Ausgabe 
27.3.1925
 
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Buntes Allerlei.

Eine neue englische Südpolar-Expedition.

Drei englische Forscher. Sheltpn, Der- nocchi und Worleh, treffen Vorbereitungen für eine neue Expedition, die nach dem König- Eduard-VlI.-Land und von dort nach Süden ober Osten gehen soll, um die unbekannten Gebiete von GrahamS-Land zu erforschen. Die Reisen­den wollen sich dabei eines neuen Motor­wagens von 40 P.S. bedienen, der auch bei den schwierigsten Bodenverhältnissen vorwärts kom­men kann. Sie sind jetzt zu diesem Zwecke nach Rorwegen gegangen, um hier das neue Ge­fährt unter nördlichen Verhältnissen zu erproben.

Radium für die Schweiz.

Die Krebssterblichkeit der Schweiz ist nach derjenigen Dänemarks unter allen Staaten Europas die höchste. Aus diesem Grunde hat die S'Hweizerische Verein gung: Krebsbekämpfung, wie in derDeutschen Medizinischen Wochen­schrift" mitgeteilt wird, bei der Eidgenössischen Regierung Den Antrag gestellt, zur Anschaffung von Radium einen D.'trag von 1 Million Franken auszusehen. Das Radium, das da'ür angeschafft wird, soll allen Kliniken und Kranken­häusern für die Behandlung von geeigneten Krebskranken zur Verfügung gestellt werden. Die Einrichtungen, die für die Radiumb eh and lung notwendig sind, müssen von den einzelnen Kan­tonen selbst geschaffen Werdern

Die Ausbeutung der Oelfelber des Irak.

Der Vertrag zwischen der Türkischen Pe­troleum-Gesellschaft und der Regierung deL Irak, Der diesem internationalen Unternehmen Die Ausbeutung der Petroleumschähe für 75 Jahre sichert, wird zu einer systematischen Durchfor­schung des Landes nach Oelvorkommen führen. Vor Dem Kriege sind ja von Deutschland Vohrun- gen unternommen worden. Wie ein Direktor der Gesellschaft in Der ..Times" ausführt, soll eine geologische Expedition ausgesandt werden, um das ganze Land, mit Einschluß des Vilayets Basra, zu durchforschen. Vestimmte Gebiete, die von bet Expedition festgelegt werden, sollen dann durch systematische Bohrungen untersucht werden.

Die Opfer der wilden Tiere in Indien.

Nach einer Statistik, die in englischen Blättern veröffentlicht wird, sind 1923 in Britisch. Indien 23 000 Menschen von wilden Tieren getötet worden, unb zwar fanden 603 durch Tie. ger den Tod, 500 durch Leoparden, 460 durch Wölfe, 225 durch Krokodile, 105 durch Bären, 90 durch Wildschweine, 55 durch Elefanten. Der weitaus gröh'e Teil der Opfer, nämlich 20 000, erlag den Giftschlangen. Im Kamm gegen die wilden Tiere wurden in demselben Jahr 1766 Tieaer getötet, 610h Leonarde». 3186 Bären 1929 Wölri und

chenvorbcrrö war nicht schlecht beraten. a!r er der Aufführung einer musikalischen Pas- sionSandacht seine Zustimmung gab Zahn­arzt Munch aus Darmstadt, ein Meister Du Orgel, führte uns allein, und begleiten von Vio- Iltncello und Geige in das Reich her Töne eine- Dach und Händel. Daneben liehen eine San tte (Sopran) und ein Sänger (Tenor) in meh ' 58 370

