hx (Neueste Nachrichten) ^ n 9enleib en ® Q Nu(i)t Furunkel Asthma ve;ugrpreis 50 Psg. monatlich vierteljährlich 1,502JW., vorauszahlbar, frei ins HauS. Ab ge holt in unserer Expedition oder in den Zweig, au-gabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. - Erscheint Mittwoch- und SamStagS. — Red aktio nS sch Lutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksen« düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag »er „Gieftener Zeitung". Gießen. (Gießevcr Tageblatt) Knzrigenprris 20 pfg. Expedition: Südanlage 21. die 44 mm breite Petitzeile, für AuswäNS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame.Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deS Zahlung»« zieleS (BO Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbind! chteit. Druck der Gießeucr Verlagsdruckerei, Albin Mein. ^^«haltung ^«krankhch Ichsucht m ^ Schöpfung ^Erkung nach Krankheit. Nr. Telephon Nr. 362. Samstag, den 16. Juni 1917. Telephon Nr. 363. 30 Jahrg. König Konstantin von Griechenland zur Abdankung gezwungen. Erfolgreiche Minensprengungen bei Ypern. > Englische Angriffe bei Armentieres nnd französische Angriffe bei Soi,fons ges^/r ^ert. Großer Fliegerangriff mit gewaltigem Erfolg auf die Festung London. König Könliantinr Abdankung. )arer Natgeb er in - ^reuzberg-Apstheke g- Nr l4k A. Berlin, 14. Juni. Die griechische Gesandtschaft hielt auf indirektem Wege folgendes Telegramm des '.tnisterprästdenten Zaimis, datiert vom 13. Juni: „Tief gerührt teile ich Ihnen mit, daß König Konstantin, gezwungen durch höchste politische Not. weudigkeit und infolge eine- Schrittes der Dceimächte, Griechenland mit der Königin und dem Kronprinzen 'Georg verläßt. Seine Majestät setzte Prinzen Alexander ot , auf den Thron. Der neue König leistete heute den i\OlWGin Eid aus die Verfassung. Der Schmerz des griechischen Volkes über die Trennung von König Konstantin und ganz vorzügliche Qualität^ Königin Sophie ist unbeschreiblich." IGer m ^ em Q uantuc Berit, 14. Juni. Der Privatsekcetär des Königs Bern, 14. lk, das man durch Hunger zermürbte. lloerrei estt! IspUov Jlmilicbe deutfcbe Cage$bericbtt. ivtb Großes Hauptquartier, 13. Juni 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht. In starke« Feuerwellen bekämpften sich die Artil- ien im Upern-Bogen und südlich der Druden. — isilich der Warneton kam mittags ein englischer An- ff in unserem Vernichtungsfeuer nur an wenigen ellen aus de« Gräben: die vorbrechenden Sturm- llen mußten in Unserer zusammengefaßten Jnfanterie- d Artillerie-Abwehr unter Verlusten zurück. — Abends itterte dort in gleicher Weise ein erneuter Angriff : Engländer. — Westlich der Straße ArraS—Lens ; morgens heftiges WirkungSfeuec auf unseren Stel- lgen. Starke englische Kräfte, die auf dem Nordufer ! Souchezbachcs angriffcn und in unsere Gräben mgen, murden in kraftvollem Gegenstoß geworfen. nachfolgenden erbitterten Handgranatenkämpfen sten unsere Stoßtrupen eine dort verbliebene Einbruchs- lle ein. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In einzelnen Abschnitten der Aisnefront, in der ompagne und an der Maas zeitweilig lebhafte Feucr- igkeit. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Auf dem Oeftlichrn Kriegsschauplatz und an der. Mazedonischen Front keine größeren Kampfhandlungen. Der Erste Generalquarticrmeister: Ludendorff. Berlin, 13. Juni abends. Von den Fronten sind bisher keine größeren Kampfhandlungen sgemeldet. Die Festung London wurde heute von unseren Fliegern mit Bomben beworfen. wtb. Großes Hauptquartier, 14. Juni 1817. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Sowohl in Flandern wie im Artois war nur in einzelnen Abschnitten der Artillertekampf lebhafter. Oest. Itch von Upern sprengten wir Minen, die in der englischen Stellung Verheerungen anrichteten. Zu kleinen Vorfeldkämpfen kam es südlich der Douve; die Lage ist unverändert geblieben. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Bei Vauxaillon (nordöstlich von SoiffonS) griffen Franzosen nach mehrstündigem Feuer an; sie wurden zurückgewiescn. Sonst blieb die Axtillertetätigkett meist gering. