>«„!», Wtnet. Jon 2 n 10- ;r. 'i'.Ubr Ms Ittllt, e»tne Kickcncr Peilung Bezugspreis 50 pfg. monatlich vierteljährlich 1^0Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Sießener Zeitung", Gießen. Expedition: Südanlage 21 Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrcitung deS Zahlungszieles (30 Taaej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gietzencr Vcrlagsdruckerei, Albin Klei«. Nr. 164 . Telephon Nr. 362. Samstag, den 1. Dezember 1917. Telephon Nr. 362. 30 . Jahrg ittoliu 1 l'°ben, betfcn $ ic b . Zeitig Ihren' b “ : Eine neue Schlacht bei Cambrai für die deutschen Truppen günstig Zwischen Piave und Brenta hartnäckige Kämpfe. f und m c§ f)t und dauerhaft. ’ le-Postkarlen u. Plakate Fabrikant: atner, chem Göppingen. Äbrik, Zmtlicde deutsche Cagesbericbte. Beute eines U-Bootes. Beclin, 27. Nov. Im englischen Kanal sind durch ines unserer U-Boote wiederum 12500 Bcuttocegistec- onnen versenkt worden. Unter den versenkten Schiffen tefand sich ein aroßer bewaffneter englischer Dampfer lon über 5000 Bruttocegistertonnen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. r besten »savü- Ersatz« eseg :se Posten prompt ner, Köln Rh- »8, Fernsp.B3707 en Sie Offerte, uster per Post- chnahme. arlSkdillMh» armhrankfteitcn, Darm- den, Wenltcke.Wu- iucb uorbeugend gegen IlllUNg. AS'SS seid. wtb. GroßesHauptquactier, 28. Nov. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern wac das Artillectefeuec zwischen dem outhoulster Waldr und Zandvoorde von Mittag an bhaft; bei PaSschendaele schwoll es am Abend zu größer Heftigkeit an. — Zu beiden Seiten der Srarpe erhöhte Gefechtstätigkeit. — Auf dem Schlachtfelde bei Cambrai leitete starker Feuerkampf mit Tagesanbruch nie Angriffe ein, jöte der Engländer mit frisch angesetz en Divisionen gegen Bourlon, Fontaine und unsere inschlteßenden Stellungen richtete. — Westlich von Bour- on brachen seine Angriffswellen und die ihnen voran- ahcenden Panzerwagen in unserem Feuer zusammen. - Zwischen Bourlon und Fontaine drang der Feind hichs-mehrmaltgem vergeblichem Ansturm in unsere Ab- W 'ehrzone ein. Bourlon und Fontaine gingen vorüber- ' ehend verloren. — Die durch den erbitterten Häuser- :mpf stack gelichteten englischen Verbände traf der Degenstoß unserer Infanterie. Umfassend angesetzt und hneidig geführt, nahm sie die Dörfer in glänzendem lnsturm wieder und warf den Feind in den Wald von iourlon zurück. Mehr als 200 Gefangene und zahleiche Maschinengewehre blieben in ihrer Hand. — Das talke Feuer ließ bei Eintritt der Dunkelheit nach; ört- che Jnfanteriekämpfe dauerten bis in die Nacht hinein. Heeresgruppe deutscher Kronprinz Nordwestlich von Tahure ließ der Franzose bei ei- mißlungenen Unternehmung Gefangene in unseren Gräben. — Auf dm östlichen Maasufer war die Ar- tllcrietätigkeit vormittags gesteigert; sie flante von Mag an zu mäßigem Störungsfeuec ab. Heeresgruppe Herzog Albrecht Nordöstlich von Nomenh stießen starke französische lbteilungen gegen unsere Linien vor; sie wurden im tahkampf abgewiesen. Oöstlicher Kriegsschauplatz nd Mazedonische Front :inc größeren Kampfhandlungen. Italienische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquar.ticrmeister: Ludendorff. * Berlin, 28. Nov., abends. Bon keiner Front nd bisher besondere Ereignisse gemeldet worden. wtb. 1917. #(><51111 SV Berlin ,ht w lick- 25. J roßes Hauptquartier, 29. Nov. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht. Bayerische Sturmtrupps holten östlich von Merckem Offizier, 46 Mann und 2 Maschinengewehre aus den elgischen Linien. Tagsüber lag starkes Feuer bei Poel- Helle und Zwischen Bccelaece und Gheluhelt. — Oest- ch von Arras erhöhte Artillerictätigkeit. — Südwest- ch von Cambrai ruhte gestern der Kampf. Zwischen Hoeuvccs und Bourlon, bei Fontaine und Ereveceur lar das Feuer zeitweilig gesteigert; auch Cambrai jurbe von den Engländern beschossen. Kleinere Voc- eldgefechte brachten Gefangene und Maschinengewehre in. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Auf beiden M^asufern lebt-' das Feuer am Nachmittage auf. Eigene Erkundungen verliefen erfolgreich. letDieppe wurde m französischer Vorstoß ab gewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz nd - Mazedonische Front :itie größeren Kampfhandlungen. Italienische Front: Italienische Angriffe gegen unsere Gebicgsstellungen auf dem Westufer der Brenta und auf dem Monte Tomba scheiterten. Der Erste Generalquartiermeistec: Luoendorff. * Berlin, 29. Nov., abends. Starke Actillecietätig- keit bet Poelcapelle. — Westlich von Bourlon ist ein englischer Angriff verlustreich gescheitert. — Von den anderen Fronten nichts Neues. » Neue v-öost-kttolge. Berlin, 29. Nov. Westlich und südwestlich der Straße von Gibraltar haben unsere U-Boote wiederum 5 Dampfer und 2 Segler mit zusammen rund 16000 Br.-R.-T. versenkt. ' Der Chef des Admiralstabs der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 30. Nov. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In Flandern entspannen sich am Nachmittage vom Houthoulstec-Wald bis Zandvoorde lebhafte Artilleriekämpfe, die namentlich beiderseits von Poelcapelle und nördlich von Chelouvelt mit größter Heftigkeit geführt wurden. Eigene Sturmabteilungen stießen nahe an der Küste und in einzelnen Abschnitten des Kampffeldes in die feindlichen Linien vor und brachten zahlreiche Franzosen und Engländer ein. — Bei Armentieces, Lens und südöstlich von Arras gesteigerte Feuertätigkeit. — Auf dem Schlachtfelde bei Cambrai griff der Engländer am frühen Morgen nach heftiger Feuerwirkung unsere Stellungen westlich Bourlon an. Unter schweren Verlusten wurde er zurückgeschlagen. Am Nachmittag nahm der Feuerkampf zwischen Jnchy und Fontaine wieder beträchtliche Stärke an. — In der Gegend von St. Quentin war die Actillerietätigkeit lebhafter als an den Vortagen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ein I eigenes Sturmtrupp«Unternehnten nördlich von Braye hatte vollen Erfolg und brachte Gefangene ein. Auf beiden Maasufern lebte das Feuer zeitweilig auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An vielen Stellen, namentlich im Sundgau, rege Tätigkeit der