Ausgabe 
28.2.1928
 
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rrlen. Im Anschluß an ben geschäftlichen Teil segle ein gemütliches Beisammensein, bas die Mit- L 2er und Gäste noch einige Stunden bei bester k irmung zujammenyielt. Das Ministerium itc Innern erteilte dieser Tage 5)crjrn Schnei- Ur. Gambach die Konzession für die Auto» Din ic Gießen Steinberg Grüningen Holz- u» NI Gambach.

Bettenhausen, 27. Febr. Am Samstag Bin der hiesige TurnvereinGut Heil" ft diesjährige Hauptversammlung in der !Li hchaft Muller ab. Der 1. Vorsitzende, Lehrer Shn e s e r st e i n, gab zunächst einen eingehenden Dwrblitf ilber die Entwicklung des Vereins und |(na Tätigkeit im abgelaufenen Jahr. Ferner wies eiauf das 5jährige Bestehen des Vereins, auf das in nun 17. Juni d. I. zurückblicken kann, hin. Jns- lioiibere sprach er dem 1. Turnwart Robert üb igel, dem eigentlichen Gründer des Der­ks und unermüdlichen Turner herzliche Dank- »rie aus. Für sein in den verflossenen Jahren liu.ibetes zielbewußtes turnerisches Interesse »ribe ihm zum Andenken ein schönes Jahn-Bild itrgeben. Der Rechner Heinrich Müller er» idlide alsdann die Rechnungsablage, die einen Ilbsrschuß von nahezu 90 Mk. ergab. Rach Prü- tig der Rechnungen wurde ihm Entlastung er» It. Die hierauf vorgenommene Vorstands» umlfl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: 8t)C?r Schiefer ft ein, 2. Dorf.. Hermann ti) D) n , Schriftführer: Edm. Steul, Rechner: thimrich Müller, 1. Turnwart: Robert San« Kl, 2. Turnwart: Otto Ceibner, Beisitzer: H mnch Schäfer, Heinrich Mulch, Karl Mül» Ihr II. und Johann Balser. Einige Schluß- miräk des 1. Vorsitzenden beendeten die Hauptver- jcnrnhing. Ein gemütliches Beisammensein schloß ßj der Versammlung an. Der hiesige Turnverein tyi sich unter der umsichtigen Leitung seines eifri- ijn Rorsitzenden Lehrer Schiefer st ein gut ent- tefelt.

Kreis Friedberg

CO Friedberg, 27. Febr. Am Samstag fand Tt ftafinofaal eine K r e i s l e h r e r v e r s a m m - Dtitg statt, in bet Lehrer Kaufmann (Gießen) .al! 2. Vorsitzender des Hessischen Landeslehrer- Kre-inä und Vorsitzender des Desoldungsaus- ftus'es über die Neuregelung der Be - Icl dung sprach. Die sehr ausführlichen Aus- fcrungcn des Herrn Kaufmann gipfelten in it Forderung: einheitliche Bezahlung aller 'DllSschullehrer, 80 Prozent des Gehaltes der ^he-ren Lehrer. Die Einstufung muß nach Vor- D»ng und Leistung erfolgen. Die Vorbildung trn -eichnete er damit, daß bei Ausnahmen selbst ictc-- Bewerbern mit Matur und Primareife lu^i stark gesiebt wurde. Der Deamtenbund habe tifc* Forderungen anerkannt, ihre Berechtigung gelte nicht bestritten werden. Eine einheitliche Regelung für das Reich sei wegen der Derschie- fr? freit des Schulwesens in den Landern nicht i|ii möglich. Redner hat den Eindruck, daß eine Herabsetzung nicht zu befürchten ist, eine i:!)crftufung aber auch nicht erfolgen wird. kttiÄerigkeiten machen noch die Forderungen der LriLergruppen, ihre Vertreter wünschen aber v e ist er Linie die Hebung der Gesamtheit. Die kstr lebhafte Aussprache gab dem Redner An- Icst zu weiteren Ausführungen.

