«.'.äffoi (Neneftk Nachrichten) Sezugspreis 50 pfg. monatlich ijahriich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- < ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint i Mittwochs und Samstags. — Nedaktisnsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert'. Verlag der „Gießencr Zeitung", Gießen. gj||^ S&t»*ää »"nze Orden 8 ®h °>s ffSSSr*"? haus bauMi^^lische Lll sslip*. ThrodorFlird»,. m Sf' WüWftwJ Telephon Nr. 862. Samstag, den 17. November 1017. i3'm ^rrganertal und Brentata! vorwärts. PriMolano u§rd Feltre genommen. Die untere Piave überschritten. Wichtige Höhenfteiln -gen und Pauzerwerke erstürmt. HmtlicDe ckmsede Cagesberidm. wtb Großes Hauptquartier, 14 Nov 1917. > mm Westlicher Kriegsschauplatz: Keine größeren Kampfhandlungen. — In Flandern te das Acttllericfeuer tiU am Abend wieder auf: es hm bei D xmude und nördlich von Passch. ndaele ec- lliche Starte an. Vom Oestlichen Kriegsschauplatz ) M a z e d o ni s ch e n Front chtö Besonderes. Italienische Front: In den Sieben Gemeinden erstürmten unsere Trup- >m die verschneiten Höhenstellungen der Italiener ösl- l JgjjW von Asiago und das Panzer werk auf dem Lisser. — Angebote nach Heidelberg 1 1 m 0 [ . a 11 0 und Feltre sind in unserem Besitz — Längs 8ira886 36, Telephon 1194 erl| e und kleu Posten zu den höchsten P re j H* Salier besucht! Monteu und erfahrene Hilfsmonteut für elektr. Licht-und Kraftaitz x unteren Piave Artillerieftucr. Der Erste Generalquarttermeister Ludendorsf. i Berlin, 14. Ncv, abends. Im Westen und Osten ine größeren Kampfhandlungen. — In Italien erfolg- iche Kämpfe im Gebirge. 9 }s ooo Connen! Mntta „«J söecIin / ,4 RoN. Eines unffL-.r U-Booti-, Kom- ®manbant Kopttänleutnant Gkllach, hat im Atlantischen Lßllh-Elßktrizittofirlffi il^ eart '''ei ecotwgs 4 Dampfer und einen Segler mit ßetriebsbto' T 0 ® 0 Bcutioregisteitonncn versenkt, darunter 'inen „ . . i „Wjc großen englischen Dampfer vom Aussehen der »emmtue« >' bchMaltle" oo > der White Llar Line. Die übectgen Schiffe stimmt und hatten en und Stuckgut ge- Der Chlf des Admiralstab^s der Marine. $*«,*■* —H QU ‘ n sämtlich nach Frank eich bestimmt und hatten /iMY —^Liihl, Mehl, Kaffee, Tabak, Bohn wib. mod. zu kaufen gesucht, Beschreibung und Bild eviüiil K Thale. Ncuuktrche n a. d. Zaac Keinen! Ob« Seilt* 2 Original-Carton 12 Dr. BethmannS - Uareiin-Cdiiletunlti 1917. schäumen und dufte» hervorragend siir HlwV Rachn. UcrlandgelcbäftT 51 TTiÄf'1 virnlE Großes Hauptquartier, 15. Nov. Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Dunst und Nrbe! blieb die Artillerietäligkeit allgemeimn mäßig; sie steigerte sich bei Dixmulden n einzelnen Abschnitten d^s flandc'.schin Kamps ldes am Abind zu größerer Stärke. — In icfolgreichen »tki lidungsgesechien bluben Gesängene und Maschinrn- elvlhce in unserer Hand. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l atz: Keine größeren Kampfhandlungen. M a z e d o n t s ch e Front: In Albanien räumten die Franzosen Höhenstellungen estlich vom Ochxida See. Italienische Front: Unsere im Gebirge von Fonzaso und Feltre süd- .^Marts vorgedrungencn Abteilungen stehen in Gefechts- ’M Berührung mit bim Feinde. — An der unteren Piave Neues. SflfßjJ Der Erste Gencralquartiermeister: L i-1 e n d or ff. ^Etmöbelfabrik' ^ Berlin, 15. Nov., abends. — Im Westen und ^fiffrinir"* ^^T ot ‘ nichts Besonderes. - Im Gebirge bäOei|dt§ des -^^^Gießen-^Blentatales sind unsere Trnppm kämpfend im Vordringen. Großes Hauptquartier, 16. Nov. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Fi-uerkampf war am frühen Morgen im Dktdrischen Kampfgebiet, längs der Aillette und auf diM östlichen Maasufer gesteigert. — Französische Ab- tfilungen, die im Morgennebel über d?e AUle t: in unsere n drangen, wurden im Gegenstoß zurückge- w-sen. — Tagüber war die Gefechtstätigkeit^ bei allen gering. Am Abend lebte sie bei Dixmuiden i.o fitöücö von St. Quentin auf. ein Lan Frau-Psarrtt llße bracht e rdeö- »ellbr ch ** S5. Sc'ck dem 9. November verloren unsere Gegner >1 Luftkampf und dm ch Abwehrffuer 24 Flugzeuge. Vizeseldwebe! Bücklec errang seinen 26, Leutnant seinen 28. Luftsieg. Ocstlicher Kriegsschauplatz Besonderes. Mazedonische Front. Westlich vom Ockrida See haben wir Teile der von den Franzosen geräumten Stellungen besetzt. Italienische Front: Im Bord ingen nordöstlich von Gallio und zu beiden Seilen des Brentatales nahmen unsere Trupp: n mehr-re Ööhenstellungen der Italiener. C'.smon ist in unsereM Besitz — An der unteren Piave hat fidb das Artilleriffiuer verstärkt. Nahe dem Meer aus das West- uf ? vorüoßcnde ungarische Honved Abteilungin nahmen 1000 Jtalier gefangen. Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 16. Nov., abends. Staker Feuerkampf bei D'rmmden — Im Osten nichts Besonderes. — Neue Angriffsei folge im Gebiege zwischen Brenta und Piave. * 13 000 Tonnen. Berlin, 16. Nov. Neue U Bootserfolge auf dem nördlichen Kri gsschcwplatz: Br. Neg.-T. Unt r den versenkten Schiffen befand sich 1 großer Dampfer mit Erzladung, welcher aus einem Geleitzug hecausge- schossi.n wurde. Der Chef des Admiralstabes der Marine. ten aehen bis zu 6 Monaten Gefängnis oder bis zu 10000 Mk. Geldstrafe. des Stärkere fieranzieDutig zum Bllfsdknft. Aus Berlin wird uns berichtet, daß ^ine V.rfchä.'