(Neueste Nachrichten) erlagen iere Entitäten rten vezugspreis 50 Pfg. monatlich ^erieljährlich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. ^^Seholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ^Bestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Lamstags. — Nedaktionsschlutz ^ 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksen- ^gnich t verlangter Manuskripte wird nicht garantiert, ^rlag der „Gietzeuer Zeitung", Gießen. Expeditio«: Südanlage 21. (Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Pe ritz eile, für AuSwärt- 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grvtze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung de» Zahlung»- zteleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Kontur» in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klei«. 83. Telephon Nr. 362. Dienstag, den 2. Oktober 1917 Telephon dtr. 362. 30. Jahrg. Hiudenburgs 70. Geburtstag. -ndlung jje zeichnen ittel verfügt sobald, er ei rsicherung Berlin clge Prämien. Waenblisg. zur rechten Zeit der rechte Mann Von Oberst Immanuel. jQeutf, am 2. Oktober 1917, vollendet Generalfeld- irschllll v. Hindenburg das 70. Lebensjahr. Das Nische Bolk grüßt diesen Tag mit dankbarer Freude d wünscht seinem Helden noch eine lange Reihe von ahlm in bisheriger Gesundheit, Frische und Schaffens- durch dieDirÄ" gk, Der Feldmarschall selbst ist auch in bezug auf ... n bevorstehenden Gedenktag seinem Grundsatz treu nnbcrgstraßc tnbem ec Beglückwünschungen und Festlich' iten mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit und auf :i ' ‘ ' " ' '' ' " OtWGin ^"meinem"Geburtstag für Verwundete und ö!!lb!lllk!n7pusönstchc Inanspruchnahme abgelchnt Hab Mit wobvter Ueberzengungskcaft faßte er diesen Wunsch ' ..ii !• r f. v. .... 1 . v« CTO r f 1 f ^ m & w * btc schönen, tief beherzigenswerten Worte zusammen: Wer an meinem Geburtstag für Verwundete unk, snt-rbllcbene sorgt, in seinem Herzen das Gelubte zum Klieve 0a»>verlichil>chcn Durchhaldn erneuert, und wer Kriegs 3tZU§ a ,,„rleibe zeichnet, macht mir die schönste Geburtstagsill jedem Q>» | b sind wahrhaft erhebende Worte, die im mpsindkn des deutschen Volkes ihren Nachklang finden «asilwäehtfnb wirken werden. & aaiW c.. dreifacher Hinsicht hat das deutsche Volk Hinden. .„,t«be^^ara za danken, nämlich als Feldherrn, als Staats- ..lugeleim a ilun l t[P *ten wir die Taten HindenburgS als Feld. ' t„ müssen wir es unserem Kaiser auf das innig- wP'. 1 I «sie; t« Mofer frfctnprprr oerade den Als 77fSnrtlbli'p C banfeK. daß ec in dieser schweren Zeit gerade den Mann an die rechte Stelle berufen hat. Als lC Tßfci &enb ; ( l? t ©neg vor mehr als drei Jahren zum Ausbruch ».l SeeMlMn.lbte General v. Hindenburg seit dem Fruhsahr M w Ruhestand. Die Friedensverhältnisse hatten 0 r« Sojen 2.50 P« fläft J LZt daß der hochbedeutende und allseits verehrte ^Pfd.-^ß oeom^, _ t y ct „ fir4|tt nitS Som Di PN st anerkannte Führer aus dem aktiven Dienst ilV^Hnd wie es nun einmal unvermeidlich ist, t #4 e,b ? Kräften Platz machen mußte. In seiner Ju- s "N .te er mit Auszeichnung an den FeldMen 1866 Mfl» .i,r 1 ^ 0 4^70/71 teilgenommen. Dann war er rasch empor- n e durch fleißige Arbeit an fich selbst und in e« ^°.KM stiesei' dur°) bui;(5I tef alle Stellen des Front- l.ld p°r„ .