18ne Mrü6 n ^ n W I \ e wir ei ®> «nb [o Gießenev Beifnita «Si iÄ? '•JSsäp'i ÄS * iÄ«y Sil* h.S,: h w; > A 3 S d'° Englikider md 'ft®? Amenka-z ■«tangeis an Selb,t= f SP Ain nur und was von dm S ta * gegenüber u „= Euuns selbst und u haben. Wir $ aIt * n i dnstr zwgi ^eerfolg hinter & ivstanzösischenBer. : früheren Kriegsm- 1,8 MiL M. 8,5 litt. M. 0 «. M. 2 HD. TO. 2 litt. m. Bezugspreis 40 pfg. monatlich vierteljährlich 1,20Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig, ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Ncdaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rückfen- düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „Giesteuer Zeitung", Gießen. Expedition: Südanlage 21. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 wm breite Reklame.Zeile 73 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchrcitung deS ZahlungS- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegiall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Truck der Giesteuer Vcrlagsdructcrei, Albin Klein. Ar. 38. Telephon Nr. 342. Samstag, den 28. April 1917 Telephon dir. 363. Jahrg. Auch die weiteren Durchbruchsversuche der Franzosen und Engländer gescheitert. Die Verluste der Engländer als „unerhört hoch". i in Gießen. arte. eine flmtlicbe deutfcbc cagrsbericbir. wtb Großes Hauptquartier, 21. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erkundungsvorstöße im Ppernbogen brachten eine Anzahl Gefangene und Beute an Grabenwaffen ein. - Die allmähliche Steigerung der Feuertätigkeit zwischen Loos und der Bahn Arras-Cambrai hält an. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Truppen aller deutschen Stämme vollsühren auf dem gewaltigen Schlachtfelde an der Aisne und in der Champagne den Kampf Mann gegen Mann, wie in bis zum Tode getreuem Ausharren bei schwerstem Feuer täglich und stündlich Heldentaten! Der Heeresbericht kann sie nicht einzeln nennen. - Gestern vormittag wurde durch Stoßtrupps die ehemalige Zuckerfabrik südlich von Cerny vom Feinde gesäubert; weiter östlich, an der Hurtebise-Fe. schlugen unsere Truppen französische Teilangriffe ab. - Am Brimont wurden französisch-russische Sturmtruppen verlustreich zurückgewiesen. - In den Nachmittagsstunden setzte an der ganzen Aisnefront und in der Champagne wieder starker Artilleriekampf ein. Heftige Angriffe entwickelten sich bei Braye, von der Hochfläche von Paissy bis in die Senke östlich von Craonne und zwischen Prosnes und der Suippes-Niederung. Am Chemin des Dames brach der feindliche Sturm im Feuer, an einzelnen Stellen im Nahkampf, zusammen. In der Champagne scheiterten die Angriffe vor unseren Stellungen. Nördlich von Reims und in den Argonnen brachen unsere Sturmtrupps in die feindliche Linie und kehrten mit Gefangenen zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Oestlich von St. Mihiel verlief ein Unternehmen nach Wunsch. Auch dort blieben mehrere französische Gefangene in unserer Hand. - Das ungünstige Wetter der letzten Tage schränkte die Flugtätigkeit ein. - Sei dem 17. April sind im Luftkampfe 7, durch Abwehrkanonen 3 feindliche id Gießen, s Flugzeuge abgeschossen worden. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplatz. und an der Mazedonischen Front ist bei meist geringer Gefechtstätigkeit die Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. ad. Hergestellt nach ädter und Dr. Perl, An, Mn Soda, kein zi gut. „Fania“ ist .Rüche,Bad, Büros, M. 4.- .. io.-. brik Berlin b Engros-Preise. Hilastr. 22. C Elsner. :n ob. Anwesen wirtschaftliches hessische M>. von 6olö,P |flfin . »äS* Ä Schotte». ieichB, m Berlin, 21. April, abends. Bei Arras starker Feuerkampf nördlich der Scarpe. An der Aisne-Champagne- Schlachtfront im ganzen geringere Tätigkeit, die bei Braye, Hurtebife Fe. und nordwestlich Auberive zeitweilig zunahm. Im Osten nichts Neues. wtb Großes Hauptquartier, 22. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An mehreren Stellen der Flandrischen und Artoisfornt nahm gestern der Artilleriekampf an Stärke und Ausdehnung zu. Nördlich der Scarpe steigerte er sich zeitweise zu äußerster Heftigkeit. Truppenbewegungen vor unseren Linien wurden unter Vernichtungsfeuer genommen. Cm starker englischer Erkundungsvorstoß auf dem Nordufer des Baches wurde durch Gegenangriff zurück gewiesen. An der englischen Front, nordwestlich von St. Quentm, vormittag kleine Gefechte. Südlich der Somme nur Artillerie- tätigkeit. Heeresgruppe Kronprinz. An der Aisne und in der Champagne blieb durchweg die Kampftätigkeit bis zum Abend gering. " Der Berry au Bac sprengten unsere Sturmtrupps em frauzoflsmes Blockhaus mit Besatzung. Bei Braye, Hortebise Fe. (an der Straße Reims-Neuchatel, nördlich Prosnes) und auf dem Westuser der Suippes Gefechte, die für den Femd verlustreich endeten. — Südlich von Ripont wurde em französischer Vorstoß abgewiesen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg. Die Lage ist unverändert. Die Gegner verlor^! im Lustkampf gestern 6 Flugzeuge, von denen 5 durch Oie Jagdstaffel des Rittmeisters Freiherrn von Richthosen av- geschossen wurden. - Marineflieger brachten über Rieu- port ein feindliches Luftschiff zum brennenden Absturz m See. Oestlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front. Auflebende Gefechtstätigkeit im Temabogen und südwestlich des Doiransees. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. 9 wtb Berlin, 22. April, abends. Heftiger Feuerkampf in einzelnen Abschnitte der Arras-Front; Infanteriegefecht bei Loos im Gange. An der Aisne und in der Champagne tags bisher meist mhig, nur nordöstlich Sois- sons lebhaftes Feuer. Dom Osten nichts Neues. 9 Greiflnifle zur See wtb Berlin, 20. April. Am 14. April wurde westlich Alexandrien ein zu den Bewachungsstreitkrästen gehöriger kleiner englischer Kreuzer, wahrscheinlich der „Fox- glover"-Klasse, von einem unserer Unterseeboote in einem Nachtangriff durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt. Das Sinken konnte wegen der Dunkelheit und feindlicher Gegenwirkung nicht mehr festgestellt werden, ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. 