imüff l» Den, \S* t: 1052a 15000 35354 12471 6735 SW. I < y anzcigenprci? 20 pfa. die 44 mm breite Petitzcil e, für Auswärts 30 Pfg. Die 00 m m breire R e k l a m e - Z c i l e 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabnu kommt bei Ueberichreilung deSZahluugü- zieles (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorichristen ohne Verbindlichkeit. Truck der Gießencr Vcrlagsdruckcrei, Albin Mein. Nr. 2:j. Telephon SHr. 302. Sonmag, den 18. März 1917 Telephon Nr. 302. 29 Jcchrg. An dauern de Kämpfe in der Champagne, feindliche Mißerfolge in Mazedonien. Amtlich- mttiH Qgrrbmcdtr. wtb Großes Hauptquartier 15. März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Regcnweiter blieb das Artillcriefeucr in den *, oes Staats, her meisten Abschnitten gering. — In der Champagne kamen duWn nicht oder nickt c>>! französische Angriffe auf dem Nordwesthang der Höhe 185, südlich von Ripont, in unserem Vernichtungsfeuer bleibtimEigentum derPu nicht zur Entwicklung. — Eekundungsvorstöße lm Som- ^erwallung. Ueber sein megebtet und auf oem Westufec der Maas, wo eine französische Feldwache südlich von Cumier.es durch forsches Zupacken bei hellem Tage aufgehoben wurde, brachten uns eine Anzahl Gefangene ein. Oestlicher Kriegsschauplatz. Frovt des Generalfeldmarfchalls Prinz Leopold von Bayern. Bei Witoniez und bei Jamnica südlich des Dnjestc wurden Unternehmungen von Stoßtrupps erfolgreich durchgeführt. Ueber 100 Gefangene und mehrere Maschinengewehre und Minenwerfer konnten zurückgeb.acht werden. Mazedonische Front em geplanten Zweck übe! >erseme anderweite Verwenl ^ beschließt der Provinz» der Einkünfte für der ...der ^ovinzialausschch hahrlich Rechenschastsberich! >mt wird,, auch für. die dm! maßgebend.fein. Auf beiden Usern des Prespa-Sees und nördlich £ °uch flcftern die Franzosen starke °n den Vorlagen ?um'Ängriff Ä:^en^Mib°rf°,g wie ?täftc mit oem ßieiu;; Angriff K Prna und Doiran-See wurden kleinere Angriffe der übrigen Gntentetcuppen abgewiesen. Der erste Generalquartiermeister: Luden d orsf. e GMWnsche der Ob ztaldtrelior Geheimecat l/ltf " ' " zier GroWzoy! hherzog und Herr! . lte ich, die untertänigsten E u dem Tag huldvollst entße, -e Königliche Hoheit auf Klicken. Die Wünsche fom Vorfahren schon zuBegm wtb. Berlin, 1*- März, abends. Vom Westen und RNMKL^stcn ist nichts Besonderes gemeldet, ten alten (Bitten und Eebri * harter, ehrlicher Weit ge «angeftamwten^enich-ri iod von Gesch'rcht zu« -ies-r B-völkerM« chm. iolst, dm Eu«m » ‘ auch smnsiill'g zum A«. reuer Erumermg « « - eil während■ 8*f in dem BewuWM m der nSbedurstnh wb. Großes Hauptquartier, 16. Mürz 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Keine größeren Kampfhandlungen. Im Ancre-Gebict, beiderseits der Somme, zwischen Avre und Oise Vorfcldgefechte, bei denen Gefangene eingebracht wurden. Auch bei Arras, in den Argonnen, i; n MH M auf dem Ostufer der Maas, bei der Chambrettes Fe. Si'frhiis ist, neben > und im Walde von Apcemont, sowie nördlich des 2ftiftM mit bem 13. S Wein-Marnekanals gelang es unseren Stoßtrupps 4 * 06 er{effii<^ 3Ä un !!ii Offiziere, über 50 Mann und einige Maschinengewehre x einen ProvinMlson QU g ^n feindlichen Gräben zu holen. ll, ^d^mit dem Krieg i,i> Oestlicher K riegs schauplatz. Klagen unbSchäden ewc ^eu einsetzendem Frostwetter nichts von Belang. uni Mazedonische Front. MnT & Starke französische Kräfte griffen tagsüber wieder- Usfen innigster a» i j ()P ^ un | ect - Stellungen nordwestlich und nördlich von allerhöchstZukunftMonastic mte seitheriou'^H^j H an. Westlich von Nizopole drang der Feind in geringer Breite in den vordersten Graben, im üb rigen scheiterten die durch heftige Feuerwellen eingelci- teten Angriffe an der vortrefflichen Haltunn der Grabenbesatzung und dem wirkungsvollen Abwehrfeuer der Artillerie. — Zwischen Ochctda- und Prespasee sind ebenfalls nach starkem Feuer erfolgende Vorstöße der Franzosen abgewiesen worden. Der Erste Generalquartie:meistec : Lu-dendorff. 9 wtb. Berlin, 16 März, abends. Im Westen und Osten nur vereinzelt lebhaftere Gefechtstätigkeit. » wtb. Großes Hauptquartier, 17.März 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Kanal von La Baffee und der Anere lebhafte Feuertätigkeit. An mehreren Stellen sind englische El.ku?idungstruppen zurückgewiesen worden. — Zwischen Sailly und dem St. Pierxe Baust Walde hoben englische, ^ 0^01 Beauvraignes und Lossigny französische Abteilunaen in Grab'N, die von uns planmäß'.g ten — In der Champagne zeitweilig starkes Artillerie- seilex. Der Vorstoß einer französischen Kompagnie westlich von Tahure scheiterte. Zwischen Maas und Mosel holten unsere Stoßtrupps an vier verschiedenen Punk- !cn Gsfonk7pnp ons. den feindlichen Linien. Bei einem Unsere Flieger brachten durch Lustangnffe 4 Fesselballons der Gegner brennend zum Absturz. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Mazedonische Front. Nördlich von Monastic sind neue Kämpfe int Gange — Oeststch des Doiransces hat ein englisches Bataillon den vor unserer Sicherungslinie liegenden Bahnhof Poroj besetzt. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Der zeichnet Kriegsanleihe, weil Lesih und Arbeit in einem sieghaften Deutschland gesegnet sein werdender mit dem Wohtergrk/rn des .Vaterlandes aufs engste verknüpft sind- <%> der fiel der den Schutz b:x Heimat und zufriedene Arbeiter braucht- der seine Einkommensquellen von einem starken Vaterland beschirmt haben niuß- das das die Früchte seiner Arbeit nicht der Zerstörung durch rücksichtslose Feinde preisgeben will- die in dem ungestümen Streben nach allem/ was groß und edel ist- Alle zeichnen die 6. Kriegsankeihe, well sie Herz und Verstand zugleich haben. ''"iHmiiiiilül IIIIIIIIIIIIIIIU10I wtb. Berlin, 17. März, abends. An der Artois- Front, von der Avre bis zur Oise und auf dem östlichen Maasufec zeitweilig lebhafte Gefechtstätigkeit. Im Osten bei anhaltender Kälte nichts Besonderes. — In Mazedonien wurden französische Angriffe zwischen Ochrida und Prespa-See, sowie nocdmesttlch von Monastie abgewiesen; nördlich der Stadt wurde abends noch gekämpft. * Oeslerreicft'UNganscde Cagesbericfm. wtb. Ulleit, 15. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz Hceressront des Generaloberst Erzherzog Joseph. Außer stellenweise llbtzast-r Artillerieräiigkeit keine Ereignisse von Belang- Front des Gencralfeldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern. Nördlich von Stanislan und südlich Solotwin brachten unsere Stoßtrupps von erfolgreichen Unternehmungen 105 Gefangene, 5 Maschinengewehre und 1 NUnenwerfec zurück. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Artilleriekampf lebte an einzelnen Frontabschnitten wieder auf. An unserer Front nördlich von Asiago drangen heute früh Abteilungen des Jnfantecie- Negiments Nr. 27 durch Schneetunnels in die feindlichen Gräben östlich des Monte Focdo ein, zerstörten die Unterstände, fügten den Italienern ansehnliche blutige Verluste zu, erbeuteten 2 Maschinengewehre und machten 22 Alpinis zu Gefangenen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Bojusa keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des GenecalstabeS: von Höfer, Generalfeidmarschalleutnant. 9 wtb. Wien. 16. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts zu melden. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern abend stand dcr Raum von Kostanjevica unter stärkerem Gcschützfeuer. Etn darauf folgender Angriff der Italiener wurde vor der Ortschaft abgeschlagen. Im Karstabschnitt herrschte rege Fltegertätig- keit. An der Tiroler Frcnt beschossen weittragende Geschütze Arco Billa Lagacina. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Am Ochrida- und Prespasee Geschützkampf uud vereinzelte Feindvorstöße die vereitelt wurden. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Fe^dmacschalleutnant. 9 Wtb mn t 17. März 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich des Oitoz Passes, westlich von Solotwina und südwestlich von Stanislau wurden russische Vorstöße avgeschlagen. In den Waldkarpathen von Erfolg begleitete Palrouillenarbeit. Nördlich des Dnjestc bei beträchtlicher Kälte geringe Kampftätigkeit. Italic ui sch er Kriegsschauplatz. Auf der Costabella eroberten unsere Truppen die am 4 3. verlorene Vorstellung zurück, nahmen 3 Offiziere und 34 Alpini gefangen und erbeuteten 2 Maschtnen- gewehre. ^ Südöstlicher Kriegsschauplatz. Aus Albanien nichts zu melden. Der Stellmrireter des Ehefs des Generalstabs: von H ö s e r, Feldmarschalleuinant. Werrsivgeilt. Unsere Kriegslasten stehen erst dann im rechten Licht, wenn w-.r sic in Vergleich setzen mit unseren Kraftquellen und den Lasten der Feinde. Unsere Geld- wirtscyaft hot den Stürmen des Kriegs getrotzt, sie wird auch drn künftigen Anforderungen standhalten. Zwar steht dahin, ob Begeisterung und Opfer- fceude der ersten Kriegszeit, das tcutzige Zusammen, stehen aus der Stunde d;.r. Gefahr hinüberzucetten seien in die Zeit des Friedens. Aber was zweifellos als Gewinn aus schwerer Heimsuchung uns bewahrt bleiben wird, das ist der geläuterte Ernst der Lebensauf- fassang, die Arbeitsamkeit und Betriebsamkeit, die gespornte deutsche Erfindungsgabe und Ocganisationskunst, das deutsche Volksvermögcn mit seinen reichen Einkommensquellen, von denen freilich manche neu erschlossen und neu gefaßt werden müssen. Eine ausreichende Kriegsentschädigung wird uns die Neuordnung der wirtschaftlichen Dinge erleichtern. Mit ihr werden wir reicher, ohne sie ärmer, aber nicht wirtichaflsunfähig sein. Die Aussichten für eine solche Entschädigung steigen natürlicherweise in dem Maße, (Fortsetzung auf der 4. Seite). \ Arrshirngerri unmöglich. ^ " tuw ist nod) niemanv Hungers gestorben. In der feindlichen Presse finden sich nur noch ganz vereinzelte Stimmen, die an die Möglichkeit der Aushungerung Deutschlands glauben. So frohlockt die französische Zeitung „L'Heure": „Nur etwas Geduld, und wir haben sie, denn sie haben kaum noch etwas zu knabbern!" „Rappel' dagegen glaubt besorgt fest- stellen zu müssen: „Deutschland ist nicht durch Aushungerung, sondern nur durch Waffengewalt *u besiegen. Man muß dem französischen Volk die Wahrheit sagen, statt ihm fortwährend falsche Illusionen zu machen." England glaubt nicht «chr an unsere Aushungerung ^ Es gibt sich diesen Hoffnungen, von denen die ,>ranzosen nun schon seit zweieinhalb Jahren leben, langst nicht mehr hin. In England weiß man. daß die deutsche Dolkswirtschast sich durch Heranziehung 5 im r« Laubes anb seiner mitteleuropäischen Hilssländer auf alle Mög-rchkeiren. selbst für die längste Kriegsdauer, vorbeii-itet hat Uno eher sucht man hier, wo man jetzt selbst vor Lebensmitrelschwierigkeiten stebt. wie Deutschland sic inzwischen durch Organisation zu überwinden gelernt hat. das deutsche Beispiel nachz r- ahmen. Fragt sich nur. ob di^s möglich ist. England nicht auch hier wieder zu spät kommt? Sehr bemerkenswert erscheint, daß Levitard Spray, der Nvttcr- damer Sonderberichterstatter des ..Daily Telegraph". der seit ungefähr zehn Monaten täglich von der deutschen Hungersnot zu bericbten wußte, auf einmal den Ton völlig geändert hat Er führt neuerdings in seinem Blatte aus: ..Die ganze deutsche Darstellung über die wirtschaftlichen Nöte in Deutschland ist nur bestimmt, das Mitgefühl weichherziger Neutraler auSzulvsen Die jüngsten Informationen über die deutschen LebenSmittelhilfsguellen. sowohl die augenblicklichen, als auch die zu erwartenden, bestätigen das. Hwar ist es durchaus wahr, daß die Bevölkerung mit Lebensmitteln auszukommen hat. die sie in ffricdenszeiten als halb«? Hungerrationen an- fehen würde Aber bisher ist noch niemand Hungers gestorben, und dies wird wahrscheinlich auch nicht geschehen. TeMschland ist kein Land dessen Zivilbevölkerung hungere oder nur halb satt gemacht zu werden braucht E» hat innerhalb seiner Grenzen, wenn auch nicht einen Uebersluß. so doch durchaus genügende Nal>rungsmittel Deutschlanl hat genug. um seinen Einwohnern «ne angemessene Lebensführung zu ermöglichen, und könirte das auch tun. ohne ,tch den Gefahren auszusetzen, welche eine Verlängerung des Krieges über alle vernünftigen Berechnungen hinan- mit sich bringen könnten." Für viele kleingläubige und bedenkliche Gemüter, die in den unvermeidlichen Unbequemlichkeiten des tag Uchen Lebens grundlos schwere Gefahren erblicken wird btcfe Feststellung ernster feindlicher Blätter, die ihre eigenen Länder vor einem Ernst der Lage hinsichtlich der LebenSmittelschwieoigkeiten sehen, die wir längst überwunden haben, einr» erwünschte Herzstär kung sein. und läßt die öffentliche ^tEkruug durch die Presse verheizen und in gespanntester Erwartung und Aufregung halten. Diese Aufgabe besorgt die Presse gründlich. Sie har Uebung darin. Nun gehr die Kriegshetze aufS ganze. Die Bewaffnung der Handelsschiffe wird als sicher hingestellr. deren Schutz und Geleit durch