Franzosen. Seit dem 24. November verloren unsere Gegner im Luftkampf und durch Abschuß von der Erde dreißig Flugzeuge und zwei Fesselballone. — Leutnant Buckler errang seinen 30., Leutnant Bongartz seinen 25., Leutnant Böhme seinen 24., Leutnant Klein seinen 21. Luftsieg Im Osten, Mazedonien und Italien keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff. * Berlin, 30. Nov. abends. Auf dem Schlachtfeld bei Cambrai sind neue Kämpfe entbrannt, die bisher für uns erfolgreich waren. — Von den anderen Fronten nichts neues. M§ Staat und £ani Kandrv Lehrgang für Kriegsbeschädigte in Michelstadt i. Gdw. Der Landesausschuß für die Kriegsbeschädigten im Großh. Hessen beabsichtigt bei der landwirtschaftlichen Winterschule in Michelstadt einen besonderen Lehrgang für Kriegsbeschädigte, die aus der Landwirtschaft stammen, einzurichten. Der Lehrgang soll anfangs Januar kommenden Jahres beginnen und ungefähr 5 Monate dauern. Der Lehrgang setzt BolkS- schulbildung und eine längere praktische Betätigung in der Landwirtschaft voraus; ec'bezweckt, kciegsbeschädtgte Landwirte zur rationellen Bewirtschaftung ihres eigenen Grundbesitzes oder zur Bersehung von landwirtschaftlichen Aufseher- oder Verwalterstellen heranzubilden. Der Unterricht als solcher ist für die Kriegsbeschädigten kostenfrei; Unbemittelten werden auch die Lehrmittel geliefert. Auswärtigen Teilnehmern, die in Michelstadt Wohnung nehmen müssen, können im Falle der Bedürftigkeit von dem Landesausschuß die nötigen Zuschüsse gewährt werden. Verheiratete Teilnehmer erhalten unter der gleichen Voraussetzung Unterstützung für ihre Familien. Meldungen zur Teilnahme sind an den zuständigen OrtS- oder Kreisausschuß für die Kriegsbeschädigten-Fürsocge oder auch unmittelbar an die Geschäftsstelle deS LandeS- ausschuffes für die Kriegsbeschädigtenfücsorge in Darmstadt, Wilhelminenstcaße 34 zu richten. * Sammlung von Spruchinschriften auf Glocken. Die Spruchinschcisten der Bconzeglocken werden mannigfachen Sagen und Bräuche, die sich in den ein- zelnen Ortschaften an sie knüpfen, sollen zusammengc- stellt und gemeinschaftlich mit dem Verband deutscher Vereine für Volkskunde bearbeitet werden. Der Verein für Volkskunde hat zu dem Zweck einen Ausruf erlassen, der vom Untecrichtsminister seinem Bereich mitgetcilt wird. Ich würde mich freuen, sagt er, wenn das für das deutsche Volkstum und die deutsche Volkskunde wichtige Vorhaben bei den Lehrern tätkräftige Unterstützung sänge. Wegen der Mithilfe der Ortsgeistlichen sind die kirchlichen Zentralbehörden in Kenntnis gesetzt. In dem Aufruf wird gebeten, im einzelnen durch Umfrage festzustellen: welche Bräuche bei der Taufe der Glocken, der Aufhängung und Abnahme geübt werden, ob eine besondere Läuteart, Beiern, Bimmeln, Kleppern, bei bestimntten Gelegenheiten, in der Weihnachts- und Neujahrsnacht oder vor Allerseelen, üblich ist; die im Volksmund üblichen Namen einzelner Glocken, die Deutung ihrer Rufe und Gespräche; den Glauben an ihren Schutz vor Unwetter, Krankheit und bösen Mächten oder an ihre vorbedeutende Kraft; Sagen von Glocken, die in der Karwoche auf Reisen gehen; von geraubten und geretteten, versunkenen und aus dem Wasser oder der Erde emporsteigenden Glocken; von dem beim Glockenguß ermordeten Lehrbuben usw. * Gieße«. 27. Nov. Hk. Dem derzeitigen Rektor der Universität Gießen Dr. Paul Gisevius wurde der Charakter als „Geheimer Hofrat" verliehen. Der ordentliche Professor für innere Medizin in Gießen Dr. Fritz Boit erhielt den Charakter als „Geheimer Medizinalcat". Der Professortitel wurde verliehen dem Obeclibliöthekar an der hiesigen Universitätsbibliothek Dr. Emil Heuser. * Gießen. 28. Nov. Im Gemeindesaal der Mackus- gemeinde fand gestern die diesjährige Synode des evangelischen Dekanats Gießen statt, bei der Pfarrer Bechtolsheimer-Gießen predigte und Medizinalrat Dr. Walger-Gießen einen sachkundigen von tiefem religiösen Ernst getragenen Vortrag über die „evangelische Kirche und die Bevölkerungspolitik" hielt. Nach einer eingehenden Aussprache wurde eine von Pfarrer Weber-Lang- Göns vorgelegte Entschließung angenommen, in der gesetzliche Maßnahmen gegen die Unzucht und staatliche Förderung des Familienlebens gefordert werden. Als stellvertretendes geistliches Mitglied des Dekanatsaus' schusses wurde Pfarrer Barth Gcoßenbuseck gewählt. * Millingen. Hier haben Diebe einen reichlich mit Lebensmitteln versorgten Einwohner einen Besuch abgestattet, wobei sie dceiviertel Zentner Mehl, dreißig Pfund Linsen, eine Anzahl Zervelatwürste, Speck, Schinken usw. Mitnahmen. Außerdem räumten sie einen Kleiderschrank vollkommen aus. Im Interesse der vielen Bruchleidenden sei an dieser Stelle nochmul ganz besonders auf das Inserat in heutiger Nummer hingewiesen. Die Soldankaufstellen geben alle Einlieserungen unmittelbar an die Linschmelzestätte weiter, hochwertige Juwelen werden gleichfalls angekauft und zwar wertentsprechend. Durch deren Verwertung im Ausland entstehen deutsche Guthaben gerade so, als wäre Gold dahin gegeben worden. Mit diesen Guthaben können wir ausländische waren bezahlen. /: Das neue Landtagsrecht. Tem Abgedrdnerenhause gingen am Sonntag drei Gesetzentwürfe zu. denen die überwiegende politische Bedeutung auch in der Kriegszeit allseirige Beach- tung sichert Ter erste Entwurf betrifft die Wahlen zum Hause »er Abgeordnete» Es wird das allaemetne. gleiche, geheime und direkte Wahlrecht vorge,chlagen Bom ReichsragSwahlrechi weicht das Wahlrecht nur dadurch ab. da.'; nur »«Kien darf. wer drei Jahre »re Staat,anaehorigleit befitzt und ferner in der Wah 1 qe«e»nde seit einem Fahre rcatzasil; oder Aufenthalt hat. Ter Wähler m». 1-: 25 Lebensjahr vollendet haben Tie Begrüdung charakterisiert die Vorlage ai einen ..Akt des Vertrauens der Krone in das Volk, das in den schweren Schicksalen des Krieges seine Reife erwiesen hat". Tem bisherigen Landtage wird warm versichert. daß er in einem Ansturm einer Welt von Feinden feine Leistungsfähigkeit bewahrt hat „Aber der Krieg hat die Tüchtigkeit und Zuoer läfflgkett der Volkes ln einem Maße in die Erfchei nung gebracht und gehoben, da» ferne Beteiligung an den ZtaatSgefchäften nicht an den Leistungen der bisherigen Volksvertretung, sondern an seiner Fähigkeit zu erweiterter Mitarbeit gemessen werden mutz * ..Tie Gründe, die tn den vergangenen Friedens fahren von der Staatsregterung und grotzen Parteien gegen das gleiche Wahlrecht geltend gemacht worden find, find durch die Lehren und Erfahrungen des Kriege- über holt.