Einc'^'f tn srKL r ^‘Boöie, eil, >M°Vtzs'»d ^ L v- ^nnen, bo ’ °?°» c tou 4 6 si?« n Mt 39 500 i auf i» ^nnen, °-L'L ^eclufie 57ll oS enM- ,6tS der Marine, M jedermann dm l»s. Schmidt rturmitteln bei nleiben )geruä) lträgheit ersucht eibigkeit nkel ia rerhaltung Mackheit Mcht !I°r kriechendem Atem opfung erbeschwerden mng nach Krankheit. charer Natgeber in mzberg-A^siheke 147 A. mittel Mit* * 01 10 Wertung 7 !lsCto m»i e i\S Die °" 1Q s-S ^ uüß- nach- Die D Orte IItl die md sorgen I“ nt!: st'* Gi»k»n»r Zeitung Bcjugspreis 40 Pfg. monatlich vierteljährlich 1J0Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig. auSgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Nedcrküonsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksen- düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Gietzener Zeitung", Gießen Expedition: Züdanlage21 Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärlS 80 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueverichreiiung des Zahlung«, ziele« (30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platrvorschriftcn ohneBerbindlichkeit. Druck der Gießencr VcrlagSdruckerci, Albin Mein. Nr. 4«. Telephon Nr. 362. Samstag, den 12. Mai 1917. Telephon Rr. 362. 29 Jahrg. Der zweite französische und der vierte englische Dnrchbruchsversnch stegreich abgewehrt Fresnoy von bayerisch-fränkischen Regimentern wieder erobert. Ein großer Angriff der Entente-Truppen auf dem Balkan kläglich gescheitert. Im April 362 Flugzeuge und 29 Fesselballons abgeschossen. 10VO OVO Brntto-Regifter-Tonnen durch deutsche U-Boote versenkt. Amtliche deutfcbe CagesbericbU. 56ooo Brutto-RegiTtertonnen versenKi. Berlin, 4. Mai. Neue U-Booterfolge: 18 Han- delSschiffe mit insgesamt bbOOO Bruttoregistcrtonnen. Davon wurden 8 mit 24 500 Br.-R.-To. im englischen Kanal versenkt. .. -,-, , . ... Der Chef des Admtralstabs dex Marine, der französische Dreimastschoner „Lamarche^, em großer grau bemalter Dampfer mit zwei Schornstemen und zwei durchlaufenden Promenadendecks, ein unbekanter schwerbeladener Dampfer und ein unbekannter bewaffneter Dampfer, der aus einem Geleitzug herausgeschossen wurde, sowie ein unbekannter abgeblendeter nicht geleiteter Dampfer. - Ueber schon früher erfolge U-Booterfolge sind noch folgende Einzelheiten bekannt geworden: Die englischen Dampfer „Abury" (3730 Vr.-R.-T), „Lena" (2463 Br.- R.-T.), der Tankdampfer „Tesena" (4778 Vr.-R.-T-) mit Petroleum, ein unbekannter wahrscheinlich englischer Frachtdampfer, anscheinend mit Stückgut, u. a. Wolle, und ein englischer vollbeladener Frachtdampfer. Der Chef des Admirulstabs der Marine. Wieder 32500 Brutio-Kegitter-Connen verfenKt Berlin, 5. Mai. Neue U-Booterfolge. 7 Dampfer und 5 Segler mit 32 500 Bruttoregistertonnen, davon 10 Schiffe im englischen Kanal. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. folgende: Englischer Dampfer „Quartock (4470 Vr.-R.-T.) mit einer Holzladung, die englische Drei- mastbark „Arethusa" mit Holz nach Ereenock, der Schoner John W.Pearn" und der frühere deutsche Segler,, Eduarde , 78‘ wtb. Grotzes Hauptquartier 5. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nach dem blutigen Zusammenbruch der englichen Angriffe an der Arras-Front kam es gestern nur bei Vul- lecourt zu größeren Infanteriekämpfen. Beiderseits des Dorfes angreifende dichte englische Massen wurden verlustreich abgewiesen. Schwächere Vorstöße bei Lens und Fres- noy schlugen fehl. Die Gesangenenzahl erhöhte sich auf 10 Offiziere 1225 Engländer; mindestens 35 Maschinengewehre sind erbeutet. - An der siegreichen Abwehr des vierten englischen Durchbruchsversuchs haben besonders hervorragenden- Anteil: Gardetruppen, Bayern, Württemberger, Sachsen und Badener, sowie Regimenter der Provinzen, Ostpreußen, Posen, Schlesien, Hannover und Rheinland. Nördlich von St. Quentin hatten Vorfeldkämpfe für uns günstigen Ausgang. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Aisnefront hält die Artillerieschlacht unter größtem Munitionseinsatz an. Starke feindliche Erkundungsvorstöße wurden an mehreren Stellen abgewiesen. Um den Besitz des Winter-Berges (westlich von Eraonne) haben sich Kämpfe entwickelt, die noch nicht abgeschlossen sind. - Zwischen der Aisne und dem Brimont brachen gestern morgen durch tagelanges ausgiebigstes Artilleriefeuer vorbereitete Angriffe von vier französischen Divisionen zusammen. Wie aus erbeuteten Papieren hervorgeht, lag das Ziel des Angriffs mehrere Kilometer hinter der vorderen Linie. Dank dem zähen Aushalten unserer Truppen ist es dem Feind aber nur an einer vorspringenden Ecke gelungen, sich im ersten Graben festzusetzen. Oestlich von La Neuville wurden vorübergehend eingedrungene Franzosen unter Verlust von 500 Gefangenen und mehreren Maschinengewehren wieder znrückgeworfen. Südlich der Aisne in den Abendstunden erneuerte Angriffe konnten an der Niederlage nichts ändern. Nördlich von Prosnes mißglückten emeute französische Versuche, sich mit mehreren Divisionen in den Besitz unserer dortigen Höhenstellungen zu setzen. Mit schwersten Verlusten erkauften die Franzosen vorübergehend südöstlich von Nauroy geringen Geländegewinn. Gegenangriffe brachten unsere Infanterie wieder in den vollen Besitz ihrer bisherigen Linien. Ueber 100 Gefangene wurden Zurückgeführt. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Außer beiderseitiger Erkundungstätigkeit keine Ereignisse von Bedeutung. * Der Feind verlor gestern 7 Flugzeuge und einen Fesselballon. Durch Fliegerangriff auf Ostende wurde eine größere Anzahl Belgier getötet und verwundet. Militärischer Schaden ist nicht angerichtet. F Oestlicher Kriegsschauplatz. Lebhaftes russisches Feuer zwischen Kowel und Stanis- lau veranlaßte entsprechendes Vergeltungsfeuer. Mazedonische Front. Im Cernabogen, westlich der Doiran-Sees und m der Struma-Niederung lebte die Artillerietätigkeü zu einzelnen Tagesstunden auf. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, 5. Mai, abends. Auf den Höhen nördlich der Aisne ist eine neue Schlacht im Gange. La Neufville emeut an. Der Angriff wurde abgeschlagen. - In der Champagne südwestlich von Nauroy blieben mehrere Vorstöße der Franzosen ohne Erfolg. Die am 4 Mai dort eingebrachten Gefangenen haben sich aus 872 Mann, die Beute aus 20 Maschinengewehre und 50 Schnei- ladegewehre erhöht. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine besonderen Ereignisse. « In Lustkämpfen und durch Abwehrfeuer verlor der Feind vierzehn (14) Flugzeuge. Zwei Ballons sind abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ueber Odessa war gestern das erste deutsche Flugzeug. Mazedonische Front. Das lebhafte Artilleriefeuer im Eerna-Bogen hält an und liegt besonders heftig auf unseren Stellungen bei Paralovo. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. iooo ooo Connen im April versenkt. Berlin, 6. Mai. Die bisher über die Ergebnisse unserer Sperrgebietskriegführung im Monat April eingelaufenen Meldungen haben mit dem 6. Mai die Summe von einer Million Bruttoregistertonnen an Schiffsversenkungen überschritten. Der Chef des Admiralstabs der Marine. . » . wtb Großes Hauptquartier, 6. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der Arrasfront wurden starke englische Vorstöße südlich von Lens, an der Scarpe und bei Queant zurück- qeschlaqen. - Südlich von Eambrai erlitt der Engländer bei einem für ihn erfolglosen, auf 3 Klm. Breite durch- gesührten Angriff zwischen Villers-Plonich und Comelleu erhebliche Verluste. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nachdem am 16. April der erste französische Durchbruchsversuch an der Aisne gescheitert war, bereitete - der Feind mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln emen neuen Angriff vor, in dem er seine weit gesteckten Ziele zu erreichen hoffte. Die abgekämpften Divisionen wurden durch frische ersetzt, neue Reserven herangefuhrt. Das Artillerie- und Minenfeuer steigerte sich von Tag zu Tag und erreichte schließlich aus allen Kalibern die bisher größte Kraftentfaltung. Die Angriffe am 4. Mai nördlich von Reims und in der Ehampagne waren die Vorläufer des neuen Durchbruchsversuchs, der gestern morgen Zwischen der Ailette und Eraonne auf einer Front von 35 Ktm. einsetzte. In schwerem Ringen, das bis in die spate Nacht hinein anhielt, ist er vereitelt, der Riesenstoß im ganzen abqe chlagen. Die Angriffe, welche gegen die >m Nahkampf von unserer heldenmütigen Infanterie gehaltenen oder im Gegenstoß zurückeroberten Linien geführt wurden, scheiterten zum Teil schon in unserem gut (geleiteten Artillenefeuer. - An einzelnen Stellen wird noch um den Besitz unseres vordersten Grabens gekämpft. Oestlich der Royere Fe. liegen wir auf dem Nordhang des Ehemm des Dames. Mit besonderer Heftigkeit stürmten die Franzosen, wie auch bereits am 4. Mai, ohne Rücksicht auf ihre außerordentlichen Verluste gegen den Winterberg vor, auf