Ausgabe 
28.5.1929
 
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Aus -er Prvvinzialhauptstadt.

Gießen, den 28. Mai 1929.

Abschied von Prof. Krausmüller.

Die gestrige Bestattung der sterblichen Hülle des allzu früh verewigten Oberstudienrats Prof. Dr. Krausmüller bekundete in eindrucks­voller Weise, welche reiche Wertschätzung und Liebe diesem Manne in weiten Bevölkerungs­kreisen entgegengebracht wurde und welche große Lücke durch sein "Ableben auf den verschiedensten Gebieten des öffentlichen Lebens entstanden ist. Eine sehr starke Trauergemeinde hatte sich auf dem Reuen Friedhof eingefunden, um für immer Abschied zu nehmen von dein unvergeßlichen Manne. Bis auf den letzten Platz war die Kapelle des Friedhofs gefüllt, und viele muhten vor der Kapelle verharren, um noch beendeter Trauerseier dem Verblichenen wenigstens noch das Geleite zum Grabe geben zu können. Die drei Gießener Landsmannschaften Merovingia, Chattia und Darmstadtia, sowie die Bruder­schaft Gießen des Jungdeutschen Ordens stellten mit ihren umflorten Fahnen die Ehrenwache am Sarge, um den herum sich eine Fülle von Pflanzen und Blumen befand. Sämtliche Mit­glieder der Stadtverwaltung Oberbürgermeister Dr. Keller, Bürgermeister Dr. Seid, die Bei­geordneten Dr. Ham m, Justizrat Dr. "Rosen­berg, Kommerzienrat K l i n g s p o r. mit denen derHeimgegangene als Führer der volksparteilichen Stadtratsfroktion und Borsitzender des städtischen Finanzausschusses eng zusammen gearbeitet hatte, zahlreiche Stadtratsmitglieder aus allen Frak­tionen, Vertreter seiner Deutschen Dolkspartei, des Handwerks, seiner Oberrealschule, seiner stu­dentischen Verbindung Merovingia, außerdem viele namhafte Bürger unserer Stadt waren zur letzten Ehrung des verdienstvollen Schaffers für die Allgemeinheit erschienen. Die Trauerfeier in der Kapelle wurde durch feine Streich­musik von Mitgliedern des Oberrealschul- Orchesters eingeleitet. Darauf gab Pfarrer B e ck e r in seiner auf das Wort Lukas Kap. 12, Vers 42:Wie ein groß Ding ist's um einen treuen und klugen Haushalter" aufgebauten, fein durchdachten und warmherzigen Gedächtnis- ansprach« ein packendes Bild von dem auf stete Treue und auf Dienen in der Treue beruhenden Leben und Wirken dieses wahrhaft treuen und klugen Haushalters. Vach Harmoniumspiel und Gebet fang ein Schülersängerchor der Oberreal­schule dem Heimgegangenen Lehrer und Freund der Jugend den letzten Gruß mit dem ersten Vers vonHeber den Sternen wohnet Gottes Frieden". Bei der Gedenk- und Abschiedsfeier am Grade, zu dem ein unübersehbar großes Gefolge dem Verewigten das letzte Ge­leit gegeben, sprach nach dem Geist­lichen zunächst Oberstudiendirektor Dr. Roller als Leiter der Oberrealschule dem verblichenen Konrektor, aufopfernden Schulmann, warmherzi­gen Freund der Jugend und beliebten Mann, der immer treu im Großen und bis zum Klein­sten war, einen sehr herzlichen Vachruf. Hierauf sprach Oberbürgermeister Dr. Keller namens der Stadtverwaltung und des Stadtrats in be­wegten Worten von der hervorragenden und opfervollen Mitarbeit dieses ausgezeichneten Mannes an den Geschicken der Stadt, die ihm,der einer der besten Bürger der Stadt und der ganz unser war", zu ewigem Dank verpflichtet sei für sein pflichttreues, sorgsames und immer auf ho- hein Gemeinsinn beruhendes segensvolles Mühen für unser Gemeinwesen. Vamens des hessischen Landesverbandes der Deutschen Volkspartei wid­mete Abg. Dr. Keller, Büdingen, der Vor­sitzende der deutsch-volksparteilichen Fraktion des Landtages, dem Heimgegangenen, der ein Libe­raler von hoher Gesinnung und ein Parteimann im besten Sinne des Wortes gewesen sei, weil er auch andere Meinungen ehrte und ihnen Gerech­tigkeit widerfahren ließ, einen sehr herzlichen, über das allzu frühe Hinscheiden schmerzerfüllten Vachrus. Ferner sprachen noch mit Worten herz­lichen Dankes an den verehrten Führer, Freund und Menschen Krausmüller und mit Huldi­gung an sein reichgesegnetes Wirken für das Allgemeinwohl: Landtagsabg. Dr. Viepoth, Schlitz, namens des Provinzialverbands Ober­hessen der Deutschen Volkspartei, Kaufmann und Stadtratsmitglied Horn für die hiesige Orts­gruppe der Deutschen Volkspartei, Ober­meister und Stadtratsmitglied L o e b e r für die deutsch-volksparteiliche Stadtratsfraktion, Ober­studiendirektor Dr. Kalbfleisch für die Alten Herren und die Aktivitas der Merowingia, der Erste Chargierte der Merovingia, Studien­rat Prof. Dr. Decker für die Vereinigung alter Landsmannschafter in Gießen, stud. vet. Löber (Chattia) für die Aktivitas der drei Gießener Landsmannschaften Chattia, Merovingia, Darm­stadtia, ein Vertreter der Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens, Studienrat Prof. Schraub für den Gießener Philologenverein, ein Schüler der Klasse I b 1 der Gießener Ober­realschule, Oberreallehrer i. R. Haggenmül-

