Al>A! "o. V*anfi , 7 4, i l mit oh 5p Kz Giekencr Bettung Bezugspreis 50 pfg. monatlich vierteljährlich 1,59 Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gießener Zeitung", Gießen. Expedition: Züdanlage 21. Anzeigenpreis 20 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärt- 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deS Zahlungs- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Mein. Nr. 55. Telephon Nr. 362. Mittwoch, den 4. Juli 1917. Telephon Nr. 362. 30 Jahrg. Eine neue große Schlacht in Ostgalizien. 16 russische Divisionen erfolglos in deutschem Vernichtungssetter eingesetzt. Englische Angriffe bei Lens und französische Versuche verlorene Gräben znrnckzngewinnen an -er Standhaftigkeit deutscher Truppen gescheitert. Jlmilicbe deutsche ttgezbericdte. (litt mit gesucht. a chlechtriem, ft, Burbach >.W S'LLiLi ' f\ izeici ichs Ä V ..rcra'X 0e^° r elCr Sr-%öM 5 ss 442 rönnen versenkt. Berlin, 29. Juni. Neuerdings wurden von unseren U-Booten versenkt: 1. In den nördlichen Sperrgebieten 26400 Br.-R.-Tonnen Im Mtttelmeer 27042 Br.-R. T. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Cheltonian" und der bewaffente italienische Dampfer Monte Bello". Soweit bekannt, bestanden die versenkten Ladungen aus Kohle, Lebensmitteln und Holz. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * wbt. Großes Hauptquartier, 30. Juni. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Kampftätigkeit der Artillerie hielt sich bei legncrischec Witterung in mäßigen Grenzen. Sie vec- Sichtete sich durch starkes Feuer nur an wenigen Stellen. Nachmittags brach eine englische Kompagnie, begleitet lon tief fliegenden Flugzeugen, südöstlich von Armentieres in unsere Gräben; sie wurde im Gegenstoß sofort gc° lvorfen. Nachts sind mehrfach feindliche Erkundungstruppen zurückgewiesen worden. Eigene Vorstöße an der User und nordwestlich von St Quentin brachten mehrere Belgier und Franzosen als Gefangene ein. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Gestern früh wurde von bayerischen Truppen nach ivrrkungsvoller Feuervorbereitung eine gewaltsame Erkundung südöstlich von Corbeny durchgesühct. Die Stoßtrupps drangen in 1200 Meter Breite bis in die hin- leren französischen Linien durch und sprengten trotz der Jegenwehr einige Unterstände. Mit einer größeren Zahl lon Gefangenen kehrten sie unbelästigt vom Feinde in hce Gräben zurück — Abends erweiterten westfälische »ikgimenter den E-solg vom Vortage östlich von Cerny. \n überraschendem Sturm nahmen sie mehrere feindliche Jrabcnlintcn südlich des Gehöftes La Bovrelle. Die Kcfangencnzahl hat sich bedeutend erhöht. — Gleichzeitig irifsin die Franzosen zweimal mit starken Kräften bei j5erny an, sie wurden im Nahkampf zürückgeschlagen. — !luch auf dem Westufec der Maas wurde der Gewinn lorn 28. Juni vergrößert. Am Ostteil der Höhe 304 türmte ein ^Zosener Regiment etwa 500 Mctcr der ranzösischen Stellung und bemächtigten sich aus Branden- iurgern und Berlinern bestehende Sturmabteilungen kindlicher Gräben in dcnr von Bethincourt aus Esnes streichenden Grunde. Am 28. und 29 Juni sind hier iW Gefangene zurückgeführt worden. Der Feind leistete lartnäcktgen Widerstand; seine blutigen Verluste sind rhcbltch. Er vergrößerte sie noch durch fruchtlose G.gcn- ingriffe am Südostrande des Waldes von Avocourt sind auf dem Südwefthang der Höhe 304. Heeresgruppe Herzog Albrecht Nichts Wesentliches. Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresfront des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Auf den wachsenden Druck der übrigen Entente- lächte hin beginnt die russische Gefechtstäligkeit in Ost- lolizien den Eindruck beabsichtigter Angriffe zu machen, jj- Starkes Zerstörungsfeuec der Russen liegt seit gestern ins unseren Stellungen von der Bahn Lemberg—Brody itS ju den Höhen südlich von Brzcezany. Bei Koniuchy iliffen nachts russische Kräfte an, die in unserem Ber- nchtungsfeuer verlustreich zurückfluteten. — Auch nöcd- ich und nordwestlich von Luck nahm die russische Feuer- sütigkeit erheblich zu. An der Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph imb vet der Heeresgruppe des Geaeralfeldmarschaüs von Mackensen ft die Lage unverändert. Mazedonische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. O B e r lin, 30. Juni, abends. Im Westen bei Regen nichts Besonderes. Im Osten haben nach starkem Feuer russische Jnfanterieangciffe von der oberen Strypa bis zum Westufec der Zlota Lipa eingesetzt. Der Ansturm brach in unserem Vernichtungsfeuer zusammen. * 36000 tonnen una 1 Kreuzer versenkt. Berlin, 30. Juni. 1. Im Atlantischen Ozean wurden durch eines unserer Unterseeboote neuerdings 8600V Bruttoregistertonnen versenkt. 2. Eines unserer Unterseeboote hat am 11. Juni im Mittelmeer einen unbekannten englischen kleinen Kreuzer älteren Typs torpediert. Aufgcfundene zertlüm merte Boote trugen am Bug den Buchstaben „G". Der Ehef des Admiralstabes der Marine. 9 wbt. Großes Hauptquartier, 1. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Regen und Dunst blieb an der ganzen Front in fast allen Abschnitten das Feuer gering. Einige Eckundungsgefechte verliefen für unsere Aufklärer erfolgreich. Bei der Heeresgrupp e Deutscher Kronprinz versuchten die Franzosen vergeblich, die von unseren Truppen am Chemin des Damcs und auf dem west lichen Maasufer erkämpften Geländevorteile zucückzuge- winnen.— Oestlich von Eecny griff der Feind nach kurzer Feuerstetgcrung dreimal die auf der Hochfläche südlich des Gehöftes La Bovelle eroberten Gräben an. Alle Angriffe wurden blutig abgewiesen Die Verwirrung beim Gegner und die Ablenkung seiner Aufmerksamkeit ausnutzend, stürmten lippische Bataillone weiter östlich die französischen Linien bis zur Straße Ailles—Paissy. — Durch diesen Erfolg erhöht sich die Zahl der von der oft bewährten westfälischen Division in 3 Gefechtstagen gemachten Gefangenen auf 10 Offiziere und über 650 Mann. — Auf dem Westufer der Maas versuchten die Franzosen in mehrfach wiederholten Augriffen uns aus den an der Höhe 304 und östlich gewonnenen Gräben htnauszuwerfen. Im Sperrfeuer und in erbitterten Hand granatenkämpfen wurden sie abgewiesen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresfront des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Dem Drängen der führenden Ententemächte hat sich die russische Regierung nicht entziehen können und einen Teil des Heeres zum Angriff bewogen. — Rach tags über andauerndem