.fung Hilfsdienstgesetzes nach der Richtung giplant ist, daß die Meid'pst chl e.weitett wird und jeder Hilfsdienst- Pflichtige ginau wie bei den (lleihe der Hriegerfriedböfc neufcbateau, ßrapfotuaine und Congiier. Am 18. Oktober 1917, dem Jahrestage der Schlacht bei Leipzig, wurden bei Neufchateau 3 von den 10 dort in Bau begriffenen Friedhöfen eingeweiht; sie werden als dauernde Denkmäler der Schlacht vom 22. August 1914 Zeugnis geben vom Heldenmute der Truppen des XIII. Res. Korps, der Hisslschen u Nossauischen Regimenter, welche dort, die Feuertaufe erhaltend, das erste Mal mit dem Feinde zusammenstietzen und die Franzosen um Vormittage des 22. August so aufs Haupt schlugen, daß sie unaufhaltsam über die Semois zurückfltchend. sich nach Frankreich zurückzogen. Ungefähr 1 km südwestlich N ufchateau au der im liib'.lchen Tale der Viere sich hinztehenden Straße nach Florenvillc liegt, leicht ansteigend ernst und feierlich, rings von Tannen umgeben, der Friedhof d c Gemeinde Neufchateau. 99 Deutsche, darunter 6 Offiz-ece von den Res. Regt. 3, 80, 81 und 87 und vom Drag. Regt. 6 sowie 280 Franzosen, darunter 15 Offiziere, hab^n hi'.r ihre letzte Ruhestätte gefunden. Huldkreis^rmig in 4 Doppelreihen ziehen sich die Gräber rings um das hoch über der Straße gelegene, von Schiefer in klafsischeu Formen erbaute Denkmal. Davor liegt ein richtcckiger Ehrenhof, der durch einen von der Str ße ctwas zurückliegenden wuch. Ligen, von Felsen slankierun Torbo gen zugänglich ist. Zu der Einweihungsfeirr hatten sich eine große Zahl von Offizieren und Beamten eingefunden u. a. Mu^runuen veriönlick ^r Gouverneur der Peovinz Luxemburg, Oberst Graf vor dem Eknberufungsausschuß erscheinen und sich einer ö ' ^ e ^- er, . öer Kreischef von Neu.chateau Graf Blumen- ärztlichen Untersuchung unterziehen muß. Der Bundes rat hat bereits eine Verordnung vo-bereitet, die einen neuen Entwurf des Hiffsdienstgesetzes voesiiht. 8 2 des n uev Entwurfes bestimmt; 1 Alle mäonl-chin Diutschen die nach dem 31. Mä z 1858 geboren sind und das 17. L bensjohe Vollendet Hobe-., -soweit sie nicht a) o in oft ven Heere oder, zur aktiven Marine gehör n, oder b) auf Grund einer R klamation vom Dienst im Heere oder in d-r Marine zurückgestellt sind 2. Alle männlichen Äug-hörigin der österreichisch ungaiischen Monarchie, die nach dem 31. März 1858 giboren sind, das 17. Lebenkjahr voll.mdtt haben, iow-tt sie im Bereich des Diutschen R iches ihrin ' Wohnsitz oder ihren gewöhnlich.n Aufenrhalt haben und nicht zum aktivrn Heer oder zur aktiv n Marine ßv boc n Nach § 7 hat jeder Meldepffichlige aus die Aufforderung ocs Volsitzenden des Eioberufun sausschuff s persönlich zu erscheinen, auf die Fragen des Vo.sitzenden oder seines Verr rters Auskunft zu erteilen und sich einer Unleisuchung du:ch den vom Votsitzendkn l istimmten A^zt zu unterziehen. Scheidet ein MeldiPflichtiger vor Vollendung des 60. Lebensjahres aus der Beschäftigung bet seinem bis- h.'rigen Aiveitubec aus oder wechselt tr feine Wohnung, so har ec is bis spätrsteus am dritten darauffolgenden Werktage für sein.n Wohnort, r-nd wenn er diesen wechselt, dem für seinen bisherigen Wohnoer zuständigen Einberufuugsausschuß mitzutttlcn Außerdem hat auch der bisherige Aroeitgeber ipatcstens am dritten Werktage das Ausscheiden dem für den bisherigen Woh: ort des Meidepflichtigen zuständigen El?ibcuufun sousichuß mitzuteilen. Strafen für Nichlcinhaitung der Vorschrifttzal, Abordnungen der beteiligten Regimenter, der Vec- tteter des Lerwaltungschefs für Wallomen, Freiherr v. Dusch, der Piäsident der Zivilverwaitung der Provinz Luxemburg Geh. Reu. Rat Kaufmann, sowie der Schöpfer und Erbauer der Friedhöfe, Architekt Leutnant Paf- fcndors. Der kath. Gouv. Pfareec Gcegoire eröffnete die Feier. Er führt in begeiftetten Worten aus. daß diese Stunde ein Weihegruß der L beuden an die Gefallenen, aber auch ein Mahnruf lZefallencr an die Le- b-enden sein solle. En GrUS aber auch ein Dank an die Toten, die für uns das Leben, geopfert haben dafür, daß yiute unsere Heimat nicht vvi, i-chützengräben durch, zogen und unsere Fluren, Städte und Dörfer nicht zerwühlt und in Schutt und A'che liegen. Eine Mahnung der Gefallenen an die L.bend.n, ihnen nuchzueifern in der Verteidigung unsere: herrikchffcn Güter, dem Vater- lande, das in 9cot und Gefahr ist, allts zu opfern und das Wort in die Tat umsitzen und auszuhalten bis zum endgültigen Sieg, damit sie nicht, das Beste was sie halten, ih: Liben, umsonst geopfert hätten. Dcc Gouverneur Oberst ^.-caf v Geßlcr begrüßte hierauf d!e anwesender. Vcrtreter d-r Regimenter, dankte dem Präsidenten der Zivilverwaltung, sowie alttn am Bau Beteiligten, deren B-mühungen es gelungen fei, die Namen der meisten Gefallenen festzustellen und dadurch den Angehörigen den Trost und die Gewißheit zu geben, ihre Lrebcn m geweihter Erde inmitten ihr er Kameraden zu wiff.n. Rach Worten dee Ermahnung zur Einigkeit und trrucm Äuöharrcn, damit Trutschland sich s'iner TotrN würdig zeig-', übrr ab ec dcm anwö- senden Bürgermeister von Neufchat-.au den Friedhof in die Hände der Gewrinde mit dem Wunsche, daß die Ol-.meinde der; Friedhof h - >.n und pflegen mö?.e, damit die Stätte bleibe, was sie ist, ein , Ehrtnttiedhof." Mit feiert.chen Worten übernahm de Bürgermeister den Air brauchen 6old für MUamlsrablungeil natsiensiich für die Bezafeiusig wichtiger Qu»waren! Die Gablung in 8o!d ist die billigfre, unter Umständen sogar die einzig mögliche zmmm gegenüber dem Jf^Iand» . — V - Friedhof im Namen der Gemeinde und ver'prach mir Handschlag, denselbcn zu ehren und zu pflegen. Ter Friedhof der Gemeinde Gropfontaine, dessen Einweihung nun folgte, liegt auf einer beherrschenden Anhöhe, südlich Neuschateau, inmitten einer Heide, wo ! am 22. August hauptsächlich das Ink-Regt. 188 und daL Res. Inf-Regt. 83 den Tucchbruch der Franzosen ! verhinderten. 