Bezugspreis 50 pfg. monatlich (Neuere Nachrichten) vierteljährlich 1,50Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Lamstags. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. «erlog der „«ieften e r Zeitung", Gießen. Telephon Nr. 362. Expeüitio«: Ziidanlage 21 (Gießencr Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärLS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grdhe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung». Zieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagödruckerei, Albin Mein. Mittwoch, dm 25. Juli 1917. Telephon 362. 30 Jahrg. > SS« "'nächtigt ®sb f ^! etlen Ochern, t, R^?^en, Mannschaft^ chirMei. "LLL'L L L itlii e5 ' " Auch der btefine -mnntmMnze?HaL "5 W Prche ton 22 jtd) damit auch in Verfügung, *Jra. Der Magistrat der mten mitgeteilt, es stehe e Beamten in Sandalen mste erscheinen. Die Be- dcr Lederecharnis eine wenn sie recht zahlreich rspte! vorangingen . K/eill in @iejjen. Die ganze itausstellung 1 t 1917 Kleinkunst aller Schaf- :n. Sonderausstellung it 100 Werken. Beste t täglich von 10 Uhr mittags. Eintritt 1 Mk. den mit Erfrischungs- semarken an der Kasse. - rfare zur Anmeldung ihres ien allen Vertranken» sur Vertagung. * wollen sich wegen aller Urschriften mit uns m Ver- ifs-fesdlschajt M öt 6 Großes Hauptquartier, 21 . Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern tobte auch gestern dcr Feuerkampf !".nur zeitweilig uachlasftnder Heftigkeit. - Im Artois ftn »Üff « b ? Artillerietatigkeit vormittags zwischen La Bassee-Kanal und Lens, nachmittags auch auf beiden ^carpe. — Wie in den Vortagen blieben Vor- ftöße stacker Eckundungsabteilungen gegen mehrere Stel» len unserer Front für den Feind ergebnislos. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Teil des Chemin des Dames war ^canäöfif^e Angriffe sind bis- erfolgt. Dagegen drangen abends Teile eines westfälischen Regiments in die feindliche Stellung, über- inn^-r^n llle Besatzung und kehrten heute früh mit i»u Franzosen von dem kühnen Handstreich vollzählig wieder in unsere Stellung zurück. — Auch bei Fort de la Pompelle südöstlich von Reims und aus beiden Maas- U"" buchten Erkundungen durch frisches Draufgchen eine größere Zahl von Gefangenen ein. Heeresgruppe Herzog Albcecht. Keine besonderen Ereignisse. westlicher Kriegsschauplätze Fronl des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern. r. Jüfrl Angriffsbewegung in Oftgalizien hat den beabsichtigten Verlauf genommen. 5^i.-rter den eilig ;u- Ä en f cä f te ", JDtl denen nur ein Teil sich bisher zu Nahkampfen stellte, haben unsere Truppen m ungestümem Nachdrängen in 40 Kilometer Breite !?j. e Zloczow—Tarnopol beiderseits von Jezierna ber ® einb standhielt, ist er in raschem Unsturm geworfen worden 7 wie in früheren künden brennende Ortschaften und große Zerstörungen ^ Weg den die Russen genommen haben^ - Wetttr" Kampfe werden erwartet. - Nördlich von Brzezanv nahmen österreichisch ungarische Truppen die am 1 . 7 . am >l«ch hartem Kampf zurück. — Dniestr scheitecten Vorstöße der Russen vor Äh ” 1 '"' ~ Üblich des Flusses wurde d^r Feind nnv E>et Novlca stürmten deutsche HS ^^"ichtsch-ungarische Regimenter die russischen . V hartnäckiger Gegenwehr. — Vom r^ üt Ostsee steigerte sich vielfach die Feuer- tatigteit; besondere Stärke erreichte sie zwischen Kcewo und Smorgon und bei DUnaburg. Heercssront des Generaloberst Erzherzog Joseph. , n'a 111 nörbHc^en Seit der Waldkarpathen bat das lebhafte Feuer angehalten. y 9 Heeresgruppe des Geiicralfeldmarschalls von Mackensen tätta»"!,I«''ki«?,^breth»sind die Russen und Rumänen i r. — ®tn eigener Vorstoß an dcr Rim- llf UnbUn8 , 6ca ^ unS 80 Rumänen und mehrere Maschinengewehre ein. An der v Mazedonischen Front: ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Großer Sieg im Galizien, russische Front in Galizien weicht zurück. und deren Tätigkeit daher besonders hecvorgehoben zu werden verdient. ° Seit Beginn des uneingeschränkten U-Bootkriegcs mit dem ^unierfolg sind insgesamt 467LOOO Brutto- cjfia:* ' nnen unsere Feinde nutzbaren Handels schiffsraumes versenkt worden. Das englische Unterseeboot „C. 34" wurde in der Nordsee von einem unsrer U-Boote, Kapitänleutnant Walther, versenkt. Der einzige Uebeclebende, ein Heizer, wurde als Gefangener eingebcacht. r Durch eines unserer U-Boote wurden in der Btscava wieder 5 Dampfer und 3 Segler mit 22 500 Br.-R - To. versenkt. .... Unter den versenkten Schiffen befanden sich die eng- Men bewaffneten Dampfer „Anglo Patagonian", mit 7OOO To. «tuckgut (oaeunter Flugzeuge, Stahl und Butter) von Aimenka nach Frankreich „Teolissick", mit 5OOO To, Hafer unb 1500 To. Stahl von Boston und Bordeaux der französische Segler „Cambronne", 1863 To., mit Salpeter nach Nantes, „Ceres", 296 To., mit Wein und Oelfardinen von Lissabon nach Brest. Die Ladungen der übrigen versenkten Schiffe bestanden aus 5300 To. fnnrP^ To. Mehl von New Dork nach Nantes, ynnn ?°' « ÜDn dlim A°rk nach Le Havre, 2000 To. Erdnüsse, Palmkerne und Wachs nach Liver- MarsM^ To. Kohle von Glasgow nach Der Chef des Admiralstabs der Marine ^ T°vn°p°l. 2L 3Uli ' QÖenb§ - llBfetE Gruppen stehen 467 iooo Connen seit i. februari Das Zunlergebnlr: 1016000 Connen. €fn englifcDes U-Boot versenkt, neuerdings 22500 Connen vernichtet s. s ? er i>i n ' 21 - >>uli. Nach endgültiger Feststellung 10160VO°Vrut?"R an Handelsschiffsraum ingesamt T,,smiu 0 ! 0 ®IS ttD Reg.-Tonnen durch Kriegshandiungen der Mittelmachte vernichtet worden. An diesen Erfolgen waren in hervorragender Weise beteiligt die U-Boots- ea^^uleutnants Wünsche, Wilhelms, 5°°^' V- Bothmer, Forstmann, Waßner, Vi beg, K. u. K. -mnnschlffsleutnant Zdenko Hodecek, Oberleutnants z. S. Furbctnger, Boitg (Ernst) Howald. Einen guten Ant l aran haben auch dle Kommandanten unserer Minen U- .besonders schwierigen Verhältnissen und bei stackster serndlicher Gegenwehr zu arbeiten hatten KM l^Ä'wird von ft Nges- tU&fyu ohne -Mt e ,1JCl ' c ,Äiqe Ps^er GartH SUrS"'" cac>"'b-° e-i wtb Groß es Hauptquartier,22. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Die Kampftätigkeit des Feindes war gestern ge ringer als in den Vortagen und nur in einzelnen Ab schnitten her flandrischen Schlachtfront stark Sie hat sich heute allgemein wieder gesteigert. — Im Artois » ? lebhaftes Feuer vom La Baffee-Kanal bis südlich von Lens an. ' Heeresgruppe Deutscher Kronpriuz. Am Chemin des Dames hatte» b.t Braye und Cernh Einbrüche in d e französischen Stellungen vollen Ecfolg. Bewahrte westfalische und ofipreußilche Kampftruppen holten dort bei Erkundungen und Verbesserung der eigenen Linie zah reiche Gefangene aus den feindlichen Gräben und wehrten heftige Gegenstöße ab, Heeresgruppe Herzog Albrecht. Eckundungsgefechte im Sundgan brachten Gewinn an Gefangenen und Beute. Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli Der am 19. Juli begonnene Gegenangriff in Ost- galtzien hat sich zu etnem großen Ecfolg der deutschen und verbündeten Waffen ausgewachsen. — Der Haupt- teil der russischen 11. Armee ist geschlagen. Trotz schlechtester Wegeverhaltnisse dringen unsere braven Truppen unermüdlich vorwärts. In vielfach erbitterten Kämpfen haben sie die sich von neuem fetzenden russischen Kräfte überall geworfen. Die Gegend westlich von Tarnopol und die Bahn Brzezanh-Tarnopol ist an mehreren erreicht. — Bei Brzezanh beginnt nunmehr auch die russische 7. Armee unter dem sich verstärkenden Druck auf ihre Flanke zu weichen. — Die Gefangenen und Beutezahl ist groß. In Jeziecna fielen reiche Vorräte an Vetpflegung, Schießbedarf und Kciegsgerät in unsere Hand. Bei der Heeresgruppe des Generalobersten von Wahcsch war der Feuerkampf an der Schtaschara und Secwetsch lebhaft. Der Nordflügel ist in den bei der Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn beginnenden Kämpfen beteiligt. Zwischen Kcewo und Smorgon griffen die Russen nachtagelangec starker Ar- tillexiewirkung seit gestern abend mit starken Kräften an. Ihr Ansturm brach an der Front deutscher Trappen verlustreich zusammen. Nach unruhiger Rächt find heute morgen dort neue Kämpfe entbrannt. — Nordwärts bis zum Narvezsee sowie zwischen Drhswjatysee und Dünaburg hat die gesteigerte Feuectätigkett angehalten. Mehrfach wurden russische Eckundungsstöße zum Scheitern gebracht. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Außer lebhaftem Feuer in den Nordkacpathen und erfolgreichen Vorfeldgefechten zwischen Casinu-Susitatal auch bei der Heeresfrout des Generalfeldmarschalls von Mackensen noch keine größeren Kampjhandlungen. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff. Berlin, 22. Juli, abends. In Flandern Artillerie, kampf. — Südlich von Smorgon sind stacke Angriffe der Raffen gescheitert; an begrenzten EtnbiuchSstellcn wird noch gekämpft. — Erzwungen durch unseren An- grtffsstoß am Sereih weicht die ganze russische Front von der Zlota Lipa bis hart an den Dnjestr. 25500 Connen. Berlin, 22. Juli. Durch eines unserer U-Boote wurden im Atlantischen Ozean wiederum 23500 Br.' R.-To. versenkt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich 3 bewaffnete große Dampfer, von denen einer mit Zerstöcersichecung fuhr; 2 Dampfer wurden aus ein und demselben Geleitzug hecausgeschoffen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. 9 wtb. Großes Hauptqu actier, 23. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern ist die Artillerieschlacht wieder zu voller Kraft entbrannt. Sie dauerte die Nacht hindurch an. — Unsere für die Führung des Feuerkampfs unentbehrlichen Fesselballons waren längs der ganzen Front das Ziel erfolglosen feindlichen Fernfeuers; östlich von Ipern wurden sie — einheitlich auch durch zahlreiche Fluggeschwadec — angegriffen. Unsere Kampfflieger und Abwehrgeschütze brachten diese Luftangriffe zum Scheitern. Die Fesselballons blieben unversehrt; 8 feindliche Flugzeuge wurden abgeschoffen. — Ec- kundungsvocstöße englischer Bataillone scheiteten. — Heftige nächtliche Angriffe erfolgten zwischen Avion und Mericouxt; Anfangserfolge des Gegners wurden aus- geglichen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei guter Sicht lebte durchweg die Feuertätigkeit auf. — Am Rocdhang des Winterbergs bei Craonne gelang es in kraftvollem, durch Feuer gut vorbereitetem Angriff, die eigene Stellung in einem Kilometer Breite vorzuverlegen. Brandenburgische und Gardetruppen waren die Franzosen aus mehreren Gcabenltnien zurück und brachten über 230 Gefangene ein. — Am Cornillet- Berge südlich von Ranroy waren Unternehmen Hessen- naffauischer Stoßtrupps erfolgreich. Eines unserer Fliegergeschwader warf gestern vormittag mit beobachtet guter Wirkung Bomben auf Har- wich an der englischen Ostküste. Die Flugzeuge kehrten vollzählig Zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfrout des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn. Längs der Düna, insbesondere bei Dünaburg und oeiderseits des Rarocz-Sees nahm die Artillecietätig erheblich zu. — Südwestlich von Dünaburg ist ein rus- stscher Vorstoß gescheitert. —. Südlich von Smorgon bis einschließlich Kcewo griffen nach den verlustreich gescheiterten Angriffen des Vorabends die Russen am Morgen erneut an. Trommelfeuer ging dem Sturm voraus, dcr zu wechselvollen Kämpfen in unserer vordersten Stellung führte, in die an einzelnen Stellen die Russen eingedcungen waren. — Am Abend war die Stellung dank frisch durchgefühcter Gegenstöße bis auf 2 Ein- (Fortsetzung auf der 4. Seite.) Lloyd George führt stolze Worte. Ter englische Ministerpräsident hat aus die ä!ede des deutschen Reichskanzlers geantwortet Wir heben die Hauptsätze dieser Rede hier heraus Ter erste Teil behandelt die Lage in Tcntfchland. „Wir haben einen neuen Kanzler in Deutschland Tie Junker haben den alten anzler mit seinem „Fetzen Papier" in den Pavier'orb geworfen, und da liegen sie Seite an Seite Wir werten nickst ! n^e - warten haben, bis das Junkertum folgen wid »fdi Hoffnung für den Frieden findet sich in s.-i - \d) meine, für einen ehrenvollen Frieden r: i- möglichen Frieden. Es ist eine gescki^re sich nach allen Seiten wendet. Sie enthält »irr die, die ernstlich den Frieden wünschen S ie aber eS sind Sätze darin, die die militä ", ' r-ile in Deutschland verstehen werde. Sü- rung der deutschen Grenzen T-i4 sind Satze mi« denen Elsaß Lothringen annektiert worden in. das 'rnd Sätze, die seit 1 HI4 Europa mit Blut o: ' ir? fc ,fvn das sind Sätze, die. wenn sie es waaen k v "?n Bel S len und Kurland annektieren werden Das sind ätze, die Europa wieder im Laufe der Generation n in ein Blutbad stürzen werden, wenn diese Sätze nicht auf den Schlachtfeldern au-gerottet werden Die Rede enthielt Sätze für . emokratifch ae stnnte Männer. Der Kanzler wollte inner aus dem Reichstag berufen, um mir der Regierung zusammen zu arbeiten. Männer aller Parteien sollten sogar Remter erhalten. Das war für das demokratische Gefühl in Deutschland bestimmt Aber die Rede enthielt Sätze, um die Junker zufrieden zu stellen Sätze die die anderen bedeutungslos machten Es soll keine Partei geben, die imperialistische Rechte hat. Ja. sie werden Männer aus dem