[ateS. Jahre- e Frucht der l schien seinen ! lefahr, welche rechtfertigen, gen auf, um | einer schauer- b von schönen x Feuer aus, viberstehlicher em Tode des kühuheit, sein »sdruck einer äßt ihn seine am Abgrund üuder, wache L. Pf. d! ich heut'I ch Zeit I it ein, und rein. :in Wort! n sosortl dich «ml >on nahn'? umfah'n. , t» M,»»I H»!t' h im Monat «M>< :n S»n»ftSt«| '■ in»; jekfir ätrirl) !o»«t nochmitt»! im Monat »tmU im Monat «SenM mt abend« » M- -den», » lld- Verlammlim« «d »klbctrachtung. ! t f t ■ «• | ! Semeinschsltsblatt für dessen. | Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. Verlag der Buchhandlung der Pilgermtssloa Ziehen. Redakteur: Stadtnstssionar tzerrmann-Gießen. Mitarbeiter! Pfarrer Sperber-Eastel und die Prediger der Pilaermission. Druck von I. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. v-- Cassel. Nr. 47/48. Sonntag, den 24. November und 1. Dezember 1918. 11. Iahrg. Kie Sünde ist der Freute Zierderöen. In Berlin stand ein Clternpaar, das seine eigenen Kinder in ganz unglaublicher Weise zu fortgesetzten Diebstählen augehalten und damit zu deren Verwahrlosung beigetragen hat, in dem Arbeiter Ferdinand Fickinger und seiner Frau Auguste wegen Anst istu ng zum Diebstahl und zur Hehlerei vor der 3. Strafkammer des Landgerichts I. Als die beiden zehn- bezw. dreizehnjährigen Kinder der Angeklagten, ein Junge und ein Mädchen, durch eine Verwandte verleitet, sich eines Tages als Warenhausdiebe betätigt hatten und reiche Beute nach Hause brachten, fanden die Eltern einen derartigen Gefallen an diesem einträglichen Tun ihrer Kinder, baß sie diese aufforderten, recht fleißig so fortzufahren. Sie regten sie nicht nur dazu an, sondern gaben auch den Kindern direkt Fahrgeld, um solche Besuche in den 'Warenhäusern zu machen. Die beiden so Angeleitetcn ließen sich das von den Eltern nicht zweimal sagen und-unternahmen förmliche Raubzüge durch die Warenhäuser. Als sie endlich erwischt wurden und eine Haussuchung in der elterlichen Wohnung stnttfand, wurde dort ein ganzes Warenlager von Blusen, Stoffen, Vasen, Lebensmitteln und dergleichen vorgefunden. Angesichts einer derartigen Erziehung beantragte der Staatsanwalt gegen den Vater zehn Jahre und gegen die bisher unbestrafte Mutter fünf Jahre Zuchthaus. Das Gericht erkannte auf drei Jahre bezw, zwei Jahre Zuchthaus. In Köln geschah folgendes: Der sechzehnjährige Sohn einer ehrbaren Familie war durch Schundliteratur auf Abwege geraten. Aus Rache, daß ihm das Lesen schlechter Bücher verboten worden war, schlich er sich nachts mit einem Beil in das Schlafzimmer seines Vaters, um diesen zu erschlagen. Nach einigen wuchtigen Schlägen auf den Kopf des Vaters gelang es dem schwer verletzten Manne, dem ungeratenen Sohne das Beil zu entwinden. Das Kölner Kriegsgericht verurteilte den jugendliche» Verbrecher zu drei Jahren Gefängnis. Aus Remscheid wird zu dem Gattenmord in der Nordstraße nachträglich gemeldet: Die Frau des Schuhmachers Heinen, die sich des besten Rufes erfreute, hatte alles getan, um ihrem aus dem Heeresdienst heimgekehrten Manne den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Mann war aber vollständig beherrscht von dem Gedanken, daß ihm seine Frau untreu geworden sei. Mit einer Browningpistole in der Hand ver- langte er ein Geständnis. Als die Geängftigte aus dem Zimmer entfliehen wollte, gab Heinen einen Schuß auf sie ab. Die Kinder