7 Offiziere und 32 Mann dieser und anderer Regsi mentec sowie 212 Franzosen, darunter 6 Lmziere. 'wd , hier zu ewiger Ruhe gebettet. Aus dem höchsten Punkt j der Heide umgeben, von einer Rundmauer, erhebt 'ick. umsäumt von Linden ein in strengen Formen gehaltener, mit einer Kuppel gekrönter sechseckiger Gedenkstein. | Mit blühender Heide bewachsen reihen sich kreisförmig und durch Wege abgeteilt, die mit kleinen Steinkreuzen | geschmückten Heldengräber um den Kranz von Linden J bäumen In der Längsachse, mit Tannen umkcänzt | erhebt sich ein mächtiges Hochkreu; Gouvernementspfarrec Mayer-Marche sprach die Weiherede: Unsere Pflicht sei heute noch .haadeln" im Zkompfe aus Leben und Tod, in dem um daS ^ chicksals Dcutschlands und seiner Kinder gewürfelt würde. -tle Etätte des Todes und des Schreckens würde hier m Gärten verwandelt, worin unfcrc Toten ruhen und uns daraus zurufen, nicht müde zu werden unsere Pflicht zu tun und immer weiter zu opfern, damit wlc^nicht enttäuschen alle jenen, die hier ihr Leben zum vprcr gebracht und alle die Mütter, die thrc Löhne, die .Kinder, die ihrcn Vater und die Gattinmn. die dcn Gatten opfern mußten. Tie Virgangcnhcit Deutschlands zeige, daß es Tage der Herrlichkeit und Ruhm, aber auch Tage der Not, erfüllt von Weh und Ach gegeben hah.-. Aber wenn die Not am größten war. wenn d r sinn einfach und ehrlich ward, erfüllt von Gottesfurcht und Etttcnreinheit. dann erhob sich Deutschland jedesmal zu neuer ungcahntcr Kraft. Der Krcischef, Graf v. Blumcnthal führte dann ouS, daß tvic heute ain Gedenktage des Völkerringens von Leipzig wieder auf für die deutsche Geschichte denk» würdigem Bodcn ständkn. Gr gab dann einen kurzen Rückblick über den Verlaus der Schlacht am 22. August 1914 bemerkend, daß deutsche Kameradschaft und Linn für Heldenehcung die im Wald und Feld verstreut lic- genden Gräber aufgesucht und hier in wücdi> ec Weise vereinigt habe. Ec dankte allen am Werke Beteiligten, besonders dcm Gräber lommando, das bei allen Witterungsunbil- den den Friedhof ausgcführt und der Gemeinde Grap: fontaine, die hilfreich den Platz, das Material und die Arbeiter zur Verfügung gestellt habe. Der Kreischet übergab dann dem Bürgermeister den Friedhof und nahm ihm das Versprechen ab. denselben in kommenden Zeiten stets in gutem würdigen Zust.and zu erhalten. Ter dritte Frie'oyof, der nunmehr cingeweiht wurde, liegt auf der Gemetndemarkung Longlier, 1 Km östlich des Bahnhofes an der Straße nach Arlon. Auf einer Terrasse, die mit einer eigenartig gemusterten halbrunden Bruchstcinmauer umgeben ist. erhebt sich ein schlanker, mit einem Kreuz bekrönter Obelisk, dahinter, im Tode vereint, die in der Schlackt am 20. August gefallenen Helden, 4 Offiziere und 80 Mann von den Inf.-Regt. 87 und 88. sowie NO Franzosen. Der evangelische Gouvccuementspfacrcc Gangguth gedachte in seiner Weiherede der hier ruhenden gefalle nen Helden. In den Worten „Wer den Tod in Feindesland fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland- und in, Anblick dieses weihevollen EhrenfriedhofcS liege rin Trost für die Angehörigen der Gefallenen, die einst diese Stätten besuchen werden. Diese Ställe sei abcr auch eine Mahnung an unS, den Toten, die ,hce blühen- de Jugend, ihre hoffnungsvolle Zukunft dcm Vatcrlande gegeben haben, nachzueifern, nicht klein und alltäglich zu sein, sondern unseren Eharaktcr zu läutern und unS zu erheben zu LebenSecnft, zu L bcnShöhe, um das zu erreichen, was die Toten erkämpfen wollten, ein starkes, einiges, sittlich geläuterte« Deutschland. Ter KceiSchef Gras Blumenthal übergab nach einem kurzen Rückblick dcn Friedhof an den Bürgermeister, der un Namen der Gemeinde versprach, dcn Friedhof in Zukunft zu hegen und zu pflegen. Aus allen drei Ehrenstätten wurden von dcn Vertretern der Kamps- rcgimcntcr und von dcn Militärbehörden prächtige Kranzspenden nicdcrgclcgt. Damit schlossen die würdigen Feiern, in jedem Teilnehmer bin Eindruck hintcrlasscnd. daß hier wie über« oll „Deutschland voran" ist un Zeichen hoher Kultur und daß es eine Herzensangelegenheit aller ist, die ge- lalltncn Heiden zu ehren. Die neuen kelilmmungen für fiausRblacbiunger. Von Reichswegen sind die neuen Bestimmungen über d,e Schweinehaltung süc HauSschlachtungcn und für die Schlachtungen selbst nunmehr herauSgekomincn. Nachfolgend gcbcn !vir das r.