dem unsere Stellungen durch zusammengefagtes Feuer schwerster Kaliber vollkommen zerschossen waren. Die Hohe mit dem an ihrem Hang liegenden Dorfe Ehevreux blieb im Besitz des Feindes. Mehrere hundert Gefangene smd b,s- ber einqebracht. - Weitere Angriffe stnd zu envartem - Heute morgen griff der Feind die Höhe 100 östlich Berlin, 6. Mai, abends. Nach ihrer gestrigen schweren Niederlage haben die Franzosen die Angriffe bisher nicht wiederholt. Nur am Winterberg (westlich von Craonne) sind neue Kämpfe nn Gange. Entgegen dem heutigen Tagesberichte war Ehevreaux nicht von den Franzosen genommen und ist nach wie vor fest m un- serer Hand. ^ wtb Großes Hauptquartier. 7. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Lens und Arras erreichte der Arttllerickampf abends wieder größere Heftigkeit. Ec dehnte sich über Bullecourt nach Osten aus. Der Feind setzt die Beschieß, ung von St. Quentin fort, die tn der Stadt Brande und an der Kathedrale ernste Beschädigungen hervorrief. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach den schweren Verlusten, die der 5. Mai den Franzosen gebracht hat, ließen sie g°st°rn zunächst von der Fortführung ihres Angriffs ab. Erst nachmittags stießen starke Kräfte zwischen Fornt de Malmaeson^ und Brave vor; sie wurden restlos abgewiesen. Aul Llbend und in der Nacht setzten heftige Angriffe nördlich von Laffaux und zwischen der Straße Soiffons-Laon und Ailles ein. Nach harten Kämpfen, bei denen wir örtliche Erfolge erzielten und dem Feind schwere Verluste zu- fügten, wurden alle Stellungen von unseren tapferen Truppen gehalten. - Zwischen Ailles und Craonne scheiterten heftige Tetlangrtffe der Franzosen Am Win er. berg wozten die Kämpfe den ganzen Tag über hin und ber. Zn flottem Anlauf haben wir den Nordhang zuruck- erobert und gegen mehrfache feindliche Anstürme gehalten. Der Franzose mußte auf den Südhang zuruckweichen. Die Hochfläche blieb von beiden seiten unbesetzt. Che vreux ist wieder in unserem Besitz. — Auch dieser Groß- kampftag der Aisneschlacht war erfolgreich für uns. Seit dem 5. Mai sind zwischen soissons und Reims an Gefangenen 9 Offiziere, 726 Mann, °n Beut- 41 Maschinengewehre und Schnelladegewehre ringebracht. — 14 feindliche Flugzeuge wurden gestern abgeschoffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Abgesehen von vereinzeltem Feuer herrsche an der Front Ruhe. Mazedonische Front. Im Cernabogen wuchs das Artilleriefeuer z^tweise zu erheblicher Heftigkeit an. Schwächere feindliche In- fanterie-Abteilungen, die gegen unsere Stellungen vor- fühlten, wurden leicht abgewiesen. Westlich de» Wardar scheiterten Vorstöße des Gegners gegen bulgarische Feld, wachen. f f Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorn- sche Volk kann und darf nicht untergehen" sagten wir damals, und eS kann und wird nicht untergeyen, auch nicht wegen EcnährungSschwierigkeiten. wenn jeder in Stadt und Land, ob reich oder arm, seine Pflicht tut treu dem Gelöbnis von 1914. Tie Lebensmittel find knapp, das wissen wir olle, und sie werden auch in absehbarer Zeit, auch wenn sofort Frieden käme, nicht reichlicher fließen; sie fließen aber so, daß kein Mensch Hungers sterben muß. Und wie steht eS mit der Politik? Hat sich denn da die Lage etwa verschlechtert? Auch hier muß mit einem lauten Nein geantwortet werden. ES steht sogar um vieles besser als in den Monaten vor dem Krieg. Die Zusagen, die von Kaiser und Kanzler dem deutschen Volk gemacht worden sind, zeigen doch, daß unse, re Regierung den festen Willen hat, die großen Er- runaenschaften dieses Krieges auch in der Politik aus- wirken zu lassen. Sollten da nicht endlich von den Parteien Einzelwiinsche zurückgeftellt und das große Ganze wieder als Richtschnur für unser Handeln und Denken aufgestellt werden? Wahlrechtsreform und KriegSziele! So lautet eben das politische Feldgeschrei, das Mißtrauen und Verbitterung in weite Kreise unseres Volke- trägt, wo eS doch um ganz andere Fra- gen geht, um Sein oder Nichtsein unseres ganzen Volkes. Lassen wir den Geist der Augusttage 1914 wieder in uns aufleben, stellen wir alle kleinen und kleinlichen Sonderwünsche zurück und richten wir unser ganze- Streben nur auf das eine Ziel: den Steg zu erringen und den Frieden zu erzwingen. Wir können nur dann nec Menschheit den Frieden bringen, wenn wir im Indern stark und einig bleiben. Das sind wir denen schuldig, die für uns den Heldentod starben und