Reichstag zu den Remtern berufen, aber es werden nicht Minister, sondern Schreiber sein. Was für eine Art Regierung die Deutschen wäh. len. um über sie zu herrschen, das geht einzig das deutsche Volk selbst an. aber was für einer Art Regierung wir vertrauen können, um Frieden mit ihr zu schließen, das ist unsere Sache. Die Demokratie hat keine Bürgschaften für den Frieden. Wenn wir sie in Deutschland nicht erhalten können, dann müssen sie uns andere Bü, dafür sichern. Die Rede de- deutschen Kanzlers .zeigt nach meiner Meinung, daß die leitenden Stellen in schwarzen Flagge. Seit damals hatten wir auch noch die längeren Tage, die unsere Schwierigkeiten aus hoher See außerordentlich vermehrten Ade ob.'eiä) unsere Befürchtungen für diese Sommermonate groß waren haben wir langsam unsere Verluste vermindert Obgleich wir nur drei Wochen de- Monats Juli hinter uns haben, so finden wir. wenn wir diese orer Wochen mir den entsprechenden drei Aprilwochen .gleichen, daß wir nicht halb so u i f f Schiffe verlöre, haben, wie im April Dae ih nicht alles Unser Schiffbau ist während '»c letzter: zwei Jahre in verhängnisvoller Weise her- .mengen. Aber Liese- Iah. werden mir vier .a. so ;iel Schiffe fertigflelleit als letztes Jahr Ich .v die dem deutschen Kanzler folgende Tatsachen vor« .ge-r um ihm beizustehen, seinen eigenen Erklärungen re richtige Auslegung zu geben. In den zwei letzten o unten dieses Jahres werden wir soviel Schiffe fertigste! len. wie wir in den ganzen zwölf Monaten t-es letzt Jahres sertiggestellt haben Sechsmal so viel Schiffe! Wir sind ein langsames Volk Wir nehmen nicht sehr schnell etwas auk. aber wir find ziemlich schwer zu schlagen. wenn wir anrari- gen. und rch denke die Deutschen haben unseren Verstand, unseren Fleiß und unsere Entschlossenheit unterschätzt. Die verminderten Verluste und die vcr mehrte Erzeugung werden die Lücke aussüllen. A b e r sie werden uns a u . h u n g e r n! Da bei ist unsere Versorgung gesichert' Wir treffen jetzt Maßnahmen für einen Anbauplan, der die Lebens- mittel für UM 8 sichern wird, selbst wenn urzfcre Sck.in's- verluste wachsen. Wir müssen sie aber erwähnen. Wir haben unsere Einfuhr sehr wesentlich. — um mehrere Millionen Tonnen eingeschränkt, um an Schiffen zu sparen. Das Volk unseres Landes har bisher noch nicht Entbehrungen gegenübergcstanden. die mir denen verglichen werden könnten, die die deutsche Bevölkerung fast zwei Jahre erduldet hat. und glauben Sie wirklich, daß das britische Volk weniger fähig ist. Lpfer für seine freien Einrichtungen zu bringen'? Und diesen Lpfermut haben wir als Reserve, wenn die Ernte des Jahres UM 8 mißrät. Ich wünsche nicht. Schlachtfeldern fühlt. Wenn England noch warten will, ehe es sich zum Frieden entschließt, müssen wir das natürlich auch. Die Lage wird für un- nrcht schlechter. sondern von Monat zu Monat besser. tpiden O 8 «SnV teliivi Riefet voi .Wir führen einen Revanchekrieg!" Irf-Äui«! "'«ihr Li daß sie irgendwelche falschen Illusionen hegen, daß - - ^ stu ' ' Deutschland augenblicklich sich für den Krieg entschie den haben. In jener Rede ist keine Hoffnung für Belgien, es wird nicht einmal erwähnt. Die Ausdruckweise der Rede ist voller Drohungen für Belgien Sie sichert die deutschen Grenzen Sie nimmt Metz und Straßburg weg und wird Lüttich nehmen und Antwerpen unter Aufsicht stellen Das ist kein erfreuliches oder gutes Zeichen für Belgien Aber das ist nötig, damit die wirtschaftlichen Interessen Deutsch lands gesichert werden Es bedeutet, daß selbst, wenn sie Belgien wiederl>erstellen. die Wiederherstellung Lug und Trug sein wird. ' U> Die Alliierten sind entschlossen, daß Belgien als freies, unabhängiges Volk wiederhergefteNt werden muß. Belgien muß ein Volk, nicht ein Schutzgebiet sein. Wir dürfen nicht nur ein vom preußischen Schwert zerrüttetes Belgien haben Das Szepter mutz belgisch sein, das Schwert muß belgisch sein, die Scheide muß belgisch sein und die Seele mutz bei gisch sein.- Danach will Lloyd George beweisen, in Deutschland werde jetzt Amerika wie früher England verkannt. Die U-Boote sollen England kampfunfähig machen. Wegen der ll Bootangriffe können wir. nach dem deutschen Kanzler, nicht mehr viel länger au- balten. Run. ich bin traurig, ihn, zu Beginn seiner Laufbahn eine Enttäuschung bereiten zu müssen aber die Wahrhaftigkeit zwingt mich, cs zu tun Langsam aber sicher steigern wir unsere Produktion und vermin dern unsere Verluste zur See. Im April hoffte man. Mu'rhi* (i»pnh --'ochsomn-er Jf* 'rischen Seewinde» burdjaui enräa * durchziehende Karawanen mit Leben«»?«.,»' radat. allerlei morgeniSndischen Schn„rrpsei,ereien und seiiene» orientalische» HandeiSartlkeln sorgien für die „üiige Tibwechscluiig. Unsere ös!erreichisch-„nga< njclKii Kriegskameraden sühnen eine prächtige Wiener Schrammr!.Kapelle wivre eine ungarische Zigeuner-Kapelle mit sich, dke .^7 ' utt.. Welsen ...,m Besten »mb Aber w»nn »,e o : eiege fangen. d.,::n glaubte man oft kraumen. eenn chier war alle- still und sried- ^Beduinen fanden in den gutmütigen selb- ?!^uen oiiik’. n sehr bald dankbare Abnehmer für ^ urter . ihl^r Ziegen und Schafe, sowie tu, dt» ,..ron gearbeiteten bunten Sattelraschen. Be- dumcm: UN!, den geschmuggelten Kaffee und Tabak al.erlet Klein kram an seltenen Sternen. Amu- Tiefe Kundgebur ' ^ Tage svählte Ke die tvieficrftrelicti '' lüitertoecfung ß 1 an dir Flotte, die revolutionär Juli erfährt: t ci\t dem «egj; , un ouf getniffe ' ® , W von den r .. drovokatoren tra ft«“», indem [i, , r°terl°ndes .' ,rf r’lrmee sich hx, - ,»»>« mit ' “l'ofrotildje M (11. s. Z V ‘ »cuviirti cimini, vuiiu* hi/ C m *' c ” , l ! n * ^^lnuckgegeuständen. Namentlich l\l ln ? ^ gefundenen Türkissteine. die schon die alten 'Aegypter fanden und ihren Toten mit in »u rabkammern gaben, wurden bald ein von den t-n «ü begehrter Tauschartitel. Daneben erhiel- für ihr gutes türkisches Gold und Hart- g»ld von den Beduinen wunderschöne Scarabäcn. alte »^«VSEwehre. zum Teil auch noch solche aus der ü?n-«^nlstven Zeit, und schöne bunte Tücher, bei 9 * } * n vor lauter Schmutz nie erkennen f,c dereinst unter den fleißigen Händen »,n»r Pharaonentochter oder aber in einer fLchsischeu Kattunwebcrei entstanden sind. befonberen Zeltlager war bai Provlant- Tr, ® llfle ""'ergekonimen. Tie Verpflegung ber Gettos. "I E-naiwüsie slietz au, gcrabezu bei- örnb! ^rhwierigkcilen. Ueberoli hat man sofort H' *?“*•»*«* ""geleg, unb im Heiligen t’nnbc Gin '."'