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115. Jahrgang
Dienstag, August (925
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Der Kampf um die Antwortnote.
Die trotz der angeblichen Londoner Uehereuu slimmung nötig gewordenen Auseinandersetzungen über Form und Inhalt der an Deutschland zu richtenden Antwortnote haben nach, gerade in der gesamten Weltpresse einen katastrophalen Eindruck hervorgerufen. Paris beeilt fid) nun, diesen für Frankreich wenig angenehmen Ein druck etwas zu verwischen, indem es schon jetzt mit. teilen läßt, die Note wurde bereits in den nächsten Tagen in Berlin überreicht werden. Daß dem nicht so ist, weiß alle Welt: der Meinungsaustausch zwisd)en Chamberlain und Briand wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, zumal es um so schwerer ist, auf dem Wege über die Botschafter ober den Telegraph die Uebereinftimmung zu erzielen, die selbst der Besuch Briands in London nicht herzu- stellen vermochte.
Inzwischen gehen die Erörterungen in der englischen und französischen Presse weiter, besonders die londoner maßgebenden Blätter lassen allmählid) durchblicken, daß Frankreich zu gerne das Sank- tions - und Durchmarschrecht in seinem Sinne gelost und in den Text der Note hineingebracht wissen möchte. Da aber der ganze Sicherheitspakt auf dem Grundsatz der Gleichberechtigung basieren soll,- sind die Engländer doch so ehrlich, cmzucrkenncn, daß von einer Gleichberechtigung praktisch nicht die Rede sein könne, wenn der Völker- l'und z. B. Frankreich als Angreifer bezeichnen und fid) somit zugunsten Deutschlands entscheiden würde. In diesem rfaUc würde Deutschland im Völkerbund keine Unterstützung finden und wehrlos dem mächtigen Frankreich ausgelie- tert sein. Andererseits soll aber England als (5 nrant des Sicherheitspaktes auftreten, es würde in einem derartigen Fall eine höchst undankbare Nolle übernehmen mü||en und eventuell in einen Si r i c g mit Frankreich verwickelt werden. Dazu haben wiederum die Engländer keine Lust, so daß also hier nach wie vor die Hindernisse un- überroinbbar erscheinen. Die englisch-französische Auseinandersetzung zeigt boch aber, baß bic Situation Deutschlands auf einer kommenden Sicherheitskonfe- renz keineswegs so ungünstig ist, als unmittelbar nad) der Londoner Besprechung angenommen wurde.
Ruhland und der Sicherheitspakt
Rom. 18. Aug. Der russische Botschafter am Quirinal, Kergenzew, erklärte, der Sicherheitspakt solle nur bezwecken, jede weitere Annäherung zwischen Deutschland und Rußland zu verhindern und Deutschland zum Exerzierplatz zu machen, der zu einer eventuellen diplomatischen Offensive gegen Sowjet ruß- land dienen könne. Der Druck auf Deutschland, in den Völkerbund einzutreten, habe eine feindliche Spitze gegen Sowjetrußland. ,
Die französische Offensive in Marokko.
Paris, 18. Aug. (211.) Die französische Offensive gegen Abd el Krim wird in kürzester Frist beginnen. Die Umgruppierung der französischen Truppen wird in den nächsten Tagen zu Ende geführt fein. Die Franzosen werden auf einer Front von 150 Kilometer angreifen. Die angreifenöen Truppen bestehen aus sieben Divisionen mit insgesamt 84 Bataillonen. Die Infanteriedivision an der marokkanischen Front zählt 12 'Bataillone, während sie in Frankreich nur 9 beträgt. Das Ziel des französischen Oberkommandos ist, so weit ins Innere des Rifgebiets vorzudringen, d«ß die OB aff en- arfcnalc 21 bd e I Krims erbeutet werden.
Die Havas aus Fez meldet, haben die französischen Streitkräfte bereits eine umfassende Operation eingeleitet. Artillerie und Flieger legten heute früh ein starkes Borbereitungsfeuer auf die feindlichen Stellungen. Die Operation nimmt einen normalen Verlauf Dagegen weiß die Londoner „Daily Mail" aus Tanger zu melden, daß der erwartete Umschwung an der marokkanischen Front bisher nicht cingctreten i st. Die Rifkabylen haben bei Taza erneut die französische Front an drei Stellen durchbrochen und den Rückzug der französischen Truppen auf Taza zur Folge gehabt. In Rabat find die Vorbereitungen für einen in Marokko beginnenden Giftgaskrieg wahrnehmbar.
