f ÄÄ g l f' KhKL 0 nn feti » n, MK * $?&t '*, bklde tzrsMMW ^tbcR. 42« buci fc1 %n lSMrdels • finf fi iV ]ne P^ )r ^mdV^ die “*■ »»a*5 sK-M - --- -NLL "d packeade» Le»! e Leibblati ye:m gebliebenen! -Abonnements ark 1,20 uild Poslanftaltev. ' 1 in Berlin TW. 68. 'Wöydyyy y MM ‘bedürftiges, ; an II >9 II. -y ywyyyv iüii Rotwein XL VC ’ert in jedem. Quantum C. Saalwächter eing utsl>esiUer der-ltigeleiffl a.K •?Ä£l ■< f smsS öezugspreis 50 Psg. monaltich vierreljährl. 1^0 Ma k, 'MS' --bat. 1 • : r v Abffe tz olt hi m T t; ,- rion 1 , 2 ODtk, durch die Pust oder direkt durch Kreu.;bu-.d oierieljährtic IM Mk. — Erscheim an drei ^Wochentagen. — -IledakUon: S ü d a n l a ff e 21. — . . er ?tzrung nder Rücksendung nich: verlangter Manu k ipre erfolgt nicht. Verlag der „Oietze-.er Leitung", Gießen. Lrpedition: Züdanlage 21. (GicßcnLr Tagebiar ) Knzcigenprei; 20 Psg- die 44 mm breite PeiilzeNe, für Auswärts 30 Pf«. Die 00 mm breite Rek I a m e. Z c tlc 72 Pscmnn. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grütze berechnet. RabattLmnmtbei Ueberichreitung deSZahlungS- zieleS (30 Tage», bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegiall. Platzvorfchristen ohncBerbindlichleit. Druck der Gicßcncr Berlagc-druckerci, Albin Mein. Rr. 26 . Telephon Nr. 362. Del Kaiser an seine Hcersührer. Im W-ste« sra»z»fi!«-englNche Angrist- abgewiesen. Im Diictt uns 2üDijjtctt gute ti'i -neieriulge. Der U-Bo-tkrieg wirkt. Der „MSve" zweite Heimkehr »«w hervorrage..d-.. Leistuugeu. «Uc Ztelluuzen bei Mouastir fest in «n,erer Hau». Bititlicb« deullcbe CagesbericbU. " U6 "" 6al wtb -- 7 S.-k Die Räumung im Sinne des Kaisers. Berlin, 23. März. Seine Majestät der Kaiser sandte folgendes Schreiben an den König von Bayern. Seine Majestät König von Bayern. Die glänzende Durchführung der großen Heerc-be- weaung an der Westfront ist der erfolgreichen ^a- tmkcit Deines Sohnes mit in erster Lrnre zu danken. Ec hat damit eine Leistung vollbracht, die die höchste Anerkennung verdient und rn der Geschichte dieses Krieges ein Ruhmesblatt bilden wird. Es gereicht mir zur besonderen Freude Dir hiervon Kenntnis zu geben. gcz.: Wilhelm. z Der Kaiser an Kronprinz Rupprecbt. An die Oberbefehlshaber der beteiligten Armeen richtete Seine Majestät der Kaiscr folgendes Telegramm: Seiner Königlichen Ho.,eit Kronprinz Rupprecht von Bayern. _ Mit besonderer Befriedigung habe tch Kenntnis genommen von dem planmäßigen Verlauf der gro^angelegten und mit unüerttcstlicher Genauigkeit durchge. führten strategischen Bewegung der Dir unterstellten Armeen Ich spreche Dir und Deinen Helfern, unter ihnen ur erster Linie Deinem b wäh.tcn Elps des Gcneral- ftobs und Deinen Armeen, meine uneinbeschrankte An- cikennung aus. ^. rf , » o gez. Wilhelm l. n. Dos Kaijers DanK an die sberffe fieeresleitung. Seine Atajestät der Kaiser erließ folgende Allerhöchste Kabineltsordec: An den Chef des Gencralstabs des Feldheeres. Mein lieber Gcncralfcldmarschall! Die jetzt in Frankreich sich vollziehenden Bewegungen bedeuten eine Maßnahme, die für die gesamte Lage an unserer Westfront von größter Bedeutung ist. In weyer Voran sfichthv den Sie mit Ihrem bewährten Berater dem General der Infanterie Luddcndocff, den schwerwiegenden Entschluß hierzu gefaßt und d-'-nit wiederum eine Probe großzügiger Feldherrnkunst geliefert die sich nnubia Ihren großen Erfolgen nn Osl.n anceipt. -v5U doch dadurch eine neue Grundlage sur dle westere Kcicafuhruoa geschaffen. Den weittrogendbn Ent'chluß in db ^at ummscsten, konnte aber nur gelingen wenn alles bis ins Einzelne gehend durchdacht und p annm- ßig vorbereitet wurde, eine Aufgabe die die vollste Hm na r- ie un s anaespannleste Acbett aller, ^zhreb Genera. staKsoffiziere beanspruchte. Der glatte ^^ungslofe Vec- lauf sämtlicher bislang zur Durchführung gr Maßnahmen biioet somit cm neues ^uhsincsblatt in der Tätigkeit meiner obersten v-eres!e^tung, Wre ich schon durch Sie den Truppen für deren Lclstungen meine volle Anerkcnnuna habe aussprechcn lassen, s nehme ich nun Veranlassung, Bhneu ganz s ^ dem General der Infanterie^Lude n do r ff und' ° Fhccn Mithelfern meinen Dan,, und meine uncmg schränkte Befriedigung zum Ausdruck zu bringen . . ■ Großes Hauptquartier, den 19 Marz 191.7. Ihr wohlaffektiontertec und daukbaccr^Korng.^ Lin den Gcneralfeldmarschall v. Beneckendorff ' und v Hindenburg. Chef des G'Ueralstabs oes Feldheeres, Chef des Inf. Reg. Gencraifeldmnrschall V. Hmd-nbu g i (L Masurisches) Nr. 147 und ä ln smw des 6. Garbe. Regiments zu Fuß. Dem Ersten GeneralqaaetiermctsE^ Genial der der Infanterie Ludendorff überrnchte «er^ Mai sta der Kaiser persönlich den Roten Adlerorden erster Kiape mit Schwcrlecn. Großes Hauptquartier. 22. März 1917 Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Lens und Arras kam es nach lebhaftem Artilleciefcuer zu Gefechten von Erkundungstrupps. Fm Landstrich beiderseits von Somme und Oise verliefen .