Ausgabe 
25.3.1931
 
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Wirtschaft.

Oie Arbeitsmarktlage im l^eich.

Berlin. 24. März. (WTB.) Infolge der ungünstigen Witterung in der erste:, Märzhälfte ist, irnch dem Bericht der Rcichsanstolt, in dieser Periode auf dem Arbcitsinarkt eine gewisse Stagnation eingetreten. Es ist jedoch nicht zu verkennen, daß Anzeichen einer vorläufig noch schwachen Belebung der wirtschaft- lichen Tätigkeit auch weiter bemerk­bar sind. Am 15. März waren von den bei den Arbeitsämtern eingetragenen Arbeitsuchenden rund 4 980 000 als arbeitslos anzusehen. Am 15. März wurden von der Arbeitslosen­versicherung rund 2 526 000 gegen rund 2 589 000 Ende Februar Hauptunterstützungsempfänger be­treut. Die Belastung der Krisenfürsorge ist er- wartungsgemäß weiter gestiegen, und zwar von rund 908 000 Ende Februar auf runo 949 000 Hauptunterstützungsempfänger Mitte März. Aach der vorläufigen Zählung für Ende Februar waren von den zu diesem Zeitpunkt gezählten Arbeits­losen 52,1 Prozent Hauptunterstühungsempfän- ger in der Arbeitslosenversicherung, 18,3 Prozent in der Krisenfürsorgc, während ungefähr eben­soviel als Wohlfahrtscrwcrbslose von der ge­meindlichen Fürsorge laufend unterstützt wurden.

Weitere langsame Besserung in Hessen und Hessen-Nassau.

Die Arbeits Marktlage in Hessen und Hessen-Rossau besserte sich nach dem Bericht des Landesarbeitsamts Hessen auch in der ersten Märzhälfte nur sehr langsam und noch immer nicht in allen Arbeitsomtsbezirken. Die Entwicklung wurde durch die ungünstige Witte­rung gehemmt, die die Arbeitsaufnahme in den Außenberufen (Land- und Forstwirtschaft, Gärt­nerei, Industrie der Steine und Erden, Bau­gewerbe und Lohnarbeit wechselnder Art) nur beschränkt zuließ. Daher kommt es auch, daß diese Berufe an der Abnahme der Arbeitsuchen­den um insgesamt 2910 nur mit 452, oder knapp 16 Prozent, beteiligt sind, und daß am 15. März nur 1363 oder 0,5 Prozent Männer, aber 1547 oder 3,1 Prozent Frauen weniger gezählt wur­den als am l.März. Die meisten Frauen wurden vom Bekleidungsgewerbe und von der Tabak­industrie ausgenommen; die Männer hatten einen b.esscren Arbeitsmarkt in der Metall- und Leder­industrie, sowie ebenfalls im Bekleidungsgewerbe. Die Zahl der arbeitsuchenden Ange­stellten ist um rund 420 a u f 2 5 5 0 0 ge - stiegem Von den rund 308 800 Arbeit­suchenden wurden 64 Prozent unterstützt, und zwar 143 061 mit 139 401 Angehörigen in der Arbeitslosen- und 54 270 mit 66 778 Angehörigen in der Krlsenunterslühung. Zu der starken Ab­nahme der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um fast 8000 haben außer den Abgängen in Arbeit auch die sehr zahl­reichen Aussteuerungen beigetragen. Sie beliefen sich in der Zeit vom 16. Februar bis 15. März auf 13 200; hiervon wurden 8000 in die Krisen- unterstühung übergeführt. Die Krisenunterstühten nahmen um 1800 zu. 7671 Personen, die in der Woche nur drei Tage und weniger arbeiten, er­hielten Ende Februar Kurzarbeiterunterstühung (Ende Ianuar 8961). 826 Hauptunterstühungs­empfänger und 74 Wohlfahrtserwerbslose wurden mit Aotstandsarbeiten beschäftigt.

* Der Aktienindex. Der vom Statisftschen Aeichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 16. bis 21. März auf 91,7 gegenüber 91,8 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie aus 86,6 (87,6), Gruppe verarbeitende Industrie aus 81,8 (81,7) und Gruppe Handel und Verkehr auf 113,6 (113,2).