Ter für den Ortsgewerbeverein Gießen, dessen Vorsitzender Prof. Dr. Krausmüller 22 Jahre lang bis zu seinem Tode war, Syndikus Röhr im Auftrage der Handwerkskammer, der Hand- Werkskammer-Vebenstelle Gießen und des Hess. Verbandes für Handwerk und Gewerbe, Kran- kenkassen-Geschäftsführer Fourier für die Bau - Genossenschaft 1894, Stadtratsmitglied Schwiedcr für die Altersvereinigung 1870,1920, Lehrer Kling namens der Deutsch- nationalen Volkspartei in Gießen, sowie je ein Vertreter der Gewerbe- und Maschinenbäuschule Gießen, des Ortsgewerbevereins Homberg a. d. Ohm und des GesangvereinsHeiterkeit"-Giehen. Ungezählte Kränze wurden am Grabe des hoch­geschätzten Mannes als äußere Zeichen des Dankes und der Liebe niedergelegt. Aber über das Grab hinaus wird in weiten Devölkerungskreisen nicht nur das Gedenken, sondern auch die höchste Wertschätzung des Verewigten lebendig bleiben.

Oer Dolkshalle-Verein im Zahre 1928.

Gestern nachmittag hielt der Volkshalle- Verein Gießen im Sihungssaale des Stadt­hauses, Bergstraße, seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung unter der Lei­tung des Vorsitzenden, Beigeordneten Dr. Hamm, ab.

Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß die Volkshalle int Geschäftsjahr 1928 in steigendem Matze in Anspruch genommen worden ist. Zu vierzehn großen Veranstaltungen wurde die Halle vermietet. Da eine Beheizungsanlage in der Halle noch nicht vorhanden ist, war die Benutzung während des Winters nicht möglich, wodurch eine wesentliche Einbuße an Einnahme- Möglichkeiten zu verzeichnen ist. Lediglich für Hallentennis, Radfahrerübungen und Lauftrai­ning konnte die «Halle zur Verfügung gestellt werden, da bei der Ausübung dieser Sportarten Heizung nicht erforderlich ist. Sämtliche Veran­staltungen in der Volkshalle haben unserer Stadt einen starken Besuch von auswärts gebracht. Die Stadt als solche hat durch die Einnahme an Steuer (bei dem Gastspiel des Zirkus Krone al­lein 3302 Mk.) und ferner an Mehreinnahmen bei der Straßenbahn direkt große Vorteile, wäh­rend Handel und Gewerbe, insbesondere die Gast­stätten, durch den Fremdenbesuch gleichfalls er­heblichen Ruhen zu verzeichnen hatten. Ausbau­arbeiten wurden im Berichtsjahre an der Halle nicht vorgenommen. Aus der zahlreichen Be­nutzung der Volkshalle ergibt sich, wie in dem Bericht besonders betont wird, deren unbedingte Votwendigkeit. Um eine öftere Benutzung der Halle den Vereinen zu ermöglichen, hat der Vorstand den Pachtpreis herabgesetzt. Der Be­richt wurde ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen.