Zerstörungsfeuec gegen unsere Stellungen von der oberen Strypa bis an die Rarajowka erfolgten nachmittags kcältige Angriffe russischer Infanterie auf einer Front von etwa 30 Kilometern. Die Sturmtrupp.n wurden überall durch unser Abwehrfeuer zu verlustreichen Zurückstuten gezwungen. Auch nächtliche Vorstöße, bei denen die Russen ohne Artillerievorbereitung ins Feuer getrieben wurden, brachen beider- seits von Brzezany und bei Zwyzyn erfolglos zusammen. — Der Feuerkampf dehnte sich nordwärts bis an den mittleren Stochod, nach Süden bis nach Stanislau aus, ohne daß bisher dort auch angegriffen wurde. — Zwischen den Ka pathen und dem Schwarzen Meer keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front: Auf dem rechten Ufer des Wardac schlugen bulgarische Vorposten bei Alcak Mab den Angriff eines englischen Bataillons ab. Der Erste Generalquarriermeister: Ludendorff. Berlin, 1. Juli, abends. Im Westen geringe Gefechtstätigkeit. Morgens ist ein englischer Angriff bei Lens gescheitert. — Im Osten führten Angriffe der Russen bei Koniuchy, sowie um Zlota Lipa und Rarajowka im Laufe des Tages zu neuen Kämpfen. * 24 200 tonnen versenk». Berlin, 1. Juli. Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im nördlichen Eismeer und in den Sperrgebieten um England wiederum 24200 Bruttoregistertonnen versenkt. Der Chef des Admicalstabs der Marine. . * wtb Großes Hauptquartier, 2. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nur in wenigen Abschnitten zwischen Meer und Somme steigerte sich der Actilleciekampf. — Während Eckundungsvorstöße der Engländer östlich von Nieupoct, bei Gavrelle und nordwestlich von St. Quentin scheiterten, gelang es einigen unserer Sturmtrupps in der Usec- niederung nördlich von Dixmuiden durch Ileberfall dem Feinde erheblich Verluste zuzusügen und eine größere Anzahl Belgier als Gefangene einzubcingen. — Früh- morgens und von neuem am Nachmittag griffen Engländer westlich von Lens an. Sie drangen an einigen Punkten in unsere Linien, sind jedoch durch oberschlcsische Regimenter im Nahkampf, bei'dem wieder 175 Gesangene und 17 Maschinengewehre von uns einbehalten wurden, überall wieder geworfen worden. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Rach starker Feuervorbereitung setzten die Franzosen am Chemin des Dames neue Angriffe gegen die von ihnen südlich des Gehöftes La Bovelle verlorenen Gräben an. In Kämpfen, die am Osthang der Hochfläche be- sonders erbittert waren sind sämtliche Anläufe des Gegners abgeschlagen worden. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine Ereignisse von Belang. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die russischen Angriffe am 1. Juli zwischen der oberen Strypa und dem Ostufec der Rarajowka führten zu schweren Kämpfen. — Der Druck der Russen richtete sich vornehmlich gegen den Abschnitt von Koniuchy und die Höhenlinien östlich und südlich von Brzezany. Zweitägige stärkste Artillerievorbereitung hatte unsere Stel. lungen zum Trichterfeld gemacht, gegen das die feindlichen Regimenter den ganzen Tag über an- stürmten. Das Dorf Koniuchy ging verloren. In vorbereiteter Riegelstellung wurde der russische Massenvyr- stoß ausgefangen, neue Angriffe gegen sie zum Scheitern gebracht. — Beiderseits von Brzezany wurde besonders erbittert gekämpft. In immer neuen Wellen stürmten dort 16 russische Divisionen gegen unsere Linien, die nach wechsilvollem Ringen von sächsischen, rheinischen und osmanischen Divisionen in tapferster Gegenwehr völlig behauptet oder im Gegenstoß zurückgewonnen wurden. — Die russischen Verluste übersteigen jedes bisher bekannte Maß. Einzelne Verbände sind aufgerieben. — Längs des Stochod und am Dnjestc hielt die lebhafte Feuertätigkeit der Russen an. Röcolich der Bahn Kowel —Luck brach ein Angriff des Gegners vor der Front einer österreichisch-ungarischen Division zusammen. -- Bei den anderen Armeen keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. « Berlin, 2. Juli, abends. Im Westen nichts Neues. — Im Osten sind bei Koniuchy russische Angriffe zusammengebrochen und^ weiter nördlich neue Kämpfe entbrannt. ff Konvoi." tC-imr f in »nfrkliNmS Mittel gl-it» ».«*»<« Mit ihren U - Boot- Bernichru ngSmi rre l n haben die Gegner bisher arges Pech gehabt. ^ . Minen: Vergeblich. Unsere ® arwK * u ^ ^ Stacheldrahtnetzc TaS } li ' nicht absperren: wo sie lagen licp nch uermn..n und solche Stetten ließe.. «ich. wn rrr i ... , r.i Torpedoboots^ r: rcr strengung, aber alles oerac-st:-i ^ Evijons teke»elcttrol^t,i^cs tf ;t : r ^ » rcn: Bluff. Unsinn Holzschiffe Zu tofwmfl tin» bei Stande der deutschen Eäcmie auch ,n ».ii.' Ausführung lange Monate erst rder.'..) Ltahlschisfe mir o.-len ..'-or. . ^ - unerprobr. für Ausführung lang.' Monate erlvrccrtich Ea sotten Geleitzügc ..Konvoi sakrtcn Krisen Man wollte die Handelsschiffe Lujammen unter starker Kriegöschlstdedeckung fahren !2s!7i rr ;C V* - dachten sich Die Lache so . Mag e« einem U Booi mc^ leichl gelingen, sich einmal an eine» ,o che» ^Ueuzug tzeran/uvirsche» und ein Lpser zn ersassen so s'Nd ,'vlor: Die mit allem modernen Bernichtung^iiialecial. mit Suchanker». Netzen »nD Wasserbomben auSgerüne. len Bewachungrsahrzeuge zur stelle. Ta« U-Boot, wenn ei auch der «ermchlung entgehen sollte wird zu keinem zweiten Angriss kommen können und der itzrleitzug laust ichlietzlich mit g«ri ngem «erlust und mit Vorräten für Monate hinaus in den Oasen ein Nicht schlecht gedacht! Vielleicht, daß der Rückgang der U°Boor»Erfolge im Mai zum Teil aus dieses neue System zurückzuführen war. ~ nriÄ gefct aber hilft nichts mehr. L,ie Praii^. zeigt die Schattenseiten des Gedankens: Das Z u f a m m e n f a h r en ist ü b c r a u * schwierig: Befindet sich in dem Schiffszuge auch nur ein Schiff, das von den anderen m feinen yahr- etgenfchaften. Schnelligkeit ufw. abweicht, so stelgern sich die Schwierigkeiten eines Zusammenfahrens fo gleich außerordentlich: besteht der Verband '/us mehreren. in ihren Eigenschaften voneinander abweichenden Schiffen, so ist ein einigermaßen ge,chlo,scneS Zusammenfahren kaum noch denk bar. birgt vielmehr Gefahren ernstester Art :n sich Eine solche Verichie- denheit der einzelnen Schiffe eines l^elettzuges wird aber die Regel fein, denn der Handelsschiffbau hat bislang auf diese Gesichtspunkte naturgemäß keine Rücksicht genominen Jedenfalls fehlt tue Stiche Höchstgeschwindigkeit. mit der die gefährliche U-Boot-Zone -och durchfahren werden muß. _ Amerikanischer Schwindet abgetan und, WAuch der ln der kurzen Oeirspanne von nur l'. Stunden 0 Prozent dcr -chisse in die Ticke sandte. Die gegnerische Dresse balle behauptet, es sei ei» Iransport von 7V Schjstcn Getreide in Liver pool aiigekommen. Wir wissen, das, die eiigiliche» Geleitziige ans etwa 1000 Meter LchiffSabsland zu sab ren pflegen. Auch ein solcher Abstand erscheint noch al» Wagnis, besonders bei Nacht, wo die schiise im ttiesabrgebiet ohne Lichter fahre» Zu al! dem tritt noch die Schwierigkeit beim Kursändern eines unter Umstände» recht lang gestr.