^ugfte aus diesen Bc. ftimmungen wieder. Die Veluche um Gturhmigrrny zur HauLschlach. tung sind bet der Bürgermeisterei anzubcmgen. Die Gesuche müssen u a. enthalten bas geschätzte LcbcnSgc- wicht dcS zu schlachtenden Tieres. Die übrigen Angaben ergcben sich aus dcn Formularen und bcticrfen die Zahl Itx Personen des Haushalts, die letzte Schlachtung ujw. Hausichlachtungcn von Hähnen und Hennen müssen 48 Stunden nach der Schlachtung ebenfalls angezcigl werden. Der Regelung dcs Verbrauchs unterliegt auch da - Fleisch von Ziegen und Ztegenlämmern, woraus sich ergibt, daß auch diese Schlachtungen anzumelden find, bczw. Genehmigung einzuholen ist. Auch der 'Ver- brauch von WUdfleis» ist anzuzeigen. Wer Wlldsteilch im eigenen Haushalt verwendet oder an andere Bcr- braucher abgiebt, hat dies binnen 4s Stunden anzuzeigen Hum verwrgungSberecktigt n Haushalt zählen dir WirtschostSangchörigen einschließlich des GcnndeS iowte die Naturalberechtigten, inSbu'onder Altenteiler und Ar- der Zurechnung von Schlachtviehfleisch von Kälbern bis drei Wochen und von Schweinen und folgende Wochen mengen für die Perlon zugrunde zu legen: ckei Kälbern bis zu drei^Woch-n >00 Gramm h j Schweinen mt einem Lcklackrgkwickt von mehr als 60 Kilo 500 Gramm, von mehr als 50 Kilo bis 60 Kilo 000 Gr., von 50 Kilo und weniger 700 Gr. Was die Heil der Versorgung betrifft, fo ’tnb darüber wichtige neue Bestimmungrn erlassen worden. Wer nämlich zwischen dem 1. September und 81. De. zember schlachtet, darf sich höchstens für die L-auer emeS Jahres (vom Tag der Schlachtung ab gerechnet Mit ebenem Flei'ch versorgt, wer vom 1. Januar biS 31. August schlachtet, darf sich nur bis zum r-ch!u',e dcS stlbcn Kalenderjahr S mit Fleisch versorgen. Alles ^ln'ch. waS mehr vorhanden ist, als der Le.bstv r orgec für diese Zeiten bean'pcuchen kann, muß an den Zkommuna.- vccband abgcgebci, werden, ^tlcmand daff fletsch auS eigener Schlachtung, auch solches, das ec behalten darr, an jemand anders als an den Kommunalvecband v r- kaufen. Fleisch aus Uotschiachtnugen unterliegt nicht der Völbcauchsccgelung, wenn cS bei der Fleischbeschau 'uc minder wertig oder nur bedingt tauglich erklärt wird. Von dcm geschlachteten Schwein ist durch den Fleisch b schauer das Schlachtgewicht fcstzustellen. Zu diesem Zwecke ist dem Fleischbeschauer die Zeit der Schlachtung mitzuteilen. Für die Abgabe von Speist oder Lett^Nt festgesetzt: Der Selbstversorger hat an Speck oder Fett ab- zugeben : ^^ wenn das Schlachtgewicht dcs LchwenieS betragt: mehr als 60 bis 70 Kilo einschließlich: 1 Kilo, m hc als 70 bis 80 Kilo einschließlich: 2 Kilo, mchr als 80 Kilo für weitere angcfangcue je 10 Kilo: weitere je 0,5 Kilo. Ist das Schwein früher zur Zucht benutzt worden, so sind 3 vom Hundert des Schlachtgcwichts in Spcck oder Fctt abzuttefern. ^ ® nicht der Belitz vsn Bold und Juwelen ^ sondern dos BttuufUfrin mit diesem tz) Schmuck dein Untrrlanör geljolfen ju © Ijiiben, uermng m eljren und tu de- ® ® frieöigen. g! (t) © GGT GGGGTGDGGGGTGGDGG Xus Stadl und Land. Der öcpäckwkehr auf der eifenbahn hat zurzeit einen derartigen Umfang angenommen, daß er vielfach zu ernstlichen betrieblichen Schwierigkeiten geführt hat. Insbesondere ist das Gewicht der einzelnen Stücke häufig so groß, daß es von den zurzeit für den Gepäckdienst zur Verfügung stehenden Hilfskräften, namentlich den weib- lichen Kräften, nicht bewältigt werden kann. Um eine Einschränkung dieses Verkehrs herbeizuführen, wird daher mit Gültigkeit vom 15. November ds. Is. an bei abzu- ferligendem Gepäck das Gewicht für das einzelne Gepäckstück aus 50 kg beschränkt. Dieser Veschrän- kung unterliegen nicht: a) Fahr- und Rollstühle, die Kranke oder Gelähmte mit sich führen, b) Kuriergepäck, c) Gepäck der Offiziere, d) Musterkoffer der Geschäfts- reisenden, soweit die Musterkoffer in Personenzügen be- fördert werden sollen und der Reisende eine Bescheinigung der handelskainmer über die Notwendigkeit der Mitfüh- nmg als Gepäck verweist, e) Musikinstrumente in Kästen, Futteralen oder anderen Umschließungen, sofern sie un- zweifelhaft zum persönlichen Gebrauche des Aufgebers dienen, l) Geräte von Artisten und Schaustellern. Die ungleiche Sohlen- und Prikettsbeliefe- rnng der Gemeinden und damit in Perbindung der Verbraucher Der Landtagsabgeocdncte Do r s ch' Wö'sersheim hat bet der Zweiten Kammer folgende dringliche Anfrage gestellt: Ist es Sroßherzogltchec Re- gicrung bekannt, daß die ungleiche Belieferung der Ge- meindcn und damit in Verbindung der Verbcouchec mit ! Kohlen und Briketts derartige Formen annimmt, daß i dies ein scharfes Eintreten der maßgebenden Stellen gegen diesen Unfug gebieterisch erfordert, und ist die Regierung in der Lage Auskunft zu geben, respektive Abhilfe zu schaffen? I» der Begründung hebt Abg. Dorsch tolgenoeS hervor. AuS den vielen mir wegen der ungerechten Kohlen- und BrikettSvcrteilung bekannt gewordenen Fallen ich dcn nachfolgenden hecauSgreifen. Es handelt sich um die nebeneinandcrliegendcn Gemeind. n Södel und LLölferSheim. Während Wölfersheim trotz aller Mühe, die sich die Bürgermeisterei gab. Kohlen und Briketts nur ln ganz unzureichenden Mengen er- hielt (mußte doch die Dreschmaschine deS Iakod Maurer Münzcnbcrg wegen Kohlenmangel von hier wegfahren», echtest Södel an den derzeitigen Vcchältrnffen gemessen große Mengen Lkohlen und Briketts. Ist es doch dort vorgckommen. daß ein ehrsamer Schuhmacher, der im L«bcn keine Kohle brannte, geschweige handelte, einen Waggon Steinkohlen