ß nem -ö«»' Qbec aud , ( seiner Begabung entsprechend, enstk«, m im «teneralitab. Hier wurde deutsche sollten die wettgedehnten Grenzen verdeutschen Ostmark gegen die nahezu vierfache Ueberlegenheit der Russen verteidigen, die überdies von zwei verschiedenen Seiten, also umfassend, in das Land einbrachen. Trotz günstiger Anfangsgefechte sta-d die deutsche Führung er tivi' Verwendung im Generalstab. Hier wurde eIld ^ hei:t durch eigenes Studium und durch ernste g-f»erf om^ aa-k-n S-nMe wob, derieniae 34 i" er 8 1 'r. &S Älirk rate KfJ ,,i t Sl ».T"" in das Wesen der Sache, wohl denen ge ^"Ks Generalfeldmacschalls v. Moltke, in dessen ® «Z fflebanfen er wie kein anderer eindrang, um ? in die bewältige Tat zu übertragen. Graf 1 Moltkes unmittelbarer. Nachfolger, ,st ge- 1k 1 Ä- kB Ä. ni«^ 1 t Moltkes immmeioara. ^caa^iuiytt, m* yc Persönlichkeit zu bezeichnen, die auf Hinden- ^,?aröbten E.nfluß ausgeübt hat, soweit es galt “ l ' 9 Q b hl E n des neuzeitlichen Vernichtungskrieges zur p l £ebueri . V e r Kaiser Hindenburg am 22. August 1914 >0 ber in Ostpreußen kämpsenden 8. Armee, S!-» ^7 ihm General Ludendrch,°Is Generalstabschef, 'Cttcf j $ac die Lage äußerst schwierig. Knapp 150000 vor der Frage, ob sie der feindlichen Ueberzahl aus- weichen, das Land rechts der Weichsel räumen und auf das Westufer dieses Stromes zurückgehen sollte. Gerade im Augenblick • der höchsten Gefahr trat Hindenburg auf den Plan. Was er beschlossen und getan hat, steht felsenfest vor der Seele des deutschen Volkes. Es erscheint uns heute so einfach, aber bedeutet doch eine geradezu bewundernswerte Tat, die den ge- bocenen Feldherr» bezeugt und in der Geschichte aller Zeiten ihresgleichen sucht Gerade das Einfache ist das Größte, und so entschloß sich Hindenburg, erst das eine, dann das andere russische Heer anzusallen und zu schlagen. Der Sieg aber sollte eine Vernichtung sein, denn se gründlicher die russische Niederlage ausfiel, desto größer wurde die Wirkung in strategischer und moralischer Hinsicht. Der Plan Hindenburgs vereinigte nüchterne Abwägung mit höchster Kühnheit. Er schätzte die Russen als feiner Menschenkenner richtig ein und sah voraus, daß es ihm mit Hilfe deutscher Schnelligkeit und Schlagkraft gelingen müsse, das eine russische Heer zu zermalmen, bevor das andere herangekommen sein konnte. Bei Tarnenberg fand das Werk seine Krönung. Nach viertägiger Schlacht war das doppelt überlegene Russen- Heer im Sumpfgebiet umschlossen und tatsächlich bis zur Vernichtung geschlagen. Eiu ungeheurer Erfolg, der bis auf diese Stunde die deutsche Ueberlegenheit im Osten begründet hat. Von dieser Zeit ab schreibt sich das Bewußtsein des deutschen Volkes her, daß Hindenburg nicht nur sein erster Feldherr, sondern sein Recke und sein Hort ist. , Hindenburgs weitere Taten kennzeichnen sich durch ebenso viel Erfolge und Siege. Zwei Wochen nach der Tanncnbergec Schlacht jagte er das andere Russenheer I aus Ostpreußen und wurde hierdurch der Befreier unserer ^ vielgeprüften Grenzlande. Dann berief ihn der Verlauf des Kriegs nach der Südwestecke Polens, als eS im Oktober 1914 galt, die in Galizien hartbedrängten öfter- reichifch-ungarifchen Bundesgenossen gegen die russische Uebecmacht zu entlasten. In Sturmesetle zog Hinden- bürg bis an die Weichsel vor Jwangorod. sah sich aber von einer vielfachen russischen Uebermacht bedroht, denn jetzt hatten die Russen endlich ihre Massen zusammen und wollten den geplanten Erobecungszug nach dem Herzen Deutschlands antreten. In dieser gefährlichen Lage zeigte sich Hindenburgs Feldherrngröße von einer anderen Seite, nämlich ln der Selbstbeschränkung und in dem Entschluß zum rechtzeitigen Ausweichen. Ehe es die Russen gewahr wurden, hatte er den strategtschen