9 Wien. Im Anschluß an einen feindlichen Lustschiffangriff auf die Umgebung von Triest, der keinen nennenswerten Schaden brachte, belegte am 20. April vor Tages- anbmch eine Gruppe unserer Seeflugzeuge die militärischen Anlagen von San Canziano mit Bomben und erzielten mehrere Treffer, die auch einen großen Brand hervorriefen. Alle Flugzeuge sind unversehrt eingerückt. Flottenkommand o. * Calais und Dover beschossen. wtb Berlin, 21 April. Leichte deutsche Streitkräste sind in die Nacht vom 20. zum 21. April in den östlichen Kanal und gegen die Themsemüdung vorgestoßen. Die Festungen Dover und Calais wurden auf nahe Cntfern- ungen mit insgesamt 650 Schuß wirkungsvoll unter Feuer genommen. Calais war unbewacht. Ein vor Dover angetroffenes Vorpostenfahrzeug wurde vernichtet. Als auf dem Rückmarsch kein weiterer Gegner gesichtet wurde, machten Teile unserer Streitkräste unter Führung des Korvettenkapitäns Gautier Kehrt und nahmen nochmals Kurs auf den Kanalausgang. Hierbei stießen sie östlich von Dover auf eine größere Anzahl von englischen gerstörem und Führerschiffen. Es kam zu scharfen Gefechten auf nächste Enffernungen. Ein feindliches Führerschiff wurde durch Torpedoschuß versenkt, mehrere audere durch Artillerietreffer schwer beschädigt. Wahrscheinlich ist von den letzteren ebenfalls eines gesunken. - Don unseren Torpedobooten sind G 85 und G 42 aus diesem Gefecht nicht zurückgekehrt und müssen als verloren gelten. Alle übrigen Boote sind ohne Beschädigung oder Verluste wieder eingelaufen. - Ein südlich der Themsemündung vorgestoßener Teil unserer Streitkräste traf keine Kriegsfahrzeuge des Gegners an und konnte nur einige Gefangene von einem Handelsschiff einbringen. Der Chef des Admiral st abes. > • wtb Großes Hauptquartier, 23. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zwischen Loos und der Bahn Arras- Cambrai dauerte nesteln der Aitilleriekampf an. — Nordwestlich von Lens drangen englische Stoßtrupps in 500 Meter Breite in unsere vordersten Gräben; sie wurden durch Gegenstoß zurückgeworfen; auch nachts blieb das Feuer stark; heute früh haben nach Trommelfeuer in breiter Front die Jn- fanteriekämpfe begonnen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vormittags war nur nordöstlich von Soissons die Feuertätigkeit gesteigert. — Vom Nachmittag an bekämpften sich längs der Aisne und in der Champagne die Artillerien wieder mit zunehmender Heftigkeit. — Hand- granatenkämpse spielien fich auf dem Chemin des Dames- Rücken ab: ein starker französischer Angriff nordwestlich von La Bille aux Bois brach verlustreich zusammen. — Zwischen ProSneS und der SuippeS-Niederung brachten Vorstöße dem Feinde keinerlei Vorteil. — Wir machten am Höchberg, südwestlich von MoronvillierS, und durch Eindringen in die französische Stellung südlich von St. Marie a Py über 50 Gefangene. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Unsere Flieger schossen 4 feindliche Fesselballons in Brand und brachten in Lustkämpftn 11 Flugzeuge zum Absturz. — Rittmeister Freiherr v. Richthosen blieb zum 46. Male, Leutnant Wolfs zum 20. Male Sieger. Die Jagdstaffel des Rittmeisters Frh. v. Richthosen hat bis gestern 100 feindliche Flugzeuge abgeschoffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Mehrfach noch lebhaftes Feuer der russischen Artillerie auf unsere Linien. Es wurde kräftig erwidert. Bombenabwürfe russischer Flieger bet Lida wurden durch Angriffe auf Molodeczno und Turez (norwestlich bezw. südöstlich von Minsk) vergolten. Mazedonische Front. Am Ostufer des Wacdac und südwestlich deS Doiransees heftiges Ärtilleriefeuer, dem nur am Doiransee ein englischer Angriff folgte. Ec wurde von den bulgarischen Truppen abgewiesen; eines unserer Fliegergeschwader griff aus der Luft in den Kamps ein. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » wtb B e c l i n, 23. April, abends Auf dem Schlachtfeld von Arras ist heute der neue englische Ansturm unter schwersten Verlusten ergebnislos zusammengebrochen. — An der AiSne und in der Champagne zeitweilig starker Artilleriekampf. Im Osten nichts Wesentliches. 9 wtb Großes Hauptquartier, 24. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeregruppe Kronprinz Rupprecht. Auf dem Schlachtfelde von Arras führte die auf Frankreichs Boden stehende britische Macht gestern den zweiten großen Stoß, um die deutschen Linien zu durch- buchen. — Seit Tagen schleuderten schwere und schwerste Batterien Massen von Geschossen jeder Art auf unsere Stellungen Am 23. April früh morgens schwoll der Actilleriekampf zum stärksten Trommelfeuer, an. Bald darauf brachen hinter der Feuerwand her bis auf 30 Km. Frontbreite die englischen Sturmtruppen, vielfach von Panzerkcaftwagen geführt, zum Angriff vor. Unser Vernichtungsfeuer empfing ste und zwang sie vielerorts zum verlustreichen Weichen. An anderen Stellen wogte der Kampf erbittert hin und her. Wo der Feind Boden gewonnen hatte, warf unsere todesmutige, angriffssreu- dige Infanterie ihn in kraftvollem Gegenstoß zurück. Die westlichen Vororte von Lens, Alvion, Oppy Gavrelle, Roeux und Guemappe waren Brennpunkte des harten Ringens. Ihre Namen nennen Heldentaten unserer Regt- mcnter aus fast allen deutschen Gauen zwischen Meer und Alpen. — Nach dem Scheitern des ersten setzte über das Leichenfeld vor unseren Linien mit blonderer Wucht auf beiden Searpe-Ufern gegen Abend ein weiterer großer Angriff mit neuen Massen ein. Auch seine Kraft brach sich am Heldenmut unserer Infanterie teils im Feuer, teils im Nahkampf, und unter der. vernichtenden Wirkung unserer Artillerie. Nur an der Straße Arras Cam- brai gewann der Feind um wenige 100 Meter Raum. Die Trümmer von Gucmoppe find ihm geblieben. — Wie an der Aisne und in der Champagne, so ist hier, bei Arras der feindliche Durchbruchsversuch unter unze- heucen Verlusten gescheitert. Englands Macht erlitt durch die Voraussicht deutscher Führung und den zähen Siegeswillen unserer braven Truppen eine schwere blutige Niederlage. Die Armee steht voll Zuversicht neuen Kämpfen entgegen. An den Erfolgen der letzten Schlachten hat seinen besonderen Anteil jeder deutsche Mann oter Frau, Bauer oder Arbeiter, der fich in den Dienst des Vaterlandes stellt, seine Kräfte einsetzt für die Versorgung des Heeres. Der deutsche Mann an der Front weiß, daß ein jeder daheim seine Schuldigkeit tut und rastlos schafft, um ihm draußen in der Schwere des Kampfes auf Leben und Tod, um Sein oder Nichtsein beizustehen. m i Englands Industrie nach dem Kriege. Tie nachstehenden Ausführungen, die dem Bericht eines gründlichen Kenners englischer Wirtschaft Sv erhLltntsse entnommen sind, verdienen die besondere Aufmertsamkeil der Deutschen Iuduü j Sie werden deshalb an ' ic»ec Stelle bckarmtge- geben, obwohl im Augenblick eine ?!-ckv r all tatsächlichen Angabe r?fd)t möglich i K. A- In dem ''. ->'ik. u den Arbeitgebern y rt sich Lause ocr tft'tftt Jahre eine tiefgreifende Wandlung voll c>n. 7 r atr Gegensatz ist zwar keincswcs-? ov'll.- g) v.z . c Arbeiter sind heute stärker als frick-.