♦♦♦♦♦❖♦♦❖♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ r ♦ ! ♦ Aufwärts! 1 GcmeinscbaHsblalt für kessen. I Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Verlag Oer LuclibanOIung der Pilgermissioa Eichen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Psarrer Sperber-Cassel und die Prediger der Pilgermission. Druck von I. G. Sncken Nachfolger, G. m. b. H., Cassel. Nr. 51/52. Sonntag, den 22. und 29. DsZembrr 1918. 11. Lah.-q. Aie Keburt Jesu. .Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Cyrenius Landpflegcr in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeg- sicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Iosevh aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechts Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertraueren Weibe, die war schwanger Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend ans dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe, des HErrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HErrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht; siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Chrsstus, der HErr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: »Ehre sei Gott in der Hohe und Friede auf Erden und den Menschen ein WohlgefallenI«" Luk. 2, 1—14. Jesus, der ewige Gottessohn, verließ die Herrlichkeit des Himmels und das ewige Lobgetön der 3hm dienenden Engel. Er, der reich war, wurde arm. In unser Fleisch und Blut gekleidet, betrat Er in Bethlehem in der Krippe unsere arme Erde, um uns zu erretten von der Gewalt des Teusels. Wende, lieber Leser, dieser großen Gottestat deine volle Beachtung zu. Christus war reich, reich an Herrlichkeit, reich an himmlischer Freude und Heiligkeit, reich in Lberströmender Liebe und dem Wohlgefallen Seines himmlischen Vaters. Er wurde arm, damit wir Armen reich würden. Weil Er arm wurde, wurde für Ihn, den HErrn der Herrlichkeit, kein Raum in der Herberge gesunden, sondern Er mußte in einer Krippe, in einem Stalle gebettet werden; hingegen ist für uns droben im Vaterhaus eine himmlische Wobnung bereitet Weil Er arm wurde, mußte Er klagen: „Die Füchse haben Gruben, die Vögel des Himmels haben Nester, ab^- des Menschen Sohn bat nicht, da Er Sein Haupt hinlegt." Er ging den Weg tiefster Erniedrigung, damit das, was kein Auge gesehen, kein Ohr gehört und in cheines Menschen Herz ge kommen ist, unser gewisses Erbteil würde. Wohl dem Menschenkind, das aufwacht und anfängt Raum zu machen für Den, der der Inbegriff aller wahren Freude und Seligkeit ist. Wohl dem Menschen, der erkennt, ohne den Heiland bin ich arm und elend, unter die Sünder verkauft und verloren, und wenn ich große irdische Reichtümer hätte, wenn Jesus mir fehlt, so bin ich friedelos und freudelos. Wo aber für Jesum Raum gemacht wird, da findet das Leben selber Raum und vertreibt den Tod, da kehrt herrliches Licht ein und vertreibt alle Hoffnungslosigkeit, da kehrt selige Liebe ein und macht der Trostlosigkeit ein Ende. Wo Jesus Raum hat, da ist der Segen des HErrn und das wahre Glück, denn Er ist unser Friede und in Ihm ist Freude die Fülle. O. D Wer so stirvt, der stirvt wohl. So oft ich daran erinnert werde, freue ich mich im Geiste jener Stunden, die ich am Sterbelager eines Mannes zubringcn durfte, dem aus dem Dunkel dieser Gerichtszeit die Sonne der Gnade aufgegangen war und der die Ruhe der Seele und den Frieden des Herzens gefunden hatte. Als Sohn gläubiger Eltern war er im Lichte der göttlichen Wahrheit nufgewachsen; aber so mancherlei Zweifel seines grübelnden Verstandes hatten ihn immer abgehalten, der Wahrheit des Wortes Gottes ganz zu glauben und den HErrn Jesum als seinen persönlichen Heiland anzunehmen. So blieb er innerlich friedelos und erschwerte sich auch