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Besonderes. Ein Geschwader unserer Großflugzeuge erreichte gestern mittag London, warf über der Festung Bomben ab und beobachtete bet klarer Sicht gute Treffwirkung. Trotz starken Abwehrfeuers und mehrerer Lustkämpfe, bei denen ein englischer Flieger über der Themse abstürzte, kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die GcfechtSrätigkeit hielt sich in den üblichen Grenzen. Die luffffchen Flieger sind in letzter Zeit wieder tätiger geworden. Sie stießen mehrfach über unsere Linien vor; seit Anfang Juni wuröcn 5 abgeschosfen. Bombenabwurf auf Tukkum wurde gestern durch Luftangriff auf Sthlok vergolten. Mazedouische Front. Keine wesentlichen Ereignisse. Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorsf. Berlin, 14. Juni, abends. Südlich der Scarpe ist vormittags ein östlich Monchy nach Trommelfeuer vorbrechender stacker Angriff der Engländer im Nahkampf abgeschlagen worden. — Sonst außer Erkundungsgefechten an keiner der Fronten etwas Wesentliches. ro iss rsnnen. Berlin, 14. Juni. In den Speergebieten um England wurden durch die Tätigkeit unserer Untersee. boote 201«0Bc.-R..T. versenkt. — Eines unserer Unter sceboote hatte mit einer Segler-U.Bootsfalle bei den Hebriden ein Gefecht, bet welchem das U-Boot mindestens 4 Treffer auf der U-BoctSfalle erzielte. Der Chef des AdmiralstabS der Marine. rr ris rsnnen. Berlin, 14. Juni. 1.) Vor dem Westausgang des englischen Kanals und im Atlandischen sind neuerdings durch unsere Unterseeboote vernichtet worden: der englische bewaffnete Dampfer „Clan Murray" mit 6500 T. Weizen. 3 Offiziere deS Dampfers wurden gefangen genommen. Ein größerer bewaffneter Dampfer unbekannten Namens. Durch weitere Versenkungen gingen u. a. verloren: 9000 Fässer Schmieröl, 10000 Sack Wachs für Frankreich und weitere 15000 Tonnen Weizen. 2) Unsere U-Boote im Mittelmeer versenkten neuer- dingS 7 englische Dampfer und 10 italienische Segler mit insgesamt 38870 Tonnen. Der Chef des AdmiralstabS der Marine. kttslgreicste vsmdenivütte auf Lsntlsn. Berlin. 14. Juni. Am 13. Junl, 1 Uhr mittags (deutsche Zeit) wurde die Festung London bei klarstem Wetter von einem geschloffenen Geschwader deutscher Großflugzeuge unter persönlicher Führung des Geschwa- derkommandanten Hauptmann Brandenburg angegriffen. Die Ziele des Angriffs waren die in der Mitte der -e-:dt 3 fli ö * 2 n Docks, Werften und Bahnanlagen so - staatliche Magazine und Speicher, die sich auf bet- . Ufern der Themse entlang ziehen. Zahlieiche Brände brachen aus und fanden in den aufgestapelten Vorräten reiche Nahrung. Das Geschwader hielt sich länger als eine Viertelstunde über den Angriffszielen auf. Trotz englischer Abwehrmaßnahmen kehrten sämtliche Flug- zeuge unversehrt in ihre Heimathäfen zurück. Ein feind- ltches Flugzeug wurde über der Themse im Luftkampf abgeschossen und stürzte - ennend in die Tiefe. Der Chef der •' bcs der Marine. wtb. Grob e? Hauptquatier 15. Juni 1917. W » ich er Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern setzte nach verhältnismäßig ruhigem Tage zwischen Ipern und Acmentieres gestern 8.30 Uhr abends starkes Trommelfeuer ein, dem au der ganzen Front englische Angriffe folgten. Sie drückten nach Kämpfen, die an einzelnen Stellen bis zum Morgen andauerr e Sicherungen zurück, die unsere weiter östlich lic de Kampflinie zwischen Hollebeke, Douve- gcund und üdwestlich von Warneton seit dem 10. Mat erfolgreich gegen alle Eckundungsvorstöße der Engländer verschleiert haben. — Nördlich des KampfleldeS bis zur Küste nur geringe Artillerietätigkeit. Im Handstreich hoben Stoßtrupps eines niederrheinischen Regiments am User-Kanal einen belgischen Posten von 25 Mann auf. — An der Artoisfcont griffen die Engländer mo^ gens nach heftigen Feuerwellen unsere Gräben östlich von Monchy an. Sie brachen an einigen Punkten ein, wurden jedoch durch Gegenstoß der Bereitschaften sofort hinausgeworfen. Ein Grabenstück westlich des BoiS du Sart ist noch in Feindeshand. Abends stießen mehrere englische Bataillone östlich von