♦»♦♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦»»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Aufwärts! ♦ ♦ ♦ Gemeinscbaftsblatt für dessen. Erscheint wöchentlich einmal. Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich. verlsg Oer SucdftsnOIung der Pilgermission Kietzen. Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. > Druckv. I. G. Oncken Rachf., G. m. b. H., Castel Nr. 28 . Sonntag, den v. Juli 1916. Wufsifche Gefangene werden nach deutschen Festungen gebracht. „Gefangene" — da drängen sie sich eng aneinander; jeder hat sein Heim, jeder hat sein Vaterhaus verlassen, jeder hat gekämpft und den Sieg erstrebt und ist nun „in der Fremde", ein Besiegter, ein Gefangener! Das ist für ihr Ehrgefühl, das ist für ihre Vaterlandsliebe ein harter Schlag. Aber wir alle wissen, daß bei uns gut für die Gefangenen gesorgt wird; ja daß ganze Scharen danach streben, vondenDeut- schen zu Ge- fangenen gemacht zu werden, damit sie aus ihrem Elend und ihrer Not herauskommen. Ob es unter den äußerlich „Freien", seien es Krieger oder Arbeiter, seien es Reiche oder Arme, seien es Männer oder Frauen, Alte oder Junge, nicht auch viele gibt, die aus ihrem Elend und ihrer Not der Sünde gern „heraus" möchten? Ja, da gibt es ein „Radikalmittel", und es wäre herrlich und ist ganz gewiß nach Gottes Willen, wenn diese gewaltig ernste Zeit viele dazu führte, dieses Mittel Russische Gesaugene werden nach oeutschcn für sich zu ergreifen. Wir müssen uns „gefangen- geben" unserem HErrn Jesum Christum, als Knechte Ihm dienend, mit Leib, Seele und Geist. (Röm. 6, 16. 17): „Wißt Ihr nicht, daß, wem ihr euch zu Diensten stellt als Knechte zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid; es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott aber sei Dank, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild, welchem ihr euch übergeben habt, Christus!" . Ja, so wie der große Apostel Paulus — einst Saulus, ein Festungen gebracht P»°t Leipziger Pressebüro. ® er fol9 et ^j, immer wieder und wieder „ein Gefangener und Knecht Jesu Christi" nennt, so müssen auch wir eintreten in diese „Gehorsamsstellung" als Knechte, als Gefangene unseres Heilandes Jesu Christi — dann erst werden wir wahrhaft frei sein, denn Er hat uns erlöst von der Not und dem Elend der Knechtschaft der Sünde. Nahmst du diese Befreiung schon an? I. v. Hin den bürg. ATTT 7 wmmmmm Aus der Hleuzeit. „Da er aber noch fern war, sah ihn sein Vater, und ward innerlich bewegt und lief hin und siel ihm um seinen Hals und küßte ihn sthr." Luk. 15, 20. In der Garnison M. dient ein Soldat, von welchem, obwohl er zur zweiten Klasse des Soldatenstandes gehört, sein Kompagniechef und sein Feldwebel bezeugten: „Der zuverlässigste und treuste Mann in der Kompagnie, wir würden ihm alles anvertraue n!" Dabei ist dieser Musketier so glückstrahlend, daß es jedem auffallen muß. Wie ist der Mann in die zweite Klasse des Soldatenstandes gekommen? Wie ist er so glückstrahlend ge- worden? Von Beruf war er Kellner, aus Schwaben gebürtig. Obwohl der Sohn ordentlicher Eltern, war er doch früh auf den breiten Weg der