Kriegsschiffe als beschlossene Sache behandelt. Der Zweck ist durchsichtig. Da jedermann in der ganzen Welt weiß, daß wir uns durch nichts, auch nicht durch Mister Wilsons KriegSgeschrci und gepanzerte Faust, vom U-Boorkrieg und der Seesperre abbringen lassen, weiß jedermann des weiteren, daß der „Kriegsfall-, die Versenkung eines amerikanischen Handelsschiffes im Sperrgebiet, nur eine Frage von Tagen ist. sobald solche sich in die Sperrzone wagen. „ Die Presse schreibt, als ob der Krieg unvermeidlich wäre: denn Wilson will den Krieg. Aber sie schildert Ole Lage so. als ob die Entscheidung nicht von ihm selbst, sondern von anderen Machtfakroren abhänge. Denn Wilsone U-Boorabwehr. Bewaffnete Haudelsschsfsc Unter Kriegsschiff- deglcßkung Kriegshetze und Tttrmnung-mache wuchern üppig in Amerika. Das Land ist uon heftiger Erregung aufgewühlt. Der Umfall der Oppositionellen Senats ren war ein Triump i von Wilsons KrlegSpglitil Nun glaubt der Präsident sich dicht vorm Ziele seiner englandfreundlichen Wünsche und Bestrebungen, die große KrifiS. die Ob brukrton im Senat, fühlt er über standen, und eifrig sciürt er weiter den Brand, der die Kr legSf lammen über Amerika peitschen soll. Aber schlauer ist er geworden. Der Widerstand, der ihm persönlich gegolten, als er persönlich mit aller Macht :n dem Streit um .Krieg und Frieden hervortrat. hat ihn gewitzigt Er schützt Krankheit vor Wilson fürchtet die Verantwortung Der Vorwand, ein Gesetz von 1819 verbiete den Handelsschiffen bewaffneten Widerstand gegen Kriegsschiffe ernes nicht-feindlichen Staates, und der andere Vorwand. ein anderes altes Gesetz verbiete die lleber- lassung von Kanonen und Kanonieren an private Unternehmer. waren sehr gekünstelte Nückzugsmanöoer, durch die der in Worten so schneidige Präsident uni Entscheidung und Verantwortung zaudernd und ängstlich sich herumgedrückr hat. Nun ihm dies geglückt war. ließ er durch seine Leibjuristen schleunigst das Gutachten fabrizieren, solche alten Gesetze hätten gegenüber den ganz anders gearteten modernen Verhältnissen keine Gültigkeit. (5r hütet sich aber iveiSlich, selbst die Konsequenz zu ziehen und selbst zu handeln. Er gedenkt der ^^!)otsopposirion und wahrt sein Ansehen vor weiteren Blößen. Er schiebt Voll und Kongreß die Verantwortung zu. „^.er Kongreß" wird Bewaffnung und Kriegsschiffgeleil der Handelsschiffe durchführen: „die öffentliche Mei- nnng" ist durch den Zimmermann-Bvief nervös und aufgeregt worden und betrachtet sie als Neutralitätsverletzungen : so verkünden die Zeitungen und bringen ipaltenlange Reuterlügen. ba^r^cutschland widerhalle von Haßgesängen gegen Co macht man Stimmung für den Kru'g Alle feindlichen Länder boten dieses selbe Bild, alv sic dicht vor der Kriegserklärung an uns standen. trotzdem aber, trotz dieser schlauen, hitzigen Bearbeitung wünscht das Volt die KriegscrLlärung nicht. ie amerikanische Presse ist die Stimme Wilsons und Englands. ^.,e Stimme des amerikanischen Volkes ist sic nicht. Aber das englische, das russische, das italienische das rumänische Volk haben den Krieg auch nicht gewollt. Nur die Negierungen und gewisse biriiW«'-' maHt-on tb« -'*• ^ v v »Ujir tl N)N. Wird in Amerika dieses Schauspiel sich wiederholen ? Wilson trifft Vorbereitungen für jede Möglichkeit im größten Umfang und hat zudem den Kongreß zu einer außerordentlichen Session für den ld. März cinderufen. Vielleicht bringt dieser Tag Klarl-eit. Vielleicht dauert die Unbestimmtheit und gespannte Erwartung noch länger. Denn immer nur das eine ist bis jetzt klar und sicher: daß Wilson ebenso schnell bereit ist mit dem Wort, wie langsam mit der Tat. Ob dies Klugheit ist oder Aengstlichkeir. wird die Zukunft lehren. K. B berechtigt sein würde, tut ein deutsches U-Boot foftt zn feuern, sobald eä sichtet würde. ™ Wilsons Anjst vor Meriko Die Lage in Meriko vird beunruhigend. In W» shington eingelaufene Nahrichten besagen, daß gr heimc Versammlungen^von in Meriko ansässigen odei aus den Vereinigten Sraatcn eingetroffenen Deutsche» in Veracruz und Monrerey rast täglich startfinden. I, der Nähe der Stadt Mexiko wurde kürzlich eine feC starke guitfenftation errichtet. Ke direkt mit DeutschloM verkehrt. Die Washingtoner Regierung gab Jnsrru rionen (!>. alle deutschen Treibereien zu bekämpfe» und bereiter sich auf alle Fäle vor. Friedenspropaganda in Amerika Das Pariser SensationSbla.r „Mann" meldet auf Newyork .Lif amerikanischen tzostbehördett lassen dir rn großer Zahl tm Umlauf befndlichen vazifisti 1 “ l ' n Postkarten beschlagnahmen und vernichten frrin&M+ez. Der "Vent Parlsien teilt rntr. daß die französisch» Negierung beschlossen hat, aus Staatsmitteln den Wib und Waisen von Mcher^ weifte durch die loo pcdierung ihrer Loole umS Leben gekommen sin!» Ein' P«"sw" auszuzahien und den Wert des iorp»' ^i'ck>er,ahrzeuge» zu »setzen Dadurch soll«, d'- Fischer ermuntert werden, trotz )eS verschärft« n«Sm In Cflr ,m® CtDe , rf ’ t ou*juübf n, damit die Be nicht Mangel an frischen Seefis-tien, letzt ern Hauptnahrung-mittel seien, leide Rußtaud vor einer Katastrophe äunsrr trofc «etreldereichtumi Amerikanische U-Boot-Angst Reuter meldet, daß nach Ansicht des Staarsdepar temcnts ein bewaffnetes amerikanisches Handelsschiff )m russischen Reichsrat brachte der Präsident des Gukschlow im Namen von ,;c initfltieber" best Reichorater- eine Jnkerpellarton über dir LebenSmittelverivrgung ein Er führt« aus! üiri.? /ungem bekanntr Trsorganisation der ?°br nun solche formen an. ™‘ n ' l ,e droh« zu einem StaalSunglück zu werden -o wie gegenwärtig die Versorgung de» Lander- und Heeres mit Lebene-mitteln erfolg-, Inüne der ,itrleg mit einer Katastrophe für Rußland cnbtn. 3 ° S Wc,rfi>f wir» nicht i»rilritwrurBerl Getrcidevorräke von Faul- nu- bedroht, Mitte Februar leidet da-> Land unter Mangel an Brennmaterial. Viele Mühlen mflitV« £>en Betrieb wegen Mangel an Brennmaterial einstel- len Trotz aller Versicherungen der Negierung ist eine Besserung ln den Zuständen noch nicht eiiigetreten. Tie Kluft zwischen Regierung uitt Volk untergrübt ba« Reich. Zersetzung^ *** Wat)V ' ^ ninh dieses Zustandes der Gutfchkow verlangte oon der Negierung Abäilie um dem gänzlichen Verfall des Verkehrswesens dadurch der Zermürbung der ww WP Utärischen Kraft Rußloub^^^^^en ^ie rnüpfr an seine Rede die .Angriffe gegen die Regierung, ein Blatt erklärt, die einzige richtige Antwort der Reateruna > u r ü ck z u t r e t e n. alttifmtM- ÖCrtft nid,t f ’° ran 5if blf ' bt bfi Kugeln statt Zn Moskau und Petersburg uno in ar\btr*~ Städten mit starker Arbeiterbevölkerung herrscht be. kanntlich seit geraumer Zeit wieder eine Periode ge» jährlichster Gährung. »mb die revolutionäre Stimmung der Massen hat sich in argen Hungerkrawallen Lust gemacht. Ter Diktator von Petersburg hat nun die echt- russische 'Abwehrmaßregel ergriffen: er verkündet da« schärfste Einschreiten des Militärs gegen h,»ngerndes Zb auf die Dauer Hunger mir Blei zu kurieren nt/ Selbst für Rußland scheint dies nicht sehr wahr-. schetnlich. 