-ckten Perbandes. Welche Länge ein solcher Geleitzng unter Umständen erreiche» müßte ergibt die Erwägung, daß der fatnofe erwähnte amerikanische <»etreidetran»port. vom erste» bis zum letzten Schis, gemessen, säst 7« Kilometer bedeck, haben müßte. Ein solcher init seiner kilometerlonge» Rauchsahne mi, höchstens 10 Seemeilen Geschwindigkeit sich etnherwindende Heerwiirm. der gut gerecklnet l> Stunde gebrauchen würde, um einen beliebigen festen Punkt zu passieren, hätte gewiß nur sehr geringe Möglichkeit. das Sperrgebiet unbemerkt zu durch queren. Und wir greifen ja auch mit Erfolg hinein: So haben die Geleitzügc nur einen recht beding ten Wert, und sie werden verhältnismäßig um so sicherer fahren, se Neiner die Zahl der Schisse nt Wie groß auch dann ?\odi die Gefahr ut, beweist die kürzlich durch unseren Admiralstab bekanmgeyebem Leistung des Oberleutnants zur See Klatt. der in ein England wird nervu*. - c ci- Preise äe» Zeitungslvcde Rorthcliff«- wild lingrdvidig. Ti.'jes Mai ist es nicht ge Tim»s- die gegen die «da-tral ät . i ! wildern fein Londoner LttagcN'^.ira- 7 .. i Tatt Mail Xarui ickreibt tooat r" ^ie schweren folgen der Unfähigkeit der ein nZrttameS Mittel voe» den 'v'triea . finden.' werden allgemein noch Nicht r.» ... Regierung täte gut. etwas mehr von c - - - ib’c bc.auszulaffen. Man muß ohne weiteres rnnben daß die meisten unserer gegenwärtigen Lck'wieri.-leiten an de m Mangel an Schlisse a» m Uratn dessen d-upnirsache der N Boo,krieg in We.l ,, irf, an Schlijcn fehlt beginnt cl .cknell an allen tu «eb,<». aber am meiiten an *e°,. Zu vui.rie in Lancasbire wild ha.,p„achl,ch dadurch be. droht, daß nicht genng -ch.fle odrhanden die Aohbaninwolle ei»i»führen und die irrt,gen ^ ,111,1- roolÜDoren auszuführen. lische Arbeitswoche oder ihre Gatten! Kurzum. streiken für Wiederherstellung des Friedens.' Malonaye lSeine-Znf.). 1. Juni 1917. Wegen der großen Streiks bat man Truppen »auch Kürassiere von Sl. Sermain!) nach Paris ge fandi. adcr die Soldatei» haben sich geweigert, aus das Volk zu schießen.' . ^ . Paris. 29. Mai 191/. Sei versichert, hier in Paris gart es immer mehr die Streiks vreiren sich weiter auS. außerdem will man die .PoUuS nicht in den Schützengraben zurück, kehren lassen und verbarrikadiert die Bahnhöfe.' Das klingt etwas anders als die triegsdegei- sterren Rhapsodien der Boulevardblätter. ^ I Deniselos' Rachedurst. 24 219» Bruttoregistertonnen. Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im nördliche» Eismeer und in den -Sperrgebieten um England wiederum 24 200 Bru.roreg.stertonneN per- 'Unter den versenkten Schissen besanden sich die dewossneten englischen Tampser . MasrionetH- s. -, Tonnen), mit Kohlen nach Ruyland. ..Perla Tonnen), mit einer großen Anzahl von Aittomobtlen und Kohlen nach Rußland der bewa 'nett ru„.,che Tamvfcr ..Algol" (2223 Tonnen), mit Kohlen und großen Maschinen nach Rußland, und ein unbekannter t^beladener. bewaffneter Dampfer; zwei wettere Dampfer wurden aus einem Geleitzügc hcrau^ge schossen. Zwei der versenkten Segler hatten volz ge laden. Ein Geschütz wurde erbeutet. _____ Ct l grauen- und Urlauber-Tumulte. Aus sranzi.ischen Briefen. Zahlreiche bei französischen Gefangenen^der jüngsten Zeit gefundene Briefe lassen die trübe Snmmung und die Erregung des französischen Volkes erkennen das. seit Zähren von seinen Machthabern über seine wahre Lage geflissentlich gerauscht, nun nach dem Lckieitern der Frühjahrsoffensive und unter dem Truck des deutscheir U-Boottrieges die ichlinnne Wlrk^ lichkeit zu erkennen beginnt. Wir bringen uachitehem. auszllgsweife eine kleine 'Auswahl von Briesttellen. d"e ein grelles Licht auf die augenblicklichen tat»äch lichen Verhältnisse in Frankreich werfen: Paris. 29. Mai 1917. „Tie Streikbewegungen setzen hier von neuem in sehr ausgedehntem Maße ein. auch besonders viele tu tauber beteiligen sich an den Tumulten und UniMgen der Frauen. Zn den großen Magazinen tPrlntemps. Louvre usw.) wurden furchtbare Verwüittmgcn ange richtet. Außerdem in den Straßen eine groye Zahl von Schaufenstern demoliert. Tavon dar» natürlich in den Zeitungen nicht gesprochen werden. Wenn das . so weiter geht, haben wir binnen kurzer Zeit Revolution." . . ini - RainvilierS (Paris). 3. Juni 191. ..Ich glaube, der Urlaub wird wegen des Streiks in Paris gesperrt, denn viele Urlauber haben sich den demonstrierenden Streikenden angeschlossen." ^ Paris. 1. Juni 191« ..Täglich neue Streikbewegung: die Frauen ver langen t Franc Verpflegungszuschlag pro Tag. eng «cr nicht pariert. w»rd ci»-espcrrt Tie Regierung beschloß, alle für die Dezem-^ .'er reig nisse verantwortlichen Personen straf rechtlich zu verfolgen. Für Minister werden keine Ausnahmen gemacht Damit sotten also atte. die im Tezember ihr griechisches Vaterland gegen die französischen lieber griffe verteidigt haben, gerroifcn werden! Und Veni- sclos selbst kann damit auf sehr einfache Weise atte seine volitischen Feinde kaltstellen! Tie „Setdnbestimmuug ver Neiuen Ratianc« hat auch Llond George in seinen Reden der letzten Tage deaandclt. Er erhält auf diese freche Täuschung der Welt eine gebührende Antwort im ..Neuen Wiener Tagdlatt': ..Griechenland ist nun ganz und gar den W e st m a ch t e n verfallen. Tas ist die Selbstbestimmung des Schicksals der Völker, die soeben Lloyd George in tiradenhaftestem Ton aufs neue ver kündet. Es gibt keinen drastischeren Beweis für die Vertogenhen der englischen Politlk als gerade das Schicksal Griechenlands Zu Sklaven will Eng land alle Neutralen pvssen. es scheut kein Mittel. Ruß land zu neuem Kriege zu treiben Tie Volker sehnen sich nach Frieden, aber Lloyd George schiirt den Blut raus ch." 4 Ter griechische König Konstantin traf mit Fa- milie und Gefolge in St. Moritz ein Eine große Volksmenge. Gäste des Ortes, sowie amtliche Vertreter der Gemeinde und des .Kurvereins bereiteten den von Hergün