Bezugspreis 50 psg. monatlich vierteljährlich 1^0 Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags — Redaktionsschlutz srüh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verla, btt „«ießener Zeit«»,", Gieße«. Erpeditio»: Züdanlage 21. Knzeigrnprei; 20 Psg. die 44 mm breite P e t i t z e i l e, für AuSwärt» 80 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Lrtrabeilagen werden nach Gewicht und Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung». zieleS <30 Taget, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Koukur» in Weg'aÜ. Plavvorfchriften ohneBerbindlichkeit. Druck der (Sießeuer Berlagsdruckerei, Aldin Mei«. '^r. 77. Telephon »tr 3ö-2. _ Dienstag, ben 18. September 1917. Telephon Rr. 382. 30. Jahrg. Größere Gefechte in Flandern und um Berdun 18 feindliche Flugzeuge abgefchoffen. zu«b^ flmflicbe deutfcbe Cagesbericbte. ^dingtenOpfer 2 wtb. Großes Hauptquartier, 15. Scpt 1917. Zutschen Freden Westlicher Kriegsschauplatz, t nach dem andern in " Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. MM Wch den Clou," 3" einzelnen Abschnitten der flandrischen Front m steigerte sich abends wieder die Kampstätigkett dir Ar. ttllerien. Dem Trommelfeuer am 14. September vor- . mittags folgte bei St Julien ein englischer Teilanoriff. " der im Gegenstoß zum Scheitern gebracht wurde. Eine Anzahl Engländer wurde gefangen einbehalttn. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. tt ^ Am Winterberg bei Eraonne holten Stoßtrupps eines badischen Regiments bei einer Erkundung Gefangene aus den französischen Gräben. — An der Straße Somme—Py Sonain brachen die Franzosen zweimal ohne Feuervocbexeitung gegen unsere Stellung vor. Ginge- Erholungsbedürftige Tue drungener Feind wurde durch Gegenangriff der Bereit- finden gute Pension i» lchaften sofort geworfen; Gefangene blieben in unserer idyll. Harzort, 5 M. v. & Hand. — Auf dem Oftufer der Maas stürmten nach Pensionspreis5 Mk. Aiytr kurzer Feuerwirkung Teile einer kampfbtwährten ba erbeten dischen Division die Höhe östlich des Ehaumcwaldetz. Frau A. Melliu, Der Feind leistete zähen Widerstand, der im Nahkampf Neinstedt a. Harz, gebrochen wurde, lieber 300 Franzosen wurden gefangen. — Die blutigen Verluste des Gegners erhöhten sich noch bUt * ^ebnislose Gegenangriffe. ^suite des Seechzierko^ Zimmer mit Pension 5.5Dü f illa Olga. Frau D. Hij Ab Lager HM freibleibend: i IB500 Dos.SemHch vorzüglicher BroiauW Wurst ähnelnd, zu M. 242 per 1 Pfd 2800 Dose» M«' zu M LS» p" l Pi^r 7500 Lch» lA® artigen MmW 5 u 3JH. 4.45 per 1 ««»ff.“ 1 ,.?LKS __ g5W**' ' nifttä e- »w hromtnen i*?*rWä ' 1 ‘ -j chen Wve- Leutnant v. Bülow schoß den 20 Gegner im Lustkampf ab. Oestlicher Kriegsschauplatz: Bei geringer Gesechtstätigkeit 'blieb die Lage überall unverändert. Mazedonische Front: Keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiermeister: Li! den d orff. » Berlin, 15 Sept., abends. In Teil-n der flandrischen Front und südöstlich Areas lebhafte Gefechts tätigfeit. — Vom Osten nichts Neues » 20000 Tonnen versenkt. Berlin, 15. Sept. Neue U Bootserfo'ge im Aeimft !anal: Vier Dampfer und 1 Segler mit rund 2ÖOOO Bruttoccgisteitonnen Die Dampf-r waren sämtlich bewaffnet. Einer davon war ein Tankdampfer. Der Segler hatte 1400 TonS Oft. Reis und Ltück.ut nach Le Havre geladen. Der Chef ins Admicalstabs der Marine. O wbt. Großes Hauptquartier, 16 Slpt. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. An der flandrischen Front wechselte Ne Feuertätig' keit in Ausdehnung und Stärke. Vornehmlich an der Straße Menin Upern lagen heftige Feuerwellen auf unserer Kampfzone. Dort griffen mehrere englische Bataillone au, deren Ansturm fast durchweg verlustreich zusam« mnbrach. Nördlich der Straße drang der Feind in un- seren vordersten Graben in Kompagniebrette ein. I — Südöstlich von Arras steigerte sich nachmittags das feindliche Feuer schlagartig zu stärkster Wirkung. In künstlichem Nebel brachen kurz darauf die Engländer in 1500 Meter Breite bei Cherisy vor. Flammenwerfer und Panzerwagen sollten den Sturmtcuppen den Weg Lohnen. Unsere kräftig einsetzende Abwehr durch Artillerie und Maschinengewehre brachte den feindlichen Sturm zum Scheitern. Wo der Gegner in unseer Gräben gelangte, wurde er durch die Infanterie im Nahkampf zmückgeworfen. — An der gleichen Stelle Wiederholte der Feind seinen Angriff kurz vor Dunkel- heit; auch diesmal schlug sein Sturm verlustreich fchl. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Außer Eckundungsgefechten und zeitweilig lebhaftem Störungsfeuer in einigen Abschnitten war die Kampftätigkeit gering. Auf dem Oeftlichen Kriegsschauplatz u«d an der Mazedonischen Front keine größeren Kampshandlungen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorss. Berlin, 16. Scpt., abends. In Flandern an- und obschwellende Feuertäligkeit mit vereinzelten Jn- fantenckämpfcn. — Sonst nichts Wesentliches. « 23000 tonnen Berlin, 16 Slpt. Im Atlantischen Ozean, Bis- caya u->d in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote witder 4 Dampfer und 1 Segler mit 23000 Bc.-Reg.- To. v-rsenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * wtb. Großes Hauptquartier, 17. Sept. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Gute Sicht begünstige die Entfaltung lebhafter Feueitätigkeit. — In Flandern steigerte sich der Artil- lerickampf an der Küste und in einzelnen Abschnitten zwischen Houthoulster Wald und Lhs mehrmals zu heftigstem Trommelfeuer. Englische Jnfanterieangriffe erfolgten nicht; cs kam lediglich zu örtlichen Vorfeldge- fechtcn, bei denen Gefangene in unserer Hand blieben. — Nordöstlich von Arras stießen nachts starke Eckundungsabteilungen der Engländer vor, an einigen Stellen auch bis in unsere Linien, von wo schneller Gegenstoß den Feind vertrieb. — Auch bet St. Quentin bereitsten die Gegner mit Feuerüberfällen Vorstöße ihrer Aufklärer vor, die überall zurückgewiesen wurden. Heeresgruppe dcutscher Kronprinz. Längs der Aisne, vornehmlich nordöstlich von Sois- >ons, ferner in der Champagne und vo- Verdun schwoll die Kampftätigkeit der Artillerie vielfach zu starker Wirkung an. In mehreren Erkundungsgefechten büßten die Franzosen Gefangene ein. » Aus feindlichen Fliegergeschwadern, die gestern Colmar zweimal angriffen, wurden 2 Flugzeuge durch eine unserer Jagdstaffeln abgefchoffen. — Außerdem verloren die Gegmx 16 Flugz-uge. Oberleutnant Berthold brachte am 15. 9. 2 feind liche Flieger, Oberleutnant Schleich in den beiden letzttn Tagen 3 Gegner im Luftkamps zum Absturz. • Oestlicher Kriegs!chauplatz Keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 17. Sept, abends. Stärkere Feuertätig- keit nur in Flandern. » 17000 Tonnen. Berlin, 17 Sept. Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U Boote neuerdings t 2000 To. vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befand sich der bewaffnete englische Dampfer „Syeamore" mit 9200 To. Stuckgut, unter lem sich nach Angabe des gefangenen ersten Offiziers 970 To. Kupfer befanden; es hatte einen Wert von 8% Millionen Mark. Ein anderer großer bewaffneter englischer Dampfer wurde aus starker Sicherung hecausgeschossen. Der Ehft des Admiralstabes der Marine. DeutfcblatuU Finanzen (Zur siebenten Kriegsanleihe.) Nicht nur unser mtiitärisches, auch unser wirtschaftliches und finanzielles Ansehen hat der Krieg in allen Ländern der Ecde erhöht. Mag das auch nicht Tag für Tag schwarz auf weiß zu lesen sein, aber cs gibt Unwägbarkeiten der Völkerseele, die tief wurzeln, unaufhaltsam wachsen und die ihre reichen F üchte zur gegebene Zeit entwickeln. Es muß Bewunderung erregen, daß wir im Frühjahr und Herbst mit der Regelmäßig. keit eines Uhrwerkes eine neue Kriegsanleihe heraus bringen, die die Kcieqsfinanzierung unabhängig von den wechselnden Einflüssen des TageS macht. Wirtschaft und Geldmarkt richten sich darauf ein, daß jeweils im September und März das Reichsschatzamt seine durch den Krieg bedingten Anforderungen stellt. Bei unseren Gegnern mangelt diese mustergültige Organisation, denn sie alle stecken tief in schwebenden Schulden oder in der Papiergeldwirtschaft oder in beidem zugleich. Wenn sich England und die Vereinigten Staaten auch alle Mühe geben, die Nervenstränge unseres Außenhandels zu zerstören, den gewaltigen Eindruck, den unsere militärische und wirtschaftliche Kctegscüstung bet den Neutralen in allen Erdteilen hervoccuft, den können und werden sie nicht beseitigen. Um so mehr ist es zu bedauern, daß bei uns gut gemeinter Uebereifer allerhand Schaden anrichtet. Dazu gehört vor allen die oft ausgesprochene Behauptung, Deutschland müsse finanziell und wirtschaftlich zusammen- brechen, wenn es keine große Kriegsentschädigung erhielte. Es ist nachzuweisen, oaß diese Behauptung viel zum schlechten Stand unserer Valuta im neutralen Ausland beigetragen hat. Unseren nationalen Stolz muß es verletzen, daß die gute deutsche Mark fast überall im neutralen Ausland nur noch fünfzig Pfennig gilt. Das ist nicht nur ein mechanisches Ergebnis der Verschiebung von Angebot und Nachfrage. Bei Beurteilung der Kreditwürdigkeit spielen Erwägungen und Stimmungen mtt, die sich nicht statistisch in Ein- und Aus. fuhrziffern fassen lassen. Wenn das Ausland aber immer und immer wieder in deutschen Zeitungen liest, daß wir reif für den Bankrott fiten, wenn wir unsere Schuldenlast allein tragen müßten, dann wirkt das nicht nur willkürlich, sondern mit logischem Zwang auf unseren Kredit ein. Die Mark sinkt noch mehr trotz aller Mühen und Goldixporte der Reichsbank, um ihren Kurs zu halten. Wer nicht die Nerven und das Urteilsvermögen besitzt, diese Dinge sachlich zu erörtern, sollte die Finger davon lassen. Ec richtet sonst nur Schaden an. Unsere Kriegsanleiheschuld beträgt zur Zeit sechzig Milliarden Mark. Die Herbstanleihe 1917 wird weitere Milliarden hinzufügen. Selbst angenommen, daß die vorsichtige Schätzung des bayerischen Finanzministers Brounig richtig sei, der Bedarf de? Reiches und der Einzelstaaten an neuen Einnahmen werde nach dem Kriege auf acht Milliarden Mark steigen, so steben wir mit deren Aufbringung noch nicht vor unmöglichen Dingen. Rund acht Milliarden Mark machte die Summe aus, die wir in den letzten Friedensjabren vom Nationaleinkommen erübrigten und zum Vermögen schlugen. Nun ist daran nicht zu zweifeln, daß unser Steuersystem ebenso reformbedürftig wie ausbaufähig ist. Und gewiß würde es unserer Anleihepolitik