Penfion wurde der Rechts- und Ftnonzkommission zur Aeußerung unb Stellungnahme übergeben. Der Bürgermeister beantragte, den Gas-, Was­ser- unb Kanalabschluh an die in 1924 und jetzt neu zu erbauenden Prioathäuser auf Kosten der Stadt bis an die Grenze des Grundstückes, jedoch nut an erschlossenen Straßen, zu legen. Hiermit soll eine Beihilfe von feiten der Stadt an die Bauluftigen geschaffen werden. Der Antrag wurde zum Beschlug erhoben. Für die Erbauung einer staatlichen Förster- wohnung bat dar Hochbauamt um Bereitstellung eines geeigneten Bauplatzes. In Vorschlag wurde ein Bauplatz in der Kälberbach gebracht. Der Ge­meinderot konnte in bezug auf die Anbohrung der Hauptleitung des Wasserstranges seine Zustimmung nicht erteilen. Ein Hauptpunkt der Tagesord­nung war die Beratung und Stellungnahme zu den zu schaffenden A u t o l i n i e n. Die Post nahm die Errichtung einer Autolinie Büdingen Bu­chesDüdelsheim Lindheim Hainchen Hun- bacher KreuzHimbach Eckartshausen Marien­bornLangenbergheimOstheim in Aussicht. Der Privatunternehmer N i e d e n t h a l von Eckarts- Hausen dagegen plant die Schaffung einer direk­ten Autolinie von Büdingen nach Hanau unter Ausschluß der Orte OrleshausenCalbach, Eckarts- Hausen, Marienborn und Langenbergheim. Wäh­rend die Poft einen Zuschuß der betreffenden Ge meinben verlangt, sowie den Dau einer Autohalle mit Reparaturwerkstätte in Eckartshausen, stellt Niedenthal keinerlei derartige Anforderungen. Die Autooerbindungen werden insbesondere den Ar­beitern der erwähnten Orte zugute kommen. D.er Gemeinderat sprach seine Sympathie dem Nieden- ihalschen Projekt aus und setzte sich für besten bal­digste Verwirklichung ein. Um den Klagen der Bewohner des Steinwegs abzuhelfen, wurde die Pflasterung des Fußsteiges auf der einen Seite der Straße beschlossen. Hinsichtlich der Un­klarheiten. die bet Punkt 6 der Tagesordnung in der letzten Sitzung (Vergebung der Pläne und Bauleitung für die zu erbauenden Fomiltenhauser) sich ergaben, teilte der Bürgermeister mit, daß nach feiner Ansicht es sich nur um einen Irrtum der Protokollführung han­deln könne. Er bat, den Boukommifsionsbeschluß nachträglich noch zum Gemeinderatsbeschluh zu er­heben. Die Gemeinderäte Hildner, Dr Eber- l i n g und Walther widersprachen dem jedoch in längeren Ausführungen. Schließlich stellte Ge­meinderat Walther den Anirag, festzustellen, ob die KreisbauoerwaUung Pläne und Bauleitung der zu erbauenden Häuser unentgeltlich vornehmen müsse- Verneinendenfalls fordere er die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten. Der Antrag wurde ab- gelehnt, während der diesbezgl. Antrag des Bürgermeisters angenommen wurde und die Pläne und Bauleitung somit endgültig in die -and des Technikers Knaf gelegt wirb. Mit der Erläuterung der Pläne durch Gemeinderatsmrt- glieh Knaf schloß die oft stürmisch verlaufene $'6U,!r Nidda, 26. März. Die hiesige Ge- werbe schule beschließt nächsten Samstag das Winterhalbjahr mit einer Schlutzfeier und einer Ausstellung der gefertigten Zeichnun­gen unb Schülerarbeiten. Der Bademeister Mdus in dem benachbarten Salzhaufen blickt jetzt auf eine 40jährige Dienstzeit an dem genannten Bad zurück. Während dieser langen Zeit Rat er es verstanden, durch gleichbleibende Aufmerk­samkeit und Freundlichkeit sich das Wohlwollen aller Badegäste zu erwerben. Nachdem bereits Sonntag die Sozialdemokratische Partei eine Wahl­versammlung obgehalten, in der der Abg. Lux für den Kandidaten Braun sprach, veranstaltet -er Reichsblock kommenden Freitag eine va­terländische Kundgebung unter Mitwir­kung der hiesigen Feuerwehrkapelle. Als Redner ist Oberstudiendirektor Dr. K e 11 e r - Büdingen ge­wonnen. .

