Ausgabe 
3.5.1926
 
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fein. Infolge der geringen Beteiligung ließ man den ßauf über 5000 Meter gänzlich fallen und führte Sur die Läufe über 2500 und 1500 Meter durch. Die rgebnisse:

2500 Meter: Sieger: Albert Würtz, Tv. Krof­dorf in 9,53 Min.

1500 Meter: Sieger: Ernst R i n n, Tv. Krofdorf in 5,32 Min, 2. Heinrich Mosbach, Mtv. Gießen in 5,32' Min, 3. Adolf Pau sch, Tv. Krofdorf, 4. Richard Bender und Albert R e e h, beide Tv. Krofdorf, 5. Karl Artz, Tv. Großen-Linden, 6. Ernst Klingelmeier, Mtv. Gießen.

Turngau Hessen, 5. Bezirk. Ausscheidung der Sommerspiele. Bezirksmeisterschaft im Faustball.

bpw.Friedberg. 2. Mai. Unter Leitung von Dezirksspielwart Walter Trapp- Friedberg fanden heute auf der Seewiese die Ausscheidungs- kämpfe in den Sonnnerspielen statt. In Schlag- und Trommelball hatten sich keine Mannschaften gemeldet, so daß nur der Faustball zu seinem Recht kam. Die Wettbewerbe in diesem alten Turnerspiele waren für unseren Bezirk diesmal von besonderer Bedeutung, weil auf Beschluß des Gauspielausschusses zwei Mannschaften des Be­zirkes zu den Gauendspielen zugelassen werden dürfen, falls die Tgm. Friedberg, die wieder­holt Gaumeister war. wieder Bezirksmeister wurde. Trotz dieser wichtigen Bestimmung, die manchem Bezirksverein günstige Chancen eröff­neten. war die Beteiligung an den Faustball­spielen nur gering. Man bedauerte vor allem das Fehlen von T.- und Spv. Butzbach, zumal dieser mit drei Mannschaften schon außerhalb des Bezirks Freundschaftsspiele in Faustball aus- getragen hat. Auch die früher immer gute Mann­schaft des Tv. Lang-Göns war leider nicht anwesend. Cs stellten sich dem Bezirksspielwart nur die Mannschaften in der Faustball- Mei st er kl ässe: Tgm. Friedberg I (zur Zeit Gaumeister), Tv. 1860 Bad-Rauheim, Tv. H o l z- heim. _

Im ersten Treffen stellte sich Tv. 18o0 Bad- Rauheim dem Tv Holzheim. Es entwickelte sich sofort ein schönes Spiel, in dem Bad-Raicheim, durch Wind begünstigt, bis zur Halbzeit 9 Plus- Punkte für sich werten konnte. Rach Seitenwechsel änderte sich das Bild: Holzheim holte Puntt für Punkt auf und gewann knapp mit einem Punkt Bor­sprung infolge schlechten Angebens des Bad-Rau- Heimer Mittelspielers.

Als nächste Gegner betraten Tgm. Friedberg imb Turnverein Holzheim das S^iel;eld.^ Fried­berg zeigte eine überragende Wettkampferfahrung und konnte schon in der Halbheit ein äußerst gün­stiges Ergebnis erzielen. In der zweiten Spielzeit zog Holzheim anfangs ziemlich bei, mußte sich jedoch einem überlegenen Endsport Friedbergs beugen. Holzheim verlor mit 19 Punkten.

Das dritte Spiel führte die Mannschaften von Tgm. Friedberg und Tv. 1860 Bad-Rau- heim zusammen. Friedberg hatte hier leichte Arbeit, zumal Bad-Rauheim durch eine unglück­liche Umstellung das Spiel von vornherein aus der Hand gab. Friedberg führte schon bis zur Pause mit gewaltigem Borsprung und stellte das Schlußergebnis mit 32 Pluspunkten zu seinen Gunsten.

Ein schönes Prvpagandaspiel zwischen Tgm. Friedberg I und Tgm. Friedberg H schloß sich mit dem Ergebnis 39:29 außer Wettbewerb an. Die zweite Friedberger Mannschaft ist ohne Spiel auch Dezirksmeister.