sterben. ver deulfcbe noiwebrwille. Haß umlodert das deutsche Land; Don der Erde zum Himmel schlägt der Brand! Warum des Hasses gierende Glut? Warum das Lechzen nach deutschem Blut? Wir wuchsen zu groß in Fleiß und in Stille; Die Neidlmge schreckte der Ernte Fülle? Nun stehn wir in Notwehr, zum Letzten gewillt! In uns der Heimat, der Heimat Bild! In uns die Liebe, die das Eigne vergißt; Und Gott, der Siegvater ist! I In Gluten stahlt sich der Noiwehrwille; Aus Tiefen strömt immer neue Fülle, Wir haben gelernt: die Zähne zusammen! Wir haben gelernt' zu schreiten durch Flammen! Das Mitten-durch! liegt uns im Blute; denn unser Schwert kämpft für das Gute! Die Sonne leuchtet' s: Wir werden bestehn! Das Gute und Deutschland kann nicht vergehn! vadrim und draussen. Wir haben in diesen Tagen in einigen großen Städten eine höchst unerfreuliche, wenn auch sicherlich begreifliche Erregung über die wachsende Schwierigkeit unserer Ernährung erlebt, und wir haben sicherlich weit mehr in unscrm Innern als in offenen Worten gerade durch diese Beispiele der Klagen und der Forderungen Vergleiche zwischen unserm Leben daheim und dem Le. bcn unserer Kämpfer da draußen gezogen. Wenn wir alle ehrlich sind, so konnte bet einem solchen Vergleich keinerlei Streit darüber sein, wo das unendlich schwerere Leben zu finden ist. Wir haben dabet voll besonderer Innigkeit gerade in diesen Tagen der heimischen Un- ruhen an die riesengroßen Blutopfer gedacht, die unsere Brüder an der Westfront dem Vaterlande darbringcn, und ihre unvergleichliche Tapferkeit und Zähigkeit, ihr bewußtes Stch.Ovfern für Volk und Vaterland sind in unsere Herzen für olle Ewigkeit ctngegraben. Es ist nicht mehr der stürmische, nichts bedenkende Krieges Wille der ersten Tage des Krieges, nicht mehr das jugendliche Stürmen und Drängen der ersten Schlachten, sondern es ist jetzt das ruhige Bewußtsein notwendiger Pflichten, das zähe Kämpfen für fest umrissenc Aufgaben und das zielklare Arbeiten für eine höchste Pflicht, das unsere kämpfenden Brüder da draußen beseelt. Diese Veränderung ihres Denkens und Fühlen- sollte uns besonders ans Herz greifen, unfern Dank erhöhen und unsere Zuversicht stärken. 'Wir sollten aber zugleich auch angesichts der gewaltigen Opfer, die gerade in den letzten Tagen gebracht wurden, uns voll besonderer De. mut beugen und Einkehr in uns selbst halten, ob wir uns diesen ungeheuren Opfern unserer Brüder gegenüber hier daheim würdig bewegen, ob unser Leben in jedem Teile diesen Opfern angemessen ist. Kein vernünftiger Mensch wird auch die Opfer der Daheimgebliebcnen unterschätzen und sie gering achten, wenn sie nicht das hohe Beispiel der Kämpfer erreichen können. Aber wenn wir ebenso ehrlich unS fragen, ob wir wirklich den Krieg selbst hier im Innern erleben, so werden wir nichts an. dereS antworten dürfen, als daß die Nöte in der Lebens- Mittelversorgung, die Sorge um unsere Brüder und Vä- tcr draußen und die Schwierigkeiten des übrigen Lebens daheim doch in keiner Hinsicht den wirklichen Krieg be. deuten. Den wirklichen und wahrhaftigen Krieg haben wir zu unser aller Heil und Freude in diesem Weltkrte. ge in Deutschland, wenn wir von einigen Teilen Oft Preußens und des Elsaß absehen, nicht erlebt. Wir haben weder etwas von den Eroberungen de- Feindes, von den Verwüstungen des Krieges, von den Bcandschotzun. gen und Wildheiten feindlicher Soldaten erlebt, noch von den unendlichen seelischen Leiden eines Volkes, das unter der Fremdherrschaft sein Dasein fristen muß. Wir Leben« den können uns an den wirklichen Krieg überhaupt nicht mehr erinnern, denn ein gütiges Schicksal hat unS seit den Freiheitskriegen davor bewahrt, den Feind im eigenen Lande zu sehen. Vielleicht aber erinnert sich mancher unter unS noch der Erzählungen seiner Großeltern^ auS jener Zeit, wo die napoleonischen Horden weite Teile Deutschlands besetzt hielten und brandschatzten, an die Zeiten von 1806, bis 1813, wo die wichtigsten Hauptstädte des Landes vom Feinde besetzt und ausgebeutet wurden, wo die schönsten Fluren der deutschen Lande zertreten und verwüstet waren. DaS war der Krieg in seiner grausen Wirklichkeit, daS waren die wirklichen KciegSleiden und Kriegsopfer der heimischen Bevölkerung. Wir ober jetzt leben ein gesichertes Leben dank der unvergleichlichen Tapferkeit unserer Soldaten, dank der unvergleichlichen Genialität unserer Führung. Was wir im Innern als bitter empfinden, was gewiß