Aulen-Diebach, 26. Marz. 3m Knegs- jahr 1917 wurden, wie in vielen anderen Gemein­den, auch in unserer Kirchenorgel die zinner­nen Prospektpfeifen befchlagnahmt. Durch Bereitstellung der Geldmittel durch die Gemeinde konnten jetzt die Ersatzpfsifen angeschafft werden. In-dieser Woche wurden die neuen Pfeifen von der Firma August Forster, Gisßen-Lich, geliefert und in die Orgel eingebaut.

Mrete «tfwffett«

O Schotte 1t. 26. Mörz. Gemeinde-- und Kirchenrechner Bindewald in Stümper- 1 e n r o d feiert am 27. d. Mts. sein 2 9 j ä h r i - ge S Die n ft i u & 11 ä um. Er hat es verstan­den, sich während dieser Zeit das Vertrauen der Einwohnerschaft zu erwerben Born Krets- direkt or des Kreises Schotten ging hem Zu- bilat ein Glückwunschschreiben au.

?* Eichelsdorf, 26. März. Der hiesige M ä n n e r g e f a n g v e r e i nEintracht" darf die seltenen Ehre für sich in Anspruch nehmen, wohl den ä l t e st e n aktiven Sänger in sei­nen Reihen zu hoben. In diesen Tagen feierte nämlich fein 2. Bassist Heinrich Bechtold seinen 7 6. Geourtstag. Der überaus Rüstige ist noch mit ganzer Seele bei her schönen Sangessache, war Mitbegründer des Vereins und langjähriger eilter Vorsitzender. Der Verein ehrte feine Sangestreuo, indem er ihm an feinem Geburtstage ein Ständ­chen brachte und durch feinen Vorsitzenden herzliche Dank- und Wnnschworte entbieten ließ. Es wäre zu wünschen, daß biete vorbildliche Treue und die Hin­gabe an eine edle Sache recht viel Nacheiferer fänden!

§ Lilrich ft ei n. 26. März. Hier wurde am Mittwoch das etwa zweijährige Kind einer S ch i r m f l i <f e r f a m : f t e, die im Zool- haus kampierte, beerdigt: es war an englischer Krankheit gestorben. Dem Sarg fogten neben den Eltern auch ein paarfrüher Don der Landstraß e".

§ Feldlrücken, 26. März. Bürgermei­ster Schleim ing dahier feiert am 30. März in voller Rüstigkeit sein 43jähriges Bür­ge r m e i st e r j u b i u in , gewiß eine seltene Feier, die ein Beweis für die Arbeitskraft und Beliebtheit des Jubilars ist. - Am Dienstag­abend fand hier in der Kirche ein Licht­bildervortrag über die Gustav Adolf- Arbeit statt, in dem Pfarrer Kornmann von Ulrichstein Bilder aus Siebenbürgen zeigte. Die Kirche war sehr gut be^-chi, Ergebnis der Sammlung war ansehnlich.

Slrctö Alsfeld

Rieder-Ohmen, 25. März. Der Kir­

reren PaMonSktedern den Dulder am zu uns reden, das Ganze gekrönt durch das Vaterunser Don Krebs. Alles tn allem, btt aus­gezeichnet geschulten Dilettanten brachte auch unserer Gemeinde, die das Gotteshaus bis auf den letzten Platz füllte, wie schon so manch anderen Gemeinden unseres Hessenlandes, einen seltenen Genuß, der uns aus der Eintönigkeit des Alltags mit seinen grauen Stunden in eine andere, reine Welt führte. Unb wenn trotzdem der eine oder der andere vielleicht enttäuscht heimgrng, weil er diese Art von Feier, ge­messen an den winterlichen Abendunterhaltungen in den Vereinen, au zart und geräuschlos fand, so gilt es auch hier, ein Strick Volksbil­dung und nicht das schlechteste treibend, unsere Landbevölkerung mit diesem ihr noch nicht er­schlossenen Gebiet immer mehr vertraut zu machen, das wie kaum ein anderes dazu be­rufen ist, den Menschen innerlich zu erheben.

Kreis Lauterdach.