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. März. Tendenz: freundlich. Die zuversichtliche Rede Geheimrat D u i s b e r g s auf der gestrigen Tagung der bayerischen Industriellen und die Reise R o r - m a n ö nach Amerika zu internationalen Finanz­besprechungen, daneben die politische Entspan- .nung durch die Vertagung des Reichstages bis zum Herbst und der feste Verlauf der gestrigen Aeuyorkcr Börse bewirkten im heutigen Vormit­tagsverkehr eine freundliche Stimmung. Da auch das Publikum und die Kulisse zu einigen Käusen schritten, eröffnete die amtliche Börse bei aller­dings wiederum nicht sehr umfangreichem Geschäft

in s e st c r Haltung. Die Kurse zeigten im Durchschnitt Besserungen von 1 bis 2 Pro­zent. Während Aebenwerte nur wenig gefragt waren, bestand für einige Spezialpapicre stärkeres Interesse. Mehr Beachtung fand der Elektro­markt, au dem AEG. 1,75, Licht L Kraft 2, Ges- fürel 2,75 und Schlickert 1,5 Prozent gewannen. Ebenso zogen Deutsche Linoleum, Westeregeln und Holzmann je 2 Prozent an. Von Montan­werten zogen Rheinstahl 1 Prozent an. Der Be­richt der Dedi-Bank fand relativ günstige Be­achtung, besonders die bereits gemeldete Kapi­taltransaktion, brachte aber anderseits dem Ban­kenmarkt keine Anregung. Die Kurse blieben meist nur gut behauptet. Von Kunstseideaktien Aku plus 1 Prozent. Schwächer eröffneten Süd­deutsche Zucker mit minus 1 Prozent. Am An­leihemarkt neigten Altbesih weiter zur Schwäche. Aeubesih und Auslandrenten behauptet. Pfand­briefe sehr ruhig. Reichsschuldbuchforderungcn gut behauptet. Im Verlaufe wurde die Tendenz wie­der schwächer. Die Spekulation schritt in Anbe­tracht des bevorstehenden Llltimos zu Glattstel­lungen, da sich die Käufe des Publikums nicht forschten, so daß die anfänglichen Gewinne voll verloren gingen. Anderseits verhinderte aber der gebesserte Reichsbankauswcis für die dritte März­woche ein Rachgeben der Kulisse. Am Geldmarkt machte sich weiter Angebot bemerkbar, doch blieb der Sah mit 3 Prozent unverändert. Am De­visenmarkt ergaben sich gestern abend einige Veränderungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1957; gegen Pfunde 20,3875; von ilfancen hörte man London gegen Reuyork 4,8592; gegen Paris 124,1750; gegen Mailand 92,75; gegen Madrid 45,50; gegen Schweiz 25,2550; gegen Holland 12,12.

Berliner Börse.

