Ausgabe 
3.2.1926
 
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Wasserwerk Lauter angeschlossenen Gemeinden. Das Wesentlichste dieser Berichte ist folgendes: Die Ge- ineinden sollen versuchen, mit den ihnen zustehenden Wassermengen auszukommen: allen unnötigen Wasserverbrauch zu verbieten, insbesondere die Be° Nutzung sog. Wasserstrahlpumpen. Es wird vorge­schlagen, die Gemeinde möge Wassermesser einbauen lassen, denn dadurch wäre sie in der Lage, den "Wasserverbrauch jedes einzelnen Betriebes zu kon­trollieren. Der Gcmeinderat erkennt an, daß diese Vorschläge sich in die Tat umsetzen ließen, aber hier am Ort wird man damit wenig Erfolg haben, und zwar deshalb, weil 123 Kubikmeter Wasser pro Tag für unsere Gemeinde im Sommer nicht ausreichen, und wenn wenig Wasser vorhanden ist, werden wir wohl kaum mehr als diese vertraglich festgesetzte Menge bekommen. Der Gemeinderat beschließt des­halb: Die in hiesiger Gemarkung vorhandenen Quellen sollen zunächst festgestellt und auf ihre Er­giebigkeit gemessen werden. Falls diese Feststellungen ein gutes Resultat zeitigen, soll ein Kostenvoran­schlag für eine Wasserversorgung ausgearbeitet wer­den. Der Gemeinderat ist sich bewußt, daß die Aus- führung dieses Projekts große finanzielle Anforde­rungen an die Gemeinde stellt, er sieht jedoch hierin die einzige Möglichkeit, die jeden Sommer wieder­kehrende Wasserkalamität zu beseitigen.

*** Gambach , 2. Febr. Heute. fand hier die Verpachtung der Gemeindejagd auf weitere 9 Jahre statt. Die 1105 Hektar große Feld- und 302 Hektar große Waldjagd erzielte eine Pachtsumme von 3410 Mark. Pächter ist K. Heinrich Metzger- Gambach.

Reichelsheim, 2. Febr. Der Einbruch in ein hiesiges Schuhgeschäft hat seine Aufklärung gefunden. Der Einbrecher wurde in der Person eines Einwohners von Abenheim ermittelt und in Ober-Wöllstadt verhaftet.

E Viederflorstadt, 2. Febr. Da hier kein Volksbildungsverein besteht, hat es das Reichsbanner übernommen, in seinen Mo­natsversammlungen belehrende Vorträge zu bringen, zu denen auch Nichtmitglieder Zutritt haben. Schon die ersten Versammlungen im vori­gen Jahre bewiesen durch ihren starken Besuch aus allen Teilen der Bevölkerung, daß man da­mit einem allgemeinen Bedürfnis entgegengekom­men ist. Nachdem vor einigen Wochen Lehrer Appel einen Lichtbildervortrag über die ge­schichtliche Entwicklung der Reichsfarben Schwarz- Rot-Gold gebracht hatte, wurde eine Vortrags­reihe, die einen Gang durch die deutsche Ge­schichte geben soll, gewünscht. Den ersten Vor­trag dieser Reihe hielt jetzt Lehrer Heller. Er behandelte die wirtschaftlichen und politi­schen Verhältnisse der Germanen. Von der germanischen Vorgeschichte ausgehend, schilderte er den Anfang der Seßhaftigkeit mit nur Ge­meineigentum, den allmählichen Hebergang zum Privat- und Gemeinbesitz, dessen Reste sich noch bis in die Gegenwart als Allmende erhalten haben. Auch die Art der Dodenbewirtschaftung wurde ausführlich besprochen. 3m Mittelpunkt der Ausführungen standen die politischen Ver­hältnisse, die sehr eingehend und übersichtlich geschildert wurden. Der Vortrag war gut besucht und fand starkes Interesse.

Kreis Büdingen.

