Ptz-L t : ^ 19 KtzKL Rittern w u 9«n= 9egen 130 « ^? 489 und 743 " *bse«. V a Än. fe "»■ >K,> M Sot|tai\be unb H aller M t Angebote e»n: iWe chhümfM'ik H. i|elhcimer Rotwein B vorzügliche SM c.s Ifei 'LKch e r** uf f HW ser «* b-lie« A"U'K rt bcv 5ä>:>- K?G 1 1 itl*^ s d. S 1 ' •. .-s“ KP* sit «• *■ Giekener Jeilung Bezugspreis 50 pfg. monatlich vierleljährl. 1^0 Mark, vorauszahlbar, frei ins HauS. Ab geholt in unserer Expedition 1,20 Mk, durch die Post oder direkt durch Kreuzband vierteljährlich IM) Mk. — Erscheint an drei Wochentagen. — Redaktion: Südanlage 31. — Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nicht. Verlag der „Gießeuer Zeitung", Gießen. Expedition: Südanlage 21. Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Petitzeile, für AuSwärtS 30 Pfg. Die 00 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung dcü Zahlungv- zielcS <30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gicßcner Verlagödruckcrci, Albin Mein. Rr. 24. Telephon Nr. 302. Dienstag, den 20. März 1917 Telephon 9tr. 362. 29 Jahrg Die Frontveränderung im Westen, Hindenvurgs Schachzug. 50« Franzosen im Sturmangriff bei Berdun gefangen. Deutscher Borstoß zu Wasser und in der Luft gegen England. Amtliche deutfcbe Cagesbericbte. wtb. Großes Hauptquartier, 18. März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen La Basseekanal und der Searpe war die Gefechtstätigkett rege. Bei Loos holten unsere Stoßtrupps 18 Gefangene aus den engl. Linien. Beiderseits Von Arras drangen feindliche ErkundungSabteilungen von Bataillonsstärke gegen unsere Stellungen vor. Meist wurden sie durch Feuer abgewiesen. Bei Roclin- eourt und Tilloy wurde cingedrungenec Gegner im Nähkampf geworfen, ec ließ eine Anzahl Gefangener in unserer Hand. — Zwischen ArcaS und der Oise haben die Engländer und Franzosen den von unS planmäßig aufgegebenen Geländestrelfen, unsere frühere Stellung und mehrere Ortschaften, darunter Bapaume, Peronne, Roye und Noyon besetzt. Unsere Sicherungstruppen fügten dem Feind erhebliche Verluste zu und wichen dann, wie befohlen, aus. — Auf dem rechten Maas- nien "das von ^8™™ 2 französisch- Kompag gewonnene Grabenstück nördlich der Chambrettes-^.- ctu x Vorstoß scheiterte. — An der Eombres-Höhe und bei nördlich von St. Mihtel, brachen Sturmtrupps in die französische Stellung ein und kehrten mit je 20 Gefangenen zurück. Von der Küste vis zur Oise h itte klares Wetter gesteigerte Fliegertätigkeit zur Folge. In Lvstrampfcn büßte der Feind 19, durch Ab- wcyrscuec 3 Flugzeuge ein. Leutnant Freiherr v. Richt- hofen schoß seinen 27. u 28., Leutnant BaldamuS seinen 14. und 15. Gegner ab. — Wir haben 3 Flugzeuge verloren. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine Kampfhandlungen von Belang. Mazedonische Front. Starke Angriffe der Franzosen zwischen Ochrida- und Prcspasee sind abgeschlagen worden. — Der schwere Kampf um das Berggelände nördlich von Monaflir hat dem Gegner keine wesentlichen Erfolge gebracht. Die beherrschenden Höhen, die auch nachts vergeblich angegriffen wurden, sind fest in unserer Hand. Der Erste Gencralquartiermeister: Ludendorff. 9 wlb. Berlin, 18. Minz, abends. In dem von uns freiwillig geräumten Geländestrelfen zwischen Arras unv Aisnc besteht nur an einigen Stellen Gcfechtsbe- rührung unserer Sicherungen mit feindlicher Kavallerie und Infanterie. — Beiderseits der Maas zeitweilig rege Gefechtstättgkeit. — An der Ostfront nichts Be- sonderes. — Die Kämpfe zwischen Ochrtda- und Pres- pa-See und nördlich von Monastir sind heute wieder aufgelebt und sind noch nicht abgeschlossen. 9 CuftangrifT auf London. „E J9 U verloren. wtb. Berlin, 18. März. In der Nacht zum 17. März belegte ein Marineluftschiffgeschwadec trotz hcfti- ger Gegenwehr durch feindliche Flieger und Abwehr- geschütze London in einem halbstündigen Angriff und die südöstlichen Grafschaften Englands erfolgreich mit Bomben. Die Luftschiffe sind Wohlbehagen Muckge. lehrt bis auf „L 39». >"s nach fcanzöst cher Meidung bet Compiegnie nordöstlich Von Paris in einer Höhe von 3500 Meter durch das Feuer französischer Abwehr, geschütze zum Absturz gebracht wurde. Der Chef des AdmiralstabcS der Marine. 9 erfolgrticfter Tlottenoorftoss gegen England. Ein feindlicher Zerstörer und 3 andere Schiffe Vernich- tet. — Beschießung von Margate. — Dover mttBom- ben belegt. wtb. Berlin, 18. März. Eines unserer Marine- ttuareuge belegte am 17. März nachmittags den Hafen und die Gasanstalt von Dover mit Bomben. In der Nacht vom 17. zum 18. März brachen Teile unserer Seestceitkräfte erneut in die Straße von Dover—Calais und in die Temscmündung ein. V n der südlichen Angriffsgruppe wurde ein feindlicher Zerstörer der Kanalbewachunu versenkt, ein zweiter Zer- störec schwer beschädigt. Die nördliche Angriffsgruppe vernichtete bei North-Foceland einen HandelSdampsec von etwa 1500 Tonnen durch Toxpedoschuß und 2 Vorpoftenschtffe durch Artilleriefeuer. Hierauf beschossen sic den befestigten Hafen von Macgacte wirkungsvoll auf kurze Entfernung. Feindliche Landbatterten ecwidec. ten