Sünde und des Lasters gekommen. Seiner Militärpflicht hatte er sich durch Fahnenflucht entzogen. Zwei Jahre lang zog er durch Frankreich, die Schweiz, Italien, Österreich, Belgien. Auf dem Wege des Lasters, den er wandelte, war er tiefer und immer tiefer gesunken bis zu Hunger und Lumpen. Oftmals schon wollte er seinem Jammerlebeu ein Ende machen, aber die Liebe zu seiner alten Mutter und die Angst vor dem Tode hatten ihn zurückgehalten. Mit falschen Papieren wanderte er bald unter diesem, bald unter jenem Namen. So kam er im Februar 1907 nach W. Dort gibt es ein Lokal, in welchem im Winter an jedem Sonntagmorgen für hungernde, arbeitslose Leute unentgeltlich Frühstück gegeben wird; dann wird ihnen das Evangelium der Gnade verkündigt. Man nennt dies Lokal die „Schrippenkirche". So waren denn an einem kalten Sonntagmorgen, während draußen die Schneeflocken flogen, achtzig bis hundert hungrige Leute zum Frühstück versammelt, unter ihnen auch der verlorene Sohn aus Schwaben. Sie hörten, nachdem sie gesättigt, das Wort Gottes aus Hos. 11, wo Gott zu Seinem Volke spricht: „Ec nahm sie auf Seine Arme. . . aber sie erkannten nicht, daß Ich sie heilte! Mit Menscheubauden zog Ich sie, mit Seilen der Liebe! . . . Wie sollte Ich dich hingeben, Ephraim, dich überliefern, Israel?" An dies Wort knüpfte der Evangelist eine Darstellung von der Liebe Gottes gegenüber dem undankbaren Menschen. Er erzählte auch von einer Mutter, die alles für ihren Sohn getan und nachher von diesem verachtet wurde. Dann wurde das Lied gesungen: „Komm heim, komm heim, o du irrende Seel'I" Es stellte sich später heraus, daß an diesem selben Sonntagvormittag die Mutter jenes verlorenen Sohnes daheim unter Tränen gebetet hatte: „Ach Gott, laß den Wilhelm kommen, laß ihn heute kommen!" Und er kam — zwar noch nicht bis an das Herz der Mutter, aber doch bis zu den Füßen Jesu. Es trieb ihn nämlich an demselben Tage zu dem Zeugen Jesu. Dort bekannte er: „Der verlorene, undankbare Sohn bin ich!" Er bekannte den ganzen Sündenweg, den er gegangen war, auch seine Fahnenflucht Er wollte in jeder Beziehung umkehren, und zwar sofort. Jedoch, er konnte nicht glauben, daß seine Eltern ihm vergeben würden, er habe zu schlecht gehandelt, er könne nicht wagen, seiner Mutter zu schreiben. Der Herr fügte es, daß ein gläubiger Offizier diesem Gespräch beiwohnte, welcher dem zagenden Sünder durch das Gleichnis vom verlorenen Sohn die Liebe Gottes und die Liebe seiner Eltern vor Augen stellte. Da schwand die Furcht. Er über- gab auf den Knien sein Herz, seinen Willen, seine ganze Zukunft dem HErrn Jesu. Alsdauu schrieb er seiner Mutter ein volles Bekenntnis des hinter ihm liegenden Lebens. Man kleidete ihn in anständige Kleider. Am nächsten Morgen stellte er sich dem Bezirks- kommando als fahnenflüchtig. Er wurde verhaftet. Er gab zu Protokoll, wer er war und daß die Gnade Gottes ihn zur Umkehr gebracht. Es kam zur kriegsgerichtlichen Untersuchung. Auch der Evan- gelist wurde vernommen, um auszusagen, durch welche Beweggründe er diesen Mann dazu gebracht habe, sich der Militärbehörde zu stellen. Der Bote Gottes bezeugte, daß