Ausgabe 
14.8.1929
 
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Oer König von Schweden besucht Friedrichshafen.

Graf Zeppelin" besucht auch Schweden auf der Weltreise.

Friedrichshafen, 13. Q£ug. (T. U. Funk- spruch.- Der schwedische Generalkonsul, Kommer­zienrat Dr. Theodor Wanner, der Leiter des Deutschen Auslandsinstituts in Stuttgart, gab am Dienstag auf seinem Gutshof Reutenen bei Wasserburg am Bodensee ein Essen zu Eh­ren König Gustavs von Schweden, an dem xl a. Senatspräsident Dr. S a h m , Danzig, der Gesandte Dr. Rauscher, Warschau, Dr. Eckener, Dr. Dornier, und Reichstagsab­geordneter Kommerzienrat Wieland, Ulm, teilnahmen. Der König von Schweden äußerte sich begeistert über die Rekordfahrt desGraf -Zeppelin" und zeigte großes Interesse für die be­vorstehende Weltfahrt. Ec sprach Dr. Eckener gegenüber die Hoffnung aus, daß er doch bald mit dem Luftschiff einmal nach Schweden kommen möge. Dr. Eckener versprach ihm, der schwedischen Hauptstadt in Bälde einen Besuch abzustatten. Im Anschluß an das Essen unter­nahmen die Gäste eine Fahrt im Motorboot nach Altenrhein zur Dornierwerft, wo das Flugzeug Do. X besichtigt wurde. Auch die­ser Leistung deutscher Technik sprach der König von Schweden seine vollste Anerkennung aus. Am Rachmittag war der König beim Herzog Albrecht von Württemberg in dessen Schloß in Friedrichshafen zu Gast und besich­tigte anschließend das Luftschiff in der Halle.

Der Besuch desGraf Zeppelin" in Schweden, den Dr. Eckener dem König versprochen hat, kann nach der gegenwärtigen Wetterlage unter Um* standen sehr rasch verwirklicht werden. Wie Dr. Eckener am Dienstag abend erklärte, ist das Wetter in Europa zur Zeit für den Antritt der Weltfahrt günstig. Man werde im Bereich des Tiefdruckgebietes in Rordeuropa günstige Süd­westwinde antreffen- Um diese auszunühen, wird Dr. Eckener wahrscheinlich von Friedrichs­hafen aus direkten Kurs auf Schwe­den nehinen, um erst von Schweden aus nord­östliche Richtung einzuschlagen. Der Kurs in Asien werde im großen und ganzen dem nördlichen Polarkreis folgen, der das Mündungsgebiet des Ob uxxd Ienissey durchschneidet. In diesen Breiten ist es um diese Zeit noch 18Stunden Tag und die Temperatur entspricht etwa der Dezembertemperatur in Deutschland. Die langen Tage werden der Schiffsführung zweifellos sehr zustatten kommen und die Orientierung erleich­tern. Wieweit das Luftschiff nach Osten hin die­sen Polarkreiskurs einhalten wird, läßt sich na­türlich nicht sagen. Bielleicht wird er im Gebiet der Lena nach Südosten über Iakxrtsk nach Ia- pan sichren.

nachmittag Driand dem Reichsaußemninister ge­geben. ES verlautet axxs deutschen Kreisen, in der gestrigen Rachmittagssitzung habe Hender­son erklärt, die Räumung des Rheinlandes durch die britischen Truppen erfolge unabhängig von dem Inkrafttreten des Voung- Planes, während Driand dargelegt habe, drh er diese Auffassung nicht teile. Er erklärte den französischen Pressevertretern, daß die Räumung von einer befriedigenden Regelung der Repa- rationssrage abhängig sei. Es verlautet, daß der belgische Standpunkt sich dem bri­tischen nähere, der dahin geht, daß die Eng­länder die Räumung im September be­ginnen und dann bis Weihnachten be­enden. Rach dem »Daily Herald" soll die Räumung des Rheinlandes in drei Etappen vollzogen werden:

1. Die Zurückziehung derenglischenTrup- p e n wird ungefähr am 15. September beginnen und werde jedenfalls vor Weihnachten beendet sein.

2. Die Franzosen und die Belgier werden die Räumung der zweiten Zone Anfang Oktober beginnen und Ende Dezember oder Anfang Ianuar beendet haben.