ohne Erfolg. Unsere Seestreitkräfte sind vollzählig und ohne Beschädigung oder Menschenverluste zurückgc- kehrt. Der Chef dis AdmiralstabcS der Marine. »umiillllll mummt» Bargeld • zu Hause anzusammeln und liegen zu lassen ist töricht zwecklos schädlich ■ •■uiunnfliif wegen der Gefahr des Abhandenkommens und wegen des Zins- verlufles, weil in 2 1 / 2 jcif)nger Kriegsdauer der untrügliche Beweis erbracht ist, daß man im ^Bedarfsfälle gegen Kriegsanleihe immer Geld haben kann, für die Allgemeinheit, weil unsre Feinde aus derDei-zagtheitSchwach- mütiger stets von neuem die Hoffnung schöpfen, uns unterzukriegen. Was folgt daraus? Klug, vorsichtig und nützlich handelt nur, wer sein ganzes Geld in Kriegs- anleihe anlegl. wtb. Großes Hauptquartier, 19. März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. In den letzten Tagen wurde ein Landstrich zwischen der Gegend von Arras und der Aisne von uns plangemäß geräumt. Die lange vorbereitete strategische Bewegung wurde ohne Störung durch den nur zögernd folgenden Feind durchgeführt. Sicherungen verschleierten durch umsichtiges und hartnäckiges Verhalten das Verlassen der Stellungen und den Vormarsch der Truppen. — In dem ausgegebenen Gebiete find die dem Feinde nützlichen Verkehrsanlagen zerstört worden. Ein Teil der Bevölkerung mit einem Vorrat an Lebensmitteln für fünf Tage ausgestattet, wurde zurückgelassen. — Gestern war nahe der Küste, an der Artois Front und aus beiden Maasufern die Gefechtstätigkeit lebhaft. — Mittags stürmten Kompagnien oft bewährter Regimenter im Südostteil des Waldes von Malancouct und am Ofthang der Höhe 304 mehrere französische Gca- benltnien in rund 500 und 800 Meter Breite und führten 8 Offiziere und 485 Mann, sowie mehrere Maschinengewehre und Minenwerfer zurück. Nächtliche Ge« genangciffe der Franzosen sind abgewtesen worden. — Auch am Südhang der Höhe „Toter Mann" brachte ein Vorstoß von Sturmtrupps mehrere Gefangene ein. — Auf dem Ostufec der Maas scheiterte wie am Vortage früh morgens der Angriff mehrerer französischer Kompagnien nördlich der ChambcetteS-Fe. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Mazedonische Front. Die Kämpfe zwischen Ochrida- und PceSpasee und im Becken von Monastir wurden gestern fortgesetzt. In den See-Engen und nordwestlich von Monastir sind die Franzosen geschlagen worden. Nördlich der Stadt haben sie bei rücksichtslosem Einsatz ihrer Truppen Geländege- winn erreicht. Oestlich des Dotcan-Sees ist der Bahnhof Poroj nach Vertreibung der Engländer wieder von uns besetzt worden. Der erste Generalquactiermeister: Ludendorsf. 9 wtb. Berlin, 19. März, abends. Im Somme- und Oise Gebiet mehrfach Gefechte unserer Sicherungen mit englischen und französischen Streifabteilungen. — Aus dem Osten ist nichts Besonderes gemeldet. — Westl ch des Prespa-Sees und nördlich von Monastir sind neue Angriffe der Franzosen gescheitert. Neuerdings 116000 rönnen versenkt. wtb. Berlin, 19. März. Neuerdings sind von unseren U-Booten im englischen Kanal, im Atlantic und in der Nordsee insgesamt 116 000 Br.'Reg. Tonnen versenkt worden. Unter anderen befanden sich nach den bisher etn- gegangencn ausführlichen Meldungen der U-Boote unter den versenkten Schiffen: der englische bewaffnete Dampfer „Connaught" 2668 Tonnen, eine englische bewaffnete Bark von 1200 Tonnen, die englischen Segler „Adelaide" „Mac Lean", „Abaja", „Gazelle" und „Utopia", die englischen , ischdampfec „Nedap" und „H. Ingram", ferner 2 unbekannte englische Dampfer von etwa 5000 und 9500 Tonnen, der italienische Dampfer „Cavour" (1929 Tonnen), sowie ein unbekannter italienischer Dampfer von etwa 3 000 Tonnen, der belgische Dampfer „Hatnaut", der russische Segler „St. Theodor", ein großer unbekannter Tankdampfer vou etwa 6000 Tonnen und ein ebenfalls unbekannter Frachtdampfec von etwa 5 000 Tonnen, der spanische Dampfer „Grazia" (3129 Tonnen), der griechische Dampfer „Thodor.off Pangales" (2838 Tonnen), die norwegischen Dampfer „Storaas", „Davanger", „Lars For- stenas", „Thode Fagelund" und der norwegische Segler „Hermes" Der Ehef des Admiralstabes der Marine. * * Sesterreicd'UNgariscbe Cage$t>ericim. wtb. Ullen, 18. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz, und Nichts zu melden. Auf der Costabella scheiterte ein Gegenangriff der in unserem Sperrfeuer. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von H ö f e r, Feldmarschalleutnant. 9i 1 wtb. Klien, 19. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Aushungern unmöglich." dei uns ist noch niemand Hungers gestorben. In der feindlichen Presse finden sich nur noch ganz vereinzelte Stimmen. die an die Möglichkeit der Aushungerung Deutschlands glauben. 