r! rSb^' c »ene tt ) skti w%5 'ZKL^ ;• v-i-beuaen!' ™ CU: Ag. mn * gegen Illft vi. b. H ld. •' S^Ofliftvat, .ßergfclb. (9te*c ft. Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „GieKerrer Zeitnng", Gießen. (Giefteser Tageblatt) ünzeigrnpreis 20 pfg. Lxpeditio«: Züdanlage 21. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 73 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlungszieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbtndlichkeit. Druck der Gietzencr Verlagsdruckerei, Albin Klein. Nr. 86. Telephon Nr. 362. Dienstag, den 9. Oktober 1917. Telephon Nr. 362. 30. Jahrg. Eme Neue heftige Schlacht in Flandern unter schwerem Verlusten zusammengedrochen. ^TTTTGSE »>' I "W- Ausbildung jungen Mädchen. ® >erk.Vorbereituttgö-.T dbeamt. Aufnahme 8 cptleanna. sßvnSn ® Hmlkicde deutsche Cagesbericbk. neuerdings 17000 rönnen. Berlin, 5. Okt Durch die Tätigkeit unserer U-Boote im Sperrgebiet um England wurden neuerdings 17000 Brutto-Reg.-To. versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich drei bewaffnete Dam- pfer, von denen zwei englischer Nationalität sind, ferner der englische Fischkutter „P. M. 206 Ronald". Der Chef des Admiralstabs der Marine. sorgungs-Anlagen h Hasse t. Ingenieur ichverständ. f. Gas- rversorgungsanlagen ichte im Herzogtum mnschweig. :it kräftigen, einspännigen ftdemMk. ober gebraucht, für fo- gesucht. Richard Hoher, Deutschordensgilt. wtb. Großes Hauptquartier, 6. Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Im Kampfgelände der flandrischen Front verstärkte sich das tagsüber kräftige Störungsfeuer am Abend zu einzelnen Trommelfeuecwellen zwischen Poelkapelle und Gheluvelt. — Englische Angriffe erfolgten nicht; vorstoßende Erkundungsabtcilungen wurden zucückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nordöstlich vou Soissons nahm abends die Actillerie- tätigkeit an Stücke und Planmäßigkeit zu. — Nordöstlich von Reims scheiterte ein französischer Vorstoß. — Auf beiden Maasufern brachen unsere Sturmtrupps bei Malancourt, Bcthmcourt, Focges, Samogneux und Be- zonvaux in die feindlichen Stellungen ein und kehrten überall mit Gefangenen Zurück. Stürmische Witterung schränkte die Fliegertätigkeit ein; 5 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossin. Leutnant Müller errang den 29. Lustsieg. Oestlichen Kriegsschauplatz Keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front: Mehrfach bekämpften sich die Artillerien lebhafter als sonst. — Oestlich des Doiran-Sees wurde der Angriff eines englischen Bataillons durch die bulgarischen Sicherungen abgewiesen. Der Erste Genecalquartieirneister: Ludendorff. Bee l i n, 6. Okt, abends Im Westen bei regnerischem Wetter nichts Besonderes. — Im Osten örtliche Kämpfe bei Sereth in der Bukowina. r WirtschaMtt. Eiseil- tmw», S ich einen tüchtigen nui heknndigen eriäustr #»J L«ge»M Die Rechtfertigung des Preufzentums. Berlin, 6. Okt Auf das vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses an den Genecalfeldmarschall v. yindenburg gerichtete Geburtstagstelegramm ging folgende Antwort ein: Dem preußischen Abgeord- netcuüause herzlichen Dank für die Glückwünsche und das Vertrauen. Daß unsere Feinde Sturm laufen gegen unser Preußentum und seine Vernichtung als wichtigstes Kriegsziel aus ihre Fahne geschrieben haben, ist seine beste Rechtfertigung vor aller Welt. Genecalfeldmarschall v. Hindenbucg. rächt werdet wbt. G roßes Hauptquartier, 7. Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Rrgenfälleu und Wind blieb die Gesichtsrätig- keit bei fast allen Armeen geling. — In Flandern lag starkes Störungsfeuer, durchsetzt mit einzelnen heftigen Feuerstößen, auf dem Kampffelde zwischen Poelkapelle und Zandvoorde. — Voc Verdun lebte auf dem Ostufer der Maas Me F.uertätigkeit zeitweilig auf. — Eckun- dungSgefechte rufen dort und in mehreren anderen Abschnitten vorübergehend eine Steigerung des beiderseitigen Feuers hervor. Die Auswertung von Lichtbildaufnahmen unserer Flieger bestätigt, daß unsere Bombenangriffe auf die Festung Dünkirchen starke Zerstörungen in mehreren Stadtvierteln, besonders an den Hofem, Speicher- und Bahnanlagen verursacht haben. Empfindliche Hemmungen des englischen Nachschubs werden dadurch erreicht worden sein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nordöstlich von Riga, bei Dünaburg und am Zbcurz bekämpften sich mehrfach die Artillerien lebhaft. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. In der Buckowina griffen die Russen unter Einsatz von Panzerkcaftwagen unsere Stellungen bet St. Onufrh und Waschkoutz an. Der Feind wurde durch Feuer abgewiesen, aus Waschkoutz durch Gegenstost deutscher und österreichisch-ungarischer Truppen Vertrieben. Gefangene blieben in unserer Hand. iülPllljj ! I I I I, WWM-W illl lil y T iiiiiiiii" 11 Kein Schwanken und AeßerleZen darf es geben! Letzt gilt nur die Tat!- Wenn jeder einzelne - ausnahmslos — seine höchsten Kräfte anspannt, dann wird auch diese Kriegsanleihe den großen Erfolg haben, den sie haben muß. Denn nicht mit Granaten allein kann der harte Endkampf ausge- fochten werden; erst das erneute Zeichen unsrer ungebrochenen wiri- schastttchsn Kraft wird den Ausschlag geben. Rur so Zwingen wir unsre Feinde Zur Vernunft. Darum zeichne! ynihi 'iilliillliilllilliillillilji Äsaiiiü Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen, lebte am unteren Sereth und bei Tulcea die Kampftätig- keit der Artillerien auf. Mazedonische Front. Nichts wesentliches. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 7. Okt., abends. In Flandern am Abend sich steigernder Feuerkampf zwischen Langemarck und Zonnebeke. An den übrigen Fronten nichts wesentliches. fünf vampfer verfem«. Berlin, 7. Okt. In der Nordsee wurden durch unsere U-Boote 5 Dampfer versenkt. Drei von ihnen wurden aus stack gesicherten Geleitzügen herausgeschossen; von den beiden anderen war einer bewaffnet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. wtb. Großes Hauptquartier, 8. Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Kampftätigkeit in Flandern lebte gestern von Mittag bis zum Abend zwischen dem Houttzoulster Walde und der Straße Menin-Apecn erheblich auf. Starkes Trommelfeuer ging englischen Teilangriffen voran, die sich gegen einzelne Abschnitte dcr Kampffront entwickelten. Die vom Gegner angesetzten Stucmtruppen kamen nirgends vorwärts, unsere Abwehcwtrkung hielt sie im Trichterfelde nieder. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zu beiden Seiten der Straße Laon-Soissons wurde der Artilleciekampf zwischen dem Ailette-Grunde und der Hochfläche südlich von Pargnh mit großer Heftigkeit geführt. Abends stießen bei Bauxaillon mehrere französische Kompagnien vor; sie wurden durch Feuer zu- rückgewiesen. — Oestlich der Maas lag starkes Feuer auf unseren Stellungen und deren Hintergelände zwischen Samogneux und Bezonvaux. Die Wirkung unserer Artillerie unterband einen südwestlich von Beaumont sich vorbreitenden Angriff der Franzosen. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplatz und an der Mazedonisch en Front keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiecmeister: Ludendorff. Berlin, 8. Okt., abends. Im Westen nur an der flandrischen Front Feuerkampf von wechselnder Stärke — 3m Osten nichts von Bedeutung. M% Stadl ttid Hand. Die hessische Kriegssparlrarte findet reißend Abnahme. Es war ein guter Gedanke, dieses Kriegs- erinnerungsblatt, das dauernd im Besitz des Käufers bleiben soll, künstlerisch zu gestalten und zur Erhöhung seines Erinnerungswertes von Kriegsbeschädigten her- stellen zu lassen. Um sich einen Begriff Von der Arbeit zu machen, die das Berufsübungslazarett Technische Lehranstalten Offenbach bewältigte, sei mttgeteilt, daß die 380000 Stück hessischer Kciegsspackarten aufeinander- geschichtet, einen Turm von 37 m Höhe und aneinander- gereihl, einen Gürtel von über 125 lrm Länge bilden würde. Als Paten-, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk eignen sich die schönen in 4 Farben gehaltenen Drucke ganz besonders. Mit Rücksicht auf den Umstand, daß in vielen Gemetnven die Herbstferien der Schulen in die Zeit des Vertriebs der Kriegssparkarten fallen, ist Großh. Mt- ntsterium des Innern damit einverstanden, daß der Verkauf der Kriegsspar-Karten auch noch nach Schluß der Zeichnungsfrist und zwar b i s Ende Oktober stattfindet * Kad Homburg 8 Okt. Heute vormittag unternahm die Kaiserin im Kraftwagen eine Fahrt durch die Umgebung und besuchte dabei auch das Dorf Nieder- höchftadt und die hessische Gemeinde Ober-Erlen- bach. In beiden Ortschaften stattete sie verschiedenen Bauernhöfen längere Besuche ab und erkundete sich eingehend nach den verschiedensten landwirtschaftlichen Verhältnissen. Mit den Dorfbewohnern unterhielt sich die hohe Frau in herzlichster Weise. — — Gu sie Rährbco:n für allerhand . m Kriegszeiten nur gar ;u leicht aujion..ien. F^lno» il&it £Q*ntn Mb Spione benutzen dieS. um durch Er> findung und Lerbreitung von allertzant rrüben ^ ae richten dar Ergcduic der r*p 'nldf,e u- c:tfr .. tern Und gedaakcnlose lei: diese ^ r „ trintiriya+ic. Die tMl-irkmatifttn :art,^ **w» h* eben§ um jeden rulint' jBn&n NUN Lloyd lS.org« unl. or. J uT l w?rS"AöS „ frag, dt« ..Eozialiftr B«lg«-. __ Müno ar lichen Lüger und Entstell gen oft nach, o arnkca. da st. s.s Jamti Gefallen, dem Paterlande ab., dcn e:^r: lenten und sich selbst ichweren schaden run In den Kreisen der kleinen cMm sptelLweise Lar Gerücht von einer nLmltch beo' 'lchrigt sei. alle < l und Sparkassen ohne weiteres ein;a dle Sparkassen gezwu,.» n roür .n zeichnen. Ter ^raatSselretär des . ; wiederholt daö Gerücht als völlig u und erklärte hierzu wörtlich: . aUach n i haben bewie diesem Gerücht Lügen gestraft: si oie Reglern n' nie daran in irgendeiner Form zu schreiten * Äu- den ZciMngsmelr ungcn tu denen Sic Dum- men der von den Lpackasscu gezeichneten Krieg», anleihe Beträge angegeben werden, will man die törichte und völlig irttümiiche Folgerung zrehcn dast er Krieg zur See. Wieder a »4 «cleirzüqen. I« der -rsrdfee w»rden unsere ' *° f AtmtiUf »srr vc ^rri ocn • :i anc Hart Gesicherte, «c'cttiifle» her,«4gesckelle». :i pen b^r.'» anderen Tarnpiern «ar einer bewaffnet „ ! ii ^iilioncB le inen ans * ?.ri?Iionen gein»Er» u. ai f f ner Meldung der englischen .Leitung ■.re.;" bcrrug der gesamte Schifsvverkebr im suez« kana- u, 7-u am :;0. Juni 1917 adgttaufenen Jahr 4 257 ' Tonnen gegenüber 10 844 6fö sonnen m de ' j 'lynt 1014 abgelaufki en Jahr. Oie Rückzahlung von Sparguthaben nicht in barem Gclde. sondern in Form von Kriegsanleihe geschehen wird und diese KrlegSantcihestücke dann entweder nicht oder doch nur mit großem Verlust verkäuflich sind Hierauf ist zu erwidern, daß da» Gesetz in jeder ?:n. sicht die Wahrung des Rechte» aller Sparer bis ins Kleinste Vorsicht, oa t : außerdem die Gemeinden durch weitgehende Haftung die ordnung-mäßige