/r beiieili. durch deren Lerrnittlung den Truppen "eben ber Verpflegung auch allerlei schöne »’anbe«. ®* e ®*i". Käse. Trauben. Gier. „'J't nlel.ch ,,„b Fische geliefert werben . -?r>cht weniger denn ,78 Nummern ent- a - dar Warenverzeichnis der Marketenberei. die auch mietet ^dlrisch eine Zweiganslait " $ ist untuiber ecbamfiiP in Peterst uui ur veutschen find 'natürlich). Die '±i der Festnahme taih die sich mit X VrrfrWjfn gegen 33 . l öaben, vollständi citldttn, welche ih Eckchen haben, sind Ich rufe alle «ß/, sich um die Ei ' mokratischen bereit ciaren, uni kv Hat »m Feinde und sei, elützen." und mehr. 4-? tu m «Bern sie em MS n mit und [»»Rabt >Hf* "nahm? Won Ri* 5 k: Äil! 4 S« und.V3Sa| eine >. und i, s&‘ i'vllng ».?slhe Miche BStesiteü v UN Ad °u?zuL°'ich toirt, M\\ Int "ittiber^He l le 9e« d->ü > ( /.n. o Lw kh n - Jt '^nb'V'Ä* wen ab ^°"?n 'Z *«■ WW 1 ^ar. L ö r Ausein- ^°n ^Ute ben Frank- lutton, feinen Krieg gegeben, ohne daß England da- Untergestauden hat. Die Revolution in Rußland wie nid) der Regentemvechsel in Griechenland zeigen freut* ich, daß es auch jetzt von seinen Traditionen und seiner Machtstellung nicht abgehen will. Diese Machtstellung lst duerch eine Reihe von Marinestützpunkten, wie Gibraltar, Malta, Suez und Aden, gesichert worden. Jetzt erfahren wir, daß England die Absicht hat, seine Machtsphäre noch zu vergrößern, und zwar in der Lstscc und unmittelbar vor Schweden. Der norwegischen Leitung „Socialdemokraten" wird nämlich aus Sta- vanger folgendes berichtet: „Ein Mitarbeiter des „1. Mai" hat ein Gespräch gehabt mit einem Finnländer, der sich bis vor kurzem in dem .Brennpunkt der russischen Revolution aufgehalten hat und der auf Grund seiner Verbindungen und Kenntnisse der vielen verwickelten Verhältnisse wie auch der Vorgeschichte der Revolution als eine interessante Quelle angesehen werden muß, aus welcher Kenntnisse über die jetzigen recht unklaren Verhältnisse in Rußland geschöpft werden können. Die Frage, welche vor allen anderen nach seiner Angabe jetzt die Russen beschäftigt, ist die des Sonderfriedens. „Ich glaube, daß eine Volksabstimmung jetzt in dieser Frage'eine große Majorität für einen augenblicklichen Frieden ausweisen würde. England arbeitet mit allen Kräften, um einen Separatfrieden zu verhindern." Dabei bedient sich England besonders zweier Mittel; das eine ist. daß England die Alandsinseln gekauft oder in Besitz genommen hat, um auf diesen Inseln, die nun stark besetzt sind, ein neues Gibraltar zu schaffen. Ferner hat sich 'England den Besitz von ein paar Häfen an Finnlands Küste gesichert. „Wer Ohren hat zu hören, der höre! Taucht nicht hier wieder der alte Verdacht auf, Daß S«Z’ ’M Teilt,England hinter den Befestigungspläneu aus den Alands- wollte. tratt-N iuseln stecke. England, das uns selbst einmal garantiert uen, ßnoJrmh ..J M- hat. daß Aland nicht befestigt werden solle? Ein schöner Garant! — 1 der ‘n ielnsA^fiitfien »rance „ Seä ^^EhrliMNditionz SnaultUt Zünden, "em Krisa '^nn 6ie 8t cm: 4,'?' nbrd-iche M°r°V npoliz behaüm i » n0: : «»ö zu dem A etvann vollen »it f,“!' 5 rxt's; V™"“* »««> -»-«L.Ä ÄÄ’iE Rollen erdenMch^o- Abkommen mit ^tn- . gebildet. England gab n zu sperren, nach und an den Gedanken eines für Schritt kam lchland den Hals zuzu- ./-'cal zu zwingen, von hwnchlänen abzustehen, and von dem Griff, der eit. darum können die 'cht behaupten, tkjfj bk Zächen und zu verklingen ist. Wir führen umwundener hat noch t gehabt, einzugestehen, u ihm auserzwuWnen' Dasein. Ehre und Frei- lies Gibraltar. z allgemein der Ansicht, i zu 'einem zweiten Gi- , wir im „Astonbladet" der Tat sozusagen öic >ie qaiijc Welt mehr oder chre. Es hat feine Re«o° ndelsartikeln sorgten für ufere österreichilch-"nga- ten Schramme'ck°i.°"° >cr-Kapclic nut m J' ‘"w Best-» gab A "dinn «iaubie W>" . üUc e iüil “ l,J |UCb ' seid- llir den aulMkl^'a ^lmebmer dankbare s.,,,je 5SpS SV ® tcl SlnS b'ü'ÄÄ,Meine die 1^» ien Tdrk -'iU n mit , mö 'h«n l n ooii de» itWJ 1 , 61 ^laneben rtifel- lt u n!)M erschoß aus der ich Tücher' bei * g$S» &**. aber ftatm nvcbc"i w n g Provlllll^ Hi’S’t erint ttlung Cai ■*&VsS«* risch el ” Kerenski am Abgrundsrande. Mit aller Gewalt bemüht sich der neue russische Ministerpräsident, der Lage Herr zu werden und sowohl an der Front wie im Innern die auseinandergehenden Kräfte wieder zusammeuzuführen. Bezeichnend für die Lage sind zwei Aufrufe. Der erste ist als Funkspruch nach Reval. Hel- stngfors und anderen Orten gesandt worden und lautet : »Es ist unwiderleglich festgestellt, daß die Unordnungen in Petersburg mit Beteiligung von Sendboten der deutschen Regierung veranstaltet worden sind (natürlich). Die Unordnungen sind jetzt angesichts der Festnahme ihrer Führer und derjenigen Leute, die sich mit dem Blut ihrer Brüder und mit Verbrechen gegen Vaterland und Revolution besudelt haben, vollständig unterdrückt. Auch unter den Seeleuten, welche ihre Bürger- und Soldatenpflicht gebrochen haben, sind Verhaftungen vorgenommen worden. Ich rufe alle wahren Söhne der Demokratie auf, sich um die Einstweilige Regierung und um die demokratischen Vereinigungen von ganz' Rußland zu scharen, um das Vaterland und die Revolution vor dem Feinde und seinen Verbündeten im Lande zu schützen." * * * Diese Kundgebung ist vom 21. Juli. Am' folgenden Tage wählte Kerenski eine schärfere Tonart, um vie wiederstrebenven Elemente in ver Flotte zur lluterwerfung zu bringen. Er richtete einen Tagesbefehl an die Flotte, aus dem man mancherlei Neues über die revolutionäre Bewegung in den Tagen vom 17.—19. Juli erfährt: „Seit dem Beginne der Revolution in Kronstadt und auf gewissen Schiffen der Ostseeflotte unter dem Einfluß von deutschen Agenten (natürlich!) und von Provokatoren traten Personen auf. die zur Tat aufforderten, indem sie die Revolution und die Sicherheit des Vaterlandes bedrohten. Während unsere tapfere Armee sich heldenhaft opferte und sich in den blutigen Kampf mit dem Gegner warf, während die treue demokratische Marine ohne Unterlaß und voller Selbstverleugnung ihre schwere Aufgabe erfüllte, sind Kronstadt und mehrere Schisse mit der „Republik", ,.Slava" und „Petropawlowsk" an der Spitze, durch ihr Vorgehen ihren Kameraden in den Rücken gefallen, indem sie einen Beschluß gegen die Offensive Annahmen, zum Ungehorsam gegen die revolutionäre Gewalt, dargestellt durch die Vorläufige Regierung, ausforderten und versuchten, einen Druck auszuüben auf den Willen der demokratischen Organe Rußlands, den Arbeiter- und Soldatenrat und den Bauernrat ganz Rußlands. Gleichzeitig mit der Offensive unserer Armee brachen in Petersburg Unruhen aus, die die Revolu- ’tion