durch die Vermittelung emeS Be. kannten erhielt. A!''o wahrend eine Familie ueberftuß, und es ist eine Tatsache, daß die Kohlen und BrikcltS- zum großen Teil durch Liebesgaben und auf Schleich, wegen bejchofft werden 11 nrilridfr Behandlung der Selbstversorger und Iterkorgnugsberechtigten bei der Ausgabe von Iveirenmehl. sogenanntem Vorschuß. Darüber bat der Landtagsobgeordncte D o r s ch' Wölfersheim bei der Zweiten Kammer folgende Anfrage gestellt: IS es Großherzozlichcc Regierung b kannt. daß. während oen Ver'orgungSbecechti.itkn pro Kopf und Monat Vit 8? ttftfc . (Vorschuß auf Mehlkarte verabfolgt werden, den Selbst, veisoraern nicht das kleinste Quantum Weizenmehl (Vorschuß) zugeftonden ist? Hiehrählnng und Zutterrnwcil'uus. Zur Vieh. zählung am 1 Dezember 1817 hat der BundeSrat eine Ausführungsverordnung erioffen, die eine genauere Zählung der Pferde und Schweine anordnet. Die Zahl . der Pferde 'oll hiernach außer nach dem Alter, wie ; bischer, auch nach der Belchästigungsart in der Land- Wirtschaft. Handel. Gewerbe, Industrie, in Privat- und öffentlichem Besitz 'estgeftellt werden, damit für die Hafer- Zuweisung an die Arbeitspferde b'ffere Grundlagen ge- Wonnen werden. T'e Zahl der Schweine, die sonst nur nach Altersklassen rctcennt ermittelt wird, wird durch die Verordnung lnsosern genauer festgeftellt, als Zucht» eber und Zuchtsauen besonders zu zählen stnd. Dies ist nötig, diesen besondere Hartfuttirzulaqen gewährt wer- dcn und da die Behörden ein Interesse an der Feststellung der in jedem Fall zu erhaltenden Zuchtbcstände haben. Die Gelschiagmühlen mit lUasserkraft. Der Abgeordnete Dorsch hat im Hessischen Landtag folgende Anträge gestellt: ES besteht in weiten Kreisen der Oel- saatzüchtcr und der Lelschlagmüller Unklarheit über Fol- gendeS l. Ob die OeUchlagmühlen mit Wasserkraft unter die Bekanntmachung deS KriegSernährungSamtü fallen bezüglich der Oelschlagung? 2. Ob jeder einzelne . Schlagmüllec die Erlaubnis zum Oclschlagrn einholAL- muß odrr ob die Erlaubnis für alle gleichzeitig mcUt werden kann ? 3. Ob keine fremden, also nicht zur- Familie gehörigen Personen, in dcn Schlagmühlen be. schästigt werden dürfen? Nach den Aeußcrungen deS UnterftaatSsekr»tärS besteht darüber Unklarheit. 4. 8» ist überhaupt noch nichts über diese Sache amtlich bekannt gegeben. Oelmüller wie Oelsaatzüchtec wissen nickt, woran sie sind. Der Samen ist da und kann nichr geschlagen werden, erstens sind die Leute ohne Oel, zweitens wirkt diese Unklarheit nachteilig auf die Oel- saatgewinnung süc das kommende Jahr, da die Züchter keine Oelfaat mchr bauen wollen — Ist die Negierung in der Lage und bereit Auskunft zu geben oder Ab- Hilfe zu fchaffcn? LartoffelLortenliste 1917. Im Selbstverläge der Gesellschaft zur Förderung des Baues und der wirtschaftlich .zweckmäßigen Verwendung der Kartosteln, Bec- lin XV 9, Eichhornstcaße 6, U. ist sorben eine neue üar- toffclsortenliste rrtchienen, die von dem Direktor deS Landwirtschaftlichen UniversitälS Institutes Gießen, Herrn Professor Dr. GtseviuS. zufammengestellt ist. ^ Die Liste enthält alphabetisch geordnet die Namen. Herkunft. Verwendungszweck, sowie eine eingehende Beschreibung von mehr als tau! nd Kartoffelfortcn. Die An. gaben stammen zum größten Teil von dcn Züchtern selbst, zum TZl sind si' auS früheren Zusammenstellungen übernommen. Die Liste ist, wie ouS dem Vorwort er. sichtlich ist, mit freundlicher Beratung deS Herrn Pro- fessor Dr. von Eckenbrecher, dcS bekannten LeitetS bcC Deutschen Kartoffelkulturstation zu Berlin, und deS er« folgrctchcn Geschäftsführers der Saatzuchtstelle der D-ut'chcn Landwirtschafts-Gesellschaft. Herrn Dr. Hill, mann. Berlin, bearbeitet worden. Der Preis der Ar- beit beträgt 2,50 Mk: sie wird gegen Einsendung von 2 50 Mk. zuzüglich 10 Psg. Postgebühr von der Geschäftsstelle drr genannten Gesellschaft versandt. Einheitliche xreisgestaltnng »wischen Frankfurt und Hessen. Zur Gewinnung von Richtlinien für das Ecnlejahc 1918 fand in Darmftadt eine Konferenz von Vertretern der Hess. Landesobststelle, der h ssischen Städte und anderer an der Materie tntereisier- lcc Körperschaften statt. Von der Reichsstelle für Obst und Gemüse war Geheimrat v. Tilly anwesend. Um die bestehenden Preisunterschiede zwischen Hessen und den benachbarten preußischen LandeStetlen süc Ob't und Gemüse in Zukunft zu beseitigen und dadurch eine , scrc Warenzusührung hcrbeizuführen, soll auf Anregung der Reichsstelle eine PceiSeinheit künftig in Anwendung > kommen, und zwar sollen die hessischen Preise erhöht j und die Franksuctec Preise so gesenkt werden, daß sich beide am einer mittleren Linie begegnen. Wie GchetM- rat v. Tillu mltteilte, wrcdcn 1918 die Ltefecnngsvn- i:agc. da ne den Erwartungen gar nicht entsprochen haben, voraussichtlich nicht wiederkchcen und durch ems andere VcckchrSfocm abgelöst werden. Der enttäuschte Hamster. Eine Frau von Fulda > fuhr kürzlich nach Bad Orb zum Besuch dortiger Verwandten. Im Eisenbahnwagen saßen bereit- ein l zur Front fahrender Infanterist und ein Herr, denen Kleidung ihn zu den besseren Ständen zählen ließ. Da Soldat kam aus Urlaub und besaß einen Rucksack voll ! guter Leckerbissen, die ihm seine »ürsocglichc Mutter rin- gepackt hatte. Der Herr bemerkte dies und jchmtmzeltt. I Da plötzlich packte der Soldat um etwas zu Me«, seine» i Rucksack aus Einen halben Schinken, etwa 3 Pfund i Butter, 21 Eier und Kuchen. Diese Leckerbi'sen ver- j lockten den Heren zu einem Kaufangebot. Auf 50 Matt l lautete das erste und auf 500 Mark das letzte Angrvol ' Kleist gr, di« -rtnciuöl r* tuon 1 cs ini ivr- . *«£ aF - m neuen ,-ri* „ E 4» un fi i!T . y 9 bc» äÄ*.; m » ,,,t : *iwp f.