Rückzahlung der Sparguthaben in jedem Falle stchttpellen. Ferner CVUIHU' vuvi ** »•» ,,- -—•• niufj immer wieder auf die unumstößliche Tatsache tnaewiesen werden, daß deutsche Krieg Zanleihc bare„ üeft bedeutet, d. h. jederzeit dem Besitzer Barmittel in yl5 Hand gibt. Ties kann durch Beleihung oder Her. kauf geschehen. Bei den Reich-darlchn-larsen werden Kriegsanleihen und Schuldbuchford rungen der Krieg- anleihen bi- zu 85 Prozent de- Beleihungswertes unter Zugrundelegung des letzten Au-gabekurse- be» liehen, ferner werden die Reichsdariehn-kassen auch nach dem Kriege noch Jahre fvrtbestehen Al- ebenso unsinnig ist da- Gerede zurückzuwei sen. daß nach dem Krieg da.' Reich auf den Gedanken kommen könnte, eine Condersteuer auf die Kriegs« an leihe zu legen, d. h gerade denjenigen, die ihm in schwerer Zeit die Mittel dargebracht haben, dann noch dafür eine besondere Strafe aufzulegen. Nicht weniger töricht ist auch die andere Lesart, daß den Besitzern von Kriegsanleihe angesonnen werden könnte, einen Teil ihres Besitze- an da- Reich zurück, zugeben, um dessen Lasten zu mindern Dagegen steht ein für allemal fest: das Reich wird bis auf den letzten Pfennig zahlen, was eS schuldet! Endlich sollte immer wieder daran erinnert wer. den. daß eine Herabsetzung de- Zin-fuhc- vor Ablauf der Konvertlerungssrist in keinem Falle mög. lich ist. und dast da- vom Reiche gegebene Zahlung-- versprechen auch unverbrüchlich gehalten wird. d. o daß also dle Anleihen zum vollen ^Zinsiatz^ verzinst uw. uiiu. wenn etwa nach dem Jahre 1024 von der Kün digung Gebrauch gemacht werden sollte, sie zum vollen Nennwert zurückgezahlt werden. An diesen Tatsachen können alle die gut odir schlecht erfundenen ..Gerüchte* nicht- ändern! Frieden um jeden Preis Tie P«rote in Rußland. Der Verwalter de: internationalen Sekretariatoer Sozialdemokratie, früher in Brüssel, bespricht in oer „Soziaitste Bclae" die Petersburger Konferenz und ,agl. baß die Sozialtsten immer stärker unter den Ern. tuß der Martma listen (die radikalen Frieden-, reunde um Lenin, auch Bolschewtki genannt) kamen, dle die Macht an sich rissen. E- sei die- eine »zolge der Krieg-polink der jetzigen Regierung und der mlli Dcr Kanzler über die Beamten. Kaut gründlicher! Voltau-nutzung unserer Rahrnng-mitlel. von voik-wtrt Karl Nüse. erstem Vorsitzenden de- Teulschen Herein- für Holk», crnährung. tf. Wir sind durch die Knappheit de- Kriege- darauf angewiesen, alles, was uns an Nährwerten zur Hcrfüstung steht, auf da- Aeußerfte au-zunutzeu. Im> cht mer und immer wieder hat daher der Ruf zu ertönen: ..Kaur die Billen gründlicher, schluckt sie nicht eher hinunter als dis jedes Teilchen völlig zwischen den Zahnen zermahlen und aus den Speisen durch Speich ei zu Mischung im Munde ein dünnflüssiger Brei geworden ist Bedenkt da- wahre Äorr: Gut gekaut ist halb ernährt! Prägt e- täglich euren Kin. dern ein und gehr sewst mit gutem Beisptei voran. Es ist wahrlich betrübend zu sehen, wie noch im vierten Krieg-tahre viele Menschen säst kaum die Speisen tm Munde verarbeiten, sondern sie gegen sede- Nalurgesev sofort in den Magen befördern: sie oer ündlgen sich nicht nur gegen da- Gebot der Wirt gen sich nicht nur geg lchasruchkeit da schlecht g< f chr gekaute Speisen ungenügend Ter Hauptou-schuß de- Reich-tage- trat diontag nachmittag zusammen. Ter Reichskanzler war anwe en und nahm sogleich da- Wort zu folgenden AuSsuh rUnflC $* ist Klage darüber erhoben worden, daß o^n seiten der Beamten in u nzuiässiger Gelse Propa ganda zugunsten der Vaterland-Partei betrieben sei möchte über die Stellung der mir nachgeordne.ei Reich?beamten folgende- grundsätzlich bemerken, wöbe, ich hinzufüqe. dast für die preußischen Beamten die selben " rundsätze gelten. ?rvr alle Bcamicn gilt politische Gesinnung-frei heit. >be: Beamte kann jeder Partei anqehSren. ro fern sie nickn Der. Bestand de- Reiche- oder de- Staate gefährdende Ziele oenolgen. Wa- nach außen hin >r die Erscheinung tretende politische Betätigung pctrtfft hohen sich Ot: Beamten selbstverständlich ZurÜckhalttMs auszueriegen. damit nicht beim Publikum da- Per trauen in ihr: Unpaneilichkeit erschüttert wird. Ein Mißbrauch der dienstlichen Stellung nach der Rich t'ung daß ein Vorgesetzter die ihm Nachgeordneten -teilen zwingt oder veranlaßt, zugunsten einer bc stimmten Parket Stellung zu nehmen, ist selbflver stündlich durcklau- unzulässig, u nd ich wünsche nicht dast von Seiten der Vorgesetzten cin politischer Truck Truck nach irgendeiner Richtung ..in gegen die nach geordneten Stellen au-geübt wird. Tiefe Grundsätze gelten für alle politischen Parteien und Rtchtungen tn gleicher Weise, sie gelten auch gegenüber der Vater land-partei. und sollte von diesen Grundsätzen ab gewichen werden, so kann ick nur anheimstellen, da der Fall zur Kennrni- der zuständigen Zentralbehörd gebracht wird, die den Sachverlmlt prüfen und gccK benenfaH; entsprechend etngcetfen wird und ich bin trUlen?. die Innehaltung dieser Grundsätze zu über wachen Auch im Heere ist jede politische .lgitation augeschlossen In der mir durch den Herrn Krieg- minister zur Berfügung gestellten Leitsätzen über den vaterländischen Unterricht, über die wohl de- Näheren noch gesprochen werden wird, ist die Politik au: geschlossen." Zu den strittigen Fragen fuhr der Kanzler dann fort - ..Meine He in? bin mit den dunde^staarl'.chen Regierungen bestrebt, samtllchev poiitiichc» Meinungen und Strömungen in vo't.r ebjcltivitiit gcgrnübcrzu- stehen und jeder voiitischen Meinung volle Gerecht?a- teil zuteil werden zu lassen. Ich lue daö. weil ich überzeug! l n. Vak jede Richtung ehrlich oa- Bcü. zum Wöhle &*> Ganzen will TieleS gegenseitige Zu trauen zum besten Willen ist tn dem Kampf der Mei nungen namentlich auch ln den letzten Wochen in t- .»