a. W- e(= tot* ■ - ,r 8 ab 740.*. 2| 7 7* 11 &; 11 1105 *4* - ab 11.86, ‘ rg ab 12.53 \ Marb Ki-Kener Dcitnng rg vezugspreis SV pfg. monatlich vierteljährlich 1^0Ml., vorauszahlbar, frei tnS Haus. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeit««-", Gieße«. Expedition: Züdanlage 21. Kn;eigenvrri§ 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite R e k l a m e - Z e i l e 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grvtze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung»« ziele» (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gietzener Verlagsdruckerei, Albin Mei«. riedr.-Str. arg ch 2,22 75. Telephon Nr. 362. Mittwoch, den 12. September 1917. Telephon Nr. 362. 30. Jahrg an 12.38 ^ppenwürze 2nd v ire5 licher Hülsede Cagesbericim. 23000 tonnen um England Bei Riga 316 Geschütze erobert. 37 feindliche Fesselballone und 295 Flugzeuge im August abgeschossen. Erbitterte Kämpfe um Berdun. Die Beute eines Unterseebootes. Stuttgart uchtl schien neu in 90. r Ehe. > und Eheleute Llkel, Berlin. -Organe. Körperliche Ehe- u. Still-Fähigkeit, Frauen, — Enthaltsamkeit u. üus Pflichten.' Keuschheit ode Krankheiten in der Eh Berlin, 7. Sept. Im Sperrgebiet um England mrden durch unsere Unterseeboote neuerdings 23 000 Mitoregistertonnen versenkt. Unter den vernichteten schiffen befinden sich der englische bewaffnete Dampfer -Rosario" mit 3500 To Erz nach Glasgow, sowie drei rößere Dampfer, die Kohlen geladen hatten. Der Chef des Admiralstabes der Marine. von n. Verlag [in NW 87, Repkowpl. 5 wtb. Großes Hauptquartier, 8 Sept. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. - luanuneuen m der Ehe Starker Nebel schränkte die Kampftätigkeit im Nord' eiten. Vorbeugung und /w^tl der flandrischen Front ein. Vom Houthoulster?Wald Folgen rum Kanal Comines-Ypern verstärkte sich das Hysterische Anfälle. Hygienleucc ^ctJ-rDctltQ gu großer Heftigkeit. Mehrfach stießen 2.-«ie Engländer zu Erkundungen vor; sie find überall ab- icwtesen worden. _______ Heeresgrupp e Deutscher Kronprinz. Neu erschienen ■ Da* Die Artillerieschlacht vor Verdun ging gestern weiter. Neu erschienen. Ostufer der Maas verstärkte sich die Artillerie. ht&lßben Muriq mehrmals zum Trommelfeuer. — Kurz vor l>. meä. ta Dunkelheit brach ein französischer Angriff zwischen m ist der beste ärttlichsamogneux und bcc Straße Beaumonl — Vacherauville 17 . Mage, 210 Seiteijj^ Kilometer) vor. Dank der zähen Ausdauer und d einem zerlegbaren Mode% 0 ^ ca ^ unserer Infanterie und im Abwehrfeuer der dMenen 8taäiM. .^Millerie blieb dem Feind ein Erfolg versagt. Seine Meniber die Eheleute ruLturmwellen, denen dichtauf starke Reserven folgte^ «■endfrisciie und des Liebespucben abgewiesen. Wo sie eindrangen, warfen sich 'tzSMden N achkommenschaf\ n f ere Kampftruppen ihnen entgegen und drängten sie i. Gegen Voreinsendung vott^cf. Einige französische Kompagnien sind aufgerieben . i.30) franko durch ^«% ocben . aüij sonst fi„b die feindlichen Verluste schwer. 5sfacb w ' — Während der Nacht blieb das Feuer unvermindert kkim^LMllllvI'ltark und schwoll heute früh von Beaumont bis Bezon- Ur “"SÄ «f«S wieder zu heftigstem Trommelfeuer an. Seit 6 Uhr P»™ jormittags sind dort neue Jnfanteriekämpfe im Gange. ’ m Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen viekn L Markentare/n, AbWj Leopold von Bayern. ;® “■■ 7 iSeige,sowil Zwischen Ostsee und Düna hatte unsere Kavallerie Sressen Vorein^p^ von Wenden bei Mending. Nttau und Neu- 5 .- «--d->E,P^hof Gefechtsfühlung mit dem Feinde, der in die- Kräfte einige Ortschaften auf dem Nordufer des Devolb abschnittes besetzt. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 9 Sept., abends. Bei Ypern und auf dem rechten Maasufer lebhafter Arttllertekampf. — Vom Osten bisher nichts Wesentliches gemeldet. wtb. Großes Hauptquartier, 10. Sept. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An dex flandrischen Front und im Artois steigerte sich di- Kampftätigkeit der Artillerie nar vorübergehend in einzelnen Abschnitten. — Nach Feuerstößen drangen vielfach seindliche Erkundungsabteilungen gegen unsere Linien vor; sie sind überall abgewiefen worden. Bei Heeresgruppe Kronprinz NUppr-wr. . ^ M Äoit“ und In Flandern herrschte gesteigerte Feuertätigkeit an sß^ eret | n geringer Breite zurück. Unsere Stellung öst- der Küste und vom Walde von Houthoulst bis Zur Kratze ' k arfl | couc t wurde heute früh zurückgewonnen. °7» D.ntlch.. K-.bP'M, ist ^überall abgewiesen worden. — Südlich des La Basste« In der Champagne fühlten in einigen Abschnitten Kanals und auf beiden Ufern der Scarpe bereiteten die | französische Aufkläcungstrupps gegen^unsere^Stellungen Berlin, 8. Sept. Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapitänleutnant Mensel, hat 19 Schiffe mit 53 500 Bruttocegistertonnen, darunter 6 bewaffnete Dam pfer und 3 bewaffnete Segelschiffe, versenkt. Unter der versenkten Ladung befanden sich 18 650 Tonnen Kohle, 15 000 Tonnen Lebensmittel, 11890 Tonnen Eisenerz, 2500 Tonnen Weizen, 2500 Tonnen Stückgüter, 2760 To. Farbholz, 208 Tonnen Farbholzextrakt, 1400 Tonnen Schwefel, 3000 Tonnen Stacheldcaht 13 Lokomotiven und die Paketpost für das kanadische Hauptquartier in Frankreich, 6 Geschütze wurden erbeutet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * wbt. Großes Hauptquartier, 9. Sept. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. 1100 Alfred Kw& b Lager. sreit-etb-nd. ÄÖ .Ä* c Linie eifrig schanzt Vorgeschobene russische Abtei- mgen wurden an mehreren Stellen durch Kampf zu- ückgedrückt. — An der Düna hat der Gegner seine tellungen bis westlich von Kekenhusen geräumt. — Die ahl der auf dem Schlachtfelde von Riga erbeuteten schütze ist auf 316 gestiegen. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Zwischen Pcuth und Moldawa sowie an der Gyimes- »d Ottoz-Stcaße lebhafte Gefechtstätigkeit. Mazedonische Front. Westlich des Prespa.Sees wiesen oSmanische Tcup^ c cn in kürzlich gewonnenen Stellungen russische Vor. "'"i ab. Der Erste Generalquartiermeister: Luvendorff. Engländer gleichfalls mit starker Artilleriewickung gewaltsame Erkundungen vor, die ihnen keinen Erfolg brachten. — Nördlich von St. Quentin haben stch bei vorigste wurden vertrieben. — An der Nordfront von Verdun spielten sich tagsüber Jnfantecieteilkämpfe ab. — Oestlich von Samogneux stießen unsere Stucmtcuppen braDteN - yCDCOltCU von 'öl. iUUUUUl Ijouui - UqiUUJ nun -nrÖAi Z («ricouct und Villeret heute morgen Gefechte entwickelt, die französischen Linien beiderseits der Höhe 344 vor. keercsaruvve Deutscher Kronprinz. Sie fügten dem Feinde schwere Verluste zu und kehrten In der Champagne stießen, französisch- Bataillone mit mehr , e Ä 7- £ östlich der Straße Somme-Py Souain vor, ste wurden l ^^n Franzosen umschlossen aller Angriffe deS durch Gegenangriff vertrieben. -- Vor Verdun ist uf tn Aldenmütigec Ausdauer erwehrt hatte. - «Md.?"