Die Rechnung für das Geschäftsjahr 1 9 28 schließt in der Betriebsrechnung mit einer Einnahme von 31696,98 Mk. und einer Ausgabe von 23 523,66 Mark, mithin mit einem Rechnungsrest von 8173,32 Mark ab; der Abschluß in der Der- Mögensrechnung beläuft sich auf 8445,58 Mark Ein­nahmen, 3495,55 Mark Ausgaben, mithin Vorrat 4950,03 Mark. Die Rechnung wurde einstimmig ge­nehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Goertz und Sch wie der bestimmt.

Die Aus losung der Anteilscheine, die alljährlich vorgenommen wird, hatte folgendes Er­gebnis: Zur Rückzahlung kommen die Nummern 359, 1682, 362, 744, 1560, 1629, 276, 203, 1636, 1665, 1562, 710, 1681, 1988, 1519, 511, 709, 715, 244, 1561, 711, 1940, 717, 735, 1707, 500, 1923, 1701, 1596, 1954, 1585, 1864, 716, 441, 1788, 309, 9, 637, 74, 743, 113, 635, 1573, 270, 1669, 448, 96, 1909, 10 und 606.

Nach einigen kurzen Mitteilungen des Vorsitzen­den wurde die Sitzung geschlossen.

Taten für Mittwoch, 29. Mai.

Sonnenaufgang: 3.52 Uhr, Sonnenuntergang: 20.04 Uhr: Mondaufgang: 0.30 Uhr, Mond- untergang 8.28' Uhr.

1500: Der portugiesische Seefahrer Bartholo­mäus Diaz am Kap der Guten Hoffnung gest. (geb. um 1450). 1594: Der Feldherr Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim geb. (gest. 1632). 1809: Sieg der Tiroler am Berge Jsel. 1880: Der Philosoph Oswald Spengler in Blankenburg am Harz geb. 1923: Der Maler und Zeichner Adolf Oberländer in München gest. (geb. 1862).

Gießener Wochcnmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Matte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 30, Weißkraut 20 bis 30, Rotkraut 20 dis 30, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 30 bis 35, Spargel 50 bis ICO, Erbsen (grüne) 50 bis 60, Tomaten 80 bis 120, Zwiebeln 20 bis 25, Schwarzwurzeln 40 bis 80, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln (alte) 6, Kartoffeln (neue) 25 bis 30, Aepfel, aus­ländische, 40 bis 70, Dörrobst 35 bis 40, Kirschen 70 bis 80, Erdbeeren 150 bis 160, Rüsse 70 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130,

Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Sier 12, Blumen- kohl 70 bis 150, Salat 15 bis 30, Salatgurken 70 bis 120, Oberkohlrabi 25 bis 30, Lauch 10 bis 20, Rettich (neue) 20 bis 30, Sellerie 20 bis 100, Tauben 70 bis 90 Pf. das Stück: gelbe Rüben (neue) 30 bis 35, Radieschen 15 bis 20 Pf. das Bund: Kartoffeln 5,50 Mk. der Zentner.

Bornotizen.

T a g e s k a l e n d e r für Dienstag: Stadttheater: von 20 bis 22 Uhr,Am Tee- tisch'": Lichtspielhaus, Bahnhofstr.:In den Al­pen", 2. Teil nebst Beiprogramm.

