N h sage i ! rt und iüt hat, it nicht is dem nigen “ i ,, 24 . r Jesus ibeu Ge- teilhastig hast nur ms Jesus - )at, und e Wahr- und ge- id darum den muß, dies be- hernieder. gerechte» , berbrückeu oren ist. I st Er aus- « und von Zarten des drei kost- b e n. Er oom Tode, den Besitz li; er ist d Erbe gc- nein teurer i im Besitz im «KilWtf *•»' im «Monat aienM Donnerttaß '* Bi jeden gtutM- mat nachmitt«»' im Monat aden« n Monat atendt «nt abend» » at abend» » * Verjammtun» >elbetrachtuNB- ? i-v-< .»♦♦♦♦♦»♦♦♦♦ » ♦♦♦ ♦ ♦♦♦♦ *4* 444444 ♦♦♦ ♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦ Jlufwlrts! 6emein$cbaftsblaft lör Hessen. lm r ♦ ! Erscheint wöchentlich einmal. Ei meine E jsmplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. v»e!zz ger Buchhandlung dtr Pilsertrl>jio.t Kietzen. Nr. 41/42. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Lassel und die Prediger der Pilgermisston. Druck von I. G. Oncken Nachfolger, G. m. b. H., Castel. Sonntag, kn 13. und 20. Oktober 1918. 11. Iahrg. Aavid und Kotiath. Unser Bild zeigt uns den Kampf Davids mit dem Niesen Goliath. Die beiden streilknden Männer waren sich an Macht nicht ebenbürtig. Goliath war cm wohlausgerüsteter Kriegsmann, von Jugend auf für den Kampf er- zogen, der größte unb stärkste Mann im ganzen Heere der Philister. David war cm zarter Jüngling, unkuiid'g im Kampfe, ohne Waffen, chne Panzer, ohne Tchwert. Sein ganzes Kriegswerkzeng bestand aus einer Schleuder und fünf glatten Stei- uen aus dem Bache. Als er dem König Zaul seinen Plan sagte, daß er hingehen wollte und mit den, Philister streiten, sagte dieser: „Du kannst nicht hingehen, wider den Phi- bster zu streiten; denn ,f ‘ ™ St " 9än, “ n Io 8 n “ n bei David das Geheimnis, daß er den ^ut hatte, den Zweikampf mit dem Niesen aufzunehmen? David glaubte an .Gott. Er vertraute auf Gott. Er rechnete mit der Kraft Gottes. Er hatte es mit einem weit überlegenen Feinde LfÜmilür 1 !“ bewußt, daß seine eigene er n, feit schwach und gering war. Aber matz nicht seine Kraft mit der Kraft des Gegners. Kanws^^k 0et “ n ^tte, dann hätte er wohl den Go/. nu ffl e «ommen. David vertraute auf OM und rechnete mit Gottes Kraft. Als Saul das Anerbieten Davids ablehnte da erzählte chm David folgende Begebenheiten: Dein Knecht hütete die Schafe seines Vaters, und es kam em Löwe und ein Bär und trug ein Schaf weg von der Herde; und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maule. Und dg er sich über mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Barte und schlug ihn und tötete ihn. Also hat dein Knecht geschlagen beide, den Löwen und den Bären. So soll nun dieser Philister, der Unbe- schmtlene, sein gleich wie der einer; denn er hat geschändet das Heer des lebendigen Gottes." Und David sprach weiter: „Der HErr, der mich von dem Löiven und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von _ diesem Philister." (1 Sam. 17, 34—37.) Als Saul diese Worte hörte, antwortete er: „Gehe hin, der HErr sei mit bir I Und Saul zog David seine Kleider an und setzte ihm einen ehernen Helm auf sein Haupt und legte ihm einen Panzer an und gürtete sein Schwert über seine Kleider. Und er fing an zu gehen; aber er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann nicht also gehen, denn ich bin's nicht gewohnt, und legte es von sich und nahm seinen Stab in seine Hand und erwählte fünf glatte Steine ans dem Bache und tat sie in die Hirtentasche, die er hatte, und in den Sack, und nahm die Schleuder