-Di" ,L «L mmH/iwA I S» S°,st°-Md Im «.um.».lb. wmd. m» bl-»,.- Berlin, 8. Sept.,abends. In Flandern wechselnd i iarfcS Feuer. An der Nordostfront von Verdun ist z» französische Angriff am Fosses-wald und nordwest- # von Bezonvaux gescheitert. Am ^°vmewald, w > et Feind Boden gewonnen hat, wird noch gekämpft. -- Im Osten nichts Wesentliches. Ulkteil v- EM «$£ . “ % bi-l-s^ Mim s?osseSwald und Bezonvaux nngreifenden Franzosen brachen im Feuer unserer Arabenbesatzung zusammen. Den hinteren Staffeln des Feindes gelang es bet einem neuen Ansturm, vom Nebel begünstigt, im Chaumewald und auf Ornes zu — dieses Dorf war nach Angaben eines gefangenen Offiziers das Ziel deSftanzöstschen Angriffs - Boden zu gewinnen. Hier traf ste der kräftige Gegenstoß unserer Reserven und warf ste südwärts zurück. Abends vervollständige ein neuer Stoß unserer Kampftruppen den Erfolge In hartem Ringen konnte der Feind im allgemeinen bis in seine Ausgangsstellung zurückgctrieben werden; kleiner Geländegewmn blieb hm m Südteile des Chaumewalde» und auf dem östllch davon streichenden Rücken. — Von 3 französischen Di Visionen, die blutigste Verluste - nach Gefangenenaus sagen biS zu 50 Prozent - erlitten sind mehr als 300 Gefangene in unserer Hand geblieben. - Unsere Fnfanterie hat sich vortrefflich geschlagen, die Artillerie sehr gut gewirkt. Wertvolle Dienste leisteten die fanterieflieger. Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des Gcneralseldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern İ.n°d". ,«««-» Sich«»»« I MÄ »7f.m SfElISS befinbltlb.il MSuft st« b, t «--, 11 ,. Südlich des Pruth l.bh°st-S, «^ungSftu» und ^Fl g, Front brennend zum Absturz ge. Vorfeldgeplänkeb - Am Otoztal ist die Arttllertetaug- ^ ^^rden sind. Der Erste Generalquartiecmeister: Ludendorff. Waffe und Handgranaten erbittert gerungen; eine Änderung der Lage trat durch die französischen Angriffe nicht ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des GeneralseldmarschallS Prinz Leopold von Bayern. Zwischen dem Rigaischen Meerbusen und der Dünu kam es im Wald- und Sumpfgebtet zu erfoDreichen Gefechten unserer Sicherungen mit russischen streifab- tellungen. Hceressront des Generalobersten Erzherzog Joseph. Mit starken Kräften führten Russen und Rumänen wiederholte Angriffe »egen die von uns erkämpften Stellungen zwischen Tcotus- und Oitoz-Tal. Der Feind wurde an allen Stellen durch Feuer und im Nahkampf zurückgeworfen und hatte schwere Verluste. Mazedonische Front: Nordwestlich des MalikseeS wichen unsere Voctcuppen vor überlegenem franzöfischem Druck auf die Höhen südwestlich des Ochridasees aus. . 91 Im Monat August sind von Flügen gegen den keit mertltch aufgelebt. Mazedonische Front: Südlich deS Ochridasee wurden russische Vorstöße abgewiesen. — Westlich des MalikseeS haben französische (Fortsetzung auf der 4. Seite.) 1 Entente-Krisen. -u Frankreich, in England t i t minder. £cr französische Ministerpräsident Ribot har noch schnell, ehe er die Te.uission de- Kabinetts einreichte in einer Rede zum soundsovielten Male die Erlangung Elsaß-Lothringens als notwendiaeS KriegSztel bezeichnet, wohl um out Wetter für sich zu machen, da ein Appell an ... kevanchclusi in Frankreich noch stet-: da. b Alittel zur Eclanguna und Behauptung der Bc? > l chk/i: ,e -eien ist Er dürfte in daS neue Kabinett . ohl ein e i,a'onalistische Renommiersoztallstett ' : .ink«edn': n, ab r alles ; n alle wird wohl die Radel des neuen Ministerium : nach rechts zeigen. Tie französischen Gewerkschaften haben denn auch bereit- in einem Aufrufe an die 'Arbeiter' fchaft gegen eine reaktionäre Richtung der Regierung protestiert, weil dadurch ein anridemokra- ttscher Friede berbeigeführi werden wurde Gerade das will Herr Ribot. der erklärt hat. nur die ge setz- mäßige Regierung könne e!n Urtci u^.r den geeig- neten Zeitpunkt für Frieden-Verhandlungen obgeben, nicht die breite Masse de- Volkes Besteht unzweifelhaft in mu ;!r ich eine Krisen- lttmmung. die auch durch die Neubildung des Ministeriums Ribot nicht beseitigt fet»t wird, so tritt diese btlmmuna in Italien noch i irfer hervor Tie Tatsache oe- geringen mtUtärisck en ' ! ^ in einem bereit- mehr als zweijährigen Kriege, den man anfänglich im Volke als einen bloßen intlirärischen Spa- ztergang dargestellt hatte, trägt an der aereizten Ctini. weniger die Schuld, als die Arbeit der Unterseeboote ver- mung vielleicht no« Linie durcl Erschlverunc in erster Linie dur >rfte die mit der Lebenömittelvcrsvrgung Tie atlonlerung von Brot. Tetawaren und Mais ist be- a ene Sache, und zwar sollen auf den Kopf der kerung nur 250 Gramm Brot täglich kommen TaS ist sehr wenig für ein Volk. dessen arme Bevölkerung nahezu ausschließlich von Brot lebt Tie Straßenkämpfe, die ln letzter gelt wiederholt in italienischen Städten, besonder- in Turin, stattgefunden haben, wer- den mit der Verschärfung der Nahrungsmittelsorgen einen immer erbitterteren Charakter annehmen. TaS befürchtet auch der sonst so krieg-freudige „Eorrtere della Sera" wenn er ir befinden un- im ernstesten Auacnblia unsere- Schicksals" Tie- Reihe anderer nationalistischer Or- se- Blatt und eine gane greifen den Lebensmitlclkommissar Eanepa und noch mehr den Minister des Innern Orlando an, den letzteren, weil er nicht energisch genug gegen die So- Frie gehe. Durch den Sturz dieser Männer aber würde ztaltsten und die bürgerlichen Friedensfreunde vor- nicht ein Kilogramm Brot mehr ins Land kommen, wohl aber würde die Sozialdemokratie schwer gereift tverdcn. wie dem» der Avanti" schon jetzt eine sehr drohende Sprache gegen die nationalistischen Minister- stttrzer führt. Eine gewisse Krisensttimnung besteht auch in England, wo die radikalen Elemente immer um zufriedener mit dem au- Radikalismus hcrvorgegan- aenen Ministerpräsidenten Lloyd George sind. de»n des« halb seine Mintsterkollegen den Rücktritt nahegelegt habe»». Lloyd George läßt sich da- freilich einstlveilen nicht anfechten, und er hält nach wie vor fast täglich eine großsprecherische Rede, heute über die russischen Zustände, einen andern Tag über die unvergänglichen Verdienste Englands um die Wahrung der „Freiheit der Rationen". Tabet versichert er jedeSn»al, wie großen Wert er darauf lege, die volle Wahrheit zu sagen Bezeichnend für die Art seiner Wahrheitsliebe aber ist die Tatsache, daß er Rumänien als eine der kleinen Rationen nennt, welche ..die Herausforderung der Angreifer annahinen". und die.'jetzt nteder- geworfen. von dein AllerweltShclfer England gerettet werden würden. Unseres Wissens hat Rumänien keine Herausforderung angenoinmen. sondern aus schnöder Habgier eine Herausforderung erlasse»». Dafür hat es die verdie»»tc Strafe empfangen, uiib inlvieweit ihn» England helfen »vird und kann, bleibt ab.zulvar- ten: England hat bet Frieden-Verhandlungen — man benfe an 1815 — schon Freunde i in Stich gelassen, die Ihn» nützlicher ge»vesen