Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Vierteljahr!. 1^0 Mark, vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition 1,28Mk, durch die Post oder direkt durch Kreuzband vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheine an drei Wochentagen. — Redaktion: Südanlage 21. — Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nicht. Verlag der „Gießeuer Zeitung", Gieße«. Expedition: Züdaniagr 21. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 ram breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung deS Zahlung». zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Truck der Gießencr Verlagsdruckerei, Aldi« Mein. 43, Telephon Nr. 382. Mittwoch, den 23. Mai 1917. Telephon 4tr. 362. 20 Neue heftige Kämpfe im Weste« gegen Engländer und Franzosen. Die deutschen Stellungen bei Braye und Cernah verbessert. 227209« Tonnen versenkt, davon durch U-Boote im April 1091000 Tonnen. Erfolge deutscher Torpedoboote nnd Luststreitkräste. JVmtlicbc deutsche Cagesbericim. wb. Großes Hauptq uart ier, 19. Mai 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen der Küste und St. Quentin nahm die Artillerietätigkeit in mehreren Abschnitten zu und steigerte sich nachts zwischen Achcville und Gavrelle zu großer Heftigkeit. — Ein unter dem Schutz dieses Feuers beiderseits der Straße Arras—Donai einsctzender englicher Angriff brach in unserem Abwehrfeuer zusammen. Ebenso erfolgtes blieben feindliche Vorstöße östlich von Monchy. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Aisne- und Champagne hält das lebhafte Freuer an. — Bei Braye erreichten wir durch Fortnahme eines französischen Grabens eine weitere Verbesserung unserer Stellung. Am Winterberg wurde ein nächtlicher Vorstoß des Feind in zähem Handgranatenkampf abgeschlagen. Bei ungünstigem Wetter war die Fliegertätigkeit die letzten Tage gering. Gestern schossen wir 10 Flugzeuge ab. Oestlicher Kriegsschauplatz: Russisches Artillerie und Minenfeuer zwischen Aa und Düna, westlich von Luck, beiderseits der Bahn Zloo- zow—Tarnopol und an der Mojorowka wurden lebhaft von uns erwidert. An der Mazedonische Front hat der Feind nach den Mißerfolgen der letzten Tage seine Angriffe nicht wiedenholt. Das Artilleriefeuer ist wieder schwächer geworden. Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff. * Berlin, 19. Mai, abends. In der Champagne nachmittags zunehmende A'.till^rietätigkeit. Sonst im Westen und Osten keine besonderen Ereignisse m Das U-Boot-Jtyrilergebnis. 1091000 Tonnen» davon 664 000 Tonnen englischen Schiffsraumes versenkt. — „U 33" allein versenkte 80 000 Tonnen. Berlin, 19. Mai. Nach endgültiger Festellung sind im Monat April an Hondelsschiffsraum insgesamt 100! 000 Br. Reg. To. durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte vernichtet worden, darunter 822080 Br.-Reg. To sein dl', chm Schiffsraums und von diesem 664000 Br.-R.-To. englisch. Hiervon wurden 80000 Br.-Reg. To. von „U 35" (Kommandant:Kapintäleutnant Arnauld de la Periere) während einer Unternehmung versenkt. Seit Beginn des uneingeschränkten U Bootkrieges sind insgesamt 2 272 000 Br.-R.-T. Hon>elsschiffs- raums infolge knegerischer Maßnahmen der Mittelmächte verloren gegangen. Davon waren 1 707 000^ Br.R.-To. englisch. Der Chef des Admiralstabs der Marine. » Cuftfieg über Nonstanra. Berlin, 19. Mai. Am 18. Mai mittags erfolgte ein Angriff von drei russischen Flugbooten auf Konstanza. Dank sofort einsetzender Abwehr durch deutsche Seeflug.- z uge und Artillerie kam nur eines dieser Flugboote bis über die Stadt und warf Bomben ab. Schaden wurde nicht angcrichtet. Bei der Verfolgung des Feindes gelang es unseren Se.fl-gzeugen, alle drei Flugboote abzuschießen. Eines davon wurde, gering beschädigt, samt seinen Insassen eingebracht, von einem weiteren die Besatzung gefangen genommen. Gleichzeitig gr-ffen deut che Seeflugzeuge feindliche Kreuzer und Zerstörer an, die eine Beschießung der Küste von Mangalia versuchten. Auf einen Zerstörer wurden mehrere Treffer exzielt. Trotz heftigen Abwehrfeuers und Luftkampses mit neu aufgestiegenen feindlichen Flugzeugen sind unsere Flugzeuge wohlbehalten zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Berlin, 19. Mai. Neue Uuterseebootserfolge im Atlantischen Ozean. 8 Dampfer mit 31 000 Brutto rcgistertonnen. Der Chef des Admiralstabs dex Marine. Erfolge deutscher Torpedoboote. Brr lin, 19. Mai. 1. Unsere in den Hochseen kreuzenden To pedoboote trafen in der stacht vom 17. zum 18. Mai einen größeren, von England kommenden, durch Zerstörer geleiteten Dampfer, versenkten ihn und beschädigten einen Zerstörer durch mehrere Altillerietxefflr. Sie kehrten darauf wohlbehalten in ihre Stützpunkte zurück. 2. Neue U Bootelfolge im Atlantischen Ozean und Englichcn Kanal: 8 Dampser, 2 Segler, 1 Fischkutter mit 23 000 Br. R.-To. Der Chef des Admiralstabs der Marine. • wtb Großes Hauptquartier, 20. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Arras hat die Kampftätigkeit wieder zugenommen. Beiderseits von Monchy griffen die Engländer nach kurzer, heftiger Feuervorbeceitung mit starken Kräften an; sie wurden restlos abgewiefen. Während der Nacht war die Artillerietätigkeit zwischen Acheville und Queant außerordentlich lebhaft. Mit Tagesanbruch setzte in dieser Linie starkes Tommelfeuer ein, dem südlich der Searpe englische Angriffe erfolgten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Während an c ec Aisne in der Stärke des Feuers keine wesentliche Aenderung eingetceten ist, nimmt in der Westchampagne die Heftigkeit des Artilleriekampfes zu. Die von uns am 18. 