Nummer 94
Montag, den 5. Dezember
ihrgang 1934
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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
(Fortsetzung.)
Hein Eggerth mußte laut auflachen. „Eigentlich eine komische Idee,
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„Aber noch längst nicht die schlechteste Methode, mein lieber Junge, ii allgemeinen gilt noch immer der alte Satz, daß da, wo eine Petro- rmlampe zu brennen vermag, ein Mensch auch atmen und leben nn —", der Professor brach jäh ab. „Halt! Stopp!" schrie er zu insen hinüber und winkte ihm. Die Lampe befand sich dicht über dem loterboden. Ein Glitzern und Funkeln unter ihr verriet, daß der
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lotergrund aus blankem Erz bestand.
„Langsam hissen!" kommandierte Professor Eggerth weiter, wahrend er zu der alten Stelle zurückkehrte.
Klar brennend kam die Lampe wieder zutage, wurde gelöscht und iwläufig beiseite gelegt.
Atembare Luft bis zum Kratergrund vorhanden, die Temperatur Hirt beträgt 38 Grad Celsius", faßte der Professor sein Urteil nach Ihem Blick auf das Meßinstrument zusammen
„Jetzt Ad drei. Wer will als erster den Abstieg riskieren?
„Ich!" „Ich!" „Ich!" scholl es ihm dreifach entgegen.
Jeder wollte der erste sein, keiner wollte dem andern den Bortritt
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XXgSbeÄr^ie sein Bater es gewünscht hatte gab hün, während er Stufe um Stufe hinabkletterte ununterbrochen^ ch b-s Mikrophon Bericht, bis er endlich m einer Tiefe von uo JKeter anf festem Grund stand. Etwa eine Blerteßtunde hatte die Kraxele, ge
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^Eine kurze Weile sah der Professor sich den Streit mit an, dann ntschied er kurzerhand: „Wir werden losen, dann kann sich keiner be- ichteiligt fühlen." Drei Streichhölzer, die er auf veAiedene Lange tbrochen hatte, hielt er seinen Mitarbeitern mit den Köpfen hin. Sie äffen danach: Hein Eggerth zog das längste Holz und hatte damit is Anrecht gewonnen, als erster den Abstieg zu machen.
Die Vorbereitungen wurden dazu getroffen. ,St 10' schob sich so idicht i den Kraterrand heran, wie es eben möglich war. Erne W.nde ltg aus dem Schiffsrumpf eine aus kräftigem Stahldrahtfell geflochtene mer heraus und ließ sie in den Krater hinabgleiten. Der Kran fuhr cht an die Leiter heran. An seinem Ausleger hing jetzt ein starker cheinwerfer, dessen Lichtkugel die Tiefe um die Leiter herum bis zum
Na,"denn' wallen wir mall" ries Hein luftig und schickte sich an, zu
Eggerth mit Hein über ein Erzfeld, das in tausend Reflexen glänzend ihre Augen oft blendete. Aus dem gleichen schimmernden Sternstoff schien der ganze Kraterboden zu bestehen, von dem sie bereits früher Proben nach Bitterfeld mitgenommen hatten. Je weiter sie kamen, desto befriedigter blickte Professor Eggerth um sich, obwohl auch ihm bei dem Spaziergang in dieser Backosentemperatur der Schweiß aus allen Poren brach
Dann standen sie wieder am Ausgangspunkt ihrer Wanderung, und Profeßor Eggerth beorderte durch das Telephon jetzt auch Berkofs und Hansen nach unten. Auf der Leiter kletterten die beiden in die Tiefe, und dann begann eine Arbeit, zu der Professor Eggerth eine Planskizze vorlegte An 200 Über den Kraterboden gleichmäßig verteilten Stellen sollten Erzproben genommen werden. Im ersten Augenblick erschien die Aufgabe unüberwindlich groß, aber der alte Eggerth hatte sich dafür ein Verfahren zurechtgelegt, das sie wesentlich vereinfachte. Jeder mit einer kräftigen Elektrobohrmaschine ausgerüstet, machten die vier sich an das Werk. Für den Zweck, den der Professor dabei im Auge hatte, genügte es, mit einem halbzölligen Spiralbohrer etwa eine Handbreit in das Erz hineinzubohren und die dabei entstehenden Späne in ein Glas- röhrchen zu schütten, dies zu verkorken und mit der entsprechenden von der Planskizze angegebenen Nummer zu versehen.
Fünfzig Proben hatte jeder zu nehmen. In vier Stunden war die ganze Arbeit getan, aber es waren doch anstrengende Stunden. Keiner von ihnen hatte einen trockenen Faden mehr am Leibe, als sie in das Schis kletterten und ,6t 9‘ wieder nach oben schwebte.