Berlin, 25. März. Rachdem sich heute vor­mittag in den Bantbureaus die festen Kurse des gestrigen Abends gut behaupten konnten und die Stimmung darum weiter freundlich anzusprechcn war, enttäuschte der Beginn der Börse etwas durch seine Geschäftslosigkeit. Der Grundton blieb allerdings zuversichtlich, zu­mal für heute eine ganze Reihe von Anregungen vorlag. Man erhofft durch die bestimmte Reichs­tagsvertagung bis 3um Herbst eine weitere inner­politische Beruhigung, verwies auf die Kanzler­rede bei der heutigen Eröffnung des Jndustrie- und Handelstages, den Dedi-Bank-Dericht, und glaubt, daß sich der noch notwendige Ankauf von 4 Millionen Dedibank-Aktien sicherlich noch 'im Kurse auswirken wird. Auch die Auslassungen des Geheimrats D u i s be r g auf der gestrigen Tagung der Bayerischen Industriellen war als recht börsenfrerindlich anzusprechen. Richt zuletzt war auch die weiter leichte Lage des Geldmarktes für die Börse mitbestimmend, da man mit einer 0,25prozentigen Reportgeldsenkung rechnen zu kön­nen glaubt. Das Geschäft war anfangs nicht um­fangreich, doch bewirkten die Kundschaft, Speku­lation und auch die Auslandsarbitrage (letztere auf die festen Äuslandsbörsen) eher Kauf- resp. Deckungsneigung. Mit einigen Ausnahmen zeig­ten die ersten Rotierungen ein- bis zwei­prozentige Besserungen. Leonhard Tietz, Schubert & Salzer und Chade-Aktien gingen mit ihren Gewinnen noch etwas über diesen Rah­men hinaus. Hackethal gaben um weitere 1,50 Prozent nach. Anleihen und Ausländer ruhig. Pfandbriefe behauptet. Reichsschuldbuchfordcrun- gcn eher bis 0,13 Prozent fester. Die Geldsähe waren unverändert. Im Verlaufe wurde die Ten­denz allgemein lebhafter und fester, wobei von den: Rcichsbankausweis für die dritte März­woche eine gewisse Anregung ausging. Bei einer Gesamtentlastung von 160 Millionen Mark er­reichte der Wechselbestand mit 1465 Millionen einen schon lange nicht mehr innegehabten Tief­stand. Die Deckung besserte sich um 3 bis 4 Pro­zent Gegen 12.30 111)r wurde es, vom Farben­markt ausgehend, an dem angeblich eine größere Prämie zur Auslosung gelangte, allgemein etwas schwächer.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. März. Es wurden notiert: Weizen 296 bis 297,50; Roggen 250 bis 210; Braugerste 235; inländischer Hafer 184 bis 187,50; süddeutsches Weizenmehl Spezial 0 43 bis 44,50; Roggenmehl 28,50 bis 31; Weizen­kleie 11 bis 11,25; Roggenkleie 12,50 bis 12,35 Mk. Tendenz: ruhig.

Iubiläums-pferdemarkt in Gießen.

Der Gießener Pferdemarkt, der heute morgen auf dem Platz an der Rodheimer Straße abgehalten wurde, war ein

großer Erfolg.

Aus Rah und Fern kam die Landbevölkerung nach Gießen, und bereits um 8 Uhr herrschte auf dem Platze lebhafter Betrieb. Auch die Stadtbevölkerung nahm starken Anteil und ver­folgte mit großem Interesse die Vorführungen, die zum Zwecke der Prämiierung stattfanden. Der Pferdemarkt war durch das Wetter be­sonders begünstigt. Die Vorbereitungen waren mit aller Sorgfalt getroffen, so daß sich alles reibungslos abwickelte. Eine Musikkapelle trug mit ihren schneidigen Darbietungen zur Unter­haltung bei. Das vorgeführte Pferdematerial war fast durchweg von sehr guter Qualität. Ins­besondere fiel auf, daß die oberhessischen Landwirte mit ihren Arbeitspfer­den eigener Zucht sehr stark ver­treten waren und mit 38 Tieren, das ist be­deutend mehr als auf früheren Pferdemärkte::, zur Prämiierung in der Klasse der schweren Arbeitspferde gemeldet hatten.

Der Austrieb

betrug insgesamt 27 2 Pferde und 28 Foh- l c n. Der Handel stand im Zeichen der Geld­knappheit und vollzog sich sehr schleppend. Di» Preise der Tiere hatten gegenüber früher keine Aenderung, insbesondere keine Herabsetzung er­fahren. Für schwere Tiere bester Klasse wur­den 1200 Mark und darüber bezahlt. Mittlere Pferde wurden mit 700 bis 800 Mark gehandelt, leichte Tiere kosteten 400 bis 500 Mark. Pferde geringerer Qualität wurden mit 300 bis 400 Mark verkauft. Von den aufgetriebenen Tieren wurden viele unverkauft wieder abtransportiert.

Rachdem die Prämiierung beendet war, for­mierte sich der W e r b e u m z u g durch die Stra­ßen der Stadt. Diele Zuschauer hatten sich ein- gefunden und säumten die Straßen. Am Festzug nahmen u. a. sehr viele Gespanne teil, die ihm das Gepräge gaben. Aus dem Brandplatz löste sich der Zug nach kurzen Schlußworten auf.

Heber das Ergebnis der Prämiierung werden wir morgen berichten.