' Rieder-Florstadt, 27. Febr. Der -8b«d D e t b a n o Kraftwagenbetrieb Jeltetau" hat am 31.Dezember 1927 sein Glitte« Geschäftsjahr beendet. 3m Ge- iflr.fctfj zu den früheren Jahren war der Verband fa d tr Lage, nicht nur die nötigen A b s ch r e i - litxg en in Höhe von 25 Prozent vor- Kfmen zu können, sondern auch den Gemein- ätn für ihr Ginschuhkapital 6 Prozent Zin- ffen zu gewahren. Der Buchwert des Wagen- )irt8 betrug zu Beginn des Jahres etwa LD) Mk., er betrug am Schluß des Jahres Mita 57 000 Mk. Während des Geschäftsjahres : foidDen zwei alte Wagen zum Preis von v. X). 'üEari verkauft. Dafür wurden zwei neue, moderne :Criuibuffe beschafft, und zwar ein neuer Benz :et 29 Sitzplätzen zum Preise von 23 600 Mk. und eit treuer Düsfing-Wagen mit 34 Sitzplätzen zum sKei.se von 26 500 Mk. Die Frequenz hat sich -Li Laufe des Jahres wesentlich verbessert. Richt titc der Wochenkartenverlehr. sondern auch die 'Stz^fahrten haben sich in ihrem Gesamtbetrag »steigert; insbesondere die Fahrt zwischen Fried- IS^ und Bad°Rauheim. Die Ges amt-Et n- ifiubim e n sind von 73 000 Mk. im Jahre 1926 IOV 106 000 Mk. im Jahre 1927 gestiegen, iln» jifö-e waren im Laufe des Jahres nicht zu Der- fßti ien. 3n^ allgemeinen hat der Betrieb gut ^Moniert. Der Anschluß an die Eisenbahn- bit wurde nie versäumt, wie überhaupt Der- l^t^ngen zu den größten Seltenheiten gehören. ;2l'Personen wurden im lauienben Geschafts- jj.;a)r 228 000 befördert: an Kilometer wurden 1I1C193 zurückgelegt. Die Autohalle wurde iMg iößert und die Werkstatt-Einrichtung Der- Brx'c-rt Die Fahrprei'e sind dieselben geblieben, w im Jahre 1926. sie betragen durchschnittlich M die Fahrscheine 8 bis 10 Pfennig ie Kilo- vme-: und für die Wochenkarten 3,2 Pfennig. 8B1 Mitte Januar 1928 ist die Linie nach Rie- 810ir - M o ck st a d t ausgedehnt: die Durch.uhrung Dior Linie nach Ranstadt wird noch reiflich ettrjoien. Die Verbandsleitung ist im allgemeinen vn dem Resultat Don 1927 zufrieden.

Kreis Büdingen.

x -Bübingen, 27. Febr. Am Samstagabend im hiesigen Rathaussaal auf Veranlassung Jöö Kreisausschusses und der Stabt Büdingen stziu» Prof. Dr. Bieber (Gießen) überP om- BU i i im LichteneuererAusgrabungen uuiÖ Forschungen". Die Rednerin entwarf mvtoa PMtünöigem. sehr fesselndem Vortrage Tiberzeugendes Bild von alt-römischen Sitten uu) Gewohnheiten, wobei mit ganz besonderer $«5:rafalt städtebauliche unb wohnkulturelle sca» cwiGehandelt wurden. Zahlreiche hochintereifante iSitöilbcr erläuterten unb erhärteten bie treffen- 8ön Ausführungen. Die Rednenn l^te u. a. GÖtr. wie schon feit 150 Jahren bre Grabungen invNompeji betrieben werden, die aber lewer lloita Jahrzehnte nur Kunstschahe für die Mu» ssisi zu Tage fördern sollten. Erst seit wenigen LIch-en werden die Grabungen m ^ber durch ößtodtige Lava-Massen verschütteten ctabt Plan» nm:5«g, und zwar horizontal, vorgenommen, wobei □m;n jeden Stein, jedes Kunstwerk, Balkone, iDch.:r, Loggien, Derkaufsläden, ^rche mit Eh- uur) Trinkgeräten, besonders aber Plastiken und OSanujlbe an genau demselben Platze belatzt. an »Ion sie vor vielen Jahrhunderten benötigt, vzw. fflntt affen wurden. Alle Hohlräume werden nut ausgegossen, wodurch man naturgetreue Mdvücke von denjenigen Gegenständen erhalt. Hoi lm Laufe der Jahrhunderte . verfaulten. Cttif diese Weise hat man sogar die Art der