3o frohlockt die französische Zeitung „L'Heure": „Nur etwas Geduld, und wrr haben sie, denn sie haben kaum noch etwas zu knabbern!" „Rappel" dagegen glaubt besorgt feststellen zu müssen: „Deutschland ist nicht durch Aushungerung, sondern nur durch Waffengewalt zu besiegen. Man muß dem französischen Volk die Wahrheit sagen, statt ihm fortwährend falsche Illusionen ;u machen." England glaubt nicht mechr an unsere Aushungerung. Es gibt sich diesen Hoffnungen, von denen die Franzoien nun schon seit zweieinhalb Zähren leben, längst nicht mehr hin. In England weiß man. daß die deutsche Volkswirtsck^rft sich durch Heranziehung atler Kräfte des Landes und s-^iner mittelenroväifchen Hilfsländer auf alle Mög-rchkeit-rn. selbst für die längste Kriegsdauer, vorberi itet bar Und eher sucht man hier, wo man jetzt selbst vor Lei-ensmlttelsck !vierigkeiten steht, wie Deutschland sic inzwischen durch Organisation zu überwinden gelernt hat, das deutsche Beispiel nachz'u- ahmen Fragt sich nur, ob dies möglich ist. England nicht auch hier wieder zu spül kommt? Sehr bemerkenswert erscheint, daß Leouard 3prav, der Rotter- damer Sonderberichterstatter des ..Daily Telegraph". der seit ungefähr zehn Monaten täglich von der deutschen Hungersnot zu berichten wußte, aus einmal den Don völlig geändert hat. Er führt neuerdings in seinem Blatte au-: „Tie ganze deutsche Darstellung über die wirtschaftlichen Note in Deutschland ist nur bestimmt, das Mitgefühl weichherziger Neutraler auszulösen. Tie jüngsten Informationen über die deutschen Lebensmittelhilfsquellen, sowohl die augenblicklichen, als auch die zu erwartenden, bestätigen das. Zwar ist es durchaus wahr, daß die Bevölkerung mit Lebensmitteln anszukommen hat. die sie in griedenszeiten als halbe Hungerrationen an- lehen würde. Aber bisher ist noch niemand Hungers gestorben, und vtec wird wahrscheinlich auch nicht geschehen. Deutschland ist kein Land^ dessen Zivilbevölkerung Hunger« oder nur halb satt gemacht zu werden braucht ES hat innerhalb seiner Grenzen, wenn auch nicht einen lleberfluß. so doch durchaus genügende Nahrungen! ttel Teutschlaul hat genug. um seinen Einwohnern «ne angemessene Lebensführung zu ermöglichen, und könittr das auch tun. ohne sich den Gefahren auszusetzen, welche eine Verlängerung des Krieges über alle vernünftigen Berechnungen hinaus mit sich bringen könnten." Für viele Neingläubige und bedenkliche Gemüter, die in den unvermeidlichen Unbegnemlichkeiten des tag uchen Lebens grundlos schwere Gefahren erblicken wird diese Feststellung ernster feindlicher Blätter, die ihre eigenen Länder vor einen; Ernst der Lage hinsichtlich der LebenSmittellchwierigkeiten sehen, die wir längst überwunden haben einss: erwünschte Herzstär kung sein. und läßt die öffentliche Mrtnung durch die Presse v^r hetzen und rn ge,pannrester Erwnrrung und Aufregung halten. D^se Aufgabe besorgt die Presse gründlich. Sie hat Uebung darin. Nun gehr die Kriegshetze aufs ganze. Die Bewaffnung der Handelsschiffe wird als sicher hingestellr. deren Schutz und Geleit durch Kriegsschiffe als beschlossene Sache behandelt. Ter Zweck ist durchsich- tig. -^a jedermann in der ganzen Welt weiß, daß wir uns durch nichts, auch nicht durch Mister WilsonS Kriegsgeschrei, und gepanzerte Faust, vom U-Bovttrieg und der Seesperre abbringen lassen, weiß jedermann des weiteren, daß der „Kriegsfall", die Versenkung eines amerikanischen Handelsschiffes im Sperrgebiet, nur eine Frage von Tagen ist. sobald solche sich in die Sperrzone wagen. Die Presse schreibt, als ob der Krieg unvermeidlich wäre: denn Wilson will den Krieg. Aber sie schildert Oie Lage so. als ob die Entscheidung nicht von ihm selbu. sondern von anderen Machtfakroren abhänqe. Denn Wilson fürchtet die Verantwortung Der Borwand, ein Gesetz von 1819 verbiete den Handelsschiffen bewaffneten Widerstand gegen Kriegsschiffe eines nicht-feindlichen Staates, und der andere Borwand. ein anderes altes Gesetz verbiete die tteber- lassung von Kanonen und Kanonieren an private Unternehmer. waren sehr gekünstelte Rückzugsmanöver, durch die der in Worten so schneidige Präsident um Entscheidung und Verantwortung zaudernd und ängstlich sich herunigedrückt hat. Nun ihm dies geglückt ivar. ließ er durch seine Leibjuristen schleunigst das Gutachten fabrizieren, solche alten Gesetze hätten gegenüber den ganz anders gearteten niodernen Verhältnissen^ keine Gültigkeit. Er Hüter sich aber weislich, selbst die Konsequenz «zu ziehen und selbst zu handeln. Er gedenkt der ^euatsopposition und wahrt sein Ansehen vor weiteren Blößen. Er schiebt Volt und Kongreß die Verantwortung zu. „Ler Kongreß" wird Bewaffnung und Ktüegöschiffgeleit der Handelsschiffe durchführen: „die öffentliche Meinung" ist durch den Zimmermann-Brief nervös und aufgeregt worden und betrachtet sie als Neutralitäts- Verletzungen: so verkünden die Zeitungen und berechtigt sein würde «tf ein deursches tt-Boot sof»rk zu feuern, sobald e* gesichter würde. ^ WUsone Angst vor Meytt». Die Lage in Meriko wird beunruhigend. Zn Washington emgelaufene Nachrichten besagen, daß geheime Versammlungen von in Meriko ansässigen oder crus^den Vereinigten Staaten eingetroffenen Deutschen * lernen»- und Monieren fast täglich stansinden In der Nahe der Stadt Mexiko wurde kürzlich eine sehr starke Funkenstation errichtet, die direkt mir Deurschland verkehrt. ^ Die Washingtoner Regierung gab Jnftruft tionen (.), alle deutschen Treibereien bekämpfen und bereiter sich aus alle Fälle vor. Friedenspropaganda in Amerika Das Pariser SensarionSblarr ..Marin" meldet aus Newpork ^.e amerikanischen Postdehörden lassen die ;n großer Kahl im Umlauf befindlichen Pazifist! 