4 $ Die Vereinigten Staaten als Seemacht inb. Wenngleich die Kriegsmarine der Union noch lucht Gelegenhclt hanc, sich jemals in einer großen Schlacht auf hoher See gegen einen edenbürtigen Gegner »u erproben die amerikanischen Sccsiege von Cavite und Santiage de Gula kommen wegen der Minderwertig, kcit der spanischen Geschwader nicht in Betracht — so ha. ben die amerikanischeil Seeleute doch schon wiederholt Proben ihrer Ckriegsflotte muß wohl die nur sehr geringe Zahl von als AufklärungSeinheitcn verwendbaren Kreuzern bezeichnet werden, »in Mangel, der sich mehr suhlbar mach«: würde. jOtwi Amerika in einem größeren Seekrieg aus sich fcfbft gestellt sein würde. Auch soll die Ausbildung der Unter» seewaffe vollkommen auf der Höhe stehen. Die Wichtigkeit ihrer Seemachtstellung erkennend, haben die Vereinigten Staaten ein neues, sehr großzügiges Flottcnbauprogramm entworfen, nach dem in den nächsten drei Jabrcn 10 Schlachischisse, 6 Schlachtkreuzer. 10 Aus- klärungskreuzer. 15 Zerstörer und 100 U-Boore in Bau gegeben werden sollen: die Schlachtschissc und Schlachtkreuzer hätten hierbei alles Dagcwesene weit zu über- tt eff eit, indem crstcre bei cinr Wasservrdrängung von etwa 40 000 Tonnen mit je zedii 40-Zennmctcr-Geschüyen alS Hauptbcstückung armiert, während letztere bei einem De- Placement von 16 000 Tonnen ^-Zentimeter-Geschütze er- halrcii sollen. Jedenfalls liegt dieses Flonenprogramm noch in der Ferne und die auf Grund dieses in Bau gegebenen UeberdreatnougSiS konnten erst nach Jahren m den Kampf treten. ^ Gegenwärtig besitzt d»c Kriegsmarine der Union 17 Cchlachtfchrsfe dcS Dreadnoughts und Uebe^dreadnought- tin\ wovon sich allerdings drei UeberdreadnoughtS von je 32 000 Tonnen erst auf Stapel befinden. Fcrng sind sechs UeberdreadnoughtS von je 28 000 biS 32 000 Tonnen Waffervcrdrängugn und einer Hauprarmicrnng von zu> sammen <>4 35.6'Zenlimcter-Geschüyen. ferner acht Dreadnoughts von 18 000 bis 28 000 Tonnen Sasserverdran. gung mit einer Hauptdefrückung von zusammen 80 Zentimelcr'Geschützen. Ferner kommen noch elf der Halb« dreadnoughtspcriode angehörige, ziemlich stark armierte Schlachtschiffe in Betracht. Schlachtkreuzer sind »n der amerikanischen Kriegsmarine derzeit keine vorhanden und auch die vorhandenen 13 Panzerkreuzer sind schon n bi i 14 Jahre ah und haben feine große Kampfkraft. Auch die Zahl der flinken Kreuzer ist. wie schon gesagt, sehr gering, es sind ihrer nur drei vorhanden Die Torpedoflotte Amerikas seht sich zusammen aus etwa 70 Torpedoboots. Zerstörern, etwa 20 Porpedodooteu uno erwa 20 U-Bso- teti Das hier aufgezählte schwimmende Material per* leibt der amerikamstden Hlotte den denen Renrg uncr den Sc c machen. Für den Fall eines Seekrieges der Hereinigten Staa^ ,en mi, Deurschland würde bei dem gegenwtrli,«, S„n»e des Wcttr,e«eö weniger die aNerdtnzs sepr achkun-öaebie- irndr Dreadnoug-rsflotte deö erste ren Sraares als dessen leichte Ätrnkradr von S.nslus, sr,n. Denn während st» dir cchlochlstonen bchu,s Permeidung der ihnen durch Minen und llnterscebooir drobendrn Gefahren zumeist km i ' ä,,n bal,,n ' ^tigr England eine «enge ?°"^^cuz«rn. um d,e deutschen auf di. englisch.» , ^"^kchlstc ^aqd machenden Hilfskreuzer zu bekämpfen. tiL C ' nC 2 r °®' 3flbl bon S-tttör.r° un» »e kampsungöfabneugen der drurschen lUBoot«. «erade in «ch«t u«d Ernst. Fügerstolz. ,lur ich haß' mal in drei 5a«en Hafen geschossen." * 5d ich doch rund 1006 sTgen." id? ni< ^ L Meinst, ist Witt wegen einem V-ien ;um Lügner werden!" Fe nachdem .«u». wie schmeck, »ir die Zi,»ir»k' 'ine >ei " f ** ®* m ^ wenn »,< bfÖf " * tei,nbt nxrben »ft dt« »itterswn --d DP ' jn der ®° j.che; iW «*•" 2 i t Londo"e> z ^ . Ken^burg- ern ften ,.1 zu »'s-'«' *>* 7' b°h"b-- 6 ‘ 3 tr h°«n «f« lT1Tnen - : stn Unruh-" u' '' ^ung--^'° ",, n Kohle" > Sä* jit SiniSdru"!! ^ Die Deisetzu 3a LürtttinbergsHm SÄ L^riedhofe Kranzspenden bet MttjA jrn entgegen. Als «erw Vertretern der übrigen ■ prfuftljfte l-esanbie Frrih wn Ein Vertreter des ! und ein Vertreter des Kl schm Luftsahrtruppen wai Krak^^^den riederlegtet zwei große ZeppelinrU^ schvoder und entboten dei letzten Gruß. Um die 2 Glocken aller Kirchen der < uni N die Königin mit mehr ltchen Hauses erschienen Trauerdersammluna, die si voll geschmückten taApu** wurden nt Z Hossmann hielt die der Aone: .Ich ist' rann w jomilie Zepp klnen desonde ^ebet und l Eönig gefolgt eine Bat! «on grl Essttz worden V°uerfeifr. 'chnuck. .'Irie ftuten find genugi«m *4; ‘■•»i, »•% ' " t!S- % ew f e, %n MT « e ttoff rt J u ut^cn .°Tfen ssss Q m 30t. ^ 1 ®Qti n » ashjft; '.rb pSftgjSS :> C"s ,s 5 *« 8 *« N».'. '^lchtvkn? VPHk e ^ e ^ r ^ ibenl dt cv„ f Warnen von Äs*»* UL-.! R»3 "terbrsör-eri. Von K^z «e Mühlen miiss« rennmaterial einfiel: «»«gtetunB ifi eint >«) nichl emgetcetec $tlt untcrgkii-t b'-kses AAlldes ^ r Regierung Abhilfe. IDWW Mi beugen. an seine Rede die egierung. ein Bla« Dort der Reqiernny Kie bleibt bei ihrem g UNO ^ ander»» IFevung herrscht beer eine Periode gd lutionäre l§timMNg lngerkramllen Luft hat nun die echk- : n verkündet ba4 gegen hungerndes Mst: »itt-rs«» MUitür gegku Bott tu Petersburg Ter Kommandant dr Petersburger Truppen. (General Khawaloff, macht ln einer Proklamation bekannt : Infolge der wruhen in den letzten Tagen, der Gewalttätigkeiten utd der versuchten Angriffe auf Soldaten und Polizei pnd der trotz des Verbotes in dcn Straßen abgehaltffren Versammlungen, wird die Bevölkerung darauf arsmerkfam gemacht, daß die Truppen Befehl haben, vor der Waffe Gebrauch zu machen und vor keiner Mafregel zurückzuschrecken, um die Lrdnung in der Hau-tstadt aufrecht zu erhalten Tie Zeitungen scheinen nicht. Tie Straßenbahnen sind außer BettteH. ^ * Hungerrevolte: Tote ans beiden Seiten. Tie Londoner Blätter berichten nach Meldungen aus Petersburg, daß es dort durch die große Nahrungsmittelnot zr ernsten Ausschreitungen