Pflanzen in ben Gärten seststellrn Wimen tmb letztere nach der Freilegung entsprechend anzu- pflanzen versucht. So entsteht nach und nach auS dem gewaltigen Lavarneer. das lm Jahre 79 n. Ehr. die ganze blühende Stadt überflutete, ein naturgetreues Stadtbild, voll der köstlichsten Reize und Schönheiten, das in überzeugender Aufrichtigkeit all die interessanten Lebensgewohn­heiten der damaligen Generationen ungeschminkt vor Augen führt. Wohlverdienter Beifall be­lohnte die schönen Ausführungen.

rf. Stockheim. 27. Febr Am Samstag hielt der landw. Kreisoerein im Weitzelichen Saale dahier eine Dersammluna ab, in deren Mit» telpunkt ein Vortrag des Landioirtschaftsdirek» tors Grimm überGrünlandwirtjchaft und Milch­erzeugung" stand, zu dem der auiklärende und an­regende oierattige Emelka-Film üoer Wert und Zu» ammensetzung der Milch, ihre Behandlung, ihre Bildung im Tierkörper, sowie die Milch- und Käse­erzeugung im Allgäu durch das Schulkino des Krei­ses gezeigt wurde. Gestern fand im gleichen Saal die Generalversammlung des Ver­eins ehemaliger Landwirtschafts­schüler des Kreises statt, die gut befuckst war. Auch hierbei wurde der Milch-Film vorgesührt. Dr. P e p b e r vom Landwirtschastsamt Büdingen sprach dazu.

Kreis Schotten.

a Schotten. 27. Febr. Am 1. März verläßt unsere Stabt der seitherige Rektor unserer hie­sigen Volksschulen Richarb Kröll, bet über 27 Jahre in hiesiger Stabt als hochgeschätzter Lehrer wirkte. Wir sehen ihn höchst ungern von hier scheiben. Begabt mit einem ausgezeichneten pädagogischen Talent hat er die Belange ber hiesigen Volksschulen allezeit aufs beste vertreten, auch lange Zelt als Dirigent bes Männerchores, lm Oemelnbcrat unb auf sonstigen verschiebenen Gebieten segensreich gewirkt. Auf einer zu feinen Ehren statlgehabten Abschiebsseier wurden die Verdienste des Scheibenden gebührcnd gewürdigt. Die besten Wünsche begleiten Rektor Kröll, der nach Gießen verseht ist, in feinen neuen Wir­kungskreis.

x Schotten, 27. Febr. Die Stabt Schotten weihte gestern ihre neugebaute Jugenbher- berge ein. Sie liegt bequem an ber Haupt­verkehrsstraße unb doch abseits hinter dem Schul­hof, schön im Grünen verborgen. Sie enthält einen größeren Schlafsaal mit 16 neuen Betten, ein Führerzimmer mit Bett unb einen kleineren Schlasraum mit 10 Betten. Ein großer Kochofen, elektrisches Licht unb sonstige Bequemlichkeiten sind vorhanben. Für bie Inneneinrichtung hatte ber Zweigverein Schotten vom VHE. gesorgt. Bel ber Einweihungsfeier begrüßte Bürgermeister M e n g e I bie Vertreter der verschiedenen Be­hörden, Vereine, bie Handwerker und sprach allen Stellen, bie an ber Vollendung des Baues mltgeholfen haben, ben herzlichen Dank ber Stabt aus. Mit ben besten Wünschen übergab er bie Jugendherberge bem hiesigen VHE. und seiner Herbergskommission in Obhut unb Pflege. Die besten Glückwünsche überbrachten Geh. Reg.°Rat Doeckmann für den Kreis Schotten, Dr. Bruchhäuser für ben Gesamt-VHE., Dr. Floerke, Gießen für den Verband Deutscher Jugendherbergen, Gau Main, Fulda, Reallehrer Buß und Apotheker 6c r i b a sprachen treffende Worte für bie Jugendwandersache unb nahmen bie Herberge In den Schuh und die Pflege des hiesigen VHE. Rach einer Besichtigung der Bleibe fand im »Hessischen Haus" eine Rachfeier statt, bei der noch eine Reihe Ansprachen gewechselt wurden. Gerade traf auch von Friedberg eine Wandertruppe ein, die als erste Gäste in bie Herberge einzog unb besonders gefeiert wurde.

