( p iaii). lv '°W ; 5 :;Äar.l tCßCHCV SftlllMft « "'chrich.en) a _,_ _ oft Bezugspreis 50 Pfg. monatlich vierteljährlich 1/>0Mk., vorauszahlbär, frei ins Haus. Abgeh olt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung n ich t verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag her „Gieftener Zeit»«-", «ießen. Lxpeditio«: Südanlage 21. Anzeigenpreis 20 PtO- die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärt» 30 Pfg. Die 00 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grvhe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung de» Zahlung»- ziele» (BO Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener VerlagSdruckerei, Altziu Mein. ^oder * 'Ar. 82 . 30 . Jahrg. JTT; tn ®'ö^en. Darm- öalieniteine, ^u : lung. vsrbeugrni gegen lzumP nH-NNch •M, Die kampfbewährte 4. Armee behauptet die Flandernfront. 12 englische Divisionen nutzlos eingesetzt. Große Erfolge der deutschen Kampfflieger. Im Osten fast Ruhe. Jlmtlicbe deutfcbe Cagesbericbte. feuergelrcbi an fianNrrnr Mir. Berlin, 26. Sept. Am 24. September, abends, hatten unsere Torpedoboote an der flandrischen Küste ein Feuergefecht mit feindlichen Zerstörern und F ug- zeugen. Im Wrlaufe des Gefechts wurde ein feind liches Flugzeug abgeschossen und die Besatzung, zwei englische Offiziere, gefangen genommen. Unsere Torpedoboote hatten keine Verluste. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 27. Sept, abends. In Flandern nach- mittags wieder zunehmender Artilleriekampf. — den anderen Fronten ist nichts Wesentliches gemeldet. 26 t ooo tonnen! Berlin, 26. Sept. Durch unsere U Boote wurden ruf dem nördlichen Kriegsschauplatz wiederum 26,000 'Zruttorcgistectonncn versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Sieben SckMe oerfenKt. Berlin, 27. Sept. Im Aermelkanal und in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote wiederum vier Dampfer, zwei Segler, ein Fischelfahrzeug versenkt. Der Chef des AdmiralstabeS der Marine. Oesuedt! onioure und erfahrene Großes Hauptquartier, 27. Sept. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Schlacht in Flandern hat gestern vom frühen k8M0Nia»p« borgen bis tlef tn die Nacht hinein ununterbrochen !lwLicht-irnbHtttftania 0 ei ;ctobt; in Kleinkümpfen setzte sie sich bis zum Morgen itt! Meijetoiten mjeJen Dr t _ Wieder hat die kampsbewührte vierte A mee «.. H ÄfSKÄ Ä tütete den Angriff ein. Hinter einer Wand von Staub >md Rauch brach die englische Infanterre zwischen Mangel J,are und Hollebcke vor, vielfach von Panzerwagen be^ ,. leitet. - Der beiderseits von Langemark mehrmals 7M°LLrmende Feind wurde st/ts durch Feuer und im n ortiav tabkamvf abgeschlagen. — V >n der Gegend östlich von g. saf 1 er cv ulten bis zur Straße Menin.Apern gelang den h i S n lilfill Nfllänban bis z^ Vcc •A« T^ierDhoniia k ^ seiner' artillectsttschcn Massenwtrkung suchte der . u. tt . eind das Vorztkhen und Eingreifen unserer Reseden U. hemmen Die eiserne Willenskraft unserer Regi- >MSMadcheU-ucntec brach sich^ durch die Gewalt des Feuers Bahn. wbt. Großes Hauptquartier, 28. Sept. 1817. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Aus dem Schlachtfelde in Flandern steigerte sich von Mittag an der Feuerkampf wieder Abends lag Trommclf.uer auf d:m Gelände östlich Dort schritten die Engländer zu starken Teilangriffen nordöstlich von Frezenberg und an der Straße nach Menin. Auf beiden Angriffsfeldecn wurden sie durch Feuer und im Nahkampf zurückgeworfen. Am Wege Vpern Passchcndaele sitzt der Feini noch in einigen Trichtern unsirec Frontiinie. — An der Küste war abends die Artillcrietätigk it lebhaft Auch an mehreren Ab- schnitten der Front im Artois nahm sie zertweilig zu. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der Aisne und tn der Champagne schränk- ten schlechte Sicht und Strichregen die Gefechtstätigkeit tagsüber ein. Abends lebte sie auf. An mehreren Stel. len hatten unsere Erkundungen guten Erfolg. 2Zor Verdun wurde am Nachmittag der Artllleriekampf stark. Auf erfolgreichen Kampsflügen schoß in den letzten Tagen Oberleutnant Berthold seinen 25., Leutnant Wüsthoff den 22., Leutnant v Bulow den 21. Gegner ab Oberleutnant Waldhausen gelang es gestern, I Flug. zeug und 2 Fesselballone zum Absturz zu bringen. Ocstlicher Kriegsschauplatz Nur in wenigen Abschnitten zwischen Ostsee und Schwarzem Meer erhob sich die beiderseitige Feuertatig. keit über das gewöhnliche Maß. Mazedonische Front. Aufklärergeplänkel im Sknmbi- und Strumatal. Stärkeres Feuer nur im Becken von Monastlx und sud- wäbrend sechs Millionen Tonnen feindlichen Schiff», raums zum Versinken gebracht worden find. Das war Deutschlands Schwäche und das der Zusammenbruch, den unsere Feinde als die Ursache unserer FrledenSbe. reitschaft glaubten auSgcben zu sollen. Sie haben sich noch immer nicht daran gewöhnt ^ begreiscn, daß unsere FrtedenSberritschaft gerade umgekehctdasbeste Ke Lei- unsrer Stärke und unserer StegeSgewißhett ist. So wagen es denn die Herren in Pari» und London auch diesmal wieder, das Ende der deutsche« Kraft zu vrovbezeihen. Auch diesmal vermögen sie nicht zu er- kennen wie unser Entgegenkommen gegenüber den Wünschen des Papstes getragen wird don unsrer uner. lckütterltchen Zuversicht und von der Sättigung unsre» Erfolg». Solcher törichten Selbstgewibh-tt wird Hinden- bürg» Kundgebung, „daß wie wirtschaftlich und will tärisch für weiteren Kampf und Sieg gerüstet find . ein rauhes Ende bereiten. Unsre Feinde wissen, was solches Berettsein bedeutet, wenn der Sieger von Tannen- bera und von Flandern es ankündigt. Wenn sie in ihrem dummen Trotz beharren, werden sie HtndenburgS Worte bald als verderbenbringende Tat auf sich uiede^ahren fühlen, und dies umsomehr, als sich für Deutschlands unüberwindliche Rüstung neben Hindenburg »IJ J« die Reichsleitung, sondern auch d-e dmtsche Voiksvcr tretung und mit ihr das ganze deutsche Volk fetzt ww ie zuvor verbürgt. Unsre Feinde werden gu tun, im Anschluß an Hlndcnburgs Erklärung noch einmal zu lelen wie die sich zu einem VerständigungSfrteden be. kennende Mehrheitsentschließung des ReichswgS auSge- klungen hat: „Solange jedoch die feindlichen Regierungen auf einen solchen Frieden nicht eingehen, solange sie auf Leben und Entwicklung gesrchtcr.t ist. ^n seiner Einigkeit ist das deutsche Volt unüberwindlich . Dar deutsche Volk aber ist heute einiger denn !-; neben^n- andecstehen Kaiser und Volk, Hindenburg und die Reichs rcgtecung.