schmerzlich und traurig ist, bleibt doch ohne jxden Vergleich zu den wirklichen Kriegs- leiden und kann erst recht in nichts verglichen werden mit den Opfern unserer Brüder an der Front. W'r wollen unS dessen gerade in diesen schwersten Tagen des Kampfes im Westen erinnern und in uns gehen und versuchen, wenigstens dort, wo wir es können, Opfer zu bringen und in Würde und Ruhe, in Ordnung und Arbeit einen Teil des schuldigen Danke- an unsere Brüder da draußen hier daheim abzutcagen. Dann werden wir unseren Brüdern, die heimkehcen, ehrlich in die Augen sehen können und ihnen auf ihre Frage, wo wir in diesem Kriege gewesen seien, voll Stolz anworten können: Auch wir sind dabei gewesen! ProTenor öregory. D. Gregory war Professor der evangelischen Theologie in Leipzig. Im August 1614 trat der 68 jährige freiwillig als einfacher Soldat ins demschc Heer. 1616 feierte er seinen 70. GeburtStag als Vizefeldwebel im Felde. Am 6. April 1617 fiel der 71 jährige als Leutnant und Kompagnieführer für die deutsche Sache an der Westront! Im biblischen Alter - der Wissenschaft gier. Im biblischen Alter - ein Musketier! „England! England!" flammte sein Blut; „ Deutschland muß leben!" strahlte sein Mut. Er spannte sich ein in die eiserne Pflicht Und ging doch immer im fröhlichen Licht. Nichts wollte er sein als des Kaisers Soldat Und wurde der liebste und beste Kamerad. Tag für Tag hielt die Flinte umspannt Die alte feine Gelehrtenhand. Da ging 's hinaus in Reih' und Glied, Er sang mit den andern das Abschiedslied. Und dann in Sturm und Kälte und Schauer Stand er mit in der stählernen Mauer, Hat Entbehrung und Wunden getragen Und blieb doch der Lichte in dunkelsten Tagen. Ein Held war er in würgender Schlacht, Als stünd er in eines Höheren Macht. Ein Beispiel allen: Mann, Offizier, Der Alte, der Junge, der Musketier! Als der Frühling erblühte im dritten Jahr, War er ein Leutnant im weißen Haar. - - Ein Morgen kam, und ein Kampf Hub an. Des Feindes Granaten heulten heran. - Der Alte lag krank im Unterstand.- Ein Eisensplitter durchschlug die Wand. Die Sonne sank purpurn über dem Feld. Tot lag Gregory, der Alte, der Held. Crgänzunasperordnung zur Regelung des Tleifcbtwbraucbes. In einer ErgänzungSverocdnung zu der Bekannt- macbung über die Regelung des FetschverbcauchS vom 21. August 1916 sind die Bestimmungen über HauS- schlachtungen neu zusammengefaßt und ergänzt worden Hiernach werden vom 1. Oktober 1917 ab HauSschlach- tungen nur noch genehmigt, wenn Schweine oder Rinder mindesten- drei Monate in der eignen Wirtschaft gehalten worden sind, da mit der bisherigen Sechswo- chenfctst vielfach Mißbrauch getrieben ist. Personen, die weder die nötige Sachkenntnis noch auch geeignete Stallungen und Futtermittel besaßen, haben Lchweine die Mindestfrist von sechs Wochen durchgehalten. ohne Rücksicht aus den Erfolg, lediglich um sich die erhöhte Fleischversorgerratton zu sichern. AuS demselben Grunde ist der Erwerb von Schweinen von mehr als 60 kg Lebendgewicht zum Zwecke der Selbstversorgung nunmehr allaemein^ untersagt worden. Wetter wird bestimmt, daß der Selbstversorger, der in den Monaten September bi- Dezember schlachtet, Vorräte höch- ften- für 1 Jahr, bet Schlachtungen zu anderer Zeit höchsten- bis zum Schluffe de- Kalenderjahres behal- ten darf. Hierdurch soll die unwirtschaftliche Aufftapc- luna on Vorräten auf allzu lange Zeit verhindert werden Eine weitere Vorschrift bindet die Abgabe von Fletsch auS der Ration des Selbstversorgers an Dritte gegen Entgelt an die Genehmigung des Kommunal- Verbands, damit nicht wucherischer Kettenhandel mit , angeblich kartenfreiem Fleisch aus dieser Quelle gispelft l werden kann. Im übrigen führt die De^rdnung eine s schärfere Ueberwachung der Hausschlachtungen durch genaue Feststellung de- Schlachtgewicht-, amtliche lieber- wachung-perionen uud Beurkundung der ermittelten Ge- i Wichte ein. wozu die näheren Ausführung-Vorschriften j von den Lande-zentralbehörden ergehen. Erwähnt fei schließlich, daß die Verordnung den LandeSzentralbe- I Hörden da- Recht gibt Krankenhäuser und ähnliche Anstalten zur Versorgung ihrer Insassen und gewerbliche Betriebe zur Versorgung ihrer Angestellten und Arbeiter auch als Selftversorger anzuerkennen, wenn sie Rin- der mästen und zur Hausschlachtung bringen wollen. Rriegswirtrcbatllicbes. lieber die Verwendung Hilfsdienftpflichtlger in der Landwirtschaft wird uns mitgeteill, daß vieler- orts, besonders