„Dor den Kampfpreis haben die Götter den Schweiß gesetzt, sagte Berkofs halb lachend, halb seufzend, während er 200 Glasröhren sorgsam in einem Schrank des Mittelraums verwahrte.
„Und einen Durst habe ich", stöhnte Hansen, während er, ohne abzusetzen, eine Literflasche Mineralwasser austrank.
, Heber Mangel an Appetit kann ich mrch auch nicht beklagen , fugte Hein Eggerth hinzu. „Ich glaube, wir haben feit acht Stunden nicht ""^,Ers'? umziehen und dann essen", kommandierte der Professor. „Wir wollen uns keinen Schnupfen holen."--
Bald saßen sie gemütlich im Mittelraum von ,6t 9 zusammen und taten einem aus den 6chiffsvorräten schnell zusammengestellten Mahl alle Ehre an. . , _ .
.Dies Huhn mit Curry-Reis ist prima, prima", meinte Hansen, ver- gnüglich kauend, und warf dabei einen Blick auf den Wandkalender.
Herrschaften, wie wird mir denn?" rief er und ließ Messer und Gabel sinken. „Wir schreiben ja schon den 25. Dezember, morgens drei Uhr nach Greenwichzeit. Den Heiligenabend haben wir ja richtig über unsrer Bohrerei da unten vertrödelt " m „
, Wir wollen sagen, Übersehen", verbesserte ihn der Professor. „Iw übrigen steht nichts im Wege, mein lieber Hansen, daß 6ie jetzt noch einen Punsch brauen und das Versäumte nachholen."
Um die siebente Morgenstunde hob der Professor die Tafel auf.
In die Kojen, Herrschaften! Wir sind alle übernächtig.^Erst. mal acht 6tunben 6chlaf. Dann geht's mit Volldampf nach Deutschland zurück." *
Die City oi Baltimore" auf der Rückreise von Hamburg nach Neunork verließ die Reede von Southampton und lief auf Westkurs der Kanalmündung und dem Atlantischen Ozean entgegen. Zu ihren Pa sa- qieren gehörte Mr. Haynes Nach mehriahrigem Aufenthalt tn Deutsch- lanb hegte der Vertreter der Associated Press den Wunsch, wieder einmal die gesegnete Luft der Vereinigten Staaten zu atmen. Unter ben Amerikanern, die in Southampton auf das todjiff kamen, hatte er einen alten Bekannten entdeckt, Mr James Garrifon, der in der großen kalifornischen Sternwarte in Pasadena tätig war und von einer englischen Studienreise nach den Staaten zurückkehrte.
Nach der Mittagsmahlzeit — sie war so gut und reichlich, rote es auf ben großen atlantischen Dampfern üblich ist — zog Mr. Haynes sich seinen flauschigen Ulster über, um durch einen tüchtigen Spaziergang allen Folgen der üppigen Verpflegung entgegen,)uroirten Er beabsichtigte, vierzigmal um bas Oberdeck herumzumarschieren. Das bedeutete eine Promenade von vier Seemeilen, nach deren Erledigung er getrost dem Supper entgegeujeheu konnte.
HANS DOMINIK ■ EIN STIERN FIEL VOM HIMMEL
COPYRIGHT 1934 BY KOEHLER 8 AMELANG G. M. B. H., LEIPZIG
' IIÄVJÄ««,- »Ml M WttorlurM unb Sjrin dichte sich anfeilen lassen. Das Seil, das sie 'hm um die Brust Wangen, er ao> ithielt ein Telephonkabel, Kopfhörer wurden chm über die Ohren nit feil’6" Moden, ein Mikrophon hing dicht vor feinem Munv.
di- . T°l°Ph°n und Mikrophon der Gegenstation nahm der Profeffor felbf,
E, ©CH" i/v»«* '«'öö*’”/ ••• —M”-" ---/ rr ” •D’”' 7 ----- — 1 —f *
ije jrQs iter, die Lust in einem Bolidenkrater mit einer alten Petroleumlampe ba6 bet f ihre Brauchbarkeit zu untersuchen."
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an: „ßos, Eertotf unb Hansen wurden beordert, das Seil zu halten und
btUe,Ss ist schandbar heiß hier unten", meldete er nach^obem Ich
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fagertl) die Stimme Hansens aus dem Kaps, u & ^^in vor- d'vhnen. St 9' schab sich an seiner Hubschra ha g^^ mie
1 ttirts, bis es mitten über dem Krater stan . &em Krater-.
: eh fallendes Blatt allmählich nach unten , ns ej(te auf feinen
br ben auffetzte. Der Prafeffor kletterte heraus unD eilte au, - E*6.1Um,m 3un8., M «- - * ** **-—
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