Durch diese Spiele hat die Tgm.Fried-- berg sich den Bezirksmeistertitel wie­der überlegen errungen; sie wird auch in den Gauspielen, ihren heute gezeigten Leistungen nach zu urteilen, der aussichtsreichste Anwärter auf die Gaumeisterschaft, zumindest aber ein beach­tenswerter Gegner der Meister in den anderen Bezirken sein. Tv. Holzheim wird als 2. Gauverein (laut oben angeführten Gau­beschlusses) an den Gauspielen, die am 30. Mai voraussichtlich in Gießen ausgetragen wer­den, beteiligt sein. Die Ergebnisse sind:

Hieraus ergibt sich folgender Tabellenstand: Tv. 1860 Bad-RaicheimTv. Holzheim 42:43. Tgm. Friedberg 1 Tv. Holzheim 50:31.

Tgm. Friedberg lTv. 1860 Dad-Räuheim 56:24.

Tgm. Friedberg: 2 Spiele gewonnen: 4 Punkte.

Tv. Holzheim: 1 Spiel gewonnen. 1 Spiel verloren: 2 Punkte.

Tv. 1860 Bad-Rauheim: 2 Spiele verloren: 0 Punkte.

Volkstümliche Weltkämpfe der D. T. in Frankfurt.

Erfolge des Tnrngaus Hessen.

gpw. Die für den M i t t e l r h e i n k r e i s der D. T. offenen oolkstümlichen Wettkämpfe der Turn- gemeinde Rödelheim brachten den aus dem lurngau Hessen beteiligten Vereinen (Mtv. Gießen und Tv. 1860 Bad-Rauheim) fol­gende Erfolge:

Turner über 18 Jahre (Anfänger):

Schleuderballwerfen (15 Teilnehmer): 3. Sieg: R. Wiener, To. 1860 Bad-Rauheim, 44,20 Meter

Unterstufe:

hochsprung: 3. Sieg: h. Meyer, Mtv. Gie­ßen, 1,57 Meter.

Dreikampf (100 Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, 20 Teilnehmer): 2. Sieg: W. Leh­mann, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 50 P.; 10. R. Wiener. Tv. 1860 Bad-Rauheim, 42 P.

Offen für alle:

200-Meter-Lauf. 3. Sieg: S. Baumblatt, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 24,6 Sek.

8 0 0- Meter-Lauf: 1. Sieg: K. May, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2:12,4 Min.

1500-Meter-Lauf. 2. Sieg: K. May, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 5:53.

Kugel stoßen, 71 Kilo: 3. Sieg: W. Leh­mann, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 10,17 Meter.

Kugelstoßen, 33Pfund: 3. Sieg: W. Leh­mann, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 6,96 Meter.

800 - Meter - Einladungslauf: 3. W. Kaiser, Tv. 1860 Bad-Rauheim,

Turnerinnen, offen:

5 0 - M e t e r - L a u f: 3. Sieg: Tilli Espach, Mtv. Gießen, 7,4 Sek.

Kugelstoßen, 5 Kilo. 1. Sieg: Anna Mäk­ler, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 7,80 Meter.

Weit fprung: 1. Sieg: Tilli Espach, Mtv. Gießen, 4,23 Meter.

Dreikamps: 1. Anna Mörler, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 47 P., 3. T. Espach, Mtv. Gießen, 45 P., 4. Minna Stoll, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 42 P.

Jugendturner unter 18 Jahren.

Kugelstoßen, 5 Kilo, mit Anlauf, 13 Teil­nehmer): 2. Willi Roth, To. 1860 Bad-Rauheim, 12,40 Meter.

Dreikampf (100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, 34 Teilnehmer): 8. Sieg: K. Raab, To. 1860 Bad-Rauheim und h. Bierwirth, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 46 P., 12. W. Roth, To. 1860 Bad- Rauheim, 42 P.

10 00-Meter-Lauf (18 Teilnehmer): 1. W. Kaiser, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2:56,4 Min.

Hockey.