«*& '*£' Ä »Ml ." 1 auSgenutz: werden, sondern artch gegen ihren eigenen Körper, den«? ntchi- ««tcrgradt aas die Ta»er mehr die h»ej««vhrii al» mangcthajtc- Kaue, »,d dsiiiqe» Berjchtiugeu der Nahrungsmittel, ganz abgeieben von dem unschönen Eindruck der Gier, den der Raschesser macht Auch ftajitge Speisen, wie Suppe Mllch Brei and ähnliche soll man nicht gl: ch verschlugen, sondern ste enu- Zer: lang tm Munde bewegen, damit Spei« cheietnMischung erjolat. die zu einer guten Be- kömmirchke.r unbedingt ersorderllch ist. Trinken während des E llens ist schädlich, da dte Iiüjjigkeit die jo ,ehr wichllae Speichetadlande, ruug jchkvacht und den für die Verdauung nürtaen Magensaft so verdünnt, daß er seiner Aufgabe nicht mehr voll gerecht werden kann. Man mute etwa eine hald« Stund: nach der Matzizeu und nur van« , wenn Scherz und Ernst. tf Ter IleischvcrbrauL der Heere llt »ugeheuer. '^ach einer englischen Turchschnitt?berechnung besin- hat bsreitwltug ««» m, nnn verlantz ° n ^ q^X'' au* -n f'c-r ürej tuue: «inet ist. der nicht m d-m s«de.,.en M D' fr-** 0 ', P-- " zieut-N-ß ii ■7. ü £ Höllen schon mit den Speisen eine ausreichende Menge Flüssigkeit zu sich zu nehmen pflegt. Zum Schluß die Bille: Nehmt e- nicht leicht mit der treuen Befolgung dieser Regeln! ES handelt sich um ein Gebot des Krieges, das eine gewaltige . - Ersparnis an Nährwerten und etlM t für eure und eurer Kinder Gesundheit bedeutet! den .'ich gegen märtia S5 Millionen Mann unter den Waisen, die täglich eine Hleischration erhalten. Minde- sleijch im Jahre 1916. M Majcsiat al« Baukprisisent Tie Londoner ..Fi- nanctal Times" meidet: ..Tie Bank oi Abejfhnia in Eatro hat der ägnv'i'chcn Nationalbank in London mtrgereilt daß Ihre Majestät die Kaiserin von Adesstrnren geruht hak. die Ehrenpräsidentschaft der Bank Ci Adessymen anzunehmen: während Seine Kä» ntgitckre Hohen Ra- Taffura. der Regent, der Bank Ehre erwiesen hat. de.n Vorstände beizutre- t e n* tt 2er bre«»e»de «chldampsm vor einiger Zeit ichkere eines unserer im Mittrlmeer stationierten U-Boote kurz vor Sonnenunreraang einen von Westen nahenden Tampfer und setzte sich sofort zum Ueber. wasserans *— "" ' Hilf vor leinen Kur; Rach Den ersten Sdifll. en drehte Der Fremdling bei und brachte feine Da X>\tu auf Denen hervor,ing. d.?ß es sich um den t: ..v 3ki: 4.a.zit\;t Nestras" Brutto-Reallter r°nnsn -andelte der mit Q\w Tonnen Mehl 7 n ccken also \2 UCOOO Pfund, von New Bott n,» ilechcntond nntcnveg, war Zn Gibraltar r-au vic'. von den engllschen Behörden näh-^m^. ^r u. sein« Fahrt erhaUen Toch h 2 ÄL"/, Befehle ISr.t'bSnflMeb.n b«t,*r (?egn«rju nd wenn das im Aua« wird, dann ist rin.' -Agilation. wie f>« letzt >n die Ä ^fifinunn pftreten ist. >>^ ' runde au .ic ck^nui Schien doch die Pertre;«r ^er auSenmndcrstrebcnd« Meinungen sich da? v?r Äu»cn kalten, bar, in Tat nicht die Detonuna d?r t^egensätzc m den Wege und in den Mitteln da» Entscheidende -st. lande, . - r ~■ , ■ . , . 'Tun ; n da- Einheit lick:: unf wc t. c *. 77/1 wir da- vor Augen haben, wenn unS llar vor Augl s eht, daß wir alle an dem gleichen Strange ziehe üssen und wollen, dann wird eS dahin komme (Ac:: Ar : : n t h Zielen D llt ■ ' ..ell 'Ivel 7U- ... » voll ö l De • v"i; ia rtrew*’ Darlehen gssask :n}er um? roonen. oann ruiru ^ 7 , V I puß in der Tat Derartige Zusammenstöße, wie sie letz hin gewesen sind, aus unferctik lll |.uc», uhj uiiiin v».».*' ' scheiden Ta- ist ieyt. wie e? immer gewesen '.st. . ' die schwere Ze ia)(ii?ni. aus- in wit iv iuuiiv* jetzt am brennendsten im Hinblick auf in' der wir stehen, unsere Pflicht." stenS 2U Millionen dieser Soldaten verzehren jetzt täg. tick) mehr Fleisch als tm gcieden. Angenommen, daß dtese Mehr pro Tag und Kopf iOO Gramm beträgt. jo eratbr das 2000 Tonnen täglich und 730 000 Tonnen jährlich d. h fast S 0 °' der Wellprodukrion an Gefrier- Zn der AuSsprach« beharrten die sozialdemokratischen Redner a der Forderung der Au-kunft. waS der Kanzler der Frage der Bakerland-partei nnd ver Beamten tun gedenke Schon vor 14 Tagen sei dem Kan.zl dte Aufforderung zur Aufklärung unter Dinoabe 0 . Material üdermittell worden. E? habe terner a: 13 . August im Krieg-Ministerium eine Bersammiu stattgefunden über Verschärfungen de.^ Verein-« m Versammlung:r.'chtS; darüber müsse Auskunft ge:eb< werden. Abg Gothel m (Bv ): Die Agitation um den Beamten richtet sich nicht bloß gegen den Reich :aq. sondern auch gegen die Regierung. Tiefe Crma nungen deS Reich-kanzlerS nützten nicht«. Ab« Strefemann (nl.) verlangte, daß das Heer von d Pollkisterung freigehaiten werde. Staatssekretär de- Auswärtigen Amtes v. Küh mann erklärt, daß das AuSn>ärttge Amt natürl ammenhana habe mit der Schmähfchri vertellt wurde. (Anm: Es Han' tnnen Zuli Dte tm Reich-ta^ - sich um etne Broschüre mit den Abbildungen Todesopfern der Russen tn Ostpreußen, unter den vtldungen steht .