Loos vor. Auch hier wurden unsere Stellungen durch kräftigen Gegenangriff gehalten. Heeresgruppe deutscher Kronprinz. Am Chemin-des-Dames lebte in den Abendstunden der Feuerkampf zu beiden Seiten der Straße Laonne- Soissons und am Winterberg auf. — Unsere Sturmtrupps brachten von Unternehmungen gegen französische Gräben nordöstlich von Braye, westlich der SuippeS- Niederung und auf dem östlichen Maasufer Gefangene und Beute zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht Keine größeren Kampfhandlungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Lebhafte Feuertätigkeit bet Smorgon, westlich von Luck und an den von Zloezow und Halioz auf Tarno- pol führenden Bahnen. An der Mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquarticrmeister: Ludendorff. Berlin, 15. Juni, abends. In Flandern Feuertätigkeit wechselnder Stärke. — Im Artois sind morgens englische Angriffe bet Lens und Bullccourt gescheitert. — Sonst keine besonderen Ereignisse. i Mgreug und Dampfer. 1. (Eine» unserer Marineflugzeuge griff am 14. Juni nachmittags vor der Themsemündung einen große- ren Dampfer an und versenkte Ihn. 2 DaS Marineluftschiff .L 43* wird seit dem 14. Juni vermiet Englischen Nachrichten zufolge wurde daS Luftschiff in der Nordsee von englischen Seeftrelt- kcSsten abgeschofsen. Weitere 21000 tonnen! Berlin, 15. Juni. Neue U-BootSerfolge im Atlantischen Lzea» 5 Dampfer und 2 Segler mit 23000 Br.-R -T. Ter Chef de» AdmiralftabS der Marine. Kritgerfamillea UiterHiitzuiig. Schon häufiger ist es voraekommen, daß Kriegsteil, nehmer, die mit ihren Heimatsbehörden wegen der Unter« stützung ihrer Familien während eines Urlaubs in Be- rührung Kamen, darüber erstaunt waren, eine wie große Fahl ihrer Angehörigen auf Grund chres Diensiemtritts Unterstühung bezog Der Anspruch auf Familienunter, stützung beschräMt sich eben nicht, wie vielfach geglaubt wird, auf die Ehefrau. die ehelichen und die den ehelichen gesetzlich gleichstehenden Kinder, sondern geht bedeutend weiter, wenn auch au die Unterstützung der weitern An- gehörigen Bedingungäsi geknüpft sind. Unter der Voraussetzung nämlich, daß die Betreffenden von dem Einberufenen unterhalten worden sind, oder das Unterhaltungsbedürfnis erst nach erfolgtem Dienst- eintritt hervorgetreten ist, haben ferner Anspruch aus Familienunterstükung: die ehelichen Kinder über 15 Jahre, die Eltern, Grogeltern, Schwiegereltern. Schwiegergroß, eitern, Geschwister, schuldlos geschiedene Ehefrauen, die Anspruch aus Unterhaltsgewährung haben, elternlose Enkel, uneheliche Kinder, wenn die Vaterschaft anerkannt oder festgestellt ist, auch wenn sie eine ftemde Stoatsangehörig. keit besitzen, falls sie sich im Inlande befinden; ferner uneheliche, mit in die Ehe gebrachte Kinder der Ehefrau, auch wenn der Ehemann nicht der Vater ist, und unter Umständen auch Pflegeeltern und Pflegekinder, und end> lich auch uneheliche Kinder deutscher Mütter in Deutschland, deren Väter österreichisch.ungarische Staatsangehörige und in das österreichisch.ungarische Heer eingetreten sind. Für diese angeführten Personen besteht ein Anspruch aber nur. wenn der in den Dienst Eindetretene zu den Man»schaften zählt und nicht etwa Kapitulant ist. Der Anspruch besieht aber weiter für die Angehörigen der ReichsangehöriHen, die an der Rückkehr aus dem Aus- lande infolge feindlicher Maßnahmen verhindert oder vom Feinde verschleppt worden sind, und ferner für die An. gehörigen des Unterpersonals der freiwilligen Krankenpflege. Man sollte annehmen, daß bei so großzügiger Um. schreibung des Kreises der unterstühungsberechtigten An- gehörigen die Familienunterstllhung viel Anerkennung und Dank ernten würde. Das ist aber nicht der Fall. Statt des Lobes gibt es viel Klagen. Diese Klagen über die Familienunterstützung beruhen zum großen Teil auf Unkenntnis oder Verkennung der Rechtslage. Es kommt nämlich nicht allein darauf an, daß der in den Dienst Eingetrctene ui den Mannschaften zählt; der um Unter- stützung Rachsuchende muß auch bedürftig sein. Es ist den Behörden zur Pflicht gemacht worden, die Familienunterstützung