Ausgabe 
16.3.1929
 
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Präsidiums derf)affta" das goldene

Oberheffen.

Landkreis Gieften.

* Heuchelheim. 15. März. Der Gemeindcrat und die Bewohner unserer Gemeinde haben sich in den letzten Jahren eingehend mit der Was - serleitungsfrage beschäftigt. Die Schaf­fung der Wasserleitung scheint nun bald praktisch durchgeführt zu werden. Borgesehen ist der An­schluß an dos Wasserrohrnetz der Stadt Gießen. Gleichzeitig wird auch der Plan der Gasversorgung von Gießen nach Heuchelheim erwogen, denn falls der Wasser­anschluß von Gießen zur Ausführung gelangt, dürfte es wesentlich zweckmäßiger und billiger sein. zu^leicher-ZeitGas-und Wasser­rohre in einen Rohrgraben zu ver­legen als getrennte Verlegung von Gas und Wasser in verschiedenen Jahren. Ohne wesentlich lich erhöhte besondere Leitungskosten könnte auch Heuchelheim, ähnlich wie die Gemeinde Wieseck. schon in nächster -Zeit in den Genuß des Gases kommen. Die im stillen geleisteten Vorarbeiten sind nunmehr soweit gediehen, daß sich gestern ein größerer Kreis mit dieser Frage beschäftigen konnte. Aus Einladung der Bürgermeisterei Heu­chelheim sprach gestern abend Dr. G o e r e s vom Städt. Gas- und Wasserwerk Gießen vor einer gut besuchten öffentlichen Versammlung über die Möglichkeiten der Gasversorgung der Gemeinde Heuchelheim. Eine An­zahl Lichtbilder veranschaulichte die weitgehende Verwendungsmöglichkeit des Gases im Haushalt

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gestellten länger und die Hinterbringung ist nur 7vch möglich durch ganz außerordentliche An­strengungen. Aus allen diesen Gründen haben die Angestellten bei Schaffung des Arbeits- ^sen-Dersicherungsgesetzes gefordert, daß den Berufsverbänden erlaubt werden soll, eigene, diesen besonderen Bedürfnissen Rech­nung tragende Ersatzeinrichtungen zu u Verhalten. deren Mitglieder von der allgemei­nen, öffentlichen Arbeitslosenversicherung befreit nerden sollen. 3n einer Arbeitslosenverftcherung ür die Privatangestellten würden die Leistungen ir alle Fälle der Stellenlosigkeit in jungen Iah- en viel geringer sein können, als sie die öffent- . che Arbeitslosenversicherung vorsieht, mit zu­nehmendem Alter aber müßten sie bedeutend 3er das hinauswachsen, was unter dem all­gemeinen Schem.atismus gewährt werden kann.

such die eingangs erwähnte Hilfe für die 60- chrigen stellenlosen Angestellten gehört grund- itzllch keinesfalls in das Angestelltenversiche- rungsgeseh. In diesem Gesetz ist die Bestimmung ein Fremdkörper, sie gehört zu den Maßnahmen der Arbeitslosenversicherung. Die Organe der Arbeitslosenversicherung prüfen die Voraus­setzung für die llnterstühung, nämlich die nicht selbst gewollte Arbeitslosigkeit und die Bereit- schast zur Aufnahme einer Tätigkeit, sobald sich Möglichkeiten hierfür bieten. Es ist eine falsche Konstruktion, die nur als llebergangs- z u st a n d geduldet werden kann, daß ein ganz anderer Dersicherungsträger als derjenige, der die Kontrolle ausübt, die Leistungen zu ge­währen hat.