-r organisri - und politisch vielleicht auch einflußreicher geworden :..ik rend jedoch früher die Gewerkschaften jede Eryöhun der Arbeitsleistung bekänipften. mach: sich heule unrer dem Einfluß ausgeprägt nationaler Denkweise gan' all gemein der Wunsch geltend, in der Gesnnrheit die größtmöglichste Leistung zu erreichen, um durch Her drängen der ausländischen Konkurrenz die Erwerbs Möglichkeiten für den englischen Arbeiter in der kom menden FriedeuSzeit zu verbessern. Tiefe Wandlung ist in erster Linie dem Einfluß des MunitionSamts zuznschreib^n. da- die gesamte eng lische .flriegSindustric in etwa P Jahren in ganz neue, rationale Bahnen gelenkt und diejenigen Arbeitsweisen etngeführt bat. denen Teutscbland und Amerika vor dein Kriege ihr nationales Emporblühen verdanken Lloyd George, der im Frühjahr 1915 bekanntlich das MnnitionSamt übernommen hatte, begnügte sich von Anfang an nicht damit. der englischen Industrie die neuen Aufträge zuzuführen und die notwendigen Roh Materialien zu sichern, er hat vielmehr den ..Eontrolled Establishments" bis tnS einzelne vorgeschrieben, welcher Maschinen und sonstiger Hilfsmittel und welcher Arbeitskräfte sie sich zu bedienen haben. Tabei stützt er sich auf die beiden staatlichen Waffen- und Mu- nitionSwerkstätten in Aldershot und Birmingham, die er alsbald zu Musterbetrieben ausgestaltete. War die zweckmäßigste Herstellung eines Artikels, die bei geringstem Robmaterialverbrauch und geringstem Ein fatz menschlicher Arbeitskräfte die höchstmöglichste Leistung erzielt, hier ausprobiert und festgelegt, so wurden die Privatanlagen zum Teil mit Hilfe amerikanischer Maschinen und Ingenieure — von der Dampf Maschine an bis zum letzten Rädchen entsprechend umgeändert und unter die direkte Leitung des Muni- tionSministeriums gestellt Ten Besitzern wurden die Dividenden des letzten Friedensjahres sichergeftcllt, aber ihre Selbständigkeit genommen. Hierüber hinaus wurde mit Rücksicht auf den Hee- reSersatz — um auch in der Zahl der kaufmännischen nab leitenden Kräfte nach Möglichkeit zu sparen — der Zwischenhandel in großem Umfang auSgeschaltet und ein zwangsläufiges Ineinandcrgreisen der verschiedenen Fabrtkatlonsstufen eingerichtet. Jeder Menge gesörderten Erzes z. B. wjrd heute vom MunitionS amt der ganze Weg vom Hochofen diS zur fertigen Granate vorgeschrteben. wobei auch unnötige Frachten nach Möglichkeit erspart werden Das Gleiche gilt für dte Verarbeitung der Wolle, die Herstellung der Werkzeugmaschinen und vieles andere, was auch nur indirekt zur Deckung des Hecresbedarfs gehört Innerhalb der Betriebe und innerhalb ganzer Iuduftrie- äweige herrscht eine systematische und weitestgehende Arbeitsteilung, so daß der einzelne seine Arbeitsleistung erheblich zu steigern und auch einen höheren Lohn zu verdienen vermag, ohne daß dte gesamten Er zeugungskosten etwa in die Höhe gehen. Es scheint sogar, daß der englische Staat trotz höherer Löhne und zahlreicher Fabrikneubauten heute seine Munition und andere Artikel der Kriegsindustrie billiger herstellt als noch vor einem Jahre. So unbequem dieses ganze Zwangssystem des Staates den englischen Industriellen natürlich ist. so stark machen sich doch jetzt schon gewichtige Stimmen geltend, daß für dte Zukunft die neuen Arbeitsmethoden einen großen Fortschritt bedeuten. Eine Rückkehr zu den alten, Kräfte verschwendenden Arbeitsmethoden wird als undenkbar bezeichnet. Man sicht nur noch nicht, in welcher Bcrsc dir aus dein Felde zurück kehrenden, der neuen Organisation fremd gegenüber stehenden Arbeiter mit dem Neuen auSgesöhnt werden können. Tie Arbeitgeber haben sich zum großen Teil schon privatim zusammengeschlossen, um unter Ausnutzung der KriegSerfahrungen und Kriegs Organisationen in großen Konzernen, nicht mehr in gegenseitigem Gett- o.rwrt eine Neuorientierung auf dem Weltmarkt vor- uucbmen Tie Regierung gebt auch offenbar mit dem «. .. . über daS KriegSintercsse hinaus für den > —• ampf ur den Weltmarkt die englische Zn- | Laii p. • • i schon im Kriege vorzubereiten. Auch bei ocr Einrichtung der neuen Munitionsfabriken ist von Anfang an aus die nach dem Kriege etwa aufzunehmende Fabrikation von Friedensartikeln Rücksicht ge- nommcit worden Jedenfalls muß die deutsche Inoustric für die Frieden?,cu damit rechnen, daß wir dann nicht den einzelnen Privatmann als Wettbewerber auf dem Weltmarkt ffnden werden, sondern eine geschlossene, vom englischen Staat gehaltene und unterstützte Kaufmann- schajt Keineswegs ist eine Verstaatlichung der englischen Industrie oder auch nur einzelner Zweige gevlant. wohl aber ein Hand-in-Hand-Arbeiten alter Industriezweige und der einzelnen Betriebe genau so. roic ein Handln .Ha>w Arbeiten von Kapital und Arbeit lur Wahrung der allgemeinen Interessen. Ganz besonders wird sich unsere deutsche Eisen- und unser waickiaenin' dustric auf völlig neue Formen des Vettd.m.rbcs ge faßt machen müssen, da diese Zweige natürlich von der Organisation der Heeresbedarfsdeckung am stärksten betroffen und gefördert worden sind. Letzte Rettung: Holzschiffe. Ta« neue Abwehrmtttel gegen die U-Bootc. Zunächst hat man eö mit Torpedobootszerstörern gegen die U-Boote versucht: eS half nichts! Tann verseuchte man die ganze See um England herum in der grauenhaftesten Weise mit Minen: eS half wieder nichts! Tann setzte die Bewaffnung der Handelsschiffe ein: Erfolg erst recht gleich Null! Mit den Konvoifahrlen. der Fahrt in größeren Gruppen mit .Kriegöschiffbegleitung. erzielte man ebensowenig etwas Durchgreifendes! Jetzt sollen es Holzschiffe machen. Schiffe, die man ruhig vernichten läßt, in der Hoffnung, daß von der Masse ein bestimmter Prozentsatz durchkvmme. Tie Amerikaner haben die Sache geheckt TaS große englische HandelSfachblati ,.Economist" schreibt darüber: „Da Amerika wegen Mangel an Stahl und geeigneten Hellingen nicht noch mehr Stahlschiffe bauen kann, als es schon baut, will es, gestützt aus selne auf den großen Seen gemachten Erfahrungen, hölzerne Frachtschiffe, vermutlich vom Typ der breiten Barten, bauen, wie sie auf seinen inneren Wasserstraßen durchgängig im Gebrauch sind. Solche Schiffe fahren nicht so schnell, aber sie können im Ozean von flinken Patrouillenbooten begleitet werden. Mit ihrem geringen Tiefgang werden sie unbeträchtliche Ziele für ll-Boole darbieten, und ihre Zahl wird die Gefahr über eine sehr weile Fläche verteilen. Wir brauchen nicht ein paar große Schiffe, sondern eine unbegrenzte Zahl von kleinen. Tic ..Vaterland" mit ihren 54 000 Tonnen würde, selbst wenn sie unbeschädigt wäre, un- im Kriege nicht annähernd so nützlich sein wie lO Tramp- Dampfer von je 5000 Tonnen. Dte Sparsamkeit int Frie- denSbetricde verlangt große Schisse: der Krieg aber spottet der Sparsamkeit und verlangt die größtdenkbare Zahl kleiner Schiffe, wie kostspielig sich auch ihr Betrieb gestalten mag. In einigen Monaten dürsten die Aussichten für Weizen und den für die Zufuhr nötigen Frachtraum verhältnismäßig gut fein. Inzwischen heißt es für uns alle, den Gürtel enger zu schnallen, wenn wir im Juni und Juli vor dem Heranreifen der englischem Ernte noch genug zu essen haben wollen/' Tic deutsche Antwort daraus? llnsere See-Husaren geben sie jeden Tag! lind dte Natur hilft. In derselben Nummer desselben ..Economist" wird aus amtlichen Feftstellun« gcn folgendes mitgeteilt: .Ettvas. aber nicht viel FrniffahrSweizen wurde gesät und ein Anfang mit Kurroffelp stanzen gemacht. Der früh- geiätc Weizen hält sich im