gekommen ist Zwischen Svdaten und der demonstrierenden Bevölkerung kam /s zu heftigen Zusammenstößen, wo- b^'i es auf beiden Seiten mehrere Verwundete und Aare gab. Nach weiteren Meldungen hängt die Einstellung drs Straß en bah n betriebet ebenfalls mir diesen llnruhen zusammen. Tae Erscheinen der Zeitungen ist verboten pordcn. ES herrscht vollkommene Anarchie in der .Hauptstadt, jo daß sich niemand aus die Straße wagt. Tie Hungersnot wird noch durch den völligen Mangel an Kohlen verschärft. Dazu tontrru der epidemisch cnrftretende Flecktyphus, der bereite Opfer in erschreckender Höhe gefordert Hai. Fm Gelreidetanv Rußland täglich t4lt Gramm Brot. Tic Einführung der Brotkarte mir einer Tage^- ratton von 140 Gramm wurde für die russische Hauptstadt Petersburg beschlossen. Sie soll innerhalb zehn Pagen in Kraft treten. Außerdem iverden wiederhol: die Personenzüge für eine ganze Woche unterdrückt um den Lebensmitteltransport zu steigern. Die Beisetzung Zeppelins. In Württembergs Hauptstadt fanö am Montag die Beisetzung der sterblichen lleberrefie des Grafen Zeppelin statt. Tie Familienangehörigen fanden sich vormittags 11 Uhr in dem würdig geschmückten Empfongs- raum des Prag-Friedhofs ein und nahmen dort die .Kranzspenden der zahlreichen militärischen Abordnungen entgegen. Als Vertreter des Kaisers war neben Vertretern der übrigen Monarchen des Reiches der preußische Gesandte Freiherr von Seckendorfs erschienen. Ein Vertreter des k. und k. Kriegsministeriums und ein Vertreter des Kommandanten der österreichischen Luftfahrtrrrppen waren auch erschienen, die beide .iiran^'venden niederlegten- zwei gro&e ^ZeppelinÄvE- schwebten über der Stadt schwader und entboten dem BezwingÄ*^5. ? ^^6 ^ r geletzten Gruß. Um die Mittagsstunde begannen ine Glocken aller Kirchen der Stadt zu läuten. Ter König und die Königin mit mehreren Mtgltedern dce königlichen Hauses erschienen persönlich inmitten der Trauerversammlung, die sich um 12 Uhr in der prachtvoll geschmückten Frtevhofskapelle Zusammenfand. Nachrufe wurden nicht gesprochen. Hofprediger T. Hosfmann hielt die Gedächtnisrede unter Zugrundelegung der Wc ist." iorte: ,Hch muß wirken, solange es Tag Tann wurde der Sarg zum Erbbegräbnis der Familie Zeppelin geleitet, das von der Sladtgemeindc einen besonders schönen Schmuck erhalten hatte. Nach Gebet und Einsegnung am Grabe, wohin auch der König gefolgt war, feuerten ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Feldartillerie den Ehrensalut. Von Friedrichshafen war ein Sonderzug abgelassen worden, der Hunderte von Beamten und Arbeitern der Zeppelinwrrft hierherführte. Gewaltig war die Teilnahme der Stuttgarter Bevölkerung an der Trauerfeier. Diele Privatgebäude trugen Trauer- schmuck. & .st ^ Allgemeine Kriegsnachrichten. JOpans Haß gegen Amerik«. Das italienische Svzialistenblatt „Avanti" verös- senrttcht eirren Brief, datiert Nanking (China), den 20. Zonuar, in dem die Lage in Ostasien als sehr ernst dargestellt wird. Tenn der dem japanischen Volke ein geimpfte Hatz gegen Amerika nehme immer ^drohendere Gestalt am Ter Korrespondent führt dabei einen Artikel des bekannten japanischen Publizisten Hirarw an. worin das unbedingte Recht Japans auf Sir Herrschaft in Ostasien dargetan und der Krieg Kegen Amerika als unvermeidlich bezeichnet wird. Neulich fei zwar der Amerikaner Gary, der Hröfldent der „United Staates Steel Company", auf mner Geschäftsreise in Japan gewesen und habe die des japanisch-amerikanischen Krieges absurd ge- ■tatmt, aber Gary täusche sich oder aber gebe sich den Anschein, nicht zu wissen, daß zwischen Amerika und iIapan nur die Waffen entscheiden können. Me kommen nicht mehr aus die Kosten. Ter Zenttalkongreß der französischen Reeder be- «aate, daß seit einem Jahre der U-Bootkrreg dre Seeversicherungen derart in die Höhe getrieben habe. Laß trotz der augenblicklichen ungeheuren ^racytpreise die Reeder nicht mehr auf die Kosten kämen. ^>o fei kürzlich für einen Kohlendampfer von England nacy Frankreich eine Seeversicherung von liOOüi, Frank verlangt worden, während der T a x w e r r der Fracht nicht 60000 Frank überstiegen habe. Tieie Umstände müßten zur Lahmlegung der gesamten Han- vklsslotte und in deren Gefolge zu Ilange! und Neuerung führen. Bagdad von den Engländern besetzt. scheu, am Dienstag den Diala Überschritten. Aus dem rechten Ufer richteten wir an der Tigrisbrücke unterhalb der Mündung des Tiala einen starken Posten ein. Eine starke Abteilung marschierte auf dem rechten Ufer sttomaufwärtö. wnd den Feind sechs Meilen südöstlich von Bagdad und trieb ihn zwei Meilen zurück. Wir erzwangen den Uebergang über den Tiala am Freitag und rückten vier Meilen in der Richtung auf Bagdad vor. llnsere Srreitkräfte auf dem rechten User warfen den Feind auö der zlveiten Stellung und schlugen auf dem genommenen Gelänge ein r.'ager aus. ES herrschten Sandstürme und heftiger Wiud. Wir drängten die Türken am Sonnabend drei Meilen rvestlich und südwestlich Bagdad zurück und besetzten Bagdad cun Sonntag morgen." Hungersnot in Finnland. Nach Nachrichten auö der finnischen Hauptstadt Helsingsors herrscht namentlich in dem nördlichen Teil Finnlands vollkommene Hungersnot. Ter Futtermangel bedroht die Erhaltung der Viehbestände. Tie Behörden für Beschaffung von Lebensmitteln sind außerstande, dem im ganzen Lande herrschenden Mehlmangel abzuhelsen. Im Januar konnten aus Rußland nur geringe Mehlmengcn eingeführt werden. Tie in Finnland wohnenden Amerikaner teilten ihrer Botschaft in Petersburg die Absicht mit, bei der nächsten Gelegenheit nach Amerika zurückzukehren. Sie erhielten den Bescheid, daß ste warten müßten, bis zur Herstellung sicherem Schftssverbindungen. Nur IV* Miltt«§den Mark Neugeld. Tie Zeichnungen cmf die neue sünfprozentige italienische .