so weitherzig zu verteilen, wie nur irgend zulässig, um vor allen Dingen dem vor dem Feinde stehenden Ernährer das sichere Gefühl zu geben, daß. während er dort draußen zum Schutze des Vater, landes auf der Wacht steht, seine Familie vor jeder Rot bewahrt vleibt. Aber wie es Pflicht von Staat und Gememde ist, zu helfen, so gut sie können, so ist es eine selbstverständliche unbedingte Pflicht aller Unterstützten, Staat und Gemeinde, die auch mit ihren Finanzen in Kriegsnot stehen, nach Kräften zu entlasten. Die Familienunterstühung seht sich zusammen aus dem reichsgesehlichen Mindestbetiag und dem städtischen Zuschuß, der den örtlichen und persönlichen Verhältnissen entsprechend angemessen wird. Der reichsgesetzliche Mindest- betrag beträgt seit dem 1. November 1916 für die Ehe. frau 20 Mark und für jede sonstige unterstützungsberech. tigte Person 10 Mark. Die Ulehhandelsverbände In der deutschen Krleflswlrtfcbaft. Dr. Aug. Skalweit, Professor der StaotSwiss n- schäften an der Universität in Gießen, Hot Im Auftrag der volkswirtschaftlichen Abteilung des KriegSernährungS amte» ein iMlcbni verfaßt. das sicherlich in weitesten Kreisen mit Inter,ffe gelesen wird Ec vertritt darinnen folgenden Etandtpundte: Die Biehhand^lSvcrbände sind ursprünglich ent- standen, um die Festsetzung von Höchstpreisen für Rinder in umgehen, zu denen da» Spekulattvgeschäst aus dem Rindermarkte Ende 1915) immer mehr drängte Um aber dennoch einen Einfluß aus die Preisbildung zu bekommen, faßte man den Biehhandel in Zwangslyndikate zusammen, machte ihn konzrsstonSPflichNg und führte Schlußscheine ein. So entstanden.Verbände der Viehzüchter und Händler". deren Hauptaufgabe die Ucbccwachung und Rege, lung bei der Beschaffung und dem Absatz von Rindern war. Die innere Logik der atriegswrrtschaft zwang in. dessen bald zu der Normierung von Höchstpreisen, die man hatte vermeiden wollen, und führte ichticßlich bis zum Viehhandelsmonopol für Schlachtvieh in den Händen der Viehhandelsverbände. Rach diesem historischen Kapitel erörtert Skalweit, der selbst Leiter de» viehhandel-verban- d,S ließen war. die Tätigkeit dieser Verbände, wöbet sich zwei LrganisationLwrmen herau-schälten- E'n Tetl der Verbände besorgt die Vtehbe'chaffuny und Verteilung ' in ebener Regie unter Benutzung de» Handel», zum ! anderen Teil erfolgt die Viehbeschoffung auf dem Wege der Kommunalisierung de» Biehhandrl». Der letztere Weg ist billiger, führt ober bei der schematischen AuS- ! Hebung de» Viehes durch die Kommunalverbände zu gewaltsamen Eingriffen in die Biehställe, zu Ungerechtig. ketten und Reibungen. In einzelnen Verbände^ Hannover, Bovern und Würltemb rg) sind beide t^cgani. sotionSformen teil» rein mechanisch, teil- organisch untereinander verbunden. Kapitel 3 u.4 de» Heit 10 schildern die Finanzierung der DiehhandelSverbände und ihre Preisbildung. Die Mehrzahl der Verbände hat ihre in die Millionen gehenden Umsätze fast völlig ohne eigene Geld- mittel ausgenommen und war aus Vorschüsse der be. lieferten BedarsSftellen oder auf die Hilfe de» Privat- kapital» angewiesen, wobei man den Diehhandel am Ge- schäfte de» Verbände» intereffirrte. Wir gewinnen in der Darstellung Skalweit» einen genauen Einblick in die Provisionen der DerbondSvertrauenSleute, indie Handel» Zuschläge der aufkausenden Händler und in die Gebühren de» Verbände» selbst sowie in seine Unkosten. Hier setzt Prof. Skalweit an manchen Stellen die kritische Sonde an, sowohl wa» die Höhe der Provisionen und der Handel»- uschläge anlangt, al» auch hinsichtlich der Unkosten ec Verbände, die 2°/ 0 nicht übersteigen sollen. Kritisch steht er auch der Verwendung der Ueberschüsse der Vieh- handelsverbände gegenüber, die nicht nur den Erzeugern, sondern auch den Verbrauchern unmittelbar zugut kommen sollten. Elfte» Ziel der ViehhandclSverbände sei, die ihnen gestellten Aufgaben möglichst billig zu erfüllen. Ange- sicht» der Angriffe, denen die DiehhandelSverbände gerade in ihrer Preispolitik ausgesrtzt sind, dürfte die Erörterung über EtnstandS. und die LteferungSpretse der Verbände