kommenden einen freundlichen stillen Empfang Aligemeure äeriegsnaryrrchten. Tas Eiserne Kreuz. Ueber die Verleihung des Eisernen Kreuzes er- fahren wir von zuständiger Stelle . ..Bisher srnd an Eisernen Kreuzen verliehen worden 49 909 l. Klaste und 2 200 500 2. Klasse. Hiervon entfallen auf die Heimat 11 1 Eiserne Kreuze 1 Klasse und 3543 2. Klasse, ferner 144.» Eiserne Kreuze 2. Klasse am schwarz weißen Bande. Das heißt mit anderen Worten: auf rund >00 Eiserne Kreuze, die im Felde verliehen werden, kommt l Eisernes Kreuz für Heimatverdienst. Ein Vergleich der Verleihungen in der Front und in der Etappe zeigt, daß das Verhältnis hier 0.8 Prozent beträgt, o h auf 12f, Eiserne Kreuze in der Front kommt eins in der Etappe.' » Bor neuen schwersten Masscn»'»lngriffen. Tie Engländer sieckeu hinter den neuesten Offen siveu der Russen, und so ist damit zu rechnen, daß noch stärkere russische Kräfte als bisner in die Erfchei- nung treten, für diesen Angriff bercngestettl sind. 4a« für spricht anch die Tatsache, daß »ich die '.ürkttierie kämpfe beiderseits des bisherigen Schlacht selbes ausgedehnt haben, und zwar nach Norden bis Luct und nach Süden bis Ltauislau Tie ^ffeistive erfolgt mir Zusti.nmung des Arbeiter» u it d S o l d a l e u r a t e s und nach langer Borbereitung. Man erhoffe von einem Erfolg einen weiteren Um fchwuna in der Stimmung des Heere und deste»^ Ge neigtheil zn einer allgemeinen Offensive. Die ent Scherz und Ernst. tf itzeldhamsterer auch in Frankreich. Auch in Frankreich hat man die Beobachtung gemacht, daß feit Beginn des Krieges die Oseldmünzeu nach und nach aus dem Verkehr verschwinden. Den Anfang machten die Goldstücke, denen d^rs Silber folgte, und jetzt i,t sogar ein Mangel an Kupfermünzen eingerreten. und awar in einem solchen Maße, daß aus einer Unannehmlichkeit schließlich ein GcschästShindernis entstand Hunderte von Straßenbahn-Fahrgästen in Paris mü»scn wieder auSsteigen. da sie nicht das »tötige Kleingeld zur Bezahlung der Fahrgebühr haben, und die Scha,, nerinnen (denn es sind nur noch Frauen und N.ädcheit angestellt) sich weigern, größere Betrage anzunehmen. weil eS auch ihnen an der nötigen Münze fehlt Man hat zahlreiche Gründe für das Verschwinden von Münzen hervorgesucht. Zuerst behauptete man. die Deutschen, denen da- Kupfer ausgcgangeu fei. hatten die Kllpfcrmünzen aufkaufen und insgeheim a»tS dem Lande schmuggeln lassen. Tann schob man die Schuld den vielen Sammlungen für wohltätige Zwecke zu die Bank von Frankreich erklärte jedoch, daß derartige Santmlungen ihr zuflieheii und die eingelieferten Gelder dem Verkehr wieder angeführt würden ohne daß man deren Verteilung. abwarte. Ter wahre eirund, daß bei weitem nicht dieselbe Zahl von Fünffrank, stücken in Zirkulation ist. wie vor dem Kriege, fcheint aber darin zu liegen, daß da. wo schlechtes Geld — in diesem Fatte Papiergeld — im Umlauf ist. das gute Geld von dem schlechten verdrängt wird Auch er. fordert die Bezahlung der Tr»tppeu. die 5» Sou (l Sou 5 EentimeS. ist ein Kupserstück den Tag er halten, große Vorräte Neiner Münzen Andererseits unterliegt es keinem Zweifel, drih Leute, die im Besitz von Gold- und Silbermünzen sind, diese senbalren und sich mit Papiergeld behelfen: auch sammeln viele die Kupserniünzen. um sie mit Profit an Gejchail< leute zu verkaufen, die ohne diese nicht auSkvmnien kvnnen ^ . tf 114 Fahre Gefängnis rur einen Ad'vcnnvcn '* -. " — - * 1 - - :ü- lomone. mußte in Perugia aber mal 7 in con'umactam verurteilt werden. Er Hane eiiien GulSbeiiyer aut» gefordert, mit Geld an einer bestimmten -teile zu erscheinen. Zetier. ein muriger Manu kam auch, in Begleitung einiger Freunde. doä> ohne Ge D Tarauf |d)Oß ihn Farlla Pinlone. bei besten Auolia -»e andern davonliejen. ohne weiteres Nicker und de.estigte an dein Hute des Tolett den üblichen Zettel, er habe gehandelt, weil er kern Geld dctommen hätte. Seitdem ist er ver» schwunden: man glaubt, er sei nach Amerika ausge , Käfers in Teutjchland selbst würde aleichbeaeulend lein mit der Vernichtung des derus.i.cn Kartoflelbaucc. auf dem die Ernährutig eines großen Teiles der ^evolke» rulitz vorzugsweise beruht. Es ist daher dciligend not» wendig, daß Käser. Larven. Eier und Puppen, iveun sie entdeckt werden, sosort mit allen Mir.ein vernichtei werden. wandert. Das Urteil lautete auf 19 Fahre Ge.ängnts. Damit ist die Rechnuitg seiner Strafen für Morde. »I» , -- -. - Mordversuche und Rauvanfälle auf insgesamt I!-» Fahre angewachseii. was aber Failla-Mulone nickt hindert, als freier Mann die Welt zu durchstreifen. Berliner Hitzefenfzer. Bei dieser Hitze In Hemd und tzos'. Drückt jede Mütze. Das wäre famos Sogar unterm Strohhut Doch stecken wir leider Bildet sich Lohglut. Zm Zwange der Kleider. Mit dem Hut in der Hand Die drückende Atodc. Geh' ich aufs Land. Die macht mich marode. Den Schlips und den Kragen.Zch schwitze w»c'n Schlauch: Warum muß ich die tragen? Kein tühlender Hauch: Warum zieh' ich nicht auS Weich wird der Asphalt: den Rock, diesen FlauS? Warte nur. bald ES war' wohl das Beste. Schmelze ich auch! Zch ^ing' ohne Weste. Balthasar Kaspar. tf. Lanvlvirte. achtet, auf dc», Uartoffeltafer'. Der Kartoffelkäfer, in Amerika unter dein Namen Kalorado- käfer besonders bekannt, hat dem dortigen Kartoffel, bau unermeßlichen Schadeii zugefügt und deii Anbau dieses Hauptnahrungsniittel in Amerika stellenweise uit möglich gemacht. Seine Einschleppung nach Deutsch, land mutz daher nach Kräften verhüte: we^"den. Der Käfer lebt porzugsiveise auf der Kartoffelpflauze. deren Blätter ihm in seinen Larven zur VLahrung dienen Er in durchschnittlich l Zentimeter lang, von ovalc,., Umriß und von rorgeiber Grundfarbe. Die lichrgelb gefärbten Flügeldecken zeigen elf schwarze LängSsttcifen. Die roigelvcn Eier sitzen zu zehn bis zwölf an der UnHerjeite der Kartofjelblätter Eine Verbreitung des Verkäufer dcr Broin,arten ES sind jetzt gerade 100 Zabre der, daß unsere Vor fahren auch eine fchstmmc Zeit des Nahrungsmangels gesucht Süddculfchland. dte Maingegendenden. Die Rhein- lande und Westfalen: eine große Sterblichkeit unter dem Bied kam da-.u UcbrigenS l,tt iMtcr dem Mißwdr mcvt nur Tcutschland allein, es wurde auch Frankreich vetroi- ien und die Engländer .durchftöderten damals atte Markte der Welt biS Odessa nach l^eirride.' — Mißverstanden. ..Kamerad, lch habe un Ver- traueii gesagt — dlaueS Blut!" ..So. Du. ich he.b' Blutreinigungsvilleu. otei- leicht helfen die dagegen." . . , 4 . Helden,,cb Als »nein Jahrgang von der Au» h ^ ' "'L - 98« J, 1 ?! 