waren, als Rumänien. Und wenn England »virklich als das von Lloyd George Unterseeboots-Gäste. Ueber die lange Dünung der BiScava senkte sich allmählich die Rächt. Rur »in Westen stand noch eine hell letlchlende Wolkenbank, die aber nun auch laugsan» ver- -loinm. so daß ihre sliinmernden. auf den dunklen Wel- lrnrttcke»» tanzenden Lichtstradlen tmmer matter luiirbcn. Mit hoher Fahrt strebte eines unserer U Boote in der Richtung des verblassenden Abendlichtes. Dort nahte von» Süden ein Dampfer. den» der Weg abgeschnitten werden n»»»ßte. Eine halbe Stunde später, als bereits die Grenzen zwischen Meer und Himmel in der schnell hereinbrechende,» Dunkethelt verwischt »varen, dröhnte ein Kanonenschuß über die Wasser, und zwang den sreinden Dampfer zum Stoppen. Der Fall tag einfach: Rrutralcs Echiff mit Erz und Kork, beides Bannware, von Nord- afrtka »»ach E>»gla»»d. Also Bcrseiikung. Wahrend die Schlsssteute ihr notdürftiges Hab und But znsaittnienrafjten und sich mit dein AuSsetzen der Ret- tnngsboote abmuh,en. fuh» das Sprengkommaudo mit den» Beiboot nach den, Dampfer hinüber, um die Vorbereitungen zur Bersenku,ig zu treffen Aber das sollte nicht so einfach vor sich gehen, denn unsere Matrosen stießen dein» Anbordgehen auf uneNvarteten Widerstand Ein großer, zottiger Hund wollte ihnen mit Gewalt daS A,i- bordge-den wehren, und laut bellend stellte er sich ihnen wütend iit den Weg Das war Auflehnung gegen d»e dcwasfnetc Macht, die jedoch bei der nun folgenden AuS- einandersetznng. »venn auch mit einigen zerfetzten Hosen deinen, das Feld behauptete Bob. so hieß der Schiffs- hniid. mußte mit Gewalt in eins der Boote geschafft »verden. vo wo aus er durch andauerndes, weiteres Bel- len seinem Unmut über die plötzliche Ausschiffung Ausdruck verlieh. Bald darauf hatten die Sprengpatronen ihre Schul digkcil getan, und wie eure ungeheure Fackel lobte d,e brennende Korkladung auf und warf einen gewaltigen Aeuerschein aus die einsame nächtliche Lee. Dis Dünung gepriesene Weltreich die Freiheit der kleinen Nationen schützt, warum dann die Einmischung — die doch immer im Widerspruch zum SelbstbeKimmu: - -t. steht — in die griechischen und in die spanischen Angelegenheiten > Bei de.» im vergangenen Monat stattgefundenen Unruhen — vorbereitet waren sre »chon seit viel längerer Zeit — in Spanien hat sich gerade der britische Botschafter in Madrid erheblich kompromittiert Taß bei ve^l-asteten Arbeitern und ln Kasernen englisches und französisches l^eld gefunden wurde, spricht ebenfalls für die Mitwiriung der großen Vestmächte Und auch in Rußland mischen sich die lieben Bundesgenossen in der ungeniertesten Weise ein Erst har die Entente die revolutionäre Bewegung in die,'ein Lande und damit den Sturz de- Zarismus begünstigt, jetzt möchte man am liebsten den Zaren wieder ins Land hineinbringen. Ein v'erter Kriegswinter? Tie Russen glauben: Nein.' Ter russische neue Generalissimus KlembowSki hat sich vor einiger Zeit, vor der Russen-Offensive und der Herbst General-Offensive der Gegner, folgendermaßen ausgesprochen: „Eine Winter-Kampagne ist ausgeschlosicn. denn schon" die aNernächste Zeit »vird über den KriegSauS- gang entscheiden. Ter gegenwärtige Kriegsmoment »st allerdings sehr ernst, denn wir haben Rußlands Existenz auf eine Karte gesetzt. Wie dem auch sei. vre ,)r;c- mächsten denSfrage ist und bleibt eine Frage der aNernä Zukunft ' Tiefe „eine Karte" ist jetzt ausgespielt. Tic Gegner haben die aroße Offensive verloren, die grauenhaften Blutopser haben nicht- gebracht als kleine örtliche Erfolge, »vährend die Russen im Osten sehr erheblime Verluste erlitten, den Rest des besetzten Galizien und Riga verloren haben. So werden die Gegner »mürbe. Tie Enthüllungen SuchomlinolvS sind eine bö- artige Mache der Engländer im Sinne des heutiaen Rußland. Man ersieht das aus der gegnerischen Presse. Tie gibt jetzt die Schuld Rußlands zum Teile zu und sucht alle- auf da- alte Zarenrcgiment zu schieben. Die westschweizerische Ententepresse sieht darin eine ..Entlastung Deutschland-". Ein Blatt weist auf SuchomlinowS geheininisvolle Reise nach Pari- zur Unterstützung der Wahl PoincareeS hin und besoiiderS ruf seine berühmten Aufsätze und Borträge, in denen er die Kriegsbereitschaft der russische»» Armee predigte. TaS Blatt koinnit zu dem Schluß, daß die Verantwortung Rußlands, die bisher ignoriert worden fei. einen besonders ernsten Charakter an. genommen habe. Wilsons Rote »vird freundlicher auSgelegt. Ter gut inforrnterte Londoner Korrespondent der ..Reuen Zürcher Zeitung" erfährt, verantivortliche Kreise seien der Ansicht, die ..positivere Sette" der Antwort Wilsons werde die Grund läge der Er- örteruiige»» zwischen den Ententeregierungen bilden Man dürfe sich nicht der g ll u s i v n hingeben, daß Dcutschland auf fein VcrwalturigSsystem verzichten würde, da diese- in jeder Hinsicht sich als wirk- s a n» erwiesen habe und von anderen nachgeahmt wurde Tic gegnerischen Heere sind es leid. Ein am 5. August bei Invincourt einaebrachter Mn französischer Gefangener äußerte bei seiner Vernehmung. er glaube, bei der zurzeit in Paris herrschenden Sttmniung. eher an eine Revolution als an eiueu W i n t e r fe l d z u g. Er hakte die Absicht, in nächster Zeit zu desertieren, dein Beispiel mehrerer Kaincradeu und auch den» seines Bruder- folgend, die alle in .Heeresbedarfsfabriken viel Geld verdienen. Falsche Papiere hatte er sich schon aus Paris besorgt Sein Bruder befinde sich schon seit 15 Monaten unter falschein Rainen in Parts. Tie Regierung scheine über die im Lande herrschende Stimmung unterrichtet zu sein. Alle Pariser Schutzleute hätten einen Maschinengewehr Kursus (gegen die Pariser!!) in VincenneS nahm ;»». und eine »rische Brise machte sich a»»s. Torkelnd hüpfte»» die beiden vollbesetzten Rettungsboote zwischen den Wellenhügeln auf und ab. DaS Barometer fiel und verkündete nabendes Unwetter. Unter diesen Umständen entschloß sich der Unterseeboots-Kommandant, den Schiff- (eutcu anzubieten, an Bord des U-Bootes zu gehen und die Boote treiben zu lassen, da kein anderes Schiff in der Rade und der Weg nach der sranzöstschen Küste weit war. Das Anerbieten wurde dankbar angenonunen, und die Schiffbrüchigen klettertei» Mann für Mann durch daS enge Luk in das Innere des U Bootes dinein. Rur Bob sträubte sich und setzte sich kräftig zur Wehr, so daß erst einige stämmige Matrosen den störrischen Köter Nachdrücke lichsi an beit Pfoten in den U BootSraum hineinzerren niußren. Das unfreirvitlige, neue kleine Hem» paßte jedoch dem geretteten Schiffshund keineswegs, und er wollte sich durchaus nicht dazu verstehen, mit den Unter seeboorsleuten Frieden zu schließen, trotzdem cs an .un- terseeischen Friedensangeboten" nicht fehlte. Allmählich fand sich aber Bob in feine Lage hinein, und fein Wider siand gegen die Wledrrausfchiffnng war viel weniger hartnäckig, als zwei Ta^< später