erwachten durch die Schreie der Mutter. Der älteste dreizehnjährige Sohn und Heinen trugen die schwerverletzte Frau ins Schlafzimmer, wo der Mann nochzweiSchüsse auf sie abgab, die den Tod der Unglücklichen herbeiführten. Der Täter machte bei seiner polizeilichen Vernehmung, zu der er sich freiwillig gestellt hatte, ganz klare Angaben und zeigte keinerlei Reue über seine Tat. Zeitungsberichte, die ähnliche Trauersälle enthalten, können wir täglich lesen. Das Elternpaar in Berlin, der Sohn in Köln, der Ehegatte in Remscheid erscheinen uns als besondere Sünder. Es ist wahr, sie haben Taten begangen, vor denen du, teurer Leser, zurückschrcckst. Und doch, auch du bist als schuldiger Sünder deinen Erdenweg gegangen, und es ist die große und bedeutsame Frage, ob du Vergebung und Frieden mit Gott gesucht und gefunden hast. „Was sind wir, wenn es uns betrifft ? Ein Abgrund volle: Sündengift." Aber Gott sei gepriesen, der Weg zu Ihm ist gebahnt durch den einen Mittler, durch Jesum, Gottes eingeborenen Sohn. Wo irgendein Mensch aufrichtig im Bewußtsein seines verlorenen Zustandes als ein Schuldiger den Namen des HErrn Jesu, des gekreuzigten Gottessohnes, anrufen wird, der wird errettet werden. In dem Augenblick, in welchem sich ein Mensch mit aufrichtigem Willensentschluß den Netterhänden Jesu anvertraut, wird die Gnade ihn ergreifen. Wenn ein Mensch nach einem Leben voll Sünde und Schuld aufrichtig aus der Tiefe seines Herzens um Gnade rufen wird, so wird er durch das unermeßliche Erbarmen Gottes errettet werden. Das Blut des Sohnes Gottes, auf dem Kreuze für Schuldige geflossen, wäscht ein solches Leben von allen Flecken der Schuld und schreibt seinen Namen als den eines Erretteten in das Buch des ewigen Lebens. Die Sünde ist mächtig, gewaltig, groß; die Gnade ist noch mächtiger. O. D. Irieden! „Nun wir sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum ChristumI" Rom. 5, 1. Welch lieblichen Klang hat dasWort „Frieden"! Doppelt lieblich, seitdem wir aus eigener Erfahrung den rauhen Klang des Wortes „Krieg" kennen gelernt haben. Doch nicht von Weltkrieg und Völkerfrieden wollen wir jetzt reden, so sehr uns dies auch am Herzen liegen mag. Es gibt für dich und mich persönlich noch eine andere Art von Frieden, einen Frieden, den man mitten im Kriege haben kann, den Frieden des Herzens, den Frieden mit Gott. Wenn du diesen köstlichen Frieden noch nicht kennst und hast, so sollst du jetzt erfahren, wie man dazu kommt. Friede ist immer die Aushebung von Streit. Nicht selten geschieht es, daß ein ungeratener Sohn fortwährend auf Kriegsfuß steht mit seinem Vater. Er will nicht, wie der Vater will. Bei der Arbeit soll es nach seinem Kopfe gehen; in der Freizeit geht er seine Wege. Er hört nicht auf den Vater, sondern auf die „guten Freunde", die in Wirklichkeit böse Verführer sind. So bereitet er dem Vater viel Herzeleid. Und er selbst fühlt sich, trotz des scheinbar „lustigen Lebens", im Herzen tief unglücklich. Es ist kein Friede und keine Freude in Haus und Herz. Wie soll das anders werden? Wie kann's zum Frieden kommen zwischen Vater und Sohn? Soll der Vater dem Eigenwillen des Sohnes nachgeben und feine Abwege gutheißen? Nicht wahr, das wäre ein fauler Frieden, der böse Früchte zeitigen würde! Nein, soll es zu einem guten Frieden kommen, der beide Teile befriedigen soll, dann muß der Sohn seine Schuld erkennen und bekennen und den Vater um