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung von Karl Slobodas Lustspiel Am Teetisch" beginnt um 20 Uhr. Letztes Auftreten von Rudolf Goll: Donnerstag, 30. Mai,Großstadtluft", (Schwank), als Crusius. Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerk­sam, daß die Vorstellung im Mittwoch-Abonne­ment stattfindet und um 19.30 Uhr beginnt. Letzte Vorstellung der Winterspielzeit:Arn Tee­tisch" von Karl Sloboda.

Der Vvlkstanzkreis Gießener Jugendbünde beginnt am kommenden Mon­tag mit einem neuen Anfängerlehrgang. Infolge des Jugendabends des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See sind so viele Wünsche hierfür laut geworden, daß nach den vergangenen Lehrgängen für Fortgeschrittene einer für An­fänger nötig wird, um die neuen Anhänger des Volkstanzes für den im Herst beginnenden grö­ßeren Lehrgang vorzubereiten. Man beachte die heutige Anzeige.

* Konditormeister Heinrich Hett - I e r f. Am Samstagabend verstarb im 69. Le­bensjahre der Inhaber des weithin bekannten Cafe Hettler in Gießen, Konditormeister Hein­rich H e t t l e r, nach kurzer und schwerer Krank­heit. Der Heimgegangene wurde durch die ausge­zeichnete Führung seines Geschäftes nicht nur in weiten Bevölkerungskreisen Gießens, sondern auch darüber hinaus bekannt und von der großen Schar seiner ständigen Gäste hochgeschätzt. Reben seiner beruflichen Tüchtigkeit zeichneten ihn edle Menschenliebe, ein allezeit freundliches und ge­fälliges Wesen, starkes Gerechtigkeitsgefühl und hoher sozialer Sinn aus. Durch diese vortreff­lichen menschlichen Eigenschaften erwarb er sich einen großen Freundeskreis, in dem ihm allezeit hohe Wertschätzung entgegengebracht wurde, fer­ner ward ihm die herzliche Zuneigung seiner Mitarbeiter zuteil, die sich mit ihm eng verbun­den fühlten. Das Andenken an den Heimgegange­nen wird hier und auch bei seinen auswärtigen Bekannten stets in hohen Ehren fortleben.

* Schulpersonalie. Ernannt wurde der Studienrat an dem Realgymnasium in Darm­stadt Johannes t h w o h l zum Oberstudien­direktor an der Oberrealschule in Grünberg, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

** Straßensperre in Gießen. Der Wiesecker Weg wird wegen Vornahme von Kanalarbeiten vom 3. Juni ab bis auf weiteres gesperrt.

Landstraßensperrung. Der Ober- hessische Automobil-Club e. V. (A. v. D.), Gießen teilt mit: Die Provinzialstraße Rid daRan­stadt im Zuge der Straße LauterbachSchot­tenFriedberg wird ab 29. Mai bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über RiddaDauernheirnRanstadt und um­gekehrt.

** Sonderzug nach Eisenach. Am näch­sten Sonntag, 2. ouni, fährt ein Sonderzug mit 3. Klasse und 33'/, Prozent Ermäßigung von Gießen (Frankfurt) nach Eisenach. Hinfahrt: Gießen ab 5.36 (Fahrpreis 10,40 Mk.): Großen» Buseck ab 5.50 (10 Mk.): Reiskirchen ab 5.57 (9,60Mk.): Saasen ab 6.04 (9,60Mk.): Grünberg ab 6.14 (9,20 Mk.): Alsfeld ab 7.03 (7.40 Mk.): Lauterbach ab 7.30 (6,40 Mk.): Bad Salzschlirf ab 7.40 (6,20 Mk.): Fulda an 8.05 (5,20 Mk.): Fulda ab 8.22, Eisenach an 10.19. Rückfahrt: Eisenach ab 18.50; Fulda an 20.37 ab 20.51; Bad Salzschlirf an 21.15; Lauterbach an 21.24; Alsfeld an 21.48; Grünberg an 22.33; Saasen an 22.43; Reiskirchen an 22.49; Grohen-Buseck an 22.56; Gießen an 23.11. Reisende von Wetzlar benutzen bei der Hinfahrt den schon in Wetzlar um 5.16 beginnenden Sonderzug, bei der Rück­fahrt dagegen den in Gießen um 0,05 abfahren­den planmäßigen Personenzug. Die Sonderzug­teilnehmer werden durch Eisenach und dessen Umgebung von besonderen Führern sachkundig geführt, sofern sie bei den Fahrkartenausgaben erhältliche Beikarten lösen.