Der große Schaden, den die Wirtschaft er­leidet, wenn sich die großen Verbände der Ar­beitgeber nicht dazu aufraffen, zusammen mit den Verbänden der Angestellten planmäßige Arbeit zur Unterbringung der äl­teren Ange st eilten zu leisten, kann durch leine Versicherungsmatznahme behoben werden. Ich erblicke ihn darin, daß für einen Berufsstand, in dem Zehntausend«: seiner Angehörigen im Alter von 40, 45. 50 bis 60 Jahren, die eine hinreichende Ausbillruno genossen haben, hoffnungslos zu­grunde gehen, auf die Dauer kein gutes Wen- schenmaterial als Rochwuchs herangezogen wer- ten kann. Heute schon klagen viele Handels­kammern darüber, daß nicht die Hälfte der offe­nen Lehrstellen besetzt werden können, well die jungen Leute nicht daran denken, sich einem Be­rufsstande zuzuwenden, in dem chnen später ein Schicksal blüht, das zur Zeit Zehntausende äl­terer Angestellten erleben. Aber nicht nur den Rachwuchs, sondern alle Berufsangehörigen er­faßt die gleiche Sorge und ungeheure Rervosität. Die Privatangestellten, deren Führer sich aus ihren Kenntnissen von den Bedingungen des Wirtschaftslebens wirkungsvoller als die älnter- nehmer selbst gegen eine Sozialisierung gewandt haben, können nicht hindern, daß in weiten Angestelltenkreisen mehr und mehr der Drang nach Verbeamtung und damit nach So­zialisierung wächst, wenn der Llne.schied zwi­schen den wirtschaftlichen Aussichten der An­gestellten und dem sorgenlosen Dasein des Riesen­heeres der Deamten derart kraß in die Erschei­nung tritt. Man sollte meinen, daß die Führer . der Wirtschaft an solchen Tatsachen nicht achtlos vorübergehen und den Mut finden, endlich das Problem im Bewußtsein ihrer Verantwortung änzupacken. Oder wollen sie auch diese An­gelegenheit wieder der Gesetzgebung über­lassen? Dann aber unterlasse man das Stöhnen über die Eingriffe des Staates in die Wirtschaft.

unh Gewerbe. Danach'sprach Dipll-Ing. Win­ke r b e r g (Gasverbrauch-Berlin), der an den beiden vorhergehenden Tagen den in Gießen durchgeführten Gaskochwettstreit geleitet hatte. Ein lustiger Fllm zeigte schließlich in anschaulicher Weise, wie rasch, sauber, billig mit Gas ein Mittagessen, ein erfrischendes Bad und ein war­mes Zimmer zu bereiten ist. Die anschließende Aussprache klärte die noch bestehenden Fragen.

a. Klein-Linden. 15. März. Der hiesige Männergesangverein ,Arion", Mit­glied des Deutschen und des Hessischen Sänger­bundes. trat im Saale des Gasthauses »Zur Deutschen Eiche" mit einem in allen Teilen wohlgelungenen Konzert an die Oefsentlich- keit. Das Konzert erfreute sich eines guten Zu­spruches auch von außerhalb. Was der Verein mit seinen Chören darbot. war für einen Land­verein eine recht anerkennenswerte Leistung. Ramentlich in dem Chor:3n den Alpen", einer recht schwierigen Komposition von Hegar, die vorzüglich durch gearbeitet war, folgte der Chor in allen Klangschattierungen dem Willen des Chormeisters (jetzt Ehrenchormeister) Konrad R i t o l a i «Großen-Duseck) und wirkte nament­lich mächtig durch gewaltige Kraft in den Forte- Stellen. Das alte Volkslied:Röslein auf der Heiden: Sie gleicht wohl einem Rosenstock...", dessen Melodie schon 1545 bekannt war, erzielte in der Reubearbeitung von Reumann einen wohlverdienten Erfolg. Auch die Tenorsolis in derFrühlingseinkehr" von Kern, von dem Tenoristen Etzenmüller vorgetragen, fanden dankbare Aufnahme. Zur Mitwirkung bei dem Konzert war Frl. Käthe Gärtner von hier gewonnen worden. Ihre umfangreiche Altstimme löste schon mit dem ersten Vortrag, dem Lied der Magdalena aus demEvangelimann" von Kienzle, allgemeinen Beifall aus. Für ihre Vor­träge, einschließlich ihrer Zugabe, zu der sie ge­nötigt wurde, gebührt ihr wohlberechtigte Aner­kennung. Ihre Begleiterin am Flügel, Frl. Toni K n ö f f e l (Frankfurt a. M.), wußte sich geschielt und wirkungsvoll der Sängerin anzu- passen. Auch die Kapelle Weller-Einbrodt (Gießen) mit ihren Solisten Gustav Günther (Klarinette) und QL Schwarzlose (Trompete) bot mit ihren Vorträgen recht Erfreuliches. Ra­mentlich bei der (BegLeitung des Wännerchores: An der schönen blauen Donau" von Strauß trug die Kapelle erfolgreich zum guten Gelingen bei. Dem ganzen Konzert war ein für den Verein und seinen Dirigenten voller Erfolg be- schieden.

