AOi-tzW-r Peilung st. s°f7>«-8 st 'sinostraße ’vf***l Bezugspreis 50 psg. monatlich vierteljährlich 1,50 Mk., vorauözahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und LamstagS. — Nedaktionsschlug früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießencr Zeitnng", Gießen. Expedition: Züdanlage 21. Anzeigenpreis 20 Pig. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 00 mw breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechne:. Rabatt kommt bei Überschreitung deS Zahlung», zieles (30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohne Verbindlichkeit. Druck der (Siebener Verlagsdruckerei, Albin Klei». 7,, ' wolle » Sich wesen ->» fe-Seselkduttm.b.Jl bsrg, ' erstr. 8. »i'bidverteilanssteHe, Mit« Wb packeudeu Lext che Leibblatt Daheimgebliebeneu! »be-Kdovvements Mark l * ter in Berlin TW. 68 Nr. Telephon Nr. 362. Mittwoch, den 29. August 1917 Telephon Nr. 362. 30. Jahrg. Die CrttenLe-Lnennve im Westen abgeschlagen. Größere Kämpfe in Flandern, in der Champagne und östlich der Maas für «ns günstig. Destlich Czernowitz siegreicher Angriff; 1000 Gefangene nnd 6 Geschütze erobert. * Ä ^ iw.. 4i\ir» s.:. QcnS knrr hnr Lunkeiv Pianos m mb gefpielt mit voll mntie in großer Auswa! ülante Bedienung. Beste A cenzen. Pianohaus Ed. Nold & Loh« fta«kfurta.M.St!st-Sttchk- feei Grömiti Zimmer mit Pension 5.50 W f illa Olga. Frau 0* bitte icf. * heil««»i {t jiies WO \ alt kt *' JVmtlicbc deulfcbe OgesbericMe. 20000 Tonnen Berlin, 24. Aug. Neue U-Bootserfolge im Sperrgebiet um England: 20000 Br.-Reg.-To. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer „Adalla" (3844 To.), mit Holz für England, ein unbekannter bewaffneter Dampfer mit Kurs aus England, der aus Sicherung herausaeschossen wurde. Der Chef des Admicalstabes der Marine. t • i wbt. Großes Hauptquartier, 25. Aug. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Im- Zusammenhang mit Jnfanteriegefechten entwickelten sich bei Ipern in einzelnen Abschnitten wieder n-bhaste Artilleriekämpfe, die auch nachts über anhielten. Ocstlich von St. Julien stieß ein zur Säuberung eines Engländernestes angesttzt-r Vorstoß mit einem feindlichen Angriff zusammen. Nach Zurückwerfen des Gegners wurde das beabsichtigte Unternehmen von uns erfolgreich durchgeführt. — Beiderseits der Straße Ip:rn- Mcnin versuchten die Engländer erneut in unsere Stellung einzudringen. Am Nordwestrand des Herenthage- Waldes drückten sie unsere Linie etwas zurück. Im übrigen wurden sie verlustreich abgcwiescn. An mehreren Stellen scheiterten feindliche Erkundungsvorstöße. Starke . Abteilungen des Gegners, die in den fpäten Abendstunden gegen unsere Linien bet Lens vorgingen, wurden »ach zähem Nahkampf in ihre Ausgangsstellung zurückgetrieben. — Südlich von Verbhuille entrissen wir den Engländern heute früh durch überraschenden Sturm das von ihnen gehaltene Gehöft Gillemont. Nach heftiger Artillerievorbereitung, die in St. Quentin und umltegen- . den Dörfern mehrfach Brände hervorrief, griffen die Franzosen gestern unsere Vertcidigungsabschnitte auf der Südfront der Stadt in einer Breite von etwa 3 Kilometern an. In schweren Kämpfen wurde der Feind auf der ganzen Linie geworfen. Unsere dort fechtenden Truppen befinden sich in restlosem Besitz ihrer St-llungen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei Verdun nahm die Geftchtstätigkeit beiderseits der Maas wied-r zu. Westlich des Flusses stießen die Franzosen morgens und abends gegen unsere Stellungen am Forgcsbach zwischen Malaneourt und Bethinconrt mit stacken Kräften vor. Im wirksamen Feuer unserer Artillerie wurden beide Angriffe unter schweren Verlusten abgeschlagen. Ebenso ergebnislos blieb ihr Versuch. auf dem östlichen Ufer von der Höhe 344 aus nach Norden vorzudringc«. Oestlichcr Kriegsschauplatz: Längs der Düna, bei Smoigon, Luck und Tranopol, zwischen dem Pruth und der Moldawa, sowie am Oi- toztal zeitweilig auflebcndes Artilleriefeuer. Vorstöße russischer Jagdkommandos bet Brody scheiterten. Mazedonische Front: Nichts besonderes. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorss. * Berlin, 25. Aug., abends. In Flandern, bei Lens und an dem Ostufec der Maas Artilleriefeuer von wechselnder Stärke. Nördlich von St. Quentin erfolgreiche Lorfeldkämpfe. Im Osten nichts Neues. dl HEMM- m i wtb. Großes Hauptquartier, 26. Aug. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern erreichte der Feuerkampf nur in ein- zelnen Abschnitten größere Stärke. An mehreren Stellen scheiterten englische Erkundungsvorstöße. — Im Vorfeld unserer Stellungen westlich von Le Catelet kam es zu lebhafter Kampftätigkeit der Artillerien und Jnfantene- gefechten, um die in unserer Postcnlinie liegende» Ge- Höste. — St. Quentin lag wieder unter fcanzöstschem Feuer, das neue Brände hervorrief. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Längs der Aisne lebte mehrfach das Feuer auf. Nach starker Artilleriewirkung südwestlich von Parny in unsere vordersten Gräben etngedrungene feindliche Abteilungen wurden im schnellen Gegcnstcß geworfen. — Auf dem Wcstufer der Maas blieb die Gefechtstatig- keit geringer als in den I-tzten Tagen. — Dagegen war der Artilleriekampf östlich des Flusses wieder sehr stark. Erneut stießen feindliche Kräfte von der Hohe 344 (östlich von Samogneux) nach Norden vor; sie wurden durch Feuer und im Nahkampf abgewiesen. — Heute Morgen haben sich bei Beaumont Kämpfe entwrckelt. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Bei Dünaburg, Baranowttscht, Tarnopol und am Zbrucz sowie an mehreren Abschnitten der Karpathen- front rege Feuertätigkeit und kleine Postengefechte. Mazedonische Front: Nördlich von Monastir war eine gewaltsame Erkundung für uns erfolgreich; nordöstlich des Doiran- Sees wiesen die bulgarischen Sicherungen starke englische Stceifabteilungen zurück. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff. * Berlin, 26. Aug. abends. Bei Beaumont auf dem östlichen Maasufer wurden die angreifenden französischen Kräfte nach kurzem Angriffserfolg durcy Gegenstoß in ihre Ausgangsstellung zuruckgeworfen. — Im Westen und Osten keine größeren Kampfhandlungen. » 24500 rönnen Berlin, 27. Aug. Durch unsere U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 24o00 Brutto rcgistertonnen versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * 2i ooo rönnen. Berlin, 26. Aug. Neue U Bootserfoige auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 31000 Brutto-Registertonnen Unter den versenkten Schiffen befand sich der cngiische bewaffnete Dampfer „Lynorta" (3684 B.-R.-T.) mit Kohlen nach Italien, ferner ein vollbeiadener bewaffneter Frachtdampfcr von 5000 Bc.-R.-T. mit Kurs auf England. Der Chef des Admiralstabs der Marine. ». wbt. Großes Hauptquartier, 27. Aug. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern verstärkte sich der Feuerkampf an der Küste, sowie zwischen User und Lys gegen Abend erheblich; er hielt auch nachts an. — Heute morgen drangen mehrfach starke englische Erkundungsabtcilungen gegen unsere Linien vor; sie sind durchweg zuiuckgeschlagen worden. Vom La Basfee-Kanal bis Lens ging starke Artilleriewirkung heftigen englischen Vorstoßen voraus die nordwestlich von Lens kurz vor Dunkelheit einsetzten; sie scheiterten verlustreich. Die Gefechte im Vorfeld unserer Stellungen westlich von Le Catelet dauerten tagsüber mit wechselndem Erfolge an. Bei den Gehöften Mala- koff und Cologne errang der Feind örtliche Vorteile. Versuche, den Gewinn zu erweitern, schlugen verlustreich ^''Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am Chemin des-Dames und in der westlichen Champagne zeitweilig lebhafte Arttlleri-kämpfe. Südlich von Ailles kamen französische Tetlangnffe in unserem Abwehrfeuer nicht bis an unsere Hindernisse heran. — Bor Verdun blieb es westlich der Maas im allgemeinen ruhig. Auf dem Ostufer wurde bis in die Nacht hinein erbittert gekämpft. Die nach Trommelfeuer bet Beaumont, am Fosses- und Chaumewald einsetzenden Angriffe der Franzosen dingten uns anfänglich aus Beaumont und den Waldstücken heraus. Im Gegenstoß wurden Dorf und Wälder zurückgenommen und einige 100 Gefangene einbehalten. Abends brachen französische Kräfte erneut zu Angriffen vor, die zu noch andauernden Kämpfen um Beaumont führten: Zwischen dem Maastal und der Straße Beaumont—Vacherauvtlle sind alle Angriffe der Franzosen gescheitert. ^ Rittmeister Fr.hr. v. Rtchthofen schoß seinen 59 Geg- ner ab. o Oestlichcr Kriegsschauplatz Front des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern. Nordwestlich von Jakobstadt gaben die Russen einige Stellungen auf dem Südufer der Düna auf; ste wucden von uns besetzt. - Bei Bacanowitscht und südwestlich von Luck lebte im Anschluß an erfolgreiche eigene Ec° kundungsvorstößc das Feuer auf; bei Hnfiatyn erstickte unsere Actilleriewirkung einen russischen Angristsversuch. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Im Angriff entrissen deutsche Truppen den Rumäne» einige Höhenstellungen nordwestlich von Sove,a, heftige Gegenstöße des Feindes brachen verlustreich zu-- sammen. Bei der Heeresgruppe des Generalseldmarschall von Mackensen und an der Mazedonischen F.ront keine Ereignisse von Belang. Der Erste Generalquartiermeister: L udend o rsf » Berlin, 27. Aug., abends. I« Flandern scheiterte am Morgen ein starker englischer Angriff östlich von Ipern. Nachmittags heftiger Artrllertekampf nordoft ich de: Stadt. — Vor Verdun blieb bei den Fruhkampfen Beaumont in unserer Hand. — Im Osten brachte ein Angriff uns in den Besitz wichtiger Stellungen östlich von Czernowitz. Bisher sind mehr als 1000 Gefangene und 6 Geschütze als Beut-dgemeldet. wtb.Großes Hauptquartier, 28. Aug. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht In Flandern brach frühmorgens an der Straße Ipern-Menin ein starker englischer Angriff verlustreich zusammen. - Nachmittags setzte schlagartig stärkstes Trommelfeuer gegen die Kampfzone zwischen Langemarck und der Bahn Roulers-Ipern ein. Unter Verwendung zahlreicher Panzerwagen und tieffitegender Flugzeuge trat bald darauf die englische Infanterie auf dieser Front zum Sturm an. In zäher Verteidigung warfen unsere (Fortsetzung auf der 4. Seite.) s M Im Letzte Rettung. ZU U-Boote müssen vernichtet werde» Der englische Marinesachoerständige Thirkell führt »um Tauchbootkrieg in der sonst so kriegshetzerischen „DaUh Mail" auS: . « . - ^ Lloyd Georges Angaben über tue Verluste der britischen Handelsflotte von April bi- ?UiCi stellten zwar eine Abnahme von 43 Prozent j.st. man dürfe aber nicht vergessen, daß die Verluste vom Marz zum Llprft um 5 4 Prozent stiegen Ein neue- Steigen lei daher te.ne-weae ausqe^ schlossen Tie bemerkenswerteste Angabe Lloyd Ge orgeS sei die gewesen, daß die Zahl der feindlichen Tauchboote beständig zu nehme Teurs.land sei somit trotz der verbesserten britischen PerkeidianngS. matznahmen unstande, seine Tauchdoorslok:: schneller zu vermehren, als England imstande 'e i.»r Verluste beizubringen Tatsächlich vermindere Teutschlaad durch Tauchboote nicht nur die britische .Hände' meine um jährlich drei Millionen Tonnen und dezimiere außerdem die Handelsflotten der Alliierten und der Neu. traten, sondern baue daneben weitere Tauchboot- geschwader für einen womöglich unmittelbareren militärischen Zweck In den letzten 12 Monaten hatten die Tauchboote 5 -chlachkschifse. 5 Kreuzer. 12 Zerstörer. 2 Tauchboote. 7 Miuettsänger und 8 Hilfskreuzer der Entente zerstört, während die Feinde im gleichen Zeitraum kein größeres schiff als Zerstöre^ verlornen hätten. Diese Tatsache zeige, daß die Möglichkeit einer legi- timen Verwendung des Tauchbootes bisher noch keines. Wegs erschöpf» se» Leider habe Lloyd George nicht angedeurer. daß man in der Zerstörung von Tauch booten erhebliche Fortschritte mache Tie Abwehrmaßnahmen seien keineswegs ausreichend. Hauptsache bleibe dre Vernichtung der feindlichen Tauchflvtte. Bei dieser Sachlage se» es für England lächerlich, von Erfolgen zu reden Teutschla,»b baue beständig weitere Tauchboote für einen Zweck, der tatsächlich der so laut angekündigte sein könne, vielleicht aber auch ein ganz anderer sei Wenn England diese Absichten vereiteln wolle, müsse es die Tauchboote vernichten. Auch im Kaperkrteg habe es sich nicht damit begnügt, die Handelsschiffe zu geleiten, sondern auch die überseeischen Stützpunkte de- Feindes erobert und dann auf seine Fahrzeuge planmäßtg Jagd gemacht. U-Bootfallcn-Politik. Nach der kürzlich gemeldeten Versenkung des ame- Titanischen Dampfers ..Eampana" traf ,.ll. . einen Neinen. schnettfahrenden Da»npfer von etwa 1500 Ton- nen Größe. Ter Dampfer hatte das Aussehen eines r. Neinen Tankdampfers mit drei Masten. Er wurde unter Wasser angegriffen. „H. . kam jedoch nicht auf Schußentfernung heran, bemerkte aber, daß der Dampfer auf der Bordwand die spanischen NeutralitätS- abzctchen und in großen weißen Buchstabe», den Namen Zuan Barcelona" trug. Die gleiche Bezeichnung and am Heck. Das U-Boot beschloß deshalb, den ampfer mrt Artillerie anzuhalten. Nach den Er- L' fahrungen mit vorder angetroffenen spanischen Seglern schien dem Kommandanten des U-Bootes d»e Anwesenseft eines spanischen DainpferS hier »nitten tm Sperrgebiet durchaus »m Bereich der Möglichkeit zu liegen. Um nicht unnötig das Leben Neutraler in Gefahr zu bringen, »vnrden daher zuerst WarnungS- fchüfse gekeuert. »vorauf der Dampfer die spanische Flagge setzte, beidrehte und ein Rettungsboot aussetzte. da» davonruderte Ter U-Bootkommandant. der trotzdem noch mit einer U-Bootfalle rechnete, fuhr ih»n näher, tauchte dann, tinmcr noch in größerer Entfernung. auf. um nähere Betrachtungen zu machen Unmittelbar darauf fielen auf dem Dampfer drei Klappen nieder, und es wurde «it drei Geschützen unter wehender spanischer Flagge das Feuer eröffnet. Die spanische Flagge ging erst später nieder. ..U. tauchte sofort und wurde nicht getroffen, obwohl die Salven sehr dicht betin Boote lagen. Der Vorfall zeigt, wie berechtigt da» Mißtrauen gegenüber harmlosen, unter neutralen Flaggen sah Miibtn Fahrzeugen ist Eine Schonung der Neutralen Das Iehntscheuern. Ei» Beispiel staatlicher Lebensmittelversorgung in Deutschland auS früheren Zelte» Fast überall in unseren heimatlichen Gauen de anders auch in den Rhein- und Mainaegenden. haben ich alte Gebäude erhalten, an welchen noch heute der Nanie lnd ineist große Es .Zehntscheuer" oder ..Zehnthof" Hafter st große Gehöfte mit Scheuern und Stallun- en. auf eheinaligem herrschaftlichem Grund und loden erbaut, »velche ursprünglich dazu bestimmt »varen. den ..Zehenten", die Naturalabgaben der Untertanen an die