Ridda, 2. Febr. Lehrer FranzDeck, der über zwei Fahre eine Lehrstelle an der hiesigen Volksschule verwaltete, ist als Turn­lehrer an die städtische Schule nach Mainz verseht worden. Er hat sich um die Förderung des Turnwesens in unserer Stadt große Ver­dienste erworben, sowohl bezüglich des Schul-, als auch des Vereinsturnens. Die Gründung 1 cine8 Turnlehrervereins im Bezirk Ridda ist ^zum größten Teil dem unermüdlichen Eifer des ^Scheidenden zu verdanken. 3m Turnverein er- -r teilte er uneigennützigerweise Turn- und Spiel­stunden und gab vielfältige Anregungen zur weiteren Vervollkommnung der Leistungen durch Wort und Beispiel. Wohl schwerlich wird ein Ersatz für ihn zu finden sein. Turnverein, Schule und Bürgerschaft sehen daher Lehrer Deck von hier mit großem Bedauern scheiden. 3n dem hiesigen städtischen F a s e l st a l l ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Man hofft durch Abschlachten des erkrankten Fasels die Seuche rasch ersticken zu können.

-/- Ortenberg, 1. Febr. Einen schönen Llnterhaltungsabend bot gestern im Saal der Post" der Veteranen- und Militär- v e r e i nH a s s i a. Der Abend wurde durch eine Ansprache und ein begeistert aufgenommenes Hoch auf das deutsche Vaterland von dem Vorsitzen­den, Landwirt Hr. S t r e u b e r, eröffnet. Zwei Theaterstücke unter der trefflichen musikalischen Leitung von Herrn Ackermann fanden leb­haften Beifall. Frl. Marie Göllner und Frl. Erna Carl fangen mit ansprechender Stimme verschiedene Lieder. Auch diese Darbietungen wurden dankbar ausgenommen. Tanz schloß den gemütlichen Abend. 3nfolge einer Masern- e p i d e m i e mußte unsere Kinderschule vorübergehend geschlossen werden. Glücklicher­weise tritt die Krankheit in den meisten Fällen nur leicht auf.

le. B l e i ch e n d a ch, 2. Febr. Der seit 4 Jahren hier bestehende Zweigverein des V. H. C. zeichnete am Samstag seine wackersten Wanderer mit Abzeichen und Gegenständen von bleibendem Werte aus. Damit verband er eine schön verlaufene Familienfeier. Förster Emrich, der neue Vor­sitzende des Zweigoereins, eröffnete den Abend mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Darauf folgten abwechselnd Musikstücke für Klavier und Geige, vor­getragen von dem 2. Vorsitzenden, Lokomotivführer Badenschneider, und dem Gesangswart, Leh­rer S ch n i e r l e, und zahlreiche vierstimmige alte und neue Volkslieder, die das ebenfalls feit 4 Jahren bestehende gemischte Quartett des Zweigoereins un­ter großem Beifall vortrug. Im Mittelpunkte des Abends stand die Auszeichnungsfeier. Unsere V. H. E.-Schwestem boten zu Beginn des zweiten Teiles des Abends einen guten Kaffee zu vielerlei Kuchen. Sehr eindrucksvoll waren dkd von einer Gruppe von Schwestern und Brüdern zur Laute gelungenen Löns-Lieder. Heitere Vorträge aus heimischer Mund­artdichtung erhöhten die frohe Stimmung. Durch die Unterstützung der Gemeinde ist hier die An­schaffung eines ganz modernen Bildwer­fers für Auf- und Durchlicht möglich ge- ivorden. Er ergänzt nicht nur in willkommener Weife den Schulunterricht, sondern kommt auch in hohem Maße der freien Volksbildungsarbeit zugute. Seit- ber stand nur ein kleiner Bildwerfer für die teueren Glasbilder zur Verfügung.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 2. Febr. Die vor einem Jahre nach dem Softem Reinickens-Effen ein­gerichtete Sparkasse der beiden hiesigen S ch u l- f l aff e n hat sich recht gut entwickelt. Don etwa 40 Sparern konnten in der Zeit vom 1. Februar

1925 bis 1. Februar 1926 rund 852 Mk. an die Be­zirkssparkasse Laubach abgeführt werden. Die Rück­zahlungen betrugen 52 Mk. Zuzüglich Zinsen be­trägt das Sparguthaben bei genannter Kasse jetzt 822 Mark.