5. genommene Stellung bet Braye wurde gegen einen starken französischen Angriff restlos behauptet. * Im Luftkampf und durch Abwehrfeuer büßte der Feind gestern 8 Flugzeuge ein. Oestlicher Kriegsschauplatz: Keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front: Mehrere feindliche Angriffe gegen Höhenftellung von Kravica (östlich der Cerna) wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, 20. Mai. Die heute morgen gemeldeten Angriffe der Engländer südlich der Seaipe sind unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. — Bei Laffaux blieben französische Teilvorstöße erfolglos. * Berlin, 20. Mai. Am Morgen des 20. Mai kam es vor der flandrischen Küste zu einem kurzen Vorpostengefecht zwischen deutschen und französischen Toc- pedobo ten. Der Gegner erhielt mehrere Acrillerictceffer Unsere Boote kehrten ohne Verluste und Beschädigunden zurück. Der Chef Admicalstabes der Marine. * wbt. Großes H a u P t q u a r t i e r, 21. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die gestrigen Angriffe der Engländer waren beiderseits der Straße Arras—Cambcai auf einer Frontbreite von 12 Kilometern angesetzt. Wo es feindlichen Stoß- truppen zwischen der Scarpe und dem Sensee-Bach gelang, aus ihren Gräben vorzustoßen, wurden sie in unserm vernichtenden Feuer zusammengeschosscn. Oestlich von Croisilles in unsere Linien eingedrungener Feind warf kraftvoll geführter Gegenstoß zurück. Am Nachmittag, Abend und in der Nacht zwischen FontaineS und Bullcourt mehrfach wiederholte Angriffe hatten dasselbe Schicksal. Wir hielten unsere Stellungen bis auf einen völlig zusammengeschossenen Graben, den wir dem Gegner planmäßig überließen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Während bei Laffaux französische Teilangriffe erfolglos blieben, gelang es westpreußischen Grenadieren bei Braye, sowie bayrischen Truppen bei Cecnay, und westlich der Hurtehise Fe. durch Fortnahme feindlicher Gräben ihre Stellungen zu verbessir und den Gewinn gegen Wi ^ reroberungsversuche der Gegner zu halten. — In d- Co rmpagne ist gestern wieder schwer gekämpft worden. — i)u seit Tagen gesteigerte Artilleriekampf erreichte von morgens an äußerste Heftigkeit. Am Nachmittag brachen die Franzosen zu starken Angriffen gegen die Höhenstellungen nördlich der Straße Prennay St.Hllaire- Le Grand vor. In erbittertem Ringen, das sich bis in die Dunkelheit sortsetzte, gelang es dem Feinde, aus dem Cornellet-Berge Wltch von Banroh, und auf dem Keil- Berg, südwestlich von Moronvillters. Fuß zu fassen. Wir liegen auf dem Nordhängen der Höhen. Um den Besitz der anderen Kuppen wogte der Kampf hin und her. Anfangs errungene Vorteile wurden den Franzosen in schnellem Gegenstoß wieder entrissen. Die alten Stel- lungen sind hier in unserer Hand. Abends neueinsetzende feindliche Angriffe wurden in den zurückgenommenen Linien abgewiesen. — Die blutigen Verluste des Feindes sind auch gestern'wieder sehr erheblich gewesen. * Die Gegner verloren gestern 14 Flugzeuge. Oestlicher Kriegsschauplatz: Keine Veränderung der Lage. An der Mazedonischen Front beschränkte sich die Kampftätigkeit auf vereinzelt lebhaftes Artilleriefeuer. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, den 21. Mai, abends. Morgens scheiter- ten bei Bullccomt (Artois) englische, südwestlich von Nauroy (Champagne) französische Tetlangriffe. Tags über in mehreren Abschnitten der Arräs-, Aisne- und Champagnefront sowie auf dem Westufer der Maas wechselnd starker Feuerkampf. m Siegreich über der russischen Julei Oefel. Berlin, 20. Mai. Wiederholte Versuche russischer Flieger, von Lebara auf Oefel aus die Tätigkeit unserer Vorpostenboote zu stören, führten am 18. Mai zu Luftkämpfen, wobei es zweien unserer Seeflieger gelang, ie ein feindliches Flugboot zum Absturz zu beingen Außerdem wurde einwandfrei beobachtet, daß 2 feindliche Flugzeuge sich rammten nnd senkrecht abftiftzten. — Eine nördlich der Flugstation Lebara befindliche russische militärische Anlage ist von einem deutschen Luftschiffe, als es von dort beschossen wurde, mit Bomben belegt worden. Der Chef des Admiralstabes Marine. * Berlin, 20. Mat. Neue UBooterfolge im At. lanttschen Ozean! 20 300 Brutto-Re.-Tonnen. — Die Ladungen der versenkten Schiffe bestanden größtenteils aus Kohlen von England und Eisenerz nach England. Der Chef des Admiralstabs der Marnte. Revolution in Portugal. straftenühaift i» üLissabvn. Ter Korrespondent der Madrider „Epoca" meldet aus Lissabon, die Frage der Lebensmittelversorgung hat eine weitere Verschärfung erfahren. Trotz aller RegterungSmaßnahmen herrsO,» Brotmangel. In Lissabon stürmten vir hungrigen Voll-««sse» die Bäcker- tSdeu, und nur durch da- energische Eingreifen von Polizisten und Truppen, Die von den Waisen Gebrauch machen mutzten, tonnte die Ordnung wied..-ergestellt werden. Aehnltche VorloniAN.I..- wiederholten «ich in der Provinz. Jedoch nicht nur LebcaSmittel, sondern auch viele andere Artikel fehlen. fc> Fai ..i und Werkstätten dürsten bald feiern müssen. I - See» tranLportmittelkrise scheint unlr^bar Tie durch den verschärften N-Boollrieg in Portugal geschaffene Lage ist höchst benoruhigeud und bietet einen düsteren Aus. blick für die Zukunft. Italien. Htallra «acht sich «*f erur» „langen ErschSpftiugskrieg gefaßt. Sie hat nichts geholfen, die neue italienische Offensive. Gar nichts. Tie Engländer hatten ihre Freunde wieder einmal vorgefchickr, damit sie ore Oesterreicher bedrängten und so auf Umwegen oie deutsche Westfront schwächten. Sogar ihre großen Schisssgeschütze stellten die Engländer in den Dienst dieses Vorstoßes, ein Beweis dafür, wie außerordentlich wichtig ihnen diese Hilfe Italiens war. Einige l iU kVAj L k yi MV •• -| — >V- ^ Tage schien es ja auch, als ob diese UeberrumplungS- versuche kleine Erfolge hätten. Aber schnell wendete sich va» Blatt; unter schwersten Verlusten die Höhen hinabgewor- fen" — „über den Jsonzo zurückgewtchen", das war das Ergebnis der Kämpfe am Sonntag. Man hat stch wieder einmal sehr gründlich verrechnet. Vom Durch- bruch, dem erhofften, keine Spur. Das