Vergebung bitten; er muß auch den Eigenwillen aufgeben und seine Irrwege verlassen und seinem Vater Ehrerbietung und Gehorsam entgegenbringen. Genau so ist es zwischen der Menschenseeb und ihrem Gott. Die Sündenlust und der Eigen« wille haben einen dauernden Kriegszustand geschaffen, : eine innere Scheidewand aufgerichtet. „Eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander," so sagt Gottes Wort. (Jes. 59, 2.) , Der Mensch von Natur ist irdisch, fleischlich uni» sündig. Gott aber ist Geist; Sein Wesen ist himmlisch und heilig. Das paßt nicht zusammen. Das gibt Uneinigkeit, Trennung, Feindschaft. „Fleischlich gesinnt sein ist eine Feindschaft gegen ! Gott." lNöm. 8.) „Der Welt Freundschaft ist Gottes Feindschaft." (Jak. 4.) Darum ist es eine naturgemäße Wahrheit: „Die Gottlosen haben keinen Frieden." (Jes 48,22.) Die „Gottlosen", das brauchen keine Verbrecher und Lasterknechte, | Gottesleugner und -lästerer zu sein. Es sind auch viele ehrbare und tugendhafte, edle und ideale, ja religiöse und fromme Leute in Wirklichkeit fern von Gott, leben tatsächlich so, als ob kein Gott ! iväre, lieben und ehren Ihn nicht, gehorchen und ^ dienen Ihm nicht, sind los von Gott, also gottlos, i Oder glauben solche Leute, daß Gott mit einem ! Sountagsbesuch, mit einigen Almosen und einem christlichen Anstrich zufrieden sei? O nein, es muß ganz anders werden! Aber »vie denn? Vor allem muß es zur Selbsterkenntnis im& Sündenerkenntnis kommen, zu in Leidtragen ob der Schuld, zum Weinen ob der Verdorbenheit, Ver- j irnmg und Verlorenheit. Und ivenn du auch gar > nichts Böses getan hättest, so müßtest du ewig leidtragen, daß du deinen Gott nicht geliebt und , geehrt hast von ganze,n Herzen, Ihm nicht gelebt und gedient mit allen Kräften, und daß du Jesum, ! das Lamm Gottes, für nichts geachtet hast, i Solches Leidtrage» laß dich zum Stillstehen, zur j Einkehr und Umkehr bewegen. Beuge dich vor deinem Gott und suche Seine Gnade. Er bietet ! dir Vergebung an durch das Sühnopfer Seines ( Sohnes auf Golgatha. Lege deine Hand auf dieses ; Opfer, bekenne dich schuldig und nimm die dargebotene j Gnade an! So empfängst du Vergebung und j Frieden durch Buße und Glauben. Bitte, ! lies die Geschichte der Sünderin in Luk. 7 und die des Zachäus in Luk. 19. Da sindest du Wcgweisung. : Lies auch Jes. 53, 3-6 und 2 Kor. 5, 17—21. Da siehst du, was Versöhnung und Gnade bedeutet. Wenn du ihn dann erlangt hast, den „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft", köstlicher als alle Güter und Genüsse der Erde, wie wird er j dir erhalten und vermehrt? Gottes Wort fngt: i „Ach, daß du auf Meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom." (Jes. 48, 18.) Zum Glauben muß also der Gehorsam kommen. Du sollst nicht mehr nach deinen eigenen Plänen arbeiten, nicht mehr Ehrerbietung Menschenseeli d der CSinen- nd geschussen, et. „Eure uren Gott (Sei-59, 2.) leischlich und | i Wesen ist r >t zusammen, j Feindschaft dschaft gegen ( undschaft ist i ist es eine : vsen haben „Gottlosen", I Lasierknechte, j §s sind auch ! »d ideale, ja klichkeit fern b kein Gott ehorchen und also gottlos. j t mit einem j und einem nein, es muß ' kenntnis und eigen ob der benheit, Ver> du auch gar est du ewig i geliebt und nicht gelebt lsz du Jcsum, eachtet hast, illstehen, zur lge dich vor Er bietet vpfer Seines c nd auf dieses ie dargebotene ebung und b e n. Bitte, : ik. 7 und die Wegweisung. . 