die ganze Besatziing einem neutralen, unverdächtigen Schiss übergeben werden konnte. Bob war schon bald »vitder vergessen und ,U . . strebte nun nach erfolgreicher Fernfahrt delwwartS. um auch wahrend der Rückfahrt, jovatd sich Gelegenheit dazu bol. unter dem England versorgenden SchissSraum auszu- räumen. Bor dem englischen Kanal gab es wiederum Arbeu Ein großer Segler strebte titfbeladen der Süd »veflecke Englands zu. Warnungsschuß. Beidrehen Aus booren. Klarmachcn zum Versenken Programmäßig wie iiiikncr. Doch dieses Mal sollte das Sprengkommando eine weniger unfreundliche Ausnahme an Bord des neuen Beuieschifses finden. Die Besatzung war längst mit den Booten vom Schiffe adgestoßei». das Deck ausgcstorben. als die mit der Anbringung der Sprengpatronen beauf- (ragten U Booismatrofen auf den Segler kamen. Wäh- rend sie eifrig ve»m Werke waren, um das Schiff für die al- 1 mitmachen müffen. Gegebenenfalls werden statt der Anamiken Engländer zur Aufrechterhaltuug der Or». nung herangezogen werden In Lyon sah der C'."'anoe>M in den Kohlenkellern des BahnbofS etwa 50 Mch» schinenaewehre. mir denen das französische Volk i, Notfälle beruhig: werden soll. England im Sinne Wilson-. Wie au- Wa'hinc'an gemeldet wird, hat England den Vereinif:.n Sri.r:en mitgeteilt, daß die dlntwon Wilsons aus die F: icden-vorschläge des Paps:eS i, Sinne der brtti : djvu Autmorl sei. wie Ee.il kürzl^ erklärt habe. Wahlen im Kriege. Erdrücke,de R ed b. k r ' Jr In einem Teil der deurici.e.« Preise gab es nelllich eine ledhafte ^?lussprache iLvr di? ',**n ' — v.nng neuer Rl 'chsra iswahlcn. über die HerbeisühriiNg einer .Mlfc rung über die Stimmung des Volke- In dieser Aich, einandersetznng wurde von einer Seite beront. eine solW Wahl könne nur den Ausdruck in auge:rbltcku.yer Stimmung bieten Wie richtig diese Aussas.ung lva-, zeigt das Ergebnis der ersten Wahl in einem der kriegsiihrenden Staaten: „Matin" meldet u»K' Petersburg, das Ergebnis der G e m e i n d e r a t - w a h l e n habe in pokitischkA Kreisen lebhaft überrascht Die Sozialrcvolu. tronäre erhielten 120000 Stimmen, die Leninist (die Akaximalisten, die anarchosozialistischen . Bols .o»ti") 6b 000, die freisinnigen Kadetten nur 52 0 Tic Niederlage der Kadetten werde umsomehr beacht al- man geglaubt habe, sie würden den Sieg dav oW trage,» Allgemein sei man der Ansicht, daß die l tu men de Opposition der Kadetten gegenüber dem 'Ab deiter» und Soldate»»rat viele geinäßtgte Ele. mente in die Reihen der Leninisten ae:r»ebe^ yade: a»»ßerde»n ichienen sie infolge ihrer WeigeruiM mit der provisorischen Regierung ernstlich zusamme» t zuardciten. viele Stimmen verloren zu haben 2.S^ 5V tffft »* ,i -»»'' Bertel yn tC ", hat!««°- „ seren! -n" w^,Ak-I teo °en> tNl l u • ÜCB :• Auf Biegen oder Brechen gegen die Tiltatu» des Militärs. Ter eitle Sozialist.Advokat Kerenski hat durch sein Liebäugeln mit den in Englands Fahrlvafs^^ schwimmenden Kadetten und seine Fortsetzung des .0»»* :ste Gefahr gebracht. ges fein Regi»nent in die äußerj »ic tu ^ .iw ffsJ» und J. ? .".oy 1 . .. der Kc m Ül auch an ^ untf 'm Jlrtdi'J w-u ' öWf» ist !^St i'.jAinKWn« 0 Ter herrschsüchtige General Kornilow. ein ganz nu» ^ und hat zu dem Ziveck allerlei BerbindungM^ ''"V 'neue «crouitc Bill: gerinne Anfan, größtenteils w daran anfchlic und wochenlan Tie Teilgejechte de^ die reulschen wie! un de »wertiger Bursche, will sich zum Tiktaror aufschwÜW UzlpfelS »x'S gojseLwald' ^ y - sowie ln Gege gen mit den b»1rgerlichen Parteien angeknüpft. Kornilo» glaubte sich dieser Tage nun sicher genug zu eine« große», Streiche. Er ließ Kere»»ski auffordcdn. die gesamte Zivil« und Rttiitärgewalt an den Generalissimus, einem eben« ; falls Rur Militär Klemfowski. zu »übertragen. KerenFi nahm den Fcdchandschuh auf. Er erließ eine Proklamation de- Inhalt-: „Ta ich diese an die Vorläufige Regierung zu Händen meiner Person gerichtete "?lufforderung als Versuch geivisser Bevölkerungskreise oetrachte. die ^ schwierige Lage des Landes zu benutzen, um dort einen » Zristand herzusteilen. dcr den Eroberllngen der ! Revolution widerspricht, hielt es die Vorläufige f Regierung für notwe»»dig. für das Wohl des Paterlan. \ des u»»d die Freiheit des republikanische»! Regierung-« systemS mich dan»it zu betrauen, dringende und unab- 1 »veiSliche Ataßnahmen zu ergreifen, um alle Anschläge I gegen die höchste Gewalt und gegen die von der Revolution eroberten Bürgerrechte an der Wurzel abzu« I schneiden Taher ergreife ich für die Aufrechterhaltung .■(!#. Zm Chaumc-S z. Uhr abends nochmc r.eife iin Handgranate ..Men Stoßtrupps t )o aus den Kämpfen p.he 6\\. hier war d" starker ^orstof ge französischen Stellung^ jangenen. bi? Dabei f cn übifionen a/f tse/M'ß' fr dbdntoHdumn/ KSsJ ^SiStmopm der Freiheit und der öffentlichen Ordnung in» La»»de alle Maßnahmen, die ich der Bevölkerung zu ac!ege.»er Zelt ankündigen werde. Gleichzeitig beichte ich: l. General Kornilow lzat sein Amt dc»n General Klenp bowSky. dem Oberbefehlshaber dcr den Zugang naih Petersburg sperrenden Armeen der Nordfrant. z> übergeben, und General KlembowSkl) soll vorläufig d» Verinchklliig fertigzumachen, hörten sie plötzlich vo»n Hi« terschlss her eine Stimme, die sich bet »,äderer Unters-» chung als von einem Papagei hcrrührend derausflelltt- der friedlich in einer Ecke der Kajüte in seinem Bau« saß. Der b»»i,tc Vogel sprach portugiesisch, »vaS auf sri-r brasilianische Herkunft schließen ließ. Dcssenungcach» wollten ihm die Matrosen aber trotzdem das Leben »eueß und schafften ihn in ihr kleines Ding» «Beiboot). Gera wollten sie abfioßen. alS sie aus der Kombüse das M»au> einer Katze körten Flugs enterte einer der drei Malros uochn»als hoch und kam richtig mit einer kleinen Ko »v»edcr. Schnell ins Boot und avgcfeyt. beim es wur hohe Zeit. Die Rettung dcr bc»ven Tiere hatte schon eins Minuten gedauert, und bald mußten die Spreugpatror wirken Während die Rettungsboote bereits mit voll Segeln auf btc nahe englische Küste zusteuerten, pullte d Dingi schleunigst von dem Setzelschis» hunveg ans daß in der Rade treibende U-Boot zu. Dorr machte mau recU erftaumc Gesichter, alS btc Matrosen mit ihren Echütz^»!! lingcn anlangtcn. Bald daraus mußte das U-Boot schnell hcrbe»e»lendcn Bewachern tauchen. Die Heim re »E vollzog sich dann ohne weitere bedeutende Zwischensäll^^ Natürlich bekamen die beiden Tiere auch Namen. Icfl* Papagei »viirde. wie alle seine deulschen StammcSgen-^D sei». ,Lora' genannt, die Katze nach langem Wortgeset^^U .Pussv', Venn alle SchifsSkatzen hießen so. Lora den veränderten Berhültnissen Rechnung trage« schlcuni ilchei» ,.... ^ am es 'Hl Tlmi, nur 5’ lm5 dar rr Ü' orbnc:t. I ?,n.iM fn Jro »■rSg,5?L *"»*«. t Ä b ‘ e "obe 1 W«Wer?. B £ rt « Sd .vu'rben *° f,0 " a: *5nfn r :• salz Am >' t ;, ^qenriuf SüBL f »f einen stark. lind nE.rur Kl ^ "^>leri«°ab? ii6e Q ®0ctmcfei . 