Lauterbach, 26. März. 3n der jüng­sten Stadtvorstanbssitzung wurden die monatlichen Bezüge für die Sozial-- und Kleinrentner ab 1. 4. 1925 um 50 Prozent erhöht. Die Stundenlöhne der städtischen Ar­beiter wurden ebenfalls entsprechend höher fest­gesetzt. Zwecks Straß enanlage im neuen Dauvicrtel am Schober muhte ein Garten­grundstück angekauft werden. Zwei übriableibende Geländeftreijen wurden dem anschließenden Grundbesitzer zu 2.50 Ml. der Quadratmeter abgetreten. Eine Rachzahlung für Wenigrrstrom- verbrauch, als ein Elektrizitätszähler mindestens erbringen muß, soll für das abgelaufene Jahr nicht ftattfinben. Ein Scheuerbaugesuch an der Vogelsbergstrahe mußte wegen Verschlechterung des Strahenbildes abgelehnt werden. Gegen zwei weitere 'Laugesuche hatte man nichts einzuwen­den. Zum Laubstummenverband Heslen und Hessen-Rassau wurde ein Beitrag von 50 Mk. bewilligt. Bei einer G.undstücksoeräußerung in hiesiger Gemarkung will die Stadt als Liebhaber auftreten. Aus dem gestern statigefundenen Viehmarkte waren nur etwa 50 Stück Ferkel ausgetrieben, welche auch sämtlich zum Preise von 3035 Ml. das Stück abgesetzt wurden. Rinder waren nicht ausgetrieben. Der Krämermarkt war schwach besucht.

Starkenburg und Rheinhessen.

Offenbach, 26. März. Die hiesige Orts­gruppe der Deutschen (Liberalen) Volks­partei Hot im Anschluß an einen Diskussions- abenb über die Aufwertungsfrage fol« gende Kundgebung beschloßen:Die Orts­gruppe Offenbach der Deutschen (Liberalen) Volks- Partei gibt nach einer Besprechung der sogenann­tenAufwertungsfrage" folgenden Gedanken Aus­druck: Das Verhältnis zwischen Schuldner und Gläubiger ist und bleibt eine Frage des noch be­stehenden bürgerlichen Rechts. Wir erkennen an, daß die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhält-' nisse einen Schutz des leisrungsunfäliigen Schuld­ners notwendig gemachl hat. Die gegenwärtige Regelung gehr über diese Notwendigkeit hinaus und mißachtet die Begriffe von Recht und Moral. Wir ersuchen deshalb unsere Parteileitung, dafür einzutreten, daß der Eingriff der Gesetzgebung in das bestehende bürgerliche Recht sich nur beschränkt auf eine gerechte Abwägung der durch staalliche und wirtschaftliche Verhältnisse bedingten Notwendig­keiten. Aus diesem Grunde holten wir eine indi­viduelle Regelung der ganzenAuswertustgsfrage" für notwendig."

Kreis Wetzlar.

T Raunheim. 26. März. Die Erben der verstorbenen Eheleute Kafdar Wagner liehen gestern hier ihve H o f r e i t e, 12 78 Aar groß, meistens bebaut zu Gastwirtschaft und Mengerei, einschließlich totes Inventar, öftentlich meistbietend versteigern. Als Letztbietende blieb die Brauerei Waldschmidt- Wetz­lar mit 50000 Mk.

Wirtschaft.

* Die Grohhandelsindexziffer. Die auf dem Stichtag, 25. März, berechnete Groh- hinbelsindexziffer bes Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vom 18. März (133,2) um 0,2 v. H auf 132,9 zurückgegangen.