5, 17-21. j lade bedeutet. I den „Frieden ist", köstlicher wie wird er Wort s°gt- e merktest, mn Wasseren muß also t nicht mehr , nicht mehr dein Interesse vertreten und deine Ehre suchen, auch nicht mehr deine Gelüste befriedigen, sondern fragen: „HErr, was willst Du, daß ich tun soll?" Das Wort Gottes sei dein Wegweiser, der Geist Gottes deine Triebfeder! Dein Wille füge sich in Gottes Willen! Je mehr du eins wirst mit Gottes Willen und eingehst in Gottes Wesen, desto tiefer und seliger wird dein Friede fein. Er erwartet von dir nur die Willigkeit und Entschiedenheit. Die Erneuerung und Umgestaltung deines Wesens ist Sein Werk. Gib dich nur in Seine Hand und folge Seinem Zuge; dann wird Er es hinausführen. Du wirst Ihm ähnlich in geistlichem und himmlischem Sinne und heiligem Wesen. Dann wirst du in Zeit und Ewigkeit ersahren dürfen: „Das Neich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geiste." K. E. Der Trinker hatte recht. Ein bekannter Trinker trat in eine Schenke und verlangte einen „Nordbäuser". Der Wirt war noch frisch in seinem Geschäft und war gut erzogen, darum antwortete er: „Nein, Sie kriegen keinen Schnaps, Sie haben schon das Delirium gehabt. Sie sollten sich bessern!" Unterdessen traten zwei nette junge Burschen von etwa achtzehn Jahren ein und verlangten auch jeder einen „Nordhäuser". Der Wirt gab ihnen ohne weiteres das Berlangte. Der abgewiesene Trinker war stehengeblieben und hatte das mit angesehen. Dann wandte er sich an den Wirt und' sagte: „Vor zwölf Jahren war ich auch so ein Bursch wie diese da; so jung und frisch, so hossnnngsvoll. Meine Eltern setzten ihre ganze Hoffnung auf mich, und ein Nachbarrkind tat's auch. Und da ließ ich mich von anderen verleiten, in Wirtschaften zu gehen und Branntwein zu trinken. Da war kein Wirt, der mir sagte: »Nein, Sie kriegen nichts,« sonder» man schenkte mir sehr bereitwillig ein. Die Wirte haben mich erst recht zum Trinken verführt. Nun bin ich ein Trinker, und Sie haben recht, ich habe schon das Delirium gehabt. Meine arme Mutter ist an gebrochenem Herzen gestoibcn, als ich im Rausche ein schweres Unrecht getan. Meine Frau konnte es bei mir nicht aushalten und hat sich wieder zu ihrem Vater geflüchtet. Und ich bin ein unnützer, ungesunder, unglücklicher Mensch, dem nicht mehr zu helfen ist. Sehen Sie, mir können Sie ganz ruhig ein Schnäpschen geben, daß ich mein Elend vergesse. An mir ist nichts nnhr zu verderben. Aber wenn. Sie ein Herz im Leibe haben, geben Sie diesen jungen Burschen das Gift nicht! Sonst werden sie das, was ich geworden b n. Ich bin verloren, diese aber brauchen nicht verlorenzngehen. Ich bitte Sie, geben Sie ihnen keinen Tropfen Branntwein!" Dem Wirt ward unheimlich bei dieser Rede, und die beiden jungen Leute sahen sich betroffen an und gingen, ohne ihr Glas berührt zu haben. Der Trinker folgte ihnen. Da war der Wirt allein mit seinem Gewissen. Ich Kann nicht beten. In der englischen Stadt N. wohnte ein alter Schneider. In jungen Jahren war er aus der deutschen Heimat ausgewandert; eine blasse Erinnerung an sie war ihm geblieben, von der Muttersprache kannte er nur noch die beiden Worte Ja und Nein. Dieser Schneider war im Laufe der Jahre tief in das Laster der Trunksucht hineingeraten; seine Arbeit war seinem Lasier dienstbar geworden: er arbeitete, wenn er nichts mehr zu trinken hartes um wieder trinken zu