__ zeitöchiil Qßugtiii-ö • ••«% an Kenner wurde in frischem Anwurf an vielen Stel- Stärkeres Feuer nur im —— SrL zJSsrJESSstfSA "* * . ,fl l C. 3»"SVi. ^ i'd am Abend um Ghcluvelt gerungen. Das Dorf Wb in unserem Besitz. - Weiter südlich bis an den ■ftandt Comines Ypern brachen wiederholte Sturme der _ M ,z.naländcc ergebnislos und verlustreich zusammen. Niü-leUKl ^ 0 bisher seine Angriffe nicht erneucrtt «^Mindestens 12 englische Divisionen waren in Front ff m 5n" t fSt. Sie haben die Festigkeit unserer Abwehr “«LrfwA H^-Bcht crichüttert — In den übrigen Abschnitten der " Front und im Artois steigert sich nur Berlin, 28. Sept., abends. In Flandern leb> hastec Arttlleeiekampf. Sonst nichts von Belang. vir deutfcbe Pflicht. Rindenburg verbärgt ficb. Wie alle Bekenntnisse Deutschlands zu einem ehc° ^kril'Rk'nswillen sl) dot auch die Antwort an den Papst bei unfern Feinden ein kleines ^^verstc^ndnis T^kUldr sch7n Front und im Artois steigerte sich nur u 6e l unfern Feinden ein uemes tsafsr 1 * N sm sä -f Heeresgruppe Deutscher Kronprinz r ,T u l ßo nbon tnimer wieder oos den gletchrn Trick ver Nordwrstlich von Soissons in mehreren Ab chnitt Paris . 2 ^ ^ als Deutschland im Dezember de. U m des'Dames und auf drm Ostufer der )as blieb die Kampsiätlgkeit der Artillerien lebhaft j kam nur zu örtlichen Voefeldgefichten S scindliche ich«"' e rden. fallen Sie haben, als^ Deutschland im Dezember des veraanaen Jahres die Welt seine Fcledensberettschaft Flugzeuge sind gestern abgeschossen nur zusammenzureihen, welche Schaden Deutschland fteinben seit dem Dezember 1916 zug.sUgr yar, b aucht nur zu überdenken, wie unerhölt b s auf den Tan alle feindlichen Anstürme zusammengc- Ocstlicher Kriegsschauplatz. ^ i Bei Dünaburg, am Narocz-See, südwestlich von . . ück, sowie in Teilen der Karpathenfront, der rumänischen ‘‘ bene und an der unteren Donau auflebendcs Feuer. Mazedonische Front. ) Keine Ereignisse von Bedeutung. tz Der Erste Generalquarriecmeister: Ludendocfs- Die hessische Handwerkskammer versendet folgenden ^Jn diesen Tagen ist die 7. Kriegsanleihe aus. gelem worden Wiederum wendet sich das Vaterland an uns. Es gilt d>r Herbeisuhcuug einer stegreichen u«d ehrenvollen Beendigung des Krieges. Die vat^- ländische Ehre, die deutsche Treue und das deutsch« Pflichtgefühl verlangen von uns das Anspannen aller Kräfte. . , Schauen wir einmal zurück in die Vergangenhe (Sifilanb bat bei Beginn des Krieges das stolze Wort geprägt von den silbernen Kugeln. A^er was st d n im Laufe des K.icgcs geworden aus seinen be. rühmten silbernen Kugeln? Wirsehen, wie cL ,etzt demütig zu seinem Vetter jenseits des Meeres J ü \ M und seine Bundesgenossen die silbernen Kugeln gießen läßt von einem anderen Volke? W i r haben unsere silbernen Kugeln selbst gegoffen aus eigenem Metall. Sechs Kriegsanleihen tegen bttrter uns. Ihr Erfolg war ein glänzender Beweis für die hob. Kraft unserer Volkswirtschaft, für unser na o- uales Wollen und Können! Wollen wir fetzt bet dlesem -.»»» Mnse des Vaterlandes erlahmen? DaS ist für deutsche Männer, die noch einen Funken deuffchen Ehc. gesühls besitzen, ein Ding der Unmöglich ettt Wir lotsten und fühlen es alle, es geht fetzt um unsere deutsche ^ Schauen wir einmal in die Gegenwart. Unsere und aus den Wällen von Dünamunde. Der elfte mu allen erdenkbaren Mittel» unternommene Angriff am Isonzo ist kläglich zerschellt. Ist eS da nicht unsere einfachste Pflicht und Schuldig keit, ihnen jetzt zu zeigen, daß auch wir auf dem Posten find. Unser Hindenburg steht an