« ««'»t pn 7, Mer in*-’ f * r Mo, abccffe« m Ailtelifübrec de ^. f Stistßcaße 43, Nie Mich Di- nuc nijü lkoäen flnb, jüflclo kJ«®?««« ta?j S jat FMmilchl ifafprucö genomme Sebotf, k “ P3 jjpigfn ^—", i jj »tbnischen Zuteilung anzu ft |iunb| 8 W nu M Ausweis zul i!l bet k |f;rs gejetzlichc S' ^ Hold ober (E iraucrn uni H -Merl viele, er fl ¥ vi- M vurchhali H k !Rc\d)5bank, u ? kdelsteine aber u Ärcr als früher ., Währung. 5 M geschäht ein Brilla h (Bolbankauffteü Wauf oermil ' Kesse, Ktn jetzt auch tr Dreiche Lehrerin bniälhst an eine rchllng von Hau- nicht mchr i stkkn. Durch d'- Air ^ im , V ,v MWVIU ' !, ^ öl« Schv \3 1 lönnen. < lUfctl. 2 öolieniji •ywb ihres § Mf dem I S ( ''ch httl «JU bc! Bl * n "t> in bei 5^ Man I :r.. ; =. toob. ,T m v, UI1 8 ni4 ?f'8boQe OTJine L'k-li «, 7' wen» : >S ■sh'S «itiiii? n"? r S Jf ^ '' ; r S wü* °s ^DnatiÄ.^ °«b, b»n ! run& 'tum L^ldß. üe, ienm4i is"»g. a», m , : « 8u»b •te etne icj eine LflVä "4iti ec- ■eine, bÜ’Ä“ » UÄ ,:;?5 Sl !?■ * 4 SW' 1 »* ffe Q * der Jeftfjf), nkn äuchtbestünde Der Ä% folgend, ttn Smjen bei Del, Wlatljeit übeiU » »« SBaffägaft • Ob lebet einjelne ^Rlagen einholen gleichzeitig erteilt d^, also nicht zur a Schlagmühlen be. !N Aeußcrungen deZ c Unklmheit. 4. U ' Sache amtlich be> )elsaatzüchter wissen n ist da und kau» & die Leute ohne Del, hteilig auf die Del, Jahr, da die Züchter - Ist die Negierung zu geben oder Ab- Jm Selbstverläge Baues und dec wirt- g dec Kartoffeln, Ber- locben eine neue >iar- \ dem Direktor des .Institutes Gießen, zusammengestellt ist. :bnet die Namen, Hec- te eingehende Beschrei- totfelforten. Di-An- ’ti üon den Znchtem n ftufammfnfteaunsen aus dem Vorwort -l' tung des Y-rm W bekannten Leiters d- u Berlin, und des - SontjUchtst- - . f-aft Herrn Dr, ' Der Preis der D s&rsss chast versandt 'ÄS** D°rm»-dt,L- Mg rnung von Richtlinik" eine A>" Melle, ^ c VÄSeit>' II« , Till??" Men ot! t 3® 1 !f n ( iw Obtt “f unb f nU auf 2I^ U 1 >xen, , Unmend^l 'fünfttg in Jf ert* Eich-" E., daß W Liefe-»' ,018 die *1 #(£.« LL-'l°K !ie w«* ^ s , F inl 211"“' "Mi i %,[> Dieie/Ms > für den kompletten Rocksack. Doch dec Soldat jlehnte ab, schmunzelte u. ließ sich seinen Kuchen weiter gut schmecken Kleidung für Konürmauden. Das Gr. Dber- konfislocium hat an die Evangel. Psacrämter ein Ausschreiben erlassen, wonach den Zeitvechältnisscn bei dec nächsten Konfirmation Rechnung getragen werden muß und es muß im Interesse der Allgemeinheit genügen, wenn bei diesen Feiern saubere, auch als Berufskleidung verwendbare Kleider benützt werden. — Das wird die Eltern der Konfirmanden natürlich nicht abhalten, keine Wege und keine Kosten zu scheuen, um doch in den Be. fitz von neuen Kleidern zu kommen. Man will sich doch 'nicht nachsagen lassen, man hätte zu denjenigen gezählt, welchen cs nicht gelungen sei, neue Kleider sich zu verschaffen. Man kennt das. Uerlustc bei der Uost Die von dec Postver- waltung gezahlten Entschädigungssummen für verloren v - gegangene bzw. beraubte Postsendungen betrugen im letzten Friedensjahc rd. 300000 Mk., im Jahre 1915 600000 Mk., 1916 über 1 Million. ' ^ Volks- und Viehzählung Am 1. Dez. findet eine Viehzählung und am 5. Dez eine Volkszählung statt. Die Volkszählung hat den Zweck, die Zahl der versorgungsberechtigten Bevölkerung einwandfrei festzu- stellen. Das Ergebnis dec Zählung wird die Grundlage bilden für dieZuweisung von Mehl, Fleisch, Zucker usw. an die einzelnen Gemeinden, und cs liegt deshalb in deren Interesse, daß die Zählung stimmt. Kitte um Feldndresserr. Der hessische Bolks- schciftenvecein will zu Weihnachten den hffslichcn Kriegern Bücher ins Feld senden, und zwar kostenlos. Es wird gebeten, Adressen von angehörigen Soldaten au den Schnftenfühcec des Vereins Lehrer Höflingen in Darm stadt, Stiftstcaße 43, zu senden. Die Milch. Die Verfütterung von Vollmilch ist grundsätzlich nur noch an Kälber, die nicht älter als 6 Wochen sind, zugclassen. Für die Zwecke der menschlichen Ernährung kasn ein bestimmter Teil dec Mager milch zur Fcischmilchlieferung oder zur Quarkbereitung in Anspruch genommen werden. Soweit Vollmilch über denjenigen Bedarf, der zur Befriedigung der Vollmilch- vkriocgungsbecechtigten ecfocberltd) ist, zur Verfügung steht, ist sie zu verbuttern oder, wenn die Verbutterung aus technischen Gründen undurchführbar ist, bei der Fettzuteilung anzucechnen. Die Abgabe von Vollmilch ist grundsätzlich nur gegen Karte oder anderem behördlichen Ausweis Zulässig. Zur Bekämpfung des Schleichhandels ist der bloße Versuch der Zuwiderhandlung gegen gesetzliche Bestimmungen unter Strafe gestellt. V Gold oder Edelsteine zu tragen, während weite Kreise trauern und darben, ist unwürdig. Der Anblick i erbittert viele, er stört die Eintracht und die Entschlossen- , heit zum Durchhalten. Das Gold gehört unbedingt