allgemeinen noch zufrieden- stellend, der spät geiäre ist dünn und ärmlich. Tie Dei- zenanbauNächr wird auf 6 v. H. iveniger a» 'tztes Jahr geschätz:. Tie Saat ist sehr weil zurück, und die Märzfröste scheinen einigen Schaden anzertchler zu haben Win» lerhafer und Bohnen »seinen auch vom Frost erheblich gelitten zu haben Lämmer rckeinen im al.gemeinen in durchschnittlicher^ Zahl geboren worden zu seur. aber das lehr kalte Vetter war ihnen äußerst ungünstig, und eine große Sterblich, keil von Lämmertieren und Muttertieren wird besonders nutz dem Norden gemeldet. Tie Mutterschafe sind metsten» kläglicher Verfassung und geben, besonders im Norden, wenig Milch. An Arbeitskräften fehlt e» sehr, aber in fast allen Landesteilen ist Abhilfe durch jeweilige Beurlaubung von Soldaten kür landwirtschaftliche Arbeiten geschaffen worden." TuS Zrrafferschnallen de- Riemen- wird somit in England kaum mir der neuen Ernte zu End« gehen. Uutericcischc Minenleger. Wie dem „Eorriere della Sera" aus London ge- meldet wird, sehen die englischen Regierung-- und Marinekreise in den unterseeischen Minenlegern eine weit größere Gefahr für die Verproviantierung Eng. lands. als in den Torpedierungen durch die beut- sch :: l! Boote Man scheint de« Mineule^ern geWenuber völlig ratlao öazustehen. Tie Stimmung in England ist trotz aUer ZeitungSmanöoer äußerst aedrückt, und wird durch die Nachrichten, die auS dem Innern Rußlands einrrcffen, keineswegs gebessert. „Bedenkend weniger z»friedensteNe»d". Ter ftanzöstsche Saaten stand ist am l. April 1917 gegenüber demjenigen de» Vorjahres bedeutend weniger zufriedenstellend. Nur in drei Departements gegenüber 33 des Vorjahres find die Aussichten gut. in vier sind sie ganz schlecht, in allen übrigen ziemlich aut. Ungenügende Bearbeitung de- Bodens l»nd der Mangel an Tungmitteln sowie Ueberfluß an Regen haben aus den Saatenstand sehr ungünstig gewirkt, sowohl was Winterkorn als Mengkorn, Roggen, Wei- zen. Hafer und Futtermittel betrifft. 600 Milliarden Kriegsentschädigung. Wachsende Tollheit 7a* Gilitritt in die große Offensive 1 dl7 hat in oni VieroerbandSlänbern die maßlosesten Hoffnungen usgelöst und zahlreiche Federn in Bewegung gesetzt. )cren Produkte angesichts der inzwischen vollzogenen Entwickelung immer ärger werden. So schrieb Jean Finvr in der Pariser ..Revue' mit ernsthaftester Miene: d» „Ende Juli 101? wird der den BerbandSmächten verursachte Schaden (»00 Milliarden betragen Diese setzen sich zusammen aus den monatlichen Zkriegskosten von Frankreich. England. Italien und Rußland mit^ zehn Milliarden, dazu kommen die Verwüstungen, die Vernichtung der Schiffe, die Entschädigung von etwa l 20 Milliarden für vernichtete "Menschenleben, die an i Toten und unheilbar Verstümmelten bei den BerbandSmächten auf 7 Millionen auzunchmen sind Bei Zahlung dieser Summe kommen Oesterdeich, die Türktzi und Bulgarien nicht in Beträcht Deutschlands Vermögen wurde dagegen vor dem Kriege auf 400 Militär« den geschätzt, es kann also sofort 100 150 Milliarden abgeben. Deutschland darf tu Zukunft für Militär überhaupt nichts mehr auSgeben. die Verbandsmächte werden über Deutschlands Wohl wachen. Von der Geißel des Militarismus befreit, würde Deutschland sich völlig umwandeln Tie so ersparten jährlick>en Atilltarden sind den BerbandSmächten auszuzahlen. Wenn es den Deutschen auch schwer wird, diese Riesen summe adzuzahlen. das darf uns nicht betrüben. Wenn Deutschland keine Armee niehr har. kann es die anderen Völker nicht mehr bedrohen. Ein an« deres Mittel gibt es nicht. Europa den Frieden zu Kriegerlaiein. Vreti-en ln Paris. .Biel, schöne, gesunde, glückliche, fröhliche, gute Tage QUfr|clt»!' Da» gab ein Hailoh! Gretchen ivar wieder da Gret- chen. der lange Vermißte! Mit seiner großen Grußform trat er ein, morgen- in aller Herrgott-frühe, in unser Ruhequartier, und wie der Blitz waren wlr alle Sech- au- den „Federn" und umringten ihn stürmisch. „Gretchen! Kamerad weinige». UnglückSwurm. Men. fchenSlind, wo kommst du her? Unsterblichster aller Unsterblichen! Ja, nun sag' doch bloß einer. Bist du'» oder ist'» dein Geist?" So überfielen wir ihn mit unseren Liebling-qrüßcn, dl« an Großartigkeit der Gesten nicht- zu wünschen übrig Netzen, und im Hintergründe sang Lorenz zur Laute: „Heil sei dem Tag, an welchem du bet uns erschienen! Tiddcldum. tiddeldum, tiddeldum!" Worauf der Ehoru» elnftel- ES ist schon lange her; das fteut un- umsomehr!" Und dann durfte Gretchen erzählen; was aber trotz der gespanntesten Aufmerksamkeit seiner Zuhörer gleich, »eilig verbunden wurde ersten- mit der Vorbereitung a) zum Frühstück. b) zur Morgenwäsche, c) zum Dienst, und zweiten» mit der Darstellung sämtlicher lebender Bilder, die sich au» seiner Erzählung ergaben. Also war endlich mal wieder der alte Betrieb ln der Bude, wie wir ihn seit acht Tagen immer schmerzlicher hatten entbehren müssen. Dte» zur Einführung! Und bann noch ein- zur Erläuterung: Gretchen war kein Mädchen, sondern unser llo der, kleiner Schauspieler Hasso Friebcl. der ^ich seinem Mädchennamen redlich verdient hatte hurch so manche Damenrolle, die er un» zum Ergötzen unnachahmlich verkörpert hatte. LNso Gretchen erzählte: „ga, Kinder, wie euch vor acht Tagen von euch zu eure« unaussprechlichen Ichmerz fartmachke, da kamen mir HUttPttftg» dock, so eintgo Uedenkon, otz doß nicht ein zu gewagte» Spiel wäre. Ader na, schlimmer als dem armen Heinrich könnt'» mir schließlich auch nicht ergehen. Also turnte ich denn ln melncin llnterröckchen durch unser Drahtverhau und über die Schützengräben weg in» Hinterland hinein; und ich mutz sagen, ich habe gar nicht schlecht gelebt in dieser Zelt. Wahrhaftig, mir ist viel Liebe und Freundschaft widerfahren in Feindesland. Ich kann mich wirklich nicht beklagen. „Erst verliebte sich in mich ein englischer ttzeneral. Na, wa» ich mit dem für Zicken aufgesteift habe. daS gebt ja auf keine Kuhhaut. Ader e- wurde doch bald höchste Zeit, daß ich au» der Gegend verduftete. „Dann nahm ich Engagement ln einem Tingeltangel in Ealat- und war drei Tage lang daS Stadtgespräch. Besonder» durchschlagenden Erfolg hatte ich jedeSmal in meinen Hosenrollen. Ter Direktor, der in meinem Trick cingeweiht war, sorgte für geeignete Unterkunft, und so hatte ich weiter keine Schwierigkeit. „Inzwischen hatte ich mich mit einer schwarzen Dienerin bewaffnet, einem abschreckenden Brispicl ersten Range-, die ftüher bei einer der bekanntesten Suffragette in Dienst gewesen war. Al- Tochter dieser Suffragette hielt ich nun meinen Einzug in Part». „So fette Tage haben die Pariser Zeitungen lange nicht gehabt. Ersten- ta^te doch gerade die Entente-Konferenz, in der die besten Köpfe des ZehnverbandeS sich gegenseitig unter einen Hut zu bringen suchten, und zweiten- war ich da. „Dom frühen Morgen bl» zum späten Abend war ich von AuSftagern umlagert. Die schwarze