bedrohten und unsere Armee den Gefahren von ! seiten des Feindes preisgab. Als auf einen Befehl der Vorläufigen Regierung die Schiffe der Flotte bestimmt wurden, schnell und entscheidend gegen die Seeleute von Kronstadt vorzugehen, die an'diesen Unruhen in Petersburg teilnahmen, riefen die Feinde des Volkes und der Revolution, indem sie sich des Hauptaus- schusses der Ostseeflotte bedienten, durch lügenhafte Auslegung dieser Maßregeln unter der Mannschaft Unruhen hervor. Diese Verräter hinderten die Entsendung von der Revolution ergebenen Schiffen nach Petersburg, sowie die zur schnellen Unterdrückung der vom Feinde angestifteten Unruhen erforderlichen Maßnahmen und verleiteten die Mannschaften, Willkürakte zu begehen, nämlich den Generalkommissar abzusetzen, die Verhaftung des Adjutanten de^ Marineministers, Kapitän Dudorow, zu beschließen und eine Reihe von Forderungen an den Arbeiter- und Soldatenrat zu richten. Die verräterische Tätigkeit einer Reihe von Personen zwang die Vorläufige Regierung, die unverzügliche Verhaftung der Anstifter zu befehlen. So ließ die Regierung die Abordnung der Osisceflotte m Petersburg sestnehmen, um eine Untersuchung über chre Tätigkeit vorzunehmen. In Anbetracht des Gesagten befehle ich: 1. unverzüglich den Hauptausschuß der Ostsee- swtte aufzulösen und einen neuen zu wählen; 2. allen Abteilungen und Schiffen der Ostseeflotte vekanntzugeben, daß ich sie auffordere, sofort aus ihrer Mitte verdächtige Personen zu entfernen, die zum Ungehorsam gegenüber der Vorläufigen Regierung auffordern und gegen die Offensive hetzen und diese nach Petersburg zur Untersucyung zu bringen: 3. befehle ich den Abteilungen von Kronstadt und den Linienschiffen „Petropawlowsk", „Republik" und „Slawa". deren Namen beschmutzt sind durch gegenrevolutionäre Handlungen, innerhalb von 24 Stunden die Anstifter festznnehmen und sie zur Untersuchung und Aburteilung nach Petersburg zu bringen sowie die Versicherung vollständiger Unterwerfung unter die Vorläufige Negierung abzugeben. Ich erkläre den Abteilungen von Kronstadt und den Mannschaften dieser Schiffe, daß sie, wenn sie diesen Befehl nicht ausführen, als Feinde des Vaterlandes und der Revolution erklärt und die schärfsten Maßregeln gegen sie ergriffen werden. Kameraden, infolge von Verrat befindet sich das Vaterland am Rande des Abgrunds. Tödliche Gefahr bedroht die Freiheit und die Errungenschaften der Revolution. Tie deutschen Armeen unternehmen bereits die Offensive auf unsere Front. Jeder Augenblick kann entscheidende Handlungen der gegnerischen Flotte herbeiführen, die aus der augenblicklichen Verwirrung Nutzen ziehen möchte. Scharfe, strenge Maßregeln sind nötig^ um diese Verwirrung endgültig auszurotten. Das Heer hat bereits derartige Maßregeln ergriffen, und die Flotte muß mit ihm gleichen Schritt halten. Im Namen des Vaterlandes, der Revolution und der Freiheit und der heiligen Interessen der ar- beitenden Massen rufe ich euch auf, euch um die Vorläufige Regierung und die Organisationen der gesamten Demokratie zu sck)areu und die furchtbaren Schläge des äußeren Feindes abzuwehren und den Rücken gegen die Treulosigkeiten elender Verräter zu schützen." * Nnbeschränkte Macht für Kerenski. Eine Versammlung von Vertretern des Preobra- zensky-Regiments und der Regimenter an der Front faßten eine Entschließung, daß die unmittelbare Not Wendigkeit bestehe, unbeschränkte Machtvollkommenheit in die Hände Kerenskis zu legen. In einem unverkennbaren Gegensatz zu dem scharfen Ton in Kerenskis Aufruf an die Flotte steht die Tatsache, daß die Abordnung der Ostseeflotte, die in Petersburg verhaftet worden war. auf Ersuchen des Arbeiter- und Soldatenrates wieder frcigelas- s e n worden ist. In den Petersburger Vorstädten haben die Anhänger Lenins noch die Oberhand. Fortgesetzt treffen neue Truppen in Petersburg ein, um eine neue Revolution unmöglich zu machen. Drei offizielle Vertreter der Anhänger Lenins in Stockholm veröffentlichten eine scharfe Verwahrung gegen die Drahtmeldung des Petersburger Blattes „Sozialdemokraten", als ob Lenin und seine Freunde „deutsche Agenten wären. Kerenski im Schützengraben. Die russischen Zeitungen schildern eingehend, wie Kerenski an der Front die Soldaten zur Offensive gezwungen hat. Bei dem Vorstoß auf Konjuchy weigerte sich die 12. und 13. Division, nach dem gali- zischen Kriegsschauplatz abtransportiert zu werden: die Truppen wurden jedoch gewaltsam dorthin befördert und auf Kerenskis Befehl als vorderste Stnrmkolonne „mit vielen Maschinengewehrkompagnien im Hintertreffen" ins Feuer geschickt. Die alte Brussilowsche Regel, Kolonnen durch eigene Maschinengewehre in den Sturm peitschen zu lassen. Bei dem Angriff auf Buezacz, als die Stürmenden in kompakter Tiefe bis zu 10 Staffeln vom deutschen Gewehr- und Mnschinen- gewehrfeuer niedergemäht wurden und schließlich zu weichen begannen, warf der in der Feuerlinie anwesende Kerenski 12 transbaikalische Kosakensotnien ihnen in den Rücken, die mit Lanzen, Karabinern und Nagaikas die Soldaten immer wieder vorwärts trieben. Offiziere auf verlorenen Posten, die sich mit ihren Abteilungen vor dem mörderischen Feuer zurückzogen, wurden von Kerenski — derlei Fälle sind bei Baryszi Mariampol, Jezupol und anderen Orten vorgekommen — sofort degradiert und als Gemeine in Sturmkolonnen eingereiht, nachdem man ihnen alle Waffen abgenommen hatte. Das sollte als abschreckendes und warnendes Beispiel dienen. Allerdings schont Kerenski auch sich selbst nicht. Uebereinstimmend wird von allen Seiten gemeldet, daß Kerenski aus der galizischen Front fast Tag und Nacht in der vordersten Feuerlinie sich aufhielt^ bald im äußersten Schützengraben, bald am Scherenfernrohr, jede Soldatengruppe aneifernd, jede Angriffskolonne im Laufmarsch Hunderte Schritte hindurch begleitend, jede vorderste Batterie zu stärkerem Feuern und Aushalten anfachend. * 4- * Die zweite Revolution in Petersburg ist sehr blutig verlaufen. Die Straßenkämpsc forderten 1600 Tote. Die provisorische Regierung war 16 Stunden lang gefangen, bis zur Hilfe geschickte Truppen von der Front sie befreiten. Die meisten anarchistischen Führer sind verhaftet. Der englische Hauptagitator Oberst Knoock wurde von einem Geschoß schwer verletzt. Jetzt verfügt die Regierung über 100 000 ihr treue Soldaten. AUgerneime Krregsnachrrchren. Das brennende Tarnovol. Russische Brandabteilungen haben Millionenwerte vernichtet. Die russische Heeresleitung hat seit dem Voriayr in Tarnopol große Mengen von verschiedenem Kriegsmaterial ausgestapelt und