Land der „Katzelmacher" mußte wieder einmal vergebens hoffen, nachdem man ihm die Sicherheit des Gelingens dieses Vorstoßes in allen Farben auSgemaU hatte. Schneller rwch als an der Westfront hat die Angrei- fer ihr Schicksal erreicht, schneller als die Engländer muß. Eadorna wieder zu seinem Wetterberichte, diesmal über die Schneefchmelze, greisen, um das Volk zu beruhigen. Aber nachdem UVV I IV 1 *^ *•••* ^ v /kl a das italienische Hauptquartier selbst zugeben mußte, - I - —-ü daß die Offensive zum Stehen gekommen sei, ersaßt das Volk die Wut. Man war stch darüber klar, daß die diesmaligen Anstrengungen nicht mehr überboten werden könnten, daß alles auf der einen Karte dieser neuen Osfensive stand. Ter wachsende Kohlenmangel erdrosselt die italienische Industrie und den Bahnverkehr; eö gibt keine Kohlenreserven mehr, und es ist nicht abzusehen, wie sich dieser Zustand bet der sinkenden Tonnage verbessern könnte. Auch hat sich die Kriegsmüdigkeit in Italien stark verbreitet; Reisende, die aus dem apenninischen Königreiche kommen, versichern, daß schon jetzt der Widerstand gegen die Kriegsjortsetzung lebhaft sei. und daß bet den rasch ansteigenden Schwierigkeiten spätestens im Winter schwere revolutionäre Unruhen mit Sicherheit zu erwarten wären. So kämpfte Italien in der zehnten Isonzoschlacht nicht bloß für seinen Sieg, sondern auch gegen den Bürgerkrieg, und diesen Kampf hat es verloren, weil es nicht siegte. r-te Sozialisten werde« immer deutlicher. „Tie beißenden Lehren der Wirklichkeit," schreibt da» große Mailänder Gegenstück des Berliner „Bor- wärt«", der „Avanti", „haben ihre Früchte getragen und auch den unverbesserlichsten' Lügnern Vorsicht betgebracht." Selbst ein Malagodi der „Tribuna" hält für nötig zu schreiben, man müsse inbezug auf d^e Karstoffensive der harten Wirklichkeit in die Augen schauen, „die russische Revolution habe für die Verbündeten schmerzliche Folgen gehabt. Man müsse stch Den Engländern entgegen! Bon Paul Schweder, Kaiser!. OSman. Kriegsberichterstatter. Jerusalem. Nachts um die zwölste Stunde. Ein Pahlolauer Nachthimmel, sternenüdersät, hüllt Zion wie in einen kostbaren Krönungsmantel ein. Wir sind mitten in der Weihnachtszeit. Aus den Ehristenhäusern duftet es bereits nach WeihnachlSkuchen, und in den Herbergen unserer hier stallonierten Feldgrauen libt man die alten deutschen Wcthnachtülieder. Weihnacht-stimmung und WcthnachlSzauder, wie überall ln der Welt, so auch hier, und hier vielleicht noch tnni- -er und ursprünglicher, well man gar so weit entfernt don der Heimat und ihrem Welhnachtötreiben und andererseits so nahe der Krippe und Bethlehem ist. — Irgendwo in Oberbayern, in der Mark, im Sachsenlande, am Rhein und in Ostpreußen mag um diese späte Nachtstunde auch noch jemand wach sein, um dem feldgrauen Jungen im heiligen Lande irgendetivaS hum Feste zu fertigen oder ihm ein paar Zeilen zu schreiben. Und auch hier liegt mancher noch mit wachen Augen und denkt an jenen oder jene. — Lau ist die Lust der Nacht nach des Tages brütender Hitze, und von Bethlehem bis Golgatha hinüber zieht e» wie Wethrauchwolken durch die Stille. Da plötzlich ein Alarmsignal und noch eins Es lommt aus dem türkischen Quartier und pftanzt sich mit Blitzesschnelle durch die ganze Altstadt fort Auch im feldgrauen Lager wird es lebendig. — Ta und dort glaubt man vielleicht an einen schlechten Scherz oder meint, daß die Oberste Heeresleitung die stete Bereitschaft auch am Tage vor Heiligabend nach prüfen wolle. Aber schon rattern die schweren Benz-, Daimler., Horch- und Opelwagen des Kraftfahrparks heran. Kavallerie und Infanterie wird sichtbar, die 'hmalen dunllen Schatten von Kamelleibern schieben ch heran, und geschäftig eilen Adjutanten und Or- onnanzen in der ganzen Stadt umher. — Von den TrüpP^nlagern in den Vorstädten ziehen immer neue Scharen herbei. und bald gleicht Jerusalem ganz wie w oft in allen Zeiten m.n*n Ki*tg*n g*oße« auf einen langen Erschöp fu ngSkr r eg gefaßt machen Die Krieg-Presse hat also/ fügt "Avanti" hinzu. ..bereits die Hoffnung auf den entscheidenden Schlag ausgegeben und kehrt zu ihrer schon mehrmals verkündeten und wieder aufgegebenen Hoffnung ruf die Erschöpfung des Feindes zurück." Wie es aber mit dieser Erschöpfung bestellt sein a>ird. das weiß man in Italien besser als wir. Wenn einer am Rande der Erschöpfung angekommen ist, d?nn ist ci Italien. Tie . ciegLhetzer freilich sind e» nicht, die bun- ucn müss n. Das überlassen sie den Massen. Ihre ? itrikcn brauchen keine Kohlen; ihre Schornsteine rauchen von * englischen und französischen — Banknoten Bethmann und Hindenburg Rcichelriiuiig und Heeresleitung „Ueler unsere Kriegsziele beftnde ich mich in itt voller Uebereinstlmmung mit der Obersten HeercSlei- *uua n sagte der Kanzler in seiner jüngsten Rede. Lebhafter Beifall im Reichstage. Natürlich muh man sich freuen, wenn unsere führenden Männer in den entscheidenden Ttngen an einem Strange ziehen. Kann man überhaupt einen Strich ziehen zwiscven den verschiedenen Kriegezielen ? Aus der einen Seite die militärischen und polnischen Ziele, wofür die Heereeleitung moralisch verantwortlich sein toll aus der anderen Seile die wirtschaftlichen uno i>ju> tjschen Ziele, die ausschließlich den Kanzler angeben sollen?' DaS sieht schiedlich auS, aber ntchl sried lich. und fruchtbar wäre ein solches Nebeneinander gewiß nicht. . Politik und Heerwesen greisen ineinander Schon in Fr rede ns zelten, wo jeder Staatsmann bet seinen inneren Maßnahmen die Bedürfnisse des Heeres berücksichtigen muh und bei seiner auswärri- gcn Politik di« Frage zu stellen hat. ob and wie die Wehrmacht etwaige scharfe Folgen seiner Politik au^gleichen kann. Und nun erst in j^rieg:.',eilen! Io hat die Heeresleitung erst recht ein entscheidendes Wort in die Wagschale »u werfen bei