Mumma. meine Dienerin, ließ sie draußen der Große nach antrcten. schickre sie paarweise zu mir herein und warf sie nach drei Minuten mit Hochglanz wieder verkehr, hinaus. Da- ich in diesen drei Minuten englisch mit ihnen geradebrecht hakte, da» erschien schon zwei Stunden später in spaitenlanaer ftanzvsischer Ausmachung in allen Blättern. ..Und da ich dem letzten von ihnen, dem vom langen Darien da- Gehirn schon ganz au-gelaufen war. Nar. gemacht hakte, daß der Selbstmord der schönste Tod einer idealen Seele sei. und da jemand in der Nacht unter meinem Fenstoo in der Seine einen Plump» gehört haben wollte, nntz ich soU »nu spurlos verschwundon war, so suitzt noch heute in der Seine mir langen Stangen nach meiner Leiche. Aber da» soll unS nichr abhalten, vor dem Kafkee noch schnell einen LchnaöuS zu genießen. Nach dem Frühstück erzähl' ich dann weiter. „Prost minder! Viele fVue gesunde, glückliche, fröhliche, gnte Tage allerseits!" tAu» der öiller Kriegsztq.) perlen der vjchtkanst An der Rede erkennt man den Munn. Schopenhauer. i gezeigt ^je ^ kr/«“ HA® ■ i#" ,u sende»- IgyK Prozent «*gS«! srf&ss "«-f I A^tN oe' ^ an , |#a(lfl 8*S*"gJ g f B ,«i r..t, OKI ik:!.- ■ a! - MF . ,, allerer «n« » |öar ^ »>ird°b°.-'ekbli^I !> Ltz aber . SeutU“' 1 »ll°« 6etten Wte" 8 °°- ^^affea to0b ttnens m( r> ,, Me zu 8>H Neger ° ^«i :5“>? «°ud, hrovia kltteru« ' und 11 eine flcn ss' 5 * >ÄI *W VL®Ä ^«fdjräuftuiQ bi*i 9füjfatitöcii acuöflt uicht, das hat die Enttvicklurrg nach der Schlacht bei J^na gezeigt, auch einen Vertrag würde Deutschland immer brechen. Tie Staatsmänner des Verbandes wollen aber keineswegs Deutschland unterjochen, sondern nur seinsn Militarismus erdrosseln. Tann wird Recht und Gerechtigkeit in der Welt herrschen. usw.'. . . . Der nationalistische Wahnsinn hat in diesem .Kriege bereits mancherlei Ausschreitungen gezeitigt, aber zu einer Kraftleistung von dieser Vollendung hatte er sich denn doch noch nicht aus- geschwungen. Heute, nachdem die Engländer sich soeben rum dritten Male blutige Köpfe geholt haben, und die Franzosen sich anschicken, zum dritten Male ihren spärlichen Nachwuchs ohne Aussicht auf Erfolg in Tod und Verderben zu senden, dürfte selbst rn Frankreich diese nette Rechnung zum mindesten alß — unzeitgemäß empfunden werden. 53 §«a essen, ebenstelleud-. «Jk.tft am l. Adril Ssssd ollen ü&rigen ilem' Ueberrluß an a«J Ufo™ n i ti0 aettittt a ° fl3en ' rsE'st' 3«n rst. , :lw-n V , Sitten W' & 40 Prozent Getreide- Preissteigerung. Die Aufregung au den amerikanischen Getreidebörsen. Die Auftegung an den amerikanischen Getreide- börsen am Sonnabend hat sich in Newyork und Chikago durch die AufwärtShewegung am Weizenmarkt fortgesetzt. Go erreichte in Newyork der Preis für Wetzen den unerhörten Stand von 317 Cents für den Bushel gegen 307 am Vortage, gegen 214 am 26. März und gegen 191*4 Cents zu Anfang dieses Jahre?. Gegen die letzten Friedenspreise sind die Notierungen nicht viel mci *; :r als nm das Vierfache höher. »Bemerkenswert ist, daß diese ungewöhnliche Bewegung in allererster Linie die Preise für sofort lieferbare Waren ergriften hat. Beispielsweise verteuerten sich seit MonatSftist die Notierung für Maiweizen in Chikago um 84 Cents, während Septemberweizen, also Ware der neuen Ernte, „nur" um 40 Cents steigen konnte. Das läßt den wahren Grund der Aufwärtsbewegung erkennen, und zwar ist man auch wegen der neuen Ernte sehr pessimistisch gestimmt, Aengstlicher ist man wegen der Frage, wie denn der Bedarf gedeckt werden soll, solange die alte Ernte ausreichen muß, nachdem man nach England so ungewöhnlich auSgeführt hat. * * * „Freund Roosevelt kommt. Die Kriegstollheit hat über den nüchternen Sinn der sonst so kaltrechnenden Amerikaner gesiegt. Der tief im Herzen auch des friedlichsten Aankee-Geld- machers schlummernde Abenteurerdrang hat sich durchgesetzt: Die Wehrpflicht-Vorlage ist im amerikanischen Re- prusentantenhav.se mit 397 gegen 24 Stimmen angenommen worden, im Senat mit 81 gegen 8 Stimmen. Der Senat nahm weiter mit 56 gegen 31 Stimmen ein Amendement, einen Zusatzbeschluß, an, das Roofe- velt zur Aufstellung von vier Divisionen Fnsanterie [ffir den Dienst in Frankreich ermächtigt. * » * Rur ein halbes Wollen. Große Tragweite hat der Beschluß freilich bei näherem Zusehen noch nicht. DaS angenommene amerikanische Dienstpflichtgesetz ermächtigt Wilson, die reguläre Armee und die Nationalgarde auf ihren Höchststand von 62 500 Freiwilligen zu erhöhen und weiter ourch Dienstpflicht eine halbe Million auszuheben. !Ta der Senat das Gesetz gegenüber der vom Reprä- sentantenhause angenommenen Fassung abgeändert hat, tverden beide .Häuser in einer Konferenz zusammentreten, um sich zu einigen. Ter Unterschied zwischen >er vom Senat angenommenen Vorlage und der des Repräsentantenhauses besteht darin, daß der Senat das Dienstalter von 21 vis 27 Jahre festgesetzt, während das Repräsentantenhaus 2l bis 40 Jahre angenommen hat. Friedensstimmrmg im Schützengraben. Die neue russische Regierung vertuscht dem Militär die Wahrheit. Nach Einzelheiten, die in diplomatischen Kreisen über die Zustände bei den russischen Fronttruppen vorlieaen, befestigt sich die Annahme immer _ mehr, daß diese keine Lust mehr haben, den Krieg fortzusetzen. Aus dem friedlichen Verkehr von Graben zu Graben ergab sich, daß die russischen Frontsoldaten über die Borgänge in Rußland und namentlich in Deutschland und Oesterreich-Ungarn äußerst mangelhaft oder gar nicht unterrichtet worden waren. -Lie wußten nichts von all den letzten Kundgebungen der Staats Leiter der Mittelmächte zur Herbeiführung eines , ehrenvollen Friedens und hatten daher kein richtiges Achopev^' Urteil über die kriegshetzerische Tätigkeit der Bierverbandsdiplomatie. Die Aufklärung darüber nehmen fie dankbar und ohne Mißtrauen entgegen und wollen nur den Begriff des ehrerwollen Frieoens genauer Umrissen haben. Von irgendwelcher Kampflust oder Haß gegen die feindlichen Heere und Völker zagten sie keine Spur mehr. . Dieweil macht sich die provisorische Regierung nach immer _ Hoffnung auf dir deutschen Streiks. Anders der Arbeiter- und Soldatenausschuß Diese lnatzgebende Stelle des neuen Rußland hat mehrere Tage hindurch unter stärkster Bearbeitung durch die 191? hat inj Hoffnungen Mng gesetzt vollzogenes.! schrieb Jean tefter üJliene: dandsmiichtks - ragen. W' KriegskostH Rußland mil m Ng von CtlDJl leben, die ar.f »ei den Beilen sind. Beil ch, die Tiick!' schlands Per- 400 Milliar-, .6 -Milliarden für Militär rbrmdßWchte i, Bon der - Deutschland )at. kann Ein am jeden zul $ i, den Mann denstedt' IJ.