- „TaS dem Vaterlande geflossene Blut tst grüß ten unmetzbaren Wertes Tie preutzifchen Männer, die es auf dem Felde der Ehre vergossen, haben ^eug. nt- abgelegt dafür, datz die dem Staate gebrachten Opfer aller Bürger eines gleichen Werre- find, daß der Staat auf den Unterschied öffentlicher Geldleistungen künftig Abstufungen der politischen Rechte nicht mehr gründen kann Ter gute preußische Grundsatz, datz m * * M“ ' DM 1 */* die Leistung für den Staat den Rechten im Staat das Matz fetzen soll. SM» MMMM zur Sette" tritt heute dem gleichen Wahlrecht Zur Begründung der Wahlrechtsausnahme für die Personen ohne festen Wohnsitz wird ausgeführt: „Es liegt auf der Hand, datz die fluktuierenden Elemente der Bevölkerung dem Staate nicht das gleiche Interesse oder Verständnis entgegenzubringen vermögen, wie der sehhafte Teil, den tn viel festerer Weise soziale und wirtschaftliche Bande an den Staat fesseln und an der Wohlfahrt der Allgemeinheit beteiltaen ES erscheint daher gerechtfertigt. datz der Staat die Einwirkung auf seine Entwicklung, ■ ■ - 7 - • "7 .; .. .llung. wle er sie mit der Uebertragung der Wahlberechtigung einräumt, unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte gestaltet." Die dreijährige Frist für neu tn den preußischen Staat Aufgenommene wird deshalb für nötig erklärt, well der neue Staatsbürger bet feiner Aufnahme keine genügende Gewähr dafür gibt, datz er bereit- in dem Matze mit den Problemen des preußischen StaatSlebenS vertraut tst, wie dies für eine verständnisvolle politische Mitarbeit unerlätzltch erscheint. Tie WahlkreiSetnteilung bleibt im Grunde die alte. Nur die ltzemeindeu. tn denen 1908 auf einen Abgeordneten über 250 000 Einwohner kamen, erhalten einen dazu. Tlefe Ab- geordnetenvermehrung tritt bei gleicher Voraussetzung fortan ohne weiteres ein. Diesmal entfällt die Ber. mehrung auf Essen. Gchvneberg-Neukölln. Kattowitz. Hindenburg. Dutsburg-Oberhausen. Bochum Herne. Gel, senkirchen. Eharlottenburg. Wilmersdorf. Köln Stadt. Mühlhelm-Ruhr. Kiel-Neumünster und Tarnowitz, Beuchen Ta« OberhanS als Stänvekamwee. Die zweite Regierungworlage gibt dem Hcrceuhau» eine neue Zusammensetzung, um seine Einrichtung mit dem Geiste und dem Bedürfnis der neuen Zeit in vollem Einklang zu bringen ..Gewisse Einseitigkei. ten und Schwächen sollen beseitigt^ und das Hau» begründet werden „auf dte Stünde und Berufe, ln die da- Volk sich im öffentlichen Leben hauptsächlich gliedert". Im neuen Hercenhause wird deshalb der Grund- besitz mehr zurücktreten. Ter Bauernstand tritt mehr hervor, daneben das industrielle Unternehmertum. die Männer des Handels und der Banken, sowie der Handwerkerstand. Tem Herrenhause sollen angehören: l. auf Leben--ell: 10 Vertrek r der ehemals Reich-unmittelbaren 21 Verrrek.r der Fürsten. Grafen und i >erctn Bertre: r der sonstigen bisher erblich berechtigten Mitglieder und der bevorrechteten Geschlechter auf die Tauer de» Amte- oder des Besitze» oder der leitenden Stellung 'ist Bürgermeister ' Vertreter des alten Grotzgrundbefitze» Perrreter großer Unternehmungen von Handel und Industrie 3. auf zwölf Jahre: 7«. Venr : c der Selbstverwaltung (Stadt 3f*. Land Berlin 3. Hohenzollern 1) ^4 Vertreter der grotzen Berufsstände iLandwirtschaft Handel und Industrie 30. Handwerk l2l 2 Vertreter von Wissenschaft und Kirche (Hochschulen 16. evangelische Kirche 10. karholtsche Kirche 6 s Zusammen sind dies 360 Mitglieder. Dazu kann der König noch außer königlichen Prinzen 150 Mitglieder durch fein besondere- Vertrauen auf Lebenszeit berufen. Hierüber heißt e» in der Begründung der Vorlage: ..Tie Grundlage der Ersten Kammer wird noch verbreitert durch die Heranziehung der im Staate und Volke führenden Männer auf den Gebieten, aus den Ständen und Berufen, denen eine gesetzliche Sonderberücksichtiqung und die ausdrückliche Einräumung eines RechtStitelS nicht har zuteil wer. den können Es wird eine schöne Aufgabe der Krone sein, auf diesem Wege alle kleinen ttngletchmätzig. ketten und Unbilligkeiten, dte au- der naturgemäß immer unvollkommen bleibenden Gestellung der PräsentationSberechttgten sich ergeben müssen, -um Ausgleich zu bringen." Daß zu diesen auS dem Vertrauen de» Königs zu Berufenen auch Arbeltervertreter gehören sollen. hat der König erst jüngst durch dte Berufung de» ersten E^lrbetterS in- Herrenhaus zum Ausdruck gebracht Ebenso wie für die Arbeiter fehlt eine Sondervertretung für die Angestellten und dte Beamten Eine dritte Vorlage regelt da- Recht de - Her- renhause- für die Fälle, wo e- mit dem Abgeordnetenhause über ReaterungSgeldforderungen uneinig ist. Es soll dann ein VerstündtgungSauS- schuß ln die Erscheinung treten. Va.' neue Wahlrecht soll bei der nächsten Landtag wähl wirksam werden: der Zeitpunkt für da- InS- lcbeutreten de- neuen Herrenhauses soll durch Kgl. Verordnung bestimmt werden. Tie bisherigen Mitglieder auf Lebenszeit bleiben ln ihren Rechten. Die preußische Landtags-Wahlreform. Was die Presse sagt. tit fonftrtxKiD« ..De»-,'che dt, d,m Bunde der Landwirte nahesteht: ..Ihr Inhalt tst geeignet, dte Sorgen, mit denen man nach dem Erlaß vom U. Juli der Entwicklung der Tinge in Preußen entgegengesehen. vollauf zu rechtferttgen." Das linksliberale ..Berliner Tageblatt- erkvartet chivere tnnerpoltttsche Kämpfe: ..Ta e» sich bel den Reformvorlagen letzten Ende» um die Beseitigung de» verfemten und ver- steckten, dafür aber um so wirksamereren parlamenta- rischen Regimes einer kleinen Kaste handelt, so dars man. nach den Erfahrungen der Vergangenheit, nicht damit rechnen, daß dlese Herren gutwillig, um des Gottesgnadentums ihres Königs willen, ihre absolute Machtstellung räumen Kemi. *ui 1 ^~®3E.TT'Ärfl|i ;; allen Ecken und Winkeln werden dre egotstt,Lerir « ^ «m KoimUth tinh nffert bervorkrieLen. M allen >saen ur.u omtcm y*- ■Mttefn::r:e --7--- »roorfrie aCT “ffijtl erft Uc »«formarbeiten durch immer neue E!nwünd),r ^ mW HSlE^ und Sinfülle zu verschleppen und dann womöglich gliche"' tzea an UCUI yuuii WtMvii, vu ml nyiv‘*..