Inspektionsreise de- MissionSinspektorS Weichert in Afrika ausgenommen und soll unS in lebenden und lebenswahren Bildern zeigen, wie sich das Leben der Regervölker, besonders in Süd- und Südwestafrika, abspielt und auf welche Weise die Heidenmission dort arbeitet. Die Borführung wird für alle, besonders aber auch für unsere Missionssreunde, viel Lehrreiches und Interessantes bringen. Am Montag, 27. Februar, wird derselbe Film auch in der Kirche zu Köddingen gezeigt werden.
-s- Köddingen, 22. Febr. Am Sonntag sprach hier in unserer Kirche zweimal Missionar Krienke von der Chinaallianzmission. Seinen Ausführungen wurde von unserer Gemeinde garu besonderes Interesse ent- gcgengebracht, weil der Redner erst vor kurzem auS Chino zurückgekehrt ist und aus einer Gegend kam, wo auch ein Bruder unseres Schmiedes Seipel als Missionar tätig ist. Eine Fortsetzung zu diesem Miisionssonntag wird die Vorführung eines Missionsfilmes sein, die am nächsten Montagabend in unserer Kirche stattsindet, und die das Leben und Treiben der Regervölker in Süd- und Südwestafrika und die dortige Arbeitsweise der Mis.ion zeigen soll.
Mrciö Alsfeld.
•v. Ober-Ohmen, 22. Febr. Bei der diesjährigen Freiherrlich Riedcselschen Holz Versteigerung in Ober-Ohmen wurden gute Preise erzielt, doch lagen sie etwas niedriger als im Vorjahre. Vorwiegend wurden Brennholzbestände zum Verkauf anqeboten, doch herrschte bei allen Holzarten gute Kauflust. Sämtliche Holzbestände wurden ausverkauft. — Bei der letzten Grund- stücksversteigerung zeigte sich wieder die Rotlage der Landwir.scha't. Der hesiischr Morgen Ackerland in bester und nächster Lage des Dorfes wurde mit 500 Mark gehandelt. Geringere und entfernt liegende Grundstücke wurden überhaupt nicht angeboten.
Kreis Lauterbach.
t Engelrod, 21. Februar. Einen gemütlichen Abend veranstaltete hwr der hiejige evangelische Kirchenchor. Der Bctsaal war von den Mitgliedern stimmungsvoll hergerichtet worden. Hm 7.30 Hhr versammelten sich die Mitglieder mit ihren Familienangehörigen und die Freunde des Kirchenchors an den weihgedeckten mit Blumen geschmückten Tischen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer L e tz i n g , wies in seiner De- grühungsansprache auf die Bedeutung der Kirchenchöre für die Pflege des religiöskirchlichen Lebens hin. Der Kirchenchor, unter Leitung von Lehrer Löffler, sang eine Reihe gut- eingeübter Lieder ernsteren und heiteren Inhalts. Im Mittelpunkte des Abends stand ein von Lehrer Löffler gehaltener Vortrag über das vorreformatorische geistliche Lied. Dann folgte eine gemeinsame Kaffeetafel. In vorgerückter Stunde sprach Pfarrer L e h i n g noch ein Dankeswort allen denen, die zur Verschönerung des Familienabends beigetragen hatten. Man ging mit dem Bewußtsein noch Hause, em paar schöne Stunden verlebt zu haben.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
WSA. R o d h e t m a. d. Bieber, 22. Febr. Oer Sohn des Gastwirts Bender stürzte, als er sich in den Keller begeben wollte, die st eile Kellertreppe hinunter und schlug schwer mit dem Kopf auf den Steinboden, wobei er gefährliche Verletzungen des Schädels und an den Augen erlitt. Man brachte ihn in die chirurgische Klinik nach Gießen. Das Augenlicht ist gefährdet: man hofft aber, ein Auge retten zu können.
(DNiederweidbach,22. Febr. Gestern fand im G.-meindewald Oberweidbach die diesjährige Brenn- holzoersteigeruna statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Buchenscyeit 50 bis 55 Mark, Duchenknüppel 40 bis 45, Eichen knüppel 32 bis 36 Mark je vier Raummeter: Vuchenastreifer 7 und Eichenastreiser 3,50 Mark je 5 Raummeter.
Kreis Wetzlar.