Völkische Demonstration gegen den Wiener gionistenkongreh.
Wien, 17. Aug (WTB.) Trotz des Verbotes von Protestkundgebungen gegen den hier tagenden Zionistenkongreh sammelten sich zwischen sechs und sieben Uhr die deutschvölkische Jugend in zahlreichen Trupps vor dem Rat Hause und auf dem weiten Platz vor der Votivkirche. Roch ehe durch den Zuzug geschlossener Formationen die Menge sich vergrößern konnte, begann die Polizei, die Menge zu zerstreuen. Da sie teilweise Widerstand fand, hier und da auch Steine geworfen wurden, sah sie sich wiederholt gezwungen, blank zu ziehen oder energisch gegen die Trupps anzureiten. Hierbei wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Hauptmasse der Deutsch- völkischen zog sodann unter Absingung nationaler ßieber und Pfuirufe über R-na und r»er-
Die
irtfchastskrifts.
Der Fall Stinnes. - Echte und falsche Krisensymptome.
Richt alle Gegenstände der Tagessensation lind charakteristisch für die politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands. Die Sensation der letzten Tage war die llebereignung von zwei Millionen Mark Aktien der Aga burd) den bisherigen Majoritätsinhaber Dr. Edmund Stinnes an die Belegschaft des bekannten großen Automobilwerks in Berlin- Tempelhof. An sich wären die Banken des Stüyungslonsortiums zweifellos in der Lage gewesen, die paar hunderttausend Mark flüssig zu machen, die notwendig waren, um der Deleg- fdjaft der Aga am letzten Freitag die fälligen Löhne zu zahlen. 3n der Sperrung des Kredites seitens der Banken ist vielmehr eine Kampfphase in dec Auseinandersetzung zwischen den Stinnes'schen Erben und den zur Sanierung. des ehemaligen großen Konzerns zusammengetretenen Geldinstituten zu erblicken. Immerhin ist es bemerkenswert, daß es den Erben eines großen Ramens nicht gelungen ist, anderweitig die erforderlichen Geldmittel zu erhalten. Man spricht von Verhandlungen mit ausländischen »(amerikanischen) Finanzleuten, die sich aber auch nicht zur Hergabe des erforderlichen Bargeldes entschließen konnten.
Wenn es sehr schwer ist, zu entscheiden, auf welcher Seite das größere moralische Recht liegt, — auf der Seite der Danken ober auf der des ältesten Stinnes-Sohnes, — so vst es sehr viel leichter, die Bedeutung der Aktienschenkung für die Aga-Belegschaft zu charakterisieren. Der tausendköpfige Großaktionär, der durch die Schenkung geboren worden ist, wird zunächst auf keine Erträge rechnen können. Die Liquidität der Aga ist — was viel sagen will, — noch geringer als die Liquidität des Durchschnitts der großgewerblichen Unternehmungen in Deutschland. Wenn die Arbeiter der Aga sich nicht von ihrem Aktienbesitz trennen wollen, so können sie Iahr und Tag warten, bis sie auch nur eine bescheidene Dividende erhalten. Obwohl die Arbeiter der Aga bisher nur eine Abschlagszahlung auf ihren vorwöchigen Lohn erhalten haben, sind sie dem Werke treu geblieben. In der ganzen Aga-Angelegenheit war dies Zusammengehörigleitsgefühl, welches die Belegschaft gegenüber der Werksleitung betätigt hat, das einzige sympathische Moment.
Enthält die Sache Aga immerhin em echtes Krisensymptom, so ist das bei anderen wirtschaftspolitischen Tagessensationen durchaus nicht der Fall. Immer wieder hört man die Worte: „Die Reichspräsidentschaft Hindenburgs und die Rechtsregierung hat uns nicht die erhoffte Besserung des Daseins gebracht: im Gegenteil haben wir ein neues Auf st eigen der Preise und eine abermalige Erschütterung der Währung über uns ergehen lassen müssen." In der Zeit non Mai bis Iuli haben sich die Kosten des Lebensunterhalts — wie sie durch den Reichsindex sestgestellt werden — um rund sechs Prozent erhöht. Diese Tatsache verführt viele Deutsche zu dem Schluß, daß sehr bald ein neuer Währungs stürz folgen werde. Die Beweisführung ist ziemlich naiv: im Iahre 1923 und in den vorhergehenden Iahren führte die Papiergeldvermehrung, also die Inflation, zu einem gewaltigen Ansteigen der Preise. Darum werde auch jetzt das Steigen der Preise von einer Vermehrung des Geldumlaufes, d. h. von einer neuen Inflation, gefolgt sein. Rach den Reichsbankberichten hat der Ilmlauf an Reichsmark- und Renten- mark-Scheinen in den drei Monaten von Ende April bis Ende Iuli 1925 um rund 302 Millionen Mark (71,2 Proz.) zugenommen. Das dies keine neue Inflation ist, sollten selbst währungspolitische Laien wissen.