den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Tarnopol zur Versorgung der ganzen ostgaltzisckien Front benutzt. Viele hundert Meter lan^e Brettermagazine wurden dort errichtet und neue Bahnanlagen durchgeführt, da die Russen fest von der Unein- nehmbarkeit der dortigen Stellungen überzeugt waren. Seit Sonnabend brennen nun die russischen Kriegsmagazine von Tarnopol, und Werte von Millionen sollen ein Raub der Flammen werden. Durch unseren konzentrischen Vormarsch sehen sich die Russen gezwungen, die Stadt zu räumen, und eigene Brandabteilungen wurden beauftragt, alle für Kriegszwecke benutzbaren Gegenstände im Tarnopoter Bezirk in Brand zu stecken. Gegen die beabsichtigte Vernichtung, der Heuer in Ost- galizren guten Getreideernte dürften sich die Bauern «wehren Greller Feuerschein kündigt überaU. den Abzug der Russen an. Der Vormarsch der verbündeten gruppen geht trotz verzweifelter Gegenangriffe der sibi- crscbi'n Formationen flott vorwärts. Sj Irody?. ^"iirermnez ^ laJozcR ^ us/rn^ fiiscfwe» fy~ss/aw t/nez 8Z/8rn i °Zbarüz YMntfu z. i / ff \ \ hum3 l wroöjma Y \w "'r YfqroifmtoX Iß&VZCZQW W Kolomea 50 hm | Türkische Ehrung für Hindcnbnrg und Lndcndorff. Der Sultan hat dem Generalfeldmarschall von \ Hindenburg den Jftihar Orden mit Brillanten und Schwertern und dem Ersten Genernlguartiermeister General der Infanterie Ludendorff den Osinanieorden erster Klasse mit Stern in Brillanten und mit Schiver ! tern verliehen. Die beiden Auszeichnungen haben in- l sofern eine ganz besondere Bedeutung, als sie in die- ; sil.' Form mit Schwertern zum erstenmal verliehen wvr- [ den sind. England und die neutralen Hoheitsgewässer. Einen ganz neuen Rechtsgrundsatz stellt England jetzt aus. Der Marinemitarbeiter des Observer schreibt: ! Die Anerkennung der Hoheitsgewässer sei dadurch bo- , dingt, daß ein Kriegführender nicht auf Kosten des ^ anderen begünstigt werde. Es wäre unerklärlich, wenn i die deutschen Schiffe die Blockade wirkungslos brechen ) dürften, indem sie ungestört durch die holländisck)eu Hoheitsgewässer fahren dürsten. Die Bedingungen der Neutralität seien nur so lange rechtsgültig, als der Geist der Vteutralität gewahrt bleibe. Mit anderen Worten: Die Neutralen haben nur Rechte, wenn England deren Vorteil hat. Entscheidende Pariser Beratungen kündigt für Mittwoch die italienische Presse an. Die neuesten Ereignisse in Rußland und die Rede des de loschen Kanzlers beherrschen die Lage. * * * v Keine Revolution in Spanien. Eine über die letzten Vorgänge in Spanien gut Unterrichtete Persönlichkeit teilte zur Lage folgendes „Es sind Gerüchte im Umlauf, die von einer revolutionären Bewegung in Spanien sprechen und die republikanische Richtung dieser Beivegnng Mars betonen, --.re Quelle, aus der diese Nachrichten stammen, ist durchsichtig genug. In London hat man selbstverständlich ein brennendes Interesse daran, gerade in diesem Augenblick, wo die holländische Frage brennend ist, den Blia nach Spanien abzulenken. Gegenüber den alarmierenden Gerüchten kann ich auf Grund neuester Telegramme versichern, daß ganz Spanien ruhig ist. In Barzelona hatten sich am 19. Juli nachmittags einige Senatoren und Deputierte im Magistratsgebäude versammelt um eine Kundgebung katalonisch-separa- tistischen Inhalts zu erlassen. Da der Gouverneur erklärte, daß die Versammlung rechtswidrig sei, ging sie ruhig auseinander und vereinigte sich wieder im Palais der schönen Künste. Kaum war sie dort zusammengetreten. erschien der Gouverneur und erklärte namens der Regierung, die Versammlung dürfe auch hier nicht weiter tagen, da sie ungesetzlich sei. worauf sie sich zerstreute und dabei die Erklärung ubgab, daß sie nur der Gewalt weiche. Dies ist alles,'was' passiert Die Unruhen in Valencia hatten mit der kata- lonischen Bewegung nicht das mindeste zu tun. Es 'handelt sich um eine ganz andere Provinz, die so wenig separatistische oder republikanische Gesinnung hegt, daß sie im Gegenteil in ihrer MehrhKt carlistische Abgeordnete ins Parlament entsendet. Die Carlisten aber sind durchweg rechtsstehende Männer. Wenn also in Valencia Unruhen vorgekommen sind, so haben sie nur lokale Bedeutung. Entweder sind es Eisenbahnerstreiks oder Lohnbewegungen, wobei immer zu betonen ijt, daß die englischen Agenten irgendwie be- weijen müssen, daß sie nicht ganz untätig sind. Wenn sie also versuchen, da und dort Putsche zu arrangieren, so sollte man im Auslande solchen lokalen Ereignissen nicht eine Bedeutung beimessen, wie sie 'der Entente erwünscht scheint. Eine Bewegung großen Stils zugunsten der Republik könnte in Spanien nur von der Armee oder von der Marine oder von der konservativen Partei ausgehen Die Republikaner selbst sind im Lande zu gering an Zahl, als daß sie eine tiefgehende.Bewegung lentfachen könnten, und die Liberaler! sind aespalten. Da nun Armee, Marine und König streng' neutral denken und das gegenwärtige konservative Ministerium unter Führung Datos erst vor wenigen Tagen mit vollem Nachdruck betont hat. daß Spanien von seiner Prikten Neutralität nicht abzuweichen gedenke, so ist nicht der geringste Anlaß vorhanden, den Londoner Nachrichten irgeitt» welchen Glauben beizumejsen." bruchstellen wieder In unserer Hand. — Heute früh blieben neue Angriffe der Ruffen südlich von Smorgon in unsrem Sperrfeuer liegen. Heeresgruppe d s Generalobersten von Bob» Ersolli. Unser Aeg^ningciff südlich deS Sereth ist eine Operation geworden. Der Russe weicht bis in die Karpathen hinein. — Hervorragende Führung und urige- ftümer Drang der Truppen nach vorwärts haben das erhoffte Ergebnis verwirklicht. — Wir stehen auf den Höben hart westlich von Tarnopol, haben die Bahn Hohatyn—Lftrow östlich unserer alten Stellung überschritten und die Vorwärtsbewegung zu beiden Seiten des Dnjestr begonnen. Der Feind leistete südlich drr genannten Bahn starken Widerstand. Heeresfro-t de- Generaloberst Erzherzog Joseph Längs des KarpathenkammeS bis zur Putna nahm die russische OesechtStätigkeit merklich, besonders am Süd teil, zu Mehrere Vorstöße des Feindes wurden abgeschlagen. Heeresgruppe des Geoerolseldmarschall von Makkeaseu Am unteren Sereth deutet lebhaftes Feuer auf bevorstehende Kämpfe. m Mazedonische Front: Nicht- Neues. Der Erste Äeneralquarttecmeiftec: Luden dorfs. Heere-grupye de- Ke,eralfeld»arschal!