-s- Aus dem Vogelsberg, 2. Februar. Sicherem Vernehmen nach fallen auf der Strecke LauterbachGedern die gemischten Zug­paare Rr. 8891 und 8892 ab 1. April aus. Diese dienten neben der Güterbeförderung auch dem Personenverkehr und wurden stark be­nutzt. 3br Fehlen wird in unserer an Verkehrs- Möglichkeiten so armen Gegend sehr unangenehm empfunden werden. Empfindlich betroffen werden die Schüler aus dem oberen Vogelsberg, die in Gedern die höhere Schule besuchen. 3hnen bietet sich erst mit dem Abendzug, der um 8 Llhr Gedern verläßt, Gelegenheit zur Rückfahrt. Begründet wird diese einschneidende Maßnahme mit dem durch Sparmaßnahmen bedingten Deamten- abbau. Sv sollen allein auf der Station Gedern nicht weniger als fünf Eisenbahnbeamte abge­baut werden. Bei Lihberg geriet das Auto des Pferdehändlers Oppenheimer von Ortenberg ins Schleudern. Der Führer verlor die Herrschaft über den Wagen, das Fahrzeug fuhr mit aller Wucht gegen einen Baum. Die sechs 3nsassen kamen außer einigen leichten Verletzungen mit dem Schrecken davon. Das Auto ging vollständig in Trümmer.

^reis Alsfeld.

Alsfeld, 2. Febr. Am Samstag hielt der Radfahrerverein 1 8 9 0 fein diesjähriges Winterfest ab, und zwar als erster der Alsfelder Vereine in dem neuen, prachtvollen Feftfaale des Deutschen Hauses". Oie Veranstaltung nahm einen in allen Teilen wohlgelungenen Verlauf. Rach Er­öffnung des Abends durch einige Musickstücke, welche von Mitgliedern der Reichswehrkapelle Gießen ge» spielt wurden, hielt der erste Vorsitzende, Karl B e l - Hager, eine schwungvolle Begrüßungsansprache. Alsdann folgte Reigenfahren der verschiedensten Arten. Ein zwischendurch flott gespieltes Festspiel Der Radsport" mit anschließendem lebenden Bild wirkte auf der neuen, mit allen modernen Beleuch­tungseffekten ausgestatteten Bühne sehr stimmungs- voll. Anschließend hieran fand die Verteilung von Ehrenzeichen an Mitglieder des Vereins statt. Der anschließende Ball hielt die Teilnehmer des stim­mungsvoll verlaufenen Festes noch lange zusam­men. .Am Sonntag stand unsere Stadt unter dem Zeichen von Konzerten. In der altehrwürdigen Walpurgiskirche fand abends um 8 Uhr eine kirchenmusikalische Feier statt, die veran­staltet wurde von dem Evangelischen Kirchengesana- oerein unter Mitwirkung von Frl. Rosemarie Rölke aus Gießen unter Leitung von Musiklehrer Meinhardt in Alsfeld. Zur Aufführung gelangte der 42. Psalm für Ehor, Orgel und Streichinstru­mente in der Vertonung von Felix Mendelssohn- Bartholdy. Die Chöre wurden mit großer Exaktheit und Klangschönheit vorgetragen, Frl. N ö l f e sang die Sopranpartien mit ihrer sympathischen, kräftigen Stimme recht schön. Verschiedene Drgeloorträge und Gemeindegesänge umrahmten die sehr stimmungs­volle Feier, die gut besucht war. Zu derselben Zeit fand im großen Saale des HotelsDeutsches Haus" ein großes M i l i t ä r k o n z e r t statt, aus­geführt vorn Musikkorps des 1. (Hessischen) Grena­dier-Bataillons des 15. Jnf.-Rgts. aus Gießen unter persönlicher Leitung von Obermusikmeister L ö b e r. Der Saal war dicht besetzt, und die dankbare Zu­hörerschaft lauschte entzückt den Klängen der Ka­pelle, die ganz vorzügliche Leistungen darbot, ein für Alsfeld leider sehr seltener Genuß. Besonderen Beifallssturm erregte der Marsch für Heroldstrom­peten und Kesselpauken. Am Schlüsse des Konzerts gedachte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g in einer schwungvollen Ansprache der Befreiung der Kölner Zone von der feindlichen Besatzung und brachte ein Hoch auf das deutsche Vaterland ays. Der Erlös aus dem Konzert, das der Verein der ehemaligen 116er von Alsfeld und Umgegend veranlaßt hatte, soll zum Besten des 116er-Denkmals in Gießen ver­wendet werden.