5ci Greife de- loi.ocurn veroaiininen „ecynung tragen »»« »«"" de Deutsch lernen. So wollten es die «nermüW UW ^ ^ brache . Lehrmeister. Dahingegen brauchte Pussu sich n«W> ^ ""o ries x batau zu gc»vohi»en. daß es mit den Spaziergängen arf glatten Schifssplanken nun ein Ende hatte. Aber a» den blanken Torpedos ttäumte cs sich ja auch ganz schSV Heute nun sind .Pussv' und .Lora' immer noch in .de,« scher Kriegsgefangenschaft' aus dem Wohn schiff II Bootsleute im Heimatshofen. Sie scheinen aber diesem Wechsel vollkommen zufrieden zu sein. lös- Ol eilt ne 'Je 'Z" i5kie •^'Hetur j, -"»g Np&i« eine or ftnSent l *nnie bei» s >>> lvlcd r i-i, ! ot «nj ' - *d I ^ itof'j ! "'Wt! Äu« ‘K ne« ll°s, ckJ’Ä« fit »«;KM?» M e^SjÄlä h»b f Ä.J ' S°z '"»m. MZ M? §°^bcr de«, U ?/^aßigte El>! Olsten aetriehJ 9 en! ^!«u» ' Brechen Kmnski hat d»! Englands Fclhrjvajj! Fort etzung des M c j} e Gefahr gebvJ u % ein ganz m " Diktator aufschch tllerlei Verbindung! rngekntzjt. Kornilis lcher genug zu ein die gesamte Zivil -issimus, einem e6ei| iertragen. ndfchuh auf. des Inhalts: fige Regierung Aufforderung a» i\i bett achte, tzen. um dort eine] : ob e tun gen bi] es die Borläuft Wohl des Vaters, mischen Regierung ringende und unabj , um alle AnschÄ en die von der fllif a der Wurzel abz> ie Aufrechterhaltul Ordnung im Sam fferung zu gelegki'! eilig bcjehle dem General Klei: c den Zugang na der Aordfront, fl) soll vorläufig Befugnisse als Generalissimus übernehmen, jedoch in Pskow bleiben. 2. Ich verhänge den Kriegszustand über «ladt und Bezirk Petersburg. Zch fordere alle Bürger auf, zur Aufrechterhaltung der notwendigen Ordnung für das Heil des Vaterlandes mitzuwirken, und die Armee und Flotte fordere ich auf, ruhig und getreu ihre Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes gegen den äußeren Feind zu erfüllen. Damit hat Rußlands Stunde geschlagen. Denn wenn Kerenski sich nicht halten kann, dann wird die friedensradikale Arbeiterschaft den Kampf mit dem Kornilow aufnehmen, und dann scheidet Rußland endgültig aus dem Weltkriege aus. ne., ui Allgemeine Kriegsnachrichten. Tie General-Offensive zerbröckelt. Die englischen Anstrengungen in Flandern, die neben eigenen Zielen auch der Entlastung dec schwer bedrängten Russen und der Unterstützung der französischen Verdunoffensive dienen sollten, haben ein rasches Ende gesunden. Auf die Erkundungsvorstöße und starken Teilangrifse in der Nacht zum 10. September ist nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, ein neuer großer Angriff gefolgt. Die Engländer begnügten sich mit schwächlichen Teilvvrstößen, die überall abgewiesen wurden. Auch das Artilleriefeuer gewann nur stellenweise größere .Hestigkeit. Seit dem katastrophalen Zusammenbruch der zweiten großen englischen Flandern- Offensive ist hier die englische Angriffskraft gelähmt und trotz aller Anstrengungen der Franzosen vor Verdun ist auch an der Westfront die Gencraloffcnfjvc der Entente zerbröckelt. Im Artois war gleichfalls die Kampftätigkeit gering. Ebenso ist der Angriff in Gegend St. Quentin ins Stocken geraten. Tie bei der Malakoff-Ferme verlorengegangenen Gräben sind bereits wieder genommen. Nur östlich Villeret wurde die deutsche Linie um ein geringes Stück zucückgedrängt. Tie neue Bcrduuosfenfive zeigt das gewohnte Bild: geringe Anfangserfolge, die durch Gegenstöße größtenteils wieder wettgemacht werden, und daran anschließend Teilkämpfc die sich, tage« und wochenlang hinzichcn können. Die Teilgefechte des 9. September (Sonntag) brachten die Deutschen wieder in den Besitz des Nordost- zipsels des Fosseswaldes. Ebenso wurde im Chaume- walde sowie in Gegend Vaux-Kreuz—Höhe 344 gekämpft. Im Chaume-Walde setzten die Franzosen um 9 Uhr abends nochmals einen Angriff an, der teilweise im Handgranatenkampf abgewiesen wurde. Die deutschen Stoßtrupps brachten mehrfach Gefangene ein, so aus den Kämpfen im Fosses-Walde und bei der Höhe 344. Hier war deutscherseits um 0 Uhr früh ein starker Vorstoß gemacht worden, der bis in die französischen Stellungen oordrang. Die über 100 Gefangenen. die dabei gemacht wurden, gehören zwei verschiedenen Divisionen an. Lüsom/Cje ^ ° n " « . I X V - r >« X d!yBnf pUdUimtf J ' f if 1 , /_ 1 | , / O ßehumoru{ \ °?cdb JToprw \ \ 1 o ^ A ^ = T ßezonvsaux / wteope Mfrre «f | • /% V3 ' •’ F'%arre /V“ 1 „ ^ I . , rre ^ Yteßetfa- & 'T \ ^ r ' « \ / ^ChaupXX ---ii_! FtdoX Im Osten kam es an der Rigaer Front zwischen Ostsee und Düna nur zu Vorpostengeplänkel. Tie Russen sind eifrig daran, zu schanzen und ihre Verbände zu ordnen. Zwischen TrotuS- und Oitnz-Tal machten die Russcr; und Rumänen verzweifelte Anstrengungen, den Verbündeten die eroberten Stellungen wieder zu entreißen Rach starker Artillerievorbereitung griffen sie beiderseits des Doftanatales wiederholt an. Alle Angriffe wurden zum Teil in erbitterten Rahkämvfen abgeschlagen. Am Tcosna wurden die Russo-Ru- Mänen durch Gegenstoß zurückqeworfen. Am Abend versuchten sie nach starker Artillerievorbereitung nochmals einen Angriff zwischen Tcosna und Grozesci. der unter hohen Verlusten der Angreifer blutig scheiterte. Wo die Russo-Rumänen sonst noch mit geringeren Kräften bis zur Komvagniestärke beiderseits des Casinu und nördlich des Susitatales anzugreifen versuchten. wurden sie überall bereits durch Sperrfeuer der Artillerie abgewiesen. Tes Kanzlers Frredenshosfuung. Bei der Abreise des Reichskanzlers Tr. Michaelis von Stuttgart brachte eine große Menschenmenge Hochrufe aus. Der Reichskanzler trat an das offene Fenster und rief der Menge zu: Hoffen wir, daß wir noch in Viesern Fahre Frieden bekommen." Diese Worte lösten neue Begeisterung aus. Beunruhigung in Petersburg. Das Pariser Regierungsblatt „Temps" meldet aus Petersburg: Tie militärische Niederlage verursacht in der Hauptstadt eine immer trefergchcndc Beunruhigung, die zweifelhafte Elemente auszunützen versuchen. In Moskau beriefen die Kadettenpartei und die Sozial- Revolutionäre in der Stadtduma Versammlungen, um dringliche Maßnahmen gegen den extremistischen Feldzug zu treffen, der zu Gewalttätigkeiten gegen die Mlreizt und «t,ns ernsthafte Gefährdung der öffentlichen Ordnung darstellt. In Petersburg gelang es Agitatoren anfangs, Progrome herbeizuführen. Ein israelitischer Kaufmann mit Sohn, der auf Urlaub von der Front zu Hause war, wurden getötet und idjT mehrere jüdische Geschäfte geplündert. Kercnski schaltet Kornilow aus. Die Tikaturgelüste des Draufgängers Kornilow sind dem Ministerpräsidenten Kerenski schwer auf die Nerven geschlagen. Um ihn auf nette Weise kalt zu stellen, hat er ein ganz raffiniertes Mittel gefunden: Nach dem ..Petit Journal^ würde die' russische Heeresleitung an einen aus Rußki, Alexejew, Brussilow und Dimitriew zu bildenden Kriegs rat übergehen. Ausländisches Geld in Spanien. Die unterirdische Wühlarbeit des Vielverbandes in Spanien begegnet bei der Mehrzahl der Intellektuellen. dem Adel und der