zuträglich sein, wenn das Neichsschatzamt jetzt schon mit einem fertigen Steuer- plan herauskommen könnte. Es brauchte dann nicht mehr der Versicherung, daß die Tilgung und Verzinsung des gesamten Anleihebetrages gewährleistet ist. Die Er» sahrung des Krieges hat gezeigt, daß die neuen Steuern die angenommenen E träge vielfach noch übextrafm. Allein ein'n solchen Steuerplan, der die EcwerbSein- künfte des Reiches und der Einzelstaaten ebenso berücksichtigt. wie das Verbcauchsteuersystem und die direkten Steuern im Reiche und in den Gliedstaaten, stehen tech. ntsche und rechtliche Schwierigkeiten in der Verflechtung von Reichs- und Staotsfinanzin gegenüber. Das ist allerdings ein Nachteil für uni'ece Kriegefinanzpolitik, da eS bei mangelnder Sachkenntnis so gedeutet werden kann, als ob die Kraft und das Vertrauen f.hlen, mit der gewaltigen Arbeit der Abbürdung der Kriegsanleihen sofort zu beginnen. Ob das nun früher oder später kommt, die Qualität der deutschen Anleihen wird dadurch nicht berührt. Ihren Rang als das erste und sicherste Wertpapiec nicht nur Deutschlands sondern Europas und der Erde werden sie nicht embüßen. Hinter ihnen steht die Arbeilsenergie eines Siebzig - Millionen - Volkes, das schon vor dem Kriege als das fleißigste und tüchtigste galt. Ran zeichnet Kriegsanleihe bei jeder Bank, Sparkasse, Kreditgenossenschaft, Lebensversicherungs-Gesellschaft. Postanstalt. . p i®<5X5)(5) SX5X3) $<5X5Xäx3)®(axaxs Schmachvoll wrr sich mit 6oIü schmückt oörr 6old oerstrckt. Drm Uatrrlanör grljört das ^ 6olü! Hüttr11 dir Säumigen auf. ® DGTGG 010 : 0 : 0 : 0 : 0 : 0:0 Xus Stadt und Cand (Ssldene Erinnerungen Als un»'er Vaterland den VerzwrtflungSkampf gegen feinen Eroberer Nopobon vor über 100 Jahren vcubereitele, da brachten di- Bürger, ln stürmischem Wetteifer traben dar. Drei; hn bitterorme Bergt, ute im schlesischen Waldenburg acbei teten so lange unentgcldlich, bis fi- 221 Taler für tic AuSlüstung scetwilligec Zkamecadrn zusammen hakten. Der damals ärmste und kleinste Kreis Pc'UßcnS. Schnv.l dein, besoldete 30 fcenvlllige N.iter 3 Monate lang Die katholische Gemeinde in Marienbu^g :n Westpreuh'-n ftcfltc olles Silberzeug dem Staat zur Verfügung und erbat nur die Zinken d s Silb.lwert-, da sie Kirchen gut nicht wegicvenken dürfe. Zahllose Familien folgten denk fröhlichen lieber und schenkten all »he Silber d m Vaterland, »in a mer Kanzleidtener 4 Eßlöffel, ein alter Krieger sein einziges Goldstück Eheleute tauschten >h e Goldcmge gegen eiserne mit dem Bilde der Königin Luise und der Inschrift „Wölb für Hts-n" ein. Brautleute sandten ihre B>au»geschenke. 50nder schütteten ihre Spm kaffen aus Ein Mädchen ichnitt it in Haar ab und vcikaufte rs für taS Vaterland. Ern Bauer brachte sein Pferd dar und spornte damit ungezählte Hauern zu gleichem Vorgehen an, ein anderer fand mit seiner Hasergobe eine unabsehbar - Zahl zum Nach» eiserern. Ebenso Professor n auS Berlin und BccSlau mit ihrem Verzicht auf einen Teil ihres Erhalts. Von uns Enkeln und Urenkeln verlangt man heule nir, daß wir ü b e r s l ü h l g e G 0 l d s 0 ch e n. wie Nh» k. tten. Chr ringe usw. gegen den vollen Goldwert an die Gold ankausstelle Gießen (Geschäftsstelle in der Bezirksspar, kaffe, in der IohanneSstraße) verkaufen, damit die letzte Honnung der unS feindlichen Welt auf unseren wirtschaftlichen Zusammenbruch begraben und der Friede bald erzwungen wird. * Zum Absaü von Gemüse. Die ReichSftelle für Gemüse und Cbft hat im ReiLSanzeigec Nr. 219 eine Bekanntmachung über Gemüse erlaffrn. noch welcher die LondeSstellcn fuc Gemme und Cbft in Pr ußcn neben der Land.-stelle auch die Provinzial- und BezirkS- stellen für Gemüse und Cbst befugt s'.in »ollen, für ihre Bezirke oder Teile davon mit Zustimmung der Reichs- stelle durch Verordnung zu b stimmen, da ' Weißkohl. Rotkohl. Wirsingkohl, Möhren aller Are, Kohlrüben Gurken, Bodenkoh.rabi, Steckrüben», Runkel'üben und Zwieb ln ovec einzelne dieser Gcmüseorten nur mit »hcec Genehmigung abgesetzt we den dürfen. Wie beim Cbst ist von ein r Beschlagnahme obgrsihen, und «S wird dem E z uger alles Gemüse belassen, da- er im eigenen Haushalte oder Betriebe verbraucht oder verarbeiten will. Soll ob.r Gemüse abges.yt werden, gleich. ^ ültis, ob vom Erzeuge.' ode. von sonst jemand, so unterliegt eS dem Z durch die dazu berufenen amtl'chen Stellen Die ^ntf^etdnpg darüber, ob im Emzelfalle die Genehmr.»ung zum Absatz zu erteilen ode- zu Verlagen ist, soll n ' drm Beda s der Bevöl- kcrung an Fcischwace und nach d n Ansordcrungcn d.r Nahrungsmittelindustrie aus Grund der von der Reichs- stelle sü- Gemüse und Cbst aufgcstcllten Richttrn'cn ge- troffen w. d ii. Die Rnch-stelle behält sich selbst die B rteilung des erfaßten Gemüses auf den Frijchve:- brauch u-»d die Industrie vo. Sie wird allein bestimmen, iv lche Mengen füc den Frischve brauch »ucückbchultcn werden dürfen und ivohin der U berschuß .zu liefern ist. Auch vom Gemüse sollen wie beim Cbst nur dieH^upt acten erfaßt werden. Das übrige Gemüse bl ibt von jcd.r R.gelung ausgeschlossen. Während aber bei der Cbftrcgeiung die betroffenen Arten überall in ganz Deutschland ausnahmslos und einheitlich erfaßt werden, ist für keine