3. Die Franzosen werden die Räumung der 3. und letzten Zone Ende diesesIahres beginnen und bis Ende Februar wird die Räumung durchgeführt sein.

Oer Rote Zrontkämpferbund besteht weiter.

Halle, 13. Aug. (WB.) Die Ferienstrafkam­mer Halle verurteilte heute drei frühere Mit­glieder des Rotfrontkämpferbundes, die nach dessen Auflösung öffentlich die Abzeichen des Bundes getragen haben, wegen Vergehens gegen das Repxxblxkschuhgesetz zu drei Monaten Gefängnis. Das Weiterbestehen des Rot- srvntkämpferbundes sei deswegen als festgestellt zu erachten, weil nicht nur Kundgebungen und Maueranschläge das betonen, sondern weil dies auch von kommunistischer Seite im Reichstag erklärt worden sei; außerdem sei axxs beschlagnahmten Mitgliedskarten zu ersehen, daß auch für die Zät nach der Auf­lösung Beiträge geza hlt worden sind. Den Angeklagten wurde Strafaussetzung ge­gen Zahlung von je 20 Mark zugebilligt, da sie sich der Reichweite ihrer Handlungen offenbar nicht bewußt gewesen seien.

Aus aller Welt.

Heinrich Zilles letzte Fahrt.

Auf dem Woldfriedhof in Stahnsdorf ist Hein­rich Zille, Berlins volkstümlichster Zeichner, in Gegenwart einer nach Tausenden zählenden Trauergemeinde zur letzten Ruhe bestattet wor­den. Unter den Trauergästen befanden sich der Oberbürgermeister Böß und die Dorsihenden der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, ferner waren Vertreter der Akademie der Künste sowie bekannter Malervereinigungen auß Mün­chen, Düsseldorf, Hamburg, Breslau und Stutt­gart erschienen Oberbürgermeister 'Böß bezeich­nete in seiner Trauerrede den Verstorbenen als einen Menschen, dessen Kunst gewachsen sei in 'einer immer größer werdenden Liebe zu den Menschen Heinrich Zille sei der typische Berliner gewesen, und man könne sagen, er habe den Typ des Berliners in der Zeit nach der Iahrhundertwende geschaffen

Unfall oder Verbrechen?

Wie aus St. Anton am Arlberg ge­meldet wird, wurde in der Rähe der D a r m - städterHüttedieunbekleideteLeiche eine- Touristen aufgefunden, die schwere

DerKampfumdieArbeitslosenversOerung

esamte Ernte

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Wisfells Programm.

Ausarbeitung eines neuen Entwurfs.

Berlin, 13. Aug. (Prio.-Tel.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, werden sich die Ver­handlungen über das Problem der Arbeitslosen­versicherung, rein äußerlich gesehen, in den nächsten Tagen folgendermaßen abwickeln: Am Mittwoch werden die aus dem Haag zurückkehrenden Minister Wissell und S e v e r i n g den übrigen in Berlin anwesenden Mitgliedern des Reichskabineits über ihre Haager Verhandlungen berichten. Am Don­nerstag wird Reichsarbeilsminisker Wissell dann m i t den Parteiführern verhandeln, und man hofft, daß es auf Grund dieser Besprechung möglich sein wird, einen neuen Entwurf auszuarbeiken, der dann dem Kabinett in Berlin einige Tage darauf in einer neuen Sitzung vorgelegt wird. Der Sozialpolitische Ausschuß tritt nun doch bereits am kommenden Donnerstag zu­sammen. Er wird sich dann allerdings nur mit dem Gutachten beschäftigen können, das ihm bereits vorliegt, und sich dann vertagen müssen, weil der neue Entwurf kaum vorher vorliegen dürfte.

Oie Stellung der Parteien.

Was werden die bürgerlichen Fraktions- ftthrer sagen?