das äußere Leben, bis plötzlich der Krieg aus- brach und ihn als 39 jährigen Landwebrmann und Vater von vier Kindern sofort unter die Waffen rief. Bist du, lieber Leser, vielleicht auch so ein Grübler und Zweifler? Laß dich nicht solange aufhalten! An den schlichten Feldpostbriefen unseres Wehr- mannes war mir besonders auffallend, daß nie ein Klagelied oder ein Murren zu hören war, sondern stets ein lieblicher Ton der Dankbarkeit für erfahrene Hilfe und Güte Gottes herausklang. So ist es nicht zu verwundern, daß er die Wahrheit des Schrift- Wortes erfahren durfte: „Wer Dank opfert, der preist' Mich, und das ist der Weg, daß Ich ihm zeige das Heil Gottes." (Ps 50,23.) Möchtest du, lieber Leser, nicht auch diesen schönen Weg einschlagen? Durch Dankbarkeit gegen Gott zum Heil Gottes! Äußerlich betrachtet, ging es freilich einen schweren Weg. Durch Schanzarbeit in ständiger Nässe zog der gesunde, starke Manu sich eine Rippen- fell- und Lungenentzündung zu. Fieberglühend und abgezehrt fand ich ihn im Lazarett. Meine größte Sorge auf dem Wege war die gewesen, Gott möge ihn doch nicht wegnehmen, ehe er in Christo Er- rettung gefunden habe. Als ich aber an sein Bett trat, legte er die linke Hand auf die keuchende Brust, hob die rechte in die Höhe, sah mich mit seinen fieberglänzendeu Augen groß an und brachte mühsam die Worte hervor: „Viel Glück! — Der Heiland! — So einfach und so groß I —" Nun wußte ich genug; meine bange Sorge wich großer Freude. „Der Heiland! Das ist etwas Großes!" So be- zeugte er wiederholt. „Wie schwer haben oft meine Sünden mich gedrückt! Aber jetzt ist alles weg — alles weg!" Und dabei machte er eine energische Handbewegung und fuhr daun fort: „Wie ist es mir so leicht! Wie bin ich doch so froh!" Immer wieder bat er mich, ihm etwas aus der Bibel vorzulesen; „aber etwas vom Heiland," setzte er meist hinzu. Wie ein Dürstender den frischen Trunk, so nahm er das Wort des Evangeliums auf. Auch Verse aus geistlichen Liedern: „Mir ist Erbarmung widerfahren" u. a. wollte er immer wieder hören. Wiederholt rief er, so laut er konnte: „Jesus, Heiland meiner Seele, laß an Deiner Brust mich ruh'n!" Dabei betonte er mit Nachdruck das Wörtchen „ruh'n", und ich ließ es ihm so, obwohl der Vers eigentlich etwas anders lautet. Er ruhte wirklich an der Brust seines Heilandes. O selige Ruhe I Einmal fragte ich ihn: „Wie ist es denn gekommen, daß du nun deinen Heiland gefunden hast?" Da sagte er: „Ich weiß es nicht; auf einmal war Er bei mir; ich durfte Ihn nur nehmen." Und nach einer Pause fuhr er fort: „Wie bin ich doch so dumm gewesen, so dumm! Bin vierzig Jahre auf dieser Welt herumgegangen und habe den Heiland nicht gefunden! Wieviel habe ich mich geplagt mit Zweifeln und Grübeln! O hätte ich doch gewußt, daß es so einfach ist, so einfach!" Nur eins drückte ihn noch. Als ich ihm das Lied vorsagte: „Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh'?" sagte er bei manchen Stellen: „O wie schön!" Aber beim Schluß: „So komm, o mein Heiland, und hole mich heim," schwieg er nachdenk- lich still, und ein Schatten kam über sein Angesicht. Nach einer Weile sagteer: „Ich wäre noch so gern bei meiner Frau und meinen Kindern geblieben!" Ich seufzte innerlich und durfte ihm daun sagen: „Sieh, wenn der Heiland dich heimholt, dann sorgt Er auch für deine Frau und deine Kinder. Du darfst es glauben, Er hat sie noch viel lieber, als du sie hast." Ec hob den Kopf, und sein Gesicht hellte sich wieder auf. „Ja, unsere Liebe und Seine Liebe, das ist gar kein Vergleich! Das glaube ich, daß Er besser für sie sorgen kann als ich." Nun war er von allem Irdischen los und konnte sich ganz in die Hand seines Heilandes legen. „Wenn Er mich holen will, dann soll Er bald kommen." Das war sein letztes Wort. Er schloß die Augen, blieb ruhig liegen und schlief fried- lich ein. „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hatdasewigeLeben!" K. E. K * Keil dem Sünder! „Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten." (Matth. 