H 6es “taodfato ben * 9 äu ^tttmeti 0 j ’ 1 " 1 " n. Hiekener Zeitung Bejugspreis 50 pfg. monatlich vierreljcihrl. 1,50 Mark, vorauszahlbar, frei inS HauS. Ab geholt in unserer Expedition 1,20 Mk., durch die Post oder direkt durch Kreuzband vierteljährlich 1P0 Mk. — Erscheint an drei Wochentagen. — Redaktion: Südanlage 21. — Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nicht. Verlag der „Gietzener Zeitung", Gießen. Expedition: Züdanlage 21. Anzeigenpreis 20 psg. die 44 nun breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ucberfchreitung deS Zahlungszieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindltchkctt. Druck der Gicßcncr Verlagsdruckcrei, Albin Mein. Nr. 30. Telephon Nr. 362. Donnerstag, den 5. April 1917. Telephon Nr. 362. Jahrg. ""'«Ma« 1 7 WoffenfJ s ' ti “ Olt Verlustreiche Feindesunternehmungen im Westen. Der russische Brückenkopf Toboly am Stochod erstürmt. vestmricftr KaiTcrDaar beim «ieutscben Kaiser. Oestlicher Kriegsschauplatz. Berlin, 3. April. Kaiser Karl und die Kaiserin Front des Generalseidmarschall Prinzen Leopold v. Bayern. Zwischen Meer und Pcipjet war die Actillertetat- igkcit in mehreren Abschnitten rege. Am mittleren Stochod r , - a¥ f - . - wurde der von den Russen auf dem Westufer gehaltene und dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten Brückenkopf von Toboly von unseren Truppen, denen beträchtliche Beute in die Hand fiel, genommen. — Beiderseits der Bahn Zloezow-Tarnopol steigerte sich zeitweilig der Geschützkampf. An der Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph. und bei der Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen, ist die Lage unverändert. 0 ^ ra j en im deutschen Großen Hauptquartier m niefit in um bcm oeut f$ en Kaiserpaac einen Besuch abzu- K--k z« zntz— - 9%rtartai, »unliebe d«utfeb« Cagesberichte. üüch t()nen t Großes Hauptquartier, 3. April 1917. Kriegsanleihe Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von ArraS heftiger Geschützkampf, meh« tecc gegen unsere Stellungen vordringende englische Auf- —--— klärungSabteilungen wurden abgewiesen. — Die gewaltsamen Erkundungen der Engländer und Franzosen im Kampfgebiet nördlich von Bapaume und westlich von St. Quentin wurden von starken Kräften ausgeführt. Sie Verliefen — was Beobachtungen und Gefangenen- bafj bi? iii auSsagen ergaben — für den Feind äußerst verlustreich. Bet Foreuill wurden von uns über 300 Engländer gefangen zurückgeführt; sie gerieten jedoch in englisches m übertreten kön Maschinengewehrfeuer, so vaß nur d0 unsere Linien erreichten. — Oeplich der Straße Coneyle Chateau — tzoissons zersprengte unser Artillerieseuer beobachtete steht, die MM Truppenansammlungen in der Champagne, südlich von nP Urhif äü L . ^Pont, unterband seine vernichtende Wirkung einen liv Urteil uoer in ^ vorbereitenden Angriff. — In Luftkämpfen verlor der Feind vier Flugzeuge, von denen zwei durch Ober- „>, «t ü, m “■ **'»" “"»f'>»“ »“““• ' Oe st lecher Krregsschauplatz. 1 Heeressront des Generalseldmarschalls len KraftbemshM Leopold von Bayern. Nordwestlich von Dünaburg holten mehrfach be- NeichsoerbiMW «ährte Stoßtrupps einen Offizier, 93 Mann und zwei Mch.moM j Maschengewehre aus der russischen Stellung; auch be; eilige Belnhban Maljawitschi, nordöstlich von Bogdanoz hatte ein Ec- lundungsvorstoß vollen Erfolg und brachte einen Offizier und 25 Mann an Gefangenen ein. — Nordöstlich Von Baranowitschi griffen mehrere russische Kompag. , . i dien eine unserer Feldwachen an, die trotz starker Feuer- s den Weg )i Vorbereitung ihre Stellung völlig behauptete. — Leb- lakt nicht eiltmol | a f tem russischem Feuer beiderseits der Bahn Zloczow- Tarnopol, an der Zlota Liva und am Dnjestr sind leine Jnfanterieangrtffe erfolgt. — An der Byftrzhea Solotwinska vordrtngende Jagdabteilungen der Russen toutben vertrieben. An der Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph lind bei der Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen leine Ereignisse von Bedeutung. Mazedonische Front. Zwischen Ochrida- und Prespa- See drangen unsere Truppen in vorgeschobene Stellungen der Franzosen; ste f lehrten nach Abweisung Von Gegenangriffen in bk ei- M m Linie mit Beute zurück. - Nördlich von Mona- sttr ist ein kleiner französischer Angriff gescheitert, der Men * t el( Der Erste Generalquarttermeister : L u d c n d o r f f. as ! . Aach behalt P halb dieser ® (W * wt b Großes Hauptquartier, 4. April, jut und »OJJ Westlicher Kriegsschauplatz. [| jf8 cIie ffa" jeitef Von Lens bis Arras war auch gestern derFeucr- >caug„d lampf lebhaft. Westlich von St. Quentin und Zwischen Oick B,t h Somme und Oise setzten die Franzosen ihre heftigen 1 srf schwer ZU 11 ^kundungsangriffe fort. Mit blutigen Opfern erkauften 's 00 Jcnn D “! sie Boden, der von uns schrittweise. preisgegeben wurde. ” |tfed - Bei Laffaux an der von Soissons nach Nordo ten führenden Straße scheiterten nach starkem Feuer ein- 9 . e£tfl setzende französisch- Vorstöße. - In und bet Reims r- lannte Batterien, Befestigungsarbeiten uni> Verkehr wur- dm von uns unter Feuer genommen. — Neun^fetndUche Flugzeuge und 2 Fesselballons sind von unseren Fliegern nbgeschossen woxden. slis» Niitec °ls --ENwURMWII^VWlW»^'^ i .. UIUUüUuu— Aüf D i ch kommt es an! Sage nicht- Andere haben mehr Geld und verdienen mehr als ich- die sollen Kriegsanleihe zeichnen! Sage auch nicht: Was machen meine paar hundert oder paar tausend Mark aus, da doch Milliarden gebraucht werden! llnd sage noch weniger: Ich habe schon bei früheren Anleihen gezeichnet und damit meine Pflicht getan! Auf jede Mark kommt es an! Gs Ist wie bei der Nagelung unserer Kriegswahrzeichen- jeder einzelne der vielen tausend eisernen Nagel ist winzig. Aber in ihrer Gesamtheit umsangen sie das Gebilde mit einem ehernen Panzer. So muß auch unser deutsches Vaterland geschützt und gesichert werden durch das freudige Geldopfer der großen und der kleinen Sparer. Jetzt, in der Stunde der Entscheidung, darf keiner zögern und keiner fehlen! wtb Berlin, 4- April, abends. Im Westen bet Negcnwettec nur tn wenigen Abschnitten lebhafte Ac- tillerletättgkeit. — Im Osten und tn Mazedonien nichts Wesentliches. OefterreicD'UttgariTche tagesberlcim. wtb. UM«n, 3. April 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Bystrzyca Solctwinska scheiterten Vorstöße russischer Ausklärungstcuppen. Nördlich des Dnjestr stet- lenwcise erhöhte "ussiche Geschütztätlgkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Kampfbegebenheiten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestltch des Ochrida = Sees drangen unsere Trup. pen in feindliche Gräben ein und brachten Gefangene zurück. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. Hös«r, Feldmarschalleutnnnt. » wtb. Wien. 4. April 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts mitzuteilen. Front des Erzherzogs Joseph. Ein österreichisch-ungarischer Flieger schoß im Raume von Oua ein russisches Nieuport-Flugzeug tm Luftkampf ab. Heeressront des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Am mittleren Stochod nahmen wir, erhebliche Beute einbcingend, den russtchen Brückenkopf Toboly in Besitz Sonst vielfach Auflcben des Geschutzkampfcs. Italienischer Kriegsschauplatz, und Südöstlicher Kriegsschauplatz- Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des GenecalstabeS: von Höfer, Generalfeldmarschalleutnant. —•«ranumil !!!!!’ iimi lpril l9l7 ‘ Mazedonischen Front Geringe Gefechtstätigkett. — Unsere Fliegergeschwader bewarfen den Bahnhof Bertekow (südöstlich von Bodcna) ausgiebig mit Bomben, dadurch entstandene Brände wurden durch Lichtbild festgelcgt. Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff. Aenn lir das geahnt hätten! 1. Der Bank von Frankreich hat man notgedrungen das Recht der Banknotenausgabe zuletzt auf 18 Milliarden Fs. erweitern müssen. Da diese Grenze schon wieder erreicht ist, wurde sie neuerdings auf 2t Milliarden Fs. erweitert. Eine Schraube ohne Ende. Daneben wufen die Unsummen kommunaler Geldzeichen um, die auch einmal eingelöft werden müssen. Eine Bilanz hat zwei Seiten. In der Bilanz der Bank von Frankreich snw alle beide Seiden gleich bedenklich. Aus der einen Seide stehen die Bcrmögensanlagen; darunter befinden sich uneinbringliche Vorschüsse an Bundgenossen. Fast die Hälfte des ganzen Vermögens aber sind dauernde Vocschwse an die französische Regierung. Das ist die aus der krassen Not geborene Geldbeschaffung von der Hand in denMund, die keine Rücksicht nehmen läßt auf das Morgen, wenn nur das Heute befriedigt ist. Trotz aller Bankettreden will die Erleichterung der Bank von Frankreich, d. Y. das Abschieben solcher Vermögenswerte an Kaffen und Pirvate nicht recht von statten gehe«, denn der Betrag steiat- steigt ständig mit einer für uns erfreulichen Stetigkeit. Und unbezahlt gebliebene Wechsel, wie sie bet der Bank von Frankreich mit über 1 Milliarde Fs. liegen, aestundet auf Grund eines allgemeinen ZaPungsaus. schubs, hat die deutsche Reichsbank nicht im Vermögen, aus dem einfachen Grunde nicht, weil wir in Deutschland ein Moratorium nicht haben. Das und die Vorschüsse an die Verbündeten, sowie die Milltardenforder. ungen an die französische Regierung sind kein Vermögen mehr. Dos ist nur höchst fragwürdiger Ersatz, «o läßt sich unbestreitbar ein Dreifaches feststellen: Etnma der verhängnisvolle Mißbrauch der Notenbank für langfrtst ge Kriegsgeldzwecke; zum andern, daß die Zahlungsfaytg- kett weiter Kreise Jahre hindurch stockt, endlich zumDritten Unsere Fel-grauen -rauhen geben dem Daker- lande freudig ihr Bluk und Leben. Wir in der Heimat sollen nur unser Geld leihen. das wie Ich zuversichtlich hoffe, nickt mehr fern ist das Nötige und Zweckmäßige audjf in dieser Beziehung geschehen kann, wünsche Ach, daß die Vorbereitungen unvcrwetlt abgeschlossen werden. Uc-at die Neues Wahlrecht in Preußen. scheu Lebens vorL di Zur die Aenderung „Kür ein Klasseuwahirecht ist kein Raum mehr." Tie Wahlrechtsfrage in Preußen ist nunmehr dur einen Staatsakt des Kaisers und König- den nach in: nach sehr heiß ^wordenen innerpolittsch n Marx' r entrückt worden Preußens König hat eine Osterbotschaft an sein Volk erlassen, worin er in einem direkten Staatsakt, gegen gezeichnet vom Reichskanzler. diesen als preußischen Ministerprästdenren mit den abschließenden Verarbeiten im Sinne einer Wahlrechtsreform betraut. Tas neue Wahlrecht soll sein gleich und direkt. Taneben soll das Herrenhaus reformiert werden im Sinne stärkerer Heranziehung der Berufe und 2lande rmououng cc. preuHrslyen ; üqu : urig unseres gesamten innorpoliti- Zer Frage besonders am Herzen )Cv Wahlrechts zum Abgeordneten re Weisung schon zu Beginn des gemacht worden. Ich beauftrage bestimmte Vorschläge des Staatsgen. damit bei der Rückkehr r die innere Gestaltung Preußens schnell im Wege der Gesetzgebung Nach den gewaltigen Leistuugc des ganzen Volke in diesem furchtbaren Kri ist nach Mein, *v lieber »eugung für das Klassenw^ recht in Preu? en kein Raum mehr. Ter Gesetzen iv wird ferner ui '.mirtelbare und geheime Dahl der $ geordneten vor Zusehen haben. Tie Verdi enste des Herrenhauses und seine b! bende Bedeutu ng für den Staat wird kein König r ei fr ab Den ©erl in, 7. April. Seine Majestät der Kaiser und König hat an den Reichskanzler und Präsidenten des Staatöminlsteriums Tr. v. Bethmann Hollweg folgenden Erlaß gerichtet: „Noch niemals hat sich das deutsche Volk so fest gezeigt, wie in diesem Kriege. Tas Bewußtsein, daß sich das Vaterland in bitterer Notwehr befand, übte eine wunderbar versöhnende Kraft aus, und trotz aller Opfer an Blut draußen im Feld und schwerer Entbehrungen daheim ist der Wille unerschütterlich geblieben, für den siegreichen Endkampf das Letzte eirzzufetzen. Nationaler und sozialer Geist verstanden und vcr einigten sich und verliehen uns ausdauernde Stärke Jeder empfand: was in langen Jahren des Friedens unter manchen inneren Kämpfen aufgeballt ward, das war doch der Verteidigung wert. Leuchtend stehen die Leistungen der gesamten Na tion in Kampf und Not vor Meiner Seele. Tie Erlebnisse dieses Ringens um den Bestand des Reich - letten mit erhabenem Ernste eine neue Zeit ein. Als dem verantwortlichen Kanzler des Teutschen Reichs und ersten Minister Meiner Regierung in Preußen liegt es Ihnen ob, den Erfordernissen dieser Zeit mit den rechten Mitteln und zur rechten Stunde zur Erfül lung zu verhelfen Bei verschiedenen Anlässen haben Sie dargelegt, in welchem Geiste die Formen unseres staatlichell Lebens auszubauell sind, um für die freie und freudige Mitarbeit aller Glieder unseres Volke.' Raum zu schaffen. Tie