können. Ich ging hier und da zu ihm in seine Wohnung. Eines Abends, nachdem ich ihn seit geraumer Zeit nicht aufgesucht hatte, kam ich wieder vor sein Haus und pochte mit dem Klopfer an die Tür. Ein langsamer, schwerer Schritt ließ sich drinnen hören; langsam ging die Tür auf, so weit, daß ein entstelltes, hochrotes Gesicht Raum hatte zwischen der Tür und dem Pfosten und ein Arm, welcher mir abmehrend entgegengestreckt wurde. „Nicht kommen!" war die Antwort auf meinen Gruß. „Wie 'geht es?" fragte ich. „Schr schlecht." „Beten Sie!" mahnte ich. „Ich kann nicht; ich tat es, als ich ein Kind war — seitdem nicht mehr." Das waren die letzten Worte, welche ich aus seinem Munde vernahm; denn als er das gesagt hatte, zog er die Tür hastig zu; ich stand allein auf der Gasse und ging traurig weg, und vierzehn Tage später hörte ich, man habe den Ärmsten eines Morgens an seinem Bettpfosten erhängt gefunden. Den entsetzlichen Ausgang dieses Lebens und das Wort: „Ich kann nicht beten, ich betcte, als ich ein Kind war — seitdem nicht mehr," muß ich mir nacheinander erklären. Es fehlte in diesem Leben das starke Tau, welches sesthält an Gott und heil hindurchrettet durch die Brandung der Sünde: das Gebet. Ein Leben ohne Gebet ist ein Leben ohne Halt. „Lichtbilder." Ireie Männer. Ich habe Menschen gesehen, die waren so stolz darauf, freie Männer zu sein. Sie fühlten die Kraft ihrer sehnigen Arme und den heißen Schlag ihrer starken, stolzen Herzen, sie standen so kühn da, so unüberwindlich, fast hätte ich in meiner Schwachheit sie beneiden können — aber daun I Dann hörte ich leises Klirren. Was bedeutet das? Sklävenketten tragen diese Niesen. O welche Schande! Ein kleines Gläschen Schnaps! Ihn ekelte es an, als er's zum erstenmal trank, und doch war's der Anfang vom Ende. Da liegt der „freie Mann" auf der Straße. Ein Kinderspoit! Zu Hause tobt er wie ein Tier. Warum? Nicht weil er toben will, sondern weil er muß. Satan sagt: „Trink kinen," und er trinkt I „Nun bau mal um dichl" und er tut's — er ist ja ein Sklave an der Kette. „Wie erbärmlich solch ein SauserI" Denkst du so, mein Leser? Freilich! Erbärmlich ist jeder Kettenträger Satans, »nd fluchwürdig jeder, der Ketten schmiedet — in Satans Dienst. Bist du in Ketten oder bi st dusrei? Jesus spricht: „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht!" „So euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr recht frei." (Joh. 8, 34. 36.) Paulus aber kann an eine kleine Schar, welche mitten im heidnischen Rom lebte, ein gutes Zeugnis jchreiben. (Röm. 6, 18 ) „Denn nun ihr frei worden seid von Sünde, seid ihr Knechte worden der Gerechtigkeit," d. h. Knechte Jesu Christi. Ein Knecht Jesu Christi aber ist ein wahrhaft freier Mann — ein Sieger. ..Willst du frei sein? Geh zu Jesu. Er, der alle Ketten bricht, Er, der alle Laster, trägt, Ruft dich: »Komm und zaudre nicht I« Willst du reich sein? Geh zu Jesu, Er füllt allen Mangel aus, Gibt dir eine ew'ge Heimat Droben in des Vaters Haus." M. v. O. & Areigemacht. Der Bergmann P. in St. war ein armer Trinker und ruinierte durch sein Tun sich selbst und seine Familie. Gottes Gnade aber suchte, fand und rettete ihn. Wahre Christen nahmen ihn mit unter Gottes Wort, er wurde gründlich erweckt und kam zum lebendigen Glauben an Jesum. Die große Berändc- rung dieses Mannes erregte Aufsehen bei seinen Bekannten und Mitarbeitern. An einem Tage bat ihn der