^»errn Scheioemann gewidmet" usl Krleg-ministcr v. Stein: Tie Beratung Krieg-ministerium war eine solche der Arbeit-Ümt nicht der Generalkommando- und ... richtete sich qeg rivoie Streiks. Tie Leitsätze würden dauernd ki trollierr. tn der Praxis gestaltet sich manche- and, Privatmittel seien bei der Veranstaltung nick-t Frage gekommen. Zum Schlüsse gab Staatssekretär Tr. Helssei «etner Verwunderung Darüber Ausdruck, daß feine Ai führungen am Sonnabend die zutage getretene A (offiing gefunden hätten. Abg. Erzbergcr (Zcnlr.): Die Regierung-v trorer traten a m Sonnabend im Olegenfay zu ruhigen und sachlichen Art der ReichStagSmitglie nicht glücklich auf. Tie heutige Beratung tf: west lich sachlicher und wird den Rest der Mißftimmi beseitigen Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen, nach 8 Uhr noch nicht beendet waren, gab Retchskanzlcr Tr. Michaeli- eine Erllärung nb: ..Tie Reich-Zentralbehörden haben von den nc geordneten Stellen Berichte über etwaige Beeinfl sung Untergebener durch dienstliche Vorgesetzte im ^ rcresse oer BarerlandSpartel eintzeforderk. TaS v liegende Ma crial ist noch sehr spärlich. ES beschrä sich auf fünf Fälle von untergeordneter Bebeutu Sclbi:vcrständlilh ist in Diese» Fälle« sofort oa» ( forderliche veranlasst worden. Auch Der preußische niftcr Des Innern hat einen Erlaß in Diesem Lit au-gegeben." armee der Ententemächte Da- Mehl zur Brotbereit« nötig brauchte. Deshalb wurde um 7 Uhr abends l Dampfer unter Geschützfeuer genommen und meho Tn und Löcher tn der Wasserlinie besiegelten fl Schicksal Durch die cinsck ragenden Granaten war Mehllacu: tm Vorderschiff in Brand gern len und ei riesige Feuergarbe loh e nun gegen den Abendhimß aut. während der Dampfer durch die GranareinschlD in d. Bordwand langsam oolliej. Unbesorgt ko «ich da- li'Booi darauf .utscrnen und seine Kre 'cigr: fcrtsetzen Aber lange noch konnte man ain H zont den brennenden Mehldampfer al- ungeheure Fc leuchten sehen biS das Feuerwerk nach etwa Stunden plötzlich erlosch und'der die Tiefe gesunken war. ampsec somit Humoristische-. Ter Blindgänger. ..Sie haben einen Bolltre m der Lottert: gemacht?" ..Wer sagt denn da-? Mein Los oar ein Bl gänger!" Wahres Gcschichtchen. Lange bevor man dal dachte allgemein den Fernsprechverkehr mit Teckna otnzuführcn. war er schon bei unserer Gruppe Schwung ^llierdings hatten wir nicht die Ab gefahr von seiten der Franzosen dabei tm Auge, n z B. ..Bretter" bedeutete Regiment-kommande Bohlen" Brigadekommandeur.. ..Ballen" Divisil kommandeur usf. Man wollte damit nur Ueberrasch gen verhüten. Eines Tage- überraschte uns dem der Herr Oberst auf unserer Beobachtung und hatte soeben an- Scherenfernrohr gesetzt, als der Lauts cher durch den kleinen Raum tönte: ..Hier Batterie soeben ist von hier eine Fuhre Bretter nach ei Beobachtung abgegangen!" Worauf der Balleries sofort anworten ließ: ..Sie sollen unten bei der mß sta men gruppe abgeladen werden: nicht bis he, fahren!" Er mußte doch den Schein wahren. Herr Oberst jedoch lächelte boshaft: ..Das hauen mir aber dann eher sagen sollen! UebrigenS ein für den Ma«n. daß er die Brett« nicht als dB-inchtt-r IfmC ' - Ir -- rs40üOlIfVi ■»' * -gfrA ! ÄTsLSü*- ^10 eilst ^ iiiinertfo die^ste p« «‘T.rteSfciW'f 8 | • ,v . a-mltlhstjl 3#.°?* j'ie Wf -MÄ der e _ er i. l rrrfgriW en i. »n» 1 „ vm Kleine Krieg »»lach einet neuen *e: K Ufir oorin. b>s I "yr . z\t Wohnungsnot r : trugen Umfang angeno n «iMastssalen für obdc .„•einen müssen. - Tie von Painleve : . stellte B e r j ch ä r s u n g i Pttfje aller Parteien staden. Wie der ..Corriere d Satilan dte Antwort der apstes an England menwr übergeben. " Nach französischen i ©eisenernte noch nicht hall -a.'en Jahres, aber um 3 ungen k5 HJHnifteti irmw vor drei Monaten Laufe öeutfd die G ander. BAesb u Jßt Bl.. 11 ® SSäfSf ? L.WÄ 'runde 7 ‘ ,n Me (5 ;“ ä 'i4?&k toten nirtobi m d I%ibenbe ift en ®eq, e A d -n r;lr 'vNdei "-unsklLk7A°'i -eichen &?„ boc Au» d « WÄIW» "uner 8ewÄ“V i) t Q “ U ble f'^ete g e * :*äX:;?."!'. -». «Jrj, V& «ne.be; 'gen L Lin7"' f.r nf> e «Station uni SünW? n Rei-i Dlese ©einet Ä x Ab ^ das Heer von i kigen Amtes v. Kül vartjge Amt natürl mit der Schmähschri 'k- (Anm.: Es Hand, ben Abbildungen v. '^eatzen, unter den A mann gewidmet ust u Tie Beratung ; lche der Arbeitsamt, lnd richtete sich geg würden dauernd kc !t sich manches and, Veranstaltung nicht sekretär Tr. Helsstt usdruck, daß selne Ai zutage getretene Ai .); Die Regierung^ im Gegensatz zu > er Neichstagömitglie. zc-Beratung ist wesc^ Rest der Mißstimm» den nc Beeins! Das v bcjchra gedem .1 vae i lßiichei fern Eil p e haben ;lnen PolltN!! Mein Los lval ein inan 001 am Gruppe P^Ä-r-r W ">>r..f im Aug°l" SS-Ätjgft»? . überra.«'ha"! S'SL." &a 4 MZb u«a &Ul*y ükiüaAwÄdl wieder irnqeT&W^ ^ reiZt. HEahecuS ^.uUvrlvtet and ein sehr geringes Vi tecständnu mr chmO tmr. ^luch Peru unser Fciud. (Liner Neitter-Tepesche aus New Aork zufolge hat der peruanische Kongreß sich fast einstimmig sur den '.Abbruch der Beziehungen zu Deutschland erklärt. — .Nachdem die d'tcgierung dieser südamerikamachen Re- bubiit die deutschen Schiffe dort widerrechtlich beschlag- i.ahml halte, war das zu erwarten. Bedeutung hat cs fremd? für den Krieg nicht. Wenn der Mops den Mond anbellt . . . Amerika als Entente-Bankier. Wie die Agentur Radio aus Washington meldet, gewahrten die Bereinigten Staaten Belgien einen neuen Vorschuß von zwei Millionen Dollar. Die Summe der Darlehen erreichen damit einen Betrag von 255 Millionen Dollar. >2i n die Verbündeten sind bisher insgesamt 5 Milliarden 518 400 000 Dollar (= 14 Milliarden MarA an Darlehen gewährt worden. Das macht jährlich bald eine Milliarde Mark Zinsen, die die Gegner in Zukunst nach Amerika zu versenden haben werden, etwa die Hälfte ihrer ganzen Ausfuhr dorthin. 