in seine Hand und machte sich zu dem Philister. Und der Philister ging auch einher und machte sich zu David, und sein Schildträger vor ihm her/' (1 Sam. 17,38—41.) Die Schlacht wurde geschlagen, und aus dem Bilde sehen wir den Riesen am Boven liegen Wir wollen es nicht wagen, Deutschland und seine Verbündeten mit David und unsere Feinde mit Goliath zu vergleichen. Und doch, wie zahlen- Mäßig überlegen waren unsere Feinde! Wie waren sie stark und mächtig! Und nun liegt der Riete Rußland und mit ihm Rumänien, Serbien, Monte- negro am Boden. Das ist ein Wunder vor unseren Augen. Aber sind wir nun Gott dafür dankbar? Bringen wir Ihm den Ruhm und die Ehre? Noch ist der Krieg nicht beendet, die letzten Schlachten sind noch nicht geschlagen. Denken wir daran, daß Gott dem Hofsärtlgen widersteht, aber dem Demütigen Gnade gibt. Als Nebukadnezar in seiner großen Pracht prangte und die Stadt ansah, die er erbaut hatte „zu Ehren seiner Herrlichkeit", da wurde er unter die Tiere des Feldes verstoßen, daß er Gras aß wie Ochsen, bis er Gottes gewaltige Hand erkannte. Herodes hatte die Heiligen Gotles gepeinigt, Jakobus getötet, Petrus in das Gefängnis gelegt, und Gott hatte dazu geschwiegen. Nach einer Rede, die er gehalten, zollte das Volk ihm ungebührliche Ehre, und der König ließ sich ehren, doch da schlug ihn der Engel des HErrn, er wurde von den Würmern gefressen und gab den Geist aus. Ein Ende mit Schrecken! Gott kann uns segnen und unser Volk erhalten, wenn wir demütig sind und Ihm die Ehre geben und wenn wir unser Vertrauen auf Ihn setzen. O. D. David sollte König werden. Alaune mit goldenem Ringe und herrlichem Klerde spricht: „Setze du dich her aufs beste, und zu dem Armen sagt: Stehe du dort oder setze dich her zu meinen Füßen." Von dieser Art ist die Welt voll, sie beherrscht ihre „Anstandslehre". Sehen wir wohl zu, daß wir es nicht auch so machen, sondern Gott fürchten und den Menschen nicht nach dem, was vor Augen ist, taxieren, damit wir nicht dem Urteil des HErrn anhcimfallen. Gott sieht das Herz an. Äußerlichkeiten geben bei Ihm nie den Ausschlag, sondern die inneren Vorzüge. Ein Schuster, der den Heiligen Geist hat, gilt vor dem HErrn mehr als ein Prälat ohne Heiligen Geist. Es ist überaus verhängnisvoll, wenn man besonders für einflußreiche Stellungen geistliche Rücksichten hintenansetzt und fleischliche Rücksichten walten läßt. Es kommt ein Tag,^ an dem Gottes Urteil über alle Weltherrlichkeit ergehen wird; da wird dann das glänzen, was vor Gott etwas gilt: es ist ein Herz, das Ihn fürchtet, das demütig ist, das die Geringen achtet und liebt und das für das Höchste hält, was @otf geadelt hat durch Seinen Geist. E. Sch. 'S» Der König Saul hatte kurze Zeit über Israel regiert, als sich sein Herz erhob und er Gott uu- gehvrsam wurde. Gott verwarf ihn und befahl dem Samuel, einen Sohn Jsais zum König zu salben. Jsai hatte acht Söhne; der erste, Eliab, war ein stattlicher Mann, und als Samuel ihn sah, dachte er: gewiß ist dieser der Gesalbte vor dem HErrn. Darauf antwortete ihm Gott: „Siehe seine Gestalt nicht an, noch die Höhe seiner Person, denn Ich habe ihn verworfen; denn es geht nicht wie ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der HErr aber sieht das Herz au." Nicht der große, stattliche Eliab sollte gesalbt werden, sondern der jüngste Sohn, David. Was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß Er zuichanden mache, was stark ist. Wie gar leicht lassen wir Menschen.uns