Rückzug an die schlesische Grenze angetreten und dam t dem Feinde das Gesetz aus der Hand genommen. Me Russen wurden ihres anfänglichen Scheinerfo geS nicht frob: Hindenburg schritt zu neuer Tat und setzte dem schwerfälligen russischen Massenstoß de« lchnellen. um- fassenden Gegenangriff entgegen. Fast auf allen Setten eingekeilt, blieb den Russen kein anderer Ausweg, als daß sie sich bet Lodz und Lowicz durch eckige Flucht dem Schicksal entzogen, das sie bet Tannenberg erreicht hatte. Sie wichen in befestigte Stellungen „Zurück, worauf der Krieg im Osten ebenfalls das Gepräge des StellungskampfeS annahm. Mitten in dieser Lage nutzte Hindenburg blitzschnell die Gelegenheit um den Russen in der Winterschlacht bet Lyck einen Vernichtungs- schlag betzubcingen und sie zum zweiten Male, diesmal endgültig, aus Ostpreußen zu verjagen. Wie Hindenburg im Bewegungskrieg stegreich ge- wesen war, so führte er auch die Beschwerden des lang- wicrigen StellungskampfeS auf dem östlichen Kriegsschauplatz mit Erfolg durch Bet der Eroberung Polens im Sommer 1915 wirkte er auf dem nördlichen Abschnitt mit, führte seine Heeresgruppe bis vor Minsk, Dünaburg, Riga. Ec ließ die Stellungen n einer so vorzüglichen Weise ausbouen, daß alle Russenangnsse an der deutschen Widerstandskraft, geleitet durch Hinden- burgs Umsicht, unter den schwersten Verlusten zerschellten. Ende August 1916 berief der Kaiser Hindenburg zum Chef des Generolstabs des Feldheeres. Zu dem gleichen Zeitpunkte gedachten unsere Feinde, den ent- scheidenden Gewaltschlag zu führen. Im Westen stürmten Franzosen und Engländer, im Süden Italiener, im Osten Russen; Rumänien hatte sich unseren Feinden an- geschlossen. In dieser schwierigen Lage ward Htnden- burgs überlegenes Feldherrntum sichtbar. Fest standen die Fronten, aber an einer Stelle schritten die verbündeten Heere zum wuchtigen Gegenstoß, nämlrch gegen Rumänien. Rach wenigen Wochen war dieser Feind niedergeworfen, mehr als die Hälfte seines Landes in einem geradezu glänzenden Feldzug erobert. Hierin lag der Beweis deuflcher Kraft und deutscher Tat in- mitten der Anstrengungen unserer zahlreichen Feinde. Ter jahrelange Stellungskampf bedurste durchgreifen, der Neugestaltung, um den Ausblick auf eine entscheiden- de Wendung zu eröffnen. Es ist allgemein bekannt, daß Hindenburgs Rat diesen Umschwung herbeigesuhrt hat. Anfang Februar 1917 setzte der une ngeschränkte Unterseebootkrieg ein, um mit der Zeit England, unfern zähesten Gegner, an der Stelle zu treffen, welche die empfindlichste ist. Inzwischen mußte Zeit gewonnen werden. Hindenburg schuf sie dadurch, daß er die deutschen Heere aus dem Nordabschnitt des westlichen Kriegs- schauplatzeS in neue und bessere Stellungen zurucknahm, vor denen bis auf diese Stunde alle Angriffe der Feinde restlos gescheitert sind. Hierdurch gewannen wir freie Hand nach Osten hin, wie cs die sungsten Ereignisse in Galizien und bet Riga bewiesen haben. Hindenburg ist aber dem deutschen Volke nicht nur der Feldherr, sondern auch der Staatsmann. Ec darf als solcher insofern mit Fug und Recht gelten, als wir >s seinem Rat zu verdanken haben, wenn die Wirt- schüft'che Kraft unstres Vaterlandes sich unter den Bedrängnissen des Krieges riesenhaft entwickeln konnte. Bei allen Maßnahmen der Kriegswirlschaft spuren wir Hindenburgs ordnende Hand. Außerdem gelang cs ihm, den drohenden Zwist der Parteien zu begleichen und die Gesamekraft des Volkes nach dem einen großen Ziele, i ämlich dem siegreichen Kciegsausgang, hiozuwnken. Ihm