Buntes

Oie Seele der afrikanischen Kunst.

Afrika ist lange derdunkle Erdteil" für die Menschheit gewesen und ist es in mancher Be­ziehung noch heute. Wenn man auch das Land, seine Tier-, Pflanzen- und Menschenwelt so ziem­lich kennt, so war doch die Seele der afrikanischen Kultur bisher verschlossen geblieben. Run erst hat der bekannte Afrika-Forscher Geh. Rat Leo Frobenius auf seinen letzten großen For­schungsreisen die (Sinntiefe dieser afrikanischen Kultur erkannt und aus ihren wichtigsten noch vorhandenen Zeugnissen, den Kunstwerken, ge­deutet. In der von ihm jetzt herausgegebenen MonatsschriftDer Erdball" veröffentlicht der berühmte Gelehrte eine umfangreiche Arbeit über die Kunst Afrikas, deren Wesen er zum erstenmal enthüllt.Wenn wir die großen Mu- feeh Europas durchwandern", schreibt er,in allen begegnen wir dem gleichenGeiste", dem gleichen Charakter, der gleichen Ratur; aus welchem Teile Afrikas die einzelnen Stücke auch herbeigetragen fein mögen, sie vereinigen sich in jeder Zusammenstellung zu gleicher Sprache. Wenn der Beschauer nach einem Ausdruck hier­für sucht, so braucht er die sich ihm bietenden Bilder nur mit denen zu vergleichen, die die da­neben vereinigten Sammlungen Asiens bilden: diese prunkende Schönheit schwellender und weicher Stoffe; diese phantastisch weichen Linien der Bilder und Skulpturen; diese berauschende Schön­heit edelsteinübersäter Waffen, Kleider usw.; diese Sammlungen, die in aller Schweigsamkeit Märchen aus Tausend unt> einer Rächt künden. Im Vergleiche mit solcher Geistigkeit stellt sich der Ausdruck fürdas Afrikanische" leicht und schnell ein: jeder Stoff hier hart im Falten­wurf, jeder Schmuck schlicht, jede Waffe einfach und zweckmäßig, jede Linie an Schnihwerk herb und streng. Da ist nichts, was als Ausdruck biegsamer Weichheit einzunehmen bestrebt ist, und alles strömt den gleichen Duft schwelender Hüttenfeuer, schweiß- und fettgetränkter Felle und tierischer Drüsen aus. Alles ist zweckmäßig, herb, streng, tektonisch. Dies ist der Charakter des afrikanischen Stiles. Wer sich ihm bis zum vollen Verständnis genähert hat, der wird bald erkennen, daß er als Ausdruck des Wesens ganz Ql f r i k a beherrscht. Er äußert sich in den Bewegungen aller Regervölker ebenso wie in ihren Plastiken, spricht aus ihren Tänzen wie aus ihren Masken, aus dem Sinn ihrer Religio­sität wie aus dem Dahingleiten ihrer Lebens­läufe, Staatsbildungen und Völkerschicksale, er lebt in ihren Fabeln, Märchen, Sagen, Mythen." Da die afrikanischen Völker heutzutage heiter und lebendfreubig sind, so muß dieser Stil ihrer Kunst zu einer Zeit entstanden fein, als noch eine andere Stimmung über dem Erdteil lag, und tat­sächlich weist dieser Zauber der afrikanischen Kunst in ferne Vergangenheiten zurück.Die Beschaffenheit dieses Erdteils, feine mangelhafte Gliederung, seine Teilung in einen Gürtel sub­tropisch armer und einen zweiten tropisch üppiger Ratur verliehen seinen Kulturen Geschick", schreibt

Allerlei.