Bürgermeisterwahl in Bingen.

WSN. Bingen, 27. Mai. Bei der heute nach­mittag stattgefundenen Wahl des neuen Stadtoberhauptes für die Kreisstadt Bingen wurde Regierungsrat Dr. jur. H. Sieglitz (Bingen) mit 24 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen zum Bürgermeister gewählt.

V. H. E.-Tagung.

48. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhcnklubs in Gelnhausen.

Am Sonntag fand, vom besten Wetter be­günstigt, in dem im herrlichen Frühlingsschmuck prangenden altehrwürdigen Gelnhausen die diesjährige ordentliche Hauptversamm­lung des D. H. C. statt, zu welcher die freund­liche Stadt reichen Fahnenschmuck angelegt hatte. Außer den offiziellen Vertretern der Zweig­vereine hatten sich zahlreiche Vereine eingefunden, so daß sich schon am Samstagnachmittag ein buntes Bild und Treiben, zu dem insbesondere die 2ung-V. H. C.-Gruppen beitrugen, entwickelte. Die Tagung wurde eingeleitet durch einen vom Zweigrerein Gelnhausen in der geräumigen Turn­halle veranstalteten BegrüßungSabend, der außerordentlich gut besucht war und die Turnhalle bis zum letzten Platz füllte. Die vom Zweigverein Gelnhausen gegebenen Darbietungen unter Mitwirkung eines ausgezeichneten Männer- chorS des V. H. C.-Darmstadt schufen einen auf feinem künstlerischem Empfinden aufgebauten, ein­heitlich gestalteten, sehr stimmungsvollen Abend, der den lebhaften Beifall aller Teilnehmer fand.

Am Sonntagvormittag begann die Haupt­versammlung unter dem Vorsitz von Dr. Bruchhäuser, Ulrichstein. Aus dem von dem Vorsitzenden erstatteten Bericht über die Tätigkeit des Gesamtvereins im Dereinsjahr 1928 ging hervor, daß die Mitgliederzahl, ähnlich wie bei vielen anderen Vereinen, auch in diesem Jahre wieder etwas zurückgegangen ist, es wur­den aber dafür zwei neue Zweigvereine, Bad Orb und Windecken, ausgenommen. Die meisten Zweigvereine melden reges Leben und eine eif­rige Wandertätigkeit, fast überall sind monat­liche Zusammenkünfte eingeführt, rege Tätigkeit besteht auch im Dortragswesen, bte Jugend­gruppen zeigen wieder mehr Interesse, die im vergangenen Jahre in den Klubhäusern auf dem Hoherodslopf eingerichtete Zentralhei­zung hat sich im letzten Winter sehr gut bewährt. Die von dem Dereinsrechner Glock, Schotten, vorgelegte Jahresrechnung für 1928 wurde nach erfolgter Prüfung genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Sie ergibt einen RechnungS- rest von 871,17 Mark. Der vom Gesamtvorstand vorgelegte Voranschlag für 1929 bewegt sich mit 10 500 Mk. in Einnahme und Ausgabe und wurde mit geringfügigen Abänderungen geneh­migt. Der an den Hauptverein abzus ährende Beitrag bleibt unverändert. Auf Antrag deS Zweigvereins Mainz findet die nächstjäh­rige Hauptversammlung in Mainz statt. Längere Zeit nahm alsdann noch dis Beratung über die eingelaufenen Anträge in Anspruch. Zur Förderung des Raturschuhes wurde ein Antrag angenommen, daß der V. H. C. der Bergwacht als Mitglied beitritt, ferner soll bei der hessischen Regierung der Erlaß eines Naturschutzgesetzes angeregt werden. Je­der Zweigverein hat 2 Vertreter für Raturschuh und Bergwacht zu bestimmen. Einem weiteren Antrag auf Herausgabe einer Werbeschrift über den Vogelsberg wurde zugestimmt. Ferner wurde innerhalb des DerernsgebieteS die Schaffung von Arbeitsgemeinschaf­ten mit dem Ziele der Werbung für den V.H.C. und Veredelung seiner Ziele angeregt. Mit Dan- kesworten an die Erschienenen und die Stadt Gelnhausen und Aufforderung zu weiterer Mit­arbeit schloß der Vorsitzende Dr. Druchhäu- s e r die anregend verlaufene 48. Jahresver­sammlung. RachmittagS fanden gesellige Ver­anstaltungen statt.