14 (MM Gefangene an der Westfront im letzten Vierteljahr! Soeben gibt die deutsche Heeresleitung die gewaltigen Zahlen der an ihrer Westfront gemachten Gefangenen und eingebrach- ten Beute für die Monate Juli bis September bekannt. aus denen klar hervorgeht, daß Hindenburg trotz der defensiven Taktik an dieser Front ungeheure Erfolge erzielt hat. In der genannten Zctt wurden von den .Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht. Teut- i' er Kronprinz und Herzog Albrecht nicht weniger als x t :;:*7 r n rc und 13512 Mann als Gefangene einge- -'adrrd eine Kundgebung anschlaaen bracht 41 Minenwerfer und 4 8 3 Maschinenge- lagerungszustand aufhebt wehre sielen in deutsche Hände. Ferner wurden irpi,Wi fnmtt h 4 Geschütze und 11 feindliche Flugzeuge erbeutet. dle weittragende Bedeutung" der Interpellation bewiesen, aber es kommt nicht in erster Linie darauf an. daß Herr Helsferich nicht im Amte bleiben darf, sondern daraus, daß die Zustände, die vorgestern mit so reichlichem Beweis- material dargelegr wurden, nicht bleiben, nicht weiter geduldet werden dürfen. Es darf nicht weiter geduldet werden, daß, wie in einzelnen Verwaltungszweigen, so auch im Heere eine politische Agitation zugunsten einer Parteirichtung und gegen andere Parteirichtun- gen betrieben wird. Es darf nicht geduldet werden, daß unter dem Vorwände, die Soldaten „aufzuklären", Ansprachen von unverkennbar politischer Tendenz gehalten. alldeutsche Broschüren und Zeitungen durch die Militärbehörden oder durch militärische Vorgesetzte verbreitet, mißliebige Zeitungen ferngehalten werden und daß der Vorgesetzte auf den unfreien und abhängigen Untergebenen politisch einzuwirken versucht. Diesen Dingen ein Ende zu machen, ist. wenn das deutsche Volksheer weiter eine feste, unerschütterliche Einheit bilden soll, die höchste Notwendigkeit." * * * Schweden: Dir Bedeutung vor Flieger im Kriege. * Bet d en gegenwärtig in den Waldgegenden Sma- lands stattfindenden schwedischen Herbstmanövern svie- .en die Flieger eine große Rolle. Sie beweisen durch ihre ständige Tätigkeit, die als äußerst umfangreich oe'.cichnet wird, daß man auch in der schwedischen Armee die Entwickelung der jüngsten Waffe die größte Ausmertsamkeit zuwendet. Spanien: Ter Unruhegeist weicht. Der Generalkapitän ließ in den Straßen von welche den Be- ** &Lli litt tzu «SÜUUU Hrügü tUUC &ixadc Johannlsburg—Lützen Datierte ein Gvwat mU einer Browningpistole. Hierbei entlud sich die Waffe; das Geschoß ging durch drei Abteile und t*xf im vierten ein elfjähriges Mädchen, das schwer verletzt wurde. ** Gute Winterkohlernte. Aus Ostfriedlaud wird berichtet: In den Poldern hat der Schnitt des Weiß- kohls begonnen. Ter Kohl ist gut geraten und liefert den Turchschnittsertrag früherer Jahre. ** Seine Reformationsfcier begeht am 9. Oktober in Wittenberg der Evangelische Bund. Dazu entsenden alle Hauptvereine des Bundes Vertreter, und die bekanntesten seiner Redner halten Vortrage. Das ehemalige Augustinerkloster in Wittenberg ist jetzt zum Luthermuseum umgestaltet und mit vielem Bilderschmuck, mit alten Drucken. Handschriften und Münzen ausgestattet. Besonder? gezeigt wird das Familienzimmer Luthers, das fast unverändert geblieben ist. In der Schloßkirche, der ehemaligen Augustiner- und Universitätskirche, wurde Luther begraben. ** In die Pulverfabrik! Von Bonn aus ging am 1. Oktober der erste Transport von Frauen höherer Stände nach der Pulverfabrik Troisdorf ab. Unter den sechs Personen waren zwei Studentinnen der Bonner Universität. Am 5. Oktober folgte ein zweiter Transport. — Auch in Frankfurt a. M. und .Heidelberg haben neuerdings die Studentinnen sich als Mu- nitionsarbeiterinnen zur Verfügung gestellt. ** Ter henrigc Bomfter. Auch in der Provinz Posen gibt es ein W e i n g e b i e t. und ^war bet Chwa- lim und bei Unruhftadt in der unmittelbaren Nachbarschaft des Grünberger Weingebietes. Auch die Güte des Bomster Weines ist in diesem Herbst nach Ansicht der Bomster hervorragend. Es wurden für ein Viertel Trauben gleich 500 Pfund 400 Mark und darüber gezahlt. Kleine Kricgsnachrichten. "Nach einer neuen Verordnung dürfen in Danzig sämtliche Geschäfte nur von 9 Uhr vorm, bis 4 Uhr nachm, osfengehalten werden. Lebensmittelgeschäfte von 8 Uhr vorm, bis 7 Uhr abends. " Die Wohnungsnot hat in Ludwigshafen einen derartigen Umfang angenommen, daß Notwohnungen m Wirtschaftssälen für obdachlose Familien eingerichtet werden müssen. " Die von Painleve in der Kammer in Aussicht gestellte Verschärfung des P r e ß g e s e tz e s hat in der Presse aller Parteien lebhaften Widerspruch gesunden. " Wie der „Corriere della Sera" mitteilt, hat der Vatikan die Antwort der Mittelmächte auf die Note des Papstes an England ohne jeden weiteren Kommentar übergeben. " Nach französischen Quellen ist in Frankreich die Weizenernte noch nicht halb so groß wie die eines normalen Jahres, aber um 5 Millionen größer, als die Schätzungen des Ministeriums für Lebensmittel-Versorgung vor drei Monaten. PoUtilche Rundschau. — Die Vorlage über die Neueinteilung der Riesenreichstagswahlkreise dürfte dem Reichstage noch im Lause dieses Jahres zugehen. — Bet den zwischen niederländischen und deutschen Unterhändlern geführten Verhandlungen über die Einfuhr von Steinkohlen und die Regelung anderer wirtschaftlicher