() Zeildach, 2. Febr. Am Sonntagabend fand im vollbesetzten Saale der Gastwirtschaft Heinrich Zimmer der diesjährige Unterhaltungsabend des hiesigen Kriegervereins statt. Den Kernpunkt im Programm der Veranstaltung bildeten einige Theaterstücke, die flott gespielt wurden. Reicher Bei­fall lohnte die Mühe. Der Leiter des Theaterabends war Lehrer Peppler.

Kreis Lauterbach.

S Herbstein, 2. Febr. Herr Hans K übel hat auf einer der Gemeinde gehörigen Wüstung in der Nähe der Heckenmühle eine Silberfuchs- f a r m eingerichtet, die seit Mitte November mit 4 Paaren Silberfüchsen besetzt ist. Die aus Kanada stammenden Tiere sind paarweise in besonders ab­geteilten Zwingern, in denen hundehüttenartige Ge- lasse ausgestellt mürben, untergebracht und befinden sich anscheinend in recht guter Verfassung: sie wer­den mit Hundekuchen und rohem Fleisch gefüttert. Silberfüchse werden bekanntlich ihres kostbaren Pelzes wegen gezüchtet.

8 Bermutshain, 2. Febr. Die im vorigen Jahre dahier stattgehabte Bürgermei st er­wähl, bei der der Land- und Gastwirt Pfann- st i e l mit 35 Stimmen Majorität gegen den jetzigen Bürgermeister I o st gewählt wurde, war von dem Kreisausschuß wegen ungesetzlicher Wahlbeein- flussung für ungültig erklärt worden. Am Sonntag fand die dadurch erforderlich gewordene Nach­wahl statt, wobei Pfa nn stiel 174, sein Gegen­kandidat Andreas König 104 Stimmen erhielt. Bürgermeister Jost hatte seine Kandidatur zurück­gezogen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 2. Febr. Dieser Tage fand in derQHten Post" eine Versammlung der Kreisbauernschaft Wetzlar statt, in der Prof. Dr. K r a e m e r von der Universität Gießen überTagesfragen aus der Rindviehzucht" sprach. Der gute Klang dieses Ramens hatte es vermocht, daß der Saal überfüllt war und viele der Erschienenen die Ausführungen des Redners stehend anhören muhten. Prof. Kraemer behandelte in seinen formvollendeten Ausführungen das Rasse­problem unter dem Gesichtswinkel der klein­bäuerlichen Verhältnisse unseres Bezirkes und schilderte mit vortrefflichen Worten die Maß­nahmen, Mittel und Wege, welche geeignet sind, durch eine sinngemäße Aufzucht, Verbesserung der Bullenhaltung, Fütterung und Pflege der Tiere unsere heimische Rindviehzucht zu fördern und sie zu einer namhaften Einnahmequelle für unsere Kleinbauern unter den heutigen außer­ordentlich schweren Wirtschastsbedingungen zu gestalten. Reicher Beifall bewies, daß Prof.

Kraemer mit dem vorgetragenen Stoff das rege Interesse der Zuhörer zu fesseln verstanden hatte, und legte Zeugnis davon ab, wie dankbar ge­rade die kleinbäuerliche Praxis unseren Wissen­schaftlern ist für die vielen Anregungen, die sie durch derartige Vorträge den Versammlungen übermitteln können.

Kreis Biedenkopf.

U Endbach, 2. Febr. Gestern abend blieb der Zug 3378, der um 5 Uhr von Nieder-Walgern nach Herborn fuhr, infolge Kuppelungsbruchs an derLoko motive zwischen Endbach und Harten­rod längere Zeit liegen. Die Lokomotive war nicht vom Platze zu bringen. Die Reisenden mußten daher an der Unfallstelle u m ft e i g e n und den Gegenzug 3379 wieder nach Herborn benutzen. Beide Züge erhielten je zweistündige Verspä­tung und somit keinen Anschluß an die Züge der Hauptbahn FrankfurtKassel bzw. GießenKöln.