Gemüseart eine einheitliche Regelung in allen Teil- n Deutschlands vo.gesehen. Jede Gcmüsrart soll vie'm hc nur in den gerade für sie besonders her- voc.agenden Erzeug'ngrgcbntcn der Zwangsregelung unterworfen werden. Eine zwangsweise Erfassung der auch kür FütterungSzwecke blondes wichtigen Rankel» rübe wird nur ganz ausnahmsweise zugelassen werden. H erzu enthält dicLeocdnung die erforderlichen einhcit. uchen Richtlinien, deren Ergänzung uiter Berücksichtigung der örtlichen Berhältniffe im Eintkrnchmen mit den LandeSzentralbchörden erfolgt * Der Schuir der Mieter. Der DundrSrat hatte im Iulr d. I. eine Verordnung ecl-Nen, die bezweckte, zugunsten der Mieter unberechtigte, Mictfteigerungen und Kündigungen der Vermieter entgegenzutieten. Da- nach sollten die Gemeinden berechtigt jern, EtnigungS« ämter zu errichten, denen durch besondere Verfügung des MmisterS die Befugnis bcigclegl werden konnte, Kündigung.« und gegebenenfalls auch neu geschloffene M'.etvert ä^e auszuheben. Von vielen Crlcn ist Klage darüber erhoben werden, daß diese gemeindliche Ein- "* (P 1 * \ d , ,-sfltrechnet ° #«*!$>3°" Ach Ol- jiuC ■ ' . töte Höhe t in » , sima« ks«rjsij *« ‘y'Adrt^i A *f Mrldnngen M £ « « Jl k< ^rhkniord-lU ^ 4 ! a Äfun««V ' M.'J, ,U bc 8 ow Ai «dm MM °u bt^a'.friarbdten ju md K ,j; ffpröftiiBfl öbzulvc ^Werrn Jahrgänge der tt tt Deutsche Reichsanleihe. Deutsche Reichsschatzanweisungen, >'lere Kündigung ist nic Mn spätestens sechs Ml dien nur aus einen Jim Für die Verzinsung ! durch Auslosung w im ersten Auslosungs wlid) 5 , vom Aennwe gewendet. Die erspar nMisungen werden Sie aus lSnmd der fiünbi» zurü^gezahtteu Schätzt des Aeichs weiterhin teil. auslösbar mit M".. bis 120"«. Am l. Mi 1967 we losten SchahaMeisun ahlung der ausgelos viden Betrage (110°/ o 11! Zur Bestreitung Der durch Den Krieg erwachsenen Ausgaven werden weitere 5% Schuldverschreibungen des Reichs und 4',." 0 Reichsschatzanweisungen hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Das Reich darf die Schuldverschreibungen frühestens zum 1. Oktober 1924 kündigen und kann daher aush ihren Zinsfuß vorher nicht herabsetzen. Sollte das Reich nach diesem Zeitpunkt eine Ermäßigung des Zinsfußes beabsichtigen, so muß es die Schuldverschreibungen kündigen nnd den Inhabern die Rückzahlung zum vollen Nennwert anbieten. Das gleiche gilt auch hinsichtlich der früheren Anleihen Die Inhaber können über die Schuldverschreibungen nnd Schatzanweisungen wir über jedes andere Wertpapier jederzeit (durch Berkauf, Verpfändung usw.) verfügen. Die Bestimmungen über die Schuldverschreibungen finden auf die Schuldbuchforderungen entsprechenoe Anwendung. Bedingungen. ß« .3cid)nungs|Jreis' * 5% Reichsmieihe, 1. Annahmestellen. 3«i d)nung 9 ft eile ist die Reichsbank. Ieich- mmgen werden zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Der- I folgenden 2. Januar oder 1. Juli mit 110 Mark für ff mt’llhllHil nnn (»rfrtlnon ■ WY1 H77 nrh ^Annmnri ■* • • vT. ^{0 OfndnliiMn /t#. von Mittwoch, den 10. September, bis Donnerstag, den 18. Gktober 1017, mittags 1 Nhr bei dem Kontor der Reich-Hauptbank fiir Wertpapiere in Berlin (Postscheckkonto Berlin Rr. 99) und bei c'.len Zweiganstalten der Reich-dank mit Kaffeneinnchlunq ent. gegengenommen. Die Zeichnungen können auch durch Vermittlung der Königlichen Seehandlung (Preußischen Staatsbank), der Preußischen Cenlral.Genossenschastskasse in Berlin, der königlichen Hauptbank in Nürnberg und ihrer Zweiganstalten, sowie sämtlicher Banken. Bankiers Wendung von Zeichnungsscheinen brieflich erfolgen. 2. Einteilung. Zinsenlanf. Die Schuldverschreibungen sind in Stücken zu 20 000. 10000. 5 000. 2 000. 1000. 500, 200 und 100 Mark mit Zinsscheinen zahlbar am 1. April und 1. OK. tober jedes Jahres ausgesertigt. Der Zinsenlaus beginnt am I. April 1918. der erste Zinsschein ist am 1. Oktober 1918 fällig. Die Schatzanweisungen sind in Gruppen eingeteilt und in Stücken zu 20000. 10000. 5000. 2000. 1000 Mark mit Zinsscheinen zahlbar am 2. Januar und 1. Juli jedes Jahres ausgesertigt. Der Zinsenlaus b-ginnt am 1. Januar 1918. der erste Zinsschein ist am 1. Juli 1918 fällig. Welcher Gruppe die einzelne Schatzanweisung angehört. ist aus ihrem Tert ersichtlich. 100 Mark Nennwert zurückgezahlt. Die Auslosung geschieh! nach dein gleichen Plan und gleichzeitig mit den "Wfynen ^^ Schahanweisungen der sechsten Kriegsanleihe. Die nckhMe^z Qu f bc und ihrer Filialen, sämtlicher öffentlichen Spmßaffen und ihrer Verbünde, jedrr Lebenso^rsilheningsqrstlllchast, jttat 3. Einlösung der SchNtzaNWeisUNgeN «rcbügcnoMAaft unb jefcr ’Pof.anf.al« erfolgen. Wegen Die Schohm,Weisungen werben' zur Einlösung in ber Pos,Zeichnungen s.ehe M« 7. Gruppen im Januar und Juli jebes Jahres. ersNnals im Zeichnungsschein- s,nb be, allen oorgenannlen Slellen Juli ,918. ausgelos, uub an bem auf bie Auslosung diesem Plan aus die Auslosung im Januar 1918 entfallende Zahl von Gruppen der neuen Schahanweisunc wird jedoch erst im Juli 1918 mit ausgelost. Die nicht ausgelosten Schahanweisungen sind seitens des Reichs bis zum 1. Juli 1927 unkündbar. Frühestens aus diesen Zeitpunkt ist das Reich berechtigt, sie zur Rückzahlung zum Nennwert zu kündigen, jedoch dürfen die