-«miMtttlUüUilllll! Wart Ihr dabei im Schützengraben, bei eisiger Kälte, bei glühender Hitze, in Lehm und Dreck, in Nasse undMgen, wenn nach wochenlangem höllischen Trommelfeuer der rasende Feind zum Sturme rannte und an unsrer Helden fleghaster Wehr sich blutige Schädel holte? WariFhrdabeiim einsamen Unterseeboot, weit draußen im unendlichen Meer, in Sturm und Drang, in Jlot und Tod, aus ersolgreicher Jagd nach dem Engländer? Wart Ihr dabei, wenn unsere Flugzeuge und Zeppeline sich stutzig und verwegen den feindlichen Geschwadern enigegenwarsen zum ^ Schuh unserer Kinder, Frauen und Greise, unserer blühenden Städte und Dörfer? So seid wenigstens jetzt dabei wenn es gilt, im sichern Schoß der Heimat ohne Gesah' für Leib und Leben am großen Ziele mitzuwirken. Ss geht der Gntscheidnng entgegen! Wer Kriegsanleihe zeichnet, verkürzt den Krieg, beschleunigt den Frieden. Wer aber jetzt noch dem Datertand engherzig sein Geld vorenihält, demselben Daterland, dem unsre Söhne, Ärüder und Ääter ihr Leben opfern, der Hilst unfern Feinden. Oie 6. Kriegsanleihe ist eine Ehren - Llrkunde, die jeder besitzen muß. —nniiimillUl vorgeschoben?- Abteilungen für uns kiLst Bei Gbivres und M'ssY auf dem Nvrdufer der A^sn" und französische Bataillone zutuckgeworken wor- £" _ Su b:m linken Maasufer wurde durch Feuer auf die feindlichen Gräben ein sich vorbereiteter Angriff nledergchaltcn. - Bon Vorstößen ln die f anzöst- stchen Linien am Aisne-Marne-Kanal, nordwestlich von Lecdun, bei St. Mihtcl und am Westhang der Bogcscn im Plaine-Tal brachten unsere Sturmtrupps Ill Gefan- gene zurück. 3 feindliche Flugzeuge sind abzeschossen worden.— Das von Prinz Friedrich Carl von Preußen geführte Flugzeug ist von einem Fluge über die feindlichen Lintcn zwischen ArraS und Peronne nicht zurückgekehrt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Hceresfront des Generalseldmarschall Prinzen Leopold von Bayern. Bei Saberesina, östlich von Lida, drangen unsere Stoßtrupps in vier Kilometer Breite in die vocdcrccn russischen Gräben bis zur zweiten Stellung durch, zerstörten nachts die BerteidtgunLsanlagen und kehrten mit 225 ©tfat,gelten, 2 Revolvcrkauonen, 6 Mascht- n ngcwthrcn und 14 Mincnwerfern zurück. An der Hceresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph, und bei der Heeresgruppe des Gcncralsclomarschalls von Mackensen, lebte die Gefechistätigkcit auf. Mazedonische Front. Die von unseren Truppen am 20. März gewonnenen Höhen nördlich von Monastic waren gestern das Ziel starker französischer Angriffe, die sämtlich gen. - Gleichen Mißerfolg hatte ein schwächerer Vor- stoß in der Seen-Enge. Dcr Erste Gcncralquartiecmeister: Ludendorfs. m Berlin, 22. März, abends. Außer kllinen Gefechten zwischen ‘Somme unü Atsne keine besonderen Ecetgntsse gemeldet. ^ wtb. Großes Hauptquartier, 23. März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Infolge mehrerer Vorstöße eigener "ud feindlicher Elkandunasabteilungen nahm an der flandrischen Front und im Arcas.Abschnltt zeitweiligl die Artlllerietatigkeit zu. Eine Anzahl G-fang-ner ist dort in unserer Hand geblieben. — Französische Truppen, die beiderseits von St. Simon über den Somme-Crozatkanal gegangen narrn, sind durch A««nffe gegen und über dies-n ?tb- abgeschlagen worden. Unser Actilleriefeuer fand außer halb dreles Kampffeldes lohnende Ziele Truppenansammlungen uud Bewegungen. — Im Walde von La Bille aur Bo'is ist ein nach starkem Feuer elnsetzender stanwsiichtr Vorstoß gescheiter^ - Be, Watr.onvtlle ln dcr Wocvre Ebene brachte eine eigene Unternehmung 12 Gefangene und 2 Maschinengewehre ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front. Bis auf einen sehlgeschlagenen Teilangriff in der Secn-Enge verhielt sich der Franzose bei l Monasttr ruhig. Eines unserer Luftschiffe hat m der^Nacht vom 20^ mm 21. März englische Anlagen der Mudros auf der Insel Lemnos wirkungsvoll mit Bomben beworfen und ist unversehrt in seinen Hasen zaruckgekehct. Der erste Generalquartiermcister: La dend orss. (Fortsetzung auf der 4. Seite). ~ __ -*v t «.mich ycat)*» 7,«.«, |wuit möglichst viel Milch gereicht werden, Huppe, Es geht aufs Ganze! Tie Zeit der großen und, wie zu hoffen ist, letzten feindlichen Frühjahrsoffensiven ist da. Tie Entscheidung des Weltkrieges wird geformt in Strömen BluteL und einem Hagel von Eisen in den nächsten Wochen und Monaten. Wir stehen an der Schwelle größter Ereignisse, vor einer Schicksalsstunde der Menschheit. Qit russische Revolution wird noch wochenlang das öffentliche Interesse in .Hochdruckspannung halten. Jeder Tag wird neue Erschütterungen und Aenderungen. Tatsachen und "ragen bringen. Monarchie oder Republik? Liberale eng- lnndsreundliche Regierung oder Herrschast der sozialistischen. brotfvrdernden, friedenheischenden DolkSmas- sen? Oder aber gar Wtoderguftauchen des Zaren aus der Versenkung? Krieg bis aufs Messer mit dem Rußland des Kriegshetzers Miljukow? Oder FriedenSschlutz mit einem zu neuem Leben erwachenden Zarismus alten Stiles, oder bitterstes inneres Würgen in Rußland der breiten Volksmassen um die Herrschast mit nachfolgendem Frieden'- Wie die Kämpfe an der Ostfront sich entwickeln werden, ob zu furchtbarstem Ringen auf Tod und Leben sich steigernd, ob abslauend und in Friedens. Verhandlungen überleitend, die nächsten Wochen müssen tb uns lehren. Mit brennender Erwartung sind die Blicke der kämpfenden Welt nach Petersburg gerichtet. — — An der Westfront bereitet sich Großes vor. Der starre Stellungskrieg, der zwei Jahre lang viele hunderttausend .Krieger in Erdgängen und Iln. terftiinden fast wie die Höhlenmenschen der Urzeit ststgehalten hat, beginnt sich zu lösen. Leben und Be wegunq kommt in die ..eiserne Mauer-. Gräben. Höhlen. Bewezungs krieg in Sicht? Die Fran- -osev treiben den Rest ihrer Inngmannschaft in- deutsche Feuer. Die Engländer versuchen furchtbar blutige Vorstöße. Farbige Brüder von Franzmann und John Bull müssen als billigstes Kanonenfutter