der Spitze der Werbearbeit. Nur ihm und seinen unvergleichlichen Truppen verdanken wir eS, daß wir ,« Sicherheit unser tägliches Brot effen. Ein schwacher Ausdruck treuen Tankes ist es. wenn wir nun auch ei» Dertcauen zu uns mit allen Kräften ehren. Ec feiert in dielen Tagen fein Geburtstag-fest. Können wir ihm eine würdigere Festgabe bringen als einen vollen Erfolg der 7 Krieg«' anleihe? „Treue um Treue- ist ein alter deutscher Spruch, und die Treue ist von j-her ein glänzender Zug des deutschen Volkes gewesen. Schauen wir einmal in die Z u k u n f t Wir wissen eS alle, es handelt stch in diesem Kriege um die sichere Existenz des deutschen Vaterlandes. Was aus uns werden würde, wenn wir nicht siegreich auS ihm hervocgehen sollten das zeigt uns das Beispiel Irlands, Indiens und des unglücklichen Griechenlands Die sichere und ungefährdete Existenz des deutschen Vater- landeS steht aus dem Spiel Bei diesem Worte müssen die Herzen und der Wille reifen zu machtvoller Kraft. Die heilige Pflicht der Selbfterhaltung zwingt unS zu tun, was irgend in unseren Kräften liegt, die Rück- sicht auf das Wohl unserer Kinder und KindeSkinder! T i t deutsche Ehre, die deutsche Treue die deutsche Pflicht ruft uns zum tatkräftigen Handeln auf. Beweisen wir auch diesmal, daß wir Deutsche sind. 0 : 010 : 0 : 0 : 0 : 0 : 0 ^OIOIOTOIO ®( 5 )® 3 ) mit* Gold grfjört in rifrrnrr Zrit örm Ufltrrliiiiör! Dort stärkt ra unfrrr ftrirgoriiftung! Dort orrhiirjt ro örn Krirg. Dir 60IK- anhaufftrllr bezahlt den oollrn 6oIdwrrt. 010 : 0 : 010 : 0:010 Die Schuld am Kriege. (Sine Kjlalbemofcatlfdje Frieden» und NclegSschrift Die bedeutsame Rede, die der sozlaldrmokc. Reichs- tnqSnbgeordnete Dnvld vor dem holländisch skandinavischen FrledenS-Koml ee in Stockholm am «i. Juni 1917 »'hallen hit. liegt jetzt a'S Broschüre vor, vom Vorsiand der sozialdemokratischen Pmtet Deutschlands heraus.,e- ll'ben und im BoiwäetS Verlag erschienen. Die Rede vertritt mit Energie und Geschick den deutschen Stand- punkl, ober da dieser deutsche Standpunkt zugleich eine objektive Begründung umfaßt und die soztaldcinok-a- tische Mehrheit diese Gründe vollkomme» eingcsehen Hot und verteilt, so wird das Schiiitchen weit über soztaideiiiokeatts.be Kreise hinaus Interesse und Bedeutung erlangen. Die Rede sollte in Stockholm den Frieden vorberettrn, ober sie ist durch ihre logische Zusainmen- sassung und durch ihre kühle Sachlichkeit zugleich ein g änzende» Plaidoycr sür den deutschen Krieg geivorden, sür den Krieg Deutschlands in Verteidigung und Abwehr. Nachdem David die allgemeinen Ursachen, die " iü. « kapitalistischen Streben der ganze» Welt nach Rohstoffquellen und Absatzmärkten für ihre Waren sucht knapp und kurz dargestellt hat, bespricht er die letzten entscheidenden Ereignisse, die zum Ausbruch des Kriege» selbst suhrten. (Sc untersucht die Politik England». seine Verbindung mit Rußland und Frankreich, die Unter, grobung de» Dreibundes und olle anderen Mittel die einmal dazu führen muhten. Deutschland und die Zentral. Mächte politisch einzukreisen, aber auch andererseits die Absicht hatten zugleich die wirtschaftlichen Müglichkeiten der Welt ausschließlich unter England und seine Lundes- J, n . «Wt X 11 ® 1 .