WSR. Wehlar, 22. Febr. In A l l e nd o r f (Kreis Wetzlar) stürzte das zweijährige Kind einer Arbeiterfamilie, als es einer Gans nachlaufen wollte, in den hochgehenden H l m- bach, wurde von den Fluten einige hundert Meter fortgerissen und konnte erst nach längeren Bemühungen als Leiche geborgen werden.
O Hochelheim, 22. Febr. Der hiesige Schühenverein hielt am Sonntagabend In der Gastwirtschaft von Philipp Jung sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Es gelangten verschiedene Theaterstücke zur Ausführung, bei denen die Spieler gute Leistungen zeigten. Der weitere Teil des Abends wurde durch humoristische Vortrüge von Awei Komikern aus Gießen und durch Tanzvergnügen ausgefüllt.
-6- Lützellinden, 22. Febr. Die in den letzten Tagen im M a r k w a l d der hiesigen Gemeinde stattgehabte Brennholzverstei
gerung hakte einen ftatfen Besuch auf den umliegenden Orten aufzuweisen. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt. Duchenknüppel 20 bis 21 Mk. je Raummeter, Buchenwellen 15 bis 18 Ml. je 50 Stück. Fichtenknüppel 10 bis 11 Ml., Fichtenscheiter 12 bis 16 Mk., Kiefern
scheiter 13 biS 15 Mk., Kiefernknüppel 9 bis 10 Mk.. Kiesernstöcke 2 bis 3.50 Mk., Fichtenstöcke 2 bis 3 Mk. je Raummeter. Fichtenwellen 11 bis 14 Mk.. Kiefern wellen 11 bis 13 Mk. je 50 Stück.
-t- Atzbach, 22. Febr. Unter starker Beteiligung von Interessenten aus der Umgegend
Der Büdinger Petri-Markt.
< Büdingen, 22. Febr.
Sin Ereignis von größter Bedeutung war für unsere Stadt und eine stundenweite Umgebung der diesjährige P e t r i m a r k t. Don dem Gedanken geleitet, der an den Büdinger Märkten interessierten Bevölkerung zu zeigen, wie groß gerade in früheren Zeiten die Zugkraft und wirtschaftliche Bedeutung eines solchen Marktes war, hatte die Stadtverwaltung in weitschauender Weise weder Mühen noch Kosten gescheut, um in einem großen, treu-historischen Marktzug das auszudrücken, was in diesem Falle lange Erklärungen nicht zu sagen vermögen.
Und in der Tat, den Mühen und Arbeiten des Bürgermeisters H i l d n e r mit allen seinen Räten und Dienern, den zahlreichen Sitzungen, Besprechungen und Erwägungen der Marltkommission, soweit einer besonderen „K o m- Mission f ü r historische Fragen', war ein großer Erfolg beschieden. Eine beängstigende Menschenmenge füllte bereits mehrere Stunden vor dem Umzüge die Straßen und Gäßchen der Stadt, deren Reize und mittelalterliche Schönheiten überall anerkannt werden. Ein gnädiges Geschick hat uns hier auf denkbar kleinstem Raume Werke überliefert, die selbst von berufenen Kennern mit Hochachtung genannt, und anderen deutschen Kostbarkeiten des Mittelalters würdig zur Seite gestellt werden, die man aber gesehen haben muß, wenn hier die Gestalten einer längst entschwundenen Zeit ihren Einzug halten. Und was die heimischen Archive und Sammlungen bezeugen, was den Geschichts- und Trachtenkundigen beim Durchschreiten dieser engen Tore und Gäßchen berührt. was fein geistiges Auge zu sehen vermag und was vielen Ein-, An- und Umwohnern der Stadt zum Teil nicht, zum anderen Teil nur vom Hörensagen bekannt war, das zeigte der vom schönsten Wetter begünstigte
Prachtvolle Marktumzug
am Sonntag, den eine schier unübersehbare Menschenmenge mit Spannung erwartete und die einzelnen Gruppen mit lautern Beifall begrüßte.