9, 13.) Mein Jesus nimmt die Sünder an, Die reuig zu Ihm kommen. Kein einz'ger je dem Zorn entrann Von den vermeintlich Frommen; Nur wer sich "selbst im Licht erkannt Und seine Schuld dem HErrn bekannt. Dem will Er Gnad' erzeigen. Mein Jesus nimmt die Sünder an. Die großen und die kleinen. O möchten sie doch Mann für Mann Am Gnadenthron erscheinen! Warmn, du unbekehrtes Herz. Willst du vergehn in deinem Schmerz? O komm zu Jesu Füßen! Mein Jesus nimmt die Sünder ein,' Des jubelt meine Seele. Ich will mich reuig zu Ihm nah'n. So oft ich mich verfehle. Er tut Sein liebend Herz mir auf. Stärkt mich in meinem Glaubenslauf; Preis Ihm für Sein Erbarmen! W. & Iayresschl'uß. Das Jahr 1918 mit seinen vielen, schweren Ereignissen naht sich seinem Ende. Wer weiß, was 1919 bringt? Aber hinter den Wolken steht die Sonne. „Jetzt zwar sehen wir das Licht nicht, das doch leuchtend hinter den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen." (Hiob 37, 21.) Wenn das Meer hohe Wellen schlägt, so herrscht doch auf dem Meeresgrund tiefe Stille. Dahin kann kein Sturm dringen. Sonne, und Meeresstille ist uns der HErr Jesus! Es steht nicht umsonst in Dan. 11,32b: „Die Leute aber, die ihren Gott kennen, werden fest bleiben." Und in Jes. 7, 9b: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht!" Bei hellem Sonnenschein und glatter Fahrt ist es leicht, zu glauben. Keine Anfechtung bläst in die Segel und keine Sorge umdüstert den Himmel. Aber wie der Baum seine Wurzeln im Sturm nur um so tiefer ins Erdreich schlägt, so soll und darf das Herz eines Christen es machen, wie der greise Prophet Jesaja, der wettererprobte und schmerzbewährte, es als die innerste Erfahrung seines Lebens ausspricht: Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HErrn und halte sich an seinen Gott. In der Anfechtung wird echter Glaube bewährt. Der unechte zerstiebt wie Spreu im Sturm. Darum laß dich am Schlüsse des Jahres fragen, lieber Leser: „Glaubst du und bleibst du? Hältst du dich im Schwanken deines Lebensschiffes an deinen Gott? Gehst du über die Schwelle des neuen Jahres als einer, der fest bleibt^ weil er seinen Gott kennt?" Wieviel Gelegenheiten, Ihn kennen zu lernen, boten die Jahre, die hinter dir liegen! Daß du trotz Mangel und Schwierigkeiten heute noch lebst und jetzt dieses Blatt in deiner Hand hältst und liesest: ist es nicht eine Gnadenführung, die dich dazu bringen sollte, deinen Gott kennen zu lernen? Daß dir in aller Not immer wieder Durchhilfe zuteil wurde; daß du noch ein Dach über dem Haupte, ein Kleid am Leibe und Schuhe an den Füßen hast: ist es nicht dasselbe, was Jehovah 5 Mose 29, 4 Seinem Volke als eine Offenbarung Seiner Gnade in die Erinnerung ruft: „Ich habe euch vierzig Jahre lang in der Wüste geführt. Eure Kleider sind an euch nicht zerlumpt, und dein Schuh ist an deinem Fuße nicht zerrissen!?" Wie hast du dem HErrn darauf geantwortet? Mit Murren und Klagen oder mit einem Herzen, das sich an seinen Gott hält und „den Jubelschall kennt" ? Und doch sind das, was ich eben aufzählte, nur kleine Dinge im Vergleich zu dem einen unaussprechlich großen, in welchem die Liebe Gottes sich offenbart: das Kreuz auf Golgatha! Es ragt über Zeiten und Lande. Wie vieles auch im Sturm der Zeiten zusammenbricht: das Kreuz steht bis zum Weltenende! Große Männer kommen und gehen. Ruhmvolle Namen tönten und verklangen. Aber der Name dessen, der Sich als Mittler für uns am Fluchholz kreuzigen ließ, bleibt bestehen, bis der letzte Mensch über die