auf . die Reichsbank, um ihre Goldrüstung zu stärken, die : Edelsteine aber werden im neutralen Auslande heute ' teurer als früher bezahlt und verbessern den Stand un- s serer Währung. So erzielte jüngst ein Schmuck, der auf j 550 Mk. geschätzt war 684 Mk. ein anderer 6732 Mk. I, -4, patt 5500, ein Brillant 316 Mk., 66 Mk. über die Schätzung. Die Goldankaufstelle in der Johannesstraße wird gern den Verkauf vermitteln. * Ans Kesten Schuhkucse für die Schulkinder sollen jetzt auch in den Landortea eingerichtet werden. Zahlreiche Lehrerinnen dec hessischen Landocte nehmen demnächst an einem Kursus teil, in dem in der An fertigung von Hausschuhen, Pantoffeln usw. aus altem, sonst nicht mehr verwendbarem Material unterwiesen werden. Durch die Lehrerinnen soll diese im Kriege zur bitteremRotwendigkeit gewordene Kunst auch in weitestem Maße den Schülerinnen dec oberen Klaffen beigebcacht werden. Man hofft dadurch der Schuhnot etwas steuern zu können. * ytlbcl. „Ich hier schon schippt", äußerten zahl- reiche italienische Gefangene, als diese letzter Tage während ihres Transports in ein Gefangenenlager kurze Zeit auf dem hiesigen Bahnhof Aufenthalt hatten. Es stellte sich heraus, daß die braunen Burschen bei dem Umbau des Bahnhofs beschäftigt gewesen waren und hier und in der Umgegend sehr gut Bescheid wußten. * Aus Rheirchesten. Eine sehrunangenehme Ueberraschung erleben gegenwärtig zahlreiche Landwirte bei ihren Eingaben um die kceisamtliche Erlaubnis zur Vornahme dec Hausschlachtung. Die sämtlichen Kreisämter verweigern nämlich überall dort die Erlaubnis, wo der Selbstversorger die ihm zur Pflicht gemachte Abgabe von Fett oder Speck aus seiner Haus- schlachtung nicht erfüllte. Ile Sache eccegt begceifUaiec- U ' weise weithin große Beunruh.gung; doch sieht jeder einsichtsvolle Landwirt auch ein, daß ohne jegliche Rücksichtnahme auf die gesetzlichen Bestimmungen einem großen Teil unserer Bevölkerung das Durchhalten noch schwerer, wenn nicht ganz unmöglich gemacht wäre. * Zarrdach Freiherr Hehl zu Herrnsheim hat die gräflich ^olms Laubach'schen Güter Engelthal und Qp- ,L Pelshausen und den Engelthaler Wald käuflich erworben. 7 * Den Pächtern beider Güter Adolf und Robert Güngerich wurde der Titel Gräflich Soimsschec Obecamtmann verliehen. * Mainz. Bei einer im Güterbahnhof Heides- heim vocgenommenen Turchsuchung eines nach Düffel- dorf bestimmten, durch Beföcderungsschein der heffffchen Landesgemüsestelle zur Ausfuhr aus Hessen fceigegebenen, als Gemüse deklarierten Etsenbahnwaggcns fanden sich außer einer größeren Wenge Zwiebeln 7 Säcke (14 Zentner Mehl, welche aus einer Kundenmühle in Heides- heim. stammten, deren Besitzc-r seither Getceideauskaufs- NNd be 1 kommissionoäc und Vertrauensmann des Kom- munalverbandes Mainz war. Dec Absender des Waggons, ein Bediensteter des Obst- und Gartenbauvereins Heidesheim, wurde seftgenommcn und die Mühle polizeilich geschlossen. * Sierstadt 40 Zentner K o h l e n, die im hiesigen Schulhof angefahren waren, sind spurlos verschwunden. Der Gemeinderat hat sich über deren Verbleib schon arg den Kopf zerbrochen. * Äad Hombnrg v d. A. Im Aufträge des schwedischen Königs weilte der berühmte Tibet^Ersorscher Sven Hcdin am Dienstag in dec hiesigen Stadt, um Nachforschungen nach Margarete Qrenstierna geb. Gräfin Brahe, dec ersten Gemahlin des Landgrafen Friedrich II. mit dem silbernen Bein von Hessen-Homburg, anzustellen. Die Gräfin Brahe war in erster Ehe mit Bengt Sren- stierna, einem Vetter des Kanzlers Qrensticrna^des Königs Gustav Adolf von Schweden, verheiratet. Sie hat aus Schweden zahlreiche Bilder und Schriften mit nach Deutschland gebracht, die sich jetzt teils iy Homburg, teils im Archiv zu Darmstadt bcsiuden und über die Sven Hedin, der mit der Abkassung eines Welkes über Qxenstwrna beschäftigt ist, jetzt Nachforschungen anstellt. Sven Hedin fand unter dem hier im Schlosse, im städlischtn Museum und in der Lalmerschen Sammlung vorgelegten Materal zahlreiche ihm bisher unbekannte Stücke. Ec erbat sich von diesen Abschr'ftcn und Photographien. Vo^n hier reiste der Forscher nach Darmstads zu weiteren Studien im Gcoßherzogl. Archiv; dann begibt er sich nach Zweibrückcn und Augsburg, um im Dezember nach Schweden zurückzukehcen * Frankfurt a. M. Unter der Leitung des Landtagsabgeordneten Dr. Heilbrunn hat sich hier ein Aus schuß gebildet, der dec arbeitendeu und gewerblichen Bevölkung den Uebergang in die Fciedenszeit Wirtschaft, lich erleichtern will. Besonders sollen die nichtgelernten Arbeiter, die nach dem Kriege zweifellos mit einer erheblichen Arbeitslosigkeit zu rechnen haben, zur Er: lernunq eines Handwerks usw. schon jetzt an- gchalten werden. Dec Ausschuß wird durch das Gcwcrk schastskartell in umfassender Weise unterstützt. — Eine große Anzahl deutscher Städte hat sich dem deutschen Ausschuß für Lichtspielreform zur Schaffung eines „Lilderbühnenbundes deutscher Städte" angeschlvssen. Der Bund bezweckt die Gründung eines Schulftlm-Archivs, das das Filmmaterial für die reinen Schulzwecke beschaffen und ausleihen soll. Der. Magiprat' hat dec Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage unterbreitet, in der um Bewilligung der zum Elntriri^in den Bund erforderlichen Beiträge