allen Entschlüssen der Staatsmänner, die unmittelbar oder mittelbar die ttricgsaufgaben und die Kriegsziele berühren. Tas morgen durch eine wörtliche oder tatsächliche Feststellung der Wahrheit Lügen gestrast werde. Wenn er unter den gegenwaettgen Umstanden von Ser lleberelnstimmung in den Krieg :olen ivrichr, io har das »in« sehr aktuelle Äcdeutung. Er handelt .'ich setzt nicht um graue Theorien oder eine entserute Zukunkt sondern um praktische Ausgaben des Tages Tie drennendsle Fraye ist ,a die: ironner- und sollen ir': den Aussen ein besondere« Sm geaenkomm n ln «ussicht stellen? Ta« lst doch wahrliä keine Bng» .egenbeil die den Äetchekanzler allein ao- ginge und der Heeresleitung gleichgültig wäre handelt sich da nicht bloß am wirtschaftliche oder diplomatische Fragen, sondern auch um unsere milt- lyrische Sicherung im Osten Dabei hat doch die Oberste Heeresleitung ein ewiä: n Work, ja entscheidende L.'orr mirzurvceLcn Se.s..? ..uiN lich konnte der Reichs nzl r ..ul seiner Takiu -gegen, über Rußland und überhaupt mit der unter, schicklichen Behandlung der verschiedenen Feinde nicht eher hervortreten, che er die Zustimmung aller Instanzen gefunden hatte Auch die Zustim- mung der Verbündeten denn die S'che berührt Oesterrrlch mindestens ebenso, wie uns. und rieht ^nch wegen der Rückwirkung auf dem Balkan die Bulgrren und vtc Türken ins Spiel So haben wir also die Uebereinstunmung. die wir br .nchcn Warum will man deren Wert bezweifeln? ganze öffentliche Leben ist aus den^Krieg^ge,teilt; da bleibt insu»« kaum etwas übrig, waö nicht in das Kriegs gebiet fällt. Am wenigsten in der sogenannten hohen Politik: denn jeder diplomatische Schritt gegenüber den feindlichen oder den neutralen Staaten kann Wir- kungcn h ÄST Steilungen K.".» *; ■ uillerie p EUi»y. —- - ■ Kt* Jnfantene,- lojott naa io endete das i eines Der t -iitsenshjacht bez : ;Dcn Erfolge t Die lO.Jsoni ••• ü-sflisrheFri - * bie ,^n sste , oi «"> von SfttMto", "ne t>e c L s ( tl 'nni j Q Me; L- »VjBs nte des 'ftttep ,n iler off’ytald 'Sasft M«ott L ö5d) ■ 6e;- r- '« *:b- 'Kinb, it der V. eN die vÄ, -'-inbe '"-h d 'L""i " °°ch- tzL und Uf>fcT W lntn ^9, bic ^zweifeln? MUK kxt lvir ?*%% «Äs: ?’S S Ä V| un 91 die ebt- } ett >'®to6, , Ehefrauen, bis N°"', elternlose ^aterschast aner- .K °>ne ftemde ,'ich m Snianbe ’ c Ehe gebrachte |emann nicht der Wegeeltern und W Kinder beut* Väter bsterret- ld in das öfter* nd. ; besteht ein Sln- enst Eingettetene Ht etwa Kapt- aber weiter kür gen, die an der feindlicher Mch mschleM worden n des Unterperso- e. nunterstützung be- ntnis oder Ver« lämlich nicht allein t Eingetretene zu lterstützung Nachin. icht gemacht wor- weitherzig zu um vor allen den Ernährer das end er dort brau* is der Wacht steht, : bleibt. Aber wie ! ist, zu Helsen, so verständliche unbe- wt und Gemeinde, egsnot stehen, nach mS TJ&it S&sSSK arüber S^^rchehen sK «feie ?>-!»?'»,»«L liehe, gesetzliche Mndestbetraa betrügt seit dem 1. November 1916 für die Ehefrau 20 Mark und für jede sonstige unterstützungsberechtigte Person 10 Mark. Allgemeine KriegsrrachrichLen. Neue U-Boot-Erfolge im Atlantischen Ozean: 20 300 Bruttoregistertonnen. Tie Ladungen -er versenkten Schiffe bestanden größtenteils aus Kohlen von England und Eisenerz nach England. Diie Mineuseuche Ter Hafen von Portsmouth ist wegen Mnen- gefahr bis aus weiteres geschlossen. Es handelt sich um einen der wichtigsten englischen Häfen, den eigentlichen Uebersee-Verk^hrshafen Englands für Passagiere, an der Südküste, gegenüber der Insel Wight. Ter österreichische Degenstoß. Aus dem Kriegspressequartier wird über den österreichischen Gegenstoß, der den Italienern kleine, beim ersten Ansturm errungene Vorteile wieder entriß, gemeldet: „Tie Italiener mußten im Raume Loga Bodrez, wo es ihnen am 14. Mai geglückt war, einige Abteilungen über den Isonzo zu werfen, dieses schmale Stück wieder räumen, das sie sich unter blutigsten Opfern erkauft hatten. Unsere Artillerie ist es, die die Jtalienernester in diesem Abschnitte des Ifonzoufers zerstörte und den Feind wieder auf bas rechte Ufer zurücktrieb. Mit aller Macht waren die Italiener bemüht, sich hier zu halten und ihre Stellungen zu einem Brückenköpfe auszubauen. Sie hatten eine Rollsähre einzurichten versucht, auf der sie immer inue Verstärkt.igen heranznbringen bestrebt waren Tie Uedergangvsir.le wurde jedoch unter konzentrischem Ärtillerieseuec gehalten, so daß der Feind hier nur nutzlos Menschen und Kriegsgerät opferte. Alenhzeing hielten unsere Schützenlinien die Abteilungen, die sich am linken Ufer eingenistet halten, Mit solcher Zähigkeit umklammert, daß ihnen jede Möglichkeit, sich auszubreiten, genvinmen blieb. 'Auf solche Weise einge'tapselt und dem Wirkungsfeuer unserer Artillerie preisgegeben, blieb den Italienern, um der völligen Vernichtung zu entgehen, nichts anderes übrig, als auf das andere Ufer zurückzuweichen, lln- ftr.? Infanterie,- die ja hart am Gegner klebte, stieß ihm sofort nach und entriß ihm noch Gefangene. So endete das Ringen in diesem Abschnitte, das als eines der erbittertsten und hartnäckigsten in der Riesenschlacht bezeichnet werden kann, mit einem glän zenden Erfolge für unsere Waffen." dis lO.Jsonzoschlacht. •••.Italienischefront am 20.5.1917 ’mej/y* fjn/kote m CA/apOM/tß J •^Cor/tw/iA ; Cdpnro ' ■ loA re !Santo \ fotyor* 0 drAzignü \ / yertoji>£ J r a . O * LOknCd • O # . • 0 msunßrh^ 1 og MortfaJco/t % / Tie Italiener haben, wie sich immer klarer der- ausstellt, mit dem südlichen Flügel einen vollen Mißerfolg erlitten. Aus dem nördlichen Flügel hatten sie an zwei Punkten Anfangserfolge. Erstens bei Auzza, wo sie das linke Jsonzo-Ufer gewonnen yar- ten, und zweitens bei Prava am Kukberge. Bei Auzza mußten sie inzwischen wieder die gewonnenen Stellungen räumen, dagegen haben sie die Vorteile am