20 . ab 7 / ZKießener Leitung tÄ <».>-«- ameigcnpteis 20 Pfa- Sclebbern „ tza^ Z » .anauoVI 10 ‘ »v Fc,-db^°" 5 .' * Ian 5 8»?2 et9 1 ^°4-n. kt ,,.:■: yezugsp'eis 40 Pfö- monatlich oienellShrUch 1 Bark, vorauszahlbar, Irei tnS HauS «b7°h°-t in uu°.er Erprditton 90 Psg durch Post oder direkt durch Kreuzband viertel,ahrlich Mk. Erlcheini Mitt-ochs und SamstagS. - Redaktton. Sü^anl'age St, - Ausbewahrung oder Rucksendung nicht »erlang-er Manuskripte erfolgt nicht. Verlag der „Gietzener Z eitung". G.°ß-n. Telephon Nr. 362. Expedition: 5üdanlage21. die t4 mm breite Pe.itzeil e, sur AuSwartS 80 M- Die SO mm breite R e r l a m e - Z e ,le 72 Psennig^ Extrabeilagen werden nach Gew.chi und Größe berechnet. Rabat, kommt bei Ueberschreitung des Zahlung«, -ieles (30 Tage,, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvarfchriften ohneBerbtndlichkett. Druck der Gictzcucr BcrlagSdruckcrci, «lbin Mc,n. Jahrg. ab 7 8 ? -—Hmtllcbe arullcde cagrsbrriedir. ZZ! m >tb Großes Hauptquartier 17. Februar 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. ® ne " bcaiHfi. Heeresgruppe Kronprinz Rupprechl. ^__ . „ r . _V. SrtmmDflP Elfolareiche Kämpfe im Westen und Osten. . .... I kleine Untern : rn MSl w Artoissront und im Sommegebiet, beson ; etwa ®k u?i rn der Ancce erreichte der Artillerie- ermann Me flträAtliche Stärke. An mehreren Stellen wur- .» », Stell •«tel^LSÄSnbuSsatteilmn.n, filMIcS «»» Ml,»». ahmt siiid, 'rdkohlcaben geradi M uecßn ip- * i, toetb#’ 1 Jualität Kamme 1 rlief® rant Maj Kaisers Oester Köflig s Uog arn ' feiet»! SfH :>h al‘ er •M. re>. u H ta)d» Ru der Aisne westlich von Berry au Bac und in : bec Champagne, südlich von Ripont, schlugen ftanzösr> ^ Unse^Fliegergeschwader bewarfen wichtige Anla- aen hinter der feindlichen Front ausgiebig mit Bom» Z ^An der Somme flogen mehrere Munitionslager ttfltcn bis St. Quentin wahrnehmbar. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresftont des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold V0N Bayer«. Bei Jlluxt, südwestlich von Luck, bei Zborow, südlich von Brzczany, und südwestlich von «tan.siau schei. tr-ten russische Unternehmungen. Heercssront des Generaloberst Erzherzog Joseph . Auf den Höhen nördlich des OitoztaleS haben stch seit Morgengrauen Kämpfe entspannen. Heeresgruppe deS Gencralseldmarschaü von Mackensen, und an der Front, hat stch die Lage bei geringer GesechtStätigkeit nich ^Dec Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Nerlin 17. Februar, abends. An der Ancre ha^ bcn sich vormittags bei starkem Artillerieseuer neue Jnfanteriekämpfe entwickelt - Im Osten keine beson' deren Ereignisse. , Wb. Großes Hauptquartier. 18. Febr. 1917. ^ ' Westlicher Kriegsschauplatz- Irs a ars ekää E sST'tS.r L»?« - xE--«'-'-"- K SL ken wi? IW Gefangene, erbeuteten 5 Maschinengewehre t^stellungen^—^^üdltch^ ^on^Pys^wurde^ein^ heftiger JaL -Ä uns ein Vorstoß lt Gefangene ein. Heeresgruppe Kronprinz. ’tWÄ’ü. lÄÄf ,!».«.«• ferer ^Luftschiffe Stadt und Hafen von Boulogne ^>ebtg mit Bomben Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von BayeG An der Lawkosfa südwestlich von Dunaburg brachen Stoßtrupps in die russischen Linien und führten etwa 50 Gefangene zurück. Heercssront des Generaloberst Erzherzog Joseph. cL den Bergen nördlich des Oitoz-Tales stellte der Rüste den Angriff ein, nachdem seine ersten Sturmwellen in unserem Abwehrfeuer zurückgeflutet waren. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen. Nichts Neues. Mazedonische Front Rdrdlitb des DoirawSeeS wurde erne englisch Kompagnie, dw gegen unsere Posten vorging, durch Artillerieseuer vertrieben. Der Erste Generalquartwrmeister: Ludendorsf. Berlin, 18- Februar, abends. Besondere Ereig. nisse sind nicht gemeldet worden. wtb. Großes Hauptquartier, 19. Febr. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz Mn den meisten Stellen der Front herrschte starrer Nebefl der dw Tätigkeit von Artillerie und F egern einschränkte und nur Erkundungsvorstöße Mließ. An der Wachsamkeit unserer Grabenbesatzungen sch-it r. i pn inhlcetcbe Unternehmungen des Fetnoes, unieLen Erkundern gelang es mehrere Gefangene einzubringen. Oestlicher Kri.egsschaluplatz. Nichts Wesentliches. Macedonische Front. Borpostengeplankel und vereinzettes Artilleriefeuer. 2 feindliche Flugzeuge wurden Der Erste Generalquartiermeister: Luoendorff. » Berlin. 19. Februar, abends. Am Morgen schei- terte ein englischer Vorstoß südwestlich von Me sines (nördlich von Acmtntiercs); sonst im Westen b sichtigem Wetter, im Osten bei strenger Kälte nichts Wesentliches. . rÄ fi «rayt« tza»d,te>« .ln. i-lndM- W»™» W * 6,1 hellem Tag ausgehoben wurde. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heercssront des Generolscldmarschall Bringen Leopold von Bayern. Dryswtath-Sees und auf dem Ostufer der Naraiow a. Keeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph s«« @nrpatben bei Schneetreiben für uns er- MMsUZV und Abwehr von Gegenangriffen um einen Höhcnkamm Oestlicher Kriegsschauplatz- Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen- ^ Bei Radulesti am Sereth drangen Sturmtrupps in dw russisch Stellung und kehrten nach Zerstörung von Unterständen mit U Gefangenen zuruck. Mazedonische Front. Zwischen Wardar- und Dotransee lag bis zum Abend heftiges Feuer auf unseren Stellungen. Ein """" Dte £#< n--t>--m-lst-ns.d-.d°-!l. ertolgrelcfter cuttsngrM Berlin, 19. Febr. Am 18. Februar abends griff S«£aBanS.luftWlfT. Saft»- •»‘i Anlaaen von Atensburg auf Oesel mit spreng- unv Brandbomben an. Guter Erfolg wurde beobachtet. Das feindlicke Abwehrfeuer blreb wirkungslos. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * wtb. Großes Hauptquartier, 20. Febr. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz. 861 Heeresgruppe des Generalseldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg Är ÄÄ BSKSWi m Offizier und 6 Mann blieben in unserer Hand. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. der Artois-Front- wurden einige englische Er- vunkt^südlich von Transloy rm Sturm und führten dw Besatzung von 30 Mann gefangen ab. Heeresgruppe Kronprinz. In der Champagne und in den Vogesen Verliesen Berlin, 20. Februar, abends. Außer der erfolg- nichts Besonderes. » * * OeTtmciclMUiflartlclK eagesbrricstlr wtb Al««. 17. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Seit heute morgen greift d.r Feind unsere Ste - und südlich Brzc-zany wiesen unsere Feldwachen stark russische EikundungSabtetlungen ab. Italienischer und südöstlicher KnegSschauPlatzi Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralftabs. von Höfer, Feldmarfchalleuinant. wtb. Al«,. 18. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die gestern gemeldeten Kämpfe nördlich des O> oz. fÄäiiSÄ t ä Karpathen vielfach stärkere Aufklärungsarbeit. Italienischer Kriegsschauplatz, und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. D.r Stellvertreter des Chefs des Generafftabes, von Höfer, Feldmarschalleutnant. 9 wtb. Ale«. 19. Februar 1917. Oestlicher Kriegsschauplatz^ Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Alackensen und - ----- ?-vrr'"' r . , i'- 7?. j mm iwuät m. m Schandtaten der Franzosen ohne Ende. Deutsche »riegsgcsangeue in der Ge»«tt von Senegal-Negern. fyc häufen sich Die amtlichen Feststellungen, Daß die systematischen schamlosen Wf anblungen deutscher Kriegsgefangener in Frankreich und feinen Kolonien schon seit vielen Monaten und sogar aus Befehl höherer und höchster Korr nando rcllen fortgesetzt werden. Einen neuen Beweit Dafür bieten die eidlichen Aussagen des aus französischer Gefangenschaft entkommenen Unteroffiziers St. der am 24. Oktober 1916 bei Verdun fn die Hönde von Senegal-Negern der Marokkanischen Division gefallen war. Ten deutschen Kriegsgefangenen wurde erklärt, diese Division habe das ausdrückliche Recht zur Plünderung der Gefangenen „Tie Neger nahmen unV so gibt Unteroffizier St. an. ..unter Duldung, ja sogar unter Mitwirkung der Vorgesetzten unser Geld. Uhren. Ringe und sämtliche Privat-Gebrauchsgegen- stände ab Ein betrunkener Senegal-Neger stach mit dem Bajonett nach mir, traf mich aber nicht Fast alle Neger waren betrunken, stanken wie die Pest und behandelten uns brutal." Erst anderthalb Tag nach der Gefangennahme be- kamen die Deutschen das erste Essen, und zwar für jeden Mnnn ein Viertel trockenes Weißbrot Zu trinken gab es nichts. Bis dahin hatten die Gefangenen in schwerem deutschen Artilleriefeuer französische Verwundete auS der vordersten Linie tragen müssen. Auch späterhin mußten sie ausgesprochene Kriegsarbeit verrichten ; Maschinengewehre. Munition und Essen in die vordere Linie schaffen. Schanzarbeiten verrichten usw. und dies alles in deutschem Artilleriefeuer. Verluste waren unausbleiblich Infolge der rohen und gemeinen Behandlung und der völlig unzureichenden Verpflegung starben zwei Mann an Entkräftung, ein Mann wurde wahnsinnig. Do faßte Unteroffizier St den festen Entschluß, unter allen Umstünden aus dieser Hölle zu entfliehen. Und man kann es ihm nachempfinden, wenn er feinen erschütternden Bericht schließt mit den befreienden Aorten: ..Wir waren gerettet!" Jod ischer kß üb flötitia schieden deutsch Mißhandlung und Beranbang. oder deutsche Soldat, dem die Rückkehr aus französischer Gefangenschaft nach Deutschland gelungen ist, weiß über eine Fülle von Verbrechen zu berichten, gelangen Zeugen derselben Vorgänge auf der- enem «ege und zu verschiedenen Zeiten nach eutschland zurück. Oertlich und zeitlich getrennt machen sie ihre Aussagen, die in den wesentlichen Punkten daS gleiche schaurige Bild entrollen und damit den untrüglichen Beweis für ihre Richtigkeit erbringen. Unteroffizier SB., der kürzlich nach Deutschland -urückge^ehrt ist. wurde am 4 Juli 1916 von französischen Fremdenlegionären gefangen genommen, alsbald nach der Gefangennahme mit noch anderen Dcut- n schwer mißhandelt und in eine Schlucht geführt, er wurde jeder einzelne durchsucht. Die Barschaften, nter Beträge von 6—700 Mark, wurden ihnen ab- genommen Ein französischer Feldgeistlicher, der sich" um einen dort befindlichen französischen Verwundeten bemühte, bekam öS sogar fertig, einem deutschen Jäger ins Gesicht schlagen Der Franzose wurde ab transportiert. Die Deutschen wurden in der Ge- sahrzone festgehalten und mußten daS Schlachtfeld nach Verwundeten absuchen Hierbei beobachteten sie mit graufem Entsetzen, wie ihre verwundeten deutschen Kameraden von den Franzosen mit langen Schlachtmes- i ern erstochen wurden. Die Franzosen ermorden also 'rutsche Verwundete nicht nur bei Sturmangriffen, unmittelbar nach Einnahme einer deutschen Stellung, sondern töten auch die hinter ihrer Front liegenden Deutschen Tie Arbeit der berüchtigten Nettoheurö