ÄV cht 0 et Ä t¥' nach Petersburg gekommenen Vertreter der französischen und englischen Sozialisten gestanden, er ist aber fest geblieben: M . Die französische Presse erfahrt aus Petersburg, baß das Arbeiter- und Soldatenkomitee der französr- fchen sozialistischen Abordnung den Verzicht Frankreichs auf Elsaß-Lothringen nahegelegt habe. Das Komitee richtete an die französischen Deputierten die .förmliche Anfrage: „Wenn Elsaß-Lothringen das einzige Hindernis für den Friedensschlutz darsteklt, könntet cmf die Lösung diese-r Krage bestehen?" So nach und nach naht also auch für Rußland ^7** Augenblick, wo sich das Schicksal der Revolution- und Konfusionsregierung wird erkennen lassen. * Audaucrndc Unruhen in Kronstadt. ^>n dem großen Kriegshasen Kronstadt, dem Eingangstor der Petersburger Gewässer, herrschen noch immer Unruhen, die sogar zu Hinrichtungen geführt «{vH- un ^ oU deren Beschwichtigung der Sozialrft- Annister Krenski hinausfayren mutz. Die Untersu- chung schloß damit ab, daß der Staatsanwalt acht Offiziere freisprach und dem Volke sein Urteil be- kanur gab. DaS Volk war jedoch mit diesem Urteil nicht zufrieden, verurteilte den Staatsanwalt zur Hinrichtung und drohte ihn, auf Bajonetten zu spießen. Der Arbeiterrar mußte, um ihn zu retten, der Volkstöne erklären, daß der Staatsanwalt verhaftet werde. Glerchzeitig gelang es dem Pöbel, einige der freigesprochenen Offiziere festzunehmen und sie zur Hinrichtung wegzuführen. KerenSki ist sofort nach Kronstadt abgereift. Republik Llkraina. Zerfall des russischen Kolosses. Tie Blätter der großen südwestdeutschen Stadt Kiew melden übereinstimmend: Tie separatistische Bewegung in der Ukraine habe einen Umfang angenommen, der in Petersburg große Auftegung verursacht. Ter Nationalkonvrnt (!'.) der Ukraine hat einen Ausschuß gewählt, der als provisorische Regierung der Ukraine proklamiert wurde. Im Nattonalkonoent sind 33 politische Organisationen, Abordnungen der Gebiete von beiden Ufern des Tnjepr sowie der Küstengebiete des Schwarzen Meeres vertreten. Es wurde ein Entwurf des politischen Re- gterllngösystems der autvflomen Ukraine ausgearbeiter und ein Reichskanzler gewählt. An der Spitze des Konventes steht der Lemberger Professor Harastewicz. tuierende Versammlung nach Kiew berufen, die den Beschluß des Ökationalkonventes, die Ukraine zu einer freien Republik zu proklamieren, fttr rechtsgültig zu erklären hat. Der Stab der nationalen Miliz ('.!), der ganze Regimenter mit aktiven Generalen an der Spitze angehören, schlug seinen Sitz in der Kiewer Universität auf. Tie Bewegung ist besonders dadurch gekennzeichnet, daß sich selbst Russen, die unter dem alten Regime patriotische Gesinnung bettrndeten, vorbehaltlos der neuen Bewegung anschlossen. Tie provisorische russische Regierung verhandelte mit dem Ausschuß des nationalen Konventes und versuchte, die Ukraine angesichts der drohenden deutschen Gefahr von der Loslüsung vom russischen Gesamt- staat abzubringen, weil dadurch die russische Freiheit wieder in Frage gestellt sei. Sie erklärte dabei, das freie Rußland könne sich nur als Bundesrepublik erhalten! Vor dem Zusammentritt der konstituierenden Versammlung könne jedoch nicht zu dem Umbau des Reiches in diesem Sinne geschritten werden. Die Verhandlungen der provisorischen Regierung mit der Ukraine blieben ergebnislos. Die Verhältnisse haben sich vielmehr so zugespttzt, daß eine gewaltsame Entladung unvermeidlich scheint. Allgemeine KriegSnachrichten. Am 1. Mai: Friedenskundgebungen. Das Petersburger Arbeiterblatt ..Rabvtschkaja Ga- zeta" schätzt die Zahl der au der Maifeier in Petersburg teilnehmenden Arbeiter auf rund 600 000. Es sei wahrscheinlich, daß sich auch andere Parteien als die sozialdemokrattsche an dieser Feier in irgend einer Form beteiligen werden. Tie Extremisten planen für diesen Tag große Kundgebungen im ganzen Reich. Sie wollen an diesem Tage eine machtvolle Temon- stration für die Beendigung des Krieges veranstalten. Die provisorische Regierung bittet und ermahnt die 9lrbeiterorganisationen, die Ruhe und Ordnung nicht zu stören. Konscrenzvorbcreitnngcn iil Stockholm. Im Parteizimmer der sozialdemokratischen Fraktion des schwedischen Reichstags wurden lange Verhandlungen über die Vorbereitungen zu dem bevorstehenden Friedenkongreß geführt. — Tie holländischen Delegierten sehen außerordentlich hoffnungsvoll auf die Aussichten der Konferenz und sie erwarten, daß trotz aller entgegengesetzter Mitteilungen dennoch die französischen Delegierten sich einfinden werden. * * * Der KriegSsold für Italien. Nach einer Meldung des ..Corriere della Sera" aus London beabsichtigt England, von den amerikanischen Mlliarden monatlich 125 Millionen an Italien zu überweisen. — Also: Krieg auf Lohn-AbschlagS- zahlung! Brasilien will neutral bleiben. Die Mißerfolge der „großen Frsthjahröofteitsive tox Gegn^ machen offensichtlich Eindruck bei den Neutralen Sie werden vorsichtiger und wissen zum Teil uidn mehr, was sie wollen. So die südamerikanische Kaffee Republik Brasilien. Wie der schwer Kerrschen Tepeschenagentur aus Paris genrelder wird, har Brasilien in dem Streit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten seine Neutralität erklärt. England braucht Rekruten! Nach dem schauerlichen Massenmorde, dessen sich England auf den flandrischen Kampfplätzen an seinem Volksnachrvuchse schuldig macht, darf man sich über den Ruf nach Rekruten, neuen Todesopfern nicht wundern. deir jetzt der RekrurierungSlord Derby ausstößt. Dieser bezeichnet es als notwendig, daß nationale Redner und Parlamentarier eine Kampagne in ganz England zugunsten der Rekrutierung von neue n Truppen unternehmen. Es herrsche starker Widerstand gegen die beschlossene Vermehrung des Heeres, weil das Volk zu wenig Vertrauen zeige. Von den. Kolonien könne nichts erwartet werden, deshalb sei das Mutterland an der Reihe, die letzten notwendigen Opfer zu bringen, die den Steg vollenden müßten. Die Regierung überlegt augenblick lich sogar, ob der ArbeitSzwang für Frauen etngeführt werden könne, falls die Lage des Landes infolge des herrschenden Arbeitermangels dies erfordere. Aus deni Ausdrucke „letzte notwendige Opfer" geht wohl hervor, daß man in England weitere ernst-- hafte größere Opfer für die Dauer nicht mehr kür möglich hält. Brotkarten üt Louvoiu Der Londoner Korrespondent des Corriere della Sera drahtet, baß England in sechs Wochen Brotharten einzuführen beabsichtige. Die Maßnahme werde mit der durch die vermehrten Schiftsversenkurrgen entstau denen Frachtraumverminderung begründet. Republikanische Störungen in den Balkauländer«. Tie russische Revolution wirkt aus dem Balkan nach. Die neue Petersburger Zeittrug „Rußkaja Wolja" stellt das Vorhandensein einer starken republikant- schen Strömung in Montenegro, Serbien und Rumänien fest. Einflußreiche serbische und montenegrinische Politiker pflegten gegenwärtig Verhandlungen, die diesen Strömungen zum Ziele verhelfen sollen. Geplant ist die Gründung einer serbisch«montonegrinische« Republik. Die in Frage kommenden Dynastien hätterr nicht die Mittel, einer derartigen Bewegung wirkungsvoll entgegenznarbeiten. * Kleine