Kukberge dehaupter und versuchen, tu südöstlicher dttch- tung über Vobtze gegen den Monte Santo oorzu brechen. Ihre Sibsicht scheint zu sein, das ganze Massiz, das sich vom Kuk bis zum Monte Santo hinzieht, in ihre Gewalt zu bringen. Es handelt sich dabei nur um eine verkam weitesten nach Westen vorspringenden Stellungen. davon steigen neue Höhenzüge an, von denen au* starke Artilleriekräfte die neuen Stellungen der StaUerm am Kukberge unter Feuer genommen haben ^.re Besitznahme des Kukberges hat daher kerne entscheidendc Bedeutung. Wichtiger ist, daß die und südöstlich von Görz wie öte südliche Hochfläche restlos von unseren Bundesgenossen behauptet worden ist. Rußlands Wahlrechtspl c. Tie Kopenhirgener „Politiken" meldet aus Pe- tersburq: In Regierungslreisen herrscht d'.e Ansicht, daß die verfassunggebende Nationalversammlung wa- testens am 1. Oktober wird zusammentreten könnew Tie Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange und werden von einem Auss^rß geleitet, der von der Regierung ernannt worden ist und in dem alle Par- t»iLN vertreten sind. TaS aktive und passive Mahlrecht erhalten alle Bürger über 20 Jahre. Ties gilt auch für die Fantilie Romanow, doch werden diejenigen Mitglieder des gestürzten Kaiserhauses, die zurzeit gefangen gehalten werden, nur das aktive, aber nicht das passive Wahlrecht erhalten. Es wäre doch so schön gewesen, den abgesetzten Zaren etwa als Präsident der Freiheitsduma wiederzusehen!: ES gibt noch Richter — sogar in England. Tas Mitglied des Unterhauses Booth wurde zu einer hohen Entschädigung an einen naturalisierten Deutschen namens Gruban verurteilt, den Booth durch betrügerische Erweckung falscher Vorstellungen aus seinem Geschäft gedrängt hatte. Hierbei spielten Trohung mit Internierung und Versprechungen BoothS, seinen politischen Einfluß bei Lloyd George und dem Munitionsminister zur Geltung zu bringen, eine Rolle. 4 russische Flieger abgcschossen. Wiederholte Versuche russischer Flieger, von Le- bara auf Oesel aus die Tätigkeit unserer Vorpostenboote zu stören, führte am 18. Mai zu Luftkämpsen, bei denen es zwei unserer Seeflicger gelang je ein feindliches Flugboot zum Absturz zu bringen. Außerdem wurde einwandfrei beobachtet, daß zwei feindliche Flugzeuge sich rammten und senkrecht abstürzten. Eine nördlich der Flugstation Lebara befindliche russische militärische Anlage wurde von einem deutschen Luftschiffe, als es von dort aus beschossen wurde, mit Bomben belegt. Nnele San, zum Gruße. Reuter meldet aus Washington: Amtlich wird bekanntgeaeben. daß 2600 Seesoldaten die erste amerikanische Tioision nach Frankreich begleiten werden. Jene Tiviswn wird dem Befehle des Generals Per- sching unterstehen und sobald wie möglich nach Frankreich gehen. Es werden auch baldmöglichst die neu- angeworbenen Genieregimenter nach Frankreich abgehen. Unsere Helden bei Arras und an der Aisne werden diese neuen Söldlinge Englands mit besonderem Interesse begrüßen! Tie italienischen Schipper dürfen heim. Um der revolutionären Bewegung Herr zu werden. hat die italienische Regierung mit Zustimmung des kriegstollen Teiles ihrer Sozialisten eine „Aushebung" der italienischen Arbeiter für Schipperarbeiten in Frankreich vornehmen lassen. Alles, was revolutionärer Gesinnung verdächtig war. oder von irgendeinem Schurken verdächtigt worden war. wurde nach Flau dern usw. in den Bereich deutscher Kugeln gesandt. Jetzt wird berichtet: Laut „Mattino" sind von den i0 000 nach Frankreich geschickten italienischen Arbeitern 8000 wieder zurückgekehrt. Tie ckkbrigen werden ebenfalls erwartet. Tie „Gründe" dieser Rückkehr sind nicht bekannt gegeben worden. Tie Arbeiter sollen nunmehr in der italienischen Etappeirlinie beschäftigt werden. — Offenbar fürchtet man sie noch immer. Euglnnd und seine Gäste. Tie englische Regierung hat es abgelehnt, den in England lebenden 500 russischen Schriftstellern und Politikern, meistens politischen Flüchtlingen, die Heimkehr zu gestatten. dahingegen ist gegen ca. 60 Russen in England das Strafverfahren eingeleitet worden, darunter yegen 20 loegen Verbreitung englandfeindlicher Flugblätter. 9 “ Da- mlttelamerlkautsche Nepublikletn Nicaragua har die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen. " Der Streik der Munitionsarbeiter ln England ist in einer Besprechung beim Premierminister Lloyd George beigelegt worden. Politische Rundschau. — Major von Olberg, der Chef der Oberzensurstellc im Kriegspostamt, ist durch KabtnettSorder unter Belassung in seiner bisherigen Stellung in den Großen Generalstab versetzt worden. — Ter erste Generalquartiermeistcr Ludendorff ift von der Stadt Insterburg, Ostpreußen, zum Ehrenbürger ernannt worden. — Am 22. Mai, kann das KriegSecnährungSamt auf ein einjähriges Bestehen zurückblicken. :: Vom „Bcthmaunblock" der Mittelparteien war in der Presse neuerdings die Rede. Tazu schreibt nun ein nationalliberaler Reichstagsabgeordneter in der TienStag^Rummer der „Nationalzeitung", „daß die gemeinsame Erklärung der Mittelparteien vollständig ohne Mitwirkung der „Wilhelmstraße" oder irgendeiner anderen Reichsstelle zustande gekommen, vielmehr das ureigenste Werk der Mittelparteien ist. Sie ist angeregt und in ihrer ersten Form entworfen worden zwischen einigen Parteiführern der Mitte zu einer Zeit, da der Reichskanzler im Großen Hauptquartiere weilte." :: Tic Sozialdemokratie Hessens für Schcidemann. Tie hessische sozialdemokratische Landespartei sprach sich für die Politik der Mehrheit im Reiche aus. In einer Resolution zur Friedenssrage und den Kriegszielen schließt sich die Landespartei der Aktion der Reichstagsfraktion an. :: Landesvcrratsversahren gegen Zehn-Gebote- Hosftna un. Aus die Anfrage (Nr. 155) des Abgeordneten Haase (Königsberg) — Nr. 850 der Reichstagsdrucksachen — ist folgende schriftliche Llntwort