Berlin, 13. Aug. (Priv.-Tel.) Der Stand- punlt der bürget liefen Koalitions Parteien zum Arbeitslosenproblem ist an und für sich klar. Die Deutsche Volkspartei hat den chrigen ja schon wiederholt zum Ausdruck gebracht, der vor allem darauf hingusgeht, die Sanierung der Versicherung von innen heraus durch Ein­schränkung der Leistungen und klarere Festlegung des Begriffes der Unterstützungsempfänger zu erreichen. Axxs diesem Grunde besteht die Deutsche Dolkspartei auch mit aller Bestimmtheit darauf, daß die Reform ohne Verschleppung so schnell wie möglich durchgesührt wird. Wenn sich Dr. Stresemann jetzt trotzdem bereitgefxnxden hat, seine Zustimmung zu einer VerschiÄung des Zu- sammentritts des Sozialpolitischen Ausschusses zu geben, so sind für ihn hierbei einzig und al­lein außenpolittsche Gesichtspunkte maßgebend ge­wesen. Er sowohl wie seine Partei beharren jedoch nach wie vor darauf, daß dem Programm der Deutschen Volkspartei in dieser Hinsicht ent­sprochen wird. Der Standpunkt des Zentrums ist nicht viel anders. Auch das Zentrum will die Sanierung der Versicherung von innen heraus ohne Zuhilfenahme fremder Mittel und ohne eine Beitragserhöhung durchgeführt wissen. Die Demokraten neh­men zwar eine mittlere Stellung ein, doch be­stehen auch sie darauf, daß die Reform so schnell wie nur möglich durchgeführt wird.

Verschleierte Krisis.

Wir haben uns also glücklich den Luxus ge­stattet, eine verschleierte Kabinetts­krise einzuleiten. Gerade in dem Augenblick, wo unsere Delegierten ihre ganzen Kräfte für den Kampf um den Poung-Plan frei haben müßten. Herr Wissell ist nach dem Haag gefahren, hat sich dort mit Dr. E u r t i u s über die Ar­beitslosenversicherung herumgestritten. Weder das Berliner Rumpskabinett noch die Haager Filiale haben sich einigen können, und als Verzweiflungsausweg blieb nur übrig, daß jetzt die Parteiführer mobil gemacht wer­den, von denen aber ohne weiteres vorauszu­sehen ist, daß sie noch viel schwerer unter einen Hut zu bringen find als die Minister. Das muhte so kommen. Wir haben eine derartige Entwick­lung Vorausgesagt, als im Frühsommer das ,,Sofort°Programm" der Regierung im Reichs­tag zur Beratung stand. Hätte man damals diese Rotvorlage verabschiedet, dann hätte das Wei­tere Zeit gehabt bis zuin Winter, und der Reu- aufbau der Arbeitslosenversicherung konnte im Zusammenhang mit dem inneren Lastenausgleich vorgenommen werden.

Die Sozialdemokraten aber haben aus Angst, daß jede Einschränkung der Arbeitslosenversiche­rung Wasser auf die Mühlen der kommunistischen Propaganda fein würde, darauf hingearbeitet, das Sofort-Programm zu vertagen und haben leider auch ihre Absicht durchgeseht. Keine bon den Regierungsparteien brachte den Mut auf, eine sofortige Erledigung zu erzwingen, alle waren sie frrch darüber, den Streit bis zum August zu verschieben, -oibwohl selbstver­ständlich war, daß wir dann gezwungen wären, einen Zweifrontenkrieg zu führen und die innere Krise axxszupauken, während eine Einheitsfront nach außen die einzige Aussicht auf einen er­träglichen Abschluß int Haag war. Die Sozial­demokraten wollen auch jetzt wieder die ganze Reform verschieben bis nach der parla­mentarischen Erledigung des ganzen Boung- plans und machen geltend, daß wir eine innere Krise, die sehr leicht die Folge des Stteites um die Arbeitslosenversicherung sein kann, nicht ris­kieren dürfen. Sie wollen dann, falls etwa der Kampf um die Mehrheit im Reichstag für sie einen ungünstigen Ausgang nehmen sollte, mit ihrem R ü ck.t r i t t aus der Regierung drohen und dadurch die bürgerlichen Parteien zwingen, die Arbeitslosenversicherung auch weiterhin von Reichs wegen zu alimentteren. Die Reichsfinanzen sind aber nicht imstande, in dieses Faß ohne Boden dauernd unbegrenzte Mittel hinein­zuwerfen. Das Ziel muh sein, daß die Arbeits­losenversicherung sich aus ihren eigenen Einnahmen hält, ohne die Beiträge zu er­höhen, weil jede Reubelastung auch nur um ein halbes Prozent die Unkosten vergrößert und dadurch die Bewegungsfreiheit unserer Industrie auf den Exportmarkt weiter einengt. Das ist eine der wichtigsten Vorbedingungen der ganzen Reu- vrganisatton unserer Reichssinanzen.