*ö V»k «Ml mer zu einem reim JunLet und Vmvqpp» I«lN Parlament ausgestalten, da» eS übri dock aui der v ^ ^ h#r tMiiiu&iefnma einiger KonressionSvroletarit^. ein 9 U ..«hert, n " UWIC UHU yvyvw.i, wvv *. |v.',r,'ländlich die «eseirigung des Herr« «E» -gra"^ hause», -oli e» aber beibehallei, und ledigliai res«» i ' a {>. MNek mitrt werden, so muß die Reform wesentlich ander spo l- ne utn ^ M auSsehen. vewiß ein Slrdei-r-kammer. odn bereit w W «rbetlerkammergejey besteht noch »ichi. aber I-»E^.hrkolöe"'d pick Zuslandekommen ist nur eine Frage der Zeit, un p n öet, bii dahin foniuen sehr wohl die Arbeiknehiner- .jeil „0A b«isi»er in den Lersicherungaümlern den L>ahlköro« M E,. ,nd W/M bilden, rie Müglichleil der Hinzuzichun m* mate" “Vaöe von Arbeitern war« also gegeben, aber es feh , eigene" -tu' IU v i t v | | v v «vi» -v v *j o v viv v'vyuiiyii’ ^ yv« worden sind, nun endlich und endgültig aufgegangt^- Äijn^n sei? Es wird eine Aufgabe der Einsichtigen im Lanbio^l tnn* s-in hl# fliirf# bi# hier aelassen mnrh#n Ifi etn«Ji.TD un . ... tage sein, die Lücke, die hier gelassen worden ist. a-.is.lcmd »«tz es bess f Mw .in# k«r» hrfl* Ki> r» hr» r» UmKamvaa nll*ijJRHI)(f jlC llt sbirl .AÄ i“ • -L'» laflc jcin, uic tuue, uu »uviucn i|i, aus.»--' u i zufüllen, wobei auf die bestehenden Presseorgantsari»^.^" ijjL nen als repräsentationsberufene Körperschaften hinziMe!^ ^ Luftten . . ..-j-y ... . ^:f| weisen fein wird." 9f Sammies" als Gäste. p.t: fmD Die erste» gefangene» Rordameribaner. Kampse geg' on ' im • st*.—«Jü-.JW, — **■ o m */«.«•» ^vkioeis, !»>*•* " , namen ..Tommy" für den englischen Soldaten, mit gro>f,. - aber der Amel örrtftrti, rt iirtrth’i nSi iimS Ci4< b>Jaf u n .. \ Jr* i«. . Die Gegner haben du» Auftreten der ersten Änno mies (abgeleitet von „Uncle Sam", dem Spitzname-' . m i um die HerrM der Nordamcrikaner. als Gegenstück zu dem GpoGI, «eweis. wer von m Scherz und Ernst. tf Tie Kälteindustrie al» Kriegsmittel. Wie wichtig dte hohe Entwicklung der Kälteindustrie gerade für die Kriegftthruiig tst. davon buben die wenigsten einen Begriff. In Sprengstoff-Fabriken ist sie geradezu unentbehrlich Wenn das Nttriergemtfch auf eine Tem. peratur unter 0 Grad Eelsius gebracht wird, so ist die Gefahr der Selbstentzündung und eines Explosion». Unglück» so aut wie beseitigt Darum haben auch die Kriegsschiffe Kühlanlagen für ihre Schietzbedarfs- Vorräte und dte Pulverkammern: daß sie nicht in allen Marinen gleich gut sind, beweisen verschiedene Unalücksfälle. zumal in der ttallenischen Marine Neben diesen Kühlanlagen besttzen vor allem die Festungen solche für Nahrungsmittel, um damit den Widerstand lange ausdehnen zu können. So hittten alte russi- schen Festungen tn Teutschland hergestellte Anlagen, was Ihnen aus andern Gründen freilich kauni genützt hat. Nur Kowno besaß keine Gefrierhalle. da diese gerade tn den ersten Augusttagen iertiggestelit und aus der Fahrt nach der Grenze wegen des inzwischen ausgebrochenen Kriegszustandes aufget^lten worden »var tf Ta» Ki»d im Kriege Ein Mediziner von der Berliner Universität hat sich dieser Tage in .einem Vortrage über gesunddeltliche b^efahren der Krlegs- zeit für die Jugendlichen ausgesprochen Er führte hierzu aus. datz dieser Krieg eine große, aber nicht bedeutende Gefährdung mancher Jugendlicher gebracht habe, ber Kinder mit schwächlicher Konstitution, dte auch im Frieden besonders augenfällig waren Vor allem hat der Krieg auf die Tuderkulvse einen star- ken Einfluß gehabt: ferner aber auch auf Krankheiten die auf Mangel an ReinUchkeit zurückzuführen. jedoch unschädlich sind, wie Krätze. Furunkel ustv Im allge- meinen haben Kinder mit kräftigem Organismus und robustem Nervensystem nicht unter den vielfachen un- günstigen Einflüssen des Krieges gelitten während schN'ächlichc Kinder naturgemäß geringere Widerstandskraft gegenüber schädlichen Einwirkungen aufdrlngen — Im Anschluß daran verlangte der Redner den tfu bau der G e su n d h e i l » l e h r. zum Ps1ichtae§knst.>!,s tn den Schulen. tf «»cherischer Handel «it Kriegszeitungen. Tie Preise, die l>eute für dte ersten Kriegszettungen ge- zahlt werden, find durch einen umfangreichen Kettelr- und Wucherhandel sprunghaft tn die Höhe geschraubt Worden, Tie erste Nummer der .Miller Krieaszeitung" . k lo0 Mk der ganze Jahrgang (7V Nummern) mindestens «00. der zweite Jahrgang nur 200 Mk Die 8 Nummern des .»Journal de Guerre". des Vor- Dukers der ^azcncdeo Rrde„ne»". sind kaum um «0 Mk zu haben, die Nummern der . Sappe" sein, gegangenl werden mi, über 100 . der erste lahraana der WoLcnschrlf, Drahtverhau" mit mind.sten» p',8 beioeriet. Rr l—, de« .Landsturm von «ou, zier» bekanneluh der äliesten iZeldz-iiung. von danci. schen l'andivehrleuee» mit Hilfe einer sranzSsische,, Pr» vinzseverkastrns Herges,eNl kosten >W Mk. der volb ständige Jahrgang ..Bayer Landioehrmann" 400 Mk. ,, *1 ** r ^" Wrtr *E»oer' Dem mit ziemlicher Re flam» angekundtgtrn ersten der ltinheieeschifse. dnrch d,e unsere Segner die Uiuerserdooe ^csahr zu de. Umpsen si'chten. ist ein rtgenariige» Schlilsal zuteil geworden Diese» -chtss. der War clover". ., 0 vi, Br. Reg^-ronnen. Ist au, seiner ersten izahrt torpedier, worden und llcat „un aus dem Nrund« de» Meere« /öde, /-P»w5er un,ernahm da» Schi,, seine Probet ahn «m lv. Lkioder wurde e» in der Nach, ver. senk,, kurz vor ^rrrichung seine, «estimmunglvrie» ^ a,> mü leinen dicken Lchorn. sinnen de, n>cd.rgeleai,n Masten von wet.em wie ,,n großer englischer Zerstörer au» und ioilke dadurch Unterseebooien Aurch, einNdßen «, ^ ^ >prn,.me,rr.