Inhaber alsdann statt der Barruckzahlnng 4°»ige. bei der ferneren Auslosung mit 115 Mark für je lOT Mark Nennwert rückzahlbar, im übrigen den gleichen Tilgungsbedingungen unterliegende Schahanweisungen for- dern. Frühestens 10 Jahre nach der ersten Kündigung ist das Reich wieder berechtigt, die dann noch unverlosten Schahanweisungen zur Rückzahlung zum Nennwert zr kündigen, jedoch dürfen alsdann die Inhaber statt der Barzahlung 3 1 /,°/ 0 igc mit 120 Mark für je 100 Mark Nennwert rückzahlbare, im übrigen den gleichen Tilgung-» bedingungcn unterliegende Schahanweisungen fordem. Eine 4. Zeich 5 *' n we Ae'chsschul 15 Oktober l 4 V’. ^ e ^sfd)Q Mark Nmma b ' ,rf,en S'ückzinsen. o- -3uteUuti J« «»»* Ä' 6 '"' Werder ren Wnttnn ^ l ^ re Zu ^ > Z" 1000 ^ "«»- ^ ^"k-Direk, i6 c ? n .^ er berc «Ä uvlkr l^rk. 'benei k Eilten L, 0ji SUn 9en 6is ^ 0ot . äUui ““f liefet "i "■•ms s w«mb Ct 191 , >nb e e A«ngi.j to > ügu„, auch ne» 1"Jonntf g" QtteÄ}«* 'Lktlber K-t'S! fönne«. Z >"ich-n Cj'» i-h- -mtrc Ä« sif' i!e g-ÄnLv" *« f'.fetctt ben - ^tntcc nL5A u %« über r'öjnt m I 1 *‘-Ci?*“ che ein &L n ' 0nne!l te oMf^Sonit L'SL»2 L • Ä Was ''Sungsstellen § a | t U J ? 0Q "^bci|e(( et i «e b.i-itz in il ( J last überall ble t damit, daß btt lebte lonm m« t^Mbec auf leichterem lob ck ist NkS sicher der Fall. Im Rodgau beffpiels- jpeife fällt bie Ernte diesmal besser aus als seit vielen Zähren. Man rechnet dort, wie auch im Maintale eichlich mit 80—100 Zentner pro Morgen Das sind trüge, wie sie nur in den allerbesten Jahren dort siell wurden. Weit höher stellen sich tnbc$ die Erträg- iffe in den besseren Feldern mit vorwiegendem Lehmoden. §o Versicherte uns ein Landwirt aus der etter au, daß man dort auf gutem Boden bis zu 0 Zcntnec Kartoffeln auf den Morgen Ackerland erntet >as bedeutet eine Vollernte in das Wortes bester cdeutung. Schon bei den Frühkartoffeln erzirlte man ott Knollen, die man, wie Bauer sich ausdrückt, offen it dem Leiterwagen Heimfohren könnt.'. Kartoffeln ori 2 bis 3 Pfund Gewicht sind keine Seltenheit. Da- ri sind die Knollen durchaus gesund. Kranke Kartoffeln ürfte iS nicht mehr als in anderen normalen Jahren geben. Aus Rheinh ssen und dem Blauen Ländchen, wie uch aus dem ganzen Nied liegen die gleichen sehr günstigen Meldungen vor. ** Lüdekommandos Die nächste Zeit wird in- olge der Anfuhr der Hausbrondkohle und der Ernte- Produkte wie Kartoffeln, Getreide, Gemüse usm. ganz rrh-bliche Mehcanfordcruugrn an die Leistungen der Ltaatsbahnen stellen. — Um nun Verkehrsschwicrig- jelten und Stockungen, die von bedenklichsten Folgen sein würden, zu begegnen, muß vor alUn Dingen der Ktaatsbahrrwasennmlauf beschleunigt werden. Dies wird mit am besten gewährleist.t durch möglichst schnelles Ent- bezw. B.laden der Eisenbahnwagen. Die hierzu erfordecliche M^nschenk: äiten müssen in Form von odekonrmandos jedrrz it bereit glhalten werden, um dort eingesetzt werden zu können, wo die Ladearbeiten om b tr.ßcnbften find. — Die größeren und nrittleren auch kleineren Slädte des Ko psbezitks werden daher, auf Grund eirer V.roidnung des stell Kommandier!n- den Generals aufgefordert werden Lad. kommandos aus r bcc Bürgerschaft zu bilden. — An alle Bürger ergeht sic Aufforderung, sich soweit es irgend möglich ist, frei lvill'g ohne Rücksicht aus Stand und Rang zu dies n Notstandsarbelten zu melden und nicht erst die zwangs- MVetse Beorderung obzuwarten. — Auch auf die Hülle z'det älteren Jahrgänge der Schulen wird hierbei gerechnet. — Die Arbeit, die zu mrnchten ist, geschieht nickt allein im Verkrhrsinteresse. sonde n auch im Interesse einer gesicherten rechtzeitigen Belieferung der Gemeinden mit Hausbrand und Lebensmitteln. — Jeder einzelne, der also mit anfaßt, unterstützt nicht nur die Gemeinden, sondern tut auch sich selbst den. g'ößten Dienst.^— Welche Gemeinden in Betracht kommen und die Ltärke des Kommandos wird von der Kriegsamtstelle noch unmittel' bar mitgcteilt. — Cilerarifcbes Von der Erbcutnng englischer Fernrohrbüchsen berichtet ein außerordentlich fesselnder Feldpostbrief, in dein es n. a. heißt „So waren wir wohl bis auf 50 m ungesehen an den feindlichen Graben herangekommen, als ein Schuß fiel. Sofort rief unser Führer: „Auf, Marsch, Marsch, Hurra!", und im nächsten Augenblick sprangen wir den überraschten, ziemlich verdutzten Engländern auf die Köpfe. In dem eroberten Graben sah es ganz wohnlich aus, und wir fanden außer guten Mänteln und Decken ziemliche Vorräte von Konserven, Tee und Rum, die wir gut gebrauchen konnten. Aber am meisten überraschte uns der Fund einiger Gewehre, die mit Zielfernrohren versehen waren. Es waren englische Jagdbüchsen von derselben Bauart und demselben Kaliber ivie die englischen Militärgewehre; es konnten daher auch umgearbeitetc Militärgewehre sein, wie sie bei uns in der Heimat ja auch zu Jagdzlvecken hergestellt rverden- Die gut gearbeiteten Fernrohre zeigten eine sechsmalige Ber. größerung und waren in ähnlicher Weise wie bei unseren Jagdbüchsen auf den Laus aufmontiert." Wir finden den Feldpostbrief, dem diese Stelle entnommen ist, in Bongs bildgeschniückter Kriegsgeschichte. „Der Krieg 1914 15 in Wort und Bild". «Deutsches Bcrlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57, Preis