Kopfverletzungen aufwies. Dicht neben der Leiche lag der blutige Eispickel, während die Kleider des Touristen etwas weiter von der Leiche ent­fernt zerstreut Herumlagen. Eine Gerichtskom­mission nd Beamte der Landeskriminalpolizei begaben sich an den Fundort, und stellten fest, daß es sich xrm die Leiche des im Iahre 1859 geborenen Rechnungsrates Karl Fendt aus Derlin-Reukölln handelt. Die Vermutung, daß es sich um ein Verbrechen handeln kann, wurde vor allem dadurch bestärkt, daß die Leiche an einer Stelle lag, wo kein Absturz erfolgt sein kann. Es ergibt sich aber auch die Möglichkeit, daß der Rechnungsrat von einem Stein« schlag getroffen worden sein Fann, denn gerade die Stelle, an der der Getötete lag, scheint stein- schlaggefährlich zu sein.

Eine Bluttal im Eisenbahnzug.

Frankfurt a. d. Oder, 13. Aug. (Wolffbureau.) Auf dem Bahnhof Jakobsdorf in der Mark wurde gestern abend der Chauffeur Johannes Rade­macher in einem Abteil eines Personenzuges von mehreren Mitreisenden überfallen und durch Messerstiche so schwer verletzt, daß er im Laufe der Nacht in einem hiesigen Krankenhaus, in das er gebracht worden war, st a r b. Der Streif­dienst der Reichsbahndirektion hat zwischen Guben und Sagan den Arbeiter Herbert Stirn und den Angestellten Günther Hahn, beide aus Breslau, fe ft genommen, da sie im Verdacht stehen, an der Tat beteiligt zu sein. Zwei weitere der Mit­täterschaft verdächtige Personen sind in Breslau ver­haftet worden. Nach den Ermittlungen der Bres­lauer Kriminalpolizei befanden sich in dem Zuge über 80 von der Verfassungsfeier in Berlin heim- kehrende Reichsbanne rleute. Ihnen wird zur Last gelegt, die Mißhandlungen verübt zu haben. Die Breslauer Kriminalpolizei stellte die Personalien der Reichsbannerangehörigen bei der Ankunft auf dem Breslauer Hauptbahnhof fest. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Explosion eines Aulomobils.

In St. Ingbert explodierte plötzlich der vor der WirtschaftZur grünen Laterne" stehende Personenkraftwagen des Händlers Iung aus Illingen und flog in Trümmer. Die Ex­plosion war so stark, daß die Schaufenster von 14 umliegenden Geschäftshäusern, sowie alle übri­gen Fenster dieser Gebäude in Trümmer gingen. Die Feuerwehr wurde alarmiert und ist mit den Aufräumungsarbeiten in der polizeilich ab­gesperrten Sttaße beschäftigt. Die Untersuchung hat ergeben, daß in dem Wagen 5 0 Kilo­gramm Pulver verstaut waren, die bei dem dortigen Pulverwerl abgeseht werden sollten. Personen wurden nicht verletzt.

Folgenschwerer Motorradunfall.

Ein Motorradfahrer, der seine Frau auf denx Soziussitz hatte und sich auf der Heimfahrt von Görlitz nach Werminghoff (Kr. Hoyers­werda) befand, geriet beim Ausweichen vor einem Radfahrer unter einen Lastkraftwagen, dessen Hinterrad ihm über den Kopf ging und seinen sofortigen Tod herbeiführte. Den Unfall soll der Radfahrer verschuldet haben, der uner­kannt entkommen ist. Die Frau des Getöteten blieb uxwerletzt.

Oelkank-Explosion in Kalifornien.

Ein Raffinerietank der Shell Oil Co. auf der Anlage in Dominguez Iunction explo­dierte. wodurch mehrere andere Tanks in große Gefahr gerieten. Bei der Explosion wurde eine

Infolge Wassermangels war es nicht möglich, die Scheune zu retten. Die gesamte E und mehrere landwirtschaftliche Maschinen _____

den ein Raub der Flammen. Es ist dies innerhalb von 14 Tagen der dritte Brand, der das Dominium betroffen hat. Vor un­gefähr acht Tagen brannte der Rindvieh- fi a 11 ab, wobei die gesamte diesjährige H e u -

Persongetötet, fünf weitere wurden lebens­gefährlich verletzt.

Ein eigenartiger Unfall.