- Deutsche Bank, Berlin 10 Pro­zent Dividende. Rachdem der Aufsichts- ratssitzung vom 25. Marz der Abschluß für das Geschäftsjahr 1924 vorgelegen hat, tritt nun­mehr als letzte der Berliner D-Banken die Deutsche Bank mit ihrem Abschluß an die Öf­fentlichkeit. Der Gesamtumsatz belief sich auf 88,36 Milliarden Rm. gegenüber 129 Milliarden Am. im Jahre 1913, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Deutsche Bank inzwischen eine ganze Reihe grober Provinzialbanlen in sich aufge- nonimen hat. Die Einnahmen an Zinsen, Ge­bühren, Wechseln, Sorten und Zinsscheinen be­trugen 121 809 805 Rm., an Wertpapieren 3129 350 Rm. und an Gemeinschaftsgeschäften 1693 207 Rm., insgesamt 126 632 362 Rm. Da­gegen erforderten Handlungsunkosten 87 637 488 Rm., Steuern 9 228 213 Rm., Wohlsahriseinrich- tungen, Bersichcrungsb riträge, Pensionen und Abfindungen 6 570 813 Rm., insgesamt 103 436 514 Rm. Auf Einrichtungen werden 998 961 Rm., auf Dankgebäude 2 689 635 Rm. und auf sonstigen Grundbesitz 748 256 Rm. abgeschrieben, so dah ein Reingewinn von 18 758 996 Rm. verbleibt. Dieser findet folgende Verwendung: 10 Proz. Dividende auf 110 000 000 Rm. Kapittll 11000 000 Rm., Rücklage 5 000 000 Rm., Dr. Ge­org von Siemens-Wohlfahrtsbestand zur Auf­füllung auf 4 000 000 Dm. 1500 000 Rm., Auf- ) .chtsratsgewinnanteil 496 774 Am.. Vortrag 762 22? Rm. Die großen Handlungsunkosten wer­den in erster Linie auf die PersonalunLosten zurückgeführt, die 80 Prozent der Gesamtunkosten ausmachen. Der Personalbestand ist mit 18 669 noch nahezu doppelt so grob, wie 1913. Das Verhältnis hex leicht greifbaren Mittel zu den fremden Geldern (Liquidität) beträgt 70,18 Proz.

* Frankfurter Dank 21.«®., Frank­furt. Aus dem ckleberfchub von 209 930 Rm. soll eine Dividende von 6 Proz. verteilt wer­den, Rach Uebertoeifung von 30 000 Am. an den Pensionsfonds und nach 2lbzug der Auf- sichtsratstantieme wird der Nest von 68 589 Am. auf neue Rechnung vvrgetragen. Die Verwal­tung beantragt gleichzeitig eine Erhöhung des Grundkapitals um 2,4 auf 4 Mill .Rm

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 26. März. Während bei* Aktienmarkt in seiner Geschäftsuntäligkeit verharrte unb weitere Reigung zum Rachgeben erkennen lieh, entwickelte sich im Abendverkehr am Anleihen- unb Pfandbriefmarkte wiederum ein äußerst lebhaftes Geschäft. Sprozent. Reichs­anleihen nahmen einen schwankenden Verlauf und schlossen im Freiveckehr erneut niedriger, und zwar zu 0.700 Gelb. Die Pfandbriefe er­zielten durchschnittlich neue Avancen von 0,10 bis 0,20 Prozent. Frankfurter Hypothekenbank 7,5, Frankfurter Dfandbriesbank 7,9, Rheinische Hypothekenbank 7,35, M intng:r Hypothekenbank 7,10, Preußische Zentralboden 7,35, Süddeutsche Boden 6,5. Don den Aktienmärkten waren Mon­tanwerte gänzlich vernachlässigt. 2lm Dank­aktienmarkt erzi.lt en 'Berliner HandelSg 'ß trichaft ein Plus von 1 Prozent, während Reichsbant 0.5 Prozent nachgeben muhten. Die Dorfe schloß für Aktien geschaftslos, für Pfandbriefe lebhaft unb fest. Deutschs Anleihen, bprozentige Reichs­anleihen 0,705, Zprozenlig^ Schahanweisungen von 1923 1,35. Dar.kaktien: Berliner Handelsgesell­schaft 519, Commerzbank 108,75, Darmstädter Dark 13750, Deutsche Bank 134,25, Diskonto- gesellfchast 126,75, Dresdner Dank 114,50, Me- tallbanf 116,50, Rcichsbank 143, Oesterreichische Krebitaktien 8,90. Kaliaktien: Aschersleben 18 25. Krebitaktien 8.90. Kal:akti n: Asch.rSleben 18,25, Kali Westercg.ln 2250. Chemische Aktien. Ba­dische Aullin 146. Elberfelder Farben 27,75. Th. Goldschmidt 113,87, Höchster Farben 138, Holz- ve.iohlung 8, Rütgersweike 16. LranSpertwerte: Rordd. Lloyd 93. Industrieaktien: Ädlerwerte 3,65, AEG. 150, Aschaftenburger Zellstoff 10650, "Dyckerhoff 4.-.5, Gebr. Iu.gtzans 12, Rheinisches Metall 65,75, Badischer Zucker 3.40, Frankenthal­zucker 455, Heilbronnzucker 3,40, Stuttgart­zucker 3,45.