7. Qu Bech P ' mmf t Nto&SStB !-L "»■ kd»,^ ^esherrt. ^ b\e n\ ■ JN°nef ft 4 .' 1 " 8 fe < n f e => seymyen VLutverluste der Russen werden den neuerwachten Kr.iegStaumel hoffentlich schnell ersticken. ine »den! aBeiie^U $££*■ e Au- \\\ nun lm "Neuen len Ä ">'d : Ä t v l - ft die s-m, ■' de« weben 4oat, T i iüt »« flnh! ate . Suade U Km Mi^l, Rul sehnen Nchurbden Blutrat in traf mit Fetz een -4, p rtmwÄf ? r ^ c mt 'vöhnlichen Einnahmen ein Fehlbetrag von 2> . M:l < . Etreter - iliarden. der durch neue Steuern gedeckt werden n Frankreichs Schuld 92 Milliarden. Nach den amtlichen Feststellungen beträgt di- Schuld Frankreichs augenblicklich 92 Milliarden Francs *?3 Milliarden Mark, die Zinsen allein betragen -l' - Milliarden. Außerdem muß man künftig jährlich 1 Milliarden für Pensionen und 3 Milliarden für Zivilausgaben. ungerechnet die Ausgaben für soziale Fürsorge, also zusammen 91/2 Milliarden, veranschla gen. Bei Deckung dieser Ausgaben verbleibt bei ge- $ bereiteten den von rn stillen Eingang. \ || uz. fernen Kreuzes er- e'. .Bisher sind an en 49tz00 1. Klasse ©eimat 117 Eiserne Klasse, ferner 1445 Mrz-weißen Bande, ruf rund 500 Eiserne n werden, kommt 1 st. Ein Vergleich der in bet Etappe zeigt, . mup. Dabei steigt die Schuld rapide: Nach Lyoner Blättern führte im Haushaltsausschuß . bei den Erörterungen über die Haushaltszwölftel der General berichterstatter aus, die Ausgaben betrügen insge 'samt 9 843 OOO 000 Francs, denen nur 1 f00 000 000 Francs wirkliche Einnahmen gegenüberstäudeu. Tie - Lck)uldvermehrung beträgt also monatlich 8 Milliarden Francs — ca. 6 V 2 Milliarde» Mark. Französische Schwierigkeiten in Marokko und Algier. E Lyoner Blättern zufolge erklärte Kriegsminister Painleve im Heeresausschuß. die Lage in Marokko und Algerien lasse big ans weiteres keine Abgabe von »kolonialtruppen' aus diesen Gebieten au die Westfront zu. 11 Konimis Voyageur für den Krieg. m «* viurrv 0 »■»*, Der „Manchester Guardian" berichtet, daß die omt beträgt, 0 . - englischen Minister im Laufe des Juli politische Rei- Frout ImxeX eins > w w dein nichk l8 ainM 1 < .-nfs alle 10 SeP olel- oer Seite - ^ i)&' ;flD, llh tc etni9 url9! S3f-i «gs"»I:* agt.ÄS°ä>'^ jlbreise der Abgeordneten des Arbeiter- und Solda- ieirrates nach Stockholm zusammen. Die Kundgebung >nird die Wünsche der Arbeiter und Bauern nach einem allgemeinen Frieden, schneller Einberufung der verfassunggebenden Versammlung und Sicherung der demo- kr«tischen Formen gegen die Reaktion zum Ausdruck bringen. — Die Petersburger Garnison beschloß, nur uni Kundgebungen, die vom Arbeiter- und Soldaten- i'crte gebilligt sind, teilzunehmen. Die Garnison miß- bl.lugr die Kundgebung der Bolschewik!, der kommu- »i lchen r^rredensradikalen um Lenin. Nahrungs-Ratiottierung in Rußland. Lie Revolution lernt sehr'schnell. Ihr Verpfle- gu-ngsauvschutz hat angeordnet, daß die Inhaber vir sanken, Kaufläden, Fabriken, Werkstätten, Gast- yailsern und anderen geschäftlichen Unternehmungen ihm in bestimmten Zwischenräumen alle Vorräte an Lebensmittel, die sie besitzen, genau auzugeben haben * Kleine Kricgsnachrichtcn. " Der bekannte rumänische Staatsmann Titu Ma- jorescu ist nach kurzer Krankheit im Alter von V Zähren gestorben. — Ter Verstorbene war ein wich- Uger Parteigänger des Teutschsreundes Peter Earp. Zu Holland sind drei deutsche und drei englische Sachverständige auf dem Gebiet deS Kriegs- g e f a n g e n e n w e s e n s eingetrosfen. um über den ^ u s t a u sch von Internierten und Kriegsgefangenen und über ähnliche Fragen zu verhandeln. " In Berlin ist ein Höchstpreis von 15 Pfg. für das Pfund Frühkartoffeln erlassen worden. Aus Oesterreich wird eine Minister-Auskunft verbreitet, daß die Ernteaussichten in beiden Teilen der Monarchie sehr günstig sind, so daß die Versorgung für das nächste Jahr als gesichert bezeichnet werden kann. Politische Rundschau. — Am Sonntag traf das österreichische Kaiserpaar nebst Gefolge, von München kommend, zum Besuch des württembergischen Königspaares in Stuttgart ein. Tie Fraktiousführcr beim Reichskanzler. Tie Besprechung der^ Parteiführer mit dem Reichskanzler hat begonnen. Sie gilt der Vorbereitung der Reichstagsverhandlungen. die Dienstag mit der 'Sitzung des Hauptausschusses ihren Anfang nehmen. — Tie erste Vollsitzung des Reichstages ist für den Donnerstag an- beraumr. Auch das „Berl. Tageblatt" meint dazu: „Wenn auch bestimmte Entscheidungen noch nicht vorliegen, so ist doch mir Sicherheit anzunehmen, daß der K a n z l e r auch diesmal, sei es im Haushalrs- ausfchun. sei es im Plenum, zur allgemeinen mili- törischen uud politischen Lage, insbesondere auch zur ^Antwort auf die jüngsten Reden Lloyd Georges, das Wort nehmen wird." Tie Parteiführcr-Bcratungcu beim Reichskanzler dauerten fünf Stunden: es wurden alle Fragest der inneren und der auswärtigen Politik erörtert, wobei die Parteien sehr ausgiebig zu Worte kamen. :: Elsaß-Lothringen. Ein in Elsaß-Lothringen lebender Holländer betont in einer Zuschrift an den „Nieuwe Rvtterdamsche Courant", daß 95 Prozent der elsaß-lothringischen Bevölkerung deutsch denkt und spricht, und bemerkt, daß es unter den oberen Klassen einige Damen und auch Herren gibt, die französisch sprechen, beweise noch nicht, daß das Volk französisch ist. Ebensogut könnte mau sagen, daß Holland französisch sei. weil einige Familien in dem Haag es für „fein" halten, französisch zu sprechen. :: Wieder mehr Brot und weniger Fleisch soll es nach einer Mitteilung des badischen Ministers des Innern vom 15. August ab geben. Tort wurde auch mitgetcilt. daß die Viehzählung am 1. Juni trotz der Gewährung von Flcischsonderzulagen überraschenderweise nur eine sehr geringe Abnahme des Rindviehes ergeben habe. Die Abnahme des Schweinebestandes sei etwas größer, was aus die vielfach vorgenommenen Hausschlachtungen zurückzuführen sei. * * Spanien: Spanische Häfen und U-Boote. £ Ein deutsches U-Boot war in den südspanischen Hafen Cadix eingelaufen. Darob gewaltige Aufregung in der Vielverbandspresse. Jetzt' hat der König ein Dekre t unterzeichn'et, durch das den U-Booten der kriegführenden Mächte die Fahrt in den spanischen Gewässern und das Anlaufen spanischer Häfen verboten wird. Solche U-Boote werden für die Tauer des Krieges interniert werden. ° Frankreich: Ein General Ministerpräsident? ; Da befände sich das ausgeblutete Frankreich also richtig auf dem Wege zur Militärdiktatur: In französischen parlamentarischen Kreisen verlautet, daß da« Endergebnis der Sitzungen eine Kabinettsunstul- dung sein werde. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde Kricgsminister Painleve Ministerpräsident des neuen Kabinetts werden, denn Painleve habe sich durch seine klaren Exposees und neuen Anordnungen in den Oberkommandos die breiteste Unterstützung.gesichert. Persien: Scharfes Auftreten gegen Rußland. % Nach dem Petersburger Kadettenblatte „Rjetsch". das dem gestürzten Englandagenten und ersten schnell verschwundenen Außenminister der Revolutionsregierung. Miljukow, gehörte, fordert die neue persische Regierung die sofortige Abberufung der russischen Truppen, Aushebung der von Rußland früher erpreßten militärischen und wirtschaftlichen Konzessionen und die Beseitigung der Kapitulationen. China: Es wird immer toller. % Die japanischen Quertreiber lassen jetzt gar die Mandschurei-Dynastie wieder aufleben. Der General Tscbang-Schun. der Führer der Militärpartei, suchte nach einer Reuter-Meldung am 1. Juli um 3 Uhr morgens den Präsidenten auf und verlangte seinen Rücktritt, wobei er ihm die Meldung machte, daß der Mandschaukaiser Hsuan-Tung den Thron wieder bestiegen hat. BoUswutschaMches. Berlin, 2. Juli. Die abwartende Haltung der Spekulanten dauerte nach den letzten Meldungen an den nordamerikanischen Getreidemärkten an, infolgedessen sind dort keine Veränderungen eingetreten. Heber unsere Rohstoffversorgung hat sich in einer Versammlung in Frankfurt a.. M. ein Redner folgendermaßen ausgesprochen: Unsere Schwefelkieslager deckten nicht nur den Bedarf Deutschlands, sie reichten auch noch aus zu Lieferungen an das neutrale Ausland. Viele einheimischen alten Erzläger seien wie- , der nutzbar gemacht worden und zeigten sich hinreichend ergiebig. Unser Bedarf an Waffen, Munition und Kleidungsstücken sei auf lange Zeit hinaus so reichlich gedeckt, daß ein neue- Rustungr- und He»sOr- gungsprogramm aufgestellt werden könne. Zur Kohlenfrage äußerte der Redn... daß mit einer beträchtlichen Erhöhung der Förderung nicht zu rechnen sei. daher müsse durch die äußerste Beschränkung des Kohlenverbrauchs im kommenden Winter gespart werden. ^ Zur Förderung der Schweinezucht wird die Heeresverwaltung zunächst etwa 50 000 bis 70 000 ^vtuck ^zungschweine im Gewicht von etwa 35 Kilogr. und mehr aufkaufen und in die Staatsforsten in Herden von 100—150 Stück eintreiben. Loraces. A Erhebliche Verbesserung der Kohlcnvcrsorgung. Wie mitg.tcilt wird, sind zum Zwecke der Kohlenförderung Maßnahmen getroffen lvorden. die eine erhebliche Verbesserung der Kohlenversorgung für den nächsten Winter mir Sicherheit erwarten lassen. A Postschrckverkchr Die Erkenntnis von der Notwendigkeit. den Goldbestand der Reichsbank zu schonen und dafür ln möglichst weitem Umfange den bargetd- losen Zahlungsverkehr zu fördern, bricht sich immer mehr Bahn. Einen Gradmesser hierfür bildet die Entwicklung des Postscheckverkehrs. Bei den Postscheü- ämtern des Reichs-Postgcbietes sind im Juni auf Ueberweisungen wöck)entlich im Durchschnitt 540 Millionen Mark, also weit mehr als eine halbe Milliarde Mars, den Postscheckkonten gutgeschrieben worden gegenüber 300 Millionen Mark auf Zahlkarten. Der Ueberweisungsverkehr war mithin um ein Drittel stärker als der Zahlkartenverkehr. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Zahlkartenverkehr mit 280 Millionen Mark den Ueberweisungsverkehr noch um 20 Millionen Mark überstiegen. 1014 sind die entsprechenden Zahlen ftir Zahlkarten 205 Millionen Mark und für Ueberweisungen 150 Millionen Mark gewesen. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich die dem Post- scheckverkehr noch fernstehenden Kreise entschließen würden. zur Einschränkung des Bargeldumsatzes dem Poft- scheckversahren beizutreten. Sie erfLllen damit eine vaterländische Pflicht. A Zur Papiernot schreibt der „Berl. Lok.-Anz ": „Im Lande der Papierindustrie ist Papiernot entstanden. so unglaubhaft das klingen mag! Wir sind ja an das Versagen der zivilen Kriegsstellen in Deutschland nachgerade gewöhnt, aber ein so vollendetes Fiasko wie in deS^lriegSbewirtschaftung des Zeitnngö- papierS ist noch nicht dagewesen, denn es ist nun glücklich ein staatsgefährlicher Zustand geschaffen worden Wenn es so weiter Kruge, lvürde in Deutschland eine Art Einheitszeitung entstehen, in der nur noch die amtlichen Auslassungen gerade Platz fänden, also ein ganz wirkungsloses Instrument. ... Tie deutschen Zeitungen brauchen für den Kampf nach außen 'den Raum, um die feindliche Presse zu schlagen, und jie brauchen ihn im Innern zur Aufklärung über die tieseinschneidenden Probleme der Gegenwart, um das deutsche Volk über die Vorgänge auf der Erde zu unterrichten und ihm für Geist uud Herz die Anregung und die Erfrischung zu bieten, 'd>e zum seelischen^ Gleichgewicht erforderlich sind. . . Die deutsche Presse ist als eines der wichtigsten Kriegsmittei anerkannt worden, sie ist eine Waffe wie jede andere. Was aber nutzen uns die besten Haubitzbatterien mit dem besten Führer- und Bedienungspersonal, wenn sie keine Munition haben. Die Munition der Zeitungen ist das Papier. Schleunigst, ehe es zu spät ist. sollte die- Kriegsbewirtschaftung des Zeitungspapiers rn eine kundige und starke Hand gelegt werden, die die Pflicht erfaßt uud erfüllt: mehr Munition! ^ l# Monate Gefängnis für Brotkartensabrita- twn. In Bad Neichenhall stellte der Maschinensetzer Max Winkler aus Bernau (Kreis Barnim) heimlich Brotkarten her und schickte Lebensmittel nach Berlin. Vom Schöffengerichte zu einer Gefängnisstrafe von sreben Wochen verurteilt, legte er Berufung ein. Die Strafkammer des Landgerichtes Traunstein erhöhte die Gefängnisstrafe jetzt aus zehn Monate. ± Zic Stettiner Kartoffelschisf-Gcrüchte, die in der letzten Zeit alle gedankenlose/! Einfaltspinsel in Stadt und Land aufregten und die sogar zu Plünderungen führten, haben jetzt auch das Kriegszustandsgericht in Stettin mir Anklagen wegen der Plünderungen beschäftigt. Wie der Vorsitzende in der Begründung hervorhob. waren die Vorgänge durch die seit einiger Zeit umlaufenden Gerüchte' hervorgerusen. daß angesehene Stettiner Kaufleute bei Lebensmttrel- vertäufen insbesondere Kartoffeln nach dem feindlichen A u s l a n d e beteiligt gewesen sein sollen. Diese Gerüchte, so unsinnig sie waren, wurden doch von einem großen Teil der Bevölkerung gealaubr. iogar