Q Laubach, 27. Febr. Gestern unternahm ber Zweigverein Laubach bes Vogelsber­ger Höhenclubs unter zahlreicher Beteiligung seinen ersten Ausflug in diesem Vereinsjahr, ge­führt von Sekretär Becker, nach bem reizenb ge­legenen Vogelsberger Dorfe A 11 e n h a i n. Bei schönstem Vorfrühlingswetter roanbertc man burch bie prächtigen Walbungen unb bie schönen Wiesen- grünbe mit ihren rauschenben Bächlein. Ueberatt in ben Wälbern hörte man bie frischen, munteren Dolkslieber ber Burschen unb Mädchen in zweistim­migem Vortrag. Auf ber Höhe zwischen Altenhain unb Wohnfelb bestieg man ben Aussichtsturm, ber bei bem ungewöhnlich klaren Wetter eine herrliche Aussicht auf Ulrichstein unb bas ganze Ohmtal bis zur Amöneburg, sowie auch ben Dberroalb in seiner gesamten Ausbehnung bot. Darauf erfrischte man sich in ber Gastwirtschaft von Geiße in Altenhain. Prof. Dr. R o e s ch e n gab einige urkunbliche Nachrichten über bas kleine nur gegen 300 Einwohner zählenbe Dorf. Es erscheint zuerst am 15. September 1306, wo Mengotus (Menges), Sohn des weilanb Johannes Gulden gegen das Kloster Arnsburg auf bie ihm lebenslänglich ver­liehenen Gefälle zu Babenhausen, Petershain unb Altenhain Verzicht leistet. Das Dorf gehörte zum Gericht Babenhausen, das später nach Ulrichstein verlegt würbe, wie bies eine Urkunde oom 16. Juli 1365 zeigt, wo Mengotus Gulden gen. van Amene (Ober-Ohmen) seine Gauerbschast mit Claus v. Sas­sen, Schöffen zu Grünberg, erneuert Die Verbin­dung mit dem nahegelegenen Petershain läßt an­nehmen, daß Altenhain fo genannt wurde im Gegensatz zu dieser späteren Gründung, vielleicht auch im Gegensatz zu Kölzenhain, das ebenfalls in der Nähe liegt. Durch ben Einfall bes Herzogs Christian von Braunschweig im Jahre 1622, ber demDberfürftentum Hessen" so schwere Drangsale brachte, wurde nach einem Berichte des Amtmanns Kaqßer vom 22. Juli auch Altenhain schwer be­troffen. Das Darf wurde völlig ausgeplünbert und bie Bewohner schwer mißhandelt. Ein Lentz Rahn (Lorenz R.: noch heute ist diese Familie in Alten- hain vertreten) wurde erschossen, anderemit Roh­ren am Kopf geschlagen, daß es sehr geblutet". Bei prächtigem Mondschein wanderte man heim­wärts.

)( Ruppertsburg. 27. Febr. Am Sams­tag fand in der Gastwirtschaft Wagner am Bahnhöfe die zweite diesjährige Gemelnde- Holzversteigerung statt, zu der sich auch viele auswärtige Steigerer, besonders aus Vil- lingen, eingefunden hatten. Die Preise waren um 33 Pro^mt höher als bei der ersten Ver­steigerung. Es wurden im Durchschnitt pro Rm. bezahlt: für Duchenschelter 15.50 Mk. Buchen­knüppel 10,50 Mk.. Duchenstöcke 8 Mb. Eichen- knüppel 7,50 Mk.. Duchenreisig 0.75 Mk.

_L Ober-Lais, 27. Febr. Gestern fand hier durch Dekan Scriba (Ridda) eine ordent­liche Kirchenvisitation statt. Die letzte war vor sieben Jahren am gleichen Sonntag durch Geheimrat Petersen (wegen der Her- Heilung der Kirche war die Bi Station um ein Jahr verschoben worden). In dem Disitattons- gottesdic.nst um 10 H&r zu Unter-Lais hielt

Gchach-6cke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilun­gen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach­redaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 150.