Devifenmartt BerlinFrankfurt a. M.

(9n Btlltone« Mart auSgedruclt. BuenoS-ÄtreS, London, Neu- hort, Japan. Rio be Janeiro für eine (Etubeit, Wien und Budapeir hit lOOOQO Ein Veiten, alle« übrige für 100 Einheiten.)

Telegraphische Auszahlung.

25. März

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(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger--.) r <.4 1- nt An der heutigen Börse

setzte sich die freundlichere Auffassung des gestri­gen Tages fort. Die Geschäftstätigkeit toax all­gemein angeregt unter Führung der 21p»

I- den- Die Stimmung der Spekulation für (X^urch eine Stütze erfahren, daß der Aufwertungsentwurf der Reichsregierung,

SPertfn, 28 Mär^

?lmertkanische Roten .... Belgische Noten . ....... Täiillch^' Noken ...... .

Englische Noten. ......

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Nottoegische Roten Dcutsch-Afterr i ioo Krone» Rumänische Noten Echwkdtflde Roten Schweizer Noten .

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Berliner

Datum:

Wenn auch die bisher bekanntgewordenen Zahl« nicht voll zutreften, eine HöHerbewertung bet deutschen Staatsanleihen erlaubt. Kriegsanleihe» eröffneten mit 0,7 unb wurden bald mit 0,72 um» gesetzt. Die Kurse der übrigen Staatsanleihen! bewegten sich entsprechend. Lebhaft waren die Umsätze auch inHyPotheken-Pfandbrie» f e n, die durchweg leichte Kursbefestigungen durch- fehlen. Die Börse rechnet auch hier mit einer Erhöhung des Aufwertungssahes der 3. Steuer. Rotverordnung. Auch die Aktienmärkte wurden von dieser Tendenz beeinfluht, zumal auch hier noch eine Reihe von anderen Anregungen Vorlagen. Sv sanden einmal zu den h^abgesetzien Kurfen vermehrte Rückkäufe statt, während an­dererseits die Siluationsber-ichte vom rheinisch- westfälischen Eisenmarkt und von anderen Ge­werbszweigen wieder optimistischer lauteten. Die ersten Kurie bewegten sich daher teilweise be­trächtlich über dem Riveau der Vortage. Am Geldmarkt blieb bei herannahen.de Ultimonadj wie vor einflußlos. Es werden weiter die bis­herigen Sähe genannt, zu denen reichliche Witte) vorhanden find. Tägliches Geld 7 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 12 Prezent. Privatdiskont 8 Prozent. Der D e v i s e n m a r k k' lag heute vormittag international gut, bemerkenswerte Ver­änderungen sind nicht eingetreten.

Börsenkurse.

5*/ TrnneDc 5Rft<b«an!e1ht . 4»/0 Deu'schr Rctchvanleihe . 8*/,% Deutsche Reich.'anlethe 3°/ Deulfche Neichsmleide . Deutsche Dvarpramienan leihe 4°/ Preußische Konsols . . .

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Hessen

8% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-«»!, bro. Doil.-Schatz-Äuirettng.ri <e/o Zoll türken 9% G^ldmerikaner ....

Berliner Handelsaesellschakt. Commerz- und Pnvat'Bank. Taemst. und Naiionaldaot . Deutsche Bank.........

Deutsche Beretnsbank .... 5)iecoiito Commaudit .... Metallbant...........

