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Flugzeugabsturz in Frankfurt.
wsn. Frankfurt a. TXL, 10. Juli, heute gegen abend ereignete sich im Frankfurter Flughafengelände ein folgenschwerer Flugzeug u n f a l l. dem ein Menschenleben zum Lpf er fiel. Die G.M.G.-Mafchine des Fliegers Martens stieg zu einem Rundflug auf. Im Flugzeug befanden sich Hauptmann Müller und ein Herr Möhlau. Das Flugzeug kam in verhält- nismähig geringer höhe zum Trudeln und ft ü r z t e a b. Hauptmann Müller ist tot, M ö h l a u Hot einen Lchädelbruch und Bruch beider Knöchel taoongetragen.
Oer 10. Lerfaffungslog in Hessen.
WER. Das Amtliche Presseamt teilt u. a. mit: Die 10 Wiederkehr des Verfassung s- t a g e s i n H e s s e n und der Beschluß des Land^ tages, der den Verfassungstag zum gesetzlichen Feiertag für Hessen erhoben hat, verleiht der diesjährigen Feier des 11. August besondere Bedeutung. Der Versassungstag wird im ganzen Lande den Charakter eines wirk- tichen VolkSfe st tages tragen, an dem sich die weitesten Schichten der Bevölkerung beteiligen werden. Flaggenschmuck. Festzüge, Ansprachen und sportliche Wettkämpfe, gesangliche und musikalische Darbietungen und Kinderspiele werden überall in Hessen dem Verfassungstage ihr Gepräge geben. Sn Darmstadt wird der 11. August von der hessischen (Regierung und der Stadtverwaltung gerne infam begangen werden. Bei dem akademischen Festakt, der diesmal im städtischen Saalbau vormittags stattfindet, hält Staatspräsident Dr. Adelung selbst die Festrede. Für den Vachmittag ist auf dem Alten Exerzierplatz am Bahnhof ein Volksfest vorgesehen, das am Abend mit einem großen Fackel- zug abschließrn wird.
Bilderdiebstahl im Zagdschloß Krähenberg im Odenwald.
WSV. D o r m st a d t, 10. Juli. Aus dem Jagdschloß der Grafen E r b a ch zu Fürstenau lind zwölf Oelgemälde entwendet -worden. Es handelt sich um die von C. W. Kehrer gemalten Bilder, der als Archivar im Dienste. beS gräflichen Gesamthauses Erbach stand. Als gestohlen konnten festgestellt werden: Hirschkuh mit Säugekalb 47: 37 Zentimeter, ein röhrender -Hirsch 42:31 Zentimeter, Fliehender Zehnender 42: 31 Zentimeter, Sitzender Fuchs 60:52 Zenti- -mcter, Achtender am Bach 42:37 Zentimeter, Hirsch, einen Hund angreifend, 40: 30 Zentimeter, Zwölfender 57:47 Zentimeter: die anderen fünf Bilder weisen ähnliche Objekte auf und haben ungefähr die gleichen Größenverhältnisse. Die Bilder, die auf Leinwand gemalt sind, wurden «ius den Spannrahmen herausgenommen. Der Hinterspannrahmen wurde mit ertttoenbet. Kehrer hat seine Bilder in der rechten unteren Ecke mit einem K in schwarzer Farbe signiert. Manchmal finbet man auf seinen Bildern einen Säumen» «bdruck in der linken unteren Ecke. Der Diebstahl iDurbe jetzt erst entdeckt und ist möglicherweise schon im Herbst 1923 erfolgt.
Kirche und Schule.
)( Hungen, 10. Juli. Am Montag fand im .Solmser Hof" dahier unter dem Vorsitz von Dekan Engel, Obbornhofen, eine Dekanats- konserenz statt, die von Pfarrer Weber, Trais-Horloff mit Schriftlesung und Gebet eröffnet wurde. Geheimrat Stroh, Darmstadt, sprach über die finanzielle Lage der evangelischen Landeskirche, deren Votlage allgemein bekannt ist. Vechnungsdirektor Haber mehl, Darmstadt, gab im Anschluß an den Vortrag eine Reihe ton nützlichen Winken für die Veranlagung des neu eingeführten Kirchnotgelds, das keine (Steuer im eigentlichen Sinne, sondern eine gewisse Anerkennungsgebühr der Gemeindeglieder sei und am besten mit einem Vereinsbeitrag verglichen werde. Sehr armen und mittellosen Ge- rneindegliedern könne das Kirchnotgeld von den Steuerkommissionen erlassen werden. Zeder, der nur einigermaßen dazu in der Lage sei, müsse angesichts der Votlage seiner Kirche die Bezahlung des Kirchnotgeldes als eine Ehrenpflicht «msehen.