erstreckt sich demnach nicht nur auf die genommenen deutschen Gräben, sondern auf das ganze Kampfgelände. Die wenigen, die unverwundet hinter die französische ront gelangen, werden dort so untergebracht und be andelt, daß man unschwer die Absicht merkt, die Ge- 9 fangeiten in Frankreich zugrunde zu richten. So wurde dcnn auch D. mit seinen Kameraden tagelang dicht hinter der französischen Front entlana geführt Als Quartier Dienten ihnen teils das freie Feld, teils dunkle Schafställe. Nach etwa vier Tagen begann für die Gefangenen die schwere Arbeit in Stein- und Sandgruben Aurb zum Mladen von Artilleriemunition wur- den sie bei einer Arbeitszeit von 12 Stunden verwendet. Hierbei rstierte es einem der Gefangenen, daß er beim Aus iehen eines Geschosses aus dem Geschützrohr verletzt wurde. Damit noch nicht genug, wurde er noch obcn.Drein von den Franzosen getreten, vor die VruN gestoßen und geschlagen, wie denn überhaupt auch von den anderen Gefangenen kaum einer ohne eine Derartige Mißhandlung, meist ohne oder aus geringfügiger Ursache, davonkam Getreide- und Brotpreis. Ein L kommt zum andern. Im Zeitalter der PluSmachcrei tut man gut. immer den Nechenffift bereit zu halten Da findet man man. cherlci Interessantes. Prof. Dr. Hentig veröffentlicht im ..Bcrl. '3olal- Anzelger" folgende Feststellung: ..Ter L a n d m a n n bekommt — wie vor d/m Kriege — für einen Zentner Roggen 11 Mark. Weizen 1.? Mark Die ReichSgetreidestelle liefert an Berlin einen Zentner Roggenmehl für 16,75 Mark. Weizenmehl iS.75 Mar?. # Berlin liefert dem Großhändler Roggenmehl für 21,05 Mark. Weizenmehl für 26,45 Mark, und dieser nimmt vom Bäcker bei 1,85 Mark Zuschlag frei Hof 22.90 Mark und 28.25 Mark. So die amtliche Auskunft, nach der das Mt sch mehl 25.65^1,85-- 27.50 Mark kostet. Wie ich mich aus einer Bäckerrechnung überzeugte, ist im Handel der Roggenmehlpreis 27,50, also der veS MischmehlS! DaS Brot würde nach dem Verhältnis 7 :5 f100 Pfund Mehl geben 140 Pfund Brot) 19,60 Mark kosten Tatsächlich aber schwanken die Brotvreise an verschie« denen Orten zwischen 14,50 und 26 Mark (!), wie Töpfer-Großzschocher in seinem Druckhefte ..Spannung der Drotpreise" einwandfrei nachweist Er berechnet auch ganz genau, daß das Brot bei mäßigem Verdienste der Mühlen und des Handels wie der Bäcker nicht mehr als 15 Mark per Zentner kosten dürfte. Woher kommt ver viel zu hohe Preis veS Weizen- «ehl»? Wie berechnet Berlin den Verdienst? Hier muß Blenderung eintreten Das Brot must billiger werden Statt dessen will man den Preis von 64 auf 80 Pfg erhöhen. Warum?? Unerträglich ist der Wucher in Gemüse und Rüben. Der Landmann bekommt den Festpreis von 2.50 Mark für 1 Zentner Kohlrüben, der Handel nimmt 6. auch 8 und 9 Pfg, in sogar bis 20 PfgDen neunfachen Preis' Wo bleibt da das .Kriegswucheramt? Warum schritt es nicht bei dem unsinniaen Preisanfschlaa für Gänse und Aevsel ein? Svinat kostet heute 2.50 Mark das Pfund früher 10—90 Pfg.? Rosenkohl 3 Mark das Pfund' Daß auch andere Waren in dieser Zeit allgemeiner rücksichtsloser Profitwut beliebiger Steigerung unterliegen. sah ich in Seisengeschäften Ein Beispiel: Dieselben Lichte, welche ick in der Zossener Straste für 3 Mark daS Vaket. also 50 Psg das Stück kaufte, sollten an anderen Orten 70 und 80 Pfg kosten. Da sollte doch die Behörde elnschreiten." Und wenn ein Durchbruch glückte? Dann kommt der vewegungSkrieg. Der Schweizer Steaemann behandelt im „Berner Bund" die Frage, ob dre Entente den Durchbruch im Westen nochmals versuchen .verde, und bemerkt, daß Der Fremde. Von F. Schrönhamer-Hetmdal. Dieser Splitter stammt von einer Granate. Diese Gr mue war in Hlmerika gedreht und in Frankreich auf d HölldoblerhanS geschossen worden, so wie er früher Stet nach Stallfenstern und Katzen geworfen hatte. Und die Granate ist deshalb auf den Hans los^ Sprüngen. tocll iu der Krieg war und weil es ün KNe so Brauch ist hübeil und drüben: sonst wäre ja der Kri *in Kinderspiel und könnte von Kranzljungfrauen in ein« Glashanse geführt werde,» . So war also der Krieg die äußere Ursache zu d inneren Umwandlung geworden, über die jedermann staun und erfreut war. am meisten seine Mutter. Zwar waren gleich welche von den Dörflern mit Pr phezeien bei der Hand, das solche Bekehrungen in d Regel nicht lange dauern, aber der Hannes hielt si trotz Wirtelocken und Schönrun der Schcnkinnen. Die erste Zeit nach seiner Entlassung aus dem Heere dienst umgab er sich mit einer großen Wichtig» und Geheir tttewi, als hätte er weiß Gott was für eine Erscheinu, gehabt oder fiir eine Erfindung gemacht. Doch wag niemand wegen seines geschreckten, welkabwesenden G schnans ihn danach zu fragen, so gern die Dörfler wied einmal eine große, gruselige Neuigkeit erfahren hätte Sicher stand er mit irgend einer geheimnisvollen, übe irdischen Macht im Bunde. Unter Tag« ging er zwar sein Arbeit nach, stettziger als früher, odwodl er jevt d> »ranken. krummen Fuß hatte, aber in den Vesper» ut Feierstunden führte er im Garten cm großem Löchergratx an», da» sich die Dörfler nicht deuten konnten. Der G meindediener hatte sich doch einmal das Herz genomm, und den Hölldoblcrischen gefragt, od er denn ein Scka gröber geworden sei. Da hat der Hannes nur heftig in dem Kopfe genickt und heimlich vor sich hingelachr. als hät « selbst an dem Worte den meisten Gefallen gesunde Wchotzgräber. daS konnte stimmen! Freilich deutete er st da» Dort ganz anders als die Gemeindeleute. Es mußt« WMA Schätze im Hülldobl vergraben sein, denn der Löch M GOW»«NGWvnde wurden immer m*« z.lletzt woeen * « die dreihundert. Die aber bald darauf der Bräufuhrmann am HauS tm Hölldobl an die dreihundert junge Obstbäumchen ablud. die von einer Baumschule mit der Bahn gekommen waren, wußten die Dörfler schon, was e» mit dem Schatzgraden auf sich hatte. Die die Bäume in die Gruben gepflanzt waren, umzog der Hannes das ganze Grundstück mit einem Draht, zaun, daß das Wild und böse Menschen der jungen Pflan. zung keinen Schaden tun könnten. Bald darauf harte er sich eine neue Arbeit gesucht. 