Der Hockey-Länderkampf Deutschland - Oesterreich

am gestrigen Sonntag in Berlin endete mit einem hohen 8:1-(3:1)--Siege der deutschen Länder-Els, die hier Gelegenheit hatte, ihre hohe Klasse auch im Ergebnis zu beweisen. Das ein­zige Tor der Oesterreicher fiel in der 6. Minute nach Beginn aus einer Strafecke.

Radsport.

Der Gau 73 Lahn B. D. R. eröffnete gestern feine diesjährige Sportsaison mit einer Gauwanderfahrt nach Wetzlar. Morgens 10 Uhr sammelten sich auf Oswaldsgarten in Gießen die Teilnehmer von Gießen und Tlmgegend (etwa 400 Radler), um geschlossen nach Wetzlar zu fahren. Dort vereinigte man sich auf dem Dom- platze mit den Radsportlern von Weilburg, Mar­burg, Alsfeld, Dillenburg, Wetzlar ufto., um unter Führung von Wetzlarer Äameraöen den Dom. das Lottehaus, das Museum usw. zu be­sichtigen. Rachmittags vereinigte man sich im Schühengarten zu einem geselligen Beisammeir- sein.

Rennen im Reiche.

Das Goldene Rad von Berlin- Treptow (Einstunden-Dauerrennen) gewann S a w a l l mit 63,620 Km. vor dem Franzosen Miquel, Krupkat, Dederichs und Lewanow. Im 25-Km.-Rennen siegte Krupkat vor Lewanow. Sawall hatte Reifenschaden.

Bei den Breslauer Radrennen zeigte sich Wittig seinen Gegnern weit über­legen und konnte sowohl die 60 als auch 30 Km. gewinnen, das erste Rennen vor Weih und Schubert, das zweite vor Feja und Weih.

Boxen.

Samson-Körner schlägt Haymann.

Berlin, 1. Mai. (TTl.) 3m Ausscheidungs­kampf um die deutsche Sch wergewichts-- Meisterschaft, dem Hauptkampf des gestrigen Kampfabends im Berliner Sportpalast, gewann in einem erbitterten Zehn-Runden-Gefecht der frühere Meister Paul Samson-Körner gegen H a y m a n n ° Münchin. Das Punkt Richterurteil lautet: Sieger nach Punkten einstimmig Samson- Körner.

Breitensträter schlägt Debest k. o.

Der frühere deutsche Schwergewichtsmeister Hans Breitensträter bestritt seinen ersten Kampf nach seiner Wiederherstellung von dem nervösen Zusammenbruch am Freitagabend in Hamburg gegen den Holländer De b e st. Wäh­rend Breitensträter nur 154 Pfund wog, brachte der Holländer nicht weniger als 188, weigerte sich aber, mit vier pln^enhandschuhen zu kämpfen, so daß sechs plnzenyandschuhe gebraucht wurden. Aeußerst überraschend, ebenso bejubelt, nahm der Kamps bereits nach etwa zwei Minuten dadurch sein Ende, dah Breitensträter seiner Gegner k. o. schlug.

Schwimmen.

Vorn Training des Schwimmers.

Der Winter bedeutet für den Schwimmer eine Ruhepause, und zwar naturgemäß eine vollkom­mene in den Orten ohne Winterbad. Wo einsichtige und weitblickende Stadtväter für die Erbauung einer Schwimmhalle gesorgt haben, tritt eine Ruhezeit nur insofern ein, als sich der Schwimmer einige Monate von der Beteiligung an Wettkämpfen fern­hält. Keineswegs bleibt er in dieser Zeit sportlich untätig.