Daten für Freitag. 12. Juli.
100 n. Ehr.: der römische Feldherr und Siaats- niann Gajus Julius Caesar geboren; — 1694: Eröffnung der Universität Halle; — 1868: der Dichter (Stefan George in Büdesheim geboren; — 1874: ler Dichter Fritz Reuter in Eisenach gestorben.
Wirtschaft.
Konjuncturumschwung in Sicht?
Die Anzeichen dafür, daß der Konjunkturrückgang seinen tiefsten Punkt erreicht hat, mehren sich. Wie der Verein Deutscher Maschinenbauanstalten, der Spitzenoerband der deutschen Maschinenindustrie, bekanntgibt, zeigt ein Rückblick auf den Verlauf der Wirtschaftskurven der deutschen Maschinenindustrie im ersten Halbjahr 1929 eine im ganzen wenn auch langsam aufwärts gerichtete Entwicklung, allerdings fast ausschließlich infolge der Besserung des Aus- landgeschäftes. Der Gesamtaustragseingang stieg vom Januar an zwar nicht gleichmäßig, aber doch ohne größere Rückschläge, so daß der Gesamtauftragswert des ersten Halbjahres 1929 um etwa 13 v. H. über dem des zweiten Halbjahres 1928 lag. Das Auslandgeschäft nahm ständig an Bedeutung zu, und machte im Durchschnitt der ersten sechs Monate 1929 44 v. H. des Gesamtwertes der Aufträge der Maschinenindustrie aus gegen 40 v. H. im zweiten Halbjahr 1928, und 36 o. H. im ersten Halbjahr 1928. Die Jnlandausträge des ersten Halbjahrs 1929 gingen infolge des tiefen Standes vom Januar und Februar nur um etwa 1 o. H. über das Ergebnis des vorhergehenden Halbjahres hinaus und blieben noch 9 v. H. hinter den Aufträgen des ersten Halbjahres 1928 zurück. Die Kurve des Beschäftigungsgrades vermochte sich erst vom Februar an ganz allmählich von 67 o. H. auf etwas über 70 v. H. im Juni zu heben. Ganz ähnliche Bewegungen wiesen die Kurven der Vollarbeiter und der Arbeitszeit auf.
Das etwas günstigere Bild, welches die Umsätze des Maschinenbaus im ersten Halbjahr bieten, wird jedoch in seiner Auswirkung auf die Lage der Maschinenindustrie dadurch beeinträchtigt, daß sowohl die Rohftoffpreise wie die Löhne und die Geldsätze seit Anfang 1929 gestiegen sind, während eine Heraufsetzung der Verkaufspreise sich sowohl im Jnland- roic im Auslandgeschäft als unmöglich erwiesen hat. Das zeigt auch der Maschinenpreisindex des Statistischen Reichsamtes, der in den ersten Monaten dieses Jahres sogar noch unter dem Stand vom zweiten Halbjahr 1928 lag.
* D i e Bestellungen der Reichsbahn an die Wagenbau-Vereinigung. Zu dem bereits gemeldeten Kreditabkommen wegen Vergebung von Wagenaufträgen ist noch nachzutragen, daß die Reichsbahn für den ihr von der Deutschen Wagenbau-Vereinigung gewährten Kredit einen Zinssatz von 6,9 Prozent zahlt. Auf Grund dieses nunmehr getroffenen Kreditabkommens werden an die Deutsche Wagenbau-Vereinigung vergeben: 2100 Personenwagen und 200 Gepäckwagen. Bei den Personenwagen handelt es sich um 100 l)°Zugwagen 1. und 2. Klasse, 50 vierachsige Durchgangswagen neuer Bauart für Personenzüge, 1000 Wagen 2. Klasse, 500 kombinierte 2.- und 3.-Klassewagen, 450 Wagen 3. Klasse. Durch diese Vergebung beläuft sich dann insgesamt das Beschaffungsprogramm, entsprechend dem Beschaffungsplan für 1930, auf 198 Milk. Mk. Die Ablieferung der bestellten Wagen soll im Frühjahr 1930 erfolgen.