Don Victor Miese».

Schwarz.

5

4

2

3

8

3

Weih.

h

8

6

e h

b c d e r g

3 b

Weih zieht und seht in zwei Zügen matt.

Weiß: 10 Steine. Kg3; Da6; Td5, e3; Lh5;

Bc2, c4, c5, f6 h4.

Schwarz: 6 Steine. Kf5; Tb2; ShS; Bc5, e7, f7.

Partie Nr. 97.

Gespielt im Berliner Jubiläumsturnier, Fe­bruar 1928.

Indische Eröffnung.

Weiß: P. Iohner.

Schwarz: L. Steiner.

1. d2-d4 1. Sg8-f6

2. c2-c4 2. e7-c6

3. Sbl c3 3. Lf8-b4

Die jetzt üblich gewordene Verteidigung gegen das Damenbauernspiel; es ist aber sehr fraglich, ob dieser Lauser nicht besser auf e7 zu Verteidi­gungszwecken zu verwenden ist.

4. Udl -c2 4. d7-d6

5. c2-e4 5. Lblxc3

Mit diesem Austausch hatte der Schwarze noch Zelt, der Springer lief doch nicht davon: es konnte immer noch getauscht werden, wenn Weiß durch 33 ein Tempo verschenkte.

b. b2xc3 6 0-0

7. Lfl-d3 7. e6-e5

Notwendig, um e5 zu verhindern, falls 7. .... Sbd7 oder c6? so 8. Lg5 und Weiß hat einen überwiegenden Stellungsvorteil.

8. Sgl-e2 8. Dd8-e7

Y. 0-0 9. c7-c5?

Dieser Fehler verschafft Weiß ein überlegenes Spiel: statt dessen konnte er sich durch 9. ..., Te8, drohend 10.....DeXd4 nebst 11. Sxe4, falls dann

10. 8x3, so 10. ..., eXd4 ll.cxd4, Sc6 mit ganz gutem Spiele. 10.12141 Stellt den Rachziehen­den vor eine schwierige Aufgabe, wenn nur 10. .... cxd4, 11. cxd4, exd4 12.Sxd4, so hat Schwarz noch 13. La3 ne&ft. 14. Tadl usw., wohl kaum mehr eine genügende Deckung für den iso­lierten Bauern d6, wodurch fein Spiel zu Grunde geht.

10. 10. Sf6-d7

11. Se2-g3 H. Tf8-e8

Mm die Dame in Sicherheit zu bringen.

12. Sg3-f5 12. De7-f8

13. f4Xe5 13. d6Xe5

14. Dc2-f2 14. Sd7-b6?

Schwarz übersieht vollständig die Drohung, welche der Weihe mit seinem 14. Zuge beab­sichtigte, mit f6 hätte er noch längeren Wider­stand leisten können.

15. Sf5-li6+ aufgegeben. Aus 15..... gxh6

folgt 17. Lxh6, Dxh6 18. Dxf7 + und gewinnt, oder 17...... De7. 18. D^3 usw.

Steiner hat nun den Rekord, den er mit seiner ISjügigen Verlustpartie gegen Helling ausgestellt hatte, selbst übertrumpft.

Lösung des Endspiels Rr. 50.

Don O. Schubert.

1. g4-g5 (falls 1. Kf2, fo 1...... Sxg4+ usw.)

1 .....Sh2 - g4! 2. Ke2-f3 (schlecht wäre natürlich

2. Lxg4, weil Schwarz durch Kxe4 Remis erreicht.) 2......Sg4-e3. (2......Sh2+?. 3. Kg2, Sg4. 4.

Lxg4, Kxe4. 5. Kg3! und gewinnt ) 3. Lf5-e6!!, Se3-fl. <3..... fxeb wäre natürlich schlecht.) 4,

Le6xf7, Sfl-d24-. 5. Kf3-g4, Sd2>;e4. 6. g5-g6. Se4 - f64- 7. Kg4 - g5!, e5 - e4 (am besten.) 8. Kg5xf6, c4-c3 9. Lf7-c4!, Kd4xc4 10. g6-g7, e3-e2 11. g7-g8 D.-f- (und gewinnt.)