-D- Großen-Linden, 15. März. Einen beachtenswerten Erfolg auf dem Gebiet der Kleintierzucht hat unser Mitbürger Phi­lipp Zimmermann zu verzeichnen. Für hervorragende Leistungen in der Kaninchenzucht (Braunsilber) erhielt er auf der allgemeinen Ka­ninchen- und Pelz-Schau zu Köln, die der Kreis­verband Köln-Stadt zur Erinnerung an seinen führenden Züchter Heinrich Kemp Mitte Februar veranstaltete, als Ehrengabe die goldene Me- doille der Stadt Köln nebst Urkunde. Philipp Zimmermann ist Vorsitzender des hiesigen Geflügel- und Kaninchenzuchtvereins Volkswohl", und unter seiner Leitung wurden wiederholt örtliche und allgemeine Ausstellungen aus beiden Zuchtgebieten mit Erfolg zur Durch­führung gebracht.

* Lollar, 16. März. Das hiesige Manufaktur- warenhaus S. Löwen st ein kann am kommenden Montag, 18. März, aus sein 25jähriges Be­stehen zurückblicken.

st. S t o ck h a u s e n, 15. März. Der Betrieb der Eisen st eingruben Stockhausen und W e i ck a r t s h a i n soll sobald wie möglich wieder ausgenommen werden. Gegenwärtig ist man eifrig mit den nötigen Vorarbeiten beschäftigt. Seit dieser Woche arbeitet ein Bagger imHohlfeld", um den Abraum wegzuschafsen. Die Wiederaufnahme der Betriebe wird von den Erwerbslosen lebhaft be­grüßt, finden doch dadurch viele in der Heimat loh­nenden Verdienst.

Kreis Friedberg.

2$. Dad-Rauheim. 15. März. Die H o- t i n a. die wichtigste Wirtschaftsorganisation am Platze, hielt ihre sehr gut besuchte General­versammlung unter dem Vorsitz von Hotelier E i l e r m o n n ab. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß das Jahr 1928 ein Abflauen der Konjunktur gegenüber dem Vorjahre ge­bracht hot. Die Gründe, die zu dem Konjunktur­abstieg geführt, seien im Kapitalmangel der Wirt- schäft, in den hohen Zinslasten und den bis aufs I äußerste gesteigerten Steuern und Sozialabgaben zu suchen. Auf den verschiedensten Gebieten der Wirtschafts- und Finanzpolitik hat die hiesige Hotelindustrie dem Jahresbericht zufolge in 1928 eine gesteigerte Tätigkeit entfaltet, besonders in Sachen Einheitsbewertung. Sondersteuer, Ar­beitsrecht. Rach Erledigung des geschäftlichen Teils hielt Syndikus Dr. Göbel (Friedberg) einen Vortrag über ..Tagesfragen der Finanz- und Steuerpolitik". Er wies darauf hin, daß die Entwicklung der öffentlichen Finanz- und Steuerpolitik zu neuen Belastungen des Hotsl- und Gaststättengewerbes führe. Insbesondere ver­

Tätigkeit als Dorftandsmitgsied des Kriegerver- eins zuteil. Der Bezirksvorstsher des Bezirks Nidda, Iustizoberinspektor i. R. Geiger, über­reichte ihm vor den vollzählig erschienenen Dereins- mitglledern unter herzlicher Würdigung des erfolg­reichen Mitarbettens des Jubilars im Auftrage des

schlechtere sich immer mehr die Lage beS Saison- gewerbeS. Stadtverordneter Hotelier Kraus be­handelte eingehend kommunale Angelegenheiten und nahm vor allem Stellung zu den neuen Stromtarifen, die von der letzten Stadtverord- netensihung verabschiedet worden sind. Wie in anderem Zusammenhänge schon mitgeteilt, wurde dem Schriftsteller Karl Reinhardt, Mit­glied der Schriftleitung der .Bad-Rauh. Ztg." und früherem langjährigen Mitarbeiter des Gieß. Qlnz." vom Gauturntag des Turn- gaues Hessen der Gauehrenbrief verliehen. Bei einer schlichten Feier in den Ge­schäftsräumen der »Bad-Rauh. Ztg.". zu der außer dem Verleger und der Schriftleitung des Blattes vom Gau Hessen der 2. Gauvertreter Schneider (Butzbach), der Pressewart des 5. Turnbezirks und Mitglieder der Bad-Rau- Heimer Turnerschaft erschienen waren, wurde die Auszeichnung an Karl Reinhardt ausgehändigt, der nicht nur als Berichterstatter, sondern auch als Turnschriftsteller in der Tagespresfe viele Jahrzehnte der Turnsache gedient hat. Der Gau- verlreter, Redakteur Schneider (Butzbach), fand dabei inhaltreiche Worte für die Arbeit der Tagespresse auf dem Gebiete des Turn­wesens und hob hervor, daß die Ehrung des Turners Karl Reinhardt auch eine Ehrung der Schriftleitung und deS Verlags der allezeit turnfreundlich eingcst lltenBad-Rauh. Ztg." sein solle. 3n demselben Sinne sprach sich Kaufmann PH. Weiß, der Vorsitzende deS Turnvereins 1860 aus, der den Ausgezeichneten als Ehren­mitglied des Turnvereins 1850 beglückwünschte. Verleger W. Wagner sprach seine Freude und seinen Dank darüber aus, daß die Arbeit der Tagespresse für die Förderung der Turnsache durch diese Ehrung Anerkennung und Würdi­gung gesunden habe, und sicherte weiterhin eifrige älnterstützung der örtlichen Turnvereine und der gesamten Turnsoche zu. Schriftsteller KarlRein- Hardt fand treffliche Worte des Dankes, dabei die deutsche Turnerei als einen wichtigen Faktor im Dollsleben feiernd.