Berliner Börse.

Berlin, 28. Mai. (WTB. Funkspruch.) Wenn auch das Geschäft bis jetzt noch sehr ruhig ist, so scheint doch die Tendenz eher etwas freund­licher zu fein. Reuhork war zwar gestern flau, doch glaubte man nach neuen Mitteilungen, daß die Geldsähe dort bis zum Ultimo nicht mehr anziehen werden, und eine Diskonterhöhung nicht erfolgen wird. Kurse sind noch nicht zu hören.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde.

In Gießen: Mittwoch, 29. Mai, 4.30 bis 7 Uhr Beichte. Donnerstag, 30. Mai, Fronleichnams­fest. 6.30 Uhr Beichte. 7 Hhr Messe. 8 Hhr Kom­munion. 9 11br Hochamt. 9.45 Uhr Prozession. 11 Uhr Messe. 2 Uhr Festandacht mit Segen. Freitag und Samstag, abends 8 Hhr, sakramen- talische Andacht.

In Grünberg: 9.30 Uhr Messe mit Predigt.

In Hungen: 8 Uhr Hochamt mit Predigt.

In Lich: 10 Uhr Hochamt mit Predigt.

In Nidda: 8.30 Uhr Hochamt mit Predigt.

Vorteilhafteste Größe: Plombierte Flasche Ur. 6 zu RM 6.50

Bekanntmachung.

Gemäß den Bestimmungen der Reichs­verdingungsordnung für Bauleistungen sollen bie (Erbatbeiten für den Ausbau des verlängerten Afterweges öffentlich vergeben werden. 4730C

Verdingungsunterlagen und Angebots­formulare sind bei uns erhältlich.

Die Angebote sind versiegelt in einem Briefumschlag ohne Firmenaufdruck, mit entsprechender Aufschrift versehen, späte­stens zum Eröffnungslermin am Montag, dem 3. 3unl d. 3., vorm. 10 Uhr, beim städt. Tiefbauamt, Afterweg Nr. 25, abzugeben, wo die Eröffnung der einge­gangenen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bieter erfolgt.

Zuschlags- und Bindefrist drei Wochen. Gießen, den 27. üfiai 1929.

Städtisches Tiefbauamt: Braubach.

Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. März 1929 hat sich die unterzeichnete Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht uingcwandelt. Gläubiger, welche diesem Beschluß widersprechen, wollen sich bei der Genossenschaft melden. 4727V

Staufenberg, den 14. März 1929.

Landw. Konsumverein e. G. m. b. H.

Ludw. I u n g V., N. B e ck e r III., Wilh. Heide r^s h a u s e_n.

Der Voranschlag der Gemeinde Allerts­hausen, für das Rechnungsjahr 1929, liegt ab 28. d. 217. auf unserem Bureau zur Einsicht und Erhebung etwaiger Ein­wendungen eine Woche lang offen. Zur Umlageerhebung haben die Ausmärker beizutragen. 4715V

Allertshausen, den 27. Mai 1929.

Bürgermeisterei Allertshausen.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde heuchel-1 heim für das Rechnungsjahr 1929 liegt vom 30.21tai bis 5.3uni 1929 auf der Bürgermeisterei Heuchelheim während der üblichen Gefchäftsstunden zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen kön­nen während der Offenliegungszeit vor­gebracht werden. Es ist eine Umlage vor­gesehen, zu der auch die Ausmärker bei­zutragen haben. 4724V

Heuchelheim, den 27. Mai 1929.

Hessische Bürgermeisterei, fireifing.

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