erteilt worden: „Tie im Hauptausschuß von dem Herrn Staatssekretär des Auswärtigen Amtes am 1. Mai 191.7 abgegebene Erklärung, daß den unabhängigen Lozial- demokratcu wegen ihrer Zugehörigkeit zu dieser Fraktion die von ihnen beantragten Pässe zur Rerte nach Stockholm nicht verweigert werden sollen, wird in vollem Umfange auftechterhalten. Tie Beteiligten werden sämtlich die Reiseerlaubnis erhalten, mit Ausnahme des Herrn Landtagsabgeordneten H o f f m a n n. Tiefem wird aber der Patz nicht wegen seiner Zuge- höriakeit zur Fraktion der unabhängigen Sozraldemo- fxattn, sondern lediglich deshalb verweigert werden, weil er nach Mitteilung des Oberreichsanwalts in ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats verwickelt ist." Es handelt sich hier wohl um Nachklänge d»4 Munitionsarbeiterstreihs. Friede 7hne / Annexionen. Innerlich hat Rußland mit England gebrochen. Tie letzten Ereignisse in Rußland lassen ein gewisses Wiederaufleben des englischen Einflusses in Rußland erkennen. Rußland hat in dem Lande der erwachenden Kraft eben eine ganze Reihe Eisen im Feuer, so daß. es nach Miljukows Sturze noch lange nicht ausgeschaltet war. Und außerdem sucht England Rußland mit Gewalt zu zwingen. Das Stockholmer „Aftonbladet" bringt eine Nachricht, nach der die Engländer mit 4000 Mann Akchaugeldk beseht hätten und nach Verstärkung der Besatzung die Ok- kupierung des ganzen Gebietes zwischen Archangelsk und Petersburg beabsichtigen. Tie Japaner andererseits wollen offiziell Eharbin besehen, die Richtigkeit dieser Nachrichten ist augenblicklich nicht nachzuweisen. In Petersburg war jedenfalls in der letzten Woche die Ansicht vorherrschend, daß englischerseits ein Schlag vorbereitet wird. Auf dem Petersburger Frontkongreß sagte der Sozialist Sinowje'ff, die Verbündeten seien jeden -lugcnbtick bereit, der russischen Revolution in den Rücken zu salleu. England verbiete die Veröffentlichung der Bundesverträge mit der Zarettregierung, die Verbündeten verfolgten heimliche Ziele. Innerlich habe das russische Bolk mit den Verbündeten gebrochen, und Rußland dürfe auch vor dem äußeren Bruche nicht zurückschrecken. So streitet man sich allmählich in allen beteiligten Ländern unter der Formel des Krieges um — — oder: Friede ohne Eroberungen. Auch die ftauzösifchcu Sozialisten werden wachgcrüttclt aus ihrem patriottschen Taumel, in den sie irgendwelche Einflüsse seit Kriegsbeginn versetzt haben. So erörtert der radikale 2lbg. Renaudel in der „Huma- nite", dem Blatte des zu Kriegsbeginn auf Veranlassung der französischen Verbrecherregierung im Kafseehause erschossenen Sozialistenführers Jaures: „Alle Erörterungen der letzten Tage im englischen Parlament wie in der Ententepresse zeigten, daß die Regierungen der Entente mehr und mehr gezwungen sind, den Silln ihrer Worte und Beschlüsse zu bestimmen und zu sagen, wie sic Recht und Freiheit der Völker verstehen. . . . Tie ftanzösischen Sozialisten Haber, ihre Mitwirkung an der Landesverteidigung der Regierung nur unter der Bedingung zugesagt, daß die französische Regierung keine Eroberungen will. Selbst wenn man heute vom Feinde die Tragung aller Kriegskosten verlangt, ist dies töricht, denn man darf das Volk nicht an solche Gedanken gewöhnen. Tie Entente soll frei sagen, was sie will." — So mehren sich bei der Entente die Bedenkt», und Schwierigkeiten. * * * Wann kommt der Friede? Ter bayerische Ministerpräsident, zugleich der Vorsitzende des deutschen Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Frhr. v. Hertling, hat eine«, Budapester Zeitungsmanne gesagt: „Meine Ueberzengung ist oie, daß der Krieg bis zum Herbst endet. Unsere Lage ist ausgezeichnet. Wann die Franzosen und Engländer die Folgerungen aus unserer Unbesiegbarkeit ziehen, ist nicht genau abzusehen, aber hoffentlich bringt der Herbst den Frieden. Unsere Marine erfüllte mehr, als sie versprach, mit den U-Boot-Erfolgen sind wir völlig zufrieden. Eine andere Frage ist, welche Wirkung die Versenkungen auf England haben. Ties können mir von hier nicht beurteilen. Tie nächste Zukunft wird allenfalls Licht in diese Frage bringen." * * * T-aö „freie Rußland" will einen „gerechten Frioden". Ter neue russische Minister des Aeuhern, Terest- schenko, hat sich ausfragen lassen und dabei folgendes „Programm" aufgestellt: „Tie möglichst schnelle Wiederherstellung ernes allgemeinen Friedens, eines Friedens, der weder das Ziel hat, andere Völker zu beherrschen, noch sie ihres nationalen Erbes zu berauben, noch auch gewaltsam ftemde Gebiete wegzunehmen, eines Friedens ohne Annexionen und Entschädigungen, der sich auf das Selbftbestim- mungsrecht der Völker gründet, eines Friedens, der erreicht wird in enger, unlöslicher Vereinigung mit den Temokratien der AUiierten." Aus aller Welt. *• Aiatu-Weser. Zum ersten Male ist auf der Weser ein bayerischer Schlrppkahn eingetrosfen. Ter Kahn, der den Namen des Oberbürgermeisters von Bamberg ,T)ber- bürgermeister Wächter" führt, ist mit 9000 Zentnern rumänischen Weizens beladen und hat die 300 Kilometer lange Sttecke von Bamberg innerhalb drei Wochen zurückgelegt. *♦ Einheitskleidung in England'? Die englische Zivilbevölkerung wird demnächst in Uniform gesteckt werden. Ta» geschieht nicht aus besonderer Verehrung für den Militarismus, sondern auf den Vorschlag der ofiiziellen Versorgungsstelle, die in einem Bericht darauf hingewiesen hat. daß Mangel ön Rohstoffen die Einführung einer Einheitskleidung nötig macht, um Ersparnisse an Tuchen zu erzielen. A Tie Abwanderung der .vandwe.kerllhrttugc m die Kriegs-Industrie hat eine.. Umfang angenommen, der Handwerk und Gewerbe in der Frage des Nachwuchses empfindlich trifft. Sie wird begünstigt dadurch, daß es den Eltern oder Vormündern nicht schwer fällt, in der jetzigen Zeit, wo der Lehrjunge den Arbeitslohn des vollwertigen