Es gibt vielmehr eine Reihe einleuchtender Ursachen für die neuerliche Preissteigerung: Annäherung der Mieten an den Friedensstand, Wiederherstellung der Hypotheken durch die
Aufwertung, verschärfte Geldknappheit und die jüngst vom Reichstag beschlossenen neuen Steuerbela st ungen, die sozusagen ihren Schatten vorherwersen. Die Preissteigerung der letzten Wochen ist tein echtes, sondern ein falsches Katastrophensymptom, das nur von solchen behauptet und nachgesprochen wird, die am Schwarzmalen Freude haben, und die nicht über genügend eigene Urteilskraft verfügen, um den falschen Prophezeiungen entgegenzutreten. Die wirtschaftliche Rot besteht im Augenblick viel weniger in der Hebung des Preisniveaus als in der weiteren Verschlechterung der Kapitalversorgung. Dec kommende Herbst droht allerdings für viele deutsche Unternehmungen verhängnisvoll zu werden, weil die dann fälligen Wechsel und Darlehen aus laufenden Produktions- und Handelserträgen nicht zurückgezahlt werden können. Richtig ist, daß dann auch für die Massen der Konsumenten ein gefährliche Verschärfung der Lage eintreten kann.
Die Lage der Aga.
Verhandlungen im Oberpräsidium.
Berlin, 17. Aug. (TA.) wie von amtlicher preußischer Seite mitgeteilt wird, hat am Montagmittag über die bei den Aga-Werken in Lichtenberg entstandenen Schwierigkeiten unter Leitung des Oberpräsidenten von Ehar- lottenburg, in feiner Eigenschaft als Demobilmachungskommissar, eine Besprechung mit Direktion und Betriebsrat der 21 g a in Gegenwart eines Vertreters des preufji- schen Handelsministeriums und der Handelskammer sowie eines Gewerkschaftsvertreters stattgesunden. In der Sitzung wurde die gesamte Sachlage eingehend erörtert. Ls wurde anerkannt, daß die Stillegung der werke unvermeidbar sei, wenn es nicht gelinge, Betriebskredite ju erlangen. Die Schritte hierzu wurden der Direktion nahegelgt, die diese ungesäumt zu tun versprach, vom Oberpräsidenten als Demobil- machungskomifsar werden diese Schritte mit Nachdruck gefördert werden.
lieber die Besprechung erfährt die „vossifche Zeitung" noch folgende Einzelheiten: Zunächst legte Dr. Edmund Stinnes eingehend die Verhältnisse dar, die zu der augenblicklichen Lage der Aga- werke geführt haben. Er forderte dringend Hilfe und teilte mit, daß bei einem längeren hinauszögern der Hilfsmaßnahmen eine Stillegung des Werkes unvermeidlich wäre. Bisher haben sich die Arbeiter noch immer bereif erklärt, weiter ; u arbeiten, obwohl sie erst einen Teil ihrer Lohnsumme erhalten hätten, ein Verhallen, das von allen beteiligten fireifen als außerordentlich anerkennenswert bezeichnet wurde. Dr. Stinnes teilte mit, daß bisher etwa 40—50 v. h. der sämtlichen Löhne ausbezahlt worden seien, und er hoffe, im Laufe des heutigen Tages weitere 15 Prozent zur Verfügung stellen zu können, von der Belegschaft haben bereits etwa 250 wann mit der Arbeit a u f - hören muffen, da sich Materialmangel infolge schlechter Belieferung durch die Lieferanten ergeben habe.