bei kleineren Landwirten eine Abneigung gegen die Einstellung Hilfsdienstpftichtiger besteht, zumal gegen solche, die mit Landwirtschaftlichen Arbeiten nicht vertraut sind. Da es nun nicht möglich ist, den Landroir- ten aus der Zahl der Hllfsdienstpflichtigen nur gelernte Arbeitskräfte zuzuweisen, die gegenwärtige Arbeitstage auch ausnahmslose Verwendung aller nur einigermaßen geeignete Kräfte erfordert, ist die Aufnahme zugewiesener Hilfsdienstpflichtiger den Landwirten nur dringend zu empfehlen, um so mehr als auch zu erwarten steht, daß bei den eintretenden Arbeitsanhäufungen, insbesondere zur Zeit der Ernte, möglicherweise die erforderliche Zahl von Arbeitskräften nicht zu beschaffen ist. Vielfach werden Kriegsgefangene den Hllfsdienstpflichtigen vorgezogen. Ihre Zahl ist jedoch so beschränkt daß auf Zuweisung nur in seltenen Fällen gerechnet werden kann. Unbedingt zu verurteilen ist es aber, wenn ein Landwirt in Erwar- tung billigerer Arbeitskräfte sogar solche Hilfsdienstpflich- tige zurückweist, die mit Landarbeit vertraut sind. Bei alleinstehenden Kriegerfrauen dürfte drie Zuteilung von Gefangenen aus Billigkeitsgründen empfehlenswert erschei- nen. In allen Fällen, in denen nachweißlich ohne Grund die Annahme geeigneter Hilfsdienstpslichtiger Personen abgelehnt wird, bleibt die Zuweisung anderer Arbeitskräfte, insbesondere von Kriegsgefangenen, ausgeschloffen. « Durch den ungewöhnlich langen Frost wurde der Beginn der landwirtschaftlichen Zriihjahrrarbeiten außerordentlich verzögert. Die Arbeiten werden sich auf kurze Zeit zusammendrängen und dann durch Sonn- und Feiertage stark behindert werden. Es wird daher wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Landwirtschaft- liche Arbeiten aller Art während der Kriegszeit auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt find. Vaterländische Pflicht jedes einzelnen ist es, jeden Augenblick zu nützen, um die Acker- und Gartenbestellung durchzufüren! Auch an Sonn- und Feiertagen dürfen die Arbeiten im Feld und Garten nicht ruhen. Das Kriegsamt hat eine Verfügung erlaffen daß von den Kriegsgefangenen Feierlagsarbeit verlangt werden wird. Ferner find die stellv. Generalkommandos vom Kriegsamt ersucht worden, Vorschriften zu erlaffen, die es den Arbeiten, na- mentlich den ausländischen Wanderarbeitern, unmöglich machen, unter Berufung auf ihre Arbeitsverträge wäh- reng der Bestellzeit die Arbeit an den Feiertagen zu verweigem. Für die Ernährung der Stadtkinder ans dem Lande aber nur für solche, die planmäßig von den Kreisverwaltungen, Stadtbehörden, kirchl. Gemeinden untergebracht werden, sind besondere Ernährungsbestimmungen getroffen worden. Sofern die Kinder bei Selbstversorgern Aufnahme ftnden, sind sie als zu deren Haushalt gehörig anzusehen und nach den für Selbstversorger geltenden Grund, sähen zu behandeln. Bei Inanspruchnahme von Getreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln ist den Landwirten zur Ernährung der Kinder die erforderliche Mengen in gleicher Weise zu belassen, wie für Angehörige ihrer Wirtschaft. Für die Zuweisung genügt der Nachweis, daß der Landwirt sich verpflichtet hat, Stadtkinder in seinen Haushalt aufzunehmen. Der Fleischbedarf ist aus dem, dem Selbstversorger aus Hausschlachtungen zur Verfügung stehenden Fleisch zu decken. Nötigenfalls kann dieErlaubnis zu weiteren Hausschlachtungen erteilt werden. Die Landwirte erhalten für die Kinder, sowie sie nicht aus Selbstoerforgervorräte zu versorgen sind. Lebensmittelkarten, wie sie am Land- aufenthaltsort üblich find. Die Versorgung von Kindem, die auf rein privatem Weg vorübergehend bei Verwandten oder Bekannten untergebracht werden, gelten diese Vorzugs- beftimmungen nicht, sondern die allgemeinen Grundsätze für Versorgung ortsfremder Personen. 9 KeincGebührenfürBezugsscheine. Man schreibt uns: Angesichts der immer wieder auftauchenden Gerüchte, daß demnächst Gebühren für Bezugsscheine erhoben werden sollen, weisen wir noch einmal mit Nach- druck darauf hin, daß alle derartigen Gerüchte völlig aus der Luft gegriffen find. Bezeichnenderweise werden sol- che Alarmnachrichten immer zu Zeiten, wenn Feiertage vor der Tür stehen, in Umlauf gesetzt. Die Verbreiter sind ohne Frage Leute, die sich einen besonderen Dortell ver- schaffen wollen und sich kein Gewiffen daraus machen, in dieser Weise Beunruhigung in weite Kreise der Devöl- kerung zu tragen. Diesem Treiben muß mit aller Ent- schiedenheit entgegengetreten werden, well alle ängstlichen Gemüter sofort einen Sturm auf die Bezugschein- Stellen unternehmen uud die behördlichen Arbeiten unütz erschweren. Die Urheber solcher Meldungen setzen sich einer stren- gen Bestrafung aus; statt ihren Worten Glauben zu schenken, sollte die Bevölkerung die Märchenerzähler zurechtweisen und durch Verständigung der Behörden unschädlich machen." 