Fragen ist man zu einer- grundsätzlichen Uebereinstimmung gelangt. :: Tre iutcrsraktioneUcn Besprechungen tm Ncichs- tage haben zu einem gemeinsamen Beschluß der Parteien des Zentrums, der Sozialdemokraten, der Fortschrittlichen Volkspartei und der Nationalliberalen darüber geführt, da? vom Reichskanzler unzweideutige Erklärungen dahin gefordert werden sollen, daß jede politische Agitation im 52eere und jede Förderung der Vaterlandspartei durch zivile und militärische Behörden unbedingt verboten sein soll. :: Ter Rerchsvcrbaud ser Teutsche'N Presse tagte in Dresden. Er behandelte Standesinteressen, die Ber ganze Treiberei hat somit der Entente nichts genützt: der Eintritt Spaniens in den Krieg ist nicht erreicht worden. Frarrkreich: Ter Spirnagcscldzug verflaut. t In einem gewaltigen Kesseltreiben gegen angebliche deutsche Spionage und Presse-Beeinflussung in Paris haben die nationalistischen Hetzer soeben eine ganz bedenkliche Niederlage erlitten. Der „patriotische" Schriftsteller Daudet hatte gegen den Minister des Innern Malvh, der schon neulich wegen „Freundschaft", sollte heißen ängstlicher Abhängigkeit, von dem nachher tm Gefängnis ermordeten Anarchisten Almereida verdächtigt worden war, offen in der Kammer die leldei:gastlichsten Anklagen wegen Spionage und Förderung der deutschen Presse-Beeinflussung in Frank- rcicl) erhoben. Darauf erhielt er eine 40 stündige^Frist :ut Begründung seiner Anklage gegen Malvy. Sollte es ihm nicht gelingen, während dieser Frist seine Anschuldigungen zu beweisen, werden die strengsten Maßnahmen gegen ihn ergriffen werden. Tie Frist ist am Sonnabend' abgelausen. — Wahrscheinlich wird der Vorgang auf die überhitzten Gemüter einigermaßen ab- kühlend einwirken. Der in derselben Sache angeschuldigte Advokat Abg. Turmel ist verhaftet worden. Er sollte ans angeblich deutscher Quelle größere Geldbeträge erhalten haben, die aber nach seiner Angabe aus einem großen Ochsenhandel stammen. Rutztand: Tie Koalitionsregicruttg gelungen. Ta sich mehr und mehr erkennen ließ, daß die rernsozialistische Regierung in steigendem Grade auf Schwierigkeiten stieß, versuchte Kerenski, die bürgerlichen Wünsche zu befriedigen, indem er bürgerliche Politiker heranzuziehen bemüht war. Damit hat er Erfolg gehabt. Eine Beratung der Regierung mit einer Abordnung der sozialdemokratischen Konferenz und mit Vertretern der bürgerlichen Kreise führte in allen Fragen zu einer Uebereinstimmung. Kerenski schloß die Beratung und erklärte, die Regierung sei oerert, unverzüglich ein vol.ständiges Kabinett zu bilden. damit die Negierung auf den gegebenen Grundlagen an die Arbeit gehen könne. Kiußranv: Bor oen Parlamcntswahlen. ; Das Nachrichtenblatt der vorläufigen Regierung veröffentlicht die amtliche Liste der Mitglieder der oerfassungsgebenden Versammlung, wobei es insgesamt 736 Wahlbezirke festsetzt. Von den wichtigsten Bezirken wählen: Petersburg 20 Mitglieder. Moskau 16. der Kaukasus 38. Kiew 22. das Tonbecken 17. Gerichtssaal. ± Hilssdienstpslicht-Strasen. Das Schöffengericht n Schönlanke verurteilte d en Lumpenhändler Philipp Lewh zu einer Geldstrafe von 3000 Mark (!) Obwohl sein Geschäft behördlich geschlossen mar. hatte er sich beharrlich geweigert, den ihm zugeiviesenen landwirtschaftlichen Hilfsdienst zu verrichten. ragcvcrhältnisse zwischen Derleaern und Redakteuren. Nachrichtendienst r bisherige Vorstand wurde wiedergewählt und ihm den Ausbau des stes und anderes mebr. ihr o:e Wahl der nächsten Tagung, für die Braunschweig und Hannover rn Frage kommen dürften, überlassen. langer Rede besprach der Vorsitzende Marx-Berlin vam Schlüsse Die Bedeutung der Presse in ihrer Beziehung zu den höchsten Reichsbehörden. :: ftestei Untcrftaatsfc-retariat im Aeiehswirt- jchaftsamt? In der Aussprache über die Neuordnung innerhalb der Regierung ist auch seitens des Zentrums ein Unterstaatssekretär verlangt worben. Jetzt meldet die „B. Z.", der Zentrumsabgeordnete Arbeitersekretär Giesberts sei zum Unterstaatssekretär im Reichswirt- schasrsamt ernannt worden. Tie „Germania" bemerkt zu dieser Meldung: „Wie wir erfahren, ist mau an den Abg. Giesberts bisher wegen der Uebernahme eines Amtes als Unterstaatssekretär nicht herangetreten." :: Zur politischen Lage in Anknüpfung an die Vorgänge im Reichstage bei der Beratung über die sozialdemokratische Interpellation betr. die Baterlands- partei schreibt die konservative „Tcutschc Tagesztg.": „Tie parlamentarische Lage läßt sich mit einem ganz kurzen Wort dahin kennzeichnen, daß die Reichsragsmehrheit die Negierung zu einer klaren Unterwerfung unter den Willen und die Ziele dieser Mehrheit nötigen will. Deutlicher als es schon rein äußerlich in den Dispositionen des Reichstages geschieht, kann es gar nicht zum Ausdrück kommen, daß die Mehrheit ein käudiuisches Joch aufrichtet, durch das die Regierung hindurchgehen soll. Was eine Unterwerfung der Regierung unter das Gebot der Mehrheit sachlich für ihre Autorität und die Stellung der ^Monarchie in Deutschland, zugleich aber für das Schicksal und die Zukunst des Deutschen Reiches und V olles bedeuten würde, brauchen wir hier nicht zu wiederholen." Mit ebensolcher Schärfe schreibt aus der Gegen- Ans aller Welt. ** Ter erste Schnee. Ein empfindlicher Wettersturz ist tm Schwarzwald und Alpengebiet eingetreten. Seit Sonnabend abend fällt Schnee bis zu 700 Meter yerab. In den oberen Verglagen sank die Temperatur unter Null. Auch im Thüringer Wald und im Rhongebirge ist Schnee gefallen. Jni^ Brockengebiet herrscht jeit mehreren Tagen schwerer Südwest-Sturm. ** Ter Bock als Gärtner. Die Polizeiserge- anten Steffen und Hofermann von der Reviermache in Altona-Bahrenseld sind wegen gemeinschaftlichen Diedstahls verhaftet worden.