'chen Postkarten beschlagnahmen und vernichten «Krina»«}*,*. -^er Petit Parrsien^ teilt mit. daß die französische Regierung beschlossen hat, aus kraarSmineln den Wir ®??^ cn *? on Fischer», welche durch die Tor- eine'l&rSttJP** 1 ® 00tc , um * Leben gekommen sind. auSzuzahlen und den Wert des rorpe d,>^Är^Ekch^Nahrzeuge» zu ersetzen. Dadurch sollen nermuntert werden, trotz des verschärften auszuüben, damit die Bevölkerung nicht Mangel an Aschen Äst chen dtt . • v * D l%l|U/vll vv%n I ie$t ein .vauptnahrungs«itteL seien, leide. Rußland vor einer Katastrophe. Wilfone ll-Boosabwehr. Bewaffnete Handeldschisje Unter Kricqsschjfs- deglcttung V Kriegshetze und StimmunpLmachc iuud)crn üppig in Amerika. Das Land ist uvn heftiger Erregung aufgewühlt. Der Umfall der oppositionellen Senato ren war ein Triump, von Wilsons .KriegSpolirik. Nun glaubt der Präsident sich dicht vorm Ziele seiner englandfreundlichen wünsche und Bestrebungen, die große Krisis, die Obduktion im Senat, fühlt er über- ftanden. und eifrig sciürt er weiter den Brand, der die KriegLflammen über Amerika peitschen soll. Aber schlauer ist er geworden. Der Widerstand, der ihm persönlich gegolten, als er persönlich mit aller Macht :n dem Streit um .Krieg und Frieden hervortrat. har ihn gewitzigt Er schützt Krankheit Vorbringen spaltenlauge Reuterlügeu, daß Deutschland widerhalle von Haßqesänqen aeaen Amerika. " ‘ J ö . ® 0 ui ach t man Stimmung für den Krieg' Alle feindlichen Länder boten dieses selbe Bild, als ,ic dicht vor der Kriegserklärung an uns standen Trotzdem aber, trotz dieser schlauen, hitzigen Bearbeitung wünscht dae Volk die Kriegserklärung nicht, ie amerikanische Presse ist die Stimme Wilsons und Englands, ^.ie Stimme des amerikanischen Volke« ist sie nicht ' ' Aber das englische, das russische, das italienische, das rumänische Volk haben den Krieg auch nicht gewollt. Nur die Regierungen und gewisse mächtiae Gruvven molltpn ffm -" Wird Tn Amerira d holen? Wilson tr-ifst Vorbereitungen für jede Möglichkeit im größten Umsang und har zudem den Kongreß zu einer außerordentlichen Session für den lh. Akarz cinberufen. Vielleicht bringt dieser Tag Klarheit. Vielleicht dauert die Unbestimmtheit und gespannte Erwartung noch länger. Tenn immer nur das eine ist bis jetzt klar und sicher: daß Wilson ebenso schnell bereit ist mit dem Wort, wie langsam mit der Tat. Ob dies Klugheit ist oder Aengftlichkeit. wird die Zukunft lehren. K. B Hunger trotz «ktrewereichtnme ^^llhsrat brachte der Präsident des ^umnbunu^omUeto lSutschkow im «amen von Jfc ^/'chsrater. eine Interpellation über ötc i-ebenomittelDeriorgung ein (?r führte aut-: .~* f langem bekannte resorganisation den Vorkehrsweiens habe nun solche Formen an- ~° H i C ör0 ^ c * u fintm 2efl 'Ji’ an Brennmaterial rinftel !£ n .. Ir °5 ? ner Brnicherungen der Regierung ist eine Benerung den Zuständen noch nicht eingetrete« Tie «Inst wischen Regierung UN» B»It uutrrgr«»« »ne Reich Sie ist der wahre alrunp d'ese» Zustande» der /«erwtzung Gutschkow verlangte von der Regierung Äbhilse. um dem gänzlichen Bersal, dev Berkehr°w?send und dadurch der Zermürbuug der wirtsch^^" ' lirärischen Kraft Rußlands - — knüpft an seine Rede die . . * X - - - * i Uy *% •% 1 1) I I • 'dupes Schauspiel sich wieder- Amcritanifchc U-Voot-Angst. Reuter meldet, daß nach -lnstcht de« Staatsdeparr tcments ein bewaffnetes amerikanisches Handelsschiff Die russischr. »nttpft an seine Rede die Angriffe gegen die Regierung, ein Blatt ernisrk die einzige richtiqe Antwort der Regierung ie,. rückzutreten altcn^TOItSl* nid)t Daran blfibf bci ihrem Kugel« U*tt Br«., Zn Moskau und Petersburg und v, anderer, Ztädren mit starker Arbeiterbevölkerung herrscht bekanntlich seit geraumer Zeit wieder eine Periode gefährlichster Gährung, und die revolutionäre Stimmung der Massen hat sich in argen Hungerkrawallen Luft gemacht. Der Diktator von Petersburg hat nun die echt russische Abwehrmaßregel ergriffen. er verkündet das schärfste Einschreiten des Militärs gegen hungerndes Volk. Ob auf die Dauer Hunger mit Ble: zu kurieren ist ? Selbst für Rußland scheint dies nicht sehr wahr scheiniich. K. B. Die Vereinigten Staaten als Seemacht inb. Wenngleich die Kriegämarinc der Union noch »licht Gelegenheit datte, sich iü-malS in einer großen Schlacht auf hoher Sec gegen einen ebenbürtigen Gegner zu erproben — die amerikanischen Secsiege von Eavite und Santiagc de Gula kommen wegen der Minderwertigkeit der spanischen Geschwader nicht in Betracht — so halben die amerikanischen Seeleute doch schon wiederholt Proben ihrer Seetüchtigkeit und ihres militärischen Ersin- dungsgciftes abgelegt. So haben beispielsweise die den .Handelskrieg führenden Blockadebrecher im nordamcrika- nischen Sezessionskrieg durch die Kühnheit ihrer Kaper- führten die