Der sportliche Leiter ist sich dessen bewußt, daß er in seinen Uebungsstunden den Hauptwert auf die Herausbildung und Erhaltung eines möglichst reinen Stils zu legen hat, um damit die Schnelligkeit der ihm anvertrauten Schwimmer ganz von selbst zu er­höhen. Dazu bietet ihm das klare Wasser des Hallenbades die beste Gelegenheit. Er kann hier im Gegensatz zu dem oft trüben Flußwasser die unter Wasser auszuführenden Arm- und Beinbewegungen genau beobachten und korrigieren. Gerade für die Anfänger kommt es durchaus nicht darauf an, von vornherein möglichst schnell zu schwimmen, sondern gerade hier werden recht oft Schwimmübungen nur mit den Armen und nur mit den Beinen am Platze fein, wobei der einzelne vielfach selbst seine Fehler merkt. Es werden dadurch große Anforderungen an die Geduld des Schwimmers gestellt, der meist erst nach jahrelangem, ernsthaftem Training eine befrie­digende Höhe erreicht, die ihn befähigt, größere Konkurrenzen zu bestreiten. Weiterhin wird aber dadurch eine reine Muskelausbildung, wie man sie bei manchen anderen Gebieten der Leibesübungen findet, vermieden und die viel wichtigere Kräftigung von Herz und Lunge bezweckt und in vollem Maße erreicht, zumal Strecken unter 100 Meter nach Mög­lichkeit ausgefchaltet werden.

In gewissen Zeitabschnitten wird man in den Uebungsstunden dem Kampfgeist der Jugend durch die Austragung von Staffeln gerecht werden und auch etwa zwei- bis dreimal während des Winters und Frühjahrs die erzielten Zeiten feftfteüen. Im übrigen gehört die Stoppuhr nicht in die Uebungs- ftunben. Denn oft verdirbt das zu häufigenach Zeit schwimmen" ebenso wie manchmal der Wett­kampf den Stil und bewirkt damit eine Verschlech­terung, ganz abgesehen davon, daß dadurch eine all­gemeine Ucberanftrengung heroorgerusen werden kann. Start und Wendeübungen ergänzen das Win- tertralning. Die ersteren müssen überhaupt immer, ab und zu auch nach Kommando, geübt werden. Richt umsonst wurde das Wort geprägt:Am guten Startsprung erkennt man den fleißigen Schwimmer." Doch all dies genügt noch nicht, den einzelnen dahin zu bringen, daß er sein Bestes zu leisten im­stande ist. Hierzu ist das systematische Betreiben von ergänzenden Leibesübungen notwendig. Keiner un­serer hervorragendsten Sportsleute wird feine Lei­stungen einem nur einseitigen Training auf seinem Spezialgebiet zu verdanken haben, sondern erst durch Treiben von Rebensport das Höchstmaß seines Könnens erreicht haben. Dies gilt mit in erster Linie für den Schwimmer, dem leichtathletische Hebungen, sowie Gymnastik und Boxen die beste Gewähr für eine vollendete Durchbildung feines Körpers geben.

Aus oll diesen Gesichtspunkten hat der Deutsche Schwimmverband für die Monate Dezember, Ja­nuar und Februar die Abhaltung von Wettkämpfen von kleineren Veranstaltungen abgesehen ver­boten. So wird erreicht, daß der deutsche Schwim­mer wohlgerüstet in die großen Kämpfe des Som­mers geht, die ihm Geist und Körper fürs Leben stählen. K.

Wirtschaft.

* Konkurse im April. Die Kurve der Kon­kursstatistik verläuft nun schon seit Monaten in stark absteigender Linie. Auch der April, bei dem aller­dings die geringere Zahl von Arbeitstagen (wegen des' Osterfestes) zu berücksichtigen ist, zeigt wieder eine auffallende Besserung. Es sind nach einer Zu­sammenstellung der FinanzzeitschriftDie Bank" im April 1288 Konkurse eröffnet worden gegen 1893 im März, 2016;im Februar und 2104 im Januar. Man­gels Masse abgewiesen wurden 144 (März 164) Kon­kursanträge. Auch die Geschäftsaufsichten zeigen einen starken Rückgang von 1488 auf 918.