2Un Holzschuppen des Hei- mathanfes zimnwrte er ein Gestell empor, daß die Leute wieder verwundert stehen blieben. Als aber nach einiger Zeit zwanzig Bienenstöcke auf dem Gestelle standen, wutz* ten sie wohl, daß es eiu Immen hau» war. Und fie lobten bcn Platz, der sich für Immen besonders eignete: denn er lag windgeschützt und aus der Sonnenseite, gerade so. wie es den Bienen paffen mag. Neben dem Backofen wuchs wieder ein Bau aus dem Boden, und als nach einiger Zeit auch diese Arbeit fertig war und große und lleine Kaninchen davor ihre Männchen machten, wußten die Leute, daß sich der Hanne» jetzt auch auf Kaninchenzucht verstand. Denn es kalt oder regnerisch war und ihn das kricgs- verschrie Bein schmerzte, dastn saß der Hannes über gedruckten Heften unb las und machte neue Pläne in der warmen Stube. Die Hölldoblerin. die anfangs schon gemeint hatte, ihr Bub müßte nun als Krüppel von feiner kümmerlichen Rente ein notdürftiges Dasein fristen, wagte vor Selig, keil über die Verwandlung lhrcs Buben nichts zu sagen Do fing er einmal aus freien Stücken zu erzählen an Als sic vom Felde zurückkamen und nach ihrer Heilung zum Ersatztruppenteil entlassen wurden, hieß cs eines Taged: Die Verwunderen zum Unterricht antreren! Aber es war kein Unterricht wie früher über Dienstweg und Feldwachen, sondern da sah ein Leutnant unter ihnen im Zimmer, das eigens als Unrerrichrsraum für die Ver. wunderen eingerichtet war. und hielt ihnen Vorrräge über Baum, und Bienenzucht, über die Schädlichkeit des Trinken» und Rauchen», kurz über alle», wa» einen gut und glücklich machen und im Leben vorwärt»dringen kann. Da ist manchem eine neue Welt an «gegangen v,n Kr ec v»rh«r nicht» gewußt her. Deuchbevch mag gesucht me- selbst nach eine« geattcktea aungSkrieg die Entscheidung gesucht werden müsse, kühn dazu folgendes auS: Der Bewegungskrieg ist den putschen freect Jn ^ 0 oH ■fix S8 rt«f die und Blut ubergegangen. nährend die englische Ärmer in ihrer heutigen Gestalt ihn überhaupt nicht kennt, die französische Armee tin jum mindesten *ft seit November 1914 nicht mehr aetbi hat. Dann wird *,f*n sich zeigen, wie w'chng und rrcht.g eS für die . mt Br 1917 |iir vm aus dem unerschöpflichen Meer glaubte schöpfen zu tön- , ^ ^ , nen. die Vereinigten Pftnnfrn unb Pnnntwi 1 fl 17 nen, die Bereinigten Staaten und Kanada, nten, Indien und Australien, — sie sind in *3* sind ln diesem *|reAen unb Öem bei Jahre mit einer schweren Mißernte geschlagen. Vo imc.. Vorjahre 56 Millionen Tonnen Werzen geerntet wuo-^ den, kamen jetzt nur 36 Millionen herein. Im darsgen jabr l u7b aroien Zutuns Erntejahr konnte England mehr als neun Zehnrelleßl^ seines Einfuhrbedarfs aus den nächstgelegenen^ italienische überseeischen lleberschußaebteten beziehen. auS den «ev> einigten Staaten und Kanada; jetz» uu yiirgc*. Ä n/ht atc Teil des für die Verschiffung verfügbaren Getreides tnwm bet unseren Antipoden in Australien und braucht tze isl das erstemal für den Transport zu unseren Feinden die dreifache \w. Gernabogen getoe Zelt, das heißt den dreifachen Frachtraum wie der ßchdc Truppenteile und . chkn 'tle Stollen« fl «: ttnn fie haben ta) onb Mt Mnstellm, uni L. ® nftnirtlRetortf den Erfolg nicht entwinden lassen, durch nicht» und g f | m nohen waren zwar nick England nur rund 130 Kilogramm aus den Kopf. Kartosseln ernteten wir die Engländer nur etwa 150 Kilogramm pro .Kopf .. Unser Bestand an Rindern betrug etwa 520 Stück NMtofifl von' MeMn aus tausend Einwohner, in England nur etwa 260 a bei '!>al*|mtna anfei 3tAcf. Unser Schweinebestand pro tausend Einwohner die letzten dlachrick war etwa 370 Stück gegen wenig mehr als 80 Stück ^r iw Bearin liier FW »ifMrijetjuflenti in England. Und Mutter ich kann daß er d mit heißen Wangen fügte der Hanne» bei: ..Schau, Kämpfe bei , so bin auch ich auf diesen Weg gekommen, und ^öniar 1200 07 eS auch ich auf diesen dem Herrn Leutnant wird uns Ri 1200 SufTen” - nicht genug danken. , vroeumna J stch io um uns Krüppel angenommen hat. Und ^mäßig leicht onnr- meine Rechnung habe ich auch schon gemacht, and die '< ^niMuno plnp a, ändert Odstdävme rra» ' Andererseits ri^r ich allein leicht davon eine &ttafa J V'enen und Kaninchen ^ erhebliche ll nnff> ^nhiinnlfihMrMi * Fflrrirt on.. liegt te-Vs; SsSShte iinV J in,ubr stimmt Schau. Mutter, die dreihundert vdstdäame tra- gen mir einmal so viel ein. daß leben kann. Dazu habe ich noch die . .. 3m Frühsuhr will ich am Zaun hin noch Iohannt»bserE> Pflanzen, daß der unschöne Draht gan^ venoachfen wird." FW für di/« Dem Hanuev wurde der fttom Reden ganz warm mnö *. Ut durch L ffl en ' &un= II *«i n einem!? C( tof. nicht nur bei den Verbrauchern, bei denen sich im jL. ttQfcn Zyarsamkeit durch die knappe Zuteilung von selbst mLr uA^wrmt, sondern auch bei den Erzeugern, die von leri? ^ ^aben Früchten der eigenen Scholle leben. Die Bevölke- ß !vru^Ä^.