Arbeiters erhält, die im Lehrvertrag vereinbarte Entschädigung für den Fall der Auflösung des LehrverhältnisseS infolge Uebertritts zu einem anderen Berufe zu entrichten. Die Bayerischen Handwerkskammern haben deshalb dem Bundesrat den Antrag unterbreitet, eine Verordnung dahin zu erlassen, daß § 127 e der Reichsgewerbeoednung «Ueb»r- triti des Lehrlings zu einem anderen Berufe) für die Zsit des Kriege- außer Kraft gesetzt wird. Gegen den «erlaubten Nahrung;- mitteloerbraucb. Die Zeit vor der neuen Ernte bringt erfahrungsgemäß besondere Schwierigkeiten bei der ausreichenden Versorgung der 'minderbemittelten Bevölkerung mit Lebensm'tteln. In diesem Jahre werden die Schwierigkeiten verschärft durch das ungewöhnlich späte Frühjahr und die Schäden, die der besonders kalte Winter an den Vorräten hervorgerufen hat. In solcher Zeit ist eS eine besonders dringliche Aufgabe aller Behörden, dafür zu sorgen, daß die Ernährung der minderbemtt. telten, schwerarbettendenBevölkerung nicht durch Ueber- vjer sorg un g der Pefsergestellten geschmälert wird. Um dies zu erreichen, muß vor allen Dingen der Schleichhandel, durch den noch immer große Mengen von Fletsch, Speck, Butter, Eiern und anderen NahcungS- Mitteln der öffentlichen Verteilung entzogen und zahl- ungSfähigen Kreisen zugefühct werden, auf daS Nach, dcückltchste bekämpft werden. Auch dem übermäßigen Verbrauch von Nahrungsmitteln in Gastwirtschaften muß ebenso wie dem tteberverbrauch der Selbstversorger mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegengewtrkt werden. Der Präsident des KriegSernährungSamtS hat durch Rundschreiben an die Bundesregierungen erneut auf diese Notwendigkeiten hingewiesen. Diese Aufgabe zu erfüllen wird aber nur dann möglich sein, wenn die gesamte Bevölkerung und jeder einzelne verständnisvoll unter Hintansetzung jedes selbst- süchtigen Interesses Mitarbeiten. Die auSführenden Behörden müssen von einsichtigen Vertretern der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Männer sowohl wie Frauen, auf jede Weise unterstützt werden, damit die Mtßstände rechtzelttg erkannt und zweckmäßig bekämpft werden können. In dieser ernsten entscheidungsvollen Zeit muß die Ueberzeugung Gemeingut aller Deutschen werden, daß jedes Pfund Butter, Speck oder Mehl, das sich ein zahlungsfähiger Käufer zu unrecht beschafft, einem RüftungSarbettcc entzogen wird, der seine Kraft braucht, um unseren kämpfenden Brüdern die Waffen zu schmieden. Jeder bestimmten Mitteilung über greisbare Tat- sachen werden die Behörden gründlich nachgehen. Allgemeine Behauptungen und Eingaben, deren Vec sasser seinen Namen verschweigt, sind nicht geeignet, die Sache zu fördern. Die Mitteilungen zur Sache können auch an die Volkswirtschaftliche Abteilung des KctegSccnährungöamts gerichtet werden, die berufen ist, die örtlichen Behörden bei der Bekämpfung der Mißbräuche zu unterstützen. Uklegrpflngslri,,917. Horch Glockenläuten! 'S ist zum dritten Mal in diesem Weltkrieg, daß sie Pfingsten melden. Nicht mehr wie sonst der Töne volle Zahl, Einstimmig nur läßt Kriegsnot sie noch gelten. Doch wie sich hier und da der Klang erhebt, schwingt über deutschen Landen ec zusammen in Harmonien, die der Geist gewebt. Ein Helmutlenz und Schlachtseld.Fiammen, auü großem Siegeston strömt himmelwärts. Ein hoher KampfetzprciS ist uns beschieden: Wir Deutsche stehen freudig Herz an Herz für einen gottgeschenktcn heiligen Frieden. Der Herr, der Geist ist, schreitet durchs Gefilde der aufgewühlten, blutgetränkten Erde. Sein Wort klingt durch durch all das wogende, wilde aufschlagcnde Getös und ruft: Es werde! Durch Brand und Rauch und giftige GascSschwaden dringt doch sein Licht hindurch durch den Sterben- sden: aus Gnaden! ES dringt hindurch durch alle MecreSstraßcn der Pftngstgesang bis in des Tauchboots Tiefe: Gott ist getreu! Ec kann uns nicht verlassen 'S ist, als ob Mutter heut zum Kirchgang riefe. Ein Sang steigt auf zum Flieger in den Lüsten, ein Sang dringt zu den Schläfern in den Grüften. Fest-Pfingsten weckt den reinen Feierklang des Glaubens aus der Zeit Gewtrre. Der Geist der Wahrheit führt uns aus der Irre des BangenS, ZwcifelnS auf zum Freudendank. Sichst du des Geistes Feuerzangen glühen, weil sie gewaltig um den Erdball ziehen. — Ec rüstet zu dem großen stillen Fest. wo der Kanonen Donncrschlünde schweigen, wo Heer und Volk sich vor dem Einen beugen, der auch aus Trümmern Rosen wachsen läßt. Psingftsrieden weht um ferne Heldengräbcr, Psiugsthoffen baut der Brücke Bogenstceben von Freund zu Feind, vom Haß zum Sich-Verftehn Pstngstglocke, einsame und traute, einstimmig rwar tönst du uns starke Laute von Heimkehr hier und dort vom Wiedersehn! Kriegswirtfcbaiilicbe;. Das SleUv. Geueraikomwaudo des 18. Armee- Korps hat eine Bekanntmachung unterm 20. Mai 1917 in den Amtsblättern erlassen betreffend Regelung der Arbeit in Web-, Wirk» und Stickstoffe verarbei- tenden Gewerbrzweigcn. Herarniehung Wehrpfichliger nun dienst. Das KnegSnunisterium hat ongeordnet, daß alle Mannschaften im wehrpflichtigen Alter, die in der Zeit vom 2. August 1869 bis einschließlich 1899 geboren sind, sowie diejenigen Landsturmpflichttgen deS Jahrgangs 1900. soweit fie daS 17. Lebensjahr zuruckgelegt, l sich zum Hilfsdienst zu melden haben. Darnach haben ' stch bet der Bürgermeisterei ihres Wohnorts diejenigen Personen zwecks Eintragung in die Liften zu melden, die den vorgenannten Jahrgängen angehöccn und dir - Entscheidung dauernd kru. (nicht mehr zu kontrollieren), zeitig ktv. und vorläusig zurück erhalten haben Wachsende Selbstsucht. Exzellenz Michaelis, der oberste Beamte der Brotaetrcideverjorgung. hat von dem Schwinden der wirtschaftlichen Moral der Bevöl- kerungSkreise gesprochen und damit ausgesprochen, daß Erzeuger, Händler, Müller, Bäcker und Verbraucher in der wachsenden Not