Die Dertefer der Arbeiterschaft unterstrichen diese Ausführungen noch einmal und forderten ihrerseits gleichfalls, daß die Reichs- und StaatsffeUen alles unternehmen, um eine Stilllegung des nad) ihrer Ansicht durchaus produktiven Werkes zu vermeiden. Oberpräfibent Dr. waier versprach, sich bei den in Trage kommenden Stellen energisch für eine Hilfsaktion einju- fehcn. Es wird u. a. daran gedacht, die von der Preußischen Staatsbank verlangte Girooerpflich- fung für die vom Aga-Werk benötigten 3 Millionen Mark, die bisher von den Großbanken verweigert wurde, durch die Reichskreditgefellfchaft übernehmen zu taffen.
luchten, das große Konzert Haus, wo gestern die Palästinaausstellung eröffnet wurde, und die Sophiensälc, wo heute der Begrühungs- abend des Zionistenkongresses stattfindet, zu erreichen. llcbcrall aber schon in den Strahen- ,5ügcn weit von den genannten Gebäuden entfernt stießen sie auf ftarfc Polizeiriegel, die sie immer von neuem in die Seitenstraßen abdrängten und dabei die Trupps immer mehr zerstreute. Der Straßenverkehr in den betroffenen Stadtteilen und am Ring wurde längere Zeit empfindlich gestört.
Die Kundgebungen setzten in später Racht- stunde nach vorübergehendem Abflauen wieder ein. Immer wieder versuchten stärkere Trupps in der Hauptverkehrsgegend am Kärlner Ring vorzudringen, doch gelang es der Polizei, hauptsächlich durch die Verwendung berittener Wachmannschaften, die meist jugendlichen Demonstranten abzudrängen Trotzdem konnte nicht verhindert werden, daß die F e n - sterscheiben einiger Eaföhäuser eing e a>or- fen wurden. Bei den Vorgängen am Rathaus und an der Votivkirche wurden wie verlautet, eine Anzahl Demonstranten durch Säbelhiebe zum Teil nicht unerheblich verletzt. Im ganzen dürften sich an den fortgesetzten Kundgebungen etwa 5000 Deutsch-Völkjsche beteiligt haben, unter denen man auch kommunistische Elemente bemerkt haben will. 5>ie Erregung in der Stadt wird durch das Gerücht gesteigert, daß sich die Kundgebungen während der Dauer des Zionistenkongresses täglich wiederholen sollen. Die Polizei wird daher auch
während dieser ganzen Zeit in Bereitschaft gehalten. Die Zahl der Verhaftungen ist auf über 100 gestiegen.^
Die polnischen Manöver.
Warschau, 18. Aug. (TU.) Heute früh beginnt bei Thorn der zweite Teil der polnischen Manöver. Programmäßig wird die Infanterie in zwei Teile geteilt werden, wobei ein Teil die polnische, der zweite Teil die feindliche Armee darstellen wird. Die polnische Armee hat nun die Aufgabe, von Thorn aus die feindliche Armee anzugreifem Ferner wird die polnische schwere Artillerie versuchsweise den Thor- ner Poligon beschießen.
Neue Contumac- Urteile gegen deutsche Offiziere.
Brüssel, 18. Aug. (TU.) Ein belgisches Kriegsgericht wird demirächst eine Reihe von Abwesenheitsurteilen gegen frühere deutsche Offiziere fällen, so gegen den General Sixt von Armin, Oberbefehlshaber der 4. Armee, und Äeneral Riedel, ehemaliger Kommandeur der 7. Division. Ihnen wird vorsätzliche Tötung zur Last gelegt.
Eine Friedrich-Ebert-Brückc.
Der MannheimerBürgerausschuß bewilligte ohne Widerspruch 2 560 000 Mark ^um Bau einer neuen Neckarbrücke, die den Namen Friedrich- Ebert-Brücke tragen soll.
Der internationale Mchen- kongreg in Stockholm.
Stockholm, 18. Aug. (TU.) Einen feierlichen Auftakt zum Konzil bildete am Sonntag die Weihe des Bischofs N o h d e, die Erzbischof Söderdlom in der Kathedrale von Upsala, der arößten Kirche des Landes, vornahm. Außer den llaudinavisdieii und baltischen Bischöfen, dem Domkapitel, den Rektoren der Universitäten Lund und Upsala nahmen auch mehrere Würdenträger der orthodoxen Kirche darunter auch der greife Patriarch Athanasius von Alexandrien, nn der Feier teil Der internationale A u s s ch u sz des Konzils trat gestern unter dem Vorsitz des Erz bifchofs Söderolom mieber zusammen, um die Vorlagen der Unterausschüsie einer letzten Prüfung zu unterziehen. Von besonderer Bedeutung dursten die Beratungen des fünften Ausschusses sein, dcti: die Frage des Zusammenwirkens für die Zu'unft übertragen war. Von besonderem Interesse find außerdem die Fragen der inter n 11: o n •> c n Beziehungen. Die Führer der deutsche n Delegation werden heute von der Königin von Schweden empfangen. Heute vormittag trifft das Gros der deutschen Abordnung in Stockholm ein und wird am Abend zu einer Vorbesprechung zusammentrelen.