^ der Städte u nd Jndustriebezirke. die ^Millionen haben die Entbehrungen .--- asicht und Zähigkeit ertragen, im Bewußtsein, daß rchhalten dre erste Voraussetzung des Sieges ist. j sind die Hände, die unseren Brüdern draußen im N>e und auf der See die Waffen schmieden, die in )&n V- cter Arbeit unter Tag und vor dem Feuer, an Dreh- vCUffAA 4 .fr! und Schraubstock, in Fabriksaal und Schreibstube hen Krieg ihre Arbeit verrichten, eine Arbeit, ebenso oie tin.il KlUtl AUU Ulli; viuu/1 vn um» w* •** KJ**» ^il der Ä in der glücklichen Lage ist. über den elgenen I* des foÄWen. dem Kriege angemessenen Bedarf hinaus über le w^stichr winsüd Kanada Jahr 1917 zur Weltenwende gestalten, dann wird sie sind'in Iabr 1617 die britische Seetvrannei ist geschlagen D^rbreche u und dem deutschen Volke die Tore einer Weizen geerntttw^'i^ und großen Zukunft ausmachen." n herein. Im .... .—--— . »ÄÖe italienische Niederlage Ä n> M * &>*" — ein Siea i^Uezt etn groß« e,Tl verfügbaren Getreide- Deutsche gegen Italiener. Es ist das erstemal bei den Kämpfen am 12. Fe- sJSL* e ^Wuar im Cernabogen gewesen, daß sich in diesem Kriege srarymnnn wie wutsche Truppenteile und Italiener direkt gegenüber- ,nden. Die Italiener sind dabei schlecht weggekom- halte« Naiki *n: denn sie haben schwere blutige Verluste erlit- cker J und die Höhenstelluna östlich von Paralowo Veristen ^cen. Merkwürdigerweist liest man fetzt in ltalie- S fcdö* m Wen Zeitungen Schilderungen dieses ersten deutfch- 2? ' - vri-riienischen Zusammenstoßes, worin dieser Wasfengang eine unvoraleichliche Ruhmestat der - 1 -s ^!^^^"as»ener. die in die GeschichtsblZtter eingetra- int o't? «LrSN werden müsse, gefeiert wird. Man traut feinen iino vegtungSMgreit^gj.^ nicht, wenn man so etwas liest; indessen wurde ohne Unterlatz mit* - - - ' an f et ne Rückfrage an maßgebender Stelle ver- chlagen, bis der Tag^rt. daß kein wahres Wort an der italienischen »rutsche ülühenL^s^ei-uug sei. Sie behauvten, daß sich die ita- wrr dem wort des.nifdjen Truppen wundervoll geschlagen hätten, in s nahe: buglanr siehtwurden sie schmählich geworfen, st!^" ' Zu den Kämpfen bei Mcstkkanesti. n den deutschen Acker Ztegemann im ..Bund": > d^r iMat der nickt .^on Stanislau läuft die Kampflinie bekanntlich das Brrstitztal und über die Höhen des Huzu- nÄ Trnftan Geländes im Gebiet des Czeremosc noch dem Abschnitt. Ele Ernte an tse. ^ ^er Goldenen Bistritz gebildet wird, wo zwi- d M Kllogram . und Kimpolung die Gefechte in der im J“HÜ?^ 3 e{t sch«rsen Zuschnitt angenommen hatten Tie als öo0 zwar nicht über die berühmte Tun- kilogramm pro ^;steHung von Mestikanesti .Herr getvorden. hatten rüg etwa m M Baleputna ansehnliche Teilen'olge erstritten, gland nur m ' “ i J: €nn die letzten Nachrichten zutreffen, sind die Oester- w tausend begriff, hier die örtliche Lage in vollem -g mehr als 80 wiederherzusteNen." t ierzu wird uns noch geschrieben: ie Kämpfe bei Mestekanefti. wo wir am 12. und )er Hannes bei: junior 1200 Russen gefangen nabmen. haben eine n Weg gekommen. Bedeutung. Tie Russen können dort ver- t nity genug banken. leicht angreisen, well sie an der Bahn anaeuommen hat. »na ^ Kimpölung eine gute rückwärtige Verbindung f,on gemacht, and ^hen: Andererseits liegt dort hinter unseren Ste^ undect ObsMume Ml- Straße, die für die Russen als Querver- ich allein ^1# ö ^ n nbunn erhebliche Bedeutung hätte. Es ist die Straße Mnen und Kanm^ ^ Torna Watra nach Siebenbürgen hinein. Tie « twck JohaMtsdeerv^^.^^ ^ Russen, an die Straße heranzukom- " ^ Mtri». - - jf- - m~r>.n -«w— -..rtjfx.» ex 4-rr.... R-V-« S ^ sich Mltr, Die Vage a» ver Batkanfraut '^baevöhnt M.ichnet eine Mitteilung aus bulgarischen militärischen m ' eisen' ecioatlM lvird. durch die Erstürmung der russischen Stellun- ganz ^ n Meftekanesti erheblich verringert worden. «a >»* « 11 ri|cu i ® am ' «in aber * Tie russischen Abteilungen machten täglich Ver- Tag<"„ nbcr den gefrorenen St -Georgs^Kanal in bas Mun« . „«M »bnrdschagebiet ^ einzudringen, jedoch wurden diese tätig trt (Ljflbuldj. ersuche immer bereits im Keime erstickt. Unsere Ar- tie em ™ APfck tfric beschicht ununterbrochen mit sichtlichem Erfolge sich a;' ,. sch vor n x,on Galatz und andere strategische Punkte. d° Mander «rigens herrscht an der Serethfront und an der >d das M manischen Grenze nur schwache Artillerietätigkeit. rk« S/a mtin ge- ;W © raB «zite. » t" ^,-n lassen- b>° Neueste Nachrichten von der Beresina melden eine acht '"L,„ et w 011 ue grohe Külre. Am Sonntag sank das Thermometer »chan ^ s - 35 Grad Celsius. _ §1r;l Die Seesperre wirL Sen unv ^^s Die Amerikaner bleide« zu Haust. I mat AuS Newhork wird gemeldet, daß die Verwaltung 1 American Linie. Eigentümerin des Dampfers „St. .s mied^ Wer. >uis^, der sich in das abgesperrte Kriegsgebret be- ", Wne ^ hatte, ben will, nach Mannschaften suche, welche mit Ka- ^gfarrek rE. iMn umzugehen wissen. Man entnehme daraus, daß Jiaft r Dampfer bewaffnet sein werde, gn allen Kreisen Eb! ^ ** Miere man stark den Vorgang, daß die Wsahrt .