Der Zug war in zwei Hauptteile gegliedert, und zwar in einen h i st o r i s ch e n und einen neuzeitlichen Teil. Der h i st o r i s ch e Teil wurde eröffnet durch den Führer mit Fanfarenbläser, Markttrommler und Pfeifer in mittelalterlichen Kostümen. Ihnen folgte — von 4 Pferden gezogen — ein zu einer Ratsstube umgewandelter Wagen mit dem Bürgermeister, 7 Stadträten und dem Stadtschreiber. Die Herren nehmen von der Verleihung des Marktrechtes (1330) Kenntnis und unterhielten sich in öffentlicher Ratssitzung über dieses hochwichtige Ereignis. Die dritte Gruppe zeigte in ebenfalls eindringlicher Form einen Kauffahrteiwagen von Frankfurt a. M. aus der Zeit um 1350. Kaufleute und Landsknechte zu Fuß und zu Pferd, dargestellt vom Kriegervercin. vermochten dem begeisterten Publikum in unvergeßlicher Weise die damaligen unsicheren Zeiten mit allen den Gefahren der Landstraße, wohl aber auch die große Farbenfreude der mittelalterlichen Trachten überzeugend vor Augen zu führen. In der vierten Gruppe hatte der Büdinger Reiterverein durch mehrere seiner echt germanischen Hünengestalten einen Raubrittertrupp verkörpert, der alle Beschauer mit Staunen erfüllte. Ganz in Stahl und Eisen göhüllt, zogen sie hoch zu Roh vor der nachfolgenden Büdinger Schützengilde des 14. Jahrhunderts her: auf diese Weise sinnig die stolze Schönheit des Rittertums neben den mutigen und streitbaren Schützen der Städte verkörpernd. Die Gruppe der Schützen wurde von der Schühengesellschast Büdingen gestellt und ward viel bewundert. Wie ganz anders trat uns da jenes reizvolle Untertor entgegen; wie ganz anders schaute das stolze Mühltor aus. als diese prächtigen Gestalten vorüberzogen. Und gar in der Stadt! Wie ganz anders stimmten da die Erker, die Türme, die Ecken, die Winkel, die alten Bürger- und Handwerkerhäuser, das Rathaus, die Kirche, das Schloß zu dem stimmungsvollen Leben und Treiben der Büdinger Handwerkerzünfte, die in der nächsten Abteilung in mehreren wohlgelungenen Wagen die Reize des Renaissancezeitalters deutlich vor Augen führten. Es würde zu weit führen, alle die einzelnen Gruppen hier eingehend zu beschreiben. Da waren die Steinmehe durch Meister und Gehilfen vertreten, und man bemerkte ihre Kunstfertigkeit an verschiedenen Arbeiten ihres
Berufes. Da waren die Gerber, Schuhmacher und Sattler, die ihren Wagen mit zahlreichen fachkundigen Mitgliedern bemannt hatten, und es war eine Lust, zu schauen, mit welchem Eifer und welcher Einfügungsfreudigkeit alle ihren Aufgaben gerecht wurden. Da waren die Zimmerleute, Wagner und Schreiner rührig und einträchtig beschäftigt. Es wurde gehobelt, gesägt. gestemmt und gehämmert, daß es nur seine Art hatte. Ein zierlicher Holzgiebel mit Richtfeststrouh. Möbelstücke. Räder usw. konnte man schon weithin leuchtend erkennen. Wir nennen weiter die Schlosser und Schmiede, die in einer stimmungsvollen kleinen alten Schmiede- werkstadt mit all den alten schonen Werkstücken, mit all den alten Werkzeugen beschäftigt waren, und das lustige „Ällng-Üang" des Ambosses mischte sich gar lieblich in die fröhlichen Lieder der Gesellen und Lehrlinge. Da waren ferner die Landsknechte auS dem 30jährigen Kriege mit einem echten alten Marketenderwagen, und den Abschluß dieser reizvollen farbenfreudigen Gruppe bildete der „historische" Marketender- Hund, der am „Geschütz" angebunden war. Und so reihte sich Gruppe an Gruppe, Wagen an Wagen. Die 2. Abteilung des historischen Teils zeichnete sich ebenfalls durch große Farbenfreudigfeit auS. Sie wurde eröffnet durch einen Flachsbereitungswagen mit Hechel, Spinnrad, Haspel, Webstuhl ufto.. ein Odilo, in seiner Lebendig eit sehr geeignet, a te Er nreru: g'ri zuv.e et und gewisse, bisher unbeachtete Hausgeräte der Jugend vertraut zu machen. Es folgte eine hübsche Schäferaruppe, welche die einstmals starke Büdinger Wollzucht versinnbildlichte und ein reizvoller Uebergang bildete zu der nachfolgenden entzückenden „Großendörfer Spinnstube". Eine stattliche Schar Spinnerinnen und Spinnstubenburschen, die teilweise zu den Klängen der Ziehharmonika das Tanzbein schwangen, wurde von einem reizenden alten Fachwerkhäuschen mit Strohdach würdig umrahmt. Da waren ferner die Bäcker in einem köstlich duftenden „Knusperhäuschen", die Metzger in stattlicher Zahl mit schön geschmücktem Schlachtvieh, die Winzer und Küfer mit herrlichem Gesang auf prachtvoll- schönem Wagen, die Jugend des Erntedankfestes inmitten eines großen Blüten-, Blumen- und Früchtewagens, ferner ein stimmungsvoller Gauklerwagen und ein Iagdwagen.