Obrigkeit, aufzunehmen und zu verivahren Denn es ist noch gar nicht so lange her. daß d e ländlichen Geineinden ihre Steuern größtenteils nicht tn Geld erlegten, sondern nach allein deutschen OVc brauch vom Ertrage ihrer Felder und Fluren den zehnten Teil zdaher der Raine ..Der Zehente") an den von» Landesherrn eingesetzten Bogt in die dazu de- sttnimten Sammeistellcn adliefern mußten. Die Naturalwirtschaft har ja überhaupt auf den» Vlatten Lande Viel länger als »nan gemeinhin annlmmt. I», Deutsch land noch vorgederrschr. selbst zu einer Zeit, als die Städte »li»d ihre Bewohner schon lä»»gst zur reinen Getdwirtschaft üdergegangcn waren Vie wett dieses Eteuerfystein ausaebaut war. lehrt uns ein Geistnm (Dorfrecht) des 13. Jahrhunderts Es heißt da: ..Zehenten soll man geben jedes Fahr von der Frucht auf dem Felde und dem geborenen Vieh tm Stalle, was und welcherlei das sei. und von oer- dienten» Lohn und aller rechter (Gewinnung Zu der Frucht auf dein Felde gehört alles. »vaS auf Baumen oder Erden »vächfet. es sei Gras oder Korn. Holz, das man vom Stamme haut, oder welcherlei ander Ding das auch fein mag/ Auf solche Weise häuften sich tn den Zehnt« scheuern der Landesherren große Vorräte von Rar»». alle ralten aller Art an. vor allen» Korn und Wein: daneben ivurde in den herrschaftlichen Wäldern mit den angefallenen Ferkeln eine ausgedehnte Schweine zuchr getrieben Es w»r natürlich ausgeschlossen daß pte Behörden alle diese Vorräte -in Lause des Jahres im Sperrgebiet kann nur unter starker Gefährdung der eigenen Boote erfolgen, solange sich dle Fe»nde »mmer wieder des Mißbrauches der neutralen Fla" .e dienen Neue U-Vootserfslge. Neue U-Boo.'serfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 21 OO© Vr«ttoregiiterto»ne». Unter den versenkten Schissen befand sich der englftcke >kwa,fnete Dampfer ..Lr.nerka" (3634 Tonnen) mit uijicn nach Italien, ferner ein vollbeladener. bewa'ft crer „rächt- damvfer von 5000 Tonnen nach England. _____ Großer Erfolg der Zeppeline. Beim letzten Zeppeli»-«»griff wurde die bei Spurnpoint-Leuchtturm befindliche Ab- wchrdatterie von sechs stieschützen neuesten französ: schen Systems durch Volltreffer total vernichtet. Tie Besatzung wurde -uin Teil getötet. Ein bet Hüll zu Anker liegender Dampfer wurde so beschädigt, daß er sofort in) Zci geschleppt wer den mußte. Tie Eiscnbahustation Paragvn bei Hüll und ein angrenzender Häuserblock wurden vernichtet. Auf GrimSby-Rcede wurde ein Werkstatt-Leichter mit vier Neinen Schleppern durch Volltreffer versenkt Lnftkämpse über Holland Erne Mitteilung des holländischen MinistcriumS des Aeußern leat die Tatsachen der wiederholten Ber letzungen deS yolländischen Gebietes am 18. August durch deutsche und Entente Flugzeuge dar, wobei Bomben aus holländische- Gebiet fielen. Tie deutsche Regierung sprach bereits ihr Bedauern aus. Tie hol ländische Regierung erhob in Berlin Einspruch gegen die Verletzungen und »vünschle »veitere Aufklärungen. Tie holländischen Gesandten in London. Havre und Paris wurden beauftragt, den betreffenden Regierungen die Frage vorzulegen, ob Flugzeuge ihrer Luft ?uf1. ' ' ^ flotten an dem Luftgefecht über holländischem Gebiet teilnahmen und Bomben abwarfen. Die gefundenen * .‘rir ' Bombenscherbcn werden durch militansche Stet- len aus ihre Herkunft hin untersucht. Französische FliegcrauSbildung Auf den Flugplätzen im Innern Frankreichs, wo die Kampfflieger ausgebildet werden, wird fetzt mit un- glaublichem Eifer gearbeitet. Tie Zeitungen melden fast jeden Tag einige Ungiücksfälle. So sind dieser Tage Flieger abgestürzt in Bourget. Villacoublay bei Paris ustv. Ein Wasserflugzeug ist bei der Insel Iatte unterhalb Paris ebenfalls verunglückt. Die Moskauer Komödie. Die russische National-.Uonscrenz. Das ..befreite" russische Volk schrie seit langem nach einer Volksvertretung. Im neuen Rußland sollte das Volk doch sein Geschick selbst bestimmen. Eine beschleunigte Einberufung einer den russi- schen Freiheitsformen entsprechenden Volk'vertretnng auf Grund von Neuwahlen duldete England nicht« und darum verschob Kerenski. der ehemalige Salon- soztalist und jetzige russische Diktator. Neuwahlen dazu von Mi fonat zu Monat. Um die Erregung über diese Verschleppung zu bändige»», »var er da»»n ans die Idee einer Ralionai- Konferenz verfallen, die nichts zu destim»nen. nur zu reden haben sollte, und dieses rieben wollte er natürlich in der Hauptjache fe:e besorgen, obgleich er neulich, als der Zorn üv.t r -i e.n rligen Genossen über seinen Friedensverrat all .»» hoch i hlug und er ein Attentat befürchtete wehleidig verkündete, er sei M» ein sterbender Mann, könne jeden Tag abberujen wer den. seine linke Hand sei bereits ganz abgestorben nsw Jetzt tagt die Konferenz. Tie Große Oper in Moskau, in der die ange« kündigte Konferenz begann, war am Sonntag von einer ungeheuren Menschenmenge umringt, deren Haftung durchaus ruhig war. Ta aber am Albend vorher beunruhigende Gerüchte die Stadt durcheilt hatten. Hane selbst verzehrten, wenn auch die Beamten und Pfar- rer einen Teil ihres Gehaltes regelmäßig in Naturalien entgegennehmen muhten. Auch war es oft schwierig, wenn nicht gerade in einer benachbarten Stadt ein größerer Markt zur Verfügung stand, die Erträgnisse des Zehnten in Geld umzusetzen Die Verkehrsverhäftnifse waren ja noch äußerst dürftig und unsicher Immerhin machte sich das Bestreben mehr und mehr geltend, den Uederschnß durch Verkauf zu veriverten und die Bedürfnisse des Handelr und der Stadtbevölkerung damit zu befriedigen Aber es oer> blieb ln den staatlichen Magazinen immer noch ein ziemlicher Bestand an Reserve Diese Reserven zu er. halten, war aber nötig für die damals regelmäßig wicderkchrenden Zeiten von Krieg und Hungersnot Es ist unserem Geschlecht völlig auS dem Bewußt, sein geschwunden, wie oft früher De»»tschland oder einzelne Teile des Reichs von Hungersnöten heimgesucht worden sind und welch ernsten Sinn das Gebet ..Unser täglich Brot gib uns heute" für unsere Vorfahren gehabt har Kam es doch sogar vor daß Nord« m 'k und Ost-Dcnrschland bitteren Mangel an Lebensmitteln litten »vährend im Süden und Westen Ueberfluß herrschte Denn es bestand ja keinerlei Möglichkeit, die dort vorhandenen Vorräte in genügender Menge nach den bedrohten Gebieten zu schaffen da alle Ver» kehrsmittel zu solchem Massenrransport fehlten! Für solche Zeiten »nußtcn die Behörden in den einzelnen Staaten Vorsorgen Nach den vorliegenden Berichten haben dann die »n den Zehntscheuer»» lagernden Getreidemengen dazu gedient, die Rot zu lindern, so drückend auch vorher die jährlichen Abgaben kür die Landbewohner ge« »vesen waren Man nahm di e Verteilung in der Weise vor. daß dem Bedürftigen das Getreide oder Mehl zu einem von den Behörden festgesetzten Höchstpreis ab- gegeben wurde In den Städten verteilte man Brot- marken, gegen welche die Bezugsberechtigten bei den Bäckern ihr bestimmtes Quantum erhielten Die ältesten Brotmarken find aus den Hun gerjahren l530—1540. die damals, aus Kuvfer geprägt, von der Stadt Nürnberg ousgegeben wurden, bekannt Nur war diese Art obrigkeitlicher Fürsorge meist sehr w NkllilLr-Gouverneur von Moskau itorsichrs^ mnüreaeln getroffen. Unter anderem wurde d ?P°rnf>ou/ en/oon Kavallcrie-Abrcilungen K~~e5fM Än/ Türen wurden bew'^ und ,ede S,nrr,ni>!ar» genau geprüft. ^ # Kercnsk» zur Friedens,rage. ■ £en Kaup . il r:r onferenz bildere eine Re Kerenskis Er r " .ch die ganze Gedankenreihe Revolution - damit geschaffenen Lage Ra» heftigen Au.". Je: n jene ^oldnen die da< Va:e, tar^ »damit mei.it a seine englandsreundliche Regst rung» im Stiche gelassen h'.cren. kam er dann die Friedensfragen , . _ Por einiger Zeit Haber» wrr mit Enrru,tung de, Vorschlag eines Sonderfriedens (!» zurückgewltz fen Vor einigen Tagen n r.