Frobenius,wurden seinen Stilen zum Schicksal. Einfachheit! Alle Geschichte spielt sich auf einem Boden ohne Heberraschungen und ohne wesent­liche äußere Folgen ab. Herb die Gestalt, herb jeder Stil, schwach die Gliederung, schwach jede historische Auswirkung. Aber zäh und konservativ. Kein in der Rähe des Werderaumes der großen Weltgeschichte gelagertes Ländergebiet ist so ge­eignet, eingetragenes Kulturgut so gut und so lange zu erhalten wie dieser Erdteil. So wurde Afrika zu einer Konservenbüchse alter Kulture n. Die Entdeckung der Seele dieses Erdteils in seiner Kunst, wie sie Frobenius ge­lungen ist, erschließt uns ein neues Kapitel der Weltgeschichte:Das durch schwere Sorge und Mühe Gestaltetete kann nicht anders fein als herb und ernst. Older als solches hat das Er­reichte auch Bestand. So nur verstehen wir es, daß wir jene Kulturen, die im Mutterland Asien vor Jahrtausenden starben, in Afrika heute noch lebendig fanden daß die Kunst, die in Europa in tiner Eiszeit dahinschwand, heute noch von den Händen kleiner Buschmänner geübt wird. Sie ist alt und herb, diese Seele Afrikas. Aber ihre Gestalten sind würdevoll! Afrika kann uns noch vieles geben."

lerne kartenspielend!

Belehrende Kartenspiele der verschiedensten Art sind uns bekannt. Wie alt diese Methode des spielenden Lernens" schon ist, zeigen einige Mit-' teilungen im Buchhändler-Börsenblatt. Danach war cs der bekannte Dichter der Reformations­zeit, Thomas Murner, der bei der Reueinfüh­rung der Institutionen des römischen Rechtes auf den Gedanken kam, einJuristisches Kartenspiel" in den Handel zu bringen. Die Karten enthielten belehrende Stichworte, und auch einJuristisches Schachbrett", auf dessen Feldern die Kapitelein­teilung des Corpus juris dargestellt war, sollte dem Publikum das neue Recht veranschaulichen. In Frankreich war es Iean Desmarost de St. Sorlin, der solche Unterrichts-Kartenspiele für den Dauphin, den späteren Ludwig XIV., zu­sammenstellte. Auf diesen Spielen waren die be­rühmtesten Könige und Königinnen von Frank­reich zu sehen, sowie geschichtliche, geographische und andere Bilder. Bei uns hat im 17. Jahr­hundert diesen Gedanken der betriebsame Nürn­berger Darockdichter Harsdörfer, der Ver­fasser desNürnberger Trichters", der die Men­schen so gern auf angenehme Weise belehrte, mit besonderem Eifer und Geschick aufgegriffen und brachte 1655 historische und astronomische Spielkarten, später auchOvidische und Moral- Karten" in den Handel. Das astronomische Kartenspiel bestand aus 52 Blättern, auf denen Sternbilder dargestellt und beschrieben waren. Einen Reudruck dieser Karten brachte 1719 ein gewisser Andreazu::: sonderbaren Ruhen der kunstliebenden Jugend" mit seinemReuinven- tierten belehrenden und ergötzenden astronomi­schen Kartenspiel" heraus.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Tie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o.H., Lombardzinsfuß 6 v.H.

.yranlruri a. .v

Berlin

Schluß» furd

l'Uhr» fiurt

Gchluß- funi

Anfang» Kurs

Datum

24.3.

25.3.

24.3.

25.3.

6% Deutsche Relchsanieihe

von 1927 .......

84,75

_

7% Deutsche Nelchranleihe

von 1929 ..........

Scutldie Anl.-Ablöl.-Echuld mit

99,8

100

Austos.-Rechien.......

57,8

57,65

57,75

57,4

Scifll. ohne AuSlos.-Rechte . . 6% Hell, yoinflnat von 1929

6,25

6,25

6,2

6,2

(rNckzahtb. 102%)......

Lberhessen Provinz - Anleihe mit

93,5

93,5

öluciDl.-'Jicdi^n......

54,5

__

$cut|die Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% firanil. Hnv.-Bank Goldpse

56,5

56,6

Xlil unlünbbar bi» 1934 . . . 7% grants. Hyp.-Bank Goldpfe

101,5

unlünbbar 613 1932 .....

95,5

iy«% dihcinlidie Hyp.-Bank

92,5

6% Pr. Landerpsandbriesanstalt,

100,5

100,5

6% Pr LandeSpianobriesansialt,

itomm.-Cbl.01. 20......

_

7% Pr. Lcmdedpiandbriefanstalt, Psandbriese fli. 11 .....