Die Reuzeit war vertreten durch die Stadtkapelle. Bürgermeister, Gemeinderat und Marlt- kommission, Radsport, Reiterverein. Feuerwehr, Händlerpferde und eine stattliche Reihe sehr schöner Reklamewagen hiesiger und auswärtiger Firmen.
Auf dem Marktplatz
sprach Bürgermeister Hiltner von der Bedeutung des Tages und de§ Hmzuges. Er bezeichnete diesen Zug als eine Art Generalprobe für den im Jahre 1930, aus Anlaß des 6 00- jährigen Bestehens des Büdinger Marktrechts, geplanten großer Iubiläurns- zua.
Zahlreichen Wünschen entsprecheno, mußte der In allen Teilen wohlgelunge..e und in musterhafter Ordnung verlaufene Zug am Dienstagnachmittag wiederholt werden. Vom herrlichsten Frühlingswetler begünstigt und von einer noch viel größeren Menschenmenge bewundert, ging auch dieser Zug in programmäßigem Verlaufe vorüber.
Es sprachen Bürgermeister H i l d n e r und Lehrer H e u s o h n. Herr H e u s o h n erwähnte in kurzen Strichen die Entwicklungsgeschichte des Büdinger Marktes. Das Marltrecht wird 1330 von Ludwig IV. dem Bayern an Luther zu Vsenburg-Büdingen verliehen. Schon früher bestand im nahen Großendorf ein freier, d. h. ungeschützter Markt, die „Pfarrlirb". Dem Markt- recht von 1330 verdankt Büdingen seine Entwicklung. Der Marit wird von 1390 ab alle Montage abgehalten. 1578 werden weitere Märkte eingeführt. Im Januar und im Herbst wurden große Märkte abgehalten. Rachdern sich der Marktplatz in der Stadt als zu kl«n erwiesen, habe die Stadt unter großen Opfern den neuen Marktplatz erbaut. Der Markt sei nicht für Büdingen allein, es sei ein Markt für Büdingen und Hingebung, wie es auch früher gewesen sei. Der Redner schloß mit einem „Hoch" auf die Stadt Büdingen und den Büdinger Markt, in welches die zahlreichen Marckgäste einstimmten.
Mit dem Markt ist eine Verlos ung verbunden. Die Ziehung findet am heutigen Mittwoch statt.
fand hier gestern die diesjährige Rutzholzver- fteigerung unserer ©emcinöc statt. Es wurden folgende Durchschnittsgebote abgegeben. Eichenstämme 2. Kl. 16 bis 30 Mk.; 3. Kl. 30 bis 35 Mk.; 4. Kl. 35 bis 40 Mk.: 5 Kl. 50 bis 130 Mk.; (für einen Alteichenstamm der 5. Kl. von 1,85 Fm. Inhalt wurde der Preis von rund 360 Mk. erzielt); 6. Kl. 100 bis 130 Mk. je Fest- meter. Eichennutzknüppel (2 Meter lang) 12 biS 15 Mk. je Raummeter, Eichennuhscheit (1,2 Meter lang, Küserholz) wurde mit 17 bis 18 Mk.. Eichennutzknüppel (4 Meter lang) 12 bis 13 Mk. je Raummeter bezahlt.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M.. 22. Febr Gestern nachmittag wurde der 34jährige Weichensteller Wilhelm Prohmann aus Rothenbergen (Kreis Gelnhausen) auf dem Bahngleis beim Bahnhof Frankfurt a. M.-Süd. wo er mit Schraubenanziehen beschäftigt gewesen ist, tot aufgefunben. Er ist wahrscheinlich von dem Schnellzug Frankfurt-München überfahren worden. — In der Bergerstrahe st ü r z t e der Dachdeckermeister T ü r ck e bei Reparaturarbeiten vom Dach und erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf verstarb.
Stirnen, Gpori und Spiel.
Handball (O.T.)