-.ssla V S „et. Louis" fortwährend vertagt werde. Falls er «-de belfn m projektierte Fahrt nicht antreten sollte, stünde ^ O« r» vor einem enormen Eofolg dse deutsche« Ges- pst ISMfcaä im »ÄrtKfie«. Die zuletzt gemeldeten großen Erfolge deutscher U-Boote verfehlten tn Norwegen nicht, großen Eindruck zu machen, waS teilweise auch in der Presse zum Ausdruck kommt, durch große Kopfüberschristen wie: 62 000 Tonnen im Laufe von 24 Stunden versenkt. Die neuen Milliarden-Steuern. Kohle, Berkehr u»d Kricgsgewin«. 1200 Millionen Mark müssen wir für die Schuldenverzinsung jetzt ausbringen. und es ist einer unserer festesten Grundsätze, niemals die Schuldenzinsen mit neuen Schulden zu zahlen. So müssen wir also in den sauren Apfel beißen und neue Einnahmen für die Reichskasse suchen. Es müssen Einnahmen sein, die leicht fließen und ohne neue Behörden und schwierige Kontrolle erngebracht werden können. Ter Reichstag tritt am Mittwoch zusammen, und die Reichsregierung tritt deshalb mit chren Steuervorschlägen hervor. Ob sie der Reichstag annehmen wird, steht noch dahin; leicht wird es ihm nicht fallen, denn es handelt sich um hohe Lasten, die die Allgemeinheit tragen soll; sie werden nicht nur auf die starken- Schultern gelegt, sondern sollen jeden, auch den kleinsten Haushalt, treffen. Ties gilt besonders für die Kohlensteuer. Ihr Erträgnis ist mit 500 Millionen Mark angesetzt. (SU wird als Förderabgade vom reinen Wert der Kohle erhoben und verteuert diese um ein Fünftel des Wertes. Tie Steinkohle wird dabei etwas schärfer als die Braunkohle angefaßt. Immerhin würden 100 Briketts gegen 15 Pfennige teurer werden. Tie Erhebung der Steuer erfolgt bei den Bergwerken durch die bestehenden Bergbehörden. Es ist abzuwarten, welche Ziffern die Regierung im einzelnen für die Verteilung der 500 Millionen Mark beibringen wird; den weitaTls größten Teil wird selbstverständlich die schwere Industrie zu tragen haben. Diese Belastung hat ihre natürliche Grenze an der Konkurrenzfähigkeit mit dem Auslande, die der deutschen Industrie nicht genommen werden darf. Im Reichstagsmisschuß wird sicher noch manches Wort gesprochen werden, bevor diese Steuer zum Gesetz wird. In erhöhtem Maße gilt dies für die erhöhte Eistnbahnsteuer. Es soll nach dem Reaierungsvorschlag die bisherige Fahrkartensteuer sortfallen und durch neue Zuschläge zu den Fahrkartenpreisen ersetzt werden. Die Zuschläge sollen betragen für die 1. Klasse 10 Prozent des Fahrpreises, für die 2. Masse 14 Prozent, für die 3. Klasse 12 Prozent und für die 4. Klasse 10 Prozent. Bemerkenswert ist die Einbeziehung auch der 4. Klasse in die Steuer. Bisher war diese bei der Fahrkartensteuer frei. Tie Notwendigkeit der Aufbringung großer Summen, und der Wunsch, eine Abwanderung aus den höheren Klassen in die niederen zu verhüten, ist der Grund für die Erfassung auch der 4. Klasse. Auch die Kleinbahnen und Straßenbahnen sollen der Besteuerung mit 10 Prozent unterworfen werden. Tas würde für die Großstädte das Ende des 10 Pfen- nig-Tarifes bedeuten und sicher viel Widerspruch finden. Als neue Berkehrsfteuer kommt zu den Erhöhungen der Personentarife noch eine Erhöhung des Frachturkundenstempels um 7 Prozent hinzu. Die verschiedenen Verkehrssteuern würden 250—270 Millionen Mark einbringen. Ob der Reichstag einen Weg finden wird, diese unbequeme Steuer durch eine bessere zu ersetzen, muß abgewartet werden. Sicherlich wird dahin gestrebt werden. Ten Rest des Steuersolls beantragt die Regierung. durch eine neue KriegSgewinnfteuer aufzubringen. Tiefe soll von dem bisher noch von der Steuer verschonten Kriegsgewinn weitere 20 Prozent dem Reich zuführen. In Frage kommen in erster Linie die großen für das Reich arbeitenden Gesellschaften. Nach Annahme des Regierungsvorfchlages würden gegen drei Viertel der ganzen Kriegsgewinne vom Reich mtt Beschlag belegt fern. Tie Gesellschaften können auch mit einem Viertel des Gewinns zufrieden sein. Tiefer Teil der Regierungsvorschläge wird sicher den geringsten Widerstand finden. Im übrigen hat nun der Reichstag daS Wort. Allgemeine Krieqsnachrichten. rNrkischer Sieg iiber die Engländer. Ter amtliche Bericht vom 18. Februar meldet: Südlich des Tigris zog der Feind bas Gros seiner Streitkräste zehn Kilometer zurück. Am 17. Februar griff der Feind nach kräftiger Artillerievorbereitung mit schätzungsweise einer Jnfanteriebrigade unsere Stellung bei Fellahie an. Es gelang dem Feinde, vorübergehend tn unsere Stellung einzudringen. Er wurde aber nach Stürmen mit dem Bajonett und Handgra- natenkämpsen wieder vertrieben, so daß wir am Ende i des Kampfes unsere Stellung vollkommen wieder besetzten und die Brigade des Gegners fast ganz vernichteten. Wir machten einen Offizier und 6 V Mann zu Gefangenen und erbeuteten ein Maschinengewehr und einige automattsche Gewehre. Unsere Verluste sind unbedeutend. Wilson rüstet. Tas amerikanische Kriegsdepartement traf Anstalten zur Anwerbung von FreiwiMgen für Armee und Flotte in allen Gebieten der Union. Ten Direktoren der Postämter wurden für jeden angeworbenen Rekruten fünf Dollars versprochen. In allen Gemeinden werden durch Maueranschläge dte dienstfähigen Bürger zur Anmeldung aufgesordert. Alle patriotischen Gesellschaften erhielten Propagandaschriften zu gleichem Zwecke. Reuter mewet aus Newhork: Nach Blatterberich- l ten aus Washington wird Präsident Wilson wahr- l jcheinlich noch vor Ablauf der Woche in einer gemein- sarnen Atzung der