Welt in Erstaunen gesetzt, das Minen und Torpedowesen hat in diesem Kriege seine erste praktische Anwendung gefunden und im Schlachtschiffbau wirüen die Amerikaner durch die Erfindung dcö Monitortvp^ insofern bahnbrechend für die weitere Entwicklung, als das hierin zum Ausdruck gelangte Prinzip des gesckützlurmeö herrschend wurde und in der Gegenwart die Grundlage bildet für den Bau der Kriegsschiffe überhaupt. Auch gegenwärtig wird die Güte des Geschütz, und Pan;cr- materials der amerikanischen Kriegsschiffe gerühmt und sür die seemännische Umsicht von Führern und Mannschaft wird die Tatsache als Beiveis anzesührt, daß sich in der amrikanischen Alarine nur f l teil Schiffs Unfälle ereignen. Allerdings soll die Desziplni der amerikanischen Seeleute keine besonders tadellose sein und trotz guter Behandlung der Mannschaft gebären Desertionen durchaus nicht zu den Seltenheiten. Die Stärke der Flonc der Vereinigten Sraat.-n, schreibt die (österreichisches „Danzer'S Ärmeezeitung" in Nr. 6, ist eine achrungögebietcnde. Als Mangel der ^Kriegsflotte muß wohl die nur sehr geringe Zahl von al» Aufklärungseinbeiten verwendbaren Kreuzern vezeichnct lNerden, ein 'Mangel, der sich mehr fühlbar mach«: würde. Amerik« in einem größeren Seekrieg aus sich selbst gestellt sein würde. Auch soll die Ausbildung der Unter- scewafsc vollkommen auf der Höhe stehen. Die Wichtittkeil ihrer Deemachrstellung erkennend, ha- beii die Vereinigten Staaten ein neues, sehr großzügiges Flortenbauprogramm entworfen, nach dem in den nächsten drei Jahren U) Schlachtschiffe, 6 Schlachtkrcu^r. 10 Aus. tlärungstreuzer, 15 Zerstörer und 100 U Boote in Bau gegeben werden sollen: die Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer hätten hicrbcl alles Dagewescne weit zu über« treffen, indem crstcre bei cinr Waffcrvrdrängung von etwa 40 000 Tonnen mit je zehn 40-Zentimclcr-Geschützen alö Hauplbestüctung armiert, während letztere bei ctncm Deplacement von 000 Tonnen .^Zentimetcr-Geschütze erhalten sollen^ Jedenfalls liegt dieses Flottenprogramm noch in der Ferne und di: auf Grund dieses in Bau gegebenen Ucberdreamougsis könnten erst nach Jahren in den Kamps treten. ^ Gegenwärtig besitz! öic Kriegsmarine der Union 17 ^chlachrschiffc des Dreadnoughts und Ueberorcadnought- tvi'. ivovon sich allerdings drei llebcrdreadnoughts von je 000 Tonnen erst auf Stapel deftnden. Fertrg sind sechs Ucverdreadnoughts von je 26 000 bis 32 000 Tvnnert Wasserverdrängugn und einer Hauprarmicrung von zusammen 64 ll-5,6-Zenrimerer-Gcschützcn, ferner acht Dreadnoughts von IS 000 bis 2s 000 Tonnen Wasserverdrängung mit einer Hauptbesrückung vou zusammen SO 30,5* Zenttmetcr'Geschützen. Ferner kommen noch eli der Halb'- dreadnougbtsperiodc angehörige, ziemltch stark aruiterre S. lachtschifsc in Betracht. Schlachrkrcuzsr sind in der amerikanischen Kriegsmarine derzeit keine vorhanden und auch die vorhandenen 13 Panzerkreuzer sind schon 11 dis 14 Jahre alt und haben keine große Kampfkraft. Auch die Zahl der flinken Kreuzer ist. wie schon gesagt, sehr gering, es sind ihrer nur drei Vorhände» Die Torpedoflotte Lmerikas setzt sich zusammen aus etwa 70 Torpedobools-- zerjrörern. etwa 20 Porpedobooreu und etwa 50 U-Boo- ten Das hier aufgezählte schwimmende Material ver- lcibt der amerikanischen Flotte den drtten R«ng unci den Sc c mäcken. Für den Fall eines Seekrieges der VereiuiKlrn 3t*a len mit Deutschland würde bei dem gegenwärtigen St«nde des Welkrieqcs weniger die allerdings sehr achrungsgebie- tcnde DreadnougbtSflottc des ersteren Staates als dessen leichte Streikräftc von Einfluß sein. Denn während sich die Schlachrflonen behufs Vermeidung der ihnen durch Minen und Unterseeboote drohenden Gefahren zumeist im Schutze der Häsen ballen, benötigt England eine Menge von Rapidkrcuzcrn. um die deutschen auf die englischen Handelsschiffe Jagd machenden Hilfskreuzer zu bekämpfen. Es bedarf ferner eine große Zahl von Zerstörern un» Be- kampfungsrabrzeugen der deutschen U'Boote. Gerade in diesen Typen aber weist die amerikanische Kriegsflotte fühlbare Mängel ans. Ochs«- und Ernst. JägerslOlg. ..Ich kann dir nur sagen, ich bah' mal in drei Tagen 009 Hasen geschossen." .Aa. da würde ich doch rund 1000 fngen." .Dm vielleicht, ich nicht. Meinst, ist will wegen einem Hasen zum Lügner werden!" Je nachdem .Nun. wie schmeckt dir die Zignrrv^" .Gur. ivenn es deine beste Sorte ist: swirw,. wenn du eine bessere hast." Die besten Freunde werden »ft die dtttzersten Feinde. 0m rer nflar M ; n { 0 löe J ?ciW ie ".^n abs« wißen lkerung daral feiner )„ der % £rD rte ß 3°iw^ find außer dauger^ 2ic Londone- K .. -ttaßerba frn Unruhen z»°m „steten J Der Mpltnd-. z>,-ngel tn K- k.-idemUch nultrett j. „jchsaten»«r S) ',UI ] Tu Sin'ührut rctirn non Ui ' ftsM «eteröhneg ^ j.iger in Äwft tt( Wt «rrionenfüfle u-, den Lebensmi Die Bei An Dürttembei Ofssekning der ster! pelin statt. Tie Fa mittags 11 Uhr in 1 raum des Prag-Fr Kranzsptlideri der \ gen entgegen. Als Kertreurn dn üb preußische Nesandtt neu. Ein Venrete nnd ein Pertreter scheu LuftsahrMtp^ Kranzspenden nied M 1 C i gro schwader letzten @ ^loaien c unö die. lichen .p< voll r. -o'. iegung tft." Kamille ftnen b Kstbet König { und ein lassen lern I die r. Trauei ichnm cs 2»te vuren find g»nüW«m ,7«*. " 5eS * le'ttofÄa^ r-.