*" dieser letzten Hinsicht prS„t ec da« hübsche Wort, daß die Entente sich als Ver teilunglitzudikat stabiliert habe und daß alles andere mit Naturnotwendigkeit aus diesem Mechanismus habe /•"l*" «ehr beweiskräftig und in ihrer Sach lichkeit überzeugend, wirkt besonders die Darstellung von dem Ausbruch des Kriege». David Ichild.-rl kurz, aber doch erschäpsend den serbischen Konslickt, die Absichten ^tsch andS, die direkten Verhandlungen zwisch n Wien 1 I n r0 ,u 'Ordern. den Konferenzvorschlag Greh, ebenfalls von Deutschland gesörd.e, und schließ! angenommen, von Rußland aber . ePl n ? b ban " b,t 'uss sche Mobilisation, den Be- b J® 3 «1 blefer Hinsicht wäre e» erwünscht, wenn b«t de» Neuauflagen der Schrift, die sicher zu B o»ß "iinh*’ bo s J* '' * u9,0fle tm Luchvmiinow jrW“ e 5. bl “? '"»wischen veröffentlichte Del,so» ge i.?"' ^'"eral Heit und dem Genera,stab J ,wt>»egeben wurden Am Schluß ferner k-lbehand".. d'c Reichsiagrabgeordnete David die belgtiche Neutralität. die Vertragsbrüche und die Greuel des Ketege», um als Äusklang immer von neuem den ? r t S ?'*v l / < * ),a " bs , als *'" tn Krieg der Abw he und t , tT'.iü,' 'Ubenietsen und die I.sommengehör.g- keil der deutsche» Lozialdemokeatie mit ihrem Volke und ihrem tZande zu beteuern. Die ganze Lchrm r.iq,. net sich durch eine außergewöhnliche Klarheil und Ein- achhe.t der Sprache und der BeweiSsüheung aus und lst lm beste» Sinne des Won s national und paniotleb obwohl icdes starke und verletzende Won izegenübee den Gegnern mit aller Absicht bei meidet Wir wisse« nicht, wie die Rede deS deutschen sozial» demokratische« Abgeordnete« auf seine Bcuderpa te cn qewttkt hat, aber man sollte annchme», daß sie auf jeden wirken müßte, der sich auch nur einigermaßen einen vorurteilslose« Blick und ein klares Urteil in die- frn Weltstücmen bewahrt hat In jed m Falle habe» wir hier eine glänzende Beweisführung für die Gerech» tigkkit der deutschen Sache, nir das AuSharrcn und Ducchhalten Deutschlands in diesem Kriege und bami; nicht mir eine FriedenSschrift, sondern auch im best n Sinne des Wortes eine KriegSschrtft, d: wir lm In» und Ausland die weiteste Verbreitung wünschen möchten. Hur Stadl uad Caud. t^in würdiger Dank an unsere Ärieger. Am I. August haben viele rheinische Städte den 3. Iah cS tag der Kriegserklärung mit schkichtrn ErinnecunoSab n- den würdig begangen. Am würdigsten aber dank n wrc unseren He den, vor allen den Toten, sür ihre bei piellose Treue, indem wir in ihrem Grifte fröhlich Opscr bringen u o. durch den Verkauf unserer überflüssigen Goldsachen die Goldrüstung der Rrichsbank stärken Ist ein solcher Verkauf überhaupt ein Opfer in dieser Zeit zu nennen, während unS in de» Straße» in jedem Verwundeten eine ganz andere Lpferwilligkeit entgegen« tritt? Vor jedem Verstümmelten, der fein Gebrechen als die natürliche Folge einer selbstverständlichen Vater' ländischen Pflicht klagcloS erträgt, muß ja der Besitzer protziger Goldfachcn erröten. Fort daher mi dem Gold zur R e i ch S b a n k. Dort stärkt cS unsere Rüstung, dort verkürzt cS den Krieg. Du brauchst kein Geld um je hi Kriegsanleihe zu zeichnen denn die bequemen Zahlungsbe dingungen lassen Dir Zeii. Ou mußt Dir nur überlegen, was Du in den nächsten Wochen und Monaten voraussichtlich verdienen wirst. Mchnc )avon ab, was Dich Oein Lebensunterhalikostei - und Du weihi, was OuDeinem Daierlande leihen kannst. Darum zeichne! Die hessische Arieg.sparkarte Im Großher- zogtum Hessen kommt bet der firbenten KriegSanletbe eine künstlerisch auSgeführte KriegSspal karte, die als ein dauerndes Krtegscrinnerungsblatt gedacht ist, zur Aus- ?