* Vom deutschen Auto-Export nach 11. S. A. Das Heft 5 der Zeitschrift des Deutsch- Amerikanischen Wirtschaftsverbandes berichtet über die deutsche Autoeinfuhr nach Amerika u. a.: Der „Board of Trade for Germ an - Ame r ic an Somme ree“ teilt mit, daß 15 Prozent aller im Jahre 1928 in die Vereinigten Staaten eingeführten Kraftfahrzeuge Mercedes-Wagen der Daimler-Benz-Werke in Stuttgart gewesen sind. In Anbetracht des außerordentlich starken Wettbewerbs der großen Automobilfabriken aller Länder auf dem amerikanischen Markt sei das als ein besonderes Zeichen der Anerkennung seitens der Amerikaner zu werten.
* Maschinenfabrik Badenia A. - G. norm. Platz Söhne, Weinheim. Die Gesellschaft muß bekanntlich Mitteilung gemäß § 240 H. G. B. (Verlust von mehr als der Hälfte des A.-K.) machen und beabsichtigt zu liquidieren. Nach dem Bericht gestaltet« sich das Geschäftsjahr 1928, beeinflußt durch die mißliche Lage der Landwirtschaft, äußerst ungünstig. In den ersten Monaten 1929 wirkten sich die schwierigen Verhältnisse und die geringen Aufträge dahin aus, daß der Antrag auf Erösnung des Vergleichsverfahrens am 29. April d. I. gestellt werden mußte. Die Gesellschaft schließt mit einem Verlust von 198 819 Mk. (i. V. 16 917 Mk. Gewinn) bei einem A.-K. von 298 000 Mark. Unkosten erforderten 476 489 Mk., Abschreibungen 59 360 Mark. Die Bilanz verzeichnet u. n. (in Mill. Mk.) 2,035 (1,869) Kreditoren, 0,060 (0,100) Ausgleichskonto, 0,107 (0,031) Akzepte, andererseits 0,456 (0,479) Außenstände und Bankguthaben und 0,837 (1,032) Vorräte.
* Badische Landes-Elektrizitäts- versorgungs - A. - G., Baden werk.
Karlsruhe. Sn der ordentlichen Generalversammlung der Badischen Landes-Elektrizitäts- Versorgungs-A.-G., Dadenwerk, Karlsruhe, wurde die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die Bilanzsumme beziffert sich auf 104 071269 Mark. Der nach Vornahme der erforderlichen Rücklagen für Erneuerung und Erhaltung der Anlagen verbleibende Reingewinn wird wie folgt verteilt: Gesetzliche Rücklage 100 072 Mark. 9 v. H. Dividende aus 21 Millionen Aktienkapital gleich 1890 000Mk.: auf neue Rechnung werden vorgetragen 11 354 Mark.