von gebildeten Kreisen. Ueber die ..Venendung nach dem feindlichen Auslande" herrschte begreiflicherweise große Erregung, und es kam zu Demonstrationen vor den Wohnungen der betreffenden Kaufleute. Tann zog die Menge vor das Rathaus, wo eine Deputation an das Lebensmittelamt geschickt wurde. . Von dem Ergebnis war man nicht befriedigt, und die Menge erging sich in Johlen und Schreien. Am Abend zog die Menge nach dem Königstor, wo einige junge Burschen die Schutzmannsketten tätlich angriffen. Mehrere Lebensmittelgeschäfte sowie auch Zigarren- und Schuhläden wurden geplündert. Wegen Diebstahls und Plünderung hatte sich nun ein Teil der Beteiligten zu verantworten. Von diesen Personen waren 42 unter 18 Jahren; der größte Teil der Angeklagten ist weiblichen Geschlechts. Gegen den Schneider Siebert wurde aus 2Vs Jahre Gefängnis erkannt, weil er mit einer großen Schneiderschere eine Anzahl Schaufensterscheiben zertrümmerte, gegen die Arbeiterin Gehn, die die Menge aufreizte, auf 1 Jahr Gefängnis. Ferner wurden Strafen verhängt bis zu 3 Wochen Gefängnis herab. Ter größte Teil kam mit milderen Strafen davon. In einem Falle erfolgte Freispruch wegen Mangels an Einsicht zur strafbaren Handlung, in 19 Fäl- entlaftung, da die Betreffenden der dedrngren Begl^a- dignng vorgeschlagen werden sollen. 26700 tonnen versenkt. 2 Juli. Nore U Booterfolge auf dem neuem vermaß. Berlin. nördlichen KriegSschouplay. SO70« Bruttocegistrrtonnen Ter Ehef des Admiralstabs der Marine. da als sich fremde Raubsucht von „ , - deutsche- Land zu knechten Unsere nur die Grenzen: Ne stehen im deutsche Art und Heere beschulen nicht O Z o'hbt ünb mtiätn k^» S.w°,. und !eto« £iÖ. Aber was unS obliegt, ist darum nicht wtb. Großes Ha u p tq u atier. 3. Juli 1917. Westlicher Kriegsschauplatz (hft gegen Abend lebte allgemein die Feuertätigkeit auf. sie erreichte im -jpern Abschnitt eine erhebliche Stärke Bei der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht hatten eigene Vorstöße in die engl,säe Linie nördlich des Kanals von La Basier, westlich von LenS und bei Bulle^ourt gute ErkundungSecgebniffe Auch ^in einem Poftengefecht bei Hargicouct. nordwestlich von St. Ouen- ttn wurden von unS Gefangene gemocht und Kriegs» gerät geborgen — An der .Heeresgruppe deutscher Kronprinz suchten wiederum die Franzosen die verlorenen Gräben an der Hochfläche von La Bovelle und auf dem linken Maas Ufer zuruckzugew'nnen. Südöstlich von l'erni) brachen 2 Angriffe in unserer Abwehcwirkung verlustreich zusammen, am Wolde von Avocourt und an der Höhe 304 verhinderte unser Vernichtungsfeuer die zum Angriff beceitgestellten feindlichen Sturmtruppen, die Gräben noch vorwärts zu verlassen. Am Pöhlberge in der Champagne gelang ein eigenes Unternehmen wie beabsichtigt; die Erkunder brachten Gefangene und Beute zurück. Sechs feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen 1 davon durch Rittmeister Freiherr von Richthosen. Lcftlicher Kriegsschauplatz: Jroui des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern Während zwischen der Ostsee und dem Pcipjet die GefechtStätigkeir nur bei Riga und Smorgon sich steigerte, war der Feuerkainpf stark am Mittelläufe des ^tochod, wo russische Teilongrisse an der Bahn Kowel—Luck vcr- luftretch scheiterten, und südwärts b,S an die Zlota» Lipa. — Dort hat die Schlacht in Ostgalizien ihren Fortgang genommen.—Ueber die Höhen des westlichen Strypa-Ufer» vorbrechend gelang es russischen Manen- angrifsen, die Einbtuchstelle dcS Vortages nordwärts zu verbreitern. Das Eingriffen unserer Reserven gebot dem Feinde halt. — Bei Konjuchh sind vor- und nach, mittags stacke Angriffe der Russen vor den neuen Stel- langen unter schivcren Verlusten zusanimcngebcochcn. Weiter südlich fand der Feind bisher nicht die Kraft, feine 'Angriffe gegen die Höhenstcllungcn bei Brzezany zu erneuern. In den Karpathen, in Rumänien und an der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalguarttermcistcc: Ludcndorsf. Berlin. 3. Juli, abends. Im Westen nichts Be» sondere- Im Osten lebhafter Feuerkampf vom Stochod bis zur Rarajowka Starke Angriffe der Russen nur bei Brzeczanv; sie scheiterten verlustreich. weniger bedeutsam und von ebenw weittragenden folgen. ES gilt, die wirtschostliche Kra't deS deutichen RncheS zu erhalten und zu stärken. Diese Scott findet ihre» wesentlich» Äu»druck in dem Sefitz von Gold, do» «w Leben der Bolker nicht Chimäre' ist. sondern der Mobfiab >ur ihre Fähigkeit, in Krieg und Friede» zu besteh m Der Goldichoy der Deutsch» Reichsbonk ist nun wohrl.ch «rotz. und wenn er sich j.tzt im Kriege noch dauernd v.rnößert. so ist da» ebenso einer umsichtigen Verwaltung zu danken wie dem Willen de» Volke», da» zu den überall ein gerichteten amtlilben Goldankaufsstellen Gold und Golde»- wert hinbcingt Aber h'rr muß noch mehr ge.chchen. diele goldene Säule de» Gedeihen» muß immer noch ve.stärkt werden. Ta ist e» gut an ,ene alten Tage ,u erinnern, an ihre Selbstüberwindung, an ihre Bereit- fchaft periönliches Eigentum zum Eigentum der ganzen DolkLgemcinfchast zu machen Während tnde» damals dem Staat die Mittel zur Nciegsührung fehlten und er sie ,rst durch die Lpferwilligkeit de» ganzen Volke» erhielt b-oucht da» Vaterland heute cin solche» Opfer nicht ,'u fordern. Vielmehr wird jedem, der seinen Gold schmuck den Koldankaufrstellen darbringt, der sorgfältig abgeschätztc volle Goldfcinwert in bar vergütet. Um so leichter wird der Entschluß sein, au» dem Familtenbesitz alle» Gold, alle Edelsteine, die nutz o» daliegen, ebenso wie alle noch vorhandenen Goldmünzen als werbende und nutzenbrtngende Kraft dem Ganzen zur Verfügung zu stellen. Krieflswirllcbatllicb«. Die (Herste von 1917 ist restlos beschlagpahurl. Mit Rücksicht auf die bereits beginnende Ge stenernte gibt das KriegSernährungsamt bekannt: Durch die neue ReichSgetxeideordnung vom 21. Juni 1917 ist die Gerste allgemein beschlagnahmt. Es können also von den Landwirten nicht, wie im abgelaufenen Jahr, bestimmte Mengen ztrrückbchalten oder freihändig ver- äußert werden, auch nicht zu Saotzweckcn. Ter Handel mit Saatgecste wird durch die in der Reichsgetreide, ordnung über den Verkehr mit Saatgut geregelt werden. Bezüglich der Sommergerste, inSbisondff " Taubach. Die hiesige Bürgermeisterei wurde m der Nacht zum SamStag von Einb.ech.rn heimgesucht . die drn Kaffenvocrat in Höhe von mehr als 500 Mar!ff und m hre e gefüllte Rote Kreuz-Büchsen stahlen. ^ llou der Bergstraße