die Liebe Gottes diesen ver- lorenen Sohn von den Wegen der Sünde und des Elends zurückgeholt habe. Das alles wurde im Gerichtstermin aus den Akten vorgelesen; das ganze Kriegsgericht hörte die Botschaft der Gnade. Der Schuldige wurde wegen Fahnenflucht und Unterschlagung zu sechs Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Aus dem Gefängnis schrieb er folgenden Brief: „Nun ist der Strick zerrissen! Das ängstliche Gewissen Ist alles Kummers frei! Die Wunden sind verbunden Durch Christi Blut und Wunden! Die Gnade macht von Sünden frei! Es ist mir der größte Genuß, mich ins Wort Gottes zu vertiefen. Es kommt mir alles ganz anders und herrlicher vor denn früher, entweder bin ich ganz anders geworden, oder hat sich die Bibel verändert! Trotz meines Elends bin ich glücklicher denn je, glücklicher als alle Reichen der Erde, denn ich habe eine sichere Hoffnung nach Ps. 31, 15 (da steht: »Ich aber, ich habe auf Dich vertraut, Jehova; ich sagte: Du bist mein Gott!-) und eine vollgültige Quittung nach 1 Joh. 1, 7 (da steht: »Das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde«) . . ." v. V. Kin verlorener Sohn. Die Geschichte des verlorenen Sohnes hat sich, seit Jesus sie der Menge erzählte, oft wiederholt, und Paläste, wie die ärmsten Hütten können zahlreiche verschiedene Beispiele davon erzählen, traurige und auch rührende. Von letzteren aber war keins so einfach, wie das, das ein Mann vor einigen Jahren erzählte. „Liebe Freunde," sagte er, „ich habe heute abend etwas über mein vergangenes Leben nachgedacht. Ich erinnere mich, daß ich, als ich noch ganz jung war, angefangen hatte, mein Elternhaus zu hassen, und ich bildete mir ein, ich wäre groß genug, um mich mit meiner Arbeit selbst zu erhalten. Ich entschloß mich, zu fliehen, und tat es auch. Ich wan- derte von Stadt zu Stadt unter tausend Entbehrungen schrecklich leidend, aber ich blieb aus Stolz auf dem schlechten Wege und kam immer weiter vom Vaterhaus fort. Eines Abends, als ich in der Stadt P. war, hatte ich kein Geld mehr, ein Obdach zu bezahlen, und so legte ich mich auf die Schwelle eines Hauses, um etwas Schutz gegen den kalten Wind zu haben. Entkräftet schlief ich auch bald ein, aber nur, um plötzlich von einem Polizisten aufgeschreckt zu werden, der mich mit seinem Stocke anstieß und seine Laterne auf mich richtete und fragte, was ich dort mache. »Ich habe mich hierhrrgelegt, um zu schlafen,« sagte ich. Meine Antwort genügte ihm nicht, denn er führte mich auf die Wache, wo ich angeklngt wurde, fremdes Eigentum verletzt zu haben. Da ich unfähig war, mich zu rechtfertigen oder etivas zu meinen Gunsten vorzubringen, wurde ich ins Ge- fängnis gebracht. In dieser Nacht, in meiner Zelle liegend, dachte ich an mein Elternhaus. . ., der Ge- danke an meine Mutter ließ mir keine Ruhe, so daß ich beschloß, sobald ich entlassen würde, mein Vaga- bundeuleben aufzugeben und in mein Elternhaus zurückzukehren. Bald schrieb ich meinen alten Eltern, um es ihnen mitzuteilen. Ich blieb nicht lange gefangen, sondern bald wurde ich in Freiheit gesetzt. Sobald ich frei war, ging ich nach Hause. O, >vie oft hielt ich an und zögerte und fragte mich, ob meine Freunde mich wohl willkommen heißen würden_ Endlich aber, Zu bewegt, um weiter zu gehen, lehnte ich mich an eine Mauer, noch unentschlossen. . . . Plötzlich kam eine Frau vorüber, die mich gekannt hatte, sie sah mich scharf an, und sagte: »Nicht wahr, du bist Wilhelm Peters?