* Kapitalerhöhung der Preußischen Elcktrizitäts A.-G. Sn der gestrigen Aus- schußsihung des Preußischen Landtages wurde ein Antrag des Handelsministeriums, eine Kapitalerhöhung der Preußischen Elektrizitäts A.-G. von 100 auf 110 Mill. Mark zu genehmigen, angenommen. Ferner wurde die Ermächtigung er- teilr, bis zu 26 Proz. des Aktienkapitals der Gesellschaft an Kommunalverbände zu überlassen. Bemerkenswert ist, daß die Kommunalverbände nicht nur bis zu der genannten Hohe am Aktienkapital der Preag beteiligt werden können, sondern daß die Gesellschaft eine weitere Berücksichtigung der kommunalen Snteressen in Aussicht genommen hat. Es sollen innerhalb des Arbeitsgebietes der Gesellschaft drei Regionalgesellschaften gebildet werden, in denen Vertreter der kommunalen Wirtschaft die Mehrheit des Aufsichtsrates haben werden. Die Aeberland- tDcrfe Braunschweig haben bereits einen Vertrag mit der Preag abgeschlossen, durch den ihr Unternehmen mit der Hannoverschen Stromversorgung A.-G. vereinigt wird. Der Abschluß dieses Vertrages seht eine Verständigung mit den ©lettrotoerien voraus. Verhandlungen hierüber sind im Gange.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. 9)1., 11. Juli. Tendenz: abgeschwächt. Zu Beginn der heutigen Börse fehlten Anregungen, so daß die Spekulation sich sehr reserviert verhielt. Die Tendenz neigte bei der bestehenden Lustlosigkeit und Zurückhaltung zur Schwäche. Bei kleinsten Umsätzen ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse, mit Ausnahme einiger Werte, Verluste bis zu 1,5 v. H. Die günstigen Geldmarktverhältnisse fanden heute kaum Beachtung, da man auf der anderen Seite durch die ungünstigen Börsen des Auslandes verstimmt war. Orders waren kaum vorhanden. Nur der Montanmarkt machte eine Ausnahme und zeichnete sich durch eine überwiegende Festigkeit aus. Stimulierend wirkten hier die Auslassung einzelner Betriebe von gestern. Auch das wieder erwachte Interesse der rheinischen Käufer für diese Werte erweckte eine starke Zuversichtlichkeit. Das Ausland nahm hier verschiedenlich Ware aus dem Markt. Stahlverein, Mannesmann, Gelsenkirchen, Phönix und Rheinische Braunkohlen eröffneten bis 1,75 v. H. fester, Buderus, Klöckner büßten dagegen etwas ein. Der nachlassende Kaliabiatz am Kalimarkt hatte für diese Werte größeres Angebot zur Folge. Salzdetfurth und Westeregeln je 3 v. H. schwächer. Auto- werte uneinheitlich. Adlerwerke 1,13 v. H. fester, dagegen Daimler bis 1,75 v. H. niedriger. Elektrowerte vernachlässigt und bis zu 1 v. H. gedrückt. Siemens verloren 2,5 o. H. Farben 0,75 v. H. schwächer. Deutsche Erdöl wieder etwas gesucht und leicht gebessert. Zellstoffwerte bis 1,75 v. H. nachgebend. Etwas Nachfrage bestand noch für Karstadt mit plus 1 v. H. für Soenfka mit plus 3,50 Mark, Renten still. Im Verlaufe war das Geschäft weiter still. Die Kurse waren allgemein kaum verändert. Nur Montanwerte standen weiter im Vordergründe und konnten erneut um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld 8 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1995, gegen Pfund 20,372, London gegen Kabel 4,8565, gegen Paris 123,92, gegen Madrid 33,4750, gegen Mailand 90,75, gegen Holland 12,0790.
Berliner Börse.
Berlin, 11. Juli. Obwohl für den heutigen Tag mit Ausnahme des günstigen Maschinenbauberichtes kaum nennenswerte Anregungen Vorlagen, war man im heutigen Vormittagsverkehr im Grunde freundlich gestimmt, ohne daß allerdings das Geschäft, mit Ausnahme des Montanmarktes, größeren Umfang annahm. Auch vorbörslich konnte man noch für Montanwerte unter Führung von Stahlverein ziemlich feste und sonst behauptete Kurse hären. Der offi- ' zielle Verkehr eröffnete bann aber überwiegend schwächer. Die Spekulation nahm anscheinend Tauschoperationen von Elektropapieren gegen Montanwerte vor, so daß erstere bis zu 3 v. H. nachgaben. Auch Deutsche Linoleum B. M.-W. und Kaliaktien eröffneten bedeutend schwächer, während die Montanwerte, Svenska, Mix und Genest, Ostwerke usw. einige Prozente gewannen. London hat, wie erwartet, auch heute seinen