'S ^.,ce «"Eh unie S °o"» ,0 * 1 L Dorr Mp«' £ Msvc'I & iHt« 11» »toi berühren' külN tS dc» jn , SronjDF ; fl Me uns Me v „„Ernenne i u 1 jfc ***, qn dcn v ...» gtelle «ü 23 *** M taut ein " 1 100 und unsere aM ^ainpagne bekämpft aoBtts j„ feine «nigW' pcereögru Reine bejonberen Slm 7. Mat biss ci Leutnant Berner beit D. SRüWofen fei Ce|Bt Sie Lage ist un Zwischen Ochrtd reicher und Türken s Krna.kogcn eifofot fcüQeiitborbueUun er time giontbiei Ui hervorragenden .ad bulgarischen Tri rorgen hatte ein Li , tulienei bcßfc'be $ a*b Toiran-Tees en itoc.ta» gewöhnlich 3m Monat Api me Ä Asselballone -Bftfompf abgeschoff -d !-hn Fesselballon * deutschen Lusifir Kßlmcksiihigkiit. gj »fdj bemühten, m He Vkimat nbMchi I* höchv-n ilnfoibn W'M, Fesselballon- l'4 ( t enatt*3u(Dimr I “4ln- Unsere SBpt "dusche Anlagen. E _ “■ b,m Kckihtsseld l<: äwontttif uub Erste General 19 ' $4* W unb «,">»>-- «taten S«b,,ch '*», 1 Wi! drin»»« Rin. ebrz. «SK"?«»« iger JSjSmj ch-n ültbeL 3 “?“ 1 y^sa nm JsR *;*ä Ä«» wtbtinn^iT e * enet arten UtÄ ?- insbesondere ^S°3°hl £ ^ werden ^? en vorgezoaen. n Lmf ^Weisung lche HchdlenWch. vertraut sind A Zuteilung von MlensVerterschei. Mch ohne Grund Mer Personen ab- tnoerer Arbeitskräfte ausgeschlossen. ' r Frost wurde der srühjahrsarbeiten lten werden sich aus M durch 5onn° und £s wird daher wie- . daß Landwirtschast- der Kriegszeit auch r erlaubt sind, m ist es, jeden Au- und Gartenbestellung Feiertagen dürfen die mhen. Das Kriegs- m deu Mgsge- )erden wird. Ferner *om Kriegsamt ersucht : es den Arbeiten, na- Mrbeitem, unmöglich Arbeitsveckäge wäh« r den Feiertagen zu ,^-ine. Mn |U -?bi*uftaud)enbe" wieder m i -* ne er* für ® e 3 u f fair oö«ig f 5 :ti ® e T «erben svb denoelst " « e i e rtage «breiter f. ® IC ® mnrteil ” et ' .sonbertn f eit öa lf Ir ® eDi f MH tLff «eil A stelle» $r> wtb Großes Hauptquartier, 8. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der ArraS-Front hat sich der Artillerie-Kampf weiter verstärkt. Feindliche Angriffe auf den Schloßpark von Roevx und unsere Stellungen zwischen Fontaines und Riencourt wurden blutig abgewiesen. Bei Kämpfen um den Besitz von Bullccouct verblieb dem Gegner der Südostrand des Dorfes. Heute morgen stürmten uns re Truppen Fresnoy und hielten den Ort gegen englische Wiederc^obe ungsveisuche. Uebcr 200 Gefangene und 6 Maschinengewehre sind bisher eingcbracht Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Auf dem Schlachtfelde der AiSne flaute nach dem heißen, schweren Ringen der letzten Tage die Gefechts- tätigtet! gestern stellenweise ab. Zu größeren Kämpfen kam es den Tag über noch nördlich von Craonelle, wo die Franzosen sich in erfolglosen, verlustreichen Angriffen bemühten, uns die Höhenstellungen zwischen Hurtebise- Fe. und Eraonne zu entreißen. An kleiner Stelle hatten sie.Erfolg. — In dcn Abend- und Nachtstunden erfolgten gegen mehrere Stellen der Front von Bauxaillon bis Crobeuy feindlicheDilvorstöße,die, abgesehen von geringen örtlichen Erfolgen der Franzosen östlich von Craonne gegenüber der tapferen Verteidigung überall scheiterten. Bei La Neuville leitete vormittags starkes Artilleriefeuer einen erfolglosen feindlichen Angriff gegen die Höhe 100 und unsere anschließenden Gräben ein. — In der Champagne bekämpften sich die Artillerien mit zunehmender Heftigkeit. Ein gegen die Höhen nördlich von Pros- nks beabsichtigter französischer Angriff kam in unserem Vernichtungsfeuer nur gegen Keil und Poehlberg zur Entwicklung. Vorübergehend eingedrungener Feind wurde in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfcn. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine besonderen Ereignisse. * Am 7. Mai büßte der Feind zwanzig Flugzeuge ein. Leutnant Bernert schoß seinen 27., Leutnant Freiherr v. Richthofen seinen 20. Gegner ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Mazedonische Front. Zwischen Ochrida- und Prcspa See wiesen Oester- reicher und Türken feindliche Vorstöße blutig ab. — Im Cerna.Bogen erfolgten gestern nach zweitägiger starker Artillerievorbereitung die erwarteten jeindlichen Angriffe aus einer Frontbreite von acht Kilometern, die dank der hervorcagenden Haltung der verbündeten deutschen und bulgarischen Truppen abgeschlagen sind. — Heute morgen hatte ein Vorstoß von Franzosen, Russen und Italiener dasselbe Schicksal. — Westlich des Wardar- und Doiran-Sees entfaltete die fe.nditche Artillerie eine überglas gewöhnliche Maß hinausgehende Tätigkeit. » Im Monat April büßten die Gegner 362 Flugzeuge und 29 Fesselballone ein Von elfteren wurden 299 im Luftkampf abgeschossen. — Wir verloren 74 Flugzeuge und zehn Fesselballons. — Der verflossene Monat zeigte die deutschen Luftftreitkräfte auf der vollen Höhe ihrer Leistungsfähigkeit. Während sich unsereAbwehrmittel mit Erfolg bemühten, ruchlose feindliche Bombenangriffe aus die Heimat abzuwehren, stellten die schweren Aprilkämpfe die höchsten Ansoederungen an die im Felde befindlichen Flieger, Fesselballons und Flugabwehrkanonen. In täglicher enger Zusammenarbeit zeigten sie sich ihnen ge. wachsen. Unsere Bombengeschwader zerstörten wichtige militärische Anlagen. Unsere Luftaufklärung brachte wertvolle Nachrichten. — Opfervoller Einsatz unserer Flieger auf dem Gefechtsfelde unterstützte die schweren Kämpfe der Infanterie und Artillerie in vorbildlicher Weise. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Berlin, 8. Mai, abends. Bei trübem Wetter mit Regen flaute die Gefechtstätigkeit heute sowohl bei Arras wie auch an der Aisne wesentlich ab. » z Teindlicbe CruppcntransportdampTer versrnitt. Berl in, 8. Mai. Nach neu eingetroffenen Meldungen wurden wieder drei feindliche Truppentransport- dumpfer versenkt, und zwar: am 5. April östlich Malta -in vollbesetzter, durch zwei italienische Zerstörer gesicherter Truppentransportdampfer von etwa 10 000 Br-R.-To. mit Kurs nach Aegypten; am 20. April westlich Gibraltar ein englischer grau bew^'ter Truppentransportdampfer von rtwa 12 000 Tonnen mlt östlichem Kurs, am Mai im Jonischen Meer der italienische Truppen rans Portdampfer .Perseo" (3935 Bc.-N.-T.) mit Soldaten des 61. Regiments, der aus einem durch Zerstörer ge- sicherten Geleitzug herausgeschvssen wurde. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Wtb Großes Hauptquartier, 9. Mai 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei ungünstiger Witterungsverhältnissen war das Artilleciefeuer nur an wenigen Stellen lebhafter. - Bayerisch-fränkische Regimenter, die gestern morgen Fres noy mit großem Schneid gesturm ^tten, hielten Ort gegen neue feindliche Angriffe und brachten weitere 100 Gefangene ein — Teilvorstöße der Engländer b. Roevx und Bullicourt wurden abgschlagen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen dem WinUrberg und der Straße Corbeny Bexy-au-Bac scheinen ab.ndS frisch eingesetzte französische Kräfte nach Trommelfeuer zum Angriff. In heißem Rin gen wurde der Feind teils durch Nahkampf teils durch Gegenstoß zurückgeworfen. — Im übrigen war auch an der Aisne- und Champagnefront die Gefechtstätigkeit, beeinflußt durch das schlechte Wetter, geringer als an dcn Vortagen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Kirlibaba und südlich der Valeputna- stcaße wurden Vorstöße russischer Kompagnien leicht ab. gewiesen. Die Mazedonische Front war gestern der Schauplatz erbitterter Kämpfe. Nach starker Artillerievorbereitung füh'te GeneralSarrail seine verbündeten Truppen zwischen Prespa- und Doiransee an zahlreichen Stellen zum Angriff Besonders erbittert wurde im Cernabogen gekämpft, wo Tag und Nacht wiederholte feindliche Anläufe unter schwersten Verlusten für den Gegner vor unseren Stellungen vollkommen Zusammenbrüchen. Das gleiche Schicksal hatten Angriffe des Feindes bei Gradesnica, am Wardar und westlich des Doiransees. Deutsche und bulgarische Divisionen haben dem Feind eine schwere Niederlage bereitet. Der erste Generalquartiermeister: Ludendorsf. * Berlin, 9. Mai. Neue U'Bootcrfolge im Atlantischen Ozean: 27 500 Brutto-Registertonnen, darunter u. a. die bewaffneten englischen Dampsex „Rio Lages" mit 6000 Tonnen Zucker nach England und „Troilus" (7562 Tonnen) mit Stückgut von England, der englische Dampfer „Heaperides" (3398 Tonnen) mit Fleisch nach England, ferner zwei unbekannte englische Dampfer, leide mit Kurs nach England. Der Chef des Admicalstabcs der Marine. * Berlin, 9 Mai, abends. Bei FreSncy und Bul> ecomt scheiterten englische Angriffe. DaS F