Grundsätze, die Sie dabei entwickelten, haben, wie Sic wissen. Meine Billigung Ich bin Mir bewußt, dabei in den Bahnen Meines Großvaters, des Begründers des Reichs, zu bleiben, der als König von Preußen mit der Militär-Organi fattou und als Deutscher Kaiser mit der Sozial-Reforn monarchische Pflichten vorbildlich erfüllte und die Vor auüsetzung dafür schuf, daß daS deutsche Volk in eia mütigem, ingrimmigem AuSharren diese blutige Zeit Überstehen wird Tie Wehrmacht als wahres Polksheer zu erhalten. den sozialen Aufstieg des Volkes in allen seinen Schieb ten zu fördern, ist vom Beginn Meiner Regierung an Mein Ziel gewesen. Bestrebt, in fest bewahrter Ein heit zwischen Volk und Monarchie dem Wohle der Gesamtheit zu dienen, bin Ich entschlossen, den Aus bau unseren inneren politischen, wirtschaftlichen und K n Lebens, so wie es die Kriegslage gestattet, erk zu setzen. Noch stehen Millionen Volksgenossen im Felde noch muß der Austrag des Meinungsstreits hinter der Front, der bet einer eingreifenden Verfassnngcände rung unvermeidlich ist. im höchsten vaterländischen In teresse verschoben werden, bis die Zeit der Heimkehr unserer Krieger gekommen ist, und sie selbst am Fort schritt der neuen Zeit mitratcn und -taten können Tamit aber sofort beim glücklichen Ende des Krieges Preußen verkennen. Tas Herrenhaus wir gewaltigen Anforderungen der kommenden Zeit bc'fci gerecht werden können, wenn es in weiterem und gleichmäßigerem Umfange al: bisher aus den verfchU. denen Kreisen und Berufen dec Volkes führende, durch die Achtung ihrer Mitbürger ausgo/i.'.riete ::;nn.i in seiner Mitte vereinigt. Ich handle nach den Üeberliefeeuiu groß.. Vorfahren. wenn Ich bei Erneuerung wichtiger Teile unseres fest gefügten und sturmerprobten Staat swefeus einem treuen, tapferen, tüchtigen und hochentwickelten Volk das Vertrauen entgegenbringc. das es verdient Ich beauftrage Sie. diesen Erlaß alsbald bekannt zu geben. Großes Hauptguarticr. den 7. April I0l7. Wilhelm I. R. von Bethmann Hollweg An den Reichskanzler und Präsidenten des Staat-ministe, i- Zur Kriegsanleihe — ein Wort an die Frauen. Bequemer Tenkende trösten sich damit, daß die Anderen wohl so artig sein würden, dem Reich zu geben, was des Reiches ist. Auf dem gleichen Blatt steht der oft gehörte Hinweis, eö mögen die größeren Finanzin stltute, insbesondere die Banken, zeichnen, dann brauche man an die Privaten nicht heranzutreten. Wer so denkt, macht sich die Sachlage nicht klar. Eö ist nämlich nicht damit getan, daß die Anleihe voll gezeichnet wird, aber zunächst nur ein einstweiliges Unterkommen findet. Tas ist bei den Feinden so in Ermangelung eines Besseren vertrag! sich aber nicht mit deutscher Gediegenheit. Tas Erwünschte ist vielmehr, daß die Anleihe in feste Hände kommt, d. h. in jene Hände, die die Anleihe zu möglichst lange dauerndem Besitz erwerben. Tas ist deshalb wichtig, damit nicht nach Schluß der Zeichnung das Anbietcn von Kriegsanleihen mit seinen schädlichen Wirkungen auf den Preis und das Urteil des Auslandes einsetzt. Wohl werden die Banken Mittel, die sie für ihre Kundschaft voraussichtlich nicht nötig haben werden, in den gut verzinslichen und kursmäßig billigen Kriegsanleihen anlegen und auch einen Vorrat schaffen für die Befriedigung derjenigen Anlage sucher, die erst sehr viel später Geld in die Hand bekommen. Bei 'Abmessung der dafür verfügbaren Mittel haben aber die Banken auch zu beachten, daß Einlage gläubiger Guthaben zum Zwecke der Kriegsanleihe ab ziehen werden. Tie Sache liegt also so. daß die Banke.: für eigene Zwecke immerhin nur beschränkte Summen zeich neu können, daß sic aber auch viel mehr, als sie späterhin zur Befriedigung der Nachfrage nötig haben, garnicht zeich neu sollen, daniit eben nicht Bestände sich, bei ihnen an häufen, die ste nicht auf die Tauer behalten wollen. Wir werden alle zugeben müssen, daß wir selbst uns .ncht genügend- bewußt waren, welche Kraft sittlicher, militärischer und wirtschaftlicher Art in deutschen Landen steckt. Tenken wir nur an die mili tärischen Erfolge gegenüber einer zahlenmäßigen lieber macht, an die Leistungen der Eisenbahnen, an die Anpas 'Ultgsfahigkeit. die die Zurückgebliebenen -«zeigt »absn (wie manche Frau muß das Geschäft deS Mannes weiterführen, wie manche Industrie sich umstellen), an d.e straffe Haltung dcS deutschen Wirtschaftslebens und Kreditwesens (wer hat in Friedenözeiren geglaubt daß der hochragende Kredit aufbau den Stürmen eines Weltkrieges so unerschütterlich üondholten würde, wie daS ;u unser aller.Staunen der Fall war), an die Widersrandsfähigkeil und Spannkraft der deut'chen Geidwirlfchaft überhaupt. Sehen wir Wetter rj auf die Gcldflüistgkeir. die wir bei den Banken, Sparkafwa und den Kreditgenossenschaften festftelien können. (Haben doch die Sparkassen allein im Jahre 1016 $*4 Milliarde i Mark Zuwachs ;u verzeichnen!) Ueberdenken wir daS alles, so dürfen wir sagen: Auch die sechste .Kriegsanleihe wird mir beilstrahiendem Glanze abfchlietzen. wenn wir nur wob len. Und wir toltten nicht wollen angesichts der Tatsache, daß wir es leichter, viel leichter können als die Feinde, denen un ere Ueberlegcnheit greifbar vor Augen geführt werden muß! Englische Völkerrechts- Verhöhnung. Wie Wrai Bcrustorfs aus neutrale« Schiffe behandelt wurde. Ter älteste, selbst von den minderwertigsten Ur» Völkern anerkannte und berücksichtigte Say des Völker- rechts ist die Unverletzlichkeit der Gesandten. England :Ki fiii.