allgemeinem Interrsse begegnen. So viel auch tm einzelnen an den ViehhandelSvecbänden und ihrer Preispolitik noch zu verbessern sein mag, haben die Der. bände nach Ansicht SkalwcttS ihre unter ganz besonders schwierigen Verhältnissen übernommene Aufgabe gelöst. Die Versorgung von Heer und Zivilbevölkerung mit Schlachtvieh ist in den Grenzen dcS Möglichen und unter Vermeidung von Preissteigerungen gesichert, wie sie unter dem freien Handel unausbleiblich gewesen wären. Die fiausfrau und das Postscheckkonto. Soll die Hausfrau sich ein Postscheckkonto etnrichten? Natürlich soll sie das, cü ist ihre vaterländische Pflicht, so gut wie sie die Pflicht hatte, das Gold zur Reichs bank zu liefern oder den Goldschmuck den GoldankausS- stellen zu überweisen. Denn oadurch, daß sie sich den Forderungen der Zeit entsprechend, auf den bargeldlosen Verkehr cinrichtet, spart sie dem Lande Gold. Und e» ist wunderbar, daß wir, die wir so bereit waren, aus ländliche Gebräuche anzunchmen, uns bisher beharrlich der Einführung einer Gepflogenheit wider setzt hoben, die unserm Volke alljährlich große Beträge hätte sparen können. Denn in England und Amerika, den Ländern der großen Vermögen, ist längst die Zahlung durch Schecks eingebürgert. Unsere großen Volkswirtschaftlec führen auf die dadurch gemachten Ecsparntsse zum Teil die führende Stellung, die diese Länder aus dem Weltmarkt einzunehmen, zurück. Das verstehen wir, wenn wir erfahr« n, daß ein Kcedttsuchendcc bet uns ein Prozent mehr Zinsen zahlen muß, als bei ihnen Alle großen Ausgaben können durch Postscheck er- lcdigt werden, ebenso aber auch kleinere, llnd cS >st nicht etwa ein Opfer, das wir bringen, denn der Betrag, den wir bet der Post hintcrlegen müssen — im Mindestfalle r0 Mark — sängt sehr bald an, für unS zu arbeiten. Alle Zahlungen, die wir zu leisten Hab n, können d..rch Postscheck ccl digt werden, auch wenn der Empfänger 'xS Geldes kein Konto hat. Wir zahlen dann bet Ein- Zahlungen bis 25 Mk nur 5 Pfg., für alle Beträge da- rü' r hinaus nur 10 Pfg., wüh 'elben 8inn^ au». Die Versammlung stimmte einProME ^jj| Antrag des Stadtverordneten Hartmann Wiesbaden u^m den * r1D , einem weiteren des Abg Schneider Marburg zu, ™ { die zuständigen Stellen gebeten Wurden, dteze unemv^ MjKh fW; Men Schwierigkeiten in der Regelung der Hyvothekeß ^ HeW frage zu beseitigen. Ferner wurde eingehend über jed Hypotheken-Garantiegenoffenschaften, PsandbrieftnstiUWe und ^teuere!n'chätzung ufw. verhandelt. Sladtrat Kal bcenner- Wiesbaden hielt dann einen eindrucksvoll, , Vortrag über den mit einem vorläufigen Stammk. von von 300000 M --k gegründeten Wirtschaft^. «nbUtunU pital gabt gkmachl habe, den .,'t ibm endlich biejentae brtreiöf Kreise feine r.l »sw- uni r el dund, der eS sich zur besitz zu organtfie en, da nit ihm endlich diejenige lung in unserem 1° 'tlchen Wirtschaftsleben etngeräu werde, welche ec c. z.und der enormen Kapitalien man schätzt den intierten Betrag auf 70 Milliar Mark — verdient. D.r WirtschaftSbund will die gef ltchen Zweige des HausbIitz-S, die mit ihm untrenn verbunden sind, weiter ousbauen, neue Einrichtung schaffen und den Realkcedit kräftigen. Eine Hypotheke schutzbank ist bereits von ihm tnS Leben gerufen ut weitere Einrichtungen werden folgen; die grobzügij O gantfatton ist bereits tm Gange. Hauptsächlich bezwei , bec der WirtschaftSbund die Einnahmen und AuSgabtiKr ohne i5poig- d S HauS- kwd Grundbesitze- wieder in Einklang Mg ouS der Heimo bringen und die Befitzfreudtgkett zu heben. Alle Tc^ HerrkSverwaltUNg nehmcc nahmen den Eindruck mit, daß die Arbeit dk« QuÄr^enb Verbandes eine außerordentlich ersprießliche und für dM' . ~ HauSbefltz fördernde ist. >mger zu eiben. W d, iol 3»lanb von c Stndtt keine iitlt Mnhnnng ip KricflswirtfcbaHlicbes- rchdem an Kffendti, vnsiindigt f ('-in 0)nrUenn,erK über die Äriegsfürl'orGi.^Evheü zu $ Mit Reichsmitteln wird bereits an einer Bibliographie ä. ^ Sozialwissenfchasten gearbeitet. Das Reichsamt des Innck,'. . , .. ° ^ , hat es sich angelegen fein lassen, die Arbeit wirksam i^oige oer ^ fördem und dabei auch die Unterstützung des Reichstagen in DtrMenn sowie anderer Reichsämter und der verschiedenen Bundac, find. Wie Ment regierungen gefunden. 