<»elau, und war m„ hellbraunen und schwarzen Streifen demall ries» Zeichnung erda^n ,eß, aN, feindlichen Sch.sse Man will dadurch er reich,», da«. „ nachdem ee heile» oder dunNe» «».,« ""ret« lei. der Sireisen sich vom Mn! Tadurch wird da- Schilf weniaer Uthth«? btx .Meldereiter im Lundaau" nur 2^0 V?k Natürlub nehmen je»t schon die Fälschungen üderdanv 2 I banken läßt Hie «eudruck. find nuiniii „^.viiiuuy |ut «11 vuyii|u^cil nill gr»t. — aOCl vci tzem Kraftaufwand angekündigt und sich viel von ihn, erkennen Herrschaften versprochen. Wie eö tn Wirklichkeit und wenn er st dem kriegerischen und geistigen Werte dieser „lieber. ' — menschen" aussieht, zeigt folgende Zuschrift aus dn, . Selber VersvrW ..Bor Monaten ichon wurde es bekannt, baß amerß i' fä kanische Infanteristen an einzenlen Stellen der Wch llkk Ü\ front eingesetzt seien. Nicht dort ftetlich. wo Schlachte, rm Gange waren, tauchten diese neuen Helfer auf von denen die Entente die endgültige Niederwerft» Feld, in den i Leutschland. erhofft und erwartet — nein, an ruGherrscht unter Öen Mi gen Stellen, an denen eine allmähliche Anpassu«-ewigen tciOueife noch bei Neulinge an das ungewohnte KriegSlcdcn geficheZs^se^ung der Kriegst schien. Zn ungleichen Paaren standen sie dort, dqdslung cius dem Heeresd dunlle. untersetzte französische Landsturinmann nebqia- eigene Schicksal im { hiüL ,u J !fl h cn ' ^^nden, hochgcwachsenen. etwa . rung durch Verlor und -^ 7 . '-"^'bannerlandes. Da standen fjf* oft in nied-rg-driilk unb hielten Wach. Gefangene «>ranzo,en haben uttjchDermüligen Grübeleien äEs«: WLLLÄ'LK' Ä" S s„ ! ;:ä,S, .. •"Ä MSTÜR SSt ‘ ' SÄSS? otitDfm Oat fid, einiges geändert. Beschloss« »n wirklich über die Re r 0 !fr r ml^ e ui*i Crb i? nb i * tllb ba und dort in d M -u! is, dem £ n,0l ' f>tl '' der }UM au* kaum solchen 3 „?r 3 K 0 , e , m " ad) englischem Muster gewich«! »!«i. Aber das Mann und Plagen der Granaten tst den a.ner de ^-eabchmmun en ver-rau.er geworden. Und n> «d die Linrichtunam ^^si-^auf sich allein gestelU, zum erstenmal de rörfoigc sj„d jj, ■ j« »enuuntiete ober bie ertnner K‘,Mf K-KSWUN ES'*» fln Stuttgarter Verlag den Atteinvertri von wuuh ut-n vmcinocrrr Ä^,r%eT^ 9t " 0efW,,Ct! Wie ,oäre e» mie Die t SS. XiigrimäEm aanaerti'n rvruae, un ve durck t SS« ' z i-ÄF&secBÄ J unklaren sind k^eGtze oeaeb. ein Sie oben bereits Wunder m-nn ' ^nuiini zu übel mitgespielr. ® 1 Krsormj wissen will Das "un absolut nichts meA>nspruch wissen will Da» is» me reche mlftüdie äTai?, Ü J^ r Uneerkommcn seyl et worden und dkaÄöe?^ ^ in Massen gr-züch ÖQ» nun eun' *, nf passende Verioendui ztrsa« wird Da» * at>C ' M>schm« hl oder Haff, e» bereu» - entschieden ablehnen. !r Durste» geschahen ist'"^»/^^ größten Hunger» u! auLftndig acmaäi, !L a ‘f° etwa» ander >k> di. Eache nfw, 'SSTL . J bfr wa»? So einfeJ Na, Und man m. ° k ^ fPcfulnttoe stöose wisse,, fic ttsteln D,7 neueste *?* ( if nid )‘ a"e» a rÜbenwur tr ‘ Bic 3te Nam-N L. -'caturllch tritt fie nrcht unter au 7 .---'■•M'-“i«y u n i|i wie Viel «amen aus? L» würde''n,^."' f ‘* diese f-K. fl* k - ^. oe nicht nur eine schlechte dm thr sicheres Fiasko (ein Unf oiiffälltgdü”ßtr7unaifcc'i(( " "'glichst Are ^ 0 wesende,, zu verrate» ir. l/ auch nur ihre A ..Tie {CH "" °°m Hun^e o , der ^i-dgereten N rrrr.'-»». n Drucke verzichtet bi*h«\h ^ - ro sein. Unfei und degnuor HA h/tS? ^ 0frn au ^ IlleI und Ord auffänin,,M 9 rf uL?._ be ^ et ? en ""l einem möglichst Nachdem adernder tst ihr groß. ^ sre nun doch an» Dcr nte schlä ^ ?u ihrer neuen !i?»°gen hat. wird SSSviS'aril^ ??dkn fl etl ninbpv M- bä« bl * tijri haftet bat - 1 »'*. iflte r;„ < r? tnmt uns ja . öU c ^nen?« t n , ^ >n""Nir^°^eK-rr Ernst eines „H- ^ Krieges — und wenn's auch nur ^^ech^'^err Ernst eines „Handstreichs war — ins Auge ge- Und^ue Ei2^aut. Denn diesmal heulten die Granaten nicht nur >* Qnn lvoM^er ihre Köpfe hinweg, sondern den Graben selbst, Ö0[tö dem sie standen, hatten sie sich ausgesucht, und M: deiflt , . tt plötzlichem Höllenlärm begann zu wanken und - öete to h Arfton. was ben iunaen Krieaern als fester Schutzbersten, was den jungen Kriegern als fester Schutz, cd Trutzwall gegolten hatte. Und dem Feuerüberfall ^»Ermittelbar folgend, drang unaufhaltsam bayerische - — • '** • f ^—*- — !e f 0 tmll t Ie ^«(?l C,en mb>»e6v''in ’ bTn‘©raben"etn, Gewehrschüsse, Krachen Arbeii/?Ntl,h^°'°r>n Hanbgranaten löste bas Geheul ber Artillerie- eht nv^ °""n-r ^'schosse ab Frag, "^)t. ah, °d« unsere neuen Gegner waren zur äußersten Ber- °hi bte »°°r Zeit |ei !ibi0ung Bereit. Ein hitziges Handgemenge beginnt. Ämtern Hit Gewehrkolben, mit Fäusten unb Hanbgranaten der ö(„ en ®miff h c 'iTb gearbeitet, unb viele sinken zu Boben, ehe der * 8eaebp' n ä u Sief,, l)e eft, zum Teil verwunbet, vom verzweifelten Wider- egierun?^°c J l"/mb abläßt unb sich gefangen gibt. Nach einer knap- Unker- ,.LUl die Sn Stunbe waren bie deutschen Stoßtrupps m,t ihrer es übp,?° BourakAeute in den eigenen Graben zurückgekehrt. Da stehen 'Kon»N^d<Ä nun vor uns, die Jung män ner des „San. äe,,lo <%o[L tt Ä8 bet Freiheit", kräftige sportgewohnte Kör- » lf er, ein gutmütiges Lächeln in den blauen Augen, .. nb sind verwundert, daß wir sie nicht niederschleßen 7*%, issen, wie man es ihnen im ftanzösischen Ausbil- ^erliner linstU^^Au^bie ^rage ^ Warum führt Amerika Krieg mit Wtoevtw » .. Deutschland? wissen sie keine Antwort Tie Verehrten R-..,, ^ücksiüienkung amerikanischer Schiffe durch deutsche U-Boote, M erstauV «wie es mit Vorliebe heißt, Mngt gar zu matt. Der bens, der eiinc meint, wir hätten Belgien so schlecht behandelt, iiche Bede»n, ^ bi«nb ein anderer führt gar Lasayette ins Feld, der ceinetoea w 1 \ d-m Unabhängigkeitskriege Amerika einst Frankreichs en wiederiw7?H!°" ivchilse gebracht habe, und darum müsse Amerika letzt Per!ö»l Ä'. reulgiju Frankreich halten. So schwätzen sie ihren Zeitun- tben, bil a«ten, Seien nach, von denen sie doch, wie jeder Amerikaner. :n Voraän^?«nMunbsätzlich nur bie .Hälfte glauben. Und wenn wir d endaMi?^?ese>iMnen erzählen von Englands Schuldenlast in Ame- er Ein!i-s>n “Hgeganwifa, von der Furcht der Geldgeber, MiUionen und gelaiie» i"> Lmlvber Millionen von DoNars zu verlieren, wen» Eng- jenden ist, auälairb unterliegen sollte, da sperren sie Mund und we K^Ä^M-saMugen auf. und es beginnt ihnen zu dämmern, für Ä %%fte„ h^iche Ziele sie in Wirklichkeit Leib und Leben aufs — ' Spiel setzen mußten. ^ . , . Sie selbst können ja nichts dafür. Und doch kann man es unseren Feldgrauen nachfühlen, wenn sie em- m ^-pört sind über die „hergelaufene Bande", die Nordamerikaner. nichts zum Kampfe gegen uns zwingt. Der Franz- streten der erttkn Kn mann, so meinen sie, kämpft für seine "gloire". die 5am«. dem En ^Schande von Anno 70 auszulöschen, der Brite ringt lenstück zu dem K^lnit uns um die Herrschaft zur See, um den endgülti- chen Soldat?