-.i \Ti sich nicht darum Obgleich es für die Heimfahrt de^ deutschen Botschafters in Washington, des Grafen Bernftorff. nach dem Abbruch der deutsch unerikanischen Beziehungen ..freies Geleit" zugesichert nute. Tie folgenden Einzelheiten zeigen. wie frech England fein Versprechen brach, wie toll Graf Bernftorff und Gefolge behandelt wurden. „Abgesehen davon, daß sie die ungewöhnlich lange Ausdehnung der Untersuchung im Hafen von Halifax, die sich vom 16. bis 27. Februar d. I. erstreckte, als unnötige Behinderung und Belästigung empfinden mußten, sind den Beteiligten Geldbeträge und eine Reihe von Gegenständen, deren Mitnahme ihnen nach der Zusicherung der amerikanischen Regie» rung freistand, als Konterbande abgenommen worden. Ferner bewegte sich die Untersuchung im Hafen von Halifax, die unter Aufsicht englischer Lfflziere und großem -Aufgebot englischer Soldaten, durch kanadische Beamte, darunter Frauen vorgenommen wurde, in F o r m e n , die sich mit den Begriffen guter Sitte und des Anstandes schlechterdings nicht ver einigen lassen. Tie Habe der einzelnen Personen wurde zum Teil in roher Weise in ihren Räumen durchwühlt, nach' dem die Personen selbst zu einer LetbeSuntersuchung fortgeführt waren. Bei ihrer Rückkehr fanden sie alles im Zustande völliger Unordnung. Ter Leibesuntersuchung sind mit Ausnahme des Botschafters alle Personen. Männer und Frauen, darunter die Gattin des Botschafters, sowie die Ktu jeden Alters unterzogen worden. Tie Untersuchung erstreckte sich meist bis auf die Haut, auch bei den Frauen, wobei eine der kanadischen Beamtin n e n in einer die weibliche Ehre geradezu verletzen- Iden Weise vorgtng. Ter deutsche Botschafter, der von Halifax nur die Schweizerische Gesandtschaft in Washington, als Vertreterin der deutschen Interessen, von der unwürdt» zen Lage, in der er und seine Begleitung sich befanden, telegraphisch benachrichtigen wollte, um davon der ame rikantschen Negierung Kenntnis zu geben, wurde von den britischen Behörden daran gehindert: erst eine Stunde vor der Abfahrt des Dampfers von Halifax wurden seine Telegramme angenommen. Nach den Mitteilungen nlchtdeutscher Fahrgaste, die sich an Bord befanden, sind übrigens auch sie unter der Aufsicht britischer Offiziere von den kanadischen Beamten in rücksichtsloser Weise behandelt worden: sic haben auch festgestellt, daß zwei dieser Beamten im Tienfte trunken waren. Ciebeskrafr. Bon H Förster. In einem kleinen Dörfchen der „Weißen Berge" waren sie beide ausgewachsen. Wie sich über der Herr Uchen Landschaft ihres wildzerklüfteren, heimatlichen Hochtales der schneegekrönte Ida, der heutige Psiloriti erhob., immer schön, immer derselbe in allen Stürmen und Wirren, weiche über die Insel dahingingen, so stand Ihrer Armut das Glück ihrer Jugend das Gefühl, welches sie verband, immer gleich fest und innig, immer beseligend. Gabriel und Eharis liebten sich seit ihren Kinder tagen, sie hatten zusammen gespielt, zusammen Htr renbten,r getan, zusammen von einem Mönch oas öiß chen Weisheit erlernt, weiches man in den kretischen Bergen braucht. Die Klosterbrüder auf Kreta sind von jeher Anhänger der nationalen Bewegung gewesen die glintt in 6er einen, das Kreuz ln der ander» S? n v f* c in die Freiheitskämpfe gezogen, wa Wunder, wenn auch in den jungen Herzen Gabriels und Eharts von dem Lehrer Gefühle geweckt und gepflegt wurden, die den beiden als Kindern ihrer freien Berg im Blute lagen. Mit flammender Begeisterung erzählte ihnen der Mönch von dem nahen Kloster Arkadi. dessen ier Abt IgumenoS Gabriel mit eigener Hand y -.. v - 'i/ uvwivt ui ii l «\HJilt fener an die Pulverkammer gelegt, als er dem Bomdar . Mnüan " ‘ ^7"'' Türkin unter Änsinsa Pascha nlchl n.cdr Widerstand leisten konnte. Sekt der Zeit hatten Gabriel und Eharts. so oft sie hinunter zum Strand nach Renmo kamen, mit einem Gefühl des Hasses die trotzige Festung angeschaut, weiche gleich einer rechten Zwing bürg die Stadt überragt, und oft hatten sie in den Ruinen von Arkadi gesessen unb an den alten Jgu rnenos Gabriel gedacht, der ein Mann des Friedens und doch Held gewesen war. Cb sie auch an ihn gedacht wenn sie sich übten, mit der Flinte zu schießen? Eha riS und die Flinte — das waren die beiden, denen Gabriels Herz gehörte. Und er batte feine helle Freude wenn Eharts eS ihm gleichtat und die kleine Piaster münze traf, so lange sie diese mit ihren hübschen Augen nur noch zu sehen vermochte. Im November 1989 kam ich zum erstenmale nach Kreta, wellige Wochen später lernte ich Eßarhr fenn*» wüdrtel und,,Wart« halten eigvntzlich in fertlm *«ftf heiraten wollen, aber es war anders gekommen. Bei Beginn des sommers ivar der Haß der Kreter von neuem ausgelodert, hier und da gab eS offene Aus stände, überall gärte es un stillen. Gabriel war unter der Jugend seines Heimattales der Feurigste für die Sache der Freiheit. Er glaubte schon den eigenen Herd aus freiem Boden bauen zu können. Alle Tag, war er unterwegs, bald hinunter nach Retimo, bald tiefer hinein in die Berge. Ec besorgte die wichtigsten Botschaften unter den Aufständischen, er wußte um die Waffeneinkäuse, welche die Mönche machten, ei fehlte bei keiner der heimlichen Versammlungen nci m Der Di ad) t in irgendeiner unwegsamen, abgelegenen Felskluft. Ta wurden die Insurgenten bei einer solcher. Zn,ammenkunft eines Nachts von einer starken Eskort. türkischer Gendarmerie überrascht. Tie Aufrührerischen w^?irl n Hd) ecu nach verzweifelter Gegenwehr: auf türkischer «cire hatte man mehrere Tote und Berwun oete. Gabriel und seine Genossen wurden in das <*c sangnts der Heftung zu Retimo abgeführr. pctnDollc Monate kamen nun für Eharis Xic leise Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang schwand immer mehr in der furchtbaren Angst, daß hn,n Ö iÄ n S5 nen * on bcr Snset fort zur Verurre, lung nach Konstanttnopel bringen würde. Ta pochte ? an einem stürmischen lAovemberadend an dem Fen sterladen des kleinen Häuschen, in dem Eharis mir der aKen Mittler wohnte. Als Charis öffnete, urcarc litt) ihr eine Hand entgegen und drückte ihr ein zu sammengeratletes Papier in die bebenden Finger Eine Stunde später war Eharis auf dem Wege nach Retimo. <7U' trug ihre ganze Barschaft bet sich, die zu sammengesparken Piaster, die zur Ausrüstung ihrer bestimmt gcroesen: und nnter dem flatternden Luche venvahrrc sie noch cnvas anderes, lang, schlank und blank. Gabriels andere Liebe. ü m ö *. e ®? ouc £ n 00n 'etimo herum schlug Eharis EM. der steil auf zur Festung führte. In der halben Höhe des Berges stieß sie aus die Srraße. die direkt aus den ..estungstoren sich zum Hafen hinunter Zieh.. ES war eine dunkle stürmische Nacht: sie abtX untcn Gm Strande das sä warze. große Ungenun zu erkennen, das türkische Kriegsschiff, weiches Eharis war totenbleich, in ihren Augen glühte ein unheimliches Feuer, aber ihre Kntee wankten nicht ihre Hand zitterte nicht, sie war bereit. Von ihrer Liebe verlangte Gabriel das größte Opfer, mehr als ihr eigenes Leben, er verlangte es. er forderte es, er wollte cs für sie gab es nur einen Willen. In ihrem Gürtel steckte iein Brief, ein abgerissener schmutziger Zettel mit ungelenken Schristzügen, von lebenslänglicher Zwangsarbeit sprachen sie, und von der Erlösung, von ihrer Liebe und von der Treue- bis - — in den-Tod. -'lach Mitternacht öffnete sich das Außentor der Fe,tung. Tie Gefangenen wurden zur Einschiffung geführt. Im phantaflischen Schein der Fackeln sind oie Soldaten sichtbar, die blanken Läufe ihrer Flinten. die bleichen Gesichter der Unglücklichen, die aus fremder Erde sterben sollen, im Frondienst der verhaßten Feinde. Tie Gefangenen, zwei und ^wei zu. ihre batte, die G«,a„g.