* D i e Kalianleihe begeben. Die Begebung des zweiten Teiles der Anleihe des deutschen Kalisyndikats ist an die Schröderbank in London erfolgt. Der Begebungskurs der mit 300 Millionen Mark vorgesehenen Gesamtanleihe stellt sich auf 97 Prozent, ist also wesentlich günstiger als der der acht Millionen Pfund Sterling betragenden ersten Tranche, die mit 94,5 Prozent übernommen wurde. Der Gesamt­betrag der 2. Emission ist auf 5 Millionen Pfund Sterling festgesetzt, von denen 3 Millionen Pfund in England, 1 Million in der Schweiz und 1 Million Pfund in Holland zur Zeichnung auf­gelegt werden.

* Friedrich Krupp A. - G., Essen. Aus wirtschaftlichen Gründen werden die Grau­gießerei I und II zusammengelegt. Die jetzige Belegschaft von 400 Mann wird um etwa 100 Mann verkleinert. Infolge des unzureichenden Beschäftigungsgrades der Produktiobetriebe sind auch die Hilfsbetriebe weniger in Anspruch ge­nommen. Die Firma sieht sich deshalb gezwun­gen, von der Belegschaft dieser Betriebe (2400 Mann) etwa 150 Mann zu entlassen. Die Be­schäftigung der Werkstätten für den Dau von Motorfahrzeugen und Registrierkassen hat sich in letzter Zeit wesentlich gebessert, so dah die Zahl der Arbeitsstunden erhöht werden kann.

* Eine Auslandanleihe der Zell­st ofsabrik Waldhof, Mannheim. Wie erst jetzt aus dem Geschäftsbericht bekannt wird, hat die Gesellschaft in den letzten Tagen des Jahres 1925 durch Vermittlung dec Direktion der Disconto-Gesellschaft, Berlin, in Verbindung mit der Firma Helbert, Wagg & Co., Limited, London, ein langfristiges, hypothekarisch gesicher­tes Darlehen in England ausgenommen. Es be­trägt zunächst nom. 750 000 Pfund mit der Mög­lichkeit der Erhöhung auf 1 000 000 Pfund. Cs ist mit 6,5 Prozent verzinslich und vom Jahre 1927 ab bis 1. Januar 1946 in jährlichen Raten zurück'.uzahlen. Vom 1. Januar 1933 steht der Gesellschaft das Recht zu, den Rest zurückzu­zahlen.

BerMrer Börse.

Berlin, 3. Mai. Die nach dem Tendenzum- schwung am Samstag und dem festen heutigen Vor­mittagsgeschäft erwartete Hausse blieb bei Beginn aus. Obwohl bei Börseneröffnung namhafte Kauf- orbers vorgelegen haben, gestalteten sich die ersten Notierungen nicht einheitlich, waren aber vorwie­gend 1 Prozent höher. Durch den neuen schar­fen Rückgang der westlichen Franken­valuten wurde ein beunruhigendes Moment in den Markt getragen. Paris gab gegen London auf 148,50 und Brüssel auf 147 nach und erreichten da­mit neue Rekord-Tiefkurfe. Auch das englische Pfund war rückgängig und senkte sich gegen Kabel auf 4,85J. Die Hoffnungen, daß der englische Bergarbeiterstreik den Absatz der deutschen Zechen beleben würde, sind dadurch teilweise wieder ge­schwunden, daß die Möglichkeit einer Sympa­thieerklärung der deutschen Berg­arbeiter besteht, die mit einem solchen Schritt die Ausnutzung der vorübergehenden Konjunktur verhindern würden. Kohlenaktieii setzten daher die Aufwärtsbewegung nur vereinzelt fort. Am Geld­markt ist die Lage etwas leichter geworden. Ta­gesgeld hörte man mit 5 bis 6,5 Prozent.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Tendenz: Fest. Die Börse eröffnete nach dem glatten Verlaufe des Ultimos und der eingetretenen Erleichterung am Geldmarkt in f e ft e r Haltung. Die am Schlüsse der vergangenen Woche eingetretene f e st e r e Grundtendenz für Chemie-, Elektro- und Montanwerte setzte sich auch heute fort, allerdings bei geringen Umsätzen. Die Meldungen über den englischen Bergarbeiterstreik, der sich be­sonders für Montanaktien auswirken dürfte, wur­den weiter mit Interesse verfolgt, doch werden keine allzu großen Hoffnungen an eine Bele­bung der deutschen Kohlenausfuhr ge­knüpft. Am Montanmarkt konnte Phönix um 2 Pro­zent anziehen; die übrigen Werte hatten leichte Besserungen zu verzeichnen. Von Chemiewer­ten gingen I. G. Farbenindustrie um 2 Prozent höher. Bei E l e k t r o a k t e i n standen Siemens & Halske mit einer Steigerung von 1,75 Prozent an der Spitze. Schiffahrtsaktien lagen da­gegen unverändert und Bankaktien gingen teil­weise sogar eine Kleinigkeit zurück. Die variablen Werte hatten leichte Kursbesserungen zu ver­zeichnen. Von A u t o a 11 i e n hatten Neckarsulmer und Kleyer einen Gewinn von je 1 Prozent auf- zuweisen. Am heimischen Anleihemarkt gingen die Notierungen vereinzelt leicht in die Höhe. Im Freiverkehr hörte man: Beckerstahl 35,25, Growag 58, Ufa 51.75, Ufra 77 Prozent. Im wei­teren Verlause machten sich Abgaben bemerkbar, das Geschäft wurde ruhiger und die Kurse konnten sich nicht voll behaupten. Am Geldmarkt hat die Anspannung etwas nachgelassen. Man nannte Mo­natsgeld mit 54 bis 64 Prozent je Adresse. Im D e - visenverkehr verursachte der englische Berg­arbeiterstreik ein weiteres Nachgeben der Kurse auf 4,86 gegen Kabel. Auch Paris und Brüssel lagen erneut schwächer mit 148,35 bzw. 144 gegen London.