Severing für Neuwahlen in Preußen.
Berlin, 18. Aug. (WTD.) Nach der »Moss. Zig." erklärte der preußische Innenminister Severing in einer Rede in Bielefeld: Seit dem 7. September v. 3. leben wir in einer dauernden Regierungskrise. Der Etat, der bis zum 1. April fertiggeftellt sein müßte, ist noch nicht einmal in allen seinen Tellen im ÄaushaltSausschuß beraten. Der Ministerpräsident und ich werden den Landtag vor bestimmte Aufgaben stellen. Wenn dann ein vernünftiges Arbeiten nicht möglich ist, werden wir den Landtag nach Haufe schicken.
($in Kriegerehrenmal in Unterfrankcn.
Auf dem Schreibenberg bei Bad K i s s i n g e n fand in Anwesenheit des Kronprinzen Rupprecht von Bayern die Grundsteinleaung der Krieger- gedächtnisstätte für die im Weltkrieg Gefallenen Unterfrankens statt. Kronprinz Rupprecht vollzog die Grundsteinlegung. Diese Gedächtnisstätte wird nach Fertigstellung als eines der s ch ö n st e n und größten Kriegerdenkmäler bezeich- not werden können. Am Abend weilte der bayerische Kronprnz in Bad Kissingen und war dort Gast der Kurverwaltung, reo ihm ein Bankett gegeben wurde. Abends wurde dem Kronprinzen ein Fackelzug dargebracht.
Sozialpolitische Konferenz der Kriegsopfer.
Der Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener hielt in diesen lagen im Lehreroereinshaus zu Berlin eine sozialpolilische Konferenz ab, die aus allen Teilen des Reiches außerordentlich stark beschickt war. Die Tagung stand im Zeichen des Protestes zur neuesten Abänoerung des Rcichsversorgungsgeselzes, mit welcher alle Wünsche und Forderungen der Kriegsopfer an Hand der vom Reichsfinanzministerium zur Verfügung gestellten Summe sich wund gelaufen haben. Die vorgenommenen Rentenaufbesserungen wurden mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse als höchst unzureichend angesprochen, um so mehr, als gerade die Renten der Schwerbeschädigten in ihrer geringen Aufbesserung nicht einmal den Ausgleich gegenüber der Verteuerung des Lebensunterhaltes bringen. Mit Rücksicht auf die seit dem 1. August in den Ländern eingetretenen und weiter zu erwartenden Mietzinssteigerungen wurde eine weitere Erhöhung des allgemeinen Teuerungszuschlages gefordert. 3m Mittelpunkt weiterer Erörterungen stand das Schwerbeschädigtengesetz und bas Gesetz über das Verfahren in Versorgungssachen, hierbei wurde von der Konferenz die Forderung formuliert, daß neben der Beseitigung der diesen Gesetzen anhaftenden Mängel vor allem die durch die Personalabbau- Verordnung vom Jahre 1923 geschasfenen Verschlechterungen auf dem Gebiete der Schwerbeschädigtenfürsorge und des Verfahrens in Versorgungssachen restlos auszumerzen sind.
Die Lage in China.
Poftbeamtenftrcik in Schanghai.
London, 17. Aug. lWTB.) Rach privaten Meldungen aus Kanton sind ungefähr 3000 Ballen Rohseide und 500 Ballen Seideabfälle nach Schanghai verladen worden. Es wird angenommen, daß ungefähr 80 Proz. aller Seidenfirmen zeitweilig ihr Geschäft nach Schanghai verlegen werden. Sozialistische Agitatoren in Kanton sotten erneut gegen die Ausländer und gegen den Handel mit Hongkongs agitieren und ferner für die Konfiskation des Privateigentums eintreten. Angefähr 2000 Postbeamte sind heute in den Streik getreten. Sie verlangen eine wesentliche Erhöhung der Gehälter, Anerkerinung ihrer Gewerkschaft durch die Behörde, sowie andeveRechte. Die zunächst ebenfalls gestellte Forderung, datz von Ianuar 1926 an nur noch Chinesen im Postdienst angestellt werden dürfen, wurde später zurückgezogen. Einige Streifend haben einen chinesischen Geheimpolizeibeamten angegriffen, der zur Waffe griff und einen Kuli erschost. Der Po-


