Es zogen dm Äurschen wohl über den Mein ....
Ho man von (Erica (Brup«-C6rd)tr.
8 Fortsetzung. Nachdruck verboten
Stauben klappte bk Entreetüre zu. Schritte nä- Herren sich auf dem ©engt dem Zimmer. !Rtmb tarn zuruck. Unwillkürlich traten t*ib< «inen cd)ritt auseinander und rostkn sich pi einer offiziellen f)il- tunq auf. Velde waren, ohne daß fk ft verabredet oder ausgesprochen hätten, de» Willent. feinem Menschen von ihrem klrinen Rendezoou» auf dem Balle etwas zu sagen:
JRrinf dachte Metuline. ,.id) lag« Naymond mchtr davon! Danz «eroih. ich recht keinen edruu- frr jage ich dem Kusin Alceste!' Und alt sie sich Kfot mit den beiden Herren wieder am Tisch niederiietz. hfl ein leises, spitzbübisches Lächeln in ihren Äugen. Stn Alcest« einmal düpieren können, der sich so a.-rn als ihr Vormund aufspielte? Bk reizend war Vieser Gedankek
Hat« Fritz Wenger vorhin mit seiner Beobachtung vielleicht doch da» Richtige getrossen. trotzdem er für keinen großen Frauenkenner galt? War Baronesse Melusine wirklich «in „kleiner Racker"?
Wenger stand am Abend des Wohltöligketttfefres oben auf dem groben breiten Podium im grotzcn Konzertsaal de» Sängerhaus«» und sah in den Saal hinab. Er war über seinen Beobachtung,- Posten irm so froher, als man hier oben mit fjilk non allerlei hübschen Dekorationen «'n ländliche» Di.'tthous mit gartenähnlichem Hintergrund erbaut hatte und es nichts Absonderliches war. wenn ein Komiteemilglied von hier den Ein« druck des Ganzen prüfte.
E» war zwischen neun und zehn Uhr. Die Sale füllten sich Man hatte das ganze Obergeschoß des großen. zu Gesellschastszwecken erbauten Hauses in Anspruch genommen Bon recht» und links durch die Saaleingange unter den Emporen drängten die Besucher herein. Das Bild war schier erdrückend in seiner farbenprächtigen Buntheit Immer schwerer wurde ,» ihm. die einzelnen zu meistern. Seine
geheime Ungeduld wuchs. Sie wurde zu efaer ihm selbst ungewohnten Rervosität, als einer aus der «ruppe der elsässischen Künstler, der da» äußere Arrangement des Festes übernommen hatte, auf Wenger zu trat und meinte- „Bat meinst. Fritz, «t geht auf halb -fhn? Ich arrangiere jetzt im Rebensaal den Zug! Eine richtige Introduktwn muh sem. Nachher verslattert alles —"
Er brach ab. da Wenger piotzlch einen halb unterdrückten Rus der Freude ausstieß „Da kommt endlich meine Mehtimaid! Eugtne. stell nur den 3ug jetzt auf Ich komm im Moment mit der Baronefse v. Welzin auch In den Rebensaal!'
Melusine ging am Arm ihre» Bruder» Gan; genau wußte sie, daß Alceste dadurch gekrankt war. Aber wenn sie letzt seinen Arme nahm und sich in das Fest einführen ließ, fürchtet« fk, er würde sie gar zu sehr mit Beschlag beleben! Sie aber hatte gleich beim (Eintritt m die Sale die köstliche Ungezwungenheit de» beginnenden Feste» erkannt! Wie wohltuend würde e» sich da unter dieser Flagge für einen lebensdurstigen Menschen dahinsegeln lassen.
Ganz in der Röhe der Haupteingangstür ent- deckte sie plöhjid) die hohe schlanke Gestalt von Dietwari v vcholzer. Ihr Herz tat unwillkürlich ein paar schnelle schlage. Auch er sah sie im selben Moment, vielleicht um einige Sekunden eher. Denn sein Platz war ebensall» ein wahrer Beobachtungsposten und ermöglichte eine gute Kontrolle der Eintrrienden. Wie famo» stand ihm da» Ko- stüm al» Piqueur!
Gerade al» Dietwari sich anschickte, nach einer furzen Verbeugung auf die Geschwister und den jungen Baron Alceste zuzukommen. trat Fritz Wenger unmittelbar von einer andern Seite heran. In weiblicher List die Situation sofort überblickend, blieb ihr just nach Zeit, Dietwari unter einem kleinen Augenblinzeln und Grüßen mit einem Augenausschlag zu bedeuten: er möge sich noch eine kleine Zeit gedulden, da sie noch andere Rücksichten zu nehmen habe. Und Dietwari war so klug, ihr zu folgen, sich zurückzuhallen, wieder hinter einigen neueintrelenden Paaren zu verschwinden und zu warten, bi» er Gelegenheit bekam, mit Melusin« zu tanzen und sich allein mit ihr unlechalten Vi kennen. Tenn unwillkürlich empfand er die
Gegenwari bet jungen Baron Alceste. den er jetzt neben feiner Kusine sah. al» einen ihm selbst wenig günstigen, unwohlwollenben Faktor.