Geistlichkeit, sowie der loyalen Armee starkem Widerstand. Teile der spanischen Arbeiterschaft sind jedoch offenbar in den Ein- flußkreis der Entente geraten. Es steht jetzt unzweifelhaft fest, daß bei den unlängst, in zahlreichen Industriestädten Spaniens auS- gebrochenen Unruhen unsere Gegner die Hand im Spiele hatten. Tie spanische Presse berichtet, daß bei einigen verhafteten Rädelsführern ailfrührerische Schriften beschlagnahmt und beträchtliche Geldmittel französischen Ursprungs entdeckt wurden, die den Schluß gestatten, daß es sich um bezahlte und bestellte Arbeit der Entente handelt. (..Jmparcial" 10. August.) Aus weiteren Nachrichten geht hervor, daß der revolutionären Bewegung der spanischen Arbeiterschaft, die man seitens der Entente nach bekanntem Muster zum Sturze der an der strikten Neutralität festhaltenden Regierung aufhetzen will, bedeutende Summen vom Auslande zur Verfügung gestellt wurden, nach glaubwürdigen Versicherungen an 14 Millionen Franken. (,.Epoca", 19. August.) Mehrfach hat man feststellen können, daß während der Unruhen Schecks über hohe Summen, in einem Falle 150 000 Franken, zur Unterstützung der Aufruhrbewegung den Banken präsentiert wurden. (,,Epoea", 21. Augtist.) 9lus diesen Vorgängen dürfte das spanische Volk klar erkennen, daß der Vierverband weder Mühe noch Kosten scheut und skrupellos alle Mittel durchtriebenster Verschwörerpolitik anwendet, um auch Spanien in den Vernichtitngskrieg gegen die Mittelmächte hin- einzuzerren. Kleine Kriegsnachrichten. " Der König von Italien will nach Beendigung seiner französischen Reise nach England fahren. " Tie Einführung eines Naphthamonopols bildet den Gegenstand eines Projekts in Rußland als letzte Rettung aus der Finanzmisere. " Im Oktober wird eine Abordnung amerikani- nischer Senatoren nach Europa kommen, um von dein Stand der Tinge in den Ländern der Alliierten Kenntnis zu nehmen. " Der amerikanische Schatzfekretür Mae Adoo erklärte, daß die amerikanische Regierung beschlossen habe, den Verbündeten bis zum Juni 1918 1/2 Milliarde Dollar ----- 2 Milliarden Mark monatlich vorzuschießen. " Im norwegischen Staatsrat wurden Höchstpreise für den Trarrsport aus den Vereinigten Staaten nach Norwegen mit norwegischen Dampfern und Motorschiffen beschlossen. " Die russische Regierung will Wiedereinsiihrung der Todesstrafe hinter der Front für jene Verbrechen, die an der Front ebenfalls mit dem Tode bestraft werden, durchsetzen. " England hat in der diesjährigen Sommer-Offensive über 400 000 Mann verloren, Frankreich wohl ebensoviel, Italien 200 000 Mann und Rußland ohne Zweifel mindestens eine halbe Million. " In Liverpool hat die Polizei eine Friedensversammlung unter freiem Himmel aufgelöst, weil viele Frauen und verwundete Soldaten eine drohende Haltung einnahmen. " Frankreich ist von einer Zuckernot bedroht. Infolge mehrerer ,.Unfälle auf See" sind große Zuckermengen ausgeblieben. " Eine Verfügung verbietet ab 15. September den Verkehr der Privatautos in ganz Italien. In Dänemark wurden wegen der beschränkten Einfuhr von überseeischen Futterstoffen u. a. zwei Drit- :bestandes tel des Schweinebestandes abgeschlachtet. * Ter ehemalige Burenführer und jetzige Englandfreund Botha, der wegen Krankheit in den letzten Wochen die Geschäfte des Premierministers von Südafrika nicht ausüben konnte, befindet sich jetzt bedeutend besser. Diktatur in Portugal. Nach den neuesten Meldungen steht die westiberische Republik jetzt unter Diktatur, damit der Protest des geeinigten Volkes gegen den Krieg gewaltsam niedergewürgt werden kann. Eisenbahn, Post und Telegraph unterstehen fortab besonderer militärischer Aufsicht. Am 2. und 3. September kam es zu einem Generalstreik der Eisenbahner, Post- und Telegraphenangestellten, ihm schlossen sich bald darauf die Tansportarbeiter und die Seeleute an. Ter Generalstreik richtete sich, soweit aus den zensurierten Angaben des Lissaboner Blattes hervorgeht, in erster Linie gegen die verstärkten Truppenaushebungen. Es kam zu großen Krawallen, vornehmlich im Hasen, wobei mit Maschinengewehren geschossen wurde. Regierungstruppen besetzten Hauptpost und das Telegraphenamt. wurden aber von hier durch die Aufständischen vertrieben und mußten schließlich auch den Bahnhof räumen. Tie portugiesische Flotte machte Miene, sich den Aufständischen anzuschließen. Sie wurde jedoch durch den englischen Gesandten eines ,.Besseren" belehrt, der ihr eine Erklärung funken ließ, daß jeder Versuch der portugiesischen Flotte^ einen Putsch zu veranstalten, durch die e nglische Flotte unterdrückt werden würde. In der Nacht vom 2. zum 3. September hielten die Kämpfe an. Es gelang schließlich, die Aufständischen in den Post- und Telegraphen- anlagen einznschlicßcn und zu cntwafsncn. Tie Aufständischen, die den Bahnhof besetzt hielten, konnten entkommen. Tie Regierung macht bekannt, daß jeder Versuch, weitere Streiks etnzuleiten, rücksichtslos unterdrückt werden wird und daß jeder Streikende bis Zn zehn Fahren schweren Zierter erhält, sobald er nicht innerhalb 48 Stunden wieder die Arbeit aufnimmt. Trotzdem ist die Gärung im Lande noch sehr groß. Politische Rundschau. — Der neue deutsche Botschafter Graf Bernstorff »fsen. ist in Konstantinopel etngetroj — Bei schönem Wetter begab sich der K a i s e r am Sonntag über Riga-West nach Dünamünde. Dort begrüßte er die Truppen, die an der Einnahme teilgenommen hatten, und besichtigte die Stellungsanlagen und die von den Russen stark zerstörte Werft. — Tie evangelisch-theolog-sche Fakultät der Universität Münster i. W. ernannte den Reichskanzler Dr. Michaelis zum Ehrendoktor der Theologie. — Der Präsident des österreichischen Abgeord- netenhauies hat die erste Sitzung für oen 25. September einberufen. — Der bayerische Divisionskommandeur. Generalleutnant v. Wenninger. Ritter des Ordens Pour le merite und des bayerischen Militär-Mar-Josefs-Or- dens, bayerischer Mtlitärbevollmächtigter in Berlin und stellvertretendes Mitglied des Bundesrats, ist, 57 Jahre alt. gefallen. :: Tcr Zentralausschuß der Fortschrittlichcu Volks« Partei tritt am Sonnabend, den 6., und Sonntag, den 7. Oktober, zu Berlin im ReichStagSgebäude zu einer Tagung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Die Friedensfrage. 