« »Ja, das, was noch von ihm übrig ist.« »Nun,« sagte sie, »du kommst nach Hause zurück?« »Ich weiß nicht,« erwiderte ich etwas beschämt. »Ja, geh, deine Mutter ivird glücklich sein, dich wiederzusehen; übrig ns, du hast nicht mehr lange Zeit; sie ist sterbend; also mach schnell!« Diese Worte _ trafen mich so, daß ich wie ein Verrückter auf unser Haus zulief. Meine Schwester war an der Tür. Groß war ihre Überraschung, noch größer ihre Freude. Plötzlich sagte sie zu mir: »Wilhelm, sei leise, Mutter ist so krank « Da zog ich meine Schuhe aus und ging leise in das Zimmer, wo meine Mutter lag. Sie sah mich an: »Willy! Willy!« rief sie, nahm mich in ihre Arme und drückte mich an ihr Herz. Sie weinte Tränen des Glücks, über ihren zurückgekommenen Sohn. O, dieser Empfang, dessen ich so unwürdig war, sprach zu meinem Herzen! Nur eine Mutter konnte mich so empfangen. . . . Und doch, bei einer anderen Gelegenheit, bei der ich viel tiefer gesunken war, empfing mich jemand, der nicht meine Mutter war, noch zärtlicher, mich, den zweimal verlorenen Sohn, am Tage, als ich als ein armer Sünder zu Christo kam. Er nahm mich an, vergab mir, rettete mich — mich, der ich Ihn beleidigt und beschimpft hatte durch ein ohne Ihn gelebtes Leben, weit von Ihm entfernt in Sünde und Empörung." Sieh, lieber Leser, Wilhelm Peters verbrachte einen großen Teil seines Lebens, ohne seine wahren Freunde zu kennen, er kehrte ihnen den Rücken und ging am Glück vorbei, das doch so nah war. So geht es jedem, der weit entfernt von Gott ist. Gott liebt dich, lieber L ser, trotzdem du weit fort bist. Er möchte dich zu Sich ziehen durch das Blut Christi. (Eph. 2, 13.) Das Kreuz von Golgatha gibt ewig Zeugnis vom Haß Gottes gegen die Sünde, denn Er verbarg Sein Angesicht Seinem geliebten Sohne in dieser Stunde des unaussprechlichen Leidens. Doch liebte Er den verlorenen Sünder so, „daß Er Seines eigenen Sohnes nicht schonte, sondern Ihn für uns alle dahingab." (Röm. 8, 32.) Kannst du dir den Retter am Kreuz vorstellen und mit Paulus rufen: „Der Sohn Gottes, der mich geliebt hat, und Sich Selbst für mich hingegeben hat! ?" (Gal. 2, 20.) Wilhelm Peters wurde so ausgenommen, wie er war, in seinen Lumpen, ohne Geld, ohne guten Ruf, denn es war Liebe, die ihn empfing. Du, der du weit von Gott und auf dem Wege zum Verderben bist, Gott liebt dich in deinem Elend, und Jesus öffnet dir Seine Arme. „Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen." (Joh. 6, 37.) Kannst du dieser Stimme gegenüber noch länger taub bleiben? „Komm zu dem Heiland, komme noch heut'I Folg Seinem Wort, jetzt ist es noch Zeit! Er ist uns nah, zum Segnen bereit, Und ruft so freundlich: komm!" L. U. F. L Angst. „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, * Ich habe die Welt überwunden." Joh. 16, 33. Ja, das