„est von Retimo nach «n fu »ring«,,. sammengesesselt. gehen schwankenden Schrittes, 1^,».* glühenden Augen suchen in der sturmdurchtobten Nacht vergebens zum letztenmale die Sterne der Heimat. In der letzten Reihe geht Gabriel. Stolz tragt er den hübschen, knmkien Kopf, und ob auch seine Wangen vieich sind, wie die der Genossen, sein Gang Ul fest, sein Auge freudig und mutig, als ginge es nicht in Jahre voll Schmach und Schande, in das grauenvollste Schicksal, sondern in den freien Kampf dem der Sieg gehört. An der Biegung der Straße, dort, wo der Weg emmundet, der von der Stadt herausführt, blickt Ga- briet zum Himmel auf. Eben zerteilt der Sturm die Wolken ein Sternlein schaut herab - weithin durch die .^acht, in Wind- und Meeresrauschen, tönt der Knall eines Schusses. Ter Genosse, mit dem Gabriel zu- lammengesefjelt ift. hält sich nur mühsam aufrecht um nid)t oon dem ins Herz getroffenen Gefährten nieder-- geriffen zu werden, dessen erbleichende Lippen mit seligem Lächeln lei,e flüstern: „Eharis- Geltcb!e A , *** * a ?iT-* llrxö Ehe man recht wußte n>a$ eigentlich geschehen, war Gabriel eine Lettbe —— ChartS aber ist wieder in die Berge aeoanaen Qb U " f '' fUd,,f ' ^"nden". a dciltO ISStfSf ILdene m |:«' f .'J rnC r »5 Pi «8 •k t wjgm iStüS kftÄ ä-r«* ;;5u uerttaut« L; enwürdtge» De> Washington, tanlenh» ipraitu Washiugtou, IüHm hkv ^ -eil ikriegszl % 5 jer Senat na Mionen Tr m Ermessen Mt seinen 6 sehr bejcheide wird er c iriAttn. ör Ivi . gründlicher «obiltsation i eenator Lodj ein. durch die zur Pe Ibnttion den M le$ In allen (0. tiefer „nun ersten ftrie# m werden d rsmcri» Zn der nord :on verlaute liirkei und 3 'n den Kriec mgen würden len im Dan Uw gesetzt. , Der n S{Sb Sn^ ttfb € t I i H % «HC« , 5 Ä* 1 SÄ»? -EM b 5„ & 3?g* '%e Ui»S«. « «Üen n arden et >it«tä tfr l Uc to »u •"" >!.vs» el f6at bot Feinde öeführ! kechts- k-ÄÄK ÄLS"igstcn Ur- der 8 »A ^ zzglke, Wsters i« die d°m Abbruckde?^'"^ Meg- ®eleS» , r deutsch- weiten jeigen 5U9f ^ ecl ^."kp«che, br«ch. L?M !.?Z'-2r Untersuchung im Hafen ^Zlischer Offiziere und oldaten, durch kanadische ^genommen wurde, in vMften guter Titte echterdings nicht ver- ^Personen wurde zum iäumen durchwiihlt, nach- emer Leibesuntersuchung Rückkehr fanden sie alles wng, sind - mit Ausnahme nen. Männer und Frauen, 'tschafters, sowie die Kin- ivrden. §/e Untersuchung bie $aut, au&) bei den ad ischen Beamtin- ^ )re geradezu d ersetzen - r, der von Halifax aus jast in Washington, als eveffen, von der unwürdi- BegleiLung sich befanden, ollle, um davon der am- cks zu geben, wurde von -an gehindert: erst eine ; Tampsers von Halifax ngenommen. nichtdeutscher Fahrga,te. d übrigens auch sie unterere von den kanadischen üse behandelt worden; )tc 'm\ dieser Beamten tm k oft deutsche Mgierung si^c siq genötigt. w-M. der Behandluirg, der ihre aus den Vereinigten Staaten zurü-kkehrenden Beamten und deren Begleitung Hafen von Halifax unterworfen worden sind entschiedene Verwahrung etnzulegen. Ter von der Regierung der Bereinigten Staaten von Amerika für den deutschen Botschafter und seine Begleiter unterm 3. Februar ausgestellte feierliche Patz spricht von freiem Turchlaß ohne Verzug und Belästigung, ferner von freundlicher Unterstützung und TLun Tie amerikanische Regierung hat sich auch ausdrücklich von der britischen Regierung freies Geleit für die in dem von ihr ausgestellten Patz bezeichneten Personen ausbedungen. Bei dieser Sachlage glaubt die deutsche Regierung erwarten zu sollen, daß die amerikanische Regierung, sobald st« Kenntnis von den vor- stehend angeführten Tatsachen «Mit, Anlatz nehmen wird, diese Angelegenheit als eigene aufzunehmen, und der britischen Regierung entsprechende Eröffnungen zu machen. Tie deutsche Regierung glaubt dies um so mehr als sich gerade das amerikanische Volk zu rühmen pflegt, überall für ritterliches Verhalten gegen Frauen und Kinder einzutreten, es also mit besonderer Empörung empfinden wird, daß Frauen, die aus den Schutz der Regierung der vereinigten Staaten von Amerika vertrauten, erfahren mußten, daß er sie nicht vor entwürdigender Behandlung in einem britischen KrtegShafen zu bewahren vermochte. Der Krieg ist da! Washington, 5. April. iRentermeldung.» Duo Repräsentantenhaus hat den Kricgsantraq angenommen. Washington, 6. April. Reuter meldet: Präsident Mlson hat den Kricgsantrag sowie eine Proklanzation über den Kriegszustand mit Deutschland unterzeichnet l h Milliarde Kricgskredite. Ter Senat nahm die erste Kriegskreditvorlage über 100 Millionen Dollar an. die Präsident Wilson nach seinem Ermessen verwenden kann. Mt seinen Geldanfordernngen ist Wilson zurzeit noch sehr bescheiden. Mit einer lumpigen halben Milliarde wird er aber in diesem Riesenringen nichts auerichten Er wird also seine kriegslustige Gefolgschaft schon gründlicher Zur Ader lassen müssen. Mobilisation des „inneren Sichernngs-ienstes". Senator Lodge brachte im Senat eilten Gefetzeut- wurf ein. durch den der Kriegssekretär ermächtigt wird, die zur Verfügung stehenden Gewehre samt der Munition den Mannschaften des inneren Sicherungö- dieustes in allen Staaten und Territorien auszuhän digen. Dieser „innere Sicherheitsdienst" soll also wohl die ersten Kriegsopfer abgeben, denn Im „inneren" tfrnfte werden die Leute nicht gebraucht. 'Amerika nur gegen Deutschland. In der nordamerikanischen Bundeshauptstadt Washington verlautet, die Vereinigten Staaten würden die Beziehungen zu O e st e r r e i ch - l! n g a r n , der Türkei und Bulgarien nicht abbrechen, noch ihnen den .Krieg erklären, solange sie nicht dazu gezwungen würden. — Oesterreich hat den verbrecherischen Gesellen im Aankeelande inzwischen den Stuhl vor die Türe gesetzt. Luftkrieg. 