Trotz der nicht immer guten Spielplahanlagen, bedingt durch das anhackende Regenwetier, tonnte der Männer-Turnverein Gießen doch einige Spiele von besonderer Bedeutung aus- tragen. Die rührige und als gut bekannte Iu - gendmannschaft erkämpfte sich am Samstag einen einwandfreien Sieg über die 1. Mannschaft des hiesigen Gymnasiums. Eine für einen Wochentag ziemlich große Zuschauermenge sah dem Spiel, das an wechselnden Momenten nichts zu wünschen übrig lieb, mit großer Span- nung zu. Das Kräfteverhältnis beider Mann- schocken war wohl ziemlich gleich verteilt; das Torverhältnis 6:3 Toren zugunsten der Männer -Turnvereinsjugend ist durch das bessere Zusammenspiel und durch die größere Spielerfahrung zustande ge.ommen. Der neuausgestellten Mannschack der Gymnasiasten muß lobend nachgesagt werden, daß sie sich sehr ritterlich schlug und im Lause des Spieles manchmal zu recht schöner Form auflief, so daß ihr Gegner alles vergeben mußte, um den Sieg sicherzustellen. Anerkennenswert ist auf jeden Fall, daß der Männer-Turnverein seine Mannschaften gegen Schulmannschaften antreten läßt, damit an den Lehranstalten, in denen sehr guies Spielermoterial vorhanden ist, das schöne und körperbildende Kampfspiel, das zweifelohne das Handballspiel ist, in entsprechender Form sich entwickeln kann. Ob jedoch diese Spiele, die doch jederzeit angeseht werden können, auf solch „grundlosem" Spielfelde ausgetragen werden müssen, ist eine andere, sehr offene Frage!
Männcrturnvercin Gictzcn: Turnverein Dillenburg.
Am Sonntag unternahm die 1. und 2. Hand- balletf des Männer-Turnvereins Gießen eine Reise nach Dillenburg, um erstmalig nach den Pflichtspielen gegen eine gutspielende Mannschack außerhalb des Gaues Hef en zu spielen. Der Meisterdes Gaues „Lahn- Dill" war als Gegner in einem Freundschaftsspiel ausersehen. Die Leute von der Dill mußten sich eine 8:2-Riederlage durch die Gießener gefallen lassen. Dieser hohe Sieg entspricht volllommen dem Spielverlauf. Die M.-T.-V.- Mannschast war, trotzdem sie mit zwei Ersatzleuten antreten mußte, recht geschickt und sorgfältig zusammengeslellt und beimpfte ihren Gegner in des Wortes ganzer Bedeutung „in bestechend schöner Manier". Besonders der Tormann und die beiden Läufer zeigten Glanzleistungen. Der 8:2-Sieg ist vollkommen verdient. Dillenburg hat im Vergleich zum letzten Jahre seine Mannschack erheblich verbessert; bei besserem Zusammenspiel darf man in der Elf einen spielstarken Gegner erwarten. Jedoch muh die Mannschaft von dem eigennützigen Spiele, das besonders der Sturm zu pflegen scheint, ab» sehen, denn mit dieser Spielweise werden kaum Erfolge zu buchen sein. Die Bodenverhältnisse des in „schwindelnder" Höhe liegenden Platzes waren sehr gut weniger gut dagegen die Leistungen des Schiedsrichters, dem die Spielregeln noch erheblich zu schaffen machten. Seine Arbeit konnte gar nicht gefallen und benachteiligte beide Parteien. — Während die 1. Mannschack so ganz überzeugend gewinnen konnte, muhte sich die 2. Mannschaft des M.-T.-V. mit einem mü» ^geren 1:1 als unentschiedenem Spiele begnügen. Mehr ausgeglichenes Stärmerspiel ohne fruchtlose Alleingänge hätten der dauernd überlegen spielenden M.-T.-D.-Mannschaft einen sicheren Sieg gebracht.
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Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 21. Februar 1928.
Hess. Hochbauamt Gießen.
_______________Verth.___________2069
MellslMllWz.SMWii
Bei dem am 17. Februar erschienenen Submissionsausschreiben ist bei der Zusammenstellung von LoS ll ein Jrttum unterlaufen. Es muß daselbst heißen:
1 a 1 b 2a 2b Los II: 16,51 62,46 33,78 19,43
= 308 Stück mit 132,18 fm.
Eichelsdorf, den 22. Febr. 1928.
Hessisches Forstamt Eichelsdorf. 2054D