bestechen durch äußere Vorzüge: Schon- heit, Größe, Körperkraft, Reichtum, Beredsamkeit, Wissen; danach trifft man leider vielfach die Wahl, oft auch für Aufgaben im Reiche Gottes. Jakobus nennt das die Person anschen, wenn man zu dem Ins Uaradies. „Und Jesus sprach: Wahrlich. Ich sage dir. heule wirst du mit Mir im Paradiese sein-" Luk. 23, 43. „Bitte dir eine Gnade aus!" sagte einst ein König zu einem todwunden Soldaten, der sich in der Schlacht sehr tapfer gehalten hatte. „Daß ich von meinen Wunden geneie l" antwortete der ßkche Mann. Als dann der König traurig die Achseln zuckte, wandte der Krieger sein Angesicht gegen die Wand und sagte, sein Auge himmelwärts erhebend: So muß ich mir wohl einen mächtigeren HErrn suchen" Ach ja, dem größten Jammer gegenüber sind auch alle Könige und Kaiser der Erde ohn- mächtig. Nicht aber der Mann, der auf Golgatha mitten im Sterben Sein Reich gewann. Er kann nicht nur Balsain für alle Wunden schaffen, nein, Er kann gar die Todeswunden in Lebensquellen ivandeln. Und Er will es auch, wenn Er nur, wie hier bei dem Schächer, dankbares Verständnis für Sein Lieben und Leiden findet. „Dir geschehe nach deinem Glauben! baue Jesus"öfter gesagt, und Er hatte Sich gewundert über den Glauben der Phönizierin und des römischen Hauptmanns. Schließlich aber hatte doch der sterbende Israelit, der mit Ihm gekreuzigt war, oie schönste Palme des Glaubens errungen. Und wen nie ein Glaube war, wie dieser Glaube, so konnte auch der Lohn sein, wie nie ein Lohn warr ckn dem Glauben des Schächers spiegelte sich N» Jesum das Morgenrot der vollendeten Erlösung, »» Er schaute darin von fern die Bergesspitzcn eines neuen Himmels und einer neuen Erde ausleuchm In dem Nachfolge An wendet; ihm antn fant mit e denn schic mit einet sterbendei einen Mi mutig un des Welt zum Hin das Alte wirst mi mit der l und des Schächer „Auch u ganz an stellt das „Ich teil ihrer Z» ihr Ged> hat die Grabe 8 werde, dennoch geht die währt M nein, he nur g e i Seite meint aber ‘ sein i nicht wo I lische von Krea dari so i den em Kleide d zu dem t) her zu Welt voll, wir wohl dern Gott > , was vor Urteil des Herz an. Ausschlag, aister, der I Lrrn mehr ist überaus mflußreiche usetzt und kommt ein »cltherrlich- iuzen, was das Ihn igen achtet was Gott' E. Sch. chrlich, Ich lit Aiir im 23 , 43 . e einst ein der sich in I „Daß ich ; der sieche die Achseln t gegen die s erhebend: eren HErrn c gegenüber ! Erde ohn- uf Golgatha Er kann >affen, nein, ebensquellen Lr nur, wie ständnis für beit l" hatte vundert über :§ römischen och der ster- igt war, die ' Und weil e, so konnte n war. In ckte sich für rlöfung, und ispitzen eines auslenchten. In dem Lohn des Glaubens aber winkt allen Nachfolgern Jesu der Kranz des ewigen Lebens. An einen König hatte sich der „Übeltäter" gewendet; so sollte er auch erfahren, daß ein König ihm antwortete. Mit einem „Wahrlich" — gleich- sam mit einem heiligen Eidschwur Sein Wort besiegelnd, denn schier übergroß ist es dem schwachen Glauben — mit einem „Wahrlich" wendet Sich Jesus an den sterbenden Mörder. Aber Jesus schaut nicht mehr einen Mörder in ihm, sondern einen Heiligen, denn mutig und demütig rankte er sich an dem Kreuze des Weltheilandes aus Todesgrauen und Finsternis zum Himmelslicht und Frieden empor. Darum ist das Alte vergangen und alles neu geworden. „Du wirst mit Mir im Paradiese fein 1" spricht Jesus mit der Majestät Dessen, der die Schlüssel der Hölle und des Todes hat. „Gedenke