«'Sx >ot. äHefä^W- >vr. >rSA.r ' H Mp ; «W •f b? 3 jS N^°"' Mt ^Easkrophr. rc ^tnn,i. ÄZV°"°» dts d^A°2"glL« ftprrT et ^ or9un 0 des ^ Ä'SS ltechrfSrdert. öeborräte von W»,. fjs.toS J e buhlen müssen cnnmoterial einstel- Regierung ist eine 1 nichr eingetreten. ^ Wf «ctcrawli leses Zustandes der Regierung Abhilfe, Verkehrswesens und Stör ." m seine Aede die gierung. ein Blatt >ott der Regierung Sie bleibt bei ihrem tfv g und ■« anderen Iterung herrscht beer eine Periode gfc lutwnäre Stimmung ingerkrawallen Lnft hat nun die echt- i er verkündet das > gegen hungerndes üt Blei Zu kurieren iei nich! sehr wahr- K. B. >u fg'fW "* 00* -sl r»e «I«. ■?a**‘ H * Militär Eku das tSsir in Petersburg rjftycf ? e |?wm^r m ?c nbant bet Petersburger Truppen. Ge- in einer Proklamation be- rannr. JnfolZe der Unruhen in den letzten Tagen ro0ltta l ^ un * öer versuchten Angriffe auf Mark einge- öogem Wer seinen Verpflichtungen zur Lieferung von Butter nicht nachkommt, wird von der Verteilung von Zucker. Petroleum und Lebensmitteln ausgeschlossen. Jeder, der durch Eigennutz seine Volksgenossen im Stich läßt, muß mal am eigenen Leibe spüren, wie es tut. wenn in der eigenen Hauswirtschaft ein notwendiger Gegenstand fehlt." tt Lloyd George muß sich seiner Fugend erinnern. In Criccieth in Wales ist der Schuster Robert Lloyd gestorben, der Onkel des englischen Ministerpräsidenten. Lloyd George ist der Sohn eines Schullehrers George, der schon starb, als sein Sohn David George rwch ein zweijährige- Bübchen war. Seine Mutter zog dann mit ihren .Kindern zu ihrem Bruder, dem besagten Schuster in Crieeieth. wo David George seine ganze Jugend verbrachte und auch heute noch feinen Landfitz har. Der Schuster vertrat an ihm Vaterstelle, und deshalb har er auch seinen Namen mitangenommen, wodurch erst der berühmte David Lloyd George entstand. Robert Lloyd war ein religiöser Fanatiker, ein wütender Nonkorformist und Puritaner, ein nicht unorigineller Sonderling jedenfalls, der eine Rolle im ganzen Torfe spielte, und in dieser Richtung auch Lloyd Georges erste Entwicklung beeinflußte und bestimmte. In allem Uebrigen war der alte David aber völlig Autodidakt, irgend welche politische Interessen hatte der alte, weltfremde Lloyd keineswegs, r:nd wenn ihr heute die englischen Zeitungen als Nationafhelden feiern, und die französische Presse gar ihn „den großen Freund Frankreichs" nennt, so ist das jedenfalls — aus Höflichkeit für den Ministerpräsidenten die allererste und ganz neu entdeckte Beziehung zwischen dem pathologischen Schuster und der großen Entente-Oeffentlichkeit. Aus aper Welt. ** Großer Gelddicbstahl. Zwei ständige Arbeiter des bayerischen Ha.uvtmünzamtes in München haben nach und nach für rtwa 1 1 000 Mark Geld und Mün- en entwendet. Di? Täter sind verhaftet. Der Erlös ist zum größten Teil beigebrachi. ** Raubmord in München. Am Sonntag nachmittag wurde die in 80er Jahren stehende Privatier- witwe Dietoria Schweickaitt mit schweren Kopfverletzungen in ihrer Küche aufges'-nden und starb bald darauf: das Dienstmädchen lvar weggelockt worden. Der Täter ist unbekannt. * Festgcnommcner RauAmiörder. Ein junger Mann versuchte in Tresden einen Zigarettenhändler in der Grunaer Straße zu überfallen und mit einem Hammer niederzuschlagen. Doch gelang es dem Händler, den Täter festzunehmen. Tiefer gestand, der 21 jährige Mechaniker Friedrich Köller aus Bielefeld zu sein, der dm 4. August die Verkäuferin Johanna Schöpe in der Mathildenstraße zu Tresden ermordet und beraubt hat. Ihm fielen damals 2 * in die Hände. * Bei einem Rauban fall auf eine Kassiererin wurde am Sonnabend in einem Berliner Warenhause der sechzehnjährige Schlosserlchrling Erwin Kersten festgenommen. Auf dem Wege zur Wache zog plötzlich der Bursche ein Taschenniesser und schnitt sich an beiden Handgelenken die Sehnen durch. Ter Schutzmann führte ihn nach Anlegung von Verbänden nach der Tharitee. * Eine gesunde Frau. Ein merkwürdiges Entschuldigungsschreiben erhielt der Hauptlehrer einer Volksschule in Straßburg. Eine Frau bat ihn, ihren Jungen, der zurzeit bei ihm in der Klasse ist, für einige Tage vom Unterricht zu befreien, da sie sehr der Hilfe bedürfe: sie hat nämlich letzte Woche ihr 21. Kind bekommen, einen gesunden Kriegsjungen. Der Urlaub wurde erteilt. 