°bc. Den Entwurf lieferte der Militärkcankcnwärt.r Iochheim dcs unter künstlerischer Leitung von Prof. Hugo Eberhaedt stehenden Werkstätten und Berufs ubungS^LazarcltS Technische Lehranstalten Osscnbach a M D.e Karten druckt n Kriegsbesä ädigte unter dem Buchdruck imeister deS Lazaretts M. G . Schütze D't'chler tm Verein mit der Buchdruckerel Wilhelm Gerstuna. Hkftung zu Blocks geschah gleichfalls tn. ihr Buch Dlaorcrt bc» BerulLübungs Lazarett). ES werden Werte ouSgegeben zu l Mk. 5 Mk , \0 Mk. und 20 VH ihn oufjumunLrn eine Secre der t Karten zu erwerben verschiedene Farben, rot. gelb, g an und -osa grwau t ^ >e rrNen Drucke sind schon allSgcgtben Allein . n'chcln nach finden dle schön.n Er'nnr.ungsblätt»r die st b in besonderem Maße als Weihnachrc . Gcbu-l tags und Patengeschenk eignen, eine raiche Abn^hcm 'Giessen Die Stadtverordneten-Versammlung bechloß, lm Interesse dir Allgemernheit den Theater- betri b auch während der vierten KrlegSipielzeit aufrecht zu erhalten, zumal eine Deckung von 90 Prozent der angeforderten Kohlenm nge sichergestellt ist. Die Garantiesumme der Stadt, die seither während der Kriegs zeit aul 10,000 Mk. angeletzt war, wurde lvegen s rx erhöhken Schwierigkeiten des Betriebes auf das doppelte »estgesetzt. * Gut schäumende ^eife au« Uosskassauieu! l^egenwärtig -allen d^e wildrn Roßkastanien von d^n Bäumen Man kann auS d.-nielbrn eine vorzügliche Seife Herstellen. Brrsahrcck: Sech» ungeschälte Roßkastanien w.rdcn aus dem Reibeisen recht fein gerieben. Der Brei wi.d mit vier Liter Regenwosscc übcrgoffen und 24 Stunden strhen gelassen Dann wird derselbe durch rin Sieb oder einen feinen Leinenbeutel durch- sciht Zum Waschen wi d dikies Kastanienwaffcr gut erhitzt Eo ichäun-t und reinigt alsdann wie beste Slii'nlau y. €in neuer feind der 6efundbeit. Zu brn Feinden unhn« Volhs, welche feit KriegSbr- ginn ,n stetem Wachstum begriffen sind, deren Vernichtung auf große Schwierigkeiten stoßen dürfte, gehört ein biShrr als viel zu harmlos betrachteter tarnt* fchmarotzer des Menfchcn, das ist dcr zur Ordnung der Nematoden gehörige ,2)la ben lu u r m", auch „Springwurm" oder .Pfliemenschtvanz" genannt. Ec st ein naher Veiwandler dcr „Blutsauger", der in den Bronchien d.s Schafes vorkommcnden Stronglyden. Würde der Schmarotzer nicht bereits in fast allen Familien Eingang gesunden haben, in denen Kinder leben (eS ist zu vermuten, daß an anderen Plätzen die Plage nicht minder herrscht als am Platze des Autors), würde seine Beidiängung nicht aus ebensogroße Schwierigkeiten stoßen, als die Acqutsition des eklen Gastes 'ich leicht gestaltet, würde nicht das Nebel zu einer rechten Voiksplage sich auszuwachscn drohen, so wäre^eS unangebracht, die öffentliche Aufmerksamkeit auf bloß unrc- qutckliche Zustände oder Vorkommnisse zu lenken. Andrerseits i der wäre cS grundverkehrt. wollte man der zweifellos destruiecenden Tätigkeit der Parasiten, zumal bet dem Umfange, den die Invasion bereits angenommen Hot, sowie angesichts der ohnehin bereits durch Unterernährung z. T. geschwächten Konstitution unserer Kinder tatenlos zuschauen. Der Madenwurm