Kreis Büdingen.

# Ober-Widdersheim, 15. März. Die Ruh- und Brennholzversteigerung, die dieser Tage stattfand, brachte nicht mehr die hohen Preise wie in den Wochen des strengen Frostes. Immerhin liegen die Preise für Brenn­holz höher als in den Vorjahren, die Werkholz- preise rund 20 Prozent unter den letztjährigen Preisen. Buchenscheitholz kam der Doppelroum- meter 32 bis 34 Mk., Buchenknüppel je Raum­meter 12 bis 13 Mk., Buchenstocke 6 bis 8 Mk.. Buchenstammholz der 4a-Klasse kam durchschnitt­lich 31 bis 34 Mk. zu stehen, während Fichten­stangen je nach Stärke und Güte auf 3 bis 6 Mt. kamen. Die hiesigen Hartbosolt- werke, die wegen der strengen Källe 7 Wochen lang die Arbeit eingestellt hatten, haben gestern den Betrieb mit vorläufig 30 Mann wie­der eröffnet. 3m Laufe dieser Woche wer­den weitere Arbeiter einaestellt, und kommende Woche wird mit dem Steinrichten begonnen. Das Werk ist mit Aufträgen gut versehen.

# Berstadt, 15. März. Zu der im hiesigen Markwald obgehaltenen Rutzholzver steige- r u n g hatten sich viele Kaufliebhaber, auch aus den umliegenden Ortschaften Ober-Widdersheim, Steinheim, Borsdorf und Geiß-Ridda eingefun- den. Die Preise erreichten fast die Höhe der letzten Jahre. Eichenstammholz 4. Klasse kam auf 30-35 Mk., solches 5. Klasse 4044 Mark. Besondere Rachfrage herrschte nach Fichtenschnitt­holz. worunter Stämme von 2Va Festmeter zum Ausgebot kamen. Der Durchschnitts">reis pro 5<?ft- meter stellte sich auf 3840 Mk. *Si? anschließende Drennholz-Versteigerung sand unter Ausschluß von auswärtigen Kaufliebhabern statt, so daß verhältnismäßig niedrige Preise erzielt wurden. Duchenscheitholz 1. Klasse kostete 13 bis 14 Mark, Buchenknüppel 911 Mark, Eichen­knüppel 67 Mark je Raummeter.

# Echzell, 15. März. Der hiesige Gesangverein Frohsinn", einer der stärksten Gesangvereine der ganzen Wetterau, hat sich schon öfters in den Dienst guter Volksbildung gestellt. So auch an den beiden letzten Sonntagen, wo er imDeutschen Haus" ein Drama in fünf Akten zur Aufführung brachte. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Die Leistungen der Spieler waren ganz vortrefflich. Die Aufführung wurde durch reichen Beifall be­lohnt. Einige gut zum Vortrag gebrachte Männer­chöre, unter Leitung des verdienstvollen Dirigenten, Hch. Groth V., trugen wesentlich zur Verschöne­rung bei. Der Wiesengrund in der Hör- lofs-Niederung bis noch Trais-Horloff hin­auf steht feit Eintritt des Tauwetters vollstän­dig u n t e r W a s s e r. Die Horloff vermag die aus dem Vogelsberg kommenden Wassermassen nicht zu fassen. Gerade in ihrem Mittellauf wäre eine Regulierung des Horloffbettes notwendig, da nach längeren Regenperioden der Wiesengrund oft wochenlang überschwemmt ist und die Grasnarbe schweren Schaden erleidet.