unkfnr'; v ' ? rr dcbörsc.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer, 30,25 bis 30,50 Mk.; Roggen, inländischer, 19,75 bis 20; Sommergerste für Brauzwecke 22,75 bis 24,75; Hafer.inländischer, 23 bis 24; Mais (gelb) 18,50 bis 18,75; Weizen­mehl, inländisches (Spezial 0) 42,25 bis 43; Roggen­mehl 29 bis 29,25; Weizenkleie 9,75; Roggenkleie 11,25; Erbsen 26 bis 34; Linsen 40 bis 70; Heu, süddeutsches, gut, trocken 9; Weizen- und Roggen- stroh 6 bis 6,50; Treber, getrocknet, 16 bis 16,25 Mark. Tendenz: stetig.

Frankfurter Schlachtviehinarkt.

Frankfurt o. M. 3. Mai. Auftrieb: 1379 Rinder (darunter 433 Ochsen, 59 Bullen, 887 Färsen und Kühe, 462 Kälber, 117 Schafe, 3446 Schweine. Rinder (Ochsen): Vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 53 bis 58 Mark, junge, fleischige, nicht ausgemästete 45 bis 52, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 44; (Bullen): Vollfleischige aus- gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 52, vollfleischige jüngere 40 bis 47; (Färsen und Kühe): Vollfleischige ausgemästete Färsen höch­sten Schlachtwerts 52 bis 57, vollfleischige aus- gemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 40 bis 45; wenig gut entwickelte Färsen 43 bis 51, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 42, mäßig ge­nährte Kühe und Färsen 28 bis 42, gering ge­nährte Kühe und Färsen 15 bis 27. Kalbe r: Feinste Mastkälber 70 bis 75, mittlere Mast­rind beste Saugkälber 61 bis 69, geringere Mast­rind gute Saugkälber 52 bis 60, geringe Saug­kälber 40 bis 50. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 44, mäßig genährte Hümmel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 30. Schweine: Voltfleischige von 80 bis 100 Kilo­gramm 74 bis 76, unter 80 Kilogramm 67 bis 73. von 100 bis 120 Kilogramm 73 bis 76, von 120 bis 150 Kilogramm 73 bis 76, Fettschweine über 150 Kilogramm 73 bis 75, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 70 Mk. Markt­verkauf: Langsamer Handel -in^ilken Vieh­gattungen, nur bei Schweinen etwas Tleberstand.

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Frankfurt a.M.