Erde gegangen ist, und darüber hinaus bis in Ewigkeit. „Es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Akenschen gegeben, in welchem wir sollen errettet werden." (Apg. 4, 12.) Weißt du mit diesem Namen „Jesus" etwas anzufangen? Überschreitest du mit Ihm die Schwelle zum neuen Jahre? Gehörst du zu der kleinen Herde, die in Ihm ihren Hirten sieht? Bist du einer, der seinen Erlöser kennt und darum fest bleibt? O mein Freund, woher deine Angst vor dem Tode? Mache dir nichts vor: es ist die Angst vor dem Gericht, das dem Tode folgt! Und warum diese geheime Angst vor dem Gericht? Weil deine Sünde dich verklagt und weil dein Gewissen dir bezeugt: wenn Gott einmal als der Richter vor mir stehen wird, kann ich Ihm auf tausend nicht eins antworten! In dem Gericht werde ich schuldig gesprochen und u ewiger Zuchthausstrafe verurteilt! Vielleicht lebst du ganz ehrbar, wenn ran dein Leben au den Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches prüft. Aber am großen Gerichtstag dort droben werden andere Bücher aufgeschlagen. (Offb. 20, 11—14.) Und die entscheidende Frage ist nicht: Hast du dieses getan und jenes unterlassen? Sondern: Wie hast du dich bei Leibesleben zu dem Sohne Gottes, Jesus Christus, gestellt? Hast du Ihn als deinen HErrn proklamiert? Bist du mit dem hochzeitlichen Kleide angetan, das Er auf Golgatha für dich erwarb? Hast du dir deine Sünden vergeben und dich reinwaschen lassen durch Sein teures Blut? Der Mund der ewigen Wahrheit selber spricht es aus: „Niemand kommt zum Vater, denn durch Mich I" (Jes. 14, 6.) Er ist der lebendige Weg zum Vaterherzen Gottes: „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." (Joh. 3, 36.) Darum komm zum Kreuze mit deinen Lasten an Sorge und Sünde! Und wenn du noch so gebunden wärst — Jesus, der wunderbare Erlöser und Durch- brecher aller Bande, macht dich frei. „Sein Blut macht rein von aller Sünde!" Unter der Deckung dieses kostbaren Blutes gehst du, geschützt vor Sturm und Brandung, bewahrt vor ewigem Tod und ewigem Verderben, »eit zur Herrlichkeit. ,,... Ist Jesus der Lotse in deinem Lebensschlfs, so kannst du auch jetzt in tiefem Herzensfrieden ,ns neue Jahr hinübergehen. „Die Leute, dre ihren Got kennen, werden fest bleiben," durch Gottes Macht bewahrt zum ewigen LebenI JJt. JJc. JJc. ßyristus sucht das Werlorene. „Denn des Menschen Sohn ist gekommen. zu suchen und selig zu machen, was verloren ist." Luk. 19, 10. Für mich ist das einer der lieblichsten Sprüche m dem ganzen Worte Gottes. In diesem kleinen, kurzen Satze wird uns gesagt, warum der Sohn Gottes in die Welt kam; wird uns gesagt, was für ein Geschäft Er in dieser finsteren Welt auszurichten hatte Er kam nicht, um die Welt zu richten und zu verdammen, sondern daß die Welt durch Ihn ge- rettet werde. Er kam nicht, uni den Menschen elend zu machen, sondern um das Verlorene selig zu machen. Es ist der Fürst des Himmels, der auf diese finstere Erde herabkam Warum ist Er gekommen? Nun wir hören es: „zu suchen und selig zu machen, was verloren ist." Und jeder Mann und jedes Weib gehört entweder zu den Verlorenen oder zu den Ge- fundenen. Du bist also entweder verloren oder ge- funden. Und Christus nimmt die Stelle des Suchen- den ein! Nach Adams Fall kam Gott zu ihm herab. Adam hätte im Garten Eden auf und ab gehen und ausrufen sollen: „Mein Gott, wo bist Du? Ich habe gesündigt; ich habe gesündigt und bin gefallen." Statt dessen ging er weg und verbarg sich, und Gott kam herab, und man hörte Seine Stimme im Garten Eden: „Adam, wo bist du?" Es war die Stimme Christi, die Stimme der Liebe. Doch Adam war erschreckt weggegangen, und Gott nahm die Stelle deS Suchenden ein, und von Adams Fall an bis auf den heutigen Tag hat Gott stets den Platz des Suchenden