14 seiudtiche Fl,Gze«ste an einen, Zage. Die Fttegertätigkeit war am Donnerstag aus der Westfront wieder äußerst lebhaft Unsere Flieger er- lvtefen in Erkundung. Kampf und Bombenangriff aufs neue ihre lieber InrenhetL Ein bis Touai vorgedrungenes englisches Geschwader von vier Flugzeugen wurde durch die von Oberleutnant Frhr. v. Richthofen geführte sieggewohnte Jagdstaffel zum Kampfe gestellt und vernichtet. Oberleutnant Frhr. v. Richthofen schoß dabei 2 Flugzeuge ab und erledigte damit seinen 35. und 36. Gegner. Im ganzen wurden 5 Flugzeuge hinter den feindlichen. 7 hinter unseren Linien im Lustkampf, 2 hinter unseren Linien durch Abschuß von der Erde zum Absturz gebracht. Unser Verlust beträgt 3 Flugzeuge. Unsere Bombengeschwader belegten die feindlichen Barackenlager bei Tixmude, Bahnhof Bousfignereux (17 Kilometer nordwestlich Reims), Belfort und Tammerkirch ausgiebig und erfolgreich mit Bomben. Stuf dem Balkan machte ein oft bewährtes Geschwader am Hellen Tage trotz stärkster Gegenwirkung einen schneidigen Angriff auf den Bahnhof und das Lager von Karafuly im Wardartal. Es warf 2500 Kilogramm Bomben ab, die 4 große und zahlreiche kleinere Explosionen hervorriefen. Tie bis 1000 Meter aufsteigenden Rauchwolken wurden bis in den Abend hinein^ beobachtet. Auszeichnungen für sie Luftstttitträfte Ter Kaiser hat dem kommandierenden General der Luftstreitkräftc Generalleutnant v. Hoeppner. dem Chef des Generalstabes der Luftstreitkräfte Oberstleutnant Thomsen und dem Leutnant der Reserve Boß von der Jagdstaffel Boelcke den Orden Pour le me rite verliehen und den Oberleutnant Freiherrn v. Richthofen vom Manen-Regiment Nr. 1 zum Rittmeister befördert. Der Krieg zur See. Dt« «ocherr„ratiort" auf 134000 rönnen gestiegen. Nach Auskunft von zuständiger Stelle hat die Bewaffnung der feindlichen Handelsschiffe weiter zug^ «oinmen; die Erfolge unserer U-Boote haben jedoch hierunter in keiner Weise gelitten. Man lese nur folgenden Ausweis: . v on - Berlin, 6. April. Seit den am 30. veröffentlichten U°BootSerfolgen sind nach den bis heilte eingegangenen Sammelmeldungen weiterhin insgesamt 134 000 Br.-Reg.-To. von unseren U-Booten versenkt worben. o- Der Phef d«6 Admiralstabes der •tu deutsches Korp*br»boOt a »rU. (Amtlich.) Unser Torpedo ?vot 88 ist m der Nacht vom 7. zum S. April vorder flandrischen Küste von einem feindlichen U-Boot durch Torpedo,chuß versenkr worden Tie Besatzung konnte größtenteils gerettet werden. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Brasilianischer Dampfer versenkt ~ »^brasilianische Dampfer „Parana" (4461 Br.- meg.-To.i ist nach Reuter versenkr worden, dem Vernehmen nach werden dreizehn Mann der Besatzung vermißt. ' v “ Selbstvernichtung eines deutschen Hilfskreuzers. Reuter berichtet aus Washington: Tie Besatzung des deutschen Kanonenbootes „Cormoran". daö im Hafen von Guam interniert war, hat sich geweigert es den amerikanischen Behörden zu übergeben ,und hat es zerstört. Zwei Unterofstziere und 5 Matrosen wurden getötet. 20 Ostiziere. 12 Unterofstziere und 521 Matrosen gefangen genommen. Es handelt sich um den zu Kriegsbeginn von der „Emden" aufgebrachten, in Tsingtau in einen deut- ,chen Hilfskreuzer umgewandelten und von dem früheren deutschen Kanonenboot „Cormoran" bemannten and bestückten ehemals russischen Tampferö „Rjä- s a n", der als deutscher Hilfskreuzer „Cormoran" alS- vald in Dienst gestellt wurde. Guam ist die größte der Mariannenins?In nnh hpn Am 5. April hat ein deutsches Seeflugzeuggeschwa- der die in den Towns liegenden Schiffe, sowie Scheinwerfer und Befestigungsanlagen nordwestlich Rams- gate ausgiebig und mit gutem Erfolg mit Bomben belegt. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Friedeuspropaganda in England. Der Jahresbericht der britischen Unabhängigen Arbeiterpartei enthält die Angabe, daß die Petition ihres Friedensunterhandlungs-Ausschusses. die einen Frieden durch Unterhandlungen vermitteln will, 250000 Unterschriften trägt. Tie Partei sucht der Friedenssache durch den Truck von 304 000 Zuschriften und 852 000 Flugblättern zu dienen. Zwei Mittivlten Streikende in Südrußlaud. Nach einem andeutenden Bericht des „Kiew Lja- nin" streiken in Südrußland rund zwei Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen. Tie meisten metallurgischen Betriebe und Montanwerke feiern. ^ Tie Zuckertndustrie hat den Betrieb vollständig eingestellt. Auch die Holz- und chemische Industrie ruht. Bisher hatten die Aufforderungen der Regierung, die Arbeit wieder aufzunehmen, keinen Erfolg. Tie Arbeiter und Arbeiterinnen beteiligten sich im Verein mit Bauern an zahlreichen Temonstrarionen und fordern die Beendigung dek Krieges. 7> Millionen 'Amerikaner als Loidat. Laut offizieller Schätzung sind 7 756 000 Männer zwischen 18 und 24 Jahren in den Bereinigten Staaten für den Krieg verfügbar. (?) Daraus ergibt sich, was Amerika leisten könnte, wenn es die Männer bis zu 30 Jahren aufruft. Tie erste Armee soll 5 Millionen Mann betragen. Man sieht, man hat nicht umsonst das Schwindeln gelernt. Neuer eugkischer Hüchstkommansiereu-er? Tas „Berner Tagblatt" meldet aus London, daß die Stellung Marschall Haigs erschüttert sei. Als sein Nachfolger wird Sir Henry Wilson genannt, welcher Korpskommandeur in Frankreich ist. — Möglich wäre ein solcher Wechsel schon. Ter Stabschef Robertson hat dieser Tage vor den Gewerkschaften eine recht wenig zuversichtliche Rede gehalten. Er sagte u. a„ Deutsche laud sei noch nicht geschlagen und gehe an der Somme in der Hoffnung zurück, dadurch starker zu werden. In znhleumustiger Hinsicht ist es tatsächlich stärker geworben als jemals zuvor in diesem Kriege. Deutschland hat jetzt viele Divisionen mehr im Felde als vor einem Jahre. Gleichzeitig kündigte Lord Derby im Oberhause eine Heraufsetzung der Altersgrenze für die Wehrpflicht an. Oesterreich: Nachkläuge zu« Bierwucherprozeß. * Gegen Rittmeister von Lustig, der im Krantz- Prozeß als Zeuge hervorgetreten ist. ist nach einer Meldung der „F. Z." aus Wien das militärgericht- liche Verfahren eingeleitet worden. Rittmeister von Lustig hat im Gerichtssaal die sogenannte „Korrektur" der in der Krantzsache vom Kriegsministerium an die Untersuchunasbehörde gerichteten Note zur Sprache gebracht. Tiefe AussaLe hatte die verantwortliche Zeu- V***m*mt H >«, m*m* f M 9MP* uutz ** ft* bel-miuisterS zur ?