mein!" hatte der Schächer bescheidentlich gebeten, als wollte er sagen: „Auch mich, den Ärmsten der Armen, vergiß nicht ganz am Tage Deiner Herrlichkeit!" Wiewenig stellt das meist vor, wenn die Menschen versprechen: „Ich will dein gedenken!" Die einen haben bald ihrer Zusage vergessen, andere gedenken wohl, aber ihr Gedenken ist ohnmächtig. Der Schächer aber hat die Zuversicht, daß Jesu Gedenken auch dem im Grabe Modernden noch Heil und Leben bringen werde. Das war eine stolze Hoffunng. Noch und dennoch weit hinaus über dieses glaubensvolle Hoffen geht die Tröstung, die ihm zuteil wird. „Das währt Mir zu lauge, bis Ich in Mein Reich komme, nein, heute muß Ich dich seligmachen. Und nicht nur gedenken will Ich dein, nein. Mir zur Seite muß Ich dich haben im Paradies." So meinte es Jesus. Des Schächers brechende Augen aber füllten sich wohl mit Fr«ldentränen, und durch sein zuckendes Herz tönte der Lobgcsang: „Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert!" Das Wort erinnert uns an den Wonnegarten, wo die ersten Menschen mit Gott und allen himmlischen Geistern in der trautesten Gemeinschaft, fern von allem Leid und umwogt von aller Wonn» der Kreaturen, leben und wirken durften. Das erste Paradies war gleichsam die Vorhalle des Himmels, darin die Menschen zum vollen Auschauen Gottes bereitet werden sollten. Denken wir uns das neue Paradies auch nur nach dem Vorbild des alten, so ist's herrlich genug"; ja es ist herrlicher wie jenes, denn in dieses neue kann keine verführende Schlange eindringen, und seine Bewohner haben bereits die Sünde überwunden. In dem Wörtlein „mit Mir" liegt aber der Schwerpunkt der Verheißung. O Freude ohne Maßen, da zu sein, !vo Jesus ist, mit Ihm, dem Schönsten der Menschenkinder, in voller ungetrübter und unzertrennlicher Gemeinschaft verbunden zu sein. Möchte nur einst das „Heute" unseres Todes auch zu einem seligen» „Heute mit Jesu im Paradiese" werden! Das „Heute des Todes" kommt gewiß. Und ob du auf seidenen Decken oder auf einem Schlachtfeld stirbst, verschlägt nicht viel; denn die Gestorbenen sind alle gleichtot. Ob aber dein Todestag auf Erden dein Geburtstag ins himmlische Leben werde, das hängt davon ab, ob du.ein Ge- finnungsgenosse des Schächers bist. Weise das nicht mit Entrüstung ab. Der Weg zum Leben ist für alle Zeit mit festen Linien gezeichnet in des Schächers Wahrhaftigkeit und Demut, Selbstgericht und Glauben. „Tägl. And." v. O. F. K Siehe, es ist alles neu geworden. Im alten Gefänonisturm zu Wetzlar in der Krankenstation lag ein Sträfling aüf feinem Lager, und oben stand auf der schwarzen Tafel sein Name, und der Herr Dokior hatte in lateinischer Sprache dar- untergeschrieben, daß er an der Lungenschwindsucht leidet. Als der Hauspfarrer voll großer Freundlich- keit zu ihm trat, mit ihm zu reden und zu beten, war der Kranke gar fröhlich, „denn," sprach er, „in drei Wochen ist meine Zeit um. Ich habe dreißig Jahre gesessen und bin daun frei und werde noch einmal meine Heimat Wiedersehen." Der alte Pfarrer schaute ihn wehmütig au und sprach: Ja, dann seid Ihr frei, und gelobt fei der HErr, daß Ihr innerlich schon längst frei seid und habt im Kerker und in den Ketten die Freiheit gesunden." Der Gefangene sprach wieder: „Ja, Amen, Er» sei gelobt! Eine Blutschuld hat mich hierher gebracht; eine Blutschuld hat mich freigemacht. Ich habe Vergebung von meinem HErrn Jesu und weiß, daß ich von Ihm angenommen bin." „Aber," , sagt der Pfarrer, „wenn Ihr nun Eure