Dillkreis.

bl. Herborn, 2. Febr. Auf der jüngsten Ta­gung der Kreisbauernschaft des Dill­kreises wurde der Jahresbericht erstattet und die Rechnungen vorgelegt. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß im Jahre 1925 recht eifrig gearbeitet wurde. U. a. wurde nach großen Bemühungen er­zielt, daß die vom Jahre 1924 gestundeten Steuern niedergeschlagen wurden. Die Rückzahlung der Saatgutkredite in Höhe von 105 000 Mk. wurde bis zum November d. I. verlängert, und zwar so, daß in drei Raten abgezahlt werden kann. Der Kassen­bestand kann als günstig bezeichnet werden. Es wurde ein Ueberschuh von etwa 350 Mk. ausge­wiesen. Die Ergänzungswahl des Vorstandes und der Vertreter zur Bezirksbauernschaft ergab Wieder­wahl der alten Mitglieder. Die Beiträge für 1926 wurden pro Mortzen auf 30 Pf. heraufgefetzt. Direk­tor M ö h l e r hielt einen Vortrag über die Ge­flügelzucht, Dr. P f i st n e r - Limburg sprach über die Notlage der Landwirtschaft. Dann wurde noch über die Haftpflichtversicherung und die Berufsge- nossenschaft referiert.

Wirtschaft.

* Th. Goldschmidt (Chemische Fa­brik A.G.) in Essen. Das mit dem Kalender­jahr zusammenfallende Geschäftsjahr 1925 ist gün­stig verlaufen, so daß die Gesellschaft voraussicht­lich in der Lage sein wird, die Dividendenzahlun­gen auf das 29 Millionen Reichsmark betragende Aktienkapital wieder aufzunehmen.

* Vom Sichel-Konzern erfährt der WSR-Dienst, daß der Aufsichtsrat in seiner gestrigen Sitzung sich von dem derzeitigen Stand der Geschäfte befriedigt gezeigt habe, lieber die gefaßten Beschlüsse wurde jedoch keinerlei Mit­teilung gemacht.

Börsen kurse.

Datum:

5% Deutsche RcichSanlethe . 4% Deutsche Rcichoanleihe . 37a% Deutsche Ncichsan leihe 3% Deutsche ReichSanlcihe Deutsche Sparprämicnanleihe 4% Preußische Nonsots - . .

/a i"ypnen *.......

3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Toll-Schatz-Anweisng.*) <e/e Zolltürken - 5% Goldmerikaner ....

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bant.........

Deutsche Bereinsbank .... Disconto Commandit Metall dank Mitteldeutsche Credilbank. . Lcsterreichische Creditanstalt. Westbank .........

Bochumer Guß ...... BudcruS ......... Caro M-Luxemburg .....

irchener Bergwerk. . Harvener Bergbau......

.Kaliwerke Aschersleben.... tkaliwerk Westeregeln .... Vcurnbutte . . . ...... Obcrbedars . . * . Phönir Bergbau ..... Rhcimtahl...........

Rio bett Montan ....... TelluS Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llovd . . . Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont-Guano Chemische Malier Alapin . . 3- Farbenindustrtc, A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung Rütgcrswerkc ....... Echcideanstalt.........

Sinn. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke Schüttelt .

Siemens ± Halske «dlerwerkc,1k teuer ..... Daimler Motoren. ..... Hchligeustaedt Megutn............

Motorenwerke Mannbeim . frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mctallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G. ....

Schuhfabrik Herz . . .... Sichel. .......... Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurt a.M.

Berlin

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49

47 75

47

48

Berliner Börse.

(Eigener Drahtberichi des ..Gießener Anzeigers".)