bewohnt den Dickdarm deS Menschen. Zumeist während der Nachtruhe verläßt das etwa ciu Zentimeter lange Weibchen seinen Wohnort zw ckS Eiablage in der Umgebung der AuSgangspsorte, wobei cS durch schlängelnde Bewegungen mit einem am Hinterletbe befindlichen, chitinaltigen, spitzen AuS- läufcc jenen unausstehlichen Zuckcciz verursacht, welcher das tu seiner Nachtruhe unausgesetzt sich gestört fühlende Kind zux Zerezuetschung des Parasitton veranlaßt. Dies hat aber die ständig! neue Infektion des KmdeS mit jüngeren und daher lebend-fähigeren Wurmerem- plaren zur Folge; denn dem zerquetschten Tierlcibe entströmen zugleich hunderte von mehr oder weniger reisen Wucmetcrn, und mit der NahrungSausnahme am nächsten Morgen finden die in de« Eiern sich rasch netwickclndcn Emblyonen von neuem den Weg zuu kindlichen Darm zurück. Daher ist das souveräne Heil mittel zu einer wirklich daiierhastcn Heilung die peinlichste Sauberkeit und wenigstens fünszehnmal am Tage wiedeiholte Reinigung der Hände und besonders der Fingernägel mit Seife oder helßent Sodalvaffer lind krästtgcc Handbürste. Zum Schutze gegen die Reinseklton wurde für jüngere Kinder das Tragen von Badehöschen nachts empfohlen. Lange Fingernägel, unter denen die gcsährlichsten Bakterien und Flcchtenecregec eine willkommene Brutstätte finden, üppig nährende Berpstegungsstotionen sür alle Mikroorganismen auf dem Wege ihrer Ucbcrwanderung von Mensch zu Mensch — lange, ungepflegte Fingernägel mit sog. Tcauerrän- )ern, die wirksamsten und gefährlichsten Impfnadeln zur Uebcrtmpfung aller Kcaukheltskeime, die in gleich uu- pfpflegtem Zustande bci keiner einzigen Tierart anzu- treffen sind, die müssen natürlich in erster Linie dauernd icscitigl werdm, wenn nicht die dort ausgebrütctcn 29urmcmblyonen stets neue, virulentere Wurmkolonien dem kindlichen Darmkanale zuführen kollcn Die ErörKcung dieser Zusiändc erschien mtc für )ie Beseitigung der Schäden uncrläßitch Bon den im übrigen angewandten Heil kuren besteht eine der älteren und vollkommen ausreichenden in der drei Tags lang fortgesetzten, je dceimaltgen Darreichung von M 0,025 Gramm Santonin. wobei täglich mehrere Knohb iauchklysttcre untecstütz.'nd wirken. Unter Umständen e'mpsichlt sich die Durchführung der Kur in einem Hospitale Eine Wiederholung der Kur nach 14 Tage« st erforderlich. Dc. med. E. Eoctzc ^ 4)c. med. Oocpc(£| Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. vir sioldankaulstelle Iff hit .iif A#iSrfa»f . ist dir Jir weiterer geökkiet r vienslag naedmiltagr v^n r -5 lldr Samuag vormilläg; von io-ir',lldr Der Ehrtiaiifchn» der «oldankaursricllc : Ör. ufinger. t'bp&s 2 90 äE au f' le ftetJt j^ozr», "*» .«re &«<«: eineV“!) d-„ f Die ‘ M !l"° der Schult - Reparatur, ■ ÄrawscA/oP^r^rra«®“ 652683 sn in jeder Grösse gelieferf nnd i,«- ^ Dt dn; R°ß- off » 5 t ?Wfen Oe ««ÄM i 6 J behoben. — Die Sohlen sind billig werdpn in iP ,w r •• . , UI1( ^ « TraUO“ Wiederverkäufer Preise«^ ^ ^ ^ ^ U» von Jedermann stL un.er die Schuhe angebracht werden. Ä ÄÄSKSÄ «“"JWiWhk. _miHM Untervertreter gesneht. ***’ Nr - * 5 - V.rw«ni«. Kr«ji-Pf« nn i 9 .. Marken 2U ^ 0 ?' ^ und ^0 Pfennig und MZUZVfCNHICr ranjWK® hÄ,T' ■®S: *s$*a Wonnt. Sc J i> der In ben -twnghdkn. ? in f»ft aUen dkien Kinder »"Mm Lk Autom. 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