mit ihren Leichen den Ansturm ihrer weißen Zwingher- reir decken. Bewegung kommt in die starre Front im Westen. Entscheidende Ereignisse find im Werden ÄKtte iß'S im Süden -ew-rven! Verstummt daS .KriegSgeschreß. Keine K o h l e! Munirionsfabrikation und Truppentransporte find lahmgelegt. Sogar für Jerpflegungstransporte an die Front keine Kohlen nrehr. Der Hunger im Lande! Tenn unsere N-Boote sind die Herren der See. Und nur blutige Köpfe und schwere Niederlagen an der Front, deren kanonengespickten Alpenwall österreichische und deutsche Truppen in grimmem Zorne behaupten gegen alle Stürme beä Treulosesten der Treulosen, des welschen Verräters. .Keine Hoffnung mehr auf Steg, aber Kälte und Hunger nnd Arbeitslosigkeit. So steht es um Italien. Revolutionäre Strömung unterwühlt den Boden, darauf des Berräterkönigs Thronsessel steht. Mer weiß? Die Petersburger Ereignisse finden nicht umsonst so starke Beachtung in Rom und Mailand und Turin. Man hat Angst vor dem. was die kommenden Tage bringen sollen. Nicht viel besser steht es mit Frankreich, das wieder einen Minifterwechfel durchmacht, selbst John Butt, der AnShungerer. hat keine Kartoffeln mehr. Wilson dankt noch immer über die Kriegserklärung n«ch. Der Llnopf. Von Harri) Ritsch. Als ich am Morgen deü 15. März 1905 durch die Mwlstrah« wandelte, sah ich aus dem harten Pflaster einen winzig kleinen Gegenstand liegen. Ich bückre mich und hob ihn auf. Es war ein einsamer, dem Zweck seines Daseins verloren gegangener Hosen knöpf. Ich will nun nicht etwa die Geschichte jenes Mannes erzählen, der sich eine neue Hose anfertigen ließ, weil e, einen passenden Knopf gefunden hatte. Nein, das liegt mir fern. Ich möchte nur die Gedanken schildern, die mich beim Anblick des kleinen Verlassenen durchströmten, und den Einfluß berichten, den sein Fund auf mein spä lerev Leben hatte. Wer hat dich verloren? dachte ich. Ein Junggeselle? Ein Ehemann? Und ich gab mir selbst die Antwort: Ein Junggeselle! Denn Ehemänner verlieren keine Hosen knöpfe. Bei ihnen herrscht auch unter den Knüpfen Lrd nung. Man verliert nickt einen Knopf von ungefähr: ohne daß die nahende Gefahr sich durch ein Zeichen an- kündige, will uns ein Knopf treulos verlassen, so verrät er seine Absicht lange vorher. Er wird ein lockerer Ge falle, dessen Grundsätze ins Wanken geraten. Er baumelt wie ein Trunkener hin und her. Er verliert das solide Bodenständige und bleibt nur noch durch einen dünnen Faden mit der alten Heimat verbunden. Ein treuloser Hosenknopf ist wie ein vom Winde hin und her gewehtem Rohr: Er sieht nach etwas aus und es ist doch kein Verlaß auf ihn. Im Heim eines Ehemannes werden jolche unsoliden rtznöpfs nicht geduldet. Verirrt sich wirklick mal einer dorthin, so bringt ihm die Gattin sehr bald die nötige Moral bet. Sie bindet und näht ihn so fest an die engestammte Scholle, daß ihm derartige Seirensprüng« ein für alle mal vergehen. Mein kleiner verirrten Freund stammle also von einem Junggesellen. Der Aermst«! Wie mockw ihm zumute ge wesen sein, alb er den schmerzlichen, im Augenblick unersetzlichen Verlust bemerkte? Ader verdient- er dWt« Mitleid? Geschah ihm nicht vielmehr recht? Warn» war äc nickst bei-eit«t solide und öodenftändtg geworden. Jedenfalls steht die Gelt vor einer bisher un- gekannten Fülle der Ereignisse, und die Lektüre seiner Zeitung wird daher für jeden in der nächsten Zeit dringender denn se geboren sein. Die Kriegslage im Westen. Wie unser .Heeresberich: vom 1*. März aussukrt und die eingelausenen Funksprüche unserer Gegner ergeben, haben die Engländer Bapaume besetzt und auch südlich sowie nordwestlich davon Gelände gewonnen. Tie Franzosen haben zwischen Avre und Oise, nachdem sie schon seit Anfang März hier tastende Angriffvversuche gegen unsere Front unternommen hatten. in den Tagen > .m 13 bis i7. März die Linie Roye Noyon erreich' und teilweise überschritten. Unser Heeresbenck - weif» darauf hin. daß die Stellung planmäßig geräumt wurde und der Gegner erhebliche Verluste erlitt. Dir sehen also die Wiederholung des an der Ancre im Februar begonnenem Verfahrens jetzt auch an einer anderen Stelle der Westfront und in größerem Ausmaße. Bei Roye nnd Noyon sprang unsere Linie weit nach Südwesten vor Eine Verteidigung hätte ebenso wie die Verteidigung des an der Ancre vorspringenden Winkels starke Kräfte erfordert und Verluste gekostet, die nicht im Einklang mit der strategischen Wichtigkeit gestanden Hütten. Im Jahre 1916 war es .wtwendig gewesen, gestützt aus die alten, seit Jahren eingerichteten Linien, die stark überlegenen Massen der Engländer und Franzosen hier auszuhalten, weil unsere Oberste Heeresleitung damals möglichst viele .Kräfte verfügbar machen mußte, um dem neuen Gegner, Rumänien, im Südosten kraftvoll entgegenzutreten und ihn schlagen zu können. Heute, wo Rumänien niedergeworfen und im Westen unsere damalige Aufgabe in siegreicher Abwehr gelöst worden ist. steht die Westfront vor neuen Aufgaben. Engländer und Franzosen haben mit ungeheurem Aufwand von Material alle Kampfmittel des Stellungskrieges ausgeboten: Große Massen von Artillerie und Munition wurden bereitgeftellt. das Wegenetz hinter der Front ausgebaut. Vollbahnen und Feldbahnen bis zu den Kampfstellungen vorgeführt, kurz, alles vorbereitet, um die deutschen Stellungen zu überschütten und eine zweite Sommeschlacht zu beginnen. Dieser Plau ist durch die Maßnahmen unserer Obersten Heeresleitung •irffot »»eiyir'enzt. Seit zweieinhalb Jahren im Stellungskamps erstarrte Linien sind plötzlich wieder beweglich geworden. Wochen vergingen, bis die Engländer an der Ancre die neue Sachlage erkannten und vorsichtig nachfühlten. Auch die Franzosen haben die planmäßige Räumung der zerschossenen und zerstörten deutschen Stellungen erst nach Tagen erkannt. Vom 15. bis zum 17. März abends baden sie aus riner Frontbreite von 20 Kilometern Gelände in etwa 5 bis 8 .Kilometer Tiefe gewonnen. Sie werden dieses Vorrückcn sicherlich als großen Sieg preisen, sie schon im voraus die Besetzung von Bapaume als einen wichtigen Erfolg in ihrer Presse hinzustellen versuchten. Von Bapaume ist das Wenige, was englische, französische und jetzt auch deutsche Granaten übrig gelassen haben, ein Raub der Flammen geworden. Kaum anders werden die übrigen Dörfer und Städte der Picardie aussehen. die. seit Jahren im beiderseitigen Feuerbereich gelegen. nunmehr von uns freiwillig dem Feinde überlassen wurden. Lei der Planmäßigkeit, mit der der Rückzug geschah, wird hier ebenso, wie schon von der Ancre berichtet. «lies grüuvlich zerstört sein, was dem Feinde irgendwie dienen könnte. Ter französische Funkspruch, der berichtet, daß alö Vergeltung für die Einäscherung von Bapaume die offene Stadt Frankfurt a. M. mit Bomben belegt worden sei, ist wieder ein Beweis für die Heuchelei, mit der Frankreich seine eigenen VölkerrechtSbrüche zu bemänteln versucht Es ist nur an die französischen und englischen Blätrerstimmen erinnert, die schon seit Monaten von der heftigen Beschießung von Havaume durch französische und englische Artillerie berichteten. Einen strategischen Wert har weder die Besetzung von Bapaume noch die von Peronne. Roye und Novon. Bei dem großen EnsschcidungSkampfe. der uns im Westen bevorftehr. spielt der Besitz oder die Preisgabe eines Ortes oder ganzer Gebietsteile keine Rolle. Worauf es einzig und allein ankvmmt das ist der Kampf der lebendigen Massen, das Ringen um den Sieg, um die Vernichtung des Gegners. Gerüchte über feindliche Luftangriffe auf Deutschland. Unsere Gegner versuche* in letzter Zeit immer häufiger, durch Agenten die unglaublichsten Gerüchte über Luftangriffe größten Stils auf Deutschland zu verbreiten. Sie wollen damit Unruhe unter die Bevölkerung bringen und sie wankend machen in dem Entschluß, weiter durchzuhalten bis zum siegreichen Ende. Leider gibt es imv-»r wtebor ängstliche Gemüter, die solchen Gerüchten unkxK-^qt Glauben schenken. Selbst größere Industris-Firt-»» fstLLen sich veranlaßt, daraufhin sofort ihre Angebote von Alarmvorrtchrun- gen zum Schutze gegen überraschende Luftangriffe in alle Welt hinauszusenden, gleichgültig, ob die Ort- schäften im wirklich bedrohten Geoiet liegen, oder für einen Luftangriff überhaupt nicht in Frage kommen. So sehr man sich einerseits darüber freuen muß daß unsere vortreffliche Industrie sofort daran arbeitet. geeignete Schutzvorrichtungen zu erfinden .um die Gefahr überraschender Fliegerangriffe zu verringern, so ist es doch unbedingt zu verwerfen, wenn die Gewinnsucht einzelner Geschäftsleute dazu führt, daß Unruhe und Besorgnis in völlig unbedrobte Gebiete getragen wird. Gewiß müssen wir mit Luftangriffen aus unsere Heimat rechnen, sogar in gesteigertem Maße, se mehr unsere Gegner einsehen. daß an den Fronten ihr Spiel verloren ist. Aber wir dürfen nicht »ie Gefahr nbcrschäden. die uns droht. Nehmen wir uns ein Beispiel an der Bevölkerung Süddeutschlands, die fortwährend von Fliegerangriffen heimgesucht wird und dennoch ruhig wie zuvor ihrer Arbeit nachgeht. Eine starke Wehr schirmt unsere heimische Industrie im Westen, schon mancher Flieger und kürzlich erst ein Luftschiff sind ihr zum Opfer gefallen. Droht unserer Heimat eine wirkliche Gefahr, dann wird unsere Oberste Heeresleitung schon die Maßnahmen ttc t> fen. die einen geetflr.:!::: Schutz r- " chen. Die Leiden unsere? Landes in früheren Kriegen. Je länger der jetzige Weltkrieg dauert, um so stärker wird bei vielen, die nicht unmittelbar mit ih.n in Berührung kommen da? Gc > heit um *o lauter auch o*‘t Cif* Klagen über kleine, durch ihn hervorgerufene Unbequemlichkeiten und Störungen des täglichen Lebens und um io stumpfer der Sinn einelner gegenüber der Not und den Bedürfnissen der Allge uhetr Und doch sollte stets vor jedem die bange Frage stehen.- ..Was würde aus uns. waö würde vor allem aus unseren Dörfern und Fluren, wenn die Feinde ihren grausamen VermchtungswiUen durchsetzten, wenn sie mit ihren Heeren in unser Land einbrechen könnten ?" Tie klare Antwort auf diese IKage gibt unä ein Blick aus die Geschichte, als das ohnmächtige, in kleine, schwache Staaten zerrissene Deutschland regele Warum wandelte dieser leichtsinnige Verlierer in den Bah n«n seines eigenen Hosenknopfes und konnte sich nicht zu wohlanständiger Seßhaftigkeit entschließen. Tann wäre ihm dieses Unglück nicht passiert. Mein anfängliches Mitleid rnt: dem ehemaligen Eigen tümer des Knopfes wich einer stillen, heimlichen Schaden freude. Ihm geschah recht: warum schätzte er die nicht nach Gebühr, denen es ein leichtes ist. unsolide Hosen knöpfe zur Raison zu dringen. Natürlich spiele ich auf die Frauen an. Man nenne mich deshalb nicht prosaisch und nüchtern, weil ich auf dem Umwege über einen Knopf zu den Frauen im all- gemeinen Milda Herzog im besonderen gelange. Mein Fund zeigte mir so recht deutlich, wie trostlos es um den Mann bestellt ist. der