Diskont unverändert gelaßen, dagegen ist am heutigen Geldmarkt die erwartete weitere Entspannung ausgeblieben. An Abschlägen ist zu beachten Tietz exklusive Dividende (minus 9 v. H.) und A. -G. für Verkehr exklusive Bezugsrecht (minus 3,75 v. H ). Am Farbenmarkt war immer noch einiges Angebot estzustellen, doch müßten eigentlich jetzt, nachdem die Zeichnung in Holland aufgelegt ist, die anhaltenden Abgaben aufhören. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Auch Mazedonier nach ihrer gestrigen starken Steigerung gut gehalten. Pfandbricf- marft bei sehr ruhigem Geschäft wenig verändert. Liquidationspfandbriefe und Anteile eher etwas reundlicher. Tagesgeld 6,5 bis 9 v. H, Monatsgeld 9,2; bis 10,25 v. Sy, Warenwechsel 7,75 v. H. (zirka). Nach den ersten Kursen sah cs bei uneinheitlicher Entwicklung eher schwächer aus, dagegen wurde die feste Haltung der Montanwerte, von denen Stahlverein große Kaufaufträge zu verzeichnen hatten, günstig ausgenommen, und dieser Umstand bot den anderen Gebieten eine gewisse Stütze. Auch Schifffahrtswerte fielen wieder durch Festigkeit auf. Nur Polyphon waren weiter schwach und 3,5 v. H. unter Anfang. Auch B. M.-W. gaben erneut 1,5 v. H. nach.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. Suli. Der Produktenmarkt verkehrte heute in stiller Haltung. Die Grundstimmung war jedoch wieder etwas freundlicher, da die höheren Auslandnotierungen stimulierend wirkten. Das Geschäft war aber trotzdem wenig lebhaft, da Angebot zu ziemlich billigem Preise genügend an ixm Markt kam. Rur Weizenkleie und Mais für Futterzwecke konnten etwas anziehen. Roggenmehl war dagegen weiter etwas rückgängig. Es wurden notiert: Weizen 26,50, Roggen 23,25 bis 23,50, Hafer, inländ. 23,50, Mais (gelb) für -Futterzwecke 21,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 38,50 bis 38,75, Roggenmehl 31,25 bis 32, Weizenkleie 12, Roggenkleie 13. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtvießmarkt.
Frankfurt a. M., 11. Suli. Auftrieb: 150 Rinder, 962 Kälber, 141 Schafe, 894 Schweine. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77, geringe Kälber 65 bis 71. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 84 bis 86, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 84 bis 87, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 85 bis 88, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 82 bis 85 Mark. Marktverkauf: Schweine schleppend, Aeberstand. Kälber und Schafe mäßig-rege, ausverkauft.
Kunst und Wissenschaft.
Stürmische Abschiedskundgebungen für Richard Weichert.
WSN. Frankfurt a. M., 10. Juli. Nach den lebhaften Ovationen, unter benen Clemens Kraus sich vor einigen Tagen von der Frankfurter Oper trennte, ist nun auch der Abschied von Richard Weichert, des verdienten Intendanten des Frankfurter Schauspielhauses, gefolgt. Wie stark verbunden Weichert mit dem Künstle n unserer Stadt gewesen ist, zeigte die außergew, ,n- liche Anteilnahme des Publikums an feinem Abschiedsabend. Das Schauspielhaus war trotz der Sommerzeit bis in die obersten Ränge dicht gesüllt. Weichert, dem wir so manckze wunderbare Shakespeare-Inszenierung zu danken haben, hatte mit Vorbedacht zu feinem Abschiedsabend im „Pari- s e r Leben" eine luftige Inszenierung gewählt. Schon bei der ersten Pause setzten die Beifallskundgebungen für Weichert ein, um sich nach Schluß der Vorstellung immer und immer wieder zu wiederholen. Es lag eine bezwingende Herzlichkeit in diesen Kundgebungen, die Weichert auch zu kurzen, etwas elegischen Abschiedsworten veranlaßten. Frankfurt verliert in ihm einen von allen Seiten anerkannten Regisseur von besonderer Begabung, den die Frankfurter Kunstgemeinde nur mit tiefem Bedauern von sich scheiden sieht.
Buntes Allerlei.
Schadenfeuer auf Usedom.