-n wir Zeugen eines neue, ch m ä h l i ch e n ähni»Men V e r , u ch e s . der sich gegei unsere Verbilndeten richtete (!). Tiefe haben ihn ms d-»uldigu»»gcn der ganzen Versammlung vor den a, wesenden Diplomaten der Alliterten.) K, rensk» huldigte dann im besonderen dem rumänV ,'cken Volk, bas infolge des Krieges so sehr gelitten habe und sagte, daß eS in Rußland Gast freu ndschaj finden »vürde^ wenn es gezwungen werden sollte, sek .Heimatland vorübcrgehe»»d zu verlassen Drakonische Maßnahmen gegen Leuia. Seinen ehemaligen Freunde»» um Lenin, den Bo! schewiki" oder den .Marimalisten". kündigte er rü» sichrsl.'feste Verfolgung an: Kerenski erklärte weiter, dav d»e Regierung d< Heer gegen uuistürzlerjjche Einflüsse, die jedes Geftli für militärische Schmach ans den Herzen der Soidalß vertrieben, z»» beschützen wissen und energisch gegen r»i Marimalisten und jeden Versuch ihrerseits, die T»sz^ plin zu verderben, kämpfen werde. Bisher 200 Milliarde» Rubel Kriegskosteu. Die Schilderungen des Ministers des Innern u, des HandelsministerS über die Lage in Rußland bra> ten 'nichts, was neue Einblicke in die verworren» Verhältnisse ermöglicht l)ätte. Nur der Minister fi Handel und Industrie. Vrokopoivitsch. führte noch m_ der Angelpunkt der wirtschaftlichen Lage Rußlands f» der Krieg, der während des ersten Jahres 5j Milliarden Rubel gekostet habe, während des zwei! ten 112. Andererseits hätten die gesamten Einnaj men im ganzen Reiche im Jahre 1913 ungefäk 16 Milliarden betragen. AVgemeine Krier<^«chAchten. auf lich DaS Ende der KricgSgcivinnc. Durch Amerikas Industrie wird ein Zornesr, gellen: Der Schatzsekretär Me. Adoo hat mitgeteiA daß eii» Ausschuß eingesetzt »vorden ist. der sich mitj den Einkäufen Englands. Frankreichs und land besck>äftigen und dafür sorgen soll, daß dieses Verbündeten ihre Kriegsvorräte zu d e ns eiben Preisen kaufen können, wie die ainerikanische Rdj giernng. Da Wilson die Preise z. B bei Stahl von 19 TollarS herabgedriickt hat. ist eS damit sicher^ nm die fetten KriegSgewtnne und damit auch un KrieaSbegeisterung der amerikanischen Industries geschehen. Französische ttn»ncnschlichkeit. Wie ivenig die Franzosen die einfachsten Gebotk! Aienschlichkeit und die allgemein anerkannten. Regeln der Genfer Ztonvention beachten, ergibt sichz aus einem erbeuteten französischen Befehl von» 8. Mas ui:, in dem es heißt: - ..Ter Tivisionsgenerai befiehlt, daß deutsch, Perrvundetc erst d a »» n aufgelesen »rerden dü, sei», wenn unser letzter Verivundetcr aufgelesen un adtranSportierr worden »st ES ist durchaus unz, lässig, daß diese Banditen, die unsere Bes wllndeten um kommen lassen, vor unseren eigen» Soldaten ausgenommen werden/' der mangelhaft, denn für längere Zeilen der Not reicht« oie Vorräte fast niemals aus Die Macht des Staat» »var nicht imstande, der frevelhaften Gciornnfticht ei gegen.zurrcten. die aus dem Steigen der Preise Bvriei zu ziehen suchte und die nonvendigsten Lebcnsmftt» zurückhieit: »vie heule h?.l schon damals dieses »veit verbreitete Uebei eine traurige Rolle in der Gefchichl der Ernährungsschwierigkeitcn gespielt In den Ä» richten über diese Heimsuchungen, auf den Schaustücket welche zur Erinnerung an dieselben entstanden, lest wir iviederholt den Spruch: ..Wer Korn einhäli^ dem fluchen die Leute, aber Segen kommt ül den der es hergibt " Eine große Ersch»ocr»»ng war auch daß in Deutschland keine ei:»he»:l ck, ege'.ul durch die Reichegewait möglich »var und jeder Stat »n volkswirtschaftlichen Dingen tun und lassen konnl was er wollte. Das har noch bei den letzten groß» Mißernten der Jahre I y 14J— 17 und 1847 zu schwere, Reibungen und Vermehrung der Leiden in einzeln, Gebieten geführt. Hnmori/iichcS. — Das Rätsel vom Kriegsschauplatz. Ein Fel! grauer erzählt daheim von der oo.lkoin»i»enei» ..Lee, des Schlachtfeldes". Herr Krause bemerkt: ..Da b< greife lch aber gar nicht, wie man immer noch voi einem Kriegsschauplatz spricht." — Ofsizicrs-Nnterricht. Leutnant: ..DaS oorsäl liche Zerstören. Beschädigen oder PreiSgeben ein» Dienstgegenstandes wird mit Freiheitsstrafe b»S zu »wt t ahren bestraft — WaS versteht man denn untr reisgeben eines DienstgeaenstandeS?- Rekrut: ..Wenn der Soldat seinem Schatz untr» wird." — Würdig befunden. paar Zigarren geben?" ..D» ..Tu. Fritz, kannst du mir cU ..DaS werden wir gleich sehen Hast du »väl rend der KricgS.zcit Gedichte gemacht?" ..Ne»n — weißt du. ich haoc so gar kein Talent. ..Edler Menschenfreund — hier, nimin meine ler ten Echten!" ««'Ä er 0 W Sinen ... Ä« 1 per' BtiGi SSL Mo ' M der ^ hegner Präs £it Jim w“ffi *** ^ a"> «drrpr üfe"- Italien will A i" d« „irden. °d sofortigeuA^n Ereigne ligrn ein Tropst -tms Reuterschk ^ ZgiW! amt in ^ S’mJrS* vülgerechnet. ^rieMnd-dad Rach st-nSbsM Mriienkenserenz, >>> d"r Alliierten ,esig Londoner Abk°n>m-' lat Staaten derEn Mflung und der n rünung zu Waye lie ftaniSi-iche lil sttzung der mmme, nag milchen. Kieii - Die italierii veurtaubungen bü len in der LandN - Nach dem Verwaltung die b, Delegierten zur Fl ter- und Soldate, 3utn wird uns Viale Ei und U)U teurer G bewegte tdllacqt I jtif|S(ieil1 daS sieg» vchlocht b In 6 mach, im der stark» die ebenj kormarst vier den stein U zu erspä Das 1. i her nach Utbau in hier die und links dn Arm die Lew nlch schein !ch,er Naue rn. tyaf ungej es in ei d'nt-^L»°r Rrdk Elchen der Zj her»..-» gen Hoi n ' e( ?neiihJ n ’o de, ^ «i^äinnlant 'tetoi;':" »Nd "" Entsch ... ; ct Sen bet sinn tageA -%Sfi «« 5 Sf S>., tzA-Ä AtzS ' e il .etiä Altung j,, ’fSfSt&ft tÄTfia äss; »*': r Nlij °°r ben „ nbecert x rtc *l,j a Äfcv»»« "Sw tt)etbeI fe b W« 1 ^tlaJien ■ ,0lIfe ' W '? 9C » Scain. ..»o! ' er tue, b such ih M °M°« Jerbe. ’ ,t§ ' b,e »ll Aubel Kriegskoste ^Öow* ^ Innern J! iie v Su6lanb 6tai " b,e verworren E der Minister, wtt ck. k n :± ' Ersten Jahres 5 be- wahrend des zwe' 'u die gesamten Einna! i Jahre 1913 ungesä! rcgsgelvinne." ie wird ein Zornes! e. Adoo hat mitgeteu oorden ist. der sich ?, Frankreichs und Rr sorgen solle daß die wnäte Zu denselbe'- bie amerikanische M B. bei Stahl vvn at, \\i es damit sicher me und damit auch ur aerckcmsichen Industries §in menen ..Lee .T- t’U' 1 der ht- «Äct 'ä?sj- EU ' g «rf" 1 et« '' eÖC " ;ll ,i' r llll“ Ulllkl inir ^ « J)ßft ?" • |te geifl^hr !