beiden Häuser der KongrefieS um die Vollmacht und die Mittel ersuchen, amerikanMeS Leben und ckgenwm gegen den rücksichtslosen U-Boot- kriea zu schützen. Man «imwt 0 », dich der Kongreß die dringende NutÄptW aus »0 MMmre» bewilligen wird, die dem Präsidenten zue versügunz gestellt werden. Englische Kohlen snr Norwegen? Ter norwegische Gesandte in London berichtet, daß die besonderen Beschränkungen in der Kohlen- aussuhr für Norwegen aufgehoben worden sind. Vor einigen Wochen hatten die Engländer die Kohlenausfuhr nach Norwegen plötzlich so gut wie eingestellt. Tie Angelegenheit erregte in Norwegen die größte Aufregung. Als lahme Begründung ihres erpresserischen Vorgehens führten die Engländer an, Norwegen habe die Fischereiverträge nicht strikte eingehalten, obwohl die Behauptung bündig widerlegt werden konnte. Wenn das KohlenauSfuhrverbot aufgehoben wird, so ist das, da deutsche Seesperre die Ausfuhr verhindert, eine außerordentlich billige Großmut. ! Dänemark sendet keine Lebensmittel nach England. Der dänische Dampfer United States, der klar zum Auslaufen war, mußte seine Abreise aufschieben, da er keine Heizer und Matrosen anheuern konnte. Ferner mußten drei Dampfer mit Lebensmitteln für England, die nach Bergen auslaufen wollten, aus de« gleichen Grunde ihre Abreise aufschieben. Beränderte Polenbehaudlumg. Der Posener Gtadtrat beschloß die obligatorische Einführung der polnischen Sprache in den Handel», schulen. Eine polnische Zeitung tn Warschau, die „Zta- mia LubelSka^ schreibt dazu: Diese Episode sei au§ vielen Gründen besonder» hervorzuheben. Man müsse bedenken, daß der Posener Stadtrat in d»er Mehrheit deutsch-natronaUftische Elemente besitze. Der Beschluß bilde erstens den prak- ttschen Ausdruck der neuen Orientierung und sei die beste Anregung dazu, daß sich die polnrsch-dentsche« Berhättnisse tn der Provinz Posen anders, als bisher gestalten. Das sei mit Freuden zu begrüßen, well alles, was zur Schaffung der Harmorlle zwischen den beiden Nattonen beitragen könne, die Widerstandskraft gegen den gemeinsamen Feind stärke. Aus aller Welt. — 40 000 Stadtkinder in pommen'cher Landpftege. In diesem Frühjahr und Sommer sollen in der Provinz Pommern 40 000 rheinische Kinder einen Landaufenthalt von einem halben Jahre genießen. Zunächst sollen aus den bergischen Bezirken fe: 1200 Kinder reisen, besonders berücksichtigt werden bedürft ttge Kinder aus Kriegerfamilien im Alter von 0—14 Jahren. Hereingelegte Hamsterer. In einem VogelS- bergdörfchen kaufte eine hamsternde Großstädterin bei ihrer Wanderung von Haus zu Haus einen Topf mit 10 Pfund Schmalz für 45 Mark. Als sie am nächsten den Topf in Gebrauch nehmen wollte, gewahrte sie zu ihrem Schreck, daß der Topf mit Lehm gefüllt und nur mit einer 2 Zentimeter dicken Schicht Schmalz überdeckt war. Die Hamster werden in diesen Tagen aus tausenderlei Art übers Ohr gehauen. — Man kann sie kaum bedauern; denn ihre Tättgkeit richtet großen Schaden an. ** Die letzte noch lebende Marketenderin, die unfern siegreichen Truppen im Feldzuge 1870-71 mit ihrem Wagen durch Frankreich folgte, Frau Rudolph in Grävenhainichen, ist im Alter von 82 Jahren ge- storben. , ^ , /C¥1 , x Ei« Riesentreibriemen. In Mühlherm (Ruhr) serttgte eine Firma einen Riesentreibriemen für ein auswärtiges Stahlwerk. Der Riemen wiegt nicht weniger als 30 Zentner. Er hat eine Breite von 1,72 Metern und eine Länge von 50 Metern. Zur An- a ung wurden 550 Ochsenhäute verwendet. Der en hat einen Wert von 40 000 Mark. * i • Kleine Nachrichten» ♦ Tie furchtbare Brandkatastrophe in der Stem- pelschen Fabrik in Frankfurt a. M. hat bis jetzt 44 Opfer gefordert. Tie Firma wird für die verwaisten Kinder sorgen. * Vom Schwurgericht in Kottbus wurde der 23 Jahre alte Schlossergeselle Ernst Klug aus Gollnow in Pommern wegen Raub und Totschlag zum Tode und lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Er hatte im Dezember v. I. in Cahnsdorf bei Luckau nachts einen Landwirt, dessen Ehefrau und Stieftochter tut Schlaf überfallen unb mit Axthieben getötet. Gerichts!aal. Nicht für die Katzl Die Aachener Händlerin Therese Koch hatte den Milchkuttcher Heinrich Kleinen wiederholt gebeten, ihr doch Milch für ihre Katzen zu bringen, und der Milchkutscher hat ^h^Zuch in mehreren Fällen je einen halben Liter Milch für diesen Zweck abgegeben. Das Schöffengericht verurteilte ihn deshalb zu 25 Mark Geldstrafe. Die Katzenbe- sttzerin mußte 75 Mark Geldstrafe und die Kosten des Verfahren- bezahlen. ^ Berlin, 19. Februar. An der Börse wirkten die Reden des Staatssekretärs Helsserich sowie de» bayerischen Ministerpräsidenten Hertling festigend aus die Grundstimmung, wenngleich unter dem Eindruck der neuen vom Bundesrat genehmigten Steuervorlagen eine angeregte Stimmung nicht aufkommen wollte und die Spekulation eine gewisse Zurückhaltung bewahrte. Immerhin waren die Kursbesserungen überwiegend. $ Berlin, 19. Februar. (Produktenntarkt.) Nicht- amtlich. Seradella 40—52, Runkelsamen 89—90. Saatwicken 50, Saatpeluschken 35. Saathafer 35, Saat- pserdebohnen 50, Saaterbsen 37,50, Rotlleesaat 235 bis 240. Timoteesaat 93, Spörgel 59-60, Heidekraut 1,50, Runkelrüben 2,05, Pierdemöhren 4,56 per 50 Kilogr. ab Station, Wiesenyeu 9-10, Kleeheu 10,7o bis 12, Timoteeheu 10,50-11,75, Flegelftroh 3,50 brS 4,60. Maschinenstroh 4.20-4,00 per 60 Kilogr. f*et