*!**, aus der bie unbebiuFt« j§*t> re kt heit der sogenannten Korrektur und bie pflichtgemäße Handlungsweise der drei Minister sich ergab Gcfangeneu«Au4taufch Ter schweizerische Bundespräsident Schultheß, welcher bei General Friedrich, Chef der Abteilung für Kriegsgefangene im deutschen .Kriegsministerium, Schritte zugunsten französischer Geiseln in Holzminden unternommen hatte, erhielt die Nachricht, daß Deutschland diese Geiseln zurückzusenden bereit sei. Es sind etwa 200 Personen. Frankreich seinerseits hat den Vorschlag angenommmi, dis im Elsaß gemachten Geiseln, sofern sie «S wAnschsn. nach der Heimat Lurückzusenden. Luxemburg: «ahleu. I Bei den luxemburgischen ErgänzunaSwahlen i« Kanton Esch an der Alzette wurden zwei Abgeordnete mit rechtsneigender Richtung gewählt gegen einige linksstehende Kandidaten, nämlich der Arbeiterkandidat Harschbach und der Mittelstandsvertreter Noesen. Die bisherige Mehrheit der Linken in der luxemburgischen Kammer wurde endgültig in Frage a* stellt. j . O l k f^, z Kein Friede ohue Groberuugeu! Das Blatt des eitlen Schwätzer- Miljukow, dgc angeblich liberale „Rjetsch", wendcU sich gegen dt» Losung: Friede ohne Annexionen! Ein annextonSlofer Friede sei unerörterbar. Bestehen bl-ibe daB Ra» llonalitätenprin»ip und für RrrGlanb bi« Meeren» genfrage. Kkeme KriegduBchrzchWu. " Ter Direktor und Lhefredakteur der Paris» Regierungswetterfahne, der „Kemp-", Jacques Hobemrd, ist gestorben. " Der portugiesische F i n a n z minister Gostd ist in Paris zu Verhandlungen über die Mitwirkung Po» tugals am .Kriege eingetroffen. — Geld bringen will der Finanzminister dieser Plündererrepublik sichre nicht. Offenbar will er die Knochen der portugiesissy« Soldaten gegen Bargeld verhökern! " Nachdem am Freitag ein holländischsr Sftfcfctju phenbeamter im Haag wegen Verletzung sein»» Amt» geheimnisses verhaftet worden war, wurdsn auch im Haupttelegraphenamt in Amsterdam mehrsre Vs»- Haftungen wegen desselben Vergehens vor-»n»vHM«m. Kriegsanleihezeichnungen und Schuldbucheintragmrg. Wie wir hören, hat der preußische Finanzminlst» verfügt, die bisher portopflichtigen Sendungen ver Hauptverwaltung der Staatsschulden in Angelegenhei- ten des preußischen Staatsschuldbuches nunmehr ohne Portobelastungen an die Beteiligten abzulassen. Diese Maßnahme wird dazu beitragen, die Beliebtheit der Schuldbucheinrichtung wesentlich zu fördern. Bei dieser Gelegenheit weisen wir darauf hin, daß auch seitens der Rerchsschuldenverwaltung die gleichsrl Bestimmungen getroffen worden sind. Das Reich über nimmt sämtliche Portokosten für die an die Schuldbuchinteressenten gerichteten Schreiben, welche bisher als portopflichtige Dienstsache versandt werden mußten und deshalb von den Empfängern zu tragen waren, auf eigene Rechnung, so daß. alle Schreiben — namentlich also auch die zahlreichen Benachrichtigungen über bie erfolgte Eintragung in das Schuldbuch — portofrei übersaudt werden. Auf die Vorzüge der Schuldbucb- einrichtung seien besonders die Zeichner der zurzeit aufliegenden sechsten Kriegsanleihe hingewtesen. Die Reichsschutdbuch-Einrichtung bietet denjenigen Anleihezeichnern, die ihr Geld dauernd und sicher angelegt wissen wollen, die denkbar größte Bequemlichkeit. Tie Verwaltung des Kapitals übernimmt die Reichsschuldenverwaltung kostenfrei, die Zinsen können dem Gläubiger je nach Wunsch entweder aus Bankkonto überwiesen oder durch die Post portofrei gezahlt werden. Tie Uebersendung der Zinsen erfolgt schon vor dem Fälligkeitstermin. Verluste, wie sie bei eigener Verwahrung der Wertpapiere durch Tiebstah l oder Verbrennen usw. entstehen können, sind voll st än dig ausgeschlossen. Ta zudem den Zeichnern der sechsten Kriegsanleihe, die Eintragung in das Reichsschuldbuch mit Sperre bis zum 15. April 1918 beuntragen, nur ein Zeichnungspreis von 97,80 auf 100 Mark (gegenüber 98 Mark, wenn Stücke verlangt werden) berechnet wird, kann allen denjenigen, die die Kriegsanleihe zur dauernden Kapitalsanlage erwerben, die Benutzung der Reichsschuldbucheinrichtung nur dringend enrpfohlen werden. Lokale-. " Tie Postwertzeichen zu 15 Pfg. werden für das Neichspostgebiet und Württemberg nach Ausbrauch der bisherigen Bestände in blauvioletter Farbe ausgegeben werden. :: Der NeichSbeklei-uirs-stellc war die Absicht nachgesagt worden, die Kleidungsstücke der Zivilbevölkerung zu beschlagnahmen und zu enteignen. Das wird jetzt bestritten: Es sei eine Beschlagnahme von Kleidungsstücken der Zivilbevölkerung für das nächste halbe Jahr auch dann (?! Was soll das heißen? Doch wohl: auch in solchen Fällen) nicht zu erwarten, wenn die privaten Bestände die seinerzeit bekanntgegebenen Höchstsätze überschreiten. — Das, was innerhalb der Höchstsätze im Privatbesitz ist, kann freilich nicht beschlagnahmt werden: denn mit weniger kann niemand auskommen. £ Zu« Eintritt von Msrine-Fliegenr bietet sich bei der Marine-Landflieger-Abteilung in Berlin- Johannisthal Gelegenheit. In Betracht kommt besonders technisches Personal, das womöglich bei Flugzeug- oder Motorenfirmen gearbeitet hat. (Flugzeug- bespanner. Tischler, Schreiner, Zimmerleute, Segelmacher, Schweißer, Spleißer, Motorenschlosser.) — 5* besteht aber auch Bedarf an Personal für den allgemeinen Dienst. Alter möglichst nicht über 20 Jahr» In Ausnahmefällen kann Ausbildung zum Flugzeugführer zugesichert werden. A Bie«e»wachD ist j^xt LUMinst-en fr« m v $ in GWÄ« b«- Per Krieg ist eine heilige Sache! 