- vou Mackensen Auch läng- Putna und Sercib schwoll der Feuer- kampf zu erheblicher Stä ke an. Mebnach gingen rui stsche Stostrruppen zum Angriff vor. Stc brach.n schon in unserem Feuer zusammen. Mozedoni schcn Front: Keine größeren Kampfhandlungen. Ter Eiste Gencralquartiermeifter: Ludendorff. Berlin, 24. Juli, abends. In Flandern starker Feuerkamps. In Lstgalizien folgen wir zwischen Serrth und Karpathen in breiter Front dem weichenden Gegner. In den Karpathen am Susito- und Putnotol tagsüber Kämpfe, die dem Feinde örtliche Vorteile brachten. 55oso Coniun oerfeakt. Beclin, 24. Juli. Neue U.BootSerwlgte im Mittel, meer: 9 Dampfer und 7 Segler mit rund 35 OOO Brut. __i_L _v ... Qx i. ». -_rr . .» Berlin. 23. Jul«, abend». Artillerieschlacht in iflonder, unvermindert. — Starke russische Angriffe süd- westlich von Dünabura sind gescheitert. - In Ostgalizlcn reiht sich in raschem Fortschritt Erfolg an Erfolg wtb. Sroße» Hauptquartier, 24. Juli 1917 . Westlicher Krieg»sch aop Iay. Hkerrlgruppe «roupria; Rupprrcht. Tle klrtillerieschlacht in Flandern tobt in noch nicht erreichter Stärke Tag und Nacht weiter. Die Erkundung», vorftöbe gegen unsere Front mehren sich. — Zwilchen { dem Kanal von La Lass« und Len» hält da» lebhafte euer an. - Beiderseits von Hulluch blieben nächtliche ufiläcungSuntcrnrhmen de« Feinde» ohne Erfolg. Heeretgruppe Deutscher Kronprinz. «m Ehemin de» Dame» griffen die Franzosen bei «ernh wieder die kampsbewährle 13. Infanteriedivision on. die. wie bisher, keinen Fuß bereit drr von ihr im «»griff gewonnenen Stellungen verlor. Da» au» West- 'ölen und Lippcrn bestehende Infantccicrcgiinent Ne. 55 hat tn letzter Zeit 21 Angriffe der Franzosen zurückge- schlagen. — Aus dem rechten Maosiiscc drangen am 22. ?. Tetlc badijcher Regimenter in den stark verschanzten Eaurterel'Wald ein. fügte» dem Feind schwere Verluste zu und kehlten mit zahlreichen Gefangenen zurück. Oeftlichrr «riegsschauPlatz: Die gesamic Ostfront zwischen Ostsee und Schwarzem Meer sicht im Zeichen erbittkrtec Kämpfe und großer Erfolge der deutschen und vrrbündeten Waffen HeercSsrool dc» Gencrolfeldmorschalls Prinzen Leopold von Baprra Lei der Heeresgruppe de« Generalobersten von Eichhorn griffen die Russen bet Jakobsiadt abends vergeblich an nachdem am Morgen ein Angriff in brritcc Front durch unser Irrnichtsseuec tm Entstehen nicdrrgchaiicn worden 'E, « Dimaburg sührlen sic nach starker ArtillericvKtkiing si Divisionnen fünfmal lief ar- g iedrrt gegen unsere Linien, die voll behaupiel wurden Rach harten Nahkämpfcn mußte der Gegner unter un- geheuren Verlusten weiche,,. - Auch bei Kc.wo stürmte,, die Russen vormittag» eincut in 5 Kilometer Brüte an; sie wurden zurückgeschlogen. Da» Tors Krcwo ist " unserer Hand. Im ganzen hat der Feind udlchvon vmorgon Mil 8 Divisionen, deren Regimenter sämtlich durch Gefangene und Tote in der Front fest' gestellt worden konnten, angegctffen. Rur Trümmer fmo zuruckgckehrt Heereogruppt des ^encralobrrftcn von BöhmErmolli nci Die strategische Wirkung unserer Operationen in r-ltgalizien wird immer gewaltiger Auch vor der nürd »“ r Ä' 0 "‘ weicht der Russe. Vom Sereth bi* in die Waldkarpathrn sind wir in einer «reite von 250 Kilometern ,m Vorwärtrdrüngen. - Unsere sieg- reichen Armeekorps haben den Serrthübergang südlich °n r°7.°p° "kämpft. — Sri Trombowla wurden ° T'iL* Ut M°ffenongriffe der Russen zurückgeworlen. - Podhaier, Valicz und die Linie der Vystrzhea-So- lotwinska sind überschritten. - Die Leute ip bisher "'** iü übersehen. - Mehrere Divisionen meid.' je .i 0 G> Gcsongenen. — Zahlreiche schwere Geschütze b>» zu den grüßten Kalibern. E>sc,bahnzüge voller Vcr- pfleguna und irchießbedorf. Panzcrzügc und stcaslwagcn. Zelle, Baracken und itgliche» Krtc„»qerät sind erbeutet uu° 'egen Zeugnl» ob von dem übecciltc» Rückzug des Hrrrrssront deS Gruerolobrrst Erzherzog Iosrph Der Nordstügel hat sich der südlich de« Dnjestr begonnenen Bewegung angr,chlosscn. - Längs der ganzen stark« Feucrtätigkeit des Gegners. Beide,seur r°elhaeS.Pasik, wurden russisch« Vocstütze abgrwirsen. - Gesteigerte,» Feuer zwischen Trotus und »tuina Tal iolgten in breiten Ab- lchuUten Ver,uche der Rusien und Rumänen, «um An. grffze vorzubrechr». —Fast überall hielt unsire Abwehr- Wirkung den Feind in seine» Gräben nieder. Wo er berauskom. ist er zurückgeschlogen worden. — Hrute früh sind dort nrur Kämpfe entbrannt mit 4 hOO Tonnen Kohle von Amerika nach Italien, die bewaffneten englischen Dampfer .Wtlbcclorce' (3074 T-), mit Erzladung von Algier nach England, und of Eombridge" (3844 To ), mit Stückgut von Alexandrien nach Liverpool. Neue USoolbeine. Berlin, 24. Juli. Im Atlantischen Lzean und tn der Nordsee wurden durch unsere Unterseeboote wieder um 6 Dampfer und 4 Segler versenkt, darunter 1 bewaffneter Dampfer, wahrscheinlich mit Getreideladung.- 3 Dampfer wurden au» Gelcitzügen heron»geschoffen. Die Ladungen dir übrigen Schiffe bestanden, sow.it sie fest^eslkllt werden konnten, au» Kohlen, Lebensmitteln Stückgut, Pferden, Holz und Salz. Seit Beginn dc» uneinglschränkten II Boolkriegc» wurden bereit» über 8 000 000 L ru tto-Regi st er- tonnen de» süc unsere Feinde nutzbaren Handelsschiff» raumes versenkt. nungSpreiS um M 60.— für die Tonne gekürzt. Die AuSführunc.Svori'chriften können erff im August ergehen, wenn die Karloffelanbaustächen feff^ehen und die Aussicht für die kommende Herbstkartoffelernte sich eiaiger- moßen übcu'ehrn 'aßt Aufrecht erhalten blecht b!S auf weiteres d'c jetzige Bcffimmnr q. wonach daS Berfüttcr» von Kartoffeln vribolcn ist. Inwieweit dieses strenge BerfütteruttgSverbot im kommenden Herbst etwa gemildert werden kann, und wie die Rationen und Lieferungsbedingungen im einzelnen festzuletzcr, stnd. läßt ffch erst entscheiden, wenn dar Erg bnis der Herbstkaltoffelernte bcfsec zu übersehen ist. Krieg$u?irircbaYllicbes. ' Dl« Nanslsrlvrklsrqiing Tilr Hat ttJlnfcbaf» labr iqi7-l-lr. Der BundcSrat hat in seiner Sitzung vom 28. Juni 1917 dem Entwurf einer Beiordnung über die Kartoffel Verfolgung für das WutsLaftSjahr 19171918 zuge. stimmt. Die Verordnung gibt lediglich den Rahmen, innerhalb dc,sen demnächst das KriegSernährungSomt, die Reichskartoffclst.llc und die LandeSbehöcden die Ber. sorgung mir Kartoffeln für die Zeit vom 16. Auauft 1917 biS zum 15. September 1918 zu regeln haben werden. Bis zum 15. Äugust 1917 gilt die bisherige Verordnung des Bundesrats vom 26. Juni 1916 . Bet den Beratungen mit den Sachverständigen aller Berufs- grupp.n ist, von ganz weniger Ausnahme abgesehen, durchweg erklärt worden, daß man bei dem Zwange. lieferungSsystem sowohl für Früh, wie für Winterkar- toffein bleiben müsse, da der freie Handel im System der Höchstpreise unter den gegenwärtigen Verhältnissen kur eine ausreichende Versorgung aller Schichten der Bevölkerung mit Kartoffeln kc'ne Gewähr bieten könne. Vorstand des KctegSernäh ungsamtS. der Ecnäb- rungSbeirat des Rerchsrags, Vertreter der Landwirt- fchoft, der Bedarfsverbände und der Ulberichußberirke sind zu dem Entwurf gehört worden und. wenn auch die Meinungcn in, einzelne» auSeinandergingen, so wurde bei diesen Bccatunqen doch üb-rwiegend der U.dec- zcugung AuSdruck^grgcben, daß da» ZwangSliescrungs- ystcm zwar zum Teil wegen organisatorischer Mängel. ,u !