ersucht wird. Die Beiträge sind auf einen Pfennig auf den Kopf der Bevölkerung (rund 4400 M.) und 1 / 2 Pfennig laufende Ausgaben (2200 M) festgesetzt. Ferner plant die Stadt Frankfurt a. M. die Errichtung eines eigenen städtischen Lichtspieltheaters. Die Vorarbeiten hierzu sind noch im Gange. * Frankfurt. Dec Kaufmann Joseph König aus dem Elsaß hatte auf der Bahn einen Landstucmmann „Russe" geheißen; ec erhielt wegen Beleidigung 6 Monate Gefängnis. — Das Schöffengericht verurteilte 2 Angeklagte, die dec Aufforderung zum Hilfsdienst keine Folge gegeben hatten, zu je 14 Tagen Gefängnis. * Frankfurt. Zur Zusammenlegund dec Braue, rein schreibt die „Franks. Ztg.": Berücksichtigt man, daß in der Brauindustcie ein Kapital von etwa Mk. 3 Milliarden arbeitet und daß die Zahl der Brauereien mehr als 12000 beträgt, zu denen in engen Beziehungen über 300000 Gastwictschastsbetrtebe stehen, dann erhält man eenen ungefähren Begriff, welche Werte dabei in Betracht kommen. Wie speziell die Zusammenlegung in Frankfurt a. M. vor sich gehen soll, ist nach unseren Informationen einstweilen noch nicht festgelegt. In Aussicht genommen ist, daß von den 10 in Frankfurt a. M. bestehenden Brauereien eine einzige in Betrieb bleiben soll. * Salzungen. Ein wahrer Ansturm ven Salzhamstern hat sich über die hiesige Saline ergossen. Bon nah und fern eilen Leute herbei und kaufen Salz zentnerweise ein. Durch dieses unsinnige Gebühren kann eine bis j-tzt noch nicht vorhandene Salzknoppheit heraufbe- schwocen weed^n und müssen die Ueberängstlichen damit rechnen, daß ihr Salzvorrat bei Lagerung in ungeeig neten Räumen verdirbt, ehe sie etwas davon verbraucht haben. * Aus dem Rodgau. (Eine wieder aufblühende Industrie) Die Töpferei, ein sehr alter Glwerbszweig. der namentlich in den Gemeinden Eppertshausen, Ueberach und Münster früher vielen Famitlen lohnenden Ecwerb bot, aber in letzten 20 Jahren durch massenhafte Einführung der Emailwaren und anderer Geschicrarten sehr zuiückgegangen war, lebt neuerdings infolge der gewaltig gesteigerten Nachfrage nach irdenem Geschirr und der infolgedessen stark gTteigerten Preise in ungeahnter Weise neu auf. Heute ist die Nachfrage nach den „lU- beracher D'ppen" so r esig, daß die Fabrikation der starken Nachfrage keineswegs mehr gewachsen ist. Bi weit nach Norddeutschland hinauf laufen Anfragen un Bestellungen um große Waggonladungen von irdene; Geschirr ein. Dabei sind die Preise gegen ftuher u mehrere hundert Prozent gestiegen. Eine Berliner vande! firma bot einem Töpfer zu Eppertshausen für ein Brand Geschirr (eine Fuhre) rund 1000 Mk., eme ande- einem Ui beracher Häinec gar 1100 Mk. Früher w dasselbe Geschirr hier zu 100—120 Mk. überall zu habei Freilich find jetzt auch die Herstellungskosten, namentli». die Preise für das zum Geschirrbrennen nötige Ho z . weit höher. CittrariKbes. Tao neue Favorit Moden Album für .'c erbst u. Winter 1817. Preis 80 Pf. Verlag Fnternanonale' Schnittmanufartur, Dresden dk. 8| in soeben erschienen. Das beliebteste Modenbuch ivird jetzt, ivo die Frauenwelt sich wieder um Beschaffung d^er Winterkleidung sorgt, ein sehr willkommener Berater sein. 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Nie EslciänkäuWIe ist dir auf weitere; geöffnet: virnslsg nscbmittagz von 2-4 Ubr ZZWzrag vormiilögz von 10 — 12 ’ 3 ilbr Der Cbrenauslcbuss der öoldanKawfsfielle Dr. Usinger. Faßta!gersai; ont Kriegsausschlls; siir Sele und Felle ans Grund von Rundfragen bei Brauereien und prakt. äugest. Bersuchen günstig veguiachlet, liefert als „Fastdichtc. E." einschl. Kiste,'16 kg Inhalt, für Mk. 14. gegen Nachnahme Julius Franke, München, Blntenburgstrnste 13, II. Ich kaufe jeden Posten j Wer sein gssitzlum Korbflaschen gebraucht oder neu. Friede. N i c d e r st a d t, Stcinhageu i. W. (*esn c h t durchaus fachkundig, selbständig im Verkauf, und bewandert im Schaufenster-Deko- rieren. Angebote mit Bild, Zeugnisabschriften u. Gehaltsansprüchen an £. Wohlschiegel Karlsruhe i. B., Kaiserstraße 17:i Luxus-, Leder- und (Galanteriewaren, Glas und Porzellan. jYUt Der pchhaltung vertrauter Herr oder Fräulein per sofort oder evtl, auch später gesucht. 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Koffer in Persoe.enzügen besSrdert werden sollen und der Reisende eine Bescheinigung der Handeskammer über die Notwendigkeit der Mitführung als Gepäck vorweist, f) Musikinstrumente in Kästen, Futteralen oder anderen Umschließungen, sofern sie unzweifGhafi zum persön« lichen Gebrauche des Aufgebers dienen, f) Geräte von Artisten und Schaustellern. Frankfurt (Main). 14 Rov. 1Sl7. KöalAl. €iIe»babnairekiion. Dill Schill! J)i»> Sc'liwelßftverluBi nehmen i «»glich zu, m.h auf did mangnlndc Wartung. FtlUcrung und Pflege, Abwesenheit d* r TierftrstCf Mangel UN Impfstoffen und anderes* mehr zurdck/.ufdhr«n nt Eine >chivein* Versicherung gegen all« Schäden emm hlir ^lic'li derjenigen, welche sich nach dem Schlachten herausM eilen. ist daher uneiJäsBlich Man wende »ich daher sofort an die »I haieiisL:‘ Versicherung ^gf^elU halt a h. zu Hdllc a. Saale, gegründet 18SH. (Vertrug-;* sfUschalt von Virhhändlerverhüiutn oder an Heren bezirkegeechäftsatello Frankfurt a. Main Kivhm ü Co. 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