In Erfurt riß sich auf dem Schützenfestplatz ein Affe einer Tierschau los, kletterte auf die danebenstehendeAchterbahn" und geriet vor einen in Fahrt befindlichen Wagen. Der Wagen wurde dadurch im Schwungs aufgehalten, lief zurück und prallte auf die folgenden Wagen auf. Dabei wurden eine Person schwer und fünf weitere leicht verletzt. Der Affe tourbe getötet.

Eine folgenschwere Zelluloid-Explosion.

Eine folgenschwere Zelluloidexplosion ereignete sich in Gablonz (Böhmen). Der 41 Iahre alte Arbeiter Anton Phtloun war in seiner Woh­nung mit Heimarbeiten von Zelluloidwaren be­schäftigt und rauchte dabei seine Pfeife. Als er diese wieder anzünden wollte, sprang das brennende Köpfchen des Zündholzes ab und fiel in Pytlouns Schürze, in der sich einige Zelluloidscheiben befanden. Im Ru stand der Mann in Hellen Flammen, und auch seine im Zimmer anwesende Ehefrau wurde schwer verletzt. Auf das Geschrei der beiden Leute eilten ein Kostgänger und eine Frau herbei, die gleichfalls durch die Stichflammen schwere Ver­letzungen davvntrugen. Die Feuerwehr konnte zwar binnen kurzem den Brand löschen, doch wurde Phtloxm nur als verkohlte Leiche geborgen. Die drei übrigen Personen mußten mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus gebracht werden.

Sechs japanische Generalstabsoffiziere bei einem Flugzeugunglück getötet

Ein neues Bombenflugzeug, mit dem sechs Offiziere des Generalstabs des Luftwesens eine Inspektionsreise unternahmen, stürzte ab, wobei die sechs Offiziere den Tod fanden, bar­unter die Chefs des Operrrtionsstabes, der Opera- tioixsabteilung und der Abteilung für Flug­zeuge.

vier Personen beim Segeln ertrunken.

Bei einer Segelfahrt, die eine aus vier Per­sonen bestehende schwedische Arbeiterfamilie auf dem G ö t a - E l f unternahm, stieß das Boot plötzlich auf eine für Militärzwecke gebaute Un­terwassermauer und kippte um. Sämtliche In­sassen ertranken.

Schwere Unwetter in den vereinigten Staaten.

Hagelstürme und Wolkenbrüche haben in der Umgebung der Stadt Reading in Pennsylvanien schweren Schaden angerichtet. Im Staate Ver­mont sind durch einen tornadoartigen Sturm in mehreren Ortschaften Häuser zerstört wor­den. Im Staate Reu-Mexiko touroen zwei Ort­schaften durch Wolkenbrüche unter Wasser gesetzt.

Großfeuer auf einem schlesischen Dominium.

Auf dem Dominium G u r s ch e n bei. Glogau, das dem Freiherrn v. Schlichting gehört, brach aus bisher unbekannter Ursache in der mit der Roggenernte von me hreren tausend M o r g e n gefüllten Scheune ein Brand aus.

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Oie Wetterlage

ernte vernichtet wurde. Der Defttz« todfc seit längerer Zeit auf Reisen, das Gut steht unter Zwangsverwaltung.

Al^e Schiffe als Stau dämm vor helgoüwd.

Ein Vorgang in Amerika, wonach xmbrambbar gewordene Holz- oder Eifenschiffe, die für Kriegs­zwecke gebaut waren, bei Philadelphia zur Errichtung eines Stgudamms verwen­det wurden, gibt dem Helgvländischen Heimat* bund Veranlassung, einen entsprechenden Vor­schlag für Helgoland zu machen. Der Hel- goländische Heimatbund erklärt, daß man auch, was Helgolarxd betreffe, den Versuch machen könne, alle unbrauchbar gewordenen Schiffe bil­lig zu kaufen und, mit Steinen gefüllt, nord­westwärts der Dünen zu versenken, so daß sie als Wellenbrecher wirken mürben. Wenn solche Wellenbrecher auch nicht für I ähr hunderte hülfen, so würden sie doch vorläufig auf Jahr­zehnte die Grundseen von der Düne abhalten. Der Heimatbund glaubt, dasi damit derselbe Erfolg erzielt würde, den etn Staudamm bringe.

Ein französisches Hauptquartier tn Renyort.