^ gen Beweis, wer von den beiden Riesen der stärkere t unb fidjrtrthÜfW - °ber der Amerikaner? Unsere Feldgrauen es in verachten ihn, erkennen ihn nicht an als ebenbürtigen i Werte diese?Gegner, und wenn er sich auch noch so tapfer schlägt. mde Zuschrift aus k Die Versorgung iS,der Kriegsbeschädigten. rt steilich, ivo Schlachd üese neuen Helfer rr ] - ^gültige Niederwerfllt Am Feld, in den Lazaretten und in der Heimat artet - nein, an ru$ herrscht unter den Kriegsteilnehmern und ihren An- allmähltche Anpassm gehörigen teilweise noch immer Unklarheit über die nte KriegSleden gesichl Versorgung der Kriegsbeschädigten nach ihrer Ent- n standen sie dort, h lassung aus dem Heeresdienst. Diese Ungewißheit über Landsturmmann nebidaS eigene Schicksal im Falle einer dauernden Gesund- tvachsenen, etwas uns heitsstörung durch Verwundung oder Erkrankung macht landes. Da standen : sich oft in niedergedrückter Stimmung und allerhand e Franzosen haben i>! schwermütigen Grübeleien bemerkbar. Es ist nun aber lächeln von diesen Per einer der obersten Grundsätze und der Grundgedanke cn erzählt, die bei jed unserer ganzen Kriegsgesetzgebung, daß Mut und Au^ Granate zusamme> dauer der Soldaten und ihrer Familien nicht durch nahmen. unnötige Zukunftssorgen getrübt werden sollen. Und rändert Geschlosst wer wirklich über die Rentengesetzgebung und die so- da und dort m lMe Kriegsbeschädigtenfürsorge Bescheid weiß, wird ben worden der MW auch kaum solchen sorgenvollen Gedanken hin- Muster aewiche-eben. Aber das Mannschaftsversorgungsgesetz, das »Kn i eHmcWf Nentenbestimmungen enthält, ist so umfangreich. 8 Ä,n Ünd Ind die Einrichtungen der fretwilligen bürgerlichen d" Fürsorge sind so weitverzweigt, daß der Felbsoldat, llt, zum erstem 0 '£ er , ^ ertoun];)ete oöer öic Kriegerftau nur schwer Einblick gewinnen kann. »Mäste, licken Werte rntrklich Im solgenben soll für diejenigen, bie sich über die . mobliätipen Mstw Grundsätze der Krtegsbeschädigtenfürsorge noch völlig , v,„ M e„ etinuet im unklaren sind, ein kurzes Merkblatt der wtchtig- >r die Mode Gewin ste» Leitsätze gegeben werden, die jeder Krlegsbetetligte ' nbicköpst. § kennen muß. " h.« Allcinverkü Wie oben bereits angedeutet, unterscheidet man l9 SBie roäre es mit zwischen gesetzlicher Versorgung und bürgerlicher (frei- m williger) Versorgung. Die gesetzliche Versorgung ist ^ - ,1 im wesentlichen eine militärische. Sie wird noch er- irübe. Bon der >»>»> 1Be it er t durch die Leistungen der reichsgesetzltchen So- übe, Wrnliei ° zjaftersicherung. Die bürgerliche Fürsorge, von der ackscide der J'fi[pater zu sprechen sein wird, ist in der Hauptsache jählings tn Bte ttei Hilfstätigkeit. Aus die (militärische) gesetzliche hatte dem M°gen -j0 er ^ orgung hat jeder Kriegsbeschädigte einen rechtlichen Ml miigesMU ^ Anspruch, p h. der Staat muß sie gewähren. Die . Mlut ntcht- m ^,jjrgerliche Fürsorge, die ebenfalls einen amtlichen nterkomme» K?' ^^arafter hat, kommt zwar allen Kriegsbeschädigten - in Malstn EFzuqute, ihre Leistungen sind aber fteiwillig. Es soll laienve »erwendur-^r, da wir uns ja auf das Wichtigste beschränken Mckmehi od« Mt wollen, die Frage behandelt werden, die den Lnen ablehnen, ‘ ^legsteilnehmern am meisten am Herzen liegt ; rüsten Hungers t) A^f welche Geldbezüge habe ich als Kriegsbe- irdtzten Hungcf- „Auf E etwas Mdigter ive H zu rechnen?" A. Köpft Ste Sie Tie militärische Renteuversorgung. ist niedergelegt in dem Reichsgesetz vom zUi-hi.alles °-s ‘f‘ 51 . ^ ___ UKe H ünterNassen" des Reichsheeres (MannschaftSverforgungs- eine un [ (i gesetz, yjl V. G.). hast, l? „nter^diese g,. Mai 19Oö'über ^die°Versorgung der Pe"rsonen der tb Ui" /t«t s^o OOr.4rJF>>?/ffT>rtr»trfi4trtffÄVtovfnvmtttrtfie Ihre Hauptleitsätze sind etwa folgende: Die Heeresverwaltung gewährt allen Kriegsbe- e b e renversorgung entschieden werden. ^l\ unD Ocd if Ittel jij ^^ _ __ o o_ jtnem ^jhre A! schädigten "kostenlose^Heilfürsvrge.' Erst nach Abschluß aucheteit ö’ : oe§ Heilverfahrens kann über den Anspruch auf Ren- Metzg üion oo" ~r oii Ein Anspruch auf Entschädigung (Rente) erwächst bert wnu, ' ^^in durch Verminderung der Erwerbsfähigkeit, nicht lst noch nxößl aer militärischen Dienstfähigkeit. Man kann also sehr das ist l V wohl militärisch noch diensttauglich sein und trotzdem ter, wird Anspruch auf Rente haben. oaeu Vam sei Die Verminderung der Erwerbsfähigkett muß ver- miever ML m, Kunden sein mit einer DienMeschädigung. Als Dienst- öfteren nil ' ^sWdigung g»lten alle Verwundungen, körperliche und geistige Erkrankungen, sowie Verschlimmerungen bereits bestehender Krankheiten, die auf den Kriegsdienst zurückzuführen sind. Die Dienstbeschädigung muß eine Beschränkung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 10 Prozent zur Folge haben. Anspruch auf gesetzliche Entschädigung haben demnach alle Mannschaften und Unteroffiziere, die durch Dienstbeschädigung eine Beschränkung ihrer Erwerbsfähigkeit um mindestens 10 Prozent erlitten haben. Nur diese Personen gelten im Sinne des Gesetzes als „Kriegsbeschädigte". Eine Aenderung der Rente kann nur bei wesentlicher Veränderung der Erwerbsfähigkeit eintreten. Die Höhe der Rente ist unabhängig von dem Llrbeitsverdienst, den der Kriegsbeschädigte tatsächlich erzielt: also auch bet hohem Verdienst muß die Rente ausbezahlt werden, wofern sich das Leiden nicht behoben oder wesentlich gebessert hat. Meldungen über Tienstbeschädigung und Rentenansprüche sind während des Heeresdienstes beim Truppenteil anzubringen, nach der Entlassung beim zuständigen Bezirksseldwebel. Bei Kriegsdienstbeschädi- gungen, die nicht auf eine Kriegsverwundung zurück- zusühren sind, ist der Anspruch ausgeschlossen, wenn sich die Beschädigung später als zehn Jahre nach dem ^Friedensschluß zeigt. Die Entscheidung über den