Wie aus Stettin gemeldet wird, entstand in der Rächt zum Montag ein außerordentlich schweres Schadenfeuer in Asedom. Snsge- famt sind 16 Scheunen dem Brand auf der Sn» sei Asedom zum Opfer gefallen. Als das Feuer bemerkt wurde, standen bereits mehrere Gebäude, von denen ein Teil mit Stroh bedeckt war, in hellen Flammen. Es kamen insgesamt acht Wehren von Asedom und den umliegenden Gütern zu Hilfe, denen es gelang, die weiteren dort stehenden sechs Scheunen vor dem Riederbrennen zu bewahren. Mitverbrannt sind große Heuvorräte sowie zahlreiche landwirtschaft- luche Maschinen, Geräte und Ackerwagen. Der Schaden ist außerordentlich groß.
Kurszettel der Beümer und Krauksurier Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
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Berlin
Rranffurt a M.
Berlin
Frankfurt a M,
Berlin
Berlin, 10. Juli
Geld
Brief
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Italienische Noten......
Norwegische Noten......
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111,58
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Adlerwerle Klever......6
Ludw. Loewe.......1°
Nal. Automobil.......0
Lremtein & Koppel.....5
Leotchord Tietz.......6
Bamag Mcguin.......0
Franlf. Mmchinen......6
Gritzner.........11
Heyiigenstaedt ....... 0
Iungh.uis..........4
Lechwerke..........8
Mainkaltwerke.......8
Miag.........
Nekarsulmcr ........ 8
Peters Union........8
Gebr. Roeder ....... IC
Boipt 4 Haeffner......8
Südd. Zucker........8
Ban
Telegraphische Auszahlung.
1% Schweiz. BundeSb^Anl.. . .
1% Österreichische Goldrte.. . .
10. Juli
11. Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
(Selb ’ Brief
l% Oesterreich, einheitl. ölte. . .
Geld
tönet
Amit.-Ron. Bnen.-Aires Brss.-Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . Hclfingfors. Italien. . . London. . . Nenpork . . Paris.... Schwei; .. Spanien. . Japan .. . Rio de Jan. Wien in D-- £cft- abgest. Prag . . . . Belgrad .. Dudapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . fioniL.nttn. Athen. . Canada . . Uruguay. Cairo . .
168,47
1,760 58,275 111,79 111,75 112,44 10,543
21,95 20,35
4,195
16,415
80,66 60,82
1,910 0,4965
59,00 12,412
7,362 73,12
3,027 18,73
81,35
2,008
5,42 4,166 4,036
20,87
168,81
1,764
58,395
112,01
111,97
112,66
10,563
21,99
20,39
4,203
16,455
80,82
60,94 1,914
0,4985
59,12
12,432
7,379 73,26
3,033
18,77
81,51
2,012
5,43
4,174 4,044
20,91
168,44 1,759 58,28
111,76
111,73
112,42
10,544
21,945
20,347
4,1945 16,42
80,645
60,72 1,890 0,497
58,995
12,415 7,365
73,09
3,032
18,73
81,39
2,020
5.43
4,165
4,036 20,87
168,78 1,763 58,40
111,98 111,95 112,64 10,564 21,985 20,387 4,2025
16,46 80,803
60,84 1,894 0,499
59,115 12,435
7,379 73,28 3,033 18,77 81,55 2,024
5,45 4,173 4,044 20,91
l% Ungarische Staatkr. v. 1910
Ungarische Kronenrte.. . . 1% Türk. Zollanleibe v. 1911 . t% Türkiiche Bagbaübahn^nl
Serie 1.........
t% bergt. Serie II......
1% Rumänen convert. Rie. . . 4y3% Rumänen Goldanl. von 1613
«Ig. Deutsche Eisenbahn • •
Ham bürg-Amerika Paket . . . t hamb^Sübam. Dampsick. . • k
Hansa Dampfjchiss.....10
norddeutscher Lloyd.....t-
llllg. Deutsche Crediianli. . . lu Normer Bankverein ... 10 öerlinrr Hanvelsgesellsch. . . 12 Commerz, und Prival-Bonk • 11 Darmst. u. Nationalbank . . 12 deutsche Bank.....10
Dirkontv-Gesellschast SlnL. . 10
Dresdner Bank......10
Wiittetdeutsche Credltbanl . • • 4
Wdditoanl........12
162,75
Beriül. 10. Juli
Geld
Brief
Amerikanische Not».....
Belgische Noten .......
Tänische Noten. .......
Englische Noten .......
4,175
58,28
111,53
20,315
4,195
58,52
111,97
20,395