Unter-Schmitten, 14. März. Eine be­sondere Ehrung wurde dem Gastwirt Wilhelm Kaiser, hier, für seine langjährige ersprießliche

kreuzfür Verdienste im Kriegervereinswesen". Kaiser war Mitbegründer und lange Jahre Präsi­dent des hiesigen Kriegervereins.

rl. Bleichenbach, 15. März. Herr Keßler aus Ranstadt, der 15 Jahre inDeutsch-Süd- westafrika als Farmer und Gestütsverwalter gelebt hat, hielt im Graulingschen Saale einen lehr ansprechenden L i ch t b i l d e r v o r t r a g über diese unsere frühere Kolonie. Die meist von ihm selbst aufgenommenen Bilder gaben gute Einblicke in die geographischen, wirtschaftlichen und kullurellen Verhältnisse des verlorenen Lan­des, in die Arbeit des Farmers: in die Pflanzen«. Tierwelt und Jagd. Eingeflochtene Schilderungen persönlicher Erlebnisse konnten die anregende Wirkung des Vortrags besonders bei den ju­gendlichen Zuhörern noch steigern.

Kreis Schotten.

Laubach, 15. März. Dieser Tage fand bk diesjährige Hauptversammlung des hiesigen Zweigvereins des VogelsbergerHöhen- k l u b s statt. Der erste Vorsitzende, Iustiz-Obersekre- tär Elbe, erstattete den Jahresbericht, woraus hervorgeht, daß der Verein auch im ver­flossenen Jahr eine eifrige Tätigkeit entfaltete. Alle zwölf Wanderungen wurden gewissenhaft durch- geführt, neue Wegemarkierungen wurden erledigt, eine Anzahl neuer sind noch in Aussicht genommen: der Mitgliederbestanb hat zur Zeit die Zahl 81 er- reicht. Glänzend fielen aus der Herbstausflug des Gesamt-VHC. vom 15. und 16. September v. I., so­wie die Theatervorstellung am 27. Januar d. I. Die Finanzoerhältnisse sind günstig: der Ver­ein hat einen Ueberschuß von über 30 Mark. Die Gesamt-Einnahme und -Ausgabe beträgt je 790,86 Mark. Die Stadtverwaltung hat auf die Anregung des Vereins hin den Bau einer S ch u tz h a l l e auf dem Ramsberg beschloßen. Zu Ehrenmttgliedern wurden ernannt Oberforstmeister Königer, die Kaufleute H. Diehl und I. Justus (Laubach) und Gastwirt Schlorb (Ruppertsburg). Darauf wurde der neue Wanderplan eingehend beraten. Es sind wieder zwölf Wanderungen in Aussicht genom­men, darunter eine zweitägige zur Bismarckfeier auf dem Hoherodskopf. Dekoriert wurden als Wande­rer: zum erstenmal Professor R o e s ch e n , Rechner Bourren: zum zweitenmal Sekretär Becker: zum drittenmal Obersekretär Elbe, Obersekretär Hamburger, Kaufmann Diehl jun. Am Schluß der Versammlung sagte Professor R o e s ch e n dem verdienten Vorstände, insbesondere dem Vorsitzen­den, gebührenden Dank für ihre gewissenhafte Mühewaltung.

Kreis Alsfeld.

r. Ober-Ohmen. 15. März. Dieser Tage hielt der Geschäftsführer des Hessischen Land­bundes. Schnägelberger, Alsfeld, hier einen Vortrag über Vieh- und Eierverwer­tung durch Selbsthilfeorganisatio­nen der Landwirtschaft. Der Redner ging von der zwingenden Dotwendigkeit einer Umgestaltung der heutigen Preisgestaltung auS. die nur die Tendenz der Erhöhung der Gewinne des Zwischenhandels zeige. Dabei werde weder Rücksicht auf die Gestehungskosten deS Erzeugers, noch auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deS Konsumenten genommen. Aus dieser Rot heraus seien die Absatzorganisationen, vorwiegend der Vieh- und Eierverwertung, in letzter Zeit überall gegründet worden und hätten sehr schöne Erfolge erzielt, die einesteils dem Dauer, anderseits den Verbrauchern zugute kämen. Aber diese Ge­nossenschaften seien zahlenmäßig noch sehr ausbau­fähig, und In dieser Hinsicht empfahl der Redner auä) für den hiesigen Platz die Gründung einer Verwertungsstelle in Anlehnung oder Eingliede­rung an die Kredit- und Dezugsgenossenschaft. Die Ausführungen fanden ungeteilten Beifall. Die Gründung soll in Kürze vor sich gehen.

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