->" iaUg eine 1 Auf Beiveise für diese freche Anschuldigung legt Mann natürlich leinen Wert. Er hat wohl erkannt, er dabei vergeblich suchen würde. Französische Friedhofs-Vandalen. Einen urkundlichen Beweis für den Vandalismus «er Franzosen gegenüber den deutschen Friedhöfen lie> hrt der erbeutete Befehl des kommandierenden Generals der Heeresgruppe Nord vom 24. Mai 1917. rS heißt da: . _ . » . Es ist mir mitgeterlt worden, daß 7n den wre- .Dereroberten Gebieten deutsche Friedhöfe durch französische Truppen verheert und verwüstet worden sind. I Derartige Handlungen, die im Widerspruch zu un- ' serem Geist und Ueberlieferung stehen, dürfen nicht geduldet werden. Die Armeeführer haben entsprechende Anweisungen zu geben." , . e „ Also nicht einmal am Grabe der gefallenen Gegner macht der Haß des verblendeten Poilu halt! Ter Präsident in Nntersuchung. Die sozialistische „Humanite" berichtet: Ter Ausschuß des französischen Senats für auswärtige Angelegenheiten hat am 18. August beschlossen, rn einer Sondersitzung die Regierungshandlungen Poincarees zu überprüfen. Italien will die Papstnote ablehnen. Wie halbamtlich verlautet, wird die italienische Regierung die Note des Papstes ablehnen. Die Kammer soll erst in der zweiten Hälfte des Oktober einberufen werden, obwohl die Kriegssozialisten ihren sofortigen Zusammentritt infolge der ..neuen wichtigen Ereignisse" dringend fordern. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Reutersche Büro meldet aus London, daß nach den endgültigen Angaben, die das Lebensmittelamt erhalten hat. das mit Getreide und Kartoffeln Gebaute Land in England und Wales für die Ernte 1917 um 388 WO Acres zugenommcn hat. nicht um 347 000, wie ursprünglich berichtet worden war. Die lKartofselanpflansungen in Gärten sind dabei nicht mitgerechnet. Kriegsentschädigungsvertrage der Entente. Nach französischen Mitteilungen hat die letzte Alliierte nkonferenz in London einen neuen Vertrag der Alliierten festgelegt, welcher in Ergänzung des Londoner Abkommens gegen einen Sonderfrieden für alle Staaten der Entente die Frage der Kriegsentschädigung und der nach dem Krieg beginnenden Abrüstung zu Wasser und zu Lande geregelt hat. — Die französische Regierung wird in einer Geheunsitzung der Kammer Mitteilung von dem neuen Vertrag machen. * * * Kleine Kriegsnachrichten. " Die italienischen Behörden gewährten 220 000 Beurlaubungen bis zu 40 Tagen für die Herbstaroei- ten in der Landwirtschaft. " Nach dem „Temps" verbot die heimische Armee- Verwaltung die beabsichtigte Konferenz der Uorkshrre- Telegierten zur Förderung der Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten. Zum Jahrestag von Lannenberg wird uns von ganz besonderer Seite geschrieben: Die Schlacht von Tannenberg jährt sich zum dritten Male. Ein Jubelruf erscholl durch das deutsche Land und Oesterreich-Ungarns Gauen. Eine Tat von ungeheurer Größe war geschehen. Von dieser Stunde an bewegte sich die Macht Rußlands rückwärts. Dre Schlacht von Lodz brach endgültig den russischen An- griffsgeist. Der Durchbruch von Tarnow-Gorlice setzte Das siegreich begonnene Werk fort. Nur durch die Schlacht bei Tannenberg ist dies möglich geworden. In Gedanken sehen wir die schwache deutsche Streitmacht im Osten zwischen Lötzen und Königsberg vor der starken Armee Rennenkampfs zurückgehen, sehen die ebenso starke Narew-Armee über Reidenburg im Vormarsch in der Richtung Hohenstein gegen raum vier deutsche Divisionen zwischen Gilgenheim-Hohen- stein Mit eiserner Ruhe galt es. des Feindes Blöße zu erspähen und gewaltige Entschließungen zu fassen. Das 1. Armeekorps, das mit der Bahn von Königsberg her nach Deutsch-Eylau herangeführt wurde, wird über Usdau in die Schwäche des Feindes geführt, durchbricht hier die feindliche Linie, wirft den Feind nach rechts und links zurück und dringt auf Reidenburg vor. Von der Armee Rennenkamps werden alle Kräfte bis aus die Besatzungen von Lötzen und Königsberg und zwei Kavallerie-Brigaden abgedreht und ebenfalls in der allgemeinen Richtung Reidenburg vorgeführt. So schließt sich um die russische Narew-Armee zur V erreich tung der Kreis. Das erscheint heute selbstverständlich. Es erscheint selbstverständlich, daß Rennenkampf nicht marschierte. um die Schlacht von Tannenberg in eine grauenerregende Niederlage zu verwandeln. Die Führer. die die Schlacht zu leiten hatten, die hatten die Gefahren stets klar vor Augen. Wenn sie trotzdem die ungeheuere Verantwortung auf sich nahmen, so geschah es in dem Gefühl, daß ein fester Wille sein Ziel erreicht. auch wenn der Weg noch so dornen- und gefahr- voN erscheint; es geschah in dem Vertrauen auf Gott und Deutschlands Zukunft. Dieses unerschütterliche Vertrauen sei auch am dritten Gedenktage der Schlacht des deutschen Volkes Wahrzeichen. _ Volk weisen sie mit Neberzeugung darauf hin, dag durch die Absetzung des Zaren die höchste Gewalt im Lande an die erwählten Vertreter des finnischen Volkes übergegangen sei. Waffengewalt schreckt sie nicht mehr. Tie Kopenhagener Zeitung ..Politiken" meldet aus der großen finnischen Hafenstadt Helsingsors: ..Hier herrscht gegenwärtig eine lebhafte Bewegung gegen die Vorläufige russische Regierung. Tie Sozialdemokraten, die im Landtag die Mehrheit haben, beschlossen. dem Verbot ver russischen Regierung zn trotzen und den Landtag auf den 29. August einzuberufen. Sie erklären, daß sie selbst vor Waffengewalt nicht zurückschrecken werden. Folgenschwere Ereignisse werden erwartet, da der Generalgouverneur aus Petersburg den Beseht erhalten hat. gegenüber den Sozialdemokraten Waffengewalt anzuwenden, falls diese versuchen sollten, ihren Willen durchzusetzen." Uralte Waffen. Granatenwerscn. — „Gasmastenball." y Das Werfen der Handgranaten erfordert Uebung und wird deshalb bei den Sturmkompagnien auch mit Ererziergranaten eifrig betrieben. An demselben Morgen, wo wir einem Uebungssturm beiwohnen dursten, sahen wir weiter noch der Ausbildung im Handgranatenwerfen zu. Als ' ich einer der Uebung zusah. fiel mir ein. daß die Handgranate ans eine Waffe aus ^ uralter Zeit zurückgeht. „Und nahm seinen Stab in seine Hand und erwählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die er hatte, und rn den Sack und nahm die Schleuder in seine Hand und machte sich zu dem Philister." heißt es vom, jungen David. Es ist überhaupt bemerkenswert, dag dieser jüngste und größte Krieg vielfach auf Formen längst verschollener Jahrhunderte und Jahrtausende zuruck- aeht. Man denke nur an den neuen Stahlhelm, der uns an die Sturmhauben mittelalterlicher Ritter erinnert. Und ist etwa der Gasangriff, der uns als modernste Errungenschaft des Vernichtungswillens erscheinen will, wirklich neu? ..Alles schon dagewesen" — Gutzkows Weiser hat auch hier wieder recht. Erzählt doch Plutarch in seinen vergleichenden Lebensbeschreibungen vom römischen Feldherrn Sertorius: ..Unter allen seinen kriegerischen Unternehmungen in Spanien fand vorzüglich die gegen die Charaki- taner viele Bewunderung. Dieses Volk wohnte jenseits des Flusses Tagonius, aber nicht in Stadien und Dörfern, sondern auf einem Hügel von ziemlicher Ausdehnung und Höhe, der an der Nordseite viele >öhlen und Felsenklüfte enthält. Die darunterliegende Gegend gibt eine tonartige Erde, die so locker ist. daß sie'sich leicht zerbröckelt und bei der geringsten Berührung wie Kalk und Asche Herumgetrieben wird. In jene Höhlen flüchteten die Barbaren, so oft sie einen feindlichen Angriff befürchteten, und schleppten alle ihre Habseligkeiten dorthin, weil sie hier vor jeder Gewatt sicher waren. Sertorius ritt nun nach dem l Geheime Rat im Verkehre mit ihm hat Haare lassen , müssen. _ Nachdem wir noch erst ohne, dann mtt Gasmaske photographiert waren, bargen wir unfern „Maulkorb in einer Art Botanisiertrommel, die nun fortan, wie bei den Feldgrauen an der Front, immer an unserer Seite