3n richtiger Krlenutnis mahnt der Geistliche seine Gemeinde au die Zelchnuuas-Wchl könntest Du es verantworten, eich solche Mahnung unbeachtet zu lasten »etm je eine Sache uns heilig war. wenn je ein opfervoller Krieg »rt wurde um hehre, große, jedeck Deutschest in seinem innersten Denken und Fühlen berührende Ziele, so ist es dieser Krieg. Ihn zu gutem, unsere Zukunst sicherndem Ziele zu Ende zu führen, ist für Jeden oberste Pflicht, nicht nur gegen sein Vaterland, sondern auch gegen seinen Gott. Die icht nur gegen sein Vaterland, sondern auch gegen seinen erfolgreichste Waffe, die Bürger und Bcuer. Arbeiter und Unternehmer, An gestellter wie Vorgesetzter. Mann und Frau. Jüngling und Jungfrau ln der Heimat in der Hand haben, das heilige Ziel dieses Krieges zu sichern, ist die möglichst einmütige Beteiligung aller Volksschichten an der Kriegs-Anleihe. Mit ihr wollen wir den Willen bekunden, daß wir auch dcn letzten Pfennig daransehen, das; kein materielles Opfer uns zu groß ist, n>cnn es gilt, das höchste zu erhalten und zu verteidigen was wir haben: die Heimat, das Vaterland. Ihm wollen nstr weihen, was wir an irdischen Gütern zu vergeben haben, aus feinen Altar wollen wir alle Spargroschen. Kleines auf Kleines Zusammenlegen. aus dah es ein Vieles gebe und einen weiterett, starken Baustein bilde in der neuen Kriegs - Anleihe, die wir als starken, unüberwindlichen Damm gegen die Vernicht«ngswut der Feinde errichten wollen. Keiner bleibe zurück, keiner denke, auf meinen Baustein kommt e» nicht an. wo so Viele Steine Zusammentragen. Nein, gerade aus Deinen Vaustein kommt es an! so muht Du denken. Dein Vaustein könnte eine Lücke bilden im grohen Vau, und wenn viele solcher Lücken entständen, wenn viele nachlässig ihre pslichl vergäben, so könnte das grohe Werk an Festigkeit einbühen. der deutsche Damm, der gegen feindlichen Anprall neuerdings errichtet werden soll mit der Kriegs-Anleihe, er könnte unvollständig und brüchig werden, wo es sich um heiliges handelt, muh jeder sein Gewissen schärfen und muh vor sich, seinen Angehörigen, seinem Lande und seiner Heimat bestehen können: „Ich Hube meine Pflicht getan! Ich habe zur Kriegs-Anleihe und damit dem Vaterlands gegeben, was in meinen Kräften stand!" (Kundgebun« b«o Vereins Deutscher Zeitnngs.verleger.) Kriegssparkarten Um jedermann die Zeichnung der Kriegsanleihe zu ermöglichen, werden auch diesmal Kriegssparkarten in Abschnitten von 1, 2, 5, 10 und 20 Mark, verzinslich zu ausgegeben. Dieselben eignen sich besonders für Zeichnungen von Schulen, Vereinen Fabriken etc., sowie auch für Geschenkzwecke. Zu beziehen durch G e w e rb e b a n k zu Giessen s. G. m. b. H. We!nudelten * riun jj Karat, frei. Holnabmenmnttaben.Klndevbelten Eiscnuidbelfadrtk, Sdfcl i. Ibfli Geschäftsbücher liefert billigst und preiswert Albifl Klein. 6iessen junges Iflädcfeen i die Tatsache, daß die Aufnahmefähigkeit oder wenigstens die Aufnahmewilligkeit des französischen Geldmarktes, von dem auS rheden alljährlich milliardenweise ausländische Anleihen finanziert wurden, nur noch der Geschichte angchört. Man müßte meinen, und damit kommen wir zur andcren Sitte der Bilanz, daß bei einem Notenum- laus von 18 Milliarden FS. in dem unS jo geläufigen Kreislauf Geldzeichen auch wicder frei werden und vcr- traucnSvoll gegen „National VerteidigungS Scheine" an die Bank von Frankreich zucückiaufen müßten. Die Gründe, die für den im Kriege verstärkten deutschen Umlauf gelten, sind für die Erklärung dcS französischen — übrigens doppelt so großen — Banknotenumlaufs nicht verwendbar. Wir wissen denn auch auS französischen Reden und Erlassen amtlicher Stellen, daß die französische Bevölkerung pocketweise die Noten in der Pcivalhand hartnäckig zurückhält ,füc alle Fälle", unbekümmert darum, daß die dünne 17°/ 0 iflc Öolbbtdi. zum Vorteil der kreditgebenden Amerikaner immer dünner wird. Eine Stimmung, die aber nicht nur den großen Banknotcnumlauf, sondern auch den kläglichen Erfolg der französischen Kriegsanleihen erklärt und die mit den schönsten Worten nicht um Umschwung zu bringen ist. Auch nicht mit einer eftändigen, unerhörten Steigerung der Reitze, mit denen die gallischen Kriegsanleihen au&geftattet werden. Die Verhältnisse der Bank von England sind nicht ohne weiteres vergleichbar mit den Unserigen, wett man dort von alterShec mit schriftlichen Zahlungsaufträgen statt mit Banknoten alle bedeutenderen Verpflichtungen zu erjüllen gewohnt ist. Bezeichnenderweise hat denn auch Lloyd George bei der persönlichen Werbearbeit für die englische Kriegsanleihe seinem Volke zugerufen: .die Schecks müssen sausen". An Umsatz von Bargeld, das von Hand zu Hano läuft, zu denken, ist den Engländern eine glatte Unmöglichkeit, damit soll gesagt sein, daß in Eng. ia..d die Veränderungen tn den Verhältnissen der englischen Notenbank als Kciegöwtrkungcn nicht so groß sind, wie sie wären, wenn eben nicht dem Engländer eS in Fletsch und Blut süße, durch schriftliche Anweisung statt durch Noten seiner Notenbank zu bezahlen, «sobald solche bei ihm elngehen, gibt ec sie ohne weiteres seiner Bank weiter; eine Gewohnheit, von der eS eine Abweichung nicht gibt. Der mindestens im Vergleich zum Bedarf sehr bescheidene Erfolg der englischen Kriegsanleihen (zumal der letzten) steht im umgekehrten Verhältnis zu dem Stimmenauswand, mit dem man ihn jeweils schon im Voraus gefeiert hat, wiewohl man jedes Mal die Aus- abebedingungen opferreich erhöhte. Nicht einmal die onsolidierung der «schatzscheinschulden (Umwandlung in langfristige Anleihen) hat sich erreichen lassen. Und doch lassen sich die Anstrengungen Englands nicht ver- kennen; sie zu übertreffen ist möglich aber auch nötig. Der brüchigen ruffischen Staatsbank mit bald 20 Milliarden Mark Notenumlauf und ständigem Goldab- fluß, ebenso den mit südländischer Großzügigkeit dem gleichen Ziele zustrebenden italienischen Notenbanken sei die Freude gegönnt, daß sie ohne wettere Ecwähnung davon kommen. Verantwortlich: Albtn Klein in Gießen. in kleinen Haushalt (2 alte Damen) gesucht. Off. unter 5844 a. d. Exped. d. Bl. Osterverkehr! Wie bereits aus einer kürzlich erschienenen kamltmachung ersichtlich, muß zur ordnungsmäßigen Belvältigung des der Kriegsführung nub der Lebensmittelversorgung dienenden Militär- und Güterverkehrs jede sonstige nicht unbedingt nötige Mehrbelastung der Eisenbahn während der Osterzeit vermieten werden, vier gilt namentlich auch für dle felenage selbst. Abgesehen von den etwa für den Berufs- und Arbeiterverkehr erforderlichen Maßnahmen, unterbleibt auch an den Feiertagen für den Personenverkehr, iiisbesondere für den Ausflugverkehr jede besondere Vorkehrung. frankfurt (Main), den 4. April 1917 Kgl. €ilenbabndirekiion Tr ankfart a. M Berufs-Sattler auch Kriegsbeschädigte und ZivUdtenstpfltchtige für un« sere Militär- und Lederwacensabcik In dauernde Stellung gesucht. Friedrich Kirfchner, G. m. b. H., Remscheid. Dan idealste Waschmittel derGegenwart, auf wissenschaftliche* 1 Grundlage. nachVorschrift des vereidigten Chemikers Dr.Bein: D an g R enT’ „ ölÜlvN W6I88 ! 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