^Kriegsanleihe l^trageu, nach Meldungen aus Rom, bis zum l l. März bei der Bank von Italien und bis zum 10. März bei den arrderen Zeichnungsstellen mehr als 2900 Millioneöt Lire, davon 2000 Mllionen Barzeichnungen. — In die Praxis umgesetzt, bedeutet das 2000 Millionen 9tengeld, also etwas über l 1 :* Milliarde Mark. Damit werde«, die englischen Kriegstreiber die italienischen Krio-zsausgaben nicht lange decken können. Italienische Offensive? In Italien wurde die Ernennung von 21 neuen Generalleutnants und GenerLlmajors bekanntgegeben. tvaS allgemein als Anzeichen der bevorstehenden großen Offensive gedeutet wird. Bom internationalekr Sozialismus. Die offiziellen italienischen Sozialisten erhielten eine Einladung voni Haager Sozialistenbüro der inter- nattonalen sozialistischen Vereinigung gegen die Ausartung des Krieges beizutreten. Scheidemann und Ebert hätten namens der deutschen Sozialdemokratie bereits zugesagt. Die Italiener lehnten jedoch den Beitritt mit der Begründung ab, sie wünschten keine Bereinigung gegen die 5kriegSausschreitungen, sondern die alte bedingungslose kriegSfeindüche Internationale auf der Grundlage des Klassenkampfes wiederherzustellen. * " In Basel wurde eine Ausstellung von deut- r, ~ Di-rttschett Werkbundes orftffnot Politische Rundschau» Ter Deutsche Kaiser ließ durch den Kopen- hagener Gesandten, Grafen Brockdorff-Rautzau, dem dänischen Kronprinzen Frederik zum Feste seines 18. Geburtstagen den Schwarzen Adlerorden überreichen. > Im Wahlkreise Gelsenkirchen-Erkelenz-HeinSberg wurde bei der Landtagsersatzwahl Gutsbesitzer Wilhelm Krapoll (Zentrum) gewählt. * * * :: 3treu#* Maßnahmen zur Sickerung der Volks- erunhrung tun not. Ter bayerische Bauernsührcr 9lbg. Tr. Heim schreibt: „120 Tage gilt es noch, bis zur neuen Ernte durchzuhalten. Selbst lvenn morgen ein Hungersriede käme, würdön wir auf Monate hinaus kein Pfund mehr Brotgetreide des mangelnden Schiffraum: und der Weltmißerr.te wegen bekomnien. Das muß dem Volke rückhaltlos gesagt werden. Rücksichtslose Maßnahmen, die angekündigt werden würden, müssen ertragen werden, ob sie die Städter oder die Bauern angehen. Rasches Hai^deln ist vonnöten." Tr Heim hoffi. daß das Schwert des Staatskommissars Tr. Michaelis ein massives deutsches, aus beiden Seiren geschliffenes Schlachtschwert sei. Scherz und Ernst. 1: Tso muß anders werden!" Ter Landrat in Ncufterrin erläßt eine bemerkenswerte Bekamnmachuug: „Bon 22 OtfO Milchkühen dec- Kreises sind 8000 an Molkereien angeschlossen. Ties gibt für die Allge- meinheit wöchentlich 140 Zentner Butter, jede Kuh also fast 2 Pfund. Von den 14 000 Nichtmolkereikrchen werden abgegeben nur 40 Zentner, also von der Kuh nur gut y 4 Pfund. Das muß anders werden! Ta gutes Zureden und Erttgegenkommen des Kreisausschusses sowie Rücksichtnahme aus die Wirtschaftsverhälrinsie kein Verständnis gefunden haben, wirb in Zukunft folgendermaßen vorgegangen: 1. Für zwangsweise P i e h 1 i c f e r u n g e n kommen in erster Linie die schlecht melkenden Kühe derjenigen Eigentümer in Frage, die schlecht liefern: 2. für jedes fehlende Pfund Butter der Pflichr- menge wird die Vertragsstrafe von 5 Rlark einge- zogen. Wer seinen Verpflichtungen zur Lreserung von Butter nicht nachkommt, wird von der Verteilung von Zucker. Petroleum und Lebensmitteln ausgeschlossen. ^ Zeder, der durch Eigennutz seine Volksgenossen tm Stich läßt, muß mal am eigenen Leibe spüren, wie es ttlt, wenn in der eigenen Hauswirtschaft ein notwendiger Gegenstand fehlt." tt Lloyd George muß sich seiner Fugend erinnern. In Criceieth in Wales ist der Schuster Robert Lloyd gestorben, der Onkel des englischen Ministerpräsidenten. Lloyd George ist der Sohn eines Schullehrers George, der schon starb, als sein Sohn David George noch ein zweijähriges Bübchen war. Seine Mutter zog dann mit ihren Kindern zu ihrem Bruder, dem besagten Schuster in Criceieth, wo David George seine ganze Jugend verbrachte und auch heute noch seinen Landsitz hat. Der Schuster vertrat an ihm Vaterstelle, und deshalb hat er auch seinen Namen mitangenommen, wodurch erst der berühmte David Lloyd George entstand. Robert Lloyd war ein religiöser Fanatiker, ein wütender Nonkorformist und Puritaner, ein nicht unorigineller Sonderling jedenfalls, der eine Rolle im ganzen Torfe spielte, und in dieser Richtung auch Lloyd Georges erste Entwicklung beeinflußte und bestimmte. In allem Uebrigen war der alte David aber völlig Autodidakt, irgend welche politische Interessen hatte der alte, weltftemde Lloyd keineswegs, und wenn ihr heute die englischen Zei-> tungen als Nationalhelden feiern, und die französische Presse gar ihn ,,den großen Freund Frankreichs" nennt, so ist das jedenfalls — aus Höflichkeit für den Ministerpräsidenten — die allererste und ganz neu entdeckte Beziehung zwischen dem pathologischen Schuster und der großen Entente-Oefsentlichkeit. AikS aver WelL. ** Großer Gelddiebffahl. Zwei ständige Arbeiter des bayerischen H^ptmünzamtes in München haben nach und nach für etwa 1?000 Mark Geld und Mün- en entwendet. Die Täter sind verhaftet. Der Erlös ist zum größten Teil beigebracht. Raubmord fn München. Am Sonntag nachmittag wurde die in 80er Jahren stehende Privatierwitwe Victoria Schweickart mit schweren Kopfverletzungen in ihrer Küche aufgefv.nden und starb bald darauf: das Dienstmädchen lvar weggelockt worden. Der Täter ist unbekannt. °* Fcstgenommener Raubmörder. Ein junger Mann versuchte in Dresden einen Zigarettenhändler in der Gritnaer Straße zu überfallen und mit einem Hammer nicderzuschlagen. Doch gelang es dem Händler, den Täter festzunehmen. Tiefer gestand, der 21jäh- rige Mechaniker Friedrich Köller aus Bielefeld zu sein, der am 4. August die Verkäuferin Johanna Schöpe in der Mathildenstraße zu Dresden ermordet und beraubt har. Ihm sielen damals 2 in die Hände. * Bei einem Naubanfatt auf eine Kassiererin wurde an: Sonnabend in einem Berliner Warenhause der sechzehnjährige Schlosserlehrling Erwin Kersten festgenomineu. Aus dem Wege zur Wache zog plötzlich der Bursche ein Taschenmesser und schnitt sich an beiden Handgelenken die Sehnen durch. Ter Schutzmann führte ihn nach Anlegung von Verbänden nach der Eharitee. c * Eine gesunde Frau. Ein nierkwürdigeS Entschuldigungsschreiben erhielt der Hauptlehrer einer Volksschule in Straßburg. Eine Frau bat ihn, ihren Jungen, der zurzeit bei ihm in der Klasse ist, für einige Tage vom Unterricht zu befreien, da sie sehr der Hilfe bedürfe: sie hat nämlich letzte Woche ihr 21. Kind bekommen, einen gesunden Kriegsjungen, ^er Urlaub wurde erteilt. Kleine Reuiqkeiten. * Ter 18 Jahre alte, taubstumme Schuhmacherlehrling Albert 5töhler in Liegnitz versuchte seine Meisterin, Fron DhornaL,' deren Mann im Felde steht, zu erstechen und zu berauben. Tie Frau konnte sich aber des Angreifers, der schon 143 Mark Geld eingesteckt hatte, erwehren. Ter Täter wurde verhaftet. * Bei Kerterbach, in der Nähe von Limburg a. d. Lahn, stießen zwei Güterzüge in voller Fahrt zusammen. Eine Lokomotive stürzte den Bahndamm hinunter und begrub unter sich den Hilfsheizer Fratag aus Gießen, der