des Achttageheftes 30 Pf.), Heft in 16 und 17. Ucbcr die Kämpfe zwischen Maas und Mosel bringen die Generalstabsberichte der letzten Zeit täglich Meldungen; versuchen doch die Franzosen, mit starken Kräften den Umklammerungsangriffen der Deutschen auf die Festung Verdun Widerstand entgegenzusetzen, lieber diese auf beiden Selten nnt größten Anstrengungen durchgeführten Kämpfe finden wir in den neuesten Heften 27 29 von Bongs illustrierter Kriegsgetchlchte „Der Krieg 1914/25 in Wort und Bild" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Pfg.) eine eingehende Schilderung. Es werden hier an der Hand' einer übersichtlichen Karte die sich abspielenden Kämpfe klargelegt und die großen zu überwindenden Schwierigkeiten gezeigt. Es schließen sich daran weitere reichillustrierte, von Fache auloritäten verfaßte Artikel wie: „Die Erstürmung von Aotrs Dame de Lorette", „Der Sturm auf den Zwininrncken", „Albion- Seeherrschaft", „Wie die „Goeben" und „Breslau" stch durchschlugen", „Die Inder und ihre Waffen", „Unterwegs und im Schützengraben", „Die Minen im heutigen Landkriege", u. a. in. * „Amerikanische Moskitos" Unierseebootjäger mit Torpedobewaffnung. Jetzt, wo die ganze Welt mit Spannung den Ausgang des Vernichlungskampfes der deutschen Unterseeboote gegen die Marine unserer Feinde beobachtet, ist es von besonderem Interesse, von fachmännischer Teile eine aufklärende Belagshaus Bong & Eo. Berlin W. 57, wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Pfg.) hat Qberingenicur E. E. Nenmann über die amerikanischen Unierseebootjäger einen ausklärenden Artikel veröffentlicht, worin die Vorteile der beiden sich bekämpfenden Waffen erwogen werden. Eine Abbildung hilft den Text erklären. * Der lächelnde Gönc. (Verlag der Wiking-Bücher, Leipzigs Bon Paul Grabein. Gebunden 1 Mark. Der Roman behandelt das Problem, wie die Großstadt, i» Sonderheit Berlin, auf de« schaffenden Künstler wirkt. Die Millionenstadt mit ihrer ungeheuren konzentrierten wuchtigen Kraft und Betriebsamkeit, die ohne Zweifel hohe wirtschaftliche Werre schafft, wirst doch auch tiefe Schatten auf den künstlerisch Schaffenden. * Baronin Gorn. «Verlag der Wiking-Bücher, Leipzig.) Gebunden 1 Mark. In diesem Roman erzählt Kurl Aram die Geschichte der großen Leidenschaft einer hochstehenden Frau, und ihre all müh ge notwendige Loslösung aus einem harmonisch um- friedeten HauslcLen ist hier mit gedampften Farben und doch in klarster Zeichnung gegeben. Der Verfasser hat hier ein äußerst fein kultiviertes und' zugleich spannendes Buch ans dem Leben der großen Welt geschaffen u. sich damit in die erste Reihe unsrer Erzählungskünstler gestellt. „Vernichtung eines Fesselballons durch einen Flieger" betitelt sich ein wirklich lesenswerter Artikel in den erschienenen Heften 118-120 von Bongs Illustrierter Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/1917 in Wort und Bild" (Deutsches VerlagShanö Bong & Co., Berlin W 57, wöchentlich ein Heft im Preise von 30 Pfg.) Ein Fachmann und Teilnehmer vieler Fliegerkämpfe schildert hier nicht nur seine reichen Erlebnisse, sondern auch die unendlichen Schwierigkeiten und die fast übermenschlichen Anstrengungen unserer Fliegertruppen an der Front. Eine sehr intereffante farbige Kunskbeilage veeanschaulicht den -re^t in schönster Weise. Aus dem reichen Inhalt der neuen Hefte seien besonders die Artikel erwähnt: „Der Kaiser im Felde", — Nächtlicher Palrouillengang", — Militärerkennungsmarken" — Bei Riga und Dünaburg", — Winterausrüstung der Heere un Kriege", — „Wenn die Monitoren kommen" und andere inehr. Sie alle stammen aus berufener Feder und sind reich mit Bildern geschmückt. _ Verantwortlich A lbin Klein in Gieße '. weitere Kündigung ist nicht zulässig. Die Kündigungen müssen spätestens sechs Monate vor der Rückzahlung und dürfen nur auf einen ginstermin erfolgen. Für die Verzinsung der Schahanweisungen und ihre Tilgung durch Auslosung werden-von der verstärkten Auslosung im ersten Auslosungstermin (vergl.Abs. 1.) abgesehen — J jährlich 5°/ 0 vom Nennwert ihres ursprünglichen Betrages aufgewendet. Die ersparten Zinsen von den ausgelosten Schatzanweisungen werden zur Einlösung mitverwendet. Die auf Grund der Kündigungen vom Reiche zum Nennwert zurückgezahlten Schatzanweisungen nehmen für Rechnung des Reichs weiterhin an der Verzinsung und Auslosung teil. Am 1. Juli 1967 werden die bis dahin etwa nicht ^Äusgelosten Schatzanweisungen mit dem alsdann für die * Rückzahlung der ausgelosten Schatzanweisungen maßge- ; Lenden Betrage (110°/ 0 115% oder 120%) zurückgezahlt. 4. Zeichnungspreis Der Ieichnungspreis beträgt: für die 5% Reichsanleihe, wenn Stücke verlangt werden, 08,-M., „ 5% „ wenn Eintragung in das Reichsschuldbuch mit Sperre bis zum 15 Oktober 1918 beantragt wird, 07,80 M., „ 4%'% Reichsschatzanweisungen 08,- M., str je 100 Mark Nennwert unter Verrechnung der üblichen Stückzinsen. 5. Zuteilung. Stückelung. Die Zuteilung findet tunlichst bald nach dem Ieich- Mngsschluß statt. Die bis zur Zuteilung schon bezahlten Betrage gelten als voll zugeteilt. Im übrigen entscheidet die Zeichnungsstelle über die Höhe der Zuteilung. Veson- ere Wünsche wegen der Stückelung sind in dem dafür orgesehenen Raum auf der Vorderseite des Jeichnungs- jcheines anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Ver- itllungsstellen nach ihrem Ermessen vorgenommen, päteren Anträgen auf Abänderung der Stückelung kann nicht stattgegeben werden.