verdanken wir es, daß der Ausspruch »^orchhalten und siegen" in die Ueberzeugung des deutschen Volkes übergegangen ist. nk on ttt irg aste nur Fa- ttt chig ale, iote Endlich ist uns Hindenburg b« große Erzieher, eine schwierige Lage, keine Gefahr vermochten ihn aus ner Ruhe, auS seiner Zuversicht, aus seinem Vertrauen i bringe». So ist er unS da- Vorbild der Selbstbeherr- zung, der Geduld, der Gewißheit, daß unsere Anftrengu». m rmb Opfer den erfolgreichen Frieden bringen müssen, r blieb im Wandel deS Krieges sich selbst getreu und urde auf diese Weise daS hehre Beispiel für die Ge« mthett. Seine Mahnung klingt durch unser Volk in äten und weniger guten Tagen: ^Deutschland ist nüberwindltch, wenn eS einig ist." So kann das deut- -e Volk seinem großen Feldmarschall kein bessere- An- -binde zu seinem Geburt-tag darbringen, als das Ge- bnis, es ihm nachzutun in Seelengröße und Pflicht« eue, in Schlichtheit und Behorruna, im Vertrauen uf den Sieg und auf die Zukunft. Dieje erzieh,rischen tnwirkungen Hindenburg- sichern ib^f)vielleicht den Leichen Anteil am Tante de- deutfWhr> DolkeS wie ine unvergleichlichen Taten als Feldhen', bindendurg, der field des deutfcbes Uolkei, hoch über den Parteien. Nicht verwirrt von der Parteien Haß und Gunst, icht in den Streit und Wirrwarr der Parteien gezogen, ndern hoch über allem als Verkörperung unseres ein« ritltchen nationalen Willen-, so steht der Sieger von annenberg fest verankert im deutschen Volke. Das ist cherltch das Unvergleichlichste, das diesem Manne an« iftrt, daß ec bet allem festen Willen und bet aller arten Einseitigkeit seiner Aufgabe doch nicht von ein« lnen mehr als von den andern begehrt und in An« cuch genommen wird. Er ist der Held des Volkes, aber niemals der Held einer Partei oder Irgend einer besonderen Richtung gewesen. * Reben dem militärischen Genie, daS alles überragt, was dieser Weltkrieg gezeitigt hat. schätzen wir darein Menschliche in Hindenburg mit besonderem Tank und empfinden gerade darum sein Wirken als eine oe- sondere Gnade deS Schicksal-. An der Front wie in der Heimat bindet Hindenburg alle Widerspruche und Gegem sätze. und die Unterordnung unter seinen Willen ist nicht Gehorsam, sondern Freiwilligkeit, nicht Zwang, sondern Selbständigkeit. Darin liegen die großen Wirkungen seiner Taten und Worte, daß ®U tu fo im Einklang mit unserem eigenen Wollen und Denken empfinden, daß wir sie wie ein vtuck von uns selbst fühlen und zur Tat werden lassen wollen. Die Tat und die Arbeit sind zugleich die weithin sichtbarste äußerliche Wirkung dieses unvergleichlichen Mannes. In ernster Arbeit hat er ein langes Lebe» gelebt, in schwerster Arbeit diesen Krieg geleitet, und, was wir besonders heute innigft wünschen, in Arbeit und lebendigster Anteilnahme und Führung soll er ihn zu einem siegreichen und ehrenvollen Frieden bringen, unr dann die Segnungen deS Friedens noch lange unter Mj* ki Frische deS Körpers und deS Geistes genießen 0L r Wir wissen, er begehrt keinen besonderen Tank von außen, denn die Befriedigung, die ihm seine Arbeit und seist Wirken für deS Volkes Wohl und Zukunft gewährt, ist ihm, wie jedem großen Menschen, Dank und Aner« kennung genug. Der Dank deS Volkes aber, so will uns scheinen, findet darin seinen höchsten Ausdruck, daß wir uns völlig eins mit ihm fühlen, daß sein Wollen unser Wollen und sein Ziel unser Ziel ist. Was kann eS Größeres und Schöneres für einen Menschen geben, als sich so im Einklang und Gletchklang mit Volk und Land zu fühlen. In