A E G. obg. BorrriegS-Obligatio-

96,5

96,5

4% Ccfierrcld)l|<be Golvrente . .

4,20% Ocslcrrcichilche Siibcrrente

24

2,7

24,3

2,85

2,7

4% OcNerrcichilche Einheitliche

_

4% Ungarische Goldrente ....

19,6

____.

19,75

19,75

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

17

16.9

16,9

4'2% bc8gl. Don 1913

17

4% Unparische Kronenrente . . -

4% ionische ZoUanIeihe von 1911

4% TLrliiche Bagdadbahn-Anl.

4,4

4,25

4,4

Serie 1.....

4,4

4,5

4,4

6% Rumänische verctnh. Rente

von 1903 ......

9,8

..

<y,% Rumänische vereinh. Rente

16

16,1 8

16

8

t% Rumanilch« vereinh. Rente .

8

_________________________________________________________________1

ftranlfurt a. M.

Berlin

Schluß« lure

1-Uhr» Kurs

Schluß« lrirs

Anfang« Kurs

Datum

24.3.

25.3.

24.3.

25.3.

vamvurg.Amerika Pater ... 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

70

70

70,4

-

120

120,5

Paula Dampfschiff.....10

-

.

97

99

Norddeutscher Lloyd.....8

72,25

-

71,75

72,75

Allgemeine DeuischeCreditanst. 10

-

Barmer Bantverein . . 10

..

Berliner HandelZgelellschast . 12

Commerz, und Privat-Bant. 11

Tarmstedter und Nationalbank 12

125

-4-

124,75

125

112,75

113,25

112,75

113,25

144,5

144,75

145

Deutlche Bant und

Dteconto-GeseUIchaft,... 10

111

_

110

111,25

Dresdner Bank......10

111

110,5

110

110,5

ReichSbanl........12

_

A.E.S............8

106,25

108

106,5

108,25

Bergmann.........9

105,5

105,25

104,9

(Stellt. LieferungSgeleUfchast. 10

128.5

130

130

Licht und Kraft......10

123,25

124

122

123,5

Felten S Guilleaume ... 7^

91

90,65

91,5

Gesellschaft für Elellrilche Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrtzitätL-Werte 10

124,75

127,5

125.4

127,75

Rheinische Etektrizitet .... 9

..

119

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schildert L Co.......11

131.75

133,25

131.9

133

Siemens L Halste.....16

177

176,25

177

LalnneyerLCo.......10

126

126,75

-

Buderus..........5

54,5

54

Deutsche Grböl.......6

70

70,5

Essener Steinlohte «... 8

Gelsculirchencr.......8

82,75

82,75

82,75

72,5

71,75

72

Hoejch Eilen........6Vi

71

71,5

Ille Bergbau.......10

-

183,5

71

71,5

70,75

70,75

Köln-Ncuclsen........ 7

77,75

Mannesmunn-Rdlne» .... 7

78

78

79

ManSselder Bergbau.....7

37,5

37,25

Oderlchlel. Eiicnbedarj .... 5

1 Oberschlel. KolSwcrke.....7

76,75

77.5

| Phönix Bergbau......6Vi

59

59

59

59

I Rheinische Braunkohlen . . io

187

i

187-5

189

82

83

82

83

Viicbcd Monkao...... 7,2

V

-

85

Jranlfurt a. 211.

Berlin

Schluß» lurS

l«Uhr» Kurs

Schluß» kurS

Anfang- Kurs

Datum

24.3.

25.3.

24.3.

25.3.

Bereinigte Stahlwerke . .

Otavi Minen......

55

55,5

55,5

16'/.

-

32.75

32,5

Kaliwerte Aschersleben . .

. 10

153,75

- -

152,5

154.5

Kaliwerke Westeregeln . .

. 10

157

159

157

159

Kaliwerle Salzdetfurth . .

. 15

236

235,25

240

ft G. Farben Industrie. .

. 12

144,5

145,9

144,65

146,25

Dynamit Nobel.....

. . 6

-

Scheidcanstalt......

. . 8

133

Goldschmidt......

. . 6

47,5

47,75

Rütgetewerte......