Berlin

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Kurs

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Datum:

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5% Deutsche Rcichsanleihe 4% Deutsche Rcichsanleihe 3/a0/o Deutsche Rcichsanleihe 3% Deutsche Rcichsanleihe Deutsche Svarprümicnanleihe 4°/0 Preußische Komols 4% Hessen 3Va% Hessen 3°/o Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto- Doll-Schav-Anweiing.*)

4°/0 BoHtärfen........

5% Goldmexikaner . . . Berliner Handelsgesellschaft Lommerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Rationalbanf Tcutichc Bank. . Deutsche Vereinsbank .... Disconlo Commandit Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. Oesterreichische Creditanstall Weltbank Bochumer Gaß ...... Buder.iS Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. Harpencr Bergbau.....

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahüttc Oberbedarf Phönix Bergbau ..... Ryeinstahl ... . .' Ricbeck Montan......

Tcllus Bergbau .... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann .....

Anglo-Cont-Guano . . . . Chemische Mayer Alapin . . ft. & Zarbcnindustric, A.-G. Goldschmidt Holzverkohlung Rütgcrswerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .........

Mamkraftwerke ....... Schlickert Siemens 4 Halske .....

Adlerwerke Kiener ..... Daimler Motoren. ..... Heyligcnstaedt........ Mcguin...........

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen . . Ztouservenfabrik Braun . . Mctallgcselvckaft Frankfurt. Per. Union A.-G. . . . . .

Schuhfabrik Herz Sichel . Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

0.405

0.4037

0,4025

0,400

0.385

0.3825

0,480

0.4725

0,477

0,2425

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0,410

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-

12,25

-

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108

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38.15

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79,12

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94

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54,75

24

40.5

109

85,5

85.8?

-

-

-

36,5

4,5

128

51

-

60

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

1 Mai.

3. Mai.

Amtliche Roti rung

Amtliche Notierung

Keld

Bricr

C3elb

Brief

Ainil.-Uioii

168.69

169,11

168,64

169,06

Buen-AireS

1,684

1,688

1.683

1,687

Btts.-Antw.

14,235

14,275

13,79

13,83

Christiania.

91,17

91,39

91,44

91,66

lioprnhagen

109,79

110,07

109,76

110,04

Stockholm .

112,33

112,61

112,33

112,61

Helstngfors.

10,55

10,59

10,55

10,59

Italic» . .

16,855

16,895

16,805

16,845

London. .

20,392

20,44-1

20,374

20,424

Neuvork . .

4,195

4,205

4,195

4,205

Poris - - .

13,85

13,89

13,735

13.775

Schwei; .

81,11

81,33

81,14

81,34

Svanicn -

60.45

60,61

60,36

60,52

Japan . . .

1,977

1.981

1,976

1.980

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0,604

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Wien in D -

Ceft. abgesl

59,23

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Prag ....

12,417

12,457

12,416

12,456

Belgrad . .

7,397

7,417

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Budapest - -

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5,865

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Bulgarien

.,,045

3,055

3,045

3,055

Lissabon

A. 425

21,475

21,425

21.475

Danzig -

80,87

81.07

80,83

81.03

Konstantin.

2,185

2,195

2,185

2,195

Athen

5,24

5,26

5,24

5,26

Kanada. .

4,195

4,205

4.19

4,20

Unifluai)

4.325

4,335

4,325

4.335

Banknoten.

Berlin. 1 Mai

Geld

Brief

Amerikanische Note, .....

Belgische Noten .

Dänische Noten .......

Englische Noten .......

4,186

14,15

109,51

20,365

4,206

14,23

110,05

20.46>

Fränzöstsche Noten ......

Holländische Noten ......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr., äioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

Schweizer Noten......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ...

13,93

168,28

16,89

90,92

59,15

112,02

80,92

60,40

12,395

5,85

13,99

169,14

16,97

91,38

59,45

112,58

81,32

60,70

12,455

5,89

Wettervoraussage.

Meist wolkig, Äwas wärmeres Wetter bei zeitweise verstärkter Luftbewegung und Reigung zu leichten Regenfällen.

Hk. 10

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