Zeit um habt und nach Hause geht, wißt Ihr auch die Heimat zu finden, nachdem Ihr solange nicht dort wart? Sie ist anders, als Ihr euch denkt," fuhr er fort, als jener ihn mit fragenden Augen ansah. „Ihr wollt in Euer Vaterhaus und denkt au die alte Hütte, aus der Ihr, mit Stricken gebunden, vor dreißig Jahren hinweggeschleppt wurdet, mildem Gewissen Eurer bösen Tat in der Brust, und ich achte, die Hütte sei ein Palast geworden. Ihr denkt an die arme Heide um Euer Dorf und wie sie jetzt so winterlich öde liegt, wenn Eure Zeit hier um ist, und ich achte, es sei in' Eurer Heimat eitel Frühling auf immerdar, und statt des Dorfes sollt Ihr eine Stadt finden groß und hehr, und die Stadt bedarf keiner Sonne, noch des Mondes, daß sie ihr scheinen, denn die Herrlich- keid Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages, denn da wird keine Nacht sein. Und wird nicht hineingehen irgendein Gemeines und das da Greuel tut und Lügen, sondern die ge- schrieben sind in dem lebendigen Buche des Lammes." I Als der greise Pfarrer so sprach, war es auf dem Angesicht des Sterbenden hell geworden, und seine Augen wurden immer fragender und immer weiter und weiter und — brachen zuletzt unter den Worten und Gebeten des Pfarrers, der an das Lied im höheren Chor dachte, das da anhebt: „Wenn der HErr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie Träumende, dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Stimme voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: der HErr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich." K Morgen um drei. Elise D. erkrankte an der Schwindsucht. Ihr Vater war Zimmermeister und hatte sein gutes Brot; doch mußten die Kinder tüchtig mit Hand anlegen und verdienen helfen, damit die zahlreiche Familie nicht zurückkomme. Die Kranke war in gesunden Tagen in einer Porzellanfabrik beschäftigt gewesen; ihre Leistungen wurden gut bezahlt, denn sie malte sauber und geschickt. Im Anfang glaubte sie sich nicht bedenklich krank und blieb bei ihrer Arbeit, bis sie nicht mehr konnte. Es dauerte nicht lange, da wurde sie bettlägerig. Die Schalten des Todes zogen langsam herauf. Die D's. waren achtbare Leute; jedoch ihre Gedanken gingen nie über das Irdische hinaus. Wohl hießen sie Christen, aber sie kannten Den nicht, der da spricht: „Ich bin die Tür, so jemand durch Mich eingeht, der wird errettet iverden und wird ein und aus gehen und wird Weide finden." sJoh. 10, 9.) In dieser Zeit besuchte ich die Familie oft. Elise D. war voll von Plänen für die Zukunft, obgleich man wohl merkte, daß sie den Ernst ihres Zustandes klar erkannte. Sie drängte aber diese Gedanken durch die Energie ihres Willens zurück. Oft bat ich sie, mir zu erlauben, ihr nur einige Trostworte aus der Schrift vorzulesen. Sie antwortete stets abweisend. „Machen Sie mich doch nicht so traurig," sagte sie einmal, „lassen Sie uns doch von etwas Heiterem sprechen. Ich bin so jung, ich werde doch nicht sterben; so grausam wird der liebe Gott nicht sein. Mir ist heute wohler. Ich werde bald wieder gesund sein." „Und wenn Sie auch wieder gesund werden," antwortete ich, „sollte es Sie denn traurig machen, Gott als einen liebende» Vater kennen zu lernen und den HErrn Jesum all Ihren Heiland, der Frieden schenkt, der Ihnen die Tore des ewigen Lebens öffnet, ivenn Sie diese Welt verlassen? Wissen Sie, welches Wort in der Heiligen Schrift, vor der Sie sich so fürchten, über hundert- fünfzigmal vorkommt? Das Wort Herrlichkeit! Ist