sofort tot war. * Nach einem Zerwürfnis mit seinen Eltern machte '•er Schlosser Otto K. in Berlin seinem Leben ein Ende, indem er sich in seinem Zimmer mit Leuchtgas vergiftete. * Am Sonnabend wurden in Berlin der Einrich- "r Bernhard Kühner und seine Frau tot in ihrer Wohmlng aufgefunden. Sie waren einer Gasvergiftung erlegen, weil der Schlauch des Gaskochers unbemerkt abgestreift worden war. * Am Sonntag abend stürzte sich in Berlin die Ehefrau des Kutschers Emil T., der im Felde stand und zurzeit beurlaubt ist, nach einem heftigen Wortwechsel aus einem Fenster ihrer Wohnung drei Stockwerke rief in den Hof hinab und blieb mit zer- schmetterten Gliedern tot liegen. Teure Schuhsohlen. Ter Inhaber einer Schuh- besohlungsanstalt in Köln wurde zu 8000 Mark Geldstrafe verurteilt. Das von ihm verwandte Leder war so schlecht, daß die gesohlten Schuhe schon nach einigen Tagen wieder durchgelaufen waren. Tie Erbitterung des Publikums war so groß, daß man da§ Geschäft zu stürmen drohte. ± Fm Mcrgentheimer Mordprozeß wurde der Angeklagte Hennesarch wegen Totschlags zu der Zuchthausstrafe von 10 Jahren verurteilt. Er gab zu, den Kniehl erschlagen zu haben. Frau Steingruber wurde wegen Beihilfe zu 0 Jahren Zuchthaus, Frau Schäfer zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Volkswirtschaftliches. T, Berlin, 12. März. An der Börse war feste Stimmung und ruhiges Geschäft. Tie gemeldete Besetzung von Bagdad durch die Engländer sowie die alarmierenden Nachrichten aus Petersburg wurden im heutigen freien Börsenverkehr lebhaft besprochen, ohne nach irgend einer Richtung eine stärkere Beeinflussung der Kurse zu üben. Tie Stimmung blieb durchgängig fest. 2V Berlin. 12. März. Produktenmarlt. Nichtamtlich. Serradella 38—48, Runkelsamen 80—89, Saatlupinen 40—45, Saatwicken 40—45, Saaterbsen 37 bis 70. Saatpeluschken 35, Saatpferdebohnen 42—45, Ackerbohnen 35, Spörgel 58, Raygrassaat 100, Rotklee- sckat 220—230, Timotee 93, Serradellaheu 4,00, Heidekraut 1,50, Runkelrüben 2,05, Pferdemöhren 4,50 per 50 Kilogr. ab Station; Wiesenheu 9,50—10,20, Kleeheu 11—12, Timoteeheu 11,30—11,75, Flegelstroh 4,00 bis 4,60, Maschinenstroh 3,75—4,00, Preßsttoh 4,50 per 50 Kilogr. ft»i Haus. als wir unsere Überlegenheit, unseren Steg vollständig mcichen, indem wir zu d-m militärischen Erfolgen den geldwirtschoftlichcn Sieg fügen, Können wir das? Tie neue englische Anleihe war als Kraftprobe gedacht' sie schließt, wobei nichts verkleinert werden soll, jeden'alls nicht so ab, daß die Hoffnungen jenseits des Kanals auch nur halbwegs erfüllt härten. Das neue Gc.d bccft knapp bin Bedarf von 5 bis 6 Monaten, die ersehnte Umwandlung dir schwebenden kurzfristigen Schulden in eine langfristige Anleihe ober ist so gut wie völlig mißlungen. Und das, obwohl der englische Markt eine Schonzeit von mehr als 1J 2 Jahren genossen hatte! Dabei ist England, dessen Schwierigkeiten sich häufen (U Bootkctcg, Ecnährungssoraen, Beeinträchtigung der Einfuhr und der Ausfuhr), eine Hauptüütze der Entente, oder sollte sie doch sein. Daß die Stütze brüchig wird, ist um so beachtlicher, als das Zusammcnraffen langfristiger Kapitalien im eigenen Lande der Bundesgenossen nachgerade auf bedrohliche Schwierigkeiten flößt. Zudem wachsen die Verschuldungen ans Ausland (Amerika übte von Anfang an eine zärtlich wohlwollende Neutralität, während es für uns nur Neutralität- »Ecsatz" hatte), und die KciegSaufwendungen geldlicher Art sind ungefähr doppelt so hoch wie die unsrigen. Demgemäß ergibt sich beim Abmessen der beiderseitigen Widerstandskraft ein mehrfaches Mißverhältnis zuungunsten der Feinde. Also wird der Sieg auf dem Gebiete der Finanzen unser sein, wenn die Einsicht in die eigene Kraft und die Erkenntnis der feindlichen Lage bet uns daheim jenen hochgemuten Offensivgeist wecken, den Hindenburg kündet: „DaS deutsche Volk wird seine Feinde nicht nur mit den Waffen, sondern auch mit dem Gelbe schlagen." Und einmal muß da drüben die Erkenntnis aufdämmern, daß ein Wetterkämpfen nur die Opfer — und den deutschen Vorsprung steigert. Die Lesuntlbeitsverdällnille der Berg arbeifer im RubrkoblcnrtWr im Kriegsjabr i-ir. Der Gesundheitszustand der bergmännischen Bevölkerung des rheinisch-westfälischen Industriebezirks im Kriegsjahre 1915 muß nach dem vom allgemeinen Knappschaftsverein soeben herausgegebenen Gesundheitsbericht als günstig bezeichnet werden. Während in dem ersten Kriegsjahre 1914 die Erkrankungshäufigkeitsziffer sowohl absolut als auch verhältnismäßig höher stand als im Vorjahre und erst in der zweiten Hälfte des Iahres mit Beginn des Krieges einen plötzlichen Abfall zeigte, war der Stand der Erkrankungen im Jahre 1915 im Laufe des Iahres ziemlich gleichmäßig und erreichte nur im Ianuar des Iahres, anschließend an den hohen Stand im Dezember 1914, noch die Zahl 16000. Den niedrigsten Stand zeigten die Monate Juni mit 12 963 und November mit 12 924. Wenn man diese Ziffer in Verhältnis setzt zu der durchschnittlichen Belegschaftsziffer, so steht die Erkrankungshäufigkeit im Jahre 1915 um etwa 3 000 Erkrankungsfälle günstiger als im letzten Friedensjahre 1913. Auf 1 000 Mitglieder berechnet ist die Zahl der eingetretenen Erkrankungen nicht unerheblich zurückgegangen. Sie betrug in den Jahren 1911 : 712, 1912: 644, 1913: 607, 1914: 643, 1915: 594. Zu dem günstigen Stand der Erkrankungshäufigkeitsziffer bemerkt die Verwaltung des Knappschaftsvereins, es sei wohl außer Zweifel, daß der ernste Wille zur Arbeit in vielen Fällen leichterer Gesundheitsstörung die Niederlegung der Arbeit verhinderte. Bemerkenswert bleibe es, daß die Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magenkatarrh, Darmkatarrh), die schon in den Kriegs- monaten des Iahres 1914 eine Abnahme zeigten, im Laufe des Berichtsjahres den niedrigsten Stand bewahrten. Bei Berücksichtigung der mittleren Belegschaftsziffer zeigt das Jahr 1915 eine Abnahme von rund 3 000 Erkran- kungsfällen. Beachtenswert sei ferner die niedrige Zahl der Blinddarmerkrankungen. Während in den früheren Jahren die Zahl der Blinddarmentzündungen eine ständige Zunahme zeigte, der erst im Jahre 1914 ein Stillstand folgte, zeigt das Iahr 1915 eine erhebliche Abnahme. Es wurden gezählt im Jahre 1914: 757, 1915: 438 Erkrankungsfälle ; bei Berücksichtigung der Belegschafts- Ziffer ein Unterschied von 120 Erkrankungsfällen zu Gunsten des Jahres 1915. Die Sterblichkeitsziffer dieser Erkrankungen, die im Jahre 1913 