nicht von dem sorglichen Sinne des Weibes umfriedet wird. Und mit wehmütigem Schrecken wurde mir klar, daß auch ich noch zu der großen Gemeinde jener Einsamen gehörte, die den Karnpf mit den Tücken solcher Knöpfe allein ausfechten müssen. Schon Adam im Paradiese empfand vor der Erschaffung Evas die Lücke in seinem Dasein schmerzlich, troydcm ihn noch kein leichtsinniger Jtntyf daran erinnerte. Nnd der Herr hatte DNtleid mit ihm und schenkte ihm sein Weib. Heutzutage haben die Adams es viel leichter: Sie brauchen nicht erst zum Himmel schreien, wenn sie 'ich einsam fühlen. Das wurde mir mir einem Male klar und mein Herz klopfte freudig bewegt. Tenn Milda Herzog bog soeben um die Ecke und schwebte graziös auf mich zu. Ich verbarg den kleinen Knopf in der Tasche und zog freudig den Hut: ..Guten Morgen, Fräulein Herzog. So in Gedanken versunken, daß Sie einsam wandelnde Junggesellen ganz übersehen? Und ich dawte soeben erst an Sie." Milda blickte überrascht auf und errötete: ..Guten Morgen. Herr Doktor. Ich hatte Sic wirklich nicht ge- sehen. Sie haben an mich gedacht? Wie schmeichelhaft." Ich sah das reizende Mädchen so eindringlich an. daß es nun blaß wurde' ..Sie finden es schmeichelhaft? Wie mich das freut! Und wissen Sie. wieio ich gerade an Sie dachte? Weil ich diesen kleinen Knopf gekunosn habe!" Dabei zeigte ich Milda meinen Fund 1 Jhm wurde sie wieder rt*t: „Sie wollen sich über mich lustig machen, Herr Doktor Ienning." sagte ste er regt. ,.Ste sind wenig nett." ..Nichts lag mir ferner als das, Fräulein Milda!" erwiderte ich ernst. ..Darf ich Ihnen den Zusammenhang zwischen meinen Fund und Ihnen erklären?" ..Wenn ich es hören darf?" meinte ste zögernd. ..Sie dürfen nicht nur, sondern Sie müssen mich hören," rief ich stürmisch und mein Entschluß war gefaßt, Milda hatte mir schon immer gefallen: nun aber war mir sonnenklar geworden, daß Milda und keine andere die Frau war, die da» Schicksal mir bestimmte, die Knöpfe — und mich selbst zur Raison zu bringen. Denn ich hatte mein junges Leben genossen. Ich berichtete dem lauschenden Mädchen mein« V« denken, die mir soeben durch den Kopf gegangen waren. Dann ergriff ich Mtldas leise zitternde Hand, die sie mir willenlos überließ. Ich versuchte in ihr« Augen zu blicken, doch sie hielt das Köpfchen gesenkt und die langen Wimpern beschatteten ihre sonnigen Sterne. Mit bebender Stimme fragte ich endlich: ..Milda, lieb« süße Milda: Wollen Sie mein sein?" Sie nickte leise und sah mich mil verschleierten und ooch strahlenden Augen an. Da zog ich die nicht Wider, strebende in einen nahen Hausflur und küßte ihr« roten Lippen. Eo war unser BerlobungSkuß. Den kleinen Knopf ließ ick in das Innere eines goldenen Medaillons sperren, das Frau Milda seitdem an ihrem feinen weißen Halse trägt. tf Mit Zpeck fangt mau Mäuse. Zu einem kleinen Artikel in der „Aller Krtegszeitung", worin den Front soldaren allerhand gute Ratschläge erteilt wurden, wie sie sich der Ratten und Mäuseplage am besten erwehren könn- ' ton. erhielt die Schriktlettung folgende schlagend« Zuschrift. ..Lieber Kamerad! Habe soeben in unserer .Miller" i gelesen, wie man Ratten fängt. Ta wir uns vor den Biestern nicht retten können und Deinen Rar befolgen wollen, bitte ich Dich, da wir augenblicklich keinen haben und auch keinen empfangen, mir mal ein Stück Speck zu schicken Ich werde Dir dann schreiben, wie viel ich gefangen habe. Also. Kamerad, ich warte auf baldige Ant- » wort. Mir Gruß Reinhold Kerrscher." t; der er- iw rau int» ;eitt *n. die mäßig den Kriegsschauplatz für alle großen Kümpfe in Europa abgeben mußte und fremde Heere in unseren Gauen ungestraft hausen und die armen wehrlosen Einwohner, besonders des platten Landes, ausplündern und quälen durften. Die Chroniken [inb so voll von diesen Kriegsgreueln, daß es schwer fallt, in kurzen Ausführungen darüber zu berichten. Wir wollen aber, da es so höchst zeitgemäß ist, sich dessen zu erinnern, versuchen, in einer Reihenfolge kurzer Erzählungen. die von Zeitgenossen und Augenzeugen dieser Kriegserlebnisse niedergeschrieben worden sind, wenigstens die hauptsächlichsten Heimsuchungen an uns vorüberziehen lassen. Bekanntlich war wohl oas größte Unglück, welches das deutsche Volk in seiner langen Leidensgeschichte betrofsen hat, der 30jährige Krieg, welcher von 1618 bis 1649 in fast allen Gauen unseres Darer- landes gewütet hat. Ganze Dörfer sind damals spurlos vom Erdboden verschwunden, in den übrig gebliebenen die Einwohner teils verschleppt, teils hingemordet, ein großer Teil auch durch die im Gefolge des Krieges auftretende Hungersnot und Pest hingeraffi worden. Hören wir, wie der gräflich-solmsische Amtmann .Thomas MauliuS im Jahre 1636 in einer von ihm verfaßten Flugschrift den damaligen Zustand in Ober- Hessen beschreibt: „Wer kann doch all den Jammer, so jetziger Krieg in unserem Vaterland teutscher Nation anrichtet genugsam beschreiben? Auf dem Feld ist alles verheeret, die Weinberg und Aecker verwüstet, die Wiesen zerfahren und zerritten. die Gewächs und Früchte verderbt. das Vieh gemetzget und verzehrt. Was vor dem .Krieg ein Lustgarten gewesen, ist jetzund eine Einöde worden! Wieviel schöne Städt, Dörfer und Flecken find mit Feuer angezündet und im Rauch gen Himmel geflogen, verderbt und zerschleift! Sind nicht alle Gewerb, Nahrung und Hantierung aus dem Land getrieben? Ist nicht alle Freud und Wonne des Landes dahin? Jedermann ist geplündert und