rechtzeitig 'Ihren Bedarf. Schuhfett Tranolin erhält das Leder weich und macht eS wasserdicht und dauerhaft. Hübsche Marine-Postkarten u Plakate. Fabrikant: (5arl Gentner, chem. Fabrik, Göppingen. Amtlich genehmigt! Hochfein duftend mit K. Mandelöl. Ohne Kai Wasche dich mit v,Noris“, das Hautpflegemittel der vornehmen Welt! macht den Teint weich ; geschmeidig u. blütenweiss; ist hygienisch und rein von schädlichen und ätzenden Bestand teilen; lässt Unreinlichkeiten der Haut nach kurzem Gebrauch verschwinden! Probekarton 5.25 Mk. —: Lieferung gegen Nachnahme F. F. Wasch-Kreine schneeweiss reinigend. Unendbehrl. 30 kg 27 Mk. Unentbehrl. für jede 60 „ 51 „ in industr. Hausfrau. 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Außerdem übernehmen sämtliche Reichöbankanstalren mir Kaffeneinrichrung bis zum 15, Juli 1918 die kostenfreie Bermmlung des Umtausches Rach diesem Zeitpunkt können die Zwischenscheine nur iiod) unmittelbar bei der „Umrauichstelle für die Kriegsanleihen" in Berlin umge tauscht werden. Die Zwischenscheine sind mit Berzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser! nach der Nummernfolge geordnet einzutragen sind, während der BormittagSdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen. Formulare zu den Berzeichnissen sind bei allen Reichsbankanstalten erljältlich. Firmen und Kaffen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine rechts oberhalb der Gtäcknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. Der Nmtckusch der Zwijchenscheine für die 5' » Lchuldverschrcibungeu der VI. Kriegsanleihe findet gemäß unserer Mitte v. Mts. veröffentlichten Bekanntmachung bereits seit dem 26 . November d. 3 $. 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