Berlin, 3. Febr. Die Unsicherheit, die sich aus börsentechnischen Gründen und infolge beunruhi­gender Jnsolvenzgerüchte an der gestrigen Börse be­merkbar gemacht und schließlich zu einer scharfen Abwärtsbewegung geführt hatte, war heute völlig gewichen. Die Glattstellungen der Spekulation, die wohl mit den heutigen Differenzzahlungen zusam­menhängen und infolge des Fehlens der zweiten Hand auf das Kursniveau drückten, fanden ihr Ende. Daraufhin beobachtete man lebhafte Käufe, die sich besonders auf den Montan- und Schiffahrtsmarkt erstreckten. Diese Werte konnten gegenüber dem gestrigen ermäßigten Schlußniveau durchschnittlich um .34 Prozent an­ziehen. Das Hauptgeschäft fand jedoch in Rhein- stahlaktien statt, die um etwa 7 Prozent her­aufgesetzt wurden. Die Börse beschäftigte sich dabei ausdrücklich mit der zu erwartenden Trennung der Eisen- und Kohleninteressen dieser Gesellschaft, die ihre Eisenwerke bekanntlich in die Vereinigten Stahlwerke A.-G. hineinbringen will, während die Kohlenbergwerke dem Farbenkonzern angegliedert werden sollen. Ueber die zu erwartende Entschädi­

gung für die Uebemafjme der Rheinstahl-Kohlen- intereffen durch die Farbengruppe hört man die verschiedensten, selbstverständlich sehr optimistischen Kombinationen. Von diesen Werten beeinflußt, zeig­ten auch die übrigen Märkte, namentlich einige Elektropapiere (Siemens-Schuckert sowie von Schiffahrtsaktien Roland-Linie) eine sehr feste Hal­tung. Am Geldmarkt ließ die Nachfrage nach täglichem Geld weiter nach. Tagesgeld war ange­boten zu 78 Prozent und darunter. Monatsgeld stellte sich auf 89 Prozent. Im Devisenver - kehr waren keine nennenswerten Kursverände­rungen zu verzeichnen. Das Geschäft verlief hier sehr schleppend.

Devisenmarkt Berlin §rankfur1 a. M.

T e l e g r a phifche Auszghlun q.

2 J-ebr.

3. Zebr.

Amtliche Nori rung

Amtliche Notierung

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Brief

Geld

Brief

Amtt-.Non

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19 07

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Chriitiania. Kopenhagen

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103,57

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103,61

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Stockholm . Helstngfors. Italien. . .

112,31

112,59

112. 1

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10,547

16,815

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16,855

10,548

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London. .

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4,195

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4.195

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Paris. . .

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Schwei; . .

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Spanten . .

69,23

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69,37

Japan . . . :Hio dc Jan.

1.884

1,888

1,879

1,883

0,620

0.622

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Wien in D-'

Cefl. abgeft

59.07

59,21

59,03

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Prag ....

Belgrad . .

12.412

12.452

12.415

12.455

7,38

7,40

7.38

7.40

Budapest. .

5.87

5,'J6

5.876

5,896

Bulgarien

2,945

2,9.5

2,915

2,955

Lissabon

21,225

21,275

21 245

21,295

Danzig. . .

8092

81.12

80 91

81.11

Konst.'nttn.

2,215

2,225

2,205

2,215

Athen. .

5.89

5.91

5.89

5.91

Kanada. . .

4.188

1.198

4 186

4,196

Uruguav .

4,315

4.325

4,315

4.3i5

Banknoten.

Berlin, 2. Febr

Geld

Brief

Amerikanische Noten ..... Belgische Noten ..... .

Dänische Noten ....... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

DkUlsch-Oesterr., 5100 Kronen Rumaillsche Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten.....