das denn so traurig?" Sie sah mich mit ihre» großen Augen wunderbar an, aber sagte nichts. Bei einein^ nächsten Besuche fand ich sie sehr verändert Die Schiväche hatte merklich zugenommen. Ich hoffte, sie würde jetzt ihre Herzenstür Dem austun, der so einst bei ihr anklopfte und der so liebevoll warnend den Menschen sagen läßt: „Jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils." (2 Kor" 6, 2.) Zögernd holte ich mein Neues Testament aus der Tasche, aber als sie es sah, machte sie eine abweisende Bewegung und sagte leise: „Ich bin heute zu schwach! Ich kanii nicht! Es ist zu schrecklich! Ich kann nicht daran denken. Ich will versuchen zu schlafen. Ich habe Morphium eingespritzt bekommen." Da mag ich sie wohl flehentlich angeschaut haben, denn plötzlich nickte sie mir freundlich zu und flüsterte: „Morgen um drei! Dann lesen Sie! Morgen um drei!" Ich ging meiner Wege. Am kommenden Tage klopfte ich zur festgesetzten Zeit bei mcimi Freundin an. Der Vater machte mir auf. Er sprach nicht, aber er verbarg sein Gesicht in den Händen. Leise trat ich in das wohlbekannte Krankenziinmek. Mutter und Geschwister standen in Tränen aufgelöst um das Bett. Elise lag still und kalt auf ihrem Lager. Vor einer Stunde war sie mit einem Angstschrei hinübergegangen in das geheimnisvolle und ewige Jenseits. Das Herz stand mir still, als ich sie ansah. Da schlug die alte Wanduhr drei. Versammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14. Irren Sonntag l‘/t Uhr Svnntagsschule; 4 Uhr 8V« Uhr Versammlung! 4>/s Uhr Christlicher Verein junger Männer; jeden Mittwoch 8>/e Uhr Bibelftunde; jeden Freitag «>/» Uhr Sebelsftunde. Bezirk Bellnhausen. Jade, 3 Uhr Versammlung im VereiaSdan» «ellahausen Bezirk Lriedberg. Stadtmission Friedberg, Ludwigstr. 24. Jeden Sonntag, nachm. 2 Uhr Sonntagsschule; abends 8 1 s Uhr 8erja«mlun- ; jede» Donnerstagabend 8 l /a Uhr Bibel- und Gebetsstunde. Bezirk Sich und Schotten. Rtdda. Jeden knnaiagabend 9 Uhr Versammlung; jeden Montag, abend S Uhr GcbetSstuude; jeden Dienstagabend 9 Uhr Bibelstunde. Jede» dritten Sonntag im Monat nachmittags 8 Uhr Kememschajtskonferenz Schotten. Jeden Sonnlagmittag 12'/, Uhr Sonnlagsschule. jeden Sinntagabend 9 Uhr Berjammlung. «ehenra«. Jeden zweite» M» Mu UN Monat nnch. «tttag« » Uhr SntomaUaat. Lißberg. Jeden zweiten und »irrte» Sannt», i» Manat nachmittag« 3 Uhr Berjammlung Ra nnad l Jeden zwesten »nd vierten Mittwoch im Monat adentl 9 Uhr Versammlung. Wallernhausen Jeden zweite« »nd vlerten Donner«»« >» Monat abends 9 Uhr Berjammlnng. Lich Jeden Sonntagabend 8'/, Uhr Versammlung ; jeden Freit»! abend 9 Ubr Gebetsstunde. Holzheim Jeden ersten S»»nt»« i« Manat nachmitt» h'/> Uhr Monatsversammlung. BurkhardtSIelden. Jeden ersten Mittwoch Im Monat «I« 9 Uhr MonatSverjommlung. Ettingshausen Jede« ersten Donnerstag im Monat aben 9 Uhr MonatSversammlun«. Villingcni Jeden dritten Donnerstag i« Monat abend» 9 Monatsversammlung Langsdors. Jeden dritte» F«t>«, t« M»N»I adend» 9 l> Monatsversammlung. Bezirk Sellnrod. Sellnrod. Jeden Sonntagabend 3Va Uhr Versammlung MI teden Mittwoch und Freitag Krwgsgebetsstunde mit Bibelbetrachtung. Nr. 43, Eine Mutter l geratenen Ferne. £ und Wat mit Gott doch je l bis ihr ei mer das. dem A»g man ihrc Erde sei Sohn au und mit Entsetzen nen ftür- verzweife und schri Mutter,! dichgeml te sich du M. lasst bis man letzteWo sei gewe meinem < und mit; Gewißhe er gereti stand der auf, uni Mensch, alles ne Nil Und bod ist noch