noch 3°| 0 auswies, betrug in den Jahren 1914 und 1915 je 2",o. Die Zahlen sind geeignet, die Ansicht zu stützen, welche eine überreiche Ernährung und insbesondere reichlichen Fleisch- gcnuß als wesentliche Ursache der Blinddarmentzündungen betrachtet. Aus der Rubrik der Störungen der Ernährung mag noch erwähnt werden, daß Fettsucht, welche im Jahre 1914 zweimal aufgeführt ist, im Berichtsjahre fehlt, und die Zahlen für Gicht und Zuckerkrankheiten, die im Jahre 1914 186 und 79 betrugen, im Berichts- jahre 124 und 38 waren. Aus den Mitteilungen über einzelne Krankheiten ist hervorzuhebcn: Masern und Scharlach brachten 343 Erkrankungsfälle gegen 178 und 125 in den beiden vorhergehenden Jahren. Die Zahl erscheint um so höher, wenn man die große 'Abnahme der durchschnittlichen Be- lcgschaftsziffcr in Betracht zieht ; auch die Zahl der Todesfälle ist erheblich höher, sie beträgt 13 gegen 7 und 6 der beiden Vorjahre. - Influenza. Die Zahl der Erkrankungen betrug 9 117, während das Jahr 1914 16 030 Krankheitsfälle brachte. Tödlich verliefen in den beiden Jahren je 4 Fälle. - Typhus. Bei Unterleibstyphus kamen zur Anmeldung 78 Krankheitsfälle, von denen 15 einen tödlichen Ausgang nahmen. Die Sterblichkeit betrug 20 °/ 0 ; sie steht etwas tiefer als die des Vorjahres mit 24 0 o und zeigt eine wesentliche Befferung gegenüber dem Jahre 1913, das noch eine Sterblichkeit von 30,5 °„ aufwies. - Lungentuberkulose. Die Zahlen erscheinen im Berichtsjahre erheblich günstiger als im Vorjahre. Während im Jahre 1914 die Zahl der Erkrankungen 383 betrug, wurden im Jahre 1915 188 Fälle gezählt. Die Zahl der Todesfälle stellte sich 1914 auf 283, 1915 auf 275. - Wurmkrankheit: Auch im Jahre 1915 wurde zur Ermittlung der wurmbehafteten Bergleute, wie in den früheren Jahren, das Kulturverfahren zur Anwendung gebracht. Es wurden ermittelt 715 wurmbehaftete Bergleute, gegen 701 im Jahre vorher. Gesundheitsstörungen infolge der Behandlung traten nicht auf. - Nervenkrankheiten. Die Zahl der Nervenkrankheiten, die im Vorjahre eine starke Zunahme aufwies, zeigte im Berichtsjahre absolut und verhältnis- mäßig eine nicht unerhebliche Abnahme. Es wurden gezählt 1913: 5034, 1914: 5 284, 1915 betrug die Zahl nur 3 289. — An Neuralgie einschließlich Ischias erkrankten 1913: 3781, 1914: 3924, 1915: 2471. Erfteulich ist auch der Rückgaig der neurafthenijchen Erkrankungen. die im Jahre 191!.: 611, 1914: 664 Krankheitsfälle lieferten. Im Beriotsjahre betrug die Zahl 321. Ernster Wille zur Arbeit hat wohl an erster Stelle die Johl dieser Erkrankungen vermindert.— Alkoholvergiftungen. Auch die Jack der Alkoholoergiftun- gen zeigt im Berichtsjahre eine erfreuliche Abnahme. Erkrankungsfälle wurden gezählt >913: 37, 1914: 44. 1915 nur 7. In diesen 3 Jahrei starben an Alkoholvergiftungen 7, 11 und 4. In Trickerheilstätten wurden behandelt 5 gegen 19 Fälle des Vorjahres. — A u g en- zittern. An bergmännischem Augmzittern kamen 489 Personen in ärztliche Behandlung gezen 1 206 und 742 in den beiden Vorjahren. - Lunge» entzündungen. Die Zahl der Lungenentzündungen betrug 1 318, von denen 274 einen tödlichen Ausgang rahmen. Die Erkrankungsziffern in den Jahren 1913 md 1914 betrug 1477 und 1512. Die Sterblichkeitsziffrr betrug 20 " 0 wie im Vorjahre. Verantwortlich: Albin Klein in Gießen. Gewerbebank zu Giessen eingetragene GenossenscbaTt mit beschränkter fiaftpfilcbi. Die verehrlichen Mitglieder unserer Bank werden zu der am Donnerstag, den 22. März 1917, 8% Uhr abends, im Hotel Großhcrzag von Hessen stollfindenden SS. ordentlichen General • Uerrammlung ergebenst elngcladen. Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichts für 1916. 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahr^Srechnung und Bilanz und die dem Vorstände und AussichtLratc zu erteilende Entlastung. 3. Verteilung des Reingewinnes. 4. Ersatzwahl ausscheidendec Mitglieder dcS AussichtsratcS. 5. Bericht über die Revision der Bank, bnrri) den VetbändArevifor. Gießen, den 2. März 1917. • —fceufinf' Gießen eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Dorsiücude des Au ichlsratcs: L. Petri II. Vatclimidischer HWdieust. Aufforderung des Kriegs nrtes zur freiwilligen Meldung gemäß §7 Absatz 2 des Gesetzt übex den vaterländischen Hilfsdienst. Hierzu gibt die KitegSanitsstelle Frankfurt a. M folgendes bekannt: Zwecks Förderung der Seeschiffahrt werdin alle männlichen Deutsche zwischen dem 17. und 60. Lebensjahre, soweit sie nicht ketegsverwendungsfäh'g oder garnison- oder arbeitSverwcndungs'ähig sind und sie in irgend liner kigenlchalt ru" See gefahren haben, aufge- kontert, ihre Dienste rur Verfügung ru stellen. Es ist dringend erwünscht, daß alle diejenigen Personen, die zur See gefahren haben, und die nach ihren körperlichen Fähigkeiten geeignet sind, wieder zur See zu gehen, sich umgehend freiwillig melden. Personen, die bereits in der Seeschiffahrt oder sonst im Vatcriändischcn Hilfs dienst tätig sind, dürfen sich auf diesen Aufruf nicht melden. Meldungen sind schriftlich unt.'c Angabe von Namen, Wohnort und Wohnuu; zu richten an die Zcntralftelle für Schiffsmannschaften, ftanibukg, Mönkeckamm u, 1. Die sich Meldenden erholten von dort aus einen Fragebogen zugcsandt, nach dessen Ausfüllung und Rücksendung sie die weiteren Mitteilungen der Zentralstelle ruhig abzuwarten haben. Die bisherige Berufstätigkeit dürfen sic nicht aufgebcn, bevor nicht ihre Einberufung erfolgt ist. Außer den zur Sec bcfahrenrn Hilfsdienst pflichtigen können sich auf dem vorstehend gcschilde t n Wege auch Unbefahrene zum Dienste als Kohlcnziebcr oder Jungen für die Seeschiffahrt melden. KriegSermtstellc Frankfurt a. M. Mm mit iiitk billigst Ulir Kaulen forll/umncl tebensmittel aller M für unsere Beamten und Arbeiter. Angebote erbitten: Sieg-Rheinifche Lokomottv- u. Maschinenfabrik LS. m. b. H. Kirchen a. d. Lieg. Zichun«? 24. Mnrr. Wormser Domliau 5eid=£otterie 1000 000 Lo e. 3667 Gewinne M 100 ooo ß ß ß ß Gewinne y $ ß ß bar ohne Al> ug zahlbar. Lose 3 M. ,,0 ''“ä u *‘* ,1 Dil Clntc Vcbci'frtvtt gebe nb Cir. C D CV ■T nf i ehl iN'M'kktt cn. Pfd. schwer. Preis :: Mt. pro. Pfund. Muster gegen Nachnahme N. Lange Aeucölln, Wescrstr. 02 lilelnllbfücn ■ ei polzrobmcnmatrohen, Kinder denen Eiseam.V t'.fadnk. LZ dl i. Tbür. 2 Nnsienpferde ;u vr. kaufen au einzeln ob,ergeben. 1,1 0 mtr. 1,45 mir. und vJUilh. lüiucnberg St«rzha«[cti b. Marburg. 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