alles, daran viele Jahre gesammelt und durch Gottes Segen mit viel Mühe und Arbeit zusammenaebracht, genommen worden. Wieviel alte, eisgraue Leut und junge, unmündige Kindletn in der Wiegen sind von den unbarmherzigen Kriegsknechten erstochen, erschossen und gespießt worden. Wieviel ehrbare Frauen und Jungfrauen mit Gewalt geschändet oder mit den Mannsbildern in das Elend weggeführet und dort erbärmlich traktiert worden! Auf den Straßen ist nichts als Morden, Stehlen. Rauben und Plündern, kurz alle Sünd. Schand und Laster, die Menschensinn erdenken kann und deren sich selbst die Heiden geschämt hätten, sind verübt worden und werden noch täglich verübt!" Glaube niemand, daß diese Schilderung etwa übertrieben sei. Sie wird leider von nur zu vielen Augenzeugen bestätigt. Glaube aber auch niemand, daß es uns heute sehr viel besser ergehen würde als unseren Vorfahren, wenn es den feindlichen Heeren gelingen \ 0 fU 9 , in unser Land einzudringen. Wer wie Schreiber dieses die schwarzen Afrikaner und wilden Inder gesehen hat. welche unsere Feinde aus uns loslassen, ganz abgesehen von den russischen Horden, die ja in dem armen Ostpreußen gezeigt haben, weS Geistes Kinder sie sind, dem graut vor dem Schicksal. das uns dann bevorstünde. Es würde sich wenig von den Greueln des 30jährigen Krieges unterscheiden trotz aller „europäischen Zivilisation", für welche unsere Feinde zu kämpfen vorgeben. Das muß aber auch für jeden Einzelnen eine Mahnung sein, sein Aeußerstes zu tun, um diese Gefahr abzuwenden. Mit dem einfachen Dank an unsere heldenhaften Krieger ist eS nicht getan. Es ist Sache eines jeden einzelnen, an der Stelle, wo er hingestellt ist. sei es als Arbeiter. als Landwirt oder in welchem Berufe auch immer, mit seiner ganzen Persönlichkeit und durch Hingabe von Geld und Gut die Widerstandsnest des von einer ungeheuren Uebermacht von Feinden schwer bedrohten Reiches zu stärken! Das Beispiel oer Vergangenheit redet eine beredte Sprache. Der einzelne, der sich dem Gebot der Stunde entzieht. müßte sich dann sagen: „Du hast nichts getan, dieses Unglück abzuwehren \ a I. C. Pflanzt Frühgemüse! ollt- st- yrlrtrt* H (liei pen 0* jaben zu Wie man das Land zu keardeite« hat. Der Boden muß frisch, locker und tiefgründig sein! Am besten eignet sich zum Frühgemüsebau humo- ser Sandboden, da dieser tiefgründig und durchlassend Zugleich ist. Auch guter .Humusboden ist dazu besonders geeignet. Dieser Boden verliert nämlich schnell die übermäßige Winterfeuchtigkeit und wird warm. Besonders vorteilhaft ist der Anbau von Frühgemüse da, wo der Sand leicht gegen Süden geneigt ist. Auch da, wo der Garten auf der Ost-, West- oder Nordseite durch Gebäude, größere Hecken, Bretterzäune und dergleichen geschützt ist, sind die erforderlichen Bedingungen an gute Lage erfüllt. Liese günstigen Lagere p- Verhältnisse müssen noch durch Schutzvorrichtungen M gegen kalte Nächte und Nässe erhöht werden. Üßr Das zur Frühgemüsezacht verwendete Land muß auf 39 Zentimeter Tiefe umgebrochen werden. Man düngt den Ar mit 8 Zentnern Mist. Vor dem Umgraben im Frühjahr streut mau noch auf einen Ar ^^Ki.lo Superphosphat und 4 Kilo 40prozentiges Kali- strlz. t es in diesem Jahre an Chilesalpeter fehlt, , nnch man, sich mit Jauche behelfen, die man verdünnt als Dung;gutz an trüben und regnerischen Tagen anwendet. ^ Ta • durch die Jauche d üogung das Gemüse sehr st«rk getrieben wird, wird es schwammig und ivischMacHaft. Tie Kartoffeln fetzen bei Jauchedüngung wenig Knollen, die Erbsen und Bohnen aber wenig Schoten an. Ein vorzüglicher Dünger ist der Peruguano, den man zur Hälfte untergräbt, zur andern Hälfte beim Säen oder Pflanzen verwendet. Als Kopfdüngung kann schwefelsaures Ammoniak verwendet werden. Bei Frühkartoffeln gibt man drei Finger voll in das Pflanzloch, doch so, daß die Kartoffel nicht von ♦"ifarifciSSR Dtt.^swff berührt wird. Die anderen Gartengewächse erhalten die erste 'Sabe bald nach dem Auf- also noch vor dem ersten Hacken und Schau- >ten au feln. Der Dünger wird b Kohlehydrate, die der Mensch neben Eiweiß zur Ernährung braucht, durcheinander ersetzen. 10 Gramm Butter kann man ersetzen durch 20 Gramm Brot. Doch soll man sich hüten, aus der heutigen Ernährungsweise Schlutz- folgerungen zu ziehen. Im PrivathauShalt wird am meisten gesündigt beim ersten Frühstück der Kinder. E« ist nicht ausreichend und erzeugt viel Schulschäden. Neben Kaffee, der keinen Nährwert hat, sollt« möglichst viel Milch gereicht werden, Supp», fet: wtb. Berlin, 23. März, abends Im Somme» und Oise-Gebiet Voipostengsfechte; sonst im Westen und Osten nichts wesentliches. wtb. Großes Hauptquartier, 24. März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits von Somme und Oise spielen sich täg lich Gefechte unserer Sicherungen mit Bortruppen der Gegner ab, die nach den häufigen verlustreichen Zusammenstößen nur zögernd voriühlen, vielfach schanzend, und in ihrer Bewegungsfreiheit durch die von uns getroffenen Maßnahmen stark gehindert sino. — Gestern griffen die /ranzosen unsere Posten westlich La Fere längs der Ailctte'Nicderung und bei Neuville und Mar- gival an; sie find überall zueückgewicsen worden. In dex Champagne gelang es unseren Erkundungstrupps an mehreren Stellen der Front, Gefangene aus den französischen Linien zu holen. Lestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmar'chall Prinzen Leopold v Bayern. Nach Feuervocbereltung bei Smocgon, Bacano- witschi und am Stochod vordringcnde -lujklärungSab tetlungen der Russen wurden vertrieben. — Südwestlich von Dünaburg ist ein feindliches Flugzeug am Dryswjath-See ein Fesselballon von unfern Fliegern abgeschossen worden. Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Wirksames Feuer von Artillerie und Minenwcrfern leitete Angriffe ein, bet denen uns re Truppen südlich des Trotusultales die russischen Stellungen auf dem Grenzkamm zwilchen Solyomtac- und Czobanostal im Sturm nahmen und 500 Gefangene embrachten. — Bald darauf einsetzende Borstöße der Russen nördlich des Magyaros sind gescheitert. Heeresgruppe des GencralseldmarschallS von Mackensen. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert. Die Kämpfe zwischen Ochrida- und Pcespa-See und bet Monafttc scheinen einen vorläufigen Abschluß ge- fanden zu haben. — Vom 13. b\i zum 21. März wie dcrcholNn sich täglich die Angriffe der Franzosen, btc dazu beträchtliche Teile ihrer 76., 156. und 57. Division, sowie mehrere Kolonial Regimenter eingesetzt haben. Am 15. und 18. März vom Feinde errungener Gelände gew nn wurde durch unseren Gegenangriff am 20. und 21. März wettgemacht; die beherrschenden Höhen im Berggelände westlich und nö.blich des Bickens von Mo- nasttr, die das Ziel der Franzosen waren, sind fest in unserer Hand. — Die verbündeten Truppen haben in zähem Ausharren, in schwerem Feuer und in k^asvollcm Angriff sich vortrefflich bewährt Das Zusammenwirken von Infanterie, Artillerie und Hrlsöwaffen war nach kla- rem Bollen sicherer Führung Vorbild!,ch. Es wurden dem Feinde sehr schwere Verluste beigebracht, durch welche die augenblickliche Ruhe bedingt zu |cin scheint. — Die Truppe sieht weiteren Kämpfen voll Berrrauen auf ihr Können entgegen. Der Erste Generalquarticrmetst^r: Ludend orff. Berlin, 24. Mäcz, abends. Keine wesentlichen Ereignisse. „vodnäs Möve. Berlin, 22. März. Der Hilfskreuzer „Möve", Kommandant Burggraf und Graf zu Doyna-Lchlodicn, kehrte von seiner zweiten mehrmonatigen Kreuzfahrt rin Atlantischen Ozean nach einem heimischen Kriegs- Hafen zurück. Das Schiff brachte 22 Danlpfec und 5 Segler mit 123 100 Bruttoreglsterlonnen, darunter 21 feindliche Dampfer, von denen 8 bewaffnet waren und 5 im Dienste der englischen Admixalitär fuhren, und 4 feindliche Segler auf. 1. „Bo l ,n v e" englischer Dampfer mit einem Zivölszeniimeter geschütz, NH1< Br. R. T. in Ballast. 2 gm n 1 U ' ° 1 fl // norwegischer Dampfer, 2 587 Br.-R.T., Stück- 3. „M o ii nt T e m P l e", englischer Dampfer, mit einem Lieben elnhalb-entimetergeschiitz, 0 702 Br. R.-T, Lebensmittel, Stiill gut und Pferde. " 4 * m? C ^ ° * ^ ornwel r, englischer Segler, IC2 B.-R.T., ft. „K i ng w e v v g e", englischer Dampfer, 3852 Br.-R.-T. plvslvstoffe, Lebensmittel und Stückgut »lLambrian Ran ge", englischer Dampfer, 4 235, B R T Weizen und Stückgut. ' ,. „(« c o v g i c", englischer Dampfer, mit einem Bwülfzentime lergeschlip, 10077 Br R T., Weizen, Fleisch nnd Pferde, „parro w da le", englischer Dampfer, 4 «>35 Br R. T Mn Nittvn und Lebensmittel, Kriegsbedarf. 3. „St. r he obere-, englischer Dampfer, 4082 BrR T Kohlen. ' ' 10. , D r a m a t i st", englischer Dampfer, 5400 Br. R .T . Muni tion, ^rilchte. 11. „Nantes«, französischer Segler, 2600 Br-R.-T., Salpeter. 12. ..«vnierev-, französischer Segler, 8100 V.-R.-D.. Weizen. 13. Hudson Maru", japanischer Dampfer, 3800 B R-T Stnagut. 14. ..Radn orsi,i.re". enalischer Dampfer, mit einem zwölszen. tlmetergeschnp. 4300 Br.-R.-T.. Kaffee nnd Kakao. lft. „Mtnich-, englischer Dampfer, 8 800 Br. R T.. Kol,len 10. »di e t ()c v b i, Lal t w , englischer Dampfer, 4 4M Br R.-T RctS nnd Stückgut. 17. „Jean", kanadischer Segler, 212 Br.-R.-T , Zucker. 18. „Staat", norwegischer Segler. 1800 Br.R.T., Wal-Oel. 10. „B r e ck n o ck s t, i l, re", englischer Dampfer, mit einem Zwölf zentimetergeschiip. 8400 Br. R.-T.. Kohlen. 20. ..French Pr inee", englischer Dampfer. 4800 Br R T Hafer, Mals. ornedbees. 21. „E d d i", englischer Dampfer, 2050 Br. R. T., Kohlen. 22. „Kath erine", englischer Dampfer. 2900 B.-R.-T., Beizen. LI. „R hob ante", englischer Dampfer, 3000 Br.-R.-T., Ballast. 24. ..Esmeraldas", englischer Dampfer, 4 680 Br. R.-T, Ba- laft. 25. „C taki", e: gliicher Dampfer, mit einem Zwölfzentimeterac- ichüv, 7400 Br. R T Balaü. 26. „Demeierton", englischer Dampier mü einem Sicbenein halbzcnt meterge'chüv. 6 000 Br. R.-T., Holz. 27. „baoernor", englischer Dampfer, mit einem Zwöl'zenti metcrgcschüy, 5500 Br.-R. T., Ballast. Wtb wieg. 23. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bon diesen Pn'cn rr7ctchte der englische D impfec „Bar ro wd a le" am 31 Dezember 1916 mit 469 Gefangenen einen deutschen Hafen, der japanische Dump fer „Hudson Maru" am 16. I'nuae 1917 mit den Besatzungen von „D r a m a t i ft". „R a d n o r s h i r e", „Mtnich", .Rethe rby Hall", .Nantes", und .Ä Salier es" den Hafen von Pccna nbuko. Die übet flen Schiffe wurden versenkt. S. M. Hilfskreuzer „Möve" brachte 593 Gefangene mit. Tcr Eh f des AdmiraistobcS der Manne. Uns 7 g. meld tcr Bo stoß an der Dieciezina kofl^ dem Fi'.ndc starke blutige Verluste. Sonn nichts \ j mrldrn. Jlalteoischer üricgrfchauplay. SU :nc buonöuen Hreigniss». Südöstlicher Kriegsschauplatz Ocstlich des Ochrida-SetL sch.itcUe abelmaiS eil fcanzösi'chcr Angriff. Ter Stellvertreter des Cbefs des Generalstabes. von H ö s e r. Feldmarschalleutnant. knver Pafcba beim Halfer. Berlin, 24. Mär; Der fhllDert'.etenbc Ob rbe fehlShabcr des osman-i'chcn H^creS Envec Puscha m«Ute zu Beipccchungcn mit dnn Kaiser, dem Gcneralseldmar schall v. Hindcnburg und Gene.alLudc::do»ff im Großen Hauptquartier und begab sich dann zum Besuche der deutschen Truppen an öle Westfront Oefterreicb-utigarlfcbe tagesberlcine. wtb. Wien, 22. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Bieriezina sticßen unsere Abteilungen bis in die zweite Linie der Russen vor und kehrten mit einem gerangenen Offizier, 226 Mann. 2 Revolocrkano nen, 6 Maschinengewehren und 14 Minenwerfern zu- rück. — Vorstöße feind.lcher JagdkommandoS scheiterten überall, wo sie versucht wurden. Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. wtb. Wien. 24. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe des G.oeraljcldmarschalls von Mackeasc». 91ichtö Neues. HcercS'roui des Geueroiobcrst Erzherzog Joscph Unsere Tcuppkn pandcn »»csteln beiderseits del Esobanyos Tales in hcfiigcm Kampfe. Nördlich dcr Talcs erstürmien sie in zwn Ki om.lec Breite und etch c^nhalb Kilometer Tiefe die feindlichen Gräben auf dea Solyomtar. Ein bald darauf südlich des Tales ein setz ndcc russischer Gegrnjlog gegen unfire MaguaroS Stellung brach im Sperrfeuer zusammen. Der Fein! flüchtctL in jdne Gräd.n zurück. Die Zahl der einge brachten Gesongcnrn beträgt 500. Unsere Verluste üni sehr gering. — südöstlich von Dorna Watra sti^st unsere Auftlärungsavleliungen dis zur vierten ruisijchei Linie vor. Hccrcssronl des GcncrLlscldwarjchalls Prtazcu Leopold vou Baycru. EL ist nichts zu melden. Italieuischcr uvd südöstlicher Kriegsichaupiatz Keine bcsondercn Ereignisse. Der SleUverlreler des Chejs des cheneraistad» von Hofer, Feldmarfchalleulnanl. öez»S »vgeb°U di EM'« Ajjdanlngk ^icht verlE Verlag der m. Fr, Wild! vlb, Siok'k Vciantwvrillch: Aibtn äti'cm ur Gteß»n. Sci klMM ^ „ dcr Slrl-Is-? güfröftüd) von JJ VilklMgsMeßkN ^rfunber landen räumt vor. - 2 des ssmalkanals die illäkum män Kriegsanleihe zetebnet Die Gründe sind verschieden. Man zeichnrt: aus dem natürlichen Gefühl heraus, daß cs einfache Witterungen, Bürgerpflicht ;|t, die iLHiuel für ben schütz der Gtcnzcn ln geldwirlschastlich llchligstcr Form aus zubringcn^ well die Erreger Anspruch darauf haben, daß die Zurückgebliebenen wenigstens wirlschaflilche Leist ungen oollbrtngen, wenn sie mit ihrer Person nicht an der Verteldlgnng des Vaterlandes tcllnehmen können; weil die ^Uchtkänlpfer für ihre Person, ihr eigenes Vermögen, ihr Haus, ltzee Felder, ihre Hypolh.ken, Effcklenanlagett, ihr G.schast, kurz, ihre wlUlchast liehe Exljlenz und bas eigene wie das Leben threr Ang.hörlgnt am besten schütz.n, w^.nu |ie der Steetunacht die nötigen Geldutittel (aus die geld wlrtschasUlch gesundesteWetje), verjchaffen halsen; weil tni Ausland die trügerische Hoffnung restlos zerstört werdnt muß, dag das Worleu und Zton nen ln Deutschland rrgeudwann erlahmen werde; weil es innere Befriedigung gewahrt, für die Leistungen unserer herrstcheu Armee und Flotte Dank und Gruß zu senden; weil man sich vorahnend über den Jubel fccut, den Kraft und Einsicht rcr Zurückgeblirbcnen iu den Reihen der kampf nden Brüoec wie er auslöst n werden. well eine bessere und höher veczinzliche Anlage bei gleicher unbedingter Sicherheit nicht zu finden ist; well es sich um eine Anlage von Spargeldern handelt, die man jederzeit wiedec flüsslg machen fmm; weil cs mit den wirtschaftlichen ftiäftn der G.g- nec zu Ende geht und die Entschckdang zu un seren Gunsten also mchr mehr lange aus sich warten lassen kann; zum ande.n, weil, wenn dem Einsatz aller Waffen (11 Bootl!) der Etnsatz aller Geldmittel entspricht, die Entscheidung erzwungen wird; um gein und freudig dem einfachsten varerländi scheu Gefühle zu folgtn; um nicht beschämt zu fan, wenn das Gespräch auf Beteiligung und Nichtbeteiligung kommt; der Landwirt, weil Bcsitz und A» beit unter einem siegreicht N Deutschland am meisten gesegnet sind; der Arbeiter, weil auch seine Leb.nsbedingungen aufs engste sich mit dem Wohlergehen des Vaterlandes verknüpfen; der Industrielle, der des Schutzes der Heimat und zu^ricdknee Arbeiter bedarf; der Rentner, der ferne Einkommensquellen dom siegreichen Vaterland b.schirmt haben w^ll; d.is Alter, das am Ende seiner Tage sein LcbcnS» werk nicht bedroh sehen mag; die Jugend, aus dem vorwärtsstrebenden Drange zu ollem, was groß und edel ist; sic Alle, nun, weil sie eben Herz und B.'.ftand zugleich haben. Zu unserer grossen Freude wurde uns heute ein gesundes Töcht (.reiten geboren Pfarrer Röhrbein u. Frau Hanna, geb. Boiler Worpswede, den 21. März 1917. Ohne Seilenkarle Tollettenwaschmlttel ,,Fa nia für Toilette und Had nach dem Verfahren von Prof. Dr. Darmstädter und Dr. J. Per auf chemischem Wege hergestellt „Faria“ enthält kein Ton, kein Kaolin, kein Soda, oder Aetzmittel. Fanla“ schäumt, wäscht und re inigt gut. Fanla ' macht die Haut sammet weich, glatt und geschmeidig „Fanla" ist das ergiebigste, daher im Gebrauch billigste Wasch mittel. Fanla** löst sich nicht im Wasser von selbst auf. „Fanla“ ist das idealste Heim- gimgsmittcl für Haus, Küche, Had, Büfo,Werkstätten, Hotels Wirtshäuser, Krankenhäuser, Lazarette, tür Aerzte usw. und unentbehrlich Für das Militär 12 Stück inkl. Verpakung 4 — M 86. 10 U nur gegen Naclinahme ab Fabrik. Wiederverkäufer Engrospreise Fabrik Versandhau* ,.AIga“, Berlin N 58, Milastratse 268 C. 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