Lösung des Problems Nr. 147.

Don O. Remo.

1. Df2 - c2!, Se5xd3 2. Dc2-c8 matt.

1......beliebig anders 2. Sd3 -12 ober Sd3 - f4 matt.

Richtige Lösungen zu den Problemen Nr. 145 und 146: V. Loos, Giehen.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedattionStifch.

Geschichten von Ingres.

Von dem großen französischen Maler Ingres werden in »Kunst und Künstler" einige be­zeichnende Geschichten erzählt. Sein großer An- ttpode war Delacroix. Ein Schüler fragte Ingres um feine Meinung über seinen Gegner und erhielt die Antwort:Er ist ein Genie, aber sprechen Sie nicht davon." Als darauf­hin Delacroix über Ingres auSgefragt wurde, erwiderte er:Er ist ein Talent, aber sagen Sie nichts davon". Als sich Ingres und Delacroix einmal an der Türe zum Institut trafen, wo sie beide an einer Sitzung teil­nehmen wollten, streckte Ingres dem jüngeren Kollegen die Hand entgegen und Arm in Arm betraten sie den ©aal.Die Zeichnung am Arm der Farbe!" murmelte da eine Stimme hinter ihnen. Noch mit 86 Jahren kopierte Ingres ein Gemälde von Giotto. Als man ihn fragte, warum er das tue, erwiderte der Greis:Mm zu lernen!

kleines Mißverslänbnls.

Der Schnellzug von London nach Edinburgh, genannt derfliegende Schotte" so wird in einem englischen Witzblatt erzählt donnerte durch die Nacht nordwärts. Plötzlich ein Kreischen und Knirschen, und der Zug hält auf freiem Felde. Fenster- werden aufgerissen: neugierige und ängstliche Gesichter erscheinen. Der Zugführer klettert aus feinem Kupee und läuft mit seiner Blendlaterne den Zug ab, um sestzustellen, wer die Rettungsleine gezogen hat. Da kommt er an ein Frauenabteil. In dem eine liebe alte Dame freundlich lächelnd sitzt.Haben Sie schonen Dank für Ihre Bemühungen, begrüßt sie ihn,aber Sie hätten den Zug deswegen nicht anhalten zu lassen brauchen. Ich möchte nur gern eine heiße Tasse Tee, mit zwei Stückchen Zucker, bitte."

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

' R o d h e i m a. d. B i e b e r, 27. Febr. Gestern abend veranstaltete der hiesige Kriegerver­ein im Benderschen Saale ein Militärkon- z e r t, ausgeführt von dem Musikkorps des Gre­nadier-Batt. I. R. 15, Gießen, unter persönlicher

nach der Predigt des Ortsgeistlichen über He­bräer 12,2 der Visitator eine Ansprache im Anschluß an Johannes 13,2130, in der er die Gemeindeglieder ermahnte, der Visitation des kirchlichen Lebens eine Visitation des Herzens folgen zu lassen. Sodann folgte durch den Ortspfarrer, sowie Dekan Scriba eine Prü­fung der Christenlehrpflichttgen und der Schul- finber, die ein recht befriedigendes Ergebnis hatte. Rach dem Gottesdienst fand eine Be­sprechung mit dem Organisten, der Kirchenge­meindevertretung und dem Kirchenvorstand statt. In der Besprechung der Gemeindevertretung und der Sitzung des Kirchenvorstandes wurde ins­besondere der geplante Kirchbau in Glas­hütten eingehend erörtert. Nachmittags folgte ein zweiter Gottesdienst in Glashütten, in dem Dekan Scriba predigte und die üblichen Prüfungen folgten. Der Visitator betonte in beiden Gemeinden, daß das Kirchspiel Ober-Lais zu den besten Gemeinden des Landes zählt.