Die französische Regierxmg hat - tn Reuyork das Century-Theater am Zentralpark er­worben xmd wird an feiner Stelle ein (5 5- stöckigesGebäude errichten, das den Ramen Palais de France" erhalten xmd als Hauptquartier für die Vertretungen der wirt­schaftlichen, politischen xmd sonstigen Interessen Frankreichs dienen soll.

Deutschland» Fernsprechnetz.

Auf je 100 Einwohner entfielen im Ickhre 1927 in Harnburg 12 5 Fernsprech stellen, in Frank­furt a. M. 11,6, in Stuttgart 11,4, in Berlin 11,3, in Wiesbaden 10,8, tn Bremen 10, in München 9,6, in Mannheim 9,8, in Düssel­dorf 9,5, in Leipzig 9,2, in Dresden 9, tn Kre­feld 9, in Köln 8,8 und in Mainz 8,7. In der Welt steht Deutschland nach der Zahl der Fern- sprechanschlüsse auf 100 Einwohner erst an neunter Stelle, nach der Zahl der Anschlüsse auf den Quadratkilometer berechnet an vierter Stelle.

Einheitliche Bekämpfung der Krebskrankhett.

Der Ausschuß des Deutschen Zentral­komitees zur Erforschung und Be­kämpfung der Krebskrankheit hat einen Antrag an den Reich-Minister des Innern gerichtet, eine Organisation zur Bekämp­fung der Krebskrankheit am schaffen, wonach für das Deutsche Reich ddc Bekämpfung des Krebses einheitlich gestaltet werden soll. Es wird darin vorgeschlagen, zwei Zentralstellen, möglichst in Verinndung mit den beiden Krebs­forschungsinstituten in Berlin und in Hei­delberg, zu gründen, in denen den dafür geeigneten Krebskranken aHer Stände die Ge­legenheit zur Behandlung mit allen Methoden der Krebsforschung, insbesondere auch mit den großen Dosen Radium, gegeben werden soll, wie dies in Paris und Stockholm bereits der Fall ist. Im organischen Zusammenhang mit diesen Zentralen sollen die übrigen dafür in Be­tracht kommenden oder noch zu gründenden Stel­len im Deutschen Reiche stehen, die die Erfas­sung der Krebskranken und deren Zuführung zur geeigneten Behandlung zur Aufgabe haben. Da­mit soll der drohenden Zersplitterung in der Für­sorge und Behandlung der Krebskranken Einhalt getan werden. Auch die weitere wissenschaft­liche Erforschung der Krebskrankheit soll in grö­ßerem Umfange als bisher gefördert Werdern

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* Sehnet a Graupeln, e Nebel R Grwitter.(Q)win<j$jiHe.-<s Sem «eichtet Os» massiger SOdsoowest <5 stürmische* Nordwest

Oie Pfeile fliegen mn dem »finde. Die oeiden Stationen stehenden Zah­len gehen Temperatur an. Oie Linien verotndta Orie mit Reichem, auf rtctresnIVeau umoer«tnoeteo Lultdrucfc

Wettervoraussage.

Ausläufer des Island tiefs haben über Mittel- 1 deutschlandBarometerfall verursacht und das | Hochdruckgebiet mehr nach Osten verdrängt. Cs I scheint somit wieder zur Ausbildung einer flachen I Tiefdruckrinne zu kommen, an deren Vorderseite I infolge Zufuhr kontinentaler Warmluft zunächst I die Erwärmung noch zunimmt. Auf ihrer Rück- > seile wird dann späterhin ozeanische Kaltluft herangeholt, die beim Zusammentreffen mit der I Warmluft stellenweise zu Gewitterstörurxgen führt. Q Iedoch werden die Störungen nur vorüber- gehend sein, da im Westen wieder erneuter Luft- I druckanstieg einsetzt.

Wettervoraussage für Donners- 1 t a g. Zunächst noch meist heiter xmd warm, I späterhin aufkommeude Gewitterneigxmg mit leich- ri ter Bewölkung.

Witterungsaussichten für Frei- I t a g. Rach vorübergehenden Gewitterstörungen wieder Besserung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 13. August: mittags 21,7 Grad Celsius, abends 17,6 Grad; am 14. August: I morgens 14,1 Grad. Maximum 22,7 Grad, Minimum 7,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am . 13. August: abends 19 Grad: am 14. August: mon gen5 17,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 12% L otunben.