3n Iot^tor Zeit wurden ötc W^hrigrn Äegknflünde schaftswissenschaften besonders berücksichtigt. L Nerbilliguus dr» K-ftschrckorrkrl,»-». Wcht rin - ! immeiniaae. über die der Mvpßch ckkunde nicht verfügQtiabe in bet darf, solange sein Konto besteht, ist von 50 Mk auf 25 Mästung zu öktvahn herabgesetzt und dadurch namentlich den kleineren Gewer^k-n in Las Füd »l treib nden, Handwerkern und Landwirten die Bett,, 3 / lianng am Postscheckverk hc sehr erleichtert worden. ' r, ^ nächste, Zeit werden du-ch die Briefträger „Merkblätt ^ ^ocrBucher, über den Postscheckverk H-. nebst Antrag auf Eröffnu^k" eines Postich ckkontoS" verteilt werden. Es bietet hierdu'är für alle, die dem Poftfcheckverkehc noch ltchen, eine bequeme Gelegenheit, sich ein Postfchcckkol» bcar lass en. $ti eröffnen zu t ^usderhaupiversa, am 8 . 3 uni in Äe^ner fih 0 5o hat auch der Monat März in diesem Jahre über 1^._° er »^htl Millionen mehr als derselbe Monat des vorigen Ial gebracht, genauer l 600040 Mark. C" lerl :am " Arbeitskräfte für die ^andVirtschaft. J dem Larzarett Stadt. Knabenschule Gießen können i nesende Soldaten zu landwittschaftlichen Arbeiten zur v fügung gestellt werden. Die Arbeitgeber haben em Taglohn von 2 Mark, sowie die kosten für Hin Rückfahtt auf Militärfahrkatte zu bezahlen und auße die Unterbringung sowie die volle Verköstigung des Ma zu übernehmen. Die Soldaten werden beurlaubt 1 Sonntag Abend bis nächsten Sarnstag Abend, stehen ä jedesmal 6 volle Arbeitstage zur Verfügung. Antri auf Zuweisung solcher Hilfskräfte für die Landwittsch sind auf dem für Beurlaubungen voraeschnebenen jj miliar A durch das Gr. Kreisamt Giegen unter Ans derung der Zahl der gewählten Soldaten einzureich Auskünfte werden in dem Lazarett Stadtknadensch Gießen, Zimmer 3 gegeben. n®' 'S ®®(i du 50 ; 0 preiserhöhnng für Drucksachen. Buchdruckgewerbe gehött zu den Gewerben, die den kn'eg am meisten geschädigt wurden. Die enom Preiserhöhungen der Rohstoffe und Derbrauchsmittel axr die Ursache zur Erhöhung der Drucksachenpreise. Mst Ri sicht aus die Durcksachenoerbraucher sind die Drucksach preise aus einer Höhe gehalten worden, die keinesw« den bisher entstandenen Mehrausgaben entspricht. Die t aber durch die fottschreitenden Lebensmittelteuerungen ni gewordene neuerliche Lohnerhöhung zwingt die druckercibetriebe. jetzt eine Drucksachenpreiserhöhung 50 vom Hundett auf die Preise vor dem Kriege vctt nehmen. Das Papier findet zu den Tagespreisen Berechnu Alle Auftraggeber. Behörden und Private sollten tro kau 1 "Gig; B, -ssen Es ist betü ijjttuitg bla tyltifir mit Durcksachenausträgen zurückhalten, denn eine h^^resh^^^illigung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. sonderz^^de.^JAen^ » Aefstschrv Landrsorrrin für Kriegerhrim- die HerrfiStte«. In der Sitzung des Derwaltungsrats am 12. Muß konnte bekannt gegeben werden, daß dem Verein industriellen Kreisen erfreulicher Weise in der letzten dez Herc^eit wieder wertvolle Stiftungen zugefallen sind; so von Landesbg^ogevrdnk^em Verein für Chemische Fabriken in Mannheim 3000 ihe/fzweite S Don Herrn Joseph Himmelsbach in Bingen, den ^ng ^ vÄ)^irmen I. Himmelsbach, Freiburg i. B., sowie Gebrüder ieS Qu§ öe f l U f m WJffiMsba*), Werk Gaulsheim, 6000 Mk., von dem Verein ^üffe p n [fl', Diese m^jür Feuerbestattung zu Mainz 500 Mk. und von dem |® Q ffe( sprg^h ?, öekitmjöerein für Chemische Industrie zu Mainz 10 000 M. Auch ^ijUntnluRg in deionst macht sich für die Heimstättenbewegung in allen ^4ne?^ mann:S ®^Sbab ^^^evölkerungsschichten nach wie vor reges Interesse geltend, ibiten b3u ^ aC ^ UC0 ^ cn Erwerb der Mitgliedschaft zu erleichtern, ist des- l>ec Regelu„ ^ unecw^b auch der Mindestbeitrag für Cinzelmitglider auf nur ®tQbtS^l(j^ en ' darmstadt) jederzeit erklärt werden. . v “JUCöe pUf, t, -ui«. juijrua; .anmeiuufiyeii numicu uei uein ' eit ftf)Qjten, Psanhh^ ???. Verein (Adresse: Hessischer Landesverein für Kriegerheim- gegciindktPn * Sitte Harrrst-rer-Gpidevrte. Der Kreis Usingen 8abe aem^k.