2. Tie innerpolitischen Aufgaben. Referenten sind 1. Abg. Gothein, 2. Abg. v. Payer. :: Der bayerische Landtag ist nunmehr offiziell durch königliche Verordnung auf Freitag, den 28. September. einberusen worden. :' Zur Kanzler-Ernennung erzählt der ..Vorwärts" folgendes Anekdötchen: „Bethmann, an dessen Sturz die Konservativen mit allen Mitteln arbeiteten — nicht nur mit parlamentarischen, sondern auch perfiden —. stand lahrelang zum Kaiser in einem engen Vertrauensverhältnis. Daß der Kaiser im gleichen Verhältnis auch zu dem jetzigen Kanzler steht, kann die konservative Presse kaum behaupten. Sie weiß gewiß ^ so gut wie wir, daß — aus Gründen, die hier nicht 'wiedererzählt zu werden brauchen — bei der Neubesetzung des Kanzlerpostens Schwierigkeiten entstanden, und daß der Kaiser, drei Stunden bevor er die Ernennung vollzog, an Herrn Tr. Michaelis überhaupt noch garnicht gedacht hatte." — Diese Angabe ist zurückzuweisen. Tr. Michaelis war bereits einige Tage vorher als der kommende Mann genannt worden und seine Ernennung wurde in Berlin allgemein erwartet. :: Erzbischof Tr. Faulhaber und München. Im Antrittshirtenbrief des neuen Erzbischofs Faulhaoer von München finden sich laut „Tag" zwei bemerkenswerte politische Stellen. Er nennt München ein Hauptquartier und Einfallstor religionsfeindlicher und kirchenfeindlicher Freischärler und bezeichnet es als eine unserer ersten Aufgaben in der kommenden Friedenszeit die Rechte der Kirche und ihres Oberhauptes, des Friedenspapstes, zu schützen. Ungarn: Neuregelung der römisch-katholischen Kirchen- guter in Ungarn. ! Das Organ des Kultusministers Apponiy gibt Kunde über eine umfassende Regelung der römisch- katholischen Kirchengüter. Zunächst wird betont, „eine Säkularisation ist nicht geplant". Dagegen sollen sämtliche bischöflichen Güter vereinigt werden. Der Ertrag der Güter würde in erster Reihe zur Gehaltsregelung der Kirchenfeste und des niederen Klerus, sodann für Schulzwecke verwendet werden. Portugal: Wachsende Aufruhr-Stimmung. ; Auf Umwegen gelangten nach Paris Lissaboner Meldungen, die aufrührerische Bewegung in der portugiesischen Hauptstadt und in der Provinz sei in stetiger Zunahme. Tie Regierung sei veranlaßt, strengste Vorkehrungen zu treffen. Aus aller Welt. Ein Dokument zur WirtschastSgeschich'e in diesem Weltkrieg dürfte folgende Anzeige darstellen, die im Liegnttzer Tageblatt abgedruckt lvird: „Einz. Person jucht zwei Teilnehmer an einem Hering (Lebensmittel- Marke 40). Ang. u .K. 4204 an die Gefch. dieses Blatts." — Zn Liegnitz wird nämlich die Rationierung der Heringe in der Weife gehandhabt, daß auf drei Personen ein Hering kommt. ** Verlängerung der „Sommerzeit" in Sicht. Die diesjährige Sommerzeit soll bekanntlich am 17. d. M., 3 Uhr morgens, ablausen, während sie im vorigen Jahre erst am 30. September ihr Ende erreichte. Es wird nun in amtlichen Kreisen erwogen, ob nicht im Hinblick auf die Kohlonknappheir und die daraus entstehende Gasnot eine Verlängerung der diesjährigen Sommerzeit angeordnet werden soll, vielleicht noch über den 30. September hinaus, etwa bis Mltte Oktober. ** Ein ganzes Dorf in Flammen. In Lagowo (Kreis Kosten) ist durch Spielen mit Streichhölzern ein Brand ausgebrochen. Dreißig Wirtschaften sind bereits zerstört. Weitere stehen in Flammen. Das Ersatzbataillon Kosten leistet Löschhilfe. ** Raubmord an einer Wjährigen Schankwirtin. In der Novalisstraße in Berlin ist die Inhaberin der Schankwirtschast zur „Deutschen Kneipe", Frau Rahel Jacobi, ermordet und beraubt ausgefunden worden. Ihre Leiche lag in einem Hinteren Schankraum auf dem Fußboden und zeigte eine schwere Verletzung an der linken Kopfseite sowie Würgemale am Halse. Von dem entflohenen Mörder hat man noch teure Spur. . ........ % .Iw . Berlin, 1V. Sept., abends. Vor Verdun scheiterte morgens ein starker Angriff der Franzosen am Chaume- Walde. — Sonst im Westen und Osten nichts Besonderes « Neun Schiffe cerfeakt. Berlin, 10 Lept. Neue U-Booterfolge im At lantischen Ozean, Aermelkanal und in der Nordsee: 7 Tampfec und 2 Segler, darunter das englische Hills- schiff „Becgamot" (wahrscheinlich U Bootlalle), rin be woffneter englischer Dampfer, sowie 4 Damp'er. die sämtlich aus Geleitzügen hecauSgeschosscn wurden, davon 2 durch Doppelschuß auS ein und demselben Geleitzug Der Chef des AdmiralftabS der Marine. « wbt. Großes Hauptquartier, II Sept. 1917 Westlicher Srieg-schaaplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht. Der Artilleriekampf in Flandern erreichte an der Küste und im Bogen um Vpern zwcitweilig große Stärke. Vorstöße der (Engländer südöstlich von Langemurck und nördlich von Frcnzenberg wurden zurückgew'rsen. Bei Villerrt, nordwestlich von St. Quentin, entspannen sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig aus- gingen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Unternehmungen scanzöstscher (Erkundungstrupps, meist durch heftige- Feuer vorbereitet, wurden nord westlich von Reims und in mehreren Abschnitten der Champagne zum Scheitern gebracht. — Auf dem öft« ltchen MaaSufer griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosse». bis zum Chaumewald (Vl 2 Km ) an. Südlich des WavrtllewaldeS in unsere Kampfzone etngedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen, an der übrigen brachen die französischen Sturmwellen in unserem Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende AngriffSvec. suche deS Gegners schlugen stets sihl Im Nachdrängen schoben wir an einigen Punkten unsere Linien vor. » Leutnant Äoß schoß gestern 3 feindliche Flieger ab: ec erhöhte dadurch seine Luftsiege auf 45. m Oeftlicher Kriegs schauplatz Front des Generalseldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Zwischen den russischen und unseren Stellungen vom Meer bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Voctruppen. Ter Feind büßte Gefangene ein. — Vorstöße russischer Streifabteilungen im Waldgebiet nöcd lich von Husiatyu und am unteren Zbcucz wurden ab gewiesen. Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Im Südoftzipsel der Bukowina sind Russen zum Angriff übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bei Eolka. Zwischen TrotuS- und OttoStal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht wiederholt. Mazedonische Front: Im Berggcländc südwestlich deS LhhcidaseeS vec« wehrten deutsche und österretchisch-ungarische Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Berlin, 11. Sept. abends. Bisher keine Meldung über größere Kampfhandlungen. « 27 ooo tonnen cerlenkt. 1 Im Spcergebtet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote neuerdings 27 OOO Brutto registerlvnnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Eymrian" (Ladung Kohlen von Newport nach Dublin), der durch Forglave geleitete englische Segler ^Cooroh", sowie 2 tiefbeladene englische große Dampfer, die auS Geleit' zügen herausgeschoffen wurden. 