ist wahr: man kann in der Welt manchmal Angst bekommen. Es gibt Lagen im Leben, wo man nicht aus und ein weiß, wo man sich bange fragt: Wie soll ich hier durchkommen? Nicht nur x UN Kugelregen der Schlacht, auch daheim im Familien- leben gibt es manchmal Angst: „Angst, davon die Augen sprechen, Angst, davon die Herzen brechen." Aber für solche Zeiten der Angst bietet sich Jesus uns an. Er hat die Welt mit ihrer Angst überwunden, nachdem Er die Angst der Welt gründlich kennen gelernt und ausgekostet hatte. Er hat überwunden. Und Er hilft uns, auch zu überwinden, wenn wir uns Ihm anbefehlen, wenn wir uns mit allem, >vas wir sind und haben, in Seine Hand legen. Wie mancher hat das erfahren im Feuer der Schlacht, daß Jesus ihm jegliche Angst benahm, daß Er ihn ganz getrost und froh machte! Wie manche Mutter hat das erfahren im Kreise ihrer Kinder, wie der HErr ihr die angstvolle Sorge abnahm, daß sie getrost in die Zukunft blicken konnte I Ja, Jesus macht getrost! E, M, & „Kommt und seht!" Nachdem Johannes der Täufer Jesum als „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt," angekündigt hatte, sah er Ihn am nächsten Tage „man- dein". (Joh 1, 36,) Wunderbarer AnblickI Der Sohn Gottes, der HErr vom Himmel, in Niedrigkeit wan- ö.lnd auf dieser Erde! Dieser Anblick ergreift den Vorläufer des HErrn sv mächtig, daß er voll Be- munderung und Anbetung ausruft: „Siehe, das Lamm Gottes!" Der größte der von Weibern geborenen Propheten gibt dem Heiland auf diese Weise Zeugnis und Ehre, Er ist völlig bereit, jetzt, nachdem iein Dienst erfüllt ist, abzutreten, „Ec muß wachsen, ich aber abnehmen," ist die Sprache seines liebenden und demütigen Herzens, Der Bräutigam war da; der Freund des Bräutigams hörte Seine Stimme, und seine Freude war erfüllt, jJoh. 3, 29, 30.) Nichts wirkt so mächtig auf das Herz des Menschen als der wahre, ausrichtige Ausdruck der Freude und Wonne an einem Gegenstand, der dieser Freude würdig.ist. Nicht schöne Worte, nicht schlagende Be- weisgründe — nein, das Ausströmen eines liebe- erfüllten Herzens, der mächtg hervorquellende, ungekün- stelte, Ausdruck dessen, was ein solches Herz fühlt, ergreift den Zuhörer mit unwiderstehlicher Gewalt. So war es auch hier. Die beiden Jünger des Io- Hannes verlassen auf jenen Ausspruch hin ihren Meister und folgen Jesu nach; und als sie sich dem HErrn nähern, fragt Er sie: „Was sucht ihr?" — ,Kabbi," antworten sie, „wo bist du zur Herberge? — Ihre Herzen waren für Ihn gewonnen, und nur die Gemeinschaft mit Ihm, das Weilen in Seiner nächsten Nähe konnte sie befriedigen. „Kommt und seht," ruft ihnen der HErr freundlich zu, und sie kamen und sahen, wo Er zur Herberge war, wo Er sich auf- hielt, und — sie blieben jenen Tag bei Ihm, Was suchst du, mein lieber Leser? Möchtest du auch da sein, wo Er Sich aufhält? Dann komm und siehe! Er ist jetzt droben, zur Rechten Gottes, mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Darum heißt cs: „Suchet, was droben ist, wo Christus ist!" (Kol, 3,1.) Aber Er ist auch hienieden. Er findet sich bei denen ein, deren Herzen Ihm entgegenschlagen, die von Ihm reden und an Ihm