Kreis Lauterbach.

s L a u t e r b a ch, 27. Febr. Der L a n d w i rsch af 11 i ch e Bezirksverein des Krei­ses Lauterbach hielt am Samstag in dem Beileckschen Saale seine diesjährige Haupt­versammlung ab. Der Vorsitzende, Kreis­direktor Dr. Michel, eröffnete die Sitzung mit Worten der Begrüßung an die zahlreich erschie­nenen Dereinsmitglieder und die Ehrengäste. Zu­nächst wurde die Dereinsrechnung des letzten Jahres vorgetragen. Dabei ergaben sich keinerlei Anstände, und dem Rechner wurde Entlastung erteilt Zu dem nächsten Punkt der Tagesordnung übergehend, bemerkte der Vorsitzende, daß, nach­dem Ackerbau und Viehzucht in die Fürsorge der Landwirtschastskammer übergegangen seien, die Dereinstätigkeit in besonderem Maße der Pflege des Obstbaues zugewendet werden müsse. Für Obst würden in jedem Jahre erheb­liche Summen an das Ausland bezahlt, und diese Summe im Jnlande festzuhatten, müsse das Be­streben jedes Volkswirts sein. Wenn die jungen Obstbaumstämmchen aus Baumschulen von ent­sprechender Höh<mlaae angepflanzt und bei der Sortenwahl auf die besonderen Verhältnisse Rück­sicht genommen würde, dann könne der Obstbau auch im Kreise Lauterbach rentabel gestaltet wer­den, und dieser könne an seinem Teil an der Lösung des erwähnten volkswirtschaftlichen Pro­blems beitragen. Von diesen Erwägungen aus­gehend. seien in Schadges und Ober-Moos Baumschulen angelegt worden, eine weitere werde demnächst in Schlitz angelegt werden. Den Kreisangehörigen sei dadurch Gelegen­heit geboten, junge Obstbäume aus Baumschulen zu beziehen, die der Höhenlage des zukünfttgen Standorts der Bäume entsprechen. Weiter sei mit pekuniärer Mnterstützung der Landwirtschatts-

kammer für den Kreis ein Ob st b a u i n s p e k t or a n g e st e l 11 worden, der die Bewohner des Kreises bei der Sortenwahl und der Obstbaum­pflege fachmännisch beraten werde. Zur Ausfüh­rung der Arbeiten der Obstbaumpslege sollen Baumwarte angenommen werden. Der Kreis sei zu diesem Zweck in Diqr Baumwarteien eingeteilt worden, für die Obmänner und Stellvertreter zu wählen sind. Der Vorsitzende brachte hierauf die unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf- gestellten neuen Dereinssatzungen zur Verlesung, die die Zustimmung der Versammlung fanden und einstimmig genehmigt wurden. Der weitere Punkt der Tagesordnung betraf die Dor- standswahl. Kreisdirektor Dr. Michel wurde zum Direktor wieder- und Hofgärtner Seid in Schlitz zum Stellvertreter neugewählt. Außerdem gehören dem Vorstand die Obmänner und Stellvertreter der vier Baumwarteien an. Zum Geschäftsführer des Vereins wurde Ver- waltungsinspektor K i r s ch b a u m ernannt. Rach der Tagung wurde ein Film über Obst- baumschädlinge gezeigt, Obstbauinspektor Kurz hielt einen Vortrag über Obftbaufragen. In dem Versammlungsraum war eine Aus­stellung von im Kreise gezüchtetem Obst arrangiert, die allgemeine Bewunderung hervor­rief und Zeugnis dafür ablegte, daß im Kreise Lauterbach bei der richtigen Sortenwahl und sach­gemäßen Behandlung Ersprießliches im Obstbau geleistet werden kann.

Starkenburg.

Lpd. Darmstadt, 27. Febr. Heute nachmittag wurde die Leiche des verunglückten Kunst- sliegers Friedrich Jährling auf dem alten Friedhof in Darmstadt zur letzten Ruhe ge­tragen. Zwei Frankfurter Flugzeuge, mit Trauer­floren behangen, flogen die Ehrenrunde über dem Grab, als der Sarg von sechs ehemaligen Kriegs)Hegern dorthin getragen wurde. Der Be­gräbnisfeier wohnten viele Tausende bei.

* Darmstadt, 27. Febr. Gestern nachmittag wurde auf der Bahnbrücke der Griesheimer Chaussee der sechsjährige Sohn des Kon- dttors Reinfurt, der kurz vor einem Auto die Straße überqueren wollte, von diesem ersaht. Auf dem Wege zum Krankenhaus ist der Junge an den Folgen der Verletzungen ge­storben.