Steiger, am folgenden Tage nach Schicht in seiner Wohnung Holz kleinzumachen. Er sagte zu und ging hin. Nachdem er etwas Holz zerkleinert, kam die Frau des Steigers und bot ihm einen Schnaps zu trinken an. Er weigerte sich und sagte, daß der HErr ihn vom Trunk befreit habe. Sie fuhr fort, ihn zu versuchen und sagte, der Bergmann müsse ein Schnäpschen haben, und auch sähe ihn ja niemand usiv. Er aber blieb fest, sagte, Gott sehe alles, und trank nicht. Fröhlich ging er nach Hause. Am anderen Tage kam der Steiger und fragte, warum er nicht habe trinken wollen. Als P. den Grund angegeben, sagte der Steiger: „Nun P., das war Ihnen auch geraten, doch ich freue mich, daß Sie die Probe so gut bestanden haben." Er war freigemacht. < 3 & Kein Httickzug. 3m Siebenjährigen Kriege hatte ein preutzi- sches Regiment eine Brücke überschritten und ging dem Feinde entgegen. Ziethen berief einen Kriegsrat. Als die Offiziere versammelt waren, stellte er die Frage: „Sollen wir die Brück« verbrennen?" Sie beratschlagten und gaben ihre Meinung ab. Einige sagten: „Nein, wir könnten sie brauchen im Falle eines Rückzuges." Ziethen jedoch entschied, indem er befahl: „Brennt di« Brücke ab. dann ist ein Rückzug unmöglich." Und die Brücke wurde zerstört. — Entscheidung ist eine wichtige Sache, nicht allein in Kricgs- zeiten, sondern auch im täglichen Leben. Doch am wichtigsten, wenn der Mensch aufgcfordert wird, seine Wahl zwischen Himmel und Hölle, Gott und der Welt zu treffen. Wem willst du ! dienen? Entscheide dich heute I Und denk« j daran, es gibt keinen Rückzug in der Ewigkeit. Versammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14. Jeden Sonntag IV» Uhr ©omitagSidmle; 4 Uhr Jungfrauenverein; m, Uhr Versammlung: 4»/» Uhr Christlicher Verein >unger Männer; \jfyn Mittwoch 8 >/» Uhr Bibelftunde; jeden Freitag 8V» Uhr Gebetsstunde. Bezirk Bellnhausen. Jede» Sonntag J Uhr Versammlung im VeretnShau« vrSnhauIcn Bezirk Lriedberg- Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag, nachm. 2 Uhr Sonntagsschulet abends 8>» Uhr Versammlung! jeden Donnerstagabend 8'/» Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Bezirk Sich und Schotten. Nidda Jeden Sonntagabend S Ubr Versammlung t jeden Montag- abanb S Uhr Geietsstunde, jeden Dienstagabend 9 Uhr Bibelstunde. Jede» dritten Sonntag im Monat nachmittags 8 Uhr Gemeinschastskonserenz. Schotten Jeden Sonntagmittag 12>/* Uhr Sonntagsschulet jede» Sonntagabend 9 Uhr Versa,nmlung. Betzenrod. Jeden zweiten und vierte» Sv«,»«« tm Monat nach, «sttaai 8 Udr Versammlung. Stßberg. Jeden zweite» n»d vierten Sonnt», im «n-t »**• mittag» 8 Uhr Versammlung Ranstadt Jeden zweite» »nd vierten Mittwoch im Monat ade»»« 9 Uhr Versammlung. Wallernhausen Jeden zweite« »nd vierten Donnerst«, t* Monat abend? 9 Uhr Versammlung. Sich. Jeden Sonntagabend 8'/» Uhr Versammlung. jeden Freit«,- abend 9 Uhr Gebetsstund- . Holz heim. Jeden ersten Sonntag tm Mvnat nachmittag» »>/, Uhr Monatsversammlung. Burkhardtsselde». Jede» erste« Mtttwoch im Mona! «den» » Uhr Monatsversammlung. Ettingshausen Jede» erste» Donner»!», im Mona» «de»»» 9 Uhr MonatSversammlung Billingen Jeden drittrn Donoeritag t» «vnat abend» S MonatSversammlung. LangSdor,. Jede» dritte» Freit«g tm Monat »deud« » «* MonatSversammlung. Bezirk Sellnrod. 8ell«r»d. Jeden Sonnlaqabend 8'/« Uhr Versammlmrg MÜ OTittMMi* n«k Rreiiaa SrieaSaeücrsstunde mit Bibeldetrachwug.