baumelte. Politische Rundschau. :: Mit der Einschränkung der Presse hat man sich im Hauptausschusse des Reichstages beschäftigt. Der unabhängige Sozialist Wurm hatte an den Stellvertreter des Reichskanzlers die Frage gerichtet, ob vom Kriegsamt eine Verordnung ergangen sei, nach der an jedem Ort die bestehenden Zeitungen zusammengelegt werden sollen. Als Beweis dafür, daß eine solche Verordnung ergangen sein muß, führte der Abg. Wurm an, daß in Nord hausen bereits den Verlegern der dortigen Zeitungen mitgeteilt worden ist. eS solle künftighin in Nordhausen nur noch eine Zeitung erscheinen. Tie Zeitungen möchten sich untereinander abfinden. Dr. Helfferich erwiderte, daß ihm nichts bekannt sei. Der Abg. Wurm richtete daraus die gleiche Frage an den Kriegsminister. Kriegsminister von Stein erklärte, dc.H er keine Auskunft darüber geben könne: ihm schienen diese Dmge nrcht ( wahrscheinlich zu sein. — Daraus wurde dieser Gegen- ! stand verlassen. Es darf wohl die Erwartung aus- gesprochen werden, daß über diese Angelegenheit restlose Aufklärung erfolgt, zumal es sich bei den Arbeitskräften. die da fürs Heer sreigemacht werden könnten, nur um eine recht bescheidene Anzahl handelt. :: Der Zentralvorstand der nationalliberalen Partei ist aus den '23. September nach Berlin einberufen worden. Nach einem Beschlüsse des geschäftssühren- den Ausschusses haben künftig drei Vertreterinnen von Frauenvereinen Sitz und (Stimme im Zentralvorstand erchalten. * * * * Griechenland: Venizelo- rüstet. * Nach dem Amsterdamer „Algemeen Handelsblad" meldet „Daily Chronicle" aus der griechischen Hauptstadt Athen, daß 12 Reservisten-Jahrgänge unter die Massen gerufen wurden. Spanien: Tie Entente als Rcvolntionsschürer. * Der bekannte, gut unterrichtete Korrespondent des „Secolo" in London, Campolonghi, drahtet seinem Blatte.' Die Situation in Spanien ist äußerst ernst. Die Regierung hat beschlossen, alle Revolten auf das Härteste zu unterdrücken. Der Entente stehe zwar keine Befugnis zu, sich in die inneren Ange- legenheiten Spanwns einzumiscyen. sie könne jedoch ihre Sympathien jenen nicht versagen, die wegen ihres Solidaritätsgesühls mit der Entente zu leiden und zu sterben wissen. — Es handelt sich auch hier, wie klar ersichtlich, um eine ossenkundige Aufreizung der Bevölkerung gegen die spanische Negierung. Vor folgenschweren Ereigniffen. Es geht aufs Ganze. In seiner'Rede auf dem Moskauer „National-Kon- vent" nahm der Diktator Kerenski u. a. auch zur finnischen Frage Stellung, und zwar in einer überaus herausfordernden, offenbar mit den allerernstesten Dingen rechnenden Form. Er besprach die Verhältnisse von Finnland und bestätigte, daß vie Regierung vie Wicvcrcröffnung de- aufgelösten Landtages mit Gewalt verhindern werde, und hoffe, daß das ganze Land diesen Entschluß der Regierung billigen werde. Ter Sclbstäudigkeitsgeist erstarrt. Bon der finnischen Grenze wird gemeldet: Die sozialdemokratischen Mitglieder des finnischen Landtages arbeiten unermüdlich an der Vollendung der K-stständigkeit Finnlands. In einem Aufruf an das vyeiuuit sicher waren. ,—- * . Berge hin und nahm dessen Lage in Augenschern Er fand nirgends einen Zugang, aber wie er hin und her sprengte, bemerkte er, daß der Wind von jener Erde einen dicken Staub emportrieb und gerade auf die Barbaren zuführte, denn die Höhlen sind, wie ich schon sagte, nach Norden hin gekehrt, und der Nordwind ist in diesen Gegenden der herrschende und stärkste. Sertorius befahl nun seinen Soldaten, von jener lockern und aschenartigen Erde Stücke loszumachen und sie dem Hügel gegenüber auf einen Haufen zu werfen, worüber die Barbaren, m der Meinung, daß ein Damm zum Angriff gegen sie auf- aeführt werden solle, sich sehr lustig machten. Als nun am folgenden Tage mit ausgehender Sonne der Nordwind sich immer stärker erhob und die Hügel in Staub gehüllt wurden, fingen die Soldaten an, den Erdhaufen umzuwühlen und die Stücke zu zerschlagen; andere sprengten zu Pferde auf und ab und ließen den Staub vom Winde fortführen. Dieser faßte alles, was zerbröckelt und aufgewühlt war, und trieb es gegen die Wohnungen der Barbaren, die dem Nordwinde ganz offenstanden. Weil sie nun in den Höhlen nur diese einzige Oeffnung hatten um Lust zu schöpfen, so währte es nicht lange, daß ihre Augen verfinstert und sie selbst bei dem Einatmen der rauhen, laubigen Lust von einem erstickenden Keuchhusten lefallen wurden. Daher hielten sie kaum zwei Tage aus; am dritten ergaben sie sich dem Sertorius und vermehrten nicht sowohl die Macht als den Ruhm desselben, weil er das, was den Massen unbezwing- lich war, durch List und Klugheit überwältigt hatte." Und die Stinktöpfe der Chinesen, wohl ein paar tausend Jahre alt, find Vorbilder unserer Gasgranaten. ^ m Es war der Gasoffizier m S., im Frieden Professor der Chemie an der Universität Heidelberg, der uns beim Verpassen der Gasmasken auf diese Verwandtschaft hinwies. Durch seinen kölnischen Humor — er ist in der Domstadt geboren — gestaltete er den umständlichen Vorgang zu einem Vergnügen, und so ist es beareiftich, daß jene Stunde in und beim Sttnk- raum stets als ..Gasmaskenball" in unserer spatern Unterhaltung auftrat. Stinkraum? Ja. so heißt die Bude, und sie verdient wirklich ihren Namen. Denn in ihr wird die „Seßhaftigkeit" oder „Sitzsamkeit" der Gasmasken vor den Köpfen erprobt, die von der fpielftohen und verschwenderischen Natur so verschieden geformt find. Zu dem Zwecke wird durch Abfeuern von gewissen, übrigens unschädlichen Gasen aus einer Pistole ein Geruch erzeugt, den man eben nur mit der Bezeichnung Gestank einigermaßen zutreffend kennzerchnen kaum Sitzt die Maske nicht ganz dicht am Geficht, so daß auch nur die geringste Menge des Gases erndringen kann — sofort tränen die Augen, als ob sie in Zwiebeljafi gebadet würden. Man braucht nur mal eine einzige Sekunde den ungeschützten Kopf in den Raum hrnernzu- stecken, um die heftige Wirkung des Stinkgases kennenzulernen. Mit dem einfachen Verpassen, rote etwa beim Helm, ist es da nicht getan, vielmehr muß auf alle mögliche Weise nachgeholfen werden. Recht scherzhaft war's in unserer Anpassungsstunde, daß ern Geheimer Rat, der Herausgeber einer bekannten Zeitschrrst, der einen Teil seines Bartes opfern mußte, sich der Schere eines ihm politisch scharf entgegengesetzten Chefiedak- teurS anvertraute. Der kann sich nun rühmen, daß per Scherz und Ermst. ts. Neutrale Ersenbahuschmerzen. Auch die Neutralen haben ihre Kriegsjorgen, und sie tragen daran in ihrer Art nicht minder schwer als wir an den unseren. Ta beklagt sich beispielsweise im „Schwedischen Tagblatt" ein Einsender bitter über die Unmöglichkeit. jetzt in Schweden zu reisen. Früher, meinte er, da hat man sich getrost in eine Fensterecke geschmiegt, ein möglichst idiotisches Buch gelesen, woran es in der Weltliteratur glücklicherweise keinen Mangel gäbe; jetzt sei es ein so unerhörtes Gedränge, daß man im Abteil nicht einmal mehr seine Füße ausstrecken könne; nicht nur, daß zu wenig Züge gehen, nein, die Züge find obendrein auch noch von Tausenden von Fremden überfüllt. Nun hat ja die schwedische Eisen- baynverwaltung die sogenannten Platzkarten eingeführt; aber, meint der Einsender, man hat es ja nicht nur mir schwedischen Herren und Damen zu tun, sondern rm Fegefeuer des