1,19

19 01

103,24

20,37

15,79

187.78

16 83 , 85,14 58.95

111.97

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59,13

12,392

5,832

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112,53 81.20

59 43 12.453

5,872

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M.. 3. Febr. Tendenz: Lebhaft und fest. Die Veranlagung der Effektenbörse ist wieder als wesentlich freundlicher zu bezeichnen, namentlich in­sofern, als die durch Berliner Abgaben gestern verursachte rückläufige Bewegung zum Stillstand kam. Nachdem der Vorstoß der Baisse- Spekulation als gescheitert zu betrach­ten ist, mußte diese notgedrungen wieder zu Rück­käufen schreiten, die allmählich einen so großen Umfang annahmen, daß das Geschäft wieder das in letzter Zeit gewohnte lebhafte Bild zeigte. Dir neue Aufwärtsbewegung ging vom Montanmarkte aus, wo sich in Nachwirkung der Aufnahme einer Anleihe durch die Rhein- Clbe-Union ein überaus lebhaftes Geschäft ent­wickelte, wobei Rhein stahl das Hauptinteresse beanspruchen und im Kurse etwa 5 Proz. höher gingen. Auch die anderen Montanwerte konnten die gestrigen Verluste zum Teil wieder aufholen. Farbwerte, die gleichfalls rege gefragt blie­ben, waren um 1 bis 2 Proz. gebessert. Rütgers- werke plus 4 Proz. Auch Elektrowerte be­wegten sich in steigender Richtung, während B a n f a 11 i en kaum verändert waren. Die Kurs­besserungen auf dem Elektro- und Chemie- markte bewegten sich auf der Hohe von 3 bis 4 Proz. Größere Umsahtätigkeit hatten ferner Schiffahrtsaktien aufzuweisen, von denen Hapag um 3,25 Proz., und Nordllohd um 1,75 Proz. gebessert waren. Von Auto-Aktien waren Kleyer und Neckarsulmer leicht gebessert, während Daimler etwa 2 Proz. nachgeben muß­ten. Maschinen-Aktien lagen fest. Karls­ruher plus 2 Proz. Der Kassamarkt der Industriepapiere hatte gute Erholungen zu ver­zeichnen, nur am Zuckermarkte war die Haltung schwankend und überwiegend etwas schwächer. Deutsche Anleihen und aus­ländische Renten kaum verändert. Im Freiverkehr konnte sich eine feste Tendenz durchsetzen. Api 0,4, Decker stahl 47 Proz., Dek- kerkohle 53 Proz., Benz 34 Proz., Brown-Dvveri 66 Pro., Growag 51 Proz., Krügershall 86 Proz., Alfa 67 Proz., Unterfraufen 57,5 Prvz. Im weiteren Verlause waren auf fast allen Märkten neue Kursavancen zu verzeichnen. Das Geschäft blieb unverändert lebhaft. Am Geld­markt hält das Angebot an. Besonders Ta­gesgeld wird in bedeutenden Summen zu 6 Proz. angeboten. Auch in langfristigen Mitteln hat sich das Angebot verstärkt. Monatsgeld 63/4 bis 9 Proz. je nach Adresse. Im Devisen- verkehr lag die Mark gegen Kabel weiter sehr fest. Die Inlandsparität stellte sich auf 4,20. Das englische Pfund ist weiter fest mit 4,86Vz- Paris notierte gegen Londotz unverändert 129,50.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^

Frankfurt a. M., 3. Febr. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer, 27; Roggen, inländi­scher, 17,75 bis 18; Sommergerste für Brauzwecke 21,50 bis 23,50; Hafer, inländischer, 18,50 bis 21,50; Mais, gelb, 19,50 bis 19,75; Weizenmehl, inländi­sches, Spezial 0, 40,75 bis 41,25; Roggenmehl 26 bis 26,50; Weizenkleie 10,50 bis 10,75; Roggenkleie 10,75 bis 11 Mk. Tendenz: stetig.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Donnerstag, 4. Februar:

4.306 Uhr: Nachmittagskonzert des Haus- Orchesters: Neue Schlager. 66.30 Uhr: Die Lese­stunde. 6.307 Uhr: Präsident Arthur Bergener, Vorsitzer des Zweiges Kassel des Deutschen Sprach­vereins spricht überZiele und Aufgaben des Deut, schen Sprachvereins". 77.30 Uhr: Schachstunde. 89 Uhr: Uebertragung von Kassel: Unterhaltungs­musik (Streichmlisik) der Musikervereiniaung der Schutzpolizei Kassel: Leitung: Musikdirektor Karl Kneifei. 910 Uhr: Abend Wiesbadener Künstler. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung aus Berlin* Tanzmusik der Kapelle Rapöe.,