-^,ü^l>ßen Teil wegen der besonder» ungünstigen vor- Ö'" ^rntc und Winlerwilte.ung trotz aller Unzu- tläg chke ten, die e» mit sich gebracht habe, aufrecht zu , u " b , ba & "ur Verbesserungen, insbesondere erheblich verschärfte Kontrollen gebeten seien die eine«, scits die Uebcrlaftunq der Erzeuger in einzcln'cn Bezirken u-Uchtigcr EctragSschätzung auSschließen. ander- die Versorgung der Verbroucher wirksamer als bi»^ f t sickern sollen. Auch die Vertreter de» Handels den "gestellt''"" »""überwiegenden Teil aus diesen Bo- Vorschläge, die die ZwangSIieserung aus dem eiuen oder anderen Wege vermeiden wollen sind mit Anregern und anderen Sachverständigen' eingehend »der zu keinem brauchbaren ^^nts geführt. Die 5-ontrolle wird im Wcae der «usiuhrungsvorschrift tn der Richtung geordnet werden Uek,e^"b'n NN x f " ^p'annrvecbänden und bei den leberichubverbandri, seftgeüelll wird, ob bei erfteren der ^'"brauch sich In ben, vorgeschr.ebenen Rahmen bew-at Äercn d"e ^ur" «folgt und ob bei ÄteftÄ-är |> 0 d) der «ll„d.»rat»verördnung bu-TÄlmh" 0 ®i lb Kortoneln ,n dir Wirlschaitskar,, brr L«'r°cht. und d.e Hülsenirüchl, durch die ROch? dt. Bunde-ra.sverordnuna eine s'.ht " Jucker für (fiu«gch,wecke. Die Einkaufs- gefelllchaft für d:.S (8roßh7rzo.Uum Hessen m. b. H. in Mainz hat sorbtn eine neue Obftzuckcrzulage für Ein- machzwcckc an die Kommunalverbändc zur Ausgabe gebracht. Tank der weitschauenden Einteilung, die die EtnkaufSgesellschaft auf Veranlassung deS Gcoßherzog. Heben Ministeriums deS Innern getroffen hat, entfallen auf den Kopf der Bevölkerung rtwa 5 Pfund Zucker. Da außerdem in diesem Monat zum größten Teil die für die 3 Monate Juki, August, September entfallenden MonatSmengcn von je 1'., Pfund gleichzeitig auSge- schüttet wurecn, so erhält die Bevölkerung im Monat Juli etwa 91'/, Pfund Zucker aus den Kopf. Zuzüglich der bereits im Mai auSgcgebenen Obstzuckerzulage von 4 Pfund und der in dem gleichen Monat ausgegebcnen Monatsmengen für Mat und Juni hat somit die Bevölkerung im Großherzogtum Hessen in der Einmach, zeit etwa 15 Pfund Zucker auf den Kopf erhalten. Bei einer Familie von durchschnittlich 4 Köpfen bedeutet dies eine Zuckermenge von rund 60 Pfund, mit der wohl im allgemeinen jede Familie für Einmachzwecke alls ausreichend ver ocgt anzusehen ist. Cirerarifcbes. louptlbtdcr .« « 66 -. «IS ziicger im Westen B-n Cberleurnam Heydemarck. Geheftet 1 Mart, gebunden 2 Mark Verlag von Äugust Dcherl G. m. b. H.. Berlin. Am Morgen des unseligen Tages, an dem unser Fliegerheld Borlckc den Tvd V aterland erlüi, tat er gegenüber dem ihn bcstichenden LchNNsieller und Hauptmann Waller Bloem einen Anspruch, der ihm in den Herzen seiner Fliegcrkameradep sicherlich ein schönes Denkmal gejehl hat. „Es ist recht schade," sagte er u. a., „datz d,e eeffcnlltchkctt nur von uns Kampffliegern etwas weih. An- dere Kameraden haben andere Aufgaben als wir, sehr schwierige, gewichtige Ausgaben, die höchste Hingabe und Aufvpferrnig ver- langen: die Artillerie.Beobachtungssiieger, die Infanterieflieaer usw." Bon diesen Flieger^ die Tag und Nacht bei der Arbeit gnd, un» m aufreibendem, unendlich anstrengendem Dienst die so, außerordentlich bedeutsame Aufgabe der Aiifklarung zu lösen singt dieses Buch ein Heldenlied. Leine Hoheit — der Kohlentrimmer. Die Kriegsheim fahrt des-verzogs Heinrich Borwin zu Mecklenburg. Bon Johann ^ur B allorv r*r» nn» (U ... l « M. zur Blafiow. Bcrlaa von A».gust Scherl G m. b H. Berlin. Brc,s geheftet t Mark. PorzugsauSgabe geheftet Mark, gcbur.den Tchre'biffcharbeü, wem, irnin so sagen darf, sondern eine urwitchsige, kraftvolle Wieder. "" " ... . Wir • . ., -- - muvmujiiik, UUMVUUl WlCOEl« njibc von wirklich erlebten Aber.tcliern. Wir sehen den jungen L pro ha »iS fürstlichem Hause, wie er seinen sportlichen und ,aad lichcn '.»eigungen im ->»idtveslen der Bereinigten Ltaatcn »»nler um dns ln ^ fc ! nc önniC Zähigkeit und Energie etn, r.. L« b r 1 ! ^"lerland zu erreichen. Unendliche Schwierig. !??!^t 1 rmen sich vor ihm auf. Schließlich gelingt es ihm, den Ä?.!!n^"'f^^"lchen Detektiven, die sich die von England aus C .llksevlen 2000 Pfund verdienen rvvllen, zu entgehen ""'.ralen Tnrnpier Europa »u en-k°".men -ci.w Er.ebn.ste ^ Ä '^'^."U-'°°!'!''berD°uw,er nufgebrach. wird. X T nh £ ber t Spannendsten und Aufrrgensten, .vas man für wi^E.^en kann. Das Buch .ft ein schlagende» Beweis da- ^ vaterländische Gedanke alle Deutschen vom Serbien!^wi rfnOfi iU “ , . lcü,en weiter erfaßt hat und bewegt. ES vrroienl ivirklisch gelesen zu werden. «c, antwortlich: Albtn Klein in Giebe». ^arbiä. > orsekrjll-jmLssi^v Formulare zur Anmeldung ihre« Carbidbedarfes durch uns stehen allen Verbrauchern auf Wunsch in jeder Anzahl zur Verfügung. < arbid-KIeinhftndler wollen sich wegen aller hir sie in Frage kommenden Vorschriften mit uns in Verbindung setzen yillgcmcine Carbiä-Verlujfs-S„»llscluJt m.b.Jt. in Jyfagdebnrg, HalhcrNtfidlmtr. H. der nmtlirlien i Arl»id\ erteilnn««(eile. Landwirte oder wer sonst noch arbeitsfähige gute Pferde braucht " ^ I wird ersucht, sogleich nach Eharlouenburg, Stall ' a \ 10 kommen, öniclbfi sind alle .llasien mili acbcn o hn *«ptcic Werbe ans verschiedenen Armeekorps abzu. uw«., »"..deichr lniftu np miizuvrinnen, 2 d,ri,lid,c Äniroqen lowic tfror» tft 1 orbcr "' , l r wird aon stier briorpi, nmip a ^uel H. nö dcgleuer Preise fest ohne Handel; Tages. ?^lmer 'r * sichte <* 2600 , schwerere ca BÖOO, ganz schwere befindet ^ "0 Mk Mmcljähriae Pferde. Der Stall verläna "^^ckt unter dem Bahnhof, -zoologischer Garten. ,»m e,°°?BnfÄrV!^r'.eu"^ »car«üder dem v«up,»«gang -..r,« HX "* T« WIM tobt. ®» Sb der liwptob 0 £ ® M( %({i bauerten. m «W* 7,-i« iinfercnlw Heeresgcup Am Ä interberg zoskn durch daS Feh grgkn unsere neuen der Ansatz einer fci teil. LesNich fitM M (Scncraljc’ Heeresgrut Ter R und Lpsec Hlttesgr! llnfrr btn Bugen ■: bewährte T 5 hcberung i lchsche Ans Höhen des ^ Anglisse de nommen. ! Mworno f tourten ühci Htkttöfro Kmpathtn schritt, noch seine öec Jtinb EhUir ^elften VttttSgk .. 8m i wnr groß Tn rivn*