5ile;ne Reuigkeilen. * Ter 18 Jahre alte, taubstumme Schuhmacherlehr- ling 'dlsbert Köhler in Liegnitz versuchte seine Meisterin. Frau Thomas, deren Mann im Feld? steht, zu erstechen und zu berauben. Tie Frau konnte sich aber de« Angreifers, der schon 148 Mark Geld eingesteckt hatte, erwehren. Ter Täter wurde verhaftet. * Bei Kerterbach, in Der Nähe von Limburg a. d. Lahn, stießen zwei Güterzüge in voller Fahrt zusammen. Eine Lokomotive stürzte den Bahndamm hinunter und begrub unter sich den 5pilfsheizer Fratag aus Gießen, der sofort tot war. * Nach einem Zerwürfnis mit seinen Eltern machte er Schlosser Otto K. in Berlin seinem Leben ein Ende, indem er sich in seinem Zimmer mit Leuchtgas vergiftete. ' Am Sonnabend wurden i.c Berlin der Einrtch- tcr Bernhard Kutzner und seine Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie waren einer Gasvergiftung erlegen, weil der Schlauch des Gaskochers unbemerkt abgestreift worden war. * Am Sonntag abend stürzte sich in Berlin die Ehefrau des Kutschers Emil T., der im Felde stand und zurzefi beurlaubt ist, nach einem heftigen Wortwechsel aus einem Fenster ihrer Wohnung drei Stockwerke tief in den Hof hinab und blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen. Gettchtc'^aal. Teure Schuhsohlen. Ter Inhaber einer Schuhbesohlungsanstalt in Köln wurde zu 8000 Mark Geldstrafe verurteilt. Tas von ihm verwandte Leder war so schlecht, daß die gesohlten Schuhe schon nach einigen Tagen wieder durchgelaufen waren. Tie Erbitterung des Publikums war so groß, daß man das Geschäft zu stürmen drohte. 77 Im Mergcnthcimer Mordprozeß wurde der Angeklagte Hennefarch wegen Totschlags zu der Zuchthausstrafe von 10 Jahren verurteilt. Er gab zu. den Kniehl erschlagen zu haben. Frau Steingruber wurde wegen Beihilfe zu 6 Jahren Zuchthaus. Frau Schäfer zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Volkswirtschaftliches. v, Berlin, 12. März. An der Börse war feste Stimmung und ruhiges Geschäft. Tie gemeldete Besetzung von Bagdad durch die Engländer sowie die alarmierenden Nachrichten aus Petersburg wurden im heutigen freien Börsenverkehr lebhaft besprochen, ohne nach irgend einer Richtung eine stärkere Beeinflussung der Kurse zu üben. Tie Stimmung blieb durchgängig fest. & Berlin. 12. März. Produktenmarkt. Nichtamtlich. Serradella 38—48, Runkelsamen 80—89, Saatlupinen 40—45, Saatwicken 40—45, Saaterbsen 37 bis 70, Saatpeluschken 35, Saatpferdebohnen 42—45, Ackerbohnen 35, Spörgel 58, Raygrassaat 100, Rottlee- saat 220—230. Timotee 93, Serradellaheu 4,00, Heidekraut 1,50, Runkelrüben 2,05, Pferdemöhren 4,50 per 50 Kilogr. ab Station: Wiesenheu 9,50—10,20, Kleeheu 11 — 12, Timoteeheu 11,30—11,75, Flegelsttoh 4,00 bis 4,60, Maschinenstroh 3,75—4,00, Preßsttoh 4,50 per 50 Kilogr. fr»i HauS. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front rege Fliegertättgkeit und zeitweise lebhafteSGeschützfeuer. Im Etsch-Tale wurden mehrere Ortschaften von einem feindlichen Luft- schiff mit Bomben belegt. — Südlich detz Stilfser Joches eroberte eines unserer alpinen Detachements die beherrschende Felsspitze der Hohen Schneid. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Ochcida- und PreSpa-See griffen die Franzosen abermals vcrgeblich an. £*r Stellvertreter des Chefs des Generalstabes-, von Höfer, Feldmarschalleutnarrt. Sfurmangriif dabeim! Worte zur sechsten Kriegsanleihe. Don Rudolph 2tratz. Draußen im Felde liegen sich kampfbereit die Heere gegenüber, nachdem wahnwitziger Dünkel und selbstmörderischer Hohn unserer Feinde die Großmut des deutschen Friedensangebotes beantwortet. Es ist die Stille vor dem Sturm. Die Welt hält den Atem an. Niemand kann wissen, wann und in welcher Richtung der neue deutsche Wetterstrahl flammen wird. Aber während an der Front der Schleier der Zukunft über dem Kommenden ruht, bereitet sich innen in Deutschland vor aller Augen eine große Frühjahrsoffensive vor. Das dürfen unsere Feinde nicht nur erfahren! Das sollen sie erfahren und werden es: den neuen, vielmillionenfachen Aufmarsch derer, die nicht Waffen tragen, mit ihrem Scherflein für das Vaterland und seine neue Kriegsanleihe. Das unerfreuliche Gedränge vor den : Lebensmittelläden ist längst abgestellt. Aber jetzt möchte jeder, der es mit Deutschland gut meint, gleich Faust sagen: „Solch ein Getümmel möcht' ich sehen, Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn." Ein Getümmel und einen Andrang überall in deutschen Landen, wo das Reich ruft, wo die Zeichnungen zur Kriegs- anleihe aufliegen, eine Menschenansammlung vor jedem Bankschalter, jeder Postanstalt, jeder Sparkasse, einen edlen Wettstreit, wer am raschesten, am ftohesten, nach seinen Mitteln am reichesten gibt. Das ist der Sturmangriff der Sparer daheim auf die sechste Kriegsanleihe! An der Front heißt es vor schwerem Werk: „Freiwillige vor!" Und so gut dieser Ruf nie ungehört verhallen wird, so lange es ein deutsches Heer gibt, so gut wird er daheim nie vergebens erklingen, so lange das deutsche Volk besteht! An diesem Sturmangriff der Kriegsanleihe daheim kann sich jeder als Freiwilliger beteiligen: der kleinste Bube kann die Trommel schlagen, die Frauen können mit ins Feld, die Madel können die Fahne schwingen, die Gebrechlichen und die Greise können in dieser Frühjahrsoffensive derjHeimat mitmarschieren. Das ist die schwerste und ernsteste Spanne Zeit des Krieges draußen, die stumme Stunde vor dem Sturm. Wer daheim mit seinem Zeichnungs- schein am Angriff auf den Feind teilnimmt, der schlägt nicht sein Leben in die Schanze wie die Helden an