^ Steffen ist während seiner dienstfreien Zeit rn leerstehende Villen einge- drungen und hat aus diesen außer den Wertsachen ganze Möbelstücke entwendet. Hofermann hat ihm hier- der hilfreiche Hand geleistet. In den Wohnungen der Diebe fand man eine große Menge aus den Villen des Konsuls Dayen und des Schriftstellers Grimm entwendete Gegenstände. ** Ein „mild" gewordener Güterwagen. Aus dem Bahnhof Aiohra der Weimar—Beokaer Strecke löste sich ern mit Ziegelsteinen beladener Wagen von einem ^üterzuge ab und durchsauste die ganze abschüssige Bahnstrecke bis zum Berkaer Bahnhof in Weimar. Hier durchschlug der Wagen den Prellbock und fuhr in oen Laden des Bäckermeisters Schmidt, wo alles unter Steinen und Schutt begraben wurde. Schmidt, der sich gerade in feinem Laden befand, wurde von den Sternmassen verschüttet und getötet. ** Tas Russengewehr als Spielzeug. Auf einem Gehöft in Budupönen war beim Aufräumen ein Russengewehr gefunden. Ter 16 Jahre alte Sohn des Besitzers setzte das Gewehr instand und stieß, als es nicht losgehen wollte, mit dem Kolben wiederholt auf den Boden. Plötzlich entlud sich das Gewehr, und die Kugel zertrümmerte dem 12jährigen Hütejungen Franz «hievt frre «tyffttttwtt; der tzvirgr twt sosert tot. Volkswirtschaftliches- H Jungvieh,närikte. Die „Spanferkel"-Märkte stehen augenblicklich wegen der Freigabe des Jungschweinefleisches im Vordergründe. — Kassel. Auftrieb 816 Ferkel und 106 Läufer waren aufgetrieben. mußten aber unverkauft bleiben, und viele .Hunderte von Personen zogen vom Markt wieder ab, ohne das gewünschte Borstenvieh mitnehmen zu können, weil alles über 30 Pfund dem Viehhandelsverbande zugeführt werden soll. — Heide (Holstein). Preise. 4—6 Wochen alte Ferkel 28—35 Mk„ leichtere 20—24 Mt., 7—8 Wochen alte 36—45 Mk., Jungschweine 50—80 Mk. Handel sehr lebhaft. _ Scherz und Ernst. ts. Ter Paprerverbrauch ver Berliner Annoncenpresse. Man spra chm den letzten Monaten viel von Papiernot, aber gewiß können sich nur die wenigsten von uns eine Vorstellung davon bilden, wieviel Papier ein großes Annoncenblatt mit seinen zum größten Teile überflüssigen und für die Zeitungen auch „nur soeben" rentablen Anzeigen verschluckt. Bekanntli chhaben mehrere der großen Berliner Tageszeitungen eine Auflage von »/« Million und darüber. Dazu braucht ein solches Blatt zur Aiorgen- auSgabe an einem gewöhnlichen Wochentag je 130 Rollen Druckpapier. Die Papierlänge vieler 130 Rollen beträgt 1 170 000 Meter. Eine Lonnlagsausgaoe in der Weihnachtszeit im Frieden verschlingt 270 Rollen mit einer Länge von fast 2 500 000 Meter oder 2500 Kilometer, waS der Entfernung von der deutsch-dänischen Grenze bis zur Lüdspitze von Italien etwa gleichkomml. Wollte man alle in einem Jahre verbrauchten Papierrollen aneinander- heften, so bekäme man rund 400 000 Kilometer, also einen längeren Streifen als die Entfernung vom Mond zur Erde, einen Streifen, mit dem' man den Erdkreis zehnmal Überkleben könnte, da der Aeguator nur 40 000 Kilometer mißt. Die (in Friedenszeiten) 12 Seiten starke Abendausgabe einer großen Berliner Zeitung wird mit 250 000 auf 22 Maschinen in zwei Stunden gedruckt. Die Maschinen speien also in der Minute über 2000, ln ber Sekunde über 30 fertige Zeitungen aus. tf. Tabakcrsatz aus - attem Hopfen? EL sind die Versuche mit altem Hopfen als Tabakersatz angestellt worben, und sic sind befriedigend ausgefallen. Bis jetzt war man immer der Meinung, daß der Hopsen lediglich in der bekannten Zusammensetzung mit Wasser und Malz zu Bier verarbeitet werden lönNie, die Einschränkung des Braugewerbes in Deutschland selber, die Verminderung der Ausfuhr infolge teilweiser Sperre der feindlichen Länder ließ die notleidende Hopsenbauerschast, die ihr Erzeugnis nicht an den Mann brachte, auf einen Ausweg sinnen. Die Not an Tabak kam zu Hilfe. Nun läßt sich zwar neuer Hopfen wegen des no choligen Lupulins (des Hopfen- dlülenstabes) nicht verwerten; aber beim älteren (mindestens zwei Jahre allen) Hopsen fällt das Mehl leicht heraus und die Blütenblätrer geben zermahlen und mit einer bestimmten chemischen Substanz gemischt, deren Namen vorerst geheim gehalten werden soll, einen angeblich vollwertigen Tabakersatz. Die bisher vorliegenden Kostproben sollen vor allem dem Vernehmen nach auch die Heeresverwaltung zu starken Käufen in Hopsen älterer Jahrgänge und zu dessen Lieferung an für Heeresbeoarf arbeitende Tabaksabriken veranlaßt haben. Der Bedarf soll so außerordentlich sein, daß schon jetzt eine wahrnehmbare Preissteigerung in diesem fast unbeachteten Erzeugnis auslrat; aller Voraussicht nach wird der ganze alte Hopsen (der Doppelzentner hat gegenwärtig einen Marktpreis von wenig über 100 Mark, also nicht einmal ein Fünftel de» Tabakwertes!) nun in Rau chaufgehen. Der Gedanke ist zweifellos für die Hopfbauern gut/ ob für die Raucher und vor allem die — „Zuriecher", die rltichtraucher, und für Muttern- Gardisnen, das ist einr andere Frage. * * * Bunte Steine. In Hamburg wurde von führenden Persönlichkeiten der Industrie, des Handels und der Wissensttzast mre fflr »awfcnrtwT gründet. 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