Für Fritz Wenger aber versank Augenblicke lang der ganze Saal ringsum mtt all den Hunder ten von teil» fremden, teil» bekannten Leuten. Seine Augen ruhten auf Melusine Ich hab gleich gedenkt, baß e» em schone» Kostüm ist Ader, daß e» dir so steht, das hält' ich doch nicht gebentt!”
E, waren, dem Eharakter des Feste» entsprechend. noch sehr piek junge (Elfäffer Bauernmöbel im Saal aber falt alle truaen die charakteristische schwor,seidene große Schlupfkappe. Die Tracht der wohlhabenden jungen Bauerntochter au» dem Ha- nauer Land aber besaß fine Schlaufkappe au» schwerstem, handbreitem elfenbeinfarbenen Seiden- band mit eingewirkten Rosen, die über ihrem reichen dunkelblonden Haar wiriungsvoll ragte. Heber den weiten, um die Hüften in dichte Falten sich schließenden psirsichroten Rock mit drei schwarzen Samtbändern fi«l die gradlinige schwarz« Seidenschürze. Die zarten Formen der Achtzehnjährigen atmeten unter dem weißen Hemd aus feinstem Batist und dem kleinen viereckigen „Bor- steck", mit Füttern au» Samt bestickt. Ein helle», weiche» Tuch au» feinster Wolle mit Blumen- muster und kleinen Fransen legte sich um die Schultern vorn bi» zum Eamtmieder herab.
Sie wirkte jugendfrisch und natürlich. Reben ihr Alceste stach ein wenig in» Blasierte. (Er trug em Harlekinkostüm nach französischem Genre, halte sich die Augenbrauen grotesk nachziehen [affen und als Krönung über der weil und rund sich spreizenden Tüllhalskrause eine weiße Perücke übergezogen, an der oben ein Haarbüschel sich ebenso grotesk steil In die Höhe reckte
Raymond hatte wieder den Mittelweg gewählt. Er kam als Rokokoherr. Er konnte dabei ebenfo- gut aus dem Ahnenbild irgendeines der französischen Rokokoschlößchen geschnitten, wie al» junger Hofrat vielleicht durch die Straßen de» einst so geruhsamen, geistig hochbedeutenden Weimar ge- schritten sein.
„3ft dir's recht, Melusine, so gehen wir gleich in den Rebensaal? Man arrangiert schon den Meßii- 3ug." Dabei bot Fritz Wenger der Baronesse den Arm und führte sie, nachdem er ihrem Bruder und
Alceste rwd) zuyemckt. eilig txmon — Ihre Gedanken hafteten noch bei Dietwari. — Aber sie versuchte zu scherzen.
JDu müssen wir uns tummeln, gelt. Fritz? Ein Meßtizug ohne Meßtimaid? Was wär da»? Ich bin doch die Hauptperson!"
„3a, du bist die Hauptperson', gab er lachend zu. und tr wagte es, ihren Arm in dem seinen ein ganz Nein wenig an sich zu drucken, indem er im Men hinzu fügte „Für mich bist du beut ganz gewiß die Hauptperson!'
Alceste stand noch einige Augenblicke gelang- weilt neben seinem Setter Er bemerkte, wie einige junge Jxrren. bk deutschen Typus hatten. $u Raymond au» Heiner. Entfernung grüßten und von ihm wieder gegrüßt wurden. Ja, Ravmond winkle einem, er wurde gleich zu ihm herankorn- mee. Run gut! Wenn der Setter auch hier im deutschen Fahrwal'er segeln wollte, dann zog Al- ceste e» vor, den junaen Damen hier den Hof zu machen' E» waren |a in der Hauptsache heute junge Mädchen au» gut elsässischen Kreisen hier, au» Familien, in denen man zu Hause immer da» Französische al» Umgangsform pflegte.
Plötzlich fühlte er einen leichten Schlag auf seiner Schulter. Er fuhr herum. Ein weiblicher, voll- ständig vermummter Domino stand halb hinter ihm. (Eine schwarte Seidenmaske, die entgegen oder sonstigen weiblichen Eitelkeit sogar auch da» Kinn verdeckte, ließ nur ein paar schwarz« Augen hervorfunkeln. E» war ihm nicht sehr behaglich zumute. Obgleich der Faschingszeit entsprechend auch für dieses Fest heute Maskenfreiheit erlaubt war. bewegte sich Der überwiegende Teil der Besucher in Kostümen ohne Maske Rur ein Teil trug kleine schwarte Samtlarven, die ebenso pikant wie kleidsam wirkten. Aber rin« ganze Gesicht»- maske? Und obendrein eine Dame dahinter — der Stimme nach — vermuten müssen?
..Du scheinst dich zu langweilen, mein Lieber!" redete die Maske Alceste auf französisch an. Da» war ihm einigermaßen angenehm Dann war » doch wenigsten» jemand aus seinen Regionen! (Er ant- modele, ob sie sich angelegen fein lassen wollte, ihn deswegen zu unterhalten.
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