. . 6

54,75

54,65

54,75

MetaUgeseUlchaft.....

. . 8

75

76

Phillpv Holz mann ....

<7

92

94

92,25

___

Zementwerk Heidelberg .

. 10

78,5

Cemeniwerk Karlstadt. . .

. 10

87

Wayb & Freytag ....

. . 8

38,25

38,5

38,5

Schultheis Patzenhofee . .

. 15

166,5

167,25

Lstwerke........

. 12

Alu..........

. 18

80

81

80,9

81

Bamberg........

. 14

88,75

88,25

89

Zellstoff Waldhos . . . .

13'/.

98,5

99

99,5

Zellstoff Aschaffenburg . .

. 12

80

79

80

Charlottenburger Waller .

. . 8

-

Dellaucr GaS ......

. . 9

135

136,5

Daimler Motoren . . . .

. . O

31,5

32,25

31,5

32,25

Deutsche Linoleum . . .

e e

96

98

96

97,25

. . v

Nat. Automobil.....

. o

--

Lrensteln & Koppel . . .

. 6

55

55

Leonhard Dich .....

. 10

121

120,75

123,5

SvenSka......

-

271

272

Frankfurter Maschine» . .

. . 4

14.5

,

14,75

-

Griyuer........

. . C

41

42

_

Heyllgenstaedl . . .

Iunghans.......

. . c

-

. . 6

Lechwerke........

. . k

Mainlraftwerke Höchst a. M.. . 8

Miag..........

. 1(

Gebt. Roeder......

. 10

Voigt L Haefsner . . . .

. . 9

-

ivüodeittlche Zucker « « *

10

124

123

123,5

-

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 24. März

Geld

Brief

Amerikanische Noten......

4,183

4.203

Belgische Noten. .......

58,13

58,37

Tänilche Noten ........

111,85

112,29

Englische Noten ........

20,329

20,409

Französische Noten .......

16,405

16,465

Holländische Noten.......

167,69

168,37

Italienische Noten........

22,03

22,11

Norwegische Noten.......

111,88

112,32

Deutsch.Oesterreich, * 100 Schilling

58.86

59,10

Rumänische Noten.......

2,472

2,492

Schwedische Noten .......

111,98

112,42

Schweizer Noten........

80,49

80,81

Spanische Noten........

45,51

45,69

Tschechoslowakische Noten.....

12,385

12,445

Ungarische Noten .....

72,95

73,25

24.März

25.Mär;

Amtliche Geld

Notierung Bries

Amtliche Geld

Notierung Bries

Amst.« Nolt.

168,05

168,39

168,07

168,41

Bukn- Aires

1,456

1,460

1,456

1,460

Brff.-ÄntW-

58,355

58,475

58,36

58.48

Christian ia.

112,14

112,39

112,34

112,14

112,36

Kopenhagen

112,12

112,13

112,25

112,35

Stockholm -

112,24

112,46

112,47

Helstngfors.

Italien. . -

10,547

21,955

10,567

21,995

10,547

21,955

10,567

21,995

London. ..

20,366

20,406

20,369

20,409

Neuyork «.

4,191

4,199

4,1920

4,2000

Paris....

16.396

16,436

16,398

16,438

Schwei; ..

80.655

80.815

80,64

80,80

Spanien. -

44,96

45,04

44.81

44,89

Japan - . -

2,070

2,074

2,070

2,074

tkiobe Jan.

0,302

0,304

0,302

0,304

Wien in D-« Oe st- abgeft.

58.93

59,05

58,935

59,055

Prag . . -

12,422

12,442

12,422

12,442

Betirad . .

7,363

7,373

7,361

7,375

Budapest. .

73.05

73,19

73,05

73.19

Bnlaaricn .

3.038

3,044

3,038

3,044

Lissabon .

Danzig. . .

18,82

18.86

18,82

18,86

81.475

81.635

81.47

81,63

Konst-,ulm.

1.784

1.789

1,784

1,789

Athen.

5,435

5,445

5,435

5,445

Canaba .

4,188

4.196

4,139

4,197

Um ,uay. .

3,057

3,063

3,046

3,052

Tatro ...

20,89

20,93

20,89

20,93