sich erfreuen. Sein Aufenthalts- ort war damals der Welt verborgen; er wird in unserem Kapitel nicht einmal genannt. So ist er auch heute der Welt verborgen, aber die Seinen kennen Ihn und wissen davon zu reden, was es heißt, in Seiner nächsten Nähe zu sein, da sich aufzuhalten, wo Er sich aushält. So wie Jesus damals der Mittel- und Sammelpunkt für alle gläubigen Herzen wurde, so ist Er es auch heute noch. Er ruft ihnen allen zu: „Kommt und seht!" und bald wird dieses „Kommt nnd seht!" in noch anderem Sinne er- schallen. Er wird die Seinigen heimrufen ins Baker- haus droben, und dann werden sie in ewiger Herr- lichkeit sehen, wo Er sich aufhält, und nie, nie wieder von Ihm gehen, O möchte Er uns Herzen geben, die in Liebe zu Ihm brennen, die ihre eigenen, selbst- süchtigen Interessen vergessen und fähig sind, von Ihm zu zeugen! Versammlungs-Anzeigen. Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr, 14. Jeden Sonntag IV» Uf)t: ©onntaflsMiule; 4Ut)r: Jungsrauenverein; kN/.Uhr Versammlung, 4 >/-Uhr: Christlicher Verein junger Manucr ^eden Mittwoch S'h Uhr: Bibelstunde, Jeden Freitag 8V- Uhr: Gebetsstunde, 18, Juni. abends: Wißmar! Wieseck! Altenbuseck. abends Frauenstunde : 25 Juni, nachmittags Nordeck! abends: Beuern. Frauenstunde 2 . Juli, nachmittags: Altenbuseck; abends Wieseck! in Wißmar abend» Frauenstunde, g, Juli, nachmittags: Nordeck; abend»: Beuern; »n Klein- linden abends Frauenstunde, _ Bezirk Lriedberg. Friedberg, Kleine Köhlergasse 8. Jeden Sonntag 1«/« Uhr Sonntags'ckmle; 4 Uhr: Jungsrauenverein ; Uhr Versammlung, Jeden Dounerstag 9 Uhr Bibel- und Gebet»- liunde. Jeden Sainstag 9 Uhr: Männer- und Jünglingsverem Jeden Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung im Erholungsheim Bethesda". Franksurterstraße S7‘/io, und jeden Freitag, abends Va9 Uhr: Bibelstunde Ernst Ludwigring-Pension Bindewald, Jeden Dienstag, abends 9 Uhr: Versammlung in Vilbel, Gasthof „Zur Stadt Cassel, Sonntag, den 9, Jull, nachmittag» 3 Uhr: Versammlung in Erbstadt und Asjenheim, 12, In«: Versammlung in Leidhecken Bezirk Lich. Lich, Vereinsbaus: Jeden Sonntag 12V, Uhr: Sonntagsschule; ,, Uhr: Jnngsrauenverein: 8' “ Uhr: Versammlung, , „ . 8 Juli: Lich G'meinschastSkonserenz nnd Versammlung im Freien, IS, Juli (nicht 2'j- JunU BurtdardSselde» Jahressest. Bezirk Nieöerwei'el. 18, Juni: Fest im Freien in Kirchgöns, 2, Juli Fest im Freien in Gambackr Bezirk S.lk-'oö, Sonntag, den 2, Juli: Gemeinichaftskonseren, in Sellnrod ? 4 der Besprechung «ihn, 8, 1—16. 1b, Juli Fest im F-e,en »elver-h«!., Bezirk Schotten Schotten: Sonntags lg Uhr: Sonntagsschi,le, abends 9 Ubr^ Versammlung: Dienstag, abends 9 Uhr: Cebetsstunde . Donnerst-»^ abends «Uhr: Bibelstunde, Betzenrod: s.imtag, > "hmittags 8 Ubr, Versamm lung: Freitag, abends 9 Uhr: Bibelstunde Nidda Lonntag, abeudS h-guhr: Veriammlung! Dienstag, abends 9 Uhr L,bel,iuii0e Sonmag, de» >8, Juni, nachmittags 8 Uhr '»emkinscha'tskouiereu, IN Nidda Lißberg Sonntag, nachmittag» 8 Uhr Versammlung ,a»gadt, Sonntag, abends V,9 Uhr: Versammlung CUIJCU*I. —- ’ . Anzeigen für die Auminern 29—32 bis zunr 3. Juli ds. Js. erbeten.