der Zeit die verständliche Selbst- sucht über das Interesse an der Versorgung unseres Vaterlandes stellen. Was Michaelis hrec im Hinbl'ck auf dos Ganze beklagt, ift^ewiß bedauerlich, aber nicht zu ändern. Man kann reden was man will, es ist jetzt so weit: jeder sieht zu, erst für sich selbst zä soc- gen. Viehzählung am 1. Juni. Am 1. Juni soll wieder eine Viehzählung stattfinden. Sie soll die Un terlage zu wirtschaftlichen Maßnahmen bilden. Weißbrot oder Krirgsbrot ? Diejenigen, die sich an den Genuß von Weißbrot gewöhnt hatten, fühlten sich jetzt durch das Verbot des Backens von Weißbrot benachteiligt. Sie sind der Meinung, das jetzige Brot sei für sic nicht bekömmlich. ES scheint ihnen dabei nicht bekannt zu sein, daß daS jetzige Brot zu 25 Teilen aus Weizenmehl besteht Daß das Brot jetzt gröber ist als früher, rührt bekannlich von der stärkeren Ausmahlung des GetceideS her. wobei die Schalen der Körner mit vermahlen werden. Gerade durch diesen Gehalt an Kleie gewinnt das Brot an Nährwert. In oder an den Hülsen deS Getreides ftn- den sich die wichtigsten Stoffe des KorneS. Entgegen der landläufigen Anschauung vermag der Mensch die Kleie gut zu verdauen Ru; bellen. Gemüsehöchstpreise in Hessen. In Mainr fand eine Besprechung bei der hessischen Land.Sgemüsestelle statt, zu der Vertreter der Städte und der übrigen Interessenten erschienen waren. ES handelte sich um Festsetzung der Höchstpreise für Gemüse für Groß- und Kleinhandel, nachdem die Preise für Erzeuger kürzlich schon festgesetzt wurden. Die Besprechungen ergaben eine Einigung zwischen allen Interessenten, deren einzelne Wünsche aus Preise festgelegt werden konnten, die allseitige Zu ftimmung fanden und auch vom V ccbcaucherstandpunkt gebilligt werden können. Diese Gemüschöchftpcetse gel ten für das ganze Gcoßherzogtum Hessen und stehen unmittelbar vor -der Veröffentlichung. Hessen ist mit diesem Schritt in erfreulicher Selbständigkeit vorgcgan- gen, da die Reichsftelle bte Festsetzung unverständlich lange hinausgezögert und dadurch die Gefahr jiu den Gemüsemarkt wächst. Milchpreise in Hessen. Der Komiiiunalvoerband für Milch- und Spetsesettversorgung in Hessen hat für die Lieferung von Milch gestaffelte Preise eingesühct, die sich zwischen 80 Pfg Rampenpreis bezw. 26 Pfg. Stallpreis. wenn pro Kuh des Mtlchbeztlks weniger als 1 Liier, und 34,5 Pfg. bezw. 30.5 Pfg., wann pro Kuh des Milchbezirks 6 Liter und m cnannt ? Verantwortlich: Albtn Klein in Greßen. Pfingstverkehr. Pfingstrosen und Ausflüge müssen in diesem Jahre unterbleiben, weil die Lokomotiven und Wagen für Zwecke des Heeres, der Kriegswirtschaft und Volksernährung gebraucht werde». Londcrzügc für den Ausflugverkehr werden nicht gefahren. Mit Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs ist daher zu rechnen. Die Eisenbahn benutze nur, wer notgedrungen reise» muß. Frankfurt (Main). 15. Mai 1917. 8g!- €ifenbabndirekiion Trankfurta. M Pfingsten. An den beiden Pfingstseiertageo. sowie w 1 ' am Tage vor- und nachher werden zur Benutzung von Schnell-,D > Augen Fahrkarte» des öffentlichen Verkehrs nur für solche Reisen auS- gegeben, bei denen die im Schnellzug zurück zulegende Strecke 60 km übersteigt. Auch die Ausgabe von Fahrkarten für Eil- und Personenzüge kann nur in beschränktem Umfange erfolgen. Ter Fahrkartenverkauf für die einzelnen Eil- und Personenzüge wird eingestellt, sobald nach der Zahl der verabfolgten Fahrkarten eine Ueber- lastung der Züge oder eine Gefährdung der pünktlichen Zugabfertigung zu befürchten ist. Der Reisende muß daher mit Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs rechnen. Das Vaterland verlangt, daß nicht unbedingt notwendige Reisen unterbleiben. Frankfurt (Main), den 80. Mai 1917. Kgl.Cilenbabndirektion Trankfnrta.nl. gersfelötr fuilusbrunncn Deutschlands einzige Glaubersalzquelle nach Ana lyse uadHeilwirkung gleich Karlsbad in Böhmen. Unübertroffen bet Magen und Darmkrankbetten, Darmträgheit. bammorrhoiden, Leberteiden, tialleniteiae, Kheu mausmus und Zuckerkrankheit! auch vorbeugend gegen Blinddarm-Entxiindung. Wo nicht erhältlich, bei 30 Flaschen zum Vorzugspreise von ÜLPfg. ---M.L6.Lv - in.Korb I 7.-direkt durch Lullusbllinilkli Gesellschaft m. b. H., Bad Heesfeld. Badekur: Mai September. s Auskunft - Magistrat, Herofeld ■ (Einmalige Aufforderung -» toliänb. Bohnen Kunst Pflanze». Kakao. Staffcc. Honig. Butter. Wer sich zu wieder billigerem Preise baldmöglichst versorgen will, sende seine Abreffe aus schmalen Streifen geschrieben tmd ILDsg. — möglichst in 3 Pfg Marken — für Offerte an 2 SverS, Nahrungen,. Bertand. Oamborg I. Markthof. Lfts» ebad Sellin aus Rügen. Billa Seeadler, ruhige ^age. em p nehlt zur Saison behagt. eingerichtete Zimmer mit guter Verpflegung. Frau Socr Wer verkauft gegen netto Kaffe fljj, Schienengleise I zu 4300 m auch in klein. Mengen, ferner ||| Stahlmulöen- " Kippwagen von ' . bro l chm Inhalt und 2 ^ofomorlvcn da- I : zu. Angebote erbäten gg| 6ebriid(r€lchelflr«n • Strassburq i. € 1 $. 2 1 . fletger »1 Centn Aur Verüärkuna für Je , 27 i J* mal gesxcdl. Spielzeit von 3 — 10 Uhr. Nur Qute Kräfte UictorU-CIchifpme Bad-nabela. Haus Ohlmers. Sommeririscbe, Ttppendors b Schwerin i. Mecklb. Rcrvenstärkender^ppetttanregea- der Kurort. Sec. Wald und gute Wege. Für gute Berpfiegung mit Z iitmer * lno 10 M pro Tag und » Person, nach Vage de» Zimmer» und Zeit l M. für Vicht die Woche. Fntzbälle auch einzelne Blasen, ferner Tcnuisbällc neu oder gebraucht, kauft zu hohen Preisen und erbittet Angebote ttaopar Berg, Nürnberg 19. längere; tflädeben 4- zu dreijährigem Kinde und für leichte Hausarbeit gesucht. Ä. /Herde. 8<11.p',ste', Moltkcftraße b. Suche iür sofort tuvcrlässiges k nderiicbcndeo ..»adchen mit guten Empfehlungen für kleinen Haushalt auf dem Vandc. Frau Brandt. Katasteramt, Rodheim a. d. Bieber. a