* Zu allen Schatzanweisungen sowohl wie zu den Stücken der Reichsanleihe von 1000 Mark und mehr werden auf An- lrag vom Reichsbank-Direktorium ausgestellte Zwischen- icheine ausgegeben, über deren Umtausch in endgültige Stücke das Erforderliche später öffentlich bekannt gemacht wird. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorgesehen sind, werden mit möglichster Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im April n. I. ausgegeben werden. Wiinschen Zeichner von Stücken der 5°/ 0 Reichsanleihe unter Mark 1000 ihre bereits bezahlten, aber noch nicht gelieferten kleinen Stücke bei einer Darlehnskasse des Reichs zu beleihen, so können sie die Ausfertigung besonderer Zwischenscheine zwecks Verpfändung bei der Darlehnskasse beantragen ; die Anträge sind an die Stelle zu richten, bei der die Zeichnung erfolgt ist. Diese Zwischenscheine werden nicht an die Zeichner und Vermittlungsstellen ausgehändigt, sondern von der Reichsbank unmittelbar der Darlehnskasse übergeben. 6. Einzahlungen. Die Zeichner können die gezeichneten Beträge vom 29. September d. I. an voll bezahlen. Die Verzinsung etwa schon vor diesem Tage bezahlter Beträge erfolgt gleichfalls erst vom 29. September ab.- Die Zeichner sind verpflichtet: 30% des zugeteilten Betrages spätestens am 27. Okt. d. 5t, 200 /o „ „ „ „ „ 24.Nov. „ ,„ 25% „ „ . .9- Jan. n. I., 25°/° „ „ „ ,, „ 6 - Febr. „ „ zu bezahlen. Frühere Teilzahlungen sind zulässig, jedoch nur in runden durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts. Auch auf die kleinen Zeichnungen sind Teilzahlungen jederzeit, indes nur in runden durch 100 teilbaren Beträgen des Nennwerts gestattet; doch braucht die Zahlung erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark ergibt. Die Zahlung hat bei derselben Stelle zu erfolgen, bei der dieJeichNung angemeldet worden ist. Die im Laufe befindlichen unverzinslichen Schatzscheine des Reichs werden-unter Abzug von 5°/o Diskont vom Iahlungstage, frühestens aber vom 29. September ab, bis zum Tage ihrer Fälligkeit — in Zahlung genommen. 7. Postzeichnungen. Die Po st an st alten nehmen nur Zeichnungen auf die 5°/° Reichsanleihe entgegen. Auf diese Zeichnungen kann die Bollzahlung am 29. September, sie muß aber spätestens am 27. Oktober geleistet werden. Auf bis zum 29. September geleistete Bollzahlungen werden Zinsen für 18t Tage, auf alle anderen Dollzahlungen bis zum 27. Oktober, auch wenn |ie vor diesem Tage geleistet werden, Zinsen für 153 Tage vergütet. 8. Umtausch. Den Zeichnern neuer 4%% Schatzanweisungen ist es gestaltet, daneben Schuldverschreibungen der früheren Kriegsanleihen und Schatzanweisungen der l , ll, IV. und V Kriegsanleihe in neue 4 1 /* 0 /« Schatzanweisungen um- zutauschen, jedoch kann jeder Zeichner höchstens doppelt so viel alte Anleihen (nach dem Nennwert) zum Umtausch anmelden, wie er neue Schatzanweisungen gezeichnet hat. Die Umtauschanträge sind innerhalb der Zeichnungsfrist bei derjenigen Jeichnungs- oder Vermittlungsstelle, bei der die Schatzanweisungen gezeichnet worden sind, zu stellen. Die alten Stücke sind bis zum 15. Dezember 1917 bei der genannten Stelle einzureichen. Die Einreicher der Umtauschstücke erhalten auf Antrag zunächst gwischen- scheine zu den neuen Schatzanweisungen. Die 50/0 Schuldverschreibungen aller vorangegangenen Kriegsanleihen werden ohne Aufgeld gegen die neuen Schatzanweisungen umgetauscht. Die Einlieferer von 5% Sckatzanweisungen der ersten Kriegsanleihe erhalten eine Vergütung von M. 2,-, die Einlieferer von 5 % Schatzanweisungen der zweiten Kriegsanleihe eine Vergütung von M, 1,50 für je 100 Mark Nennwert. Die Einlieferer von 4%% Schatzanweisungen der vierten und fünften Kriegsanleihe haben M. 3,— für je 100 Mark Nennwert zuzuzahlen. Die mit Ianuar/Zuli-Zinsen ausgestatteten Stücke sind mit Zinsscheinen, die am 1. Juli 1918 fällig sind, die mit April/Oktober-Zinsen ausgestatteten Stücke mit Zinsscheinen, die am 1. April 1918 fällig sind, einzureichen. Der Umtausch erfolgt mit Wirkung vom 1. Januar 1918, so daß die Einlieferer von April/Oktober-Stücken auf ihre alten Anleihen Stückzinsen für % Jahr vergütet erhalten. Sollen Schuldbuchforderungen zum Umtausch verwendet werden, so ist zuvor ein Antrag auf Ausreichung von Schuldverschreibungen an die Reichsschuldenverwaltung (Berlin SW 68, Oranienstr. 