Reiseverkehrs begegnet man Leider auch russischen Hrändlerinnen, deutschen „Geschäftma- karen" und vor allem englischen Krankenschwestern. die wahrscheinlich von Rußland Heimreisen oder aus der deutschen Gefangenschaft. Gerade diese Sorte begreift niemals, daß ein Platz besetzt ist. und zu allem Uebel stapeln sie den Gang noch mit wahren Bergen von Handgepäck, Schachteln und Kisten und Koffern voll, so daß man seines Lebens kaum mehr sicher ist. Unverständlick) bleibt dem Schweden (Uns auch! Die Schrifrleitung), wozu die enalischen Krankenschwestern mit riesigen Hutschachteln reisen! — „O," ruft der Aermste aus. „was ist es schwer, neutral zu sein, mitten in diesem unerträglichen Fremdeneinsall. der alle Tresflichkeit in unserem Lande zerstört? Weshalb sollen wir überhaupt neutral sein, wenn wir so angegrissen werden auf unserem eigenen Grund und Boden?" Hübsch ist auch, daß der erzürnte Neutrale empfiehlt, die von Ausländern benützten Wagen nach der Fahrt in eine „A us la u su ng s an sta lt" (er nennt das in seinem Deutsch so!) zu bringen, damit sie auch eine Ahnung von Trommelfeuer im Schützengraben bekommen. Statt „Ausspucken verboten" sollte man lieber schreiben „spuckt aus den Boden!"; denn der Geruch und der Tabakrauch der zusammengepferchten Menschen, vor allem in der dritten Wagenklasse. fordere das geradezu gebieterisch. Uebrigens gesteht er, daß ohnedies die meisten spucken, und wenn man so die schweißtriefende, qualmende, spuckende Menge betrachte, so müßte man einen neuen politischen Grundsatz versechten: „ Schweden den Schweden!" _ Gerichtssaal. Vernichtung gehamsterter Lebensmittel hat einem Berliner Ehepaar eine empfindliche Strafe eingebracht. Ein Maschinenschlosser und seine Ehefrau hatten in Vietz (Mark) Butter und Eier ausgekauft. Auf dem Wege zum Bahnhof wurden sie von einem Polizeibeamten überrascht, der mit der Kontrolle über den Verkauf der Lebensmittel beauftraat war. Als der Beamte die gehamsterten Waren für beschlag- 8 nahmt erklärte, gerieten die Eheleute in so starke - Erregung, daß sie Butter und Eier durch Zertreten vernichteten. Beide hatten sich vor Gericht zu verantworten und wurden wegen Vernichtung beschlagnahmter Lebensmittel zu je vier Wochen Gefängnis (!!) und der Mann wegen unbefugten Aufiausens * zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. « Kampftruppen den Feind, der seinem Angriff durch Vor- führen starker Reserven dauernd Nachdruck zu geben versuchte, überall zurück — Abends setzte unter nochmaliger gewaltiger Feuersteigerung ein zweiter gcschlos sener Ansturm gegen dieselben Abschnitte ein. Das Ec gebniS der bis in die Nacht hinein dauernden Kämpfe »st, Daß bis auf eine unbedeutende (Einbuchtung nord. östlich von Frozenberg unsere Stellungen restlos be hauptet wurden und die Engländer eine blutige Nieder, tage erlitten. — Der Erfolg des Tages ist d,r ausgezeichneten Haltung der württembergtschen Truppen und der vernichtenden Wirkung unseres zulammengelaßttn ArttlleriefeuerS zu danken. — Westlich von Le Eateltt scheiterten neue englische Vorstöße vor unseren Linien. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Im westlichen Teil deS Ehemin deS DameS suchten die Franzosen am Wege Allemant—Sancy in Regiments- breite zum Angriff vorzubrechen; ste wurden durch Feuer abgewiesen. — Südlich von Eourtscon und südöstlich von AilleS verliefen Stoßtruppunternrhmen für uns erfolgreich. — Vor Verdun herrschte tagsüber nur ge- ringe GefechtStätigkeit, nachdem die Fcühkämpse um das von uns zurückgewonnene Beaumont abgeschlossen waren. Die dort eingebcachten befangenen gehörten 'Z französischen Divisionen an. Abends nahm aus dem Ostufer der Maas der Artilleriekamps wieder große Sucht Ihr nach einem Berufe, der ein gute- und cuivi OV 1 nuiy m.cm vciu'c, wn tu» uw»**** gesicherte- Fortkommen bietet, der Euch auch Gelegen . _ — f I£. _ V ; . ... _V > n m Mi (nÄ Heftigkeit an; bet erfolglosen Tetlangrtffen, die westlich 4 m - JQ . ^.E - . . . a nr% _ brr Straße Beaumont—Bacherauvtlle vorbrachen, erlitten d'..- Franzosen erhebliche Verluste. In den letzten Tagen errang Leutnant Boß seinen -18- Luftfieg. C 'l'cher kriegsschau pl ay. Heerr traut de- Gcueralscldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Bon der Düna bi« zum Dnjeftr war blt Gefecht«, tdttgffit nur in wenigen Abschnitten lebhaft. Auf bem Nordufer be« Pruth nahmen rheinische, bayerische und österreichisch, ungarische Regimenter die stark verschanzten guiiycucö tjuuuMJiimii utcici, uci v ulv uuu* yrit gibt, einmal selbständig zu werden und sorgenlos und unberührt von der Gefahr zi lcben, olle Augen blicke arbeitslos zu' werden, darn werdet Euch dem Handwerk u^d Gewerbe zu Der beste Beruf ist und bleibt der B ruf deS gelernten Arbeit»rS. sei eS in der Industrie, fei es im selbständigen Handw' k- Dar alte Sprickwort beruht auf wohlbegründetic Ec^ fahrung: .Handwerk hat einen goldenen Boden', und mit welchem Berufe ist daS alte schöne Wort .ehrsam" inniger vrrbunden als mit dem Handwerk? Der Hand- werker erhält auf die Dauer eine ungleich höhere Bezahlung als b(r ungelernte Arbeiter, und die geringen Aufwendungen, die während der Lehrzeit gemacht wer. den, finden rech; bald durch ein erheblich höheres und vor allen Dingen stchereS Einkommen willkommenen Ausgleich. Dem Handwerker winkt, wenn er Meister geworden ist. daS schöne und befriedigende Ziel der Selbständigkeit! Und wie sind die wirtschaftlichen Aussichten, die der Beruf des Handwerkers bietet? Wenn je eine Zeit die bleibende Bedeutung des Handwerks sowohl für die KciegSzeit, wie auch für die FricdenSzeit, und zwar für die gesamte Volkswirtschaft, erneut zur Erkenntnis ge- bracht hat, so ist eS die jetzige ernste Zeit deS Krieges. Denkt an die vielen Bauhandwerker, die als Pioniere an und hinter der Front die verschiedenartigste Derwen, düng finden, denkt an Schneider und Schuhmacher, die zu Tausenden in den Bekleidungswerkstätten der Heeres» Verwaltung tätig sind, denkt an die Bäcker. Konditoren und Fleischer, die für die Verpflegung der Truppen und der gesamten Bevölkerung sorgen, an die Stellmacher, Schmiede, Sattler, Schlosser, Tischler und die vielen anderen, die den unermeßlichen Bedarf des HeereS schof. sen! In der zukünftigen Friedenszeit wird diese große Bedeutung deS Handwerks und mit ihr ein goldener Boden aber erst recht hervortretcn. Der Arbeit deS Handwerks bedarf ja notwendig die ganze große All. bervortreten. Mittels dieser Einrichtung werden 3*1 _ k.: - rvfmr ftr if fi»4w» lTwf /•rlil,f)Ll mingen bis Mk. 3500 ohne ärztliche Untersuch gegen eine kleine Anzahlung und eine kaufende, Vi I. April 1918 ob fällige vier tel jährige Prämie tätigt werden können eummT non mehr all 2 Mark aufwärts können chn' ^r.znhlung, ober ä-;rli.tec Untersu una gezetchmr werden. * Nlnlnr. 25 Aug. Die LaLdeSkortoffclstellc m b»könnt, daß vom 26. Augulr der Erzeugerpreis Kartoffeln auf 7,50 Mark für den Zentner und KleinhändlerhöchstpreiS vom 1. September aus 1 Pfennig daS Pfund festgesetzt wurde. — Ilm den un f Li ... i f . Xi.. - ....X S IfhlP I ’UUJU-Ol ..." ...holt « laubten HauSschlachtrmgen und dür unerlaubten , ^ 1:1. _-i il.it.. ...- Ml _ fpf «ckLÜvkl und lauiucn .vuuvru^uu^unycu j. u “.“..