Bersorgungsansvruch trifft die Militärbehörde, und zwar vor und bei der Entlassung aus dem Heeresdienst der Truppenteil, nach der Entlassung das Bezirkskommando. Einspruch gegen die Entscheidung kann binnen drei Monaten nach Zustellung des schriftÜchen Bescheides bei dem zuständigen Generalkommando erhoben werden, gegen dessen Entscheidung binnen drei Monaten beim Kriegsministerium. Die Einspruchserhebungen sind beim Bezirksfeldwebel etnzureichen. Die Renten können nicht gepfändet werden. Die Bersorgungsrechte erlöschen durch rechtskräftige Verurteilung zu Zuchthausstrafen, wegen Hochverrats, Landesverrats, Kriegsverrats oder wegen Verrats militärischer Geheimnisse. Die Geldentschädignng (Rente) besteht aus der Att- litärrente, der Berfttimmelungszulage und der Kriegs- zulage. (Fortsetzung folgt.) Was wird in Rußland? Der Kosakengeneral Kaledin als Retter der „Entente". (f Frankreich und England schienen schon berett, sich mit den neuen Männern in Petersburg, den Bol- schewiki, halbwegs abzufinden. Die von diesen Männern ausgegangene Forderung eines soforttgen Waffenstillstands und baldigen Friedens hat aber bei den Westmächten die größte Erbitterung erregt, und deshalb sind bei ihnen die gegenwärttgen Petersburger Machthaber vollkommen „unten durch". Auf Kerenski setzt man auch keine Hoffnungen mehr, und so mußte man denn einen neuen „starken Mann" für Rußland finden. DaS ist der Kofakeugeneral Kaledin. Auf ihn richten sich gegenwärtig alle Hoffnungen der Entente, uno oas Kopenhagener loätattsttsche Hauvrvrgan „Svr ctaldemokraten" höhnt mit Recht, daß das liberale England und bas republikanische Frankreich ben Sieg der „K os d ke n h o r d e n" üver die russische Demokratie als letzten Trumpy ansehen. Kaledin soll in der Lat einen beachtenswerten Faktor in der gegenwärtigen russischen Konstellation darstellen. Es heißt, daß er das ganze Longebiet beherrscht daß er das südlich von Moskau gelegene WjaSma besetzt habe und mit 30 000 Mann gegen Moskau marschiere, eine noch größere Truppenmacht aber gegen Petersburg in Bewegung gesetzt habe. Immerhin beweist doch aber schon die Tatsache, daß die Bolschewiki sich seit länger als 14 Lage behauptet haben, daß sie eine stattliche Anhängerschaft hinter sich haben müssen. Wer nun aber auch schließlich Sieger bleibt, ob der maximalistische „Rat der Volkskommissare" oder Kaledin oder die vereinigten drei K.s (Kaledin, Kornilow und Kerenski) zusammengenommen oder eine monarchistische Gegenrevolution — über zwer Tinge wird auch der Sieger nicht siegen können: über den Friedenswillen des ganzen Volkes und über den diesen Willen unterstützenden Hunger Die Großstädte und die Armee sind der Hungers» not jetzt schon preisgegeben, und eine furchtbare Tragödie droht dem russischen Volke, das unter diesem Kriege so unsäglich gelitten hat, wie kaum ein anderes. * . * Tie Geheimdokumente. Die offiziöse Petersburger Telegraphen-Agentur veröffentlicht eine Anzahl der von Lenin veröffentlichten geheimen Dokumente, die zwischen Rußland und den Alliierten gewechselt wurden. Danach forderte Rußland seinerzeit K o n sta n tinop e l, die Küste zu beiden Seiten des Bosporus, des Marmara-Meers, der Dardanellen, den Süden von Thracien bis zur Linie Enos—Midia, die Inseln Jmbros und Tenedos. Die Alliierten dagegen verlangten, daß Konstantinopel fteibleiben oder eine neutrale Zone bilden und daß Persien dem britischen Einfluß unterstellt wer den sollte. Rußland sollte der französischen Forderrung auf Rückerstattung Elsatz-Lothriugens und der bewaldeten (so!) Gegenden des linken Rheinnfers zu stimmen. Rußland forderte, daß gewisse Gebiete von Deutschland zu einem neutralen Staat gemacht werden sollten. Die braven Verbündeten scheinen da das Fell des Bären ja gründlich verteilt zu haben, und zwar rechtzeitig! Daß man in London und Paris heillose Angst vor der Veröffentlichung dieser blamablen Pläne hatte, ist verständlich. Tie Rote Garde in Finnland. Nach den letzten Nachrichten aus Finnland herrscht dort stets zunehmende Anarchie. Das Auftreten der Roten Garden, deren Tätigkeit, in Haussuchungen, Verhaftungen, Plünderungen und Gewatttaten besteht, erweckt allgemeine Erbitterung. In Helsingfors wurden bisher 44 Menschen ermordet. Der Ausstand ist zwar im Abneymen begriffen, aber die Revolutton will nicht aufhören. Die Sozialisten sind nicht mehr Herren der Lage. Die Hälfte des Volkes gehorcht keiner Autorität mehr. Eine wirkliche Regierung gibt es augenblicklich nicht. Die finnische Staatskasse ist geleert bis aus 7 Millionen, den Ertrag von verkauften Staatswäldern. aber auch diese sind baw verbraucht. Zu alledem kommt der immer bedrohlicher werdende Mangel an Lebensmitteln. * Russische Streiflichter Lenin und Trotzki kämpfen mit großen Schwierigkeiten. weil das Beamtenpersonal fortwährend streikt. Lenins Leute seien unfähig, die Regierungsgeschäfte allein zu verrichten. Die Macht der Bolschewik! dürfte nicht mehr von langer Dauer sein. Eine Stockholmer Depesche der „Nattonaltidende" sagt, nach eingelaufenen Nachrichten sind viele Schisse im Weißen Meer (hoch im Norden, am Eismeer) versentt worden. In Archangelsk soll vollständige Anarchie herrschen. " Die Vereinigten Staaten haben die Ausfuhr von Munitton und Lebensmitteln nach Rußland verboten. " Nach Mitteilungen derer um Kerenski sind in 44 von den 66 russischen Gouvernements noch die Beamten des Zarenregiments in der Macht, so daß die Maximalisten dort nur wenig Einfluß haben. " Aus allen Teilen Rußlands werden schwerste Zusammenstöße zwischen den Anhängern der verschie- denen Richtungen gemeldet. Aus aller Welt. ** aoeo Mark für ein Schwein. In Büderich bei Bielefeld verkaufte ein Landwirt ein 540 Pfund schweres Schwein für 3000 Mark an ein industttelles Werk. Auf dem Transport wurde das werwolle Borstentier von einem Gendarm aus einem Wagen unter Kartoffeln und Kapsblättern entdeckt und beschlagnahmt. ** Bulgarische Ganse. Im Münchener Schlachtviehhof trafen ungefähr 15—20 000 von der Bayerischen Lebensmittelversorgungsgesellschaft in Bulgarien angekaufte Schlachtgänse ein und wurden in der leerstehenden großen Schweinemarkthalle