HWS. . _ _ _ — - - HerreSsrout de- Generaloberst Erzherzog Joseph, keine besonderen Ereignisse. Front de- GeneralseldmarfchallS Prinz Leopold v. Bayer». Oeftlich von Lipnlca Dolna an der Narojowka brachte der Russe einen Minenstollen unter unseren vordersten G"'den zur Sprengung und besetzte in ca- schem Nachs.oß den Trichter. Durchs Gegenangriff kam dieser wiedkr in unseren Besitz^— Südlich von Brzce zany wurde ein nach starker Mtnenvorbereilung erfolg' ter feindlicher Angriffsversuch abgewiesen. —- In Wolhynien erfolgreiche Unternehmungen unserer Ltoß- trvppen. Italteaischer Kriegsschauplatz. In den letzten Tagen begann sich die italienische Artillerie auch in einzelnen Abschnitten der GebirgS fronten wieder zu rühren. TarviS wurde wiederholt t schossen Heute brachten Patrouillen deS Infanterie« Regiment Rr. 73 von einer Unternehmung gegen dte feindlichen Stelluneen östlich des Monte sscblo, nördlich von Assago. 22 Gefangne ein. Südöstlicher Kriegsschauplatz- An der Sojusa nichts von Belang Der Stellvertreter des Chefs des Heneralstabes-. v. H S s e r. Feldmarschalleutnant. wtb. Ale», 20. Februar 1917. L e ftl ich er Kriegsschauplatz. Nordöstlich von Focsani brachten Stoßtrupps neben Gefangenen 3 Maschinengewehre und 1 Minel Werfer aus den feindlichen Gräben ein. — Im Ludowagebtet wurde ein ruftscheS Blockbaus gesprengt. — An dec Narajowka 'rbhakter Geschützkampi. Bei Radziwilow hat einer uw lerer Flieger ein russisches Flugzeug obgeichoifei,. Ztalieaischer »rtr,»s»-uplatz Gestern ooctmittog nahm da? feindliche Artillcrie-^^ scuec an der kust'nländ,schcn Front iwnchen Plava und J . dem Meere an Stärke zu Nachts kam cs nur zu ’ ul ne n Feuei üb ersällc n. °Än der" Tiroler Front war die kkZllg^ italienische 5ft: ttderie namentlich im Abschnitt Zwischen ' 'jttliun& i * Sfe Stä ~ .7 Torboli und Loppie tätiger als gewöhnlich- Sfibbftlidicr Kriegsschauplatz- Südöstlich von «erst Feldwachengeplänkel- - n Der Stellvertreter des Chefs des Deneralstabr v. tz ö s e r, Feldmarschalleutnant. -,«i »' tls " 9 „ ___ -- der » Bcrantwortlich: Albin Klein in Gießen. I ¥ 10 •Hi Slark, tir- i „llictit W"' 1 * Wahlspruch: Semper idem r.TibtS St«' 1 u»d Re« ,,, mä|i0>-n WJ ufcifeitö des Kana _ _ bet W 1 ■blS [,cin£ %i .Unilprkrg Semper idem. Underberg-Boonekamp wird nur noch unter der Bezeichnung Underberg _ fd Ngnahme des jbjIdo am 19 Wm-N Wl 5 m Oksliilh'' Kri! y- Froiiiabslh> ^ivsih-'ii unb bcoerfett mb SotftlbfleM.«- ffiajcboitifi »chhustm Scuec Misch« w Ui NoiMe e liefen wmdrn- ln (5 t{tc (Scnctalquart in den Verkehr gebracht. Die alte anerkannt vorzügliche Qualität bleibt unverändert. kellin, 21. Febc. a blauen (eine ivesenlltchci H. Underberg-Albrecht ■— Hoflieferant Sr. MaJ. d. Deutschen Kaisers, Königs v. Preuesen. RHEINBERG (Rhld.) - Gegründet 1846. Kammerllefarant Sr. MaJ.d Kaisers v. Oesterreich, Königs v Ungarn. . broßes §au|)tqu Westlicher Sri HtcrcsglliM Äton rüdlich von Armentie -irkung mrhccre englij \m- Kraftvoller Gegens « Von Dienstag, den 20. Februar, ab Sz- fallen die Züge Sz. v 45 Frankfurt ab 12,°° Mittags, Berlin Friedrich, stratze an 10,-' Nachm-, v 46 Berlin Friedrichstcaße ab 7,°' Vorm-, Frank, furt an 7,"' Nachm-, Pz. 797 Frankfurt ab 3," Nachm-, Fciedberg an 4,°'. Pz. 1860 Friedberg ab 9,'° Vorm-, Hanau Oft an 10,", Pz- 1868 Friedberg ab 4," Nachm, Hanau Oft an 5.", Pz. 1859 Hanau Ost ab 9,°' Voim, Friedbcrg an 10,", Pz. 1869 Hanau Oft ab 4,°' Nachm., Friedbcrg an 5,°' »orflbtrgtbtud am. G8 werden verlegt: Pz 1856 Friedbcrg ab 7.°' Vorm, (bisher 6,°°), Hanau Ost an 8.°' (b «her 7,") und Pz. 1853 Hanau Ost ab 5.°' Nachm, (bisher 6,°°), Friedbcrg an 6,“ (bisher 7, 01 ). Köaigl. eiTenbahndirekiion TraakTurt (Main). Bon Dienstag, den 20. Februar, ab lalle» nachstehende Züge vorHvergedr»S a»ir Pz. 1722 Siegburg ab 3," N., Troisdorf an 4, 00 N. Bon Dienstag, den 20. Februar, ab falle» die Triebwagenfahrten 3105) Wetzlar ab 7, 87 2}., Lollar an 8, 81 und 3108 Lollar ab 11; 48 V, Wetzlar an 12," Mittags vor«drrgede»a s«r Kflle eiltnbabndlrcktlon fratikfurt (Main) Bekanntmachung. Bon Mittwoch, den 14. d. MtS., fallen die Züge v 79 Frankfurt ab 7° # Borm. Hamburg an 5 V0 Nachm D 74 Hamburg E 71 Frankfurt E 72 Hamburg D 81 Gießen 12" Nachm. Frankfurt 8 88 Vorm. Hamburg 9™ Borm. 8 80 Vorm. D 82 Duisburg ob 3 57 Nachm. 6 09 Nachm. Frankfurt „ Cöln_. Duisburg an ll 00 Nachm 8 M Nachm. 8 53 Nachm. 12 M Nachm. 1” Nachm. 639 Gießen 1661 Sinn 1675 Eitorf 1712 Ettorf 634 EÜln 1622 Troisdorf 1709 Troisdorf 1711 Siegburg 12," N., 6/' N, 7/o N., 11/0 N., 9," D., 12," N, 4, 10 N , 10," N., Cöln Herborn Troisdorf Siegburg Gießen Siegburg Siegburg Eitorf 5, 61 N. 6," N. 8, 88 N. 11, " N. 2," N. 12, " N. 4/* N. ll/o N. Bruchlcidcndc 4 c '• Kl'-l I bedürfen kein sie schmerzendes Bruchband mehr, wenn sie meb Grütze verfchwtndcnd kleines, nach Matz und ohne »>eder, und Nacht tragbares, auf seinen Druck, wie auch jeder Vage Grütze deS BruchleidcnS selbst verstellbares Ngl. EiTenbabndirekflon TranfcTurt (Main). Bon Dienstag, den 20. Februar, ad fallen die Schnellzüge D 123 Koblenz ab 11 “ Vorm.. Gießen an 1," Nachm, und 0 124 Gießen ab 6." Nachm. Koblenz an 8," Nachm. eortteergehend am. Kgl eiltnbaMidfrtKtlon Trankturt (Main). Olir Raufen fortlaufend Cebensmittel aller fix\ Gießen 9 M Nachm. Eöln ab v-r«vergede»4 aus. König!. €ilcnh».n2r ,n fi