Miiteldeuische Creditbank. . ^este,reichische Creditaustalt Westdauk...........

Lochumer Satz ......

Buderus ... . Caro ...........

Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpe,.er Bergbuu......

Kalnverie ÄschcrSleben. . . . Fialiwerk Westeregeln Laurnhüll«......

L perdedarf. ......... Pl-öiiir Äergba« ....... R!)ei.i!talst...........

RiebcU Montan . .....

Trllus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llovd.....

Cherarnische Berke «lbtn .. Zementwerk Heidelberg .. . Phllivv Holzmann......

Lnglo-Cont -Snan« . . . . . Badische Anilin..... . .

Tbemilche Mayer fltaHa . . Goldschmidt Gries eimer Electron .. . . Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ....... Rütgersiverke ........ Echeideanftalt.........

HUö ElekrrtztiSts-Sesellschafl Bergmann Mamkraftwerke .....

C chultert . . . Siemens & HalSI, ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Henligenftaedt ........

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Motorenwerke Mannheim . ftranlfurrer Armaturen Konservenfabrik Broun . . Mctastgesell chaft Frankfurt. Pet Union A.-G. . . . . ,

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Sichel ZeUsto-i Baldbof ...... Zuckenabrik Frankenthal .. Suderiabrif Waghäusel * .

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Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers-.) Frankfurt a. M., 26. März. Auftrieb.

2 Ochsen, 6 Färsen und ftüf>e, 1412 Kälber, 694 Schafe, 500 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd Lebendgewicht: Kälber: Doppellender feinster Mast 85 6:8 90, feinste Mastkälber 74 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 73, geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 64, geringe Saugkälber 45 b s 52. Schafe. Maftlammer unb Mastyämrnri 45 bis 50, geringe« Mast Hammel und Schafe 36 b's44, mäh g genährte Hämmel und Schafe (Merzfchafe) 20 bis 35. Schweine: Dollflerichige von 80 bis 100 Kg f4 b's 66, unter 80 Kg 58 bis 64. von 100 b« *20 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 64 bis 66 Mk. Marktverlauf: Kleinvieh bei lebhaftem, Schweine bei ruhigem Handel ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse,

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers^.)

Frankfurt a. M., 26. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer19.50 bis 25.50. Roggen, inländischer, 19.50 bis 24. Sommergerste für Drauzwecke 23 bis 30, Hafer, inländischer 17 bis 22.25. Mais (gelb) 20 bis 20.25, Weizen» mehl, inländisches, Spezial 0, 39 bis 40, Roggen- mehl 3250 bis 34, Weizenkleie 13 bis 13.25, Aog- genkleie 14.25 bis,14.50. Tendenz: Fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 26. März. Der Prvduktemnarft war auf höhere amerikanische Meldungen weiter fest, besonders für Roggen. Das Geschäft in Gerste war klein, Hafer begehrt und Futterartikel ruhig. Es wurden notiert für je 1000 Kilo. Weizen, märt. 248 bis 251, do. Avril 270, do. Mai 273 bis 275, do. 3uli 299,50 bis 271,50, Tendenz fest, Roggen, märt. 234 bis 238, do Juli 238,50 bis 239, Tendenz fest, Gerste, mär!. 225 bis 246, Fullergerste 205 bis 224, Tendenz still, Hafer, märt 185 bis 193, Tendenz fester, Mais, Mai 180 bis 181, Tendenz still, Raps 395 bis 400, Tendenz stetig, Leinsaat 390 bis 400; für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,25 bis 36, Tendenz fester, Roggenmehl 31,75 bis 34,25, Tendenz fest, Weizentleie 14. Tendenz stetig, Roggenkleie 14,50, Tendenz fester, Diltpriaerbsrn 23 bis 30, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 18 bis 19, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 18,50 bis 20, Lupinen, blau 10,50 bis 12, do. gelb 13 bis 15,50, Rapskuchen 15,30 bis 15.60, Leinkuchen 2120 bis 21.70, Trockenschnihel 10 bis 10,20, Torimelaste 9J0, Kartoffelstöcken 19 bis 19,20,