92-94) zu richten. Der Antrag muß einen auf den Umtausch hinweisenden Vermerk enthalten und spätestens bis zum 24 Oktober d. I. bei der Reichsschuldenverwaltung eingehen. Daraufhin werden Schuldverschreibungen, die nur für den Umtausch in Reichsschatzanweisungen geeignet sind, ohne Zinsschein- bogen ausgereicht. Für die Ausreichung werden Gebühren nicht erhoben. Eine Zeichnungssperre steht dem Umtausch nicht entgegen. Die Schuldverschreibungen sind bis zum 15. Dezember 1917 bei den in Absatz 1 genannten Jeichnungs- oder Vermittlungsstellen einzureichen. «Di- zugeteilten Stücke sämtlicher Kriegsanleihe., werden ans Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshanp.bank für Wertpapiere in Berlin nach M-thgabe seiner für die Ni-derl-M.n« geltenden Bedingungen bis zum 1. Oktober 1919 vollständig kostenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch diese lltiederlegung nicht e mgt, er Zeichne seit - auch vor Ablauf dieser Frist - zurttcknehmen. Die von dem Kontor sür Wertpapiere ausgesertigten Depotscheine werden von den Darlehnskassen w,e d,° Wertpapiere ,elb,t bel.ehe . erlin, im September 1917. Reichsbamk-Direktorium. v. Grimm. Havenstein. KOToTq] :o:o:oioio:o; Bekanntmaihnng. ;]ax Gewinnung von Wage« für den Ladungsverkehr (Kartoffeln, Getreide, Düngemittel usw) ist von Tonnerstag, den 20. September, an bis auf weiteres die Annahme von ,yradnmicfgut, Eilstückgut und beschleunigtem Eilstückgut auf die nachbezeichneten Güter beschränkt: 1. Arzneimittel, Trogen, Apothekenbedarf fauch Medizinslaschen, Verbandsstoffe). 2. Benzin, Benzol und sonstige Betriebsstoffe für Motore. 3. Bücher und Zeitschriften. 4. Decken und andere Lademmel. 5. Düngemittel. G. Einkochgläfer, Einkochtöpse, und Zubehör. 7. Felle. 3. Fette. 9. Fijchereigerätschasten. 10. Futtermittel. 10a Gewerbesalz 11. Grubenlampen. 12. Güter für Lokomotiv .Güterbau,Sicherungs-, Telegraphen und Fernsprechanlagen. 13. Häute. 14. Holzschuhe, Holzsohlen l'r. Kohlensäure. 16. Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. 17. Lebende Pflanzen. 13. Lebensmittel (einschl. Nähr und Genuß' mittel, Bier, Wein, Spirituosen, Frucht- jast, Mineralwasser und dergl.) 19. Lebende Tiere. 20. Leder, einschl. Kunstleder 21 Leere Säcke und andere Behälter und Vei> Packungsmaterialien für die zu 1, 2, 5, 6, 3, 10, 15, 13, 23, 25, 28, 29 genannten Güter. 22. Maschinen, Motore und Zubehör, auch ein- I zelne Teile. 23. Lel (Schmiermittel). 24. Saatgut. I 25. Sauerstoff, Wafferstoff und Azemlen. 26. Seife, Seifenpulver, Wasch- und scheuer- mittel aller Art. 27. Schuhwaren. •Jb. Schwefelsäure für Akkumulatoren. 29. Spiritus. 30. Sprengstoffe für Bergwerke. 30a fertige Stereotypieplatten und Fenig- fabrikat e der Schriftgießereien. 31. Tabak. 32. Treibriemen. 33. Umzugsgut. 34. U-Bootmaterial, sofern es als solches mit den vorgesehenen Beklebe.zetteln gekennzeichnet ist. 35. Zeirungsdruckpapier, sofern die Dringlichkeit von der KriegSwirtschaftsstelle für das deutsche Zeitungsgewerbe G. m. b. H. in Berlin bescheinigt ist. 36. Zigarren, Zigaretten. 37. Zündhölzer. 33. Alle Güter, die nachweislich ausgeführt werden sollen. 39. Militärgut und Privatgut für die Militärverwaltung an militärische Stellen. 40. Dringende Sendungen für die Munitions- Herstellung und die Kriegsrüstung, soweit die Notwendigkeit des Versandes durch die Linienkommandantur des Versand^ezirkes bescheinigt ist. 41. Sonstige Güter in ganz besonders dringlichen Einzelfällen mit Genehmigung der Königlichen Eisenbahndirektion. Ferner werden vom gleichen Tage au bis auf weiteres als Eilgut und als beschleunigtes Eilgut Sendungen, die nach Vorstehendem au sich zugelassen sind, dann nicht angenommen, wenn die einzelnen Stücke mehr als 100 kg wiegen. Diese Maßnahme gilt auch für Militärgut und Privatgut für die Militärverwaltung an militärische Stellen. Ausnahmen für Güter des öffentlichen Verkehrs sind an die Genehmigung der Eijenbahndirektion, für Militärgüter an die der Linienkommandantur Frankfurt (Main) gebunden. Tie bisherigen Einschränkungen bei der Annahme von Expreßgut bleiben bestehen und werden noch dahin erweitert, das; auch kleinere Stücke bis zu* 5 kg, die mit der Post befördert werden können, nicht mehr angenommen werden Nähere Auskunft erteilen die Auskunftstellen für Güterverkehr im Geschäftsgebäude der Königlichen Eijenbahndirektion, Hohenzollernplap 35, sowie die Güter, Eilgut- und Gepäckabfertigungen. 4 Frankfurt (Main), den 17. September 1917. .Königliche EiienbahudireLtiou. r Sofo rt gesucht ' ttlcht. Mascli.-Schlosser, Schreiner otl. Zimmerleute «■ Bandsägen für Metallbearbeitung. Kräftige Fabrikarbeiter, jugendliche Arbeiter. Work Frankfurt a. M. Heddernheim hm, Candwirt, Hkadcm.. aus großem Gut Siel. 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Folgen der Kinderlosikeit Ge.ah.en apSter He rat für die Frau Hysterische An&lle Hygiene de. NVrvensvsterns dr - Be mg gegen Einsendung von Mk 2- franko oder Nachnahme durch Medmn Verlag Or. Sek«'Im t C„ Abt 23«. R.rlm NW 87. Repkowpl. 5. ® ® QX5K5>® ® (5K5)® S § €igcnbrodtsches ijaushaltocgspsnslonat (t) neurtadt a. fi. (Platz). Borzügl. prüft u. the or. bnuinuirrfdjl. Avobildusq >< und zeitgemäße Förderung der juage» Mädchen. ^ >>albj. u. Zahreokuric. staatl. aserk. Boehereitnuge A Hatte f. L>au<'daHolehr. u. Xmucbcamt. Aufaaömc 15. Cft. Bette Empiehl. u. BerpNeqnug. Peoip gr © (ä>® 0:010 ®(5XE o:o:o:o:o:o;o. Wachsloalzcn von Grammophonen oder dergl. ganz oder PI brocken; auch in kleinen Mcngrn }ti kaufe» ge sucht. Ludwig Maier, Frankfurt a M. Angsburgerstr. IW I. SrzllSrplt'- .»AS „ Fü m’ ,u6 gut ,er>°« * K " Für Kunstsammler! Illustrierte Porzellan-, Konst und Antiquitäten-Fibel Praktische Einführung für jeden Freund alter Kunst. 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