der Front, dem bedrohen nicht Maschinengewehre, Wolfsgruben und Flatterminen sein Augenlicht und seine geraden Glieder, der opfert nicht einmal seine Habe. Denn was er dem Daterlande gab, das gibt ihm das Vaterland reichlich wieder, in baren und höheren Werten. So soll es, wenn jetzt die Aufrufe für die neue Kriegsanleihe erscheinen, wie ein elektrischer Schlag in jeden fahren: Vorwärts! In Reih' und Glied! Da hinten, in der endlosen Linie, ist noch ein Platz frei! Das ist unserer! Da stell' dich hin! Wer seinen Zeichnungsschein unterschreibt, der verbrieft und besiegelt damit die Urkunde seines felsenfesten Glaubens an Deutschland! Der kann nachher getrost, ja stolz, von sich sagen: Auch ich Hab' meine verfluchte Pflicht und Schuldigkeit getan! Auch ich war beim Sturm dabei! Ich kann jedem anderen Deutschen frei ins Auge sehen! Ich Hab' mitgeholfen, zu siegen! Denn nochmals: wer Kriegsanleihe zeichnet, der tut damit nichts anderes, als daß er seiner unerschütterlichen Zuversicht auf den deutschen Sieg Ausdruck gibt! Und eben in dieser Zuversicht liegt der Sieg und im Sieg wieder die äußere und innere Belohnung für alle Opferwilligkeit. Es ist ein Kreislauf: wir brauchen das Geld zum Sieg, und durch den Sieg kriegen wir das Geld zurück. Don denen zurück, auf denen nicht nur ;bie Blutschuld, sondern auch die Geldschuld dieses furchtbaren Krieges erdrückend lastet — von unseren Feinden. Darum ist die deutsche Kriegsanleihe jetzt die beste Geldanlage der Welt, weil sie sich auf die unüberwindlichste Kraft der Welt, die deutschen Waffen stützt! Die Erde bebt, Throne stürzen, Länder zerschellen - aber die Welt ruht, nach Friedrich des Großen Ausspruch, nicht fester auf den Schulten: des Atlas als Deutschland auf seinem Heer. Wieviel Sorgen hat jetzt der, der in Friedenszeiten sein Geld in dem nun ringsum feindlichen Ausland anlegte! Wer es jetzt daheim an Kaiser und Reich leiht, geht sicher! Denn Deutschland kann ja nicht ärmer werden! Dafür sorgt, wie ein guter Freund, der angel- sächsische Erbfeind, der uns durch seine Blockade die Zufuhr von außen und damit die Zahlung nach außen sperrt. So kreist das Geld in Deutschland in sich selber wie das Blut in einem starken Körper. Rur daß der deutsche Riesenkörper jetzt, in der Anstrengung des Kampfes, tiefer atmet als sonst und daher die Blutwelle rascher und heißer umläuft. Aber ihre Menge bleibt die gleiche. Das deutsche Reich verliert nichts von seiner lebendigen Kraft. Deutfche Männer, Deutsche Trauen. ■Ter Weltkrieg drängt zur Entscheidung. Unsere Feinde haben ihre Absichten enthüllt. Wir sind ihnen dankbar, daß sie die letzte Maske fallen ließen, daß wir heute mehr denn je wißen, daß wir für den Bestand unseres Vaterlandes kämpfen für das Sein oder Nichtsein von Haus und Herd, von Weib und Kind. Jetzt gilt es alle Kräfte für dies Ziel einzusetzen und nichts zu unterlassen, was unsere Kraft in dem Völkerringen zu steigern und zu stärken vermag. Der Ankauf von Goldsachen durch die Reichsbank und der Verkauf von Juwelen ins neutrale Ausland durch die Diamandenregie gilt diesem Ziel. Cr stärkt den Goldschatz des Reiches. Er steigert unsere wirtschaftliche Leistnngs- fähigkeit. Er wird dazu beitragen, uns einen ehrenvollen Frieden und den Wiederaufbau der Friedenswirtschaft zu sichern. Das Opfer der Gold- und Juwelenabgabe, zu welcher die Reichsbank aufsordert, zählt — und das sei hier den mancherlei herumschleichenden Anzweifelungen gegenüber ausdrücklich festgestellt — zu den notwendigen Riiftungsarbeiten, mit denen wir gewillt sind, unseren Feinden entgegenzutreten und unseren Fahnen den Endsieg zu wahren. Das Gefühl der Notwendigkeit dieses Opfers erfüllt noch nicht alle Kreise unseres Volkes. Noch können wir zwar davon absehen, Goldschmuck und -gerät aufzurufen, dem ein hoher Kunstwert oder — wie alten durch Generationen aufbewahrten Familienstücken und den Trauringen der Lebenden — ein besonderer kulturhistorischer oder ethischer Wert innewohnt, aber für alles übrige muß auch hier rückhaltlose Opferfreudigkeit sich in des Vaterlandes Dienst stellen. Wie jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau sich heute, wo es den Kampf um des Deuschen Volkes Dasein gilt, draußen wie drinnen selbstlos und selbstverständlich in die Reihe der Kämpfer stellt und längst von dem Wahn geheilt ist, auf den einzelnen komme es nicht an, so ist es auch hier not, daß jedes Goldstück, jedes Schmuckstück und Gerät, von dem sich weitherzigste Opferwilligkeit zu trennen vermag, den Kampf für das Vaterland mitkämpft. Wir brauchen heiße Herzen und offene Hände. Frauen und Männer Deutschlands! Zeigt eure Opferbereitschaft. Laßt euch in dem gesunden Bewußtsein, daß des Deutschen Volkes schwerste Zeit von euch verlangt, auch an dieser Stelle eure Hilfe zu spenden ***** machen durch Jene, denen das geforderte i>fützmg, 25 3Jhnn \ c nem schneidig dm, Hein r Rhone kanL^ fignb. 3m Lujtkon'pj ' «nd iche ft/ufljrug Le stlii Hcmssroi Prinz! In einigen Äl w d'n Aorlag^n. und am Ltoctvd l UN 25 Russin ge> All