Aul Veranlassung hessischen Landcsodsiftrllc werden jetzt die Haupt^b? orte und die für den Obstveesand in Frage kommende Bahnstationen d.r Bergstraße militärisch bewacht, ut den Schleichhandel und wilden Handel mit Obst ;ijj verhindern. • Main». Rund eine halbe Million Mark hi', die diesjährige Spargclernte der kleinen Grmclnde Frei Weinhcim in Rhcinhessen cingcbcacht. Der duLjährigtj Gesamtertrag der rheinheffischen Spargelzincht wird von Kennern au» mehrere Mill. Mark veransch»agt. ' Nlombach bei Main,. Der am Mittwoch in der hiesigen Gemarkung geerntete Ertrag an Bohnen betrug 130 Zentner. Fünf Z'ntner davon (statt der zu« iVf, i)Ö* gesagten 40) erbielt die Stadt Mainz. Der Rest ver schwand. Wohin? Das wissen nur die Mombachcc. CltviUe a llst Der Sohn der hier wohnenden Freifrau Anna von Fircks. Kapitänleutnant Freiherr Wilhelm von Fircks hat vor einigen Tagen den Helden- ° tod auf See gefunden. Mit ihm, den letzte» fel»es Stammes, ist das alte Adelsgeschlecht erloschen Cin Prozeß von 29 Aastren. Streitigkeiten zwischen zwei Familien in Hammclbach im Odenwald führten vor 29 Jahren zu einem Prozeß, der erst 22 ^j„g($ Jahre vor dem Darmstädtec Landgericht anhängig war. liil w *“ ,*« dann noch 7 Jahre am dortigen Obeclandeßgericht } l fV nc schwebte und während dieser kleinen Ewigkeit zahllose. :*, n U-footc Wieoec Rechtsanwälte beschäftigte. Jetzt ist er durch Vergleich .-^g^Sort im»ei' zu Ende gekommen. ^ ^ ihrer Würxburg. Die Studierenden beschlossen, nur Tie Mkh'i noch barfuß oder in Holzsandalen in die Bor U T\b fcnnt fcincrl lesungen und aus die Straßen zu gehen. Die Lette ^unibcUJ verschiedener UntercichtSanstalten haben diesen Beschluf ^u.uni&.rj den Schülern der oberen Klaffen bekannt gegeben mi. lausen ürtanr dem Erwarten, daß das Vorbild der Akademiker Rach , da die 'i greichen Bc ahmung findet._ ^mnhin küßt sich h?usi lritz mochcn, dte man u ntHt iJtnn d W “" 8n . Citerarifcbes- * Schmatze», aus der Schule. Bon Luise Bicrna. Dt: diesem Buch hat die auch in Gießen durch ihre wastspiele her beftni bekannte Künstlerin viel Scharfsinn und Talent aus schrischtz lcrischcn Gebiet bekttnbct. Wer c» liest, wird Freude daran Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Der Kapiermangel Genera! Gcocnec hat nach dem „ArmeevcrocdnungSblatt" folgende Verordnung erlassen: 1. Drucksachen sind nur in dem unbedingt erforderlichen Maße herzustellen. Dte Höhe der Auslage ist genau zu prüs.n. Veröffentlichungen, die nicht oder zurzeit nicht erforderlich sind, haben zu unterbleiben. 2. Die Eindcckung der Dienststellen mit Papier aus längere Zeit ist zur Vermeidung einer Verschärfung der Knapp» heit und von Preistreibereien unzulässig. DicS gilt besonders für gebleichtes Papier. Ini inneren Dienst (z. B zu Vordrucken, Entwürfen, Umdrucken) ist nur unge. bleichtcS Papier zu benutzen. 3. Wo viertel- oder halbe Bogen ausreichcn, darf nicht mehr Papier verwendet werden. 4. Die Benutzung von besonders gutem Papier als Schreib- und Druckpapier und zu Briefumschlägen wird untersagt, vielmehr sind alle Anforderungen an die Güte deS Papiers fow.'tt als möglich hccabzufctzcn. Die verantwortlichen Dienststellen haben Verstößen gegen diese Anordnunden unnachsichtlich entgegenzutreten. Auch der preußische Jufttzministec hat eine Verfügung über Einschränkung dcS PaptcrverbcauchS erlassen. gprsftlbpr fnünsbnnnua Deutschlands einzige Glaubersalzquelle nach Ana lyse uadHeilwirkung gleich Karlsbad in Böhmen. UküberifsNea bei Mage, und Darmkrankbctten. Dar«- iraahfit. hammorrboulci,. CcftfricMfa. tiallcartctic. Rbcu matismus und Zuckerkrankhcih auch vorbeugend gegen llinddarm emzündunfl. Wo nicht erhalt von 55 Psg. . bei Flaschen zum Vorzugspreise M.LS.SV — m.Korb I7.L»-direkt durch )di Lause deS Mo» >n(t gcmclbct am l.Ji 81200: 4.: 18000 ; 5 >20500; 9: 21500; 117; 13.: 83370*, 14,;' • 33616; 18.:—; 19.: : HM; 23.: 61177; i 4 * ; 21: 40500; 23: p litfannen also l\ ist zu bane.fei tat'äd)lid)c Junibeute M Tonnen wurden i^ Milt-berikhten als uer ' die kkste Mste kinen kleinen Rin Vchon diese,: Urr IDi Lullusblllnucn-GcseUschafl m 1 ). H., Bad HerSfeld. Badekur:Mai September. > Auskunft:Magistrat,Hervseld l'.: - d>- »ach knglis ' igt, noch übe ^ Zungen hinai Volk darf bol ^^n. daß es qi 1,1 ^^ietzt an d Die Eiienbahndicektioncn werden in diesem Sommer keine Feriensonderzüge mit Fahrpreisermäßigungen ablasfen. Dagegen werden da, wo cS zur Ab» Wicklung des Verkehrs erforderlich wird, sonderzüge mit beschränkter Platzzahl gefahren werden. Für diese Züge werden Fahrkarten nur im Vorverkauf abgegeben. üu$ Stadt und Land. * Gute Ernteauolichteri Die in diesen Tagen in ganz Teutschlund nirdrrg.gangenem warmen Regen l^ben die ErnteauSsichten in Deutschland so gebessert, aß sie in r^üd- u. Westdeutschland geradezu glänzend, in ten mittleren und östlichen Provinzen Preußens als v.'llauf befriedigend angesehen werden können. Die vereinzelt bestehende Gefahr, daß bei länge,cm Anhalten der Dürre der Roggen notreif geworden wäre, ist jetzt überall gehobcn. Brotgetreide, besonders Roggen, steht meist dicht und die Körnerbildung hat guten Ansatz. Hafer und Gerste haben fast überall einen guten Stand. Die warmen Regen kommen am meisten drn Kartoffeln zugute, die gerade jetzt in Blüte stehen und zur Knollen- bildung ausreichende Feuchtigkeit brauchen. Die Früh- kartoffeln stehen bereits überall in Blüte. In Süd- und Westdeutschland erwarten die Erzeuger bei der anfangs Juli erwartenden Frühkarwffelcrntc recht günstige Ec- träge. Die überall rm Gange befindliche Raufutterecnte ergibt eine» wett über den Durchschnitt ftchendcn Ertrag. tüchtigen Schachtmciste mit s 20^30 Erdarbeiter für sofort gesucht. Baustelle in Würgendorf. Karl Schlechtriem, Tiefbaugeschäst. Burbach i.W. ! dtuif ( 3. M 11 »'nietet, dir h iui8r-3t‘TV )(n ^ \ unb . j.. ü SJoot lonnti i, 11 des | r 0 fi C « A 8 l{ ^th Sir, h\ l . 1 m-lrft. . ... . btr o bjp § u «b !ke i n (•) 100 OOO. Sonntag Für Liebhaber eigen- artiger Daten wird eS interessant sein, zu erfahren, daß das Jahr 1917 am 8. Juli den 100000. Sonntag der christlichen Zeitrechnung ausweisen wird. Glänzende Gelegenheit für jeden Privatmann mit geringen Mitteln schnell einwandfrei viel *»el ® fo, Cii .ftheti es (3 ent i, »ä... zu verdienen, bietet 8. durch l cbernahm- 11 teili^un^ von 5 20 Anteilen, a. e. westgaliz. lk Gesellschaft m gross, wertvollen Terrains. D. 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