«uvuu y ' „fipfteüen lichen Schlachtungen durch Men ^moküS -- zur Anzeige g^rach _ Für Fall eine Belohnung von 50 Piark aus. $ t ® ö —--— — mukt*t 1 ^ntwoitlich Albin Uh in in Gieren. y«| der „ 9 : 5HH m unseres merl-ljiihr Wachrkerzcn Ir. W. von Grammophonen oder dcrgl. ganz oder ge* brochcn; auch in kleinen Mengen in kaufen ge- Mi». cttiicelttl am Ludwig Maier, Frankfnrt a M. ^ g Augsbnrgerstr. 1 « I. deutle Praktisch erfahrener, äutzerst -«Verlässig 1$000 Brtlln, 28 . Aug. ! , ai ll Jooic neuerdings £ b e v *& Nicht ' (ff II rOÖ« aewisserhaftcr Pferdepsieger. welcher - den FEet. Hütet den Veru ? . “u »-mchm.. 5 ,« r 4 =.«Ä • ---»-'-3 -o—1 vit null uciiujunucn ^fischen Stellungen auf der Dolzok.Höhe und das Torf " " " ' " " “Ibccfl ?/^^uhett, wenn es gilt, die durch den Krieg zerstörten Gebäulichkeiten wieder aufzurichten, für die heimk'hren Bojan im Sturm. Hartnäckiger Widecstand der Russen wurde auch aus dem Hügeln nordwestlich deS Dolzok nach heftigem Kampf am Abend gebrochen. Mehr als 1000 Gefangene, 6 Geschütze und zahlreiche Maschinen gcwchre sielen in unsere Hand. Die Verluste des hinter den Rakttna-Abschnitt zurückgeworfenen Feindes sind lchwer. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. ^ Nördlich von Sovcja tm Susita-Tal wurden unsere Sicherungen von kürzlich genommenen Höhen durch über» legene feindliche Angriffe verdrängt. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. In einigen Abschnitten rege Actillerietätigkeit. Mazedonische Front. Zwischen Prespa* und Doiran-Sce lebte mehrfach das Feuer auf Westlich des Wardar bei Liumntca am greifende feindliche Abteilungen wurden von den bul. gactschen Posten abgcwiesen. Der Erste Generalquartlermeister : Ludendocff. Berlin, 28 Aug., abends. Im Westen bet Sturm geringe Gefechtstättgkett. - In' bcc Moldau wurden tjf t>cm Feind einige Höhenstcllungen am Rande des Ge. 1'irges nordwestlich von Focsant entrissen. OIOIOTO »LGTTTGEXKODTTTZ) niemand dark glauben, M ben Krieger die nötigen Kleidungsstücke und NahrungS mittel zu beschaffen,' überall wird daS Handwclk volle Beschäftigung und gutes Auskommen stndcn, nicht nur unmittelbar nach dem Kriege, sondern für immer, denn der Bedarf an handwerklichen Erzeugniffen wird zu al. len Zeiten in immer wieder neu au'tauchcndcn Bcdürf. nissen der Bevölkerung hervortretcn. Abcr der Ecsül. lung dieser Aussagen will und muß daS Handwerk auch gcwac! sen sein: eS will und muß stark sein, und stark kann eS nur sein, wenn cS einen tüchtigen und auSrei« ckenden Nachwuchs hat. Und diesen gilt cS, ihm zuzu* fuhren. An die Knaben, die die Schule verlassen, an thce Eltern und Vormünder geht daher unser Rus: ^uv't daz Handwerk als Lebensberuf! Dort sindet Ihr das gesuchte gute und gesichrrte Fortkommen. Dort findet Ihr die gewünschte Selbständigkeit. Aber ohne Lernen gibt eS kein Können, ohne Lehr, zeit keine Meisterschaft. Wer ein guter Meister werden will, muß ein guter Lehrling gcwesen sein! Darum Ihr Knaben. Werdet Lehrlinge im Handwerk! Ihr Eltern und Vormünder: Gebt Eure Söhne und Mün- del einem guten Handwerksmeister in die L»-hre.' Tann ; ü c Zukunft gesichert Für eine gute Ausbildung im Handwerk ist ausreichend gesorgt Gesetz und Orga- ntfation des Handwerks bieten die Gewähr dafür, daß die lungen Lehrlinge zu tüchtigen Gesellen und Meistern hcrangebildct werden. Ihre Ausbildung liegt in der Hand eines Meisters, der seine Fähigkut zur Ausbil- düng bewiesen hat. Innung, Handwerkskammer und Hof * Auffeherdienst für den s ädi. Fuhrhos Wi m , ' lÄnmd mit Oelladun gesucht. Bewerber mit lang,ahngen Erfahrungen wr»^ ^ ^ Meldungen unter Angabe von Lohnansprüchen umgeh einreichen an B Großes Haus •W.iflcrmciftrramt Wetzlar. faft durchweg die I Zahlreiche eigene Ec inn an Gefangenen Heeresgruppe Bertreier, welcher in Kolonialwaren schäften gut eingefiihrt ist. sofort gesucht «arl August Maier. Coble«.,? Rändern lebte _ ^^Imvstlaße 17 ß warf die Engländer gewonnenen ®lnfo Verwalter für fUümce G«t „SSL Mi^vun nuiwi 100 Morgen gesncht: kann auch Kriegsinvalide INI! l auf dem Ostufer de milie sein, welcher früher Gut verwaltet hat. AnW^up. * r SO« » 0 . d. Erp, d. B>. _ _ | Heeresgrupt •i'ruiaUifiniii ^ohc Mark d die Franzose wm PonbaMousson un Ia|fc " sich öte gut« «usbtlbung brr das) ro auf srinr Mitwirkung nicht an kommt. Irdrr muh srin 6 o I d )ur T Eolkankaufstrllr kringm. T lliar soll leb werden ? f a I! ft ? bt r Öon lunfl,n Leutrn sichen, wenn sie bic r^nl^*’ 0 ' J tC f(I,lu " :tn unb wichtigen Frn. h!*,.. 41 h r 00 ,^ ,0 ' rbc " eitern und Bormnnbrr fucbrn unb beraten mit ihnen Bor allen Dingen kommt «S ihnen barmrf an. einen Beruf fiiibrn, der ihnen Lehrlinge angelegen sein. FortvUbungv- unb idach Ichulr ergänzen den Unterricht de« Weiftet« und führen Me Lehrlinge in da« Geschäfts und Wirt'chastriebrn ein hv ist für alle« reichlich gesorgt, um au» dem Lehrling einen guten Meister zu mache» und damit sein Lebenrglurt zu begründen. i . '^end t Such mit Bertrauen an die Berussbe DGTGKGTGT «„V u « fl * rt* * 1 e n, ton werben ihr bas weiter? rr- - W“"; 111,0 lle Innungen. Ha„dwcrkskai„m.rn. («e werbekammern und btc sonst,,e.r Beretnigun.. „ tcS £ a " b 3 Jtr« »erben Euch gern mit Rat und Tal zur «rh!h C r "' °v fliU - uid ) t, « c Hanbioerksmeiiier ul« Lrhrhereen zu staben. sucht tüchtige KüchemuadcheA Dmä]ni Ä Men M ^ ° 6ertn ' n " rt| an B e6ote b “ r,! i"pi be« @cnero(feIbmarf --- - - -i Wellie größeren Kar f - 1 ' ^««Sfront des Gene ~ lstetrAV . . - -. r -«.enbeu SextL,5“? c “18 600 @ef, öas humoristische Let-V larM^ 85 » ^ ^^graurn nnd Daheimgeblirbcue»! Äsola ^u x ^«letposi- una Veode-Ndonnemenl» . . . „ monatlich uur Mark l,SO I * deS ® ener bei allen Lnchhandiungen und Postanstalten. V®» ® ( 'Ht 88 ranb »». «Bl«? mm, m --— ^VJIUU ^ fr""^''^"'Nio mehr, als die Zahl dieser Ar- beilsuchenden noch durch die vielen vermehrt wird die au» dem «selbe zurückkehren und i„ ihre asten Arbeit», statten wieder etnrucken. Jede« «ramm «old vertrüret den trrieo öiel feinde auch unser Reich vertl,..n wollen^sje müsse,, e» nachgeabe wi„en daß sie ml, d.n Waffen unsere n'kbeertngen können, lind die Ernte bat mfferes ^°""Uagen aus eine Hungemieberlage unsere« Zolles abermals erschiitiert. Um 'o wehe rech. SJ.» ['* bam .’. t - 6o & un» d-e goldenen Waffe» MiSgehen. Erst wenn sie auch die Erwartung begraben müssen' werden str Frieden schliebe». Ze stärker der Goldschad der Reichsbank ist. desto stärkere» Eindruck macht er auf die rieinde. desto näher kommt also der ,Griebe V. 5 ^ rbf "** ,el beschleunigen, wenn « fc nt WMbMen an b,e Goldankausttelle Gteben Geschäft«. astÜna?*!»' fS Jܰ rfa ,^ e ’ ^uhannirftiabet verkauft m 1 ^ Go dnadcln usw knt'pccchcu ohnedies nidn üb«6« au”Ät l '" 6bf " °"°'n «°-dwer. bekomm, Frankfurter Hokclsckrctär.jtursc für Damen und Herren. Beginn der neuen Kurse: 1 7. September. ««rundliche praktische Ausbiiduna in atten Fachen, des Hotelbüro dienftes. Prospekte durch den Kursleiter Tir. (*. Mcnerhane«, ^odesberge, Hof, «odcöbern. neu bank luffmr^Ä durch Me flwf-eÜ ithhTnn"^ }«««;•" ihr in teutälanb a S fl ™fS fi Stt oL" leihe Be.»icherung bei bcc 6. flrlenSanltX x »"»- ...«Ä.Ä.SÄ; 6 8 Zimmer-Wohnung re..^ " n i‘ »"''e"», »um l dIx-V^II n< ' md "-'"»flllefifl mit Ho, ober Wonne. Cnrtltn u. «. H. 0,1 ^cichasloücüe der «•cßenrr .zeilnna Maortr ö. 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