^i^Ichaftvird neuerdings von L-benSmittelhamstern, die vielfach 'it tbm den Hinter Anbietung von Phantasiepreisen gewerbsmäßigen Wirts^ke° Diejenige St^lbleichhandel betreiben, derartig überschwemmt, daß > dec ^ben ^ingelä^em Kreise seine Pflichtlieferungen an Kartoffeln, Butter, !« ^r rt ° rmC f 1 “Wallen Stern usw. unmöglich gemacht werden. Der Landrat Mtlliardleht sich daher, wie er mitteilt, gezwungen, die Gen- ik» ? will die gMmrmeriewachtmeistec zu strengstem Vorgehen anzuweisen, „,V,. M ihm untrenndvobei natürlich Härten nicht vermieden werden können. ThT' Reue ^nrtchtung- !»”« Eine »dm folgen; dt°°AzüI Sendet keine Cebensmittel int Teid! ftP' ^uptstchlich bezwe Diese Mahnung ist in letzter Zeit häufig ergangen, ohne Erfolg! Unsere Feldgrauen haben nicht ubigfett öti0 auß bcc ® cfmat Nahrungsmittel zu erhalten, druck mit, daß die Arbeit d"* Heeresverwaltung sorgt für ihr leibliches Wohl in “ l,,i . unbfücb u & c "IS ausreichender Weise, sie brauchen keinen Mger zu leiden. Dagegen find alle Nahrungsmittel ic das Inland von größter Bedeutung. Ein jeder, der cotzdem an Angehörige an der Front Lebensmittel „ erfindet, versündigt sich an denen, die unter der LebenS° *£***•![ ^5- ^^i^lknappheit zu Hause leiden. Dazu kommt, daß öd Dasi" der gegenwärtigen Zeit Nahrungsmittel dem lassen, die Arbeit wickfM^derb infolge der Hitze aukgesitzt und in unzähligen ! Unterstützung des Reichsta^ltllen in verdorbenem Zustand an die Front gckom- und der verschiedenen Dundaen sind. Wie hätten diese für die menschliche Ernährung letzter Zeit wurden die Wichtigen Gegenstände manchen erfreut und gelabt, bei rs deMMgt. ent eS knapp zugeht: Endlich ist auch zu berücksichtigen, ' 2 aS cS bte eine8 jeden einzelnen ist, Eisenbahn r W'^ckkunde nicht verfügt Post gerade in der gegenwärtigen Zeit vor unnötiger yeht, ist von 50 Maus 25 Mästung zu bewahren, die eine Versendung von Pa- mentltch den kleineren Gewerkten in daS Feld notwendigerweise zur Folge hat. und Landwirten die nochmals: „Keine L.I cnSmittel an die Front, c lehr erleichtest MA^ohl aber Bücher, Cigarren, Cigaretten und , die Briefträger ,MkbM . nebst Antrag auf rteilt werden. ES bietet m Poktscheckverkehr noch s' genheit, sich eia Pastschecklo' marken der WttlicHt. flu$ Stadt und Land. Auf der Hauptversammlung des Kahnkarralvereins» am 8. Juni in Gießen statffand, sprach u. a. auch ^HiostaesehtimSteiglnRedner über „Lahnkanal und Eisenbahnnetz" und ttat L in diesem Jahre Sto l . - j e Monat des vorigen Iah--————————————————— 0 Mark. •iSÄffil Di. Aibckg.b.1 J|. fiin> owtschastlichen lie Arbeitge— , „ ie bie Äunö QU ^ >® ^TT®®®®®®^ ® otoie aldaten »f 1e l e n&, SSfaPSSä StzdE eit. ' '® ® Wenn Sie inserieren ®®®@®®®®®® T. ® & 1 enorr ttelivo elKS «W S rS w^SSp ! n9 ‘ die OunS «*%$** SV» J)tUW ft ^i dein 1 den und V @®®®®@®@ ® ' "kaut oder Verkauf, Geschäftsreklame oder allgemeine Anzeigen, dann bedienen Sie sich der „Giessener Zeitung“. — Bei Wiederholungen Rabatt. — Machen Sie einen Versuch Es ist zu Ihrem Vorteil :: sei es dabei für eine Bahnverbindung Köln, sowie S o e st - Arnsberg - Gießen-Lahn ein, als einer wichtigen Verbindung aus dem östlichen Wesffalen über die Lahn nach Hessen und Bayern. * Fulda. Die Zigeuner Ernst, Wilhelm und Hermann Ebender, die am 14. März vomhiesigen Schwurgericht wegen Ermordung de8 königlichen Forstmeisters NomanuS zum Tode verurteilt worden sind, hatten durch ihren Verteidiger Revision beim Reichsgericht einlegen lassen. Dieses hat heute die Revision verworfen und das Urteil bestätigt. DMruburg. Der Personenzug Biedenkopf Straß- eb^rSbach überfuhr bei Eibelshausen ein auf dem Gleise haltendes Fuhrwerk, daS von zwri Kindern gelenkt wurde. Der zwölfjährige Schüler Hofhtinz wurde auf der Stelle gelötet, einem siebenjährigen Mädchen ein Bein völlig und das andere nahezu abgefahren. Das Mädchen kam in hoffnungslosem Zustand in das Krankenhaus. Das Unglück dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die Kinder infolge der scharfen Bahnbiegung das Hcrannahen deS Zuges nicht