untergebracht. Da die Berechnung Preise ergab, welche zu den bayerischen Höchstpreisen in keinem Verhältnisse stehen, so sollen die Gänse in München etwas angefüttert und dann nach Norddeutschland weiterbefördert werden. — Die können's bezahlen! ** Raubmord. In Wiesbaden wurde die 48 jäh- rrge Frau Elise Ehret, Inhaberin einer Konditorei und Kaffeestube, ermordet aufgefunden. Es liegt Raubmord vor. Eine Geldkassette war geöffnet und um 700 Mark beraubt, ferner sind Uhren und andere Schmuckgegenstände gestohlen. ** Wieder die „Andenken" aus dem Felde. In Kibarty wurden der sechs Jahre alte Vinzenz Lopatat und dessen zweijähriger Bruder Johann durch die Explosion eines Granatzünders, den sie unter dem Schutt gefunden hatten, getötet. Ihre Körper waren vollständig zerrissen. ** Eine eigenartige Denkmatsgeschichte. Vor einigen Wochen beschlossen die städtischen Behörden in Brilon, dem Kriegsamt das Pape-Denkmal zum Einschmelzen zu überlassen. Das Kriegsamt hat das Angebot angenommen und will das Denkmal mit 6 Mark für das Kilo übernehmen. Gegen den Beschluß erhebt sich jetzt ein wachsender Widerstand. Die Stadt Brilon will ein Denkmal verkaufen, das ihr eigentlich nicht gehört, denn die Kosten für das Denkmal in Höhe von 20 000 Mark sind seinerzeit von Verehrern des um das Bürgerliche Gesetzbuch hochverdienten Rechtsgelehrten Pape aus ganz Deutschland aufgebracht worden. Die Stadt Brilon hat das Denkmal des berühmten Sohnes der Stadt lediglich in Obhut und Fürsorge genommen, so daß das Verkaufsangebot an das Kriegsamt recht eigenarttg anmutet. Vielleicht legt der Provinzialkonservator noch ein Veto ern. A Erhöhte Ferkelverkaufspreise bis 15. Fanuar. Da bisher noch nicht genügend viel Schweine abgeschlachtet worden sind, hat das Kriegsernährungsamt angeordnet, daß die Verordnung, wonach für alle abgenommenen Schweine als Einheitspreis für 60 Kilo der Preis der 0-Klasse (also der 100 Kilo-Schweine) gilt, bis 15. Januar 1918 weitergilt. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen ferner ausnahmsweise Stückzuschläge für jedes abgenommene Schwein gezahlt werden, die für Tiere von 15 bis 30 Kilo 18 Mark betragen und sodann bei je 15 Kilo höherem Gewicht sich um \t 4 Mark ermäßigen. Nötigenfalls soll zwangswerse abgeschlachtet werden. Am 15. Januar wird der PrerS von 1,50 Mk. auf 1,10 Mk. ermäßigt werden. — Die Mehrabschlachtung wird für das Heer gebraucht. & Beschlagnahme ovn Törrobst. Der starke Bedarf des Heeres und der Marine an Dörrobst konnte bisher nicht befriedigt werd?n. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat daher den sofortigen Aufkauf aller nur irgendwie erreichbaren Mengen von Dörrobst durch die Landes-, Provinzial- und Bezirks-Obststellen angeordnet. 20 Prozent der auf diese Weise aufgetauften Mengen sollen zur Versorgung der Zivil- trankenhäuser verwendet werden. Infolge dieser Anordnung hat die Geschäftsabteilung der Reichs-Obst- stelle bereits den Ankauf von Dörrobst aus Zwetschen, Pflaumen, Aepseln und Birnen in die Wege geleitet. — Ferner ist das von der Kriegsgesellschafr für Obsttonserven am 5. Oktober d. Js. erlassene Absatzverbot für Dörrobst dadurch erweitert worden, daß aller Absatz von Dörrobst sowohl durch gewerbsmäßige wie nicht gewerbsmäßige Hersteller von Dörr- obst verboten ist. ** Auf der Kauiuchenjagd den Tod gefunden hat der Bromberg der Ingenieur Paul Sitzlack aus dem Vorort Jagdschütz. In Begleitung seiner beiden Söhne jagte er mit einem Frettchen auf wilde Kaninchen. Als das Frettchen aus einem Barr längere Zeit nicht herauskam, kroch er mit dem Oberkörper selbst in den Eingang der Höhle. In diesem Augenblick gab die umgebende Erde nach und verschüttete rhn, so daß der Oberkörper mit mehreren Kubikmetern Sand bedeckt war. Obwohl die- Knaben gleich Hilfe erhrel- ten. gelang es nicht, den Verschütteten vor dem E r - straungstod zu retten. . Bekanntmachung. Arachstückgüter werden am 2!>. un 30. November 1917 von Lla- tioiiwii des DirekkionsbeMs Frankfur (M.) zur Beförderung nicht ange nommen. Frankfurt (M). den 27. Nov. 1917 (Lisenbahndirektion. Die ßoldankaufftelle ist dir J*r «reiferes geöNiel , Dienstag nacdmittagr von 2-4 Ubr Samsiag vormittagr von 10—12', Ubr Der €b«»au»fch«u der 6slda»Ks«frlleIIe, I>r. U f i n g e r. + Bruchlcidcndc hrbörlen kein iir schmerzendes Bruchband mehr, wenn sie mein in «rohe verschwindend kleine«, nach Mas, und ohne ,>edrr. Tag und Nacht tTOfllHirro, auf seinen Druck, wie auch jeder Vage und GrSstc bet Bruchleidens selbst verstellbares Unioerral-Bruchband Uagrn, das für Erwachsene und Kinder, wie auch jedem Veiden entspreckrend herstellbar ist Mein Spez Vertreter ist an. Montag den I... Tez . morgens von H- lS in Gicsten Bahnhofhotcl Veni und gleichen Zugs nntiags von l', 3 in lOriinberg Hotel Hirsch lon»ie Sonntag, den 0 . Dez . vormi.tags von 1 l- 2 j, ( ^j^da Stern mit Muster vorerwähnter Bänder, sonne mii ff i**t!m »hi und ^ederbänder neuesten Lnstemd, in allen Preis lagen anwesend. Muster in Gummi., Hängeleib., Veib und MntteN'orsall Binden, wie auch Geradehalter n Krampfader rtrumpse stehen zur Verfügung. Neben sachgcmasier versichere auch gleichzeitig streng diskrete Bedienung PI?. Steuer Sohn vandagift u. Orthopädist. Konstanz in Baden. Weffenbergftrastc 15, Telephon ft 15 Durchhalteti! Wir halten es für unerläßlich, die Abhaltung von auswärtigen s^olvankaufctagcu fortzusenen Erweist sich an Landorten die Abhaltung eines solchen als ratsam, so werden Mitbürger an solchen Lrten dringend und herzlich gebeten, an die nächstgelegene Goldankausstelle Mitteilung zu machen, die dann alles Weitere bebesorgen wird. Wir wolle» in entscheidender Heit ven Golvzufluh steigern und auch ans diese Weise den Feinden die Achtung vor unserer geldwirtschaftlichen Widerstandskraft abnötige». Candisftelle für vaterländische Zwecke: Der Geschäftsführer: national Konireilkarre mit Totaladdition zu kaufet nicht, ^ffcrt. unter I. D. an d. iriv- d. ^tg. Beschlagnahmie eere sind berechtigt aufzukaul Gebr. Man! * 8 ISS nn lver Eassel-«., Telephon 171. I. Vorsitzender: I)r. Becker, FinRnzminifter. 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