eingenommen. Es ist kein Geretteter, den Er nicht zuerst gesucht hätte. Wir haben Ihn nicht erwählt, sondern Er hat uns erwählt. Wir gehen von Natur nicht zu Ihm; sondern vielmehr weg von Ihm, wie Adam es machte, als er sich vor einem liebenden Gott verbarg. Lest, was in dem fünf, zehnten Kapitel des Evangeliums Lukas geschrieben steht! Es ist nicht das verlorene Schaf, das von der Herde verlaufene, das den Hirten aufsucht, sondern es ist der Hirt, der dem verlorenen Schafe nachgehl. Wer hörte je von einem Schafe, das sich von der Herde verlaufen und das sich ausgemacht hätte, den Hirten zu suchen, ihm entgegenzueilen? Und so hat uns Jesaja gesagt: „Wir alle waren verirrt wre Schafe, jeder ging seinen eigenen Weg" — und der große Hirt ist herabgekommen, um uns nachzugehen. ^ Moody Silvester. Das alte Jahr senkt seine Flügel, Es weicht dem neuen, schon so nah. V e r s ch l o s s e n u n tcr G o t t e s S i e g e l Liegt dies wie ein Geheimnis da. Und möchtest du das Siegel brechen? O Menschengeist, laß ab davon! Laß still das Boot vom liier steche», Am Steuer steht der Meister schon Der Blick der Zukunst ist verschlossen- Mich grämt es nichi. Ich weiß genug: Ter einst Sein Blut für mich vergossen Und meinen Namen schrieb ins Buch, Der weiß, wie Er mein Schifstein führet, Kennt Sturm und Wellen. Klippen, Strand, Hat Zeit und Ziel für mich erküret, Mit Ihm erreich' ich sich'res Land. Laßt uns die Schwelle überschreiten: Hinein ins neue Jahr mit Gott! Vertrauen wir, so wird Er streiten, Uns Retter sein aus aller Not. Und reichen wir Ihm Herz und Hände Und lassen uns von Ihm erneu n. So wird vom Anfang bis zum Ende Der HErr uns stets der Führer sein. Ti. T Versammlungs-Anzeigen. Im Verlage der Anstalt Bethel bei Bielefeld sind erschienen und durch unsere Buchhandlung zu beziehen! Wegblumen. Gedichte. Von Luise Rolf. Ge- Mk. »--.tat WtafO. »WKt* Linie RollI Sie werden estalle mit Freuden begrützen. daß nunl diese Gedichte mit ihrem krohen Glaubellsmut, Ihrer innigen Tiese und Schönheit in solch schöner Ausstattung zu haben stnd. Kriegscrlcbnisse einer ostafrikanischen Missionars» ES^ili se^ergreisend. wenn ivir hier sehen, wie eine Missions- frau mit ihren oft kranken Kindlein in belgische Acsangenschaij wie man sie herumschleppt quer durch ganz A-rika, dann uberS Meer nach England, dann nach Frankreich bis sic mbluä ««»getauft wird. Hier zeigt sich duldendes Heidentum, das uns beschämt. Was uns Jesus zum Jammer des Krieges sagt. Lier Vorträge. Von Pastor Michaelis. Brosch. Mk. 1. . Friede auf Erden. Sechs Künstlerkarten mit Schrift, «orten und Zeichnungen. Von Meta Voigt. Serie „0 Pfg- Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 -reden Sonntag l'/t Uhr Sonntogsschuke. 4 Uhr Jimgsrau-nverein ^edcn^Mlttwoch^8h» Uhr^BNe'stn^ Ühr^Lebetsstuad' Bezirk Bellnhausen. gehe, Sonntag 2 Ubr Versammlung im Vereinshau» Betknhaufe« Bezirk Lriedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24 Jeden Eoimkagnachmitiag 2 Uhr 8°nntags,chule:abendS8-»Uh. Ser,ammlnng:i-den Donnerstagabend 8-,- Uhr Bibel- und Gebetsstun- Bezirk Sich und Schotten. mind» -reden Sonntagabend 9 Uhr Versammlung: sehen Monta» Stfiotten Jeden Sonntagmitiag 12'/« Uhr SomitagSschnle, kr 6 onn 1 üaabend y Ufjr Versammlung. m « na ;h Betzenrod. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat na«- «Mag» 8 Uhr Versammlung. <»♦♦♦< l ♦ l ♦ Einzelne C Verlag Nr. 1/2 Das reich an gr wir hier alles an s wo svllten » Viele 1917/18 i gefallen ob Ja, ii gewaltig. Buße. Di göttlichen L über sehr > In di Menschen dein Stra Schwefel i da entflöhe Auch i Gnade und Menge schl Und verurteilt t hat in Sc die größte Segen ver> gestorben n als Heiland Durch Ihn und Bergel Durch gelium von viele Men sä öeben gefui der Tag de