rechtzeitig bemerkten. — Gibt es da keine Schranke? Kassel. Das stellvertretende Generalkommando des 11. Armeekorps wendet sich in einem öffentlichen Aufruf gegen den überhandnehmenden Maffenaufkauf von Lebensmitteln auf dem Lande durch Händler und Aufkäufer, und bezeichnet diesen Unfug als ein Unrecht der Landbevölkerung gegenüber dem Vaterlande. Zur Bekämpfung dieses Treibens ordnete das Generalkommando eine scharfe Beaufsichtigung der Bahnhöfe und Eisenbahnzüge durch Sicherheitsbeamten und die auf den Stationen abkommandierten Militä? Personen an. Es ist aber nicht beabsichtigt, falls es sich im Einzelfalle um geringe Mengen von Lebensmitteln handelt, durch kleinliche Maßnahmen Einzelpersonen zu belästigen und dadurch Mißstimmung in weite Kreise zu tragen. Kassel. Die Gründung einer kaufmännischen Baugenossenschaft auf gemeinnütziger Grundlage beschloß der kaufmännische Verein. Mieskadrtt Vor der Strafkammer wurde der Obeclehrex Professor. Dr. Molenaar aus Königstein wegen Aufreizung von Soldaten zum Ungehorsam gegen Befehle eines Vorgesetzten zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Professor Molenaac ist ein fanatischer Impf- gegner. Ec hatte in gedruckten Postkarten, die er ins Feld sandte, die Soldaten aufgefocdert, sich der Zwangsimpfung zu widersetzen. * * Apolda Der Kommunalverband hat für den 2. Verwaltungsbezirk 800 Schweine in einem Kühlhaus in Leipzig auffrteren lassen, um bis zum Spätherbst die Bevölkerung mit Schweinefleisch versorgen und ihr in ausreichender Weise Fett zufühcen zu können Ein einfaches Hausmittel, besser satt zu werden. Merke: 1) Wir essen alle viel zu schnell, ein großer Teil des Genossenen bleibt deshalb unverdaut. 2) Wir müssen unsere Speisen gründlich kauen. Wir kommen dann mit viel weniger aus. („Durch gründliche Zerkleinerung und durch Speichelung werden die Nahrungsmittel viel besser verwertet und ausgenützt, man kommt mit viel weniger aus." Geh. Rat Prof. Faßbender, Ml. d. R., Berlin.) 3) Daher daS alte, wahre Wort: „Langsame Esser sind spar- same Esser". 4) Spüle nie einen Bissen durch einen Schluck hinunter. Du treibst auf diese Weise Vergeudung, weil der Bissen nicht bei dir anschlägt. b) Alle Aerzte, alle Hygieniker sind einig darin, daß wir langsamer essen müssen, besser kauen, und daß unsere Ernährung davon Gewinn ziehen würde. 6) Die Regel ist erprobt, daheim und im Felde, aber ihre Kenntnis nützt uns gar nichts, wenn wir nicht auch die Energie aufbringen und danach tun. 7) Wenn alle danach täten, würde dem Vaterland viel Brot gespart: Der Gewinn wäre nicht auszudenken. Säuglingsfürsorge im Sommer. Sechs wichtige Regeln für die heiße Zeit. 1. Das Zimmer kühl halten! Fleißig lüften! Fußboden feucht halten! Bei Tage Vorhänge (und Läden) zu! Bei Nacht Fenster offen: Das Kind muß das kühlste Plätzchen haben. Ein über das Bett ausgebreiteter leichter Schleier verhütet, daß Fliegen Krankheiten auf das Kind übertragen und daß es Schnaken stechen. 2. Das Kind kühl halten! Leichte Kleidung und leichtes Bettzeuch (auch im Freien)! Nur keine Federbetten! Bei großer Hitze kann das Kind auch nackt liegen. Täglich wenn irgend möglich lauwarm baden oder w'.nigstens lauwarm abwaschen. 3. Krnstkinder miederstehen der Hitze am Kesten. Unter keinen Umständen darf jetzt avgesttllt werden. 4. Größte V usicht in der Ernährung! Ja nicht überfüttern! Geg u den Durst gGic man nach Bedarf löffelweise dünnen lauwarmen Tee (F ucheltee). 5. Kuh- oder Ziegenmilch muß frisch sein, beim Bezug sofort 3—5 Minuten gekocht und gleich wieder gut gekühlt werden. Die Milch muß immer kalt stehen! (Kühltopf oder Kühlktste.) 6. Jedes mit der Flasche ernährte Kind muß ärztlich überwacht werden! In den Beratungsstellen der Gr. Zentrale für Mutter- ünd SäuglingSfürforge erhält jede Mutter und Pflegemutter unentgeltlich ärztlichen Rat und Auskunft. Bei dex geringsten Gesundheitsstörung muß das K nd so re sch als möglich zum Arzt. Klrcblicbe Anzeigen. Sonntag, den 15. Juni. 2. nach Trinitatis. Gottesdienst. !In der StadtKircbe. 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