2. Marineflugzeuge versenkten am 9. September nachmittags in der Temsemündung einen englischen Dampfer. Der Chef des AdmiralftabS der Marine. DU siebente Kriegranleide. Nichts weift mehr auf die Kraft der deutschen Volkswirtschaft hin. als das Vertrauen, mit dem die Finanz. Verwaltung des Reichs nach mehr als dreijähriger Kriegs« dauer von neuem an das Kapital. an die großen und kleinen Sparer in den Städten und auf dem Lande sich mit dem bekannten Ausruf .Zeichnet die Kriegsanleihewenden kann. Daß dieser Zeitpunkt jetzt, und zwar ;um siebenten Male, nahegerückt ist, bringt keinem eine Heber raschung, ist doch die Finanzverwallung bis jetzt jewei« lig etwa sechs Monate nach der Ausgabe der ersten Kriegsanleihe dazu geschritten, die KriegSauSgaben gleich- sam aus dem Schwebezustand auf eine sichere Grundlage zu stellen Unsere Gegner lassen sich mit der Um- wandlurg ihrer schwebenden Verb ndltchkcitcn in Anleihen weit mehr Zeit — aber nicht auS freier Ent« schltcßung. Cie kennen sehr wohl die Grundsätze einer soliden Finanzpolitik. aber ihre Anwendung stößt bet allen unseren europäischen Feinden auf Schwierigkeiten, teils, weil thre wirtschaftliche Kraft erlahmt ist, teils, weil der Patriotismus stch bei ihnen mehr in Worten als in Taten äußert. Bei uns harren bereits sehr erheb- ltchc Summen des Augenblicks, in dem sie der Kriegs- onleihe dienstbar gemacht werden können Datauf beutet die ganze Lage des Geldmarktes hin, im besondere. die großen Beträge, die m Cchatzwechleln deS Reichs angelegt sind. ferner die hohen Einlagen bet den Banken und Sparkassen. Diese Tatsache dark aber niemand zu der Ansicht verleiten, eS komme auf leine Muw rkung nicht an. Vielmehr ist eS. je näher rotrjem fritbrn kommen, um so notwendiger, kein Nachlaßen z l ' ' sondern erneu! einen kräftigen Beweis ZU erbringen, daß unsere Kcait. auch aus wtrt'cha'tlichcm Gebiet, ^ em Vaterlandc gesammelt nach wie vor zu ferner Dertet- digsng zur Verfügung steht. Tie siebente Krieg»anle«he wird fast genau nach dem Muster der srchstrn ausgestattet Sie besteht au» 5 prozentigen Schuldverschreibungen und 4',.plo;en' tlgen Schatzanweisungen, die zum Preise von^98 Mark „,h m«# Gesetzaebuna verantwortlich find, eS als ihre vornehmste Aufgabe betrachten werden, den Gläubigern de» stei»» da» gegebene Zahlungsversprechen zu hasten. Wer die siebente Kriegsanleihe zeichnet, erwirbt die b.fte Kapitolanla ir und trägt indem ec unteren Tapfern drauhen zu Wasser und zu l.aade hilit, zum schütze d-S Reichs, zum Schutze der e.gtnen Person und der eigenen Vermögen- bei. __ Verantwortlich: Albw Klein m Gtcßcn. in für 100 Mark Nennwert in der Zeit vom 19. September bis zum 18. Ok ober zur Zeichnung aufgelegt werden. Für Schuldbuchforderungen mit Sperre bis zum 15. Oktober 1918 ermäßigt sich der Zeichnungspreis auf 97,60 Ma'k für 100 Mark Nennwert. Das Reich darr die 5 prozenttaen Schuldverschreibungen frühesten- zum 1. Oktober 1924 kündigen DaS ist für den Zeichner insofern ein Vorteil, als er fein Geld bis zu dem genann- ten Zeitpunkt unbedingt mit 5 vom Hundert verzinst er. halten muß. Auch später darf daS Reich den Zinsfuß nicht herabsrtzen, ohne gleichzeitig die Kündigung auszusprechen; dies bedeutet, daß dann jeder Anlliheinhaber das Recht hat, den Nennwert feiner Schuldverschreibungen in barem Gelbe, also 2 Mark für je 100 Mark mehr, als den Zetch. nungSpcetS, zu fordern. Für die 4prozentigen Schatzanweifungen ist von vornherein ein TtlgungSplan ausgestellt, der mit dem für die Schatzanweisungen der sechsten Kriegsanleihe vorgesehenen übecetnftimmt. Nach den Einzelheiten des Tilgungsplanes muß der Inhaber von Schatzanweifungen im Falle der Auslosung seiner Schatzanweisungen mindestens für 100 Mark Nennwert 110 Mark erhalten. Ec kann aber auch unter dennoch später zu erläuternden Voraussetzungen 115 oder 120 Mark als Erlös erzielen. Dieser große Vorteil verdient in den weitesten Kreisen deS Anlage suchenden Kapitals Beachtung. Da, wie anzunehmen ist. viele Eigentümer der älteren 5 prozentigen Schuldverschreibungen und der früher auS gegebenen 5.prozentigen Schatzanweifungen den Wunsch habln werden, ihren Besitz in die neuen auslösbaren Schotzanweisungcn umzuwandeln, so ist wieder, wie bei der sechsten Kriegsanleihe, ein von leicht erfüllbaren Bedingungen abhängiges Umtauschrecht geschaffen worden. Die Einzahlungen auf die siebente Kriegsanleihe können vom 29. September ab (der 30. September ist ein Sonntag) geleistet werden; Pflichtzahlungstermine sind der. 27. Oktober, der 24. November, der 9. Januar und der 6. Februar. Es können also alle die, die über flüssige Gelder verfügen, alsbald in den Genuß der hohen Verzinsung kommen; wer aber erst spätere Eingänge für die Kriegsanleihe verwenden will, dem find sehr bequeme ZahlungSmögltchkeiten etngeräumt. Daß eine Anleihe deS Deutschen Reichs, eine Forderung mithin an das gesamte Nationalvermögen, die denkbar größte Sicherheit bietet, wissen wir alle. Der Verzinsung eines erheblichen Teiles der Kriegsanleihen sind bereits neue Stcuerquellen gegenübergeftcllt; im übrigen ist es kaum nötig zu sagen, daß jede Negierung und jedes Parlament, die für die Verwaltung deS Reichs ln i Ganz hervorragend ist mein gliiuend begutachtetes u. vielfach erprobtes weiches Sa! miak-Sclimier-W aschmittel TieNtiial Uri' 4 Für 2luf n4 Un ! ,t C r®« 1,U " Ul Schäumt tadellos. — Macht die Wische blüteswelaa. - Garantiert unschädlich. — Versand ohne Karte. 8 Pfund- Paket inkl. Verpackung Mk. 7 50 per N.-u hnahme oder gegen vorherige Kinsendung des Betrage». In Zentoer-FIiiern Prelaarwäaslflung. KL Hohnholz, Berlin-Tempelhof 11, Stollbergstr. 4. Ia Krafteiweiss-Suppenwürze garantiert 20—22 Vol. °L Eiweissgehalt, von vorzügli Qualität u. Schmackhaftigkeit, hat laufend abzugeben Karl Korherr, Stuttgart. 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Der Deutsche Wehrverein igU unb (ScfunbunpSgef, ihren älngriff n | 'pul Lina ftlefi der Fei nien Bor; ftrts wurde ec t M-zedouij ri' Loge am Südwestu hat in seiner am 28. Juli d. I. abgchalteuen Ausschutzsitzung zu der FriedeuSkuudf! l»nenilich geänbict .- gebung und der mit ihr in Berbindung gebrachten sogenannten Reuorientieruns "" M ” nachstehende Kundgebung einstimmig beschlossen: ^ H'-unuiU. — als in letzter * fc ©meralquat: Indem sich der Deutsche Wehrverein, getreu seinen Satzungen, nicht auf das Gebiet ber 'Parteipolitik br ^^12. Sept. aö( gibt, sondern lediglich die Tatsachen vor Augen hat, hält er sich für bentfen und verpflichtet, die Aufinerksamkes daraus zu lenken, daß Millionen deutscher Männer im Felde stehen und in der Verteidigung des Bestandes und Zukunft unseres deutschen Vaterlandes das erste Anrecht darauf hätten, ihre Stimme geltend zu machen, woran zur Zeit verhindert sind. 4» , "•»tu» V&'S&f* * r M°"platz: Cftcrabc denjenigen, welche sich auf sogenannten demokratischen Boden stellen, muß entgegengehalten werdtLaisrx^^ ^lutt daß in keinem Lande der Welt, am wenigsten in einem demokrattsch aufgebauten, Entscheidungen von gleicher 8^ beiden Seoirr k. heiihmn nnh Trnnm<*it waren. «roeekt, bah wir äuherlich zwar siegreich, innerlich aber verfault und entnervt_ Go mutz ein Ende nehmen mit solchen beklagenswerten Erscheinnnge« in grob« Anders kann und wird auch der Itrieg kein Ende nehmen, Berlin « «2. kleiftlttah« 32. Erl ^cr blich Zeit ' Deutscher Wehrverein V. V. ^vklt hrfi im j g*.y. ©ruf von Baudiffin, Admiral 3 la Swte des öecoffizierkorP^^r^^^kopy^ U, ttll derzeittger Vorsitzender. ete * ^Wichen