Kriegsnachrichlen. " Die Londoner Börse bleibt vorläufig am Sonnabend geschlossen, angeblich um den Mitgliedern und deren Angestellten Zeit für nationale Dienstleistungen zu geben. " Daily Mail erfährt, daß demnächst die Brotrationen für die Armee verkürzt werde. Aus Mer Welt. ** Ei« Fug durch Lawine verschüttet. Der Sonntag abend 5 Uhr von Landquart in Davos fällige Zug wurde beiin Davojer See von einer gewaltigen Lawine verschüttet. Bis jetzt sind acht To^e geborgen, darunter Emilie Jrtou aus Stuttgart. Zu dem LawiireuullgUlck am Davoser See wird weiter berichtet, daß sich noch 40 Personen in den verschütteten Eisenbahnwagen befinden, die wohl sämtlich den Tod gefunden haben. Eine Anzahl Feuerwehren der umliegenden Ortschaften und Hunderte internierte Deutsche arbeiten mit fieberhafter Anstrengung am NetiungSwerk. Bei Gurtnellen an der Gotthardbahn sind wiederum drei Lawinen niedergegangcn. ** Wieder das Schießgewehr. Der zehnjährige Sohn des im Felde stehenden Telegraphenleirungsaufsehers Schütt in Neustadt in Holst, wllrde von einem Spielkameraden beim Besichtigen eines Revolvers erschossen. Die Kinder hatten die Waffe beim Alleinsein aus einer verschlossenen Kommode herausgenommen. ^ Folgen des früheren Bergbaues. In dem an der Gemeindegrenze von Riemke gelegenen Teile der Stadt Bochum, genannt Provize, lvurde ein heftiger Erdstoß gespürt. Schornsteine wurde umgerissen, in verschiedenen Häusern siel der Stuck von den Decken uno Dächer wurden beschädigt. Vom Tncw. i,ei evangelischen Kirche fiel ein Wetterhahn herab. Wahrscheinlich ist ein verlassener unterirdischer Grubenbau zu Bruche gegangen. Oesetzt die dorfteiche mit Karpfen! * Bom Fischfang. Das Bild an den Zentral- :märkten für den Fischhandel in Cuxhaseu und Altona hat sich in den letzten Tagen wesentlich gebessert, ilnd der Ausfall der Heringszufuhr wird vitrch die steigende Zufuhr sonstiger frischer Seefische wieder wettgemacht. Tie Lieferungen von den dänischen Plätzen sind im Steigen. Der Versand nach den Jn- landplätzen dürfte mit dem Beginn des Monats Mai noch eine weitere Steigerunb erfahren. Auch von den Fischplätzen an der schleswrgschen Küste langten reichliche Zufuhren an, und da auch die yeimische Fischerei jetzt voll zum Eingreifen kommen wird, dürfte die Fischversoraungsfrage in kurzer Zeit geregelt sein. Die Seeftscherflotte unserer beiden Hauptplätze, Finkenwärder, und Blankenese, stellt etwa 70 Kutter und Ewer; zu denen sich in der Kleinfischerei noch Alten- wärder mit 60 und die Küstenfischerei mit etwa 120 Fahrzeugen beteiligt. Im vorigen Jahr konnte kaum der dritte Teil dieser Flotte auf den Fang gesarrdt tverden. * Kleine Neuigkeiten. " Bei einem im Hause Bergerstr. 72 in Frankfurt cnU standenen Zimmerbrand sind zwei kleine Kinder, die im Bett lagen, durch. Rauch erstickt. * Berlin hat tm Monat April allein 12 Millionen für Kriegerfamilien aufgewendet. * In Langfuhr hat sich eine 75jährige Frall, mit Sterbekleidern anaeran, in die Ostsee gestürzt, und Awar um Tage ihrer goldenen lKochzeit. Berl in, 24. April, abends. wird tagsüber um Gavrelle gekämpft. Längs der Straße Nordöstlich von AcraS ArraS—Eombrat haben abends nene englische Angrtüe eingesetzt' Tcnppenmeldungen bestätigen übereinstim- mend die gestrigen Verluste der Engländer als „unerhört hoch". An der AiSne und in der Champagne wechselnd starkes Feuer. Im Oben nichts Wesentliches, großen Mengen vorgefunden. Die Sammler verkau- fen ihre Wochenbeute meist selbst auf dem Markte. wtb Großes Hauptquartier. 25. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Auf dem Schlachtfelde wird fiil gestern früh um das Dorf Gavrelle gekämpft, nördlich der Scarpe hat der Feind seine Angriffe .wiederholt. — Südlich der Scarp.Niederung entbrannte nachmittags beiderseits der Strotze ArraS-Eambrat der Kampf von neuem Auf breiter Front griffen englische Divisionen, in dichten Staffeln herangesührt, über Mouchy Woncourt an. Im Feuer und harten Nahkampf brach der englische Sturm überall unter den schwersten Verlusten zusammen. — Grabenbcsatzungen und Infanterieflieger melden über den 23- April, daß die Zahl der vor der Front liegen« den toten und verwundeten Engländer eine ungewöhnlich hohe ist. Bet den Gegenstößen sind durch unsere In« fanterie 660 Gefangene gemacht worden. Mehrere Pan- zerkraftwogcn wurden zerstört, ^ttahe der Küste drangen :!i am 23. April nach wirkungsvoller Vorbereitung unsere Sturmtrupps in die feindlichen Stellungen und brachten 21 franzöfische Gefangene und 4 Maschinengewehre als Beute zurück. — Am 23 und 24. April kam es im Vorfeld unserer Kampslinie nordwestlich von St. Quentin zu mehreren Gefechten, bet denen der Gegner neben blutigen Verlusten auch Gefangene etnbüßte. Heeresgruppe Kronprinz. In einigen Abschnitten der AiSne- und Champag- nesront verstärkte sich der Feuerkawpf wieder. Fran- zösische Vorstöße bet Hurtebtse Fe., am Brimont und westlich der SuippeS blieben erfolglos. Hinter den feindlichen Linien wurde reger Verkehr beobachtet und von uns wirksam beschossen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Die Lage ist unverändert. Am 23. April verloren Engländer und Franzosen durch Luftangriff 20 Flugzeuge und 1 Fesselballon, der 24. April kostete sie 19 Flugzeuge, von denen 16 im Lustkampf, 3 durch Abwehrfeuer von der Erde zum Ab- stürz glb acht wurden. Leutnant Bernert schoß seinen 20., 21. und 22. Gegner ab. — Bet einem unserer Gegenstöße bei Gavrelle flog Hauptmann Zocer, Führer einer Schutzftaffel, der stürmenden Infanterie in 150 Meter Höhe voran und beschoß aus seinem Flugzeuge die englischen Linien mit dem Maschinengewehr. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Unsere Artillerie beantwortete kräftig das Feuer der russischen Batterien, die vornehmlich bet Iacobftadt, Poftawy und an der Bahn Zloczow-Tarnopol tätig waren. Mazedonische Front. Der seit Tagen gegen unsere Stellungen zwischen Wardor und Doiransee stark wirkenden englischen Artillerie folgten gestern Angriffe, die von den bulgarischen Truppen sämtlich abgewtesen wurden. Der Erste Genecalquarttermetfter: Ludcndorff. wtb. Berlin, 25 April, abends. Bei ArraS griffen die Engländer nur auf dem Südufer der Srarpe nördlich von Mouchh dreimal an. Dreimal sind sie dort verlustreich zurückgeschlagen worden. — An der AiSne- und Ehampagnefront Lage unverändert. — Vom Osten nichts neues. wtb Große Hauptquartier, 26. April. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Gestern raffle sich der Feind bei Arras nur zu Teil- angriffen auf. - Oestlich der Scarpe stürmten seine Angriffswellen dreimal gegen unsere Linien. Dreimal siuteten sie zurück. — Der Ärtilleriekampf hält in einigen Abschnitten in beträchtlicher Stärke an. - Bei Gavrelle liegt unsere Stellung am östlichen Dorfrande. Die Gesamt- läge ist unverändert. Der Feuerkamps beschränkt sich auf begrenzte Frontstrecken. Bei Hur tebise Fe. und östllch davon wurden durch Gegenstöße, bei denen wir 3 Offiziere und mehr als 160 Franzosen zu Gefangenen machten, unsere Stellungen auf den Chemin des Domes. Rücken verbeffert. - Am Abend griff der Feind nach . ^:r Feuersteigerung beiderseits von Brave in 3 Km. keile an; er wurde blutig abgewiesen. - In der Cham- pagne kam es nur zu Handgranatenkämpfen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Keine besonderen Ereignisse. Gestern verlor der Feind 6 Flugzeuge, von denen Leutnant Schäfer 2, seinen 22. und 23. Gegner, abschoß. Oestli cher Kriegsschauplatz. Südlich von Riga, bei Iakodstadt, bei Smorgon, westlich von Luck, östlich von gloczow, an der Ilota Lipa, längs Putna und Sereth hat die russische Feuertätigkeit und dementsprechend unser Bergeltungsfeuer zugenommen Mazedonische Front. Aussagen von Gefangenen aus den Kämpfen Doiransee am 24. April ergaben, daß dort die Engländer mit starken Kräften auf schmaler Front einen in seinen Fielen weitgesteckten Angriff geführt haben. - Die wakere bulgarische Infanterie hat einen schönen Erfolg davongetragen, alle ihre Stellungen behauptet und dem Feinde im Verein mit deutschen und bulgarischen Maschinen- ge'wehren und Batterien schwere Verluste zugefügt. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Berlin. 26. April abends. Don den Kampffronten ist nichts Besonderes zu berichten. wtb Großes Hauptquartier, 27. April. Westlicher KicegSschauplatz. Heeresgruppe Kronpriuz Rupprecht. Auf dem Schlachtfelde von Arras hat die Bekämpfung der Artillerien sich in breiter Front gestern abend wieder gesteigert. Dabei wirkte die unselige westlich von Lens auch gegen erkannte Bereitstellungen feindlicher Infanterie. — Südlich der Searpc griffen die Engländer rittlings der Straße Arras Eambcai an. Sie wurden durch Feuer und Nohkampf verlustreich abgewiesen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz. Allmählich nimmt längs der AiSne und in der Champagne der Actillecickampf wieder größere Heftigkeit an — Infanteriekämpfe am Ehemin dcS DameS- Rücken brachten uns Gewinn an Boden und Gefangenen. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändcrt. Mazedonische Front Südwestlich des DoiranleeS fetzten die Engländer ihre Angriffstätigkett in Vorstößen gegen die bulgarischen Stellungen ohne Erfolg fort. — Im Westen ver. lorcn die Gegner 11 Flugzeuge, davon 9 im Luftkampf, und 2 Fesselballons. Leutnant Wolff blieb zum 21. Male Sieger im Luftkampf.—- Am 25 April wurden zwischen Wardar und Doiransee von einem unserer Geschwader 2 englische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Der Elfte Generalquartiermcister: Ludendorff. Zum Sieg des Seldes ein Sieg des Soldes. Unsere nSchste vaterländische Aufgabe. Die Landesstelle für vaterländische Zwecke in Darm- stadt schreibt uns: Wem stockte nicht der Atem, wem schlug das Herz nicht höher ob des überwältigenden Milliardensieges der Kriegsanleihe! Laßt uns dieses weltgeschichtliche Ereignis froh und festlich begehen Fügen wir zu dem dröhnenden KraftVeweis ein neues Zeugnis unseres sieghaften Opfer- willens durch Stärkung des Goldbestandes in der Hand des Vaterlandes. Sie müffen wir für die nächste Feit in den Vordergrund des Tagesgesprächs rücken, und wir wol- len uns gegenseitig überwachen, daß auch der Pflicht der Goldstärkung genügt wird. Im ganzen Großherzogtum soll zu dem Zwecke eine Goldwocbe stattfinden in der Zeit von Mittwoch, den 25. April, bis einschließlich Mittwoch, den 2. Mai. wtb Berlin, 27. April, abend. An der ArraS Front hält in einzelnen Abschnitten das starke Feuer an. Ein erneuter engltchec Angriff an der Straße Arras- Eambrat ist verlustreich gescheitert. Längs der Aisne und in der Champagne wechselnd starker Artilleriekampf. Die Goldankaufsstellen vergüten den vollen Goldwert, erteilen als Dank des Vaterlandes ein Gedächtnisblatt sowie eine Denkmünze und geben für eine Goldkette neben dem Goldwert - wenn nicht eine Denkmünze verlangt wird - eine eiseme Kette, die ihren Träger schmükt und ehrt - mehr als gleißendes Gold. Auch höherwertige Edelsteine und Platinsachen (jedoch nicht Platinstifte) wer- den - wertentsprechend angekauft. - Diel Gold, viel Edel- steine sind nötig, wenn die gewaltigen wirtschaftlichen Auf- gaben dieses Krieges zum Segen aller gelöst werden sollen. - Aber wenn die Herzen und Hände sich öffnen, wie es die große Zeit verlangt, wenn wir es nicht bewenden lasten bei Hergabe kleiner Teile unseres Schmuckbesitzes, wenn wir uns alle trennen von entbehrlichem Geschmeide, das zum Ernst dieser schicksalsschweren Tage nicht mehr pasten will, dann wird die hessische Goldwoche ein leuchtendes Vorbild werden, ein ragender Baustein im stolzen deut» scheu Geldgebäude. - So manche fehlen noch in den Ein- lieferungslisten. Möchten sie unserer Bitte sich nicht ver- schließen. Und möchten andere, die darin schon vertreten sind, ihre vaterländische Einsicht mit dem gebefteudigen Entschluß krönen, nun auch möglichst den übrigen Besitz an Gold und Edelsteinen dem Daterlande darzubringen. Vc antwortlich: Allün Klein in Gießen. In der Zeit vom 25. April bis 3. Mai findet eine Hessische Goldwoche Erneut ergeht der Ruf: statt. Das Gold heraus! Die Goldankaufstelle lst während der Hessischen Goldwoche geöffnet: Samstag, den 28. April vormittags von 10 — 12Uhr Dienstag, den 1. Mai nachmittags von 2—4 Uhr Mitbürger! sorgt dafür, daß der Kreis Gießen seinen Teil zum Gelingen des vaterländischen Werkes beiträgt! Ciefert Euer Goldgeschmeide ab. Gießen, den 24. Slpril 1917. Ramens der «oldankausftelle für den «reis Gießen Dr. Usinger. Berufs-Sattler auch Kriegsbeschädigte und Zivildienstpflichtige für um scrc Militär- und Lederwarenfabrik In dauernde Stellung gesucht. Friedrich Hirschner, G. m. Remscheid, €lberTclderTtrasse nr. 11 . Geschäftsbücher 25 2i\id kchöne starke edele Tee« u. Remontant« b. H., Lustige Blätter Durch wundervolle Bilder uud packeodeu Lext das humoristische Leibblaii aller Feldgrauen und Daheimgebliedeneu; fcldpoft- und probc-Hbonncmcnte monatlich nur 2llarir 1,20 bei allen Bachhandlungeu und Poflauslalteu. Verlag der Lustigen Blätter in Berlin SW. 6 H. B n s c h - R o s e n OCril iimmUMi tu 5—10 Sorten und Farben sortiert nach n,einer Wahl. Frei dort 7,50 Mk. Fm vorigen Fahre ca. 15000 Stück versaiwt. € Türstt, Erfurt Ir« Wartrnbrtn Betiandgeschäst. Wer verkauft tvotv« Msuirtra und HO(l«n bnkJmpf) mll Erfolgb«sEr- mu-RlrUlrm m«ln rvr*|?l!h«fcr Geradehalter System Haas M*hrf*d> pr«fi- AjuMKr- rHcMUurtrtrt!« DtpiAO/i koilcn'o# Wohn ob. (Geschäftshaus, Win« , Handlung auch mit Land od. sontt. geeignet. Anwesen in «cünberg od. Umgegend Angebote erwünscht an Wilhelm wroS. Postlagernd . t^icken. iöelallbeiten ^' 7.7 Ö U:flfcuumna'iajm,K.nbcrlclt*n Enenmöbeliabul. S.tzl t. Ibür »dged°U Kitt« i* „V. »« w " dlingniy' b» und M Aus btibtn J(|