den Hütten der Armen wie in den Palästen der Reichen umfängt ihn die gleiche höchste Verehrung, und an der Front wie in der Heimat gibt cs niemand, der unserem Denken und Fühlen höher stände. Zugleich hot die Einfachheit seine- Wesens und der Ernst seiner Arbeit es dahin gebracht, daß ihn der einfachste Mann genau so selbstverständlich versteht und begreift, wie der, der den ungewöhnlichsten und genialsten Zügen seiner Strategie folgt. DaS tiefste Innere der deutschen Ration ist in Hindenburg zu einem so achtbaren Ausdruck gekommen, daß wir ihn fast als eine Selbstverständlichkeit und nicht als ein Wunder unter unS betrachten. Deshalb begreift auch das Ausland nicht die Popularität und den natürlichen Zusammenhang zwischen diesem Genie und seinem Volke, weil eS den deutschen Geist und den deutsch:» Willen überhaupt nicht begreifen kanrr In Arbeit und Ziel sind wir so. nachdem nach der Schlacht von Tannenberg sein Name Deutschland und die Welt beherrscht, mit im vereint: wir bleiben bis zum letzten Atemzug mit ihm verbunden. Ter Wille zum Siege aber, der ihn wie uns olle beherrscht, ist gerade durch sein Dasein und durch seine Taten für uns eine Selbstverständlichkeit geworden. Jedes Wort u.jeoe Tat, die von ihm ouSgehen, dienen allein diesem Ziele. Deshalb können wir dem großen Heerführer und großen Menschen an seinem 70. Geburtstage nicht besser danken und seines Geistes Hauch nicht besser erwidern, als wenn wir unS von neuem das Gelöbnis geben und eS durch die Tat bekräftigen, im Willen zum Stege ihm gleichzublcibcn und alles, was wir tun und denken, in den Dtcnst dieses seines u. unseres Zieles stellen. Wer mit solchen Gelöbnis den Tag deS Helden von Tannenbecg begeht, wird sich seiner würdig erweisen und zugleich dem Vaterland einen großen Dienst leisten. Im Westen andauernd Artilleriekämpfe. Erfolgreiche Luftangriffe auf London. Amtliche deutrcbe Cagesbericbte. 22000 rönnen! Berlin, 28. Sept. Im Sperrgebiet um England urden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum $000 Bruttoregtftertonnen versenkt. Der Ehef des AdmiralstabcS der Marine. » wtb. Großes Hauptquartier, 29 Sept. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der flandrischen Küste und zwischen Hourhoulster tald und LyS wechselte die Kampstättgkett der Artillerie . tbrer Stärke. Heftigem Trommelfeuer in den Abend« unoen östlich von Vpern folgten nur bet Hollebeke igltsche Teilanartffe; sie wurden abgewtesen. — Am Kge Vprrn-Paschendaele wurde der Feind aus den richterltnien, die er dort noch hielt, geworfen. — Im eberschwcmmungSgebiet der Vier brachten unsere Ec« mbcc von Zusammenstößen mit Belgiern Gefangene »rück. Heeresgruppe deutscher Kronprinz. Nordöstlich von SotssonS und vor Verdun verstälkte ch der Feuerkamps zeitweilig beträchtlich; er blieb an :r Maas auch nachts lebhaft. Mehrere Vorseldgesechte, e unsere Sturmtruppe« in die französischen Stellungen ihrten, hotten vollen Ersolg. Heeresgruppe Herzog Albercht. Bet Btsel in Sundgau blieben bet einem französischen orstoß einige Gefangene in unserer Hand. » London und mehrere Orte der tngltschen Südküste urden von unseren Fliegern mit Bomben angegriffen. 9 Oestltcher Kriegsschauplatz. Heerevfrout dev Geueralscldmarschallv Prinzen Leopold von Bayern. Die meist geringe GesechtStätigkeit steigerte sich nur orübergehend bei Erkundungsunternehmen nördlich der Ulna, westlich von Luck und am Zbrucz. Heeresgruppe des Geucralsildmarschalls von Mackensen. Russische Abteilungen, die in Kähnen über den Seccth nd de« St. Georgsarm der Donau gesetzt waren, wurden irch schnellen Gegenstoß verteiebcn. Mazedonische Front: Keine größeren ^Gefechtshandlungen. Der Erste Generalquarttcrmetstec: Ludendors s. » Berlin 89. Sept. abends Bisher sind größere ampfhondlungen von keiner Front gemeldet. « wbt. Große» Hauptquart ier. 30. Sept. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei ungünstiger Sicht blieb bet allen Armeen die .escchtStättgkett geringer als an den Vortagen — In ländern war der Artilleriekampf an der Küste und iendS von der ?)frc bis zum Kanal EomineSUpcrn ark. Vorstoßende englische EckundungSabteilungen wur« .n an mehreren Stellen abgewtesen. — Vor Verdun ar, von vorübergehender Feuersteigerung abgesehen, e Kampftättgkett mäßig. Unsere Flieger griffen erneut die Docks und.Speichel; in London, sowie RamSgate, Sheerneß, Maraate an. Wirkung der Bomben war an Bränden erkennbar Die Flugzeuge find sämtlich unbeschädigt zurückgekchct. O Oestlicher Kriegsschauplatz Keine größeren Gefechtshandlungen. Mazedonische Front. Zwischen Ockrtda-See und Eerna war das Feuer lebhafter als sonst. Der Erste Generalquartiermeister: Lu den d orff. » Berlin, 30. Sept., abends. Keine wesentlichen Ereignisse. Wieder 25000 rönnen. Berlin, 30. Sept. Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 25 000 Brutto Reg.-To. versenkt. Ehef des Admiralstabs der Marine » wbt. Großes Hauptquartier, 1. Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern war der Artillerickampf an der Küste und im Logen um Apern vom Mittag an stark; er bsieb auch nachts lebhaft. Englische und französische Flieger haben in letzter Zeit im belgischen Gebiet durch Bombenabwurs erheblichen Sachschaden verursacht. Die Angriffe forderten unter der Zivilbevölkerung zahlreiche Opfer. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs der AtSne, nordöstlich von RetmS und in der Champagne lebte die Feuertätigkeit auf, teils in Verbindung mit ErkundungSgcsichtcn, die uns Gefangene ctnbrachten. — Bor Verdun hielt sich die Kampftättgkeit in mäßigen Grenzen. 9 Unsere Flieger warfen wiederum auf die militärischen Bauten und Speicher im Innern Londons Bomben ab. Zahlreiche Brände kcnnzeichneten diesen Angriff als besonders wirksam. Andere Flugzeuge griffen Margate und Dover ersolgretch an. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt zurückgekchct 14 feindliche Flieger sind gestern abgeschossen wo den Leutnant Gontcrmann errang seinen 37. und 38., Oberleutnant Berthold den 27. Sieg in Lustkampf. » Oestlicher Kriegsschauplatz: Die Lage ist unverändert Oertliche Infantcriege- sichte riesen an einzelnen Abschnitten vorübergehende Steigerung der Feuers hervor. Mazedonische Frost Keine wesentlichen Ereignisse. Ter Erste Generalquattirrmeister: Ludendorss. » Berlin. 1 Lkl, abends. In Flandern und vor Verdun wechselnd starke Feuertättgkett und örtlich für unS günstige Jnsontertekämpse — Im Osten nichts Besonderes Die Zrlchnong der «riegranlcihe ist das öfftnilichr vankgkdrt d«; deutschen Volker. Die berwcbe Candes-fiypotbekenbank geivSdrr gegen kostenlose Bestellung oder Verpfändung erster Hypotheken auf beleihungsfähtgen Grundbesitz Oäk« leben, die rnr Leicbnung von Kriegrsnleibe bcfflmmr sind. bis zum Hüchstbetrag von Mk. 20 000 zu bereits bekannt gegebenen besonders günstigen Bedingungen. Die Darlehen sind von der Bank aus unkündbar, vom Schuld« ner aus jederzeit kündbar. Der Dartehnszinssuß ist nied riger als der Kriegsanleihe-Iinssuh. 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